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#76: 365DTE Short Puts - Rendite mit LEAP-Optionen?

20m 35s

#76: 365DTE Short Puts - Rendite mit LEAP-Optionen?

In dieser Podcast-Folge von Eichhorn Coaching erklärt Alex die Strategie des Handels mit LEAP-Optionen, also langlaufenden Optionen mit einer Restlaufzeit von etwa einem Jahr oder mehr. Die Grundidee besteht darin, Short Puts auf den SPY-ETF mit etwa 350 Tagen Restlaufzeit und einem Delta von 30–35 zu verkaufen, um hohe Prämieneinnahmen zu erzielen. Diese Optionen haben einen hohen Zeitwert, aber ein geringes Theta und Gamma, was sie relativ träge macht. Alex betont, dass die Strategie keine Empfehlung, sondern seine persönliche Erfahrung darstellt. Die wichtigsten Regeln: Gewinne sollten bereits bei etwa 30 % Wertverlust der Prämie realisiert werden, da man so schneller neue Positionen eröffnen kann und insgesamt mehr Prämien einnimmt. Der Stop-Loss sollte nicht zu eng gesetzt werden, sondern bei 150–200 % der Prämie, um Verluste zu begrenzen. Positionsgrößen sollten klein gehalten werden, da die Strategie bei einem Crash wie 2020 schnell zu Ausstoppungen führen kann. Alex warnt vor Überhebelung und empfiehlt, die Stopps strikt einzuhalten, da ein Margin Call drohen kann. Die Rendite ist moderat, aber stetig, und die Strategie eignet sich auch für Anfänger, vorausgesetzt, das Risiko- und Money-Management wird ernst genommen. Alternativen wie Long Calls oder der Handel auf den VXX werden diskutiert, aber als weniger geeignet eingestuft. Insgesamt ist die Strategie eine solide Ergänzung für ein diversifiziertes Portfolio, erfordert jedoch Disziplin und Geduld.

