#383 Carsten Meier, Founder Intraprenör: Work-Life Remix: The reinvention of New Work in 2026
48m 26s
In dieser Podcast-Folge reflektiert Gast Kastan Meier von Interaprenör die Entwicklung und Krise des New-Work-Konzepts. Er beschreibt, wie New Work zwischen zwei Polen zerrieben wurde: Einerseits durch eine radikale, nicht massentaugliche Revolutionierung aller Arbeitsstrukturen, andererseits durch eine oberflächliche Vereinnahmung, bei der der Begriff für beliebige, oft kosmetische Veränderungen im Büro verwendet wurde. Diese Diskrepanz habe zur aktuellen Sinnkrise von New Work beigetragen.
Meier teilt zudem sehr persönliche Einblicke in die Höhen und Tiefen seiner Beratungsfirma. Nach einer Phase des Wachstums und öffentlicher Aufmerksamkeit, unter anderem durch eine große Studie zur Vier-Tage-Woche, traf die wirtschaftliche Realität das Unternehmen. Es folgten schmerzhafte personelle Trennung und die Erkenntnis, dass reine Wirkungsorientierung ohne Fokus auf Profitabilität und Kundennutzen nicht nachhaltig ist. Aus diesen Erfahrungen ist das Buch "Work Live Remix" entstanden, das sowohl eine Retrospektive als auch ein praktisches Handbuch sein soll. Sein Kern ist die Idee, Arbeit und Leben wie an einem Mischpult individuell zu gestalten, basierend auf vier Dimensionen, die der Leser für sich und sein Team definieren kann.
Willkommen zum New York set Podcast von meinem Vater. Heute mit "Castmaya". Viel Spaß! Ich würde sagen, New York hat irgendwann das Problem gehabt, zu Mainstream geworden zu sein und dementsprechend zu sehr sich an extrem festzuhalten. Ich hab für mich so festgestellt, es gibt so diese beiden Extremes. Es gab die Menschen, zu denen haben wir auch nie gehört, die so ein bisschen New York mit Revolution verknüpft haben. Es geht um die radikalste Veränderung von allem, was wir für Überarbeit wissen. Führungskräfte gehören abgeschafft. Arbeit muss immer selbstbestimmt sein. Ich entzinn wiederum entscheide immer, wie und wann ich arbeite. Und das war natürlich nicht massentauklich, aber es gab eben so einen Moment, wo man das Gefühl hat, auch New York ist jetzt die Zukunft, und alle müssen sich jetzt in diese Progressivität reingewegen. Ich glaub, das hat langfristig das Konze sich nicht halten. Und dann auf der anderen Seite, glaub ich, gab es immer mehr und mehr, dann auch große Beratungen oder Echtekturhäuser, oder weder auch sonst so als Dienstleister unterwegs ist, oder aber auch einfach Menschen in Organisationen, die eher in diese Richtung, wie gesagt, sind wir nennen jetzt einfach alles New York und dann klingt das cool. Also den Obzkopf, Lennende, New York, den Tresitzkissen, oder den Schicken-Meting-Raum, den wir jetzt umgebaut haben, den wir auch New York und ja, am Ende das Kuhle-Prakat, wo irgendwie unser Purpose draufsteht, den aber sonst keiner ließ, das nennen wir irgendwie auch noch New York. Und dann ist natürlich die Diskepanz so hoch, dass du eigentlich gar nicht mehr darüber nachdenkst. Also Grundidee des Buches ist, dass du deines flexibles Arbeiten und Leben wie an einem Mischpult selber einstellen kannst, indem du anhand von vier Dimensionen für dich selber schaust, okay, was ist mir eigentlich wichtig? Und dieses Buch begleitet dich dadurch für dich selbst. Und dann hilft es dir aber auch, wie du das mit deinem Team oder auch, das finde ich z.B. mit deiner Familie machen kannst. Und dann kann ich sagen, ein Lebensremix hängt ja in Weitenrichtung. Beim Problem ist ja die Kinderdrehen an den Regeln, mein Mischpult. - Ja. (Lockere Musik) Und damit, Moin und herzlich willkommen zurück zum New Work Chat, dem Podcast für die neue Arbeitswelt. Mein Name ist Gabriel Rad. Ich moderiere das hier seit 2018. Hier geht's um die inspirierenden Geschichten von Menschen, die was ausprobieren, die lieben, was sie tun und die erklären, wie sie dahin gekommen sind. Fräume ich sehr, dass heute Kastenmeier wieder da ist. Kasten hat die New Work Beratung Interpreteur irgendwann mal gegründet. Er war schon mal hier im Podcast. Und jetzt ist er zurück, denn er hat ein neues Buch geschrieben, gemeinsam mit seinen Co-Foundern. Und darin schauen sie unter anderem auch auf die Studie zurück, die sie gemacht haben, zum Thema "Fier Tagebruch". Wir haben darüber gesprochen, wie sich die Company entwickelt hat. Wie viel ist eigentlich noch New Work an der Company? Wie steht es um New Work? Ist New Work "Dead", also tot, so wie das T3N-Marerziehen gerade getetet hat? Was ist zwischen "Hype, Mainstream" und "Experimenten" wirklich noch ein Relevanz zu finden? Die Bestandsaufnahme heute im Podcast zum neuen Buch "Work Live Remix", "Kastenmeier von Interpreteur". Ich wünsche euch viel Spaß und gute Unterhaltung. Bevor wir da reinspringen, bitte ich euch um eine Kleinigkeit. Supportet diesen Podcast bitte und abonniert ihn. Das ist wirklich schnell gemacht. Ihr geht nur einmal in eure Podcast App und klickt auf "Abonieren". Und schon verpasst ihr keine Folgen mehr. Jede Woche Freitags gibt's eine neue Episode dazu, manchmal sogar noch "Dingsdags", so wie in der letzten Zeit. Dafür danke ich euch. Ich gebe Gas und spreche mit den interessantes Menschen. Und freue mich natürlich auch über Empfehlung eurerseits und Feedback schreibt mir also gern. