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642: 6 Fehler, die auch fortgeschrittene Deutschlerner machen

28m 9s

642: 6 Fehler, die auch fortgeschrittene Deutschlerner machen

In dieser Episode des Easy German Podcasts beleuchtet Erik, der Deutschlehrer, häufige Fehler von mittelstufenorientierten Lernenden. Dabei stellt er insbesondere die Verwechslung von „bleiben“ und „übernachten“ sowie „nur“ und „erst“ vor, um die unterschiedlichen Bedeutungen und Kontexte zu verdeutlichen. Ein weiterer Punkt ist die korrekte Anwendung von Dativ und Akkusativ – mit der Regel, dass Dativ vor Akkusativ steht, außer bei betonten oder speziellen Ausdrücken. Auch die Unterscheidung zwischen „Wenn“ (zukünftige oder regelmäßige Ereignisse) und „Als“ (einmalige Vergangenheitsereignisse) wird erklärt. Zudem wird der Fehler beim „zu“-Infinitiv aufgegriffen, insbesondere dass Modalverben wie „müssen“, „wollen“ oder „sollen“ kein „zu“ benötigen. Erik betont, dass die deutsche Sprache präzise und differenziert ist, was für Lernende Herausforderung, aber auch Tiefe darstellt. Die Diskussion zeigt, dass Fehler lernen fördern und nicht zu demotivieren sind – gerade wenn sie offen und sachlich kommuniziert werden. Die Lernenden erhalten praktische Beispiele und Tipps, wie sie ihre Aussagen präziser gestalten können. Die Episode zeigt, wie ausführliche Sprachdifferenzierungen in der deutschen Sprache die präzise Kommunikation ermöglichen. Die Erkenntnisse werden durch Beispiele aus der Easy German Discord-Community gestärkt und durch verlinkte Videos ergänzt.