Transcription

3404 Words, 20523 Characters

German
Speaker 1Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von Eichhorn Coaching. Mein Name ist Alex und in dieser Podcast-Folge werden wir mal eine Optionsstrategie behandeln mit sehr langer Restlaufzeit. Ja, ich werde euch die groben Regeln erklären, was unsere Erfahrungswerte so sind, was man beachten muss, ob die Strategien oder die Strategien überhaupt so sind und am Schluss wie immer eure Fragen und Antworten. Wie immer, guckt mal, wann der nächste Optionsbrief erscheint. Solche Strategien und auch weitere behandeln wir da auch immer mal wieder. Erscheint alle zwei Wochen am Mittwoch. Ob es jetzt der nächste Mittwoch ist, könnt ihr ganz einfach in der Infobox unter dem Link rausfinden. Dazu gibt es natürlich noch Aktien des Monats, Covered Call, Cash Skirt Put, Wohler Barometer, Börsenarmel, Zugang zum Live-Webinar und so weiter. Also, wer es testen möchte, für 25 Euro kann das ganz einfach machen. Link findet ihr in der Infobox. Wie immer wird auch der Podcast gesponsert von CapTrader, da vielen Dank an die Mädels und Jungs aus Düsseldorf und jetzt legen wir auch direkt los. Jetzt muss ich es wirklich ganz deutlich sagen, Risikohinweis nehme ich, das ist jetzt meine Erfahrungswerte, was ich sage, das soll kein Tipp sein oder auch keine Handelsempfehlung und keine Anlageempfehlung sein, also einfach meine private Meinung, was ich jetzt hier heute so kundtue, weil ich gehe zwar wirklich auf einzelne exakte Regelwerke drauf ein. Starten wir mal direkt. Was sind denn sogenannte Lieboptionen? Was sind denn sogenannte Lieboptionen? Lieb steht für, ich muss es auch nochmal rausgucken, Long-Term Equity Anticipation Security. Auf Deutsch langlaufende Option mit einer langen Restlaufzeit. Ja, was heißt langlaufend? Ja, ungefähr ein Jahr und mehr sagt man, dass das dann die sogenannten Lieboptionen sind. Was zeichnet Lieboptionen aus? Hohe Prämieneinnahme, das muss man jetzt natürlich wieder, ja, kommt drauf an, was auf was hoch, ne, aber sie sind halt relativ hoch, wenn man jetzt ein anderes Delta nimmt. Warum? Weil es halt einfach einen hohen Zeitwert hat. So einfach ist es. Sie haben auch ein sehr geringes Theta und auch Gamma und so weiter, weil sie halt dann noch so weit weg sind und sind dadurch halt ein bisschen langsamer in beide Richtungen und das, ja, zeichnet die halt in erster Linie aus, dass man halt in relativ, meistens, Ausnahmefälle komme ich auch noch, aber ein relativ langweiliges, langweilige Position im Depot hat, aufgrund der ewigen Restlaufzeit, ja, sind die einfach relativ gemütlich. So, welche Optionsstrategien kann man denn damit handeln? Meistens ist es dann ein Shortput auf einen Aktienindex, geht auch theoretisch auf eine Aktie oder auf einen ETF. Es sollte jetzt sein, was eher bullisch über Jahre hinweg nach oben läuft und darauf, wann wendet man dann die Strategie an. Die Strategies, die ich jetzt einfach vorschlage, eigentlich relativ einfach. Man nimmt eine Option mit ungefähr ein Jahr Restlaufzeit, die gibt es natürlich nicht immer, aber ungefähr ein Jahr, irgendwo so 350 Tage rum und verkauft einen Shortput auf was, welches Delta und so weiter komme ich noch zu sprechen. Und das Ziel ist dann eine Prämieneinnahme und, ja, ich generiere stetig Einkommen. Jetzt klären wir mal die Details und dann auch gleich, unsere Erfahrungswerte dazu, aber grundsätzlich schon mal klar, ein Shortput mit 350 Tagen Restlaufzeit und auf was kann man das jetzt handeln? Man kann das natürlich auf Einzelaktien machen, aber da sollte man halt schon der Meinung sein, dass die halt auch eher gut laufen und jetzt vielleicht nicht fünf Jahre nach unten gehen, weil dann wird die Strategie nicht so profitabel sein. Aber grundsätzlich wäre es auch auf Aktien möglich. Normalerweise nimmt man das auf Indizes. Der Klassiker ist da der SPY ETF, also ein ETF, man könnte natürlich auch einen Sektoren-ETF nehmen, also XLP oder sowas, aber der Klassiker ist der SPY ETF. Man kann natürlich auch den QQQ nehmen, aber man nimmt meistens einen ETF, weil das halt von der Positionsgröße so das passendste ist für die meisten Konten. Natürlich könnte ich auch einen Index, eine Indexoption verkaufen auf den SPX beispielsweise, da gibt es natürlich ein bisschen mehr Geld, aber es ist ja direkt, auch irgendwie eine halbe Million