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#42 - Wie gefährdet sind Frauen in Thüringen?

26m 51s

#42 - Wie gefährdet sind Frauen in Thüringen?

Der Podcast thematisiert geschlechtsspezifische Gewalt, vor allem gegen Frauen, und beleuchtet deren Alltagspräsenz in Thüringen. Die Gastgeberin teilt eigene Erfahrungen mit einem Überfall in der Jugend, während der männliche Gast erst durch Gespräche mit seiner Partnerin ein Bewusstsein für die ständige Bedrohung entwickelte, die Frauen erleben. Ein zentraler Punkt ist die ungleiche Wahrnehmung: Während Männer unbehelligt nachts spazieren gehen können, ist dies für Frauen oft mit Angst verbunden. Die Diskussion konzentriert sich auf strukturelle Unterschiede zwischen Stadt und Land. Auf dem Land fehlen Anlaufstellen, und soziale Kontrolle sowie fehlende Netzwerke, besonders für Migrantinnen, erschweren die Hilfesuche. Thüringen hat mit dem Chancengleichheitsförderungsgesetz als erstes Bundesland einen Rechtsanspruch auf Schutzplätze geschaffen, inklusive Ausbau von Frauenhäusern und neuen Einrichtungen für Männer und Queerpersonen. Dennoch reichen die Kapazitäten nicht aus, und viele Betroffene finden keinen Platz. Statistiken zeigen alarmierende Zahlen: Täglich wird eine Frau in Deutschland ermordet, und in Thüringen wird alle 80 Minuten eine Person Opfer häuslicher Gewalt. Projekte wie rote Bänke oder rote Schuhe schaffen Sichtbarkeit und bieten Hilfe an. Der Podcast endet mit einem positiven Ausblick auf mehr gesellschaftliche Offenheit und verweist auf das Hilfetelefon sowie eine hoffnungsvolle Geschichte über die Entdeckung eines seltenen Pilzes als Symbol für unerwartete Besonderheiten im Alltag.

