Die Geschichte der Mafia beginnt auf Sizilien im 19. Jahrhundert, wo Armut, staatliche Unterentwicklung und mächtige Landbesitzer zu einer Struktur führen, bei der Familien Schutzgeld fordern und lokale Gewalt nutzen. Der Begriff „Mafiosi“ entsteht im Theater und wird zum Symbol für furchtlose, ehrenhafte Männer. Diese Familien breiten sich über Italien aus, insbesondere in Kalabrien und Apulien, und bauen durch Gewalt, Bestechung und ein strenges Ehrenkodex-System (Ommerta) ihre Macht aus. Mit der Auswanderung von Italienern in die USA im 19. Jahrhundert gelangen Mafiosi auch in die USA, wo sie Schutzgeld, Schmuggel und Korruption etablieren. Die Prohibition in den USA führt zu einem riesigen Alkoholmarkt, der die Mafia zum erfolgreichsten Geschäft ihrer Zeit macht. Im 20. Jahrhundert entsteht zunehmend Widerstand durch Journalisten, Richter und Bürgerinitiativen, insbesondere durch die Maxi-Anhörung in Palermo, bei der über 500 Angeklagte vor Gericht stehen. Die Mafia reagiert mit Terroranschlägen, doch durch öffentliche Proteste und strengere Gesetze wird ihr Einfluss geschwächt. Heute ist die Mafia international verbunden, kontrolliert Drogenhandel und ist aktiv, obwohl die brutalen Gewalttaten deutlich abgeschwächt sind. Trotzdem bleibt ihr Einfluss auf Wirtschaft und Politik weitreichend, insbesondere durch direkte Verbindungen zu weltweiten Kartellen.
Die Sonne steht hoch über sie zielen. Die italienische Luft ist warm, es riecht nach
Meer und Staun. Zwischen sanften Hügel liegen kleine Dörfer, verbunden durch
Holpräge Feldweg. Es gibt noch keine Autos und auch nur wenige Ordnungshüte.
Und das ist die ideale Bedingung. Dafür das etwas großes Heranwachsen kann. Ein
Imperium, das schon bald weit über die Grenzen von Sizilien hinaus reichen wird.
Freunde des Wissens folge 48 und achte meine Güte. Mit großen, schnellen Schritten
bewegen wir uns auf unsere erste Jubileumsfolge zu, folge 50. Was das zu bedeuten hat,
erfahrt ihr am Ende der Folge. Und da wird es dann auch unser erstes großes Gewinnspiel
dieses Podcast geben. Und ich will nicht zu viel spoilen, aber es geht um unsere eigentlich
ausverkaufte Live-Show nächste Woche. Jetzt aber erstmal nichts wir rein. Wir klären wie
auf der größten Insel-Italien, die organisierte Kriminalität entsteht. Wie sie von da gefühlt
die gesamte Welt einnimmt, wie die Polizei dann einen Geheimschlag gegen die Mafia plant
und wie es um sie heute aussieht. Ihr hört wissen mit John.
Kapitel 1. Sizilien. Wie man sich denken kann, befinden wir uns am Anfang der heutigen
Folge auf Sizilien, der größten Insel im Mittelmeer. Und sie ist generell sehr einzigartig.
Zu über 85 Prozent besteht sie aus Hügeln und Bergen. Darunter ist auch ein heutiges
UNESCO-Weltkulturerbe. Der Etna. Ein sehr spannender Vulkan, dazu auch noch der höchste
aktive in Europa. Letztes Jahr ist er sogar ausgebrochen, als ich auf Sizilien war. Und deswegen
konnte ich auch erst mal gar nicht hinreisen. Unser Flug wurde seinetwegen nämlich gekänzelt.
Sizilien ist auch klimatisch gesehen sehr besonders gelegen. Es liegt im Zentrum der sogenannten
Mediterran Klimazone und dies fast einzigartig auf unserer Erde. Nur 2 Prozent der Welt gehören
zu ihr. Hier wurde auch 2021 der europäische Temperaturrekord gebrochen. 48,8 Grad an einem Tag.
Die Sommer sind also sehr heiß und trocken und genau in einen solchen Reisen wir jetzt, nur ungefähr
170 Jahre zurück. Es ist Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine Zeit in der viel passiert, haben wir schon
oft darüber gesprochen, die industrielle Revolution erreicht viele Länder. Dazu spitzt sich in den USA
gerade der Konflikt zwischen Nord und Südstarten zu, kennen wir gut aus der letzten Folge. Auch im
sonstigen Europa herrscht viel Chaos und Revolution. Doch hier auf Sizilien idylle. Die Insel wirkt fast
schlefrig. Lange Küstenlinien, sanfte Landschaften sind durchzogen von Feldern und Weinbergen.
Im Sommer arbeiten die meisten Menschen auf Feldern und fast alle dieser Felder gehören einem
Großgrundbesitzer. Um diese zu bewässern, muss übrigens sehr sehr viel gelaufen werden. Denn
Wasserleitungen gibt es noch nicht überall. Viele Orte sind auf Brunnen angewiesen, die auf weit
entfernt liegen. In den Dörfern kennt außer dem jeder jeden. Neuigkeiten verbreiten sich über den
Marktplatz. Es ist eine einfache, aber auch irgendwie schöne Welt. Dazu sind die Wege zwischen den
Orten oft ziemlich weit und holprig und unsicher. Generell gibt es fast nur Dörfer. Die einzigen
größeren Städte sind Messina, Katania und Palermo. Auch heute noch übrigens die drei größten Städte
Sizilienz. Ansonsten ist die Insel durchzogen von kleineren italienischen Dörfern. Und diese
liegen teils so abgelegen, dass hier eine eigene kleine Welt entsteht. Denn staatliche Ordnungshüter,
Polizisten gibt es damals noch nicht viele. Und hier in diesen kleinen Ecken lassen sie sich schon
gar nicht blicken. Sie kommen höchstens mal bei großen Unruhen. Und dadurch bleiben kleinere
Diebstähle oder Streitigkeiten oft ungestraft. Generell muss man noch dazu sagen, dass sie Zylien
zu dieser Zeit eine der Ärmstenregionen Europas ist. Italien ist noch kein großes geeintes Land,
auch wenn sich viele Menschen das damals wünschen. Es gibt eigenständige Provinzen, die für sich selbst
zuständig sind und nicht wirklich zusammenarbeiten. Geld machen damals in dieser Zeit vor allem
Fabriken. Die Landwirtschaft auf Sizilien ist dafür weniger rentabel. Ein weiterer Grund für die
Armut ist die damalige politische Situation. Denn staatliche Verwaltung oder Justiz gelten als
sehr korrupt und ineffizient. In ländlichen Gebieten herrschen daher bewaffnete Banden,
Felder und Ernten werden regelmäßig geplündert. Wohlhabende Landbesitzer und Barone engagieren
deshalb bewaffnete Wächter. Doch auch die werden leider zum Problem. Denn sie fangen an,
Überfälle selbst zu inszenieren. Also so tun als würden ihre Auftraggeber angegriffen werden.
