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#71 Future Food Technology: Wie Biotechnologie unser Essen neu erfindet mit Jenny Rädecke

26m 34s

#71 Future Food Technology: Wie Biotechnologie unser Essen neu erfindet mit Jenny Rädecke

In dieser Podcast-Folge spricht Stefan mit seiner Geschäftspartnerin Jenny über das Start-up Future Food Technology, das sich auf biotechnologische Rohstoffproduktion konzentriert. Sie beginnen mit einer Verkostung einer Mango-Limonade aus einem Schulprojekt, die sie als gutes Produkt, aber nicht als Innovation bewerten – echte Innovationen wie Hello Fresh oder Aquafaba-Mayonnaise bringen einen grundlegenden Fortschritt. Anschließend diskutieren sie Rohstoffknappheiten: Kakao erlebte Preisexplosionen, Vanille ist zu 95 % synthetisch, und auch Kaffee, Palmöl und Fischöl stehen unter Druck. Die Industrie reagiere langsam, oft nur durch Investitionen in Start-ups. Im Detail erklären sie drei Verfahren: Klassische Fermentation (z. B. Kefir, Brot) nutzt natürliche Mikroorganismen; Präzisionsfermentation verändert Mikroorganismen genetisch, um Zielmoleküle wie Vanillin oder Käsereilab herzustellen – dies ist seit Jahrzehnten etabliert. Zellkultivierung züchtet Pflanzenzellen (z. B. aus Kakaobohnen) im Bioreaktor, um Rohstoffe ohne Landwirtschaft zu erzeugen, aber es gibt Hürden: instabile Zelllinien, teure Nährmedien und hohe Investitionskosten. Trotzdem sehen sie großes Potenzial, um Qualität und Verfügbarkeit zu stabilisieren. Das Gespräch betont, dass diese Technologien die Lebensmittelindustrie in den nächsten Jahren massiv verändern könnten, und sie wollen das Thema offen kommunizieren.

