(52) Was der Haut guttut - Dr. Matthias Riedl über Neurodermitis
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In dieser Podcastfolge berichtet Wissenschaftsjournalistin Julia Demann gemeinsam mit Ernährungsmediziner Matthias Riedel über den Fall von Rebecca, die unter schwerer Neurodermitis litt. Die Hauterkrankung war so stark, dass sie kaum schlafen oder alltägliche Aktivitäten ausüben konnte. Eine Stuhlanalyse zeigte ein stark reduziertes Darmmikrobiom, das durch eine einseitige, zucker- und kohlenhydratreiche Ernährung sowie Flüssigkeitsmangel verursacht wurde. Die Behandlung begann mit einer siebentägigen Heilfastenkur, die entzündungshemmend wirkte und den Darm auf die Umstellung vorbereitete. Danach folgte eine Ernährung nach dem „Regenbogenprinzip“ mit viel buntem Gemüse, ergänzt durch Nährstoffe wie Selen, Vitamin B6 und Omega-3-Fettsäuren. Nach sechs Monaten hatte sich die Darmflora deutlich verbessert, die Haut war ruhiger und der Juckreiz fast verschwunden. Nach eineinhalb Jahren war Rebecca beschwerdefrei. Der Podcast betont außerdem die Bedeutung ausreichenden Trinkens: Wasser oder ungesüßte Tees sind ideal, die empfohlene Menge liegt bei etwa 30–40 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Leitungswasser ist meist genauso gut wie Mineralwasser, Kohlensäure sollte bei empfindlichem Magen vermieden werden. Die Folge zeigt, wie eine gezielte Ernährungsumstellung selbst chronische Hauterkrankungen langfristig verbessern kann.
Hi, mein Name ist Julia Demann. Ich bin Wissenschaftsjournalistin und Beschäftige mich hauptsächlich mit Medizinthemen. In diesem Podcast nehme ich euch mit in die spannende Welt der Ernährungsmedizin. Zusammen mit den NDR Ernährungsdocks aus dem bekannten Fernsehformat, außerdem mit bewegenden Patientengeschichten und mit ganz vielen Tipps für alle, die gesund und lecker essen wollen. Alle Folgen findet ihr in der ID Audio-Teak und am Ende jeder Folge haben wir eine Rezept für euch. Heute. na ja, Pimpio Water. Die Ernährungsdocks, ein Podcast vom NDR. Also am liebsten würde ich mir meine Haut vom Körper ziehen. Es muss sich unbedingt was ändern, weil ich keine Lust mehr habe, mich anderen zu kratzen, mich mit zu schlafen, mich andauernd nur noch meine Haut zu richten. Also ich möchte gerne wieder ein normales und kompliziertes Leben führen. Das ist Rebecca. Sie war vor gut anderthalb Jahren bei den Ernährungsdocks auf dem Praxisboot, weil sie ziemlich schlimm neu oder Mietes hat. Neurodermietes, das ist eine Überreaktion des Immunsystems, das sendet dann permanent entzündliche Bodenstoffe aus und die stören die Hautbejere. Das heißt, Bakterien, Chemikalien oder auch einfach nur der eigene Schweiß können dann heftige Haut ausschläge machen. Darüber und natürlich, wie man mit der Ernährung der Haut helfen kann, spreche ich heute mit NDR Ernährungsdock Matthias Riedel. Ja, Moin Julia. Hi Matthias. Du bist der Wittologe und Ernährungsmediziner und leitest das von dir gegründete Medikum Hamburg mit einer Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin. Hast du da häufiger mit Hautproblemen zu tun? Eine Menge. Man muss ja bedenken, dass die Wurzel der NDR Mietes in den Genen steckt. Aber es gibt eben auch beeinflusbare Faktoren wie die Psyche und die Darmgesundheit. Und da sind wir dann schon bei der Ernährung. Wir wissen ja, durch die intensive Forschung im vergangenen Jahren, mittlerweile sehr gut. Es sind Darm wichtige Immunprozesse laufen. Und wenn in dieser Schalzentrale Störungen stehen, dann hat das eben Auswirkung auf den ganzen Körper und insbesondere natürlich darauf die Haut. Da werden wir gleich noch ausführlicher darüber sprechen. Aber jetzt würde ich erstmal gerne wissen, was du mir mitgebracht hast. Ich sehe hier so zwei durchsichtige Behälter mit ganz vielen Kügelchen drin. Das sieht so ein bisschen aus. Hab ich mir früher auf der Kirmst mal nicht mal geholt. So, die waren immer in so Baby-Tringflaschen. Also so aus wie so eine Baby-Tringflasche und da waren so Zuckerperlen drin. Ja, ich weiß, was du meinst, die Liebesperlen. Ja, ganz genau so wissen die, ganz genau. Aber das sind ja gefärbte Zuckerkugeln, das hast du mir jetzt aber nicht mitgebracht, oder? Das würde jetzt hier nicht reinpassen in dem Balken. Nein, das wollte dir jetzt ganz bestimmt nicht empfehlen, mit gerade nicht bei diesem Thema. Also ich habe dir heute mal nichts zum probieren mitgebracht. Es ist eher ein Anschauungsobjekt. Die Kügelchen, die sind aus Plastik und die verschiedenen Farben hier, die du siehst, die sollen die vielen unterschiedlichen Bakterien harten darstellen, die im Mikrobiome des Darms vorgucken. Okay, also in dem einen behälter, da sind ja richtig viele auch so unterschiedliche Farben drin. Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich alle Farben sehe, aber so auf den ersten Blick würde ich mal sagen, 7, 8, 9 unterschiedliche Farben und in dem anderen sehe ich jetzt nur drei, vier unterschiedliche Farben. Soll das dann sozusagen die Vielfalt der Darmakterien darstellen? Genau so ist das. Also das eine Gläschen ist also die richtig volle Vielfalt. Der Darmakterien, die wir beanahmen, haben wir eine reduziertes Milieu an Darmakterien und das siehst du dann halt auch klar, es ist weniger bunt. Ja, ganz genau, sehr schön dargestellt und diese drei, vier Farben, also diese wenigen Bakterien stämme, das war ja auch möglicherweise bei Rebekah der Grund oder Eingrund für diese heftige genäuere Dermitis, also einfach zu wenig Gesundheitsfördernde Bakterien im Darm. Genau, das war unsere Anfangsvermütung. Dann würde ich sagen, steigen wir mal tiefer in Rebekahsgeschichte ein und gucken