In dieser Podcast-Folge spricht Paula mit I-Learn über deren Kindheits- und Beziehungserfahrungen. I-Learn wuchs ohne leiblichen Vater auf; ihre Mutter war beruflich stark eingespannt, sodass die Großmutter die Hauptbezugsperson war. Später zog der Adoptivvater (ein ehemaliger Priester) in die Familie ein, doch das Verhältnis war von Streit und fehlender emotionaler Nähe geprägt. In der Schule fühlte sich I-Learn oft überfordert und erhielt die Rückmeldung, sie sei „faul“ – trotz großer Anstrengung. Eine ADHS-Diagnose bestätigte ihre Konzentrationsschwierigkeiten. Mit Ende 20 lernte sie ihren leiblichen Vater kennen, was sie emotional überforderte, da sie zwischen den Versionen ihrer Eltern stand. Der Kontakt brach wieder ab. Ihre erste große Liebesbeziehung (fünf Jahre) gab ihr zunächst Sicherheit, doch als sie sich persönlich weiterentwickelte und neue Interessen (z. B. Acrojoga, Polyamorie) entdeckte, wuchsen die Partner auseinander. Die Trennung war schmerzhaft, besonders weil der Ex-Partner später mit einer neuen Partnerin das Leben führte, das er mit I-Learn nicht wollte. Trotz allem sieht I-Learn die Entwicklung als notwendigen Schritt. Das Gespräch zeigt, wie frühe Bindungserfahrungen und fehlende elterliche Präsenz das Selbstwertgefühl und spätere Beziehungsmuster prägen können.
Herzlich willkommen bei Paula Liebenlernen. Mein heutiger Gast ist I-Learn, bevor wir beginnen. Beutig euch sagen, es gibt Camp Paula. Camp Paula ist ein Retreat-Sommercamp. Und das findet vom 11. bis 14. Juni statt in Brandenburg. Und wir arbeiten an der Heilung des Inneren Kindes. Aber wir spielen auch ganz viel dabei. Und wenn du das Gefühl hast, ich wollte mich immer schon mal befreien. Dann ist Camp Paula genau das Richtige für dich. Infos dazu gibt es natürlich auf Instagram logisch. Ganz besonders auf meiner Homepage-BBW-Parlala-DE. Und natürlich wie immer in den Show Notes. Ich freue mich auf euch. Das wird nämlich richtig, richtig toll. Jetzt zu dir, liebe Eiler. Hallo. - Hallo. Bei Eiler muss ich direkt an Eiler und der Bear denken. Hab ich eben schon gesagt, ein französischer Film, wo es glaub ich, wenn es einen Beeren geht und um besagte Eiler, ich hab keine Ahnung, worum es geht, aus wann riesen Erfolg. Und dieser Titel ist mir so gewahr, es hätte ich den Film gesehen. Vielleicht muss ich mal reicherstieren. Ja, da ist, ich glaube, du warst da noch ganz, ganz klein, dass er rauskamen. - Ja. Ich hab noch nie gehört. - Nee. Ich muss den vielleicht auch mal sehen. Dann weiß ich, was der Zauber so mit sich bringt. Wir haben hier mehrere Themen heute. Wir haben mal eine frische Trennung, die möglicherweise gut war. Ein Thema der Selbstwertgefühls. Und dann noch etwas, was noch knackiger ist. Und ich freue mich sehr auf dieses Gespräch. Und so schön, dass du da bist. Ich freue mich auch sehr, dass das so spontan geklappt hat. Wo wollen wir beginnen? Ich hab das Gefühl, ich würde dir vielleicht gerne erst mal so von meiner Kindheit erzählen, wo ich so herkomme, um es vielleicht ein bisschen einzuordnen. Ich glaube, dass da natürlich auch einige Themen entstanden sind. Genau, also ich bin aufgewachsen in einer kleinen Stadt. Und meine Mutter war am Anfang alleine ziel mit mir und meiner Schwester. Meine Schwester ist sechs Jahre älter. Und wir haben zwei unterschiedliche Fäter. Und ich hab meinen leiblichen Vater nie kennengelernt. Also das erste Mal getroffen, als ich irgendwie Ende 20 war. 27, 28. Genau. Und bei meiner Taufer hat meine Mutter dann mein Adoptivvater kennengelernt, mit dem sie dann auch noch mein zehn Jahre jüngeren Bruder bekommen hat. Und ich hab so rückblickend. Ich hab jetzt mit meiner Schwester noch mein Dupel gesprochen, mit der ich telefoniert hab die Tage. Irgendwie sogar keine Erinnerung an meine Mutter in den ersten Jahren. Und ich glaube, es liegt daran, sie war halt alleine ziel und hat viel gearbeitet und war einfach nicht da. Und ich hab im Haus mit bei meinen Großeltern gewohnt und wir hatten eine Tagesmutter. Und genau irgendwie sie war halt einfach nicht körperlich anwesend. Auch wenn sie natürlich ihr Bestes geben hat wahrscheinlich. Ja, aber das heißt eure Großeltern haben euch erzogen. Oder waren die auch irgendwie abwesend? Nee, also meine Oma war eigentlich wie meiner Ziemutter. So zu der dich ein total enges Verhältnis. Genau. Und dann sind wir später mit dem neuen Partner von meiner Mutter dann auch ausgezogen dort und in eine neue Wohnung und genau. Erinnerst du dich noch wie das für dich war? Also ich weiß, das ist für mich total. Also aufregend glaube ich war, dass dieser Mann in bei uns ins Leben gekommen ist. Im Gegner zu meiner Schwester, die total die Abwehrreaktion hatte. War ich so, hab ich ganz stolz im Kindergarten erzählt oder im Kindergarten Grundschule Zeit war, dass ich jetzt auch endlich ein Vater hab und hab da so voll die Hoffnung drin gesehen. Und genau später als wir dann genau mit dem Schulwechsel in die Grundschule sind wir dann umgezogen. Und dann ja irgendwie auch da, ich hab irgendwie meine Mutter sehr gestresst in meiner Erinnerung. Und schon auch irgendwie es gibt schon auch so liebevolle Erinnerung. Aber eigentlich hab ich mich sehr viel sehr einsam gefühlt. Mein Adoptivater hat dann auch eine neue Studium begonnen, hat noch mal einen Berufsächservor genommen, genauso wie meine Mutter. Die hat auch mit Mitte 30 noch mal soziale Arbeit studiert. Und ist ja dann auch schwanger geworden. Und ja irgendwie hab ich das Gefühl, ich bin glaube ich so ein bisschen untergegangen. Einfach, weil meine Schwester war dann auch in der Pubertät und sehr escalativ drauf sehr früh und hat so richtig rebelliert. Und genau irgendwie bin ich so ein bisschen so nebenher mitgelaufen. In der Schule war ich auch immer so die verschräumte, die so aus dem Fenster gestartet hat und nichts mitbekommen hat. Ich hab ich glaube ich sehr viel weggetreuungt einfach. Ich hab aber auch jetzt von einem jahre St. Agnose bekommen. Weiß nicht, ob das auch einfach damit zu tun hat, was auch immer. Ja, also Gabo Matte sagt ja, dass alle Kinder, die so ADS haben irgendwann mal ein Trauma erlebt haben. Ich weiß auch nicht, ob das stimmt. Aber ich war auch eine ADS-Diagnose. Wir haben alle, sind auf jeden Fall sehr, sehr kreativ. Und unsere Gedanken springen in alle Richtung, ob das jetzt eine Folge von irgendwas ist oder einfach eine Gabe weiß ich nicht. Aber. Na, es war auf jeden Fall so, dass es mir sehr schwer gefallen hat, schon immer in der Schule auch sich zu konzentrieren. Genau und nicht darauf hin, also auch in der weiterfühlen Schule, ich dann irgendwie auch die Sipte-Klasse wiederholt. Ich habe immer so ein Gefühl hatte von, wo ich versuch's wirklich, streng mich wirklich an, aber mir wurde immer wieder gespiegelt, bis zu Teilintelligent, aber bis zu faul. Und ich hatte halt wirklich irgendwie so, ich hab dann zu Hause gesessen und versuchten, mit die Vokabeln rein zu prügeln. Und das ist einfach nicht zängen geblieben. Und ich glaube, ich hatte immer so ein Gefühl in der Schulzeit schon, wenn man ein Vater hat, dann auch Lehrer geworden. Und der hat mir dann irgendwie auch mal gesagt, so es mir egal, wie du da hinkommst, das Ergebnis ist das, was zählt. So ein Gefühl von, wo ich bin irgendwie nicht ausreichend. Ich krieg das irgendwie nicht hin, obwohl ich mich anstrengen. Genau und ich glaube, daher kommt so ein bisschen dieses, das ich so sehr versuche, immer alles richtig zu machen. Und auch sehr Versuch, auch irgendwie so moralisch, sehr korrekt zu sein und immer richtig zu handeln. Und ja, das muss ja eine über menschliche Anstrengung sein. Ja, ja, also ich verzeihe mir selber nicht so viel. Genau. Also, dein adoptiv Vater, du sagst Vater? Als ich hab ich nie Papa genannt oder so, aber genau, ich nenne