Und sie sind die starken Wächter, die sie verteidigen. Natürlich sorgen die vielen Angriffe für
umso mehr Unsicherheit im Volk. Also werden wiederum mehr und mehr dieser Wächter engagiert.
Sie beschaffen sich quasi somit ihre eigene Arbeit. Und Gewalt ist damals generell leider ein sehr
akzeptiertes Mittel zur Konfliktlösung. Es gibt Streitigkeiten unter und innerhalb von Familien,
sogenannte Familienfäden, die sich teilweise über Generationen ziehen. Oft beginnt es mit einem
Streit um Land, Ehre oder Partner, Geld, solche Dinge. Und aus diesen kleinen Konflikten werden
handfeste Angriffe. Aus Angriffen werden dann Racheaktion. Und das geht immer so weiter und potenziert
sich. Dazu haben die Großgrundbesitzer extrem viel Macht und diese Macht die reichteilweise bis in
die lokale Politik, Bürgermeister und Richter werden von ihnen bestimmt oder beeinflusst. Vor allem in
den abgelegenden Dörfern ersetzen damit mächtige Familien den Staat oder die Polizei. Sie entscheiden
über Streitigkeiten und setzen sogar eigene Urteile ab. Sie zwingen auch einen Teil der Bauern,
einen Teil ihrer Ernte als Gebühr abzugeben. Wer Schutz will, von den großen muss also zahlen.
Das ist der Ursprung des Schutzgelds. Und jetzt könnte man denken, wo das wird die Leute ganz
schön aufgebracht haben. Aber nein, die meisten Menschen finden die Wächter anfangs sogar verlässlicher
als den Staat. Sie unterstützen diese mächtigen Familien immer, weiter und so können diese sich
weiter ausbreiten. Immer neue Grundstücke kaufen. Besonders lokal tief sind Zitrosplantagen. Orangen
und Zitronen sind im Export nach Nordeuropa und Amerika sehr wertvoll. Einige Historiker vermuten
heute sogar, dass durch den florierenden Zitronenhandel die Mafia überhaupt erst entstehen konnte.
Auch Olivenöl, Wein, Tabak und Salz bringen hohe Einnahmen. Vieles davon wird illegal per Boot
geschmuggelt, an Zullen und Kontrollen vorbei, um keine Abgaben an den Staat zahlen zu müssen.
Manche Familien werden durch dieses Konstrukt so mächtig, dass sie anfangen, ganze Regionen zu kontrollieren.
Und das wiederum ist der Beginn der Mafia.
Kapitel 2. La Familie
Das erste Mal taucht der Begriff 1863 in einem Sizellianischen Theaterstück auf. Das nennt sich
"Ima Fusei de la Vicaria". Übersetzt heißt das "Dima Fusei" aus dem Gefängnis von Vicaria.
Das ist ein ganz berühmter Knast in Palermo, der Hauptstadt sie zirjend. Und in diesem Theaterstück,
welches eine Komödie ist, steht Mafusei für stolze, furchtlose Männer. Sie prahlen mit ihrem
Mut und ihrer Ehre, halten zusammen gegen äußere Bedrohungen. Und sie spielen ihre Macht innerhalb
des Gefängnisses aus. Das Publikum ist gleichzeitig amusiert, aber auch beeindruckt. Also übernehmen
die machtvollen Familien den Begriff. Sie fangen an sich selbst Mafusei zu nennen und ihr kriminelles
Netzwerk "wächst" und "wächst". Bis zu einem ziemlich verrückten Punkt für mich, denn irgendwann
braucht die Bevölkerung die Mafia sogar, denn der Staat hat in vielen Gebieten komplett aufgegeben
einzugreifen. Die Mafusei sind entweder zu machtvoll geworden oder haben wichtige Politiker schon
längst beschnochen. Und für die Mafia könnte der Zeitpunkt dafür überhaupt nicht besser passen,
denn in Italien herrscht gerade ein immense Unruh. Auch wenn sich mittlerweile ein italienischer
Nationalstaat gebildet hat, also ein geeintes Italien, hat die Regierung vor allem die
Sitzilianische Insel noch überhaupt nicht unter Kontrolle. Es gibt daher auch zahlreiche Demonstrationen,
vor allem weil viele Regionen noch komplett ohne funktionierende Verwaltung sind und wie gut
trifft sich das für die Mafia. Und um sich jetzt alles, was ich jetzt erzähle, besser vorstellen
zu können, findet ihr eine Karte von Italien als Nummer eins in den Schornuts. Denn die Mafia
kann sich jetzt durch dieses gesamte italienische Chaos unfassbar schnell ausbreiten. Von Sitzilian
geht es weiter aufs Festland, erst nach Kalabrik.
Es sind zunächst nur eine Handvoll, mächtiger Familien,
doch es werden immer mehr.
Bald entsteht in ihnen schon ein sehr strenges System
mit klaren Regeln und klaren Hierarchien.
Als nächstes geht es noch etwas weiter nördlich weiter.
Kampagnen und rund um Neapel sind es die Kamora.
In Kalabrien dien dran Geta.
Auf die Zielien die Kursa Nostra.
Es ist unglaublich, wenn man sich die Karte parallel anguckt,
wie schnell sich das Ganze verbreitet und auch in Apulien.
An der Fäße des italienischen Stiefels entsteht eine sehr starke große Mafiosi-Familie.
Die Sackra, Corona, Eonita.
Und wenn man sich jetzt vorstellt, dass so viele mächtige Familien entstehen,
dann läuft das Ganze natürlich nicht völlig friedlich ab.
