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#44 - Landwirtschaft 4.0: nachhaltiges Wachstum durch Social-Media-Marketing

28m 40s

#44 - Landwirtschaft 4.0: nachhaltiges Wachstum durch Social-Media-Marketing

In dieser Podcast-Folge spricht Cornelia große, Performance Marketing Managerin bei KWS, über die Schnittstelle zwischen Marketing und Landwirtschaft. Sie betont, dass die Branche mit Herausforderungen wie politischen Auflagen, Klimawandel und steigenden Schädlingsproblemen kämpft. Digitalisierung verändert die Kommunikation: Landwirte nutzen Smartphones, um sich schnell zu informieren und zu vernetzen, was traditionelle Beratung ergänzt. KWS setzt auf Personalisierung und Automation, um Landwirten passgenaue Inhalte zu liefern – von Produktinformationen bis zu Services wie Erntezeitbestimmung. Zwei Hauptpersonas stehen im Fokus: jüngere Landwirte, die digitale Kanäle wie TikTok und Instagram bevorzugen, und ältere, die klassische Medien wie Facebook oder persönlichen Kontakt schätzen. Erfolgreiche Formate sind vor allem Videos, aber auch Apps und E-Mail-Notifications. Performance-Marketing folgt einem Kreislauf aus Testen und Optimieren: Kampagnen werden je nach Markt und Zielgruppe angepasst, wobei internationale Teams regelmäßig Ergebnisse auswerten. Ziel ist es, die wenige Zeit der Landwirte effizient zu nutzen und relevante Informationen genau dann zu liefern, wenn sie gebraucht werden.

