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#4: Das Leben ohne Alkohol ist manchmal ganz schön schwierig – und das ist gut so!

42m 45s

#4: Das Leben ohne Alkohol ist manchmal ganz schön schwierig – und das ist gut so!

In dieser Podcastfolge spricht Maria über die verbreitete Annahme, dass ein Leben ohne Alkohol ausschließlich positiv und problemfrei sei. Sie stellt klar, dass diese Glorifizierung in der "Sober Bubble" zwar motivierend wirken kann, aber auch gefährliche Erwartungen schürt. Viele Menschen, die mit dem Trinken aufhören, erleben anfangs unerwartete Herausforderungen: Schlafstörungen, Erschöpfung, Reizbarkeit oder das Gefühl, Menschen nicht mehr ertragen zu können. Diese negativen Erfahrungen können zu Selbstzweifeln und Frustration führen, was wiederum das Rückfallrisiko erhöht. Der Kern des Problems liegt darin, dass Alkohol im Leben eine klare Funktion erfüllte – etwa als Bewältigungsstrategie für Stress, soziale Ängste oder innere Unruhe. Wenn diese Funktion plötzlich wegfällt, fehlen oft alternative Handlungsmöglichkeiten, um mit unangenehmen Zuständen umzugehen. Maria betont, dass es nicht darum geht, den Alkohol zu vermissen, sondern die Wirkung, die er hatte. Der Weg zur Alkoholfreiheit bietet jedoch die Chance, neue, gesündere Strategien zu entwickeln. Es ist wichtig, sich dieser Realität bewusst zu sein, um Enttäuschungen zu vermeiden und langfristig erfolgreich zu bleiben. Die Folge ermutigt dazu, die Herausforderungen als Teil des Prozesses zu akzeptieren und sich nicht von der idealisierten Darstellung in sozialen Medien täuschen zu lassen.

