Speaker 1Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von Eichhorn Coaching, mein Name ist Alex und in dieser Podcast-Folge machen wir mal wieder eine größere Q&A-Folge, ist nämlich einiges aufgekommen und ja, da beantworte ich eure Fragen querbeet über den Handel von Optionen, Wohlleist dabei, Optionstheorie, Crash, Hedging und und und und ich würde sagen, wir schießen direkt los, wie immer noch der Risikohinweis, alles was ich heute sage ist meine private Meinung, ihr kennt es und stellt keine Aufforderung von Verkäufen oder Käufen irgendwelchen Finanzprodukten dar. So, wir fangen direkt an, die erste Frage ist, wie hoch kann der VXX eigentlich steigen? Das war eine YouTube-Frage und da hat ein User darunter geantwortet, nicht höher als 100, selbst bei einem Atomkrieg nicht. So, und an der Antwort von dem User, ich glaube ich weiß was er meint, aber die stimmt einfach nicht. Also erstmal müssen wir nochmal die Frage lesen. Wie hoch kann der VXX eigentlich steigen? Nicht der VIX, sondern der VXX und das ist immer was Relatives, weil der hat ja auch Resplits öfters mal und der kann ja gerade auch einen Resplit gemacht haben von 10 auf wieder 50 hoch und dann braucht der ja nur 100%, dass der über 100 ist, also das lässt sich so pauschal gar nicht sagen, die machen das immer, aber wenn sie gar keinen Resplit machen würden, dann wäre das irgendwo bei einem Cent mal. Dann kann der wahrscheinlich nicht mehr höher als 50 Cent steigen, also das ist allein komplette Willkür, wann ein Resplit war oder wann nicht. So, jetzt schauen wir uns aber nochmal an, den VXX, wie hoch kann der eigentlich steigen? Also theoretisch und praktisch, ich sage jetzt nicht unendlich, aber eigentlich schon und der ist schon oft 500-600% angestiegen im Corona-Crash und Co. Das heißt jetzt aber halt auch, das wissen wir jetzt halt nicht, ob es ja kurz davor einen Resplit gab oder nicht, wenn es ja keinen gab und der steigt dann von 10 auf 5. 10 auf 50 an okay, vielleicht gab es einen und der hat einen Wert von 70, dann sind wir schnell bei Werten von 500. Was glaube ich aber der User eher gemeint hat, ist der VIX und das ist ja nochmal ein Unterschied, also VXX ist ein Volatilitäts-ETN, der die ersten beiden VX-Futures long im Depot hält und der hat dann irgendwie Werte von 10 bis 100 meistens, aber wie gesagt, das kommt halt auf dem Resplit an und der VIX, der wird ja nicht geresplittet, das meint der wahrscheinlich, dass der nicht höher ist. Höher als 100 geht der VIX und damit muss man auch aufpassen mit dieser Aussage, das würde ich nicht persönlich unterschreiben, klar, wir hatten jetzt immer nur Höchstwerte von 80 rum, 85 und sowas in der Finanzkrise, 2008, 2009 und Corona-Crash, aber dass es nicht mal an einen Tag höher als 100 gehen kann, würde ich nicht unterschreiben und ich glaube mir, wir werden die 100 auch noch erleben, wir haben es ja auch schon erlebt in dem VIX1D, also für ein Tage Restlaufzeit. Ich habe mal ein bisschen rumgerechnet. Laut meinen Berechnungen kann der zumindest nicht höher als 200 gehen, der VIX, weil dann greift halt die Handelsbeschränkung nach minus 20 Prozent, ist ja erstmal Schluss in die eine Richtung nach unten am Handelstag und ja, das müsste es halt für immer einen Monat lang machen und dann hätte man ungefähr einen Wert von 200, das müsste halt der Markt sagen, okay, wir schwanken jetzt immer um 20 Prozent am Tag für einen Monat, dann hätte man einen Wert von 200, also ich glaube jetzt nicht, dass es einen Wert von 200 gibt, aber dass es nicht mal Intraday über 100 geht, würde ich nicht unterschreiben. Also um die Frage zu beantworten, wie hoch kann der VXX eigentlich ansteigen, wenn es noch lange in Backwardation bleibt, kann das sehr lange hochgehen, einige 100 Prozent und vielleicht auch mal 1000 Prozent und den absoluten Wert, den wissen wir nicht, weil das halt mit einem Resplit war. Passt auf, wenn ihr Volatilität shortet, das kann wirklich eine Weile anbleiben und auch nochmal zwei, drei Tage spiken. Und die können dann richtig wehtun, macht das immer bitte mit einem Long Call als Absicherung. Dann die nächste Frage, ich habe es ein bisschen