als Kontraktwert, hat bloß einen Nachteil, dazu komme ich dann gleich mehr, den könnte ich mir nicht einbuchen lassen. Nochmal zur Wiederholung, Indexoption sind Cash Settlement, kann ich nicht einbuchen lassen. Bei dem SPY könnte ich es, wenn das eine Regelausnahme so definiert, könnte man es sich auch eindienen oder einbuchen lassen. Also der Klassiker ist meistens dran, 50 DTE auf dem SPY oder QQQ. So. Jetzt kommen wir mal noch zu den Regeln, das sind jetzt einfach unsere Erfahrungswerte. Meistens denken, das hatten wir ja schon hundertmal im Podcast, dass man ja irgendwie 5er Delta verkauft und das besser ist. Das ist ganz klar nicht der Fall. Wir haben so die besten Erfahrungen gemacht mit näher am Geld liegende Optionen, beispielsweise 30, 35er Delta Put Option immer wählen. Achtung, das sind natürlich die Prämien extrem anfällig von der Schwankung her, weil der VX, steht bei 80 oder bei 50 oder bei 30, dann haben natürlich die Delta Option einfach mal unterschiedlichen Dollarbetrag, wo man immer die gleiche Delta Option nimmt. Das ist auch schon mal wichtig. Auch natürlich der absolute Stand des SPY ist entscheidend, ob der bei 200 oder bei 500 steht, gibt es ja schon mal viel, viel mehr Prämie. Aber wenn man jetzt so eine 30 Delta Option nimmt, sollte man auch immer gucken, dass man ungefähr gleich viel einnimmt. Grohe Konten könnten natürlich auch sagen, okay, ich nehme immer 1.000 Dollar, jetzt sind es dran. Jetzt 300 Dollar, nehme ich drei Stück, sind es 500 Dollar, als Beispiel jetzt einfach mal zwei Stück. Also das, ungefähr gehen wir da immer nach Delta Richtung Region 30, keine Empfehlung jetzt. Aber auf jeden Fall kann man durch Backtests jagen, ganz klar besser als so eine Delta 5er Option. Was gibt es noch für wichtige Regeln? Wo ist denn der Stop? Und da hat sich auch deutlich gezeigt, dass der Stop nicht zu eng sein sollte, also so 50% Stop auf die Prämie, also 100 Dollar Prämie. Dann den Stop bei 150 wäre nicht gut, dass man einen 50 Dollar Verlust hätte. Das hat sich nicht so als sehr profitabel erwiesen, sondern eher Regionen zwischen 150 bis 200% Stop. Sprich, ich verkaufe für 100 Dollar die Put Option und lege dann bei 300 Dollar den Stop. Da wäre der Verlust von den 100 Dollar 200 Dollar, also 200%. Also so irgendwo um den Dreh herum ist es meistens sinnvoll. Das zu einzupendeln, 30er Delta Option und ein Stop irgendwo so 150, 200%. Jetzt die Frage, wann mache ich denn die Option zu? Und das ist jetzt wirklich eine Besonderheit bei den langlaufenden Optionen und geht jetzt gegen viele alte Regeln von manchen, die das halt gesagt haben, weil man immer Optionen zurückkaufen soll. Und jetzt ist es ganz klar, dass man die viel, viel früher zurückkaufen, sollte es ungefähr bei 30% Take Profit. Achtung, ich erkläre es nochmal jetzt ganz genau, 30% Take Profit. Nicht 30% Wertverlust, also auf Deutsch. Ihr verkauft eine Option für 100 Dollar und kauft sie bereits bei 70 wieder und habt 30 Dollar Gewinn gebracht. Was hat denn das überhaupt für einen Sinn? Das ist extrem sinnvoll. Warum? Weil ihr dann die Option einfach teilweise nach so einem Monat bereits zurückkaufen könnt. Von 300 Tagen kauft ihr die Option vielleicht bei 270 Tagen zurück. Außer Scratch natürlich, aber dann kauft ihr die einfach viel, viel früher zurück und könnt dann eine neue machen und wieder 100% Prämie einnehmen. Weil wenn ihr da auf 50 oder 70% Wertverlust geht, ist die ewig im Depot und derzeit hättet ihr schon 3 oder 4, 5 mal 30% kassieren können. Also das ist, ja, deswegen immer gefragt, wann soll man Optionen zurückkaufen? Es kommt drauf an. Man sollte sie nicht zurückkaufen, wenn man danach keine neue macht, dann ist es nicht sinnvoll, wie beispielsweise, also beim 0DTE ist es nur sinnvoll, Optionen zurückzukaufen, wenn man danach neue verkauft. Dann ist es sinnvoll, um die Marge nochmal zu nutzen, aber am 0DTE lässt man es eigentlich auslaufen sonst. Bei dem 350 Tage Restlaufzeit sollte man halt schon bereits nach 30% Wertverlust die Option eher zurückkaufen. Also nagel mich jetzt auf die 30% fest, das soll ja nur ein paar Anregungen geben. Ja, das zu den Regeln, also so 30er Delta, 260. 