#59 Wenn Verständnis toxisch wird – und warum Entschuldigungen dich im Kreis halten
58m 9s
Verständnis ist eine wertvolle Eigenschaft, aber es kann toxisch werden, wenn es zur Toleranz und zum Verlust eigener Grenzen führt. Wenn man Dinge ausdauernd vertritt, um Konflikte zu vermeiden, verliert man sich im anderen und verliert seine eigene Wahrnehmung. Dieses Muster wird durch eine Angst vor Abgrenzung und Verlust verstärkt. Besonders schädlich ist die Schuldumkehr, bei der die Verantwortung verschoben wird, die eigene Wahrnehmung in Frage gestellt wird und sich der Schmerz durch Selbstzweifel verstärkt. Eine echte Entschuldigung ist klar, verantwortlich und bezieht sich auf das eigene Verhalten, nicht auf die Reaktion des anderen. Die Heilung beginnt nicht mit der Versöhnung, sondern mit der Anerkennung der eigenen Erfahrung und dem Wahrnehmen der eigenen Wahrnehmung. Werte geben dabei eine innere Orientierung, um klar zwischen gesundem Verständnis und toxischer Anpassung zu unterscheiden. Die Trennung ist ein entscheidender Moment, um eigene Muster zu erkennen, Verantwortung zu überprüfen und Grenzen zu finden. Wichtig ist, dass man nicht mehr auf eine Entschuldigung wartet, um abzuschließen, sondern sich selbst im Glauben an seine Wahrnehmung stärkt. Dieser Prozess führt zu einer klaren, wertbasierten Haltung, in der man sich distanziert, aber respektvoll verhält, ohne sich selbst zu verlieren. Der Weg zur Heilung ist nicht durch Vergebung, sondern durch echte Selbstwahrnehmung und innere Stabilität.
Oh Labondia, schöne Grüße aus Mallorca, bei 25 Grad und herzlich willkommen zu einer
neuen Folge an der Trennung wachsen, wenn Verständnis toxisch wird und weshalb manche
Entschuldigungen dich im Kreis halten.
Ich erlebe so viele Frauen, die so viel Verständnis haben und das ist eine ganz
wunderbare Eigenschaft, die wir in dieser Welt deutlich mehr brauchen.
Aber Verständnis ist nicht nur Mitgefühl, es ist so oft auch der Moment, in
dem wir beginnen und selbst zu verlassen.
Wenn du alles verstehen kannst, seine Vergangenheit, seine Wunden, seine Reaktionen, du weißt
wo es her kommt, welches Erfahrungen, welche Kindheit, welche Muster, welche Prägungen und so
weiter ihn zu diesen Reaktionen animiert haben, dann ist das erstmal eine ganz
starke Eigenschaft, sie ist reif, sie ist reflektiert, aber jetzt kommt das große
Aber das ist genau der Punkt, an dem eigene Grenzen anfangen zu verschwimmen, weil dieses
Verständnis kippt und es wird zu einer toxischen Toleranz nicht aus einer inneren Klarheit,
sondern oft aus einer Angst und dann passiert etwas ganz leises, du fängst an Dinge auszuhalten,
die dir eigentlich nicht gut tun, du erklärst das Verhalten, das dich verletzt, du hast
Verständnis dafür, warum er sich verhält und dann bleiben wir in Situation, indem wir
uns selbst immer mehr verlieren und das hat dann oft nichts mehr mit zu viel Liebe zu tun,
sondern mit ganz alten Muster, in einem Teil von dir, der gelernt hat, wenn ich verstehe,
bleibe ich verbunden, bleibe ich in dieser Bindung, bleibt Bindung erhalten, wenn ich mich dann
auch noch anpasse, werde ich nicht verlassen, das heißt ich schlucke, schön brav herunter und
wenn ich ruhig bleibe, gibt es keinen Konflikt, dann kann es nicht eskalieren und ich muss ihn
auch nicht konfrontieren, weil die Reaktion vielleicht nicht so ist, wie ich es gerne hätte,
und dann wird Verständnis zu einer Strategie nicht mehr um wirklich zu sehen, sondern um sich
nicht abgrenzen zu müssen, weil abgrenzen bedeutet Risiko, bedeutet Konflikt, vielleicht auch
verlust, vielleicht auch Schuldgefühle und dein System ist ganz intelligent, es sagt ich will
lieber verstehen, als mich dem Risiko auszusetzen und der Preis ist natürlich hoch, denn in dem Moment,
in dem wir Verständnis nutzen, um Dinge zu tellerieren, die uns eigentlich schaden,
dann beginnen wir uns selbst zu verletzen und dann passiert noch etwas auf der Beziehungsebene,
die Beziehung bleibt stehen, weil echte Begegnung braucht zwei Menschen, die beide Verantwortung übernehmen
und instinctiv wissen wir und das ist der Schutzmechanismus, der im Hintergrund läuft, wenn wir
ein Gegenüber wirklich zur Verantwortung ziehen, wenn wir ihn mit den Dingen konfrontieren,
dann wird er vielleicht keine Verantwortung übernehmen, sondern eher die Beziehung verlassen.
Jetzt sind wir ja an dem segensreichen Punkt, den Anführungsreichen, dass die Beziehung ja beendet
ist, das heißt die Trennung ist eingetreten und das ist dann die Möglichkeit wirklich mit einem
klaren Blick auf das Muster, auf das eigene Muster zu gucken und zu sagen, das nehme ich nicht
mehr mit, weil wenn wir alles erklären können, wenn wir alles verstehen und damit auch alles weich
machen, dann übernehmen wir auch ein Großteil der Verantwortung, die zu einem Gegenüber gehört
und das klingt dann oft so, er ist halt so, Ach, sie meinte das doch nicht so, ich weiß ja, er tut
sein Bestes und ja, das ist auch alles wahr, aber wenn du das für dich nutzt, um deine eigenen
Grenzen zu übergehen, dann wird aus Verständnis selbst verlust und vielleicht ist das genau der Punkt,
an dem du ehrlich hinschauen darfst, verstehe ich gerade oder vermeide ich, halte ich Raum oder
halte ich fest, bin ich in Verbindung oder habe ich mich und meine Bedürfnisse und Wünsche und Grenzen
schon längst verlassen und ganz oft verwechseln wir genau das mit bedingungsloser Liebe. Wir glauben,
dass es Liebe ist, alles zu verstehen, alles zu halten, alles zu tragen, aber das, was wir da
unbewusst leben, hat sehr viel mehr mit unserem Bindungsstil zu tun als mit Liebe, vor allem,
wenn du eher ängstlich gebunden bist, kennst du das vielleicht, die Verbindung fühlt sich unsicher
an und dein System reagiert mit noch mehr Anpassung, noch mehr Verständnis, noch mehr, ich halte das
schon aus, nicht, weil es sich gut anfühlt, sondern weil es sich vertraut anfühlt und genau da
beginnt Korabhängigkeit, du verlierst dich immer mehr im anderen, übernimmst Verantwortung für
seine Gefühle, erklärst sein Verhalten und entfernt dich dabei immer weiter von dir selbst, weshalb
der einfache Grund, weil du es so gelernt hast, vielleicht war es früher ein Umfeld, indem du dich
anpassen musstest, indem du gelernt hast, zwischen den Zeilen zu lesen, vielleicht ein Umfeld,
indem deine eigenen Bedürfnisse nicht wirklich Raum hatten, vielleicht erwachsene, die keine
Verantwortung für ihre Handlungen übernommen und das System macht daraus eine ganz einfache
Strategie, wenn ich verstehe, bleibe ich verbunden, aber das ist ein System, wo wir einen hohen Preis
für zahlen, wir halten nämlich Verbindungen aufrecht, in denen wir uns selbst nicht wiederfinden,
wo wir, ja, ich sag mal, immer dieses Nimm mit Brotkrumm abgespeist werden, wo wir verletzt werden,
wo wir vielleicht auch ausgenutzt werden und in dem Moment, wo wir unser Verständnis immer weiter
ausdenen, bis wir selbst überhaupt kein eigenen Raum mehr haben, unsere Grenzen kein Platz haben,
dann fängt dieser Selbstverlust an. Wir relativieren, was passiert ist, wir erklären,
warum der andere so ist, wir machen es irgendwie verständlich und während wir das tun, das ist,
wie gesagt, eine hohe empathische Eigenschaft, aber wir gehen Schritt für Schritt über unsere eigenen
Bedürfnisse, über Eigengrenzen und über unsere eigenen Verletzungen hinweg. Du bleibst vielleicht
ruhig, obwohl ich etwas verletzt, du hältst aus, obwohl es dir nicht mehr gut tut. Du sagst nichts,
obwohl eigentlich etwas gesagt werden müsste. Und das, was nach außen wie Mitgefühl aussieht,
ist in Wahrheit die Entfernung von dir selbst, weil das Verständnis nicht mehr dazu genutzt wird,
klarzusehen, sondern um nicht fühlen zu müssen, wo ist eigentlich meine eigene Grenze, wo ist
eigentlich meine eigene Verletzung und wo ist eigentlich mein Raum. Und wir beginnen uns immer
mehr selber zu verlassen, um die Verbindung zum anderen zu halten. Und Beziehungen betreffen nicht nur
Partnerschaften, sondern auch Freundschaften, den Arbeitskontext und oft passiert genau dort,
auch etwas sehr unscheinbares. Du wings vielleicht Dinge immer wieder ab, um das Liedemfriedenswilden,
du sagst nichts, du passt dich an, du gehst mit, obwohl es sich vielleicht innerlich nicht mehr
stimmig anfühlt. Und genau daraus entsteht mit der Zeit eine Form von toxischer Toleranz.
