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#61 „Ich hasse es, dass ich dich immer noch liebe“

41m 20s

#61 „Ich hasse es, dass ich dich immer noch liebe“

Der Satz „Ich hasse es, dass ich dich noch liebe“ wird nicht als Zeichen von Zorn oder Schuld verstanden, sondern als ausdrücklicher Hinweis auf eine tief verwurzelte innere Ambivalenz. Diese Entstehung beruht auf langjährigen Mustern der Anpassung, wobei Wut und Ohnmacht sich schleichend gespeichert haben. Der Hass ist kein echter Hass, sondern ein gespeicherter Ausdruck von Verletzung, der sich aufgrund fehlender Grenzen und mangelnder Selbstwertverankerung bildete. Zentrale Erkenntnis ist, dass das Gefühl nicht auf die Person gerichtet ist, sondern auf die eigene Beziehung zu Verletzbarkeit und Selbstschutz. Der Prozess der Heilung beginnt nicht damit, das Gefühl zu verdrängen, sondern mit der Auseinandersetzung mit den tiefen Ursachen: Wut, Ohnmacht, Selbstverletzung und frühe Bindungserlebnisse. Es geht darum, dass der Mensch lernen kann, sich selbst zu sehen, ohne an einen anderen zu binden. Die Wut wird nicht als feindlich aufgefasst, sondern als ein Signal, dass ein Verhaltensmuster aus der Vergangenheit nicht ausgedrückt wurde. Der Kern des Heilungsprozesses ist die Erkennung, dass Liebe und Schmerz gleichzeitig existieren können, aber nicht in einem Zustand der Unklarheit. Die Rückkehr zur Selbstwertstabilität führt zu einer neuen Identität: nicht mehr als Opfer, sondern als Akteur, der klare Grenzen zieht und sagt: „Ich lasse mich nicht mehr entwerten.“ Dieser Übergang bedeutet nicht, dass der Widerstand verschwindet, sondern dass er in einer gesunden, nicht destruktiven Form ausgedrückt wird. Zentral ist die Erkenntnis, dass das Gefühl der Vermisshaltung nicht an den anderen liegt, sondern an einen inneren Zustand – wie Sicherheit, Nähe oder Heimat –, der in der Vergangenheit aktiviert wurde. Die Heilung entsteht, wenn dieser Zustand wieder im eigenen Körper und Verstand erkannt und erlebt wird, ohne dass er an eine Person gebunden wird. So entsteht eine innere Autonomie, die nicht von der Trennung abhängt, sondern eine neue, selbstsichere Basis für zukünftige Beziehungen bietet.

