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#58 Ich habe die Beziehung zerstört, weil ich keine Lust mehr auf Sex hatte – wirklich?

from An der Trennung Wachsen: Der weibliche Weg im Chaos gelassen zu bleiben

35m 28s

#58 Ich habe die Beziehung zerstört, weil ich keine Lust mehr auf Sex hatte – wirklich?

Das Fehlen von Lust in einer Beziehung wird häufig falsch interpretiert als persönliches Versagen, doch es ist vielmehr ein Hinweis auf tiefgreifende, unbewusste Dynamiken. Die Ursachen liegen oft nicht in einem mangelnden Verlangen, sondern in emotionalem Druck, Selbstwertbedürfnissen, Stress oder Rollenverteilungen. Motive, wie die Vermeidung von Konflikten oder die Nutzung von Sex zur Selbstregulation, führen dazu, dass die Intimität als Entlastung oder Bestätigung dient, anstatt als Verbindung. Rollen wie „Mutter“ oder „Versorger“ schaffen eine Ungleichheit, die die echte Begegnung und Anziehung zerstört. Historische und kulturelle Prägungen, in denen Sex als Pflicht gesehen wurde, hinterlassen noch heute Abhängigkeiten und Schuldgefühle. Der Kern eines gesunden sexuellen Verhaltens liegt in Freiwilligkeit, gegenseitiger Wertschätzung und echter emotionaler Verbundenheit. Es ist entscheidend, die inneren Dynamiken zu verstehen, statt einfach das Verhalten zu ändern. Eine Trennung kann ein Moment der Selbstreflexion sein, um eigene Grenzen, Werte und Bedürfnisse neu zu erkennen. Stattdessen wird die Aufgabe nicht darin gesehen, die Beziehung zu retten, sondern in einem tiefen Verständnis von sich selbst und der Beziehung. Dieser Prozess fördert eine nachhaltige Wiederentdeckung von Selbstwirksamkeit, Sicherheit und echter Nähe – ohne Druck, Angst oder leistungsorientierte Erwartungen.