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch als Werbepartner und Sponsor hier an Bord kommen und diesen Podcast präsentieren. In der Vergangenheit gab's schon einige interessante Companies, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Also da kommen wir wirklich was auf die Beine stellen. Auch Live-Podcast sind möglich. Und ich berate auch zum Thema Podcasting, Kommunikation und vor allen Dingen Storytelling. Dazu gibt's auch Newsletter, den ihr abonnieren könnt, alle 14 Tage. Flattert der dann in eure Inbox. Ihr findet alles in den Show-Nodes. Und jetzt springen wir rein in Folge 383, heute am Freitag den 27. Februar, 2026. Viel Spaß. Und damit morgen und willkommen zu meinem Podcast, "New Work Chat" freut mich sehr, dass Kasten wieder da schöne Größe aus "Rostock City". Schöne Grüße nach "Rostock" aus Berlin. Ich freue mich auch sehr wieder dazu sein. Das wird auch mal langsam Zeit kasten. Wo warst du die ganze Zeit? Ich war hier. Ich war hier. Ich glaube, das letzte Mal, als wir Podcasts zusammengemacht haben, war ich gerade in Portugale. - Ja. Und wir haben unser großes "Workation Experiment" gemacht. Und das klingt ja schon, das war glaube ich, 2022. Das klingt ja wie aus einer ganz anderen Welt. Die hat ja mit der heutigen Welt nicht mehr so viel zu tun. Mit allen Höhen und Tiefen, die damit zusammenhängen. Und glücklicherweise hatten wir letztes Jahr die Möglichkeit, da zu über ein Buch zu schreiben, können wir gleich sicherlich auch nochmal übersprechen. Aber was ich eigentlich sagen wollte, das war mal schön, weil man da ja, wenn man ein Buch schreibt, ganz anders denken muss, als wenn man sonst so arbeitet, nämlich viel ruhiger und viel sehr für sich. Und da habe ich das echt so gemerkt, das waren echt ganz schön schnell und ganz schön aufregende, auf und ab Jahre. Ich hab ja auch noch irgendwie zwei Kinder bekommen, zwei, acht, zehn und zwei, zwanzig und so. Aber das rennt dann wirklich so, wenn man so sagt, das war schon auch ein altes Lebens, was man ja manchmal so sagt, über diese Zeit zwischen 30 und 40. Und das habe ich schon sehr wahrgenommen, die letzten Jahre. Aber ja, ich war hier. Also, das ist doch super, da gibt es viel über das wir reden können. Übrigens zum Thema Workation, also Arbeit und Urlaub oder Erholung verbinden. Das ist eigentlich genau das Motto von "Micklamburg-Vorpom" an die Augen. Wir haben die "Micklamburgische" sehenplattet, das ist wie Schweden, wir haben die Ostseeküste. Da gibt es mittlerweile auch gute Spaces mit Blick aufs Wasser, so wie "Project Bay" auf der Enderüge. Also, ja. Das Bundesland für die Lifestyle-Zeit, oder? Oder würde man sagen, um jetzt Friedrich Merz zu titieren. Oder die CDU zu zitieren. Ja, die Politik kommen heute, wir schon auch noch zu sprechen. Für die, die ich nicht kennen, stell dich doch mal vor. Du hast das letzte Mal schon meiner mittleren Tochter erklärt, das ist ja hier die Signature-Frage. Das brauchst du jetzt aber nicht wiederholen, deswegen, wie stellt du dich Anfang 26 vor? Wer bist du? Das war auch viel härter, deswegen gut, da kann ich jetzt beruhigt anworden. Genau, ich heiß Kasten, ich bin 37 Jahre alt, wohne in Berlin, hab zwei Kinder, hab ich gerade schon gesagt. Und hab vor mittlerweile 13 Jahren das Unternehmen Interaprenör gegründet, eine Beratungsbutik. Man hätte wahrscheinlich noch vor ein, zwei Jahren gesagt, die New Work Beratung, vielleicht sagt man es jetzt auch noch. Können wir heute diskutieren? Wir beschäftigen uns am Endeffekt mit Beratungsbrecken, wie man innovative HR-arbeit und innovative Arbeitsarbeit macht. Und in dem Zusammenhang haben wir selber viel Prototypen immer gebaut und selber für uns im Unternehmen rausprobiert, was man so macht. Zum Beispiel eben diese Work-Hation, als wir schon mal gemeinsam gesprochen haben, aber auch haben viel experimentiert mit der vier Tagewoche und duften die große Pilotstudie zu dem Thema durchführen, 2024 zu der jetzt die ersten Langfrist-Ergebnisse veröffentlicht werden. Ja, und sind da, glaube ich, dementsprechend so teil dieser New Work debatte und wie sie sich verändert haben darüber jetzt dann, wie gesagt, auch mal etwas aufgeschrieben, was glaube ich ein hilfreicher Punkt war. Und haben letztes Jahr auch nochmal neue gegründet. Dementsprechend bin ich jetzt nicht mehr nur noch Geschäftsführer und Gründer von Interaprenör, sondern auch Geschäftsführerin Gründer