eigentlich Vater, weil die Person spielt halt keine Rolle. Ja, aber das scheint ja ein vernünftiger Mann gewesen zu sein, oder? Wenn er, also, oder sagen wir zumindest so, im akademischen Sinne hat das natürlich richtig gesagt, das Ergebnis zählt, Hauptsache durchkommen. Und es sagt, so, akademische Leistung sagt ja nichts über die Intelligenze aus. Ich kenne die dünnsten Leute, die in Einzer Abi haben, die können einfach gut lernen. Und ich kenne hochintelligente, die haben Hauptschulabschluss nur geschafft. Also, ja. Ich nehme deinem Gesicht, dass der adoptiv Vater sich jetzt nicht so groß verhalten hat. Also, ich glaube, es war für ihn halt auch super, die schwierige Situation. Er ist da irgendwie eine klein Familie reinkommen, wo die größere Tochter irgendwie nur auf Ablehnung war. Ich meine, es ist halt auch noch eine bisschen der Crazy Story, in dem Sinne, dass der katholischer Prister war, und meine Mutter ihn bei unserer Taufel kennengelernt hat. Oh, wait. Was für eine Geschichte. Das heißt, er hat euch getauft. Ich glaube, schan, aber auch in der Kirche irgendwie, da in unserer graqleinstadt gerade der Prister. Das klingt nach einem unheimlich kützigen Liebesrum an. Ja, ich glaube, es war auch kützig für meine Mutter. Sie hat mir jetzt halt wieder nicht mehr bei uns am Haus vorbei gefahren. Und geguckt hat, ob sie da ist, sie da so hochachtet hat und so. Und ich glaube, für meine Mutter, die vorher, die ja schon zwei Kinder hatte von zwei Männern, die sich nicht so toll verhalten haben, war es, glaube ich, so voll die Hoffnung, die sie da so reingesetzt hat, immer endlich jemanden zu haben und zu finden. Und aber ich, ja, das, was ich so zu Hause mitbekommen habe, also es wurde viel gestritten, viel gestritten. Also, der Umgang miteinander zwischen den war nicht unbedingt immer super respektvoll und auf Augenhöhe. Genau. Und in mir habe ich das Gefühl, mein Vater hat irgendwie so eine sehr kindliche unreifeseiter an sich. Und meine Mutter auch und da sind einfach auch irgendwie voll oft so die Rollen von Kindern und Eltern irgendwie so ein bisschen durcheinander gekommen. Sind lebendig noch zusammen? - Ja, um, die sind geschieden inzwischen. Genau. Also, dann wird dann vielleicht kurz springen zu der Phase, als ich mal einen leiblichen Vater kennengelernt habe, weil das war auch für mich so sehr bezeichnend, wie es so mit meiner Mutter irgendwie ist. Darf ich kurz zwischen Frauen und Wies des Verhältnissen mit deiner Schwester? Gut. Also, ich hatte eine Phase in den 20ern, da bin ich total auf Abstand gegangen und hatte irgendwie eine Zeit lang echt wenig Kontakt. Ich habe das jetzt auch nicht.
auch irgendwie eine Terapeute, die mich da so ein bisschen in die Richtung auch getrennt hat, so ein Kontaktabbruch vorzunehmen und war da auch in der Phase so richtig sauer auf meine Eltern, also vorm auf meine Mutter und konnte kaum Kontakt mit ihr haben, es hat eigentlich immer geknallt. Und genau ich brauchte dann einfach so ein Abenavelungsprozess und bin irgendwie, ja, ja, musste mich einfach stark abgrenzen und inzwischen ist es aber wieder ein bisschen weicher, also es ist jetzt immer noch nicht so, ich wohn halt noch in NRW und genau, ich bin halt jetzt hier in Berlin und wir sehen uns jetzt nicht mega oft, aber irgendwie, ich habe ich das Gefühl der Kontakt ist so, ja, irgendwie liebevoller wieder, so vor meiner Seite auch auf jeden Fall. Wie bist du, also wie kamest du dem Treff mit einem leiblichen Vater oder Erzeuger? Also ich wollte den eigentlich immer schon kennenlernen, auch als kleines Kind, aber meine Mutter wollte das halt nicht, weil sie meinte so, ich wäre dann nicht ready für und dann war ich halt irgendwann so, in den Ende 20, als ich bei mir irgendwie auch so sehr vieles getan hat und ich so sehr viel Entwicklung irgendwie gerade durchgemacht habe, weiß so, ich habe das Gefühl, also ich habe dann in der gleichen Stadt gelebt, wo ich angenommen habe, dass er auch da lebt und ich hatte, ich bin musste jeden Morgen mit dem Zug anderthalb Stunden zu meiner Uni fahren, weil ich gependet bin und bin dann so immer in der Old Traur früh mit dem Fahrrad durch die Stadt gefahren und es gab so, gibt da so einen Stadtmuseum und da ist so ein goldenes Auto mit Flügeln drauf und meinerlicher Vater hat, hat als Künstler gearbeitet für einen anderen Künstler damals und waren in diesem Auto beteiligt, das wusste ich wegen der Sozialzeitungsartikeln und das war wie so ein Mann, ich bin ja jeden Morgen so dran vorbeigefahren, war so okay, er ist hier und ich hatte immer in der U-Bahn das Gefühl, okay, ich könnte ihm begegnen und dann weiß so, okay, ich muss jetzt einfach, muss ihn jetzt einfach treffen und genau das hat meine Mutter dann über meine Schwester mitbekommen und war dann irgendwie auch recht schnell und hat den Kontakt irgendwie auf mal hergestellt über alte Kontakte und dann habe ich mich mit ihm getroffen in einem Kaffee und er war direkt, hat mich direkt in den Arm genommen und hat einen auf meine Fälle auch in den Tochter zurückgekehrt gemacht und hat mich direkt irgendwie so einem alten Freund von sich vorgestellt und so armenarmend mit mir durch den Park spaziert und ich war so okay, das mir viel zu viel, ich wissen fremden am Anfang für mich, es übervollert mich gerade total, aber ich konnte es halt auch nicht, konnte es ihm nicht sagen, also konnte die Grenze da irgendwie nicht ziehen und genau und dann war gab es halt irgendwie so ein paar Treffen und dann war meine Mutter irgendwann auch so, ich will den auch kennen, will den jetzt auch irgendwie wieder kennenlernen oder wieder treffen wieder sehen und ich möchte aber, dass du mitkommst und ja, dann sah es sich zwischen den beiden und ich hatte irgendwie Echt zum Gefühl vor, meine Mutter ist wieder 16 und regelte sich um Kopf und Kragen und ich war so für sie so zum Immunischen Support da und ich eigentlich war es so, dass ich ja eigentlich ihren Support gebraucht hätte und genau irgendwie ist diese, diese kennenlernen Phase für mich so rückblickend einfach total überfordern gewesen, ich habe dann auch noch mein Heilbruder kennengelernt und seine Mutter, also mein Vater hat dann noch einen Sohn bekommen später und dann habe ich irgendwie meine, der hat syrische, türkische Eltern, habe ich noch meine syrische Oma kennengelernt und seine ganzen Onkels und es war so, es hat sich immer noch so eine ganze Familie erschlossen, aber wir haben halt nie darüber geredet, wie es mir geht, sondern es kam dann auch nach diesem Treffen vor meiner Mutter mit meiner Mutter und ihm, so dass er dann die ganze Zeit seine Version erzählt hat, sie hat ihre Version erzählt und ich stand so zwischen den Stühlen, als müsste ich jetzt entscheiden, berecht hat, der weniger böse ist. Genau. Und dann habe ich mich einfach wieder aus der Affäre gezogen und bin so am Kontakt wieder abgebrochen und er hat aber auch nicht versucht, dass der Kontakt bleibt. Wenig, also er hat sich dann schon immer mal wieder auch gemeldet, interessanterweise er zu seinem eigenen Geburtstag, als zu meiner und ich hatte dann irgendwie auch mein Bruder, den ich ja dann neu kennengelernt habe, auch als ich nach Berlin gezogen bin, mal eingeladen und er hat es mich besuchen gekommen und dann habe ich irgendwie noch mal so grüße ausgerichtet bekommen und so, aber ja, ich habe irgendwie das Gefühl, dass er vielleicht auch eher so der vermeidende Typ ist und da jetzt nicht so, also er hat mir vorher erzählt, er hätte mich jahrelang gesucht und seine Reise wäre irgendwie in Australien geändert, als wäre ich nach Australien ausgewandert, was nicht stimmt. Also ich habe im Ausland gelebt aber halt ganz woanders. Er hätte ja auch einfach einen Mutter kontaktieren kann. Ja, also es ist irgendwie alles ein bisschen