Transcription

3544 Words, 21467 Characters

German
Herzlich willkommen zurück im Easy German Podcast. Heute wieder als Video und heute mit besonderen Gästen nämlich einmal unser Deutschlehrer Erik. Und unserem dauerhaften Deutschlerner Janosch. Janosch, wie geht's dir heute? Ja, ich lerne, dauernd haft Deutschwemer. Erik, wie geht's dir? Ja, sehr gut, alles super. Erik, du hast wieder ein Thema für uns vorbereitet. Heute ein sprachliches Thema. Als wir uns das letzte Mal in dieser Gruppe getroffen haben, haben wir über Janosch's Fehler. Wir lacht. gesprochen und davon gelernt. Und heute lachen wir richtig viele Menschen aus. Wir geht aus Erik. Ich möchte sagen, Fehler sind nie ein Grund zu lachen, aber starten wir erst mal in unser. Thema der Woche. Thema der Woche sind heute typische Fehler. Die fortgeschrittene oder intermediate Deutschlehrnende im Deutschen machen. Was ist denn das deutsche Wort für intermediate? Mittelmäßig. Mittelmäßig fortgeschrittene Deutschlehrnende. Warum mittlerer Stufe? Weil. Es ist nicht. Ja und weil es auch viele Fehler gibt, die Lernende aus dem Anfang, die Niveau einfach, glaube ich, auch mitnehmen in die höhere Niveau. Und weil unser Publikum hier hauptsächlich im B1-B2-Niveau seid, haben wir durch eine Umfrage erfahren. Und wir haben heute mal Janosch zu gänzt. Ich habe das sehr segret gemacht. Das ist sehr segret. Hoffentlich ohne segret. Ja, wir haben nämlich beim letzten Mal deine Fehler im Deutschen angekommen. Und ich fand das war eine sehr schöne Episode. Wenn man über Fehler spricht, ist das ja immer schwierig. Weil es kann sowohl demotivieren als auch motivieren. Und die Kommentare, die wir erfahren haben unter dieser Sendung, die wir auch hier oben noch mal verlinken, waren sehr positiv. Denn viele Leute haben gesagt, wow, wenn Janosch Fehler macht und darüber sprechen kann, dann muss ich mich für meine Fehler nicht schämen. Ja, und doch. Erik, wie siehst du das denn als Deutschlehrer? Viele Leute haben ja Angst vor ihrem Lehrer, weil er sie immer an die Fehler erinnert. Ja, dann ist es ein schlechter Lehrer oder eine schlechte Lehrerin. Wie würdest du das angehen? Ich würde auch erst mal davon ausgehen, dass wir Fehler machen dürfen. Und auch Fehler machen müssen, um weiterzukommen beim Deutsch lernen. Und auch, wenn das unangenehm ist. Und auch, wenn das vielleicht auch mal wie tut, gehört das einfach dazu. Das hast du gut gesagt. Wir müssen Fehler machen. Wir müssen die Fehler machen, damit wir uns weiterentwickeln können. Und deshalb hat Erik sich mal eure Fehler angeguckt. Wir haben tatsächlich wieder über einige Wochen Fehler notiert. Uns Notizen gemacht. Heimlich. Wir haben diesmal unsere Easy German Community bei Discord untersucht. Viele von euch sind schon ein Mitglied von Easy German. Das heißt, ihr bekommt Zusatzmaterialien jede Woche zu unseren Videos, zu unseren Podcastepisoden und lernt mit uns auf unseren Lernplattform Deutsch und schreibt mit uns auf Discord. Und du, Erik, du warst so fies, du hast das nicht nur bei Discord. Ich Fehler korrigiert, sondern auch aufgeschrieben, wenn du einen Fehler häufig entdeckt hast. Ja, richtig. Dabei ist mir aufgefallen. Ich habe ja viele Texte von unseren Mitgliedern gelesen korrigiert. Und dabei sind mir einige Fehler aufgefallen, die immer wiederkommen von verschiedenen Menschen, oft auch von Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen. Und genau diese Fehler, die sich helfen bei fortgeschüttlichen Lernen, die wollen wir uns heute mal anschauen. Wir fangen an mit dem ersten Fehler. Was ist dir aufgefallen, Erik? Was passiert immer wieder? Das ist eine Verwechslung von zwei Wörtern. Und zwar die beiden Wörter