Etwas, was dir helfen kann, wieder klarer zu sehen, sind deine eigenen Werte. Denn wenn du
wirklich weißt, was dir wichtig ist, was für dich stimmt und was nicht mehr geht, dann bekommst du
eine innere Orientierung, einen Leidfaden, der dich trägt. Werte sind nicht einfach nur Meinungen,
sie haben etwas mit deiner Würde zu tun und deine Würde hat etwas mit deiner Integrität zu tun,
also damit, ob du dir selbst treu bleibst oder dich immer wieder übergest. Und wenn du deine
Werte klar hast, dann wird es auch leichter, deine Handlung einzuordnen. Du erkennst schneller,
wo du gerade noch flexibel bist oder wo du dich verlässt, um Bindung zu jemand anderen zu erhalten.
Und genau diese Klarheit hilft zu unterscheiden, wo ist echte Toleranz gesund und wo beginnt es,
gegen mich selbst zu gehen. Und dabei entsteht ein Kreislauf, den ich sehr oft sehe. Du beginnst
die selbst in die Verantwortung zu ziehen, um das Verhalten zu sein.
das anderen besser ertragen zu können. Das ist dann diese berühmt berüchtigte. Was muss
ich tun oder wo ist der Fehler in mir? Wie muss ich sein? Und da genau verlieren wir uns
wieder Stück für Stück. Und oftmals ist es ein ganz ausgeklügelter Schutzmechanismus,
weil wenn ich beginne, das war halten des anderen zu erklären, zu analysieren, dann entferne ich mich
von mir und da muss ich mein eigenen Schmerz nicht müh fühlen. Ein Beispiel ist, wenn jemand in der
Partnerschaft emotional nicht verfügbar ist, dann kann ich mir das erklären, mit der erst einfach
überfordert im Moment, er hat viel Stress, er kann gerade nicht anders. Gleichzeitig ist aber auch ein
Teil in dir, der sich eigentlich allein gelassen fühlt, dass ich nicht gesehen fühlt, dass ich nicht
wichtig fühlt und das löst einen Schmerz aus. Und wenn wir nur die eine Seite sehen, das
Verständnis für den anderen, dann verlassen wir den Teil in uns, der von uns gesehen werden möchte.
Dann haben wir, hab ich im Beispiel Rückzug oder Fungsstille, er braucht halt mehr Raum als ich,
er ist eher der distanzierte Typ. Und gleichzeitig merkst du aber eigentlich, ich werde hier emotional
nicht gehalten und das ist schmerzhaft. Und dann erklären wir uns das gerne als Charakter Eigenschaft eines
gegenüber zurück, es ist vielleicht ein vermeidener Bindungstyper, ist halt so. Dann gibt es wiederholte
Verletzungen in der Beziehung, er meint, dass nicht so, er ist halt so impulsiv, erarbeitet ja daran. Und
gleichzeitig etwas in dir wird immer wieder verletzt. Und wenn wir im Verständnis bleiben, weil wir sonst
diese Verletzung den Schmerz fühlen müssten, dann fühlen wir, dass diese Verbindung sich eigentlich
für uns nicht mehr sicher anfühlt. Dann haben wir fehlende Verbindlichkeit, ja ist einfach nicht der
Typ für große Gefühle, so ist er eben, er will sich nicht festlegen. Und gleichzeitig ist aber ein
Anteil in dir, der sich mehr Klarheit mehr nähe und mehr Verlässlichkeit und Verbindlichkeit
wünscht. Und dass sich selbst einzugestehen würde bedeuten, vielleicht auch zu erkennen,
dass man in einer Verbindung ist, die nicht wirklich trägt und nähert. Und in all diesen Situationen
passiert dasselbe. Wir verschieben den Fokus von unseren Gefühlen, von unserem Empfinden, ins
erklären eines Gegenübers. Und das hat einen ganz wichtigen Grund. Wir machen die Dinge ja nicht
einfach nur so. Die Erklärung gibt uns die Kontrolle über die Situation. Das Gefühl würde uns
in das Ohnmachtgefühl bringen. Also dieser Situation ausgeliefer zu sein und nichts tun zu können,
um ein Gegenüber davon zu überzeugen, bei uns zu bleiben oder sich zu verändern, damit die
Beziehung auf ein nächstes Level steigen kann. Und dieses Gefühl, das müssen wir erstmal halten
lernen, damit sich das Muster in uns ändern kann. Und vielleicht kennst du genau diesen Moment. Du spürst
wahrscheinlich in dir die Enge, die Traurigkeit, auch die Enttäuschung. Aber bevor du da wirklich
rein sinkst, beginnt der Verstand sofort zu arbeiten, erfängt an zu erklären, errelativiert,
er macht es verständlich und plötzlich klingt das Verhalten des anderen gar nicht mehr so schlimm.
Nicht weil dein Schmerz weg ist, sondern weil wir ihn versucht haben, mit den Gedanken wegzumachen.