350 Tage, meistens nimmt es bei, der ist hochliquide und stoppt so auf 150 bis 200%. Jetzt, was sind denn dann da für Renditen möglich? Und das ist extrem schwer zu sagen. Warum? Ja, wie viel nimmt ihr denn das jetzt? Wie viele Optionen? Da kann man natürlich sehr, sehr, sehr viele reinklicken, weil die Marge dann auch nicht so hoch ist. Aber man hat ein Problem und zwar Corona-Crash und so weiter, wenn der VX halt mal kurz auf 60 geht. Dann hat man auch noch die Optionen, dann hat man ein Problem, dann werden die nämlich auch alle ausgestoppt. Und die werden eigentlich auch immer alle ausgestoppt. Natürlich am, Anführungszeichen, schlechtesten Zeitpunkt, weil dann hätte man auch immer sagen können, ja Moment mal, hätte ich keinen Stopp gemacht, die werden eh nie, also die sind ja ewig weit weg, die werden eh nie eingebucht worden. Und so, dass dann manche sagen, da haben die gar keinen Stopp, das empfehle ich natürlich nicht, weil irgendwann mal ist der D-Day und dann hört der S&P 500 nicht mehr nach 20% aufzufallen, sondern erst nach 80% und dann habt ihr, mal richtig Geld im Spiel mit solchen Put-Options, deswegen würde ich die Stops auf jeden Fall auch so drin lassen. Jetzt würde einer oder andere sagen, ja gut, wer vielleicht viel Cash hat, könnte natürlich auch sagen, okay, ich habe fünf Stück von den Positionen drin und dann mache ich einen Cash-Secured-Put, einen davon, wo ich dann halt ohne Stop mache und lasse mich so einbuchen. Finde ich übrigens auch nicht so eine schöne Idee, ihr wisst, also Cash-Secured-Put mit so einer langen Restlaufzeit bei einer niedrigen Wohler, dass ich da nicht so der Fan davon bin. Ja, aber deswegen fällt es mir auch extrem schwer, um Sizes zu sprechen, wie viel pro 100.000, das ist ja natürlich immer ein jungfräuliches Depot oder steckt da schon ganz viel Aktien- und Cash-Secured-Puts drin und eh schon viel zu viel Risiko, dann solltet ihr so eine Strategie gar nicht machen. Aber wir bewegen uns ja beim vernünftigen Risiko- und Money-Management zusätzlich auf so einer Kontogröße von ein paar Prozent. Und jetzt bitte halt nicht sagen, dann kann ich ja gleich ein ETF machen. Ja, schon klar, aber das ist ja zusätzlich. Also das immer bitte achten. Man kann ja auch 100% in Aktien investiert sein, so eine Strategie ja trotzdem machen, die ja nicht Cash-Secured-Put ist. Also ist nicht secured, weil ich einen Stopp habe. Und der Stopp, der triggert dann eigentlich auch immer ganz gut und vernünftig. Klar, meistens halt an der schlimmsten Stelle, wenn der VX am Montag bei 60 ist. Aber muss ich ja auch, weil ich weiß ja nicht, ob da nicht nochmal auf 120 geht. Also da sollte man so ein Stopp-Management auf jeden Fall einhalten. Ja, das mal zu den Positionsgrößen. Ich kann da nichts genauer dazu sagen, weil ich weiß nicht, was in eurem Depot ist. So, jetzt kommen wir mal zu den Vor- und Nachteilen. Habe ich mir auch ein paar aufgeschrieben von so einer Strategie. Also die Vorteile sind, man kommt weit weg vom Preis. Also beim Strike, das ist nicht immer gut. Und das sage ich ja ganz, ganz deutlich. Aber nicht, ganz wichtig, nicht auf der Rendite betrachtet, sondern nur auf das, die Möglichkeit einer Andehnung ist es natürlich sehr, sehr weit weg. Das heißt aber nicht, dass es profitabler ist. Also nach dem Motto muss ich ja sagen, ich verkaufe eine Einser-Delta-Option, weil die ist ja mega weit weg. Ja, aber dann verdient ihr halt nichts. Deswegen sollte man eher die Add-a-Money-Option nehmen, was ja viele nicht machen. Aber hat man ja schon hundertmal im Podcast, dass es einfach sinnvoll ist. Normalerweise langweilig. Normalerweise. Außer natürlich ein Corona-Crash und sowas. Dann steigen die halt auch mal an 200% an. Da übrigens nicht den VX anschauen, sondern den VX anschauen. 1Y für ein Jahr. Und die Option verkauft ihr ja auch. Laufen natürlich ähnlich. VX natürlich viel, viel schneller als die Mola mit ein Jahr Restlaufzeit. Es ist auch eine, Anführungszeichen, relativ planbare Rendite. Ich muss natürlich die Ausdauer einkalkulieren und wenn da mal 5 aufgeschrubbt werden an 200%, das tut natürlich weh. Plus euer Depot ist ja auch nicht gerade wahrscheinlich dann am Allzeithoch. Also da bitte aufpassen. Ist es aber wirklich nicht wirklich anfällig für kleine Kursschwankungen. Also ob das ein P500 jetzt mal minus 4% macht, ist den Optionen vollkommen egal. Aber wenn es richtig scheppert, dann haben die auch ein Problem. Die Nachteile. Da gibt es nämlich auch einige, die möchte ich auch wirklich ganz, ganz