#50 Markus Nessler über Joybuy und die Marktstrukturen 2026
31m 7s
In einer von multiplen Krisen geprägten Zeit kämpfen viele Unternehmen mit steigenden Kosten und sinkender Steuerungsfähigkeit. Der Wettbewerbsfaktor hat sich von klassischen Händlerstrukturen hin zur Kontrolle über digitale Sichtbarkeit verschoben. Amazon, Joy-Buy und andere Plattformen verändern Sichtbarkeit, Nachfrage und Rollen im Markt. Joy-Buy wird nicht nur als Amazon-Konkurrent gesehen, sondern als potenzielles Marktzutrittsportal für chinesische OEM-Hersteller, die europäische Marken langfristig überflüssig machen könnten. Viele Hersteller reagieren jedoch nur kurzfristig auf Symptome wie Preisverfall, statt ihre Vertriebssysteme grundlegend zu reformieren. Entscheidend ist eine endkundenzentrierte Strategie, die Vertrieb, Marketing und Produktmanagement vereint. Zudem müssen ruinöse Konditionssysteme bereinigt werden, die Preisdruck im stationären Handel erst ermöglichen. Handelspartner sind nur dann wertvoll, wenn sie mehr Nutzen als Kosten stiften. Die Zeit erfordert strukturelle Veränderungen, nicht bloße Brandbekämpfung.
So was für Zeiten leben wir da eigentlich gerade. Sehr wahrscheinlich ist auch dein Unternehmen ganz konkret betroffen von den Dingen, die in der Welt passieren. Wir haben gerade Kriege, wir haben damit verbunden, starke Stiegende Rohstoffpreise, wir haben Probleme in Lieferketten, wir haben eine steigende Bürokratie und Auflagen für Unternehmen und sehr wahrscheinlich geht's deinem Unternehmen so, dass es Schwierigkeiten hat, die steigenden Kosten an seine Kunden, seine Handelspartner weiterzugeben und so damit beschäftigt ist, Löcher zu stopfen. Aber eigentlich leben wir jetzt gerade in der Zeit, weil zu den Themen, die ich gerade beschrieben habe, kommt auch noch eine Handelslandschaft, die sich immer schneller zu wandeln, nicht scheint, die sich gerade immer schneller wandelt. Das Konsumentenverhalten wandelt sich immer schneller und ich habe mir in dieser Folge jetzt jemanden eingeladen, der den nötigen weitblick und die nötige Klarheit hat, um das einmal zu ordnen. Das ist die fünftzigste Folge und ich habe eingeladen Markus Nessler, der Mann hat 75 selektive Vertriebssysteme bei deutschen Markenhersteller eingeführt, hat, ich weiß, dass das mehrere 10.000 Handelsunternehmen seine Verträge, die von ihm gestaltet wurden, unterschrieben haben und dass mehrere Milliarden Euro Umsatz auf diesen selektiven Vertriebssystemen laufen. Also da ist nicht jemand, der irgendwo aus dem Volkswirtschaftlichen Blickwinkel hier bewertet, was da gerade passiert, sondern der genau weiß, wie sich das anfühlt und gleichzeitig einen extrem scharfen Blick auf den Punkt und auch in die Zukunft hat. Also in der Folge hier habe ich das eine oder andere mal gesagt, wow, alles klar, habe ich so noch nie gehört, aber mach total Sinn und ich wünsche dir sehr viel Spaß mit dieser besonderen Folge. Jetzt kommt das Intro und dann geht's los. Herzlich willkommen zu Handelsrouten 2.0, dem Icomers Podcast für Markenhersteller und Amazonwendoren. Mein Name ist Frank Holzweißig und diese Woche geht's um das Thema Markstrukturen 20/26, der andere Blick auf Joy-Ball Amazon und die Plattformekonomie mit Markus Nessler. Hallo Markus, schön, dass du wieder da bist, du bist zum zweiten Mal der erste Gast, der zum zweiten Mal im Podcast ist und der Hintergrund ist vor allem der, dass die Folge, die wir vor einem Dreifel Jahr ungefähr gemacht hatten, eine der Folgen ist für die zu den ich am meisten Feedback bekommen habe. Ich habe einen für den innerdlichen Tiefgang, aber auch für die Bilder und für die Klarheit, mit der die Situation beschrieben wurden. Und deshalb habe ich jetzt gerade zu dem Thema, weil das ist ein richtungsweisendes. Ich gerne wieder eingeladen, schön, dass du dir die Zeit nimmst und möchtest du dich noch mal ganz kurz vorstellen für die