#70 Gendermedizin: Wie wir den Gender Data Gap endlich schließen! (mit Prof. Dr. Gertraud Turu Stadler)
47m 0s
Die Transkription beleuchtet die historischen und aktuellen Ursachen des Gender Data Gaps in der Medizin und die daraus resultierenden Defizite in der Versorgung. Gertraut Stadler, Professorin für geschlechtersensible Präventionsforschung an der Charité Berlin, erklärt, dass der Ausschluss von Frauen aus klinischen Studien, verstärkt durch den Contergan-Skandal und die jahrzehntelange Forschung an männlichen Zellen und Tieren, zu einer männlich geprägten Medizin geführt hat. Dies wirkt sich noch heute aus, da viele Standardbehandlungen auf männlichen Daten basieren. Die Gendermedizin in Deutschland sei noch unterentwickelt, mit nur wenigen spezifischen Lehrstühlen. Stadler betont die Notwendigkeit eines biopsychosozialen Ansatzes, der biologische Faktoren wie Hormone mit psychosozialen Aspekten wie Geschlechterrollen, sozialer Lage und Sorgearbeit sowie weiteren Diversitätsdimensionen verbindet. Als zentrales Beispiel für die Folgen dieses Gaps dient der Herzinfarkt: Frauen erleiden ihn später, zeigen jedoch häufiger atypische Symptome wie starke Müdigkeit oder Übelkeit, was zu Fehldiagnosen führt. Selbst wenn die Diagnostik verbessert wird, werden Frauen oft weniger stringent behandelt und seltener in die Rehabilitation überwiesen, was ihre Sterblichkeit erhöht. Als Lösung sieht Stadler eine stärkere Digitalisierung, um personalisierte Medizin zu ermöglichen, sowie die systematische Integration von Geschlecht und Diversität in alle Phasen der medizinischen Forschung und Versorgung.
Ich glaube, dass in Deutschland das noch nicht so durchgedrungen ist, dass man immer mal an der Studie teilnimmt, wahrscheinlich sogar nicht besser der Behandlung bekommt, als die Standardbehandlung. Echt und unzensiert. Ein Podcast von Edizomef mit Tino Amaral. Hall und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Echt und Unzensiert. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Bevor es losgeht, möchte ich euch noch unseren heutigen Partner vorstellen. Nämlich Studien wirken. Bessere Medizin durch klinische Studien für ein gesundes Deutschland. Mit diesem Ziel startete im November 2025 Studien wirken eine Initiative der Funke Mediengruppe. Studien wirken ist Aufklärungskampagne und Reformplattform zugleich. Gemeinsam mit Patientinnen und Vertretern aus Forschung, Versorgung, Politik und Forschenderindustrie stärkt sie wissen und vertrauen auf breiter gesellschaftlicher Basis und arbeitet parallel in Arbeitsgruppen und mit einem Patientenrat an besseren Bedingungen für klinische Studien in Deutschland. Denn jeden Tag kämpfen Millionen Menschen in Deutschland gegen chronische, schwere oder seltene Krankheiten für die es keine Heilung oder Therapie gibt. Nur durch medizinische Forschung und Fortschritt kann betroffenen geholfen werden. Der Schlüssel dazu sind klinische Studien. Sie helfen neue Medikamente und Therapien zu entwickeln, die die Lebensqualität und Heilungchancen von Patientinnen verbessern. In unserer heutigen Folge geht es um ein Gesundheitsbereich der lange vernachlässigt wurde und zwar die Gendermedizin. Sie untersucht in wie Fern sich Frauen, Männer und Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten in Krankheitsentstehungen, Symptomatik und Therapie-Respons unterscheiden. Klinische Studien müssen diese Realität dringend systematisch berücksichtigen. Und warum das so ist hat mir Gertraut Stadler erklärt. Sie hat die Professur für geschlechter sensible Präventionsforschung an der Charité Berlin inne. Und sie ist sowohl Mitglied des Advisory Boards von Studienwürken als auch Leiterin des Arbeitskreises Gendergerechte Studien der Initiative. Ich hoffe, ihr nehmt aus dem Gespräch genauso viele wertvolle Impulse mit wie ich. Ich wünsche euch jetzt einfach nur noch ganz viel Spaß beim Anhören. Hallo, Tour-Ruwe. Willkommen bei "Echt und Unzensiert". Hallo. Danke für die Einladung. Sehr gerne. Wie geht's? Wie steht's? Ganz gut. Heute war wieder viel los zu sagen, aber sehr schön jetzt hier zu sein. Ja, Bissie Lady, hab ich dir schon am Telefon gesagt. Aber ich freue mich, dass du die heute Zeit nimmst, mit mir zu sprechen über Gendermedizin, über den Gender DataGap. Und beim Gender DataGap würde ich gerne auch einsteigen, weil während der Recherche hab ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass dieser Gender DataGap existiert. Also warum wurden Frauen so krass ausgeschlossen so lange? Also, grundsätzlich ist so, dass das ganz weit zurückreicht, eigentlich in der Medizin schon als im alten Griechenland gab, so zu sagen, diese Philosophie, dass der Mann der Standard ist und die Frau sozusagen so ein Abklatsch, letztendlich oder so was anderes, ja, so zu sagen. Also ganz genau, wie sie "Monde Bova" das eigentlich auch beschrieben hat. Es hat ganz lange historische Wurzeln. Dann ist es so, dass wir dann natürlich auch die Situation hatten, das wesentlich mehr männliche Leichen zum Sitzieren da waren als weibliche Leichen. Und weil das waren oft, also Leute an den Amrant, der Gesellschaft und da gab es einfach mehr männliche Leichen. Und dann ist es natürlich so, dass der Kontaganskandal noch mal verstärkt hat, was ohnehin in der Medizin schon so ein bisschen, wie so mal sagen, im In-der-Luft geschwebt hat und man viel überlegt hat, also sozusagen sollten Frauen überhaupt in den Studien sein, sozusagen bringen, die uns zu viel rauschen in die Daten rein, sind die zu kompliziert. Und dann hat man sozusagen nach dem Kontaganskandal, dann sozusagen diese Idee des Schutzes von Frauen und von Kindern, dann sozusagen so interpretiert, dass man sozusagen die einfach von Studien ausschließt für zwei Jahrzehnte gleich. Und in der Zeit sind eben ganz viele Medikamente, ganz viele Behandlungen entwickelt worden, die jetzt eben standert sind. Und was man natürlich auch noch sagen muss, ist das also bei den Zellenstudien, was lange Zeit gar nicht standert anzugeben, sozusagen welches Geschlecht die Zellen hatten und jede Zelle hat ja sozusagen ein Geschlecht. Und dann bei den Tierversuchen ist es immer noch so, dass wir vor allem männliche Versuchstiere haben. Also, also sogar, ich glaube, zwei Drittel oder drei Viertel der derzeitigen Tierversuch ist immer noch nur rein an männlichen Versuchstieren. Und das sozusagen, da ist die ganze Pipeline so, dass wir sozusagen männlich geprägte Forschung haben, die dann erst, wenn es dann die Phase drei Studien geht, sozusagen, wo die Frauen dann wirklich auch ausreichend berücksichtigt werden. Und selbst da oft, man weiß eben, Schwieriger ist Frauen auch zu rekrutieren. Die sind oft älter, wenn sie zum Beispiel die erste Erkrankung haben, haben dann schon mehr Komobilitäten. Das heißt, man muss mehr Leute screening, bis Frauen findet, die auch für die Trials und die klinischen Studien dann eben einschließbar sind. Und das macht die Studien also nicht einfacher. Und deswegen