Und das ist natürlich auf Dauer eine Einladung in Dynamiken, die ja einfach umgesund sind,
die eine große Unsicherheit auslösen. Und das Wunderbare ist ja jetzt in der Trennung,
ist das Kind ja schon in den Brunnen gefallen. Das heißt, wir müssen nichts mehr schön reden. Wir
können jetzt wirklich ungeschminkt und ungefiltert auf die Tatsachen gucken. Und das ist ein Prozess,
weil es einfach Schmerzhaft ist. Es ist ein Schmerzhafterprozess, sich einzugestehen, wo bin ich
selbst immer wieder um das lieben Friedenswillen über meine eigenen Grenzen gegangen? Wo habe ich
Dinge toleriert ausgehalten, die eigentlich gar nicht mehr tragbar gewesen sind, nur um diese Beziehung
zu sichern? Und dann sind wir wieder bei der Frage, wer hat denn das wir dieser Beziehung getragen?
Zu wie viel Prozent hast du Verantwortung für ein Wir übernommen? Und ich hör das so oft im
Coaching, mindestens 70, 80, 90 Prozent. Und das kann natürlich auf Dauer nicht funktionieren,
wenn der eigene Raum nur noch auf 10, 20 oder 30 Prozent minimiert ist. Das ist keine Beziehung,
in der du aufblühen kannst, in der du dich sicher fühlst, in der du dich verbunden fühlst. Und
bevor ich jetzt in das Thema der Entschuldigung eintrete, möchte ich noch kurz ein Weg beschreiben,
wie wir uns aus dieser Dauerschleife der toxischen Toleranz befreien können. Vergebung ist ein Schlüssel.
Wir müssen aber einmal unterscheiden zwischen Vergebung und Versöhnung. Vergebung bedeutet nicht, dass du
etwas gut heißt oder etwas vergisst. Vergebung bedeutet, dass du bereit bist, den Gefühlen in dir
zu stellen, dem Schmerz, der Wuh, der Trauer, der Enttäusch und der Ohn macht. Und ich dadurch
Schritt für Schritt von der inneren Last der Trennung befreist. Das ist kein einmaliger Akt, sondern
ein großer Prozess der Verarbeitung. Und der Prozess, der einfach so lange geht, bist du wirklich
wieder in Frieden mit dir und dem Geschehen bist oder, um wie es Marktwain formuliert hat,
Vergangenheit ist dann, wenn es nicht mehr wehtut. Und irgendwann passiert in diesem Prozess etwas
entscheidendes. Du hörst nicht auf zu vergeben, du hörst auf, dich dabei selbst zu verlassen und das
ist ein großer Unterschied, weil Vergebung da nicht mehr bedeutet, dich zu erklären, dich klein zu
machen oder den Schmerz wegzudenken, sondern bei dir zu bleiben, während du fühlst, was ein
Gegenüber wirklich in dir ausgelöst hat oder auch jetzt auslöst. Du hörst auf, dich über
Verständnis zu regulieren und beginnt dich über die eigene Wahrheit und im Selbstkontakt mit dir
und deinen Emotionen zu halten. Und das ist der eigentliche Entwicklungssprung in der Verarbeitung
und in der Vergebung. Und ein paar Gedanken, die dir vielleicht helfen, diese innere Haltung zu
finden, Frieden heißt nicht Offenheit. Du kannst innerlich ruhig sein, aber gleichzeitig klar
begrenzen. Und Frieden ist ein innerer Zustand, aber kein Vertrag über einen Neubegin. Du schuldest
niemanden verfügbarkeit. Und wir können, wenn wir sehr weit in unserem Prozess sind und wirklich
auch schon viel innere Arbeit gemacht haben, die Wut gespürt haben, die Enttäuschung gespürt haben,
dann sind wir an einem Punkt, wo wir uns gut regulieren können. Das heißt, du kannst bei jedem neuen
Kontakt die Verletzung und die Art und Weise, wie jemand dich behandelt ist die gleich, aber es triggert
dich nicht mehr. Es ist kein Schmerz mehr da, du hast das alles aufgelöst. Das heißt, du kannst es
jedes Mal in Anführungszeichen wegatmen. Aber das ist ja kein Zustand einer fruchtbaren wachsenden
Beziehung. Und das muss uns einfach bewusst sein, weil wir kommen an dem Punkt, wo wir wirklich in
Frieden sind, wo uns ein Gegenüber nicht mehr triggert. Aber das heißt, nicht die Tür wieder aufzumachen
für einen Neubegin, wenn kein Wachstum stattgefunden hat. Und auch die Last von Groll und Wut bloß
zu lassen, bedeutet nicht, alles ist wieder gut. Kein Groll bedeutet in erster Linie erst mal. Ich
trage es mich nicht mehr mit mir herum. Ich habe mich von der Last der Wut, das Grolls, Bitterkeit, all das,
was da hochkommt im Laufe der Trennungsverarbeitung befreit. Ich trage diese Last nicht mehr mit mir,
ich bin wirklich in Frieden. Was aber nicht bedeutet, es ist die Einladung, ich bin wieder offen
und somit auch wieder verletzbar. Und ich investiere wieder in eine Beziehung, wo ein Gegenüber nach wie
vor keine innere Entwicklung genommen hat. Und die neue Position ist, ich sag mal, relativ nicht
an Emotionslos, aber sehr würdevoll und klar. Und sie fühlt sich im ersten Moment sehr ungewohnt an,
weil sie sonst dieses Verständnis hat etwas warmes, verbindliches. Die Wut hat etwas eher kalt
abweisendes um uns zu schützen. Und die neue Position ist,
Es ist eher, ich bin respektvoll, ich bin freundlich, aber distanziert mit klaren inneren
Grenzen und ich bin präsent, steiger aber emotional nicht mehr ein und das ist kein künstlicher
Frieden, sondern wirklich regulierte innere Nähe und ein Satz, der vielleicht unterstützen
kann ist, ich bin mit mir im reinen und mehr schulde ich hier nicht, oder auch Vergebung
habe ich mir selbst gegeben, Zugang bekommt aber nur wer Verantwortung übernimmt und wenn
ihr euch begegnet darfst du normal sprechen ohne etwas klären zu müssen, nicht erklären
wie du dich gerade verhältst und auf dein Körpergefühl hören. Wenn es sich schließt, dann
ist das eine Informationen, was du nicht mehr tun musst ist, Harmonie herstellen, beweisen
vielleicht, dass du drüber hinweg bist, wieder die Rolle einnehmen, des Verständnis,
die die früher geschützt hat, aber dich dann selbst gekostet hat. Und vielleicht ist es neue
dann genau das, kein Roll, keine Hoffnung, keine Selbstverläugnung, ein ruhiges Nein ohne
Drama und ich weiß von vielen Frauen, die sich immer wieder in Mitleid verlieren, dem Blick auf das
gegenüber, vielleicht auch den Schmerzusspüren, die Unfähigkeit zu spüren und Schwups sind sie wieder
drin im Verständnis, im Problemlösen, in Verantwortung tragen und der innere Ablauf ist so
ungefähr du spürst, den Schmerz, die Unreife, die Unfähigkeit des anderen und dein Mitgefühl
aktiviert sich und dann kommt das alte Muster, ach komm lass gut sein der Arme und dann nimmst
zu dem anderen die Konsequenz ab, du trägst den Rest Schmerz allein und das ist kein Vergeben,
das ist vorweg genommen eine Entlastung, Vergebung bedeutet nicht Versöhnung und ich möchte
jedes Beispiel des Honoponobonus einfügen, das ist dieses Havajanische Vergebungsritual und
ich erlebe das sehr häufig, sehr verkürzt, meist auf diese Viersätze, es tut mir leid, bitte
verzahl mir, ich liebe dich Danker und das wirkt und so wird es auch angebriesen wie ein reines