Transcription

4616 Words, 28280 Characters

German
[Musik] Hallo und willkommen zurück bei Turingen, was geht. Heute sind wir wieder mit einem neuen Gesicht bzw. einer neuen Stimme hier. Und das ist auch ein Voluntär und zwar eibrecht. Ja, hallo Jade, ich freue mich jetzt zu sein. Hallo, schön, dass du dir Zeit nimmst. Und unser heutiges Thema ist geschlechtes spezifische Gewalt bzw. in der Regel meint es ja Gewalt an Frauen. Und es ist natürlich ein Thema, das eigentlich immer super aktuell ist und auch weltweit. Da scheint weit und natürlich auch ein Turing, der in den Alltag von sehr vielen Frauen bestimmt. Aber ich in meinem persönlichen Umfeld merke das auch schon, ich würde sagen fast auf täglicher Basis. Es ist nicht immer die physische Gewalt, die man sich vielleicht darunter vorstellt im ersten Sinne, aber von Cat Carling bis zu gefährlichen Situationen in Bahnen oder auch einfach Angst beim nach Hause gehen. Es ist einfach sehr präsent und es empfindend sehr viele Freundinnen von mir. Und dieser Stelle hat mir auch uns überlegt, meine Triggerwarnung zum ersten Podcast auszusprechen. Es ist eben ein Thema, das vor allem für Betroffene sehr schwer sein kann. Ja, mir ist zum Beispiel auch was passiert, vor längerer Zeit als ich Jugendlich war und da würde ich auch auf der Straße überfallen. Und damit wurde mir auch sehr klar und auch vielen meiner Freundinnen und meiner Familie, dass es wirklich jeder Person passieren kann. Und wie in der absoluten Mehrheit der Fälle ist es auch von einem Mann ausgegangen. Es ist am Ende nicht so viel schlimmes passiert. Es kam dann aber auch zu einem Gerichtstermin. Aber wenn ich das Anspreche auch in Gruppen von Frauen, dann hör ich immer das Piedelfrauen, die das Erfahrung gemacht haben. Wie ist es denn für dich als Mann? Ja, ich muss sagen, ich bin in dieser Langerzeit gar nicht damit in Kontakt gekommen. Erst wirklich, als ich dann angefangen habe zu dänten und man auch mal mit seiner Partnerin darüber gesprochen hat. Und da hatte ich dann zum ersten Mal so ein Erweckungsmoment, so das Gefühl, woher lebe ich in einer anderen Dimension. Weil es dann schon nochmal eine andere Perspektive ist. Also du überlegst dir, oder ich habe mehr als Mann nie überlegt, ob ich nachts noch mal rausgehe, wo ich Angst haben muss. Ich laufe einfach durch die Straßen, das ist so, das war einmal für mich so, da musste ich mir nie dumme Gedanken machen. Und dann mal so eine Perspektive zu bekommen und zu sagen, hey, aber wir müssen da aufpassen, wir müssen da aufpassen. Und vor allem auch, wie vielen ist tatsächlich passiert, das wiederher schon meintest. Wenn man sich auch mal ein Freundeskreis und so umhört, das war schon im ersten Mal ziemlich heftig für mich. Und vor allem, weil ich das davor sogar nicht wahrgenommen hatte. Ich wär es nicht, ob du dich daran erinnerst, aber es gab ja auch mal diese große Umfrage, wo ganz viele Frauen weltweit befragt wurden, was sie tun würden. Wenn sie einen Tag ein Mann werden und andersrum auch Männer und die erste Antwort von Männern weltweit war Sex und von Frauen war, einmal nachts spazieren gehen. Das war für ihn auch schon sehr bezeichnet. Klar, ein Türing ist das nicht wie in Brasilien, in vielen Städten zum Beispiel. Aber trotzdem, ich glaube, das ist auch was für sehr viele Frauen beschäftigt. Du hast ja auch schon in deiner Lokalredaktion bestimmt was mitbekommen oder du hattest mir damals jetzt von diesem Fall in der Bahn neulich? Genau, es gab neulich in Artikel der bei uns relativ große Reichweite generiert hat, weil wir eine Meldung hatten über eine Frau, die im der Bahn belästigt wurde. Und dann noch am Bahnhof und das wohl ziemlich schlimm für sie war. Aber sie hat sich gewährt und dem Täter, ich sag's nur so auf die Schnazel gehauen. Welchen Bahnhof fahrt es? Das war im Erfutterbahnhof, soweit ich mich herinere. Oder, bitte, wir sehen uns, dass er von Weimar nach Erfutter oder von Erfutter nach Weimar gefahren ist. Ich weiß jetzt gar nicht mehr so genau. Das war auf jeden Fall die Strecke. Und da sind auch tatsächlich in den Kommentaren und so daunlich viel mitgefühl und verständnis. Da auch aufgetroffen, also es scheint wirklich ein Thema zu sein, was viele beschäftigt. Auch nachts in der Bahn allein. Jetzt sehe ich immer wieder Security, wenn ich da unterwegs bin. Das scheint damals noch ein paar Monaten noch nicht so gewesen zu sein. Es ist ja auch oft zum Beispiel Thema in Gerichtprozessen. Aber nicht so oft super explizit. Das ist auch teilweise nicht so greifbar, so ein schweres Thema. Aber in dieser Woche gab es ein Artikel vom Mantel. Den hab ich rettäuscht und geschrieben, aber der wurde mir zugespielt. Und da geht's um einen Fachtag zu geschlechter spezifische Gewalt in Turing. Und zwar speziell auf dem Land. Und was ich sehr spannend fand daran, so was gab es noch nie. Es gibt natürlich Wissen und es gibt