haben wir jetzt die derzeitige Situation, würde ich mal sagen. Die Supermissen war auszuleffen irgendwie, du bist vorne mit dabei. Du bist seit einigen Jahren die Leitung oder Leitester, die Geschlechterforschung in der Medizin an der Charité in Berlin. Was kann man sich denn unter Geschlechterforschung in der Medizin genau vorstellen? Wie breit ist das Ganze? Ja, das ist sehr breit. Also das fällt es ja Deutschland noch ganz am Anfang. Es gibt ja nur jetzt unseren Arbeitsbereich mit meiner Professur. Dann gibt es in Bielefeld eine halbe Professur 50 Prozent. Dann die Universitätsmedizin in Bochum. Und dann gibt es noch ein paar engagierte, aber so sagen so richtig institutionell verankert, ist die Gendermedizin in Deutschland eben noch nicht. Und auch die Geschlechter- und Universitäts-Sensiblermedizin. Was machen wir da? Also das eine ist natürlich sozusagen, wir haben einen Themenbereichen, die wir selber ganz tief bearbeiten. Und das ist bei uns die Geschlechter-Sensible-Prävention. Das heißt, wir schauen uns an, wie wir bei jungen Mädchen nicht die Nährung kindern und dann bei Erwachsenen, also bei Frauen, Männern und nicht die Nährung erwachsenen. Wie man da sozusagen die Prävention optimal gestalten kann, sodass man wirklich dann diese Jahrzehnte, die sozusagen durch gesundes Verhalten zu holen sind, dass die wir die möglichst allen in Deutschland zur Verfügung stellen können. Und das sind wir auch international sehr vernetzt. Aber insgesamt ist es so, dass man in Deutschland dann auch nicht besonders weizin. Und da war es ja eigentlich so, dass das Gesundheitsverhalten ist ganz stark durchgeschlecht geprägt. Also wenn jemand sozusagen als Mann Schnitzel ist, sozusagen dann ist es eher normal. Und wenn die Person dann salat oder Gemüse bestellt, dann kichert vielleicht die Kumpels, weil was macht das denn da sozusagen. Und es umgekehrt, dass von Frauen besonders gesundheitsbewusstes Verhalten eigentlich erwartet wird, ganz besonders rund um Schwangerschaft und Geburtrum. Und dass da eben auch die Normen total sich unterscheiden. Dass man sich bei Männern übergewicht als normaler gilt, als bei Frauen. Und deswegen weniger Behandlungsbedürftig dann auch erscheint. Das heißt, da gibt es ganz viele Sachen, die wir uns anschauen. Gerade Substanzkonsum, also zum Beispiel das, wir sehen mit großer Sorge, dass der Substanzkonsum jetzt wieder zunehmt, also gerade nur die Guteinkonsum. Das zum Beispiel gerade so wegwerfwapes, dass die sehr von Mädchen auch ansprechen, durch den süßen Geruch und die sozusagen wie Bombongs oder Snacks sozusagen wirken, auch schön aussehen. Und das da, die Kinder, die gefahren total unterschätzen. Ja, du hast da gerade schon eine wichtige Sache angerissen. Ich glaube, viele Leute denken immer an das biologische Geschlecht und auch aus schließlich all das biologische Geschlecht. Aber wenn es um Geschlechtersehnsieble-Medizin geht, zählen ja so viele andere Sachen auch noch mit rein. Also was für Dimension gibt es dann auch? Zunächst ist es so, dass wir wirklich ein biopsychosoziales Modell verfolgen. Also biologische Grundlagen natürlich eine Rolle spielen. Also das wird zum Beispiel Geschlechterunterschiede haben bei der Ausprägung von Geschlechtsmerkmalen oder auch bei den reproduktiven Funktionen. Aber eben auch bei der Homonaustattung. Und wir sehen ja, sie zeigen, wenn wir Homone testen, dass das ganz stark auch fluctuiert, dass es sich von Person zu Person auch stark unterscheidet. Und dann bei Frauen ja über die Lebensphasen hinweg auch das große Unterschiede gibt. Und zum Beispiel dann die Menopause noch gar nicht gut untersucht ist. Das heißt die biologischen Unterschiede und die biologischen Grundlagen interessieren uns sehr stark. Aber eben auch die Psychosozialen. Das heißt wir schauen uns, also in jedem biologischen Geschlecht, sozusagen das war, also welches biologische Geschlechts für die Person vorliegt. Schauen wir uns dann auch an, also die ganzen Psychosozialen faktoren. Also wie zum Beispiel die soziale Lage, dann auch Geschlechterrollen und Geschlechternormen. Also was gerade beim Thema Prävention, was halten Leute für normal? Erst dazu sagen, dass Substanzkonsum vielleicht auch noch eher männlich markiert ist. Und das dann sozusagen ist auch als bei jungen Frauen auch als ein Merkmal, dass ich mich jetzt immer ein Zipiere sozusagen gesehen wird. Und das ist ihm sehr wichtig. Das muss ich dir der Geschlechterprägung von Gesundheitsverhalt leben, da bewusst wird. Ja, spannend fand ich auch. Stichwort Epiginetik, dass die Einwirkung der Umwelt tatsächlich auch genetische Veränderungen erfordringen kann, also total spannend, dass das mittlerweile auch bekannt ist. Ja, und eigentlich ist es so, dass wir natürlich im biopsychosozialen Modell ohnehin davon ausgehen, dass die biologischen Grundlagen mit den Entscheidungen, die mir Person trifft, aber auch mit den Umweltfaktoren ganz stängen zusammen, also ganz starken Zusammenspiel sind. Und man findet dann eigentlich generell. Und das ist eigentlich eine gute Nachricht, dass die Gene eben nur ein Teil bestimmen. Und hier eben sehr frei sind, auch als Gesellschaft,
als einzelnen Personen unser Leben zu gestalten. Und das ist eigentlich eine Riesenchanz, weil sozusagen wir wollen ja, dass alle sozusagen möglichst lang ist, gesundes Leben führen können und da diese sozialen Gradienten ganz stark versuchen auszugleichen und eben das wir Gesundheit für alle möglich machen. Und das ist ja sehr interessant. Wir haben ja den Konsens in Deutschland, dass wir eine hochwertige Gesundheitsversorgung für alle wirklich zur Verfügung stellen wollen. Also Länder wie die USA haben diesen Konsens in der Gesellschaft nie gehabt und das bedeutet eben auch, dass wir für Frauen, für Männer und nicht bin ja, da Menschen gleich gut sorgen wollen. Und da haben wir eben noch ganz gut Luft nach oben würde ich sagen. Ja, wenn man und das wird ja immer breiter, da es gibt ja auch noch die Diversitätsthätsdomeen, die ihr auch mit arbeitet habt. Also bei Geschlecht hört es ja auch nicht auf. Genau. Also bei uns ist es so, dass wir immer Geschlecht versuchen, auch wirklich intersektional zu denken. Das heißt, neben dem biologischen Psychosozialen geschlechter Faktoren, eben dann zum Beispiel das alte ist in der Medizin noch standert, dass man das mit einbezieht. Aber schon nicht mit ihr Leben es fassen. Also zum Beispiel ist eine Frau, also Prämenopausal, Périminopausal, Postmenopausal. Dann die soziale Lage hatte ich schon angesprochen. Das sind ja Zehnte, Unterschiede, die wir da zwischen Menschen mit geringen sozialen Chancen und hohen sozialen Chancen sehen. Und dann schauen wir natürlich noch ganz viele andere Diversitätsthätsdomeinen an. Also wir haben zum Beispiel was besonders ist in unserer der Wörsthimmernimmel Item-Set, ist das wir zum Beispiel auch die Sorgearbeit mit einbeziehen. Also bezahlte Arbeit und Sorgearbeit wirklich auch erheben, dann dass wir