mal, ob ihr damit richtig lagt. Die Ernährungsdocksakte. Es ist tatsächlich so, dass nichts hilft. Außer wirklich aufkratzen und das ist dann halt blutet, dann ist der Joghreiz irgendwann mal gestüllt. Man kann nicht mal sitzen, man kann nicht liegen, man kann nicht stehen, man kann gar nichts machen, es tut einfach alles nur weh, eine Decktut weh, auch die Klamotten tun weh, also es ist alles sehr schmerzhaft. Ich möchte halt wirklich das an der Wurzelpacken das Problem. Das kann ich mir vorstellen, dass sie dem nachgehen möchte, weil das klingt wirklich, wirklich heftig. Rebekah muss das sich drei bis viermal am Tag mit Fettkrems einschmieren und braucht auch immer wieder korte sohnhaltige Medikamente, aber so richtig langfristig geholfen hat das irgendwie auch nicht. Und du hast aber wirklich direkt an den Darm gedacht, wie seid ihr daran gegangen? Ja, also wir haben eine Stuhlprobe von ihr an ein Spezialerbohr geschickt und hatten da bald ziemlich eindeutige Ergebnisse für eine mögliche Ursache. Ihr Darm Mikrobiome war extrem reduziert und die Ernährungsprotokoll. Das zeigte uns auch, warum das so war. Ja, mit dem Ernährungsprotokoll, da guckte ich auch immer erst mal an, wie es denn er jetzt so stand. Also was, wie viel, wann und auch wie wird gegessen. Und wenn ihr euch das dann zusammen anguckt mit den Patienten und Patienten, dann ist das ja nicht nur für euch in ein Harmoment, sondern eben auch für die Menschen die zu euch kommen. Ja, genau. Das ist immer ein schockierender Moment häufig. Macht mal sind die da ziemlich erschrocken, weil das den gar nicht so bewusst war. Bei Rebekah kam da einiges zusammen. Also auch wegen der Norde mit ist, hat ihr sie mehr und mehr Lebensmittel weggelassen. Gemüse kam da praktisch gar nicht mehr vor. Und damit hat Rebekah über die Jahre wahrscheinlich ihr Darm system so durcheinander gebracht, dass sie irgendwann tatsächlich kaum mehr was vertragen hat. Meistens ist es so, dass mein Bauch dann halt wirklich auch anfängt, oft zu blähen und ganz oft kriege ich dann halt auch Bauchschirmärts und krämfliche nachdem wie toll auch der Blebeuch ist, über die Haut merkt man es auch irgendwann. Also es ist halt super schwierig. Was hat sie denn überhaupt noch gegessen? Ja, leider sehr einseitig, coolnhydratreiche Sachen. Also Nudeln, Reis, da denkt man irgendwie, das bringt den Darmens es nicht durcheinander. Und wenn eigentlich natürlich klar sein sollte, dass das überhaupt nicht gut ist, sie hat sehr viel Zucker zu sich genommen. Süßigkeiten, Obst und jede Menge gesüßte Getränke oft auch noch mit Süßstoff und wir wissen ja von Studien und der intensiven Forschung mittlerweile, dass viel Zucker und eben auch Süßstoffe die Balance der Darmflora und die Gesundheit des Dams eben heblich stören können. Und dabei war dann auch noch die Flüssigkeitsaufnahmen zu gering. Ja, mit dem richtigen Trinken werden wir uns später noch ganz intensiv beschäftigen. Aber so viel jetzt schon mal, welche Rolle spielt es den Banoor oder Mietes, was und wie viel wir trinken? Ja, eine Däure der Mietes Haut ist sehr trocken, kann also nicht gut Wasser speichern. Darum ist es notwendig, genügend Flüssigkeitszusicht zu nehmen und die sollten natürlich in der Regel weder Zuckerhaltig sein, noch Süßstoffe enthalten. Also mehr und vor allem Wasser trinken, aber ihr habt ja auch Essen von Rebecca geschraubt, worauf sollte sie da noch achten? Ja, wir brauchten mehr Vielfaltigkeit, vor allem viel Gemüse. Wir nennen das Essen nach dem Regenbogenprinzip, also fünf Handvoll Gemüse täglich, jede Farbe des Regenbungs muss mindestens einmal vertreten sein und zwar wirklich vor allem Gemüse und nur wenig Obst. Doch bevor sie mit der Bundener Nährung starten konnte, brauchten wir erstmal Ruhe im System. Und wie habt ihr das angestellt? Heilfasten. Diese Fastenform hat eine starke antientzündliche Wirkung. Sieben Tage lang sollte sie morgens nur haferschleiben, mittags Gemüsesefte und abends dünne Gemüse so besuchen. So ein Fasten kann dem Körper bei Heilungsprozessen helfen, wirkt gleichzeitig antientzündlich und schafft die Grundlage dafür, dass sich die Darmflora zum guten verändern kann. Und das war bei Rebecca mehr als nötig, aber das war auch hart für sie. Das ist schlecht, beschwindig, ist archkalt, ich zidrigendzeit. Also mein Kreislauch ist nicht ganz so viel Löhne. Wenn ihr euch jetzt fragt, uu, ist dann Heilfasten wirklich gesund, dann hört gerne mal in vollge 26 rein. Da habe ich nämlich mit Silja Schäfer ausführlich darüber gesprochen. Und Rebecca hatte ja schon Anfangs zu kämpfen, ist das denn normal Matthias? Na ja, das ist bei jedem anders. Manchmal braucht es eben, bis der Körper sich umgestellt hat, aber sie hat es durchgehalten und das hat sich gelohnt. Also was ich in die Woche alles verändert hat, ist echt raus, also die Stellen auf meiner Kopfhaut zum Beispiel, die sind auch komplett weg. Ansonsten muss ich mich auch weniger kratzen, es heilt viel, viel besser, es heilt so schnell. Ich würde tatsächlich auch noch mal fast du. Wow, ja, und das war ja erst der Anfang, so quasi so eine Art Reset. Und dann war ihr System einigermaßen bereit. Bei der Blutuntersuchung hatten wir natürlich auch noch nach relevanten Mängeln geschaut. Sie hatte einen niedrigen Selen-Spiegel und ihr fehlt ja auch ein wichtiger Hautnährstoff, Vitamin B6. Ein Mangel von diesen Vitamin kann trockene Haut und Joghreits fördern. Und ich finde bei Menschen, die sich in der Ernährung aus welchen Gründen auch immer einschränken, immer wieder Hinweise auf eine Mangelernährung. Das sehe ich immer häufiger und so war das auch hier. Und was kann man dann da kommen?