deutlich benennen. Es wirkt verführerisch. Und das hat man jetzt auch bei Trumps Zollthematik eindeutig gesehen. Dazu habe ich auch einen Podcast gemacht. Da hat man ganz schnell einen Mega-Hebel drin, weil es läuft halt zwei oder drei Jahre wie am Schnürchen. Und dann kassiert man dann mal ordentliche Ausstopper. Oder man kommt halt auf die Idee, die Stops wegzulassen. Und dann ist halt vielleicht nach minus 15% im S&P nicht Schluss, sondern wir rauschen auf minus 50% und da hat man wirklich ein Problem. Also da hat man ganz, ganz schnell einen Hebel drin. Einen extremen Hebel drin. Und das muss man einfach sich bewusst sein. Weil es gibt natürlich ja ein Risiko, ein Crash. Und es korreliert. Es korreliert komplett mit euren anderen Positionen. Im Normalfall hättet ihr ja irgendwie andere Puts noch verkauft. Und Aktienmarkt Long korreliert komplett. Aber haben natürlich nur in Anführungszeichen das Problem, wenn mal der Forex auch ordentlich ansteigt. Dann noch immer die Frage, macht man da nicht einfach mit einem ETF direkt mehr Rendite? Kann man sich natürlich überlegen. Oder man macht auch beides. Klar, dann kassiert man aber halt auch in einem Crash doppelt Verlust. ETF geht runter und ich kassiere ein Ausdopper. Ein kleiner Nachteil, aber eigentlich beim SPY relativ unbedeutend. Die sind natürlich nicht ganz so liquide, die Optionen, wie kurzlaufende. Die sind halt einfach wirklich liquider. Aber beim SPY hat man da eigentlich keine Probleme. Also ich sag's nochmal an dieser Stelle. Es ist eigentlich eine grundsolide Strategie, auch gerade für Anfänger. Aber daran kann man pleite gehen, wenn man die Regeln nicht beachtet. Natürlich so wie bei jeder anderen Strategie auch. Bloß da ist es halt schnell, ich kann auch noch fünf, machen wir noch sieben, machen wir zehn Optionen, läuft doch so gut. Und dann kommt halt der D-Day. Da habe ich noch andere Cash-Ticker-Puts schon ganz oft erlebt. Und dann fliegen einem alles um die Ohren und man wird wirklich am dümmsten Zeitpunkt kriegt man dann vielleicht sogar ein Margin-Call und Co. Deswegen, es ist eine Zusatzstrategie, aber auch die muss man relativ, oder muss man immer risikoavers fahren. Ganz, ganz wichtig. Und häufig merkt man es seit zwei Jahren nicht, dass man komplett auf Drogen unterwegs ist im Depot, bis dieser eine Tag dann kommt. Das ist ganz, ganz, ganz arg wichtig. Ja, und nochmal wichtig zu sagen, ich würde sie vorher zurückkaufen, weit vorher, nicht bei 70%, sondern bereits bei 30% Wertverlust. So, jetzt mal zu euren Fragen, weil da kamen auch einige spannende. Lieber 30 DTE oder 365 DTEs? Ja, das ist eine gute Frage. Da gibt es natürlich kein besser und kein schlechter. Die 30 DTEs, also wenn ich einen Putz mit 30 Tagen mache, sind natürlich viel, viel anfälliger, verfallen aber natürlich auch schneller. Ich bin ehrlicherweise eher den Fan von den langlaufenden, gerade für Anfänger, ja, hat man da öfters Erfolge auch. Die bewegen sich nicht so schnell. Ich kann ein bisschen Optionen verstehen. Also ich bin da eher Fan von den längerlaufenden. Wäre ein Long-Call nicht auch eine Alternative? Ja. Also es gibt ja relativ wenig permanente Optionsstrategien auf Long-Basis, also auf Long-Optionen. Die funktionieren. Long-Call wäre eine davon. Da hat man auch einige Vorteile dadurch, dass man nur 100% verlieren kann. Aber da muss halt auch der Markt steigen. Aber tendenziell ist so eine Strategie auch profitabel. Dauerhaft Long-Calls auf dem Aktienmarkt. Dann die Frage. 365 DTE als Short-Calls auch auf den VXX möglich? Idee ja gar nicht schlecht. VXX fällt die ganze Zeit. Lange Restlaufzeit. Da komme ich auch weit weg. Also erstens Short-Call würde ich da echt nicht machen, sondern auf jeden Fall noch ein Long-Call drüber. Könnte ich auch mit einer kurzen Restlaufzeit dann machen. Also tendenziell ja möglich, aber mit diesen weit hinten Verfallsterminen ist der VXX nicht liquide und es würde sich nicht handeln. Wirklich, der macht eigentlich gar keinen Spaß und wenn dann auch nur auf den ersten 2-3 Terminen, Monatsterminen, aber da hinten mit einem Jahr Restlaufzeit, das wird keinen Spaß machen. Das muss man wirklich so deutlich sagen und allein deswegen würde ich den nicht handeln. Dann die Frage. Welche Rolle spielt die indizite Volatilität bei der Prämienhöhe? Natürlich eine Riesenrolle. Das ist