kreuz und quer gemacht, aber jetzt kommen ein paar oder ein paar Wohlerpunkte. Sind Long VX Strategien fürs Hedging ungeeignet, da der Markt auch ohne inverse VX Kurve fallen kann, Mean Reversion Effekt? Ich erkläre mal die Frage, wie es gemeint ist. Also, ich habe komplett richtig gestellt die Frage, also die Annahme des Fragestellers ist, folgende, der S&P 500 kann ja fallen, aber die VX Terminstrukturkurve muss ja gar nicht stark ansteigen und schon gar nicht in eine Backwardation gehen. Vollkommen richtig. Und dann tut er daraus ableiten oder diejenige, ich weiß es nicht mehr, ja, dass es ja vielleicht deswegen ungeeignet ist. Ja und nein. Also, erstmal ist es vollkommen richtig, man kann auch im Aktienmarkt fallen, ohne dass der VX stark ansteigt oder dass wir sogar eine Backwardation kriegen. 2018 im Dezember. Die Korrektur, ich weiß nicht, ob es offiziell ein Crash war, aber die Korrektur im Dezember war relativ gemütlich, in Anführungszeichen. Es gab nicht so die Abverkäufe wie in Corona, sondern es müssen halt jeden Tag irgendwie minus zwei Prozent gefallen und dadurch ist der VX auch nicht so stark angestiegen. Also, sowas gibt es. Jetzt muss man aber wieder ableiten. Trotzdem finde ich sie geeignet, weil gerade wenn man als Stillhalter unterwegs ist und man hat da jetzt Putz verkauft, gut, dann kann man ja gut rollen, weil ja der VX nicht so stark ansteigt. Also, dann kann man ja sehr gut. agieren. Aber wenn es halt auch einen Flash Crash gibt, vielleicht nur minus sechs Prozent an einem Tag, aber der VX klebt auf 70, dann fliegen mir die Putz um die Ohren und gerade deswegen würde ich halt im VX investiert sein, Long als Hedging, als Stillhalter. Wenn man bei Entholt unterwegs ist, ist die Wohle eigentlich relativ egal, ob das jetzt zehn Prozent in zehn Minuten macht oder zehn Prozent in einem Monat fällt, das ist eigentlich absolut das Gleiche. Aber als Stillhalter nicht und deswegen würde ich auf jeden Fall da auch halt in der Wohle warten, weil halt bei Flash Crash dann richtig Probleme gibt, obwohl das ja gar nicht prozentual stark fällt. Genau, also das so zu meiner Erklärung, ich würde es trotzdem machen. Nächste Frage. Machen weit aus dem Geld liegende Optionen bei Crash Spekulationen mehr Sinn, da sie höheres Vega und geringeres Theta bieten? Ja, ich muss jetzt wieder ein bisschen genauer sein, also ja, macht Sinn, aber höheres Vega absolut nicht, also absolut haben die ja at the money ein höheres Vega, aber ich weiß, worauf du hinaus willst, was wir immer runterbeten, du meinst die normalisierte Volatilität, also Beispiel Optionspreis at the money ist bei 10, das Vega ist 1 und out of the money ist der Optionspreis bei 1 und Vega ist 0,2 und 1, das Vega bei at the money auf dem Optionspreis von 10 ist es jetzt 10 Prozent, 1 von 10 und von 0,2 das Vega bei einem Optionspreis von 1 ist es 20 Prozent, das heißt der Einfluss der Volatilität des Vegas bei out of the money Optionen auf Verhältnis zum Optionspreis ist viel, viel höher und deswegen bieten sich ja auch sogenannte Teenies an, also Kauf von weit aus dem Geld liegenden Optionen, vielleicht auch eine höhere Stückzahl, weil die dann halt prozentual viel, viel stärker ansteigen können als at the money Optionen, wenn es die Wohler nach oben haut und das ist ja gerade euer Problem als Stillhalter, also ja, sie haben kein höheres Vega, aber sie haben eine höhere normalisierte Volatilität und natürlich auch ein geringeres Theta, das ist at the money am höchsten und das machen ja viele genau andersrum, die verkaufen genau diese Teenies Puts, hatten wir schon ein paar mal im Podcast, was keine gute Idee ist. Dann die Frage, wie geht ihr mit stark steigenden Optionsprämien um, wenn der Markt zum Beispiel nach einem Katastrophenwochenende minus 10 Prozent eröffnet? Optimalerweise sind wir nicht irgendwie long investiert oder Short-Wohler mit Short-Puts oder sowas optimalerweise, aber das kann man natürlich nie verhindern. Aber ehrlicherweise, also selten hatten wir da irgendwelche Puts, dass sowas passiert ist, also wir gehen da immer eigentlich relativ vorher raus und wenn es auch Freitag schon schlecht