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7 Tipps für mehr Impulskontrolle

62m 8s

7 Tipps für mehr Impulskontrolle

In dieser Folge von Psychologie-Togo sprechen Frankard Giruti und Christian Weiß über Impulse und deren Kontrolle. Sie eröffnen mit persönlichen Beispielen impulsiven Verhaltens, wie dem Schreiben ärgerlicher Nachrichten oder dem Anschreien von Kindern, und betonen, dass Impulse nicht grundsätzlich schlecht sind – sie können kreativ und produktiv wirken. Allerdings führen unkontrollierte Impulse oft zu Reue, wie bei einer Patientin, die spontan teure Kleidung kaufte und in Hotels randalierten, oder einem Mann, der Gegenstände stahl und unpassende Bemerkungen machte. Die Experten grenzen Impulse klar von Reflexen ab, die unbewusst und automatisch ablaufen, sowie von Affekten, die eine längere Vorgeschichte haben. Impulse hingegen sind kurze, handlungsvorbereitende Zustände, die durch äußere Reize ausgelöst werden und eine innere Anziehung oder einen Druck erzeugen. Sie unterscheiden auch zwischen Impulsen, die aus positiven Gefühlen (z. B. Lust am Kaufen) oder negativen Emotionen (z. B. Wut) entstehen. Entscheidend ist die Hemmung im Gehirn, die ständig aktiv ist und verhindert, dass jeder Impuls zur Handlung wird. Diese Hemmung hängt von Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin ab. Bei Störungen dieser Balance kann Impulsivität pathologisch werden und in Störungen wie Impulskontrollstörungen münden, die behandelt werden sollten. Zwangsgedanken sind dabei kein Impuls, sondern ein Missverständnis, das Betroffene verunsichert. Insgesamt betonen die beiden, dass Impulskontrolle ein komplexer Prozess ist, der im Alltag ständig gefordert wird.