uns anschauen, die psychische Gesundheit mit drin ist. Also nicht nur sozusagen die körperliche Gesundheit und leben mit Beeinträchtigungen und Behinderungen. Und dann diese ganzen stark tabusierten Bereiche. Also sexuelle Identität, Sprache, Herkunft, Regionalität, Ethnicität, Religion und Weltanschauung auch mit drin ist und auch sozusagen die der Beziehungskontext von den Personen, weil es eben in der Medizin riesen Unterschied macht, um mich allein versuche, mich jetzt mehr zu bewegen oder Medikamente einzunehmen oder um ich sozusagen im Haushalt noch andere habe, die da auch Einfluss drauf haben und zum Beispiel die Medikamente besorgen helfen oder mit mir dann spazieren gehen. Was muss denn konkret passieren, damit in der klinischen Praxis dann auch wirklich geschlechterneutral und auch diversität sensible behandelt werden kann? Also was ist die Vision, was ist das Ziel? Also für eine geschlechter sensible Behandlung ist zum Beispiel auch mit Digitalisierung die umfassend verfügbar ist total wichtig. Wenn wir es jetzt zum Beispiel wollen, dass wir Nebenwirkungen bei Medikamenten möglichst gering halten, dann müssen wir vielleicht schon mit einer personalisierten Anfangstosis starten. Also wir untersuchen das gerade an Beispiel von Bluthochdruckmedikamenten und das ist eben sehr interessant, dass uns fehlend sozusagen die digitalen Unterstützungsysteme und auch die großen Datensätze derzeit noch, so dass wir wirklich sozusagen passgenau anfangen, Medikationsdosen verschreiben können. Das heißt in anderen Ländern liegt es schon eher vor, das heißt wir arbeiten auch derzeit ganz viel mit internationalen Datensätzen und wir hoffen halt, dass wir das auch dann ganz rasch jetzt für Deutschland umsetzen können, sodass wir personalisiert in Medizin in der Prävention in der, also diagnostik, Behandlung und Rehabilitation dann auch umsetzen können. Also die Digitalisierung ist eine ganz wichtige Voraussetzung dafür, weil wir dafür natürlich, also wenn wir sozusagen mehr als nur zum Beispiel das binäre Geschlecht berücksichtigen wollen, dann wird schon kompliziert. Das heißt die derzeit in Leitlinien haben viele Ideen, wie man sozusagen am besten behandelt und wenn man dann jetzt noch Geschlecht und andere Universitätstomänen mit einfügt, dann braucht man eigentlich digitale Unterstützung, damit man zum Beispiel Anfangsdosen oder die Behandlung der ersten Wahl erstmal festlegen kann. Und das, also da muss man, glaube ich, noch ein bisschen besser werden in Deutschland. Und dann auch die Verknüpfung aus meiner Sicht von ambulanten und staziermjahren Bereichen und dann auch Pflege. Also das heißt, das will wirklich interprofessionell die Digitalisierung auch vorantreiben, sodass alle in den Gesundheitsberufen ihr Wissen reingeben können und ihr dann die Patientin denn wirklich gut versorgen können. Das heißt da, das ist also Digitalisierung ist ein total wichtiger Baustein der geschlechter sensiblen Medizin. Also die Vision ist auch so ein bisschen personalisiert zu werden, dass man exzbzieht, guckt wie viel Medikament braucht jetzt diese bestimmte Person. Genau. Also persönlich zugeschnitten. Wir haben das ja jetzt schon, also zum Beispiel bei, wenn ich eine Chemotherapie mache, dann schneide ich da schon zum Beispiel zu, zum Beispiel das Körper Volumen und selbst da zeigt sich noch das Frauen meist höher Nebenwirkungen von Chemotherapien zum Beispiel haben. Das heißt, wir müssen noch stärker wirklich die Daten sammeln. Was gibt es, also wie die Wirkung aussieht, was gibt es für Nebenwirkungen und dann sagen, also hier können wir hier noch optimieren und verbessern, und das wird ein iterativer Prozess sein. Ja, lass uns vielleicht an der Stelle auch so ein bisschen tiefer reingehen, auch in diese geschlechter Unterschiede. Der typische oder das typische Beispiel ist natürlich der Herzinfakt. Vielleicht magst du das Beispiel nochmal so ein bisschen rauskramen. Ja, also im Herzinfakt hat ja alles angefangen, weil da die Glechterunterschiede so groß sind. Frauen haben den ersten Herzinfakt viele Jahre später als Männer, also sieben bis zehn Jahre später oft und es ist aber dann, wenn ein Herzinfakt bei Frauen eintritt, mit doppelt so hohe Stärblichkeits wie Männer. Und so sein über die gesamte Behandlungskaskarte hinweg gibt es da geschlechter Unterschiede. Es ist schon so, dass also in meisten Herzinfakt zum Tome, also wie die Schmerzen in der Brust, die ausstrahlenen arm, in dem Nacken, in den Kiefer, in den Kiefer, dass die sozusagen, die sind schon ähnlich bei Männern und Frauen. Aber dann gibt es noch Symptome als bei etwa 20% der Patientinnen, die so sehr schwer als Herzinfakt zu erkennen sind, also dass ich sehr müde bin, sehr abgeschlagen, also vegetativ ist Symptome, wo wir besonders schlecht ist. Und dieses Symptome, die sind sehr schwer zu erkennen und die sind eben häufiger bei Frauen. Zum Beispiel auch Schmerzen zwischen den Schulterblättern, die sind eben ganz besonders, also sind häufiger bei Frauen und die sind auch extrem schwer als Herzinfakt zu erkennen. Man denkt einfach immer sozusagen an die klassischen Herzinfakt zum Tome, die eben häufiger bei Männern sind. Und deswegen ist es dann eben ganz wichtig, dass so wohl Frauen und besonders junge Frauen, aber auch das soziale Umfeld dran denkt, wenn jemand, also sozusagen besonders, also so eine stötzliche starke Abgeschlagenheit hat und oder eben diese, diese stötzliche Übelkeit, dass man auch das sozusagen abklären lässt. Und dann ist es so, wenn Frauen dann zur Diagnostik kommen, in die Notaufnahme zum Beispiel, dass dann haben wir bisher also keine geschlechter Sensiblen Diagnostik schwellen. Wir denken, dass, also es gibt jetzt dann erste Bestrebungen, die Diagnostik schwellen, die schlechter Sensibel zu gestalten, vermutlich muss dann noch mehr rein. Also wahrscheinlich alter Körpergewicht und noch andere, zum Beispiel Muskelmaße vermutlich, die bei den Troponien-Schwellen eine Rolle spielen könnten. Das heißt, da braucht man noch ein bisschen Forschung, aber wenn man das besser anpassen, dann können man viele herzinfarkte, besser und schneller erkennen als solche. Und das ist auch schon passiert bei ersten Studien, dass man geschlechter Sensibel zum Beispiel Troponien-Schwellen festgesetzt hat, aber dann sind die folgenden Behandlungsfasen nicht angepasst worden. Frauen sind trotzdem weniger stringent und behandelt worden und weniger in die Reha überwiesen worden und dann haben sie trotzdem, obwohl sie dann der Herzinfark Grund, sich besser erkannt worden ist, nicht die selben guten Behandlungsergebnisse, wie Männer. Also man muss natürlich immer dazu sagen, dass höhere Alter beim ersten Herzenfark im Schnitt sozusagen spielt natürlich auch eine Rolle für die Sterblichkeit und die Behandlungsergebnisse, aber insgesamt denke ich, dass da noch viel zu tun ist. Das heißt selbst bei diesem Feld, wo man jetzt, wo es begonnen hat, mit der gestechter Sensibel in