Transcription

4143 Words, 26730 Characters

German
Ich habe die Beziehung zerstört, weil ich keine Lust mehr auf Sex hatte. Wirklich Fragezeichen. Unsere Beziehung ist daran gescheitert, dass ich keinen Bock mehr auf Intimität hatte, dass unser Sexualleben eingeschlafen ist. Diesen Satz höre ich so oft. Und was immer ist, er begleitet von tiefer Scham, tiefen Schuldgefühlen und der Frage und gleichzeitig damit auch die Suche nach Antworten. Was stimmt eigentlich nicht mit mir? Und ich möchte direkt zu Beginn sagen, in den meisten Fällen stimmt nicht etwas nicht mit dir, sondern sein System hat auf etwas reagiert, dass oft lange unbewusst geblieben ist, etwas was unter der Oberfläche gehrt. Und viele Frauen berichten, dass sie am Anfang der Beziehung ein sehr harmonisches Erfüllendes Sexualleben gehabt haben. Und dann irgendwann schleichend auf der Körper beginnt sich zurückzuziehen, die Lust verschwindet, nähe wird anstrengend oder sogar unangenehm. Und das ist kein Zufall. Das ist eine Reaktion auf Anpassung, auf eine Grenzüberschreitung, auf fehlenden Kontakt, auf fehlenden Selbstkontakt und irgendwann sagt das Nervensystem so nicht mehr. Und dann passiert etwas tragisches, man schaut auf das Ergebnis keine Lust mehr und macht sich selbst dafür verantwortlich. Ich bin das Problem, ich habe die Beziehung kaputt gemacht. Aber das greift viel zu kurz, denn die Frage ist nicht nur warum hat es du keine Lust mehr, sondern die Frage ist, was ist vorher passiert, dass dein Körper keine Lust mehr entwickeln konnte. Und an dieser Stelle möchte ich bezug nehmen auf einen Podcast von Leon Heimann, sein Podcast für mentale Gesundheit und persönliche Entwicklung. Als Gast hatte er in dieser Folge Verena König, Traumaterapäutin und Susanne Wendel, Sexualwissenschaftlerin eingeladen und es ging, die Ausgangslage war ein Vorschlag von Susanne Wendel aus einem vorherigen Podcast mit Leon Heimann, wo sie einen Tipp gegeben hatte, der sehr viele unterschiedliche Reaktionen erhalten hatte und dieses Thema dann in dieser Runde nochmal aufgegriffen wurde. Und diesen Tipp gebe ich jetzt mal so ein zu eins wieder. Ich sage dann manchmal auch den Frauen, wenn sie keine Lust haben, dann geht halt zusammen duschen und hol ihm einen runter. Das ist doch kein Problem. Wo ist das Problem? Und dann gab es noch eine unglückliche Koppelung, die Koppelung, dass es keine Liebe wäre, wenn man das nicht täte. Man könnte doch den Partner zu Liebe ihm eingefallen tun. Diese Folge hat sehr viele unterschiedliche Reaktionen erhalten und weil das Thema nach der Trennung auch in Mein Coachings viel Raum einnimmt, möchte ich diese Folge zum Anlass nehmen, das Thema Lust, Freiwilligkeit, Verantwortung im Bereich der Sexualität näher zu betrachten. Und ich sehe grundsätzlich Aussagen sehr kritisch, die empfehlen, dem Partner zu Liebe über eigene Grenzen zu gehen oder sich einfach mehr für neue Experimente zu öffnen. Neue Experiment, ich höre dann auch oft eine offene Beziehung, die Wünsche standen im Raum oder lass uns doch mal in ein Zwingerclub gehen und dann kommt natürlich viel Druck in die Geschichte. Und wenn dann die Trage vorher schon ihren Lauf genommen hat, die Frau schaut auf das Ergebnis keine Lust mehr und macht sich selbst dafür verantwortlich. Ich bin das Problem, ich habe die Beziehung kaputt gemacht, dann kann es natürlich passieren, dass diesen Vorschlägen Folge geleistet wird um die Beziehung zu retten. Die ehrliche Wahrheit ist, ich hatte kein Bock mehr auf Sex, sondern ich habe irgendwann aufgehört, Lust zu empfinden, mich selbst zu spüren und mein Körper hat die Reisleine gezogen. Und das ist kein Versagen, das ist ein Anfang und hohe Körper Intelligenz. Es lag nicht daran, dass du kein Bock mehr hattest, sondern daran, was in dir und in der Beziehung passiert ist. Und in dieser Folge möchte ich den Fokus vom Defizit wegnehmen mit mir stimmt etwas nicht, hin zu der Dynamik, mein System hat reagiert. Der Körper hat nicht versagt, er hat versucht, dich zu schützen. Oftmals vor einer Dynamik, die sich nicht mehr als erfüllend, nicht mehr als wertschätzen und auch nicht mehr als näherend erlebt wurde. Und um diese Begriffe mal ein bisschen aufzubrüseln, wann erleben wir Sexualität nicht mehr als erfüllend und näherend, dann gibt es Hauptkategorien von Motivationen und Lust. Da ist zum einen die Ernährungsmotivation. Ich will, dass es sich gut anfühlt, dass es uns näherbringt, es ist einfach Teil der Beziehung, da ist Lust vorhand, da ist sexuelles Verlangen vorhanden, da ist eine emotionale Nähe vorhanden, man spürt eine Verbundenheit, über den Körper wird Liebe ausgedrückt, Spaß und Neugierde am Entdecken des jeweils anderen und die Intimität wird