Eineseits sollte sie den Mangel zunächst auch mit Tabletten ausgleichen. Das geht erst mal schneller. Und natürlich dann dauerhaft mit der Ernährung gegensteuern. Für sie verträglich war wieder mit B6 aus Kinoa, Hürse, Amaran. Auch Hüsenfrüchte enthalten es, aber sie sind manchmal auch nicht so leicht zu verdauen. Und die sollte sie es später dazu. Und dann sollte sie außerdem mehr Omega-3-Fetzören essen. Die wirken sehr gut anti-entzündlich und sind wichtig bei Nörrtermitis und bei allen anderen Erkrankungen mit entzündigem Charakter. Die stecken zum Beispiel den Pflanzenöl, den Abwochenfisch und hochkonzentriert im Eigenbild. Ja, und ansonsten sollte sie eben möglichst vielfältig essen. Möglichst bunt, hast du eben schon mal gesagt wie der Regenbohr. Mit dem Regenbohr-Konzip klappt das so ganz gut, muss ich sagen. Weil ich ja viel, viel mehr essen kann als ich eigentlich immer dachte. Ja, und nach diesem ersten großen Erfolg direkt am Anfang, durch das Heil fassten, ging es dann aber leider nur sehr langsam und irgendwie auch immer wieder mit so kleinen Rückschrittenberg auf. Und das, obwohl eben reberkasse ich sehr strikt an die Empfehlung gehalten hat. Und deshalb war sie irgendwann ziemlich frustriert. Diese Haut ist einfach keine Ahnung. Also ich weiß halt auch nicht, was sie will. Ich weiß nicht, was sie braucht. Also das ist so. spiegelt ihr noch Klartext irgendwie. Also es ist scheiße. Also mit anderen Worten zu sagen, das ist wirklich total blöd. Ja, das ist leider so. Gerade bei den entzündlichen Erkrankungen brauchen wir manchmal Wochen bis Monate. Bis sich so ein neues Gleichgewicht einstellt. Das ist anders als bei anderen Ernährungsbedingten der Erkrankungen. Da haben wir häufig schon nach Tagen oder Wochenbesserungen. Also Wunderheilung von heute auf morgen sind gerade bei den zündlichen Erkrankungen nicht zu erwarten. Wie sah es dann nach sechs Monaten aus, als sie zum Abschlusscheck aufs Praxisboot kam? Ja, da war nicht nur die Ernährung punter geworden. Wir haben uns dann auch noch mal die Stuhlanalöse aus dem Labor angeschaut. So, wenn das dich. - Mhm. Das war jetzt nicht mehr so wenig punter, sondern das war punter. Es gab eine ganz klare Tendenz hin zu einem besseren Darmklima. Die Vielfalt des Mikrobioms hatte sich deutlich verbessert. Und die Blutwerte waren jetzt auch gut. Und wie sah es mit der Haut aus? Das ist allgemeine Hautgefühls. Ich habe keine Schmerz mehr. Und vor allem der Joghreiz ist auch wirklich wunder gegangen. Also, wie viel sich wieder an wie eine Haut vielleicht auch. Also wie so eine Bibelhausche. Krass, was man im halben Jahr erreichen kann. Ja, so lange dauert das. Ihre Schwere nur, der Mietis, hatte sich eine leichte Form verwandelt. Und ich habe ihr damals gesagt, wenn sie jetzt so weitermachen, dann haben sie die Chance, dass die Beschwerden ganz verschwinden. Und ich habe natürlich Rewecker gefragt, wie es ihr jetzt geht nach anderthalb Jahren. Gut. Also ich kann jetzt schlafen. Ich kann amziehen, was ich will. Ich schub nicht mehr alles voll. Ich hinterlasse keine Spuren mehr. Das ist ganz schön. Ich habe es so beibahalten, wo hast du auch gesagt, ja, nee, das mache ich es nicht mehr so streng. Also ich mache immer noch dieses Sägenbogen ernähren. Viel Gemüse. Ich trinke jetzt wieder mehr. Ich habe aber nicht mehr gefasst seitdem. Rundverzachste. Toll, ne? Es gibt eben durch die Ernährung eine tolle Chance von der Norde der Mietis wegzukommen. Und das sollte tatsächlich mehr Schule machen. Ja, also ich fand auch sehr so richtig gestrahlt, als ich irgendwie mit ihr gesprochen habe. Ja, also ich finde ich richtig gut. Und ich glaube dadurch, dass es eben, dass sie gemerkt hat, das funktioniert, kann sie das auch gut beibahalten. So diese Ernährung sagt sie ja auch. Trinkt auch wieder mehr. Und das trinken, das ist ja heute auch Thema bei uns. Und das gucken wir uns jetzt mal ganz ausführlich an. Das Ernährungsdokswissen. Matthias ausreichend und das richtige Trinken. Das war ja bei Rebecca eben ein Punkt, den sie auf jeden Fall verändern oder verbessern. Und das ist ja auch insgesamt für uns alle wichtig. Trinken ist für mich sowas wie Atmen. Also es läuft irgendwie so nebenbei. Ich muss da gar nicht großzuber nachdenken. Aber das ist ja längst nicht bei allen so. Und der Fakt ist ja, wir müssen trinken. Wir müssen trinken um zu überleben. Aber warum ist das eigentlich so Matthias? Ja, wir bestehen zu 50-60 Prozent aus Wasser. Und es ist nicht nur da, um unsere Hautzellen frisch zu halten. Es regelt unsere Körpertemperatur, transportiert näherstofflich. Hilft bei der Verdauung und spült Abfallstoffe raus, überdienieren. Wasser ist also einfach unverzichtbar. Das weiß jeder. Man kann ohne Nahrung Wochen überleben. Aber ohne Wasser sieht es nach drei, vier Tagen schon düster aus. Und auch wenn man nach einem Tag ohne Trinken nicht gleich tut, umfällt. Dann kommen dann doch Beschwerden wie Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden oder Schwinde. Aber auch schon ein kleiner Wassermangel. Kann große Auswirkungen auf unsere Fitness haben. Ein Prozentmangel bewirkt 10 Prozent Leistungsminderung. Also immer mal eine Idee, wenn man sich kraftlos fühlt, um es etwas zu trinken. So manche Demenz oder Bewusstseinsentrübung bei sehr, sehr alten Menschen ist nicht selten auch ein Wassermangel. Krass, darüber sprechen wir gleich noch mal ausführlich, wie das auch bei alten Menschen sein kann. Kann ich auswiehen, auch so ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Aber so richtig einig darüber, wie viel man jetzt eigentlich trinken muss. Ist man sicher irgendwie nicht, habe ich zumindest das Gefühl, dass es sehr unterschiedliche Angaben gibt. Was ist denn jetzt die richtige Menge Anflüssigkeit, die wir pro Tag trinken müssen? Ja, um