Transcription

4142 Words, 25380 Characters

German
In dieser Folge spricht mit meinem Gast Cornelia große über eine Branche, die für uns B2B-Marketer nicht direkt in den Sinn kommt. Und zwar über die Landwirtschaft und Bauern. Cornelia ist Performance Marketing Managerin der KWS-Gub und KWS ist der füirtgrößte Saatgut Hersteller weltweit und sie ist sowohl für die B2C als auch B2B-Kommunikation zuständig. Ja, sie gab mir wirklich richtig spannender Einblicke in die eigene Marketing-Strategy und berichtet warum Social Media und insbesondere TikTok, so großen Einfluss auf KWS und das eigene Marketing hat. Dieser Podcast wird präsentiert von Digital-B2B Digital Agentur. Unsere Digital-Akkademie bietet in den nächsten Wochen wieder eine Reihe spannender B2B-Wee nach an. Wir greifen verschiedene Herausforderungen und aktuelle Marketing-Instrumenten speziell für B2B-Unternehmen auf. Beleuchten sie und laden euch ein mit uns zu enttagieren und dabei auch Fragen zu stellen. Wie behandeln recht unterschiedliche Themen aus den Bereichen CEO, Content Marketing, Performance oder auch Video Marketing? Eine Übersicht zu unseren kommenden Webinarien findet ihr in unseren Show-Nodes und auf unserer Website. Cornelia, die aktuelle Situation in der Landwirtschaft ist ja, ist auch mal für jeden gerade sehr, sehr präsent. Es gibt Streiks, die Landwirte kommunizieren, sehr, sehr deutlich ihren Unmut. Aus deiner Warte mit welchen Problemen hat den aktuell die Landwirtschaft zu kämpfen? Ja, im Prinzip ist das momentan eigentlich ein ganz gutes Beispiel, weil die Landwirtschaft immer auch so ein bisschen, ich will nicht sagen, Spiel bei der Politik, aber eben doch sehr stark beeinflusst ist von der Politik, von Vorgaben aus der EU oder eben dann auch hier jetzt klar, jetzt war der Fall quasi mal umgekehrt, ist so, was schnell weggenommen werden, was eigentlich lange eben verlässlich da war. Aber letztendlich zeigt das eben, dass oft gar nicht so auf dem Tablo ist und dass jetzt die Landwirte immer sagen wollen, das hat Einfluss, wenn die Politik auf EU-Ebene oder auf Länder, eben da Entscheidungen trifft. Ganz unabhängig davon sind es eben die anderen Faktoren, die alle betreffen wie der Klimawandel, das betrifft eben die Landwirtschaft auch sehr stark. Das heißt, es muss alles irgendwie sich darauf einstellen, dass es mehr Dören gibt oder auch zu viel Wasser, dass es mehr Schädlinge gibt auf der Welt durch die warmen Winter, sage ich mal, dass sind eben alles so Probleme, mit der die Landwirtschaft täglich zu tun hat und die einfach immer mehr werden. Und da muss eben dann auch, dass Saatgut oder die Basis muss darauf vorbereitet sein und dass es eben auch bei unserem Unternehmen im Moment der Kernpunkt oder eigentlich immer der Kernpunkt und dass wir da die Landwirte so gut es geht unterstützen können, bei diesen Problemen, dass eben auch jetzt von der EU zum Beispiel vorgegeben wird, dass man nicht mehr so viel Pflanzenschutzmittel einsetzen darf, um eben die Erde zu schonen, dass man eben auch nur gewissen Anteil an Dünger haben darf und die Pflanzen müssen, dass dann eben alles ohne Hilfe schaffen und das ist dann so ein bisschen der Auftrag, dass man da von allen Seiten so gut unterstützt wie möglich. Jetzt beschäftigt es zu dich ja mit Marketing und Landwirtschaft. Also ich würde jetzt mal aus meiner Warte sagen, zwei Begriffe, die nicht unbedingt miteinander gekoppelt sind. Ja, ich habe auch, ich sage mal ganz gerne, man hat so dieses romantische Bild vom Landwirt auf dem Trecker, der über den Akka fährt und denkt so, na ja, also was hat der denn jetzt mit Werbung oder eben auch in meinem Fall jetzt speziell digital zu tun, aber genau diese ganzen genannten Probleme, das hat im Prinzip ja zwei Ebene, das eine ist, der Landwirt braucht im Prinzip Hilfe der Öffentlichkeit zu erklären, wo die Probleme liegen, also was eben das schwieriger an seinem Job ist und umgekehrt, muss, müssen die Saatgut hersteller oder eben auch andere Unternehmen in der Landwirtschaftsbranche, dem Landwirt ja auch mitteilen können, was es an Produkten gibt, die ihn dabei eben gut unterstützen können und da greifen im Prinzip genau die gleichen Marketing oder Werbe-Michornismen wie in allen anderen Branchen auch. Also es geht um Informationen und es geht darum mitzuteilen, was eben besondere Chancen und besondere Produkt-USP sind. Es gibt ja