vollkommen klar. Deswegen würde ich den, also wenn der ausgestoppt ist, würde ich auch gleich einen neuen machen, weil dann, er hat den bei 20 VX aufgemacht, steigt auf 60. Dann wird er vielleicht ausgestoppt, dann würde ich gleich einen neuen machen, weil das wollte er natürlich mitnehmen, dass er dann mal extrem viel Prämie bei 60 bekommt. Kann er vielleicht nochmal ausgestoppt werden, aber dann wäre Schluss. Also ich würde das wirklich dann durchgehend durchziehen, auch in Crash-Situationen, auch wenn man ein-, zweimal vielleicht ausgestoppt wird hintereinander, aber das würde ich dann nicht warten, bis ich die Sache beruhigt habe, weil nutzt dann die hohe Volatilität aus. Aber das muss man natürlich schauen, weil wenn man sagt, man verkauft immer 30er Delta, kann es halt schwanken, dass auch immer absolutes ungefähr gleich ist. Und die letzte Frage. Wie skaliert man diese Strategie im Portfolio? Auch eine schöne Frage. Kann ich jetzt auch schlecht beantworten, aber ich weiß nicht, wie dein Portfolio aussieht. Aber mit Skalieren, das ist schon ein Wort, das gefällt mir eigentlich nicht, war das wirklich relativ human aufs Konto. Das muss man wirklich sagen, weil 200%, auch wenn man immer 500 Dollar einnimmt, sind es schnell mal 1000 Dollar, dann kriegt er vielleicht noch Slippage, dann reden wir über 1500, weil es ist ein 100.000 Depot, dann ist es alles safe. 1-2% dann verloren, aber die anderen Positionen werden dann auch verlieren. Das ist eigentlich so als Stillhalter, dass der VX dann ansteigt, ihr seid wirklich gut abgesichert im VX, aber da würde ich wirklich jetzt nicht irgendwie auf dem 100.000er Konto da 10 von den Dingern handeln. Das macht ihr zwei Jahre sehr gut und dann habt ihr wirklich irgendwann mal ein Problem. Und wäre das Cash nicht wirklich da und sagt, okay, ich möchte mir den einbuchen lassen, da würde ich auch wirklich den Stop immer triggern lassen, auch wenn man denkt, das steigt doch eh morgen wieder. Irgendwann nicht mehr und macht aus einem kleinen Problem oder auch jedes große Problem war irgendwann mal ein kleines Problem. Ganz, ganz wichtiger Satz. Und den dann wirklich auch ernst nehmen. Ja, das war es mal von mir zu den 365 DTEs. Ich habe ein bisschen meine Erfahrung dazu gesagt. Tendenziell eine schöne Sache, handelt mir auch schon einige Jahre, macht immer ein bisschen Kleinmist im Depot, immer ein paar Prozente pro Jahr. Reich wird man natürlich nicht damit, das ist vollkommen klar. Und beachtet bitte das Risiko und hier vor allem, ich sage es nochmal deutlich, die Positionsgröße, die Positionsgröße ist das A und O. und was auch noch im Depot ist, Wenn ihr dann Cash-Digger-Putz noch verkauft, die keine Secured sind, noch irgendwelche andere 30er-Optionen mit 30 DTE vielleicht nicht den S bei nehmt, sondern den SPX, dann ist man wirklich schnell da, dass es dann einen Margin-Call gibt. Schon alles ganz oft erlebt. Deswegen Risiko- und Money-Management bei so einer Strategie das A und O. Aber dann kann es wirklich was Langweiliges sein, was vielleicht mal alle drei Jahre einen Verlust gibt. Aber einfach so eine langweilige Strategie, die nebenher läuft. Schreibt mir gerne in die Kommentare eure Meinung dazu. Ansonsten passt auf euer Geld auf. Bis dahin. Ciao, ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. LEAP-Optionen (Long-Term Equity Anticipation Securities) sind Optionen mit einer Restlaufzeit von etwa einem Jahr oder mehr.
  2. Die Strategie besteht typischerweise aus Short Puts auf den SPY-ETF mit ca. 350 Tagen Restlaufzeit und einem Delta von etwa 30–3
  3. Gewinnmitnahmen sollten früh erfolgen – bereits bei etwa 30 % Wertverlust der Prämie, nicht erst bei 50–70 %.
  4. Stop-Loss sollte weit gesetzt werden, etwa bei 150–200 % der erhaltenen Prämie, um Verluste zu begrenzen.
  5. Die Strategie ist langweilig und generiert stetige, aber moderate Renditen – sie eignet sich für Anfänger, birgt aber bei falschem Risikomanagement erhebliche Crash-Risiken.
  6. Positionsgrößen und das Gesamtrisiko im Depot sind entscheidend; ohne Stopps oder bei Überhebelung drohen Margin Calls in Krisen.
  7. Langlaufende Optionen sind weniger liquide als kurzfristige, aber beim SPY unproblematisch.
  8. Die Strategie korreliert stark mit dem Aktienmarkt und kann bei Volatilitätsspitzen wie dem Corona-Crash zu Ausstoppungen führen.