Angebote für Betreuung. Aber nicht explizit auf dem Land. Und das ist natürlich strukturell sehr anders. Und dieser Fachtag jetzt am Samstag in der Polter wurde vom Landesfrauenrad initiiert. Aber es ist mit vielen dokellen Partnern auf die Beine gestellt worden. Und da haben auch Frauenhäuser der Gleichstellungsbeauftragten des Bundeslands und den Interventionsstellen. Und gefördert durch das Turing also Zerministerium. Und der Hintergrund davon ist, dass die Istanbul-Konvention, das ist ja das Irgendwinter. Das ist ja das EU-Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Und explizit häuslicher Gewalt. Es war schon seit 2018 in Deutschland einfach gesetzt ist. Oder beziehungsweise der Anspruch besteht. Aber es ist jetzt auch ein Turing noch nicht wirklich umgesetzt. Zumindest nicht in dieser Bandbreite die ganzen Forderungen, die da drin sind. Klar, man kann auch nicht erwarten, dass es von heute auf morgen passiert. Aber da kann auch noch im realistischen Rahmen einiges passieren. Und was mich sehr freut, ein Turing gibt es das Chancen gleich als Fördergesetz. Es gibt es schon länger, aber das wurde im letzten Jahr von der linken SPD-Grün und CDU mobiliert. Gehlt jetzt seit dem ersten ersten dieses Jahres. Und damit ist Turing das erste Bundesland, Deutschlandweit, das Anspruch auf einen Schutzplatz. Gelten macht. Also jede Person, zum Beispiel auch Quirepersonen, auch Männer. Aber vor allem auch Frauen, zum Beispiel mit Behinderung. Die haben einen Anspruch auf den Platz in einem Schutzraum in einem Frauenhaus. Wenn sie von Gewalt betroffen sind. Seit dem ersten ersten sind auch die Frauenhäuser an das Land übergegangen. Und damit haben sie auch ein bisschen mehr finanzielle Sicherheit. Und auch Teil von diesem Chancen gleich als Förderungsgesetz ist eben der Ausbau von Frauenhäusern. So dass in möglichst einen Landkreisen ein Frauenhaus ist. Und dazu mindestens im ganzen Bundesland, beroffene Personen immer in relativ kurzen Abständen so einen Schutzraum erreichen können. Konkret ist in diesen Chancen gleich als Förderungsgesetz bisher beschlossen worden. Oder im Rahmen dieses Gesetzes, dass fünf Frauenhäuser in verschiedenen Landkreisen ausgebaut werden sollen. Insgesamt sollen rund 100 Betten mehr entstehen und soll auch eine Einrichtung für Männer geben und für Quirepersonen. Ich habe dann mein Nachgefragt bei meiner Recherche. Es gibt aktuell schon 16 Frauenhäuser. Ich nehme an, dass die fünf da schon dabei sind. Aber das heißt natürlich trotzdem nicht, dass das ausreichend ist. Ich habe dann zum Beispiel auch mit einer Mitarbeiterin vom Frauenhaus im Landkreis Eisnach und Wattbogkreis gesprochen. Und die hat mir auch erzählt, dass viel mehr Anfragen gibt als eigentlich aufgenommen werden können. Und was ich auch spannend fand jetzt vor allem mit Blick auf diesen Fachtag. Das in den letzten Jahr, 22 Frauen und 28 Kinder in diesem Frauenhaus übernachtet haben. Ganz unterschiedlich lang, teilweise auch wirklich monatelang. Und wenn man sich die Liste der Herkunftsadressen dieser Schutzbedürftigen-Personen anschaut, dann waren wirklich die wenigsten vom Land. Und genau darum geht es ja. Das eben Türing ist es ja auch ein sehr ländlich geprägtes Land. Ich glaube 90 Prozent der Fläche ist ländlich. Auch wenn sich Taba so nicht so anfühlt, weil natürlich mehr Menschen in den Städten wohnen. Aber ja, auf dem Land gibt es natürlich weniger Angebote und Anlaufstellen ist ja auch ganz klar. Aber es ist auch oft sehr viel mehr sozialer Druck. Du kommst ja auch nicht vom Dorf, aber. Ich kann mir aus den Großstadt aber ich kann mir verstehen, wie es einfach größer ist. Genau, es spielt auch eine Rolle. Aber es ist natürlich auch verrückt, wenn man sich die Fragen stellen muss. Okay, so wissen dann alle. Das wissen auch die Lehrer, meine Kinder, das wissen auch die Mitschüler, das auch irgendwie. Das ist nicht mein Stiefvater, wenn es jetzt nicht um den Geht, das mir sowas passiert ist. Und es ist natürlich auch ein totaler Druck, die man sich in seinem Umfeld und weggelich auserlegt, obwohl das natürlich auch angemessen ist in vielen Fällen. Also es ist natürlich nicht so, dass es nicht sein darf. Es ist ja kein Thema für das man sich stemen sollte, auch wenn es schon am Auf dem steht. Aber das hindert eben viele Frauen daran, sich dann Hilfe zu suchen. Und wo heißt das auch gesagt, die Infrastruktur auch von den Wiegen ist sehr schwierig. Das ist teilweise so weit, dass ich einige Frauen die Fahrtkosten nicht leisten können. Hat mir auch diese Mitarbeiterinnen und Frauenhaus erzählt. Oder es ist halt nicht vereinbar mit anderen Verpflichtungen im Leben. Und auch ein weiterer Grund ist, viele Menschen haben ja dann trotzdem, obwohl sie in der sehr schwierigen Lage sind. Mit Fuchspersonen, die ihn wichtig sind und gerade dann ist eben dieser Sozialurückhalt so wichtig und dann so weit davon weg zu