Transcription

5406 Words, 33663 Characters

German
Ich hasse es, dass ich dich noch liebe. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge an der Trennung wachsen. Es ist kein Ausdruck, dass mit dir etwas nicht stimmt, sondern es ist ein ganz klares Signal für eine große innere ambivalenz zwischen Bindung und Selbstschutz. Und oftmals kommt dieses Gefühl von Hass erst relativ spät nach der Trennung, wenn wir immer mehr realisieren, dass wir kein Partner in der Geschichte eines gegenüber spielen. Das ist kein falsches Gefühl. Ich hasse es, dass ich dich noch liebe, sondern es ist ein großer innere Konflikt. Ein Teil von dir ist längst im Abschied und ein anderer Teil ist noch in Bindung, in Hoffnung oder auch Gewohnheit. Du bist also nicht schwach, wenn du so empfindest, du bist noch gebunden. Und das, was du fühlst, das ist kein Charakterproblem, es ist ein Bindungszustand. Und viele Frauen erschrecken sich vor dieser Phase, weil sie ein unbewusst Denken. Oh, jetzt werde ich bitte, ich bin so voller Hass, das bin ja gar nicht mehr ich, jetzt werde ich hart. Und dann beginnt noch mal eine Spirale von Selbstabwertung und ich will das weg haben, dann wird das vielleicht noch um Mantel mit Vergebung und Blümchen und Schickschleifendrum. Dabei passiert in dem Moment etwas ganz, ganz gesundes. Du stehst zum ersten Mal konsequent auf deiner eigenen Seite. Wenn wir über Hass sprechen, dann klingt das oft sehr hart. Aber wir brüsseln das in dieser Folge komplett auseinander, wenn man genauer hinschaut, ist das, was wir Hassnennen, selten einfach nur aufgestaute Wut. Es ist in vielen Fällen ein Speicherzustand aus, zu viel angepasst, zu brav gewesen, zu viel geschluckt, also zu viel Ohn macht und zu wenig Klarheit über eigene Grenzen. Und wenn wir an diesem Punkt stehen, dann kann hier eine ganz neue Richtung entstehen, ich will das nie wieder zulassen. Nicht als rationaler Gedanke, sondern als körperliche Erinnerung daran, dass etwas lange viel zu viel war. Und wenn man das man übersetzt, dann geht es selten um große dramatische Einzelssituation, sondern um ganz viele kleine wiederkehrende Erfahrungen in den Beziehungen und auch in der Trennungsphase, in denen sich ein bestimmtes Muster eingeschrieben hat. Nicht ich hasse, sondern ich lasse mich nicht mehr entwerten. Und was dann stattfindet, ist ein Identitätswechsel. Ich will das nie wieder zulassen, bedeutet oft, ich habe hier mal ein paar Beispiele aufgeführt, die in der Praxis relativ häufig vorkommen, mich zur Option machen lassen. Nur dann kontakt, wenn es gerade für die andere Person passt, kein echtes Kometment, aber ich bleibe trotzdem, in der Hoffnung vielleicht ergibt sich ja doch noch mal was. Zweite Wahl sein, jemand ist vielleicht emotional nicht wirklich verfügbar und ich spüre, da ist noch jemand oder auch etwas anderes, Klammer auf, Hobbyarbeit wichtiger und ich warte anstatt klar auszusteigen, als selbstverständlich behandelt werden. Meine Bedürfnisse werden nicht wirklich gesehen. Ich bin da, also fortwähren verfügbar, also wird nicht mehr bewusst investiert und die Wertschätzung nimmt schleichend ab, ohne dass es benannt wird. Dann emotionale Unverbindlichkeit aushalten, Nähe ist da aber keine klare Entscheidung, Gespräche aber keine innerer Haltung, Verbindung aber keine Verbindlichkeit und das erlebe ich auch häufig in den Trennungsvarsen, wo dann immer wieder Gespräche geführt werden, weil Gefühle sind noch da, aber es gibt keine innerer Haltung, keine Entscheidung, keine Verbindlichkeit. Das Gleiche ist dann, ich hocke in Warteschleifen, dieses, ich brauche noch Zeitmodus über Monate oder lass uns erst mal eine gewisse Zeit getrennt sein um dann wieder zueinander zu finden. Dann wenn in dieser Zeit keine echte Entwicklung stattfindet, verhache ich in Hoffnung und das Leben, das eigene Leben passt sich dem unklaren an in der Warteschleife anstatt aktiv sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Und dann dieses, mich selbst in Frage stellen müssen, bin ich zu viel, war ich zu emotional, muss ich mich anders verhalten, damit es klappt oder auch oft dynamiken normalisieren, wiederkommen gehen, wiederkommen gehen, jedes Mal Hoffnung, jedes Mal Verlust und dann bleiben wir in einem Loopkreislauf anstatt in Klarheit, mich anpassen, um gehalten zu werden, Bedürfnisse, Runderschrauben, weniger sagen und bloß keinen Konflikt auszulösen und mich selbst kleiner machen für Stabilität. Nicht wirklich gewählt werden, keine klare Entscheidung für mich, es passiert halt einfach, anstatt ich will dich, die Beziehung fühlt sich dann nicht aktiv gewählt an oder auch emotionale Verantwortung übernehmen, die nicht deine ist, du hältst dich Verbindung am Laufen, du klärst, du beruhigst, du erklärst und trägst deutlich mehr Beziehung als die andere Person. Und das auch häufig noch nach der Trennung, insbesondere wenn Kinder im Spiel sind, dann wird diese emotionale Verantwortung, die früher schon da war, weiter übernommen diesmal nicht für die Beziehung, sondern für die Familie. Da mache ich aber noch meine Exaportkastfolge zu. Ich will das nie wieder zulassen, bedeutet nicht, dass du härterwärst, sondern dass du viel früher erkenntst, wenn du die selbst verlierst, um Verbindung zu halten. Und das ist kein Zeichen dafür, dass du nicht losgelassen hast, sondern das dein System versucht, zwei Dinge gleichzeitig zu halten, nämlich die Verbindung, die einmal eine große Bedeutung hatte und die Realität, die so nicht mehr existiert. Und genau dieser Widerspruch erzeugt immense inneren Druck. Und dann kommt es, ich hasse es, dass ich dich noch liebe. Nicht die Liebe an sich ist das Problem, sondern dass sie kein klaren Rahmen mehr hat. Und anstatt dich zu fragen, warum liebe ich ihn noch? Lasst uns den Fokus darauf richten, was in mir reagiert hier noch auf die alte