bleiben und übernachten. Und da habe ich auch einen Beispielsatz gefunden auf Discord, den würde ich einmal vorlesen. Für mich gibt es nur zwei effiziente Wege, in denen man wirklich eine neue Stadt entdeckt. Erst kann man in einer Jugendherbberge bleiben, bei man da viele Leute kennenlernen. Bleiben in einer. Es ist ja nicht unbedingt. Es ist schon ein bisschen. Also, ich verstehe was die Person sagen will sofort. Aber Mann würde er natürlich übernachten. Ja, finde ich auch, es klingt irgendwie etiomatischer für meine Ohren. Idiomatisch, was heißt das, Erik? Ja, üblich. Genau, üblich. So wie ein Muttersprachler reden, das sagen würde. Und warum kann man nicht bleiben sagen? Kann man. Man kann das sagen, aber das ist glaube ich in erster Niene aus dem englischen Rüber geschwabt. Da hat man ja Tuesday und das kann man eben für verschiedene Bedeutungen benutzen. Du kannst meinen Bleiben also übernachten und in deutschen Differenzieren wird das halt, indem wir zwei verschiedene Wörter benutzen. Genau, du kannst bleiben sagen, aber dann meinst du etwas anders. Was denn? Ja, dass du das vielleicht zwei Tage bleibst oder vier Tage? Du kannst sagen, ich bleibe zwei Tage in einer Jugendherberge? Das kann man sagen, oder ich bleibe ein paar Tage in dieser Stadt. Aber so, wenn man jetzt über dieses. Wo übernachtest du oder wo kommst du unter, da passt finde ich übernachten, dann doch besser. Es macht es irgendwie klarer. Ja, ist ein bisschen ähnlich zu diesem mit den Fortbewegungsmittel. Im englischen sagt man, zu go, für vieles. Und im deutschen sagt man das sehr differenziert. Wenn man sich mit dem Fahrrad bewegt, sage ich, ich fahre zum Büro. Wenn ich zu Fuß gehe, sage ich, ich gehe zum Büro. Wenn ich mit dem Flugzeug fliege, sage ich, ich fliege. Man kann nicht einfach sagen, "I go to Hamburg". Also man muss schon sagen, wie an dahin kommt. Toll, das ist vielleicht schon ein erster guter Tipp. Was hast du noch auf deiner Liste? Das nächste sind auch wieder zwei Wörter, die gerne verwechselt werden. Und zwar die beiden Wörter, nur und erst. Da haben wir mal ein ganzes Video zugemacht, glaube ich. Und trotzdem kann ich das jetzt spontan nicht erklären. Janos, hast du diesen Fehler schon mal gemacht? Kennst du den Fehler? Mit Sicherheit, aber mit Sicherheit auch. Aber ich da ist einfach schon Intus. Das habe ich drin. Ich glaube schon, dass ich das richtig benutze. Aber ich bin gespannt, wie ehrlich das ist erklärt. Wollen wir die Fehler machen? Und warum? Ja, ich würde gerne einen Beispielsatz nehmen. Und zwar Janosch hat heute nur einen Kaffee getrunken. Nur bedeutet, dass es final ist. Und erst bedeutet, dass es noch mehr Möglichkeiten gibt. Erst bedeutet, es ist der Anfang von einer Reihe und auf der ersten Stelle, diese eine Tasse Kaffee und die anderen kommen noch. Genau, wenn ich sage, Janosch hat heute nur eine Tasse Kaffee getrunken, ist das nicht falsch, aber es bedeutet, der Tag ist vorbei. Wenn es aber zwölf Uhr mittags ist und ich sagen will, es könnten noch mehr Tassen kommen, dann sage ich, Janosch hat heute erst eine Tasse Kaffee getrunken. Und dann ist es auch nicht so gut, dass es nicht so gut ist. Und dann ist es auch gut, dass es auch gut ist. Ich habe den Zug vermisst, das ist vielleicht ein falscher Freund? Ja, genau, ganz genau. Und ich glaube, das ist auch in manchen anderen Sprachen so, dass diese beiden Bedeutung von demselben Wärb abgedeckt werden. Und auch in deutschen haben wir jetzt aber wieder zwei verschiedene Wärben, um die Bedeutung je nach Kontext zu differenzieren. Also klar, du kannst einen Bus vermissen, das bedeutet aber dann was anderes, als wenn du ihnen verpasst. Ich bedeutet, dass