Hörerinnen, die dich vielleicht nicht kennen oder noch nicht kennen. Hallo Frank, vielen Dank, dass ich wieder dabei sein darf. Ja, wollen, mein Name ist Markus Nessler, ich bin jetzt seit 25 Jahren Rechtsanwalt und europäisches Wettbewerbs- und Kartellrecht. Ich bin aber ebenso auch für Vertriebssysteme und Initationen, kann hier auf praktischer Erfahrung zurückgreifen und unterstützen, Qualitäts- und Marktführende Unternehmen. Ihre vertrieblichen Ziele zu erreichen in diesen schwierigen Volatilen Zeiten. Volatile Zeiten, das ist ein gutes Stichwort. Also es gibt gerade in dieser Zeit, wo viel Bewegung im Markt ist, wo sowohl für Handelsunternehmen wie auch für Hersteller, besonders für Handelsunternehmen. Und da ist jetzt der Markt ein Tritt von Joy-Buy. Das heißt, von einem wirklich großen chinesischen Unternehmen, was es ernst zu meinen scheint, etwas, was ich sehr deutlich spür und euch spürne Nervosität auf Hersteller Seite, weil ich habe jetzt schon zweimal Einordnung dazu vorgenommen. Aber ich nehme insgesamt diese Nervosität, weil ich in fast jedem Gespräch, was ich mitentscheidern für ist Joy-Buy gerade Thema. Unabhängig davon von der Erfolgsaussicht von dem Konzept rüttelt das hier in den Marktstrukturen etwas auf. Und ich kenne dich als ich schätze dich als jemanden, der nicht nur oberflächlich die Dinge erklären kann, sondern sie auch wirklich umsetzt. Das heißt, das elektripe Vertriebssystem, das was du machst, du bringst sie ja bis zur Umsetzung, bis zum Rollout und dann in der Begleitung und das ist halt was anderes, sich das von oben anzugucken als wenn man das wirklich umsetzt. Wie nimmst du die aktuelle Situation im Markt wahr und wie bewertest du die? Ja Frank, das ist schon mal eine sehr spannende Frage. Ich hör zum Aufschlag gelb. Ich beobachte das viele Unternehmen aktuelle einfach nur Symptome diskutieren. Online Preise sind im Keller, im Vergleichbarkeit und so weiter. Der sichtbare Schmerz ist also der Preis. Die eigentlich Veränderung betrifft aber nach meinem Empfinden, die mag mich annick dahinter. Vorher konnte man eben Märkte noch relativ gut über Händler, Strukturen, selektive Vertriebssysteme, nationale Preisarchitekturen und klassische Vertriebsordnungen eingruppieren. Da gab es Einkaufsverbände, da hat einer dazu gehört, dann hat man sich mit denen irgendwie organisiert und dann lief die Liefs. Ja, das war okay. Heute greifen aber diese Plattformen mich annicken. Amazon, Buy-Box, Ranking, Retail-Media, Algorithmische, Repriasing-Systeme und jetzt möglicherweise mit Joy-Buy, eben noch mal eine völlig neue Qualität, eine darüber hinausgehende. Und ich habe den Eindruck, dass viele Händler eben im Moment nicht nur Marge verlieren, sondern vor allem auch die Steuerungsfähigkeit, Markenführung und Vertriebssteuerungsfähigkeit. Und dass sie merken, sie haben, also es rindt ihnen wie Sand durch die Finger. Und hierfür gibt es aber Werkzeuge hierfür, gibt es Möglichkeiten, wie man damit umgehen kann. Aber das sind keine kurzfristigen Kniffs und Tricks, sondern das sind eben wirklich proktorelle Veränderungen der Marktmechanik auf die man hier reagieren muss. Das heißt, viele Unternehmen diskutieren ja gerade dann, wenn der Kittel brennt, an der Stelle, wo es das Problem auftaucht, so von da schnell nach der Lösung, was dann ganz offensichtlich der Preis ist, war ein Produkt xy. Aber du sagst, wahrscheinlich auch, dass das ein bisschen zu kurzfristig gegriffenes, wie hat sich das Spielfeld da verändert? Also du weißt ja, ich hab ja den Kittelbörning Index entwickelt, mit dem kann man messen wie einem der Kittelbrennt. Und das folge Produkt ist dann hier Kittelbörning Sektorring, mit dem kann man messen wo einem der Kittelbrennt gelten. Das ist ja schon mal sehr wichtig. Und jetzt mal so, wenn man vom KBI, also vom Kittelbörning Index, die Sache betrachtet, dann versuchen eben viele im