von PACE. Das steht für People and Culture at the Occasion, weil wir merken, dass was wir jetzt zwölf Jahre lang gemacht haben, das wollen wir vielleicht gar nicht mehr so lange für immer alleine machen, sondern das können mittlerweile ganz viele tolle Personalverantwortliche auch selber, wenn sie die richtigen Skills. Haben und im Kontext von KI ist das natürlich noch mal extra wichtig, eben jetzt die richtigen Skills zu lernen, damit man die Rollen ja zukunftslicher machen kann. Wir hängen ja noch sehr in sein mal abbaussinarien gerade, ne, wenn wir so in den Markt gucken und auch neue Jobs finden, ist nicht leicht. Und da wollen wir gerne Beitrag zu leisten mit unserem neuen Unternehmen. Und genau, deswegen ist hier, wie ich schon gerade gesagt hab, immer richtig viel los. Was ist so eine Sache, die niemand über dich weiß? Es weiß oder wenige Wissen über mich, dass ich sehr privilegiert aufgewachsen bin. Und deswegen nicht so gut über einem Schläme sprechen kann, nicht in einem Schloss. Aber zumindest so, wie man sich so Westdeutsche aufwachsen geschichten, so vorstellt, mit älternd so noch verheiratet und Papa war Manager und irgendwie so, dieses so alles war immer gut. Deswegen mein einziger, so ein Fack ab, so richtiger Fack ab, den ich erlebt habe in meinem Leben ist, dass ich dreimal durch die Führerscheinpunkt von gefallen bin. Und das war auf dem Dorf mit 16 von ziemliches Thema. Und wenn man dann so runden spielt, macht man manchmal so in so Check-ins, so drei, so zwei Wahrheiten, eine Lüge, dann ist das meistens die Lüge, die ich erzähle, oder die ich versuche zu, zu rekritieren mit und dann weiß das meist keiner. Genau, beim letzten Mal, als wir gesprochen haben, ging es um eure "Work-Kiss-Neschichte". Es gibt auch ein Video dazu, das müsste ja noch bei YouTube zu finden sein. Und ihr wart sehr umtriebig, es war sehr viel zu lesen. Ihr wurde doch ausgezeichnet mit einem "You Work-Award" herinner ich mich. Und dann irgendwann war weniger zu lesen. Und dann noch mal etwas viel später, kamst du dann mit einem Link-In-Post-In-U-Ecke. Jetzt war irgendwie mal ein Jahr Pause, da bin ich wieder. Und es interessiert natürlich, was ist denn in diesem Jahr passiert? Vermutlich viel Familie, aber sonst noch was? Ja, ich würde eher sagen, die ökonomischen Realitäten haben dann irgendwann auch mal Berlin oder, sag ich mal, unseren Aufschwogen erreicht, könnte man sagen. Also, ich hab 2020 in der Arbeit mit Interprinör, das Schiff collectiv gegründet, da hab ich auch kurz übergesprochen, also so die anderen "New Work-Dienstleister" da draußen "Dark Horse", "The Dive", etc. Sven Franke und so zusammengebracht, um so ein bisschen mehr Netzwerk zu sein und auch ein bisschen intensiver größer Projekte umzusetzen. Gibt's das noch kasten? Genau, das gibt's noch. Und wir sind auch regelmäßig im Austausch aktuell weniger auf so einem Projekt-Ebene. Also haben ein, zwei längere Projekte, die wir gemeinsam machen, aber sonst ist das auch eher einfach einen gute Austausch, um rauszufinden, wo stecken wir so als Branche, sag ich mal. Und in dem Zusammenhang hab ich schon früh gemerkt, okay, es gibt jetzt auch viele, den geht's gerade nicht gut, der Wirtschaftsabschwogen, der ist spürbar, es wird weniger investiert von Unternehmen und vielleicht sind eben viele der Themen, die wir auch erarbeitet haben, irgendwann in so einem Wohlfühl Ecke gerückt worden oder bewusst gerückt, wer weiß, ne. Und haben es deswegen schwerer gemacht. Aber wir haben das nicht direkt gespürt. Ich glaube, wir waren da einfach irgendwie ganz gut aufgestellt. Wir haben unser Team enorm vergrößert. Wir waren ja 2023, 2024, zwanzig zwölf Mitarbeiter im Team, die dementsprechend voll in Führungsverantwortung, irgendwie zehn Beraterinnen geführt und so weiter. Also, hat da einfach da viel zu tun, es war eine spannende Zeit, wirklich tolle Arbeit, so auch mit so einen großen Team zu arbeiten. Aber irgendwann kam eben diese ökonomische Realität auch bei uns an. Und ich hab, glaube ich, so diesen klassischen Fehler gemacht, dem man immer in solchen Unternehmerrollen macht. Ich hab gedacht, na ja, wenn ich jetzt mich erst mal hinsetze und vernünftig vertrieb mache, was ich ja noch nie gemacht hab, dann läuft das natürlich. Also, die typische Überschätzung, das quasi der mag kann machen, was der mag machen kann, so ich steh da drüber. Und hab dann gedacht, so da, das da arbeite ich mich jetzt einfach so durch, das wird schon werden. Und das hast du vorher nie so intensiv machen müssen, höchera? Nee, das war einfach nie notwendig, sondern ja, ich meine klar zum Start, natürlich von der Unternehmerinterpriniergründung, da war mir noch studierende. Das war dann eher so Lucky Punches und dann ging es halt irgendwie los. Aber danach kam eben die Themen, die du gerade gesagt hast, irgendwelche