Summary:

In dieser Podcast-Folge von Eichhorn Coaching erklärt Alex die Strategie des Handels mit LEAP-Optionen, also langlaufenden Optionen mit einer Restlaufzeit von etwa einem Jahr oder mehr. Die Grundidee besteht darin, Short Puts auf den SPY-ETF mit etwa 350 Tagen Restlaufzeit und einem Delta von 30–35 zu verkaufen, um hohe Prämieneinnahmen zu erzielen. Diese Optionen haben einen hohen Zeitwert, aber ein geringes Theta und Gamma, was sie relativ träge macht. Alex betont, dass die Strategie keine Empfehlung, sondern seine persönliche Erfahrung darstellt.

Die wichtigsten Regeln: Gewinne sollten bereits bei etwa 30 % Wertverlust der Prämie realisiert werden, da man so schneller neue Positionen eröffnen kann und insgesamt mehr Prämien einnimmt. Der Stop-Loss sollte nicht zu eng gesetzt werden, sondern bei 150–200 % der Prämie, um Verluste zu begrenzen. Positionsgrößen sollten klein gehalten werden, da die Strategie bei einem Crash wie 2020 schnell zu Ausstoppungen führen kann. Alex warnt vor Überhebelung und empfiehlt, die Stopps strikt einzuhalten, da ein Margin Call drohen kann. Die Rendite ist moderat, aber stetig, und die Strategie eignet sich auch für Anfänger, vorausgesetzt, das Risiko- und Money-Management wird ernst genommen. Alternativen wie Long Calls oder der Handel auf den VXX werden diskutiert, aber als weniger geeignet eingestuft. Insgesamt ist die Strategie eine solide Ergänzung für ein diversifiziertes Portfolio, erfordert jedoch Disziplin und Geduld.