Moment, Preise zu stabilisieren, Händler zu disciplinieren und Amazon irgendwie ruhig zu stellen, diese Seller, die da auf dem Marktplace rumtunnen. Und dann kommt noch dazu, dass aktuell viele Vertriebsmarkenvertriebe mit Preiserhörungskampagnen betroffen sind aufgrund hier der schwierigen Rohstoffsituation und der allgemeinen Preissteigerungen kommen, die eigentlich überhaupt gar nicht mehr dazu richtig strukturell zu denken. Sondern es ist überall nur Brandbekämpfung. Und die eigentliche Frage lautet aber, passt das Vertriebssystem, das einer hat überhaupt noch zur heutigen Plattform-Realität. Passt das dann noch dazu? Denn eben Plattformen verändern die Sichtbarkeit, die Nachfrage, die Vergleichbarkeit und und das ist wichtig, die Rollen im Markt. Also, ein derselbe Absatzmittel, der vor 20 Jahren eine andere Rolle hat, als vor zehn Jahren hat heute eine ganz andere Rolle, wenn überhaupt noch ein hat. Und das ist der Punkt, man versucht mit Werkzeugen aus dem letzten Jahrhundert hier eigentlich Science-Fiction-Technik zu beherrschen. Und ja, und die Resultat sind ja bei den aller meisten sehr ernüchternd. Ja, das heißt, der entscheidende Hebel ist nicht alleine der Preis oder wenn man Schritt weitergeht, der Preis ist ja schon innervertriebsstrukt strategie, das Zentrale oder ein sehr zentrales Element. traales Element und
Und jetzt habe ich seit 20 Jahren versucht darauf hinzuweisen. Und ich glaube, du auch, dass der Online-Suite-Preis eine relevante KPIs, und das haben jetzt glaube ich viele Unternehmen dann verstanden. Das ist bekannt. Und jetzt wird aber dann versucht, den Online-Suite-Preis mit Möglichkeiten hochzuhalten. Da weiß ich auch, dass ich manchmal gefragt werde und fragt mir den Nestler, was wir jetzt dafür kniffe haben, um den Online-Suite-Preis hochzuhalten. Wir haben dann nicht folgendes Problem hier auf Amazon. Wie wo macht es, wo macht es, dass das Thema Online-Suite-Preis und das, was darum passiert? Also für mich ist das Thema Online-Suite-Preis das Maß der Dinge. Das ist letztendlich die harte Realität. Wenn man sich die vorginsweise von vielen Vertriebsabteilungen anschaut, dann gehen die so hin, dass sie sagen, wir haben eine UVP. Und dann gibt es netto netto Bezugspreis. Und das, was dazwischen ist, ist dann das Margenversprechen. Und dieses Margenversprechen, das soll dann den Händler dafür motivieren, eben aktiv zu werden. Die Realität ist aber, dass die Händler einkäufer, dann eben online die Marktpreis-Situation, den Online-Suite-Preis checken. Und wenn das eben nicht adäquat ist, dann darf der Vertriebsmitarbeitende vielleicht noch sein Kaffee ausdrinken. Aber dann war es das. Und für mich ist es aber heute so, dass die zentrale Wettbewerbsfaktor die Kontrolle über die digitale Sichtbarkeit ist. Die Kontrolle über die digitale Sichtbarkeit. Nämlich wer ranking, buybox, traffic, data und den Plattformzugang kontrolliert, der kontrolliert, zunehmend den Markt. Und die Hersteller sind hier in so einer Art Zwikmühle. Auf der einen Seite haben sie ja irgendein UVP versprechen, gegenüber ihren Absatzmittlern abgegeben. Auf der anderen Seite wissen sie, dass wenn sie mit der UVP und den bunten Bildchen auf ihrem Online-Shop tatsächlich antreten wollen, dass sie überhaupt gar keine Chance haben. Und damit immer öfter die buybox verlieren und dann am Ende des Tages halt zweiter Sieger sind. Und im Vertrieb zweiter Sieger zu sein, heißt erster Verlierer zu sein. Und die ersten Verlierer, das sind die, die in der Regel halt Verlierer sind. Und jetzt kommt jetzt dieser ganzen Dynamik, die jetzt ohnehin schon da ist. Noch mal Joy-Buy dazu, jemand der ernsthaft hier in dem Markt kommen möchte und Unternehmen für dieses noch nicht mitbekommen haben, JD, der zweite große chinesische Online-Händler, Händler, muss man sagen, ist ja kein Marktplatz. Hat einen Angriff auf Europa mit Joy-Buy gestartet und