Vergebungs- oder Loslassritual, aber im ursprünglichen Havajanischen Kontext ist es deutlich
tiefer und viel systemischer gedacht, das ist ursprünglich kein innere Selbsthilfe Mantra,
sondern ein kollektiver Klärungsprozess innerhalb von Familien oder Gemeinschaftsystem, das heißt
er gehören mehreren Personen zu, Ziel ist nicht nur die Vergebung, sondern die Beziehung auch
wieder in Ordnung bringen und auch die Verantwortung klären, Dynamiken haben ja zwei verantwortliche
und wenn nur einer immer die Verantwortung übernimmt, dann klärt sich gar nichts und dann erst
können auch Spannungen im System aufgelöst werden und damit auch eine Wiedergutmachung in Form
von einer Entschuldigung oder Wahrheit ermöglicht werden. Im ursprünglichen Kontext ging es also
um eine Beziehungseilung im sozialen Gefüger und nicht nur um die eigene innere Arbeit und im
heutigen Coaching Kontext wird es so oft genutzt, ich lösche das in mir, ich übernehme alles in
mir, ich vergebe alles und lasse los, das ist sehr hilfreich für den eigenen Anteil, aber es hat
eine Grenze, es verschiebt die Verantwortung schnell nach innen, während die äußere Realität
eines gegenüber komplett ausgeblendet wird. Und im traditionellen Verständnis ist Honoponopono ein
Prozess in dem alle Beteiligten ihren Anteil anschauen, Verletzungen benannt werden, Verantwortung ausgesprochen wird und auch
ein Gegenüber in seiner Verantwortung bleibt. Es geht nicht darum, alles zu dir zu nehmen, sondern darum,
das Beziehungsgeschehen wieder klar zu ordnen. Und wenn man das auf die Arbeit mit dem Nervensystem
und Anteilearbeit übersetzt, dann passiert in diesem echten Prozess etwas sehr wichtiges. Es
passiert nicht nur Vergebung, sondern ich schaue mir mein Anteil ehrlich an und erkenne gleichzeitig
die Realität des anderen an. Nicht, ich bin Schuld am allen oder alles ist okay, sondern ich sehe,
was in mir passiert ist und ich erkenne, was mir vom anderen Geschehen ist. Und das bleibt halt
oft aus, wenn ich die Antwort, Verantwortung nur in mir trage, dann kippt das in Selbstübernahme oder auch
in Selbstauflösung. Der Entwicklungsprung ist halt, ich kann bei mir bleiben, ohne mich für alles
verantwortlich zu machen und vor allem, ohne die Realität des anderen aus den Augen zu verlieren,
ohne den Anteil des anderen aus Liebe, Verständnis oder Spiritualität zu übernehmen. Und das
entscheide unterschied es einfach, die Vergebung nach Einsicht heilt, die Vergebung vor Einsicht
konserviert muss da. Wenn du alles vergessen willst, bevor ein Gegenüberverantwortung übernommen
hat, Reue zu gelassen wurde, Benennung stattgefunden hat, dann entsteht kein Wachstum, weil niemanden,
weil du schmerzregulieren kannst, Eskalation vermeiden willst und Beziehung höher gewicht ist als
die Wahrheit. Und auch auf, wenn ich es gut sein lasse, hört es schneller auf, weh zu tun.
Kurzfristig stimmt das, langfristig zahlst du den Preis. Und was wir einem Gegenüber damit
umgewollt abnehmen, du erspast ihn Reue, selbst Konfrontation, die eigene innere Spannung zu fühlen
und natürlich auch Entwicklung, weil unbewusst bei toxischen Verständnis senden wir die Botschaft,
du darfst mich verletzen, ohne dich damit auseinanderzusetzen und ohne dass es Konsequenzen für dich
hat. Du darfst weiter jederzeit über meine Zeit und Energie verfügen. Und das ist nichts, weil du das
bewusst möchtest, sondern weil du es aus alten Mustern gelernt hast, auszuhalten und mitzutragen.
Und der neue gesunde Gegenzug statt Achlas Gut sein, ich lasse es nicht gut sein, ich lasse es
ruhen, das heißt kein Vorwurf, kein Drama, keine Entlastung, kein Über erklären. Und das
erlebe ich in der Praxis auch so häufig, ich erkläre, erkläre, erkläre und damit mein Gegenüber
endlich mein Schmerz sieht, mich versteht und die Hoffnung, dass er die Verantwortung für
seinen verletzenden Anteil übernimmt. Weil wenn das passieren würde, dann würde er etwas ganz
großartiges passieren. Dann kann Heilung auf tieferer Ebene passieren. Aber wenn du jemanden
erklären musst, was dich verletzt, wenn du ihm sozusagen deine Seele übersetzen musst,
dann hat auf der anderen Seite definitiv kein Bewusstwertungsprozess eingesetzt. Keine Reue,
keine Erkenntnis und vor allem keine Veränderung des verletzenden Verhaltens und dann drehen wir
Runde um Runde immer wieder in den gleichen Mustern, bis wir irgendwann an dem Punkt kommen,
wo wir nicht mehr können. Und das ist gut. Also hör auf, dich zu erklären und nämlich Energie zu dir
zurück. Du ziehst dich zurück, aber mit einer inneren Klarheit. Ich nehme niemanden mehr die
Konsequenz, seine Beziehungsunfähigkeit ab. Und das ist keine Herte, das ist Reife. Und wenn
der Impuls kommt, wieder in Mitleid, in Weich zu werden, die Beziehung wieder Raum zu geben,
dann fragte ich, hat diese Person benannt, was sie getan hat. Gab es Reue oder nur Rechtfertigung
und wurde Veränderung sichtbar und nicht nur versprochen. Und wenn nicht, bleibt die Tür zu,
auch wenn dein Herz offen ist. Und ich weiß es, so viele Frauen haben wirklich diese große Sehnsucht
nach Versöhnung im Herzen und da ist auch noch ganz viel Liebe, aber diese Liebe über Tüncht,
diese Liebe darf jetzt zu dir fließen, in deine Grenzen, in deinen Nein, in deine, ich mache die
Tür hierzu. Du bist nicht dafür da, andere zu erlösen in ihrem Drama, Entwicklung vorzufinanzieren,
Reue und Konsequenzen zu vermeiden. Wachstum braucht Reibung und Reibung, dass du aushalten, ohne sie zu
glatten. Und was nicht geklärt wird, wiederholt sich. Ich mein, erkennt das, der Weg zur Trennung war
ein langer Prozess, immer wieder die gleichen Schleifen, aus denen man nicht rauskommt, bis irgendwann
der Punkt erreicht ist, wo es einfach nicht mehr weitergeht. Und Menschen, die sich diesem klären,
entziehen, erleben halt ähnliche Beziehungsabbrüche immer wieder, fühlen sich vielleicht auch immer
wieder missverstanden und haben das Gefühl, andere sein zu anstrengend oder zu sensibel. Und
das höre ich auch so oft, ja, du legst ja jedes Teil auf die Goldwagen und müssen wir das schon
wieder. Ich gehe da gleich noch mal bei dem Thema Entschuldigung ein, ihr müssen wir, bis es
geklärt ist. Und ohne Klärung wird die Nähe immer mehr mit Risiko verknüpft, die innere
Bereitschaft zum Rückzug steigt und der Kontakt wird auf Dauer immer oberflächlich, ja, man
erreicht sich nicht mehr. Weniger tiefe, weniger echte Resonanz, nicht dramatisch, aber die Beziehung
höltern immer weiter aus. Und Schuld, die keinen Ausdruck findet, die verschwindet nicht. Sie verwandelt
sich in die Fuse scham, vielleicht auch in so eine Tendenz-Abwertung anderer und auch in eine
Selbstrechtfertigung. Auch das entlastet kurzfristig, aber kostet langfristig die eigene Selbstachtung.