Transcription

4647 Words, 29536 Characters

German
Vanille ist chronisch einfach knapp. Ich meine heute ist es schon so, dass 95 Prozent der Vanille-Areum eigentlich synthetisch hergestellt werden. Kaffee ist ähnlich wie Kakao zu sehen im Grunde. Genau, das sind so Rohstoffe, wo wir jetzt schon eine Knappheit erleben oder eben eine Preis-Explosion. Herzlich willkommen bei FoodFakt. Unsere heute Gefolge ist etwas ganz besonderes. Denn heute mache ich mal eine Ausnahme und spreche in eigener Sache. Zusammen mit Jenny Redike habe ich vor kurzem Future Food Technology gegründet. Ein Unternehmen, das sich auf eines der spannendsten Themen der nächsten Jahre konzentriert. Rohstoffe aus biertechnologischen Prozessen. Präzisionsvermentation, Zellkultivierung, also Verfahren, die neue Zutaten möglich machen. Die bisher schlicht nicht existierten Rohstoffe, die nur schwer zu bekommen sind oder eben nur mit enormen Einsatz hergestellt werden können. Gemeinsam mit einem biertechnologen an Bord, mit Forschungseinrichtungen und Industriepartnern entwickeln wir diese konkreten Rohstoffe. Jenny ist Betriebswirtin und Foodexpertin und bringt genau das mit, was in diesem Fall zu oft fehlt, den Blick für das große Ganze. Die Fähigkeit, komplexe Technologien, verständlich zu übersetzen und letztendlich auch strategisch einzuhaden. Das klingt vielleicht sehr theoretisch und ich werde euch vielleicht fragen, warum er zähle ich das jetzt alles in diesem Podcast. Die Antwort dazu ist sehr einfach. Ich bin im Überzeug, dass dieses Thema unsere Lebensmittel in den nächsten Jahren massiv verändern wird und es ist höchste Zeit, darüber offen zu reden. Freut euch also auf ein Gespräch, das vielleicht ein bisschen anders ist als sonst. Liebe Jenny, herzlich willkommen bei FoodFact, ich freue mich sehr, dass du heute dabei bist. Hallo Stefan, vielen Dank für die Einladung. Bevor wir in die Tiefe der Biotechnologie einsteigen, lass uns doch mit einer kleinen fruchtigen Brause starten und was verkosten. Das ist was Besonderes und zwar Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse am Schluss. Neubauern haben wir nämlich eine ganz liebe E-Mail geschrieben und mich gebeten, dass wir diese Schloss-Limo mal probieren. Gibt es das mal? Ja, danke schön, darf ich schon öffnen. Klar, mach mal auf. Das ist eine Limonade, die im Rahmen in Schulprojekt entstanden ist und die man nun tatsächlich online kaufen kann. Mango Limonade. Wo wir mal? Wie schmeckt? Also, ich finde es tatsächlich am süßen Ende, aber an sich ist der Geschmack, also ich glaube, man süß, ich muss dazu sagen, ich trink sonst nicht, waren sich viel süß in dem Monat. Es schmeckt schön nach Mango. Also, man geschmack kommt sehr gut raus, schön pritzelig. Also ich kann mir das schon ganz gut vorstellen, im Sommer so als der frischende Limonade. Aber es ist auch jede Menge Zucker dran, würde ich was sagen. Und ist er Roma drin, weil das schmeckt doch sehr intensiv noch mal an, muss ich sagen. Mango sagt Konzentrat. Ah, gut. Also, eigentlich ein gelungenes Produkt für mich, die Frage ist es für dich eine Innovation oder es ist ein schönes Schulprojekt und ein netter Versuch. Also es ist mehr als nur ein netter Versuch. Also erstmal gut ab an die Schülerinnen und Schüler, die das auf die Beine gestellt haben. Weil ich finde, wir wissen beide, was es heißt, ein Produkt mal von der Entwicklung bis in die Dosen auf den Markt zu bekommen. Das ist ein gelungenes Produkt. Es ist eine Innovation. Nein, ich kenne eine Mango-Lemonade aus dem Bio-Markt. Also, sofern ist es jetzt keine Innovation, aber es heißt nicht, dass es trotzdem noch Platz ist auch für eine weitere Mango-Lemonade. Insofern ist es ein weiteres gutes Produkt, aber es ist keine Innovation. Was sind da Unterschied für dich zwischen der Innovation und einer Geschmacksvariation oder Produktvariation? Also eine Innovation muss für mich schon einen echten Sprung nach vorne bringen. Also, wenn ich jetzt, es gibt so Zanges, Produkt-Innovation. Es kann ein Prozess-Innovation sein, es kann auch eine Geschäftsmodell-Innovation sein. Aber etwas wirklich Neues. Also etwas, was wirklich ein Problem sozusagen neu gedacht hat. Und wenn ich jetzt mal an so ein Yogurt mit AirBass will, denke ich, dann ist es einfach ein nettes Marketing, aber keine Innovation. Und wenn ich jetzt mal eine Innovation denke, in der Lebensmittel oder im Food-Bereich, also ich sag mal, eine Geschäftsmodell-Innovation war Hello Fresh damals. Also das ist sozusagen eine Vertriebskanal-Innovation ja gewesen im Grunde genommen zu Kochboxen. Aber auch so was wie Mai Müsli, also personalisierte Müsli, da war das Produkt an sich richtig neu. Die Technologie war auch nicht neu, aber die Art und Weise des Vertriebs war neu. So und insofern das waren wirkliche Innovationen, genau. Oder wenn ich jetzt mal an vegane Mayonnaise, ich meine jetzt mittlerweile, gibt es ja auch schon länger auf dem Markt. Aquafaba basierte Mayonnaise. Das war schon damals auch eine Innovation als am Markt. Ich war so letztens mal auf einem Handelsmarkt-Konkrester. Hier