du in den Bus verknallt warst, du hast den Bus geliebt und jetzt ist der Bus weg und du vermisst in deinen Bus. Und ist traurig? Dass wir emotional, was negatives und verpassen ist dann einfach, ich bin zu spät und deshalb schaffe ich es nicht, in den Bus reinzugehen, es hat ein Verpasst. Hast du einen Beispielsatz dazu? Ja, einmal mit vermissen. Ich habe meine Schwester vermisst, als sie im Ausland war und dann eins mit verpassen. Ich habe meine Schwester verpasst, weil sie ist gerade vor fünf Minuten aus der Tür raus. Also ich habe sie nicht mehr gesehen. Ich habe sie verpasst, wir haben uns verpasst. Ja. Das heißt, vermissen ist etwas emotionales und verpassen, da geht's wirklich darum, man trifft sich nicht. Entweder ist der Zug schon weg oder die Schwester ist schon aus der Tür raus und es ist eigentlich eher etwas logistisches. Ja, genau, kann man so sagen. Schön. Und das Interessant ist einfach, dass das Englische da irgendwie ungenau ist in Anführungszeichen. Ah! Und gar nicht negativ gemeint. Und wir deutschen, deutschsprachigen Menschen, wir haben da halt noch mal eine Differenzierung in der Sprache. Ich habe das noch nie so gesehen oder noch nie so gewusst. Die deutsche Sprache ist eine differenzierte Sprache mit sehr vielen Details. Ja, aber die Sprachen, die mir so generalisieren, wie chinesisch zum Beispiel oder Englisch, weil sind dafür etwas kreativer, meine Meinung nach, weil es einfacher ist, zu was zu beschreiben, weil ich dann mit diesen kleinen Unterschieden nicht mehr abgeben. Aha, wo ja, weißt du das ja noch, sprichst du etwa chinesisch? Das habe ich mir gerade vor eine Minute herausgekommen. Erik, du als Sprachlehrer, was sagst du dazu? Ich finde es schön, dass die deutsche Sprache sehr genau sein kann. Darüber freue ich mich. Ich weiß aber auch, dass es die Sache teilweise komplizierter macht für euch, lerne. Wie hast du das empfunden, Janisch, als du Deutsch gelernt hast? Hast du das auch so empfunden, dass die deutsche Sprache sehr präzise ist mit bestimmten Sachen? Oder was eher für dich? Ja, es teigt sich, wenn man viele so viele Bücher liest. Da zeigt sich, dass manchmal in so fast schon lächerlichen Weise, also wenn du heidiger liest, dann nach fünf Minuten fängst du anzulachen. So unglaublich präzise dort geschriebenes oder immanuel Kant bekannt für die Präzision. Und das weiß ich nicht mal aus eigene Erfahrung, auch ein bisschen, aber vor allen Dingen darüber schreiben andere Philosophen oder andere Professoren. Und das ist ja bekannt. Aber wenn ich jetzt ein Leader-Text schreiben würde, dann würde ich das viel lieber auf Englisch machen als auf Deutsch. Weil auf Englisch ist einfach irgendwie alles zugänglicher. Wenn du einen Satz erfinden musst für deine Lyrics, dann Englisch bittet sich an. Und man wird nicht so schnell verfangen in die komplizierteiten der Sprache. Ja, meine Muttersprache ist polnisch und da wird jedes Wort dekliniert, auf eine spezielle Weise. Schreibt du da ein Riric, ja. Spannend, das ist schon mal eine spannende herangehensweise. Erik, was ist der nächste Fehler, häufige Fehler, der dir aufgefallen ist? Wir gehen einmal ein bisschen tiefer in die Grammatik rein und in die Fälle. Oh, jetzt wird's richtig lustig. Fälle, Janus, welche Fälle kennst du noch mal? Ich benutze drei Fälle im Deutschen. Nominativ, akusativ, dativ und der Rest nicht. Es gibt noch den Genitiv. Über welche Fälle sprechen wir jetzt, Erik? Wir konzentrieren uns auf den Dativ und den Akkusativ. Denn es gibt ja viele Sätze im Deutschen, wobei das gleichzeitig drin vorkommt. Und da stellt sich dann immer die Frage, in welcher Reihenfolge kommen die? Konzuerster dativ, konzuerster Akkusativ. Und