komisch und wo ich dann irgendwie gedacht habe, so vielleicht ist es auch nicht wichtig. Also irgendwie merke ich habe so ein bisschen wegen meiner Herkunft, so wegen mein, also so Identifikationsfragen mit so, so was so kulturellen, also so sind kulturellen Hintergrundbetriften irgendwie, aber genau vielleicht ist es auch nicht wichtig, dass ich jetzt irgendwie eine Beziehung zu diesen Menschen aufbauen, wenn er das damit nicht wollte. Ich mein ersther gegangen. Ja und die Frage ist halt, was er dir geben kann, das muss man immer, die Situation scheiden. Sicherheit, das Gefühl der Zugehörigkeit und so weiter und wenn es nicht gegeben ist, dann ja. Wie hast du in all diesen Jahren Beziehungen geführt und Freundschaften vielleicht auch, aber weil wir heute noch über Beziehungen reden? Also Liebesbeziehungen, meinst du? Also meine erste richtige große Liebe und Beziehung hatte ich mit Anfang 20. So mit 22 sind wir glaube ich zusammengekommen und die gingen dann fünf Jahre und die, ja ich merk's richtig idealisier die Zeit auch sehr. Wir haben uns glaube ich gegenseitig so damals irgendwie gerettet. Also der hat mir damals sehr viel Sicherheit gegeben. Davor, ich war immer auf der Suche, also ich weiß noch, dass ich irgendwie sehr oft sehr unglücklich verliebt war. Mich ja auch so eine körperlichen Ebene in Situation gebracht habe, die mir glaube ich nicht so gut getan haben und genau irgendwie, ja, ja, ich habe das Gefühl, ich so meiner Jugend, also verzweifelt auf der Suche nach Liebe und hab's nicht so richtig bekommen. Ich hatte mal so kurze Beziehung, aber es war irgendwie alles nicht so richtig was und genau die Beziehung zu meiner ersten große Liebe ist dann aber einfach zu Ende gegangen, weil ich halt, wie gesagt, zu diesem 27, 28, bei mir hat sich da irgendwie unglaublich viel getan, in welche Richtung. Also der Fokus, als wir uns kennengelernt haben, war schon sehr auf IHN. Also ich hatte eigentlich vor weg zu ziehen und in einer anderen Stadt in Süddeutschland zu studieren und hab das dann nicht gemacht wegen IHM und bin dann in einer Wege blieben und wir haben irgendwie ziemlich schnell quasi zusammen gewohnt, also wir haben uns irgendwie ein Wegezimmer geteilt am Anfang, dann haben wir uns in eigentlich eine Wohnung geholt und ich habe mich so sehr darauf auf diese Beziehung fokussieren und irgendwann habe ich dann über Freunde, die ich noch von früher kannte, also da wieder Kontakt hergestellt und dann bin ich in so eine kollektiv-Technocene gerutscht und hab das Highlife kennengelernt und Poli Amori und habe mich damit voll auseinander gesetzt und war so "Oh mein Gott, das ist so viel und ich bin am Ende meiner Studienzeit und ich habe irgendwie die ganze Zeit geschlafen und wollte so richtig was erleben", habe dann auch angefangen, irgendwie neue Hobbies auszuprobieren, also hab dann irgendwie mit Acrobatik angefangen und Acrojoga und. Was ist denn Acrojoga? Das ist eigentlich wie Partner-Akrobatik, aber so eine Etage tiefer, eine Person liegt auf dem Boden mit den beiden nach oben, ich weiß nicht, ob das schon mal gemäß im Park oder so und die andere Person wird halt oben irgendwie auf den Füßenballangstiert und die machten dann macht so Acrobatische Sachen zu sagen. Okay, okay, okay. Genau und ich hatte eigentlich auch immer so ein Gefühl, wenn ich bin unsportlich und nicht attraktiv und weiß ich nicht und irgendwie war das dann so, habe ich da auf einmal so ein richtigen, so sehr viel Feedback auch von außen bekommen und bin da so voll aufgebliht und ich habe ihn dann schon auch, also mein Partner damals schon auch versucht irgendwie mitzunehmen und wollte ihm das auch zeigen, aber er war so sehr so, und hier ist mir glaube ich alles wie zu viel und wollte so ein bisschen in seinem. Ja, seinem bisherigen Leben stehen bleiben. Ich wollte dann auch in einer WG, also ich bin in einer große Haus-Begge gezogen und dann haben wir die Beziehung geöffnet und dann kam es wie es natürlich kommen musste, er hat sich verliebt. Und ich, genau, war dann aber auch sehr pro Poli-Amori und habe dann irgendwie gesagt, ey, wir können es auch ausprobieren, ich habe da kein Problem mit wollte sie auch kennen lernen. Der anderen Frau war das aber zu viel, die war dann, du musst dich entscheiden und dann hatte er sich auch für mich entschieden und dann war ja so unglücklich, hatte so liebes Kummer und ich glaube ich hatte auch so ein Gefühl von, irgendwie passt das alles nicht mehr und dann haben wir es halt aufgelöst und er lebte dann mit der anderen Frau zusammen. Er lebt heute noch mit ihr zusammen und hat ein Kind. Ja, was mir auf jeden Fall auch einen ersten Stich versetzt hat, weil ich wollte früher immer Kinder mit ihm und wollte so wie er jetzt lebt auf dem Land leben, mit vielen Leuten zusammen und er wollte das alles
das nicht mit mir und hat es jetzt mit ihr gemacht. Es war schon auch schwer, aber ich glaube, also trotzdem weiß ich, dass wir auch einfach unsere Zeit war vorbei. Das ist auch in Ordnung. Klingt so. Ja. Ja. In der ganzen Zeit, in dieser Beziehung während dieser fast pubertät, wie du dann erlebt hast, hast du ein Gefühl für dich selber gehabt. Also, wusstest du ungefähr, wer du bist, hast du Dinge gemacht, die gut für dich sind, hast du Dinge eher gemacht, die nicht so gut für dich sind, war dieses offene Konzept tatsächlich, etwas, was du leben wolltest oder warst, eine Suche und zähle gefragt. Ja. Also damals hatte ich das Gefühl, dass es sehr gut für mich war. Ich hatte irgendwie so einen Gefühl gehabt, ich entdecke gerade das Leben neu. Nach der Trennung kam dann aber auch, weil das auch zeitgleich war mit, also kurz nachdem ich meinen Vater kennengelernt hatte und in dem Zeitraum meine Eltern sich auch geschieden war dann aber schon, dass ich dann so ein halbes Jahr sehr depressiv war und es mir richtig schlecht gingen. Und ich dann irgendwie auf diese ganzen Veränderung auch erstmal klar kommen musste. Und dann hat so eine Zeit, in der ich sehr unruhig war. Ich bin, glaube ich, zehnmal umgezogen in dieser Stadt, in der ich da gelebt habe, acht Jahre habe ich da gelebt und irgendwie war so richtig auf der Suche und konnte mich irgendwie nicht sätteln und irgendwie so diese fünf Jahre Spezierung hat mir sofort viel Halt gegeben und danach war ich so, ja, verloren, verloren. Hast du eine ungefährer Ahnung, wo nach du gesucht hast? Nach, ja, wohin hab ich gesucht, also nach zu Friedenheit irgendwie so nach, ich war so sehr um, hat mich so sehr umgetrieben gefühlt, also ich hatte irgendwie so Probleme Ruhe zu finden und dann bin ich auch, glaube ich, dann eher eine Person, die schnell Sachen wieder ausprobiert und sich auch schnell langweilt und es nicht aushält, also im beruflichen Kontext ist das so, im Wohnkontext ist das so, ich halte es einfach nicht aus, wenn es mich gut geht und dann wechsel ich, aber ja warum das jetzt genau ist, das habe ich, glaube ich, noch nicht so richtig herausgefunden, in welchen Situationen fühlst du dich am unwohlsten? Muss ich mal kurz mal nachdenken? Also jetzt gerade, weil es sehr nah liegt, ich hatte jetzt gerade eine sehr arbeitsreiche Zeit, ich komme überhaupt nicht damit klar, wenn ich dann nach Hause komme und so leere hab, ich nehme mir dann immer noch was vor, wo ich totaler Schöpfst bin und ich bin auch sehr viel sehr reiz überflutert und mir ist es eigentlich zu viel, aber so dann alleine bei mir zu Hause sein und mich irgendwie mit mir selbst auseinander oder beschäftigen müssen, fällt mir sehr schwer, fühle ich mich sehr unwohl. Wie sehr reizt du das dann aus, dich zu verabreden, also endet das in Schlafmangel oder, also weil Ruhefassen sind, der essentiell gerade, wenn man auf dem Weg, dann ist in Kontakt mit sich selber zu kommen. Es endet meistens in einem