Transcription

9456 Words, 59145 Characters

German
Das ist Psychologie-Togo. Herzlich willkommen. Hallo, hier ist Psychologie-Togo und mein Name ist Frankard Giruti. Ich bin von Beruf Psychotherapeutin und ich gebe mir manchmal selber auf die Nerven. Ich Nerven mich selber, wenn ich haste ich eine verärgerte WhatsApp-Schreibe, ich Nerven mich selber, wenn ein Paket ankommt und ich noch nicht mehr mehr weiß, was ich bestellt habe und ich Nerven mich vor allen Dingen, wenn ich wieder besseren Wissens und obwohl ich das überhaupt nicht will, eins meiner Kinderanschreie, weil es irgendwie mit mir durchgeht. Na ja, dass du eins der Kinderanschreist, das habe ich ja nun wirklich extrem seltener erlebt. Ja, zum Glück aber wenn das passiert, dann finde ich es auch besonders weiße. Lasst uns heute mal über Impulse sprechen und wie man sie vielleicht besser in den Griff bekommen kann. Hallo Schönheit. Hallo du Impulse Hafte. Mein Name ist Christian Weiß, ich bin Fahrradsthöp Psychiatrie und Psychotherapie. Findest du mich wirklich Impulse Haft? Du bist ein bisschen Impulse Haft durchaus ja. Aber ich finde das ist ja auch nicht nur schlecht. Das ist auch nicht nur schlecht, aber es kann schlecht sein. Und genau davon reden wir ja, wenn wir eine kurze, schnelle Idee haben, irgendetwas tun, eine Handlung folgt und wir beräuen sie danach. Und mit ein bisschen Pech machen wir das immer wieder. Ja, machen, bereuen und genauso wieder machen. Das ist ja so ein bisschen das, was mit den Impulsen so passiert. Man findet es hinterher richtig, blöd, was man gemacht hat, aber in der Sekunde, wo man es tut, erscheint einem das wie alternativlos. Die Impulse und Schwierigkeiten, die zu kontrollieren, begegnet uns nicht nur im normalen Alltag, sondern es ist auch uns schon öfter mal in der Klinik beispielsweise begegnet. Da war diese Frau ungefähr 40 Jahre alt, die offenbar ein ziemlich starkes Impulse Haftes Verhalten gezeigt hat. Sie ist losgezogen, sie hat sich aus einer Laune heraus Klamotten gekauft, die sie sich eigentlich vielleicht gar nicht hätte leisten können. Sie ist in Hotelzimmer gefahren, hat das Bar Tage gemacht. Was ist das? - Bar Tage. Du weißt schon, Bar, Sana per Aquar. - Ja, mir jetzt weiß ich. Sie hat Streits mit ihrem Mann gehabt und wenn ich mich richtig erinnere, hat sie sogar sehr spontan Sachen aus Hotelfenster geworfen. Ja, aber das ist ja jetzt dann mehr als nur Impulsiv. Also spätestens bei dem Randalieren im Hotelzimmer würde ich ja mal vermuten, dass da solche Art Impuls durchbrüche doch eher eingebettet sind in ein größeres Erkrankungsgeschehen. - Und so ist es auch. Da kommen wir gleich dazu. Ich erinnere mich auch an einen anderen Fall, das war ein Herr Ende 50 und bei ihm war die Geschichte, dass er sich Sachen eingesteckt hat. Wenn er und seine Frau bei anderen zu Besuch waren, hat er Kleinigkeiten einfach so von Zeitbord. Ein gepackt. - Ein gepackt. Die Hosen Tasche gesteckt. Er hat es dann später auch in Geschäften gemacht. Oha. - Und im Verlauf filern auch auf, dass er so Sachen rausgepoltert hat. Sehr Impulsiv einfach, Leuten gesagt hat, was er von ihnen hält. Auch mal ein Schimpfwort los geworden ist. Wohle eigentlich sonst jemanden recht kontrollierter Mann war? Wie alt war er? - Ende 50. Okay, ich verstehe, worauf du ihn naos willst. Also es gibt verschiedene Arten von Impulsen. Du hattest jetzt Geld ausgeben genannt. Du hattest Klauen genannt. Du hattest in der Interaktion polternd oder ein bisschen Distanzgeminder zu sein genannt. Aggression hattest du genannt? Ja, und wenn ich darf, fällt mir auch direkt noch was ein. Ja. - Und zwar war das ein Patient. Das kann ich auch schon sagen. Er hat in der Parkensolarkrakung. Ja. - Und er hat angefangen zu spielen. Es waren Parkensolarkrakum mit relativ frühen Beginn. Und er hat online Poker gespielt im Internet. Ja, okay. - Und hat dann sehr viel Geld verloren. Und war offensichtlich auch nicht so richtig in der Lage, das zu stoppen. Ja, okay, also was du sagst, ist Impulsivität kann sich in verschiedensten Lebensbereichen zeigen. Und dann gibt es jetzt natürlich noch eine Impulsivität, die jetzt weniger bedrohlich oder disruptiv ist oder aggressiv ist, sondern einfach, ja, wie ich gerade selber gesagt habe, dieses zum Beispiel Leute unterbrechen mitten im Satz. Weil man denkt, man weiß ja sowieso schon, was sie sagen oder worauf sie hinaus wollen, diese Art von. Ich sag jetzt mal milderer Impulsivität. Oder ganz spontan irgendwo hinfahren, in ein Urlaub oder ein neues Projekt beginnen. Oder ein Haustier adoptieren. Einfach mit einer mini kurzen Zeit vom Gedanken zur Handlung. Dann möchte ich aber direkt, bevor wir auf diese eher schwierigen Fälle zu sprechen kommen, die Tür Impulse sozusagen eine Land zu brechen. Impulse sind ja nötig und die sind auch wichtig. Und das sind einfach auch ja manchmal sehr schnelle, aber manchmal auch sehr kraftvolle Reaktionen, oft aus unserem Innersten. Das muss ja nicht nur schlecht sein. Nein, ganz offensichtlich, wenn sich etwas evolutionär über der letzten zwei Millionen Jahre so entwickelt hat, kann das nicht nur schlecht sein. Aber wir wollen ja auch darüber sprechen, wie man Impulse etwas schlauer und etwas besser möglicherweise kontrollieren kann. Bei mir ist das häufig in Kontext mit kreativen oder produktiven Sachen. Mir springt eine Idee in den Kopf und dann beginne ich auch schon direkt damit. Und ja, das geht manchmal zu Lasten anderer Dinge, die ich eigentlich vorhatte und geht auch manchmal nicht so sortiert von Statten. Aber diese Art von Impulsen, die so mit Kreativität oder einfach auch Selbstaustruck oder Videos nennen möchten, das einhergeht, finde ich jetzt gar nicht so dramatisch. Da fühle ich mich einfach zu irgendwas hingezogen. Impulse sind ja letztlich eine Handlungsvorbereitung und das gibt mir dann den Schwung, das auch zu tun. Schuhe anziehen, rausgehen, irgendwas besorgen, was ich jetzt brauche, in Schuppengehen, Werkzeug suchen, was auch immer und dann fange ich halt an. Dafür brauche ich doch den Impuls oder nicht. Na klar, vielleicht klemmen wir das auch noch ein bisschen genau damit wir auch wissen, worüber wir reden und worüber wir nicht reden. Bei dem Impulse ist es immer so, dass irgendetwas nicht zieht, sei es deine Idee oder die Vorstellung, wie das dann sein wird, dass sich ein innerer Druck aufbaut, manchmal ist der spürbar, manchmal ist der ganz klein und das im Grunde genommen, denn Körper schon dabei ist, loszulegen. Wir haben gestern mit einem vierjährigen zusammen am Tisch gesessen. Du hattest etwas Schokolade, aber ganz liebe hat vorher die Schokoladen, die wir ihm gegeben haben, hat er geteilt. Und dann hatte er selber noch Schokoladen Hunger und die Impulse zu deiner zuzugreifen und die Hand ging eben schon in die Richtung. Also der dritte Teil eines Impulses ist, dass im Grunde genommen die Bewegungsplanung schon dabei ist ausgeführt zu werden. Sein Pötchen schwebte so über meinem Teller. Das war sehr süß und offensichtlich ist ihm aber die Impulse Kontrolle dann noch gelungen. Er hat also nicht direkt zugegriffen, sondern die Hand ist dann so wie über meinem Teller erstart. Verdastest du das sagst, weil übrigens das dazu gehört, wenn ich da verzähl ich das gleich. Ja. Ich möchte ganz kurz abgrenzen vom Reflex. Man könnte ja mal einen Impulse andere Flex, aber das darf man nicht verwechseln. Ein Reflex, den Teilenbier in dem Medizierten in der Neurologie, in meinen sogenannten "The Eigen- und Fremdreflecks". Eigen Reflex, kennst du? Das ist zum Beispiel der Knie-Sehn-Reflex. Also was der Arzt zu prüft, wenn er dir auf die aufs Knie haut und das springt dann so hoch. Das ist monosynaptisch, heißt das, da gibt es nur eine Synapse. Und dort wird es auf die anderen Nervenzelle umgeschaltet und zurück in dein Bein. Das heißt, was da gemacht wird ist, der Muskel wird gedänt und reflektorisch, wird er zusammengezogen. Blitzschnelle Sache. Das ermütet nicht und da bist du gar nicht dabei. Da bist du, du bist zwar dabei bewusst sein, aber diese Bewegung wird vom Wußern überhaupt nicht begleitet. Und wie ist das, wenn du mit der berühmten Hand auf die berühmte Herdplatte pachst? Das ist ja auch ein Reflexhaftes zurück. Ja, das ist ja so genau der Fremdreflecks. Und da ist die Verdratung nicht so sehr direkt, sondern du musst erst einen Schmerz haben. Das wird dann in deinem Hirn kurz verarbeitet und geht auch Blitzschnell, dass du die Hand zurückziehst. Aber das organ, wo was passiert und das was darauf reagiert, muss nicht das gleiche sein. Das ist aber auch fest miteinander verbacken. Dein Bewusstsein guckt dabei zu, ist aber auch nicht in dem Sinne involviert. Bei einem Impuls ist aber tatsächlich eine Handlungsabsicht schon dabei. Und ein Impuls ist, ich sün ton, das heißt, ist etwas von dem Du weißt, dass das zu dir gehört. Und du willst halt. - Ja, ja. Und zumindest Teil von dir das will. Wollte gerade sagen, ist ja nicht jeder Teil begeistert. Also du hattest ja auch Beispiele genannt, wo jemand zum Beispiel etwas klaut, oder wo Menschen übermäßig viel kaufen, oder wo Menschen agressive Impulse haben, wo sie laut werden, oder gemein, oder sogar körperlich übergriffig. Und da muss man sagen, da gibt es ja wohl hoffentlich hinter mehr als einen Anteil, der das eben auch nicht cool findet. Und das sind Falling-Di Impulse über die Besprechen wollen, die die am Ende einen Leidensdruck oder Reue erzeugen. Und da kann man sich ja vieles vorstellen. Also es werden ja tatsächlich ganz verschiedene Dinge als Impulsiv bezeichnet. Das eine ist zum Beispiel, wenn jemand auf negative. Gefühle mit Impulsen reagiert. Stichwort, Frust einkaufen, Frust essen oder auch einen richtigen Wutausbruch hinlegen. Das ist so eine Art von Impulsiv. Du sagst es der Wutausbruch aus dem Gefühl? Ja. Und dann platzt es. Platztes, genau. Aber es gibt doch auch sowas, wie das jemand aus einem positiven Gefühl heraus. So was macht wie eine Runde für alle und gar nicht, denke, dass 400 Personen anwesen