Transcription

6291 Words, 38340 Characters

German
Willkommen beim Frau Bremer trinkt nicht mehr Podcast. Ich bin Maria, die, die nicht mehr trinkt. In diesem Podcast geht es um die Themen persönliche Weiterentwicklung, Algoholfreies leben und nüchtern Alive-Style. Als Algoholfrei-Coach unterstütze ich Menschen darin, ihren zufriedenen und gesunden Alltag ohne Algohol zu erschaffen. Lasst uns diesen Weg gemeinsam gehen. [Musik] Herzlich willkommen zu meiner vierten Folge. Und vier Folgen bedeutet, dass es diesen Podcast jetzt seit einem Monat gibt. Und es ist schon ein erster kleiner Geburtstag. Das feiert man in der Sober-Community schließlich auch, seit 30 Tagen oder vier Wochen nichts mehr trinkt. Also feier ich jetzt ein kleines bisschen für mich im Stillen, dass es diesen Podcast seit vier Wochen gibt. Juhu! Also in diesem Podcast geht es ja auch darum, dass ich eure Fragen, die immer wieder kommen zum Thema Leben ohne Algoholbe antworte. Und Gott sei Dank gibt es solche Tools wie Instagram, solche Plattformen wie Instagram. Über die erfahre ich wirklich sehr, sehr deutlich, wenn ein Thema für euch besonders relevant ist. Und was ich jetzt in der letzten Zeit vor allem, immer wieder realisierend ist, dass es offenbar ein großes Thema ist, dass dieser Mütos herrscht, um es mal so zu sagen, dass das Leben ohne Algohol einfach immer nur wundervoll und wunderschön ist. Dass alles besser wird, denn das ist das, was man ja hört. Und das ist ja auch völlig verständlich, dass man das hört, denn man möchte, die Menschen nie hat dazu motivieren, aufhören Algohol zu trinken und zu sagen, "Hey, wenn du aufhörst, Algohol zu trinken, dann schläfst du besser, dann ist deine mentale Gesundheit besser, dann wird deine Haut besser, dann werden deine Beziehungen besser, eigentlich wird ja alles besser, ja?" Und das ist ja auch so. Viele Dinge werden wirklich besser. Und wenn ich zum Beispiel auf Instagram eine Storyposte und darin erzähle, dass ich beispielsweise im Urlaub immer mal wieder solche Momente habe, in denen ich wirklich auch Struggler, in denen ich denke, "Oh, jetzt so ein Glas Wein, wer wirklich toll?" Und ich dann auch erkläre, wie ich damit umgehe, und auch erkläre, dass ja, es kann manchmal noch passieren, dass ich den Wunsch nach einem Glas Wein habe, und zwar nicht des Weineswegen, ganz wichtig, nicht weil ich Bock auf Wein habe, sondern weil ich die Funktion des Weines vermisse. Weil es eben manchmal immer noch anstrengend ist, ohne Algohol. Und warum es eigentlich gar nicht wirklich um den Algohol geht, darauf geht, darauf komme ich dann später noch zu sprechen. Aber was ich jetzt sagen möchte, ist, wenn ich davon bedichte, dass es nicht immer einfach ist, dass es immer noch Hürden gibt im Leben, die ich manchmal täglich noch überwinden muss, und dass das auch damit zu tun hat, dass ich früher getrunken habe, dann bekomme ich überdurchschnittlich viele Reaktionen von euch. Reaktionen wie ja, endlich sagt es mal jemand, endlich höre ich auch mal eine Stimme, die sagt, dass das Leben ohne Algohol nicht immer nur zu 100% rosig und toll ist, endlich höre ich auch mal, dass jemand sagt, dass es Schwedigkeiten geben kann, wenn ich nicht mehr trinke, dass ich nicht ab Tag eins in der Rosarotinwolke drin schwebe quasi. Und wer sich so ein bisschen in dieser Sober Bubble bewegt, und das machst du ja vielleicht, wenn du diesem Podcast hier hörst oder auch noch andere Podcast hörst oder auch auf Instagram, einigen Seiten folgst, vielleicht ja auch meiner @frauuntershtrigbremer. Dann wirst du damit konfrontiert werden, dass die allermeisten davon berichten, wie absolut grandios das Leben ohne Algohol ist. Und ich nehme mich dann natürlich nicht aus, ich schreibe auch, oder ich beschreibe auch in 90% meines Kontents, das undervolle Leben ohne Algohol. Das muss aber nicht bedeuten, dass alles nur noch gut ist, sobald man nicht mehr trinkt. Ich bin sogar davon überzeugt, dass wir in der Öffentlichkeit mittlerweile sogar ein falsches Bild davon erschaffen haben, wie ein Leben ohne Algohol ist. Wir neigen in unserer Sober Bubble dazu hin und wieder vielleicht das Algoholfreie Leben zu glorifizieren. Wirklich zu glorifizieren und als das non plus ultra Ziel hinzustellen, was es ja auch sein soll, den Widerspreche ich ja auch gar nicht. Und gleichzeitig bürgt das aber auch gewisse Gefahren. Ich habe das mal so, ich halte es manchmal für etwas gefährlich. Ich möchte dir gerne in diesem Podcast erklären, warum ich das für gefährlich halte. Und aber was dir das Wissen darüber, das eben nicht immer nur alles gut ist, was dir dieses Wissen für deinen Weg in die Algoholfreiheit bringen kann. Was du quasi für dich als Vorbereitung auf dein Algoholfreies Leben mitnehmen kannst, damit du eben nicht in diese Falle tappst und denkst, aber jetzt sollte doch eigentlich alles gut sein, wie so ist jetzt nicht alles gut. Und falls du schon nicht mehr trinkst, dann freue ich mich natürlich auch, wenn du hier bist. Und dann kannst du ja für dich vielleicht mal abgleichen, ob du solche Momente, die ich heute hier beschreibe, auch aus deinem Prozess kennst. Wenn also jemand aufhört mit ihm trinken oder eine längere Pause macht. Und dann eben nicht alles so toll ist, was durchaus passieren kann, weil ich es von mir selbst kenne, oder natürlich auch von meinen Klientinnen und Klientinnen, mit denen ich sehr, sehr eng zusammen arbeite und Hunderte von Gesprächen gefüllt habe. Wenn also jemand aufhört zu trinken und dann nicht in der rosa roten Wolke drin schwebt von Tag eins an oder vielleicht nur teilweise oder vielleicht nur manchmal, dann kann sehr schnell das Gefühl aufkommen, ein gegen sich selbstgerichtetes Gefühl, "heh, was mache ich denn falsch?" Irgendwas stimmt doch hier nicht. Irgendet was mache ich doch falsch. Und wenn jemand nicht darauf vorbereitet ist, dass es auch anstrengend werden könnte, sobald jemand den Alkohol weglässt, dann kann natürlich auch eine gewisse Enttäuschung aufkommen. Was bringt mir denn das jetzt überhaupt? Wenn jetzt, dass die ganze Zeit nur schwierig ist und anstrengend ist und es fällt mir zwar vielleicht nicht mal schwer den Alkohol wegzulassen. Aber das Leben hält irgendwie das Alkoholfreie Leben, hält irgendwie doch nicht so ganz, was mir versprochen wurde. Dann kann man sich ja auch vorstellen, dass das Einfallsthor wieder etwas zu trinken. Viel größer ist. Ja, mal diese Enttäuschung, dieses Irgendwas mache ich doch hier falsch. Das frustriert natürlich auch. Und auf Frust kann man, wie