FAQs

LEAPS steht für Long-Term Equity Anticipation Security und bezeichnet Optionen mit einer Restlaufzeit von etwa einem Jahr oder mehr. Sie zeichnen sich durch hohe Prämieneinnahmen, geringes Theta und Gamma aus und sind relativ träge in der Kursbewegung.

Meistens wird ein Short-Put auf einen Aktienindex wie den SPY-ETF mit etwa 350 Tagen Restlaufzeit verkauft. Das Ziel ist eine stetige Prämieneinnahme, wobei die Strategie eher für langfristig bullische Märkte geeignet ist.

Die besten Erfahrungen wurden mit näher am Geld liegenden Optionen gemacht, etwa einem 30er oder 35er Delta. Ein 5er Delta ist laut Erfahrungswerten nicht profitabler, da die Prämieneinnahmen zu gering sind.

Der Stop sollte nicht zu eng sein, sondern bei 150 bis 200 Prozent der erhaltenen Prämie liegen. Beispiel: Bei 100 Dollar Prämie wird der Stop bei 300 Dollar gesetzt, um Verluste zu begrenzen.

Es ist sinnvoll, die Option bereits bei einem Wertverlust von 30 Prozent zurückzukaufen, also nach einem Gewinn von 30 Prozent der Prämie. Dadurch kann man die Position schneller schließen und eine neue Option verkaufen, um erneut Prämien einzunehmen.

Die Strategie kann verführerisch wirken und zu einem hohen Hebel führen, besonders bei einem Crash wie dem Corona-Crash. Ohne Stop-Loss kann es zu großen Verlusten kommen, da die Optionen stark an Wert verlieren können. Positionsgröße und Risikomanagement sind entscheidend.

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