da gibt's eine Regel? Ein paar Regeln, an denen man sich orientieren kann. Und da habe ich auch einen Beispiel mitgebracht. Das ist jetzt kein authentisches Beispiel. Also ich habe keinen gefunden auf Discord. Aber es ist ein Fehler, der oft gemacht wird und wo Leute Schwierigkeit mit haben. Okay, Beispielsatz. Ich schenke ein Pferd meinem Freund. Sehr realistischer Satz. Ja. Ich habe auch schon oft drüber nachgedacht, ein Pferd zu verschenken. Aber ja, ja, nur kannst du hören, was falsch an den Satz ist. Wirklich? Eigentlich ist das für mich alles richtig. Warte, warte. Lasst mich nachdenken, weil das ist jetzt gar nicht. Also ich schenke, es ist das Pferd. Ja. Also ich schenke ein Pferd meinem Freund. Genau. Und er glaub ich immer sagt, der einen Pferd, oder? Nein, Pferd ist richtig. Ich schenke mein Freund ein Pferd. Es ist richtig detliniert, aber was ist falsch, Erik? Ja. Zumindest ist die Reihenfolge nicht die Standardreihenfolge im Deutschen. Wir haben hier einmal, also richtig wäre, ich schenke, oder normal wäre, ich schenke mein Freund ein Pferd, das wäre so die Standardreihenfolge. Das heißt, dativ zuerst und danach das Akkusativ projekt. Wenn man zwei substantive in einem Satz hat. Ja. Und das ist das verabvolle in der Ponchensprache, in der Ponchensprache, dadurch, dass jedes Wort dekliniert wird, ist es völlig egal, wo du den haben willst. Und vielleicht noch mal mit einem anderen Beispiel. Es geht nämlich beides im Deutschen, aber nur, also es gibt ein Standard. Wenn du es anders machst, willst du etwas betonen? Zum Beispiel könnte ich sagen, ich gebe die Brille. Ich gebe Janus die Brille, wäre der Standard. Moment. Wenn ich aber sage, ich gebe die Brille Janus, dann betone ich, dass ich sie dir gebe und nicht dir. Ja. Und denn du kannst sagen, diese Brille gebe ich meine Frau. Ja. Das geht auch. Genau. Es gibt da Flexibilität, das ist auch schön. Aber das ist quasi für euch als Tipp, wenn ihr euch unsicher seid. Mit dieser Reihenfolge dativ vor Akkusativ in so einem Satz. Mit zwei Nomen seid ihr dann auf der sicheren Seite. Ja. Als Hilfestellung. Dativ vor Akkusativ ist die Regel. Es sei denn ihr möchtet etwas bestimmtes Betonen. Dann geht es auch anders. Genau. Und das Thema geht auch noch weiter. Man könnte ja auch sagen, ich schenke "S" meinem Freund. Das könnte man sagen, das wäre dann Akkusativ vor Dativ. Man könnte nicht sagen, ich schenke meinem Freund "S". Das klingt total komisch. Dann wäre dieses "S" irgendwie vielleicht eine Buchstabe eingemeiselt im Stein. Ich schenke meinen Freundes "S". Aber "S" du meinst immer noch das Pferd. Genau, das Pferd. Wir sind immer noch beim Pferd richtig. Der Unterschied ist einfach. Wir haben in diesem Satz auch ein Substantiv, aber auch ein Pronomen. Was vorher das Pferd war, ist jetzt "S" im Pronomen. In dem Fall haben wir zuerst das Pronomen, dem Fall "S" im Akkusativ. Und dann den Freund. Kompliziert. Normalerweise erst das "Ich schenke meinem Freund das Pferd". Aber wenn eines von den beiden ersetzt wird mit einem Pronomen. Dann zuerst das Pronomen. Ich schenke ihm das Pferd oder ich schenke "S" meinem Freund. Genau. Ich schenke "S" ihm. Genau. Das kann man sich vielleicht nicht machen. Ich bin kein Fernwirt. Kann man sich doch leicht merken, oder? Ja. Was ist noch auf deiner Liste? Als nächstes haben wir wieder zwei Wörter, die sehr oft verwechselt werden von Lernenden. Und zwar die kleinen temporalen Konjunktion "Wenn" und "Als". Temporale Konjunktionen. Was sind das? Ja, noch. Ja. Okay, du kennst die Wörter "Wenn" und "Als". Und ich bin ziemlich sicher, dass sich das valose "Verwechsel" und falsche Ansätze. Ich würde sagen, das ist der Topfehler, den