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#44 - Ewald Tatar „Mastermind hinter dem Nova Rock Festival“ - VON NIX KOMMT NIX

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#44 - Ewald Tatar „Mastermind hinter dem Nova Rock Festival“ - VON NIX KOMMT NIX

Die Podcast-Folge porträtiert Ewald Tatar, den Mitbegründer des Nova Rock Festivals. Er schildert seinen beruflichen Werdegang, der nicht geradlinig, sondern von Risiko und Lernprozessen geprägt war. Nach einem abgebrochenen Studium stieg er als DJ in der Lokalszene ein, wo er ein Gespür für Musik und Publikum entwickelte. Praktische Erfahrungen sammelte er in allen denkbaren Jobs im Veranstaltungsbereich beim Jazz Fest Wien. Diese Grundlage war später entscheidend für den Aufbau seiner eigenen Firma und Festivals. Tatar spricht offen über existenzielle Krisen, wie die finanziellen Folgen eines verregneten Festivalstarts oder der Bankenkrise, die sein Unternehmen mehrmals an den Rand des Ruins brachten. Sein Erfolgsrezept beschreibt er weniger als festen Businessplan, sondern vielmehr als intuitives Bauchgefühl, kombiniert mit hartnäckigem Durchhaltevermögen. Privat sucht er bewusst den Ausgleich zum stressigen Geschäft durch sein Hobby Angeln und die räumliche Nähe zwischen seinem Büro in Mattersburg und seinem Zuhause.