sein. Es ist natürlich auch problematisch. In der Realität ist es natürlich auch trotzdem oft, weil eben die Täter so gefährlich sind, dass die Frauen dann auch nicht unbedingt ins nächste Frauenhaus gehen. Es kommt natürlich sehr auf die Situation an. Manchmal müssen sie auch untertauchen, wenn ein anderes Bundesland geschickt, bezüglich, dann so weiter geleitet. Aber deswegen ist es teilweise echt schwieriger. Es gibt auch da noch sehr wenig empirische Daten, total wenig Forschung. Aber es ist einfach klar, dass Frauen auf dem Land, die von Gewalt getroffen sind, und dafür weniger Möglichkeiten haben, was auch spannend war, dass eben das Netzwerk eine riesige Rolle spielt. Vor allem ja, mit grannischer Personen, oder der Person, die gerade erst in einen Ort getogen sind, haben sie da oft schwer, weil sie einfach gar kein soziales Netz haben und auch die Angebote nicht wahrnehmen können. Also das Netzwerk ist sozusagen, wenn ich kann, wenn ich keine Leute, keine Ansprechpartner habe, die ich da irgendwie in der Stadt oder im Dorf hab, dann fällt es mir schwerer, solche Vorfälle zu melden. Das ist zu allen Punkt davon. Also einfach, weil die Leute auch was mitkriegen, aber wenn niemand was mitkriegt, und das mit den migrantischen Personen hab ich gesagt, weil ein Beispiel erzählt wurde. Vor allem häusliche Gewalt ist er bekannt dafür, dass sie sehr im Verborgenen passiert. Hinter Verschlossenen Türen und niemand, das merken muss. Die Leute, die ich kennen und beobachten und merken, dass du dich veränderst oder vielleicht ein Verletzungen rumläust. Oder es ist auch auch ein andererseits, weil es mir mehr von den Strukturen, dass es vielleicht eine Beratungsstelle gibt. Es ist schwer, wenn eine große Hemmsfälle ist, und wenn man das macht, aber gar nicht weiß, ob das überhaupt die Stelle ist. Es ist auch schwierig. Es gibt auch Digital- und Telefonische Angebote. Aber selbst das ist mehr, dann überhaupt darauf zu kommen. Es ist auch eine sehr schwierige Schritt für die aller meisten. Es ist auch so schön, dass es im Fachtag ist. Die ländliche Regionen in Türingen sollen nicht einfach als Problemfeld gesehen werden. Da gibt es auch viele Chancen. Es ist einfach strukturell sehr anders. Ich habe noch mal ein Zitat von Anita Hennemberger, die es referenten für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltung bei dem Türinger Landesfrauenrat. Und die hat zum Beispiel gesagt, da gibt es eine große Chance, dass sich unterschiedliche Vereine vernetzen und austauschen für mehr und auf ganz andere Weise als in der Stadt. Anonymität, die es in der Stadt gibt, die kann ja auch viel verschleiern. Das könnte man auch im Gegenteil zum Beispiel ummünzen. Und sehr starke Hilfstrukturen schaffen. Eigentlich auch einen Punkt davon. Deswegen kam ich auch von diesem Chancengleichertsförderungsgesetz. Das, dadurch, dass es jetzt so dieser erste Fachtag ist, mit Workshops, Diskussionen und Seminaren, das irgendwie ganz klar ist, was daraus kommt. Aber die Impulse werden auf jeden Fall genutzt werden. Um dieses Gesetz passend umzusetzen, einfach Informationen zusammen und bedarf aufzudecken, was jetzt eigentlich getan werden müsste auf dem Land. Möchtest du dann noch mal ein bisschen ein ordnendes Wald zu sehr speziell und auch mit Blick auf diesen Fachtag, was wir wissen über Gewalt an Frauen in Türingen? Ja, auf dem Fachtag war ich nicht. Und mit eigenen Erfahrungen kann ich da auch nicht überzehnen. Deshalb habe ich mich mit dem statistischen Beschäftigt. Ich fange da mal am besten an mit einem Zitat von einer BKA-A-Mitlerin. Die hat nämlich gesagt, Gewalt gegen Frauen ist auch immer noch ein Teil der deutschen Gesellschaft und existiert hier seit hunderten Jahren in Familien, Beziehungen und Institutionen. Und sie sagt aus dem, dass das nicht um die Herkunft geht, sondern um Männlichkeit und Macht. Fakt ist, dass eben über 75 Prozent der Täter von häuslicher Gewalt sind Männer. Wie du schon richtig gesagt hast, verpasst viel im Verborgenen in den eigenen vier Wänden zu Hause. Da kann man ja meist nicht reinschauen. Also fremde Personen, da muss der Impuls von Betroffenen einfach kommen oder eben von Angehörigen wie du meinstest mit dem sozialen Netz. Die Angst darum ist wiederum ein bisschen paradox. Zum Beispiel ältere Frauen haben am meisten Angst, Ziel von Übergriffen zu werden. Aber sind statistisch am wenigsten davon betroffen. Und was ich aber sagen lässt, ist, dass als Frau ist man am häufigsten Nummer von sexueller Gewalt betroffen. Das sind die häufigsten Opfer. Und dass die Angst auch gewissermaßen gerechtfertigt. So 1920 wurde eine Frau pro Tag in Deutschland ermordet. Filmizit, weil sie eine Frau ist. Das hat mich extrem überrascht und auch gegruselt, wenn ich ehrlich bin. 188.000 Frauen sind Opfer von tätlicher Gewalt geworden in dem Jahr. Und es sind überwiegend Deutsche Täter, die diese Taten