ich auch höre, wenn ich mit deutsch Lernenden spreche. Es ist schwierig, die auseinanderzuhalten. zu halten. Denn im englischen könnten Sie beide mit mit "when" besetzt werden, gewinnt zum Beispiel Erik. Hier habe ich wieder ein Beispiel von unserem Discord Server und zwar "Ich habe meine Komfortzone verlassen, wenn ich nach Berlin umgezogen bin." Ah, okay. Sein Falscher Satz. Ich habe meine Komfortzone verlassen, als ich nach Berlin umgezogen bin. Genau. Wäre richtig. Wieso? Es ist eigentlich relativ simpel, dieses als das benutzen wir immer für einmalige Ereignisse, die in der Vergangenheit einmal passiert sind. Genau. Und dieses nach Berlin umgezogen bin, das ist halt einmal in der Vergangenheit passiert und nicht regelmäßig und deshalb benutzt man hier als. Okay. So Janisch, ein Beispiel aus deinem Leben, als ich heute Morgen beim Arzt war. Hat meine Ärztin sich sehr gefreut, weil die Ergebnisse der Blutuntersuchung alle sich drastisch verbessert haben. Gradulationen, Janisch. Ja, genau. Liebe Grüße an Frau Dr. Lauch. Liebe Grüße. Also das war ein Beispiel aus deinem Leben. Du warst heute Morgen beim Arzt, das ist abgeschlossen. Wenn du jetzt in der Zukunft sprichst, würdest du sagen, wenn ich morgen zum Arzt gehe, dann frage ich meine Ärztin, das und das. Wie sind die Ergebnisse von der Blutuntersuchung? Genau. Das wäre also die Zukunft. Also das kann man sich schon mal merken, als Vergangenheit, wenn Zukunft. Zukunft, oder Gegenwart. Oder ja. Oder auch generell Dinge, die regelmäßig passieren. Ja. Und das ist jetzt der Unterschied. Ja. Und deswegen ist es vielleicht auch schwierig, wenn etwas regelmäßig passiert. Zum Beispiel, wenn ich Montags, wenn ich Gitarrespiele, genau, passiert ja jeden Tag. Wenn ich Gitarrespiele, dann denke ich immer, an Liebe und dann denke ich immer, oder bei Janisch würde passen, wenn ich Bier trinke, denke ich, daran, dass Kari nicht möchte, dass ich es so fühlt. Nein, nein. Wenn ich nicht noch Bier getrunken habe, weil ich manchmal betrunken, ja. Erik, haben wir das gut erklärt? Ja, ich glaube schon, machen wir es nicht komplizierter, als es sein muss. Wir haben, glaube ich, auch haben wir dazu ein Video gemacht? Ich die Frage. Google mal. Leute. Easy German. Wenn. Als, guck mal, wir haben so viele Videos produziert, dass wir selber googeln müssen, tatsächlich vor sieben Jahren. Super. Wir werden Nummer 69. Wir verlinken es hier oben. Hast du noch einen letzten typischen Fehler für uns? Ja. Ich versuche es kurz zu machen. Es geht um den zu infinitiv. Zu infinitiv. Was heißt das denn? Also das Wort "zu" kenne ich. Grüß dich. Und im Deutschen gibt es verschiedene Werben und Ausdrücke, nach denen ein Verb steht in Kombination mit einem "zu". Das ist dann ein "zu" infinitiv. Zum Beispiel, ich versuche es kurz zu machen. Genau. Ich versuche es hier auszuhalten. Ich versuche besser Gitarre zu spielen. Ja. Ich muss sagen, diesen Fehler sehe ich sehr oft, uns war in beide Richtungen, entweder macht man ein "zu" dahin, wo kein "zu" sein muss oder man vergisst, dass zu, wie kann man sich das merken? Ja, ich würde empfehlen, einmal in Verbkategorien zu denken. Und zwar haben wir ja die Gruppe der Modalwerben, die kennen wahrscheinlich auch viele von euch. Zum Beispiel wollen sollen. Ja, da sind wir. Da für ich das erkläre. Ja, für Leute, die das. Ich bin selber Polen, der das lernen musste. Und zwar diese Modalwerben sind einfach die Elkestenwerben in der Sprache, so ungefähr. Die sind schon so alt, dass sie benutzt wurden, bevor es die Grammatik, die deutsche Grammatik überhaupt erstanden und festgehalten wurde. Und deshalb sind sie meistens völlig voller Ausnahmen. Sie benemen sich anders in