Crash, also dass ich halt wirklich zu, dann einen Tag dann gar nicht mehr aus dem Bett kommen und gar nichts mehr kann, man tut halloköpferlicher Schöpfung und ja, mir gibt es irgendwie psychisch total schlecht und ich kann mit niemandem reden. Sonntags dann. Ich bin frei beruflich, ich habe nichts davon für ja, die Woche Job, das ist Wochentag unabhängig, wenn das jetzt jetzt ist. Also, ja, alles klar. Ich frage das deshalb, weil man kann ja das Leben füllen bis zum Bersten und trotzdem nichts davon mitnehmen. Ja, also dann ist es wie so eine Rausch und du weißt eigentlich gar nicht mehr was du so gemacht hast. Du weißt, du hast viel, aber nichts davon bleibt wirklich haften, weil das Gefühl dazu nicht, das durfte sich nicht festsetzen, irgendwie. Ja, ich habe auf jeden Fall oft das Gefühl, dass ich die Schwierigkeit habe im Moment zu sein und das zu genießen, weil ich eigentlich gerade noch gestresst von da vor bin oder gestresst von in der Zukunft dinging, also ich habe so eine auf noch so eine Erwartungsangst, dass ich irgendwie, dass es irgendwie ganz schlimme und anstrengt wird und was aber auch ein bisschen daran liegt, dass ich, ich habe endometriose und chronische Schmerzen und habe auch, glaube ich, einfach viel damit zu tun, dass ich halt irgendwie Angst vor Situationen habe, weil ich Angst davon irgendwie, ein Schmerzsituation zu sein und aber gerade durchhalten zu müssen. Ja, also eigentlich machst du genau das Gegenteil von ihm, was du bräuchtest. Vielleicht. Bei Endometriose gibt es ganz, ganz interessante neue Entwicklung und ich glaube, dass es kurz vom Durchbruch ist. Ich hoffe, habe ich so viel gemacht. Es gab so viele Studien inzwischen und jetzt haben sie festgestellt, dass es eine metabolische Erkrankung ist und keine, die sich auf Frauen beschränkt. Also jetzt sollte es schnell gehen. Okay, das wusste ich zum Beispiel noch gar nicht. Ja, ich meine, dass es halt auch, die seitdem ich nach Berlin gezogen bin, habe ich halt irgendwie so eine Zeit der Diagnosen und Erschöpfung und Krankheit auch und bin so diese ganze Frage, wie ich diese Krankheit behandelt habe mit Tomonen oder OP und so und man rennt zu zehn Jahre unterschiedlichen Krankheiten an den Ärzten und irgendwie muss man in eine Entscheidung treffen. Ich finde das generell einfach sehr cemurbend. Ja, wer schön wenn es dann da jetzt eine Entwicklung gibt. Ich glaube, also habe so das Gefühl, weil die Studienlage sich so verdichtet und das passiert oft, bevor es so so einen Durchbruch kommt. Was ist deine größte Sehnsucht? Ja, Ruhe. Ich habe das jetzt auch in dieser Beziehung, die ich jetzt bis vor kurzem noch hat, auch gemerkt. Ich habe eigentlich so eine richtige Sehnsucht nach Ruhe ankommen, mich sicher fühlen und mich einfach nur existieren zu können und da sein zu können, ohne irgendwas machen zu oder leisten zu müssen, ohne irgendjemand sein zu müssen. Also das einfach, weil eigentlich bin ich halt eine sehr verträumte Person und ich bin total glücklich damit einfach nur umzuliegen und irgendwie in der Gegend rumzustellen und ja, aber irgendwie das Gefühl, dass ich ein schlechtes Gewissen habe muss, wenn ich das tue, weil ich dann irgendwie nicht produktiv bin, oder die andere Person nicht besparse oder weiß ich nicht. Thema für eine Beziehung. Wir haben uns vor ungefähr ein Jahr über Online-Dating kennengelernt und hatten dann auch eine Phase, wo wir so sehr viel hin und her geschrieben haben und so richtig Romane geschrieben haben und dann haben wir uns irgendwann getroffen und es war eigentlich ein sehr schönes erstes Treffenwerten, hat einen so ein Picnic in Park und haben irgendwie Spiele gespielt und sind sägt getrunken und genau und dann haben wir uns irgendwie verabschiedet und dann uns aber abends nochmal wieder getroffen, weil wir das irgendwie schön fahren und Lust hatten, nochmal anzuknüpfen. Genau und da war es dann auch so, dass wir dann auf irgendeiner Parkbank rumgeknut haben und ich da schon gemerkt habe, dass es gerade zu viel, also es war dann, er hat mich zwar vorher gefragt, ob er mich küschen kann, aber dann hat er halt nicht mehr gefragt, man war so direkt so sehr froh, in dem was ja irgendwie wollte oder schön fand. Und genau, ich habe es da schon nicht so geschafft zu sagen, was es mir da zu viel und aber dann haben wir uns irgendwann auch verabschiedet und ich habe dann beim zweiten Treffen, dass ihr hatten, das auch direkt im gesagt, dass ich das gemerkt habe, dass es mich das überfordert und das mir zu viel war, dass ich irgendwie ein bisschen, auch schon ein bisschen Vorherfahrung gehabt und da irgendwie sehr schnell irgendwie getriegert bin und es mir aber auch schwerfällt in den Situationen mich ja zu schützen oder meine Grenzen zu ziehen, weil ich dann halt eher so und direkt dann so eine passive Stare irgendwie auch falle. Genau und ja, dann war es erstmal sehr, er war dann auch sehr verständnisvoll und so und dann war es erstmal eine sehr, also wir haben uns nicht so häufig gesehen, weil ich war viel unterwegs, er war viel unterwegs, aber dann war es relativ sehr, sehr intensiv weil er hat dann irgendwie bei uns im dritten, vierten Treffen oder so auf einen kleinen Babyhund aufgepasst, den er einer Freundin von ihm zugelaufen ist und ich liebe Wunder und ich war direkt schock verliebt und genau eine Familie ist der Hund gehört jetzt mir. Also ich teile mir den jetzt mit seiner Bekannten, genau, aber genau wir hatten dann irgendwie eine sehr intensive Zeit mit diesem Hund und ich glaube bei mir sind einfach so richtig Bindungshormone durch die Decke geschossen. Wir haben es.
was du dich mit ihm gefühlt? Ich fand's irgendwie aufregend und schön. Ich war aber auch schon auch die ganze Zeit immer skeptisch. Ich glaub, zurückblicken, wenn ich mit meinen Freundin rüberrehende ich habe eben so noch jedem Treffen gesagt, ich bin mir unsicher. Ich weiß nicht, ob das weitertreffen soll. Aber er war so voll drin und hat mir das auch so voll gespiegelt. Ja, es ist ja auch mal ein solcher Aushaltsin als wollte Schemas daten. Ich lasse mich drauf ein und er will ja unbedingt. Er ist ja auch voll nett und liebevoll. Ja, man muss trotzdem schon darauf achten, wie man sich dabei fühlt. Also, das zum Beispiel, wenn du jetzt total gegen dein Muster Date ist, so ein Widerstand kommt, wenn jemand zuverlässig ist und loyal, weil du das gar nicht gewohnt bist, das muss man spüren und dann aber auch interessant finden in dem Moment. Aber wenn man denkt, okay, das triggert mich alles total die ganze Zeit, dann ist natürlich nicht das richtige. Also, das ist immer so schwierig zu differenzieren, wenn man somit in diesem Raus steckt vor allem, wenn die Hormone dann noch dazu kommen. Aber natürlich ist nicht jeder, der so anders ist, als man es eigentlich gerne hätte, der richtige. Ja, ich hatte auf jeden Fall die ganze Zeit irgendwie so ein Gefühl von, wo ich beminne ich sicher und irgendwie inny angestrengt. Ich glaube, ich brauche eigentlich eher eine Person, die mir halt ruhe bringt und er ist halt selber auch sehr aufgegratzt und viel und redet sehr viel. Und ich war mal so, ich hätte das Gefühl, ich hab gar nicht Zeit, dass alles zu verarbeiten, weil irgendwie so viel Informationsfluss einfach ist. Also, von allem irgendwie vom Werballen, aber auch so vom Körperlichen irgendwie ist das so, einfach mal viel passiert. Und es war dann auch relativ schnell so, dass wir, also er hat jetzt Rückblick und gesagt, für ihn war es so, dass wir schon seit August dann irgendwie in der Beziehung waren. Für mich war das nicht so. Ich war halt die ganze Zeit noch so, ich will erstmal gucken, ich will ihn erstmal kennenlernen. Ich weiß gerade nicht, wo sich das inentwickelt. Und. Wir haben es dann auch relativ schnell angefangen, ziemlich heftig zu