Transcription

11007 Words, 64394 Characters

German
Vorschau auf die Folge Und war klarerweise ein Sprung ins kalte Wasser. Keine Frage, es ist schon etwas, wo du zurückblickst und wo du sagst, du hast schon ein bewegtes Leben gehabt diesbezüglich, das war eigentlich nahe der Katastrophe, muss man ganz ehrlich sagen, also wenn es jetzt so weitergeht, weiß ich nicht, was man machen soll, also auf Messerschneide war das ganze. Sprecher*in 2 Kurz vor dem Abbruch. Sprecher*in 1 Kurz vor dem Abbruch. Eigentlich. Im Fall von von Taylor Swift. Ich habe Interviewanfragen bis zu New York Times bekommen und Presse, also es war wirklich dann, wo ich mir gedacht habe, Puh, jetzt wird es blöd, Faktum ist, die Firma ist vor dem vor dem 0, also was heißt vor dem 0. Eigentlich war es vorbei. Sprecher*in 2 Eine ganz neue Folge von nix kommt nix wartet da auf dich heute mit einem Mann, der die österreichische Musiklandschaft geprägt hat. Wie kaum ein anderer. Er ist Konzertveranstalter, Festivalmacher und das Mastermind hinter dem bekannten Nova Rock Festival. Ewald Tata, schön, dass du da bist. Herzlich Willkommen. Sprecher*in 1 Hallo, herzlich willkommen. Sprecher*in 2 Und schön, dass auch du wieder mit dabei bist. Dieses Mal, wenn du die Folge über Spotify anhörst. Gerne auch wie immer die Bitte von uns, Erfolg unserem Podcast bewertet die Folge auch und ganz wichtig, wenn du was zu sagen hast, zur Folge gern einen Kommentar hinterlassen, das geht ganz einfach direkt da unten, Dankeschön von nix kommt nix der Podcast über Motivation und erfolgreiches Scheitern. In dieser Folge mit Ewald Tata. Er organisiert Konzerte für Weltstars, baut Festivals aus dem Nichts und steht trotzdem mehrmals kurz vor dem finanziellen aus. Ewald Tata beginnt seine Karriere als DJ in kleinen Clubs, bricht sein Studium ab und gründet später mit Novaroc eines der erfolgreichsten Musikfestivals Europas. Heute spricht er offen darüber, wie ein Verregnetes erstes Novaroc fast alles zerstört hätte, wie die Pandemie aus. Fakt über Ewald Tatar Der Bankencrash seine Firma an den Rand des Ruins brachten und warum Bauchgefühl oft wichtiger ist als jeder Businessplan. Ein Gespräch über Risiko, Durchhaltevermögen und die Frage, wie man weitermacht, wenn plötzlich alles auf dem Spiel steht. Jetzt, wir wollen natürlich auch von dir, wie von all unseren anderen Gästen ganz am Anfang einen Fakt wissen, den man vielleicht noch nicht kennt. Was kann man über Ewald Data noch nicht googlen oder was findet man noch nicht? Sprecher*in 1 Hm. Man es wissen zwar einige, aber, aber ich weiß es nicht, ob es jetzt so publik ist. Also ich bin, ich gehe unheimlich gerne angeln und in Verbindung mit diesem mit diesem Hobby unter Anführungszeichen bin ich eigentlich jemand, der sehr viel Ruhe sucht, sozusagen als Gegenball zu meinem Job. Über die Location Also vielleicht ist das etwas was für. Viele nicht, wissen ja jetzt wissen es wahrscheinlich einige mehr. Sprecher*in 2 Genau, man sieht es jetzt nicht, weil es genau hinter der Kamera ist, aber man man sieht es auch hier in in deinem Büro, dass du Anja Fan bist. Ein paar Bilder von fischen, wir sitzen hier, das ist auch schon ein gutes Stichwort gewesen, wir sitzen hier wirklich direkt bei deinem. Der Schreibtisch rechts von dir ist ein Schreibtisch, wo alles über die Bühne geht. Wir sind hier in Mattersburg, was was geht hier ab in diesem Haus, wo wir sitzen, was was passiert hier so? Sprecher*in 1 Ja, hier in Mattersburg ist sozusagen da, da das das das das enge Team von mir das hier arbeitet, ja das große Büro mit mit den meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist in Wien, ja und? Hier sage ich jetzt einmal, ist mein, mein mein, der Kern, sozusagen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wir sozusagen bei den ganzen Booking Prozessen, bei den ganzen Vorbereitungsthemen und so weiter so die unmittelbare Hilfe sind, bevor das Ganze dann sozusagen in die Firma gestreut wird und weiter bearbeitet wird. Hat aber auch einen anderen Grund, ich sage es ganz ehrlich, ich bin aus der Nachbarortschaft. Ich habe mir immer eigentlich geschworen, ich werde kein Pendler und das habe ich immer versucht, Beizuhalten und Gott sei Dank habe ich das Glück gehabt, dass ich das wirklich so umsetzen konnte. Ich habe 5 Minuten von mir zu Hause ins Büro, also ich könnte mir zum Beispiel nicht vorstellen, von zu Hause auch zu arbeiten, ständig, insofern ist es gut, dass es sozusagen getrennte Locations gibt, wo ich arbeite, so wie hier und wo ich herfahre und auch gerne herfahre meistens. Die Kindheit von Ewald Tatar Und eben zu Hause. Und wie gesagt, das ist für mich wirklich ein ein ein ganzwichtiger.in meinem Leben, der auch sozusagen sehr viel Ausgleich bei mir innen drinnen schafft und für mich sehr wichtig ist. Sprecher*in 2 Jeweils sehr viele kennen wahrscheinlich das, was du geschaffen hast. Das Nova Rock Festival Barracuda Music, eine der größten Musikagenturen in Österreich, eventagenturen. Wir schauen uns jetzt dein Leben ganz genau an und und starten bei dir auch in deiner Kindheit. Du hast das schon erwähnt, du bist hier wirklich in der Nähe aufgewachsen, in Vorachtenstein, und zwar eigentlich in einem Wirtshaus, deine Eltern hatten ein Wirtshaus und da hat ein bisschen schon deine Liebe zu Musik angefangen, vielleicht erzählst du uns ein bisschen was über diese Zeit. Sprecher*in 1 Nein, grundsätzlich war es das Wirtshaus für meine Großeltern. Ja, also mein Opa war, glaube ich, ein bisschen so, ich glaube, der hat mir das ein bisschen in die Wiege gelegt, ja und? Und es war dann so, dass wir bei uns im Wirtshaus, also was ich mich zum Beispiel erinnere, ist natürlich ein Wurlitzer, das ist ganz klar so, wie er damals in jedem Wirtshaus gestanden ist. Und ich weiß noch, ich habe dann ab und zu einen Schilling gekriegt, den hat man damals reingeworfen und kaum interessanterweise noch bin offensichtlich, also ich kann mich jetzt nicht mehr bildlich an mich erinnern, aber es wurde mir erzählt, dass ich wie ein Verrückter auf diesem Parkettboden, der sozusagen eine kleine Tanzfläche war. Herumkupft bin wie ein bisschen kleiner ihrer pur und kann mich an sogar an eine, an eine Single erinnern, die so ein komisches, wie soll man sagen sollen wie wenn du jemanden wie nennt man das so, jetzt fällt mir der Name nicht ein, wie das heißt. Auf jeden Fall war es war es ein Paranoid von Black Sabbath. Und da dreht sich in sich so eine Scheibe. Ja, und, und das war so wirklich etwas, was ich mir bis heute eigentlich gemerkt habe, ja. Sprecher*in 2 Vielleicht ganz kurz zur Erklärung. Wir haben sehr, sehr viele, auch diese Jungs, in die uns zuschauen. Ein Wurlitzer ist früher was gewesen, da hat man ein Geld hineingeschmissen meistens in Gasthäusern gestanden und dann konnte man sich ein Lied, was in diesem Gerät eingespielt war wünschen und und abspielen und dann ist es laut gelaufen, kurz zur zur Erklärung und hast du damals für dich schon entschlossen ist? Irgendwann wird es mal was mit Musik werden in meinem Leben. Sprecher*in 1 Nein, überhaupt nicht. Also wie gesagt, meine, das war meine erste Begegnung mit mit Musik oder oder wo ich wo gar nicht ich selber, wo man offenbar gemerkt hat, dass mich das Medium Musik in irgendeiner Art und Weise anspricht oder oder stimuliert. Eigentlich waren sozusagen meine Musikwünsche Tierarzt. Oder Fischzüchter. Ich bin keines von beiden geworden, bei dir hat das an meinen Lernfleiß oder sagen wir lieber mangelnden Lernfleiß gescheitert und ich glaube mit Fischzüchtern war ich jetzt nicht weit gehopft, also insofern waren das eigentlich meine Berufswünsche und damals war gar nichts mit Musik. Also ich habe damals irgendwie nicht die Idee gehabt oder zumindest jetzt als Kind nicht die Idee gehabt, ein Instrument zu lernen oder was auch immer oder so in diese Richtung Halt Richtung Musik zu gehen. Das ist alles erst viel später kommen. Sprecher*in 2 Aber jeder Baustein hat sich dann quasi dann zu diesem Haus gefügt, was du jetzt eben bist, dass du sehr viel mit Musik zu tun hast. In unserem Podcast geht es ja um den Weg zum Erfolg und über die Stolpersteine, über die Scheitermomente, die dazwischen passiert sind und ein so ein kleiner Stolperstein war damals bei dir. Das BWL Studium, das Betriebswirtschaftsstudium nach der Matura 1986 hast du das gestartet, aber. Aber nach 2 Jahren dann abgebrochen und du hast selbst gesagt, es war erfolglos. Sprecher*in 1 Ja, das bringt es eigentlich auf den Punkt. Und wie schon vorher erwähnt, also es hat auch da an meinem mangelnden Lernfleiß gescheitert oder ist daran gescheitert? Ich weiß nicht, ich war ein paar Mal auf der Uni, also ich habe es eigentlich nicht einmal hingeschafft ich glaube, ich habe nicht einmal eine Prüfung im Prinzip gemacht. Ich bin nach Wien gegangen, um in Wien DJ zu sein und in Wien in das Nachtleben reinzuschnuppern. Und wie gesagt, damals auch schon mit Musik zu arbeiten und mit Menschen in Verbindung mit Musik zu arbeiten. Und das Studium war zum Leidwesen meiner Eltern sozusagen relativ schnell Geschichte und. Sprecher*in 2 Was hast du dann immer schon mehr priorisiert, weil du gesagt hast, das Lernen war nicht so eines? Was hast du dann lieber gemacht im Wirtshaus von den Großeltern sein? Sprecher*in 1 Ich. Naja, Wirtshaus von den Großeltern war jetzt jetzt nicht mehr so viel, dass sie jetzt sagen können, ich habe jetzt da mitgeholfen oder was auch immer, ab und zu, das war jetzt nicht so das Thema, was dann natürlich im Wirtshaus allerdings da war ja auch noch ein Pur, also das war dann, wir haben so Geschnarzfeste gehabt, Maskenball oder was auch immer, wenn man das nennt oder heutzutage nennt und da. Da war es dann so, dass er also ein Trio, so ein Unterhaltungstrio gespielt hat, und die haben dann vorher auch immer Soundcheck gemacht, bevor dann Leute da waren, und da durfte ich noch runter gehen und zuhören und ich bin mit ganz großen Augen immer immer auf einem Schlagzeuger gestanden, warum auch immer, aber das war sozusagen das Große, das große Erlebnis für mich, und ansonsten war das Wirtshaus für mich eher ein ein ein Teil. Ja, der sozialen Entwicklung. Du wachst einfach in einem Wirtshaus anders auf, du gehst anders auf Leute zu, du gehst anders mit Leuten um und, und das war trotzdem eine wichtige Erfahrung, die ich dort gemacht habe, manchmal gut, manchmal nicht gut, das gehört einfach im Leben dazu, aber trotz allem war es wahrscheinlich ein wichtiger Grundstein zu dem, was ich jetzt geworden bin oder zu dem, was ich jetzt bin. Die Jugend als DJ Du hast aber relativ früh schon auch angefangen, dann ein bisschen mit der Musik zu spielen. Das Stichwort DJ, Du hast das schon gesagt, du warst damals im U 4 im Jazz Pub, in Wiesen und im Kamakura als DJ unterwegs, nämlich als DJ Flamingo, vielleicht erzählst du uns zu dieser Zeit ganz kurz, was, es war ja auch eine wilde Zeit. Sprecher*in 