landwirtschaftliche Verbände, die den Landwirt-Gehör verschaffen. Wie ist da die Verbindung zum Marketing? Also ich würde jetzt mal sagen, die Vereinigungen müssen sich der Marketing Hebel bedienen, um den Landwirt-Gehör zu verschaffen oder wie kann ich mir das so im Detail dann für eben vorstellen? Ja, also auch da sind das im Prinzip normale Mechanismen. Ich finde die Landwirtschaft ist noch mal ein bisschen spezieller, weil eben der Beruf doch auch sehr örtlich bindet. Also ich kann eben kein Homeoffice machen, sondern ich muss raus aufs Feld und dann treffen sich auch die Landwirte. Also ich schau, was macht der Nachbar? Ich gehe eben zu treffen von meinem Verband, von der Landwirtschaftskammer und informiere mich, das war bisher, glaube ich, auch so der Standardweg. Jetzt heutzutage geht es natürlich auch alles ganz anders, weil jetzt auch jeder Landwirt einen Smartphone hat, wo er rund um die Uhr im Prinzip erreichbar ist. Das heißt, sie können sich eben dort vernetzen und man kann auch besser Informationen überbringen, also neue Entwicklungen oder eben neue Produkte, die helfen könnten, neue technische Entwicklungen, die helfen können. Und so ist im Prinzip dieses alte Vorgehen, dass man eigentlich, dass viel Face-to-Face wirklich direkt auch im Besuch auf dem Hof lag. Das ist jetzt eben einfach ein bisschen umgekrempelt worden durch das Digitalo und dadurch dass jeder jetzt eigentlich Lust hat auf Smartphone und immer online sein, sage ich mal. Welche Schanzen tun sich denn da ganz konkret für den einzelnen Landwirt jetzt auf? Ja, also der Informationsgrad oder die Geschwindigkeit ist halt eine ganz andere. Ich muss eben nicht mehr warten, bis mich eine Informationen erreicht, sondern ich kann sie mir jederzeit aktiv holen, dass es der Benefit für den Landwirt kann, genau wie jeder andere auch einfach ein Thema googeln und muss nicht warten, bis er jemanden trifft, den er dazu mal befragen kann oder auch was jetzt gerade Saatgut angeht. Er muss eben nicht mehr warten, bis jetzt ein Berater mal auf den Hof kommen, sondern kann sich eben auch jederzeit informieren. Und die Probleme, die ich eben angesprochen habe, die sind ja einfach täglich da, die ich sage mal umwelt ein Flüsse. Und so kann ich eben ganz schnell mir auch Beratung holen oder eben auch Beratung abonnieren. Also das heißt, wenn jetzt Frost angesagt ist, dann kriege ich eben auch eine Meldung von einem Service, die mir sagt, was muss ich tun? Muss ich jetzt meinen Akka umbrechen, jetzt mal so als ganz praktisches Beispiel oder kann das erstmal so stehen bleiben. Kann ich das erstmal ignorieren und in paar Tagen noch mal schauen. Und das sind eben absolute Chancen, dass der Landwirt eben nicht mehr auch zwingend aufs Feld raus muss, um selbst quasi den Finger in die Erde zu stecken, sondern er kann das alles eben auch schon vom Smartphone ausmachen und sich dann damit anderen Dingen widmen, die seinen Hof am Laufen heilen. Fällt das alles unter dieses Label "Lanfwirtschaft 4.0"? Unter anderem genau. Also dieses Label würde ich also noch viel größer fassen sozusagen. Da geht es ja auch wirklich um eine Zusammenarbeit von allem, also von Geräten, von Saat gut bis hin zur Erntezeitbestimmung und solche Sachen, aber es geht eben auch schon, wie gesagt, um Geräte. Ich kann dann eben auch meinen Traktor vernetzen mit der ganzen Saatplanung und also die sind ja hochtechnologisch mittlerweile. Also die können ja auf die Millimeter Sachen irgendwo einsetzen. Ich kann also Saat gut einsetzen. Ich kann vorher eben alles eingeben am Computer, wie ich quasi aussehen möchte oder auch wie ich ernten möchte. Also das ist halt wirklich hochtechnologisch mittlerweile. Und geht aber dann natürlich auch weiter bis zur Werbung, dass man eben auch sagt, auch der Land wird. Kann sehr wohl damit was anfangen, wenn er online anzeigen, egal in welchem auf welcher Plattform findet, die ihm eben auch dabei helfen, ja, ein besseres Saat gut oder auch bessere Geräte und alles zu finden, die ihm helfen, seinen ganzen Betrieb zu vernetzen. Also im Prinzip diese globale innerbetriebliche Vernetzung ist eigentlich das Landwirtschaft 4.0. Also das alles zusammengreift und wenn ich eben auch, wenn ich einen Einersteller, eine Änderung eingebe, dass sich der Rest automatisch mit anpassen kann. Höchstspannend. Es gibt auch noch zwei weitere Begriffe, die wir auch schon in