man ja weiß, auch mit Alkohol reagieren. Du weißt vielleicht in dem Moment nicht, was hier gedadet schief läuft, denn wenn du dich, wie gesagt, in dieser Babel ein bisschen bewegt oder wenn du vielleicht auch Content konsumierst, in dem alles immer nur glorifiziert und schön dargestellt wirst, wird, dann glaubst du, dass etwas schiefläuft. Und diese Überzeugung, dass jetzt alles toll sein sollte, gründet vielleicht auch auf dieser Überzeugung, dass sobald ich nicht mehr trinke, sind alle meine Probleme weg. Sobald ich nicht mehr trinke, müssen sich meine Probleme quasi in Luft auflösen. Und das ist natürlich falsch. So ist es natürlich nicht. Und vielleicht über Spitze, ich ist jetzt auch ein bisschen. Vielleicht weißt du, dass nicht alle Probleme weg sind, sobald du mit dem trinken aufhörst. Aber vielleicht, und vielleicht fühlst du dich hier ein bisschen ert habt. Vielleicht hast du diesen Wunsch in dir drin, dass wenn du diese große Hörde nimmst in deinem Leben. Wenn du es schaffst, den Alkohol wegzulassen, dann hast du ein großes, großes Opfer gebracht. Und dieses große Opfer, das du bringst, das muss sich irgendwie auszahlen. Und zwar schnell und merklich. Also viele deiner Probleme sollen dann weg sein. Und lass mir gesagt sein, dass viele deiner Probleme auch weg sein werden, aber vielleicht nicht die, die du dir wünschst, dass sie weg sind. Bevor man mich jetzt hier, der Schwarztmalerei, bezichtigt, natürlich ist es großartig, wenn du aufhörst mit dem trinken. Ich bereue meine Entscheidung keine Sekunde und ich bin 100 Prozent überzeugt, dass kein einziger Mensch auf dieser Welt seine oder ihre Entscheidung auch nur kurzzeitig bereut. Aber das Leben ohne Alkohol ist nicht immer nur einfach. Und auch das ist eine Realität. Meine Klientinnen und Klienten, sie kommen häufig mit folgenden oder ja ähnlichen Fragen zu mir. Sie haben aufgehört zu trinken. Ja, gehen wir davon aus, sie arbeiten jetzt vielleicht schon so 1, 2, 3 Stunden mit mir zusammen und haben aufgehört zu trinken. Sie haben mein Programm, heile deine innere Trinke, du findest dazu alle Informationen in der Beschreibung dieser Folge weiter unten. Die Absolventin in meines Programms, meine Klientinnen und Klienten, kommen zu mir und stellen mir folgende Fragen. Warum schlafe ich schlecht? Ich sollte doch jetzt viel besser schlafen, seit ich kein Alboholme trinke. Warum fühle ich mich schlapp? Sollte ich mich nicht super gut fühlen und jeden Tag voller Energie strotzen draufstehen? Meine Haut wird gar nicht besser. Auch solche Fragen bekommen ich oder solche Kommentare bekommen ich. Ich höre auch, setze wie ich bin viel ungeduldiger und unruhiger als damals, als ich noch getrunken habe. Ein Klassiker, den ich wirklich oft höre, ist, ich ertrage Menschen kaum mehr. Ich ertrage Menschen nicht mehr gut. Es nervt mich alles so schnell. Ich bin ja gar nicht tiefen entspannt und relaxed. Oder auch, höre ich auch oft und kenne ich auch von mir aus meinem Prozess. Ich habe so schnell Reizüberflutung und weiß nicht, was ich tun soll. Ich weiß dann gar nicht, was ich tun soll. Diese Fragen höre ich fast täglich von meinen Klientinnen oder Kurs teilnehmerinnen. Ich habe ja in der zweiten Folge, aber eigentlich, ja, rede ich davon in vermutlich jeder andere Folge auch. Und das wird auch höreftig so sein. Ich rede davon, dass Alkohol eine Funktion hat in deinem Leben. Alkohol ist funktionalisiert. Du hast Alkohol funktionalisiert und Gewohnheitsmäßig setzt du ihn dann ein, wenn du mit ihm einen gewissen Zustand verändern möchtest. Zum Beispiel fühlst du dich gestresst und du wünschst dir Ruhe. Innerlich auch irgendwie ein bisschen äußerlich, ja, so wie einen Filter zu der Außenwelt. Oder aber du hast viele laute Gedanken im Kopf und du möchtest diese Gedanken endlich abschalten. Vielleicht ist es auch ein Gefühl von Belohnung. Du hast viel gearbeitet, du hast viel geschafft, du hast viel getan. Und jetzt möchtest du dich hinsetzen und dich endlich mal ein bisschen besser fühlen. Und die endlich etwas Gutes tun und ein bisschen Glückshormone quasi ausschütten. Vielleicht aber fühlst du dich auch in einer sozialen Situation etwas schüchtern und mit Alkohol fühlst du dich mutiger in blau, da laune oder lockerer. Oder du hast auch schmerzen, seelischer oder körperlicher Natur. Und wenn du Alkohol trinkst, dann fühlst du dich leichter. Zumindest für einen kurzen Moment. Oder du hast ein Gefühl von Getrend sein mit anderen Menschen und du wünsch dir Verbindung mit anderen Menschen. Vielleicht auch mit einem Partner oder mit einer Familie oder mit Freundinnen und Freunden. Oder vielleicht hast du auch schwere Gedanken oder Erinnerungen im Kopf, die einfach nicht weggehen wollen. Und wenn du etwas trinkst, dann kannst du für einen Moment abschalten, ausschalten, abstumpfen. Das können Funktionen sein, die der Alkohol übernimmt. Das heißt nicht automatisch, dass das die Gründe für deinen Konsum sind. Warum jemand einen gewohnheitsmäßigen und- oder schädlichen Konsum entwickelt, das hängt von verschiedenen Faktoren ab, um dir es hier aber nicht gehen soll. Aber wie, wann und wozu und warum du trinkst, also wozu, ja. Das war rum, wollte ich jetzt eigentlich ausklammern, wozu du trinkst, das hat sich bei dir irgendwann eingependelt. Und gleichzeitig hast du ein Stück weit eben auch verlärmt, wie du diese Zustandsveränderungen, also zum Beispiel vom Gefühl des Getrendsigns zum Gefühl der Verbindung, wie du diese Zustandsveränderungen ohne Alkohol hinbekommen kannst. Denn der Alkohol hat das für dich ja immer übernommen. Du weißt gar nicht, wie es geht, wenn der Alkohol plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht, um diese Funktion zu übernehmen. Und jetzt kannst du dreimal raten, was passiert, wenn du aufhörst zu trinken. Und zwar, wenn du aufhörst zu trinken, ohne dich wirklich um deinen Prozess zu kümmern. Wenn du nicht mehr trinkst, dann fehlt diese Funktion. Dann fehlt dir, wenn man so will, eine Bewältigungstrategie um vom Gefühl der Getrendsigns zum Gefühl der Verbindung zu kommen. Dann fehlt dir eine Bewältigungstrategie, wie du Schwede Gedanken oder Erinnerungen abschwächen kannst, ertragen kannst, vielleicht ja auch einfach wegmachen kannst. Es fehlt dir. Wie willst du jetzt wissen, wenn du das Jahr lang, manche Jahrzehnte lang so gehandhabt haben? Wie willst du dann plötzlich wissen, wie du dich ohne Alkohol innerlich beruhigen möchtest? Woher möchtest du wissen, wenn du dich nicht damit auseinandersetzt, wie du deine Schwede