sind und eine Runde pro Person 3,50 Euro kostet und dann denkt, Ach, scht. Ja, absolut, absolut. Auch das ist was, was Impulsiven Menschen passieren kann. Und dann gibt es Impulsivität oder, dass du einem spontanen Handlungsimpuls folgst, auch ohne besondere emotionale Auslenkung, sondern du tust etwas komplett ohne Plan. Einfach mal losfahren. Ja, das fühl ich. Ja. Ohne zu wissen, wie viel im Tank ist, ohne zu wissen welche Richtung, ohne zu wissen, welche Tageszeit du was man sonst noch so braucht. Ja. Und es gibt Impulshaftes Verhalten manchmal für den Nervenkitzel. Ja. Es gab dazu übrigens interessante Untersuchungen, bei denen am Rande rausgekommen ist, dass Menschen, die selber von sich sagen, sie sind Impulsiv oder sind nicht Impulsiv, objektiv, soweit man es messen konnte, gar nicht so waren, wie sie dachten. Erst kommt aber vielleicht auch eben darauf an, an welchen Bereich man da gerade so denkt. Also wenn ich mir Impulsiv als so etwas übersetze in meinem Kopf wie spontan flexibel, lebenslustig oder so, dann würde ich schon sagen, ich bin Impulsiv. Wenn du aber sagst, nee, ich mein aber mit Impulsiv, dass du zu riskantem Autofahren neigst, agressive Ausbrüche hast und mit Geld nicht umgehen kannst, dann würde ich natürlich denken, Achso nee, nee, die Art Impulsiv bin ich wirklich überhaupt nicht. Und es scheint ja so zu sein, dass Menschen in einzelnen Bereichen Probleme haben, bestimmte Impulse zu kontrollieren, das heißt aber nicht, dass sie all umfassend Impulsiv wären oder gar sowas hätten wie eine sogenannte Impuls-Controllstörung, die dann wirklich auch klinisch relevant sind und auf jeden Fall im Behandlung gehören. Aber lass uns auch noch mal dahin gucken, was ein Impuls nicht ist, was aber so ähnlich aussehen kann und da denke ich jetzt insbesondere an Zwang. Das heißt Zwangshandlungen? Ja, genau. Manche Leute haben ja ein starkes inneres Drengen, bestimmte repetitive Handlungen zum Beispiel immer wieder auszuführen oder bestimmte Dinge neu zu durchdenken oder so. Das wäre dann halt kein Impuls, sondern das fällt in die Zwangsstörung. Ja. Und das ist aber auch übrigens ein großes Missverständnis, weil ja genau Menschen mit einer Zwangsstörung, die zum Beispiel aggressive oder sexuelle Zwangsgedanken haben, ja genau die Befürchtung haben, das wäre sowas wie ein Impuls und eine Handlungsvorbereitung. Also Menschen mit Zwangsgedanken haben ja genau die Befürchtung, dass diese drängenden unangenehmen und in dem Fall ich Düsttonen Gedanken im Grunde sowas ausdrücken, wie oh Gott, ich bin so kurz davor das zu tun. Das ist bei Zwangsgedanken genau nicht der Fall, bei Impulsen schon. Impulsen sind tatsächlich eine Handlungsvorbereitung, die man aber manchmal besser stoppen sollte. Und es ist so schwierig, das im eigenen Kopf zu unterscheiden, das macht es auch so unangenehm und erzeugt so ein leidensdruck dabei. Ja. Und Frank, du kennst auch den Ausdruck, wenn jemand sagt, das habe ich im Affekt gemacht. Ja. Das bikt ja auch wie ein Impuls, ist es im Grunde genommen auch, ist aber nicht das, was wir jetzt besprechen. Denn wenn ich sage, ich habe was in einem Affekt gemacht, dann ist dem immer eine längere vorgeschichte vorausgeschickt. Für gewöhnlich dreht sich es ja da um irgendwelche frustranerlebnisse, irgendwo, wo sich Wut aufbaut und normalerweise ist es da eine Geschichte, wo Emotionen sich vermehr und aufstaun und das kann sogar sehr lang sein. Also Affekt ist lange Geschichte kurze Explosion. Im Puls ist nur die schnelle Handlungslust, würde ich sagen. Aber auch schwierig von der Definition, Herr Walders, ja bedeuten würde jeder Impuls wäre irgendwie Lust betont, ist das so? Nein, aber du spürst ja den kleinen Druck diese Welle in dir drin. Im Affekt brechen dagegen Gefühle völlig aus. Es gibt sowas tatsächlich Affektsturm, das ist auch ohne kontrollierendes Bewusstsein, das ist in der Rechtsprechung auch relevant, ob jemand eben Affektsturm gehandelt hat. Weil er unter Umständen dann sowas in Millionen Umstände oder eine andere Bewertung der Situation bekommt. Das Spannende bei uns Menschen ist, dass wir im Grunde genommen die ganze Zeit verschiedenste Impulse haben. Wenn ich sage, einem Puls ist wie so eine kleine Welle, dann ist unser Tag eigentlich so, als würde man die ganze Zeit über so eine Buckelpiste fahren. Ständig gibt's irgendwelche Impulse. Ständig hast du irgendein Gedanken, der aufblockt der Dicht zu irgendeiner Handlung verleiten will. Ja, also interessant ist vielleicht die etimologische Herleitung, das kommt vom lateinischen Begriff Impellerer und das bedeutet am Stupzen oder am Stoß. Ja. Und so ist es ja auch irgendwie, ne? Wenn man so durch den Tag, wie du sagst, rotiert vielleicht wie ein bisschen eine kleine flipper Kugel und ein Impuls ist ein Handlungsvorbereitender aktivierender Zustand, bevor eine Abwägung stattgefunden hat. Also du bist auf irgendwas aufmerksam geworden. Du spürst eine Handlungsbereitschaft, eine kleine Motivation dahingehend, das geht alles sehr, sehr schnell und ist häufig überhaupt nicht bewusst, sondern wirklich eher so vorbewusst. Und wenn dann nicht irgendeine Form von Selbstkontrolle greift oder du eben über einen Hinspüren und nachdenken zu dem Schluss kommst, keine gute Idee, dann machst du das halt. Genau, dann bricht der Impuls durch und handelt's danach. Ja, wie du sagst, ne, irgendwas, wir sind ja ständig mit irgendwelchen Reizen aus der Außenwelt konfrontiert und diese Reize werden unbewusst schon bewertet und kommt irgendwas, auch nur ansatzweise interessant, aber wenn du das dabei raus bist, wird es an die Stelle in deinem Gehirn geleitet, wo die Handlung entstehen soll. Und jetzt musst du die ganze Zeit hemmen. Du musst, wir müssen unsere Gehirn muss immer auf die Bremse treten, das passiert den ganzen Tag. Man hat hunderte Impulse und das eigentliche Tun liegt in der Hemmung nicht im Tun. Ach so, ja, du sagst also, wenn wir schon wie so eine kleine flipper Kugel durch unseren Alltag titschen und hier unter dem Pulse haben, ist eigentlich der größere Job, das Gehirn, ist das alles immer wieder einzufangen. Genau, genau. Genau. Und zusammen machen das nicht. Besser, don't. Nee, das ist jetzt nicht dran. Oder grundsätzlich nicht so zu begrüßen. Oder kriminell. Was ist das nicht? Ja. Und wenn diese Hemmung, das ist zumindest ein Weg, wie Impulse rauskommen können, die gar nicht rauskommen sollten. Also zur Handlung werden, die gar nicht handlung werden sollten. Und wenn diese Hemmung weniger wird, dann kann das ein Problem sein. Du bist in einem Kaufhaus, in einem großen. Und du siehst was zu essen. Dann möchtest du das essen. Das ist deine Erster, Impulse. Du möchtest da hin. Du möchtest das haben. Du möchtest das essen. Bist du sicher, dass das allgemein guld? Das ist für mich guldig, auf jeden Fall. Aber es gibt genug höhere Rennen und Hörer, die mir folgen können. Wir können nicht sicher. Du gehst aber auch an etwas zum kaufen vor, bei sei es eine Klamotte sei es. Als Hörfbord ist egal. Haben wollen. Haben wollen. Dann erste Impulse ist kaufen. Du wirst es aber nicht essen, weil du dann kontrollierst, "a" bin schon sagt. Oder weil dein Hirn dir sagt, "kan ich mir nicht leisten." Du wirst auch das Hörfbord nicht kaufen, weil du weißt, dass du die nächsten zwei Jahre gar nicht ans Wasser kommst. Ja. Aber das passiert erst im zweiten Schritt. Als erst Impulse, dann denkst du drüber nach. Also du empfindest im weitesten Sinne so etwas wie eine Appetenz, also eine Hingezogenheit. Und das gilt für diese Art Impulse wie kaufen, essen, spielen, aber auch stelen. Also dieses im weitesten Sinne haben wollen, einverleiben wollen, besitzen wollen. Ja. Unter anderem deswegen gibt es doch Schaufhenz. Deswegen liegt Essen in der Auslage, also unter anderem. Aber es soll uns auch einige Wisse Lust darauf machen. Es soll einen Impulse auslösen. Und die Spielautomaten stand ja auch so prominent wie irgendwie möglich und so laut und so blinkend wie irgendwie möglich in unseren Sichtfeldern. Weil man weiß, dass das funktioniert. Und das Glückspiel letztendlich keine gute Idee ist. Deswegen musst du uns ja auch staatlich regulieren, damit diese Impulse nicht so stark ausgelöst werden. Deswegen sind Spielstätten jetzt foliert. Man kann gar nicht mehr rein gucken, man sieht die Automaten nicht. Ja, okay, aber dann gibt es ja auch noch diese ganz anderen Impulse, nämlich zum Beispiel jemanden anschreien, jemandem eine blöde WhatsApp-Nachts- und drei schreiben, jemandem auf der Autobahn von der linken Spur drängeln. Das ist ja eine andere Art von Impulsen, die werden ja nicht durch so eine Art Appetenz ausgelöst. Ja, das ist ein anderer Weg. Das ist eher über die Amygdala. Da geht es um Kränkung, Frustration, um Wut, alles was eher so Kampfverhalten anstarrieren könnte, was schlechte Gefühle auslöst. Aber auch diese frustran schlechten Gefühle, das ist auch evolutionär bedingt, führen zu dem Wunsch eine Handlung zu vollführen, damit man sie los wird. Das ist eher das Gezogen, werden gute Gefühle bekommen oder schlechte Gefühle los werden. Und ob aus diesen Impulsen eine Handlung wird oder nicht, das bestimmt nun mal die Hemmung verglichen mit der Stärke des Impulses. Das heißt für gewöhnlich starker Frust löst mehr Handlung. Impuls aus und braucht auch mehr Hemmung. Ja. Und eine schwache Kränkung löst nichts Flandung zum Puls aus und muss nicht so stark gehämt werden. Und überwiegt das eine das andere, also überwiegt der Impuls die Hemmung, dann kommt es zur Handlung. Kann man sich also vorstellen, wie eine Art Wippe. Ja, beteiligt dabei sind über ein sehr komplexes System, verschiedenste Neurotransmitter und anderen, Körpereigen-Opioide, sehr viel Dopamin auf einem sehr komplicierten Weg über verschiedene Rezeptoren an verschiedenen Stellen. Allerdings auch Serotonin. Auch Serotonin ist daran beteiligt an der Modulation der dafür wichtigen Nervenzellen. Und das erklärt aber jetzt ja auch vielleicht, warum in den allermeisten Fällen bestimmte und zwar