Auszeichnungen, Weiterempfehlung, Öffentlichkeit. Wir sind halt mit dem Thema New York groß geworden, würde ich sagen. Und habt ihr auch in Namenhafte Kunden gewinnen können und da schöne Referenzen sammeln können. Absolut, deswegen das war auch alles super. Aber genau, das hat sich halt irgendwann gezeigt und das ist zu einem, wir haben dann ein bisschen Glück gehabt, weil wir Teile im Team hatten, die ihr gesagt haben, weil ich jetzt drei Jahre hier, ich hab Lust auf was Neues. Das heißt, da gab es dann so eine natürliche Flukstation. Aber es ist schon an dem Punkt gekommen, wo wir dann auch uns ehrlich in die Augen gucken mussten und sagen mussten. Wir haben nicht die Nachfrage zu den Kosten und in dem Fall auch zu den personellen Kosten, die wir uns aufgebaut haben und mussten uns dann auch Schmerzhaft von zwei, bzw. drei Personen trennen. Und das ist glaube ich für jemanden, wie mich der auch ja viel auf Verbindung hält, so ein ganz schwieriges Thema gewesen. Also da hat sich ganz schön mitzuknappern. Ich würde sagen, rückwirkend haben wir das ganz gut hinbekommen. Die haben alle tolle neue Rollen. Wir sind weiterhin in Kontakt. Deswegen war das also, das war für mich auf jeden Fall ein wichtiges Thema. Trotzdem war das auf jeden Fall, ist das einfach eine Herausforderung als Unternehmer, du, wenn du nie durch so eine Phase gegangen bist, wenn du immer nur so ging. Und dann irgendwann dieser Moment kommt, haben sie da Coaching gesucht und sie auch sehr reflektieren, miteinander gesetzt. Und für mich glaube ich, dass herausfordernd an der Zeit, warum ich dann auch so lange mal so eine öffentliche Pause brauchte, ist eben dieses, du bist parallel in dieser vier Tagebruch in studier mit Medien auftritten beschäftigt und bist irgendwie in der Tageschau und in irgendwelchen Talkshows. Und am Nachmittag sitzt du wieder in deinem Meeting und musst quasi Entscheidungen treffen, wen du jetzt irgendwie wie lange noch anstellen kannst und welche Kunden du irgendwie wie noch ansprechen musst. Und was du eigentlich mit deinen Kosten machst außerhalb des Personals und dieser Mischung, die war, glaube ich, einfach relativ hart für den Kopf. Zumal die Studie ja auch nicht direkt, die Kassen füllt. Die aufmerksamkeit, also ich glaube, das Thema gibt einem Aufmerksamkeit und das ist ja auch spannend. Und ich glaube auch, dass da viel drinsteckt. Und ich bin immer der Typ gewesen, der jetzt nicht an Finanzen, also Motivation aus Finanzen zieht, sondern eher an Wirkung. Und ich hatte schon das Gefühl, hab das auch weitend, dass wir mit dem Thema wirklich auch einen Diskurs beeinflussen. Man kann ja wirklich sagen, so die andere Zrede vom Bundeskanzler wärts, hatte das Thema vier Tage, woche drin das hätte es sicherlich nicht gehabt hätten, wir nicht diese intensive Arbeit auch reingesteckt. Also da bin ich total dankbar für. Genau, aber es macht, glaube ich, einfach viel mit einem selber. Und gleichzeitig war das eine totale, zwei positive Reinigung für mich sozusagen, wie wir da jetzt rausgekommen sind, aus der Phase. Das Problem, sondern was vielleicht mal, dass viele Beratungen, die sich mit neuen Arbeitswerten beschäftigt haben, in den letzten zwei, drei Jahren hatten. Manso, das hängt auch damit zusammen, dass Auftraggebender wiederum das Gefühl hatten, hier geht es viel ums wie und und weniger um das was und um die Performance und den Output, weil am Ende soll es ja schon auch darauf einzahlen. Es ist ja vielleicht auch so ein Problem, was New Work insgesamt hatte. Es wird viel darüber gesprochen und geht es uns gut, schön wir uns wohl und probieren wir was aus, was sicherlich dazu gehört. Aber natürlich muss es ja weitergehen hinzu, wie werden wir insgesamt auch erfolgreich und zwar am Markt. Absolut. Ich würde sagen, New Work hat irgendwann das Problem gehabt, vielleicht aber auch einfach zu Mainstream geworden zu sein und dementsprechend zu sehr, sich halt an extrem festzuhalten. Also wir, wie gesagt, haben das ja für uns auch reflektiert. Also das Buch, was wir geschrieben haben, ist quasi eine halbe retrospective über uns als einmal New Work Unternehmer und wie es uns damit gingen, und der andere Teil ist dann praxisbuch. Da können wir gleich nochmal sprechen. Aber ich habe für mich so festgestellt, es gibt so diese beiden extremes Grab, die Menschen zu denen haben wir auch nie gehört, die so ein bisschen New Work mit Revolution verknüpft haben. Es geht um die radikalste Veränderung von allem, was wir überarbeit wissen. Also Führungskräfte, gehören abgeschafft. Arbeit muss immer selbst bestimmt sein. Ich ent in die Wiederum entscheide immer wie und wann ich arbeite. Die Hütter-Transparent-Gelder werden demokratisch besten, falls noch abgestimmt und dann transparent gemacht. Und das war natürlich nicht massentauglich, aber es gab eben so einen