Die Menschheit hat mittlerweile die ersten richtigen Repetiergewehre erfunden.
Also eine Waffe, die man nicht für jeden Schuss neu laden muss.
Und die werden jetzt leider sehr viel ausbucht.
Die ersten sogenannten Mafia-Kriege entstehen,
wo Familien um Einflussgebiete oder lokative Geschäfte kämpfen.
Auf Beginn des mit kleineren Provokationen, etwa einem Übertritt in Fremdesteratorium,
dann folgen Anschläge, Attentate und Vergeltungsakte,
bei denen gezielt, Bosse oder deren Vertraute des Ziels sind.
Die Mafia ist nämlich anders als man sich das vielleicht vorstellt,
keine einzige einheitliche Organisation.
Wie gesagt, stattdessen besteht sie aus vielen Familien und Gruppen,
die jeweils ihr eigenes Gebiet kontrollieren.
Manchmal arbeiten sie auch zusammen, oft stehen sie aber in Konkurrenz zueinander.
Und wie auch ihre Vorreiter aus Sizilien
bestimmen auch auf dem italienischen Festland, die Mafia-Familien so gut wie alles.
Sie entscheiden zum Beispiel, wer Bauaufträge erhält,
besetzen die meisten politischen Posten,
bestimmen sogar eigene Richter.
Und an der Stelle kann man sich schon denken, dass es ab diesem Zeitpunkt
gar keine Möglichkeit mehr gibt, für den Start von außen einzugreifen.
Sie haben ihm quasi die Kontrolle komplett abgenommen.
Auch durch diese Mafia-Zerschlagenheit ist das Landitalien
damals in einer sehr schwierigen Situation,
weil es kann keine geordnete Wirtschaft aufbauen.
Vor allem weil in so vielen Mafiosegebieten sehr willkürliche Macht herrscht,
also kein geordnetes System.
Viele Menschen wollen daher auch auswandern,
weil sie haben genug, sie leben in immer noch bitterer Armut häufig.
Und als hätten wir es so in diesem Podcast geplant.
Aber das war ja ihr mit euren Abstimmung.
Lesen die Menschen plötzlich in der Zeitung Nachrichten.
Und diese Nachrichten kommen straight-up aus der letzten Folge dieses Podcast quasi.
Sie lesen nämlich vom Aufstieg der USA.
Das dort vor allem an der Ostküste extrem viele Städte entstehen mit Arbeit
und modernen Fabriken und im Traum ein positives reiches Leben zu filmen.
Also entscheiden sich zwischen 1880 und 1920 über 4 Millionen Italienerinnen und Italiener,
vor allem aus Italien auszubannen.
Die Ziele, New Orleans, Chicago und New York.
Und ohne dass es viele angelangt,
so auch ein ungeliebtes Mitbringsel in die Vereinigten Staaten von Amerika.
Kapitel 3.
Der amerikanische Traum.
Ja, es ist tatsächlich der amerikanische Traum, der viele Lockt die meisten haben,
nicht mal mehr als einen Koffer dabei und in ihm auch so ein bisschen die Hoffnung,
das alte Leben hinter sich lassen zu können.
Und sie tun sich dafür eine ganz schön extreme Reise an,
denn eine Überfahrt nach Amerika dauert damals Wochen.
Als sie dann in den Großstädten ankommen, ist es ein eher holpriger Beginn.
Sie bekommen als Einwanderer keine Wohnung gestellt.
Jeder muss sich selbst etwas finden.
Oft kommen sie mit mehreren Personen in kleinen überfüllten Zimmern unter.
Die erste Miete wird meist aus Ersparnissen bezahlt.
Sie ziehen dabei meist in die gleichen Viertel
und weil sie keinen Englisch können, bilden sich eigene Subkulturen.
Es entstehen Ecken, in denen nur italienisch gesprochen wird.
Daraus gehen auch heutige Stadtteile in New York, wie Little Italy hervor.
Schnell riecht es auch überall nach Essen, aus der Heimat, nach Spagetti, nach Tomaten.
Es ist, als hätten sie Italien nach Amerika gebracht.
Doch das Bequeme daran wird auch zum Problem.
Sie werden innerhalb der amerikanischen Gesellschaft zu außen seitern.
Außerhalb ihrer kleinen Gemeinschaften werden sie von der restlichen Gesellschaft gemieden.
Viele haben sogar Angst vor ihnen oder schlimmer.
Sind wütend, dass sie einfach so kommen, ohne Willen zu haben, sich zu integrieren.
Das wird vor allem in Fabriken und am Hafen deutlich.
Hier kommen sehr viele der Italiener als Bauarbeiter unter.
Das führt auch oft zu Konflikten mit amerikanischen Arbeitern.
Diese werfen ihnen nämlich vor, Löhne zu drücken oder ihnen die Jobs wegzunehmen.
Manche auseinandersetzungen enden sogar in handfesten Streiks.
Die meisten mit gekommenen italienischen Frauen arbeiten wiederum als näheren,
wäscherren oder in wohlhabenden Haushalten als Dienstmädchen.
Die Kombination aus fehlenden Sprachkenntnissen und der auch damit verbundenen Isolation
wird zu einer explosiven Mischung.
Für viele ist die einzige Aussicht auf finanziellen Erfolg.
Also der amerikanische Traum, der sie hierhergelockt hat, Kriminalität.
Wie gerufen, also kommen in dieser Zeit weitere Schiffe in den USA.
Und auf ihnen befinden sich jetzt auch die ersten Mafiose.
Sie haben davon gehört, dass man hier wahrscheinlich auch ziemlich gut illegale Strukturen aufbauen kann.
Zuerst übernehmen sie scheinbar harmlose Geschäfte wie Bars, Lebensmittel oder Import leben.
Von dort aus bauen sie Schutzgeldsysteme auf.
Bieten wie Anfangs auf Sizilien, Sicherheitsdienster an und kontrollieren auch den Schwarzhandel.
Mit Bestechung, Einschüchterung und gezielten Allianzen
sichern sich so Einfluss in der amerikanischen Politik, in der Polizei und auch in Gewerkschaften.
So entstehen schrittweise, feste Strukturen, die ganze Viertel kontrollieren.
Ja, und das kennen wir ja von irgendwo her.
Auch die Helfen, vor allem der von New York, werden Knotenpunkte.