verschiedene Arten von Impulsen zu beobachten sind, zum Beispiel das typische dazwischen Quatschen rausplazen oder manchmal auch inime Geschichten ein bisschen unpassend ausbreiten vor Menschen, die es vielleicht nichts angeht. Das wäre jetzt zum Beispiel typisch bei ADHS. Ja. Während was du berichtet hast über die Frau, die viel Geld ausgibt und Spartage hat, da würde ich vielleicht eher nachfragen, weiter Richtung Mani eventuell. Ja, und das war auch so, der Fall, den ich da berichtet habe, verfälscht natürlich war eine Patientin mit einer Biprolandstüren, die in einer manischen Phase dann sonst kann. Okay, und dann war der End 50-jährige Mann, der jetzt plötzlich anfing, Sachen mitgehen zu lassen. Was war das für ein Impuls, in welchem Kontext war der zu verstehen? Man kann sich vorstellen, dass die Hemmung unserer Impulse in bestimmten Hirn-Regionen sitzt. Eigentlich ist das alles in Netzwerk aber mit Gewichtung. Die Gewichtung in dem Fall liegt vorne rechts im Kopf. Präfrontal. Und für gewünnig auf der rechten Hirnseite. Ja. Und das war das Zeichen eines frühen Beginn einer speziellen Art von Demenzen, nicht einer Frontorteppuraldemenz, oder eine Picksche Demenzen. Dann nimmt die Hirn-Substanz im Frontal teil, also hinter der Stirn ab. Und daher reduziert sich auch die Hemmung, die man aufbringen kann. Und deswegen wurde als früß Zeichen bei ihm gesehen, dass eben Sachen gefallen haben, die er gesehen hat. Und dann hat er sie einfach eingesteckt. Weil die Hemmung nicht mehr geklappt hat. Bei der Pickschen Demenzen ist es ja aber auch so, dass die Menschen häufig auf eine ganz unangenehme Art und Weise übergriffig plötzlich werden. Also, sechstuell auch übergriffig, dass sie dann irgendwie Pflegekräfte angrabchen und so was. Das ist auch im Kontext, der nicht mehr ganz funktionierenden Hemmung zu verstehen. Exakt. Das ist nicht unbedingt bei jedem Sohs. Kommt noch ein bisschen drauf an, wo die Abitenz hingeht. Und es ist, wenn man das akademisch betrachtet, natürlich insofern interessant, als das wir dann sehen können, wie wir ständig von Impulsen, auch derartigen, da möchte ich hinlagen Impulsen bombardiert sind den ganzen Tag und wie wir sie hemmassen. Das heißt, hätte niemand diese Hemmung, würde ich das bei jedem machen, egal welchen Alters, würde man einfach machen, was man in dem Moment machen will. Und das offensichtlich will man das viel machen und es funktioniert, das Zusammenleben funktioniert nur, weil man es hemmen kann. Ja, also Impulse können schön sein, aber Impulse kontrollieren zu können ist für ein taugliches Zusammenleben wichtig. Und dann hatten wir noch den Patienten mit der Parkinson-Erkrankung. Ach ja. Und Marbus Parkinson ist es häufig so, dass man über die Jahre die Medikation eskalieren muss. Das heißt, man kann zu Beginn noch relativ leichte Medikamente geben und wird im Verlauf sehr häufig aber zu Achtung Dopamine übergehen müssen. Die Parkinson-Erkrankung ist dadurch gekennzeichnet, dass es einen relativ dopamine-Mangel gibt, zu wenig Dopamine. Das führt bei den Betroffenen übrigens dazu, dass die Bewegung nicht mehr so ausladen sind, sondern klein sind, dass es weniger spontanität gibt, dass auch die Miehmig nicht mehr so lebendig ist. Also jetzt gibt es Dopamine, dann kann das die Sutome ganz gut behandeln und bist du jetzt ein bisschen drüber in der Dosierung mit Dopamine. Was habe ich vorhin gesagt, das macht ja die Impulse, dann übersteigt die Impulshaftigkeit möglicherweise deine Hemmung. Und deswegen hat er angefangen zu spielen. Ach, er war der Glückspieler. Ja, und hier gibt es eine Art, ich sag mal, Farbverlauf oder Uneinigkeit auch in der Wissenschaft und den Beweis, dass wir mit unseren Menschen machten, Kategorien, manche Dinge nicht so gut fassen können. Glückspielsucht gehört jetzt in die Süchte der neuen ICT, in der neuen Kassifikation und war vorher eine Impulskontrollspielung. Also das ist jetzt wirklich akademisch interessant, vielleicht für diejenigen, die sich gerade auf eine fachärztliche oder wie Approbationsprüfung vorbereiten. Da hat es ein Wechsel gegeben von der ICT-10 auf die ICT-11. Das, was vorher als Impulskontrollstörung gegolden hat, nämlich Glückspiel ist zu den Verhaltenssüchten gewandert und noch eine vormals als Impulskontrollstörung bezeichnete Erkrankung, Triciotelomani und Derma-Telomani, also das heißt, dass man so an Haut und Haaren knippelt und rupft und die Haare ausreist und so. Das ist zu den Zwangserkrankungen gewandert. Das heißt, es gibt auch immer wieder eine neue Nachdenklichkeit über diese Schnittstelle aus zwanghaftem, süchtigen und Impulshaften verhalten. Und das zeigt sich darin, dass das jetzt in der ICT-11 ein bisschen anders aussieht. Wir bilden eben und das ist durchaus sinnvoll mit unseren Kategorien stare Schubladen. Menschen sind aber weiche, warbande und dynamische je nach Tagesform unterschiedliche Wesen oder die Seele von uns ist so. Und so was lässt sich extrem umgehren und auch sehr schlecht in eine stare Schublade prässt. Auch die Dynamik spielt dabei eine Rolle. Zeigst du immer wieder das gleiche Impulshafte verhalten, hast du auch einen Lern-Effekt. Der ist auch schon hin anatomisch im Grunde genommen, wenn auch mikroanatomisch theoretisch sichtbar zu machen. Denn machst du immer wieder das gleiche wachsenerfzellen, nun mal fest miteinander zusammen. Und dieser Weg mit fest zusammengewachsenen Nervenzellen, der geht sich für's Gehirn einfach leichter und lässt sich schlechter auflösen. Deswegen ist es häufig mit dem, ich weiß es ist nicht gut, das so und so zu machen, nicht getan. Ja, auch mit dem Hinterher es beroiden ist es häufig nicht getan. Das ist ja was, was wir immer wieder beobachten gerade bei der Art von Impulsen, die sich wie auch immer eher negativ auswirbt, entweder auf einen selbst oder auf das miteinander, mit anderen Menschen. Das ist ein Hinterherleit tut, macht nicht automatisch die Wahrscheinlichkeit kleiner, dass es nochmal und nochmal passiert, insbesondere wenn diese Art von Impuls, wie du gerade gesagt hast, schon vielleicht über Jahre gebarnt war. Ja, es kann sogar sein, das zu große Scham, zu großes Bedauern, das ein so richtig emotional trifft und mitnimmt kontraproduktivwerk. Denn wie gut wir unsere Impulse hemmen können oder wie stark sie sind, ist natürlich auch eine Frage des Kontextes und des Zusammenhangs. Ja, also ich verstehe worauf du hinaus möchtest, wenn jemand sich selber stark verurteilt oder vielleicht in so eine selbst, hast selbst abwertungskasskade kommt, kann das genau tragischerweise eben dieses innere Gefühl aufblähen, was sich dann letztlich wieder in einem Impuls entlebt. Also diese typische Kasskade aus, ich fühle mich total schlecht. Ah, da ist was Süßes zu essen? Ich esse das, ich fühle mich ganz kurz wohl. Danach werd ich mich dafür ab, weil ich jetzt das schon wieder gegessen habe, eigentlich wollte ich es besser machen, eigentlich wollte ich nicht mehr so viel Süßes essen oder Abends oder Nachts essen. Und das baut wieder den Druck auf, der diesen entlastenden Impuls wiederum begünstigt. Ja, worauf man sich ganz gut verlassen kann, ist, dass das Erfüllendes Impuls ist. Eine kurze, wenn auch nur eine Sekunden dauern, der Entlastung bringt, kürzt ein gutes Gefühl. Denn du hattest hier vorher Druck, du hattest ja inneren Druck. Das ist was der Pulsdruck sozusagen macht und in dem Moment, wo du nachgibt, wo die Handlung ausgeführt wird, ist das eine kurze Druckerlesser. Aber dann kommt ja eben, wie du gerade gesagt hast, mit den zweiten Gedanken häufig auch eine Bewertung manchmal eine moralische Bewertung, heben zu und genau die. Und das meintest du gerade, wenn man das mit der Reue und dem schlecht fühlen übertreibt, kann den Druck wieder erhöhen. Ja, es gibt andere Dinge, die den richtigen oder klugen Umgang mit Impulsen auch beeinflusst. Beispielsweise, eine rein körperliche Ebene, nämlich Schlaf. Das ist auch relativ gut untersucht. Menschen, die zu wenig geschlafen haben, im Vergleich zu gut geschlafenen Kontrollgruppe, haben größere Schwierigkeiten, Impulse zu hemmen. Und zwar sowohl diejenigen, die mit einem guten Gefühl oder mit einem schlechten Gefühl einhergehen, als auch diejenigen, die über die amygdala laufen und etwas mit dem Alarmsystem, Wub oder Frust zu tun haben. Also sowohl die Appetenz getrigerten Impulse als auch die Affekt getrigerten Impulse hat man besser im Griff, wenn man besser schläft. Das meine ich ja, danke. Und was man sich sehr gut forst. stellen kann, ist natürlich auch Einfluss von Drogen, speziell Alkohol. Wenn wieder zu kommen, erklären wir ja öfter, dass Alkohol den Effekt hat, dass es unser Frontal hin, also genau da, wo die Hemmungen sitzen, schwächt, es lässt es so fallen. Und deswegen kommt, was da runter liegt, eben auch die Impulse stärker zum Tragen. Es gibt aber noch einen zweiten Effekt und der besteht darin, das ist recht neu untersucht, dass sich der Blick im Alkoholrausch verengt. Das, was ich damit meine, ist, dass nur noch sehr prominente, sehr auffällige Außenreize durchkommen zu dir. Die bekommen es aber durch Ausmitt. Und du kannst dich noch zusammenreißen und du kannst dich Hemm auch im Alkoholrausch, wenn der Reiz oder die Bedrohung sehr deutlich ist. Du kriegst nur den Rest nicht mehr mit. Du kriegst keine Andeutungen mehr mit. Du kriegst nicht mehr mit, was in deinem Perifären Gesichtspfällt passiert. Also deine Impulse beziehen sich auf das, was überhaupt noch in deinen vernebelten Kopf hineingeht und die werden dann schlechter gehemmt. Ja, stell dir vor, du bist betrunken, bitte stell dir nicht vor, du bist betrunken mit dem Auto unterwegs. Aber du weißt, es gibt Menschen, die betrunken Autofahren. Die werden in ihren Impulsen, wenn sie von der Polizei angehalten werden, durch ausgehemmt, die versuchen, durch Aussicht zusammen zu reißen oder das Richtige zu sagen oder jetzt nicht Handlungsdurchbrüchig zu reagieren. Alles andere um sich herum während sie fahren beispielsweise, das kriegen sie nicht