vertief. Das ist eine gesunde erfüllende Intimität und diese Motive sind halt am stärksten Verbunden mit einer hohen Beziehungszufriedenheit, mit einer besseren, liebevolleren Kommunikation und damit natürlich auch mit mehr langfristigen Glück und Bestand der Beziehung. Dann haben wir die Vermeidungsmotivation. Ich mache das, um etwas negative zu verhindern. Also ich vermeide dann Streit, ich will den Partner nicht enttäuschen, ich habe Angst vor Ablehnung, ich will Schuldgefühle vermeiden, schlechtes Gewissen, Vorwürfe und das ist zutiefst menschlich und ist auch kurzfristig verständlich, kann dann aber langfristig zu einem Problem führen, weil immer mehr innerer Druck aufgebaut wird, dadurch noch weniger Lust auf dauer entsteht und die emotionale Distanz immer größer wird. Dann gibt es die Motivation aus Pflicht und Verantwortung. Das macht man halt in einer Beziehung. Es gehört dazu, es ist rotine Erwartungen, die ich bereit bin zu erfüllen oder auch so nach dem Motto, ich bin mal wieder dran in Anführungszeichen und das ist sehr ambivalent zu betrachten. Es kann okay sein, wenn es freiwillig ist, wenn es eine bewusste Entscheidung wird und wenn dann sozusagen die Lust kommt und das Ganze dann als Lust voll erlebt wird. Problematisch ist es, wenn es sich nur wie Zwang oder Pflicht anfühlt und warum entsteht überhaupt ein Pflichtgefühl. Häufig sind die Ursachen, Routine und Gewöhnung, also das Verlangen wird weniger spontan, ungleiche Bedürfnisse, Stress, Müdigkeit, der Mental Load und ausgesprochene Erwartungen, aber auch die vielen, unterschwelligen Konflikte oder die Distanz, die vielleicht vorher schon verloren gegangen ist, wo der Körper einfach drauf reagiert, Pflichtgefühl ist oft das Symptom, aber nicht das eigentliche Problem. Und dann sind wir auch im Bereich der Verantwortung, bin ich für die Lust meines Partners zuständig. Dazu war in dieser Podcastfolge auch noch eine vor allgemeineren Aussage enthalten, wie die, also die lautete, wenn du dein Mann kein Sex gibst, dann holt er ihn sich woanders. Und auch diese Aussage, sie enthält bereits das Sex etwas ist, was gegeben wird und bekommen wird und ein mangelautomatisch zur Untreue führt. Und damit die Verantwortung nicht bei der Person liegt, die fremd geht, die also handelt, sondern die Person, die die sexuellen Bedürfnisse eines Gegenübers nicht erfüllt hat. Und das ist wieder zu kurz gegriffen, dass ich die Frau verweigert, die Lust in Sex und dann, ja, muss man sich den woanders suchen, in Anführungszweichen. Und wenn diese Leistung nicht erbracht wird, dann ist das ein Problem und zwar ihr Problem. Und jetzt komme ich zu dem Motiven, die dauerhaft eine Unlust entwickeln, wenn sie einfach überhandnehmen in der Beziehung. Das sind die sogenannten selbstbezogenen Motive in der Sexualität. Da geht es im primären Fokus auf das eigene in der erleben. Da geht es also nicht um die Verbindung, sondern darum innerlich etwas zu regulieren oder zu kompensieren. Und das ist einmal der Stressabbau. Es geht also darum, dass die Sexualität genutzt wird, um innere Anspannung zu regulieren, nicht primär für die Verbindung mit dem Partner, und das ist ein sehr guter, sehr guter, sehr guter. sondern für die eigene Entlastung. Ich bin halt gestresst angespannt innerlich unruhig. Mein Nervensystem sucht Entladung und Sexualität kann dann zu einem schnellen Weg werden, wieder runterzukommen. Das Bedürfnis nach sechs vor allem in stressigen Phasen, danach tritt zwar eine Entspannung ein, aber wenig echte Nähe und wenig Präsenz im Moment eher eine funktionale Sexualität. Also Sexualität wird genutzt, um das Nervensystem zu regulieren, den Stress abzubauen und nicht unbedingt um sich zu verbinden. Und was dann passiert, weil wir in der Intimität körperlich und nervlich sehr enge Koppelt sind, reagiert das andere System darauf über Ko-Regulation, Spiegel, Neuron und auch das autonomen Nervensystem. Wenn jemand Intimität nutzt, um sich zu regulieren, dann kann folgendes passieren, dass die Spannung beim Gegenüber sinkt. Dein System, aber unbewusst in diese Regulation mit reingeht und dein Körper dabei die Anspannung übernimmt oder selbst in Stress geht. Das fühlt sich dann an, wie ich ziehe etwas von ihm rein oder nachher bin ich komisch drauf. Und das, was sich da überträgt, ist halt der Stress, der Druck, die Unruhe. Und dein Nervensystem muss dann halt auch wieder schauen, wie es diese übernommene Anspannung los wird. Kritisch wird es, wenn sich daraus ein Muster entwickelt, der eine reguliert permanent, der andere entleht sich, der andere fühlt sich danach einfach nur leer angespannt, nicht richtig verbunden, dann ist die Dynamik halt nicht verbinden, sondern einseitig. Und man kann