ist, dann würde ich auch Freitags keine Short-Puts halten, weil dann meistens ja der Montag der Black Monday kommt. Aber trotzdem kann es ja natürlich passieren, ich kenne jetzt keinen großen Crash, wo es vom Allzeithoch auf einmal montags minus 10 Prozent gemacht hat, aber es könnte natürlich passieren. Ja, wie geht man damit um? Muss man aufpassen, ich würde vielleicht dann sogar teilweise die Stops rausnehmen und bin dann Long-Volatilität, würde die dann eher mitnehmen, die Hedges, weil man dann natürlich dann böse ausgestoppt werden kann mit hohem Slippage. Ist aber halt die Frage, kann ich das halt nur noch aushalten? Das ist immer die Bedingung. Und da kriegt man auch oft die Frage zu sagen, hey, es ist ja voll blöd, die VX, Long Calls, die haben ja voll den hohen Spread, wenn sowas passiert. Das ist das genau, was ihr wollt. Angenommen, der VX Long Call steigt um 15.000 Prozent an, ihr kommt wegen Slippage nur bei 13.000 Prozent plus raus, schlecht raus. Die Alternative wäre ja, der VX Long Call macht 300 Prozent und ihr kommt gut raus. Da würde ich wieder schlecht für einen zehnfachen Gewinn rauskommen. Also je dreckiger es wird, desto besser ist es ja für den VX Long Call, auch wenn ihr dann kurz vielleicht nicht so gut rauskommt. Aber das ist ja genau das, was ihr wollt, dass es wirklich extrem dreckig wird. Und hätte ich dann Puts offen, würde ich die vermutlich auch offen halten, weil das Positionsmanagement halt passt dafür und die Long Calls auf dem VX dann mitnehmen. Aber natürlich könnt ihr nicht, wenn ihr kurz vor dem Margin Call seid, irgendwie beten, dass das dann gut geht. Also Positionsgröße ist halt das A und O. Dann zur Frage, mit welcher Strategie hast du erlebt, dass Anleger ihre Depots erheblich verloren. oder sogar komplett zerstört haben. Das weiß ich sofort, die Antwort. Cash-Secured-Puts und Short-Puts. Klingt vielleicht für den einen überraschend. Ich sehe schon jemanden Tastatur an den Cash-Secured-Puts, die sind ja besichert und so weiter. Das geht ja gar nicht. Ja, in der Theorie schon, aber das ist Number One. Absolut Number One. Also, dass da in der niedrigen Wohler Out-of-the-Money-Puts verkauft wurden, dann haut es die Wohler nach oben und diejenigen haben dann sehr große Probleme. Margin zieht auch noch an, das ist auch nochmal so ein Problem. Und die Dinger fliegen einem komplett um die Ohren. Man muss vielleicht sogar rausgehen wegen einem Margin-Call genau an dem Tag an dem Black Monday, wo man die Dinger eigentlich ja verkaufen sollte. Also auf jeden Fall Short-Puts bei einer niedrigen Wohler. Auf jeden Fall. Übrigens nicht, was viele behaupten, 0 DTE-Handel. Da habe ich noch kein Konto gesehen, was pleite gegangen ist. Kann man aber natürlich trotzdem machen. Das muss man an der Stelle auch nochmal sagen. Dann eine Anfängerfrage. Können mir Aktien angedient werden, die während der Laufzeit einmal in der Money, also wenn sie dann in der Money sind, ja. Aber wenn sie dann wieder out of the Money gehen, zu 99% nicht. Also theoretisch könnte auch eine out of the Money-Option angedient werden, das wäre aber dann was Schönes für euch. Aber eigentlich passiert das nur im Geld. Also ist eigentlich egal, ob es mal während der Laufzeit im Geld war oder nicht. Das guckt man nicht nach. Das geht ja ab dem Kaufzeitpunkt. Dann ist dann entscheidend, ob sie dann ins Geld laufen oder nicht. Dann eine steuerliche Frage. Warum habt ihr keine Familienstiftung? Interessant, dass es alle wissen, dass wir keine haben. Also es ist auch so. Ich glaube für Max war es eher interessanter. Ja, ich habe keine Kinder. Steuerlich heißt es Abkömmlinge. Da muss ich mir erstmal groß keinen Kopf machen. Ja, heißt aber nicht, dass ich niemals eine machen werde. Es gibt viele Modelle, da macht es Sinn. Ja, deswegen müsst ihr euch halt mit beschäftigen. Ich, ähm, für mich kommt es noch nicht in Frage. Ähm, heißt aber nicht, dass es für euch nicht sinnvoll sein kann. Dann die Frage, was war dein bisher größter Drawdown und wie bist du damit umgegangen? Ähm, ich habe da ein bisschen drüber nachgedacht, weil ich weiß es nicht mehr genau, aber es war, also nimmt man es