Viele Menschen spüren halt irgendwann irgendwas stimmt nicht, aber ich weiß nicht was. Und wenn
wir in diesem Prozess sind und du hast Zugang zu deiner Trauer, zu deiner Ambivalenz und auch zu
Fähigkeit, zur Selbstreflexion und auch vor allem die Verantwortungsteile auseinander zu ziehen und
wirklich nur deinen Teil, dich um dein Teil zu kümmern und den anderen Teil zurückzugeben,
dann wird schmerzverarbeitbar. Und was wirklich heilen könnte wäre eine Entschuldigung. Und es
geht um die Frage, was ist denn eine echte Entschuldigung oder was kann sie sein und was sind falsche
Entschuldigung, die häufig auch eine Schuldumkehr enthalten. Was braucht es, wenn ein Mensch einen anderen
Verletzt hat, ganz egal wodurch. Und das ist jetzt nicht nur auf einen Gegenüberbezungen und Kontexten,
wir werden verletzt, aber auch wir verletzen anderen Menschen. Und wie gehe ich damit um? Wenn
eine Verletzung stattgefunden hat, vielleicht auch ein konkreter Schaden, ein Bruch und einfach
einem anderen Unrecht zugefügt wurde. Auf der anderen Seite steht ein Mensch, der das erlebt hat.
In meinem Coaching bist du natürlich der Mensch, der das erlebt hat. Aber wie gesagt, wir verletzen
auch andere Menschen, wie gehen wir dann damit um? Und in diesem Kontext, wenn wir jemanden verletzt haben,
dann hat Entschuldigung überhaupt erst ihre Bedeutung. Entschuldigung hat eine enorme Wirkung,
aber nur, wenn sie wirklich stimmig ist, dann kann sie heilsam sein, dann kann sie klären sein,
dann kann sie entlasten sind. Aber wenn sie nicht stimmig ist, dann passiert oft das Gegenteil.
Sie verletzt nochmal und sie vergrößert den Schaden sogar. Die stimmige Entschuldigung, die echte
heilsamen Entschuldigung erkennst du daran, dass sie klar ist. Ein Mensch über einem Verantwortung für
sein Verhalten, ohne Erklärung, ohne Relativierung, ohne dich mit reinzuziehen. Es tut mir leid, dass ich
dich mit meinem Verhalten xy verletzt habe. Das war nicht in Ordnung, Punkt. Was dabei passiert ist,
du musst dich nicht mehr erklären, weil du dich verstanden fühlst. Du wirst in deiner Wahrnehmung
bestätigt und dein Schmerz bekommt Raum. Und damit kann dein System sich entspannen, weil die
Realität anerkannt wurde. Und genau das ist einer der heilsamsten Momente. Und weil ich weiß,
dass das so gut wie nie von einem Gegenüber kommt, ist das etwas, was wir für uns tun müssen,
unsere Wahrnehmung bestätigen, unserem Schmerzraum geben. Und die unstimmige Entschuldigung,
die verschiebt die Verantwortung. Es tut mir leid, dass du das so fühlst. Ja, ich war halt so
gestresst, du hast mich auch provoziert. Und hier passiert etwas ganz anderes, der Schmerz wird
relativiert, die Verantwortung wird verbessert und man landet wieder bei dir. Und genau das ist der
Punkt, an dem es schädlich wird. Weil genau hier fängst du wieder Anzul überlegen, habe ich über
reagiert, war ich zu sensibel, bin ich schulder dran. Und das wirkt so tief, weil eine Entschuldigung
ist nicht nur ein Satz. Sie ist ein Moment von Realität. Entweder deine Erfahrung wird bestätigt
oder sie wird verschoben. Und deshalb kann eine falsche Entschuldigung mehr Schaden anrichten,
als gar keine. Eine echte Entschuldigung entlastet dich. Du fühlst das. Und eine falsche Entschuldigung
bringt dich wieder zurück in deine Selbstzweifel, womöglich in diese Falle, wo es der Fehler in mir,
was muss ich verändern, auf der Suche nach Selbstoptimierung. Und du spürst es, ob sie echt sind oder nicht.
Du hörst es nicht nur, du fühlst es. Und wenn wir mal bei diesem Satz bleiben, es tut mir leid,
dass du dich so fühlst. Der klingt erst mal freundlich, fast schon zugewandt, als hätte jemand
ja verstanden. Aber wenn wir genauer hinschauen, dann passiert etwas ganz subtiles. Der Fokus verschiebt
sich nicht mehr auf das Verhalten, dessen, der eine Verletzung dir zugefügt hat, sondern auf deine
Reaktion. Plötzlich geht es nicht mehr darum, was passiert ist, sondern darum, wie du darauf reagiert
hast. Und das ist so unglaublich entwertend. Und wir müssen das einfach, ja ich sag mal, lernen und erkennen,
weil unsere System spürt es. Hier stimmt was nicht. Aber wir können das oft nicht in Worte fassen oder
überhaupt die ganze Situation nicht fassen. Und dann kriegen wir noch vorgeworfen. Ja mein Gott,
ich habe mich doch entschuldigt, was willst du denn noch? Aber eine echte Entschuldigung funktioniert
anders. Hier richtet sich die Aufmerksamkeit nach außen auf die Mirkung. Der Mensch sagt im Grunde,
ich sehe, was mein Verhalten bei dir ausgelöst hat. Das ist ein Anerkenn, ein Bezeugen. Das ist
nicht nur Handlung, das ist der Punkt, in dem in dir etwas entspannen kann, weil du dich
gesehen fühlst, weil du deine eigene Wahrnehmung nicht mehr in Frage stellst. Und bei einer Pseudo-Entschuldigung
passiert auf das Gegenteil. Hier steht nicht die Wirkung im Mittelpunkt, sondern die Absicht. Dann
hörst du setze wie, ja so war das ja nicht gemeint. Das mag auch stimmen. Aber was dadurch passiert
ist, die Verletzung wird indirekt relativiert. Weil die Botschaft zwischen den Zahlen ist, wenn ich es
nicht so gemeint habe, dann war es ja eigentlich gar nicht so schlimm und dann brauchst du ja jetzt gar
nicht so zu empfinden. Dann müsstest du doch jetzt auch nicht mehr so fühlen. Ich habe sehr schließlich
nicht so gemeint. Und genau da entsteht Verwirrung, weil dein Leben plötzlich nicht mehr ganz greifbar ist.
Und du spürst deinen inneren Schmerz, aber gleichzeitig wird er weich gezeichnet. Und das ist dann
wieder der Moment, in dem du beginnst dich selbst zu hinterfragen. Ja, warum fühl ich denn so bin ich jetzt
wieder zu empfindlich, bin ich zu sensibel? Nein, nein, dein Körper reagiert nur auf etwas, was nicht war
ist und nicht klar ist. Und ich sehe das so oft nach Trennungen. Da gibt es auf der einen Seite diesen
tiefen Wunsch, endlich in dem eigenen Schmerz gesehen zu werden. Ein Gegenüber zu erklären, was
weh getan hat, zu hoffen, dass der Andres endlich versteht. Weil irgendwo die Hoffnung ist, wenn
er es versteht, kann Heilung passieren. Vielleicht nicht nur in mir, sondern auch in unserer Beziehung.
Und dann kommen Sätze wie von Gegenüber du legst ja mal alles auf die Goldware, war doch gar nicht so
gemeint, wie oft willst du das Thema noch ansprechen? Jetzt können wir aber auch mal. Ich habe keine Lust mehr.