Verbindung. Und statt ich hasse das Gefühl, ich sehe, dass mein System noch in Bindung arbeitet, obwohl es vorbei ist und das ist einfach Trennungsprozess, das ist ein Prozess der Dauert. Und wenn wir diesen Satz nochmal uns genauer anschauen, ich hasse es, dass ich dich noch liebe. Dann wird dieser Hass vielleicht oft falsch eingeordnet. Für mich ist das weniger ein Gefühl gegen eine Person, sondern es spiegelt eher ein Zustand im Nervensystem wieder. Wenn wir wütend sind, dann ist Wut erst mal etwas sehr klasichtiges. Wut will schützen, Wut will eine Grenze setzen, Wut will Bewegung. Aber wenn diese Wut nicht raus kann, also wenn sie kein Ausdruck bekommt, wenn keine Reaktion erlaubt ist, keinem Grenzen möglich ist, also ich blende das aus, dass ich verletzt werde, um die Beziehung nicht zu gefährden. Ich stiefel darüber hinweg, dann kippt Wut in Ohnmacht. Und Ohnmacht ist dieses Gefühl von, ich muss es schlucken, ich darf es nicht zeigen, ich kann hier gerade nichts verändern, ich fühle mich ausgeliefert, ausgeliefert den Schikan eines Gegenübers, vielleicht der Unfähigkeit zur Handlung, der Unfähigkeit zur Klarheit eines Gegenübers. Und wenn das öfters passiert, steht eine ganz innere Verdichtung, nicht ganz plötzlich, sondern schleichend. Und das ist dann diese Mischung aus Wut, die kein Raum bekommt, Ohnmacht die bleibt und damit wiederholter innere Anpassung, innere zurücknehmen. Und diese ganze Gemengelage wird dann irgendwann zu etwas, was wir dann hastnennen. Das ist kein aktiver Hass, sondern eher eine gespeicherte Überforderung im System. Die sich im Nervensystem und ausgedrückt als Bindungsstörung und wenn wir immer wieder in diesen Situationen auf diese Störung nicht reagieren können, dann entsteht nicht nur Anpassung, sondern auch eine innere Spannung, die sich häufig dann gegen uns selbst richtet. Und genau das ist dann auf der Punkt, an dem viele diesen Satz sagen, ich hasse es, dass ich dich noch liebe, nicht, weil da wirklich hasse, sondern weil da etwas indier steckt, was viel zu lange festgehalten wurde. Und ein Heilung beginnt oft, wenn du sagen kannst, wenn ich entwertet werde, wenn ich abgewertet werde, wenn ich respektlos behandelt werde, dann ist das keine Einladung mehr, um diese Beziehung zu kämpfen oder mich noch mehr zu hinterfragen, was mir nicht stimmt oder noch besser zu werden, sondern festzustellen, ich war genug. aber vielleicht nicht die richtige für ihn. Er hat mich ersetzt, aber nicht entwertet und seine Wahl oder Entscheidung oder nicht Entscheidung definitiv nicht mein Wert. Und in diesem Moment braucht es weniger Hass. Und diese Hasswelle, gerade wenn sie am Ende ist, ist kein Rückfall, sondern sie ist nachgeholte Wut. Nachgeholte Wut für jemand der Jahre lang den Fehler bei sich gesucht hat aus der Überanpassung. Wenn Frauen oder wenn du zu lange bei dir gesucht hast, ich war zu schwierig, ich hätte mich mehr bemühen müssen, ich hab ihn weggestoßen, ich bin nicht gut genug, dann übernimmst du Verantwortung. Und stabiliseerst damit die Beziehung auf Kosten deines Selbstwärts. Das heißt, du suchst in dieser Phase sehr viel Schuld bei dir, sehr viel Selbstkritik. Du rechtfertigst den Partner in seinem Verhalten bis hin zur Idealisierung und das kein Raum für Wut. Wenn wir aber den Selbstwert nach der Trennung wieder aufbauen, dann verändert sich die innere Perspektive und wenn der Selbstwert sich stabilisiert und dann passiert etwas ganz entscheidendes, die innere Hierarchie, die Kippt von "Ich war das Problem", kommen wir zu der Phase Moment mal und genau dort entsteht oft eine Hasswelle, nicht aus Verbitterung, sondern aus Neugewunner Klarheit. Und der Hass kommt manchmal sehr spät, einfach weil er vorher nicht möglich war. So lange du abhängig bist, so lange du noch um Anerkennung hämft, so lange du dich selbst infrage stellst, kann Wut gefährlich wirken, weil sie würde die Bindung betrunen. Aber erst wenn diese innere Abhängigkeit singt, dann passiert etwas Paradoxes, dann taucht die Wut auf. Und diese späte Welle ist oft Enttäuschung, eine Grenzreaktion und ein Selbstschutz in Rheinform. Und diese Hasswelle aus unterdrückten Gefühlen, aus Wut, aus Ohnmacht, aus Grenze, aus Klarheit. Die sagt nicht, ich hasse dich, sondern die sagt endlich, was du getan hast, war nicht in Ordnung. Ich hätte das nicht mit mir machen lassen dürfen, ich sehe jetzt klar. Und das heißt es wechselt, es gibt ja diesen Spruch, die Scham wechselt die Seite und auch wir fühlen uns nicht mehr als Opfer, sondern können endlich den Täter benennen zu sagen, ey, das war nicht in Ordnung. Und das ist eine große Reifungsphase und sie kann sehr kraftvoll daherkommen, wenn sie sich entleht, wenn man jahrelang in der Schleife der Selbstverläugnung gewesen ist, den ein Partner nicht klar gesehen hat und auch, ja, ewig lange nach einem Fehler in sich selbst gesucht hat. Und es gibt diesen reifen abschließenden Hass, der ist zeitlich begrenzt, der bringt eine wahnsinnige Klarheit, der stärkt deine Grenzen und der führt dann zu der gewollten Distanz zu sagen, hier ist Ende. Es gibt aber auch diesen chronischen Hass, der brauchten Gegner, also ich bin noch im Kampfmodus, der nervt sich aus Wiederholung und der hält uns aber verbunden. Und wenn wir diesen reifen abschließenden Hass begegnen, das ist der Moment, in dem du wirklich zu dir sagst, ich bin wieder bei mir. Und dann erlebst du kein destruktiven Hass, sondern integrative Wut und das ist ein großer Unterschied, weil was da passiert aus dieser Hasswelle entstehen, neue Stärken, neue Standards. Du hast dir mühsam dein Selbstwert wieder aufgebaut. Die Realität wird endlich neu bewertet, ohne dich selbst dabei abzuwerten und die Grenzverletzung werden endlich erkannt. Und damit auch die gesunde Wut auf und die Wut richtet sich vor allem nicht mehr gegen das eigene Selbst, sondern