1 Das stimmt nicht ganz so, aber ich, ich, ich klär das gleich auf. Ja, im Zuge der der Erläuterung jetzt also grundsätzlich war es so, dass ich. Ich glaube, es war mein 16 oder 17 Geburtstag. Ich habe immer an einem Feiertag Geburtstag, das ist mein Vorteil und Anführungszeichen als Jugendlicher gewesen, weil ich konnte immer in meinen Geburtstag hineinfeiern und das hat immer das Jazz Bub Wiesn offen gehabt, ich war ja dort ein regelmäßiger Besucher ab meinem 1415 Lebensjahr und. Und habe mich natürlich da schon. Bin natürlich mit anderer Musik dort in Verbindung gekommen, als was bei mir daheim im Wurlitzer gespielt hat. Mein Einstieg waren ja eigentlich die Beatles zu Hause dann, aber dort hat es komplett was anderes gespielt und an einem dieser Geburtstage war es dann so, dass DJ dort gespielt hat, der wirklich schlecht war und ich bin damals zum Franz Bogner zum Chef von Wiesen hingegangen und. War ganz sicher schon leicht alkoholisiert, natürlich sehr, sehr tapfer und sehr mutig in dem Zusammenhang und habe ihm gesagt, dass der DJ einfach, nennen wir es so wie es ist, wenn man Burgenland retscheiße auflegt und er hat prompt gesagt, zu mir hat er gesagt, wenn es besser kannst, dann probiere es und ich habe gesagt ich kann es sicher bessern und 2 Wochen später habe ich dann dort das erste Mal aufgelegt und. Und das war sozusagen. Eigentlich, muss ich sagen, wahrscheinlich der wirkliche Grundstein für alles, was jetzt hier ist und für das, was ich jetzt bin, weil das sozusagen das erste Mal war, wo ich mit Menschen und Musik gemeinsam gearbeitet habe und diese Faszination gespürt habe, was du bei Leuten bewegen kannst, an Emotionen, an Freude, die du mit Musik erreichen kannst. Ja, und ich glaube, das war ein ganz, ganz wichtiger Punkt und? Und die weiteren, die weiteren sozusagen Steps, waren dann eben der Sprung nach Wien in Sophia als DJ O. 4 war damals Kult, das war das Kult lokal in Österreich. Wenn du dort als DJ aufgelegt hast, dann muss man sagen, weißt schon, wer, also damals ist alles dort ein und ausgegangen von Depeche Mode über Falco über Hansi lang, also alles, was man in Österreich und international gekannt hat. Und im Zuge dessen, weil du vorher den DJ Flamingo angesprochen hast. Das war eigentlich eine relativ kurze Episode, aber zieht sich interessanterweise bis heute nach. Und zwar es hat damals, das haben damals diese Cluppings begonnen, ja, und 1 dieser Cluppings waren im Mula Rouge in in Wien, ja, und die, die das veranstaltet haben, waren damals schon auf diesen. Trip, den es eigentlich damals auch erst kurz gegeben hat, dass jeder DJ sozusagen einen Namen haben muss, einen Künstlernamen. Also du hast jetzt dann nicht als DJ Ewald oder was da draufgelegt und ich habe damals eigentlich eine sehr eigenartige Kleidungsausrichtung unter Anführungszeichen gehabt. Ich habe immer so eine rosarote Jacke angehabt und habe ja relativ lange Beine und irgendwann ist der auch nicht dort gestanden. Vor die Veranstaltung hat mich angeschaut und gesagt. Rosarot, lange Beine du bist der DJ Flamingo. Ja, und so ist es zu dem Namen gekommen, aber den habe ich jetzt nicht in Wirklichkeit weiter getragen in anderen Diskotheken. Ja, so wie in Kamakura oder wie auch immer, dort war ich nach wie vor der Ewald, ja. Aber in Mullahuj war ich der DJ Flamingo und viele finden halt den Namen lustig. In Verbindung mit mir. Und insofern hat sich das bis heute, glaube ich, eigentlich 3540 Jahre später sozusagen weitergetragen als kleine Anekdote. Sprecher*in 2 Ja, aber man findet eben bei der Recherche eben den Namen DJ Flamingo gefunden. Habe auch gelesen, dass die Geschichte eine sehr lustige dahinter ist, die du gerade erzählt hast. Was würdest du aber sagen, war aus dieser Zeit, du hast gesagt, du hast sehr, sehr viel gelernt, aber was war so das Größte was du? In dieser Zeit gelernt hast für dein Business danach. Sprecher*in 1 Das Gefühl und das Gespür für Musik, die den Leuten gefällt. Und das brauchst du auch beim Veranstalten im Endeffekt. Du musst einfach, und das bekommst du nicht einfach, das kannst du nicht einfach lernen, sondern du musst wirklich Leute beobachten. Du darfst nicht nach deinen eigenen Geschmack gehen, also der eigene Geschmack. Wenn man nach einem eigenen Geschmack veranstaltet, was schon wichtig ist, dass der mit Einströmt und vor allem ist es ja wichtige Entwicklung, die du magst mit deinem eigenen Geschmack, aber deswegen ist es trotzdem so, dass man aufpassen muss, davon auszugehen, dass das was dir gefällt, auch den anderen gefallen muss und durch die Beobachtung und natürlich immer. Am Zahn der Zeit zu bleiben, was damals sehr, sehr wichtig war bei den ganzen musikalischen Strömungen, ja, war es dann so, dass es das natürlich bis heute sozusagen geblieben ist, das Gefühl, dafür zu bekommen, was, was, wie willst du das ganze umsetzen, wie soll die Struktur deines Novarogs 2026 aussehen oder 2027 und und und. Hast du deine Farbtupfer setzt und so weiter. Gute Mischung findest aus etwas, was die Leute entdecken können und etwas, was sie schon längst entdeckt haben oder wieder sehen wollen. Also es ist also ein Sammelsurium aus aus, aus vielen Aspekten, ich habe es Gott sei Dank sage ich jetzt einmal, relativ gut gemacht, bis jetzt ja, und habe ein relativ gutes Gefühl gehabt, was allerdings nicht heißt, dass ich nicht, dass ich nicht auch ziemliche. Große Verluste mit manchen Schoß gemacht habe. Lehrreiche Zeit in Wiesen Also man ist nicht vor sowas, man ist auch vor sowas nicht gefeit, würde es sozusagen ein klares Rezept dafür geben, wie man es macht, würde das jetzt nicht verraten, könnte es aber dir auch gar nicht sagen. Ja das ist einfach, das kommt von innen heraus und das kannst du nicht einfach an ein paar Worten sozusagen dingfest machen. Sprecher*in 2 Die Wiesn hat aber der Ort, der nicht weit von hier auch weg ist. Wiesn hatte dann auch eine sehr große Rolle später in deinem Leben gespielt. Denn dort hast du das dann eben vielleicht auch durch diesen Kontakt den Chef kennengelernt hast dann dort auch oft als TJ aufgelegt und dann dort angefangen zu arbeiten, und zwar wirklich von der Pike auf alles gelernt. Du warst Fahrer, du warst plakatierer, du warst Stage Hand. Erzähl vielleicht ein bisschen was über diese Zeit, weil die war ja sehr prägend für dich. Sprecher*in 1 Naja, es ist so, dass ich ja vorher schon Besucher bei den also Wiesn hat eigentlich die ersten Festivals in Österreich gehabt, das war das Erste, war das Jazzfest Wiesn, ich glaube, das hat es 1976 das erste Mal gegeben und dann nachher dann, ich glaube ab Mitte, Mitte der 80er Jahre des sunsplish Festivals, das waren so die ersten wirklichen Festivals in Österreich. Und die habe ich als Jugendlicher schon besucht. Da habe ich noch gar nicht als DJ gearbeitet und habe auch noch gar nicht mitgearbeitet bei den Festivals. Sprecher*in 2 Weil sie auch bei dir um die Ecke war, muss. Sprecher*in 1 Man genau, genau. Es war natürlich sehr einfach, Gott sei Dank, viele haben von weit her reisen müssen, ich habe es quasi um die Ecken gehabt, damals ist man zu einem Festival noch mit einer ruhigen Klopapier und einem Doppler reingefahren, das war sozusagen das, das war die Ausrüstung unter Anführungszeichen. Ja und und dann durch die ganze DJ Geschichte im Jazz Bub bin ich natürlich dann mit den mit den dementsprechenden Personen oder handelnden Personen in Kontakt gekommen und habe dann bei den Festivals zu arbeiten begonnen. Ich bin bei der Kassa gesessen, wie gesagt wie du vorher schon gesagt hast, ich war Fahrer, ich war plakatierer, ich habe auf der Bühne mitgeholfen. Ich bin beim Catering und so weiter also ich hab alles, ich hab ich war nirgends Spezialist. Ja aber ich hab alles durchgemacht diese ganze, diese ganze Latte die man da an Jobs erledigen kann und wo hat man sicherlich im Nachhinein auch sehr sehr viel gebracht, weil ich. Einfach in allen Bereichen Verständnis aufbringen konnte und mich auch reinversetzen konnte. Und insofern war das schon sehr, sehr wichtig. Natürlich war es eine komplett andere Zeit als heute, damals hat es kein Social Media gegeben oder was auch immer, ja, das heißt, du hast du ganz anders mit den Leuten bezüglich Promotion und so weiter arbeiten müssen wie du das jetzt machst. Ja, das ist ganz klar ja, aber. Aber das hat jetzt einfach die Entwicklung und die Zeit mit sich gebracht. Aber trotzdem war es eine schöne Zeit, weil du du hast trotzdem sehr, sehr viel mit der Hand gearbeitet, noch so Blödsinn es klingt und obwohl es eigentlich veranstalten war und es war ja unter anderem so, dass ich, dass ich dort mitgearbeitet habe und einen Spaß daran gehabt habe und da dann erkannt habe, dass live Musik für mich schon etwas ist. Ein Moment. Den du nicht mehr vergessen wirst, weil diesen Moment wird es nur einmal geben. Ja, der mag zwar oft gleich klingen, ja oder ähnlich klingen, aber trotz allem ist es dieser eine Moment, den du nie mehr wieder so erleben wirst wie diesen und das war schon etwas, was mich, was mich sehr beeindruckt hat und muss, auch dazu sagen, ich habe damals nicht das Ziel oder was auch immer gehabt, dass ich Veranstalter werde, ich muss dazu sagen, nicht einmal gewusst, dass es den Beruf Veranstalter gibt. Ich bin eigentlich erst, wie schon Veranstalter war eigentlich so nebenbei drauf gekommen. Eigentlich bist du jetzt Veranstalter und war lustig in Bezug auf meine Kinder, wie dann meine Kinder schon da waren, die mich dann immer gefragt haben, Papa, wir werden in der Schuld gefragt was unser Papa vom Beruf ist und was sagen wir da und haben gesagt naja dann sagt sie halt einfach Veranstalter und dann sind sie zurückgekommen und gesagt Naja sagen wir alle das ist ein Veranstalter, das ist ja kein Beruf. Und das war dann schon lustig und mein Bub war dann wirklich so, weil der bester Freund von mir ist. Polizist. Also bei der Kobra, und das war dann wirklich so, dass dass der wirklich 23 Jahre lang wieder ein kleiner Bub war und wirklich dann eigentlich enttäuscht war, immer von der Reaktion, wenn er gesagt hat, mein Papa ist Veranstalter, dass er dann wirklich oft zu mir kommt und sagt, Papa, kannst du nicht Polizist sein oder irgendwas, kannst du nicht deinen Beruf ändern, ja, und das war dann schon etwas, heute ist er natürlich froh, dass es umgekehrt ist. Ist ganz klar ja. Aber das war schon damals auch so ein Thema, da für mich eigentlich eine eine Erkenntnis, die eigentlich relativ spät gekommen ist. Sprecher*in 2 Davor hat es aber für dich dann einen. Hast du dann immer mehr gemacht in Wiesen unter anderem bist du 1994 auch Programmverantwortlicher geworden, das heißt, du warst dann wirklich verantwortlich für die Sachen, die dort stattgefunden haben. Sprecher*in 1 Ja, heute zum heute nennt man das Intendant. Damals war es eine Programmverantwortung. Ich habe dann sozusagen die Festivals, die es schon gegeben hat, vom