der Sprache, sie konjugieren sich anders in der Sprache. Sie sind halt speziell und sie sind sehr alt und die muss man lernen und fertig dann hat. Erika, stimmt das. Ja, vielleicht. Aber ich mir gerade von einem Minute ausgedacht. Sehr schön. Was ich ergänzen würde, um das noch mal auf dem Punkt zu bringen, diese Modalwerben, diese Gruppe von Werben, braucht und darf keinen zu infinitativ haben. Also ich will arbeiten, du sollst nicht rauchen und so weiter. Sein oder nicht sein. Okay, das ist also die Regel. Die haben das nicht. Man muss sich also nur die fünf oder sechs Modalwerben merken. Ja, diese muss man sich merken und auch noch das Werb hören. Ich höre die Tür zu fallen, zum Beispiel auch da braucht man keinen zu und auch das Werb lassen ist auch noch so ein Klassiker. Ich lasse mir die Haare schneiden, nicht ich lasse mir die Haare zu schneiden oder sowas. Erika, jetzt muss man natürlich nur noch wissen, wann benutzt man zu überhaupt vor einem infinitiv. Ja, das ist auch noch mal ein größeres Thema an sich, um ein paar Beispiele zu nennen. Das sind Werben, wie zum Beispiel versuchen, vergessen, hoffen, beschließen. Also Werben, die irgendwie auf die Zukunft zielen und auch auf Konstruktionen mit adjektiven zum Beispiel, es ist wichtig, dies und jenes zu tun oder es ist schwierig, dies und jenes zu tun. Da gibt es aber ganze Listen und da können wir euch vielleicht noch eine unterm Video verlinken. Ich glaube, wir haben auch mal ein Video dazu gemacht mit Emanuel, das verlinken wir auch noch mal hier unten. Schwieriges Thema, Mariano, was sagst du? Ich möchte einen guten Rat geben als ein Mensch, der Deutsch lernen muss und der immer noch versucht, Deutsch möglichst fehlerfrei zu sprechen zu sprechen und zwar zu diesen Problemen und allen Problemen und das meine ich jetzt ernst, auch wenn das nicht ernst gleich flinkt. Nämlich fragt GeorgiPi, sagt hey GeorgiPi, erklär mir wie ein fünfjährigen dieses Problem und GeorgiPiPi ist wirklich gut da drin. Sehr gute Idee. Ja und einfach täglich mal hinterfragen, wenn man sieht, ob nicht sicher ist, ist das falsch oder richtig genau in so einem Moment. Kann man das probieren, auch wenn man wissen muss, dass GeorgiPiPi nicht immer 100% richtig ist, aber ein Deutschlehrer vielleicht auch nicht. Das war sehr schön, heute mit euch, Erik, danke, dass du diese Liste vorbereitet hast. Wenn ihr mehr Deutsch lernen möchtet, in dieser ominösen Discord-Gruppe, werdet gerne einen Mitglied von EasyGerman, wir korrigieren nicht alles bei Discord, aber regelmäßig gibt es Aufgaben zu unseren Videos und dann gibt es du auch Feedback, Erik. Ja, ich gebe persönliches Feedback zu den einzelnen Texten von euch. Fantastisch. Meldet euch an bei EasyGerman.org/membership und ich freue mich, wenn wir uns demnächst hier wiedersehen, dann wieder mit Manuel und unserem Podcast. Und vergesst nicht, das war ein Video Podcast heute bei YouTube, wir haben aber viel mehr Podcast-Appy-Soden, die nicht alle bei YouTube sind, die findet ihr in allen Podcast-Apps einfach nach EasyGerman suchen. Tschüss, liebe Leute. Tschüss. Und bis bald.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Fehler im Deutschen sind normal und notwendig für das Lernen, und die deutsche Sprache bietet detaillierte Unterscheidungen zwischen Wörtern und Konstruktionen.
  2. Häufige Verwechslungen wie „bleiben“ vs. „übernachten“ und „nur“ vs. „erst“ zeigen, dass Kontext und Bedeutung entscheidend sind, um klare Aussagen zu erhalten.
  3. Die Verwendung von Dativ und Akkusativ folgt einer Standardreihenfolge (Dativ vor Akkusativ), besonders bei Substantiven, wobei Ausnahmen für Betonung oder spezielle Konstruktionen existieren.