mit. Ja, verstehe. Übrigens ist das auch eine ganz interessante Erkenntnis, wenn man sich den Umgang anschaut von Menschen, die sehr betrunken sind und warum das sozial teilweise nicht mehr gut funktioniert und vor allen Dingen nicht betrunken mit nüchternen Menschen. Warum das total unangenehm aus sein Land erläuft? Weil der Nüchternen natürlich verschiedenste Dinge in seiner Umwelt noch mit schneidet und der betrugte nur noch ganz gerade aus, nur noch diese eine Sache, der andere betrunken mit dem gegenüber sitzt. Ja, ja. Das weiteren und man kann sich das aus dem Kontext, von dem was wir vorher gesagt haben, schon denken, es ist natürlich hilfreich in einer relativ eutümen, sagen wir Stimmungslage zu sein. Das heißt, eine weder Niedergedrückte, noch das aus euphorische Stimmungslage. Weil einige Impulse sich vor allen Dingen bei Frustration, Bahnbrechen und klar, wenn man also seine Stimmung gemanet ist und sich gar nicht in so einer wackelegen Stimmungslage befindet, dann kann man allen möglichen Versuchungen auch besser wieder stehen, allen möglichen Versuchungen, Verlockungen, aber auch Entgleichsungen. So ist es. Und hier kann man auch verstehen, warum Menschen, die zum Beispiel unter einer Depression leiden, zwar auf der einen Seite einen häufig gestörten Antrieb haben. Man könnte jetzt erst mal von einer düpenen Reduktion ausgehen, das heißt, die Lust, etwas zu tun, überhaupt Abitänz zu entwickeln, Abitänz für Lust gehört zu den Symptomen, überhaupt Abitänz zu entwickeln, das ist alles reduziert. Ist das aber nicht so, dann merkt man, dass auch die Hemmung reduziert ist. Auch jemand mit einer schweren Depression neigt er dazu, dem Impulse, wenn er den Hoch kommt, nachzugeben. In der Gesamtheit führt das häufig dazu zu etwas, was wir nicht selten sagen, in seelischen Außenamensituationen empfehlen wir keine weitreichenden Entscheidungen zu treffen. Ja, der Impulse, die Beziehung zu beenden oder den Job zu kündigen, könnte halt nicht so eine günstige Idee sein, mittel und langfristig. Und mir fällt noch was ein. Also wir hatten jetzt gesagt, ausgeschlafen zu sein, nicht betrunken, euthümerstimmungslage und nicht gelangweil sein, ist auch ganz günstig. Ich habe nämlich eine spannende Untersuchung gelesen, also es wird ja momentan immer so das Loblied der Langeweile gesungen und angeblich sollen wir uns alle mehr langweilen und das stimmt auch insofern als durch Langeweile unser sogenanntes default Mode-Netzwerk anspringt, was unter anderen kreatives Denken und so was befördert, alles gut, aber gelangwaltem Menschen, neigen dazu, richtig dummen Impulsen zu folgen, zum Beispiel sich selber Stromstöße zu verabreichen. Ja, wirklich. Jedenfalls gab es Untersuchungen auch, wo Menschen sich hart gelangwalt haben und dann haben die angefangen in so einer Versuchsvorrichtung vermeintlich. Das ist nicht wirklich passiert, aber die Versuchsteil nehmen denn dachten, dass sie hätten jetzt Maden geschreddert und so. Also man muss sagen, da kommen dann auch nicht so schöne Impulse zu Tage und wenn jetzt gerade alle sagen, "Mäden, die Kinder müssen sich auch mal langweilen, gebe ich zu bedenken, das Langeweile auch zu sadistischen oder selbstverletzenden Impulsen führen kann, den wir dann nichts mehr entgegen setzen, weil Hauptsache wir erleben, irgendwas." Das ist ein bisschen der Teil, der mit sensation Zieking einhergeht. Also wir sind so gebaut, dass wir auch immer ein bisschen Sensation haben wollen. Bevor wir jetzt zu den ganz konkreten Tipps kommen, wie man Impulse etwas besser kontrollieren kann, sollten wir vielleicht aber noch kurz beleuchten, welche richtigen Erkrankungen mit einer Impuls-Kontrollstörung einhergehen. Und da gibt es schon mal zwei spannende Dinge. Das eine ist Pyromanie. Fast jeder hat schon mal davon gehört, also die Lust daran oder den unbändigen Wunsch vorher zu legen. Ja, das gehört nach wie vor in der IZD-11 zu den Impulse-Kontrollstühren. Curios daran ist aber das ja in Wirklichkeit. Also wenn wir uns jetzt wirklich mal Straftatbestände angucken von Menschen, die Feuer gelegt haben, das überhaupt nicht Impulshaft ist. In den aller meisten Fällen ist das geplant oder im Rahmen einer Anerkrankung oder in einer ganz anders gelagerten, nachvollziehbaren Motivlage. Das heißt, warum das immer noch bei den Impulse-Kontrollstühungen verordnet ist, ist uns nicht ganz klar und ein bisschen so ist es auch mit der sogenannten Kleptomami, die ist auch immer noch bei den Impuls-Kontrollstühungen verordnet. Allerdings macht sie unter allen verzeichneten Ladendiebstellen. Also bei allen Menschen, die schon mal was geklaut haben, unter 5 Prozent aus. Also es ist jetzt auch nicht so, dass die meisten Menschen die Stelen, das deshalb machen, weil sie unter einer Impuls-Kontrollstörung leiden würden. Das gibt es, aber es ist nicht so häufig und da gilt das Gleiche für viele Diebstelle, ist ganz schön viel Planung, ganz schön viel Kontrolle und auch ganz schön viel Selbstbeherrschung und all das notwendig, was eigentlich genau nicht für einen spontanen Impuls spricht. Bei der Kleptomami geht es meistens auch um nicht so wertvolle Gegenstände und auch das fällt dann eher in den Bereich von Zenzation ziegeln. Es geht um den Akt, es geht nicht um das sich aneignen. Bei der Pyramanie, wie du gesagt hast, da haben wir sogar versucht, Statistiken zu finden, aber die können nicht erzeugt werden, weil es zu wenigen Menschen gibt, die Diagnosekriterien erfüllen. Man hat in Findnad, wo wir ja und bezug zu haben, 90 Wiederholungsbranztifter. Also Wiederholungsbranztifter, nicht nur beim ersten Mal, 90 Wiederholungsbranztifter untersucht und nur drei von denen haben die Kriterien für eine Pyramanie erfüllt. Das heißt selbst beim Wiederholten Brandlegen, Band ist nur drei. Und das hatte nichts mit gestörter Impulskontrolle zu tun. Der Begriff ist vielen Menschen geläufig. In der Realität kommt es kaum vor. Aber dann gibt es ja auch noch eine ganz andere Art von Impulsen, nämlich die aggressiven Impulse und auch aggressive Impulsdurchbrüche. Die gibt es als Symptom, als eins von vielen Symptomen auch bei anderen übergeordneten Störungsbildern, zum Beispiel bei der emotional instabilen Persönlichkeitstörung vom Impulsiven Typ. Das gibt es aber auch, wie du schon gesagt hast, bei Menschen mit einer Mani oder bei Menschen, wo etwas Hirnorganisches vorliegt. Aber das gibt es auch als Einzelnis eigenes Störungsbild und zwar die sogenannte intermitierende explosible Störung. Und die ist letztlich dadurch gekennzeichnet, dass jemand in einem vollkommenen Missverhältnis, also unverhältnismäßig zu einem kleinen Anlass, komplett eskaliert. Also völlig ausrastet und zwar so sehr, dass er hinterselbar häufig fassungslos ist. Und genau diese Ausraste wiederholen sich. Dass man mal im Leben vielleicht sogar ein paar mal im Leben extrem sauer ist. Und von mir aus rumschreit oder sogar irgendwas gegen die Wand wirft. Das gehört glaube ich ins normale. Wenn man in so einem Zustand handgreiflich gegen jemand anderen wird, dann ist das zwar zu verurteilen, bleibt aber erst mal auch noch im normalbereich. Der Punkt, der so richtig pathologisch wirbt, der ist, wie du sagst, durch das Missverhältnis, gekennzeichnet und durch die Häufigkeit. Da ist es eine Diagnose, die ich tatsächlich in über 20 Jahren Berufsätigkeit noch nie vergeben habe, weil die Voraussetzung für die Diagnose einer solchen Impulskontrollstörung ist, dass das Verhalten nicht durch eine andere Störung wie Mani oder Sucht oder hier in Organik oder irgendwas besser erklärt sein darf. In den allermeisten Fällen in der Klinik war es bei uns für gewöhnlich bei solchen Fällen eine dissociale oder antisoziale Persönlichkeit störe. Und auch deswegen ist die Forschung dazu und auch die Literatur und die Studienlage ein bisschen uneinheitlich weltweit. Also eine Kategorie in der Pyromani, die es so gut wie nicht gibt, klebt doch Manni, die nicht so häufig ist wie man mein und explosibles ausrasten. Wenn das die Kategorie ist, ist es irgendwie auch nur komische. Ja, es ist vielleicht ein bisschen ja ja, es ist vielleicht ein bisschen eine Verlegenheit Diagnose bzw. seine Ausschlussdiagnose. Aber man muss das ja irgendwie benennen können, wenn man sonst nichts findet und tatsächlich gibt es das. Wo man sich heutige einigt hat, ist, wenn jemand nur der Barle gewalt häufiger als zweimal in der Woche über einen längeren Zeitraum zeigt oder innerhalb eines Jahres drei große Ausbrüche, wo mindestens einmal auch gewalt entweder gegen Dinge oder gegen Personen um Spiel war und sonst keine andere Erkrankung, dann spricht man von dieser intermitierenden explosibelen Impulskontortstuhung. Und ich weiß, dass wenn man so sehr schwierig ist oder gewalttätiges Verhalten in Diagnosen ein sortiert, dass das auch gesellschaftlich auf Widerstand stößt, weil es das Gefühl gibt, man würde das entschulden und ein Stück weit stimmt, dass es ist eine Art von Entschuldigung aber gleichzeitig bedeutet es auch, dass es keine Verlässlichkeit gibt. Das heißt, wenn man das nicht behandelt und das so bleibt, muss man damit rechnen, dass es wieder passiert und entsprechend müsste man Maßnahmen ergreifen. Das ist auch so ein Missverständnis, dass es häufig gibt, dass wenn jemand vor Gericht landet und denkt dann, er könnte sich durch eine psychische Erkrankung in irgendeiner Form in Anführungszeichen rausreden, man kann das sehr nach hinten losgehen, denn nehmt der Mal an, es würde auf eine psychische Erkrankung hinauslaufen, dann kann man auch gegen den wilden es betroffenen behandeln und wie lange die Behandlung aussehen wird, das ist dann nicht festgelegt. Deswegen werden und davon kann man ausgehen, immer alle beteiligten Versuchen, es so genau, wie es irgend geht, tatsächlich abzubilden. Also sich mit einer Impulskontrollstörung so zu sagen, rausreden zu wollen oder sich dadurch straffmilderung zu erhoffen, klappt nicht so gut. Wenn es da herauskämmer, wird die Strafe als strafe sicherlich reduziert, das bedeutet