Medizin, sammere jetzt sozusagen die Versorgung noch nett grundlegend verändern können. Das heißt, da müssen wir noch daran arbeiten. Auch wahrscheinlich bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen, da ist es so, dass zum Beispiel Frauen weniger dran denken, dass sie auch für Herz, zum Beispiel wirksam ins Sport zum Beispiel machen müssen, dass sie, zum Beispiel auch Blutdrucksenken der Medikamente einnehmen sollten, dass sie immer das 50% der Patientinnen mit Blutdruck eben die Medikationen eigenständig absetzen und sozusagen da müssen wir nochmal gucken, können wir das Geschlechter-Sensibel verbessern, also Frauen dann auch wirklich ihre Blutdruckmedikamente nehmen und dann den ganzen Folgen, den Herz-Kreislauferkrankungen wie Schlag am Fällen und unherz in Farken vorbeugen können. Das ist gerade schon angesprochen, die Rea, die eher seltener aufgesucht wird von Frauen, liegt wahrscheinlich auch daran, dass Frauen sich eher als Gesundheitsmanager der Familie verstehen, irgendwie denken, wo ich kann jetzt aber nicht in Rea gehen, die kommen ja ohne mich gar nicht klar. Also das sind auch wieder diese psychosozialen Einflüsse, die dann irgendwie Frauen auch einfach in der Hinsicht vielleicht auch ungesundern machen, weil sie sich einfach eher hinten anstellen. Ja, ich glaube, man muss, also Frauen muss man ganz besonders davon überzeugen, dass die Rea absolut notwendig ist, um dann langfristig gut für die Familie und auch sich selber sorgen zu können. Es gibt aber noch ein paar komplizierende Faktoren, also Frauen haben im Schnitt sozusagen zwei Jahre älteren Partner und Männer sterben in Deutschland im Schnitt für Jahre früher. Das heißt auch sehr krankenmeist früher. Das heißt, wenn Frauen dann sozusagen in die Rea gehen, dann ist es oft schon so, dass vielleicht ihre Partner oder Partnerinnen nicht mehr in der Lage sind für sie zu pushen und das möglich, also das durchzukämpfen, dass sie dann in die Rea kommen. Und auch mit ihnen auszufechten, dass das wirklich absolut notwendig ist, dass man die Rea macht. Und aus diesem Grund, glaube ich, dass es noch viel kompliziert hat, also sozusagen man muss auch die sozialen Bedingungen verbessern, nicht nur die Überweisung in die Rea, sondern dass die Frauen die auch wirklich wahrnehmen. Aber ich saß neulich erst lebender Frau, die in Herzenfakt erlitten hatte und der war das gar nicht klar, dass sozusagen die langfristige, gesund-gesund erhalten und dass
was uns sein vermeidet, das Herzinfarkte wieder auftreten. Natürlich mal viel bessere Chancen hat, wenn man die Rehabilitationen anspruchen nimmt. Und das ist auch ein wichtiges Thema, das man vermutlich noch besser erforschen müssen. Wie können wir Frauen leichter in die Reha zu gehen? Eine wichtige Sache ist natürlich, dass die Herzsportgruppen, die sind anders als andere preventive Angebote sehr männlich geprägt. Also, das sind ganz viele männliche Patienten drin. Und die sind für Frauen vielleicht auch oft weniger attraktiv. Das heißt, wir müssen nochmal überlegen, wie können wir Sachen die langfristig dann das wieder auftreten von Herzkreisler-Verkrankungen verbessern? Also vermeiden helfen, wie können wir das für Frauen freundlicher gestalten? Einsatz, dem ich während der Recherche auch immer wieder begegnet bin, ist der Satz "geschlechter Medizin" ist gleich Frauenmedizin. Magst du mal erklären, warum das Quatsch ist? Ja. Also, wenn Männer fünf Jahre im Schnitt in Deutschland früher sterben, dann kann das nicht sein, dass wir uns in der Geschlechter-Sensiblenmedizin nur mit den Frauen beschäftigen. Bei den Frauen, ich komme ja aus der Frauengesundheit, ist natürlich viel zu tun, dass, also, und ich stimme damit jetzt auch zum Beispiel den nationalen Forschungsprogrammen und so was, dass man da Schwerpunkte setzen, total überein. Ich denke aber, dass sozusagen Geschlechter-Sensiblenmedizin weit darüber rausgehen muss. Wir versuchen das auch an der Charité jetzt sehr gut zu verankern, dass wir über alle Fachbereiche, geschlechter-Sensibel-Forschung und behandeln. Das heißt, und das ist natürlich auch was, was dann auch Männern so gut bekommt. Also, wenn Männer eben fünf Jahre früher sterben, dann haben wir da ganz viel Luft nach oben. Und bei Männern ist ja die soziale Lage noch stärker, schleckt die durch. Das wird mir auch erst bewusst, als ich kommend aus der Frauengesundheit, war mir gar selber gar nicht klar, dass bei den Männern eine totale Hochrisiko-Gruppe gibt, und es sind Männer mit schlechteren sozialen Ausgangsbedingungen, mit geringerer Bildung oder keinen Bildungsabschlüssen. Die sterben ganz besonders früh, da haben wir zum Beispiel Daten aus Luxemburg uns angeschaut. Und es war für mich so ein totales Aha-Erlebnis, weil ich immer so dafür gekämpft habe, dass wir sozusagen für Frauen eine bessere Versorgung kriegen. Und plötzlich sehe ich im Alter von 52 Jahren sind schon ganz viele Männer in dieser Gruppe von den sozial stark benachteiligten Männern verstorben, was ist denn da los. Und da haben wir zum Beispiel, also Männer haben viel höheres Unfallrisiko, haben auch ein riskanteres Gesundheitsverhalten, haben auch mehr riesigen am Arbeitsplatz und mehr Umwelt riesigen. Das heißt, da müssen wir ganz stark mit Männern auch arbeiten, um bei denen sozusagen dieses lange gesunde Leben zu ermöglichen. Und gerade bei Männern, die sozusagen net aus privilegierten Umfeld kommen. Mhm. Also könnte man abgeschlossen sagen, toxic masculinity tötet. Absolut. Also wir haben das sozusagen dieses, dieser Mal-Beroman, der, also dieses Bild, das sich immer stark sein muss. Wir, am besten gar keine medizinische Hilfe suche, weil ein guter Haltzalt aus. Und auch zum Beispiel die psychische Gesundheit gar nicht. Also eine Rolle spielen darf, weil ich keine Gefühle zeigen kann, immer cool sein muss. Das schadet der männlichen Gesundheit, Unterlebenserwartung und der Longevity so sehr, dass wir da wirklich auch alle gemeinsam in der Gesellschaft daran arbeiten müssen, da eine gute, bewusst sein, gute Prävention, dann gute Gesundheitsversorgung auch für Männer hinzukriegen. Und da ist genauso noch, also unendlich viel zu tun, wie bei den Frauen würde ich sagen. Mhm. Gibt es denn überall Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder gibt es auch Bereiche, wo das Deckungsgleich ist? Na, es gibt schon Bereiche, wo man jetzt zum Beispiel keine so großen Unterschiede findet. Also wir haben zum Beispiel, dass sowohl Männer als auch Frauen ihre Herzkreislaufmedikamente, also besonders Bluthochdruckmedikamente, so 50 Prozent absetzen, trotz bestehenden Bluthochdruck. Da sehen wir zum Beispiel jetzt weniger Unterschiede. Aber aus meiner Sicht ist es so, dass bei vielen Erkrankungen, wissen wir es noch gar nicht, wie die Unterschiede genau beschaffen sind, wie man eben am besten vorbeugen können, wie man dann in der Versorgung das gut gut einbeziehen können. Also da müssen wir einfach noch mehr forschen. Und wenn wir das wirklich, also