ist es eine richtig Innovation, braucht so einen halbjahre Entwicklungszeit und kann krisiert sich dadurch, dass wir uns nicht schnell kopieren können. Also dieses Copicat-Thema, das lässt man dann hinter sich, weil ja das Produkt selbst so komplex ist und dadurch eben nicht kopierbar. Würde ich ein bisschen Frage zeichnen, also trifft in meiner Augen nicht auf alle Innovationen zu, es trifft mit Sicherheit zu auf Technologie-Novation. Also Technologie-Novation sind in der Regel zeitlich. Haben Sie in etwa auch anderen Entwicklungsrahmen und wir sprechen ja nachher auch noch über Biotechnologieprojekte. Also da sprechen wir durchaus über das Entwicklungszeit von fünf bis zehn Jahren und die sind dann auch schwerer zu kopieren, ja solche schwierigen und komplexen Prozesse. Aber wenn ich jetzt mehr anscheinigst, dann mal ein Mai Müsli, die Idee an sich, sach nicht, dass es irgendwie total ein einfaches und Geschäftsmodell erfolgreich auf den Markt zu bringen, aber die Idee ermsicht kann ich natürlich schnell kopieren und es hat trotzdem eine Innovation damals. Also Innovationen haben verschiedene Aspekte, das finde ich ziemlich spannend. Einer davon ist ja für mich auch der Druck von außen. Also es gibt ja gerade an einer Stelle ganz besonders deutlich viel Druck beim Rohstoff selbst. Der Markt steht unter Druck, weil es eben zu wenig Rohstoffe gibt. Wie sieht denn du, dass das war ja für uns beide auch so ein Stück weit ein Anlass, uns mit Future Food Technology in diese Richtung zu bewegen, welche Rohstoffe sind heute schon so unter Druck, dass die Lebensmittelindustrie eigentlich handeln müsste. Also wo man stark gesehen hat ist das Thema Kakao. Da gab es regelrecht eine Preis-Explosion in den letzten Jahren. Man muss dazu sagen, so im letzten, jetzt in den letzten zwölf Monaten ist der Preis wieder etwas runtergegangen. Grund hier für einen Waren damals Ernteausfälle in Westafrika, insgesamt die klimatischen Verhältnisse, die sich negativ ausgewirkt haben. Auf die Ernten, man hat hier eine relativ starke regionale Konzentration im Anbau von Kakao-Pflanzen. Also der Kakao war in jedem Fall ein großes Thema Vanille. Heute ist es schon so, dass 95% der Vanille-Areum eigentlich synthetisch hergestellt werden. Palmeöl ist auch ein Thema, aber auch so etwas wie Fisch-Eelöl. Also auch Überfischungen steigende Nachfrage durch den Trend nach Omega 3 Fetten, beispielsweise Kaffee, ist ähnlich wie Kakao zu sehen, im Grunde. Genau, das sind so Rohstoffe, wo wir jetzt schon eine Knapheit erleben oder eben eine Preis-Explosion. Oder auch das ist eine dritte Ausprägung teilweise Schwankung in den Qualitäten. Ist das denn aber so, dass die Industrie da so langfristig denkt? Also wenn ich jetzt das Beispiel Kakao-Preise nehme, da ist ja meine Eindrucken Stück weit, das sagt man, "ah jetzt ist der Preis wieder unten, jetzt ist der Druck raus, jetzt kann ich mich hier wieder zurücklehnen." So nach dem Motto, wenn man nur lang genug wartet, dann wird schon wieder gut. Wies da deine Eindruck? Ja, den teile ich durchaus ein wenig. Jetzt kann man natürlich auch nicht in jedem Konzern von außen reinden schauen. Es gibt durchaus Konzern als auch im Bereich Kakao, die sich an Start-ups-Peteiligt haben, die sich um Alternativen bemühen, sage ich mal, die da in den Bereich forschen. Also insofern würde ich sagen, da hat schon ein bisschen was oder in den Konzern findet dadurch aus einer Bewegung statt. Ich glaube ich weiß nicht, ob sie selber forschen, aber sie investieren zumindest in Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind. Aber ich würde auch sagen langsam, langsam und vorsichtig. Und ich sage mal so, der große Mittel, auch der große Mittelstand mit Sicherheit noch nicht. Was man allerdings sieht und das ist ja vielleicht auch schon, sag ich mal, ein Schritt in die Richtung ist, sind ja Schokoladen Alternativen, beispielsweise in Deutschland, ja, aber kann schon wie war. Die werden schon teilweise durchaus ja irgendwie probiert und in den Produkten angewendet. Die Knapet an sich ist ja nur ein Aspekt, das andere ist auch die Qualität. Also durch Klimawandel, letztendlich auch durch Preis, Druck, durch Klimawandel, durch Preisdruck, hat man ja eine sehr große Spambreite dessen, was da magt, an Qualitäten liefert. Ist das ein unterschätztes Problem? Ja, also die Qualität in den Rohstoffen, das ist sicherlich auch eine Thematik. Also wenn wir uns mal Olivenöl anschauen, die Oliven die früher geerntet werden aufgrund der Hitze, haben geringeren Polifinulgehalt beispielsweise. Auch die Qualität der Kakao-Masse, also der Kakao-Bohn hat sich verändert in den letzten Jahren. Also das ist durchaus auch ein Thema und das heißt natürlich auch für die Industrie möglicherweise eben Anpassungen, teilweise in Rezepturen und so weiter. Also das ist halt auch eine Folge, das heißt, ich sage mal eine Stabilisierung der Produktqualität wieder hinzubekommen. Und das ist ja auch, sage ich mal, beispielsweise möglich über biotechnologisch Verfahren ist sicherlich total erstrebenswert. Ja, und