unserem Vorgesprich mal kurz angerissen haben. Und zwar die Themen Personalisierung und Automation, Automation hat es durch ja schon Grad ist um. bis nach angeschnitten, Personalisierung in der Landwirtschaft. Das ist mir gerade nicht so ganz klar. Ja, also aufs Marketing bezogen, bedeutet das ja im Prinzip, dass wir die wenige Zeit, die der Land wird darauf verwenden, möchte nutzen, um ihm wirklich genau das zu zeigen, was ihm dann auch hilft. Und je besser wir den Land für dann kennen, dass du besser können, wenn eben auch das anbieten, was in dem Moment wirklich gebraucht wird. Und das können im einen Moment Produkte sein, aber es gibt in der Landwirtschaft, es ist auch immer allen nicht so bewusst. Aber ich habe ja nur ganz wenige Momente im Jahr, wo ich so eine Saatgutentscheidung treffe, oder wo ich dann eben das auch aussehe und den Rest des Jahres kümmerle ich mich, um das, was auf dem Feld steht. Und in der Zeit können wir eben auch, der Land wird bestimmte Services gebrauchen, die eben helfen, diese Sachen zu bewerten, oder die nächsten besten Schritte quasi einzuleiten. Und da spielt die Personalisierung, finde ich eben eine große Rolle. Denn es hilft keinem, wenn er jetzt Produkt-Exypsilon angeboten bekommt, oder ein Service wie, wie, ich sag mal, so ein Beispiel aus der Praxis, ein Trockensubstanz-Monitoring, das heißt, das ist so eine ernte Zeitbestimmung für Mais. Und es geht aber nur für Mais, wenn jetzt der Land wird aber kein Mais anbaut, dann hilft ihm dieses Tool nicht, dann brauche ich ihm das auch nicht anbieten. Und da ist eben die Personalisierung des A und O, dass ich weiß, der Land wird baut Zucker rüben an. Und dann kriegt er eben auch die Tools, die damit zu tun haben, angeboten. Was ist eigentlich deine Aufgabe als Marketingmanagerin bei KWS? Ja, also konkret bin ich im Performance-Marketing. Und das bedeutet eben genau das, was ich auch schon im Rahmen der Personalisierung gesagt habe. Wir schauen uns an, was interessiert wen. Und wie gehen wir damit dann weiter um? Also, wenn jetzt jemand offene Anzeige zu Mais-Aussaat klickt, dann kann ich den danach eben auch noch weiter helfen. Also dann kann ich ihm danach eben auch noch Emails schicken zum gleichen Thema. Oder ich kann ihm auch schon mal ein paar Produktinformationen schicken, weil den offensichtlich hatte er oder sie ja Interesse an unseren Produkten. Und konkret von den Projekten, die jetzt gerade anstehen, geht es eben genau darum, diese Brücke auch zu schaffen, von der einfachen Online-Werbung, sage ich mal, bis hin wirklich zum ganz Personalisierten. Also in das CRM auch rein und dann daraus Informationen zu verwenden, um eben einfach gute Informationen an den Landwirts zurückzuspiegeln zu den Themen, die ihn interessieren. Und das ist eigentlich genau gerade mein Projekt, dass wir das eben alles vernetzen. Also alle Informationen, die wir schon haben, da zu nutzen, um am Ende eben ein schönes Paket schnüren zu können, Online eben überwiegend, wobei man natürlich im nächsten Schritt auch sagen kann, der Berater, unsere Kundenberater, die offen Hof gehen, können dieses ganze Paket anwissen, natürlich auch nutzen, um noch gezieler besser zu beraten, um eben bei diesen ganzen genannten Problemen zu helfen. Und genau, das ist jetzt gerade so mein Hauptaugenmerk, das alles so noch persönlicher und besser verknüpft zu machen. Was heißt denn in den Landwirten so aus? Also habt ihr da mehrere Bayer-Personer entwickelt, um ihnen sehr sehr individuell an sprechen zu können? Ja, genau. Also wir sind ja auch gerade so ein bisschen in einem Generationswechsel, das was ich auch im Prinzip schon angedeutet hatte, der klassische Land wird, wie wir uns so früher vorgestellt hat, wo wir eben auch kannten, der auf seinem Traktor sitzt und auch kein Smartphone-Versitz sozusagen, die übergeben eben jetzt viel ihre Betriebe an ihre Söhne oder eben jüngere Nachfolgen. Und das ist jetzt so ein ganz spannender Punkt, weil dann hat man im Prinzip zwei parallel Personers mindestens, man kann natürlich auch noch mehr dazwischen sich reinbauen. Aber diese zwei großen sind in Prinzip die entscheidenden. Also die jungen Landwirte, die eben auch auf TikTok sind und die auch Erwartungen haben an Firmen, wie jetzt die Saatgutherre-Steller, dass sie eben entsprechende Informationen schnell und überall finden und auch eher als Pull auch bekommen. Also