absolut 100 Prozent, aber das einschneidendste Erlebnis war Corona Crash. Also da hatte ich auch, das war ich ganz viel gelernt, auch ein bisschen falsche Aktien in Anführungszeichen. Ähm, ich hatte gar nicht so Probleme mit Putz, aber die Aktien haben wir natürlich auch ordentlich auf den Deckel bekommen. Ich hatte da wirklich auch keine guten Aktien, also die teilweise bis heute noch nicht wirklich hochgekommen sind. Die habe ich auch nicht mehr. Also da habe ich extrem viel gelernt. Ich hatte einen ZB Short Call offen. Und das war ein reiner Short Call, fast am Hoch genau getroffen, aber ein Washout kam noch und da musste ich einen, glaube ich, mit 17.000 Prozent Minus schließen, also das ist mir auch schon passiert. Ja, also das war somit für mich das größte Learning, wo ich wirklich auch gedacht habe, oi, oi, oi. Also ich habe sowas auch noch nie erlebt. VX von 80 bei der Finanzkrise habe ich jetzt noch nicht in dem Zuge Optionen gehandelt. Äh, deswegen, ja, das war wirklich ein einschneidendes Erlebnis. Bin aber glimpflich aus der Sache rausgekommen. Aber währenddessen habe ich schon auch mal geschnauft, als es wirklich jeden Tag minus fünf Prozent gemacht hat. Also das war wirklich Hardcore. Handelt ihr V-Stocks Optionen? Jein, da habe ich auch ein Video dazu, glaube ich, online. Das TWS Kürzel ist V2, also die Ziffer TX und dann müsst ihr aber Future Optionen wählen. Es gibt keine Index Optionen wie beim VX Index. Große Besonderheit. Multiplikator müsste, glaube ich, 100 sein und natürlich ein Euro. Ich habe schon ein paar Test Rates gemacht. Es geht halbwegs. Das würde ich eher mal handeln, wenn es in Europa irgendwas anderes gibt. Volatilitätstechnisch als in den USA, meistens laufen die auch grob gleich. Kann man auf jeden Fall machen. Ich handelte ja auch eher nur Long als Absicherung. Also ich weiß nicht, wie man am Crash irgendwie rauskommt, wenn man das Short gehandelt hat. Das habe ich noch nicht getestet, aber ja, kann man machen. Ist eine schöne Alternative, aber natürlich keine VX Index Option. Also kann man nicht vergleichen, muss man ganz klar so sagen. Dann zur letzten Frage. Investiert ihr in den SVOL ETF? Da habe ich auch eine Podcast Folge drüber gemacht. Also das ist ein Volatilitäts ETF, aktiv gemanagt, der Geld in Anleihen parkt und dann die Volatilität shortet, ähnlich wie den VXX, aber noch gleichzeitig Long Calls auf den VIX hat als Absicherung. Also aktiv gemanagt, parkt das Geld in Anleihen, shortet die Volatilität, hat aber noch im Gegensatz zum VXX Long Calls als Absicherung, was auf jeden Fall eine kluge Sache ist. Kann man auch den Chart anschauen, der läuft schon eher nach unten, erholt sich auch nie richtig von so Volatilitäts Spikes. Auch da hat er halt Probleme, weil er die VIX Futures Short hat, auch wenn er ein paar Long Calls hat, die das ein bisschen abfedern, hat man da Probleme und er schüttet eine extrem hohe Dividende aus. Zwei-stellig pro Jahr, bringt aber natürlich einem nichts, wenn es halt auch immer zwei-stellig Kursverluste macht. Muss man ein bisschen aufpassen, ich bin nicht so der Riesen-Fan davon, auch nicht allgemein von extrem hohen Dividenden, es sei denn man braucht es, aber steuerlich ist es halt einfach die Pest, weil ihr könnt ja nur wieder 70% anlegen und nicht 100%. Also wenn man den Cashflow braucht, ist es was anderes, aber ansonsten muss man da ein bisschen steuerlich auch aufpassen und wenn man die ganze Zeit Dividende bekommt und dann noch die ganze Zeit Kursverluste, ich bin nicht der größte Fan davon, ich sehe auch nicht so für die meisten den Anwendungszweck, das muss man auch ganz klar sagen. Ja, das war es von mir zu euren Fragen mit dem Q&A, ein bisschen querbeet die Fragen von euch, ich wollte die Podcast-Folge auch nicht immer 45 Minuten machen, mal wieder so 15-20 Minuten, ein paar kürzere, war so ein bisschen Feedback von euch und schreibt mir gerne jetzt hier in die Kommentare weitere Fragen rein und dann nehmen wir mal bei Gelegenheit wieder ein. Und dann sehen wir uns in der nächsten Folge wieder, eine Podcast-Folge auf. In diesem Sinne, passt auf euer Geld auf, bis dahin, ciao, ciao.