das sind wir ja schon mitten drin für uns beide. Ist ja die Biotechnologie der Zukunftsabensatz schlecht hin, um solche Probleme zu lösen? Gerade wenn man mit der Industrie spricht, hört man ja doch überall Schlagwörter, die vielleicht doch gar nicht so bekannt sind, die auch selten möglich erklärt werden. Und jetzt habe ich überlegt, vielleicht machen wir uns da mal ein Bild dazu. Vielleicht gehen wir da mal mehr ins Detail und starten mit der Präzisionsvermentation. Und wenn das jetzt vielleicht in einer oder in der andere Abschreckt aber, ja was steckt denn für dich hinter diesen Begriff? Wie würzen so das jemanden erklären, der so noch nie was davon gehört hat? Was ist denn Präzisionsvermutation? Ich gehe vielleicht nochmal einen Schritt zurück und sage überhaupt mal biotechnologisch Verfahren. Jetzt, was machen wir eigentlich damit? Und da kann man darunterfällt die klassische Fermanstation durchaus, darunter fällt aber eben auch die Präzision. Fahrendensionsvermentationen, Pflanzen, Zellkultivierung, es gibt noch weitere Verfahren. Aber das sind die drei, die jetzt, sage ich mal im Moment, den wir am häufigsten begegnen, wenn es darum geht, Rohstoffe herzustellen. Und ich fange an mit der klassischen Fahrendation, das ist eigentlich eine der ältesten Lebensmittelverarbeitungsprozesse der Menschheit. Und das Grundprinzip ist hier, dass man ein Mikroorganismus, und das ist beispielsweise in Spakterien oder Hefen und die wandeln organische Stoffe um meistens ist es Zucker, Inseure oder Alkohol oder Gase. Und diese Mikroorganismen tun dabei genau das, was sie eben von Natur aus tun. Und das begegnet uns in ganz vielen Produkten, also das ist eben, ich sag mal, Keefeerbuttermilch, Quart, das ist alles über Fahrendation hergestellt. Das kennt man ja auch, das ist jetzt nicht so. Ganz eine tolle Sendung gerade zu Tempe, mit Vortest Tempe kann ich echt empfehlen. Wo ich so spannend fand, dass die da ganz genau differenzieren zwischen der Milchseurer-Fermentation und der Pilz-Fermentation. Also da gibt es ja dann auch noch bei der traditionellen Fermentation viele, viele Spielräume. Genall, es gibt ja auch ganz unterschiedliche Anwendungsbeispiele. Also wir haben jetzt eben mit Milchprodukte genannt, irgendwie Brot und Backwagen. Also ich habe meine jeder Kenntsauer-Teig, ja, da werden irgendwie Bebefefen und Milchseure-Bakterien genau vergehend mit Zucker. Und erzeugen dann dadurch CO2, dadurch geht der Teig ja auch so schön auf. Getränke, Bier haben es, sind alles so die Beispiel. Von den hat ja alles schon mal gehört. Wir wissen wahrscheinlich auch, wissen die meisten, dass auch Kakaobohnen ein Fermentationsprozess durchlaufen, direkt nach der Ernte nämlich. Und erst dann überhaupt dieses Kakao-Aroma auch sich entfalten kann und entsteht. Genau, also das ist so die ganz klassische Fermentation. So und bei der Präzisionspermentation, da ist es eben so, dass der Mikroorganismus so genetisch verändert wird, dass er ein Fremdesmolekül produziert. Also eins, dass er von Natur aus eigentlich nicht herstellen würde. Aber genetisch verändert? Ja, der Mikroorganismus selber wird tatsächlich genetisch verändert. Und das ist jetzt ganz interessant, denn im Endprodukt selber, also das, was produziert wird. Das ist im Grunde genommen nicht, also das ist nicht nur im Grunde genommen, sondern das ist nicht genetisch verändert. Sondern das ist eigentlich eins zu eins, sag ich mal, also entspricht durchaus dem eigentlichen Produkt, was man auch herstellen wollte. Das heißt, du beginst eigentlich mit einem völlig anderen Produkt, um dann ein Zielprodukt daraus zu generieren. Richtig, genau. Beispiel Vanillien. Vanillien ist von Beispiel genau, was vielleicht also Vanillien ist, natürlich ist Vanillien wird größtenteils genauso hergestellt. Aber auch, ich sag mal, das ist auch mal nicht so ganz bewusst, aber Lab. Also das Lab wird heute eigentlich, oder das Kimosim, was man für die Herstellung von Käse benötigt. Wird genau über Präzisionsvermutation schon seit den 90er Jahren hergestellt. Also das ist jetzt auch Präzisionsvermutation, das auch nichts, was es jetzt in dieser fünf Jahren gibt, sondern es gibt es auch schon ewig. Und wie gesagt, seit den 90ern ist es bereit in unserem Käse, so und Käseprodukte, die wir kaufen, meistens steckt das schon bei's Im Präzisionsvermutation auch drin. Das heißt, dieses Bang, da haben wir jetzt einen neuen Trend, das ist jetzt plötzlich da, das ist eigentlich fähig. Tatsächlich ist es ja auch schon ein Stück, welcher lange am Markt und erfolgt. Was ist denn aber jetzt, würdest du sagen, das neue daran? Was macht's jetzt gerade so spannend? Ich glaube, dass wir jetzt sozusagen in Felder hineingehen oder uns eben aufgrund, ich sag mal, aufgrund ganz unterschiedlicher Rahmenbedingungen, weil eben Rohstoffe knapp werden und so weiter. Genau dieses Prozess ist bedienen, dieser Präzisionsvermutation bedienen und die Anwendungen einfach auf ganz neue Anwendungsfälle. Also wir probieren beispielsweise tierisches Protein ohne Tierherzustellen, also