Gedanken oder Erinnerungen loswürst? Woher möchtest du wissen, wie du deinen Kopfstum schaltest, einfach so? Alkohol hat diese Funktion jahrelang, jahrzehnte lang für dich übernommen. Du hast ihn in deinem System, wenn man es jetzt vom systemischen Standpunkt aus anschaut, integriert. Er hat eine Position und zwar keine Unwichtige. Ja, das weißt du selbst, dass er keine Unwichtige Position hat, sonst wirst du jetzt nicht hier. Du hast Alkohol aus welchen Gründen auch immer, um die es hier nicht gehen soll und um die du auch nicht zu 100% ergründen brauchst. Aber du hast Alkohol diese Funktion zu gewiesen. Alkohol hat diese Funktion sehr zuverlässig übernommen, übernommen, über jahre, über jahrzehnte. Alkohol hat ein sehr, sehr breites Wirkungsspektrum. Also du kannst ihn für sehr, sehr viele Dinge einsetzen, um verschiedenste Gefühlszustände herbeizuführen, die du dir von ihm wünschst. Ungleichzeitig und das wissen wir auch, darum will jemand, der damit auch führen, hat ja auch einen, wie soll man sagen, einen sehr langen Beipack-Zettel-Mitzen-Nieben-Wirkungen, wenn man so möchte. Wenn Alkohol keine Nebenwirkungen hätte, nicht schädlich werde, keinen Kater machen würde, nicht Gesundheit schädigend werde, dann wäre ich ziemlich sicher, dass sehr viel mehr Menschen noch sehr viel mehr Alkohol trinken würden. Und zwar, weil eben Alkohol so Funktionstüchtige ist, wenn man das so sagen möchte. Da möchte ich jetzt aber hier gar nicht tiefer drauf eingehen, aber ich möchte dir damit auch ein bisschen näher bringen, das versuche ich auch in den letzten Folgen. Warum es total verständlich ist, dass jemand regelmäßig trinkt, wenn er das mal für sich entdeckt hat, das Alkohol ihm ihr in gewissen Fällen einfach hilft, von unangenehmem gefühlt zuständen, in angenehmere Gefühltzustände hineinzugelangen. Und wenn du jetzt hier sitzt oder das, beziehungsweise das höherst und denkst, okay, aber ich trinke hier eigentlich immer nur dann, wenn es mir sehr gut geht. Ich habe das ja gar nicht. Ich will ja gar nicht in einen angenehmeren Zustand. Ich bin ja schon in einem angenehmen Zustand, dann überprüfe mal für dich, ob es vielleicht auch sein könnte, dass du diesen angenehmem Zustand bewahren möchtest. Dass du Angst hast, dass dieser angenehme Zustand sich wieder in Luft auflösen könnte. Oder du möchtest diesen angenehmen Zustand möglichst lange hinauszögern. Und deswegen trinkst du etwas. Also hast du eigentlich auch, wenn man so möchte, einen unangenehmem Befürchtung, vielleicht denkst du, ich möchte nicht, dass das vorbei geht. Und deswegen trinke ich mehr. Oder trinke ich ja regel, also an diesem Abend regelmäßig, um zum Beispiel dieses gute Gefühl nicht loszuwerden. Das nur so als kleine Klammer bei Merkung, falls du dich hier in diesem Moment nicht abgeholt fühlst, wenn ich sage, dass es hier immer nur um die Veränderung von unangenehmem Zustände gehen muss. Muss es nicht. Ja. Zurück zu der Tatsache. Dass wenn du aufhörst zu trinken, dass dir diese Funktion des Alkohols fehlt. Und das ist ja das, was ich das wirklich sehr schöne. Wenn man das wirklich so sagen möchte, aber ich möchte das eigentlich gerne so sagen, dass sehr, sehr schöne Finde an dem Weg, den jemand geht, wenn er oder sie aufhört, Alkohol zu trinken. Denn dieser Weg gibt dir die Chance, dass du jetzt alternative Funktionen, alternative Handlungsmöglichkeiten für dich findest, um mit diesen Zuständen umzugehen. Um quasi, wenn du jetzt in der Unruhe bist oder im Gefühl des Getrenns seines Bist, da wegzukommen. Das ist so die, die die schöne, die die schöne Beispielhafte Lehrmeinung. So hat er einfach andere Möglichkeiten, wie du damit umgehst und dann brauchst du irgendwann den Alkohol nicht mehr. Das ist ja grundsätzlich auch mein Ansatz. Aber, gerade am Anfang, da hast du natürlich noch nicht all diese alternative Handlungsmöglichkeiten zu hand. Vielleicht einige. Vielleicht auch gefühlt schon fast alle. Vielleicht merkst du, dass du den Alkohol wirklich gar nicht mehr brauchst, weil du viel ruhiger bist, wenn du nicht mehr trinkst. Aber es muss eben nicht so sein, je nachdem, wie dir es im Moment gerade geht, wenn du aufhört zu trinken, gibt es auch manchmal einfach nichts, das du einsetzen kannst und du fühlst dich besser. Es gibt vielleicht einfach nichts in dem Moment. Und dann findest du dich in diesem unangenehmen Zustand wieder und denkst, scheiße, ich möchte jetzt was trinken. Oder ich möchte irgendwas tun, vielleicht möchtest du ja gar nicht trinken. Genau das Gleiche ist ja das, was ich auch erzähle auf Instagram. Also wer da etwas mehr Insights haben möchte von mir und meinem Alkohol freien Leben. Das gebe ich da relativ regelmäßig, wenn ich da erzähle, dass ich Bock habe auf ein Glas Wein. Ich möchte nicht das Glas Wein. Und hier geht es vielleicht genau gleich, wenn du aufhörst zu trinken. Dann denkst du in erster Linie vielleicht noch, ich möchte ein Glas Wein, aber du möchtest, höchst wahrscheinlich nicht das Glas Wein, sondern du möchtest die Funktion des Glases. Du möchtest die Funktion des Weines, die er dir über Jahre Jahrzehnte hinweg gegeben hat, die er inner hatte. Und wenn ich zum Beispiel jetzt, ich war jetzt gerade im Urlaub, und ich war auch in einer größeren Stadt und da war es heiß und es war stinkig und sticke ich und es gab viele Leute. Und da gibt es diese Momente. Da sehe ich mich enorm nach einem Apparitiv, oder so, den ich mir auf Lernmarken reinkippen kann, um diesen Zustand der Reizüberflutung einfach mal loszuwerden für einen Moment. Aber ich will nicht dieses Getränkt trinken. Ich weiß einfach, weil ich das ja logischerweise weiß, weil ich das ja Jahre Jahrzehnte lang so gemacht habe. Ich weiß, wenn ich mich jetzt hinsetzen würde, etwas bestellen würde, das Getränkt trinken würde, dann würde dieses Gefühl der Reizüberflutung weggehen. Ja, klar, es wäre wunderbar. Weil Reizüberflutung ständig, und ich bin dazu veranlagt, dass ich sehr sensibel bin, auf die verschiedenen Sinnesreize, dann sind man sich einfach zwischendurch. Danach, dass man einfach mal ein bisschen abgestumpft da ist. Und das heißt, das ist eben das, was ich dann, das nicht sehr einfache des Lebensnände im Sinne von, es ist nicht immer nur schön. Ich habe nicht für alles, was der Algo-Hol-Frühr für mich übernommen hat, wie zum Beispiel dieses Abstumpfen von den Sinnen, von Sinnen, damit ich mich besser fühle, zum Beispiel in so einer Großstadt. Ich habe nicht auf alles eine Lösung. Es gibt nichts. Es gibt, ich muss das auch rausfinden, für