aber nicht, dass man zum Beispiel dadurch frei kämmer, dann werden ja andere Maßnahmen ergreifen beispielsweise, je nachdem was passiert ist, dann kann es eben passieren, dass man in die forensische Psychiatrie kommt. Das ist ein psychiatrie für psychisch krankerechtsbrecher. Und tatsächlich und jetzt kommen wir vielleicht dazu, kann man sagen, dass es sich behandeln lässt. Auch diese schwere Form der Impulskontrollstörung lässt sich behandeln und besser sich dadurch deutlich. Im weiteren Schluss führt uns das natürlich dazu, dass auch wieder, wenn wir Schwierigkeiten haben, mit unseren Impulsen, dass wir die beeinflussen können. Okay, also wir haben jetzt einen großen Bogen gemacht von den Momenten, den wir uns selber auf den Keks gehen oder selber so ein bisschen uns Kopfschütteln gegenüberstehen oder uns vielleicht ärgern und denken, "Nah, warum habe ich das gemacht?" Wir haben einen kleinen Schlenker gemacht über die psychischen Störungen, wo Impulse auch noch Rolle spielen kann. Hinzu der Restkategorie "Impulskontrollstörung". Wir haben erwähnt, was da nicht mehr reingehört, nämlich weder Glückspiel noch Triciotellomanie. Das ist keine Impulskontrollstörung mehr. Und jetzt kommen wir dazu wieder zurück zu unseren eigenen kleinen. Lässtigkeit im Alltag, was kann ich denn machen, um bestimmte Impulse besser zu kontrollieren? Am Anfang steht ja immer das Erkennen. Also, wenn ich Handlungzeige, spontaner Handlungzeige, von denen ich weiß, dass sie nicht das sind, was ich eigentlich will, oder dass sie zu Leidensdruck führen im weitesten Sinne. Dann diese Handlung benennen, ich bin zu oft am Handy. Ich kaufe zu viel, oder das, was ich nicht will. Oder auch, ich gehe zu schnell hoch. Dann ist der erste Schritt immer, das isoliert zu benennen. Das und das passiert mir dann und das will ich nicht. Und es ist nicht nur so, dass diese Distanz, die wir durchdenken, dadurch schaffen, hilfreich ist, sondern wir brauchen das auch, um die sogenannten "Wenn dann Pläne vorzubereiten". Ich bin nicht mehr so Impulshaft, wenn ich vorher schon weiß, was ich tu, wenn das und das passiert. Ich kann mir ein Plan zu Recht legen. Ich kann mir zu Recht legen. Was, wenn mein Mitbewohner die Zahnpastaturbe wieder zerknüttelt falsch hingelägt hat und ich normalerweise immer ein schrei Loslasse, dass ich das dann nicht tu, sondern dass ich ihn dann rufe oder etwas sage oder einen Zettelschreiber, ich brauche vorher schon einen Plan. Ich brauche vorher einen Plan, was mache ich "Wenn". Und das bedeutet auch, wenn ich weiß, ich bin dann und dann zu lang am Handy, dass ich mir einen Plan mache, wann ich es weglege. Ja, über "Wenn dann Pläne" haben wir schon ein paar mal gesprochen. Letztlich bedeutet es, dass man sich selber da hingehen, ganz gut kennenlernen, dass man beleuchtet, wie reagier ich bisher, was möchte ich stattdessen machen und sich exakt dafür, wie du sagst, einen "Wenn" "X", dann "Y" "Plan" "Vorher" "Möglichst intensiv ausmal", damit man nicht in der Situation selber oder während der Handlungsimpuls schon vorbereitet wird, anfängt innerlich zu handeln und zu versuchen, das zu stoppen, sondern dass man schon in der Auslösenden, ich nenne das jetzt "Apetenzsituation", idealerweise weiß, "A", das ist jetzt also "X", also "Mach" "Ich" jetzt "Ibsilon" und nicht den bisherigen Impuls "Z", nämlich "Loschreien", "Huppen" oder "Ein Dein Fall mit der Mutter segeloslegen" Das heißt, wenn du zur motorsegel greifst, kommst du kurz vorher zu mir, dass ich dir die Orschdöpfsel oder Kopfhörer gebe und dann machst du sie an. Okay, motorsegel bedeutet erst zum Christian gehen. Nicht in Flip Flops Bergsteigen gehen, solche Sachen. Zum Beispiel. Na gut, ja, also wenn dann Pläne sind so ein Ding und jetzt, ich bin natürlich verhaltens Therapeutin natürlich, komme ich jetzt mit meinen zweiten Tipp, stimulus Kontrolle nennt sich das. Also, dass ich es mir natürlich auch leicht mache, bestimmten Impulsen gar nicht erst ausgesetzt zu sein, kann ja auch schon mal ganz nützlich sein. Ich muss immer lachen, weil so besonders als willensstark, gelten Demenschen haben häufig nur einen einzigen Trick, sie setzen sich allerlei Versuchungen gar nicht erst aus. Ja, und das ist kein Schicken, das fühlt sich manchmal so an, aber nein. Ja, aber guck mal zum Beispiel, wenn du als Mönch alle möglichen Dinge als Todsünde bewertest und dich von allen möglichen Dingen verinhalten musst und du sollst keine sexuellen Impulse haben und du sollst keine Lüsternen Impulse haben und du sollst Appetit zügeln und nicht nidisch sein und was du alles nicht da hast, dann ist es ja ganz praktisch, dass du in einer Abteillebst ohne Kontakt zu Außenwelt. Wo alle anderen in langen, grauen Kutten sogar mit Kapuzerumlaufen. Genau, das ist stimulus Kontrolle bis hinten gegen und dass man da nicht in Versuchung gerät ist ja dann auch kein Kunststück. Nicht mehr so ein großes, das soll jetzt gar nicht despektierlich sein, aber es ist ein ganz gutes Beispiel. Ja, was ich damit ja nur meine ist, wenn du einen Impulse hast zum Beispiel nachts zu essen. Übrigens kann nachts essen auch noch alle möglichen anderen Ursachen haben, aber ich nehme das jetzt mal als Beispiel für einen Impulse, die man gerne besser kontrollieren würde. Dann ist es natürlich super hilfreich einfach gar nicht erst, Schips und Nüschen dazu haben. Es ist jetzt super banal, aber ich habe mit so vielen Menschen in der Praxis genau das immer und immer wieder besprochen, dass es wirklich leichter ist, diesen Impulse noch im Supermarkt vielleicht in den Griff zu bekommen als abends halb zwölf müde auf der Couch. Besser hast du die Schips schon im Supermarkt abgewährt. Da hast du vielleicht in den Pulz auch gerade nicht, da ist ja ja nicht da. Ja, genau, so, ne? Also sowas einfach mal mitzudenken. Und ich hatte auch mal eine Patientin, die hatte so eine Tiefkühltruhe und so ein Kühlschrank im Keller und einen in der Küche und sie hat einfach den in der Küche für eine Zeit lang ausgestöpselt und außer Betrieb genommen, sodass sie für alles Essen in den Keller gehen musste. Ja. So was ist natürlich ein bisschen hardcore, aber je nachdem wie Dolmann seine eigenen Impulse störend findet, kann man das machen. Ja, weil du durchaus das Ergebnis hätt, also nicht so wichtig in meinen Augen ist es stolz darauf zu sein, wieder standen zu haben, denn das ermüdet ein übrigenes auch, sondern es ist wichtig, was hinten bei raus kommt. Ja, und machst du doch leicht. Und wenn du unangenehme Süßigkeiten im Pulse spürst und nicht wieder stehen kannst, dann habe keine Süßigkeiten im Haus, sagst du, sondern nur Mehlzucker und etwas KK. Wagt dir was. Du musst dir was backen. So, ja, und das, wenn du das dann machst, dann bist du über die Impulsehandlung im Grunde schon hinaus. Und da schließt sich auch Tipp Nummer drei an, das ist nämlich die Verzögerung. Ja, genau. Ich bin ja überhaupt gar nicht der Typ für irgendwas zu verbieten, weil ich weiß, dass verbieten ja häufig auch Reaktanz erzeugt und außerdem sind wir alle erwachsen, also ich in den Fall ist. Und ich, wir sind erwachsen, unsere Patientinnen und Patienten sind auch erwachsen, die sind nämlich alle über 18. Also wer bin ich irgendwas zu verbieten und ich finde es auch nicht günstig, wenn Menschen mit sich selber so umgehen, dass sie sich Sachen verbieten oder sankt zu nieren. Aber dass man sich das lassen leicht machen kann und das neue Tun auch leicht machen kann, das ist ja eine gute Idee. Also ich würde gar nicht sagen, haben die Süßigkeiten da, aber halt sie halt nicht griffbereit. Oder so wie du sagst. ist ruhig Kekse, aber weißt du was? Backs sieht dir vorher selbst. Denn das bringt zwischen Impuls und Effekt die notwendige Zeit. Und das funktioniert an anderer Stelle natürlich auch. Was auch immer du für ein Impuls spürst, sagt okay, ich gebe dir nach, aber jetzt nicht. In 10 Minuten. Ich mach das in 10 Minuten. Das ist für Menschen auch manchmal hilfreich, die zum Beispiel zu so Impulshaftem Einkaufen neigen, dass sie das nicht sich verbieten oder sich selber beschämen oder so was, sondern dass sie sagen ach, ich lege das jetzt in den Einkaufswagen. Also damit meine ich jetzt in virtuellen Einkaufswagen. Und dann warte ich mal, ob ich das morgen oder übermorgen immer noch möchte. Oder ich gehe zur Kasse, ich lasse es mir zurücklegen. Und dann warte ich mal ab, ob ich das morgen oder übermorgen immer noch möchte. Da bin ich nicht irgendwie streng mit mir und pack mich das innere Fräule in Rottenmeier aus. Aber ich verschaffe mir Zeit, um darüber hinweg zu kommen. Sollt es wirklich nur einen spontaner Kaufimpuls gewesen sein, den ich hinterher gar nicht mehr so dringlich empfinde. Und das funktioniert sogar bei Sachen wie Schimpfen oder stark verletzende Repliken, also Antworten zu geben. Ja. Man kann sich diese Kunde ausbitten, wenn es schlimm ist, den Raum verlassen oder sagen, wir machen hier in fünf Minuten an der Stelle weiter, oder ich sage dir was ich denke in fünf Minuten. Und mach das für sich selber. Und guckt, ob man das in fünf Minuten noch genauso raushauen würde. Ich bin da inzwischen gut geworden, finde ich. Verglichen mit dir früher. Ja. Ja. Gar nicht so sehr Schimpfen, aber zum Beispiel, was einfach mal so raushauen. Ja, da hilft es zum Beispiel, die zu schreiben, sich. Aber nicht wegschicken. Ja, in den Notizen, oder sonst wo zu speichern. Und dann in fünf oder zehn Minuten zu überlegen, bis jetzt noch so schreibe. Also verzögern, ist die Nummer drei. Viertens, das ist ein Tipp, den viele Leute wirklich unterschätzen. Und auch den haben wir schon mal ausführlicher besprochen. Und das ist der Tipp, Name it to Taymit. Benenne es, um es zu zügeln oder innengriff zu bekommen. Und wenn du zum Beispiel einen wütenden Impuls hast und im Straßenverkehr jetzt komplett ausrasten möchtest, oder. auf den Inkenspur mit der Lichthube unterwegs bist, abme mal durch und benennen mal, was eigentlich gerade indie los ist. Emotionen zu benennen, macht sie beherrschbarer. Und