das häufig beschreiben, meine Kunden, dass dann eher mit einem Gefühl, dass man sich danach unruhig fühlt, leer oder angespannt fühlt. Das heißt, wir sind dann über die Intimität zum Regulationsthul geworden. Ein zweites Muster, welches auf dauer die Lust komplett verschwinden ist, ist die Suche nach Bestätigung oder den Selbstwert über Intimität regulieren. Es geht dabei dann auch nicht primär um Nähe oder Lust, sondern um die Frage bin ich begehrenswert, bin ich gut genug. Und die typische innere Dynamik ist dann, ich fühle mich unsicher, ich fühle mich nicht gut genug und durch die sexuelle Aufmerksamkeit entsteht kurzeitig ein High, ich fühle mich dann gesehen, gewollt, attraktiv, ein starkes Bedürfnis nach sexueller Bestätigung durch den anderen große Enttäuschung, wenn diese ausbleibt und damit wird Sexualität unbewusst, so eine Quelle des Selbstwerts. Und die Bestätigung steht da auch dann über Verbindung, ich erlebe mich selbst über die Reaktion des anderen und nicht über echte Begegnung. Und das eigene Selbst wird selbstbild, wird halt über die Intimität stabilisiert und es geht da wenig um Begegnung, sondern mehr um Bestätigung der eigenen Identität. Das alles sind keine Fehler, das sind Schutzstrategien, entstanden aus Erfahrungen in denen halt der Selbstwert verletzt wurde, wo echte Verbindung nicht sicher war, wo vielleicht ein Gefühl von Ohnmacht oder nicht Kontrolle etwas nicht kontrollieren zu können, anwesend gewesen ist. Und all das muss halt in der Dynamik betrachtet werden, weil diese Dynamik natürlich zwei Personen beinhaltet und nicht eine Person, die doch bitte sich nicht so als Problem, wo ist denn das Problem, wenn du nicht einfach machst, sehen darf. Und dann haben wir noch die, ja das geht schon im Bereich der nazistischen Sexualität, wenn es darum geht, Kontrolle oder Macht zu erleben, ein inneres Gefühl von Unsicherheit, von Ohnmacht wird durch Kontrolle im Außen reguliert, ich fühle mich eigentlich innerlich Unsicher oder verletzlich durch Kontrolle bekomme ich halt, ich bestimme den Rahmen, das Tempo du dynamik und ich bestimme auch über mein Gegenüber, das heißt das Bedürfnis die Situation zu steuern und auch über den Körper des anderen zu bestimmen, es ist eine sehr objektbezogene Sexualität, es ist oft mit einer großen emotionalen Distanz trotz körperlicher Nähe verbunden und der Überbau ist halt, ich halte die Kontrolle um mich nicht wirklich berühren zu lassen und all das sind Formen, die natürlich die Lust zum Erliegen bringen, wo dein Körper sagt, der ist schon viel früher spürt, nein und dann kommen wir halt oft aus einer Verlustangst oder die Angstvortrennung, die Angst an verlassen zu werden, ich muss geben umgeliebt zu werden, dann kommen wir in Spiralen, die halt einfach ungesund wird, die Instabilität der Beziehung die sich ja an ganz anderen Punkten zeigt, über die Intimität regulieren zu wollen und das geht ein hermender hohen emotionalen Erschöpfung in der Beziehung und ja was macht denn eine Motivation gesund, die grobe Regel oder Faustregel ist gesund ist, was freiwillig ist, was ehrlich ist und was beidseitig stimmig ist, du willst es, du musst nicht, du fühlst dich danach verbunden oder zufrieden, es entsteht kein innerer Widerstand und es basiert auf Offenheit anstatt aus Angst und Druck, Lust benötigt ein Raum um zu entstehen in Dynamiken von Druck, von Ungleichheit, von fehlender Wertschätzung, von emotionaler Distanz oder Sicherheit ist dieser Raum quasi nicht verhanden, Lust entsteht in Nähe, in Sicherheit, in Kommunikationen, emotionaler Verbundenheit und Realistisch betrachtet, wir haben nie nur eine Motivation, ich habe Lust aber ich will auch Nähe herstellen oder auch ich habe nicht wirklich Lust aber ich will auch kein Streit, ist menschlich aber wenn das oft passiert und immer zu lassen einer Person, es ist halt ein Groß, es war ein Signal, die beste Basis ist halt einfach Lustverbindung plus echte Zuneigung, in Maßen vielleicht auch der Kompromiss die Routine, dem anderen zu liebe, wenn ich denn dann wirklich aus einer Freiwilligkeit und dann auch Lust empfinde, Lust kann halt auch geweckt werden, problematisch ist es halt einfach wenn es aus, Angst ist aus, Angst vor dem Nein, aus Druck, aus Pflichtgefühl, aus Selbstwertabhängigkeit und die eigene Motivation auch wirklich mal anzuschauen, ich möchte dazu noch mal zwei, drei Fragen mitgeben wo du im Nachhinein nochmal für dich ja reflektieren kannst, wann hast du vielleicht Jahr gesagt obwohl dein Körper schon lange Nein gemeint hat und was hast du befürchtet wenn du Nein sagst und was hättest du dir auch lieber gewünscht und das steckt so oft halt die Angst vor Enttäuschung dahinter, das Bedürfnis nach Anerkennung, der