Moment, wo man das Gefühl hat, Ach, New Work ist jetzt die Zukunft und alle müssen sich jetzt in diese Progressivität rein bewegen. Und ich glaube, das hat langfristig das konnte sich nicht halten. Das war irgendwie klar, dass das nicht klappen kann. Da waren wir aber immer sehr kritisch oder haben da versucht, pragmatische Rewege zu wählen. Und dann auf der anderen Seite, glaube ich, gab es immer mehr und mehr dann auch große Beratungen oder Echtekturhäuser oder weder auch sonst so als Dienstleister unterwegs ist. Oder aber auch einfach Menschen in Organisationen, die eher in diese Richtung gegessen sind. Wir nennen jetzt einfach alles New Work und dann klingt es cool. Also den Obskorblenden, nennen wir New Work, den "The Sitzkissen" oder den "Schicken Meeting-Raum", den wir jetzt umgebaut haben, den wir auch New Work. Und ja, am Ende irgendwie das Kuhle-Plakad, wo irgendwie unser Purpose draufsteht, den aber sonst keiner ließ, das nennen wir irgendwie auch noch New Work. Und dann ist natürlich die Diskrepanz so hoch, dass du eigentlich gar nicht mehr darüber nachdenkst. Was es eigentlich irgendwie zielführend und ich würde schon sagen, also ich nehme das selber an. Also ich bin selber selbst kritisch zu sagen, wir hätten auch noch mehr auf endkunden Fokus Wertschöpfung und Datenorientierung blicken können. Aber wir haben das total oft versucht und hatten auf der anderen Seite Ansprechpartner, die gesagt haben, "Leute, es ist mir egal, ich will hier einfach ein richtig geiles Projekt machen und am Ende bestenfalls, du hast gerade schon eigentlich gesprochen, ja, einen coolen Award gewinnen." Oder einfach mal was umsetzen, was, wo ich irgendwie stolz drauf bin. Und das sind alles Motivatoren, die sind wichtig, aber wir hätten daher vielleicht auch früher sagen müssen, "Hey, wir machen da am Ende auch mehr kaputt als das wir da aufbauen durch so einen Ansatz." Und deswegen glaube ich, ist es so schade, weil dadurch ja New Work sind eine Krise, vielleicht ist es auch teilweise ein bisschen auf dem Friedhof gelandet. Aber gerade, wenn wir uns die Debatten angucken heute, ist es ja jetzt so relevant wie nie. Also jetzt diskutieren wir ja, wie leben und Arbeit zusammenkommen. Jetzt diskutieren wir, wie Leistungsfähigkeit entsteht und wie man irgendwie Menschen mehr in der Arbeit ging. Ja, genau die Themen, die da drinstecken in der Debatte, aber irgendwie haben wir die vorher schon begraben. Und das ist echt ärgerlich. Und da, ja, können wir uns alle, glaub ich, nur die eigene Nase fassen, das hätte man, da hätte man besser mit umgehen können. Und irgendwie hatte ich den Eindruck, gab es dann auch das Missverständnis. Wir müssen einfach weniger arbeiten, damit es uns als Menschen besser geht. Ich glaube, das ist auch ein Missverständnis, dass es rund um die vier Tage Woche gab. So nach dem Motto endlich weniger, damit wir mehr vom Leben haben. Womit ich mal so ein bisschen überleite auch zum Thema vier Tage Woche. Seit wann hat euch das Thema beschäftigt und wie kam es dann auch zu der Idee, deine Studie zu machen? Ja. Wir haben bei uns, bei Interprinörnene, vier Tage, auch eingeführt, ich glaube 2014. Da waren wir fünf Menschen oder so, also ein relativ kleines Team. Und der Hintergrund, wann nie der den Du jetzt gerade als Motivationen so geframed hast, also die Frage so, okay, wie wollen wir irgendwie gesünder sein? Und wir haben eher gemerkt, wir können nicht Kreativität und konstante Innovationsfähigkeit leisten, wenn wir uns in so einem Hamsterrad begeben, wo wir fünf Tage die Woche von neuen bis 18, 19 Uhr irgendwelche Projekte verkunden umsetzen. Das klappt nicht. Dann verlierst du irgendwann deinen Edge sozusagen so. Und für den bist ihr eingekauft. Und das hat uns irgendwie beschäftigt. Dann haben wir ganz viel damit experimentiert. Wie schaffen wir diesen Edge, haben wir versucht, den so, wie man das auch bei Google oder so kennt. Es gibt dann freie Zeit oder man entwickelt bewusst Zeitwürme, wo man an Innovationen arbeitet. Und das hat aber alles uns irgendwie nicht getaucht. Und dann sind wir irgendwann an dem Punkt gekommen zu sagen, vielleicht ist es eher der Müsich gegangen, sozusagen, der dich zu neuen Denken kommt. Also wenn du Zeit hast, um mal ins Museum zu gehen, einen Buch zu lesen, einen Ehrenamt zu machen, einen anderen Kontext zu sehen. Und das war eigentlich so der Einstieg zu sagen, um Kreativ und Innovativ zu sein, müssen wir unsere, seit mal, hochoperative Arbeitszeis. Reduzieren. Und das war unser Einstieg ins Thema. Und da hieß das noch nicht vier Tage Woche, da hat es auch noch niemand interessiert. Dann irgendwann, wie gesagt, hat das Xing interessiert, dann haben wir da 2018 diesen New Work Award mitgewonnen, wo ich dann immer so Schärzhaft gesagt habe, wir haben den Arbeitswort für weniger Arbeit. Ich bin