genau zu sagen, wie viel der einzelne trinken sollte, müsste man individuelle und akriebesbestimmte Faktoren analysieren. Aktivitätslevel, Außentemperatur und natürlich Gewicht. Da gilt dann pro Kilogramm Körpergewicht, sollte man 30 bis 40, die nach Quelle auch 30 bis 35 Millitärflüssigkeit zusich nehmen. Und wem das nicht kompliziert genug ist, der darf auch noch mal danach schauen, ob es ein Mann oder eine Frau ist, denn Muskelzellen braucht natürlich mehr Wasser. Und davon haben Männer meist mehr. Das klingt in den Tat ziemlich kompliziert, aber ich hör da auch so ein bisschen raus, so kompliziert muss man sich gar nicht machen, oder? Ja, das ist im Normalfall ja auch gar nicht nötig und das Stress nur. Es bringt einfach kein großen Mehrwert den Flüssigkeitsbedarf auf den Millimeter genauer zu bestimmen. Erstens ist da von der Natur aus eine gewisse Toleranz eingebaut. Und es gibt auch noch den Flüssigkeits Joker im Hintergrund. Wir nehmen ja auch einiges an Flüssigkeit über die Nahrung auf, aus Obst und Gemüse zum Beispiel. Also jeder rechnet sich mal seinen individuellen Flüssigkeitsbedarf aus und merkt sich den. Ich wiege so 70 kg, also brauche ich rund 2,1 Liter pro Tag bei Hitze Sport 500 Millitär mehr. Das wäre jetzt meine Lösung dabei. Kommt noch sauna vielleicht dazu, dann haben wir 500 Millitär extra. Du bist ja eine ganz andere Gewichtsklasse. Ja. Es wiegst du? 45 kg, aber ich habe jetzt hier keinen Taschen rechnen. Das Problem ist, dass Gewicht bei Erwachsene unterschiedlich ist. Du wirst 45 kg, anderewiegendhundert 50 kg und jemand der 150 kg wiegt, der ist ja schnell bei 3,4 Literen Flüssigkeit. Und bei dir sind wir ja schon mit anderthalbietern zufrieden. Wir sind kleinerer Organismus. Ich würde es tatsächlich so machen, dass sich jeder seinen Flüssigkeitsbedarf einmal ausrechnet. Grob das Gewicht mal 3. Und wenn man Sport macht oder viel schwitzt mal 4. Und dann hat man so seine Range, die man trinken soll. Also das finde ich irgendwie so ganz gut. Man hat dann eine grobe Faustform. Ich hatte zwei jetzt mehr gewünscht, dass es irgendwie so eine Zahl gibt. Aber so unterschiedlich wie wir sind, so unterschiedlich ist dann eben auch die Trinkmenge. Und hängt eben auch noch davon ab, ist das gerade Sonnmar da Winter. Ich würde vielleicht gerade in die Sonnmar, also schwitze ich besonders viel aus. Da wird ja immer Wasser eigentlich als ideales Getränk genannt oder auch Tees, wo eben nicht süßes Drinnen ist oder nichts an Aroma stoffen. Richtig? Ja, genau. Das hört sich jetzt vielleicht so ein bisschen, ja, so ein bisschen deprimieren an. Aber das stimmt schon. Das raten wir und auch jede Ernährungsberatung. Wasser ist ja nicht gleich Wasser. Also soll ich Leitungswasser trinken oder ist es besser, wenn ich Wasser kaufe? Ja, bei gekauftem Wasser muss man erstmal unterscheiden. Tafel oder Mineralwasser? Tafelwasser ist Leitungswasser mit Kuhn-Sorge versetzt. Also das macht dann kein Unterschied zum Leitungswasser. In Mineralwasser, wie der Name schon sagt, sind Mineralien drin und das muss aus unterirdischen Quellen stammen. Aber Leitungswasser enthält auch Mineralstoffe und das variiert natürlich je nach Region. Und Mineralwasser ist dann auch wiederum nicht gleich Mineralwasser. Das variiert stark bei den verschiedenen Marken. Einige Tests haben sogar gezeigt, dass der Mineralstoffgehalt von Leitungswasser in manchen Region durchaus mit dem von Mineralwasser konkurrieren kann. Man kann also leider so pauschal das nicht sagen. Aber falsch macht man mit beiden nichts. Das ist für mich schon eine gute Botschaft. Wie ist das denn mit Kuhn-Sorge? Ich muss ja sagen, ich trinke tatsächlich lieber Kuhn-Sorge, weil ich finde, dass es irgendwie den Mund besser durchspürt. Ich nenne das dann auch gerne schon mal Spaßwasser. Aber da hört man ja manchmal ziemlich fürchterlich ist darüber, soll den Zahn-Schmails angreifen, zur Überseuerung führen. Ja, grundsätzlich ist Wasser mit Kuhn-Sorge okay. Wir Deutschen lieben ja unser Spudelwasser irgendwie und es ist grundsätzlich nicht ungesund. Allerdings sollten Menschen die ein sensiblen Magen haben oder am Reiz-Darm-Syndrom vorsichtig sein.
Coolen Sorge kannst du aufstoßen und vermehrten Blähungen führen, wenn das Gas dann wieder aus dem Körper entweicht. Das ist besonders bei der Neigung zu so brenden oder es recht bei einer Speisereuenentzündung fatal. Wer damit ohnehin schon Probleme hat, der sollte Spudel in Maßen trinken oder am besten ganz drauf verzichten. Das Spudelwasser trinken ist ja so ein sehr verbreitetes Ding in Deutschland. In mediterran Ländern wird er stilles Wasser getungen. Und übrigens nicht selten kostenlos auf den Tisch gestellt. Das finde ich eine tolle Idee auch für Deutschland. Aber es gibt noch einen anderen interessanten Aspekt. Eine Studie aus Palestine hat vor ungefähr 10 Jahren nachweisen können, dass die Kuhensorge im Körper den Grilienspiegel im Blut ansteigen lässt. Grilien, das muss man wissen, das ist unser Hunger-Hormon. Und ich rate deshalb auch eher zu stillen Wasser. Bei unseren Podcastaufzeichnungen trinken wir natürlich stilles Wasser, damit wir nicht ins Mikrofon röpseln. Muss ich bei Leitungswasser irgendwas beachten? Grundsätzlich haben wir in Deutschland eine sehr gute Trinkwasserqualität. Was man allerdings nicht machen sollte, das rät auch übrigens das Bundesumwildamt. Warm ist Wasser aus der Leitung trinken. Denn warm Wasser zirkuliert im Haus lange im warm Wassersystem. Und dabei können sich je nach Material der Leitung, Stoffe oder Bakterien lösen. Da geht es dann auch mal um Keime wie Escherich ja Kuhli, den Leitung, die in den Leitung vorkommen können. Und die sind potentiell gefährlich. Darum sollte man Wasser immer so lange laufen lassen, bis es kühl ist und damit frisch. Und