endlich dahin, wo sie hingehört. Und das ist eine komplette Reorganisation von "Ich war falsch zu, hey, das war nicht okay". Und das ist Selbstschutz und das wirkt manchmal sehr klar, sehr hart, sehr kompromisslos und setze wie nie wieder so, das lasse ich nicht mehr zu. Ich habe mich kleiner gemacht, das fühlt sich im ersten Moment sehr scharf an, aber es ist komplett strukturbildend. Und das ist oft der Übergang von einem bindungsorientierten System, um jeden Preis zu bindung, in Verbindung mit Selbstachtung oder ums mal anders zu formulieren, von bitte bleibt doch hinzu. Du darfst gerne bleiben, aber nur wenn nur mich gut behandelt. Und das ist ein so großer Schiff. Und Hass ist selten das primärgefühl, es ist dieser Sekundär-Effekt, der etwas weicheres verdeckt, da steckt oft eine Ohnmacht dahinter, eine tiefe Krenkung, der bindungsbruch, demütigung, aber auch eine existenzielle Angst. Ich wurde ersetzt und Hass sagt, ich brauche dich nicht mehr. Und auf der anderen Seite liegt da aber auch darunter, es tut einfach so unfassbar weh, dich verloren zu haben. Und wenn wir in diesen destruktiven Hass bleiben, dann stabilisiert Hass auch eine Identität. Hass hilft eine klare Struktur zu bauen von Täter-Opfer richtig falsch, gut böse. Das ist aber eine Orientierung im emotionalen Chaos. Diese Hass gibt Energie zurück, weil die Trennung Ohnmacht erzeugt und Hass erzeugt Aktivierung. Das heißt, Physiologisch gesehen, Adrenalinspannung, Kampfmodus. Ich fühle endlich wieder Kraft, aber diese Kraft ist eher reaktiv auf einem Kampfmodus. Es gibt dieses Feindbildmann, Feindbildner-Zist und so weiter. Ich sehe das so oft bei Instagram, wo ich sehe, okay, da ist noch so viel Spannung, so viel Wuh, das ist keine schöpferische Kraft, die da gelebt wird. Und dann wird Hass gefährlich, weil er zu Identität wird, weil er für allgemeinert Männer sind so oder auch Frauen sind so, weil es die eigene Bindungsfähigkeit einschränkt, weil es zu einer Dauerabwehr gegen Nähe oder gegen Männer und Frauen wird und dann wird aus diesem gesunden Schutz eine Verhärtung. Und wenn man diesen inneren Prozess noch weiter verfolgt, dann wird etwas ganz wichtige Sichtbar. Wenn Wut und Grenzen nicht ausgedrückt werden können, wenn sie sich mit Ohnmacht mischt, also über längere Zeit kein Raum bekommt, dann bleibt diese Energie einfach nicht neutral. Das Entnervensystem sucht immer eine Richtung und es gibt im Grunde zwei Wege entweder nach innen oder nach außen. Und wenn es nach innen geht, dann wird aus dieser Spannung eine Art Selbstbezug im negativen Sinne nicht bewusst, als Gedanke, wie ich hasse mich, aber ich habe es falsch gemacht, ich hätte anders reagieren müssen, ich bin zu viel, zu sensibel, zu schwach, ich bin das Problem. Und das ist das, was wir oft als Selbsthast bezeichnen, aber es ist eigentlich eine internalisierte Spannung, die einfach keinen äußeren Ausdruck finden durfte. Und wenn es nach außen geht, dann wird die gleiche Energie nicht gegen sich selbst gerichtet, sondern beginnt sich zu für allgemeinern auf andere Menschen, auf Situationen, dass es immer so auf das Leben selbst und dann entstehen halt schwarzweiß Gedanken. Niemand ist verlässlich, alle Männer sind erzisten, alle reagieren über, ich kann niemanden vertrauen, alles ist anstrengend und das ist kein objektives Urteil, sondern eine überlaufende innere Ladung, die sich ein Ziel zur Entladung sucht. Und der entscheidende Punkt ist, beides ob nach innen oder nach außen gerichtet ist im Kern dasselbe, es ist eine nicht zu Ende regulierte emotionale Spannung im System und sie entsteht nicht aus einem einzelnen Erreignis, sondern aus einer Wiederholung. Wut kommt, Wut wird gehalten und kann ich ausgedrückt werden. Ich mache dazu gleich auch nur mal zwei Praxisbeispiele, dann entsteht Ohnmacht, Anpassung passiert und nichts wird wirklich entladen. Und dann passiert oft, ich bin so streng mit mir, ich werde so schnell wütend auf andere, nein, die tiefere Wahrheit ist, das System versucht nur eine alte Spannung irgendwo hinzuentladen und je länger das nicht möglich war, desto weniger Ziel gerichtet wird diese Energie und deswegen fühlt sich das irgendwann an, wann wie selbst das oder allgemeiner Hass auf alles an, nicht weil du so bist, sondern weil in dir die Programme nicht wirklich zu Ende gehen konnten. Und eine gesunde regulierte Reaktion heißt nicht, es gibt keine Wut, keine Ohnmacht, kein Hass mehr, sondern die Energie bleibt im System, aber sie wird vollständig durchlaufen und abgeschlossen. Wut darf da sein und nach außen kommen, gesund reguliert heißt das, das passt mir hier nicht. Ich spüre Wut als eine Klarheit und ich darf innerlich oder äußerlich eine Grenze setzen. Stopp so nicht, ich brauche Ihnen anderen Ton, ich mache hier meine kurze Pause. Und dein Körper bleibt in Kontakt mit der Reaktion, d.h. du musst es nicht wegatmen, sondern diese Aktivierung wird nicht unterdrück. Das heißt, Herzklopfen darf da sein, Spannung darf da sein. Man fühlt das auf der Kiefer, spannend sich an, die Hände spannend sich an. Alles das, was uns in so eine Kampfbewegung bringt, wo der Körper, in dem Moment, bei Feit und Fleid, die Energie in Beine und Arme bewegt, und diese Energie darf sich bewegen. Sie wird halt nicht gestopft, weggedrückt oder weggedeckelt. Und dann passiert in der Regulation etwas ganz entscheidendes, die so Ohn macht. Ich kann nichts tun, wird nicht eingefroren, sondern durchlebt. Und das kann so aussehen, ich bleibe in mir, ich atme durch die Spannung hindurch und ich komme wieder in Kontakt mit mir. Und der wichtigste Unterschied, diese Reaktion findet dann in Ende körperlich. Die Spannung baut sich auf, die Bespannung bewegt sich und die Spannung fällt wieder ab. Dein Körper versteht, also es ist vorbei. Und dann passiert etwas ganz zentrales, die Energie geht nicht