Kasi-In-Warspitzweise. Das Thema Vanilinen hatten wir schon. Wir stellen Fette mit definierten Fettsäure-Profilen her. Also beispielsweise Kakaobutter. Dieses Kakaobutter-Fettsäure-Profil. Allte Nativendezung. Genau, richtig, genau. Also Kakaobutter-Equivalente. Genau. Und deswegen wird dieser diese Präzisionsvermutation oder deswegen hört man heute wieder mehr über Präzisionsvermutation, weil er einfach gerade wieder mehr mitgeforcht wird. Ja, das ist ja auch ein Punkt. Es ist ja extrem viel in diesem Bereich noch unerforscht. Dadurch, dass eine Vielzahl an Enzymen, an Bakterien, an Pilzen hier zusammen wirken können, ergeben sich so unendlich viele Möglichkeiten, auch in der Forschung und jetzt endlich dann im Lebensmittelbereich, die bisher überhaupt noch nicht entdeckt sind. Ja, ja. Und ich glaube, das sichtert schön langsam ins Bewusstsein der Menschen in der Lebensmittelindustrie, weil sie eben wissen, okay, damit können sie vielleicht ihre bestehenden Problemen stückweit lösen. Eine andere Technologie geht ja noch ein Schritt weiter. Kommt auch immer wieder in der Presse, in den Medien oder in der Branchen vor, die Zählkotivierung. Genau, genau, die Zählkotivierung. Was man schon gehört hat, ist so kaltiewelt Miet. Also das ist etwas, was sich auf dem Markt jetzt noch nicht durchgesetzt hat. Es ist auch noch gar nicht zugelassen in Europa. Aber das kennt schon jeder. Das hat man schon mal gehört. So, ne Wohnung. Kann man genau das oder ja, oder das ist ja allgemein. Es kommt man schon mal lesen. Und im Grunde genommen lässt sich das genauso auch flanzliche Zellen übertragen. Bei der Flanz-Zählkotivierung ist es so, dass man eine Pflanzenzelle, also nicht den ganzen Organismus, in ein Bioreaktor züchtet. So, und wie genau wird das gemacht? Man nimmt eine winzige Gewebemaster aus der Pflanze, also, oder beispielsweise auch aus der Kakaobone. Und diese Zellen werden dann isoliert und in einer Nährlösung kultiviert. Und im Bioreaktor dann vermehren sich die Zellen später, so produzieren ihre natürlichen Inhaltsstoffe. Und genau so kann man im Grunde genommen eben aus einer Kakaobone eine Kakaumasse herstellen, so, in dem Bioreaktor. Das heißt, man hat kein Feld, keine Ernte, keine Saison, keine Geografischerabhängigkeit, gar nichts. Diese Prozess gibt es bereit. Es gibt auch, sag ich mal, das ist noch nicht im industriellen Maßstab, heute verfügbar. Aber es gibt es im Labor-Mashtab. Es gibt es auch schon im Pilot-Mashtab, also auch schon in etwas Größe. Aber jetzt, ich sag mal, in einem 10.000 Liter Bioreaktor wird das heute noch nicht produziert. Aber ich glaube relativ fest daran, dass es für viele pflanzliche Rohstoffe die Zukunft sein wird, dass man genauso Rohstoffe herstellen wird. Ich erkläre mal, dass die Marzellkotivierung ja immer mit diesem Bild, dass man als Kind des Salz im Wasser auflöst und dann die Salzkristalle rund um, was ich Holz starb zu wachsen, beginnen. Vielleicht ist es ja so, da ist ja auch drei Kinder vielleicht. Während ihr Kinder ein paar Jahren mit Zellkotivierung spielen und dann keine Ernung, ihr Steakselber oder ihre tafische Kuladeselber züchten. Ja, ich sehe schon die Bioreaktoren bei unserem Garten. Das ist ein teures Investment, aber möglich ist es vielleicht ja, genau. Aber das sind wir schon bei einer ganz anderen Frage, nämlich die technischen Hürden. Warum wird denn das heute noch nicht so im breiten Feld gemacht? Was ist denn das Problem mit der Zellkotivierung? Was ist daran heute noch wirklich schwierig? Also diese Prozesse, sage ich mal, oder die, genau, die auf einen Industriema-Stab zu bekommen, da gibt es noch einige Hürden. Also das eine ist die Pflanzzeikotivierung, also die sekundäre Metabolitem. Da fette werden oft nur unter Stressbedingungen produziert. Das nächste ist diese Zusammensetzung der Nermidien. Das muss man auch immer von Pflanz und Zelle zu Pflanz und Zelle eben neu sich überlegen. Und die sind teilweise auch sehr teuer. Dann haben wir das Problem, dass diese Zelllinien genetisch instabil werden können über längeren Zeitraum. Auch das ist ein Problem. Also dann hat man mal, sage ich mal, eine Zelllinie aufgesetzt. Und die kann man dann vielleicht auch zwei Jahre lang verwenden, wenn alles gut läuft. Und dann musste man sie neu aufsetzen. So, und hat man dann am Ende auch wieder die gleiche Produktqualität. Also das ist auch ein Thema. Dann natürlich auch was nachher die Investition, also so ein Bio-Reaktor. Da muss man mehrere Millionen Euro investieren für so eine Produktion. Also da ist, genau, es gibt noch einige technische Hürden und es gibt auch noch einige Hürden. Sozusagen dann nachher so eine Produktion aufzusetzen. Aber es ist schon, dass ist auch genau der Grund, warum uns beide das so interessiert. Die Chenyon Mich, weil das ist eine Herausforderung, aber es ist durchaus machbar. Und ich glaube, wenn man das verantreibt und auch dieses Ziel vor Augen hat, was man dann in letzter Konsequenz tatsächlich aus so einem Prozess erreichen kann, dann ist es schon enorm und dann ist es dann auch sehr motivierende