Hier laufen Waren ein und verschwinden.
Darunter teure Lebensmittel wie Oliven, Wein und Käse aus Italien.
Aber auch Tabak, Kaffee, Gewürze, später auch Luxus-Güter und sogar Waffen.
Alles natürlich am Zoll vorbei, Schwarz gekauft und schwarz verkauft.
Es sind im Grunde die gleichen Strukturen wie in Sizilien.
Nur jetzt rund 7200 km weiter westlich auf einem ganz anderen Kontinent.
Natürlich kommt es auch hier wieder zu politischer Korruption.
Sie bestechen einfach hohe Beamte und das wiederum öffnet Türen.
So werden zum Beispiel polizeiliche Ermittlungen plötzlich eingestellt.
Auch Lizenzen oder Genehmigungen für scheinbar legale Geschäfte
werden problemlos erteilt.
Sie gründen dann auch so richtige Kommandozentralen,
die getan sind als einwanderer Vereine.
Von hier aus steuern sie Schmuggelrouten, Geldwäsche und Bestechungsmöglichkeiten.
Es kommt in diesen Zentralen auch dazu,
dass sich dort die italienische Unterwelt
mit mächtigen irischen und jüdischen Syndikaten trifft.
Was sieht das "Who is Who" der Gangstershine?
Sie teilen ganze Städte unter sich auf.
Und in diesen Vierteln der Städte kontrollieren sie nahezu alles.
Leden, Restaurants, aber auch illegales Glücksspiel, Prostitution und Schmuggel.
Weil die letzten genannten bringen am meisten Gewinn.
Und die Ommerta sorgt dafür, dass die Polizei kaum an Informationen kommt.
Die Ommerta ist quasi der Ehrenkodex der Mafia.
So wie wir es auch schon aus der Japanfolge vom Ehrenkodex der Samurai Buschido gelernt haben.
Und sie schreibt absolutes Schweigen gegenüber außenstehenden vor.
Wer zum Mafia gehört oder auch nur in ihrem Umfeld lebt,
der folgt der Ommerta und erredet natürlich nicht mit der Polizei.
Egal was passiert, selbst nach Festnahmen, kein Geständnis,
lieber lebenslang ins Gefängnis.
Und das hat einen Grund.
Dieses Schweigen wird nämlich mit Loyalität gleichgesetzt.
Und wer diese Bricht, ja, da wird oft leider tödlich bestraft.
In diesen Motor der Mafia, in dieses unfassbar großlaufende System,
wird dann im Jahr 1920 noch mal richtig Öl gekippt.
Denn ein Gesetz verändert in den USA alles.
Die Prohibition tritt in Kraft.
Das bedeutet, dass die Herstellung der Verkauf und der Transport
von Alkohol in den USA ab jetzt verboten ist.
Das soll eigentlich die heftige Kriminalität senken.
Doch genau das Gegenteil ist der Fall.
Kapitel 4. Die Eskalation.
Plötzlich sind Bierwein und Schnaps illegal.
Und damit entsteht natürlich ein Schwarzmarkt-Milljaden-Geschäft.
Denn es beginnt auch noch zeitlich die goldenen 20er.
Der erste Weltkrieg ist vorbei, die Menschen wollen leben, feiern, lachen.
Alkohol ist dafür ein sehr beliebtes Rauschmittel.
Und das erkennt in der Zeit auch die Mafia.
Sie wissen es noch nicht, aber es wird zum größten Geschäft ihrer Zeit.
Denn als der gigantische Schwarzmarkt entsteht,
sind sie mit unfassbar tiefreichenden Strukturen direkt am Start.
Sie übernehmen Schmuggel-Ruten aus Kanada, der Karibik, Mexiko, überall,
wo man den Rauschstoff Alkohol herbekommen kann, holen sie noch.
Jetzt muss man nur irgendwie einen Weg finden, ihn auch an der Welt.
die Menschen wieder auszuschenken.
Und in diesem Kontext entstehen die sogenannten "Speak Isis".
Das sind illegale Bars hinter unscheinbaren Türen
und diese öffnen sich häufig nur mit Passwerte.
Dahinter, Partys, Lachen, Feiern, Tansen.
Es sind riesige geheimer Alkohol-Exzesse.
Überall im Land entstehen sie übrigens
und nicht nur von der Mafia gemanetscht,
sondern wirklich von allen möglichen Menschen.
Doch die Mafiose sind natürlich auch darin,
wieder besonders effektiv.
Denn sie machen die einfachen Speak Isis nicht nur zu Bars,
sondern sie erweitern sie auch um Glücksspiel und Rogendils.
Damit nichts ans Tageslicht kommt, fließt natürlich auch hier
wieder Bestechungssgelder an Polizei, Richter und Politiker.
Und wie ist der Zufall so will?
Sieht man einige von ihnen abends dann auch in den Speak Isis selbst
und dadurch explodieren die Gewinne der Mafia.
In manchen Städten stammen mehr als 60 Prozent der Einnahmen
aus diesem Alkoholhandel.
In dieser Zeit steigt auch Elkopon zum bekanntesten Mafia-Boss Amerikas auf.
Schon mit 14 verlässert damals die Schule in New York
und schließt sich einer Gang an.
Mit 18 wird er bei einer Messerattacke in einem Nachtclub
mit einem Messer im Gesicht verletzt.
Zwei Naben auf der linken Wange bleiben.
Ab diesem Zeitpunkt wird er nur noch Scarface, also Nabengesicht genannt.
Zu Beginn der Prohibition zieht er dann nach Chicago
und taucht tief in die Mafia ein.
Er richtet einen Imperium,
nutzt sogar verschiedene Identitäten und investiert seine Gewinne.
Also das Schwarzgeld wird wieder in andere Projekte gesteckt.
Und weil Scarface sein gutes Image wichtig ist,
sind manche davon sogar karitativ.
Also er nutzt sogar Geld, um zum Beispiel Suppenküchen zu finanzieren.
Die goldenen 20er werden daher auch von ihm
und seiner Gangsterbande entscheidend mitgeprägt.
Doch dann wird er verhaftet.
11 Jahre Gefängnis.
Nicht aber wegen Mordes, Schmuggel oder Waffenbesitz.
Alles Dinge, für die man ihn hätte easy anklagen können.