da ist jemand der mehrere Jahre aushalten kann, ohne Gewinnabsicht in so einen Markt zu treten und gewinnenabsicht schon, aber nicht auf das nächste Jahr. Der mit einer sehr dicken Kapitaldecke ausgestattet ist und wirklich in der Lage ist, wäre, Amazon ernsthaft anzugreifen. Und das kommt jetzt noch dazu. Wie beobacht es zu das? Also ich glaube, dass der Joy-Buy möglicherweise andere Ziele verfolgt, als den Amazon anzugreifen. Mir fällt hier sofort das konfuzianische Sprichwort ein, wenn, setze dich an, das Ufer des Flusses und warte bis die Leiche deines Feindes an dir vorbeischwimmt. Okay? So. Ich möchte einen anderen Blick darauf werfen auf dieses Thema. Wenn man sich mal vorstellt, das Amazon primär Plattform Marketplace und Sichtbarkeitsmaschine ist, könnte Joy-Buy ein Markt Zutrittsportal sein. Ein Markt Zutrittsportal. Wenn man sich mal anguckt, was da für Marken im Moment verkauft werden, insbesondere dann sind das Elektronikartikel, Haushaltskleingerete und Weiße Ware und Braune Ware. Und das sind alles Produkte, die Deutsche Marken OEM mäßig in China fertigen lassen. Und wenn jetzt der chinesische Liferant, der braucht im Moment die Deutsche Marken eigentlich nur deswegen noch, weil der Endkunde die kennt. Okay? So. Aber der OEM lieferan zartig die Produkte ja schon. Und wenn man sich jetzt mal vorstellen, was da für eine Marktmacht dahinter steckt, also uns war Markzugangsmacht, stationäre Verkaufstellen, Onlineverkaufstellen, logistik, OEM Zugang, Datenmanagement und dann auch noch eine Plattform logik, dann würde ich persönlich nicht die Frage stellen, macht der Joy bei den Amazon-Platt, sondern habe ich als Hersteller nicht ein großes Interesse daran, den Amazon am Leben zu halten, weil sonst irgendwann der Joy-Buy sagt, ich verkauf nur noch meine chinesischen Produkte über diesen Kanal nach ganz Europa. Und das ist ein sehr spannender Blick. Das ist potenziell nämlich ein neues integriertes Vermarktungsmodell. In dem die etablierten europäischen Marken so lange eine Rolle spielen, klar mal auf dürfen, klar mal zu, solange sie gebraucht werden, um die Vorbehaltung die europäische Kunden gegenüber den anderen Produkten haben könnten, abzubauen. Den Blickwinkel habe ich noch gar nicht gehört oder gesehen und das ist sehr sehr spannend. Also die Wertschöpfungstiefe in die Produktion zu nehmen, das ist auf jeden Fall ein sehr relevanter Aspekt und ich hab es tatsächlich auch schon so ähnlich gehört von jemandem in China produziert und da wurde gleich in China gekauft und die waren selbst verschifft und hier war geworrt. Also sehr spannender, sehr spannend, denn Amazon, die Infrastruktur für Endkunlogistik und dann ist das nochmal ganz andere Perspektive hier. Und wenn ich das noch kurz ergänzen darf, du darfst eins nicht vergessen. Wenn die chinesischen OEM lieveranten, dann noch den Markenvertrieb den europäischen Markenvertrieb brausknipsen, dann wird ja noch mal ein ziemlicher Ant-Marschenanteil frei, der dann eben auch letztendlich zwischen dem OEM fertiger und dem Endkunden geteilt werden kann. Und wenn die dann weiter in so planlos vor sich hingucken, wie sie das im Moment machen, viele Orts, viele sagen, sie haben eine Strategie, aber viele haben eben gar nichts. Dann, ja, du zeigst spannend. Ja, ich sehe auch bei vielen Markenerstellen, das wozu die Strategie sagen, das ist extrem kurzfristig. Extrems kurzfristig zu gucken, wie bekommen wir irgendwie hier links oder da rechts etwas, unsere wahre in Regale, wie kommen wir in Kontakt aber? Ich glaube, die Mechanik, die darunter in den Ebenen, darunter wirkt, die du gerade beschreibst, wer in der Lage ist, das jetzt genauer anzugucken. Und vielleicht zur Nutze zu machen, der wird langfristig, der ich für grad sagen, Vorteile haben, aber eigentlich ist es sogar dunkler. Also, also dunkler für die mal, die nicht verstehen, dass in der Wertschöpfungstiefe