Strebenswert. Ja, total. Also das ist es, aber man hat einfach einen Weg vor sich. Das ist gar keine Frage. Also ich sag mal, die ganzen regulatorischen Anforderungen am Produktionsanlagen, nachher, die werden da sicherlich auch noch steigen mit der Skalierung. Also auch heute wäre so ein Produkt hier noch gar nicht zugelassen in Europa. Und also alleine die Stereilität in so großen Maßstab sicherzustellen. Also hat man da irgendwie einen Kontin-Nation zur Ereignis, müsste man eine ganze Charge im Grunde genommen wegschmeißen und so weiter. Also man, das sind auch noch ein paar Hürden zunehmen. Aber ich bin mir auch sicher, dass das nicht erst in 20 Jahren erfolgt sein wird. In 20 Jahren, wo es ist, ist denn die realistischen ersten Anwendungen? Also wo es nicht nur eine große Vision ist, sondern wo es vielleicht schon in 5, 6 Jahren im Regal stehen könnte. Also ich vergangs explizit auf diese Sicht. Ich glaube, das muss man wirklich von Produkt zu Produkte gucken und auch hier differenzieren. Also, na, ich würde mal sagen, Kakao-Masse, irgendwas zwischen 5 und 10 Jahren, das ist ein wieder Kakao-Butter. Also Kakao-Fett sozusagen, in Produkten erscheint, ja, ich könnte sie ein bis 10 Jahre vielleicht sagen. Und denkst du wird es dann eins zu eins, diese Kakao-Butter-Seine oder diese Kakao-Masse? Oder wird sich die irgendwie unterscheiden von einem klassischen Kakao oder einer klassischen tausischen Kondale? Also, man könnte sie theoretisch eins zu eins abbilden. Kann sie auch noch optimieren. Also man kann genau hier auch da hinwirken, dass man sagt, man möchte Polyphenol gehalten, beispielsweise erhöhen. Also da gibt es dann auch noch durchaus Spielraum. Ja, genau. Aber man könnte theoretisch eins zu eins. Und ich glaube, das ist auch der Vorteil gegenüber Kakao-Alternativen, die auf Alternativen oder anderen Rohstoffen wirklich basieren. Also auf Sonnenblumen oder oder oder kann. Es ist wirklich der Vorteil dann von einer Pflanzensekultivierung, dass man idealerweise wirklich auch die Fekprofilme und so weiter das eins zu eins abbilden kann. Und so hand aufs Herz, willst du so ein Produkt dann kaufen, wenn dann auf dem Produkt steht, aus biotechnologisch hergestellt? Rohstoff. Also ich so fort. Ja, ich glaube ich sehr unkürtisch. Ja, auch Fleisch. Hatte es du da nicht Angst, dass da dann plötzlich irgendwas im Bauch zu wachsen beginn, weil dann vielleicht irgendwelche Zellen da vorher, fröhlich in einem Nährstoff-Media umversichieren, gewachsen sind? So ein biorektor Bauch. Ich glaube nicht. Nein, ich habe dich für ausgeschwaffen. Will beide sind ja in einem Bereich, der sich extrem schnell entwickelt, ich fag dich jetzt mal also als Kokgründe. Wie sind denn so deine wichtigsten Quellen und wo sind sie? Gott, vielseitig. Man muss ja sagen, wir sind ja auch nicht nur wir, weil wir noch ein biotechnologen mit anbord. Was schauen wir uns an? Wir schauen Studien an. Wir lesen Paper. Wir gucken, es gibt eben also die relevanten Institute, was für öffentlichen, die gerade für Paper dann Fachkonferenzen ganz wichtig. Das ist dann auch rot, stoff spezifisch Gespräche mit Experten. Also, das sind sicherlich keine Artikel, die man in der FAZ jetzt liest, sondern aber da habe ich mittlerweile meine Quellen und wir wissen ja, bei welchen Institute an den Bereichen forrischen wir sind, mit denen im Austausch. Ja, und so kommen wir dann weiter und bauen dann unser Wissen weiter auf. Und ich muss sagen, sehr interessant. Da kommt die KI auch an ihre Grenzen bei dem Thema. Also man sieht schon immer, wieder da fängt sie an zu halluzinieren. Da gibt es viele Themen, wo gar keine Ergebnisse kommen oder eben falsche Ergebnisse kommen. Also ich merke, da muss man tatsächlich mit den Leuten reden und die Schubladen gucken, weil sonst landet man ja Sack aus. Da bin ich schon bei der nächsten Frage. Du bist keine Biotechnologin, ich auch nicht. Wo liegt denn dann der Wert der Arbeit, die du leistest? Der Biotechnologin im Team ist klar, der hat sozusagen das Fachwissen. Aber wie ist es bei dir? Wie siehst du, das ist das technische Wissen, der Markt überblick, das Netzwerk? Also es ist glaube ich ganz viel vernetzen, verbinden auch erläutern. Also sozusagen genau diese Brücke zwischen den Instituten häufig und Industriepartnern beispielsweise. Dann eben jetzt mittlerweile auch das Netzwerk. Also wie wissen wir schon, wie weit es in welchem Bereich wäre, wo forscht. Genau und nicht sehr so trotz, braucht es auch immer wieder den Blick eines Biotechnologen auf die Prozesse und auf die Ergebnisse und insofern genauso in welchem Team wir ganz gut aufgestellt. Aber die Mischung macht es ja dann wie häufig. Stichwort Netzwerk, wie konkret siehst du denn dann das Verhältnis von Future Foot Technology zu Start-ups, zu Forschungseinrichtungen, zu Forschungsprojekten? Ist das eine Konkurrenz oder ergänzend? Absolut nicht. Also wir sehen uns eigentlich als Partner und haben jetzt auch bei einem ganz konkreten Produkt gesagt, da gibt es schon bereits so gute Prozesse auf dem Markt. Das ist sozusagen, da