mehr in Selbstabwertung oder in eine allgemeine Generalisierung. Also nicht, ich bin falsch und alle sind so, sondern es war eine Situation und sie ist jetzt endlich vorbei. Gesunde Regulation bedeutet nicht weniger Gefühl, sondern vollständige Bewegung durch das Gefühl hindurch, bis es endet. Und hasten du das Gefühl hast, da ist hast du bis kein schlechter Mensch. Es braucht zum ersten Deine Erlaubnis, dass dieses Gefühl da sein darfst, dass du das empfinden darfst. Es braucht einen Container, wo wir es sozusagen hineinkippen können und es braucht dann eine Regulation, damit der Prozess zu Ende geht. Und ich möchte mal hier ein Beispiel aus der Praxis nehmen. Wir hatten das im letzten Coaching eine Tiefwut, eine Tiefe Frustration auf Männer. Auf diese alten weißen Männer. Das Standardbild ja für den toxischen Mann. Und als wir diese Männer mal runtergebrochen haben, auf welchen Mann kam der Vater oder der Ex-Mann. Und da war eine Tiefwut und diese Wut brannte. Und sie war spürbar im Solarplexus, der steht für Schöpfermacht und Ohn macht. Das ist der Bereich, wenn nun mal zwischen dann brüsten fühlst. Da ist ja so eine coole. Und etwas darunter, da liegt der Solarplexus. Und das war ganz spannend im Coaching, wir haben da alle mal reingefühlt. Da war bei allen, der fühlte sich angespannt an, der fühlte sich hart an. Und wenn du das mal für dich körperlich nachspürst, dann kannst du gerne mal in den nächsten Tagen diesen Punkt einfach nur leicht massieren mit ein bisschen Öl und dann mal reinatmen und spüren, was ich dort lösen möchte. Und diese Wut, die dort im Solarplexus noch stand, bewegte sich im Coaching, weil es gab den Raum, es gab die Sicherheit, ich darf so fühlen und dann kam die Energie im Bewegung. Und das war so ein Brennen in der Speiseröre, so ein bisschen mir ist richtig Spei übel. Und dann so, ja, dann kotzt die Worte endlich mal aus, die da noch drinstecken. Und dann kam die Worte aus dem Mund wirklich rausgeflogen, die nie ausgesprochen wurden. Und nein, sie sind alles andere als politisch korrekt. Aber endlich wurde nicht mehr nach dem Fehler in sich selbst gesucht, sondern das Fehlverhalten eines Gegenübers benannt. Und damit kam diese Ohnmacht in Bewegung. Ich kann mich abgrenzen, ich kann mich für mich einstehen, ich kann formulieren, mir etwas nicht in Ordnung ist. Und das Ganze sauber in einem Prozess, in dem Coachingraum, ohne ein Gegenüber zu verletzen. Also die Wut nicht auf ein Gegenüber zu schleudern, das, was ja in vielen Trennungen passiert. Das heißt, wir haben Verantwortung übernommen für das, was in uns aktiv ist, ohne ein Gegenüber als Projektionsfläche zu benutzen. Und dieses Scham, ich bin ein schlechter Mensch, wenn ich hasse, gespeist durch auch die Licht- und liebe Spiritualitätsbabel, konnte raus aus der Selbstverurteilung hinein in Bewegung. Und dieses Gefühl lebt in mir, ich darf verstehen, woher es kommt, was verletzt wurde und welche Wahrheit darin steckt. Und dann entsteht erstmals echte Selbstverantwortung statt spiritueller Selbstverläugung. Und genau dann kann Scham sich lösen. Nicht, weil hasse gut wird, weil das Gefühl dann endlich nicht mehr länger bedeutet, ich bin ein schlechter Mensch. Sondern da wurde etwas in mir verletzt, übergangen oder ohnmächtig gemacht. Hass hat aber auch eine ganz dunkle, destruktive Seite. Das ist ja das, warum wir so mit diesem Gefühl auf Kriegsfuß stehen, was uns ja auch so oft begegnet und was ja in dieser Welt an allen Enden und Ecken sichtbar ist, wie zerstörerisch hasse. Und ich möchte das mal aus der anderen Brille, wenn wir in unseren Selbstwert verletzt sind. Also ich war nicht gut genug, ich wurde ersetzt, ich war austauschbar, dann ist das existenziell schmerzhaft. Weil dieser Schmerz so tief geht, Bindung ist nicht nur emotional, sie ist vor allem auch identitätsschiff stiften und viele Frauen investieren Fürsorge, emotionale Arbeit, Zukunftsplanung, Loyalität, Nähe, Geborgenheit. Und wenn das gegenüber geht, dann wird nicht nur die Beziehung beendet, sondern auch das eigene Selbstbild erschüttert. Und das Nervensystem registriert, mein Wert wurde in Frage gestellt. Und destruktiver Hass dreht an diese Perspektive radikal um, statt ich war nicht gut genug. Du bist charakterlich schlecht, statt ich wurde ersetzt, du bist oberflächlich. Also die Abwertung der anderen Person. Das ist psychisch hoch wirksam, weil es den eigenen Selbstwert stabilisiert, die Charme abgewehrt und die Ohnmacht in vermeintliche Stärke verwandelt wird und die Hierarchie umgedreht wird. Hast es also ein Selbstwertstabilisator. Der eigentliche Kern dahinter ist aber eigentlich die Charme. Charme ist dann, ich war so abhängig, ich konnte, wie habe ich mich so getäuscht, wie konnte ich das nicht sehen. Charme macht klein, sich der zu stellen, bedeutet Mut. Hass macht groß und deswegen fühlt sich Hass oft besser an. Und auch in der spirituellen Bubble zeigt sich oft eine subtile Form von Schattenvermeidung. Erst mal dieses reine Licht und Liebe, die jede Schattenarbeit umgeht. Das heißt, wenn du Hass bist du schlecht oder diese Haltung von Hass, der sich umgedreht hat, wo das Eigen der Eigen selbstwert, über Abwertung anderer definiert wird. Das ist dann die Haltung von den sogenannten Erwachten und den Schlafschafen. Das hat wenig mit Bewusstsein zu tun, sondern mit Abwertung, mit Spaltung und einer spirituell verpackten Form von Ohnmacht und unterdrückter Wut, die den eigenen Selbstwert über Erhöhung stabilisiert. Ich muss also noch beweisen, dass ich besser bin und das alleine sagt alles. Und der Übergang in Heilung beginnt nicht damit diesen Hass wegzunehmen, sondern sich mit den darunterliegenden Gefühlen, von Charme, von Wut, von Ohnmacht auseinanderzusetzen. Dass du vielleicht so viel investiert hast und wenig zurückbekommen hast, das sagt etwas über deine