Also man geht von ungefähr 200 Morden aus, die ihm zugerechnet werden.
Er wird verhaftet wegen Steuerhinterziehung.
Die meiste Zeit seiner 11 Jahre haftet
der Übrings im Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz, habt ihr vielleicht auch schon gehört.
Als er 1939 rauskommt, hat sich die Welt extrem verändert.
Das Alkoholverbot wurde mittlerweile wieder aufgehoben.
Der Staat hat er erkannt, dass die Prohibition
irgendwie mehr Probleme geschaffen als gelöst hat.
Das wiederum trifft die Mafia natürlich mitten ins Herz und in den Geldbeutel.
Schmuggelruten verlieren extrem ihren Wert, die Kassen bleiben leer.
Die ersten Mafiosis beginnt daher, doch in legale Geschäfte einzusteigen.
Und das ist gar keine schlechte Idee, denn sowohl der italienische,
als auch der amerikanische Staat sind mittlerweile sehr viel besser organisiert.
Und sie kündigen an, dass die Wildwestzeiten voller Korruption
und ohne richtige Kontrollen und einer Mafia mit schierendloser Macht verbeisend.
Sie starten eine regelrechte Jagd auf sie.
Kapitel 5. Der größte Gerichtsprozess in der Mafia-Geschichte.
Es sind mittlerweile die 70er Jahre, während der erste Star Wars Film in die Kinos kommt,
sich der kalte Krieg am Höhepunkt befindet und Bands wie Queen.
Die Charts dominieren verändert sich etwas in der Mafia-Welt.
Vor allem durch neue Mediale aufmerksamkeit.
Mutige Journalisten und Aktivisten wie Pepino Impastato sprechen aus,
was viele nur denken oder flüstern.
Seine Familie hat damals auch Verbindung zur sizillianischen Mafia zu Kursanostra.
Öffentlich enthüllt er Geheimnisse von ihr.
Verret, Strukturen und wie sie aufgebaut sind und er bezahlt dafür mit seinem Leben.
So was passiert in dieser Zeit leider mit vielen.
Das Ganze hat eine Signalwirkung.
Immer mehr Menschen richten sich jetzt gegen die Mafia.
Auch die ersten öffentlichen Demonstrationen finden statt.
Viele haben genug von der willkürlichen Macht.
Aus sizillianische Richter entwickeln neue Strategien.
Sie wollen die Hierarchien der Kursanostra sichtbar machen.
Schulen und Universitäten werden zu Orten der Aufklärung.
In Palermo entstehen Initiativen,
die beschlagnahmte Mafia-Emobilien nehmen und für soziale Projekte nutzen.
In den 1980er Jahren wächst der Druck dann weiter.
Vor allem, weil große Mafia-Kriege immer mehr in die Öffentlichkeit drängen.
Es sind regelrechte Vernichtungskonflikte unter den Familien.
Mitteils wirklich sehr grausamen Morden.
Und auch deshalb gibt es neue Gesetze,
härtere Strafen und die ersten Grundzeugenprogramme.
Das ist eine Art Schutz für Angeklagte, die bereit sind,
gegen ihre Mitheta auszusagen.
Also, wenn einer in der Mafia ist und er weiß etwas,
über jemand anderen in der Mafia, dann sagt er es,
um seine eigene Strafe zum Bildern oder auch um eine neue Identität
vom Staat zu bekommen, um danach in Ruhe leben zu können.
Durch dieses Programm und die damit verbundenen Aussagen
von Grundzeugen kommt es dann zu einem gigantischen Novum.
Also zu etwas, was es in der Geschichte noch nie gegeben hat.
Die Maxi-Anhörung in Palermo.
Das ist der größte und wichtigste Strafprozess
gegen die Kosa Nostra in der italienischen Geschichte.
Um die 500 Angeklagten gibt es.
Und die Vorwürfe lauten Zugehörigkeit zum Mafia, Mord,
Drogenhandel und Schutzgelderpresse.
Es wird für diesen Prozess ein eigenes Gerichtsgebäude gebaut.
Sechs Jahre lang wird verhandelt und den Richtern gelingt es am Ende,
Hunderte, Mafiosi zu verurteilen.
Insgesamt über 2500 Jahre haft darunter zahlreiche Bosse.
Die Mafia reagiert daraufhin mit Vergeltung.
Es gibt tödliche Sprengstoffattentate
auf die führenden Richter des Fals und ihre Familien.
Daraufhin gehen über eine Million Italienerinnen und Italiener
auf die Straße und demonstrieren öffentlich gegen die Mafia.
Eine so große Demo hat es in der gesamten Zeit noch nie gegeben.
Der Kampf des italienischen Staats gegen die alt eingesessenen Machtfamilien
wird dabei immer heftiger.
Teilweise wird sogar die sitzelianische Armee gegen die Mafia eingesetzt.
Viele der höchsten Bosse können so verhaftet
und viele Mafia-Strukturen zerschlagen werden.
Auch in den USA übrigens ein ähnliches Bild.
V.a. das FBI ermittet intensiv.
Die Deckkomplette "Geldwäsche Netzwerke" auf, getannte Pizzerien,
falsche Obsthändler.
Es kommt auch in Amerika zu Großprozessen mit Grundzeugen und vielen Verhaftungen.
Heute ist die Mafia auch daher sehr viel weniger präsent
als in ihren Hochzeiten im 19. Jahrhundert.
Und dennoch ist sie nicht komplett verschwunden.
Eigentlich sogar ganz im Gegenteil.
Sie fängt an, sich international zu vernetzen.
Teilweise heute mit direkten Kontakten zu kolambianischen und mexikanischen Kartellen.
2002 kommt sogar raus, dass der vierfache Ministerpräsident Silvio Bellosconi
und einer seiner Berater, einer seiner Ängsten sogar,
auch in Geschäfte und in Verbindung der Mafia verwickelt sein soll.
Sein Berater wird sogar verurteilt.
Bellosconi wird auch angeklagt, aber freigesprochen.
Durch die Zugehörigkeit der Mafia heute zu diesen großen Kartellen
verändert sich auch so ein bisschen ihr Geschäftsmodell.
Vor allem ein großer Teil des Drogenwaffenhandels wird weiterhin von ihnen kontrolliert.
Interpol und Europol melden Präsenz in über 50 Ländern.
Auch in Deutschland sind italienische Mafia-Gruppen aktiv.