Wunsch, nach Harmonie und das wirklich mal aufzubröseln für sich das und zu erkennen, das ist schon ein großer Schritt, wenn es nicht freiwillig ist also aus Verbindung und Neugierde, dann gibt es auch Wahnsignale, dann fühlt sich die Intimität wie Abarbeiten an, du bist innerlich vielleicht nicht wirklich dabei, danach eher Erleichterung, dass man jetzt vielleicht eine Woche wieder Ruhe hat, anstatt entstander Nähe und natürlich eine immer größer zunehmende Unlust oder Widerstand. Ich möchte hier kurz noch auf den Oberbegriff der sexuellen Gewalt eingehen, weil wir haben glaube ich Bilder davon was für jeden einzelnen sexuelle Gewalt bedeutet, aber das ist viel viel schichtiger und kann auch schon vorliegen bei Druck, du musst sonst bei subtile Einschüchterung, mit Druckkulissen, bei emotionaler Abhängigkeit, Machtgefälle, das bewusste Ausnutzen von Angst und Ohn macht und das ist ein Jahr, was dann entstanden ist, was aus einer Angst entstanden ist. Echte Zustimmung ist, wenn es frei ist, ohne Angst erfolgt, ohne Druck oder Drohung. entsteht, jederzeit wieder rufbar ist und nicht aus Abhängigkeit oder Ohn Nacht herausgegeben wird. Wenn jemand ja sagt, aber innerlich Angst hat, Konsequenzen fürchtet oder gelernt hat sich anzupassen, dann ist das keine freie Zustimmung. Und oftmals verschiebt sich die Wahrnehmung nach der Trennung radikal, weil wir sind dann an einem ehrlichen Punkt, wo es nicht mehr darum geht, etwas zu tun, um die Beziehung nicht zu verlieren, weil wir haben sie verloren. Und das wiederum macht es so wunderbar wertvoll, weil hier können wir einen ehrlichen Blick auf die Vergangenheit wagen. Wenn du heute darauf schaust, hattest du damals wirklich eine Wahl? Was wäre passiert, wenn du nein gesagt hast? War dein Jahr ein wirkliches Wohl, oder war es ein vermeiden von Konsequenzen, gab es Angst oder Druck im Hintergrund, auch wenn niemand laut geworden ist. Das ist der zentrale Unterschied zwischen Wohl, aus dem einfach Lust entsteht und überleben aus Angst vor Konsequenzen. Und oftmals ist dann diese Neubewertung nach der Trennung kein Umschreiben, sondern ein Zeichen von wachsender Sicherheit, zunehmender Selbstwahrnehmung und vor allem auch beginnender Trennungsverarbeitung und weiterentwicklung des eigenen Ich-Raums, der eigenen Grenzen des eigenen Körperbewusstseins. Das waren jetzt kurzer Überblick über mögliche Motivationen, die vorgeherstaben können in der Sexualität. Es gibt aber noch zwei Aspekte, auf die ich noch kurz eingehen möchte. Das ist einmal die Verschiebung von Dynamiken. Du bist vielleicht immer mehr in Rollen gerutscht, du hast gehalten, du hast versorgt, du hast verstanden, du hast getragen, du hast vielleicht die Mutter, die Terrapäutin oder die Macherin und genau dort, wo diese Rollen entstehen, verändert sich auch oft die Anziehung. Nicht weil etwas kaputt ist, sondern weil echte Begegnung auf Augenhöhe verloren geht. Weil Rollen immer ungleiche Position im Beziehungssystem erzeugen. Sobald du in die Rolle der Mutter, der Terrapäutin, des Versorgers, der stabilen rutscht oder was auch immer, dann entsteht keine Begegnung mehr zwischen zwei gleichwertigen Erwachsenen, sondern eine Angefälle. Eine Person gibt halt führt reguliert und die andere wird unbewusst, versorgt, entlastet oder geführt. Und das verschiebt die Beziehung von Begegnung zu Funktionen. Auf Augenhöhe entsteht Anziehung durch Gegenseitigkeit, durch Lebendigkeit und einfach die Polarität zwischen zwei Autonomen Menschen. In Rollen dagegen, wo wir die Verantwortung übernehmen, sind wir nicht mehr Autonomen, sind beide nicht mehr Autonomen. Da verschiebt sich die Verantwortung, die emotionale Hierarchie, bricht auseinander und das hat zur Folge den Verlust von Spontanität und Begehren Rollen ersetzen in der Beziehung durch Funktionieren. Und genau da geht die Spannung verloren. Oder es geht auch oft um eine leise Verschiebung in der Beziehung. Unterstützung im Alltag, im Haushalt oder im Organisieren wird nicht mehr als gemeinsames Leben erlebt, sondern beginnt sich an ein inneres Geben- und Nehmensystem zu koppeln. Ich habe etwas getan, also brauche ich jetzt etwas zurück oder ich will Applaus oder ich will meine Belohnung. Das kann sich dann in Richtung Nähe aufmerksamkeit oder Sexualität verschieben, nicht unbedingt bewusst, sondern einfach als innere Anspruch den Eingegenüberat oder auch unausgesprochenen Erwartung. Und hierbei geht dann auch wieder die Freiwilligkeit der Begegnung verloren. Denn näher entsteht nicht aus Ausgleich oder Leistung, sondern aus echter Verbundenheit im Moment und nicht aus innerer Bilanzierung. Wenn dann aus der Beziehung ein System von Leistung und Gegenleistung wird, dann ist es halt