mich, es gibt eigentlich nichts, was ich tun kann, um meine Sinne abzustumfen. Nichts, was nicht chemisch ist. Ja, ich könnte vielleicht eine Tablette nehmen, mache ich nicht. Und natürlich, ich kann, das mache ich natürlich auch. Ich gehe dann vielleicht in eine Seitengasse oder ans Meer oder in Tothelzimmer. Und atme da ein bisschen durch und dann im Irruch, setz mich in den Café, neben den Buchzuhand. Irgendso was ja. Natürlich hilft das auch. Das hilft auf jeden Fall. Aber man darf auch so ehrlich sein und sagen, es hilft nicht in der gleichen Art und Weise, wie wenn ich mir jetzt einen Drink reinpfeife und der mich einfach für eine halbe Stunde Stunde einfach mal stumm schaltet. Das heißt immer noch nicht, dass ich das will. Ja, das heißt ja immer noch nicht, dass ich für diese Stunde stumm, als ich ich will ja, ich hoffe, ich bring das richtig rüber, ja, ich will ja, dass nicht, ich will ja nicht trinken und eine Stunde abgestumft sein. Weil ich weiß ja auch, dass mir das gar nichts nützt, weil nach der Stunde geht's ja weiter. Das Leben ist ja nicht deswegen anders geworden. Aber ich merke, dass da, wo ich früher Algehol getrunken habe und heute keinen mehr trinke, da kann es immer noch vorkommen, das ist manchmal etwas hart, sich ist das Leben. Und da bin ich wieder bei der sehr simplen Aussage, nee, es ist nicht immer nur alles schön, sobald ich aufgehört habe zu trinken. Ist es nicht so? Das ist jetzt so ein Beispiel und ich habe das auch, das ist jetzt ein Beispiel, wenn ich direkt von der Funktion redet. Es gibt aber auch noch andere, es gibt noch andere Phänomene, wenn jemand aufhört zu trinken. Zum Beispiel, dass jemand sehr, sehr müde wird oder ja, die Energie gar nicht da ist, um vielleicht jetzt große Spröge zu machen. Und das ist super schwierig für Menschen, die das so erleben, die Aufhören zu trinken und die sich sehr schlappmüde erschöpft fühlen, weil sie von allen Seiten in der Sauberbabel berieselt werden davon, dass es doch jetzt alles gut sein muss. Jetzt möchtest du doch Bäume ausreißen, bitte. Aber du kannst vielleicht keine Bäume ausreißen. Dein Körper befindet sich in dem Moment in der Erholungsphase, die er offenbar wirklich braucht. Und dann ist der einzige Weg, den du da gehen kannst, vermutlich dir wirklich diese Ruhe auch zu geben, ja, viel zu schlafen, dich viel hinzulegen, viel Ruhe zu gönnen, auch wenn es manchmal vielleicht schwer fällt. Es gibt verschiedenste Gründe, es kann auch sein, dass du eigentlich ein Mensch bist, der sehr, sehr viel Ruhe und rückzug braucht. Und du dir das aber aus welchen Gründen auch immer, ohne das zu bewerten, nicht geben konntest. Ich gegeben hast, vielleicht hast du einen stessigen Ruhr, vielleicht hast du eine. Familie, die dich beansprucht, alles total normale Phänomene. Und der Alkohol hat dir dabei geholfen, das durchzustehen. Der Alkohol hat dich vielleicht aufgeputzt. Das habe ich auch, das höre ich sehr. Ja, es höre ich oft von Klientinnen, Klientinnen. Die sagen, ich komme abends nach Hause von der Arbeit und ich bin so erschöpft, aber ich weiß, ich muss jetzt noch meine Kinder versorgen und das Abendessen machen und dann vielleicht noch Staubsaugen. Und wenn ich jetzt nichts trinke, dann schaffe ich das nicht mehr. Ja, dann bin ich zu erschöpft. Aber wenn ich etwas trinke, dann bin ich weniger erschöpft. Und dann habe ich wieder ein bisschen Energie, es putzt mich auf. Und dann kann ich das noch erledigen. Und jetzt trinkt diese Person nicht mehr. Und dann kommt sie nach Hause, trink nicht. Und ist erschöpft. Sie hat aber gehofft, dass sie total überschwenklich ist, vielleicht. Weil das ja so ist, wenn man nicht mehr trinkt. Du siehst auch hier, es kann helfen, wenn du die Funktion, oder die Funktion, die du dem Alkohol gegeben hast, kennst. Ja, dann erscheint dir das dann vielleicht auch viel logischer, dann weißt du, aha, ja. Deswegen habe ich getrunken, und wenn ich jetzt nicht mehr trinke, ist das völlig logisch, dass ich erschöpft bin. Jetzt das mal so als Beispiel genommen. Und dann kann das helfen, mit diesem Zustand, besser umzugehen. Und nicht das Gefühl zu haben, es läuft irgendetwas schief hier mit mir. Aber wie gesagt, erschöpfung, Müdigkeit kann auch davon kommen, dass ich dein Körper einfach erholt. Und dann angenommen, dass du getrunken hast, um Erinnerungen loszuwerden, die immer wieder hochgekommen sind. Oder um belastende allgemein belastende Situationen, um damit umgehen zu können. Welche das auch immer sind, engste zum Beispiel. Ich habe einige Klientinnen mit engsten. Und dann hörst du auf zu trinken, und dann ist da nichts mehr, um diese Angst zu stillen. Und dann ist dieser Angst da, und sie zeigt sich, in jeder vollen Größe. Und ich sage ja, das, was ich vollen auch gesagt habe, es ist eine riesengroße Chance, wenn du aufhörst zu trinken, dich um deine Themen zu kümmern. Es ist die Entfaltungschanse deines Lebens. Ich werde nicht müde, das immer wieder zu sagen. Aber das braucht Zeit. Und hier dürfen wir sehr, sehr geduldig mit uns sein. Und gerade, wenn der Alkohol bei dir eine sehr klare Funktion hatte, hat, oder hatte, wie zum Beispiel bei engsten die Regulierung von engsten, die Selbstmedikation, wenn man es so nennen möchte, dann wirst du das sehr, sehr deutlich merken, wenn du nicht mehr trinkst. Und dann werden das Challengen, jetzt kommen wieder dieses Wort. Ich sollte es nicht benutzen. Diese Situation werden dich Challengen, so sie werden dich heraus fordern. Und es wird nicht immer einfach werden in diesen Situationen. Und das möchte ich dir in dieser Folge mit auf den Weg geben. Das ist völlig normal ist. Föllig normal oder üblich, weil ich eigentlich lieber das Wort üblich benutze als normal. Es ist sehr üblich, dass du in Situationen geraten wirst, die nicht immer nur schön sind. Und vielleicht ist es auch so, dass du am Anfang dich sehr gut fühlst und dann mit der Zeit, die schwierigen Situation auftauchen werden. Und darauf darfst du wirklich vorbereitet sein. Und ich will, wie gesagt, hier nicht schwarz malen und sagen, "Hey, es wird übrigens eigentlich gar nichts besser. Es wird sehr, sehr vieles besser. Du wirst vorteile spüren." Aber dein Leben wird sich nicht von heute auf morgen komplett so verändern, dass jetzt alles nur noch schön ist. Das wird höchstwahrscheinlich nicht passieren. So und warum? Das ist ja auch das, was ich eigentlich in dieser Folge sagen möchte. Warum das auch nichts? Schlechtes ist sogar, sondern sogar etwas Gutes. Darum soll es jetzt noch in den folgenden