streiten. Also, auch wirklich so eine Art und Weise, dass sich das mal sehr hoch dramatisch angefühlt hat. Und eigentlich bin ich schon auch ein Typ, also, wenn ich kaum auch einfach aus einer Familie in der viel gestritten wird, macht es eigentlich nicht so Angst. Ich streite mich auch gerne, ich mag auch Reibung, ich mag es irgendwie in Diskussion zu gehen, ich mag Sachen auszandel, ich mag es irgendwie. mich erklären zu können, ich will die andere Person, dass die andere Person sich irgendwie erklärt. Aber für ihn war es, glaube ich, so. Ich spreche etwas an und es war direkt so, Puh, irgendwie so sehr. Ja, eigentlich ein bisschen kulärisch. Was war die Themen oder. Also oder die Punkte, wo ihr dann so in Streits abgeglitten seid? Unterschiedlich. Also, ich glaube, so ein heftiger Streit ganz am Anfang der Mehrinnerung geblieben ist, war irgendwie, dass ich war da gerade auf einer Woche in Rügen, auf einem Sieg, bei einem Segelkurs. Und ich hatte vorher irgendwie eine sehr arbeitsreiche Zeit und war wieder so. Ja, zwei Wochen am Stück nicht alleine, hat immer Zimmergeteil, superviele Menschen um mich herum. Und er wollte aber die ganze Zeit, weil wir uns nicht gesehen haben, Kontakt haben und viel telefonieren. Und ich wollte das dann irgendwie auch. ja, erfüllen. Und ich habe dann aber sogar am Telefonieren gemerkt, wenn er mir dann irgendwie super viel erzählt hat und so, war ich dann so, boah, ich merk einfach, mich das zu viel, ich kann das grad nicht mehr halten. Ich kann irgendwie gar nicht darauf eingehen und. Ja, und ich glaube. Ja, da raus hat sich dann so ein Streit entwickelt, dass er war dann irgendwie so ja, dass es aber eine Erwartung, die ich irgendwie habe, an einer Person, eine Person, die ich date, dass ihr irgendwie da ist und zuverlässig ist. Und ich war so, okay, aber wir sind nicht in einer Beziehung, ich möchte diese Person gerade nicht für dich sein, wenn du jemanden brauchst, dann sucht ihr eine. das sprich mit deinen Freunden, so ich kann das grad nicht leisten und irgendwie daraus ist, glaube ich, so ein erster Streit entstanden. Hast du nicht eben gesagt, für ihn war dir seid August in einer Beziehung? Also habt ihr das nie offen ausgesprochen oder? Wie war denn so das nach außen die Beschreibung? Nach außen waren wir, also für mich am Daten und wir haben da aber auch darüber gesprochen. Also. Wir haben eigentlich schon immer sehr offen und war es geredet. Also ich habe dir eben schon gesagt, ich bin offenes Buch. Hab eigentlich das Herz auf der Zunge liegen und spreche auch alles an. Und ich glaube, das ist auch was, was ihnen, glaube ich, ein bisschen überfordert hat, weil er aus Beziehungen vorher kam, die sehr vermeiden waren. Und ich bin schnell dabei, wenn ich irgendwie merke, bei mir ist irgendwas los, dann flich das kurz aussprechen. Und dann ist es aber auch wieder gut und für ihn war es aber jedes Mal voll der Stress. Bei er sich irgendwie das Gefühl hat, ja, er muss jetzt irgendwas erfüllen oder. Aber sehe ich es richtig, dass das Haupt- Thema dann war, dass du nicht so richtig wusstest, wie du deine Grenzen formulieren sollst. Er unwissentlich drüber gelatzt ist und ihr dann einfach. also ein tatsächliches, buchstäbliches Missverständnis kreiert habt. Ja, also ich würde sagen, alle unsere Streits waren eigentlich immer bewohnt auf Missverständnissen. Ja. Und Kommunikation, die irgendwie. Schief und krombar. Ja. Gibt es Situationen in deiner Erinnerung, wo du ganz klar deine Grenzen benennen konntest? Also auf der Arbeit oder im Freundeskreis oder ist es grundsätzlichen Thema? Nee, eigentlich würde ich sagen, kann ich das gut. Also ich glaube, ich bin eigentlich sogar ein sehr direkter Mensch und auch manchen Leuten, glaube ich, ein bisschen zu direkt. Und eigentlich. Ja, Siegensal ist es immer so. In Kontexten, in denen ich mich sicher und wohlfühle, kann ich das gut. Also bei meinen Freundinnen, die mich jetzt auch einfach alle sehr gut kennen und wissen, dass ich irgendwie schnell Probleme mit Reizüberflutung habe oder so kann ich sagen, bei mir ist es gerade so viel. Und dann ist auch, okay, jetzt zum Beispiel auf der Arbeit gehe ich eigentlich regelmäßig bei meinen Grenzen. Weil ich aber auch dieses Problem mit den Schmerzen habe und ich habe halt auch einen Job, ich arbeite per Dagoge und bin eine Ständekreis überflutet. Es ist eigentlich total dumm. Also ich bin auch gerade dabei, einen Berufswechsel vorzunehmen, weil ich einfach merke, packt das nicht mehr. Aber trotzdem habe ich halt zu diesen Anspruch, wenn ich irgendwie einen Job zusage, den auch durchzuziehen und den Zich dann auch meistens eher 150 Prozent durch als nur 70. Kann ich schwer aus der Verantwortung dann rausnehmen? Ja. Okay. Wie hat sich diese Beziehungen dann weiterentwickelt? Also, ihr wart die ganze Zeit aus deiner Sicht in einer lockeren, im Grunde-Situation-Ship oder? Ja, wir waren für mich in einer Kennenlehrnphase. Ich war von vor noch einigen, sag ich, ich habe Interesse daran, also ich habe online-dating, man war ich eine Beziehung gesucht habe und nicht aus einer Situation. Die schien ja sehr lang und die Kennenlehrnphase, oder? Nein, ja, die war unterbrochen, weil also wir haben uns Ende mal kennengelernt und dann haben wir halt, waren wir beide viel unterwegs, das heißt, wir haben uns immer so mit einem sehr großen Abständen nur gesehen und dann aber sehr intensiv. Also wochen dazwischen. Mhm. Wochen dazwischen. Und dann hat er mir irgendwann erzählt, ja, er hat jetzt einen Job angebot, wo er dann irgendwie durch Europa unterwegs ist und danach möchte er den Überwinteren in Südamerika, mit Ulamerika. Und genau, dann wusste ich, okay, wir sehen uns jetzt ein halbes Jahr nicht sehen. Und da war dann für mich auch so, okay, irgendwie macht das gerade keinen Sinn und dann hab ich es eigentlich auch beendet und dann hat er so toll reagiert und dann war es doch nicht vorn. Ja, okay. Und genau und dann war er irgendwie zwei Monate unterwegs und ich wollte auch im Winter weg und ich wollte aber eigentlich nach Indien auf einer Hochzeit, von der Freundin, aber ich wollte nicht alleine reisen. Ja und dann hab ich mich halt dazu entschieden, ihn in Mexiko zu besuchen. Und da bin ich dann hingeflogen im Anfang, Anfang Januar. Und dann war ich irgendwie drei Wochen zusammen in Mexiko und dann kamen Freundin von mir und dann bin ich mit der weiter gereist und erst dann irgendwie wieder zurück. Sind wir im Januar 26? Dieses Jahr. Genau und diese Mexiko-Reise, die war wirklich sehr turbulent. Also, wir sind an, ich bin angekommen, er war schon irgendwie ein, zwei Monate da, ich war super erschöpft irgendwie. Und, genau, dann kam es, wie es kommen muss, so werden natürlich direkt unseren ersten großen Knall. Und dann haben wir uns aber auch wieder vertragen und ich glaube es war halt irgendwie weil wir uns auch voll unter Druck gesetzt haben, dass es jetzt irgendwie eine gute Zeit werden muss. Ja und dann, ja, würde ich jetzt eine kleine Trigger-Warnung aussprechen. Genau, kam es zu einer Situation, wo wir halt geschlafen haben beide und er aus dem Schlaf heraus, halt ungefragt mich angefangen hat anzufassen. Und ich bin davon wach geworden. Und ich bin dann halt wieder in meine übliche regungslosigkeit verfallen und hab es irgendwie mitgemacht. Also wirklich, ja, war irgendwie gar nicht fake zu sagen, so wo ich, ich habe gerade geschlafen, mir es ist zu viel oder so. Ich war dann auch eher so in meinem Kopf so, okay, ja, vielleicht wird es ja schön. Ich lasse mich mal darauf ein. Und wir haben uns ja auch gerade so gestritten, jetzt haben wir uns wieder vertragen und neugier ich glaube dann gehen eher so Gedanken los, ich will die Person jetzt nicht zurückweisen, weil ich will jetzt diese Situation nicht wieder verkacken.