die haben einfach schon diese Erwartungen, dass Sachen einfach schnell da sein müssen, auch ungefragt, aber dann halt auch relevant. Also nicht zuschütten, sondern relevant ansprechen. Und auf der anderen Seite aber eben, die noch bestehenden älteren Landwirte, die den klassischen Weg eben möchten und die man zum einen halt aber auch natürlich sanft, mit rüberziehen kann auf Smartphone oder auf digitale Kanäle, die aber parallel eben viel mehr schätzen, was jetzt ein persönlicher Berater sagen würde, oder was eben auch beim Landhandel gesprochen wird sozusagen. Und das sind so diese beiden Hauptpersonen, das würde ich sagen im Moment. Und sind völlig unterschiedliche Ansätze, die man auch im digitalen Marketing völlig unterschiedlich betrachten muss. Also klar, das Problem ist oft dasselbe und kann ich dann auch so ansprechen, aber vielleicht in der Art etwas anders oder im Kanal etwas anders. Also nutzt sich bei den einen eher Instagram TikTok, ist beim klassischen halt eher mal eine Agrarhäute Zeitung online oder einen Facebook. Dann also Facebook ist ja eher so für die ältere Generation schon und da erwischt man eben auch viele, ja sag ich mal ältere Landwirte dann. Welche Formate bespielt ihr oder habt ihr schon entwickelt? Also wenn du jetzt sagst, das sind ja mehr so Social Media Kanäle, TikTok hast du genannt? Wie kann ich bei das vorstellen? Was für Formate habt ihr da etablieren können? Ja, also sehr etabliert wirklich weltweit ist Facebook. Auch teilweise in manchen Ländern wie zum Beispiel USA gibt es so Gruppen, Facebook Gruppen, die eigentlich proaktiv von den Landwirten dann voran getrieben werden. Also das heißt KWS hat das im Prinzip aufgesetzt, wird aber ganz alleine von den Landwirten im Prinzip. Die tauschen sich auch genau. Die tauschen sich aus. Kommt halt immer auf den Markt an, in manchen funktioniert sowas. Bei anderen ist es dann mehr der Informationskanal. Also ich sag mal sagen in Deutschland ist es dann doch eher so ein Informationskanal, der aber gut genutzt wird. Also man sieht das an seinen Aufrufen und Interaktionen. Und ansonsten sind halt so Sachen wie Instagram und TikTok. Es ist ja weniger Interaktion als konsumieren, aber auch da passiert einfach schon viel. Und es ist halt auch eine andere Ansprache dann. Es seid auch ja für einen jüngeren Kreis, sag ich mal. Und was aber auch völlig unterschätzt wird, sind ja auch Kanäle wie jetzt E-Mail oder. Wir haben ja auch eine App und dann die Notifikations eben in der App. Das sind so Kanäle, wo ja, ja, sagt ein, ja, also kannst du mich jetzt nicht in der Ofen mit vornocken, aber das funktioniert eben, weil ich ja viel gezielter und platzierter informieren kann. Und wie ich schon gesagt habe, es geht ja oft darum, eine schnelle Information, genau zum richtigen Zeitpunkt eben rauszugeben. Also zu sagen im September Leute in Region X Y, also da schick ich dann eben in der Region, die E-Mail raus oder die Nachricht im App. Heute dürfte für euch der perfekte Erntezeitpunkt sein. Geht raus, gehn' Ernten, weil dann habt ihr gute Ertrag. Das können wir ja über Social Media in dem Sinne gar nicht. Oder nur schwierig, weil wir da gar nicht so sicher stellen können, dass wir jeden persönlich im richtigen Zeitpunkt erreichen und nicht erst einen Tag später oder so. Wie kann ich mir denn. Aber ich muss das nochmal genauer nachfragen. Wie kann ich mir denn diese Formate bei Social Media vorstellen? Also steht ein Berater auf dem Feld und erklärt, wie das Saat einzusetzen ist, wie man die Maschinen miteinander synchronisiert, wie sieht's aus? Ja, also für unseren Fall sowohl als auch. Also es gibt Videos, die wir posten, die wirklich erklären sind, also die wirklich unterstützen sein sollen. Es gibt aber auch. Ich sag mal. Kundenbindende. Spaßgeschichten, die wir auch zeigen. Und wir haben auch. Wir haben auch als Format sozusagen auch Podcasts oder halt auch Veranstaltungen, wo wir einfach. ja, in größerem Stil informieren über Geschehnisse, sei es politisch oder halt auch Entwicklung in jetzt der. Ich sag mal, Pflanzen, Zucht und so weiter. Und das wird dann teilweise eben auch ausschnittweise in den Medien geteilt, also, dass wir dann so heppchenweise Informationen versuchen, rüberzubringen. Und welche Formate funktionieren auf Ornkaneen am besten? Also eigentlich Video. Also Video als. als Informationsquelle ist. immer sehr