Bindungsfähigkeit aus. Das ärdig verlassen, das ist seine Entscheidung, aber es fällt kein Urteil über dich. Und wenn du ausgetauscht würdest, ja, das ist real, aber das bedeutet nicht, dass du wertlos bist. Und wenn dein Selbstwert nicht mehr verteidigt werden muss, dann verliert Hass seine Funktion. Du erkennst ihn dann immer mehr als Schutz vor Charme und als verletzten Selbstwert und dann ist dieser Hass, der in eine produktive, gesunde Form übergeht, ich lasse mich nicht mehr entwerten. Und genau darin liegt paradoxerweise etwas ganz gesundes. Und nochmal zur Klarheit, du musst dir nicht verbieten, so zu fühlen, sondern die Erlaubnis geben, das fließen zu lassen. Und es geht darum, ich will das nie wieder zulassen, im tieferen Sinne heißt das, ich möchte mich nicht mehr in Strukturen verlieren, in denen ich mich klein mache, um verbunden zu bleiben. Und das verändert den Blick komplett, dann geht es nicht mehr um die Frage, wen ich falsch gewählt habe oder warum er das passiert ist, sondern darum, was ist mein Standard und was akzeptiere ich zukünftig nicht mehr. Dieses, ich will das nie wieder zulassen, nicht mehr in solche Zustände zu kommen, in denen Liebe und Schmerz gleichzeitig aktiv sind, weil keine klare ein Ordnung möglich ist. Es ist ein Ausdruck von innerer, unabgeschlossenheit und ein ganz konkretes Beispiel, weil wir das auch oft haben, wenn wir alte Verletzungen noch in uns tragen, alte Bindungswunden durch emotionale Vernachlässigung, in Konsistenz, überkritische oder ablehende Eltern, dann hinterlassen diese Wunden zwar über widersprüchliche Impulse, einmal ein Bindungsbedürfnis. Ich will liebe Nähe an Erkennung, ich brauche das auch als Kind, aber auch selbst Schutz, wenn ich mich öffne, werde ich verletzt abgelehnt verlassen. Das heißt, ich habe lebe in dieser Ambivalenz vielleicht auch schon in der Kindheit. Ich hasse es, abwehr Schutz, Widerstand gegen die Verwundbarkeit, dass ich dich liebe, echtes, tiefes Bedürfnis nach Bindung. Und das ist dann ein Überlebensmechanismus, der sich daraus aktiviert und es kann sein, dass der in der Trennung jetzt wieder aktiviert wird, um ihnen im Kern zu verstehen und dann auch aufzulösen. Ich will hier mal so ein simples Beispiel nehmen, wie sowas in der Kindheit entsteht und davon haben wir zuhauf. Ein kleines Mädchen, das hat mit voller Freude, kommt zum Vater, hat ein Bild gemalt, sie ist stolz aufgerecht, sucht Blickkontakt, Verbindung an Erkennung und der Vater sitzt gestresst am Tisch, schaut kaum hoch und sagt nur nicht jetzt oder schlimmer, das ist doch nicht so wichtig. Und für den Erwachsenen ist es vielleicht ein kleiner Moment und für das Kind kann es ein innerer Einschlag sein, denn in diesem Moment passiert beides gleichzeitig. Ich will, dass du mich siehst, das heißt, es kommt mit einem Grundbedürfnis zum Erwachsenen und gleichzeitig es tut weh dich zu brauchen. Das Kind geht vielleicht zurück in sein Zimmer, es mal weiter, aber innerlich entsteht etwas sehr widersprüchliches. Ein Teilruf bitte lieb mich, bitte schaue mich an und ein anderer Teil beginnt bereit, sich zu schützen. Ich zeig dir nie wieder, dass ich dich brauche und wie wichtig du mir bist. Und dann entsteht eine innere Ambivalenz, nicht theoretisch, sondern körperlich erfahrbar. Und dann entwickelt das Nervensystem schon früh Schutzstrategien. Und das kann später als Erwachsene dann so aussehen, wir haben dieses Thema immer mit Nähe und Distanz. Auf der einen Seite sind sie dich nach Nähe, möchte es gesehen werden, möchte es geliebt werden, aber vielleicht sobald ein Mann emotional wirklich nahe kommt, taucht gleichzeitig Widerstand auf. Kälte, Aggression, Rückzug, also dieser innere Saboteur, nicht weil keine Liebe da ist, sondern weil Liebe alte Verletzbarkeit aktiviert. Und dann kommen diese Sätze, ich hasse es wie abhängig, ich mich fühle, ich hasse es, dass du mir wichtig bist und ich hasse es, dass ich dich liebe. Und das ist die Ambivalenz, dein Bindungsbedürfnis ist echt. Und der Selbstschutz ebenfalls. Und Wut ist dann nicht das Gegenteil von Liebe, sondern der Schutzpanzer um eine alte Verletzung haben. Wenn ich mich wirklich öffne, verliere ich Kontrolle, wenn ich nähe zulasse, kann ich wieder übersehen werde. Wenn ich brauche, mache ich mich verletzlich. Und dann ist dieser innere Zustand, es zieht dich auf der einen Seite zu dem Menschen hin und gleichzeitig weg von ihm. Und was dann passiert ist und das passiert auch in der Trennung, gleich es ist ein Anteil von dir, der sich nach der Nähe zurücksehnt und ein Anteil in dir, der sich schützen will. Und diese Ambivalenz entsteht halt oft, wenn wir in der Phase sind, wo die alten Wunden langsam heilen, wo wir in Selbstwert und emotionale Suburinitätereinwachsen, wo diese früheren Bindungsängste und auch das, was wir in der Beziehung geschluckt haben, endlich Raum findet und sich so unser Herz für uns selbst wieder öffnen kann. Und wenn Hass da ist, dann braucht es Ausdruck und Regulation, damit er sich nicht verfestigt sind, sind keine Emotionen, die man einfach weg haben, sondern unvollständig verarbeitete, emotionale Prozesse. Und jetzt schauen wir nochmal auf die Liebe. Wie Paradox ist es denn eigentlich, jemanden zu lieben, der ein verletzt hat? Jemanden zu vermissen, dann, bei dem man gleichzeitig gelitten hat, sich nach einem Menschen zurückzusehen, ob wo man tief im Inneren weiß, dass man dort nicht wirklich glücklich war. Und hier beginnt eine tiefe Wahrheit, sichtbar zu werden. Es geht nicht mehr wirklich um den Menschen selbst an dem wir festhalten, sondern an dem Gefühl, dass durch ihn in uns aktiviert wurde. Und das macht diese Dynamik so komplett verwirrend. Denn rational ist vielleicht längst klar, ich war dort nicht glücklich, die Beziehung hat mir nicht gut getan, ich muss zu mich verwiegen, ich habe gelitten, was