braucht man überhaupt nicht das Rat neu erfinden und haben dann eine Kooperation eben mit einem jungen Unternehmen, das ist eine universitären Projekt heraus entstanden ist. Es sind wieder angegangen für ein Industriekunden. Genau. Also sofern überhaupt nicht. Nein, es ist sage ich mal, wir wollen ja auch nicht die Welt neu erfinden und wir stellen uns jetzt selber auch nicht ins Labor, sondern was wir machen, ist wir prüfen, wir kochan die Prozesse an, die es gibt, wir vergleichen auch Prozesse miteinander, ergeben sie miteinander. Genau. Sich ganz genau so, wenn ihr die das jetzt hört, vielleicht auch ein Projekt habt oder eine Idee, dann meldet euch gerne bei uns, weil wir sind immer neuerregeln und wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch. Jetzt vielleicht aber doch der Blick nach vorne, welche Rohstoffe, welche Produkte werden denn in zehn Jahren deiner Meinung nach im Supermarkt stander sein und welche werden denn deiner Meinung nach trotz großer Versprechen verschwinden? Blick in die Glaskogel. Also ich habe Standard in zehn Jahren sind präzisionsvermenteierte Milchbroteine, also KSA in Molke, weitere Aromen. Standard sind vermutlich kultivierte Fette, die dann in Produkten angewendet werden, also Süßigkeiten oder Backware oder so was. Das glaube ich auch. Das sagst du zur Regulatorik, also wird die Danen Hebel vorschieben, wird das dann übermöglich sein in einer doch etwas vielleicht skeptischen EU. Genau, du hast ja eben nach einem zehn Jahre Zeit, halte es halt gefracht und so ein weichter ganz optimistisch und das wäre ich auch durchaus noch. Also ein Problem ist aber durchaus, dass diese Zulassungsverfahren in Europa sehr, sehr lang dauern und da haben wir auch ein Wettbewerbsnachteil gegenüber den USA beispielsweise oder Singapur und man muss sozusagen, wenn man ein neues Lebensmittel hier den Markt bringt, eine Novel-Foot Zulassung durchlaufen. So und und der Novel-Foot fällt alles, was vor 1997 in der EU nicht wesentlich von Konsumenten konsumiert wurde oder verzerrt wurde. So und es gibt eine Verordnung, die eben das Verfahren dann regelt und man muss einen Antrag, bei der es sogenannten F-Sarm stellen und das kann schon mal zwischen, ich sag mal, anderthalb ist fünf Jahren dauern. So und das ist durchaus was, aber jetzt hast du eben nach zehn Jahren gefragt und insofern bin ich schon ganz optimistisch, dass man das in zehn Jahren hinbekommen sollte. Ja, aber das ist durchaus ein Problem oder ein Problem, aber es ist durchaus ein etwas, was den Prozess sehr verlangsamt. Ja, ich bin man noch nicht ganz so sicher, ob ich den Optimismus so teile, nachdem es jetzt fünf Jahre, glaube ich, gedauert hat, bis wir wieder Mammelade aufs Glas schreiben dürfen, Mammelade sagen dürfen. So, jetzt auch nicht so rasend, aber für wer ist, ja. Ja, ich bin der durchaus guter Dinge. Ich glaube, der Prozess für ein Novel-Foot an mir dann soll ja überarbeitet werden. Also insofern vielleicht kommen wir dann vielleicht von den zehn Jahren, nach zehn, sieben Jahren irgendwie nach runter. Aber wir waren in den Linzen, denn Sicherheit ist natürlich auch sehr wichtig. Gut, wir werden auf jeden Fall Wetten abschließen. Liebe Jenny, vielen vielen Dank für das Gespräch. Ich freue mich total. Ich glaube, wir haben heute wieder sehr klar gemacht, dass biotechnologische Rohstoffe kein Zukunftsthema mehr sind. Sie sind jetzt schon in der Gegenwart angekommen und ich glaube, man muss jetzt loslegen, damit man sich diesen Bereich annehmen kann und damit man vor allem nicht den Anschluss verpasst. Ja, vielen Dank, ich darf mal für das Gespräch sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, auf viele weitere Projekte in dem Bereich, das ist ein wirkliches Thema, das ist ganz für Freude bereitet. Das war es für heute von Food-Fakt. Biotechnologische Rohstoffe, Präzisionsvermutation, Zellkultivierung. Ich denke, wir haben heute in kurzer Zeit sehr viel Klarheit in ein komplexes Thema gebracht, dass im Lebensmittelbereich aber noch viel zu selten offen diskutiert wird. Wer mehr über Future-Foot Technology erfahren will, kann gerne bei www.futurefoodtechnology.com nachlesen. Einfach zu merken. Alle weiteren Infos findest du wie immer auf unserem Instagram-Kanal Food-Fakt unterstricht Podcast. Baba und Servus bis zum nächsten Mal.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Vanille wird zu 95 % synthetisch hergestellt; Kakao und Kaffee leiden unter Preis-Explosionen und Knappheit.
  2. Future Food Technology wurde von Stefan und Jenny gegründet, um Rohstoffe durch Biotechnologie (Präzisionsfermentation, Zellkultivierung) zu entwickeln.
  3. Innovation bedeutet einen echten Sprung (z. B. Hello Fresh, Aquafaba-Mayonnaise), nicht nur Geschmacksvariationen.
  4. Präzisionsfermentation nutzt genetisch veränderte Mikroorganismen, um Zielmoleküle wie Vanillin oder Lab herzustellen – seit den 90ern etabliert.
  5. Zellkultivierung züchtet Pflanzenzellen im Bioreaktor, z. B. Kakaomasse, ohne Feld oder Ernte – noch nicht industriell ausgereift.
  6. Technische Hürden