Booking her übernommen, von der Programmierung, und habe dann in den folgenden Jahren eigentlich wichtige Festivals, muss man dazu sagen, ins Leben gerufen, wahrscheinlich die Mutter eines Novarocs oder eines Frequencies, ist das Forrest Glade, das es jetzt wieder gibt. Zum 30 Jubiläum haben wir das letztes Jahr im Sommer wieder gemacht und. Und das war wirklich ein ganz wichtiger, ein wichtiger Aspekt in der in der österreichischen Festival Landschaft, dass es dieses Forest Gag gegeben hat. Dann ist, das tut das ja wie gekommen, was Red Hot Chili Peppers, Limp Bizkits, Korn und was weiß ich was damals, was damals wirklich große Hands waren gestellt haben, also es waren schon vor allem das in so einem Kleinen, in einem kleinen Gelände eigentlich mit mit 8000 Besuchern, es war wirklich sehr, sehr klein. Ja, und und und. Und das war eigentlich dann in dem Sinn wiesen, was in diesen ganzen Jahren passiert ist, einige Formate mehr, aber die brauchen wir da jetzt alle nicht nennen einige schöne Konzerte, die man die dann auch geschaut haben, wo eben das Interesse dann von mir auch nach anderer Musik in Konzerte sozusagen. Gegipfelt hat, wie zum Beispiel legendär war das Konzert von Buena Vista Social Club mit allen alten Herren und Damen noch dabei, das war 2000, glaube ich, oder die erste Show von Green Day in Wiesn, wie damals das Ducky Album rausgekommen ist oder Björk, die erste Show in Wiesn. Also es waren schon. Es waren schon wirkliche Highlights auch dabei nicht nur die Festivals, ja. Sprecher*in 2 Trotzdem ist es dann 2004 so zum Bruch gekommen mit dir und mit mit mit dem Veranstalter dort. Das war so ein bisschen der Streit, du wolltest noch mehr wachsen dort war aber eher der Wunsch nicht mehr zu wachsen, so wie ich das in der Recherche mitbekommen habe. Erzählen uns vielleicht über diese Milksituation kurz, weil die war ja dann doch auch entscheidend für das weitere. Sprecher*in 1 Absolut. Absolut war ganz eine wichtige, eine ganz wichtige Entscheidung. Es war eine ganz wichtige Situation, insofern für meinen weiteren Weg, ja, wie nennt man es im Burgenland würde man sagen, ich bin ziemlich im Soft gestanden damals noch, ich wollte einfach mehr haben und wollte einfach ein bisschen mehr erreichen über Wiesen hinaus. Umgekehrt auf der anderen Seite wollte man dieses dieses Wiesen und dieses wirklich schöne Gelände, muss man dazu sagen, ja, aber nicht verlassen und sozusagen quasi Schuster, bleib bei deinen Leisten, aber das war halt damals nicht das was was bei mir im im Fokus war und es war dann so, dass sie dann eigentlich das. Das eine, das andere ergeben hat. Es war dann so, dass halt Bands gegeben hat wie Metallica oder Red Hot Chili Peppers, die gemeint haben, ja, du kannst uns schon veranstalten auf Festivals oder wie auch immer, aber wir können immer nach Wiesen kommen, das ist zu klein, ja, wenn dann musst du das größer machen, wir haben Interesse aus Deutschland auf Festival. In Österreich zu machen vom deutschen Veranstalter. Wenn du das nicht machen willst, dann wird es jemand aus Deutschland machen und dann haben wir gesagt okay gut, da hat zwar Wiesn die Firma und alles noch mitgespielt bei diesem bei diesem ersten Aerodrom Festival. Das was man dazu sagen muss nach wie vor eigentlich das größte Rock Festival bis jetzt in Österreich hieß nämlich mit 75000 Besuchern pro Tag, also auch größer als als Novaroc. Und. Sprecher*in 2 In Wiener Neustadt. Sprecher*in 1 In Wiener Neustadt auf der Zivitas Nova, das war so ein entwicklungsgelände Immobilienentwicklungsgelände. Heute sind dort, wo die Hauptbühne gestanden ist, und das sind dort Wohnbauten und und, und. Also dort ist gar nichts mehr, da kann man nur mehr wohnen und Ruhe genießen. Damals war es ein bisschen anders. Ja, und wie gesagt, dann ist man dann ist man das Aerodrom sozusagen angegangen und hat das Festival gemacht. Und ja, Gott sei Dank ist es gleich beim ersten Mal gut gegangen. Sprecher*in 2 Es war ja eben, wenn wir kurz bei dem Schritt auch bleiben. Das war ja trotzdem eine, wie alt warst du damals also? Sprecher*in 1 Eine gute Frage. Sprecher*in 2 So. Sprecher*in 1 2004 also muss ich ja um die 30 gewesen sein. Sprecher*in 2 Um die 30 herum. Eigentlich trotzdem noch jung, natürlich reich an Erfahrung von den letzten, von den Jahren davor, aber trotzdem eine sehr, sehr mutige Entscheidung gewesen damals. Sprecher*in 1 Naja, der Mut, der Mut ist ja ein Jahr später gekommen, sag ich jetzt einmal. Das war jetzt noch nicht so mutig, weil schon mutig natürlich, aber es war relativ safe unter Anführungszeichen, weil man ein Backup gehabt hat. Wir haben damals eine Bank aus für Tochter gehört von Wiesen und. Und, und da war wirklich natürlich Backup da, auch von finanzieller Seite. Aber wie gesagt, das ist alles alles gut gelaufen damals und die großen Wickels sind eigentlich danach erst gekommen, wo man dann natürlich gesehen hat, das funktioniert, das wird man weitermachen und dann war halt die, dann war halt die Trennung da, die ist ja dann passiert, weil der eine den Weg gehen wollte und der andere den anderen und insofern solche Dinge passieren im Leben beruflich. Die Geburt vom „Nova Rock Festival“ Sehr oft ja. Und in dem Fall war es halt jetzt dann so und und war klarerweise ein Sprung ins kalte Wasser, keine Frage. Sprecher*in 2 Aber der Bruch mit dem einen hat quasi die Geburt vom anderen gebracht, nämlich großes großes Wort. Das Nova Rock Festival. Du hast das vorher auch schon kurz angesprochen damals bei dieser in dieser Arena zivitas Nova ist es sehr gut gelaufen mit dem Aerodrom und dann haben wir gesagt, naja, probieren wir was anderes einmal und dann ist dieses Festival schon langsam entstanden. Fangen wir ganz von vorne an. Nova Rock Festival kommt ein bisschen auch der Name aus dieser Region, aus der Zivitas Nova, wo es zuerst geplant war, das abzuhalten. Sprecher*in 1 Genau. Also es hat die Rechte. Ich habe die Rechte dadurch durch die Firmentrennung habe ich keine Rechte auf den auf den Namen Aerodrom gehabt, das war geschützt und so weiter auf der anderen Seite wollte man von Seiten der Stadt, dass es das Festival weitergibt, ich habe ihnen aber gesagt, wenn das unter meiner Führung sein soll, dann dann. Unter einem anderen Namen und Zividas Nova haben mir gedacht, okay, das ist das neue Rock Festival jetzt da also wird es das Nova Rock. Es hat aber dann vertragliche Probleme gegeben, weil sozusagen die alte Firma Optionsrechte hatte, das Festival dort weiterzuführen. Langer Rede kurzer Sinn, ich habe das Festival dort nicht veranstalten können oder dürfen und ja. Das Gute liegt so nahe. Ich bin Burgenländer und habe überlegt, wo im Burgenland ist. Flach wo im Burgenland regnet es nicht so viel, was dann nachher ab und zu ein bisschen anders war zu der kommenden Geschichte gezeigt hat und wo ist eine gute Anbindung und und da hat sich eigentlich der Bereich einmal ein Neusiedler Bezirk sozusagen ergeben, ich. Wir haben mir da einige Flächen angeschaut von Andau und und und. Dann hat sich irgendwie ergeben, dass man einen Grundstücksbesitzer für große Flächen in Nickelsdorf kontaktiert hat, das erste Nova Rock war auch auf einem anderen Gelände, muss man dazu sagen, es war nicht dort, wo es jetzt ist. Also das war ja damals auf der Abfahrt Mönchhof, also circa 56 Kilometer vom jetzigen Gelände entfernt, es war das Erste, das zweite war dann sozusagen am Hotter Nickelsdorf, also dort schon und. Wo es jetzt ist und wo es dann geblieben ist. Ja und ja, das war dann eigentlich der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser, weil das ist ja dann auch geworden beim ersten Novaroc. Sprecher*in 2 Ja, das wäre fast alles richtig in die Hose gegangen. Dazu kommen wir ein bisschen später noch, aber wie war das für dich, ganz am Anfang, du hast ja dann trotzdem Firmengründung, du hast dein dein eigenes Ding gegründet und. Wie bist du dann damals zu den Künstlern gekommen? Hast du das Umfeld damals von Aragro mitgenommen, oder? Sprecher*in 1 Naja, man hat mich natürlich schon gekannt, das ist ganz klar. Also man ist ja doch jahrelang im Geschäft gewesen, ich habe wie gesagt Bands wie Chili Peppers oder Limp Bizkit, Korn, Toten Hosen und und alles gebucht, das heißt, den Namen kannte man, man kannte mich als Person, ich war vertrauenswürdig. Ja, und und. Und. Das war aber trotz allem der Sprung ins kalte Wasser zu sehen. Okay arbeiten, die jetzt mit dir auch weiter, wenn du jetzt schon wieder an das Festival machst? Ja oder halten die jetzt nicht? Ja, der große Vorteil muss ich sagen, an der ganzen Business Geschichte von damals, ja, weil heute würde das nicht mehr gehen, ich, ich hätte es, ich könnte heute so ein Nova Rock nicht mehr veranstalten, dann nicht mehr starten zu veranstalten. Weil du heuer viel, viel früher Vorkassen machen musst. Ja, große Summen machen musst, die ich damals nicht gehabt habe. Das heißt, wir sind damals in das Projekt hinein gegangen, das, was wir an Karten verkaufen, können wir sozusagen zahlen an Künstler oder was auch immer, und damals war es noch so, dass du die Gagen zum Großteil erst, ja, ich sage jetzt im Maximum 2 Monate vor dem Festival bezahlt hast, die Hälfte einmal. Heute ist es ganz einfach, heute zahlst du oft schon. Bei Ankündigung zahlst du schon die Hälfte. Das heißt in dem System, wo wir heute Leben bezüglich Gagen und Gagen, Anzahlungen und so weiter wäre das damals gar nicht gegangen, weil ich habe, wir haben kein Geld gehabt, wir haben kein Finanzier gehabt oder wie auch immer der uns finanziert hätte, das heißt, wir haben wirklich von dem gelebt, was wir pro Tag verkaufen, und so haben wir uns nach vorne gehandelt bei dem ganzen, aber trotz allem, wir haben die Bands. Damals bekommen es war es war Green Day, es waren die Ärzte dort, es war damals die Band der Stunde, und es war ein ganz, ganz wichtiger Kick Off bezüglich des Line UPS. Beinahe-Scheitermoment beim ersten Nova Rock Ja, das muss man ganz ehrlich sagen, das war ganz wichtig und und natürlich der Grundstein für das für das spätere dann. Sprecher*in 2 Der Podcast eben schon vorher erwähnt. Von nix kommt nix. Wir sprechen auch über Scheitermomente im Leben und da wäre es fast zu einem Scheitermoment gekommen beim allerersten Nova Rock Festival. Das Wetter hat überhaupt nicht am Anfang mitgespielt und das war irgendwie auch nicht vorhersehbar oder es war einfach ein Schlamassel. Sprecher*in 1 Ja, es war im wahrsten Sinn des Wortes. Es war eigentlich nahe der Katastrophe, muss man ganz ehrlich sagen, also das war. Hat der Seewinkel in dieser Intention? Das habe ich dann selber auch noch noch nie erlebt gehabt oder zumindest Jahrzehnte nicht erlebt gehabt. Das ist tief aus dem Osten gekommen, was ganz untypisch ist für diese Region. Ja, und ich bin das erste Mal mit dem Namen Schafskälte in Berührung gekommen, ich hab nicht damit gewusst, dass es so was gibt, ja. Dass es im im Juni, also