das ist ja sozusagen so eine, so ein Projekt, an dem wir ganz stark arbeiten, dass man Geschlecht und andere Diversitätstumänen systematisch in alle Studien mit einbezieht und da wirklich überlegt, könnte Geschlecht und welche Diversitätstumänen könnten hier eine Rolle spielen. Und wenn man das dann wirklich systematisch verankern, dann können wir diese Evidenz eben auch aufbauen. Und wenn wir dann sehen, dass zum Beispiel, also sozusagen es gibt hier gar keine wichtigen Geschlechterunterschiede, dann sind wir total happy. Und sagen dann sind Sachen auch einfacher und also zu, und vielleicht auch effizient dazu, zu liefern. Und da müssen wir auch immer sozusagen die Gesundheitsökonomie mitdenken. Also wenn man sozusagen zielgrum spezifisch zuschneiden, dann ist es ein bisschen komplizierter zu versorgen und auch für die Patientinnen. Die müssen stärker darauf achten, dass sie dann die richtigen Dosen bekommen, dass sie die richtige Behandlung bekommen. Das heißt, wenn wir, also wenn wir finden, dass es keine Geschlechterunterschiede gibt, dann sind wir es sehr happy. Aber bei vielen Sachen wissen wir das noch gar nicht so genau. Und dann natürlich die anderen Diversitätstumänen sind ganz wenig erforscht. Also zum Beispiel brauchen Postmenopausale Frauen eine andere Versorgung. Die schaut es denn jetzt eigentlich in der Menopause mit stark Schwanken, denn nur Monen aus. Also all diese Sachen sind noch wenig untersucht. Und dann natürlich andere Diversitätstumänen, wie zum Beispiel jetzt Regionalität, was können wir noch tun, um auf dem Land besser zu versorgen. Was können wir tun, um Menschen verschiedener ethische Herdkunst gut zu versorgen. Das heißt, da müssen wir nochmal viel stärker an arbeiten. Spielt denn das ganze Thema im Studium eine Rolle? Wird das immer mehr? Ist das Schleppende fortschritt, wie nimmst du das war? Zunächst ist es so, dass die Studierenden und die jüngeren Kolleginnen da ganz besonders interessiert sind. Also wir sehen da, dass die ganz stark ist als selbstverständlich ansehen. Und denken, dass wir schon viel weiter sind als wir dann in der Praxis oft sind. Ich glaube, das ist verbessert sich was. Es ist ein bisschen langsam aus meiner Sicht. Ja, da könnte viel passieren. Zum Beispiel im neuen medizinischen Curriculum. Das sind geschlechter sensible Aspekte viel stärker verankert. Und wenn das hoffentlich irgendwann aus der Schublade geholt wird, das ist nämlich eigentlich komplett entwickelt. Und die Länder, also die ja in Deutschland für die Bildung einen ganz großen Einfluss haben und auch für das Studium dann eben da so zu einem entscheidend sind, wenn die sich durchringen könnten, dass dieses neue Curriculum auch kommen soll, dann wird sich total viel in der Medizin verändern. Momentan ist es so, dass wir sozusagen mit diesen paar institutionell verankerten Lehrstühlen jetzt, würde ich mal sagen, das ist noch sehr begrenzt, was da in der Lehre passiert. Selbst an der Charité, wo das schon verankert ist, ist es auch noch sehr begrenzt. Wir würden uns zum Beispiel wünschen, dass die Wechseljahre, die auch oder überhaupt die Wichtigkeit von Hormonen für die Gesundheit, dass das zum Beispiel viel stärker verankert ist. Oder auch das ganze Thema Prävention ist in der Medizin noch sehr wenig verankert. Da kriegt man aber im Schnitt, als würde man da, wenn man so zu einem gesunden Lebensstil himkriegt, 25 bis 25 gesunde Lebensjahre rauskriegt. Das heißt, das können wir mit anderen Behandlungsformen nie erreichen. Da können wir oft ein paar Monate bis zu einem halben Jahr erreichen. Und wenn wir sozusagen schaffen, in der Prävention stärker zu werden, und das ist wirklich auch in alle medizinischen Versorgungsformen einzubinden. Zum Beispiel auch in die Krebsvorsorge, da könnte man dann auch gleich noch mitmachen, sozusagen, haben Sie Interesse, sozusagen bei Nikotina-Pengigkeit aufzuhören. Denken Sie sozusagen, wollen Sie in Alkoholkonsum verringern. Also, ich sage, wir müssen viel stärker noch nutzen, um dann ein geschlechter Sensibel, die meisten gesunden Lebensjahre rauszuholen. Und das aus meiner Sicht passiert jetzt überhaupt noch nicht in der Medizin. Ich finde, ein großer Knackpunkt ist auch, dass man Diversität auf obere Ebene braucht, um Diversität auch voranzutreiben. Also, wie wichtig ist Diversität unter Mediziner*innen unter Forschenden? Aus meiner Sicht ist es so, je stärker wir die Patientinnen widerspiegeln, die wir versorgen wollen, desto besser ist es. Also, wir haben gesehen, dass zum Beispiel wenn Frauen in Forschungsteam, was Teams was zu sagen haben, also wenn Sie zum Beispiel erst oder letzten Autorenschaften haben, dann werden die schlechter Unterschiede öfter untersucht. Und zwar zum Wohlzugunsten der Frauen, also auch der Männer, also auch dann nicht bin ich an Menschen. Das heißt, aus meiner Sicht ist es schon so, dass, also wenn wir es schaffen, dass, also, Diversität in den Führungspositionen ankommt, dass Frauen in den Führungspositionen ankommen in der Medizin, dann haben wir sozusagen die besten Voraussetzung, wie schlechter und Diversität sensible auch versorgen und forschen zu können. Bis hier sind wir dann und nicht so weit, wie wir gern wären, aus meiner Sicht. Seit den 70er Jahren, das habe ich extra nochmal nachgeschaut, seit den 70er Jahren, haben wir 30 Prozent weibliche Studierende und seit den 90er Jahren 50 Prozent. In der Zeit haben wir eigentlich über 60 Prozent weibliche Studierende. Bei den Führungspositionen spiegelt sich das bisher überhaupt nicht wieder. Also die 30 Prozent aus den 70er Jahren haben wir auf den Führungspositionen in der Medizin noch nie erreicht. Das heißt, es ist kein Selbstläufer und dann müssen wir aktiv daran arbeiten, dass man sozusagen wirklich die weiblichen Talente auch fördern. Und bei der Diversität ist es aus meiner Sicht ganz genauso, obwohl wir dafür weniger Daten haben in Deutschland. Total wichtig. Du bist auch Mitglied des Advisory Boards von Studien wirken, sowie leiteren des Arbeitskreises gendergerechte Studien in den Initiative. Warum ist Studien wirken so wichtig? Warum bist du dabei? Ich finde es halt,