auch immer und trotzdem zieht es innerlich zurück. Weil der Nervensystem hat nicht den Menschen gespeichert, sondern es hat ein Zustand gespeichert, der mit ihm verbunden war. Und das war vielleicht nähe, es war gewollt sein, es war Sicherheit, aber auch Vertrautheit, nicht alleine sein, gemeinsame Alltag, ein Gefühl von Heimat. Und all das ist noch mit der Person verknüpft. Das bedeutet, wenn ich an ihn denke, dann aktiviert sich nicht nur eine Erinnerung in meinem Kopf, sondern ein komplett innerer anderer Zustand, plötzlich spür ich wieder. Eine Wärme, eine Verbundenheit, eine Vertrautheit, eine Identität, eine Orientierung. Und dann fühlt sich loslassen oft an, als würde man nicht nur ein Menschen verlieren, sondern ein Teil von sich selbst. Und der entscheidende Punkt darin liegt, das Gefühl ist in dir. Das Gefühl ist in dir. Der andere Mensch kann das auslösen, aber erst nicht die Quelle. Er hat vielleicht lieber aktiviert, oder Sicherheit, oder Ruhe, oder Lebendigkeit, oder das Gefühl gesehen zu werden. Aber und jetzt kommt das wunderschöne aber. Dieser Zustand ist in dir, in deinem eigenen Nervensystem, in deinem Körper, in deine eigenen Innenwelt. Und das macht es so wertvoll, weil hier beginnt Heilung, nicht in dem wir uns zwingen, das nicht mehr zu fühlen, nicht in dem wir den Ex-Abwerten, weil wir das noch fühlen, nicht in dem wir gegen diese Gefühle kämpfen, die wir noch mit ihm verbinden, sondern in dem wir langsam erkennen, oh, ich vermisse gerade nicht nur ihn, ich vermisse ein Gefühl in mir. Und dann verschiebt sich der komplette Prozess weg von, wie komme ich zurück zu diesem Menschen hinzu, wie komme ich wieder in Verbindung mit diesem Zustand, mit diesem Gefühl in mir, ohne es an ihn zu binden. Denn Sicherheit, da wieder in dir entstehen, Wärme, da wieder in dir entstehen, Lebendigkeit, da wieder in dir entstehen, Liebe, da wieder in dir entstehen. Und dann wird aus emotionaler Abhängigkeit langsam wieder innere Selbstanbindung und dadurch löst sich die Verknüpfung. Der Ex war nicht die Liebe selbst, er war der Auslöser für einen Zustand, den Dein System jetzt lernen darf, wieder aus sich selbst herauszuerleben. Und genau dann entsteht eine Frau, die sagen kann, ein Teil von mir will zurück, zurück in die Vertrautheit, zurück in das Gefühl von nähe, zurück in das Bekannte, aber ich verrate mich nicht mehr dafür. Und das ist ein riesiger Unterschied und das ist oft dieser Punkt, wo man sich die eigene Würde zurückholt, weil vorher ist die Sehnsucht oft stärker als die eigene Wahrheit und wir blenden die Wahrheit aus. Die Angst vor Verlust ist stärker als die eigenen Grenzen. Die Hoffnung auf die Liebe stärker darauf, als der Blick, wie man sich selbst dabei hat, behandeln lassen. Und je mehr wir diese Gefühlen uns wieder integrieren, dann wird beides möglich, deine Gefühle dürfen da sein, ohne dass sie automatisch bestimmen, wohin man geht, weil Reife bedeutet nicht mehr zu fühlen, Reife bedeutet, etwas fühlen zu können, ohne sich selbst dafür zu verlassen. Und dann entsteht eine ganz große echte innere Stabilität, nicht aus Herde, nicht aus sich braucht niemand mehr, sondern aus einem neuen inneren Satz, ja, ein Teil von mir sehnt sich noch danach, aber ein anderer Teil hat endlich gelernt, diese Gefühlszustände in sich selbst zu finden. Und das ist der Weg in komplette Autonomie und zwar nicht nur Autonomie aus der Trennung von diesen gegenüber, sondern Autonomie für jede Beziehung, die danach kommt, weil du dann das, was du empfängst als Geschenk bekommst, aber es macht dich nicht mehr vollständig und komplett, weil du schon vollständig und komplett bist. Ich hoffe, diese Folge hat dich mitgenommen auf die Reise, dass ich hasse ist, dass ich dich liebe, kein Widerspruch ist, sondern ein Moment, ein ganz kostbarer Moment, in dem du beginnst, liebe, schmerz und selbstschutz in dir zu entkoppeln und dich selbst dabei nicht mehr zu verlieren und in deinen eigenen Wert, in deine eigene Würde wieder hineinzuwachsen. Und das wünsche ich dir, in deine Autonomie, in deine Würde, in deine ganze Zeit. Und all das dieses Portpouris kein Widerspruch, sondern der Weg zur Klarheit. Wenn du doch die Folge kommt dieses Wochenende raus, wenn du noch die letzte Möglichkeit haben, möchtest am Dienstag starten wir mit dem SOS-Kompack-Kurs, da geht es um in diese innere Verschiebung, wo Schuldgefühle, Gedanken, Sehnsucht, aber auch die Trigger Stück für Stück auseinanderzunehmen und wieder mehr bei dir selbst anzukommen und ich freue mich auf dich und bis nächste Woche.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Hass, dass man noch liebt, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Ausdruck einer tiefen inneren Ambivalenz zwischen Bindung und Selbstschutz.
  2. Diese Gefühle entstehen aus gespeicherter Anpassung, Ohnmacht und unerkannter Wut, nicht aus echter Aggression, sondern aus einem Versuch, sich vor Verletzung zu schützen.
  3. Der Hass ist oft ein Spiegelbild einer inneren Verletzung, die durch lange Jahre von abgewerteten Beziehungen und fehlender Grenzen verursacht wurde.
  4. Die Aussage „Ich will das nie wieder zulassen“ bedeutet nicht Hass, sondern eine Rückkehr zur Selbstachtung und zu klaren Grenzen.
  5. Der Prozess der Heilung beginnt nicht mit der Abschaffung des Hasses, sondern mit der Auseinandersetzung mit Wut, Ohnmacht und Selbstverletzung.
  6. Die Wut wird nicht als Drittes verstanden, sondern als ein gesundes Signal, das zeigt, dass ein Verhaltensmuster lange nicht ausgedrückt wurde.
  7. Die innere Ambivalenz, die in Kindheit durch Vernachlässigung oder Ablehnung entstand, bleibt oft aktiv und führt zu Spannungen zwischen Nähe und Abstand.
  8. Heilung entsteht, wenn das Gefühl der Verletzung nicht an die Person gebunden wird, sondern in sich selbst erkannt und erneut erlebt wird.