man kann das sogar ein bisschen physiologisch begründen, weil die Konzentration darauf, das passende Wort zu finden, für die Emotion, die man gerade so aufwollen spürt, das ist eine kognitive Leistung. Das bindet auch ein bisschen kognitive Energie und bemüht den Cortex und kitzelt Netzwerke Wach, die gleichzeitig helfen bei der Hemmung. Das ist eine sogenannte Top-Down-Regulation. Unsere Wut entsteht in und um die Amygdala herum, vereinfacht ausgedrückt. Und unsere Hemmung, wie auch unser Denken, er im präfrontalen Cortex. Und unser präfrontaler Cortex kann die Amygdala beeinflussen von oben nach unten Top-Down. Dazu muss ich ein präfrontalen Cortex, aber erst mal anschmeißen. Und das genau das, was du sagst, ist das Denken einmal dabei, fällt es ihm auch leichter zu regulieren. Außerdem als Nebeneffekt, wirkt das DSkalierend und hilft dir trotzdem, deine Gefühle mitzuteilen. Dann gegenüber soll ja vielleicht wissen, dass du wütend bist. Es reicht häufig, es zu sagen. Genau, an Stattes auszuagieren oder einem Impuls stattzugeben, der einem hinterher vielleicht auch unglaublich leid tut. Ein nächster Rad wäre ein Protokoll zu führen. Auch das ist weitlich unterschätzt. Häufig haben wir unsere schwachen Momente an ungefähr ähnlichen Stellen im Leben. Wir wissen aber nichts davor. So was geht uns unter. Es geht uns unter, ob das ein Moment war, der am Anfang des Tages war oder am Ende, oder mit wenig Schlaf oder mit viel, oder ob ich ein Tag vorher Alkohol konsumiert habe, oder ob ich gerade wenig gegessen habe. Oder immer Sonntags, oder immer, wenn die drei Söhne noch sechs Kinder zum Spielen da haben. Oder ob ich gerade ein Telefonat mit meiner Schwiergermutter hatte? Oder Prämenstuell unterwegs bin. Es ist nützlich, sich den Kontext bewusst zu machen und dann eben auch diese Kontextvariablen, wenn man kann so ein bisschen mit zu berücksichtigen. Man kann sich ja 10.000 mal den Vorsatz fassen, nicht zu meckern oder nicht zu konsumieren oder nicht auszuflippen, wenn man sich über die Auslöser gar keine Gedanken gemacht hat. Oder jedenfalls die mitbegünstigenden Bedingungen? Also, ganz konkret. Wenn man immer wieder im Pulse bereut, dann hinschreiben, was war? Spätestens in dem Moment, wo man das bereut, hinschreiben, was es heute für ein Wochentag wie viel Uhr ist, was habe ich gegessen mit wembeicht zusammen, mit wem habe ich gesprochen, was waren die äußeren Umstände? Möglichst viele äußere Umstände hinschreiben. Und wenn man das mal zwei, drei, vier Wochen gemacht hat, in den meisten Fällen ergibt sich ein Muster. Und das Gleiche gilt auch für den sechsten Tipp, dass man die körperlichen Hebel nutzt, die man hat und die hatten wir schon genannt. Im Pulse lassen sich wesentlich besser kontrollieren, wenn man ausgeschlafen ist, wenn man nicht alkoholisiert oder sonst wie eingetrübt ist, wenn man nicht gerade super hungrig ist und wenn man körperlich auch ein bisschen ausgelastet ist. Das ist etwas so banal, dass eigentlich ist, das wird vergessen. Oder sind Menschen ganz unterschiedlich? Es gibt beispielsweise interinwiduell verschiedene Bewegungsdränge. Also, den drangen sich einfach zu bewegen. Wir haben den irgendwie alle mit dem Alterlästes für gewöhnlich immer mehr nach, aber wir haben den. Das spüren wir übrigens, wenn wir nach längerer Zeit der Untätigkeit mal wieder spazieren waren oder Fahrradfahrt oder irgendwas gemacht haben und sind dann zu Hause kommen dann an an dem ausgeglichenen, leicht erschöpften Gefühl, was wir haben. Ja. Da merken wir häufig, wie uns das gefällt hat. Also, wir haben alle diesen Bewegungsdrang und wenn er nicht ausgelebt wird, werden wir dünn heutiger und neigen mehr zu solchen Impuls durchbrüchen. Und der Sippt und letzte Tipp bezieht sich noch mal auf dieses Schamgefühl oder das hinterherige Bereuen ganz abgekürzt. Könnte man ja sagen, wer sich selber nach jedem Impuls durchbruch auch noch ordentlich fertig macht und auch noch ordentlich auf sich selber drauf tritt, bereite dadurch, wo möglich schon den nächsten Impuls durchbruch wieder vor. Weil er eben eine unausgeglichene Stimmungslage be günstigt und eine emotionale Schieflage noch befeuert. Günstiger wäre es vielleicht, dass man anstatt jetzt in so eine Charakterabwertung zu verfallen, mal ernsthaft eine Verhaltensanalyse probiert mit den ganzen Tipps, die wir gerade schon genannt hatten. Also, zu gucken, wie hoch war meine Anspanung? Wo durch wurde das be günstigt? Was war der konkrete Auslöser? Was hätte ich laut, wenn dann plan, eigentlich lieber? Also was für eine Reaktion würde ich mir von mir gewünscht haben? Wie kann ich das beim nächsten Mal anders sicherstellen, dass es mir gelingen kann, diesen Impuls nicht stattzugeben? Das wäre ein konstruktiverer Umgang damit und einer der nachweislich nicht gleich wieder den nächsten Impuls befeuert. Für alle vor allem, die nicht betroffen sind, es bedeutet nicht, dass man jede Handlung nicht auch schlecht bewerten darf. Ja, klar, man kann das vollkommen kacke finden, was man jetzt gemacht hat. Aber dabei sollte man es idealerweise halt echt auch nicht bewenden lassen. Wenn das die einzige Maßnahme ist, dass es einem hinterher Leid tut, hat man halt nichts verändert. Und weil es sich gerade so gut eignet, ganz allgemeiner Tipp immer auch an sich selber das Verhalten kritisieren, nicht den Charakter. Keine global abwertung, sondern nur eine konkrete Kritik. Ja, und da muss man aber klar sagen, und ich höre jetzt schon die eine oder den anderen auf Jäulen zurecht. Das hat natürlich Grenzen. Wenn die Impuls durchbrüche, so sind, dass es andere Menschen schädigt, dass andere Menschen in Angst versetzt sind, dass große Geld so draufgehen, so dass die Lebenssicherung vielleicht nicht mehr gewährleistet sind, wenn irgendwas strafrechtlich relevant ist. Wenn irgendwas so ist, dass man sich massiv dafür schämt und dass in aller Heimdigkeit macht, weil man weiß, dass es vollkommen indes Gutable ist, was man hier tut. Dann sind das vielleicht alles Dinge, die dann doch auch mal von einer Fachperson bequuckt gehören. Dann ist das nicht mit 7 Tipps aus dem Podcast getan. Das muss man klar sagen. Wenn jemand offensichtlich seine Impulse sogar nicht im Griff hat, dann muss es in dem Rahmen Konsequenzen geben. Und es ist eher günstig, wenn ein psychisches Problem dahinter steckt, denn dann gibt es Behandlungsoptionen. Und nur der Vollständigkeit halber, es gibt auch den Umstand, dass Menschen nicht zu wenig ihre Impulse kontrollieren, sondern am anderen Ende des Spektrums im anderen extrem, gibt es natürlich auch Menschen, die da unterwegs sind. Und auch das kann Gesundheitsbedrohlich, sogar Lebensbedrohlich werden. Und da denke ich zum Beispiel an die restriktive Anorexie oder auch Menschen, die ganz, ganz anhedunistisch sind und sich teilweise auch Dinge selber verwehren, die ihr Leben eigentlich schöner und leichter machen könnten. Ich denke an Menschen, die sehr, sehr perfekt zunistisch sind und sich überhaupt nur etwas Gönnen oder Erlauben, wenn sie Höchstleistung abgeliefert haben. Auch all das, also Impulse viel zu krass zu kontrollieren, kann Krankheitswertig sein. Also Frank hab ich so häufig, der Segen liegt eher in der Mitte. Wir freuen uns, wenn ihr bis zum nächsten Mal. Jetzt dran geblieben seid und wir freuen uns, wenn ihr mitgenommen habt, dass unser ganzer Tag eigentlich aus vielen Hundert kleinen Impulsen besteht und wir, wie über ein extremes Kopfsteinflaster hoppeln, und versuchen das abzufedern. Impulse sind normal, aber sie hemmen zu können, oder jedenfalls die meisten davon ist, für ein verträgliches Mithannander absolut notwendig. Wenn jemand plötzlich und im späteren Lebensalter sich sehr Impulshaft zeigt und eher ungewöhnliche und auch unangenehme Handlung vollführt, ist Achtung geboten, das gehört untersucht. Genauso wie wenn die schlecht zu kontrollierenden Impulse vielleicht in einem größeren Kontext zu sehen sind und noch andere Symptome dazukommen, sowie eben zum Beispiel bei einer bipularen Störung, einer emotional instabilen Störung, bei ADHS und so weiter. All diese Gründe sind gut behandelbar. Wenn du dir aber vor allen Dingen selber immer mal ein bisschen auf die Nerven gehst und dich daran störst, dass Impulse durchkommt, wo du gar nicht willst, dann versuchst du es einfach mal mit unseren 7 Tipps. Mach wenn dann Pläne, kontrollier deine Umgebung, sorg für eine Verzögerung, benenne, was dich emotional gerade umtreibt, verfass mal ein Protokoll, wann es immer wieder zu diesen Impulsen kommt, nutzt alle körperlichen Hebel, die du hast und ergede ich nicht in, schaam auch, wenn es richtig Mist war, versuch es konstruktiv anzugehen. Wir freuen uns, wenn ihr eure Erfahrung teilt, wenn ihr uns sagt, ob irgendetwas davon für euch gut funktioniert und wenn wir wie immer über das Thema auf Instagram im Kontakt bleiben. Wenn ihr ganz allgemeine Fragen zu psychischen Phänomenen oder Erkrankungen oder Störungsbildern habt, wir haben einen Anruf beantwortet, den Link schreiben wir euch unten in die Show Notes. Für heute sagen wir herzlichen Dank, macht was euch Spaß macht, macht was euch freut und seid nicht zu streng mit euch. Wir herren uns nächsten Sonntag wieder. Tschüss!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Impulse sind schnelle, handlungsvorbereitende Zustände, die oft unbewusst ablaufen und nicht mit Reflexen oder Affekten verwechselt werden dürfen.
  2. Impulsivität zeigt sich in verschiedenen Bereichen wie Kaufen, Essen, Spielen, aggressiven Ausbrüchen oder spontanen Aktionen und kann positive wie negative Folgen haben.
  3. Eine fehlende Impulskontrolle kann zu Reue und Leidensdruck führen und in klinisch relevanten Fällen (z. B. Impulskontrollstörungen) behandlungsbedürftig sein.
  4. Zwangsgedanken sind keine Impulse, sondern unterscheiden sich grundlegend
  5. Die Hemmung von Impulsen ist eine zentrale Gehirnfunktion; sie entscheidet, ob ein Impuls zur Handlung wird – beeinflusst durch Neurotransmitter wie Dopamin und Serotonin.