Die Studien sind so, die Basis für unsere Versorgung. Also, wir können, wenn wir gute Forschung machen wollen, dann müssen wir gute Studien machen und dann müssen wir die Rekrutierung in Studien verbessern. Das heißt, wir aus meiner Sicht ist es so grundlegend, dass das, obwohl ich natürlich total abwegegen muss, wo ich mich engagieren kann, weil wir ganz kleine Ladens sind. Wir sind ganz kleine Arbeitsbereich mit einer Profisur. Jetzt, also, sagen eine Tenja Track Profisur noch dazu, es ist ein ganz kleiner Arbeitsbereich, aber die Studien wirklich zu verbessern, sodass wir möglich die Patienten, die wir später damit, denen die Behandlung dazu gute kommen soll, dass wir die Widerspiegeln in den Studien, und dass wir auch in Deutschland schnell und effizient rekrutieren können. Das ist aus meiner Sicht total wichtig. Und dafür setze ich mich wirklich auch jeden Tag ein. Deswegen freut mich, dass wir mit Studien wirken mehr formalisiert, die Initiativ wieder zu haben. Total cool. Neben den in Deutschland viel zu wenige Menschen an Studien teilhatten, haben Studien schlechten ruft, das irgendwie man denkt, ich bin Versuchskanänechen, will ich nicht. Wie nimmst du das? Ich glaube, dass in Deutschland das noch nicht so durchgedrungen ist, das wann immer mal an der Studie teilnimmt, man ja sozusagen auf jeden Fall eine sehr, sehr, wahrscheinlich sogar nicht besser, der Behandlung bekommt als die Standardbehandlung. Man wird ja immer in der Vergleichsgruppe mindestens mit dem Treatment des Uschels, also wirklich mit der Standardbehandlung behandelt. Und es ist einfach so, dass man in Studien einfach ganzes Studien in den Tien genau draus drauf schaut, sozusagen kniegen die Patienten in alle wichtigen Behandlungsschritte. Und dann ist es so, wenn man über die Standardbehandlung hinaus, noch was weiteres bekommt, dann wird man ja ganz genau begleitet. Und man schaut ganz genau, ob sozusagen diese Behandlung auch wirksam ist. Es heißt, in Deutschland ist es, glaube ich, noch nicht so klar den Leuten, dass man einen starken Vorteil davon hat, wenn man Studien teilnimmt. Und dann ist es auch so, dass wir für die Auswahl von geeigneten Patientinnen eben die Digitalisierungss Grundlage zum Teil noch nicht haben. Es heißt, wir konnten ja sehen, dass man zum Beispiel in Deutschland nicht so schnell rekrutieren konnte, wie zum Beispiel in Großbritannien oder Israel für Studien. Und da müssen wir uns einfach noch verbessern. Warum ist es eigentlich wichtig? Die Frage habe ich mir nicht aufgeschrieben, die kommt jetzt. Warum ist es denn wichtig, auch dass wir selber was machen, warum können wir nicht aus anderen Ländern einfach die Datensätze übernehmen? Zum Beispiel auch beim Herzenfakt hat die USA ja auch gender-sensiblen Leitlinien, warum übernehmen wir die nicht einfach? Das ist ein sehr interessantes Phänomen. Wir haben schon spezifische Bevölkerungszusammensetzungen und auch ganz spezifische Voraussetzungen im Gesundheitssystem. Zum Beispiel die Studien aus den USA, da wäre ich ganz vorsichtig, die auf Deutschland zum Teil zu übertragen, weil die psychosozialen Voraussetzungen im Gesundheitssystem komplett anders funktioniert. In USA haben wir einen Drittel der Bevölkerung, die praktisch ausgeschlossen sind, von der Routinegesundheitsversorgung. Das heißt, wir haben in Deutschland wirklich eine sehr gute Gesundheitsversorgung, sie ist vielleicht nicht die allerkosten günstigste. Da müssen wir wahrscheinlich daran arbeiten. Aber auch ist es sehr arzt, zentriert noch. Und auch da, dass die anderen Gesundheitsberufe wirklich alle ihre Beiträge machen können, dass wir bei einer schrumpfenden Zahl von Fachkräften, die hohe Qualität halten können, da müssen wir sehr stark daran arbeiten. Und diese Zusammenspiel von der Besonderheiten des Gesundheitssystems und dann Besonderheiten der Populationen, mit denen wir arbeiten, das ist eben sehr wichtig. Wenn ich, also Leute, die zum Beispiel ganzes Leben lang gesund gelebt haben, dann, und ich eine ganz gesunde Bevölkerung letztendlich habe, die dann altert, dann habe ich andere Herausforderungen, als wenn ich jetzt zum Beispiel eine Bevölkerung habe, die ganz stark, also zum Beispiel mit Übergewicht zu tun hat. Das heißt, und da müssen wir eben, es ist insgesamt darauf schauen, dass man auf unser deutsches System, vielleicht der deutschsprachige Raum, insgesamt auch noch stärker zusammenarbeiten, auch die europäischen Länder, dass für diese, also sozial organisierten Gesundheitssysteme, dass man da gute Lösungen finden. Und das ist kein Selbstläufer. Wir können, also wir können natürlich dann für Deutschland versuchen, das zu modellieren, aber dazu braucht man auch sehr, sehr gute Daten. Das ist auch kein Selbstläufer. Ja, spannend. Jenna Medizine kommt natürlich auch viel Gegenwind, welche Kritik begegnet dir so? Ja, so eine Kritik, die man natürlich oft hört, ist die Geschlechterunterschiede sind die net ganz klein. Also da muss ich natürlich immer antworten. Also auch kleine Unterschiede können eine große Wirkung haben, wenn sie eben sehr viele Leute betreffen. Also zum Beispiel, das ist schon allein Männer fünf Jahre früher sterben als Frauen. Das ist ja kein kleiner Unterschied. Also da dran zu arbeiten, dass wir da die eine gute Versorgung für alle hinkriegen und eine gute Gesundheit. Und da stecken die Lebensjahre ganz besonders natürlich in der Prävention drin. Da müssen wir in Deutschland wesentlich besser werden. Das immer wird ja gerade wieder veröffentlicht. Also im internationalen Vergleich, net besonders weit vorn. Und da können natürlich auch Sachen dazu, die eben gar nicht in der Medizin verankert sind, aber ganz starke Auswirkungen auf die Medizin haben. Also wie zum Beispiel Steuern auf die Gesundheitsschädliche Produkte zu erheben. Ein Zuckersteuer, Alkoholsteuer, Mikotinsteuern. Dazu gehört das auch zum Beispiel die sozialen Medien zu regulieren. So dass Kinder überhaupt eine Chance haben, sozusagen Freundschaften aufzubauen, ihre Persönlichkeit, also sozusagen in der wirklichen Welt zu entwickeln, das sich zu bewegen, auch gesund zu essen. Erst sagen die Wärnen bombardiert durch, also sozusagen Suchtmittelwerbung. Ist totales Schleichwerbung. Und das ist sozusagen, da müssen wir in der Medizin auch wirklich aufstehen und sagen, wir müssen dafür sorgen, dass wir das Kinder eine Chance haben. Dass Erwachsene auch eine Chance haben, bis uns zu leben. Das sind oft da nicht so. Also wir finden zum Beispiel ganz stark sozial geschichtete Phänomene bei Suchterkrankungen zum Beispiel. Dass wir zum Beispiel Schulen haben, wo 20 Prozent der Kinder im Alter von zehn Jahren schon Nikotin erfahren sind. Und zwar sowohl jungen als auch Mädchen. Früher waren das vor allem jungen. Das heißt, da müssen wir als Gesellschaft arbeiten. Und dann muss natürlich die Medizin den Beitrag leisten, die Leute aufzuklären, was wir machen können, so dass das sozusagen, man wirklich gesund leben kann und dass das die Leichte Wahl ist, ja. Dass man sich leicht dafür entscheiden kann, gesund zu leben. Und momentan sind es sehr, sehr, sehr schwere Entscheidungen. Also das ist immer in der toxischen Umwelt, die sozusagen uns nahelegt, dass wir übergewichtig werden, dass wir zu viel essen, dass wir zuzuckerhaltig essen, dass wir alkoholkonsumieren und Nikotin. Es ist eben sehr schwer, wie so und allzu werden. Kritik, die mir noch in den Kopf kommt, ist zum Beispiel auch, wie soll das überhaupt realisieren? Die haben zehn Minuten pro Patientinnen, da wird nicht viel gerissen oder auch dieser Punkt personalisierte Medizin. Wollen das die Farmerunternehmen überhaupt, kann man damit über Wirtschaft betreiben, was sind deine Gedanken zu den zwei Punkten? Also, nochmal vielleicht fangen wir im letzten an. Also, ich denke, dass