Und genau, dann kam eins zum anderen und danach hatte ich eine Panik-Attacke und so war es ganz schrecklich. Hast du eben gesagt, dass du das eigentlich nicht wolltest? Er hat mich dann währenddessen irgendwann gefragt, willst du das überhaupt? Weil er dann halt irgendwann gecheckt hat, dass ich dann sehr regungslos bin und dann war er auch direkt rückzug und hatte dann irgendwie voll das vielleichte Gewissen und ich war dann aber auch direkt so ja alles okay und war aber natürlich gar nichts okay und genau. Aber er hat mich dann schon auch sehr wahnsinnig sehr vereinsigt und hat mich dann noch aufgefangen und war glaube ich einfach auch sehr geschockt von sich selber und genau dann aber das war halt ihr Start in den Urlaub und ich glaube danach war halt irgendwie einfach auch der Wurm drin. Weil ich wollte halt das alles gut ist, weil ich wollte hier auf gar keinen Fall alleine reisen. Ich habe das schon oft immer im Leben gemacht, aber ich war so, wo ich will, gerade einfach nicht alleine unterwegs sein. Und dann hast du dich selber total angepasst und viel Glück gehabt. Es hat halt dann einfach regelmäßig gekneilt, weil ich war halt dann auch einfach passiv aggressiv oft und genervt von ihm und ja wollte alles richtig machen und hat sich super untergeordnet und dann bin ich auch noch, ich hatte auch noch Geburtstag in der Zeit und bin ich zwei Tage vor meinem Geburtstag so richtig krank geworden und da wollte dann auch alles richtig machen. Ich wollte aber einfach nur mal nur Ruhe haben und es war einfach eine, also wir hatten auch sehr schöne Momente. Jetzt will ich jetzt gar nicht sagen, wir hatten auch wirklich sehr schöne Tage, aber es war halt sehr krisenhaft. Und dann, nachdem ich dann zurückgekommen bin und er war ja dann irgendwie schon monat da, ging es dann irgendwie so weiter. Also wir hatten irgendwie schon auch schöne Zeiten, aber ich war einfach unglaublich viel auch genervt von ihm und er war jetzt auch, man dem Tag als er mit mir Schluss gemacht hat, hat er da so gesagt, wo ich habe das Gefühl, du hast mich und will es gar keine Zeit mit mir verbringen. So gibt es mir die ganze Zeit, das Gefühl mich nicht zu mögen und ich habe dann auch gesagt, es stimmt, auch es tut mir auch tolleid. Ich weiß auch nicht, wo das herkommt. Ich bin irgendwie so, ich habe mich dann einfach nicht im Griff und bin dann richtig, bin halt ein richtiger Stinkstiefel und ja, will aber auch eigentlich nicht so sein und versuch mich dann auch mal darauf zu konzentrieren, was er alles toll macht, aber habe dann ja vielleicht ist auch einfach was kaputt gegangen. Das kann auch sein. Ja, also gerade diese Stinkstieflichkeit oder wenn man dann so passiv aggressiv wird, das rührt eigentlich fast immer daher, dass man nicht so beisech ist und die eigenen Grenzen häufig auch selber ständig überschreitet, indem man sagt, nee, es ist okay, lasst mal dieses Museum noch besuchen, obwohl man eigentlich am liebsten einfach im Bett liegen will oder am Strand sitzen oder was weiß ich. Und ja, so im Grunde außer sich ist im wahrsten Sinne des Wortes und gerade wenn ihr beide so eine bischen Schauspielaktion dahinlegt, ja, du willst, dass es ihm gefällt, er will irgendwie, dass es dir gut geht, ein seid ihr beide überhaupt nicht ihr selber und wenn ihr in dieser Position seid, seid ihr auch gar nicht in der Lage, gesunde Entscheidung zu treffen für euch, weil ihr ja nicht ihr selber seid, Buchstäblich. Ja, aber die ganze Beziehung klingt ja wie ein unglaubliche anstrengender Kramm. Oh, es war so anstrengend, wirklich. Ja. Es war sehr anstrengend und gleichzeitig war es aber halt auch natürlich trotzdem schön. Also ich mag ihn halt als Menschen. Unglaublich gerne, hat holle Eigenschaften und ich glaube ich habe mir eigentlich gewünscht, ich glaube ich bin einfach schon jetzt nach meiner letzten Beziehung, die hat irgendwie nach so einer lang so online dating Phase auch im Berlin, wo ich unglaublich frustriert war, war ich so, da ist jetzt irgendwie mal einer, der hat Lust zu bleiben und ich wollte dem einfach eine Chance geben. Ja. Und ich habe auch gedacht, ich lerne auch gerade so unglaublich viel über mich selbst. Natürlich löst er viel mehr aus und es ist anstrengend, aber irgendwie, ich habe das auch so ein bisschen als Chance gesehen, nochmal Sachen anzugucken wie mir halt sonst nicht auffallen, wenn ich alleine bin. Ja, bloß, wenn es dann dazu führt, dass du ständig gestresst bist, ist es nicht das richtige. Ja, das stimmt. Ja, weil du ja dann gefallst. Also, gerade wenn du sagst, ich brauche eigentlich Ruhe und ich wünsche mir eigentlich einen Leben. Und wenn du das in der Gelassenheit kannst du natürlich keine Beziehung für das genau gegenteil produzieren. Ja. Wie hatte, also, hat er das in diesem Gespräch beendet, wo er gesagt hat, ich habe das Gefühl, du hast nicht, du willst gar nicht mit mir zusammen sein? Nein, also es war halt, warne halt an dem Tag verabredet, ich hatte halt gerade eine Projektwoche hinter mir. Die Jugend, glaube ich, anstrengend war und Samstag war ich den ganzen Tag wirklich, habe mich zwei Stunden zum Kaffee trinken und mit einer Freundin getroffen, das war ich regungslos im Bett und wir waren halt für diesen Sonntag schon länger verabredet, weil er mir endlich Freunde von sich vorstellen wollte. Wie du auch noch nie kennengelernt hast. Nach drei, drei, drei viele ja. Ja, das war ein großes Bedürfnis von mir. Ich habe immer gesagt, wo ich würde vergessen, mal deine Freundin kennenlernen. So. Und deswegen wollte ich das auch nicht absagen, obwohl ich eigentlich schon da hingefahren bin mit dem Wissen, war eigentlich, brauche ich mehr Ruhe, Montag, es geht die nächste Projektwoche los. Ja. Und genau, dann hat es halt irgendwie direkt geknallt, weil ich bin irgendwie reingekommen und war eh klick und er hat versucht irgendwie das Gegenteil zu sein und dann ist ja irgendwie sehr kohlerisch geworden. Ich habe mich direkt sehr räumend schuldigt und war ja, hat mir irgendwie total leid getan, hab es auch alles eingesehen und dann bin ich aber gefahren und habe gesagt, so ich will jetzt auch nicht ein rasslichen Tag versauen, irgendwie jetzt sind diese Stimmung, deine Freunde kennst du dir auch nicht das Richtige. Und dann habe ich irgendwie eben später noch eine Nachricht geschrieben, die auch sehr lieb war, wo ich mich irgendwie entschuldigt habe und dann war, hab ich ihn angerufen und erst nicht dran gegangen. Ich bin mir nochmal geschrieben, so können wir mal nochmal telefonieren heute oder wird zu den Ruhe, keine Reaktionen und hab ich ihn nochmal angerufen und dann hat er irgendwann abends spät zurückgerufen und genau. Und dann, ich glaube, er wollte nicht am Telefon Schluss machen, er war halt so mittags, als wir uns gesehen haben, war ja, so kiel dann sehen wir es vielleicht vielleicht auch einfach zehn Tage nicht. Und ich war so, okay, aber ich kann das nicht, ich kann das nicht zehn Tage nicht kontakt mit dir haben, weil für mich war es so, ich war halt schlecht gelauen und war blöd und du bist total kulärisch geworden und ich will aber auch mal, wenn ich grad so eine stressigen Phase bin, auch mal blöd sein können und das ist jetzt total schlimm ist, so ich entschuldige mich ja auch danach und ich weiß, es ist blöd, dass ich so bin und ich will das auch ändern, aber für ihn war es halt so, zu viel. Also ich hatte einfach den Rahmen über Spannt. Ja. Und genau, deswegen, genau, dann in diesem Telefonabend hat er dann Schluss gemacht. Und meinte dann irgendwie auch noch, ich würde ihn konditionieren, kulärisch zu sein und irgendwie hat schon auch ein paar Verletzten Sachen gesagt, aber hat auch noch ein paar schöne Sachen gesagt. Na ja, er reagiert wahrscheinlich darauf, ne? Also, man kennt ja diese Spiralen, ich kenne das auch aus einer Beziehung, aber das war eine Beziehung, die er einfach nicht gepasst hat und wir haben beide Krampfhaft versucht, das passend zu machen. Genau, das ist dann auch die Erkenntnis gewesen, so ist passtheit einfach nicht. Und es ist auch gut, dass es jetzt irgendwie vorbei ist, weil ich war eigentlich die ganze Zeit schon so, irgendwie will ich auch nicht, dass wir uns unnötig viel verletzen. Aber ich hätte den Absprung nicht geschafft, ich bin ganz ehrlich, ich hätte alles gegeben. Du hast ja wirklich alles reflektiert, was dir so im Leben passiert ist. Ja. Also für mich ist deutlich geworden jetzt in dem Gespräch, was haben deine Freundin nochmal gesagt, wenn du noch mehr reflektierst? Na, eine Freundinform hat gesagt, wenn ich nicht noch mehr reflektiere, dann erlang ich zur Erleuchtung, gelang ich zur Erleuchtung. Ja. Also, würde ich jetzt wieder sprechen, weil für die Erleuchtung, wirst du das Gefühl mit integriert sein? Ja. Und aber ich glaube, du wirst zumindest ein sehr, sehr hell-leuchtender Spiegel, ja? Wenn du nicht noch mehr reflektierst. Also, ich für mich hat sich schon herauskristallisiert, dass da die Gefühle, ja und oder beziehungsweise integrierender Gefühle nicht so sehr stattfindet, wie es eigentlich sein sollte, weil du immer in die so proaktiv quasi drüber hinweg fegst und hier wäre aber tatsächlich, glaube ich, die Lösung des ganzen und genau das, was du jetzt nicht tust, nämlich die Ruhe geben, um nicht zu reflektieren, also das um Kopf zu zerdenken, sondern tatsächlich mal zu spüren. Ja. Zum Beispiel, ich fühle mich einsam, ich fühle mich oder fühle Verlust angst, ich fühle Wasser und Mara, die negativen Gefühle, die man halt so hat als Mensch, die einfach mal auszuhalten. Ich finde das so komisch, auch wenn früher war ich da richtig gut drin. Also, ich war eigentlich schon auch mal ein sehr melancholisches Kind und ich hab es geliebt einfach alleine durch die Natur zu streifen und meinen Gefühlen nachzugehen. Ich bin auch irgendwie schon immer Theater und so und hab eigentlich so irgendwie voll, mag das eigentlich gefühle zu.