gespannt, was das sehr, das ist Kurier auch irgendwie. Genau, und dann. - Die warten das damals, dann muss es dann noch mal gehen. Mit rein in diese Veranstaltung, als ihr dann da auf die Bühne gerufen würdet. Da war ich witzigerweise selber gar nicht da, sondern das war Nina und Kreativ. Du hattest freier? - Genau, ich hatte wahrscheinlich freie. Ich musste wahrscheinlich arbeiten, so um eher. Du musst wahrscheinlich irgendwie beim Kunden irgendwelche Workshops geben. Das war insofern skurril auch, weil die Teilnehmer oder die Jororen, die man damals, die kann man ja nachgucken, wäre damals Jury Mitglied von "Buyke Xing". Denn wenn ich die heute höre, wie die heute auflinkt, inschreiben, und wie die damals unterwegs sind, dann ist das wirklich auch, wie erzählte man die Person ausgetauscht? Und das, glaube ich, beschreibt ganz gut das Problem, ne? Da war einfach irgendwie der Druck da. Wir wollen eigentlich einfach tolle neue, möglichst radikale Konzepte, weil wir auszeichnen, weil die zeigen, um die Wurst nach morgen hingeht. Und wir haben da nie Daten eingereicht, zum Beispiel. Warum ist es die vier Tagebrucheproduktiver macht? Das haben wir halt gefühlt. Was waren die Notwendig, dass wir das für uns bewerten mussten? In der Studie, jetzt haben wir das nachgeholt. Da haben wir die 50 Unternehmen genau geguckt, werden die produktiver, werden die adaptiver, sind die kreativer. Was hat das für Effekte auf Attraktivität? Es war damals überhaupt kein Thema. Da ging es eher nur darum, das Label quasi zu besetzt zu haben. Wie gesagt, ich bin ja gar nicht in Nachträglich, irgendwie negativ, darüber denken, das war eine total gute Zeit. Aber ich glaube, das ist Teil dieser New Work Herausforderung, das einfach damals das Thema, ja, evidenzbasiertes Arbeiten. Und dann tischbisch oben wurde. Ich hab auch den Einwalt, dass diese Konferenzen dixigen dann gemacht hatte, einmal im Jahr den New Work Experience mit eben diesen Awards, die ja dann auch für Berichterstattung gesorgt haben. Ich glaube, dass es diese ganzen New Work-Bewegung gar nicht so gegeben hätte, wenn nicht auch dieses Festival, das so gepuscht hätte und dadurch auch so eine PR ermöglicht hätte. Denn wir sehen das ja an den Nachbarländern so nicht. Ja. Ein loszanzter Gedanke. Also, ich würde mal sagen, man sieht das in anderen Konstellationen. Da gab es dann irgendwie andere Schlagwoorte sozusagen, um die sich dann so ein Person bewegt haben. Aber ich glaube schon ähnlich wie dann auch quasi das Thema, was dann um Corona kam mit hybriden Arbeit und Homeoffice, dass auch diese New Work-Debatte davor, die auch singen, sehr unterstützt hat, eben eine starke Babel und auch einfach eine sehr privilegierte Debattewane, die sich am Ende auf Laptop-Arbeiter jetzt mal sehr übertrieben gesagt, fokussiert haben. We were the OEMR-Menschen, die halt nicht im Marketingarbeit haben. So, die waren dann halt im Winter unterwegs. Und das ja schön, das ist so was. Genau, das ist so was gibt. Aber das hat sich für mich schon immer falsch angefühlt, weil ich mich immer gefragt habe, wir müssen ja am Ende, wenn wir das ernst meinen auch mit Purposeorientierung lösen finden, die für die Menschen funktionieren, also für die breite Masse. Und da habe ich einfach viel zu wenig Antworten gesehen, immer beschäftigt. Wir haben immer auch Projekte gemacht, wo wir das versucht haben, machen wir auch heute noch, wo das auch möglich ist. Es gibt immer Ausnahmen, aber eben, wir haben es nie in die Breite gekriegt. Und ja, das würde ich schon sagen, hat sich auch mit der Gesamtbahnnehmung zu tun, die so rund um diese Zeit dem Thema halt so zugeordnete wurde. Und dann also die Studie, also wie ist diese Idee zu einem Projekt geworden? Es gab eine Studie zu dem Thema aus Großbritannien, die sehr viel Aufmerksamkeit, ich glaube, 2021 muss das gewesen sein, bekommen hat auch in den deutschen Medien, weil die Zahlen einfach die waren so heftig, dass man sich gedacht hat, das kann ja gar nicht sein. Also die hatten 80, knapp 80 Unternehmen. In ihrer Studie haben auch sechs Monate lang geforst und konnten dann sagen, irgendwie, weil sie nicht alles über 80 Prozent, ne? So 80 Prozent finden das super, 90 Prozent machen weiter. Die Krankheitsthage gehen um 70 Prozent zurück. Also es waren alles solche Harten, Schlagwortzahlen. Und natürlich war die Debatte in Deutschland direkt zu einer ja Moment und da lasst uns das mal ganz genau anschauen, was davon eigentlich Wahrheitsgehalt hat. Und das kann man auch zurecht sagen, weil diese Studien auch, die die "For the Week Global" macht, also die NGO, die da so dahinter steht, die sind schon zum Teil nicht so tiefgehend. Und man kann auch nicht genau herausfinden, welche Branchen waren jetzt dabei, waren das auch nur, nach mal die Flat-Wide-Kollegen von gerade oder waren das andere