gerade als Hersteller brauchen, eine Wertschöpfungstiefe in der Produktion, in der Kompetenzieprodukte zu entwickeln, nicht nur sie zu vermarkten, sondern auch zu entwickeln. Wie wichtig das wird, das wird aus deinen Ausführungen nochmal, noch mal deutlicher. Also, auch weil du es jetzt gerade ansprichst, zeitgemäße Vermarktungsstrategie, das ist ja das Obertema. Ich bin oft mit Vertriebsteams und unter der Geschäftsführung von der Qualitäts- und oder Markführendenunternehmen im Gespräch und was ich dann ganz oft höre, ist, "Oh, das kriegen wir bei unseren Einkaufsverbandskunden oder beim Großhandeln nicht durch, Kell?" Und das Problem, dass wir dann haben, ist diese Einkaufsverbände und die Großhandelskunden, die führen sich auf, wie so kleine Herköttle, die das war vielleicht auch vor 20 Jahren noch gerechtfertigt, aber es ist heute zu Tage eben nicht mehr, weil jeder in der Vertriebskette muss mehr bringen als er kostet. Deckungsbeitragsfresser sind nicht mehr akzeptabel und deswegen muss jeder hier sich überlegen, wo sein Platz in einer modernen Vertriebsstrategie ist. Und für mich beginnt eine moderne Vermarktungsstrategie eben nicht beim Händler und auch nicht beim Vertrag, sondern beim Endkunden. Und hier muss man im Genauch verstehen, wie entdeckt der Endkunde die Produkte, wo informierter sich, wo vergleichter, wo kauft er und welche Rolle spielt die Marker dabei. Und das ist ein vermerktungsstrategie für mich heute, Vertrieb, Marketing, Produktmanagement, AfterSales, Online und Online.
aufleihen und auch den stationären Handeln noch. Und das muss gesamthaft gedacht werden, wie die Regler auf einem mischpult. Man muss seinen eigenen Marken Sound kreieren. Und das kann man keine Rücksicht mehr nehmen auf irgendwelche Befindlichkeiten von irgendwelchen Hergöttel im Großhandel oder bei den Einkaufskopationen, weil die damit mit der Position, die viele von denen vertreten übrigens auch ihren eigenen Mitgliedern Schaden ihren Handelsmiklidern, denn Stichwort "Kittelbörningindex", die haben alle einen Kittelbörningindex von neu, was bedeutet "Stake Rauchentwicklung und sichtbare Flammenbildung". Ja, danke schön. Ich mag ja die brutale Klarheit und die Bilder, die so eine brutale Klarheit erzeugen, die du da immer wiedermals. Und das spricht mir so sehr aus meinen, also die Erfahrungen, die ich ja selbst auch gesammelt habe. Ich habe ja 15 Jahre online Handel gemacht. Also ich war in der Rolle des Handels und durfte dann feststellen mit dem Aufkomm von Amazon, wie ich mir selbst die Frage stellen musste, wie, wo ist eigentlich meine Wertschöpfung? Wenn Amazon den Kunden Zugang und Google, wo ist die Wertschöpfung, dass die Markenhersteller so bin ich ja da rein geraten, weil ich gedacht, du hast ja, ihr könnt das auch selbst machen. Also ihr braucht nicht noch jemanden dazwischen. Wozu, welches ist die Wertschöpfung des Handels? Und da ist dann das, was du gerade angesprochen hast, entscheidend die Handelspartner erst mal danach zu bewerten, wie was nützen sie mir. Und was ich auch nochmal, also gerade im Bereich Großhandel oder oder ähnliches, mir fällt sehr leicht, mich in die Schuhe zu stellen und zu überlegen, also viele Hersteller denken, dass es ihnen irgendwie gerade schlecht geht, weil sich so schnell bewegt. Aber die hat das eigentlich, ja, habt aber Produkte und ihr habt diese Chance zu den Endkunden zu gehen und stellt euch mal in die Schuhe von einem Handel, wie wollt ihr den Kunden Zugang schaffen? Wo ist denn da die Möglichkeit, Wert zu stiften für euch oder für den Kunden? Und die Nervosität ist ja da viel größer und das sind dann immer die, die am nervösesten sind aus meiner Erfahrung. Die haben lautesten Schreien, am meisten Druck auf die Hersteller ausüben und sagen, nee, das könnt ihr nicht machen, das können wir nicht machen. Also es ist oft eine Koalition und guter Indikator dahin zu gucken. Wenn