Die Bundesregierung geht von ungefähr 20 Stützbunken aus.
Experten schätzen sogar bis zu 60.
Und während es im 19. Jahrhundert wahrscheinlich die Kosa Nostra waren,
ist heute die Endrangeta, die mächtigste Mafia-Organisation von innen.
Schätzungen sprechen von über 50 Milliarden Euro Jahresumsatz.
Das ist mehr als McDonalds weltweit einnimmt.
Eine Sache kann man aber festhalten.
Auch wenn ihre Strukturen und ihr Einfluss immer noch heute groß sind.
Die brutalen öffentlichen Attentate, die Gewalt und die Einschüchterung der Medien
gehören bei Weitem nicht mehr so intensiv zum Mafia,
wie es lange im 20. Jahrhundert der Fall war.
Zusammenfassung.
Im Jahr 1850 sieht die Situation auf die Ziellien wie folgt aus.
Armut, Korruption, kaum staatliche Ordnung, kein geeintes Italien.
Mächtige Familien mit viel Landbesitz bieten daher Schutz.
Vor allem auch, vor selbstinsignierten Verbrechen.
Sie fangen dadurch an, ganze Regionen zu kontrollieren.
Der Begriff "Mafyosi" entsteht für furchtlose Männer
und erbreitet sich über Kalabrien, Kampagnen und Apulien
über Weite-Teil-Italien aus.
Gewalt, Bestechung und die Ormerte ein haliger Codex sichern die Macht.
Ende des 19. Jahrhunderts folgt dann eine große italienische Auswanderung
in die USA, meist mit der Hoffnung, auf ein besseres Leben
machen sich viele Menschen auf den langen Weg über den Atlantik.
Und mit ihnen kommen auch die Mafiosi.
In Städten wie New York, Boston, Philadelphia, Chicago,
New Orleans entstehen neue, alte italienische Strukturen.
Auch hier Schutzgeld, Schmuggel, Korruption.
Dann macht auch die Prohibition in den USA den Alkoholhandel
zum Milliardengeschäft.
Es ist die absolute Hochzeit für die Mafia dort.
Nach Ende des Verboots sinken auch die Einnahmen.
Der Staat geht außerdem härter gegen das Kollektiv vor.
Und nicht nur dort.
Auch in Italien kommt es in den 70ern zu immer mehr Widerstand.
Journalisten, Richter und Bürgerinitiativen kämpfen gegen die Mafia.
Grundzeugenprogramme und Großprozesse schwächen die Kursa Nostra.
Sie muss sich daraufhin verändern und verlagert ihren Fokus.
Auch ihr Auftreten.
Und auch, wenn sie durch zahlreiche Prozesse geschwächt wird.
Hat die italienische Mafia auch heute immer noch einen großen Einfluss auf die Welt.
Freunde des Wissens.
Das war definitiv eine der Folgen für mich,
über die ich am Anfang das Meiste halb wissen hatte.
Also, check dir, wie ich das meine.
Man weiß so viel, man denkt man weiß so viel über die Mafia.
Aber am Ende wusste ich doch einiges aus selbst nicht.
Überrieben, spannend, und ich danke euch das immer so leise Themen wird.
Ja, und ich weiß, dass der eine oder andere meinen Kliffhänger
ganz am Anfang mit dem Gewinnspiel und der Live-Schauer wirklich gehast hat.
Also kommt er jetzt hier in Ausführlich.
Nächste Woche, am 29. August, gibt es ja die Wissen mit Johnny Live-Schau in Köln,
die ihr nur im WhatsApp-Kanal in drei Minuten ausverkauft habt.
Also wirklich noch mal ist das crazy.
Und deswegen dachten wir uns,
ja, irgendwie wär's schon schön, noch ein paar von euch die Möglichkeit zu geben zu kommen.
Also, verlosen wir jetzt noch einmal zweimal zwei Tickets für die Schau.
Das Ganze wird so ablaufen, dass wir zwei Tickets auf Instagram
und zwei Tickets auf Spotify verlosen.
Alles, was ihr tun müsst, ist uns entweder bei Instagram zu folgen,
da heißen wir auch Wissen mit Johnny und uns da dann einen Süßkartoffel-Emoji
als Nachricht zu schicken oder das gleiche bei Spotify als Kommentar.
Ihr könnt natürlich auch beides machen, um eure Schaußen zu erhöhen.
Aufgelöst wird das Ganze dann nächsten Sonntag, also fünf Tage vor der Schau.
Wir werden uns dann bei euch melden. Viel Erfolg.
Jetzt aber nichts wie in die Fragen zur letzten Woche,
als es um die Entstehungsgeschichte der USA ging.
Die erste Frage heute ist von Morpho liebt Maultaschen
und Morpho, ja, ich glaube, das tun wir alle.
Johnny, wie konnten sich die Kolonisten mit den Ur-Einwohnern
eigentlich damals verständigen?
Und das ist eine wirklich smarte Frage und am Anfang war die Verständigung
zwischen diesen beiden Gruppen tatsächlich extrem schwierig.
Die meisten Indigenen Völker hatten natürlich ihre eigenen Sprachen
und es gab keine Übersetzer, keinen Google und kein Handys, kein nichts.
Also wurde erst mal auf G-Stick und Mimik gesetzt.
Die Menschen haben auf Dinge gezeigt, dann gelächelt oder trauriges Gesicht
oder mit fragenen Augen erklärt, ich hab keine Ahnung, was das da ist, erklär's mir bitte.
Mit der Zeit hat sich das Ganze dann aber geändert,
weil vor allem viele Anführer der Indigenen Stämme angefangen haben,
Englisch zu lernen.
Es wurden sogar richtige Unterrichtseinheiten in den Reservaten durchgeführt.
Viele Indigene Kinder wuchten daher sogar zwei sprachig auf.
Frage 2 kommt von Achtung, wie der Großartige Name Marlon das Dorsbrot.
Was habt ihr mit dem Essen heute?
Kannst du mal ein paar Präsidenten der USA nennen und wofür sie berühmt sind?
Ja, klar, kann ich das.
Nummer eins ist gleichermaßen auch die Auflösung
unseres kleinen Retsets aus der letzten Folge.
Weil der erste Präsident der Vereinigten starten,
berühmt, wie wir gelernt haben, für den Kampf im Unabhängigkeitskrieg.