Summary:

In dieser Folge von Psychologie-Togo sprechen Frankard Giruti und Christian Weiß über Impulse und deren Kontrolle. Sie eröffnen mit persönlichen Beispielen impulsiven Verhaltens, wie dem Schreiben ärgerlicher Nachrichten oder dem Anschreien von Kindern, und betonen, dass Impulse nicht grundsätzlich schlecht sind – sie können kreativ und produktiv wirken. Allerdings führen unkontrollierte Impulse oft zu Reue, wie bei einer Patientin, die spontan teure Kleidung kaufte und in Hotels randalierten, oder einem Mann, der Gegenstände stahl und unpassende Bemerkungen machte.

Die Experten grenzen Impulse klar von Reflexen ab, die unbewusst und automatisch ablaufen, sowie von Affekten, die eine längere Vorgeschichte haben. Impulse hingegen sind kurze, handlungsvorbereitende Zustände, die durch äußere Reize ausgelöst werden und eine innere Anziehung oder einen Druck erzeugen. Sie unterscheiden auch zwischen Impulsen, die aus positiven Gefühlen (z.

B. Lust am Kaufen) oder negativen Emotionen (z. B.

Wut) entstehen. Entscheidend ist die Hemmung im Gehirn, die ständig aktiv ist und verhindert, dass jeder Impuls zur Handlung wird. Diese Hemmung hängt von Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin ab.

Bei Störungen dieser Balance kann Impulsivität pathologisch werden und in Störungen wie Impulskontrollstörungen münden, die behandelt werden sollten. Zwangsgedanken sind dabei kein Impuls, sondern ein Missverständnis, das Betroffene verunsichert. Insgesamt betonen die beiden, dass Impulskontrolle ein komplexer Prozess ist, der im Alltag ständig gefordert wird.

FAQs

Ein Impuls ist ein handlungsvorbereitender, aktivierender Zustand, der vor einer Abwägung stattfindet. Er entsteht oft unbewusst und kann zu spontanen Handlungen führen.

Ein Reflex ist eine blitzschnelle, unbewusste Reaktion, wie der Knie-Sehnen-Reflex, bei dem das Bewusstsein nicht involviert ist. Ein Impuls beinhaltet eine Handlungsabsicht und wird von einem Teil von dir gewollt.

Zwangshandlungen sind repetitive Handlungen, die aus einer Zwangsstörung entstehen und nicht mit einer Handlungsabsicht verbunden sind. Impulse sind dagegen Handlungsvorbereitungen, die man stoppen kann.

Impulse können durch Hemmung kontrolliert werden, die im Gehirn ständig stattfindet. Wenn die Hemmung stärker ist als der Impuls, wird die Handlung nicht ausgeführt.

Es gibt Impulse, die aus negativen Gefühlen wie Wut oder Frustration entstehen, und solche, die aus positiven Gefühlen oder Appetenz wie Kaufen oder Essen kommen. Sie können auch spontan ohne emotionale Auslenkung auftreten.

Ein Affekt ist eine lange Vorgeschichte von aufgestauten Emotionen, die zu einer kurzen Explosion führt. Ein Impuls ist eine schnelle Handlungslust ohne lange Vorgeschichte.

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