erleben. Aber ja, mir ist es auch aufgefallen, ich lenke mich auch einfach sehr viel ab, ich glaube es hat auch vielmehr zu Medien sucht, Handy sucht zu tun. Die ja den zwei Kaben, dich auch zu lenken. Und wirklich so dieses Gefühl von Einsamkeit, ich finde es so schwer das auszuhalten und es ist auch irgendwie so komisch, weil ich weiß, ich bin ja nicht einsam, ich habe wirklich einen sehr guten Freundeskreis. Ich habe irgendwie auch inzwischen wie das Gefühl so einen familiären Rückhaltser haben, also ja, ich glaube irgendwie, ich habe dann irgendwie, merkt dann so richtig, dass so eine Person, wie jetzt mein Ex-Partner dann da irgendwie vielleicht auch ein Loch stopfen soll, was er halt natürlich nicht füllen kann, weil ich das irgendwie selber füllen muss. Du möst dich im Grunde selber bemuttern. Ja, aber das kann auch eine schöne Tätigkeit sein. Ja und ich glaube, also gerade wenn jemand so super reflektiert ist und ja genau weiß, wie dieses Tymatik dahinter funktioniert, ist es ein relativ kurzer Prozess. Das muss einfach, da musst du einfach mal einsteigen und das knackig, ja, aber wie merkt das mich selber bemuttern? Es gibt einen Buch, was sie dabei helfen kann. Das ganz neu auf dem Markt von Nicole LePairer, ich denke, das wird es auch auf Deutsch geben oder wenn noch nicht dann bald, Reparenting Yourself. Das ist gut, finde ich, ist halt amerikanisch, aber man kann als Europäerin auch, dass du umschreiben für sich und da hat sie auch ganz viele Übungen drin, die die nützlich sind. Und das wichtigste Tool ist einfach nicht alles überdecken mit Aktionen. Also weil wenn du sagst, ich bin dann ein Tag danach, so erschöpft, dass ich gar nichts mehr machen kann, es ist ein eindeutiges Zeichner so derbe über deine Grenzen entwerkest, dass dein ganzes System einfach sagt, weißt du was? Jetzt machen wir einfach nicht mehr mit. Also die letzte Bastionen quasi, die Seele noch so halten kann, die hast du so niedergerissen, dass dann wirklich Alarm ist. Ja, ich glaube, das kommt halt echt irgendwie auch aus dieser Phase, wo ich irgendwie so ein Jahr lang sehr viel alleine zu Hause war, weil ich mich wegen Schmerzen gar nicht überwegen konnte. Und dass in mir direkt so ein Gefühl von, wenn ich verpasst alles, ich kann gerade Dinge nicht nachgehen, weil ich irgendwie unzulänglich bin, weil ich nicht so stark bin, wie andere Menschen. Dann ist es aber besser, wenn du dann sagst, passt auf, liebe Freundinnen, ich kann noch nicht rausgehen, weil Schmerzen, ich würde mich aber wahnsinnig freuen, wenn du zu mir kämpst. Ja, weil wenn dann noch Musik drauf kommt und Fahraktivität und Konfetti, was weiß ich, dann ist es einfach zu viel. Ja, ich glaube, ich habe halt wirklich sehr viel Hilfe bekommen auch schon in den letzten Jahren. Und ich habe irgendwie viel auch nicht immer sie, Personen, die so Hilfsbedürftig ist und die dann immer den Rahmen bestimmt. Aber du bist doch hilfst du durfte ich. Will ich auch nicht sein. Ja, aber das riff jetzt nicht. So lange die Schmerzen da sind, bist du hilfst du durfte ich. Ja, ich ja. Ein guter erster Schritt wäre, das mal zu akzeptieren. Ja, ich glaube, ich bin da auch schon sehr zwangsläufig weit, weil ich bei jedem, alles was getragen werden muss, kann ich nicht machen. Also ich erfrage mir Hilfe, aber es fühlt sich halt nicht gut an. Denkt mal an das, was du am Anfang erzählt hast, dass du ganz viel gelernt hast, aber es ist irgendwie nicht hängengeblieben ist. Also dieser, es muss doch gehen, warum geht es nicht, das ist ja immer noch da. Ja, voll. Und wenn du einfach akzeptierst, so nichts schweres tragen kannst, das ist so, dann wirst du jemanden finden, der es für dich trägt. Ja, in dem man fragt. Kein Mensch, der aufrichtig gefragt wird und das Gefühl hat, ich kann hier jemand anderem wirklich nützlich sein, wird nein sagen. Man hilft bloß nicht gern, weil man das Gefühl hat, die Leute machen das aus Fauldheit oder ja, zum Beispiel so Leute, die dessen mir die allerliebsten, die wirklich gut verdienen und dann sagen, könnte man mal beim Umzug helfen. Auf gar keinen Fall. Aber wenn jemand sagt, pass auf, mein Bein ist kaputt, ich kann die Treppe nicht hochgehen, würde es zu mir, die Wasserkästen hochdrangen natürlich. Ja, wenn ich jetzt in der anderen Position bin, würde ich das natürlich genauso machen. Also, ne, ich helfe ja auch gerne Leute. Warum sprichst du das deinen Freunden ab, das siehst du tun? Ich spreche dir das nicht, ob ich glaub, die tun das nicht. Also, die tun das gerne und die machen das auch, aber trotzdem habe ich das Gefühl, ich bin halt immer in so einer Position, dass ich danach fragen muss und das ist irgendwie, glaube ich, einfach dieses Selbstbild hatte, ich meine, ich war eigentlich immer, so, ich hab immer sehr schnell, ich hab sehr früh selber Verantwortung übernommen und Sachen selber hinbekommen und meine Mut hat mir das auch so vorgelebt, alles selber machen, zu wollen und zu können und zu müssen. Es wird einfacher für dich, wenn du die Verantwortung abgibst. Ja, ja, ja, ich musste auch gerade an so eine Streitzuschutzung mit meinem Ex-Partner denken, war das so viel verhauchtes, war auch, dass wir uns mal sehr stritten haben, weil ich nicht wollte, dass er immer meinen Rucksack mir anreicht, weil ich kann ihn selber nehmen und er fand es halt so, er wollte ja nur helfen und war natürlich unmöglich, dass ich ihn dann dafür anpampe, aber ich fühle mich dann so entmündigt, aufgrund dieser Krankheitsgeschichte einfach. Aber die Krankheit kann man jetzt nicht wegzaubern. Nee, das stimmt, ist da. Und darum musst du dein Leben irgendwie so leben, dass es irgendwie integriert ist und das bedeutet, dass die jemanden Rucksack anreicht oder die die Wasserkästen trägt oder was auch mal. Das ist jetzt einfach so. Also nichts, was du tust, wird die Krankheit ja wegzaubern, plötzlich. Ja. Und genau so, also dieses sich anderen Zumuten, muss man üben oder sich hingeben, so kann man es ja auch nennen. Dann wird nämlich alles leichter und auch zu akzeptieren, dass deine Grenzen vielleicht andere sind, als die von deinen Freundinnen und Freundinnen, dass du schneller da am Limit bist und je mehr du das machst und auch vor allem fühlt, also nicht dagegen arbeitest, sondern einfach wirklich in der Hälst und sagst, da fühle ich es wieder und das ist okay, je mehr du das integriest und so leichter wird es für dich. Und vor allem natürlich, wenn jemand beigebracht hat oder das Leben dir beigebracht hat, du bist nicht genug, guck mal, du sitzt hier im ganzen Büchern und checkst es immer noch nicht. Auch das zu akzeptieren, dass du genug machst, du machst genug und für den Rest hat man ja anderen. Ja, weil wenn man zu reflektieren, dann fällt es Licht so sehr auf ein, dass es quasi kontaktlos wieder drückisch schläuert wird und dann sitzt man damit gar nichts. Das ist ein schönes Bild. Ja, ich weiß, dass es auch irgendwie ein Thema ist, einfach mal so Gedanken grun zu lassen und einfach mal so mehr in den Moment wahrzunehmen und ich glaube, dann ja, ich weiß auch, dass ich oft irgendwie durch diese Verkauftheit geht es mir halt auch oft nicht gut. Ich bin dann einfach auch nicht so gut drauf, weil ich auch nicht so zerdenke und wie ich dir eben schon gesagt habe, so eine Erwartung ist auch noch oft von denen. Ich finde, ich finde das baut sich immer am besten, wenn man sich so ein Bild bastelt. Stell dir vor, du bist eine Pflanze, schöne Pflanze braucht Licht, aber du hast diesen großen Spiegel über die Reflexion, die Sonne will zu dir rüber oder runter, in dem Fall, aber reflektierst so viel, der du bist so viel in deinem Kopf, dass das Licht, was du nötig hättest, wieder zurück ins Weltall geschossen würde quasi. Jedes Mal, wenn du das Gefühl integrierst und sein lässt, ohne das mit der Aktion zu fühlen, wenn du in die Akzeptanz gehst, wenn du feststellt, so ist es eben, öffnet sich da oben in diesem Spiegel eine kleine Luke und dann fällt das wie so ein göttlicher Strahl ein bisschen Licht auf dich, du kleine Pflanze. Dann finde ich irgendwann wirklich dir erleucht und dann ist es wirklich dir erleucht, Ich durfte unbedingt diese ganze Spiegel.