Menschen. Und deswegen haben wir uns irgendwann mit der Frage beschäftigt, okay? Wir brauchen eigene Daten, wenn wir mit dem Thema weiter arbeiten wollen. Und wir sehen, ja, es gibt ein Interesse und eine Resonanz. Wer macht das denn in Deutschland? Und wie können wir das richtig machen? Und so kam der Kontakt auch zu "For the Week Global". Wir haben das auch mit einer Partnerschaft mit denen gemacht. Aber haben die recht gesagt, wir müssen das eigenständig machen. Wir brauchen einen breiten Beirat, wo genauso Arbeitgeber, Vertreter, wie Gewerkschaftsvertreter drin sind. Das ist so ein bisschen vielleicht auch so eine Stärke von mir, einfach immer Netzwerke zu bauen und irgendwie Menschen zusammenzubringen. Das ist da, ich mich viel mit beschäftigt. Und wir hatten, glaube ich, das Glück, dass wir mit Julia Backmann von der Universität Münster als wissenschaftliche Leiterin einfach wirklich die aller, aller, aller beste Partnerin an der Seite haben konnten, die man sich nur vorstellen kann, die einfach so eine Tiefe an wissenschaftlicher Qualität aufgebaut hat in dieser Studie. Sowohl 2024 als wir das gemacht haben als auch jetzt in der Folgestudie. Das ist einfach nur verrückt gewesen, wie viele Interviews die geführt haben. Die haben Fitness-Tracker-Verteil, die haben Harb-Proben genommen. Die hatten irgendwie teilweise über 20 Master-Rannten, die da irgendwie mitgearbeitet haben. Und diese Qualität ist einmalig auf der Welt. Also wir können wirklich sagen, wir haben die tiefsten Datenwerte und ums Thema Arbeitszeitverkutzung, die weltweit je erarbeitet wurden. Und das natürlich schon eine Kasse Sache. Was war denn deine Ausgangsthese? Meine Ausgangsthese, wie gesagt, das war die Bewerbungen liefen 2023, enden 2023. Ich glaube, das war einfach ein sehr, sehr guter Zeitpunkt, weil da war eben die Krise noch nicht so voll in Deutschland angekommen. Das heißt, wir wurden über Rand mit den Menschen oder Unternehmen, die da mitmachen wollten. Ich glaube, werden 250 Bewerbungen oder so auf die 50 Plätze, die wir am Ende vergeben haben. Und meine Tese war, das wird schon klappen. Aber das wird eine ganz schön harte Arbeit. Und ich bin gespannt, wie Unternehmen, wie ernsthaft die nicht nur das Label wollen, sondern die Arbeit machen wollen. Das hat sich zum Teil auch so bewahrheitet. Also am Ende der ersten Studie sind wir ja bei so knapp 75 Prozent gelandet, die gesagt haben. Wir machen damit weiter. Wir haben da quasi für uns eine Lösung gefunden. Und wir konnten auch ziemlich genau feststellen, die Unternehmen, die nicht die Arbeit reingesteckt haben, also nicht ihre Prozesse angepasst haben, über die Italisierung nachgedacht haben. Ihre Mitarbeiter mit eingebunden haben, an Workshops teilgenommen haben, die Zeit investiert haben, die haben am Ende auch einfach schlechterer Ergebnis erzielt. Also am Ende, die vier Tage Woche ist kein Schalter, die man umsetzen kann, sondern ein Veränderungsprojekt, wie könnte es anders sein? Welche interessanten Begegnung hattest du während dieser Zeit? Du hast schon viel zu viel mehr jetzt angesprochen, also mit der Politik ja sicherlich auch. Ja, ich war, ich durfte im Sachsen an haltenischen Landtag sprechen. Zu einer Anhörung zu dem Thema, das war total spannend, also sich da auszutauschen mit anderen Praktikern. Aber das ist ja auch, wird jetzt wahrscheinlich ja noch stärker nach den Landtagswahlen, auch einen sehr, einen Landtag auch schon mit Großmalfdanteil. Also da diskutiert man dann schon einmal auf dem anderen. Level, genau, bisschen Politikkontakt, Bellinasenat, natürlich auch im Bundestag. Da wurde immer auf das Thema geblickt, wobei man schon auch da gemerkt hat, spätestens dann 2024 so bereit für, seit mal Utopien und offene Ideen, wie könnte die Zukunft der Arbeit aussehen? Sind wir auch da dann noch nicht gewesen oder immer noch, sind wir auch heutzutage immer noch nicht? Genau, das war spannend, aber es hat die AfD dann eigentlich für Positionen zum Thema Arbeitswelt. Kein, so viel bekannt. Also diese Leistungsdebatte, die führen die natürlich auch, zu sagen, wir wollen alle irgendwie so ein mehr leisten und mehr Geld zu tun für die Rentner und so. Aber ich habe ehrlicherweise und das ist ja auch das Bild, was man immer sieht. Wir haben da diskutiert mit allen demokratischen Parteien und die AfD-Kollegen, unter anderem auch derjenige, der jetzt spitzen kann, die Daten ist, die saßen ganz Tag am Ende, die und haben im Kopf geschüttelt. Also einfach hauptsächlich gestört oder durch Abwesenheit, mental Abwesenheit geglänzt. Können wir sagen, ja. Also ich glaube nicht, dass da große Debatten gibt, aber die anderen Parteien auch nicht. Und das finde ich wirklich verteilt. Also wir rennen hier in ein Thema rein, 2026, wirklich noch nie so diskutiert wie eh und je. Und ich sehe keine Partei, die