Er gilt auch daher als Vater der Nation, war natürlich George Washington.
Das wussten unter anderem so viel an die und echt Leute.
Es hört nicht auf mit den Crazy Name.
Auch Eiernacken 1983 wusste das.
Und irgendwie hab ich es gefühlt, dass sich diese Person gerade sehr freut,
das zuhören.
Dann haben wir auf jeden Fall noch als wichtige Präsidentin Abraham Lincoln.
Kennen wir auch schon aus der letzten Folge,
wird vor allem durch den Einsatz gegen die Sklaverei und den Bürgerkrieg bekannt.
Dann kann man natürlich auch noch Franklin D. Rose werden entführt,
das Land durch die Weltwirtschaftskrise und den Zweiten Weltkrieg.
Übrigens ist es auch der einzige Präsident, der je länger als zwei Amtszeiten regiert.
Weil das Gesetz, das man eben nur zwei Legislaturperiode an der Macht seien darf,
das gab es erst danach.
Ja, und dann auch noch sehr besonders, würde ich sagen,
ist der erste Afroamerikanische Präsident, Barack Obama, 2012 gewählt.
Vor allem durch seinen Einsatz gegen den Rassismus
und für ein generelles Gesundheitssystem Obama-Kher bekannt.
Kommen wir zu Frage 3 und dies heute von Marlene.
Johnny, wie kam es denn dazu, dass in den USA so viel Fast-Food produziert wird?
Weil vor allem, das macht auch Menschen innerlich kaputt.
Ja, und das ist definitiv so.
Und als Antwort gibt es tatsächlich einen ziemlich großen Engpass damals.
Nach dem Zweiten Weltkrieg mangelt es in Amerika an Arbeitskräften
und somit auch schnell an Nahrung in der Produktion.
Die Antwort essen aus der Fabrik.
Tiefkühlung und standardisierte Rezepte sorgen damals
erst mal dafür, dass das Land einheitlich
und auch mit ausreichend Essen versorgt werden kann.
Dazu auch noch viel günstiger als frische Malzeiten.
Außerdem kommt es in dieser Zeit auch zum Auto-Boom.
Dadurch, dass wege in den USA einfach extrem weit sind,
kann man schon bald nicht mehr darauf verzichten.
Und so öffnen die ersten Drive-Ins,
bei denen man ziemlich bequem ist,
aber auch ziemlich ungesundes Essen bekommen kann.
Fast-Food wird so zur festen S-Kultur der USA.
Und wenn ihr mal da gewesen seid oder mal hinfalt,
das ist wirklich crazy, du fährst über eine Straße innerhalb einer Stadt
und siehst wirklich alle zwei Sekunden auf der linken und rechten Seite
diese ganzen Schnellen misleden, das wirklich crazy.
Auch deshalb gibt es übrigens leider nur wenige Länder auf der Welt,
wo prozentual mehr Menschen übergewichtig sind als in Amerika.
So, okay, eine Bonusfrage habe ich jetzt noch,
weil es gab einfach so viele, die mich selbst auch interessiert haben.
Und die kommt von Finja.
Sie wollte wissen, warum es in Amerika so viele Städte gibt,
die den gleichen Namen haben, wie Orte in Europa.
Und das liegt tatsächlich auch genau an dem,
was wir letzte Woche gelernt haben.
Die vielen Siedler aus Europa, vor allem aus Großbritannien,
wollen damals einfach ein Stück Heimat in die neue Welt mitbringen.
Der vertraute Name soll halt geben.
Außerdem ist es auch eine Taktik,
weil ein großer Name klingt nach Kultur und Bedeutung
und andere Länder machen es ihnen nach.
Deswegen gibt es heute so viele Städte, die die Namen Paris,
London, Berlin, Frankfurt oder Athen in den USA tragen.
Auch, weil es zur Zeit in der Benennung noch keine Regeln gab,
dass doppelte Ortsnamen verboten sind.
So, und das war jetzt aber wirklich Folge 48.
Und jetzt sind wir wirklich so nah an der 50,
dass ich euch schon mal sagen kann, natürlich wird es eine Spezialfolge werden.
So wie ihr euch schon extrem oft gewünscht habt,
es wird eine Folge mit extrem vielen Fragen.
Nicht mit 5, sondern mit 50.
Ihr könnt sie jetzt also alle stellen.
Haut sie in die Kommentare oder als Instagram-Nachrichten
oder eben als E-Mail, worauf ihr auch Lust habt.
Haut sie raus an euch.
Die spannendsten 50 werden wir dann am Ende der Spezialfolge 50 vorlesen.
Ich freue mich schon drauf.
Bis dahin bleibt mir nur noch zu sagen,
dass das wieder extrem viel Spaß gemacht hat.
Ah, nee, Moment, eine Sache habe ich noch.
Ey, irgendwas komisches ist mit euch passiert,
weil es kam ganz merkwürdig häufig die Frage, ob meine Stimme KI ist.
Und an der Stelle kann ich euch sagen, nee, das bin tatsächlich ich hier.
La la la la la.
Könnte das eine KI?
Ja, also mittlerweile ist KI ziemlich weit, wahrscheinlich könnte sie das.
Falls ihr euch immer noch unsicher seid.
Erstens war ich letzte Woche krank.
Ich weiß nicht, ob das eine KI kann, das zu fählten.
Und für die allerletzten Zweifler seht ihr ja spätestens bei der Live-Show nächste Woche.
Das ist mich tatsächlich gibt und dass das alles hier echt ist.
Und das Video davon findet ihr dann ja dann auch auf Spotify und YouTube,
das einwoche nochmal Bescheid.
So, jetzt aber hier fertig aus, Schluss, Ende, Ciao, Ciao, Kuskos.
Wir hören uns Sonntag wieder eine neue Abstimmung ist natürlich auch wieder online.
Das Thema mit den meisten Stimmen hört ihr als nächstes.
Das Thema mit den zweitmeisten Stimmen kommt wieder in die Abstimmung in der Woche danach.
So machen wir das jetzt immer.
Wir verbleiben mit ganz viel Liebe an euch alle und für weniger wissen.
Entfolgt uns.
(Dynamische Musik)
Ritz ist eine Produktion des RBB.
Und unser heutiger Tipp für den neuen Podcast, der ja jetzt schon in zwei Wochen startet.