auch die Farmerwürmen extrem daran interessiert sind, dass die Menschen sozusagen die Medikamente weiter nehmen, wenn sie nötig sind. Das heißt, wenn wir da stärkeren Nebenwirkungen haben, bei bestimmten Subgruppen, dann denke ich, dass wir da schon gemeinsam daran arbeiten können, die Situation dazu verbessern. Weil sonst, also was wir halt sehen, ist das bei vielen Medikationsformen, dass die Patientinnen, die dann mehr Nebenwirkungen haben, die einfach selbstständig absetzen und bei weiter bestehenden, komischen Erkrankungen. Das heißt, da muss man, glaube ich, gemeinsam arbeiten, um da gute Lösungen zu finden. Du hattest dir angesprochen, dass man im Gesundheitssystem einfach auch so wenig Zeit haben. Also, da muss man, glaube ich, auch ganz stark daran arbeiten, dass man möglichst ein Stufensystem erarbeiten. Dass wir sozusagen gute digitale Informationen zur Verfügung stellen und zwar auch verlässliche digitale Informationen, die auch attraktiv aufbereitet ist, sodass man für die, die digital erfinden sind, das so zur Verfügung stellen können. Dann müssen wir natürlich realistische Erwartungen haben, wenn ich vier bis, wenn es hoch kommt, sechs, acht Minuten pro Patientinnen habe, da ist natürlich das ausführliche Gespräch total schwierig. Das heißt, wir müssen sowohl den Patientinnen als auch den behandelnen ermöglichen, dass die Termine möglichst gut vorbereitet sind und dass man dann die wichtigsten Fragen dann auch beantworten können. Und dann können wir natürlich dann auch digital nachbegleiten. Das heißt, wir müssen schauen, dass wir, wir werden wahrscheinlich net plötzlich magisch, halbstständige Termine, die vielleicht nötig werden bekommen. Aber wir müssen natürlich schauen, dass wir mit allen Gesundheitsberufen die Zeit möglichst gut nutzen. Und eine wichtige Sache ist natürlich auch, dass wir Behandlungen, die unmöglich sind oder sogar schlechte Auswirkungen haben, dass wir die abbauen. Wir haben in Deutschland auch ein Problem, also aus meiner Sicht, dass wir low-value-care weiterhin anbieten und dass wir wirklich sozusagen das vorantreiben, dass wir normal im Gesundheitssystem prüorisieren, was sind die Sachen, die wirklich wichtig sind, auch für die gesunden Lebensjahre und für die Lebensqualität. Und dann da unsere Aufwand hinlegen, da brauchen wir auch eine gute, gesundheitsökonomische Bewertung. Und ich glaube, das sind sich alle einig, dass wir wollen ja für alle, nämlich gute Versorgung hinkriegen, dass wir da alle gemeinsam dran arbeiten. Das ist so eine riesen Aufgabe, oh mein Gott, da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll, aber irgendwie muss man halt ansetzen.
Ich fand jetzt auch spannend, Bundesforschungsministerin Dorothea hat jetzt Anfang des Jahres angekündigt, sich intensiver mit der Frauen gesundheit auseinandersetzen zu wollen und das Puschen zu wollen, wird das jetzt der Durchbruch, wie guckst du da drauf? Was muss da alles passieren? Also was wünscht dir auf einer Politik? Also von der Politik ist begrüßig, das natürlich enorm, dass wir einen Schwerpunkt bei der Frauenwisshundheit jetzt setzen, sowohl im Forschungsministerium als auch im Gesundheitsministerium. Das ist wirklich sehr, also sehr begrüßenswert und ich denke, dass wir noch weiterkommen würden, wenn wir sozusagen international nochmal links und rechts schauen. Also Kanada hat da ja sehr interessante, also Forschungspolitische Maßnahmen eben auch unternommen, wo zum Beispiel bei allen öffentlich geförderten Projekten sozusagen die Hauptergebnisse geschlechtert ist, agregiert dargestellt werden. Das heißt, die können viel schneller für ihre Systeme dann Evidenz aufbauen, die dann auch geschlechter sensible genutzt werden kann. Wenn man dann findet, oh, hier gibt es gar keine Unterschiede wunderbar, das sind wir ganz froh, wenn wir aber finden, dass es sozusagen da Unterschiede gibt, dann sozusagen dann findet man das ganz schnell. Und wenn man das jetzt eben in die Forschungsanträge mit reinbringt, in den Reviewprozess, dass sozusagen auch die Reviewerinnen da drauf achten, gibt es da mögliche Subgruppen, also Männer, Frauen, nicht binäre Leute, aber auch andere Diversitätsdomänen, die dann eine Rolle spielen könnten, dann sollten die Reviewer drauf achten. Das gehört eigentlich zur Forschungsextelenz dazu, dass man diese Subgruppen analysen schon vorausplant und dann später eine Nete analysen mit einbezieht und das sollte so zeigen, auch schon bei den Forschungsanträgen und bei der Forschungsbegutachtung der Rolle spielen. Und dann natürlich auch bei den Berichten und da kann man sozusagen Forschungspolitisch noch einiges machen, da gab es auch viel Kritik daran, wobei mir das nicht ganz einleuchtet. Wenn wir die bestmögliche Versorgung für alle erreichen wollen, dann müssen wir schauen, sozusagen, wobei wir bei bestimmten Subgruppen. Und als meine ich gehört, das zur Forschungs-Exzellenz und da debattiere ich auch gern kontroviaß noch mal darüber, ob das nötig ist, ich denke auf jeden Fall. Ja, okay, es ist echt eine Wand, die da irgendwie denkst du, wir werden das noch mit erleben? Also ich hoffe doch, ich denke, dass wir sozusagen ja dadurch, dass wir sozusagen vermutlich länger arbeiten müssen als die Generation vor uns, ist es ganz besonders wichtig, dass wir uns natürlich alle gesund erhalten und deswegen hoffe ich, dass ich das schon noch erlebe, dass wir große Fortschritte da machen. Ich sehe auch an natürlich Kräfte, die da eher rückschrücklich, schnücklich unterwegs sind, wobei ich eben denke, dass das Thema Gesundheit wirklich allen am Herzen liegt. Wir können natürlich kontroviaß auch diskutieren, was bringt da wirklich was, wo müssen wir uns drauf konzentrieren. Aber ich denke, dass man da auch gemeinsam wirklich dafür kämpfen müssen, dass man da weiterkommen und wir haben in Europa diesen Konsens, dass wir alle möglichst gut versorgen wollen, dass wir brauchen, auch alle, dass alle möglichst gesund alt werden und möglichst lang gesellschaftliche Beiträge machen können. Also ich denke, wenn man das im Kopf behält, dann kann man da schon gesellschaftliche Konsens finden. Ja, die letzte Frage, die ich aufgeschrieben habe, wie kann man sich denn zum Beispiel als Frau da verschützen und passend behandelt zu werden. Das hat wahrscheinlich viel mit Eigeninitiative zu tun, was würdest du darauf antworten? Also, so nächstes Mal ist es wichtig, dass man sich bewusst ist, dass das eben sein kann, dass es Geschlechterunterschiede gibt für meine Erkrankung, für meine Prävention zum Beispiel und dass ich das selber im Kopf behalte, dann empfehle ich immer allen, das gilt aber auch für Männer, aber bei Frauen ganz besonders, dass man wenn man Nebenwirkungen erfährt, dass man die erstmal gut dokumentiert und dann nachschaut, so zeigen, können es da Geschlechterunterschiede geben und dann eben versucht, nicht einfach zum Beispiel, das Medikament zu halbieren mit der Nagelschere oder halt sozusagen einfach