ich darauf eingehend auf den Punkt, den du gerade angesprochen hast, Frank, der für mich persönlich ist es so, dass der Endkunde, ich sehe es ja bei mir selber, du bist der Endkunde, ich bin ja genauer auch Endkunde. Ich bin Zahlungsbereit und ich habe gerne hohe Qualität, aber ich kauf, was ich finde. Und wenn ich es nicht finde, dann kauf ich es nicht. Dann kauf ich was anderes, nämlich das, was ich finde. Das ist nämlich mal eine der wichtigen Erkenntnisse. Das bedeutet, dass die erste wichtige Erkenntnis, die zweite wichtige Erkenntnis ist, viele Markenvertriebe sagen, wir müssen unseren stationären Handel stützen, weil der stationäre Handel ist für uns wichtig. Das ist richtig, aber der stationäre Handel steht 100% unter dem Online-Preistruck, der in der Regel möglich ist, weil das Bezugskonditionssystem des Herstellers das ermöglicht. Wenn man zu viel Rechnungsabzugsfähige Konditionen hat und auch ansonsten kein richtigen Plan über die Art und Weise, wie man seine Produkte vermagtet, dann kann jeder in der Eventsverzögerer die Produkte kaufen, verramschen. Und am Ende des Tages eine gesamte Vertriebsorganisation unter Preistrucks setzen. Und jetzt ist Preistruck an sich nichts schlechtes. Ich selber bin Schwabe, für mich ist Preistruck eine hochwirkende Geschichte. Schwierig wird es, wenn der Preistruck anfängt, Ruinöse für einen gesamten Vertriebskanal zu werden. Und diese Ruinösen Strukturen, die aufgrund von inkonsistenten und nicht kompetenzgetriebenen Konditionsmodellen befeuert werden. Dies liegen voll in der Hoheit des jeweiligen Herstellers und die müssen eben angegangen und bereinigt werden. Das ist eines der wesentlichen Tools. Und und daraus folgt dann also eines der wesentlichen Tools, nicht das wesentliche, aber eines der wesentlichen. Und das ist nämlich sehr sehr wichtig. Es gibt verschiedene Tools, die nebeneinander wirken können. Und man muss hier deutlich integrierter denken, also welche Produkte gehören in welche Kanäle, welche Plattformen sind strategisch relevant, welche Daten brauchen wir, welche Serviceleistungen und rechtfertigen unseren Premiumanspruch, wofür ist der Enkunde bereit zu bezahlen und welche Vertriebspartner stärken die Market tatsächlich. Das sind wichtige Punkte. Und dann muss man sich die Frage stellen, welche Werkzeuge haben wir zur Verfügung und wie können wir die einsetzen? Super. Ich würde gerne in der, also ich würde gerne noch eine Folge jetzt aufnehmen, weil wir haben so schön die Situation beleuchtet und ich würde gerne noch mal tiefer gehen, darin was kann man jetzt tun, um das nicht da stehen zu lassen. Und die Folge jetzt für diese Woche würde ich gerne an der Stelle dann abschließ mit den Einblicken auch Zeit zur Verarbeitung geben. Ich glaube für den ein oder anderen dürfte das vielleicht in der Magenrube was getroffen haben und ich würde, ich würde das abschließend festhalten, was für mich hier klares du hast gerade eine schöne Formulierung getroffen ich weiß nicht mehr wie es war, aber dieses ganzheitliche, das eine ganze mechanische, ich kriege, also dieses ganzheitliche, das ist am Ende der Schlüssel, das nicht mehr Abteilung für Abteilung dieser Probleme angehen kann, sondern es muss ein ganzheitlicher Schlüssel gefunden werden mit einer richtigen Reihenfolge und die Chance ist ja für die Unternehmen, die das verstanden haben, dass jetzt die Chance haben endkunst zu werden, sehr direkt zu kriegen, denn sie vorher nur indirekt mit mächtigen Handelsunternehmen haben, sind vielmehr Möglichkeiten, Produkte jetzt für Endkunn zu entwickeln und dann gibt es Unternehmen, die werden das verstehen in Zukunft und es gibt Unternehmen, die werden das nicht verstehen wollen oder die möchten das nicht und die werden sehr schwer haben. Ich weiß, du würdest das noch drastischer ausdrucken, aber hier liegt die Chance und hier liegt auch die riesen Gefahr in der