schwierig. Und ich höre das er häufig im Coaching. Es gibt auch immer mehr Männer, die auf Instagram ganz Trendy sagen. Ich helfe meiner Frau nicht mehr im Haushalt. Ich helfe nicht, weil ich mich als Teil des Systems verstehe und damit brauche ich nicht helfen, sondern ich übernehme meine Verantwortung. Und das klingt nach einem großen Unterschied. Und da steckt auch eine wichtiger Kernhinter. Beziehung funktioniert halt nicht über. Ich helfe dir, sondern als gemeinsamer Lebensraum in dem beide Verantwortung tragen. Aber ob sich wirklich beide als gleichwertiger Teil eines gemeinsamen Systems erleben oder ob es halt nur schöne Worte sind. Ich bin Teil des Systems. Heißt auf dem Papier ganz viel, wird aber dann gezeigt, wenn einer trotzdem mehr emotionale Verantwortung übernimmt, einer mehr Organisation, Regulation oder Beziehungspflege übernimmt und ein anderer sich vielleicht eher in Rückzugfunktion oder Selbstverständlichkeit bewegt. Dann sind das genau die Verschiebungen, wo aus echter Partnerschaft auf Augenhöhe ein unsichtbares Gefälle wird. Aus wir gestalten gemeinsam wird ein inneres System von Leistung, Erwartungen ausgleich und dann auch oft nicht ein Kampf, ein gemeinsamer Kampf gegen ein Problem, sondern ein Kampf miteinander. Und das verändert natürlich die Alltagsdynamik, die dann sich in Nähe anziehung und Sexualität einfach widerspiegelt, nicht, weil irgendjemand falsch handelt, sondern weil ein System aufgebaut wurde, in dem unbewusst Rollen verteilt sind. Und diese Dynamik muss halt sichtbar gemacht werden und aufgebröselt werden. Die Dynamik oder die Dynamiken, die zu keiner Lust führen, ich gucke mal gerade, wir sind jetzt schon beim Minute 27, die ist halt viel zu viel zu viel schichtig, um sie auf macht doch mal eben, ist doch kein Problem zu reduzieren. Und dann noch die Kopplung, dass es keine Liebe wäre, wenn man das nicht täte, macht es ihm zu Liebe. Ohne mich selbst vielleicht dann zu prüfen, warum tue ich das, aus welchen Inneren Zustand und warum. Etwas aus Liebe zu tun ist nicht automatisch gesund, entscheidend ist, ob es aus echter Wahlfreiheit entsteht oder halt aus Anpassung angst oder dem Bedürfnis die Beziehung zu sichern. Und ohne diesen Blick auf die innere Dynamik, macht es ihm zu Liebe, kann dieser Rat halt einfach problematisch sein, weil die Liebe sich oder die Angst dann einfach in Liebe verpackt ist. Zugeständnisse ohne echte Freiwilligkeit und Selbstkontakt sind halt einfach ungesund, es ist nur gesund, wenn ich es auch wirklich will und frei entscheiden kann. Ich habe also eine Wahl, ich handle nicht aus Angst, Druck oder Anpassung oder der Überverantwortung mit meinem Nein die Beziehung zu gefährden. Und problematisch ist es halt einfach, wenn Verhaltensvorschläge gemacht werden, die darauf hinauslaufen, eigene Grenzen zu Gunsten des Partners zu beschreiten, ohne die innere Bereitschaft oder den eigenen Zustand ausreichend zu berücksichtigen. Man muss die dahinter liegende Dynamik einfach verstehen und auch betrachten. Und gerade in meiner Arbeit sehe ich häufig, wie schwer es ist, zwischen echter Freiwilligkeit und Anpassung zu unterscheiden, also der die Foreign-Risponse oder im Volksmund ja auch der Pipi-Pleaser genannt, tu ich das wirklich aus eigenem Wollen heraus oder aus Angst, Druck oder den Bedürfnis, die Beziehung zu sichern. Und dann sind wir da halt auch beim Bindungsstil, wenn ich einen eher verlustengslichen Bindungsstil habe, dann kippen meine Grenzen relativ schnell. Und das sind sehr zentrale Unterscheidungen, die halt in Säuchverkürzen Botschaften nicht ausreichend berücksichtigt werden. Und vor allem nicht in einer einseitigen Dynamik, derjenige, der keine Lust mehr hat, ist das Problem. Das geht so was von an der Realität vorbei. Und das ganze Thema hat weniger mit Sexualität zu tun, sondern viel mehr mit Bindung. Und dieses Gefühl, was oftmals bei Frauen auf den Schultern lasstet, liefern zu müssen, das ist nicht nur dein persönliches Problem, das hat auch eine Geschichte. Über lange Zeit war in der Ehe, keine Frage von Lust, sondern von Pflicht. Historischen Hintergrund in vielen Rechtssystemen war Ehe lange Zeit keine primär emotionale Verbindung, sondern einfach eine soziale und funktionale Institution. Die Sicherung von Nachkommen, die Regelung aber auch von Sexualität innerhalb der Ehe und auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnung. Und es gab tatsächlich die Vorstellung von Ehelichen Pflichten dazu gehörte der Geschlechtsverkehr und auch die Fortflanzung. Und in manchen historischen Kontexten konnte dann bei der Verweigerung von Sex oder auch bei Kinderlosigkeit die Schuldfrage bei der Trennung, die gab es noch bis zu den 70er-Jahren und