etwa zehn Minuten gehen. Weil das ist mir ganz wichtig. Ich möchte hier nicht einfach nur quasi ein Problem aufzeigen, dass ich vielleicht dir in den Weg stellen könnte, in den Weg in die Alkoholfreiheit, sondern ich möchte dir natürlich gerne auch noch eine Lösung dazu bieten. Und das ist etwas, das ist eines meiner Lieblings-Themen. Und das ist das Thema Aushalten von Schmerz. Mit Schmerz meine ich alle unangenehm Gefühle zusammengefasst, quasi ein Portpudi an unangenehmen Gefühle. Dazu gehört zum Beispiel ganz konkret der körperliche Schmerz. Ist auch ein unangenehmes Gefühl. Dazu gehören Gedanken, Karuselle von unangenehmen oder beängstigenden Gedanken, ja eben angstängliche Zustände. Alles Mögliche, katastrophisierende Gedanken, negative Gedanken, vielleicht auch krasses schwarz-weißdenken, gestresste Zustände, innere Unruhe, Reizüberflutung, all das, was uns eigentlich unliebsam ist. Dem Menschen unliebsam ist und dass er der Mensch auch verhindern möchte. Das liegt in unserer menschlichen Natur. Wir möchten diese unangenehm Gefühle weghaben. Dazu kommt zum Beispiel auch Hunger und Durst. Es ist ja auch etwas, was ich immer wieder sage. Überprüfen, ob wenn jemand Lust auf Alkohol hat, ob es nicht auch Hunger- oder Durst sein könnte, weil auch Hunger- oder Durst sind unangenehmigefühle. Aber wenn du dich in einem Zustand eines unangenehmigen Gefühls befindest und der Alkohol für dich ein beliebtes Mittel der Wahl war, um aus diesem unangenehmigen Gefühlszustand hinaus zu kommen, dann wie gesagt, fehlt dir das, wenn du aufhörst zu trinken. Und ganz, ganz wichtig an dieser Stelle einen kurzer philosophischer Einschub, das Leben besteht immer aus zwei, also es gibt diese dichotomie von Hell und Dunkel. Es ist einfach auch im Leben so. Schöne Seiten, schöne Zeiten, schlechte Zeiten. Es ist so. Es leben ist nicht immer nur schön. Es gibt Herausforderungen. Es gibt schwierige Momente. Es wird vielleicht noch schlimmer, die ihr zustoßen, als es bisher zugestoßen ist. Das ist das Leben. Ich möchte dir nicht Angst machen, aber das Leben ist so. Es wird schwierige Momente geben. Konkrete Eignisse oder auch, genau, einfach Zustände, die du schon kennst, wie zum Beispiel vielleicht eine Schüchternheit oder eine Änglichkeit, die du schon hast. Das ist das Leben. Das müssen wir auch nicht weg haben wollen oder negieren. Das nützt uns gar nichts. Jetzt habe ich ein bisschen den Faden verloren, weil das ist eine meiner großen Themen, die ich auch mit meinen Klientinnen und auch in meinem Kurs immer wieder anschaue. Das Verständnis dafür, dass wir das können, dass wir unangenehm gefühlzustände aushalten können und nicht sofort mit dem Trinken von Alkohol beseitigen müssen. Denn das tun wir ja, wenn wir Alkohol trinken. Wir kommen in diesen unangenehmen Zustand, der da ist, weil das Leben so ist, wie es ist. Und dann haben wir aber sofort den Alkohol zu hand, den wir einsetzen können, den wir funktionalisieren können, um uns besser zu fühlen. Und so können wir Kontrolle ausüben, unsere über unsere unangenehmen Gefühle. Es ist ein Gefühl der Kontrolle, dass uns der Alkohol oder der Konsum von Alkohol gibt. Ich fühle mich nicht gut, aber wenn ich etwas Trinke fühle, ich mich besser. Ich habe die Kontrolle über meinen Gefühlszustand mit Alkohol. Weil Alkohol wirkt halt auch super zuverlässig. Ob es mir nach einer jogging-lunte Besser geht, höchst wahrscheinlich, vielleicht aber auch nicht, oder vielleicht nur ein bisschen. Wenn ich etwas Trinke weiß, ich in der Regel sehr genau, was danach passieren würde. Zumindest, wenn es um die ersten 30 Minuten oder 60 Minuten oder so geht. Das ist Kontrolle ausüben. Den unangenehmen Gefühlszustand oder Zustand, körperlichen Zustand, nicht unbedingt verändern, wollen oder müssen, ist ein Stück weit auch Kontrolle abgeben. Es ist einfach da sein lassen. Aktioniert es, ist da. Akzeptieren, dass es da ist, da sein lassen und vor allem diesem unangenehmen Gefühlszustand, Gemützustand oder auch körperlichen Zustand. Vielleicht sogar, wenn es möglich ist, auch ein bisschen die Bedeutung nehmen. Ja, es ist da. Ja, es ist unangenehm, aber es geht wieder vorbei. Ich weiß vielleicht nicht wann. Vielleicht in ein paar Minuten, vielleicht in der Stunde. Aber ich muss es im Moment nicht zwingend verändern. Ich weiß, es klingt jetzt vielleicht für dich noch sehr, sehr weit weg. Ich hatte, ich brauche lange, ich habe lange gebraucht, um das so für mich einüben zu können. Und ich kann es auch wahrlich noch nicht immer. Aber schon nur der Gedanke, dass ich weiß, ich muss es nicht unbedingt verändern. Hilft mir so sehr, gehe ich zurück zum Beispiel aus Nitzar. Ich war ein Nitzar, das war die etwas größere Stadt, die sehr, sehr reizüberflutend war für mich. Zahlweise, wenn ich mich da reizüberflutet finde, dann kann ich mir in einem Akt des Bewusstwerdens selbst zu mir sagen, hey, Maria, das ist die reizüberflutung. Es ist nicht angenehm, nein, es ist nicht schön, nein. Aber ich teüberstehe, dass ich habe das schon x mal überstanden in meinem Leben. Ich kann etwas tun, ich kann eine gewisse Art von Kontrolle darüber ausüben, indem ich jetzt in Shotelzimmer zurückgehe und mich da ein bisschen hinlege. Oder aber ich akzeptiere, dass es da ist, anerkenne, dass es vielleicht gar nicht so schlimm ist. Und dann schenke ich dem gar nicht so viel Aufmerksamkeit und gehe weiter meines Weges, mach vielleicht eine Pause, klingt irgendwo ein Espresso und nehme ich dann ein bisschen aus der Menschenmenge da aus. Ich kann es verändern, ja, ich kann es verändern, aber ich muss es nicht in dem Moment so fort innerhalb von zwei Minuten verändern, indem ich etwas trinke und quasi sofort die Wirksamkeit anspüre. Das heißt, die Akzeptanz, dass es unangenehm sein kann, auch im Leben ohne Alkohol, macht dir das Leben ohne Alkohol einfacher. Weil das wollte ich jetzt eigentlich gar nicht so weit hier noch reingehen, aber das fällt mir gerade jetzt ein. Das Wort toxische Positivität oder der Begriff "toxic positivität" ist ja ein bisschen aufgetaucht, auch in der ganzen Coachings Szene jetzt auch in den sozialen Medien, weil toxische Positivität dieses "ja, es wird alles gut sein", ich will nur gute Gefühle, es muss permanent immer nur alles gut sein, vielleicht ist der Trend schon wieder ein bisschen durch, ich sehe es nämlich nicht mehr so viel, aber ich weiß ja auch gar nicht, ich bewege mich ja auch in einer Blase, ich weiß nicht, was da alles ausgefiltert wird, aber dieses "good vibes only", das ist einfach