Ja, es haben auch schon ein paar in die Kommentare geschrieben.
Der Sport, um den es gehen wird, heißt American Football.
Und da gibt es wirklich einige Geschichten.
Und so, wirklich teilweise sogar sentimentale Stories,
die mich selbst ungelogen schon zum Weinen gebracht haben.
Die werden wir auch darin mit euch teilen und ich kann euch versprechen.
Das ist auch für Leute etwas, die mit dem Sport sonst per se nicht so viel anfangen können.
Generell ist der Podcast genau dafür da, dass wir lernen, wie dieser Sport funktioniert.
Weil der macht so unglaublich viel Spaß zu gucken, wenn man ihn einmal verstanden hat.
Außerdem kommt der Podcast auch noch offiziell mit der NFL Deutschland zusammen raus.
Das wird alles ziemlich krass, weil da haben wir auch wirklich feurigte Dinge vor euch geplant.
So, das war's jetzt.
Ciao ciao!
Podcast Summary
Key Points:
Auf Sizilien im 19. Jahrhundert entsteht die Mafia aus mächtigen Familien, die Landbesitzer schützen und Schutzgeld fordern, weil staatliche Ordnung fehlt.
Der Begriff „Mafiosi“ entsteht in Theaterstücken und wird zu einem Symbol für furchtlose, ehrenhafte Männer, die mächtig und geschützt sind.
Die Mafia breitet sich von Sizilien über Kalabrien, Apulien und den Süden Italiens aus und wird durch Gewalt, Korruption und ein strenges „Ehrenkodex“ (Ommerta) organisiert.
Mit der Auswanderung von Italienern in die USA im 19. Jahrhundert reisen Mafiosi mit, wo sie Schutzgeld, Schmuggel und Korruption einsetzen.
Die Prohibition in den USA führt zu einem riesigen Alkohol- und Schwarzmarkt, der die Mafia zu einem Milliardenbetrieb macht.
In den 1970er Jahren entsteht die Maxi-Anhörung in Palermo, eine historische Strafprozessaktion, bei der über 500 Angeklagte vor Gericht stehen.
Die Mafia reagiert auf Widerstand mit Terroranschlägen, doch durch öffentliche Demonstrationen und Gesetze wird ihr Einfluss geschwächt.
Heute ist die Mafia international verbunden, kontrolliert Drogenhandel und bleibt aktiv, obwohl die brutalen Gewalttaten abgeschwächt sind.
Summary:
Die Geschichte der Mafia beginnt auf Sizilien im 19. Jahrhundert, wo Armut, staatliche Unterentwicklung und mächtige Landbesitzer zu einer Struktur führen, bei der Familien Schutzgeld fordern und lokale Gewalt nutzen. Der Begriff „Mafiosi“ entsteht im Theater und wird zum Symbol für furchtlose, ehrenhafte Männer.
Diese Familien breiten sich über Italien aus, insbesondere in Kalabrien und Apulien, und bauen durch Gewalt, Bestechung und ein strenges Ehrenkodex-System (Ommerta) ihre Macht aus. Mit der Auswanderung von Italienern in die USA im 19. Jahrhundert gelangen Mafiosi auch in die USA, wo sie Schutzgeld, Schmuggel und Korruption etablieren.
Die Prohibition in den USA führt zu einem riesigen Alkoholmarkt, der die Mafia zum erfolgreichsten Geschäft ihrer Zeit macht. Im 20. Jahrhundert entsteht zunehmend Widerstand durch Journalisten, Richter und Bürgerinitiativen, insbesondere durch die Maxi-Anhörung in Palermo, bei der über 500 Angeklagte vor Gericht stehen.
Die Mafia reagiert mit Terroranschlägen, doch durch öffentliche Proteste und strengere Gesetze wird ihr Einfluss geschwächt. Heute ist die Mafia international verbunden, kontrolliert Drogenhandel und ist aktiv, obwohl die brutalen Gewalttaten deutlich abgeschwächt sind. Trotzdem bleibt ihr Einfluss auf Wirtschaft und Politik weitreichend, insbesondere durch direkte Verbindungen zu weltweiten Kartellen.
FAQs
Der Begriff 'Mafia' entstand 1863 in einem Theaterstück in Palermo, das 'Ima Fusei de la Vicaria' hieß. Dort bezeichnete man 'Mafusei' als stolze, furchtlose Männer, die gemeinsam gegen äußere Bedrohungen kämpfen. Die mächtigen Familien nahmen den Begriff auf und verwendeten ihn für ihr kriminelles Netzwerk.
Die Mafia entstand in Sizilien wegen Armut, Korruption und fehlender staatlicher Ordnung. Großgrundbesitzer schützten ihre Ernten mit bewaffneten Wächtern, die sich zu Schutzgeldsystemen entwickelten. Diese Wächter wurden zunehmend mächtig und kontrollierten Regionen, was den Ursprung der Mafia bildete.
Die Mafia breitete sich von Sizilien aus über Kalabrien, die Campagne und Apulien aus. In jeder Region entstanden eigene Familien, die sich zu einem strengen System mit klaren Hierarchien entwickelten. So entstanden die bekannten Familien wie die 'Geta', 'Kamora' und 'Cosa Nostra'.
Die Mafia verlangte von Bauern und lokalen Einwohnern ein Schutzgeld, um ihre Ernten oder Wohnungen zu schützen. Wer Schutz wollte, musste diese Gebühr zahlen. Diese Systeme wurden besonders in abgelegenen Dörfern etabliert, wo der Staat und die Polizei fehlten.
Italiener ausländische Auswanderer brachten die Mafia mit nach Amerika. Während der Prohibition wurde der Alkoholhandel illegal und wurde zu einem riesigen Schwarzmarkt. Die Mafia nutzte diese Gelegenheit, um Schmuggelrouten aufzubauen und Alkohol zu vertreiben – was zu einem Milliarden-Geschäft führte.
Die Ommerta ist der Ehrenkodex der Mafia. Sie verpflichtet Mitglieder, über alles im Ungesagten zu bleiben. Wer zum Mafia gehört oder in ihrem Umfeld lebt, darf nicht mit der Polizei reden. Dieses Schweigen wird mit Loyalität verknüpft und bricht oft mit Todesstrafen, wenn verletzt.
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