beliebt, also gerade bei Facebook, alles was wir da irgendwie streuen, hat wirklich gute Aufrufzeiten. Weil da oft eben dann auch der Informationsgehalt groß, also weil man einfach dann was rausbekommt, an als Land wird, was ein weiterhilft. Cool. Perfórments-Marketing. Darauf würde ich ein Genauer eingehen, welche Maßnahmen und welche Hebel sitzt ihr denn da ein? Und was sind so, was schasse da auch im Laufe der letzten Jahre mittlerweile, also für Lörningsgezogen? Ja, im Prinzip ist es ja auch genau das Performance-Marketing eben ein Kreislauf aus Lörnings. Also ich spiele eben eine Anzeige aus, ich spiele ein Video aus. Wenn es erfolgreich war, dann lebe ich da dran, wenn es nicht erfolgreich war, dann muss ich nachsteuern und spiel's eben das nächste Mal anders aus oder spiel's eine anderen Zielgruppe aus. Und das war jetzt eben die letzten beiden Jahre auch so ein bisschen unser Fokus, das wir versucht haben, unsere Online-Plattform, also so eine Kunden-Plattform, wo man sich anmeldet, eben ein bisschen stärker in den Fokus zurück. Und dazu haben wir wirklich die unterschiedlichsten Kampagnen zu einzelnen Services, die wir da anbieten oder neue Services oder auch neue Möglichkeiten oder Funktionen angeboten. Und da geht es dann wirklich halt die ganze Zeit darum, Feindliedreger immer wieder auszusteuern. Also man fängt an mit so einer großen Kampagnen, ja hat eine größere Zielgruppe, spiel das aus. Und am Ende wird man immer filigran und immer feiner und spiel halt wirklich, dass den Personen aus, die es jetzt endlich interessiert und so ist man dann eben auch erfolgreich, dass dann auch wirklich geklickt wird und die anmelde Zahlen sind auch wirklich gut. Also das heißt, wenn man sich die Mühe macht und immer wieder eben nachjustiert und je nach dem einen Markt funktionieren, Videos gut, dem anderen Markt funktionieren, banner gut. In anderen Ländern haben wir auch schon mit Podcast oder irgendwie solchen Dingen, die wir beworben haben, gute Ergebnisse gehabt. Also immer irgendwie darauf zu gucken, wie interessiert was und welches Land, welchen Fokus. Es gibt auch gemischte Kampagnen, wo wir sagen, wir fangen eigentlich offline an auf Massen und heben dann ins digitale Rüber, das war auch schon erfolgreich in der Vergangenheit. Wir sehen im Baus, wo die Routinen in der Bewertung eurer Maßnahmen aus. Also setzt ihr euch alle zwei Monate zusammen in der größeren Gruppe international und diskutiert die einzelnen Maßnahmen oder wie macht ihr das genannt? Diese Kampagne, von der ich jetzt gesprochen habe, wird bei uns tatsächlich aus dem Gruppen Marketing gesteuert. Das macht es natürlich sehr einfach, weil wir uns dann tatsächlich wöchentlichen setzen und anschauen, wo läuft, was, wo läuft, was nicht. Wo müssen wir noch mal anders landen, dann herantreten. Also wir bieten das eben für alle Länder an. Und dann steuern wir gemeinsam mit dem Land dann nochmal nach, vielleicht nochmal eine neue Anzeige dazuschalten. Und natürlich hat jeder Markt für sich auch seinen eigenen Kampagnen und seinen eigenen Fokus nochmal. Was vielleicht auch so ein bisschen speziell ist, es erinnert so ein bisschen ans Modebusiness. Wir haben auch so in seinen Ziesenplanen. Also das heißt, wir gucken nach den Jahreszeiten, was liegt jetzt an. Und das heißt, wir setzen uns immer am Wirtschaftsjahrs Anfang, was bei uns Mitte des Jahres ist, setzen wir uns hin und gucken, zu welchem Zeitpunkt haben wir was, so wann wird was ausgesehen, wann wird was geerntet und dementsprechend werden eben diese ganzen Kampagnen geplant und so macht es eben auch jedes Land bei uns. Und das macht die Planung natürlich leicht, sodass man dann am Ende wirklich das Feinjustieren gar nicht mehr so viel Kraft gröstet. Klasse. Ja, es ist natürlich auch total nahe liegen. Dass man sich die einzelnen Jahreszeiten in den Ländern anguckt und überlegt, was es jetzt gerade im Boden drin beziehungsweise, was jetzt gesäht ist. Ja, richtig klasse. Ich habe mal noch eine andere Frage und zwar, wie stellt man denn sicher, dass diese Kampagnen wirklich wirrücken? Also welche KPI habt ihr für euch definiert, also vielleicht kannst du da uns auch nochmal einblick gehen? Ja, also momentan sind wir tatsächlich in Anführungszeichen nur bei anmelde Zahlen und Aufhoffzahlen. Später ist natürlich schon auch ein Ziel, das alles mal zu koppeln mit CRM und Einkaufen und so