Situation, so würde ich das beschreiben. Also ich möchte, möchte das tatsächlich noch etwas konkreter sagen, stell dir mal vor, du rufst bei der Feuerwehr an und die sagt, halten Sie den Brandinggang, wir kommen. So ist meine, was mich wirklich erstaunt ist, wie viele Vertriebsorganisationen meinen, sie könnten noch auf irgendetwas warten. Ein weiter so ist für mich einfach nicht mehr vorstellbar und das ist der erste Punkt, der zweite Punkt, der für mich wirklich relevant ist, jeder soll mal auf die Altersstruktur seiner stationären Händler schauen und dann soll er mal gucken, die sind alle oder viele von denen sind mit der Ende 50 Anfang 60 und die
jenigen von denen, die zur Miete aktiv sind, von denen wird keiner einen drei bis fünf Jahres Mietvertrag abschließen können oder wollen, weil sie gleich mal die Bankbügerschaft kriegen im Zweifel. So, das heißt die stationären Strukturen, die sind am Wackeln. Der nächste Punkt ist die meisten Hersteller meinen immer noch, sie können mit ihren drei und ein half people in der im eCommerce, eine Vollzeitstelle, eine Teilzeitstelle und eine A zu B und die Vollzeitstelle ist gerade in Elternzeit. Damit könnten die gegen irgendein professioneller Online-Händler anstecken. Das ist lächerlich, das funktioniert einfach nicht. Und was ich auch beobachte, ist das viele Vertriebsorganisationen, insbesondere wenn der eCommerce noch dem Marketing zusortiert sind, ist organisatorisch noch nicht geklärt und abgestimmt haben, wer eigentlich im Blit ist, Marketing oder Vertrieb und also damit eCommerce oder stationäre Handel. Und diese ganzen Grundsatzentscheidungen, die hier zu fällen sind, bei denen ich immer unterstützen mit, wirken auch, weil ich ebenso viele Erfahrungen habe aufgrund der 75 sehr dektiven Vertriebssysteme, die ich in den letzten 25 Jahren um und durchgesetzt habe. Kann ich halt einfach sagen, Leute kommt in die Puschen, macht Hine und habt jetzt relativ bald ein Konzept, dass euch Zukunftsfähigkeit gibt, weil es geht um den Standort Deutschland, es geht um die Arbeitsplätze hier und es geht darum, dass wir dafür sorgen, dass die strukturellen Voraussetzungen geschaffen werden, um hier als deutsche Hersteller in Deutschland produzieren und Geschäft machen zu können. Dankeschön. Also ich glaube wir haben sehr klar rausgearbeit, warum es jetzt Zeit ist, Dinge anders zu machen, so wie sie vielleicht Zeitgemäß sein sollten und das nicht am alten festzuhalten. Und ich würde gerne der nächsten Folge darauf eingehen, wie kann man das konkret machen, wenn das für dich passt. Also was kann man jetzt ganz konkret als nächstes tun, würde ich ja da würde ich gerne eine eigene Folge zu machen. Also was kann man tun und vor allem was sollte man auch tun? Also der erste Punkt ist, es fängt alles mit einer klugen Strategie an und diese klugen Strategie muss verschiedene Punkte integrieren und berücksichtigen und dann ist das der erste wirkliche Schritt und der zweite
Schritt der dann der Volk, das ist dann wahrscheinlich irgendwann eine Folgefolge. Ja, toll. Okay, ich bedanke mich bei dir. Danke, dass du die Zeit genommen hast. Ich fand's sehr, sehr. Das ist eine prägende Folge, glaube ich. Und dir als Hörer, sage ich, danke fürs Zuhören, Markus, dir danke, dass du da was danke für deine Einschätzung. Ich falle zu den Podcasts hier noch nicht abonniert hast und irgendwo eine Glocke siehst, bei Spotify oder Apple. Drück sie bitte, abonniert das Ganze, dann bekommst du regelmäßig die Neuigkeiten, du verpasst nichts und ich wünsch dir dann bis zum nächsten Mal wieder mit Markus Nestler. Viel Erfolg für dein Unternehmen und dir maximale Wixan-Karten. Dann unternehmen. Macht's gut, danke. Ciao. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Aktuelle Krisen (Kriege, Rohstoffpreise, Lieferketten, Bürokratie) erschweren es Unternehmen, Kosten weiterzugeben, und führen zu Kurzfristdenken.