Summary:

In dieser Episode des Easy German Podcasts beleuchtet Erik, der Deutschlehrer, häufige Fehler von mittelstufenorientierten Lernenden. Dabei stellt er insbesondere die Verwechslung von „bleiben“ und „übernachten“ sowie „nur“ und „erst“ vor, um die unterschiedlichen Bedeutungen und Kontexte zu verdeutlichen. Ein weiterer Punkt ist die korrekte Anwendung von Dativ und Akkusativ – mit der Regel, dass Dativ vor Akkusativ steht, außer bei betonten oder speziellen Ausdrücken.

Auch die Unterscheidung zwischen „Wenn“ (zukünftige oder regelmäßige Ereignisse) und „Als“ (einmalige Vergangenheitsereignisse) wird erklärt. Zudem wird der Fehler beim „zu“-Infinitiv aufgegriffen, insbesondere dass Modalverben wie „müssen“, „wollen“ oder „sollen“ kein „zu“ benötigen. Erik betont, dass die deutsche Sprache präzise und differenziert ist, was für Lernende Herausforderung, aber auch Tiefe darstellt.

Die Diskussion zeigt, dass Fehler lernen fördern und nicht zu demotivieren sind – gerade wenn sie offen und sachlich kommuniziert werden. Die Lernenden erhalten praktische Beispiele und Tipps, wie sie ihre Aussagen präziser gestalten können. Die Episode zeigt, wie ausführliche Sprachdifferenzierungen in der deutschen Sprache die präzise Kommunikation ermöglichen.

Die Erkenntnisse werden durch Beispiele aus der Easy German Discord-Community gestärkt und durch verlinkte Videos ergänzt.

FAQs

Das Wort "bleiben" kann in der Regel von einem längeren Aufenthalt im Sinne von mehreren Tagen gesprochen werden, während "übernachten" für eine Nacht oder eine kurze Pause steht. In der deutschen Sprache wird diese Differenzierung bewusst betont, um den Kontext klarer zu machen.

Das Wort "nur" bedeutet, dass etwas einzigartig oder endgültig ist, während "erst" den Anfang einer Serie oder eine erste Möglichkeit beschreibt. Beispielsweise bedeutet "erst eine Tasse Kaffee getrunken" nicht, dass das Ende ist, sondern dass es eine erste Menge ist.

Das Wort "vermissen" beschreibt eine emotionale Verlustempfindung, wie beispielsweise eine vermisste Schwester. "Verpassen" bezeichnet ein logistisches Fehlen, wie z. B. einen Zug oder eine Begegnung, weil man zu spät war.

In vielen Sätzen ist die Reihenfolge von Dativ und Akkusativ wichtig, um den Satz klar und grammatikalisch korrekt zu gestalten. Die Regel lautet normalerweise Dativ vor Akkusativ, insbesondere bei zwei Substantiven.

Das Wort "Wenn" wird für zukünftige oder regelmäßige Ereignisse verwendet, während "Als" für einmalige Ereignisse in der Vergangenheit steht. Zum Beispiel: "Wenn ich zum Arzt gehe, frage ich nach den Ergebnissen" – Zukunft, während "Als ich zum Arzt ging, hat meine Ärztin sich gefreut" – Vergangenheit.

Modalverben wie "müssen", "sollen", "kann", "dürfen", "mögen" und "wollen" benötigen kein "zu"-Infinitiv. Diese Verben sind besonders alt und haben spezielle Konjugationsregeln, die sich von anderen Verben unterscheiden.

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