Und in dem Moment passiert halt etwas ganz entscheidendes. Oftmals gehen wir noch mehr in die Erklärung,
geringe noch mehr um Verständnis, weil das gegenüber sich innerlich von dieser Situation komplett entfernt hat.
Und dann gibt es noch diese anderen Arten von Sätzen, von Wiederanährung, wenn jemand wieder in ein Feld möchte.
Und wie er das als Entschuldigung auffassen, Einsatz ist zum Beispiel, ich fühle mich so einsam ohne dich.
Und ja, das kann sich erstmal berührend anfühlen. Vielleicht sogar auch wie Reue, wie ein Öffnen,
wie ein Zartor Hoffnungschimmer auf einen Neuanfang, wie ein Arch jetzt hat er endlich verstanden. Jetzt
kommt er ber sich an. Und wenn wir ganz ehrlich hinschauen, geht es in diesem Moment oft gar nicht um dich,
sondern um sein Gefühl, um seine Einsamkeit, um seinen Verlust und um sein erleben, ohne dich.
Und das kann deinem Ego schmeicheln, weil es sich anfühlt, wie Bedeutung. Aber es ist keine Verantwortung.
Denn echte Verantwortung würde anders klingen. Sie würde sich auf das beziehen, was bei dir passiert ist.
Ich sehe, dass ich dich verletzt habe und ich verstehe, was mein Verhalten in dir ausgelöst hat. Und
das nicht nur auf der kognitiven Ebene, sondern auch auf der emotionalen Ebene. Und dazu hilft uns Reue.
Räue die meine Frau in dem Kutsch.
auch fühlen. Das ist tiefer Herzschmerz über die Dinge, die man selber gerne anders gemacht hätte,
aber nicht konnte, weil es ja immer ein Kontext gibt und musste, warum wir so gehandelt haben,
wie wir gehandelt haben. Aber wenn wir diese Reue nicht fühlen, dann kann es uns zum einen in
uns nicht auflösen und ein Gegenüber wird keine Einsicht, keine Tiefe, wirkliche Einsicht,
auch auf emotionaler Ebene gewinnen. Ich möchte hier mal ein Beispiel anfügen von einer Kundin,
die mir von einem Film berichtet hat. Das war in einem indischen Gefängnis. Ich weiß nicht
mehr, ob es die Tochter von Gandhi gewesen ist. Auf jeden Fall wurde dort mit Schwerstestraftetern,
also es wirklich um Mordschlagtot Gewalt ging, mit Gefühlsmeditationen regelmäßig gemacht. Das
heißt, diese Heftlinge kamen in Spüren. Sie spürten den Schmerz in sich, was sie jemanden
anderem angetan haben, also es war wirklich ein tiefes Breuen. Eine Heftling ist dann noch
seiner Entlastung oder während des Aufenthaltes. Ich weiß es nicht, hat Kontakt aufgenommen zu der
Familie, wo er einen Mann getötet hat. Und er hat es wirklich aus dieser tiefen Reihe und aus
dieser tiefen Einsicht getan. Und die Familie des Opfos hat diesen Theter in ihren Kreis aufgenommen.
So weit ich mich erinnere ist daraus eine wunderbare Freundschaft entstanden, weil wenn etwas von
Herzen kommt, kann es auf Herzen wirken. Dann ist das Entlastung, dann findet Heilung statt.
Und wenn all das fehlt, wenn du nur Erklärungen bekommst, abwehr bekommst oder selbstbezug,
dann verschiebt sich Verantwortung weg von Reue und Einsicht hinzu. Jetzt lass es doch mal gut sein.
Und in dem Kontext, wenn du noch wartest auf eine Entschuldigung, um abschließen zu können oder
vielleicht auch auf Karma, also auf Rache, dass es den anderen doch wie ein Blitz trifft, dann
lass uns noch mal näher hingucken, weil Heilung passiert nicht, weil der andere ist endlich versteht
oder sein Karma abbekommen, sondern sie beginnt, wenn du dir selbst in deiner Erfahrung glaubst,
ohne dass der andere sie bestätigen muss, dass das, was du empfinden hast, richtig empfunden,
dass richtig und wahr ist und dass es nicht verwässert werden kann. Und all das ist sehr unter der
Oberfläche. Schuldumkehr ist manchmal gar nicht so offensichtlich, sie ist leise, fast logisch und
wenn wir auch in unseren früheren Bindung oder in unseren ersten Bindung viel mit Schuldumkehr zu
tun gehabt haben, dann ist es ja unser normal und das müssen wir einfach lernen zu erkennen,
weil diese Schuldumkehr ist leise und logisch und wenn wir aber genau hinhören, merken wir,
wir landen am Ende wieder bei uns. Beispiel, ich habe mich nur zurückgezogen, weil du so viel
drücke macht hast und plötzlich bist du nicht mehr bei dem Rückzug, sondern bei der Frage war
ich zu viel, habe ich ihn überfordert oder mit dir ist immer alles so kompliziert und was da
eigentlich passiert ist, eine konkrete Situation einfach halten, verschwindet komplett und stattdessen
stehen wir wieder da und fragen, ich bin nicht das Problem oder auch, ich wollte einfach keinen
Streit, klingt friedlich, reif sogar, aber zwischen den Zahlen steckt, dein Bedürfnis etwas anzusprechen
ist das Problem oder ein ganz subtiler Karosatz, ich kann es dir einfach nie recht machen und plötzlich
drehst du dich innerlich wieder sofort zu dir, habe ich zur Erwartung, bin ich zu kritisch und all das
ist das Gemeinde an diesen Sätzen, sie verschieben den Fokus komplett weg vom Verhalten hin zu dir,
zu deiner Wahrnehmung und deinen Bedürfnis gesehen zu werden und du beginnst wieder dich zu hinterfragen,
statt bei dem zu bleiben, was eigentlich passiert ist und vielleicht ist genau das der Moment in dem du,
wenn du dich in einer solchen Situation mit einem gegenüber widerfindest, geht es hier gerade wirklich
um mich oder wurde der Fokus gerade ganz geschickt wieder auf mich zurückgeschoben und schuld umkehr,
das ist nicht nur ein psychologisches Muster, unser Nervensystem nimmt das direkt als Bedrohung war,
in dem Moment in dem Verantwortung verschoben wird, passiert erinnerlich etwas ganz konkretes,
deine Wahrnehmung wird in Frage gestellt, dein Realität wird weich gezeichnet und dein inneres
erleben verliert an Halt und genau das ist für das Nervensystem keine Meinungsverschiedenheit,
sondern ein Unsicherheitzustand und das macht sich körperlich bemerkbar durch eine innere Unruhe,
durch eine Anspannung um Körper, durch das hohe Bedürfnis und immer wieder zu erklären,
durch den Impuls sich zurechtfertigen oder natürlich durch hoffentlich nur kurze Zweifel an
dir selbst, aber ich erlebe es eher, dass da ausgeprägte Selbstzweifel entstanden sind und dann
passiert etwas ganz entscheidendes, oftmals wenn wir in dieser Fonds-Responds in Piepe
Pleaser sind, dann gehen wir weder in die Anpassung um die Spannung zu lösen. Ach ja, er konnte ja
nicht anders und der Arme, weil dein System einfach gelernt hat, wenn ich mich erkläre, wenn ich mich
anpasse, dann entsteht Verbindung und genau das hält uns in toxischen Schleifen. Schuldumkehr wirkt
deshalb so tief, weil es nicht nur ein Gedankenprozess ist, sondern eine Form von Unsicherheit im
Nervensystem. Meine Realität wird nicht gehalten, also muss ich meine Wahrnehmung korrigieren, um
Verbindung zu behalten. Und in dieser Dynamik entsteht etwas, das man klar benennen darf,
Schuldumkehr ist nicht neutral, sie ist eine Form von psychischer Gewalt im leisen Bereich, nicht
immer laut, nicht immer offensichtlich, aber sie verschiebt die Realität so, dass du beginnst,
dich selbst zu verlieren, deine Wahrnehmung zu verlassen, um im Kontakt zu bleiben. Und genau
deshalb fühlt es sich im Körper auch so an, nicht wie ein Streit im Außen, sondern wie ein inneres
Wanken. Und vielleicht ist das der wichtigste Punkt, dein Nervensystem reagiert null auf die
Worte allein. Es reagiert darauf, ob deine Wahrnehmung gehalten wird oder nicht. Und das
kennt viele Menschen, die sich in toxischen Beziehungen gefunden haben. Das ist ein großer Aspekt auf
den Spektrum der nazistischen Gewalt, die Schuldumkehr. Und auch diese emotionalen Gewalterfahrung oder
auch parentifizierte Töchter, die tragen oft genau diese direkten Botschaften in sich. Ich habe
ja übertrieben. Das war nicht so. Ich bin zu viel, ich bin schuld. Und diese Reaktionen wirken halt
nicht im Moment. Sie trifft halt etwas viel tieferes. Sie aktiviert im Nervensystem Situation und
berührt halt auch oft ganz alte frühere Wunnen. Viele Selbstweifel, in denen eine Wiederholung stattfindet,
dass deine Erfahrung, dass deine Realität nicht gesehen wird, dass deine eigene Wahrnehmung
entwertet oder in Frage gestellt wird und dass dein eigenes Empfinden kein sicheren halt bekommt
und kein Raum bekommt. Und genau deshalb fühlen sich solche Momente auch manchmal so intensiv an,
nicht weil die einzelne Situation so groß ist, sondern weil sie ein altes Muster wieder anstößt.