Mai, Juni, also wirklich Tage geben kann, wo es wirklich, wirklich richtig abkühlt, ja, und ich weiß, es hat damals bei den Bergen bis runter geschneit, also ganz tief runter, es war eiskalt, ja, und wir haben zweieinhalb Tage bei Wind und und und wirklich schütterregen, also Starkregen eiskalt, der ist waagerecht zum Teil daher gekommen, ja. Hat wirklich katastrophale Bedingungen gehabt. Wir haben den ersten Tag dann noch durchziehen können mit Schlammmassen und und und über Nacht dann es hat den Tag davor schon geregnet und in der Nacht war es dann so, dass sie, dass man eigentlich, wie es dann aus war, dass wir eigentlich gesagt haben, wenn es jetzt so weitergeht, weiß ich nicht, was man machen soll, also wir können die Leute nicht mehr einlassen und es ist quasi also wirklich eine Messerschneide war das Ganze. Sprecher*in 2 Kurz vor dem Abbruch. Sprecher*in 1 Kurz vor dem Abbruch eigentlich und und es ist dann Gott sei Dank der Regen ein bisschen weniger geworden. Und dann haben wir die Idee gehabt und haben von allen Bauern in der Umgebung Strohbauern bringen lassen und haben Stroh aufgetragen. Würdest du heute nicht mehr machen, weil du Brandgefahr hast? Ja, aber damals war das einfach, um dieses Erdreich zu binden und und und. Und dass du irgendwie die Leute da reinbringen kannst. Ja, und und dann hat es immer so. Trotzdem ein bisschen dahin und es ist aber besser geworden und das war dann der zweite Festivaltag und am Nachmittag hat es dann aufgehört zu regnen und ich weiß noch ganz genau, es ist eigentlich ein wirklich kitschiger Moment, aber es war wirklich so, dass das wirklich so war, wie Visa gespielt hat, Island in der Sun ist hinten so, dieser erste blaue Himmelstreifen mit der Sonne irgendwie hervorgekommen. Und dann bin ich gestanden und habe mir gedacht, uff, jetzt haben wir es geschafft, Gott sei Dank. Und das war dann. Also wir haben dann 2 wirklich schöne Tage noch gehabt. Ja, es war lustig insofern, weil in dieser Nacht, also ich war wirklich 48 Stunden durchgehend wach, also in dieser, in dieser Regenzeit und und und und. Das war ein Freund von mir dort, ein alter Freund und und der hat dann 3 Wochen später miteinander angerufen und gesagt, Na und wie war es dann noch und hin und her sagt er, Ich bin ja dann fast nicht rausgekommen und sage ich warst du dort sagt er, ja, wir haben geredet miteinander, also ich war adrenalinmäßig war ich wirklich, also ich war auf auf ein Notprogramm, also das war wirklich, es war wirklich heftig, aber ja. Sprecher*in 2 Ach. Auch durch diese Zeiten muss man gehen. Sprecher*in 1 Genau, es war, es war gleich einmal am Anfang ein ein wirklich harter, ein wirklich harter Weg. Aber ja, er hat sich ausgezahlt und und Gott sei Dank haben wir das alle noch so durchboxen können, dass das Novaroc dann passiert ist. Und ja, alles weitere war dann ein bisschen einfacher. Sprecher*in 2 Spielt man dann trotzdem Jahre danach noch mit dem Gedanken, was wäre eigentlich passiert, wenn. Wenn das Nova Rock Festival abgebrochen hätte werden müssen, dann gäbe es wahrscheinlich das in der heutigen. Sprecher*in 1 Form nicht. Nein, ich würde wahrscheinlich jetzt noch Schulden zurückzahlen, muss dazu sagen, ich habe damals 2 kleine Kinder gehabt, also die waren 4 und ein Jahr, also habe Hausbaut gehabt 0 Geld da gewesen, würde jetzt ich heute hier sitzen in dieser Situation und jemand mir sagen so magst du das jetzt. Ich würde es sicher nicht machen. Ich sage es ganz ehrlich, also ich war damals einfach viel zu, wie soll man sagen, ich war einfach überzeugt davon, dass das, was ich tue, das Richtige ist und habe eigentlich über Konsequenzen, das hört sich jetzt blöd an, aber Gott sei dank nicht nachgedacht, weil hätte ich es getan, wäre es wahrscheinlich nicht dazu gekommen. Und insofern ist es schon so, dass man immer wieder darüber nachdenkt und immer wieder dankbar ist und eigentlich demütig ist. Und und für das, was alles passiert ist und für das, was man da dann eigentlich sich getraut hat und dann trotzdem gut gegangen ist. Und das ist wahrscheinlich etwas, was ich bis zum Ende nicht ablegen wird, weil das Glück muss man ganz ehrlich sagen, muss man das schon haben, und das hatte ich, das muss man ganz klipp und klar sagen, da geht es nicht nur um können, um Wissen und fühlen, was auch immer. Sondern es geht auch viel um Glück, ja. Sprecher*in 2 Und von nix kommt nix. Ich glaub das Wort du passt auch ganz gut in in in in dein Leben, in deinen Lebensweg, was würdest du so sagen, also hast du schon mal zusammengerechnet wie viele Bands, wie viele Konzerte hast du seit die letzten 2025 oder länger, also 3035 Jahre so organisiert und nach Österreich gebracht? Sprecher*in 1 Na. Nie. Es war wirklich spannend, traue ich nicht einmal. Ich wüsste jetzt nicht einmal von der Schätzung her, aber es werden wahrscheinlich mehrere 1000 sein und. Sprecher*in 2 225 haben wir vorher gesprochen, waren es wie viele Konzerte? Sprecher*in 1 Wir haben 225 haben wir 530 Shows gehabt das ganze Jahr, wobei das nur die die sind, die wir selber veranstaltet haben und nicht die, die wir haben. Clubs und andere Veranstalter in Österreich vermittelt haben. Also ich schätze schon, dass wir zwischen 7 und 800 Shows. Pro Jahr gehabt haben, also im Jahr im letzten Jahr gehabt haben. Und wir haben einen Tag dabei gehabt im November, das war glaube ich ein Rekord bis jetzt, wo wir an einem Tag 10 Shows hatten. Wow, das ist schon dann heftig, das muss man schon sagen. Sprecher*in 2 Aber Hauptsache Österreich, oder also. Sprecher*in 1 Ja, ja, schon. Wir veranstalten schon in den umliegenden Nachbarländern auch, also aber natürlich, ich sage jetzt einmal 95% der Konzerte und 100% der Festivals passieren in Österreich ja. Sprecher*in 2 Auf welchen Musiker, auf welche Band bist du meistens stolz, dass du sie nach Österreich gebracht hast? Sprecher*in 1 Naja, Österreich gebracht. Wie gesagt, ich habe sie ja nicht nach Österreich gebracht, aber natürlich ist es für jeden Veranstalter oder speziell für mich natürlich der Ritterschlag gewesen. Die Rolling Stones veranstalten zu dürfen, das ist ganz klar. Mittlerweile habe ich es ein paar Mal dann schon veranstalten dürfen, es gibt nichts Größeres in Wirklichkeit, dass du als Veranstalter erreichen kannst. War eine kurze Phase, wo ich die erste Stuntshow gehabt habe von von ein 2 Monaten wo ich wirklich und ich glaube es war 2014 die erste Stuntshow wo ich dann wirklich ein 2 Monate irgendwie vor dem Punkt gewesen bin und mir so und jetzt was jetzt hört sich jetzt ein bisschen blöder, aber ist wirklich etwas wo du dann sozusagen wenn du weißt, du hast sozusagen den Peak erreicht, was was? Was ist jetzt ein Ziel? War immer jemand, der Ziele gebraucht hat, aber ich habe mir die gefunden, also es ist so, dass man sich dann halt ein bisschen anders ausrichtet und und die Ziele dann woanders sucht, aber so dieses Ziel der Acts veranstalten war, die ist eigentlich das Maximum, was wir erreichen können und ansonsten habe ich halt wirklich sehr, sehr viele Künstlerinnen und Künstler das erste Mal nach Österreich geholt. Wo einige mittlerweile Superstars sind oder Superstars geworden sind, viele davon auch nicht mehr da sind. Also das ist schon etwas, wo du zurückblickst und und wo du sagst, du hast schon ein bewegtes Leben gehabt diesbezüglich, ja. Sprecher*in 2 Auf jeden Fall. Was ist so die berühmteste Nummer, die du im Telefon eingespeichert hast? Oder ist das eher alles nur übers Management, weil ich glaube, früher war das schon. Sprecher*in 1 Ja, ja, es ist es ist schon so. Es gibt einige Nummern, die man so hat, ja, aber die nenne ich jetzt nicht, die ich, die ich habe, ja, aber es ist ein bisschen Irrglaube, dass dass dass, dass dieser Beruf, man man versucht schon oder zumindest ich bin jemand, der, der versucht, die persönlichen Kontakte zu Künstlern. Nicht in irgendeiner Art und Weise ausschweifen zu lassen oder wie auch immer, sondern wirklich ein bisschen mehr als Smalltalk. Ich bin halt der Mensch, der so tickt, und ich glaube vom Gefühl her auch, dass es die meisten Künstler so sind, und insofern bin ich jetzt nicht der der Veranstalter, der zu jedem Künstler hinrennt und unbedingt Fotos machen will und hin und her, es gibt es hat ein paar Künstler gegeben, wo ich, wo es mir wichtig war, ein Foto mit diesem. Backstage-Geschichten mit Stars Künstlerinnen oder Künstler zu haben, aber das sei nicht viel gewesen, das sei nicht viel gewesen. Also die Möglichkeit hätte ich gehabt, mit vielen anderen das zu machen, also insofern ist dieser persönliche Kontakt zum Teil sehr, sehr gering unter Anführungszeichen. Sprecher*in 2 Aber es gibt sehr, sehr viele Geschichten, die du, ich glaube, da könnte man ganze Podcast staffeln, daraus machen, über backstage Geschichten, lustige wie auch vielleicht schockierende, die du so miterlebt hast, weil du bist ja bei den meisten, bei den großen Konzerten immer auch mit dabei gewesen vor Ort. Sprecher*in 1 Ja. Sprecher*in 2 Was ist da so passiert? Was sind so die Geschichten, die dir am meisten in Erinnerung geblieben? Sprecher*in 1 Sind naja, es ist es ist halt ich habe. Vor so Standard Geschichten muss ich dazu sagen, weil ich muss dir ganz ehrlich gestehen, es ist so viel passiert. Ja wenn du dann diese Fülle an an an an Erlebnissen hast und an Dingen die passieren ja und du bist bei solchen Events halt immer oft auch nach Tagen schon müde und und und das Gedächtnis nimmt dann nicht mehr so auf. Ja und so traurig es auch wirklich ist und Gott sei Dank erzählen mir andere immer wieder von diesen. Dingen, die passiert sind, weil ich mich zum Beispiel nicht mehr erinnern habe können. Das ist eigentlich sehr schade, aber es ist so, es gibt definitiv wahrscheinlich, wo du 10 Podcasts machen könntest, die über Stories, aber ich wüsste sie nicht mehr zu erzählen, aber plakative Geschichten, die die, die zum Beispiel eine Waren, wo wo ganz ein Rose ist, das erste Mal am Nova Rock gespielt haben und ein Axel Rose schon als eher schwieriger Zeitgenosse. Gilt und gegolten hat. Ja, und wir eigentlich alle ein bisschen Bammel hatten, dass er nicht zu früh aufs Gelände kommt und und dass wir ihn nicht so lange hier haben, weil ja doch immer du bist. Du hast jetzt nicht die Luxus, die Luxusherberge im Zelt am novaroc, es ist ja da auch der Container. Ja, naja, nein, es ist schon, mittlerweile haben wir schon ein Großes, ein großes Zelt und so weiter ja, fixes und, und das ist schon okay, aber es ist ja trotzdem halt nichts mit einer Luxusunterkunft zu tun, ja. Fakt war aber, dass er schon am frühen Vormittag gekommen ist. Warum auch immer. Also er wollte einfach nicht ins Hotel nach Wien, sondern wollte runter und wir haben uns alle schon vorbereitet auf die Extras Extras die er da haben möchte und auf die Wünsche und hin und her und und das interessante war dann auf einmal, dass Carsten und das einzige was er will, er