ja, je nach Hausgröße kann es natürlich ein bisschen dauern, not sich aber. Auch auf jeden Fall gut und wichtig zu wissen. Aber jetzt hab ich noch mal eine Frage zu der Häufigkeit. Einige sagen, man muss nur trinken, wenn man Dörst hat und andere sagen, man soll trinken, bevor man Dörst hat. Das funktioniert bei mir in der Regel ziemlich gut. Aber ja, nicht bei jedem. Also Rebecca hat zum Beispiel die hatte ja am Anfang gar nicht so ein richtiges Dörstgefühl. Ja, sie hat sich das richtig abgewöhnt. Grundsätzlich ist Dörst natürlich ein Zeichen des Körpers Achtung, ich bin tehydriert. Tatsel ist dehydration schlecht. Extremes Beispiel, ältere Menschen dehydrieren häufig, weil sie es schlicht vergessen zu trinken. Das stelle ich auch bei meiner Ohma immer wieder fest. Also wenn ich irgendwie mit ihr Kaffeegrenzen habe, dann trinke ich irgendwie während ich da bin zwei, drei Gläser Wasser und die trink vielleicht mal so ein, zwei Schlücke. Schon krass. Ja und die können dann sogar in ein Delia oder ins Koma fallen. Und es gibt nicht wenige alte Menschen, die an so einer Entwässerung sterben krass. Die Studienlage zeigt übrigens auch noch bei anderen Erkrankungen positive Effekte, ausreichend Wasser zu trinken, schützt vor Migräne, Hanstein, Hanwigs-Infekten und Übergewicht. Das ist die aktuelle Evidenz. Aber machen wir es mal nicht so dramatisch, ein anderes Beispiel. Du treibst Sport und verlierst dabei, wenn du alles richtig machst und dich etwas anstrengst, durch schwitzen, Flüssigkeit und das führt dann recht schnell zu am Leistungsabfall. Studien zeigen, dass selbst eine leichte Dehydration, die sportliche Leistung um bis zu 10 Prozent mindern kann. Und das ist ja nicht schlimm, aber wenn du das ausgleichen willst, solltest du frühzeitig vor dem Sport was trinken. Fausträge guthydriert in den Sport und nach trinken, ist nur bei Sport ab einer Stunde nötig. Okay, aber was sollte man denn vor oder bei dem Sport trinken, so normales Wasser oder doch eher so spezielle Fitnessgetränke? Also Fitnessgetränke sind so eine Sache. Ich will das erstmal so ein bisschen beschreiben. Als isotonisch werden Getränke bezeichnet, die eine Ähnlichzusamsetzung wie unser Blut haben und deren Inhaltsstoffe deshalb schnell vom Körper aufgenommen werden. Aber erstens sind solche Getränke oft erkünstlich mit Zusatzstoffen wie Aromen und viel Zucker versetzt. Und zweitens braucht man das als normal Sportler nun auch wirklich nicht. Elektrolyte sind eigentlich nur bei sehr langen und intensiven Work-outsnötig, wo man richtig viel schwitzt und über längere Zeit richtig viel Energie verbraucht. Für die typische Joggingrunde im Park, da reicht Wasser und wer es für die Psyche braucht, die Sporthochschule Köln hat rausgefunden, verdünnte Apfelserft mit etwas Salz tut es auch. Dann bist du ja sicher auch jetzt nicht so ein Fan von so getränken, die als Performance-Buster verkauft werden oder? Vor Hobby-Sportler? Auf keinen Fall. Das sind eben hochverarbeitete Produkte, diese Getränke sind meist mit Koffe, Een, Zucker oder sogar Protein angereichert. Für extreme Ausdauer-Sporten oder Profis kann das vielleicht mal passen, aber für den normalen Fitnessbesucher im Studio ist das nicht nur überflüssig, sondern auch ungesund und teuer. Oft hilft da der alte, simpte Trick, ist eine Banane und trinken ein bisschen Wasser, kostet weniger, ist gesünder und bringt dich auch bestraining. Gut zu wissen, so kommen wir zum Thema Alkohol, das ist ja sowieso ungesund, aber was ist zum Beispiel mit Alkohol-Freimbier. Das wurde ja auch immer mal wieder gesagt, nach einem Sport, das wird ja auch immer wieder als es ist, so tonisch angepriesen. Alkohol völlig richtig, ist grundsätzlich und ausnahmslos ungesund. Es entzieht dem Körper nach dem Sport auch noch Wasser, weil es Hand treibend wirkt und gerade nach dem Sport wollen wir unsere Flüssigkeitstags wieder auf. Und Alkohol-Freibiere haben leider auch einen handtreibenden Effekt und sind deshalb auch nicht so ganz optimal, aber natürlich tausendmal besser als die Alkohol-Wariere. Eine große Diskussion gibt es ja auch immer wieder um die Frage, wann am Tag trinke ich denn am besten. Also erstmal so ganz allgemein, kannst du da was empfehlen. Ja, es ist sinnvoll, wenn man den größeren Teil des täglichen Wasserbedarfs in der ersten Tageshefte zu sich nimmt. Der Körper ist nach dem nächtlichen Schlaf dehydriert und die Flüssigkeitsaufnahme am Morgen trägt dann dazu bei, den Flüssigkeitshaushalt schnell wieder auszugleichen. Ein guter Rhythmus wäre zum Beispiel ein Glas Wasser morgens nach dem Aufstehen, eines zu jeder Malzeit und dann extra mit den Tag verteilt bei Bedarf und natürlich beim Sport extra. Ich mache das so, dass ich mir morgens zwei große Tassengrünen Tee hinstelle, dass es gesund und dass es ein Automatismus, ich bin immer gut mit Wasser versorgt. Die Autore, die für diese Podcastfallgeräscherschiert hat, die zellibriert tatsächlich jeden Morgen auch direkt nach dem Aufstehen, erst mal zwei Gläser Wasser und zwar lau warm mit einem Schuss, Zitrone und Natur-Trüben ab für Essig. Ist da was dran oder ist das eher so ein bisschen esoterig? Ja, das ist gut. Diese Mischung kann den Stoffwechsel ankobeln, antientzündlich wirken und die Darm und Verdauungstätigkeit anregen. Aber wie haben da wieder das Problem mit der warm Wasserleitung? Ja, dazu muss ich sagen, sie macht das tatsächlich, weil sie das nämlich weiß, indem sie das Wasser tatsächlich kurz im Wasserkocher erwärmt. Aber was jetzt mit der Zitrone und dem Essig, das ist auch gut? Ja, zusammen mit der Zitrone und dem Essig wirkt das, denn trotzdem sauren Geschmacks wird Zitronensaft im Körper Basisverstoff wechselt. Was zur Regulierung des sore Basenhaushalts beitragen kann, ist schadet also auf alle Fälle