sich quasi auflöscht und das Licht zu dir durchlässt. Dann hast du die Stufe der Götlichkeit erreicht. Ja, dann kannst du dir dann erfreundet sagen, stimmt jetzt, jetzt ist es wirklich so. Ich frag mich halt noch so ein bisschen, glaube ich, also wodurch diese Trennung jetzt, ist da schon auch noch so eine Angst von so einer Beziehungsunfähigkeit. Dass ich irgendwie das Gefühl habe, ich habe wirklich mich durch Berlin durchgedatet und irgendwie es ist so schwer hier jemanden zu finden, der zu einem passt. Und ich bin aber eigentlich auch ein bisschen nach Berlin gekommen und dann habe ich fast gesteckt, hier ist es die Hauptstadt der Shingel, vielleicht ist das eine schlechte Idee gewesen. Großstädte sind immer schlecht zum Daten. Und das hat nichts mit der individuellen Fähigkeit oder Unfähigkeit zu tun, sondern es ist einfach alle sind ständig überfordert. Darum beziehungsunfähig bist du dann, wenn du überhaupt nicht in der Lage bist, dich mit Gefühlen zu beschäftigen. Was sehr an dich. Ich glaube gerade lässt du einfach, ich glaube, dass du noch nicht so nah bei dir dran bist, wie du sein solltest, um dich wohl zu fühlen und dann könntest du nämlich auch jemanden sagen, pass auf, das geht für mich gerade und das geht gerade nicht. Also noch mehr Treffen, noch mehr Knutschen, nachts einfach Geschlechtsverkehr initiieren, obwohl man gar nicht richtig wach ist, im Urlaub blöht sein, was hau mal. Also dass du einfach aus Erwachsenen sicht für dich gesunde Entscheidung treffen kannst, mir ist es ja eigentlich nicht. Das Ding ist, um nachher bin ich immer voll, Fähig Sachen anzusprechen. Also ich habe jetzt nicht das Problem, dass ich irgendwie nicht Probleme, also dass ich da nicht äußern könnte. Ja, ich glaube ich, es wäre halt nur gut in dem Moment, mich bei mir zu bleiben und das kannst du aber an alltäglichen Dingen üben. Bei dem Busfahrer, der dich gerade noch mal so reingen lassen hat, zum Beispiel in bellintübliche Situation, du rennt, er macht schon zu und dann denkt er, ich mein Gott, jetzt ist die Ampel rot okay und dann könntest du sinngemäß sagen, danke, ich hatte schon oder dort stehen gelassen zu werden, hätte mich echt traurig gemacht oder irgendwas, keine Ahnung, um mitzuteilen, wie du dich fühlst, wenn Situationen explaziert, oder jemand klaute den letzten Apfel im Obstregal und du sagst, ich hätte gerne diesen Apfel gehabt, ich habe mich den ganzen Tag darauf gefreut, was ist denn unwahrscheinliches Situation ist, aber du verstehst was ich meine, also da muss man nicht die große Beziehungsimpulsionen haben, um das machen zu können, sondern man kann es wirklich täglich üben und hier selbstverständlicher, das für dich wird, um so leichter ist es dann auch in großen Situationen zu sagen, das will ich, das will ich nicht und immer im Hinterkopf verhalten, dass du das als Kind gar nicht gelernt hast, weil du dich möglichst unsichtbar machen musstest, damit dieses System überhaupt funktioniert, aber jetzt ist es zeitlich sichtbar zu machen und tatsächlich, wenn du unter der großen Reflexionsschale sitzt, kommst Licht nicht zu dir durch, das musst du jetzt mal angenevstigt. Und alles, was anstrengend ist und sich blöd anfühlt weg, direkt weg, ja, also zumindest einmal eine Grenze setzen und wenn das dann nicht klappt, dann sagen, pass auf, Freunde, ich glaube, so funktioniert das nicht. Ja. Okay, ich versuche es, aber man ist laufend aber wirklich viele voller Dioden hierum, das ist doch ein sehr, sehr schönes Schuhe fort. Vielen, vielen Dank, dass du da warst. Ja, danke dir, dass ich vorbeikommen durfte. Das war Paula Limlern und wenn ihr auch mal dabei sein wollt, dann schreibt mir spontan auf Instagram oder auf meiner Homepage, da gibt es ein Formulat, das könnt ihr ausfüllen und an zwei Sachen denken, ich gehe ab September auf Tour-Tickets, gibt es auf Ticketmaster und kein Paula findet vom Elfen bis 14. Ich freue mich sehr auf euch. Bis dann! [MUSIK]
Podcast Summary
Key Points:
Die Gastgeberin Paula stellt ihr Sommer-Retreat „Camp Paula“ (11.–1
Juni in Brandenburg) zur Heilung des inneren Kindes vor.
Die Gästin I-Learn wuchs ohne leiblichen Vater auf; ihre Mutter war oft abwesend, die Großmutter übernahm die Erziehung.
Mit 27/28 lernte I-Learn ihren leiblichen Vater kennen, fühlte sich jedoch überfordert und zwischen den Eltern hin- und hergerissen.
In ihrer ersten großen Beziehung (mit Anfang 20) suchte sie Sicherheit, öffnete die Beziehung später für Polyamorie, was zur Trennung führte.
Sie hatte eine ADHS-Diagnose, fühlte sich in der Schule oft unkonzentriert und als „nicht ausreichend“.
Der Kontakt zu ihrer Familie (Mutter, Adoptivvater) war zeitweise abgebrochen, hat sich inzwischen aber wieder verbessert.
Summary:
In dieser Podcast-Folge spricht Paula mit I-Learn über deren Kindheits- und Beziehungserfahrungen. I-Learn wuchs ohne leiblichen Vater auf; ihre Mutter war beruflich stark eingespannt, sodass die Großmutter die Hauptbezugsperson war. Später zog der Adoptivvater (ein ehemaliger Priester) in die Familie ein, doch das Verhältnis war von Streit und fehlender emotionaler Nähe geprägt.
In der Schule fühlte sich I-Learn oft überfordert und erhielt die Rückmeldung, sie sei „faul“ – trotz großer Anstrengung. Eine ADHS-Diagnose bestätigte ihre Konzentrationsschwierigkeiten. Mit Ende 20 lernte sie ihren leiblichen Vater kennen, was sie emotional überforderte, da sie zwischen den Versionen ihrer Eltern stand.
Der Kontakt brach wieder ab. Ihre erste große Liebesbeziehung (fünf Jahre) gab ihr zunächst Sicherheit, doch als sie sich persönlich weiterentwickelte und neue Interessen (z. B.
Acrojoga, Polyamorie) entdeckte, wuchsen die Partner auseinander. Die Trennung war schmerzhaft, besonders weil der Ex-Partner später mit einer neuen Partnerin das Leben führte, das er mit I-Learn nicht wollte. Trotz allem sieht I-Learn die Entwicklung als notwendigen Schritt.
Das Gespräch zeigt, wie frühe Bindungserfahrungen und fehlende elterliche Präsenz das Selbstwertgefühl und spätere Beziehungsmuster prägen können.
FAQs
Camp Paula ist ein Retreat-Sommercamp vom 11. bis 14. Juni in Brandenburg, das sich auf die Heilung des Inneren Kindes konzentriert, aber auch viel Spiel beinhaltet.
Sie wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter und Großeltern auf, fühlte sich oft einsam und hatte wenig Erinnerungen an ihre Mutter in den ersten Jahren.
Der Adoptivvater war ein ehemaliger katholischer Priester, der ihre Mutter bei ihrer Taufe kennenlernte. Er brachte Stabilität, aber es gab viel Streit und die Rollen zwischen Eltern und Kindern waren oft durcheinander.
Sie traf ihn erst mit Ende 20, nachdem ihre Mutter den Kontakt herstellte. Die Treffen waren überwältigend, und sie fühlte sich zwischen den Versionen ihrer Eltern hin- und hergerissen, woraufhin der Kontakt wieder abbrach.
Sie hatte Konzentrationsschwierigkeiten und eine ADS-Diagnose, wiederholte die 7. Klasse und bekam Rückmeldungen wie 'teilintelligent, aber faul', obwohl sie sich sehr anstrengte.
Sie begann mit 22, dauerte fünf Jahre und war anfangs sicherheitsgebend. Später öffnete sie die Beziehung, was zur Trennung führte, als ihr Partner sich in eine andere verliebte.
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