konnte dann die Ehe annuliert werden und die Schuld sozusagen der betroffenen Person zugewiesen werden. Mit der Auswirkung, dass man dann auch zum Teil keine Zugewinnen ausleicht, keine Unhaltspflicht und nichts mehr hatte. Gott sei Dank sind wir davon mittlerweile weit entfernt. Aber das schwiert, glaube ich, immer noch stark im Kollektiv und in den einzelnen Rollenbildern einher. Und diese kulturellen Prägung und die inneren Glaubenssätze, ich bin zuständig für seine Bedürfnisse. Ich darf ihn nicht enttäuschen. Wenn ich das nicht gebe, verlierre ich ihn. Das ist halt nicht nur ein persönliches Problem, sondern auch in patriarchalen Mustern und halt aus der Vergangenheit resultierend. Und diese Mustern sind gewachsen und die Wirken halt zum Teil auch heute noch in uns weiter. Dazu kommen dann noch auch Muster, die über Eltern weitergegeben werden, über Erziehung, über Unausgesprochenerwartungen, übersätze, wie so ist Beziehung eben. Männer wollen doch nur das eine. Und was auch immer da an Bullshit durch die Gegenwart, was macht Sinn, mal die eigenen Überzeugungen auf dem Prüfstand zu nehmen? Das ist eigentlich meine eigene Prägung. Was hat sich in mir an Überzeugung gesetzt, die ich auch mitnehme in die nächste Beziehung? Und wenn wir dieses ganze Themenfeld jetzt nochmal zusammenführen, zu sagen, die Lust ist verschwunden und ich war das Problem. Dann ist das halt nicht nur ein körperliches Thema und es ist auch kein Versagen, sondern es ist ein kostbarer Moment, in dem etwas sichtbar wird, was einfach schon lange wirkt. Und vielleicht wird jetzt nochmal klar, warum es nicht reicht, einfach nur dein Verhalten zu verändern oder einen gut gemeinten Tipp umzusetzen. Weil hinter all dem, was wir tun, stecken immer innere Dynamiken, Anteile, die etwas brauchen, Anteile, die uns schützen wollen. Und da genau beginnt halt echte Veränderung, nicht im Kampf gegen dich, sondern im Verstehen von dir. Und ich hoffe, diese Folge hat ich eingeladen, ja, dich selbst ein Stück tiefer zu erkennen. Und das wünsche ich dir, weil eine Trennung bringt, so vieles ins Wanken, Gefühle, die plötzlich da sind, Gedanken, die sich im Kreis drehen, neue sichtweisen, eine innere Unruhe. Und all das bedeutet nicht, dass etwas mit dir nicht stimmt. Es bedeutet einfach, dass du gerade durch eine Phase gehst, die Zeit und Raum braucht, damit sich genau solche neuen Erkenntnisse ein anderen Blickwinkel auf verborgenen Dynamiken bilden kann. Und ich biete keinen schnellen Ausweg und auch keine oberflächlichen Lösung, sondern ein achtsam Rahmen, indem du dich einfach selbst wieder besser verstehen kannst, in deinem Tempo ohne Druck und nicht alleine. Und wenn du spürst, dass du einen ersten Schritt gehen möchtest, dann fühl dich herzlich eingeladen zu dem nächsten kostenlosen SOS-Workshop am 7. Mai. Da tauchen wir einmal gemeinsam ein, wie. Ja, wir nehmen sozusagen deine aktuelle Herausforderung ein Stückchen auseinander und versuchen zu fühlen und auch zu verstehen, welche Dynamiken da eigentlich mitschwingen. Den Link findest du unten in den Show Notes. Alles Liebe für dich und ich freue mich auf dich, hoffentlich im SOS-Workshop ansonsten bis zur nächsten Folge, nächste Woche. Alles Liebe!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Fehlen von Lust in einer Beziehung ist oft kein individuelles Versagen, sondern eine Reaktion auf unbewusste Dynamiken wie Angst, Mangel an Selbstkontakt oder emotionale Distanz.
  2. Die Motivation für Sex kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, wie Ernährungsmotivation, Vermeidung, Pflichtgefühl oder Selbstregulation, wobei letztere oft auf Stress oder Selbstwertbedürfnisse abzielen.
  3. Selbstbezogene Motive führen dazu, dass Sexualität als Entlastung oder Bestätigung für den Selbstwert genutzt wird, was zu emotionaler Distanz und verlorenen Beziehungen führt.
  4. Rollenverteilungen wie „Mutter“, „Versorger“ oder „Regelungsträger“ schaffen eine ungleiche Beziehung und verlieren die Grundlage für echte Anziehung und Freiwilligkeit.
  5. Die Aussage „du musst das tun, um Liebe zu haben“ ist oft eine kulturelle oder emotionale Abhängigkeit, die aus Angst, Pflichten oder Unsicherheit entsteht und nicht aus echter Freiheit.
  6. Lust entsteht nicht im Druck, sondern in Sicherheit, Wertschätzung, Offenheit und echter emotionaler Verbundenheit zwischen zwei gleichwertigen Personen.
  7. Historische und patriarchale Strukturen haben die Vorstellung verankert, dass Sex eine Pflicht ist, was zu Schuldgefühlen und der Verantwortung für den Partner führt.
  8. Eine gesunde Beziehung basiert auf Freiwilligkeit, gegenseitiger Wertschätzung und dem Verständnis von inneren Dynamiken statt auf Anpassung oder Leistung.