ausführen. Vielleicht ein wichtiger Punkt auch nach Anzumerken ist Hass im Netz. Gerade sexuelle Gewalt kann ja auch digital passieren, Übergriffe, verbale Beschümmfungen, was es dann nicht alles gibt. Das Versenken von Geschlechtsteilen, ungefragt, die dickpix. Es ist auch ein gross Problem. Und ließen möchte ich am Zitat, weil unser Innenstadt-Experte Friedrich Merz hat ja neulich gesagt, man mal die Töchter fragen soll, wo vor sie Angst haben. Und der Dachverband der Frauenorganisation auf Instagram hat dazu geschrieben, der gefährlichste Ort für eine Frau in Deutschland ist das eigene Zuhause, im Bundeskanzler. Und das fand ich ein bedrückendes Zitat. Ja, es ist so ein Fähig, der schreckend. Ich kann nicht zu auch noch sagen, dass jetzt auf Türinggrund da gebrochen. Da gab es so eine große Polizeilage. Da ging es um das Jahr 2023, aber das ist im letzten November veröffentlicht worden. Und da wurde auch gesagt, in Türingen wird alle 80 Minuten eine Person Opfer von häuslicher Gewalt. Das ist die Spitze des Eisbergs, kann man sich hervorstellen, dass es dann eine sehr große Dunkelziffer gibt. Aber es ist auch schön, dass wir immer mehr darüber sprechen, unsere Gesellschaft auch wenn die Zahlen steigen. Oder vielleicht steigen sie auch. Deswegen, weil sie mir angezeigt werden. Aber in dem Sinne wollten wir jetzt auch noch mal so einen kleinen Puls geben, dass der eben auch viel passiert. Und auch auf lokaler Ebene, auf Landsebene, auf bodesbene. Eigentlich um jede Person in Türingen, passieren auch in Zettiven, die man sich anschauen kann, die auf jeden Fall darauf aufmixern machen. Es ist, wie wir ja schon gesagt haben, gerade auf den Land jetzt nicht immer super super nah, aber man kann darauf zurückgreifen, und jemals zwei Aktionen von vielen, die wir uns rausgesucht haben und zwar in Apolder und Weimar. Da wurden so rote Bänke aufgestellt. Und die sollen eben auch auf die hohe Zahl von Frauen in Partnerschaften, die von Gewalt betroffen sind, hinweisen. Und auf diesen ruten Bänken ist immer ein QR-Kult drauf. Und über diesen QR-Kult kann man dann Informationen zum Frauenschutz erlangen. Und ja, die Farbe wurde symbolisiert dabei. Die Farbe des Blutes, das Opfer, das ist tatsächlich auch ein Projekt, das es jetzt nicht nur in Türingen gibt, aber es finde ich zum Beispiel ganz schön, es ist einfach symbolisch. Und es ist natürlich auch völlig in der Innenstadt, aber es ist eben auch was, was einfach viel Raum haben sollte. In Jena gab es zum Beispiel das Projekt "Rote Schuhe". Das ist von einer mexikanischen Künstlerin abgeguckt, bzw. jetzt eine weltweite Bewegung. Und der wird für jede Person, die ermordet wurde, aufgrund ihres Geschlechts im vergangenen Jahr in Deutschland in "Parote Schuhe" aufgestellt. Das waren 103 Frauen. Und in diesem Jahr bis August, als der Artikel erschien, waren es schon 53. Also, kann man auch wieder sehen, was passiert, diese Aktionen sind ja auch nicht nur traurig, sondern die helfen ja auch Netzwerk zu schaffen, so die Darität. Und da sind dann auch immer Möglichkeiten, sich einfach Hilfe zu suchen oder Informationenstände auch sich zu engagieren. In diesem Sinne wollten wir jetzt diesen Teil auch noch mal abschließen, mit Verweis auf das Hilfe-Telefon, die für Frauen, die von Gewalt betroffen sind oder angehörige oder auch Freundinnen, die hier rat brauchen. Da kann man jederzeit anonymen Kosten losanrufen. Im Jemntag im Jahr und die Nummer ist 80, 011, 16, 011, 6. Ja, was mir da Hoffnung gibt, ist, glaube ich, dass mehr darüber geredet wird. Dass es auch sichtbarer wird, dass auch klarer wird, was da passiert und dass eben gerade Frauen wissen, wo sie sich immer mehr wissen, wo sie Hilfe gesucht wird. Ich glaube, das ist eine positive Entwicklung. Ja, glaube ich auch. So, dann wollen wir jetzt mal noch positive werden, weil ich das du mit dem Funker Hoffnung für diese Woche anfangen, den du mitgebracht hast. Sehr gern. Ich würde mich da direkt mal outen, als jemand der Pilze sammeln unfassbar langweilig findet. Ich war gerade bei der Hälfte der Dörne Satzus begeistert. Aber ich hab es oder nicht gemacht. Ich stell mir das nicht so toll vor. Ich nicht. Aber deshalb ist mein Hoffnungsvolles, hat mit Pilzen zu tun, es ist nämlich man entdeckt seltenen und verschutzt stehenden Pilz. Da kommt aus Sömerdarm von Ilona Stark. Und da geht es darum, dass jemand beim Pilze sammeln einen estigen Stachelbad gefunden hat. Allein der Name ist fantastisch, muss ich sagen. Eestigen Stachelbad. Also beleidigung. Ja, du altestiger Stachelbad. Er sieht weiß aus und hat ein blumenkohlartiges Geflächt. Er ist streng geschützt. Man darf ihn nur fotografieren auf keinen Veranfassen und erweckt meist in Todholtz. Was ich so hoffnungsvoll an diesem Artikel finde, ist, dass wir häufig im Alltag den Trott und die Belanglosigkeit reinbekommen. Aber ab und zu kann es dann doch mal sein, dass man