will Marillenknödel haben und. Sprecher*in 2 Mit dem hätte man wahrscheinlich nicht. Sprecher*in 1 Gerechnet? Nein, nein, nein, überhaupt nicht. Er hat das offensichtlich irgendwo er ist, ich glaube aus Richtung Tschechien gekommen und hat dann offensichtlich irgendwo aufgefangen, dass das sozusagen eine berühmte Gegend ist für Marienknödel natürlich haben wir keine Marienknödel am Gelände gehabt, das ist ganz klar, aber. Es hat einen Biller gegeben in Niggelsdorf und wir haben dort jemanden reingeschickt und ich mache jetzt einmal Werbung, haben dort Iglomerinknödel gekauft und haben ihm die gemacht, haben ihm die zubereitet und er war höchst begeistert und zufrieden. Es hat ihm geschmeckt und das war es in Wirklichkeit. Das einzige Thema, was wir auf der Nacht dann noch gehabt haben, das haben wir allerdings nicht gewusst. Mittlerweile wissen wir es bei ganzen Roses, dass er natürlich Roses natürlich rote Rosen verteilen möchte. Es war allerdings ein Feiertag und im Burgenland, ich glaube 100 rote Rosen zu bekommen. In kürzester Zeit war jetzt auch nicht ganz einfach, aber auch das haben wir geschafft. Ja, und insofern war das sozusagen ein Erlebnis, das spannend war, aber im Endeffekt easy war. Sprecher*in 2 Aber weil du gesagt hast, wünsche den Gästen erfüllen, was war da so das kurioseste, was da in Erinnerung geblieben ist, was ihr einem Gast mal besorgen habt müssen im im backtisch Bereich. Sprecher*in 1 Calvin Klein Unterhosen. Für für Red und Chili Peppers ja, aber das war glaube ich damals, weil es dieses berühmte Foto gegeben hat von den Chili Peppers mit den mit den Unterhosen und und und. Wir wissen eigentlich bis heute nicht, ob das eher Schmäh war, was da damals auf den Reider drauf gestanden ist. Es war 1999, wir waren noch relativ frisch gefangen muss man sagen, ja, und wir haben eigentlich alles, was da drauf gestanden ist, ernst genommen, ich weiß nicht, es hat einen anderen Act gegeben, ihr müsst jetzt lügen, wer es war, aber. Der hat eine Voodoo Puppe drauf gehabt und dann stehst du dort für eine Voodoo Puppe haben wir irgendjemanden in irgend nach Wien in irgend so ein Esoterikgeschäft geschickt, der dort offensichtlich dann dort eine Voodoo Puppe gekauft hat, der dann nachher wie man ihn reinkriegt haben rausgekommen ist mit der Puppe und dann sagt seid ihr komplett weg, das war Schmäh was da drauf steht also das sind so Dinge die du halt alle ernst genommen hast damals. Mittlerweile gehst du ganz anders mit solchen Themen um. Sprecher*in 2 Aber du hattest auch schon sehr wahnsinnig bodenständige Künstler und Künstlerinnen, die Du betreut hast, dann auch Backstage zum Beispiel. Ed Sheeran habe ich auch gelesen, also der war anscheinend total bodenständig. Sprecher*in 1 Und Ed Sheeran? Ed Sheeran ist, wenn du, wenn du es nicht wüsstest, wie wie der wie der Freund von nebenan, ja. Also extrem extrem zuvorkommend, extrem freundlich. Also wenn du wenn du ihm schnell begegnest ist er der erste der dich grüßt, kommst gar nicht so schnell dazu, dass dass du ihn grüßt. Ja ist immer bei seiner Crew, ist immer mit seinen, mit allen, mit seinem ganzen Stuff den er mit hat, also er ist überall mittendrinnen und und sag jetzt einmal das ist wirklich eigentlich 1 der großen Vorbilder. Die Taylor-Swift-Konzertabsage in Wien Jetzt nicht für mich, weil ich kein Musiker bin, aber der wirklich auch Vorbildwirkung haben sollte. Ja, in diesem ganzen Geschäft, wie man mit dem Ganzen auch umgehen kann und vor allem mit viel Ruhm und mit viel Popularität umgehen kann. Sprecher*in 2 Über ein Thema würde ich gerne noch auch mit dir sprechen, denn das ist was, was sehr durch die Medien damals gegangen ist. Und zwar das Taylor Swift Konzert. Das heißt der du damals auch veranstaltet. Wie war das so, vielleicht nimmst du uns auch ein bisschen mit. Und ich habe mir dann in verschiedenen Pressekonferenzen gesehen, wo du eben auch mit dabei warst, begründet hast, warum das Konzert abgesagt wurde. Aber das brauchen wir jetzt auch nicht so ganz genau sprechen, weil das wissen wir alle. Aber wie war dieser Moment damals für dich als Veranstalter, weil du hast dann am Ende im Endeffekt sagen müssen, wir sagen es ab. Sprecher*in 1 Es war jetzt kein Moment, es war, es hat sich über eineinhalb, 2 Stunden gezogen, wo du, wo du diverse Gespräche geführt hast, diverse Personen zu dir geholt hast, ja. Dir Feedback geholt hast und und dann diese ganze Lage im Prinzip abgewogen hast. Ja und und und der Moment selber war dann nicht mehr so schwer, weil er eigentlich für mich aus vollster Überzeugung passiert ist. Ja, bis du zu dem Moment kommst, der ist schwer. Ja diese diese Phase und diese Zeit davor, die ist wirklich insofern schwer, wirklich jetzt dann. An den Punkt zu kommen, eine so rigorose und und und eigentlich eine sehr nachhaltige Entscheidung zu treffen, und das war im Fall von von Taylor Swift definitiv so. Also es waren ja 10 Tausende Touristinnen und Touristen, alles war ausgebaut in Wien, es war alles fertig, also es war nur mehr, es ist nur mehr um den Knopfdruck gegangen und und wir legen los und und das ist natürlich schon etwas. Ja, das das um die Welt gegangen ist, das muss man schon sagen. Wir reden von der größten Künstlerin im Pop Business, und wenn dann so etwas passiert zum alles ja schon vorher Fälle gegeben hat im Zusammenhang mit Terror und mit Taylor Swift, ist es natürlich schon etwas, wo du, wo du dann natürlich ja, ich sage jetzt nicht im Rampenlicht, aber aber im Fokus stehst für viele, also ich habe. Interviewanfragen bis zu New York Times bekommen und so weiter habe aber keine Interviews gegeben, weil es für mich einfach ich habe die Entscheidung am nächsten, also über Nacht und am nächsten Tag getroffen, dass ich eine Pressekonferenz gebe, dort klipp und klar sage, was die Beweggründe waren, wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist, warum es zu dieser Entscheidung gekommen ist und vor allem, dass es im Sinne der Sicherheit war und und, und, die definitiv nicht. In irgendeiner Art und Weise irgendein Leben riskieren oder Gesundheit riskieren vor irgendwelchen Besucherinnen oder Besuchern. Sprecher*in 2 Aber kannst du dich noch an diesen Moment erinnern, wo du den Anruf bekommen hast? Da ist was. Sprecher*in 1 Im Kommen. Naja Anruf ich habe ich habe eine whatsapp bekommen wo es dann geheißen und hast du schon geschaut auf Tele auf auf Orfat da hat es Festnahmen gegeben. Und offensichtlich im Zusammenhang mit mit dem Taylor Swift Konzert. Sprecher*in 2 Ach so hast du dann davon erfahren. Sprecher*in 1 Und dann ist das Ganze erst ins Laufen gekommen. Das war irgendwann am Nachmittag. Sprecher*in 2 Und das ist dann waren so die ersten, die ersten Gedanken, die durch den Kopf gegangen sind damals. Sprecher*in 1 Scheiße also es war wirklich dann, wenn man gedacht hat, Puh, jetzt wird's blöd, jetzt wird's richtig blöd und das Thema ist einfach, dass du dann halt natürlich nicht diese diese. Diese Gewissheit sozusagen vermittelt bekommst, dass die Gefahr gebannt ist. Der Zeitpunkt war nie da, und mit dem musst du dann aber umgehen. Es lässt die nie jemand aus, dieser aus dieser Verantwortung ist dieser letzt Verantwortung raus, die du dann aber zu tragen hast. Du bist der Veranstalter, also du musst, du musst diese Konsequenz sozusagen ziehen und treffen und und ja. Das war definitiv, wie gesagt, im Moment, wo die Entscheidung gefallen ist, nicht meine schwerste Entscheidung. Ja, schwer war diese ganze diese ganze Zeit, diese ganzen eineinhalb Stunden davor ja alles abzuwägen, in dich zu gehen und und und zu sagen okay was ist, wenn dann irgendwas passiert, was tust du dann, was machst du dann? Ja du hast es zu verantworten, ja. Also letztendlich ist es so, dass dass ich mir dann durchgestanden bin und mir gedacht habe, wenn ich das jetzt mache und da ist irgendwas, ich kann in Wald gehen, ja, es ist so, ja, weil das würde ich, das würde ich mental nicht überleben und nicht aushalten, das geht nicht, und insofern war es dann eigentlich von der von der wie aber jetzt eh schon das dritte Mal gesagt, eigentlich die Entscheidung selber war, dann eigentlich easy und das war dann auch nachher easy. Also es ist jetzt nicht so, dass in irgendeiner Art und Weise. Es bereut hätte oder was auch immer und auch wie die ganzen unten rufe und die ganzen gescheiten Kommentare daher gekommen sind von bis zu, ja man muss ja dagegen halten und hin und her. Ja sicher kann ich da draußen leicht sagen, du bist nicht an meiner Stelle, du bist dann nicht der, der da stehen muss, wenn irgendwas passiert und sagen muss sorry, aber deine Tochter oder dein Bur. Ist jetzt nicht mehr da, weil ich mir gedacht hab, na ich zieh es jetzt durch, weil Agrat. Man muss ja denen zeigen wie es wie es funktioniert, ja. Sprecher*in 2 Und wie waren so diese Stunden? Die werden es wahrscheinlich angefühlt haben wie Tage, die da Zwischendrinnen zwischen ich hab es erfahren und dann wirklich die Absage oder ich als Veranstalter sag es jetzt ab. Was war, ist da im Hintergrund so passiert? Wahrscheinlich engste Abstimmung mit der Polizei. Sprecher*in 1 Ja du, da möchte ich eigentlich jetzt nicht konkret darauf eingehen. Das ist das ist, das ist Geschichte, ja, das war eine große Geschichte, einige Tage lang, wochenlang, und wie gesagt, das hat auch jetzt nichts mehr da verloren. Faktum ist, ich kann es eigentlich nur insofern zusammenfassen, so wie ich es damals bei der Pressekonferenz getan habe, noch nachher immer gesagt habe, das war meine Entscheidung. Dazu stehen nach wie vor so, dass es die Richtige war und alles andere ist eigentlich nicht wichtig. 