Summary:

Der Satz „Ich hasse es, dass ich dich noch liebe“ wird nicht als Zeichen von Zorn oder Schuld verstanden, sondern als ausdrücklicher Hinweis auf eine tief verwurzelte innere Ambivalenz. Diese Entstehung beruht auf langjährigen Mustern der Anpassung, wobei Wut und Ohnmacht sich schleichend gespeichert haben. Der Hass ist kein echter Hass, sondern ein gespeicherter Ausdruck von Verletzung, der sich aufgrund fehlender Grenzen und mangelnder Selbstwertverankerung bildete.

Zentrale Erkenntnis ist, dass das Gefühl nicht auf die Person gerichtet ist, sondern auf die eigene Beziehung zu Verletzbarkeit und Selbstschutz. Der Prozess der Heilung beginnt nicht damit, das Gefühl zu verdrängen, sondern mit der Auseinandersetzung mit den tiefen Ursachen: Wut, Ohnmacht, Selbstverletzung und frühe Bindungserlebnisse. Es geht darum, dass der Mensch lernen kann, sich selbst zu sehen, ohne an einen anderen zu binden.

Die Wut wird nicht als feindlich aufgefasst, sondern als ein Signal, dass ein Verhaltensmuster aus der Vergangenheit nicht ausgedrückt wurde. Der Kern des Heilungsprozesses ist die Erkennung, dass Liebe und Schmerz gleichzeitig existieren können, aber nicht in einem Zustand der Unklarheit. “ Dieser Übergang bedeutet nicht, dass der Widerstand verschwindet, sondern dass er in einer gesunden, nicht destruktiven Form ausgedrückt wird.

Zentral ist die Erkenntnis, dass das Gefühl der Vermisshaltung nicht an den anderen liegt, sondern an einen inneren Zustand – wie Sicherheit, Nähe oder Heimat –, der in der Vergangenheit aktiviert wurde. Die Heilung entsteht, wenn dieser Zustand wieder im eigenen Körper und Verstand erkannt und erlebt wird, ohne dass er an eine Person gebunden wird. So entsteht eine innere Autonomie, die nicht von der Trennung abhängt, sondern eine neue, selbstsichere Basis für zukünftige Beziehungen bietet.

FAQs

Der Hass entsteht nicht aus echter Feindschaft, sondern als gespeicherter Schutz vor alten Verletzungen. Er ist ein Zeichen dafür, dass dein Nervensystem noch mit der Beziehung verflochten ist und Wut, Ohnmacht und Selbstverletzung nicht ausgedrückt wurden.

Ja, das ist normal. Dieses Gefühl spiegelt eine innere Ambivalenz wider – ein Teil von dir will binden, ein anderer will sich schützen. Es ist kein Zeichen für Schwäche, sondern ein Hinweis auf eine ungeschlossene Bindung.

Das ist keine Härte oder Abneigung, sondern ein klares Signal, dass du deine Grenzen wahrnimmst und nicht mehr in Beziehungen hineinsteigen wirst, die dich ausnutzen oder deinen Selbstwert untergraben.

Nein, Hass ist oft ein gespeicherter Ausdruck von Wut und Ohnmacht. Er ist kein echter Hass gegen jemanden, sondern ein innerer Schutz, der es braucht, um ausgedrückt und verarbeitet zu werden.

Weil du lange in der Selbstverletzung leben musstest. Du hast deine Grenzen aufgegeben und hast Verantwortung für die Beziehung übernommen, was zu einer inneren Abhängigkeit und Selbstkritik führte.

Durch körperliche Anerkennung und Ausdrucksraum – zum Beispiel durch Atmen, Körperwahrnehmung oder durch bewusste Gespräche. Es geht darum, die Emotionen nicht zu unterdrücken, sondern zu bewegen und zu verarbeiten.

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