einen seltenen, unterst du stehenden Pilz findet. Und dass du einen kleinen Hoffnungsschirm hast. Ein kleines Besonderes in den Alltag bringt, ohne dass man das richtig erwartet hat. Es fand die schöne Geschichte, die wir in Kleinslicheln aufs Gesicht gezaubert hat. Dass jeder finden, die Leute, die nicht gehen, so wie ich oder kein Lust haben auf Pilz zusammen. Kannst du ja andere seltene, unterschutzstehende Sachen finden? Vielleicht eine seltene Katze? Oder so? Ich fange das einfach so ein Aufblitzendes seltenen im Alltag, finde ich einfach schön, dass jeder, der einmal durch den Wald geht, was cooles entdecken werden oder auch durch die Stadt geht. Kann ich mal passieren. - Ja, finde ich auch schön. Dann mache ich mal weiter. Ich habe ein Text von Frank Kammeyer aus Erfurt, der ist gestern erschien. Der gestern hat auch die Ausstellung eröffnet, über die er geschrieben hat. Die heißt "On the Good Wipes". Das ist schon die dritte. In der Reihe zum Thema Suchtprävention, Wissenschaft und Kunst von einer Stiftung namens Welterversuchungen. Und diesmal geht es um Cannabis und auch über Delegalisierung, die Folgen. Aber das Thema soll nicht nur problematisch angeschalt werden und das Ganze stickt mal nicht im Vordergrund stehen, sondern auch komplex. Das sieht man auch ganz viele andere Quellen für schöne Gefühle und Versuchungen in anderen Sachen bestehen können. Es geht zwar schon auch um Drogenmissbrauch, aber eben auch um das ganze Thema kreativ aufbereitet. Und das ist in der Defensionskaserne auf dem Petersberg in Erfurt. Das ist ein Meinstein für diese Stiftung, die möchte in eigenes Stiftungshaus haben. mit diesem Konzept einfach sucht Wissenschaft und Kunst. zu verbinden, dann dauerhaft existieren und das wäre deutschlandweit und Europa weit einzigartig und wie der Pharmakologe und Suchtvorscher Rainer Spannagall sagt, hat das Projekt sogar Stralkraft bis in die USA, da hatte auch schon Anfragen bekommen, der ist nämlich auch beim wissenschaftlichen Beirat der Stiftung aktiv. Genau, das ist einfach finde ich irgendwie spannend, essen wir das dann in Turingen, so ein bandes Zentrum entstehen soll. Anteilen gibt es dafür schon Bundesmittel, für diesen Neubau oder die sind schon genehmigt, aber der Bauantrag fehlt noch und in ungefähr zwei Jahren soll eben der Stiftungs-Hörs entstehen. Das fand ich irgendwie auch ganz positiv und auch generell dieses Thema, man ein bisschen anders zu betrachten, weil es jetzt irgendwie ein Jahr nach der Legalisierung immer noch, finde ich so sehr polimisch, manche Vertäufe in das und andere sagen, man ist, was Beste irgendwie was passieren könnte, aber eine Ausstellung, die wirklich verschiedenste Aspekte und auch Hintergründe zeigt und auch einfach zu der Pflanze viel erklärt, das finde ich irgendwie meine Schöne herangehensweise. Da muss ich kurz nachherken, weil du hast mir ein Bild gezeigt, wie du auf so eine Leiter stehst, mit dem Kopf in Wolkenartichen gebildet. Was war das? Also ist da was der Wiss? Das ist auch auch zu diesem Flyer drauf. Ja, also den Kopf in den Wolken, heil, weil ich da seit einfach Teil dieser Ausstellungs, das sehr interaktiv gestaltet, dass man auf den Leiter steigen kann und dann ist man da von außen sehr lustig aus, aber von innen fühlt man sich auch irgendwie, benebelt in dem Sinne, dass man halt irgendwie so süßen geruch um sich hat, alles ist rosar, flaschig, ja, und du bist fett oben auf dem Petersberg. Na gut, dann bist du jetzt dran mit dem Kuriosen. Das Kuriosen ist bei mir beziehungsweise Mülltrennung. Das habe ich aus dem Saarleorlandkreis mitgebracht, ein Entikel von Markus Schieschlag. Ich hoffe ich habe den da richtig ausgesprochen. Die Überschrift ist "Sinth Müllwerke auf dem Grundstück ein Zeichen für den Überwachungsstaat". Würdest du sein Jahr nein? Müllwerke auf dem Grundstück. Ja, sind die ein Zeichen für den Überwachungsstaat? Verstehe ich nicht so ganz. Es ging um eine neue Abfallwirtschaftssatzung des Zweckverbandes, Abfallwirtschaftsaleorler. Ich könnte es mal mit Saar so ab. Ja, aber es ging ein Baselgliederum, dass Müllwerke das Recht hat, die Mülltrennung zu kontrollieren. Und das auch auf dem Grundstück. Und da hat jemand von der AfD gesagt, das ist ein weiterer Schritt zum Überwachungsstaat und hat das angebrangert. Da es viele Gegenargomente gibt, gegen diese Tese zum Beispiel eben, dass Müllwerker gar keine Zeit haben, irgendwie überflüssig, dann Müll zu kontrollieren. Das Turn-Souten haben eigentlich ziemlich viel zu tun. Das ist sich da hauptsächlich um Unternehmen handelt, die da kontrolliert werden und das auf jeden Fall dein Wohnraum nicht betreten wird. Also solltest du den Küchenmüll die Bananschale in den falschen Sack schmissen haben, dann wird es der Müllwerker nicht rausfinden. Also, weil ich weiß, kann man trotzdem inflagrantisch erwischt werden, dass es trotzdem strafbar ist. Ja, mein