abzusetzen, sondern mit den behandelnen Zusammen nochmal das Gespräch zu suchen, so sagen, ich habe da Nebenwirkungen, können wir da sozusagen vielleicht eine Dosisanpassung machen, können wir hier zum Beispiel vielleicht auch ein alternatives Medikament erwegen. Das heißt, also das bei den Behandlungen auch wirklich im Kopf zu behalten. Wichtig ist, wenn man sozusagen das Gefühl hat, dass man mehr Nebenwirkungen hat oder dass zum Beispiel man neue Symptome hat, also wenn man eine Behandlung beginnt, das ist ja zum Beispiel bei einer Krebstherdapie ganz normal, weil man ja da starke Nebenwirkungen eben oft hat, die trotzdem eben gut zu dokumentieren, vielleicht auch so ein bisschen Tagebruch zu führen und dann immer mit den Behandeln den sich gut abzustimmen. Also beim nächsten Termin idealerweise dann, also zum Beispiel diese Wirkungen und Nebenwirkungen gut selber zu dokumentieren, wir haben sich zum Beispiel von Bluthochdruck, dass man auch selber sein Blutdruck halt misst und man zum Beispiel schaut, wie weit geht mein Blutdruck jetzt runter, ist der vielleicht sogar zutief, dass man sozusagen wirklich mit den Behandeln nach Abspricht wird sagen, wie ist meine Wirkung, was beobachtig bei Nebenwirkungen, dass im sehr gut vorbereitet in die Gespräche geht, damit man dann das kurze Gespräch, das man oft hat am besten möglich nutzen kann. Und dann natürlich auch sich ein bisschen zu informieren. Also ich finde es schon interessant sozusagen, es gibt ja verkrauenswürdige Informationsquellen im Internet. Ich würde immer sozusagen sehr genau schauen, ob es einen Interessenskonflikt gibt, also wenn ich im Internet eine Quelle habe, dann einmal zu schauen, also verkaufen die was. Also haben die Interesse, dass ich sozusagen und dann würde ich diese Gesundheitsinformation kritisch betrachten. Aber sozusagen es gibt ja ganz viele vertrauenswürdige Quellen, also hochqualivitativ, hochwertige Quellen und dann, wenn ich zum Beispiel dann mir eine andere Behandlung wünsche, die sozusagen mit meinen Behandeln abzustimmen. Was ich noch empfehlen kann, ist, dass man natürlich immer schaut, sehr wichtig, dass man so den behandelten Vertrauensverhältnis hat. Also man wirklich guckt, dass das kann ich, also habe ich das Gefühl, dass ich hier ernst genommen werde, dass ich hier gut behandelt werde. Und wenn es wirklich so ist, dass man das Gefühl hat, ich traue jetzt der Diagnose gar nicht, dass man kann ja auch eine Zweite Meinung einholen und dass man auch das nutzt. 100 Prozent gute Punkte. Turovielen, dank, dass du die heute Zeit genommen hast. Ich nehme auf jeden Fall ganz ganz viel mit für alle, die noch mehr über dich erfahren wollen. Wo wird man denn am besten finde ich? Ja, einfach, gender.sharyt.de. Das sind unsere aktuellen Studien drauf und gerne uns kontaktieren bei Interesse. Zum Beispiel am Diversitätsminimal-Eitem-Satz, da kann man immer mitarbeiten und das machen wir ja, derzeit geht zusammen, arbeiten wir z.B. uns 20 Lern, dann also wenn man da, dann kann man sich immer bei uns melden und mitarbeiten. Sehr schön und ansonsten checkt gerne auch Studien wirken aus, den Link pack ich euch in die Show Notes und falls ihr weitere Folgen von echt und uns insiert nicht verpassen wollt, dann abonniert den Podcast doch einfach. Eine neue Folge kommt alle zwei Wochen. Bis dahin bleibt gesund und macht's gut. Euer Tino. Tschü tschü.
Podcast Summary
Key Points:
Der Gender Data Gap in der Medizin hat historische Wurzeln (Mann als Standard, mehr männliche Leichen für Sezierungen) und wurde durch den Contergan-Skandal verstärkt, der zu einem Ausschluss von Frauen aus Studien für Jahrzehnte führte.
Die Ungleichheit zieht sich durch die gesamte Forschungspipeline
Gendermedizin in Deutschland steckt noch in den Anfängen, mit nur wenigen institutionell verankerten Professuren (z. B. an der Charité Berlin).
Ein biopsychosoziales Modell ist zentral
Die Digitalisierung (z. B. personalisierte Anfangsdosierungen von Medikamenten) ist eine Schlüsselvoraussetzung für eine geschlechter- und diversitätssensible Behandlung.
Am Beispiel Herzinfarkt zeigt sich
Summary:
Die Transkription beleuchtet die historischen und aktuellen Ursachen des Gender Data Gaps in der Medizin und die daraus resultierenden Defizite in der Versorgung. Gertraut Stadler, Professorin für geschlechtersensible Präventionsforschung an der Charité Berlin, erklärt, dass der Ausschluss von Frauen aus klinischen Studien, verstärkt durch den Contergan-Skandal und die jahrzehntelange Forschung an männlichen Zellen und Tieren, zu einer männlich geprägten Medizin geführt hat. Dies wirkt sich noch heute aus, da viele Standardbehandlungen auf männlichen Daten basieren.
Die Gendermedizin in Deutschland sei noch unterentwickelt, mit nur wenigen spezifischen Lehrstühlen. Stadler betont die Notwendigkeit eines biopsychosozialen Ansatzes, der biologische Faktoren wie Hormone mit psychosozialen Aspekten wie Geschlechterrollen, sozialer Lage und Sorgearbeit sowie weiteren Diversitätsdimensionen verbindet. Als zentrales Beispiel für die Folgen dieses Gaps dient der Herzinfarkt: Frauen erleiden ihn später, zeigen jedoch häufiger atypische Symptome wie starke Müdigkeit oder Übelkeit, was zu Fehldiagnosen führt.
Selbst wenn die Diagnostik verbessert wird, werden Frauen oft weniger stringent behandelt und seltener in die Rehabilitation überwiesen, was ihre Sterblichkeit erhöht. Als Lösung sieht Stadler eine stärkere Digitalisierung, um personalisierte Medizin zu ermöglichen, sowie die systematische Integration von Geschlecht und Diversität in alle Phasen der medizinischen Forschung und Versorgung.
FAQs
Der Gender Data Gap bezeichnet den Mangel an Daten über Frauen in der medizinischen Forschung, der historisch bedingt ist. Frauen wurden lange aus Studien ausgeschlossen, was zu einer männlich geprägten Medizin führte.
Ein Grund war der Contergan-Skandal, der zu einem übertriebenen Schutzdenken führte. Zudem galten Frauen als zu kompliziert, da ihre Hormonzyklen die Studienergebnisse beeinflussen könnten.
Gendermedizin untersucht Unterschiede zwischen Frauen, Männern und Menschen mit verschiedenen Geschlechtsidentitäten in Krankheitsentstehung, Symptomen und Therapieansprechen. Sie berücksichtigt biologische, psychosoziale und Umweltfaktoren.
Institutionell ist die Gendermedizin kaum verankert, es gibt nur wenige Professuren und Arbeitsbereiche. Die Forschung und Lehre sind noch nicht ausreichend auf geschlechtersensible Ansätze ausgerichtet.
Frauen haben oft atypische Symptome wie starke Müdigkeit, Übelkeit oder Schmerzen zwischen den Schulterblättern, die schwer als Herzinfarkt zu erkennen sind. Männer zeigen häufiger klassische Symptome wie Brustschmerzen.
Digitalisierung ist entscheidend, um personalisierte Behandlungen zu ermöglichen, etwa durch angepasste Medikamentenanfangsdosen. Sie hilft, Daten zu Geschlecht und anderen Diversitätsdimensionen zu integrieren.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.