Ein inneres Erleben von "Ich kann mir selbst nicht trauen, wenn mir von außen gesagt wird,
dass es nicht stimmt, was ich fühle." Und ein erster Schritt ist die Bewusstwertung. Es braucht
einen inneren Prozess, in dem sich deinen Unterscheidungsvermögen langsam entwickeln kann. Also darum zu
lernen, Entschuldigung wirklich zu erkennen und auch einordnen zu können, was sie in ihrer Wirkung
tatsächlich sind. Nicht jede Entschuldigung ist klärend und nicht jede klingende Einsicht ist
echte Verantwortung. Manche Formen von Entschuldigung sind in ihren Kern eher eine strukturelle Vermeidung
von Verantwortung, weil sie die eigentliche Wirkung des Verhaltens ausblenden oder verschieben,
statt sie wirklich zu halten. Und auch hier geht es darum, sich selbst ehrlich und liebevoll zu
reflektieren und sich den eigenen Verletzten inneren Teil anteilen zuzuwenden, die vielleicht lieber
eine Pseudo-Entschuldigung annehmen, als den echten Konflikt wirklich auszuhalten. Weil hinter diesem
Muster liegt halt etwas sehr menschliches. Die Konfliktfähigkeit ist vielleicht noch nicht ausreichend
entwickelt oder die Spannung ist für unser System.
nicht auszuhalten, weil es früher Verbindung kostet hätte. Und genau deshalb ist die Arbeit mit
diesem Muster so entscheidend. Es geht darum, sich selbst zu regulieren, halt in sich zu entwickeln
und ja Schritt für Schritt, wenn ein System gefasignalisiert, wenn ein altes Muster aktiv wird und du
in Anpassung oder schnelle Versöhnung leiten würdest, da den Raum zu halten, zu sagen nein, ich halte,
ich halte das aus, wenn jemand mich nicht mehr liebt, wenn jemand mir mit Liebeserzug droht,
mit Trennung droht, mit unverständnis droht, mit all dem Repertoire, was in uns gespeichert ist,
warum wir unsere Grenzen aufweichen, also dieser Angst, die dahinter steckt, diese zu benennen und
auch im Lärfensystem aufzuspüren. Ich hoffe, du findest dich, gerade vielleicht nicht in
diesem Zyklus, aber vielleicht kannst du für dich nochmal einordnen, besser einordnen, dass du nie
das Problem war, weil du zu viel gefühlt hast, weil du etwas als nicht stimmig wahrgenommen hast,
sondern nur, dass deine Wahrnehmung in Frage gestellt wurde und auch ein Gegenüber hat natürlich
Schutzgründe, aber die darf er bearbeiten. Und all das ist Dynamik in Beziehungen, Dynamik,
die von beiden angesehen und Verantwortung übernommen werden muss. Und da will ja jetzt an dem glücklichen
Punkt an der Trennung sind, wo du keine Verantwortung mehr übernehmen musst, dürfen wir den Rucksack der
Verantwortung zurückgeben. Und das machen wir unter anderem im SOS-Kompaktkurs, wo wir wirklich mit
den Aufstellungsarbeit engsten begegnen, Verantwortung zurückgeben, also wirklich deutlich spürbar,
wie die Last auf deinen Schultern kleiner wird, wo du das Pekchem, was überhaupt nicht zu dir gehörst,
zurückgibst. Und ja, deswegen möchte ich dich nochmal herzlich einladen, die Anmeldepfase für den
SOS-Kompaktkurs, der im Mai startet, das ist ein acht Wochenprozess, indem wir ganz konkret mit
den Themen arbeiten, über die wir auch in dieser Folge und auch in vielen verschiedenen anderen
Folgen gesprochen haben. Es geht im Kern darum, dein Nervensystem besser zu verstehen, dich selbst
besser zu verstehen, zu stabilisieren, deine Reaktionsmuster zu erkennen, gerade im Moment von
emotionalem Stress, Angst oder innere Überforderung. Wir arbeiten ganz praktisch damit, wie du
dich selbst wieder regulieren kannst, wenn du aus deiner Mitte fällst und vor allem werfen wir
auch einen Blick darum oder darauf, was ist überhaupt meine Motivation hinter dieser Handlung?