solltest du nicht machen, aber. Überwachungsstaat. Das ist ja auch was anderes, wenn man dann den Müll komplett falsch entsorgt, dann kann man, dann ist es ja auch jetzt schon so, dass das eigentlich illegal ist oder es geht denn nur darum, dass mich kontrolliert wird. Es geht nur darum, dass niemand deine Haustür auftritt und deinem kompletten Müll durchsucht, das wird nicht passieren. Ja, okay, also in dem Sinne sag ich jetzt nein zu deiner Frage. Das ist dir richtig einfach. Okay, dann meine Curiosität, ich habe echt überlegt, ob ich den nehmen soll, weil ich finde sie eigentlich eigentlich nur eklig, aber Curios sind eklig, sind vielleicht auch nah beinander und zwar ist es eine Geschichte vom Dienstag aus dem Icefeld eigentlich eine Polizei-Meldung und enttäusche ich das Icefeld bekannt für die Fleisch und Wurstwaren, die daher kommen. Aber trotzdem, weil dieser Fund dann überraschend und zwar hat eine Autofahrerin am Montag auf der Landstraße zwischen rüdiger Sagen und Hüppstät ein paar Kunststoffkisten gefunden und der Polizei gemeldet und in diesen waren dann Schweinekäme und zwar mehrere Kilogramm. Was sind Schweinekäme? Ja, ich habe es auch gegugelt, dass es zum bestimmten Teil von Schweinen, ich glaube am Rücken und dafür besäule irgendwie sowas in die Richtung. Ich bin fast vegetarierend, aber es ist ja auch an sich, ich stimme, dass es das gibt, aber das ist dann so auf der Straße liegt mir Rekilo und ja, die Polizei sucht jetzt nach dem Besitzer von diesem Fleisch in den drei Kisten und das ist ja schon irgendwie Curios, wie man sowas verlieren kann. Es war, denke ich, mal schon noch gut, aber. Es war nicht mal Abfall, also ich dachte, dass wenn jetzt irgendwie ein schlachde Reiherpfälle, die da jemand weggekippt hat. Ich glaube, es ist eigentlich schon ein gutes Stück Fleisch. Schreibt uns, wenn ihr die besten Schweinekammer gezeptt habt. Ja, es ist so Curios, dass es uns verwirrt. Gut, an dieser Stelle würde ich mir darauf hinweisen, dass alle Artikel über die wir jetzt gesprochen haben, in den Schauen, als Verlinkt sind und ihr diesen Podcast über die Website der Turingere Allgemeine, die Ostturinger Zeitung und die Turingere Scherlang, dann das Zeitung findet und auf einen gängigen Podcastportalen. Ihr könnt uns sehr gerne schreiben, wenn ihr Anmeckung oder Kritik habt über Social Media, wie Instagram oder X oder auch Facebook und wir freuen uns da immer sehr darüber. Nun würde ich noch kurz eine Anliegdote aus dieser Woche sagen, einfach um noch so einen kleinen Abschluss zu geben und da habe ich einen Text aus Guta, der mit uns ausgeprungen ist und da ist einfach mal wieder eine sehr langer Ehe. Thema Krit wurden aber auch verschöntes, aber ich finde, das ist jetzt wirklich sehr selten eine Gnadenhochzeit. Wirst du wie viele Jahre das sind? Nein, was ist eine Gnadenhochzeit? Sind 70 Jahre Ehe und erfeiern Hannelore und Willfried Frankenberg, 788, im 70. Ehejahres Tag. Und das fand ich auf jeden Fall meine schöne Anliegdote. Ihr Geheim Rezept ist Ehrlichkeit, Vertrauen und miteinander reden. Also, hoppen wir es mal. Da kann man sehen, falls ihr grad verliert. Ja, weit auszulegen ist. Auf jeden Fall schön an dem Attike kann man auch nachlesen, wie die sich kennengelernt haben. Der erste Quos auf einer Tanzveranstaltung, der musste zum Beispiel die Braut noch ihre Eltern fragen, weil sie noch 17 war. Und so ist es auf jeden Fall eine schöne Geschichte. Sie ist meine Frage, wer aber eher bei 70 Jahren heißt das Gnadenhochzeit, weil man dem Toten wahrscheinlich näher ist, der geburt oder der Hochzeit? Das weiß ich nicht. Ist das die Gnaden? Wir hoffen nicht. Ich dachte, es wäre immer Stein oder Metall, aber naja, dann ist es so. Okay, und damit wünschen wir euch noch ein gemütliches Wochenende. Falls ihr das jetzt direkt nach der Veröffentlichung geguckt habt, bis nächstes Mal. Bis nächstes Mal. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Geschlechtsspezifische Gewalt, insbesondere gegen Frauen, ist ein weltweit und in Thüringen präsentes Thema, das von Catcalling bis zu physischer Gewalt reicht.
  2. Persönliche Erfahrungen, wie ein Überfall in der Jugend, zeigen, dass jede Frau betroffen sein kann; Männer nehmen diese Bedrohung oft erst spät wahr.
  3. Die Istanbul-Konvention ist seit 2018 in Deutschland geltendes Recht, wird aber in Thüringen noch nicht vollständig umgesetzt.
  4. Das Chancengleichheitsförderungsgesetz macht Thüringen zum ersten Bundesland mit Rechtsanspruch auf Schutzplätze, inklusive Ausbau von Frauenhäusern und Einrichtungen für Männer und Queerpersonen.
  5. Gewalt auf dem Land ist strukturell anders
  6. Statistik
  7. Öffentliche Aktionen wie rote Bänke und rote Schuhe machen auf das Thema aufmerksam und bieten Hilfe über QR-Codes.
  8. Das Hilfetelefon (08000 116 016) ist rund um die Uhr erreichbar; Hoffnung besteht in mehr Sichtbarkeit und Austausch.