weiter. Das macht ihr noch nicht. Das machen wir noch nicht. Ich sag's mal so ganz platz. Wir sind eigentlich froh, dass wir schon so gut jetzt in der Vernetzung sind, dass wir überhaupt diese ganzen Zugriffe und aus welcher Kampagnen hier kam jemand dann auch wirklich den einzelnen Kunden oder Nutzen zuordnen können. Aber klar, das spätere Ziel muss ja sein, dass wir damit auch monetär was bewirken, weil sonst kann man sich dann natürlich irgendwann sparen. Aber wir machen jetzt, dass alles so Schritt für Schritt im Moment geht, es halt wirklich darum, erst mal möglichst viele Nutze drauf zu kriegen. Und wir haben natürlich schon so eine Gegenrechnung mal gemacht, was uns ein neu angemeldeter Nutze quasi an Geld bringen könnte. Wo was macht man dann schon solche Gedanken spiele, damit man auch vorne weiß, was man ausgeben kann. Man muss ja ein Gefühl dafür haben, was so ungefähr am Ende rauskommt, damit ich vorne nicht dreimal so viel Ausgebe wie überhaupt hinten rauskommen könnte. Also klar, was macht man schon? Aber wir haben dann jetzt, erst mal von unseren Zielen oder KAPI-Eis sind wir noch eine Stufe davor, sag ich mal, Hauptsache. Die Leute da reinbekommen und an uns binden, indem sie damit wir einfach eine schöne Community aufbauen können. Das Thema CRM ist das jetzt so ein Thema, was ihr jetzt in diesem Jahr 2024 angehen wollt, oder gibt es noch andere Themen. Also das CRM ist ja schon lange aufgesetzt, aber diese ganze Verknüpfung eben, die ist jetzt das Hauptthema, wie ich auch schon sagte, dass alles so ein bisschen noch mehr zusammenspielt. Also dass ich jede Information, die ich pro Kunde habe, dort auch wirklich speicher. Und also auch was das ganze digitale eben angeht und mir dann auch eben wieder zu Nutze machen kann oder besser gezielter helfen kann. Zum Abstuss habe ich noch mal eine ganz persönliche Frage und ich hoffe, dass du die überanforderst, du bist ja schon seit elf Jahren bei KWS, hast ja vorhin auch im Gespräch noch mal so rekapituliert. Was fasziniert dich eigentlich an diesem Thema, dass du dich immer wieder neu motivierst und sagst, dass nächstes Jahr kommt, neue Projekte und ich bin dabei. Ja, genau das im Prinzip. Also zum einen kam ja vielleicht auch schon ein bisschen rüber. Ich bin ja auch in Borgensfremd. Deswegen muss man mir auch immer mal verzeiden, wenn ich manche Sachen ein bisschen platz und ich sehr fachlich ausdrücke. Aber mich hat von Anfang an diese Branche fasziniert und Spaß gemacht, weil es wirklich halt ja auch gefühlt, was sinnvoll ist, sozusagen. Wir stellen Nahrungsmittel her im weitesten Sinne dann. Und zum anderen ist es halt aber auch die Internationalität trotzdem, dass das eben einfach ein Unternehmen ist, was in 60 Ländern vertreten ist und man eben auch die Möglichkeit hat, überall international zu arbeiten und ja sehr eigenverantwortliches Arbeiten eben auch, sodass man auch die Projekte immer wieder in Richtung entwickeln kann, wenn man sie gut aufzieht und die Leute damit gut überzeugt und mitnehmen, dann steht einem im Prinzip alles offen und das hat mich, denke ich, mal dann da auch so gehalten. Ich wünsche dir sehr, dass du die Motivation bei Behälz, also deine Faszination für das Thema ist auf jeden Fall ansteckend und ich hoffe auch, dass das in dem Podcast auf jeden Fall geboren gekommen ist. Cornelia, ich danke dir für deine Zeit, für deine Einblicke. Ich fand die Folge und das Gespräch sehr, sehr spannend und ich hoffe, wir bleiben in Kontakt. Sehr gerne. Vielen Dank. Bis dahin. Ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Cornelia große, Performance Marketing Managerin bei KWS (viertgrößter Saatguthersteller weltweit), gibt Einblicke in das Marketing der Landwirtschaft.
  2. Die Landwirtschaft steht vor Herausforderungen wie politischen Vorgaben, Klimawandel, Dürren, Überschwemmungen und Schädlingszunahme.
  3. Digitalisierung und Smartphones ermöglichen Landwirten schnelleren Informationszugang und Vernetzung, was traditionelle Face-to-Face-Beratung ergänzt.
  4. Personalisierung und Automation sind zentral
  5. Zwei Hauptpersonas
  6. Erfolgreiche Formate sind vor allem Videos auf Facebook und Instagram, aber auch Apps, E-Mail-Notifications und Podcasts werden genutzt.
  7. Performance-Marketing bei KWS basiert auf einem Kreislauf aus Testen, Optimieren und Feinanpassen von Kampagnen, um Zielgruppen präzise anzusprechen.