nicht die Realität. Und wenn wir aber glauben, dass das die Realität ist, dann enttäuscht uns das Leben. Und wenn uns das Leben enttäuscht, dann enttäuscht uns das Leben ohne Alkohol und wir haben das Gefühl, es nützt gar nichts und dann trinke ich vielleicht wieder etwas. Aber wenn du weißt, dass es eben nicht nur "good vibes only" gibt, sondern dass es durchaus auch "bad vibes" ab und zu mal gibt. Und vielleicht bei dir ja sogar noch mehr als bei jemand Anderem der DNA steht, weil du deswegen vielleicht ja auch getrunken hast, weil du mehr unter unangenehm gefühlst zu ständen oder gemützt zu ständen oder körperlichen zu ständen leidest oder gelitten hast, oder die einfach bei dir präsenter sehen, du sie mehr spürst, öfter spürst, wie auch immer das bei dir ist. Und du dann auch fürst zu trinken und du spürst das alles und das ist wieder alles so ungefilter da, dann darfst du dich damit auseinandersetzen, dass das Teil deines Lebens ist. Und natürlich kannst du etwas dagegen tun. Natürlich ist es wichtig, genau jetzt den Prozess weiter zu verfolgen und zu schauen, was kannst du tun, um weiter diesen Weg gehen zu können. Brauchst du psychologische Unterstützung vielleicht, brauchst du etwas körperliches, dass dir dabei hilft zum Beispiel dich mental zu entspannen, was auch immer das dann für alternative Handlungsmöglichkeiten sind, die du für dich herausfindest. Vielleicht benötigst du etwas, das tief in dir drinnen zur Heilung führt, seelische Heilung, ums jetzt mal ein bisschen vereinfacht darzustellen. Das sind Dinge, die dann auftauchen werden, wenn du aufhörst zu trinken und es ist wichtig, dass du dich darum kümmerst. Und das ist auch immer wieder etwas, das ich sage, es geht nicht darum, auf zu hören zu trinken, beziehungsweise, ja, das ist ein Schritt. Aber der größte Schritt ist, der nicht dann beziehungsweise alkoholfreit zu bleiben und etwas dafür zu tun, dass du das bleiben kannst. Und damit du das bleiben kannst, ist ein Faktor, die Akzeptanz der Bad Weibs. Die Akzeptanz, das nicht immer alles nur einfach sein wird, sobald du aufhörst zu trinken. Und als ich das angefangen habe zu begreifen, weil ich war, ich kann dir gerne von meinen Weg das auch so beichten, sage ich mal, ich habe aufgehörst zu trinken und es ging mir fantastisch in der ersten Zeit. Und ich habe vielleicht sogar etwas verdrängt, das ist manchmal auch schwierig war. Ich habe das nicht richtig wahrhaben wollen, denn schließlich habe ich als aufgehörst zu trinken und da muss ja alles toll und rosig sein. Und erst als ich gemerkt habe, da holen mich gewisse Dinge immer wieder ein, es geht mir dann doch nicht immer nur so gut, wie ich mir das eigentlich geforgestellt habe. Erst als ich angefangen habe zu akzeptieren, dass diese Gefühle, diese Schattenseiten, dieses Dunkel auch zu meinem Alltag gehört. Und damit meine ich jetzt nicht, der präsive Verstimmungen, also wenn es dir so geht, will ich dir natürlich nicht mit auf den Weg geben, dass du das einfach akzeptieren musst, überhaupt nicht. Ich sage ja, was benötigst du, nachdem du aufgehörst hast zu trinken? Wenn ich jetzt davon rede, dann sage ich, es sind Zustände gewesen, die wiedergegangen sind, Das waren momentane Zustände, von denen ich wusste. gehen auch wieder weg und ich kann sie aushalten in dem Moment. Weil es sind jetzt ja, es sind unangenehme Gefühle, es ist vielleicht ein kleiner innerer Stress. Ich bin vielleicht in einer Gesellschaft in der ich mich nicht sowohl fühle. Ich bin reizüberflutet wie auch immer das was bei meinen Themen so sind und waren. Auch Ängstlichkeit. Ich tu etwas gegen dagegen. Ich setze mich damit auseinander. Aber wenn es da ist, dann übe ich mich immer mehr und immer besser darin, dass zu akzeptieren, das ist da ist. Und dass ich es nicht sofort verändern muss. Das ist eben auch ganz, ganz wichtig. Ich muss nicht sofort reagieren. Ich muss nicht sofort in ein Kontrollbedürfnis verfallen, dass ich das jetzt sofort regulieren muss. Ich fasse noch gerne einmal die Message von dieser Folge zusammen. Wenn du dich auf den Weg in ein Alkoholfreies Leben begiebst, dann erwarten dich ganz, ganz, wundervolle Dinge. Ganz, wundervolle Dinge. Und es eröffnen sich die Chancen, von denen hast du jetzt noch gar nicht geträumt. Aber bitte vergisst nicht, bei diesem Weg, den du vielleicht einschlagen möchtest, dass es immer noch Momente geben wird, die heraus fordern sind. Vielleicht sogar in einer Art und Weise, wie du es dir wirklich noch überhaupt nicht vorgestellt hast oder für dich auch neu sein können. Und das Wichtige ist, dann nicht aufzugeben diesen Weg weiter zu verfolgen, sondern zu wissen, dass das Teil des Prozesses ist, dass ich diese unangenehmen Gefühlszustände oder körperlichen Zustände zeigen, und dass die Teil deines Momentanen erleben sind und ihre Berechtigung haben. Und du dich dann darum kümmerst, was kannst du als nächstes tun, um es für dich wieder einfacher zu machen? Oder gibt es vielleicht sogar die Möglichkeit für dich zu akzeptieren, dass das jetzt gerade da ist und da sein kann? Und du merkst, wenn ich gar nichts mache, geht es auch einfach wieder weg. Dass du dir bewusst bist, dass es die Höhen und die Tiefen gibt, dass es das Hell und das Dunkel gibt, auch in einem Leben ohne Albehol. Und trotzdem möchte ich dir natürlich sehr, sehr stark empfehlen, dass du diesen Weg einschlägst. Wenn du Fragen hast dazu, schreib mir gerne auf "[email protected]" Oder besuche gerne meine Website, da findest du alle Informationen auch, wie du mit mir zusammen arbeiten kannst. www.frauprematrink.com oder schau gerne auch mal bei mir auf Instagram auf @frauuntershtrigpremer vorbei. Und da siehst du, wie ich so meine Höhen und Tiefen des Lebensmeisteres. Schön, dass du bis hier hinzugehört hast und ich freue mich aufs nächste Mal. Tschüss!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Podcast feiert einmonatiges Bestehen und thematisiert die oft glorifizierte Darstellung eines alkoholfreien Lebens.
  2. Viele Menschen erleben nach dem Alkoholstopp Schwierigkeiten, wie Schlafprobleme, Reizüberflutung oder emotionale Unruhe, was zu Frustration führen kann.
  3. Alkohol hatte im Leben eine spezifische Funktion (z.B. Stressabbau, soziale Erleichterung), die nach dem Verzicht wegfällt.
  4. Ohne Vorbereitung auf diese Leerstelle kann das Risiko eines Rückfalls steigen, da alternative Bewältigungsstrategien fehlen.
  5. Der Weg zur Alkoholfreiheit bietet die Chance, neue, gesündere Methoden zur Zustandsregulierung zu entwickeln.