nicht, das kannst du ihr sagen, aber eins muss ich noch sagen, halt viel Säure und wir das trinken. Das mögen die Zahnärzte nicht so gern, weil es den Zahnschmerz angreifen kann, wenn man das also diese saure Mischung getrunken hat, nicht gleich danach die Zähne putzen, weil dann ist der Zahnschmerz ganz besonders empfindlich. Okay, ich bleib bei meinem Glas Wasser und dem Kaffee am Morgen. Wie ist das denn mit so Trinkflaschen, die einem so richtig die Trinkmenge anzeigen? Das habe ich das öfter noch schon bei, Kollegeinnen oder Freundinnen gesehen. Ich selbst habe so einen Fancy-Ding jetzt zwar nicht, aber ich habe auch kein Problem mit regelmäßigen Trinken. Ich habe aber auch immer eine Flasche oder ein Glas beim Jahr und Nippe da permanent dran. Macht das medizinisch Sinn oder würdest du eher so Eps empfehlen, die einem mit einem Piep sozusagen anstrecken, der erinnern? Da muss ich differenzieren. Es gibt ja Menschen, die kaum durst verspüren und die da im Alltagstress auch ihre Grundbedürfnisse gar nicht mehr so richtig wahrnehmen. Das ist dann schon ein Problem und das erlebe ich auch bei meinen Patienten häufig. Dabei ist es dann gut, eine Erinnerung zu haben oder eine feste Routine. Aber feste Regeln wie ja alle 30 Minuten Trinken, die stressen unnötig. Und das muss auch nicht sein. Und ständig an der Wasserflasche zu nippen. Na ja, da hat der eine oder andere vielleicht schon fast so was wie ein Tick entwickelt. Das ist für die Verdauung jetzt nicht unbedingt hilfreich. Die Magensäure muss sich, wenn was im Magenlandet immer wieder drauf einstellen. Das macht sie auch brav. Aber da ist der nie Pause im System, wenn wir ständig was nachgibt. Also den Überblick behalten über den Tag, was man trinkt, das sollte man schon, genauso wie wir uns ja auch Gedanken machen, was wir so essen. Hab ich meine Gemüsemenge und so weiter, wie viel Zucker hab ich gegessen und da gehört Wasser auch zu. Okay, aber dann muss ich mich tatsächlich mal anders rum orientieren und vielleicht eher mal so was wie Trinkpausen einlegen, eben nicht ständig trinken sozusagen. In der Kantine wird ja auch mal wieder heißt diskutiert, Wasser vor oder nach dem Essen oder auch während des Essenes. Was ist jetzt richtig? Also, da gibt es verschiedene Aspekte. Das kommt ein bisschen auf den Fokus an, mit dem man drauf schaut. Trinken vor dem Essen macht dann, beispielsweise Sinn, wenn man auf seinen Gebicht achtet oder abnehmen möchte. Studien zeigen, dass das Trinken eines Glases Wasser vor der Malz hat, das Sättigungsgefühl erhöhen und man dann tendenziell bei der Malz hat weniger Kalorien zu sich nimmt. Trinken zum Essen kann auch Sinn machen, wenn man ballastoffreiche Nahrungsmittel zu sich nimmt, was ja immer gut ist und dann können die durch die Flüssigkeit besser quellen und das fördert wiederum die Verdauung. Das ist zum Beispiel bei einer chronischen Verstopfung enorm wichtig und Thema Magen und so auch alle.
Es hat schon ganz kurz angesprochen. Im Üters, dass das trinken werden, dass Essen die Magensäure verdünnen und damit die Verdauung beeinträchtigt. Das ist durch Studien wieder lecht worden. Der Magen reguliert das alles super. Und der Produzent bei Bedarf mehr. Ich finde, es ist schon mal gut zu wissen. Da ein bisschen, wie man es halt mag oder gewohnt ist. Kommt mal zum Thema Fruchtsefte. Wie bewährt es dir? Da ist natürlich auch eine Menge Zucker drin. Fruchtsefte sind tricky. Klar, sie enthalten Vitaminomineralstoffe. Manchmal auch eben Ballaststoffe, aber eben auch sehr viel Zucker. Natürlicher Fruchtzucker. Das klickt erst mal ganz gut. Aber unsere Hörerschaft weiß das ja genau. Der enthält genauso viele Kalorien wie Haushaltszucker. Und es ist insgesamt fast noch schädlicher. Denn Fruchtzucker wird ohne Umwege in Fett umgewandelt und in den Fett-Depos gespeichert. Er verhindert die Fett-Verbrennung, bei gleichzeitig vermehrten Fettaufbau und blockiert das Zettigungsgefühl. Und Fruchtzucker fördert genauso Diabetesvorsch tufen wie der allgemeine Haushaltszucker. Vielleicht sogar noch mehr. Weil sie direkt in der Leber auch als Fett gespeichert werden. Also Fruchtsefte in Massen zu genießen ist okay, aber die sind kein Durstlöscher und auch nicht verdünnt. Allein für die Zähne eben nicht. Denn denen ist das egal, wie viel oder wenig Zucker vorbeikommt. Die Karriest-Bakterien sind leider auch mit Minimeng. Sehr, sehr glücklich. Ja, und da kommen wir direkt zum Thema "Soft Drinks". Das muss man hier auch einmal kurz an sprechen. Aber das fällt bei dir, glaube ich, auf jeden Fall in die Kategorie "Bitze, bitte nicht". Exakt, genau so ist es. Soft Drinks sind eigentlich nichts anderes als Flüssigerzucker. In Dose Cola bringt es da auf rund 10 Stück Öffelzucker. Das ist ein riesiger Zucker- und Kalorien-Kick ohne jeglichen Nährwert. Und dann gibt es auch noch die Leid oder Zero Varianten mit Süßstoffen. Auch die sind nicht gut für uns. Und schon allein weiß ich das verlangen nach mehr Süßen anringen können. Also "Soft Drinks" können wir an dieser Stelle wirklich komplett abharten. Was ist denn aber mit so Wasser mit Geschmack? Also steht ja auch oft ohne Zucker drauf. Kann man denen trauen? Sagen wir mal so, meistens enthalten die Süßstoffe oder Aroma-Stoffe. Und der Geschmack ist künstlicherzeugt. Sie sind vielleicht besser als "Soft Drinks" mit Zucker. Aber im Prinzip sind diese Getränke nur eine Art zuckerfreie Limonade. Wem pures Wasser zu langweilig ist. Der kann es ja auch natürlich aufbäppen. Und darüber sprechen wir gleich. Jetzt möchte ich zum Schluss aber noch mal eine Frage stellen, ganz allgemein. Wie erkenne ich eigentlich, dass ich genug trinke? Es gibt ja diese Faustregel mit dem Orin. Je heller, dass du besser. Grundsätzlich kann man das grob so sagen. Orin sollte hellgelb sein. Dann weiß