34 Millionen Euro über Nacht verloren Eine sehr große Geschichte, die 2020 dann oder generell das Jahr 2020 war alles ein bisschen wild. Wir haben es alle miterlebt, die Corona Pandemie, was natürlich für Veranstaltungen ein Wahnsinn war, weil man hat irgendwie über Nacht dann trotzdem irgendwie alles absagen müssen auf unbestimmte Zeit und dann ist noch dazu gekommen, ich glaube den Fall haben auch sehr sehr viele mit. Bekommen in Mattersburg die Kommerzialbank, wo ihr auch dabei wart, die ja dann Insolvenz gegangen ist beziehungsweise wo sie eine große Geschichte auch dazu gegeben haben. Erzähl mal kurz über diese Geschichte was, weil das war ja trotzdem für euch existenzbedrohend. Sprecher*in 1 Ja, es war eigentlich das Ende, muss man sagen. Also wir haben halt großes Glück gehabt, insofern, aber um jetzt zurückzugehen in den Einschnitt, wir waren. Eigentlich Jahrzehnte, bei der bei der Kommerzialbank in Mattersburg als Firma. Das war dann wie du, wie du richtig gesagt hast, im Frühjahr 2020 eben dann der große Einschnitt mit Corona, wo man sich natürlich damals nicht gleich vorstellen kann, was das mit sich bringt, dass wir dann sozusagen 2 Jahre stillstehen, das hätte ja keiner geglaubt damals und und. Trotz allem war es dann so, dass nach nach der ersten Novarog Absage dann in diesem Jahr und so weiter ist eigentlich relativ klar geworden ist. Okay gut, das kann länger dauern und es ist dann so, dass jetzt viele Konzerte im Verkauf waren und viele Vorverkaufsgelder einfach sozusagen bei uns auf den Konten gelegen ist und sozusagen eben auf der auf dem Kommerzialbankkonto gelegen ist und und sozusagen darauf gewartet hat, dass es. Abbezahlt wird so, wie es im normalen Verlauf ist. Dass du dann Kassen zahlst, dass du Produktionen für Shows zahlst und und und. Das ist nicht passiert. Und jetzt ist natürlich weit, weit mehr, als was wir normal liegen hatten zu dem Zeitpunkt auf den Konten der Kommerzialbank gelegen. Es war 0 absehbar, dass in irgendeiner Art und Weise so was passieren hätte können muss dazu sagen. Wie hätten wir das Wissen können, wenn selbst bankenüberwachungssystem und und und? Also in meinen Augen versagt hat, also kläglich versagt hat? Ich frage mich, was wir so was überhaupt haben, wenn dann so was passiert, aber es war, es war eigentlich der Tag, wo es passiert ist. Ich bin, ich weiß es, ich bin mit meinen Kindern am Tag davor oder eigentlich in der Nacht. Nach Kroatien gefahren bin schlafen gegangen. Ich war um 1 unten und ich bin um 7 in der Früh aufgestanden und habe auf einmal glaube ich 30 whatsapp und und SMS gehabt und mir gedacht was ist da jetzt passiert und habe dann eben gelesen kommerzialbank Crash hin her ich habe auch nicht ehrlich gesagt zu dem Zeitpunkt nicht einmal gewusst was für Dimensionen von welchen Dimensionen finanziell wir da jetzt sprechen. Es ist ja alles erst in den Stunden und und Tagen gekommen. Aber Faktum ist ja, die Firma ist vor dem vor dem 0. Also was heißt vor dem 0. Eigentlich war es vorbei, unser Glück war, wir haben ein Jahr davor 2019 die Mehrheit an unserer an unserer Firma an das Deutsche und aktienunternehmen Eventim verkauft. Ja und ja da müssen wir bis heute noch dankbar sein, die dann sofort sozusagen. Eingesprungen ist jetzt nicht sozusagen das ausgeglichen hat, sondern gesagt hat, ok, gut, wir übernehmen die Haftung dafür. Ihr müsst es natürlich wieder Reinverdienen in den nächsten Jahren oder zumindest schauen, dass ihr es irgendwann einmal reinverdienst, aber wir übernehmen die Haftung und wir führen euch. Sprecher*in 2 Weiter, das heißt, das Geld, was so über Nacht diese Millionen Euro ist. Sprecher*in 1 Weg, weg. Es ist nicht mehr. Das war's. Also ich habe wahrscheinlich einen Teil von der Fußballakademie in Mattersburg gezahlt und vielleicht ein Teil von der Tribüne vom Stadion in Mattersburg, ich weiß es nicht, was ich damit bezahlt habe, aber Faktum ist, es ist weg gewesen und es ist auch nichts mehr zurückgekommen. Sprecher*in 2 Wahnsinn. Jetzt haben wir sehr viel über dich gesprochen, was ich noch gerne auch ansprechen würde ist du hast, weil es ja trotzdem ein riesiger Druck, den du immer auf dir hattest, mit sehr vielen. Konzerten, die du Veranstaltest, zu denen sehr, sehr viele Menschen kommen. Du hast aber auch immer dir Auszeit genommen, um dem Druck mal kurz zu entweichen. Sprecher*in 1 Ja, schon. Also es war für mich sehr wichtig. Ich reise zum Teil schon gerne, leider Gottes ist viel zu wenig Zeit dafür, aber ich bin oft in Costa Rica gewesen, dieses Land ist etwas was. Weiß ich nicht. Eigentlich am ersten Tag, wenn ich dort bin, mich in irgendeiner Art und Weise, warum auch immer irgendwo hinholt irgendwo runterholt und mir das eigentlich egal wie lange ich dann dort bin und das sind schon mindestens dann immer 3 Wochen oder so wirklich mir ein absolutes Freiheitsgefühl gibt. Bin dann eigentlich immer mit meinen Kindern auch dort, das heißt dieses dieses Gefühl ist etwas wo man dann halt sehr viel Zeit Gott sei dank dann miteinander wieder verbringt und und und. Das ist für mich schon sehr, sehr wichtig und und diese diese Auszeiten sozusagen brauche ich ja. Es ist wirklich ganz, ganz wichtig für mich und ich gehe jeden Tag oder fast jeden Tag mit meinem Hund im Wald spazieren. Alleine, ich bin froh, wenn ich niemanden sehe und kein Wort irgendwo reden muss oder wie auch immer und selbst diese Stunde ist für mich extrem wichtig, also das ist wahrscheinlich etwas, was man braucht, dann als Gegenpol zu dieser. Der Weg aus den Scheitermomenten Ja, zu dieser musikalischen Ladung, die man immer wieder wie immer wieder abbekommt. Sprecher*in 2 Wenn du mal einen Tiefpunkt hattest, was war dann so? Weil das will ich in unseren Hörerinnen und Seherinnen auch immer gerne mitgeben. Was war so das, was dich wieder herausgeholt hat? Sprecher*in 1 Naja es waren es waren wirklich ganz ganz schwere Tiefpunkte zum Teil, das muss man ja wirklich sagen. Aber es ist, ich habe immer versucht und wie gesagt, das hört sich jetzt leicht an und es gelingt natürlich auch nicht immer, aber ich habe immer so gut wie möglich versucht, nicht nach hinten zu schauen, sondern nach vorne zu schauen und zu schauen, okay, wie komme ich da jetzt raus, wie kann ich bestmöglich das, was passiert ist, ausblenden, dass mich das nicht mehr beeinflusst. In einer gewissen Art und Weise ich. In Entscheidungen und und und. Was natürlich auch nicht einfach ist. Ja, aber ich sage jetzt einmal, das Wichtigste ist, wenn du einen Schritt zurück gehst, dann schau, dass du so schnell wie möglich 2 Schritte nach vorne gehst. Ja, dass du immer, immer, immer weiter vorne liegt, das weiter hinten, ja, und das ist es, wo ich mich immer wieder versuche dann oder versucht habe, daran festzuhalten. Aber zugegeben, das ist natürlich nicht immer leicht und ich. Jeder Mensch hat schwierige Phasen und und bessere Phasen und in schwierigen Phasen tust du halt leichter mit. Ende: „Zieh dir 3, dann bist du frei!“ So was. Das ist dann meistens diese ein Schritt zurück Phase und dann kommt die Gute, eher wiederum gute Zeit und dann hast du diese 23 Schritte nach Vorphase. Im Endeffekt ist wichtig, dass du trotzdem unterm Strich weiter nach Vorgehst und und und. Dann geht es leichter, sagen wir so. Sprecher*in 2 Jeweils bevor der Podcast vorbei ist, gibt es bei uns immer noch ein Spiel. Das nennt sich zieh dir 3, dann bist du frei. Die letzten 3 Fragen hier im Podcast. Die hast du selbst in der Hand, denn du ziehst sie dir aus diesem Stapel gerne. 3 Karten herausziehen. Sprecher*in 1 Ja, aber du musst mir es vorlesen, weil ohne Brüll kann ich das sicher nicht lesen. Sprecher*in 2 Was dann? Machen wir es umgekehrt einmal okay sehr gut 12 und die dritte Frage ups. Sprecher*in 1 Jetzt bin ich gespannt. Bist. Sprecher*in 2 Du bereit für deine letzten 3 Fragen Ewald Frage Nummer 1 was willst du dir endlich verzeihen können? Sprecher*in 1 Was will ich mir endlich verzeihen können? Puh, das ist gar keine so einfache Frage zu. Zu meinem Englischlehrer in der fünften Klasse etwas gesagt zu haben, was ich nicht sagen hätte sollen und daraufhin durchgeflogen bin und mir ein Jahr in meiner Schulzeit gekostet hat. Ansonsten würde ich bei dieser Frage nicht viel tiefer gehen. Sprecher*in 2 Alles klar? Frage Nummer 2 Wer oder was wird dich immer glücklich machen können? Sprecher*in 1 Ja, wie gesagt, da kann man jetzt natürlich von bis. Aber Familie. Alles was dazu gehört, ja, und und und, natürlich auch Musik. Musik ist etwas, was mich in jede Richtung stimuliert. Will ich, so Blödsinn es klingt, ab und zu ein bisschen trauriger sein, dann höre ich mir diese Musik an und in mich gehen und will ich mich aufputschen und so weiter, dann hilft mir Musik auch dabei, also ich glaube, John Miles hat einmal gesungen. Music was my First Love und und und. Will ich jetzt nicht auf Personen beziehen, sondern auf die Musik, aber das trifft nach wie vor zu und wird auch immer meine große Liebe bleiben. Sprecher*in 2 Gibt es einen absoluten Lieblingshit von Ewald Tata? Sprecher*in 1 Nein, gibt es nicht. Es gibt keinen absoluten Lieblingshit. Ich habe dieses absolute lieblingshit, Thema ist etwas, was immer wieder kommt und ich finde, wenn du nur einen Lieblingshit hast, dann. Hast du vielleicht zu wenig Musik gehört? Ja, ich will jetzt niemanden beleidigen damit, ja, weil es ist so und ich habe unheimlich viele Lieblingsnummern es ist nur das Thema, wann ist sie, wann ist eine von diesen Grad meine Lieblingsnummer und da sind wir wieder bei diesen Phasen, manchmal ist es gerade diese Nummer, manchmal ist es diese, aber es gibt schon einen, einen, sozusagen einen Pool von 50 Nummern, 80 Nummern oder wie auch immer, wo ich sozusagen. Je nach Stimmungslage reingreift und sagt du bist jetzt mein Lieblingssong gerade. Sprecher*in 2 Sehr gut. Und die letzte Frage an dich Ewald wann? Du hast vorher schon gesagt Glück gehabt, sehr auch dazu zum Leben wann verunsichert dich dein Glück? Sprecher*in 1 Wann verunsichert mich ja, mich verunsichert mein Glück, wenn ich mit dem, was ich habe und ich merke, dass ich unzufrieden bin und mich eigentlich selber am Schopf packe und mir selber sage. Leider. Du hast keinen Grund um zufrieden zu sein. Du hast wirklich wirklich Glück in deinem Leben gehabt und sei jetzt nicht ungerecht oder wie auch immer und da ist das Thema wo ich sage das wird das, da ist das Glücksvogel etwas, wo ich dann mich selber am Schopf packe und und wirklich sehr hart mit mir ins Gericht gehe und mich wirklich runterholen und so und jetzt aber wieder normal pur. Sprecher*in 2 Das sind sehr schöne Abschlussworte. Ewald Tatar, vielen Dank für deine Zeit, für Deine Ehrlichkeit, für deinen Weg zum Erfolg, den wir jetzt ganz genau besprochen haben. Alles Gute für die Zukunft. Sprecher*in 1 Ich danke auch. Sprecher*in 2 Und danke für deine Zeit. Sprecher*in 1 Gerne habe ich sehr gerne gemacht. Sprecher*in 2 Das war's dir die Folge mit Ewald Tatar. Schön, dass du auch dieses Mal wieder mit dabei gewesen bist. Nicht vergessen, wenn du noch kurz Zeit hast, gerne die Folge bewerten oder ein Follow hinterlassen und das geht auch auf unseren Social Media Kanälen, auf Instagram und auf TIK tok sind wir da vertreten und wir würden uns freuen, wenn Du beim nächsten Mal wieder mit dabei bist. Bis dann von nichts kommt nichts.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Ewald Tatar, österreichischer Konzertveranstalter und Gründer des Nova Rock Festivals, blickt auf eine Karriere mit zahlreichen finanziellen Risiken und knappen Rettungen zurück.
  2. Seine berufliche Laufbahn begann als DJ in lokalen Clubs, nachdem er sein BWL-Studium abgebrochen hatte, und entwickelte sich über praktische Erfahrungen in allen Bereichen der Veranstaltungsorganisation.
  3. Entscheidend für seinen Erfolg waren sein Bauchgefühl für Musik, das Verständnis für Publikumswünsche und die Fähigkeit, trotz schwerer Rückschläge wie einem verregneten Festivalstart oder der Finanzkrise weiterzumachen.
  4. Persönliche Ausgeglichenheit findet er in seinem Hobby, dem Angeln, und in der bewussten Trennung zwischen Arbeitsort in Mattersburg und seinem Zuhause in der Nähe.