Summary:

Das Fehlen von Lust in einer Beziehung wird häufig falsch interpretiert als persönliches Versagen, doch es ist vielmehr ein Hinweis auf tiefgreifende, unbewusste Dynamiken. Die Ursachen liegen oft nicht in einem mangelnden Verlangen, sondern in emotionalem Druck, Selbstwertbedürfnissen, Stress oder Rollenverteilungen. Motive, wie die Vermeidung von Konflikten oder die Nutzung von Sex zur Selbstregulation, führen dazu, dass die Intimität als Entlastung oder Bestätigung dient, anstatt als Verbindung.

Rollen wie „Mutter“ oder „Versorger“ schaffen eine Ungleichheit, die die echte Begegnung und Anziehung zerstört. Historische und kulturelle Prägungen, in denen Sex als Pflicht gesehen wurde, hinterlassen noch heute Abhängigkeiten und Schuldgefühle. Der Kern eines gesunden sexuellen Verhaltens liegt in Freiwilligkeit, gegenseitiger Wertschätzung und echter emotionaler Verbundenheit.

Es ist entscheidend, die inneren Dynamiken zu verstehen, statt einfach das Verhalten zu ändern. Eine Trennung kann ein Moment der Selbstreflexion sein, um eigene Grenzen, Werte und Bedürfnisse neu zu erkennen. Stattdessen wird die Aufgabe nicht darin gesehen, die Beziehung zu retten, sondern in einem tiefen Verständnis von sich selbst und der Beziehung.

Dieser Prozess fördert eine nachhaltige Wiederentdeckung von Selbstwirksamkeit, Sicherheit und echter Nähe – ohne Druck, Angst oder leistungsorientierte Erwartungen.

FAQs

Die Lust verliert oft nicht wegen eines individuellen Fehlens, sondern aus einer Reaktion auf unbewusste Stressfaktoren wie fehlende Nähe, emotionale Distanz oder übermäßige Pflichtgefühle.

Nein, es ist kein Versagen. Der Körper reagiert oft auf unterdrückte Bedürfnisse oder Stress und signalisiert Schutz, nicht Fehlern.

Weil er aus einer Vermeidungsmotivation entsteht – zum Beispiel, um Angst vor Ablehnung oder Schuldgefühlen zu vermeiden – und nicht mehr als Lust oder Nähe erlebt wird.

Es zeigt eine fehlende Freiwilligkeit und kann ein Zeichen für Stress, Routine oder fehlende emotionale Verbindung sein, nicht für eine gesunde Beziehung.

Ja, Sex kann als Stressabbau dienen, aber wenn er das Hauptziel ist, entsteht eine einseitige Dynamik und weniger echte Nähe zwischen den Partnern.

Weil der eine Partner übernimmt die Spannung und das andere System darauf reagiert, was zu einer ungesunden Ko-Regulation führt und die emotionale Verbindung schwächt.

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