Summary:

In dieser Podcastfolge spricht Maria über die verbreitete Annahme, dass ein Leben ohne Alkohol ausschließlich positiv und problemfrei sei. Sie stellt klar, dass diese Glorifizierung in der "Sober Bubble" zwar motivierend wirken kann, aber auch gefährliche Erwartungen schürt. Viele Menschen, die mit dem Trinken aufhören, erleben anfangs unerwartete Herausforderungen: Schlafstörungen, Erschöpfung, Reizbarkeit oder das Gefühl, Menschen nicht mehr ertragen zu können.

Diese negativen Erfahrungen können zu Selbstzweifeln und Frustration führen, was wiederum das Rückfallrisiko erhöht. Der Kern des Problems liegt darin, dass Alkohol im Leben eine klare Funktion erfüllte – etwa als Bewältigungsstrategie für Stress, soziale Ängste oder innere Unruhe. Wenn diese Funktion plötzlich wegfällt, fehlen oft alternative Handlungsmöglichkeiten, um mit unangenehmen Zuständen umzugehen.

Maria betont, dass es nicht darum geht, den Alkohol zu vermissen, sondern die Wirkung, die er hatte. Der Weg zur Alkoholfreiheit bietet jedoch die Chance, neue, gesündere Strategien zu entwickeln. Es ist wichtig, sich dieser Realität bewusst zu sein, um Enttäuschungen zu vermeiden und langfristig erfolgreich zu bleiben.

Die Folge ermutigt dazu, die Herausforderungen als Teil des Prozesses zu akzeptieren und sich nicht von der idealisierten Darstellung in sozialen Medien täuschen zu lassen.

FAQs

Nein, viele glorifizieren das alkoholfreie Leben, aber es gibt auch Herausforderungen. Es ist normal, dass nicht von Tag eins an alles perfekt ist.

Alkohol hatte eine Funktion, wie Stressabbau oder Entspannung. Ohne ihn fehlt diese Bewältigungsstrategie, und du musst neue Wege finden, mit Gefühlen umzugehen.

Dein Körper muss sich erst an den natürlichen Schlafrhythmus gewöhnen. Alkohol hat oft die Funktion der Beruhigung übernommen, die jetzt fehlt.

Alkohol wurde genutzt, um Reizüberflutung zu dämpfen. Ohne ihn spürst du diese Reize stärker, bis du neue Strategien entwickelst.

Oft vermisst du nicht den Wein selbst, sondern seine Funktion, wie Entspannung oder Ablenkung. Finde alternative Methoden, um diese Zustände zu erreichen.

Ja, Alkohol hat soziale Situationen erleichtert. Ohne ihn kannst du dich überfordert fühlen, aber das legt sich mit der Zeit und neuen Bewältigungsstrategien.

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