Summary:

Die Podcast-Folge porträtiert Ewald Tatar, den Mitbegründer des Nova Rock Festivals. Er schildert seinen beruflichen Werdegang, der nicht geradlinig, sondern von Risiko und Lernprozessen geprägt war. Nach einem abgebrochenen Studium stieg er als DJ in der Lokalszene ein, wo er ein Gespür für Musik und Publikum entwickelte.

Praktische Erfahrungen sammelte er in allen denkbaren Jobs im Veranstaltungsbereich beim Jazz Fest Wien. Diese Grundlage war später entscheidend für den Aufbau seiner eigenen Firma und Festivals. Tatar spricht offen über existenzielle Krisen, wie die finanziellen Folgen eines verregneten Festivalstarts oder der Bankenkrise, die sein Unternehmen mehrmals an den Rand des Ruins brachten.

Sein Erfolgsrezept beschreibt er weniger als festen Businessplan, sondern vielmehr als intuitives Bauchgefühl, kombiniert mit hartnäckigem Durchhaltevermögen. Privat sucht er bewusst den Ausgleich zum stressigen Geschäft durch sein Hobby Angeln und die räumliche Nähe zwischen seinem Büro in Mattersburg und seinem Zuhause.

FAQs

Ewald Tatar ist ein österreichischer Konzertveranstalter und Festivalmacher, bekannt als Mastermind hinter dem Nova Rock Festival. Er prägt die österreichische Musiklandschaft durch seine Arbeit mit Weltstars und den Aufbau von Festivals.

Er stand mehrmals kurz vor dem finanziellen Aus, etwa durch ein verregnetes erstes Nova Rock, die Pandemie und einen Bankencrash. Diese Ereignisse brachten seine Firma an den Rand des Ruins.

Er startete als DJ in kleinen Clubs, brach sein BWL-Studium ab und arbeitete sich von Jobs wie Fahrer und Plakatierer hoch. Sein erster DJ-Auftritt im Jazz Pub Wiesn legte den Grundstein für seine spätere Laufbahn.

Er geht leidenschaftlich gerne angeln, was ihm als Ausgleich zu seinem stressigen Beruf dient. Dieses Hobby hilft ihm, Ruhe und inneren Frieden zu finden.

Das Wirtshaus prägte seine soziale Entwicklung, da er dort früh lernte, mit Menschen umzugehen. Erste musikalische Eindrücke sammelte er durch einen Wurlitzer und Live-Musik bei Veranstaltungen.

Er scheiterte aufgrund mangelnden Lernfleißes und zog es vor, als DJ in Wien zu arbeiten. Sein Interesse galt mehr der Musik und dem Nachtleben als dem akademischen Studium.

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