Summary:

Der Podcast thematisiert geschlechtsspezifische Gewalt, vor allem gegen Frauen, und beleuchtet deren Alltagspräsenz in Thüringen. Die Gastgeberin teilt eigene Erfahrungen mit einem Überfall in der Jugend, während der männliche Gast erst durch Gespräche mit seiner Partnerin ein Bewusstsein für die ständige Bedrohung entwickelte, die Frauen erleben. Ein zentraler Punkt ist die ungleiche Wahrnehmung: Während Männer unbehelligt nachts spazieren gehen können, ist dies für Frauen oft mit Angst verbunden.

Die Diskussion konzentriert sich auf strukturelle Unterschiede zwischen Stadt und Land. Auf dem Land fehlen Anlaufstellen, und soziale Kontrolle sowie fehlende Netzwerke, besonders für Migrantinnen, erschweren die Hilfesuche. Thüringen hat mit dem Chancengleichheitsförderungsgesetz als erstes Bundesland einen Rechtsanspruch auf Schutzplätze geschaffen, inklusive Ausbau von Frauenhäusern und neuen Einrichtungen für Männer und Queerpersonen.

Dennoch reichen die Kapazitäten nicht aus, und viele Betroffene finden keinen Platz. Statistiken zeigen alarmierende Zahlen: Täglich wird eine Frau in Deutschland ermordet, und in Thüringen wird alle 80 Minuten eine Person Opfer häuslicher Gewalt. Projekte wie rote Bänke oder rote Schuhe schaffen Sichtbarkeit und bieten Hilfe an.

Der Podcast endet mit einem positiven Ausblick auf mehr gesellschaftliche Offenheit und verweist auf das Hilfetelefon sowie eine hoffnungsvolle Geschichte über die Entdeckung eines seltenen Pilzes als Symbol für unerwartete Besonderheiten im Alltag.

FAQs

Geschlechtsspezifische Gewalt umfasst physische, sexuelle, psychische und digitale Gewalt, die überwiegend gegen Frauen gerichtet ist. Sie reicht von Catcalling bis zu gefährlichen Übergriffen und passiert oft im privaten Umfeld.

Die Istanbul-Konvention ist ein EU-Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Sie gilt in Deutschland seit 2018, wird aber in Thüringen noch nicht vollständig umgesetzt.

Das Gesetz, das seit dem 1. Januar gilt, macht Thüringen zum ersten Bundesland mit einem Rechtsanspruch auf einen Schutzplatz in Frauenhäusern. Es fördert den Ausbau von Frauenhäusern und schafft rund 100 zusätzliche Plätze, auch für Männer und queere Personen.

Auf dem Land gibt es weniger Anlaufstellen, längere Wege und oft mehr sozialen Druck. Betroffene haben seltener ein soziales Netz, was die Suche nach Hilfe erschwert, und die Infrastruktur ist weniger ausgebaut.

In Deutschland wird täglich eine Frau aufgrund ihres Geschlechts ermordet, und 188.000 Frauen wurden Opfer tätlicher Gewalt. In Thüringen wird alle 80 Minuten eine Person Opfer häuslicher Gewalt, wobei die Dunkelziffer vermutlich hoch ist.

Rote Bänke in Apolda und Weimar weisen mit QR-Codes auf Hilfsangebote hin, während in Jena rote Schuhe an ermordete Frauen erinnern. Beide Projekte schaffen Sichtbarkeit und Netzwerke für Betroffene.

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