Die zentrale Herausforderung ist der Verlust der Steuerungsfähigkeit über Markenführung und Vertrieb durch Plattformen wie Amazon (Buy-Box, Ranking, algorithmische Preissysteme).
Der Markteintritt von Joy-Buy (JD.com) stellt ein neues, integriertes Vermarktungsmodell dar: als Marktzutrittsportal für chinesische OEM-Hersteller, die europäische Marken langfristig ersetzen könnten.
Viele Hersteller diskutieren nur Symptome (Preisverfall), statt ihre Vertriebssysteme an die Plattform-Realität anzupassen – inklusive Konditionssysteme, die ruinösen Preisdruck ermöglichen.
Eine moderne Vermarktungsstrategie muss beim Endkunden beginnen (Entdeckung, Information, Kauf) und Vertrieb, Marketing, Produktmanagement sowie Online und Offline integrieren.
Handelspartner müssen sich durch echte Wertschöpfung rechtfertigen; wer nur Kosten verursacht, ist ein Deckungsbeitragsfresser.
Summary:
In einer von multiplen Krisen geprägten Zeit kämpfen viele Unternehmen mit steigenden Kosten und sinkender Steuerungsfähigkeit. Der Wettbewerbsfaktor hat sich von klassischen Händlerstrukturen hin zur Kontrolle über digitale Sichtbarkeit verschoben. Amazon, Joy-Buy und andere Plattformen verändern Sichtbarkeit, Nachfrage und Rollen im Markt.
Joy-Buy wird nicht nur als Amazon-Konkurrent gesehen, sondern als potenzielles Marktzutrittsportal für chinesische OEM-Hersteller, die europäische Marken langfristig überflüssig machen könnten. Viele Hersteller reagieren jedoch nur kurzfristig auf Symptome wie Preisverfall, statt ihre Vertriebssysteme grundlegend zu reformieren. Entscheidend ist eine endkundenzentrierte Strategie, die Vertrieb, Marketing und Produktmanagement vereint.
Zudem müssen ruinöse Konditionssysteme bereinigt werden, die Preisdruck im stationären Handel erst ermöglichen. Handelspartner sind nur dann wertvoll, wenn sie mehr Nutzen als Kosten stiften. Die Zeit erfordert strukturelle Veränderungen, nicht bloße Brandbekämpfung.
FAQs
Der Kittelbrennung-Index misst, wie stark ein Unternehmen unter aktuellen Marktproblemen leidet, etwa durch Preisdruck oder sinkende Margen.
Weil die eigentliche Herausforderung die Kontrolle über die digitale Sichtbarkeit ist – Ranking, Buy Box und Plattformzugang sind entscheidend, nicht nur der Preis.
Joy-Buy könnte als Marktzutrittsportal für chinesische OEM-Hersteller dienen, die Produkte direkt nach Europa verkaufen, ohne deutsche Marken zu benötigen.
Sie müssen mehr Wert schaffen als sie kosten; wer nur Deckungsbeiträge frisst, ist in modernen Vertriebsstrategien nicht mehr akzeptabel.
Sie müssen beim Endkunden beginnen, seine Entdeckungs-, Informations- und Kaufwege verstehen und Vertrieb, Marketing und Produktmanagement ganzheitlich steuern.
Wer Ranking, Buy Box, Traffic und Plattformzugang kontrolliert, bestimmt zunehmend den Markt – Hersteller verlieren sonst die Steuerungsfähigkeit.
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