Summary:

In dieser Podcast-Folge spricht Stefan mit seiner Geschäftspartnerin Jenny über das Start-up Future Food Technology, das sich auf biotechnologische Rohstoffproduktion konzentriert. Sie beginnen mit einer Verkostung einer Mango-Limonade aus einem Schulprojekt, die sie als gutes Produkt, aber nicht als Innovation bewerten – echte Innovationen wie Hello Fresh oder Aquafaba-Mayonnaise bringen einen grundlegenden Fortschritt. Anschließend diskutieren sie Rohstoffknappheiten: Kakao erlebte Preisexplosionen, Vanille ist zu 95 % synthetisch, und auch Kaffee, Palmöl und Fischöl stehen unter Druck.

Die Industrie reagiere langsam, oft nur durch Investitionen in Start-ups. Im Detail erklären sie drei Verfahren: Klassische Fermentation (z. B.

Kefir, Brot) nutzt natürliche Mikroorganismen; Präzisionsfermentation verändert Mikroorganismen genetisch, um Zielmoleküle wie Vanillin oder Käsereilab herzustellen – dies ist seit Jahrzehnten etabliert. Zellkultivierung züchtet Pflanzenzellen (z. B.

aus Kakaobohnen) im Bioreaktor, um Rohstoffe ohne Landwirtschaft zu erzeugen, aber es gibt Hürden: instabile Zelllinien, teure Nährmedien und hohe Investitionskosten. Trotzdem sehen sie großes Potenzial, um Qualität und Verfügbarkeit zu stabilisieren. Das Gespräch betont, dass diese Technologien die Lebensmittelindustrie in den nächsten Jahren massiv verändern könnten, und sie wollen das Thema offen kommunizieren.

FAQs

Bei der Präzisionsfermentation wird ein Mikroorganismus genetisch verändert, um ein bestimmtes Molekül zu produzieren, das er natürlicherweise nicht herstellt. Das Endprodukt selbst ist nicht genetisch verändert, sondern entspricht dem gewünschten Zielprodukt.

Kakao, Vanille, Palmöl, Fischöl und Kaffee sind Beispiele für Rohstoffe, die unter Druck stehen. Gründe sind Ernteausfälle, klimatische Veränderungen und steigende Nachfrage, was zu Preis-Explosionen und Qualitätsschwankungen führt.

Bei der Zellkultivierung werden pflanzliche Zellen, zum Beispiel aus einer Kakaobohne, in einem Bioreaktor kultiviert, um natürliche Inhaltsstoffe zu produzieren. Dies ermöglicht eine Produktion ohne Felder, Ernten oder geografische Abhängigkeiten.

Traditionelle Fermentation nutzt Mikroorganismen, um organische Stoffe wie Zucker in Säuren oder Alkohol umzuwandeln, wie bei Joghurt oder Bier. Präzisionsfermentation verändert die Mikroorganismen genetisch, um spezifische Moleküle wie Vanillin oder Kasein herzustellen.

Herausforderungen umfassen die Produktion sekundärer Metabolite unter Stressbedingungen, teure Nährlösungen, genetische Instabilität der Zelllinien und hohe Investitionskosten für Bioreaktoren im industriellen Maßstab.

Etwa 95 Prozent des Vanille-Aromas werden synthetisch hergestellt, oft durch Präzisionsfermentation. Das natürliche Vanillin aus Vanilleschoten ist teuer und knapp, daher ist die biotechnologische Produktion eine wichtige Alternative.

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