Das ist ja nichts, was vom Himmel fällt oder weil du zu dumm bist oder zu impulsiv. Jede Handlung
hat ja immer einen Schutzanteil oder auch einen Angstanteil in sich und ich kann natürlich auf der
Einseite die Handlungsweise verändern, aber wenn ich nicht verstehe, wo vor sie mich schützen will,
also den tieferen Kern dahinter, mir ansehe, dann ist es wie, als würde ich ein Stein den
Berg hochholen, anstatt zu gucken, was ist eigentlich in diesem Stein. Und ein großer Schwerpunkt im
SOS-Kompackkurs, ein ganzes Wochenende, widmen wir uns auch dem Thema Grenzen, deinen Grenzen,
wo gehst du über dich hinaus, wo verlierst du dich in Anpassung, in Verständnis oder auch in Schuld
gefühlen und wie kannst du wieder in eine klare innere Orientierung kommen? Wir schauen auch auf
Themen wie Schuld und Scham nicht nur im Kopf, sondern wirklich im Erleben, im Nervensystem, im Körper,
weil genau dort sitzen diese alten Muster, die sich oft viel schneller übernehmen als wie du bewusst
entscheiden kannst. Und der SOS-Kompackkurs ist ein Trauma-Sensibel aufgebauter Raum, in dem du Schritt für
Schritt lernst, dich wieder sicherer in dir selbst zu fühlen, mit dem Wissen über der Nervensystem,
mit konkreten Tools, zur Selbstregulation und vor allem auch mit einer klaren alltagstauglichen
Umsetzung. Es gibt Begleitung durch die wöchentlichen Live-Sessions-Raum für Fragen und eine
unterstützende Gruppe, in der du nicht alleine durch diesen Prozess gehst. Und ich möchte dir noch mal
eine Rückmeldung aus meiner aktuellen Gruppe geben, diese Verbundenheit unter den Frauen nicht
alleine zu sein, dass die Rückmeldung war, ich fühl mich abgeholt, Woche für Woche, wo ich stehe,
ich komme besser aus meinen Tellern wieder heraus, ich vertiefe mein Wissen, ich schaffe es auch immer
mehr und besser mich selbst aus einem Zustand zu regulieren und rauszuholen, mein positive Selbstbild
verstärkt sich. Ich habe hier ein Raum, auch für meine Akku-Situation. Ich nehme auch immer etwas
von den anderen mit. Es hilft mir in diesem Raum, mich wirklich fokussiert mit mir selbst auseinander
zu setzen. Es hilft mir zur Klarheit zu finden, wie so weshalb, warum handle ich so, wie ich handle.
Ich kann mich hier zeigen, wie ich mich wirklich fühle, es ist eine Entlastung, es löst sich jedes
Mal so viel, es ist ein Raum für Geteilte Trauer, für Geteilterschmerz und es ist einfach eine große
Verbundenheit, die dort stattfindet. Und wenn du merkst, dass dich das anspricht und du sagst,
ja, ich möchte ein nächsten Schritt gehen, der Kurs startet im Mai. Alle Infos findest du in
den Show-Nots und ich freue mich, wenn wir uns dort begegnen. Vorher gibt es noch den kostenlosen
SOS-Workshop. An diesem Abend, der findet auch im Mai statt, die Show-Nots in den Show-Nots findest du
auch den Anmeldelinkt. Da hast du die Möglichkeit, mich kennenzulernen. Wir machen einen ersten kleinen
Weg in die Themen, mit denen wir auch im Kurs arbeiten. Ich gehe an dem Abend mit dir in Situationen,
die dich gerade raus fordern, sowohl auf der mentalen ebenem emotionalen Ebene und auch im
Nervensystem, also raus aus dem Kopf hinein in dem Körper, nicht nur auf der gedanklichen Ebene,
sondern in dem, wie du es innerlich gerade erlebst. Und damit du ein erstes Gefühl dafür
bekommst, wie sich diese Arbeit anfühlt und was es wirklich bedeutet, sich selbst zu begegnen.
Und der Workshop ist kostenlos, findet vor dem Kurs statt im Mai statt. Und ja, vielleicht ist das
ein guter erster Schritt, wenn du spüren möchtest, ob dieser Weg gerade für dich passend ist. Ich freue
mich auf dich, alles Liebe für dich und bis nächste Woche.
Podcast Summary
Key Points:
Verständnis kann toxisch werden, wenn es zur Toleranz führt und eigene Grenzen aufgibt, um Bindung zu erhalten.
Das Verständnis für ein Gegenüber kann zu einer Selbstverlustsituation führen, wenn es aus Angst und Anpassung motiviert ist.
Toxische Toleranz entsteht, wenn man Dinge aushält, die schaden, um Konflikte zu vermeiden und Verbindungen zu halten.
Werte schaffen eine klare innere Orientierung und helfen, zwischen gesundem Verständnis und Selbstverlust zu unterscheiden.
Eine echte Entschuldigung ist klar, verantwortlich und bezieht sich auf das eigene Verhalten, nicht auf die Reaktion des anderen.
Schuldumkehr verschiebt die Verantwortung und verletzt die eigene Wahrnehmung, führt zu Selbstzweifeln und innerer Unruhe.
Die Trennung ist ein Moment, um eigene Muster zu erkennen, Verantwortung neu zu betrachten und Grenzen zu finden.
Heilung beginnt nicht mit der Vergebung des anderen, sondern mit dem Wahrheitsgefühl für eigene Erfahrungen und Wahrnehmung.
Summary:
Verständnis ist eine wertvolle Eigenschaft, aber es kann toxisch werden, wenn es zur Toleranz und zum Verlust eigener Grenzen führt. Wenn man Dinge ausdauernd vertritt, um Konflikte zu vermeiden, verliert man sich im anderen und verliert seine eigene Wahrnehmung. Dieses Muster wird durch eine Angst vor Abgrenzung und Verlust verstärkt.
Besonders schädlich ist die Schuldumkehr, bei der die Verantwortung verschoben wird, die eigene Wahrnehmung in Frage gestellt wird und sich der Schmerz durch Selbstzweifel verstärkt. Eine echte Entschuldigung ist klar, verantwortlich und bezieht sich auf das eigene Verhalten, nicht auf die Reaktion des anderen. Die Heilung beginnt nicht mit der Versöhnung, sondern mit der Anerkennung der eigenen Erfahrung und dem Wahrnehmen der eigenen Wahrnehmung.
Werte geben dabei eine innere Orientierung, um klar zwischen gesundem Verständnis und toxischer Anpassung zu unterscheiden. Die Trennung ist ein entscheidender Moment, um eigene Muster zu erkennen, Verantwortung zu überprüfen und Grenzen zu finden. Wichtig ist, dass man nicht mehr auf eine Entschuldigung wartet, um abzuschließen, sondern sich selbst im Glauben an seine Wahrnehmung stärkt.
Dieser Prozess führt zu einer klaren, wertbasierten Haltung, in der man sich distanziert, aber respektvoll verhält, ohne sich selbst zu verlieren. Der Weg zur Heilung ist nicht durch Vergebung, sondern durch echte Selbstwahrnehmung und innere Stabilität.
FAQs
Verständnis kann zu einer toxischen Toleranz führen, wenn es dazu dient, sich selbst zu verlieren, anstatt Grenzen aufzubauen. Es wird dann als Strategie genutzt, um Konflikte zu vermeiden, was zu einer ständigen Anpassung und einem Verlust von Selbstwert führt.
Vergebung bedeutet nicht, etwas zu vergessen oder zu entschuldigen, sondern den Schmerz und die Trauer in sich anzuerkennen. Versöhnung hingegen bezieht sich auf eine wiederaufgenommene Beziehung, ohne dass die eigene Wahrnehmung oder die Verletzungen ignoriert werden.
Eine falsche Entschuldigung vermeidet die Verantwortung und relativiert die Verletzung. Dadurch wird die eigene Wahrnehmung in Frage gestellt, was zu Selbstzweifeln und einer weiteren emotionalen Belastung führt.
Klare Werte geben eine innere Orientierung und helfen, Grenzen zu erkennen. Sie machen deutlich, wo man sich anpasst und wo man sich selbst schützt, was entscheidend für ein gesundes Miteinander ist.
Schuldumkehr verschiebt die Verantwortung vom Verhalten des Gegenübers auf den eigenen, oft durch eine Erklärung wie 'Ich war zu sensibel' oder 'du hast mich überfordert'. Dadurch wird die Wahrnehmung des anderen in Frage gestellt.
Die Trennung bietet die Gelegenheit, eigene Muster und Grenzen zu erkennen. Ohne Verantwortung für das eigene Verhalten kann man sich weiter in der Beziehung verlieren und nicht wachsen.
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