ich, dass ich genug trinke. Dauerhaft, richtig Wasser klarer Orin. Der kann ein Zeichen dafür sein, dass man sogar zu viel tun. Wenn Orin zu dunkel ist, dann ist das schon eine Dehydration. Aber auch da gibt's Ausnahmen zum Beispiel, wenn man bestimmte Lebensmittel, wie rote Bete ist, klar, dann kann es verperbt sein. Da darf man sich nicht erschrecken. Das muss nicht unbedingt Blut im Orin heißen. Manchmal einfach ein bisschen recapitulieren. Was habe ich denn gegessen? Ich fasse das noch mal zusammen. Wasser ist und bleibt der beste Durstlöscher. Soft drinks auf keinen Fall. Genauso wie so Performance-Busse-Erfitnessgetränke. Fruchtsefte nur in Maßen. Und beim Sport reicht es eigentlich auch meist. Wasser aussah mal läuft jetzt in Marathon. Wehm Wasser zu langweilig ist. Da gibt's noch ein paar Anregende und gesunde Tipps. Das Ernährungsdoks-Rezept. Infused-Worter. Du hast es eben schon mal erwähnt, Matthias. Das ist eben Wasser mit Geschmack. Was man dabei beachten sollte, damit das gut schmeckt. Und auch eben gesund ist. Das verraten wir euch jetzt. Matthias, du hast ja wieder dein Einkaufskorb mitgebracht. Mit Kräutern, Obst sogar eine Gurke ist dabei. Ich bin sehr gespannt. Kräuter, Rosmarin, alles dabei. Fangen wir mal mit dem Klassiker an, sehr gut geeignet, weil sie so was frisches, spritziges reinbringen, sind natürlich Zitursfrüchte. Rorgen, Limetten, Zitronen. Man kann auch mal Kumpquats probieren. Die habe ich hier. Die bringen dann so eine bitterere Note, wenn man das mag. Ich mag das. Wichtig aber, erst waschen, kleine Tipp. Die Früchte, einige Male zwischen den Fingern rollen, dann setzt das die natürlichen Aromen aus der Schale frei. Oder auf dem Tisch, das habe ich mal im Kochkurs gelernt. Genau. Man sollte natürlich auf jeden Fall Biofrüchte nehmen. Aber man sonst eben Bioziede im Wasser hat. Ja, das ist ja auch da nicht mehr so gesund. Aber das heißt, ich soll die schon mit Schale verwenden. Das sieht ja auch mal ganz nett aus, wenn das so in der Glaskaraphe schwebt. Genau, so Zitruschalen haben ja also ganz eigenartigen, sehr intensiven Geschmackeneiöre auf einem Kochen einsetzen. Und zusätzlich sind die Schalen auch gesund. Da sind viele Vitamine drin. Und vor allem stecken hier eben auch die ätherischen Öle drin, die dann den Geschmack bringen. Allerdings mehr an dieser Stelle noch wichtig. Es geht mir hier insgesamt vor allem darum, dass wir das Wasser geschmacklich attraktiv machen. Also schmeckt und wir dadurch mehr trinken, um eben nicht so leicht, seften oder Softdrinks mit hohem Zuckergehalt zum Opfer zu fallen. Ja. Natürlich haben wir dann auch noch gleichzeitig den zusätzlichen Gewinn mit Vitamine, Mineralstoffen und Sekundären, Pflanzenstoffen. Also eigentlich auch die Oxidanzchen sind ja auch noch drin, die gehen dann in das Wasser über, zwar nicht in großen Mengen. Aber wir nehmen sie zu uns und das ist allemal besser als gezukarte oder mit süßstoffversetzte künstlich aromatisierte Getränke zu sich. Ja, voll. Also die vorhandenen Vitamine wollen wir natürlich nicht zerstören. Wenn man zum Beispiel im Winter oder Herbst heißes Wasser mit Zitrone trinken möchte, sollte das Wasser nicht zu heiß sein. Ideal sind zu 40 Grad. Die Früchte geben, wenn man so ein bisschen wartet, trotzdem Geschmack gab. Im Korb ist ja auch noch irgendwas sicht. Ich muss sagen, ich liebe das, wenn der so richtig lange im Wasser gezogen hat. Dass so richtig scharf ist, den kann ich ja kalt und warm nutzen. Muss ich da irgendwas beachten, genau auf Vitamine kaputt oder so? Ja, da habe ich auch ein paar Tipps. Erstens darf das Wasser richtig heiß sein. Dann geht auch mehr von den Schafstoffen ins Wasser über. Denn das, was ihnen Ingwer so scharf und auch so gesund macht, sind übrigens die Schafstoffe wie Ginge, Rolle und Schogaule. Und die sind gegen Hitze relativ resistent. Das ist ja schon mal gut zu wissen. Auch Ingwer gerne mit Schale verwenden. Da stecken Vitamine und Geschmack drin. Für den Geschmack bitte immer gern dünne Scheiben schneiden. Durch die Schnittoberfläche geht natürlich dann noch mehr Schafstoff ins Wasser über. Also, wenn mit Schale dann aber lieber Bio. Und drittens, nicht zu kurz, dann schmeckt man nichts. Und nicht zu lang ziehen lassen. So 5 bis 10 Minuten sind optimal. Sonst wird das irgendwann einfach zu scharf. Aber das ist natürlich dann die individuelle Geschmackssache. Was eignet sich denn sonst noch gut? Ich sehe hier noch ganz viele Kräuter und eine Gurke. Ich liebe Rosmarin als Roma-Stoffenwasser. Aber man kann total kreativ sein. Erdbeeren im Frühling, Blaubeeren, ich habe hier auch im Sommer, Äpfel im Herbst. Als Gemüse sind super Gurken und Möhren. Die auch noch drin. Frische Kräuter wie Minze aus dem Garten, Rosmarin, hat ich eben schon gesagt, Tümian, bringt auf richtig tolle Herbeerrohmen rein. Also man kann damit richtig experimentieren. Kann man denn, wenn man das Wasser so pimpfen möchte, auch gefroren Früchte nehmen? Ja, das kühlt das Wasser dann auch noch mal ab als guter Nebeneffekt im Sommer. Allerdings können eingefrorene Früchte mal mal wieder verunreinigt sein mit Hepatitis A oder Norovieren oder Bakterien, speziell um Wasser zu pimpfen würde. Ich vielleicht vorzugsweise frisches regionales Obst und Gemüse der Saison verwenden. Und das dann natürlich auch gründlich waschen, sprich nichts dagegen, die Früchte auch noch mal einzufrieren, um sie bei Bedarf ins Wasser zu werfen. Das klingt so, als gäbe es wirklich keine Ausrede mehr, Wasser nicht lecker zu finden. Also vielen Dank für diese Tipps Matthias. Nicht nur für diese tollen Rezepte, sondern eben auch für die vielen Tipps zum richtigen Trinken. Ja, Julia, ich nehme mal einen Schluck. Prost. Ja, Prost, ne? Gerne. Jede Menge weitere Rezepte und spannende Fälle der NDR