Summary:

In dieser Podcast-Folge spricht Cornelia große, Performance Marketing Managerin bei KWS, über die Schnittstelle zwischen Marketing und Landwirtschaft. Sie betont, dass die Branche mit Herausforderungen wie politischen Auflagen, Klimawandel und steigenden Schädlingsproblemen kämpft. Digitalisierung verändert die Kommunikation: Landwirte nutzen Smartphones, um sich schnell zu informieren und zu vernetzen, was traditionelle Beratung ergänzt.

KWS setzt auf Personalisierung und Automation, um Landwirten passgenaue Inhalte zu liefern – von Produktinformationen bis zu Services wie Erntezeitbestimmung. Zwei Hauptpersonas stehen im Fokus: jüngere Landwirte, die digitale Kanäle wie TikTok und Instagram bevorzugen, und ältere, die klassische Medien wie Facebook oder persönlichen Kontakt schätzen. Erfolgreiche Formate sind vor allem Videos, aber auch Apps und E-Mail-Notifications.

Performance-Marketing folgt einem Kreislauf aus Testen und Optimieren: Kampagnen werden je nach Markt und Zielgruppe angepasst, wobei internationale Teams regelmäßig Ergebnisse auswerten. Ziel ist es, die wenige Zeit der Landwirte effizient zu nutzen und relevante Informationen genau dann zu liefern, wenn sie gebraucht werden.

FAQs

Die Landwirtschaft wird stark von Politik und EU-Vorgaben beeinflusst, zudem spielen Klimawandel mit Dürren, Überschwemmungen und mehr Schädlingen eine große Rolle. Landwirte müssen sich anpassen, etwa durch weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger.

Marketing hilft der Landwirtschaft, der Öffentlichkeit Probleme zu erklären und Landwirten neue Produkte zu zeigen. Es gelten dieselben Mechanismen wie in anderen Branchen, um Informationen und Produktvorteile zu vermitteln.

Landwirte können sich jederzeit online informieren, statt auf persönliche Beratung zu warten. Sie erhalten schnelle Hilfe bei Wetter- oder Ernteentscheidungen, etwa durch Apps oder Services.

Landwirtschaft 4.0 bezeichnet die Vernetzung von Geräten, Saatgut und Ernteplanung. Traktoren können millimetergenau arbeiten, und Änderungen passen sich automatisch an.

Personalisierung zeigt Landwirten nur relevante Inhalte, etwa Services nur für die angebauten Kulturen. So wird die knappe Zeit der Landwirte optimal genutzt.

Es gibt junge Landwirte, die digitale Kanäle wie TikTok erwarten, und ältere Landwirte, die persönliche Beratung schätzen. Beide werden über unterschiedliche Kanäle angesprochen.

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