Ernährungsdocks, sie findet ihr auf NDR, D.E./Edox. Aber bitte denkt dran, das ist uns jetzt wirklich wichtig. So eine radikale Ernährungsumstellung. Die solltet ihr am besten immer mit eurer Hauserstin oder eine Ernährungsmedizin erbesprechen. Autorin dieser Folge ist Tina Roth und ich bin Julia Deman. Wenn euch unser Podcast gefällt, dann abonniert uns gerne am besten in der Aide-Audiothek, indem ihr einfach auf die kleine Glocke klickt, dann verpasst ihr auch keine Folge mehr. Und empfällt uns gerne weiter. Ihr kennt bestimmt Menschen, die nicht so ganz zufrieden mit ihrer Ernährung sind oder vielleicht auch einfach neu gericht, wie welche Lebensmittel unserem Körper helfen können. Und jetzt kommt noch ein Podcast-Tipp für euch. Es geht um die ersten Jahre einer Band, die jeder kennt. Die Beatles. Wusstet ihr, dass sie ihr erstes großes Engagement auf dem Hamburger Kies hatten, kein Scherz und zwar in einem Strip-Club auf der Reeperbahn. Der Abend war eine totale Enttäuscho. Der Klubbetreiber war genervt und. und hat gesagt, überlegt euch, Felix was. Und die Beatles haben sich reingegangen. Nach mehreren Rückschlägen, die teilweise fast das Ende der Band gewesen wären, sind sie weltberühmt. Nur drei Jahre nach diesem ersten Vergeikner auftritt in Hamburg, ja. Sie werden von reichen und fansverfolg, verkaufen Millionenplatten, geben Konzerte in der ganzen Welt schreiben Musikgeschichte. We didn't grow up in Liverpool, we grew up in Hamburg. Das hat John Lennon später gesagt. Hamburg hat die Beatles großgemacht. Und davon erzählt, "Becoming the Beatles". Ein spannender Doku-Podcast mit viel Musik, aber auch mit vielen verrückten Geschichten. Alle Folgen von "Becoming the Beatles" gibt's in der AID-Audiothek. Und wir verlinken euch den Podcast natürlich auch noch mal in den Show-Nose. Ich rieche jetzt hier ganz leckere Kräuter, die ich mir gleich ins Wasser mische. Und wir hören uns in zwei Wochen wieder, wenn ihr mögt. Jetzt macht's gut, bleibt gesund und lasst es euch schmecken. Die Ernährungs-Dox, ein Podcast vom NDR. * Musik *
Podcast Summary
Key Points:
Rebecca litt unter schwerer Neurodermitis, die ihren Alltag stark beeinträchtigte (ständiger Juckreiz, Schmerzen, Schlafmangel).
Die Ursache wurde in einem stark reduzierten Darmmikrobiom gefunden, ausgelöst durch einseitige Ernährung (viel Zucker, Kohlenhydrate, wenig Gemüse) und zu geringe Flüssigkeitsaufnahme.
Die Behandlung begann mit einer siebentägigen Heilfastenkur (antientzündlich), gefolgt von einer schrittweisen Ernährungsumstellung nach dem „Regenbogenprinzip“ (fünf Handvoll buntes Gemüse täglich).
Zusätzlich wurden Nährstoffmängel (Selen, Vitamin B6, Omega-3-Fettsäuren) ausgeglichen – zunächst mit Tabletten, dann über die Ernährung.
Nach sechs Monaten zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Darmflora und der Haut; nach eineinhalb Jahren war die Neurodermitis fast vollständig verschwunden.
Ausreichendes Trinken (Wasser oder ungesüßte Tees) ist essenziell; die empfohlene Menge liegt bei etwa 30–40 ml pro Kilogramm Körpergewicht, individuell angepasst an Aktivität und Umgebung.
Leitungswasser und Mineralwasser sind beide geeignet; Kohlensäure ist für Menschen mit empfindlichem Magen oder Reizdarm möglicherweise problematisch.
Summary:
In dieser Podcastfolge berichtet Wissenschaftsjournalistin Julia Demann gemeinsam mit Ernährungsmediziner Matthias Riedel über den Fall von Rebecca, die unter schwerer Neurodermitis litt. Die Hauterkrankung war so stark, dass sie kaum schlafen oder alltägliche Aktivitäten ausüben konnte. Eine Stuhlanalyse zeigte ein stark reduziertes Darmmikrobiom, das durch eine einseitige, zucker- und kohlenhydratreiche Ernährung sowie Flüssigkeitsmangel verursacht wurde.
Die Behandlung begann mit einer siebentägigen Heilfastenkur, die entzündungshemmend wirkte und den Darm auf die Umstellung vorbereitete. Danach folgte eine Ernährung nach dem „Regenbogenprinzip“ mit viel buntem Gemüse, ergänzt durch Nährstoffe wie Selen, Vitamin B6 und Omega-3-Fettsäuren. Nach sechs Monaten hatte sich die Darmflora deutlich verbessert, die Haut war ruhiger und der Juckreiz fast verschwunden.
Nach eineinhalb Jahren war Rebecca beschwerdefrei. Der Podcast betont außerdem die Bedeutung ausreichenden Trinkens: Wasser oder ungesüßte Tees sind ideal, die empfohlene Menge liegt bei etwa 30–40 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Leitungswasser ist meist genauso gut wie Mineralwasser, Kohlensäure sollte bei empfindlichem Magen vermieden werden.
Die Folge zeigt, wie eine gezielte Ernährungsumstellung selbst chronische Hauterkrankungen langfristig verbessern kann.
FAQs
Neurodermitis ist eine Überreaktion des Immunsystems, die entzündliche Botenstoffe aussendet und die Hautbarriere stört. Die Ernährung kann die Darmgesundheit beeinflussen, was wiederum Auswirkungen auf die Haut haben kann.
Im Darm laufen wichtige Immunprozesse ab. Störungen in dieser Schaltzentrale können den ganzen Körper betreffen, insbesondere die Haut, wenn das Mikrobiom reduziert ist.
Durch das Regenbogenprinzip: täglich fünf Handvoll Gemüse in allen Farben, wenig Obst, und ausreichend Wasser trinken. Auch Heilfasten kann antientzündlich wirken und die Darmflora positiv verändern.
Eine grobe Faustformel: Körpergewicht mal 30 bis 40 Milliliter, bei Sport oder Hitze plus 500 Milliliter. Zum Beispiel bei 70 kg etwa 2,1 Liter pro Tag.
Beides ist in Ordnung. Leitungswasser enthält je nach Region Mineralstoffe, die mit Mineralwasser konkurrieren können. Mineralwasser variiert stark je nach Marke.
Grundsätzlich nicht, aber bei empfindlichem Magen oder Reizdarmsyndrom kann es zu Aufstoßen und Blähungen führen. Menschen mit Sodbrennen oder Speiseröhrenentzündung sollten es in Maßen trinken.
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