wirklich ein Grundlegen des Programms entwickelt hat dafür, wie wir eigentlich Arbeit organisieren wollen. Die SPD wird dafür predestiniert aufgrund von Historie, aber es gibt zu wenig Menschen, die sich dazu wirklich mal Grundlegen Gedanken gemacht haben. Herzliche Einladung dazu, das zu tun. Ich bin viel im Kontakt auch mit Menschen, die in Fraktionen da arbeiten, aber da traut sich niemand aus der. Ja, aus dem Hintergrund sozusagen, die CDU hat einfach diese Sammlung von Ideen, das einzige, was man da vielleicht zu sagen kann, was wir auch in der vier Tagewochenstudie gemerkt haben, ist das Thema Höchstarbeitszeit. Also das manche vier Tagewochenmodelle einfach mit unserem aktuellen Arbeitsrecht nicht umsetzbar waren in einer Höchstarbeitszeit. Könnten sie eher umgesetzt werden und da muss man natürlich abwegen, ist jetzt das Risiko von, irgendwie Menschen werden ausgenutzt, stärker als die potenzielle, spannende Modelle zu bauen. Das würde ich gar nicht bewerten. Aber ja, es fehlt an politischen Käften, die ein wirkliches Interesse und einen Tiefgang bei diesen Themen entwickeln, die sind mir zumindest jetzt nicht unbedingt begegnet in der Zeit. Ich habe ja dann auch von Handwerksbetrieben schnell gehört, die das so abgefeiert haben, weil sie sofort Effekte gespürt haben, dass mehr Menschen sich bewerten und dann ganz pragmatischer Vorteil, der sich dann da eingestellt hat. Kann das sein, dass es in den Branchen auch unterschiedlich interpretiert wird oder auch unterschiedlich gut funktioniert? Ja, die Herausforderung ist, dass wir das in den Daten sowohl in der ersten Studie als auch jetzt in der Folgestudie nicht sehen können. Das liegt aber auch daran, dass natürlich 45 Unternehmen nicht genug sind, um so eine Branchenselektion wirklich machen zu können. Für müsste man jetzt so branche, spezifische Pilotprojekte mal machen. Aber anektotisch kann ich es natürlich sagen, auch aus der Praxiserfahrung. Und da würde ich schon sagen, bemerk ich, dass das, das haben wir auch in dem Buch so ein bisschen beschrieben. Unternehmen, die sehr homogen sind in ihrer, sei mal, Organisationen und auch Personalstruktur. Also wirklich junge Unternehmen, wo alle in der Leiche gleichen Lebensphase sind oder Handwerksbetriebe, wo alle die gleiche Ausbildung oder den gleichen Alltag sozusagen haben. Also wo alles so ein bisschen strukturiert hat, sozusagen ist, für die funktioniert so ein, once heißt, für das Allsystem, wie die vier Tagebruch mit dem freien Freitag. Natürlich ganz gut, weil alle können sich darauf einigen, alle haben ungefähr die gleichen Interesse und Bünsche und deswegen funktioniert das super. Und dann haben die natürlich auch schnell, weil es so leicht zu kommunizieren ist, schnell positive Effekte, kriegen bessere Bewerbungen, höhere Anmeldungsstände, etc. Und gleichzeitig, das haben wir dann auch viele in der Studie gemacht, das sieht man jetzt in der Folgestudie noch mal intensiver, braucht es eben viel mehr Flexibilität, wirklich passende Modelle zu entwickeln, die eben zu heterogeneren Organisationstüten passen. Also beispielsweise die Kita oder einen Kita-Trager, die haben ja Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen, die dann da in einer Kita arbeiten oder in der Kontexte in der Schule arbeiten. Und dann gibt es dann die Menschen, die irgendwie Familie zu Hause haben oder Pflegende Personen zu Hause haben. Dann gibt es die Jungen, Ärzierinnen, die einfach Bock haben irgendwie viel zu reisen. Und das muss sich irgendwie zusammenbringen. Und in dem Fall zum Beispiel, ein Beispiel aus der Studie war dann eine Kita-Tragerinnen oder einen Kita-Trager, der entschieden hat, wir bauen einfach einen Wahlmodell. Also du kannst auswählen, willst du die für kurz der Arbeitszeit im 5 Tagen oder in 4 Tagen machen. Und jedes halbe Jahr kannst du dich neue entscheiden. Also total spannende Ansatz, die können sich auch vor Bewerbungen nicht retten. Obwohl nur 10 Prozent, überhaupt die 4 Tage Woche am Ende leben. Also eigentlich total spannend, dass eine Mehrheit, das gar nicht für sich als relevant, ertrachtet und gleichzeitig eben aber die Möglichkeit, dass man es machen könnte, dazu führt, dass man sich dann doch bewirbt und da gerne arbeiten möchte. Das, was du schon angesprochen hast, die Antrittsrede von Friedrich Merz, da ging es ja auch um Erleistung und eigentlich auch ein Appell mehr zu arbeiten. Ich glaube, wir sind ja vielleicht gar nicht so weit voneinander entfernt, wie das manchmal von außen aussieht, denn du hast ja schon dargestellt, dass ihr auch den 5. Tag euch gespart habt, um am Ende mehr zu leisten. Das ist ja nicht möglichst viel zu chillen, sondern möglichst gut zu arbeiten und dadurch auch was zu schaffen. Die Frage ist halt nur, wie sieht der Weg dahin aus? Total, ich glaube, sowohl die Unternehmen der Studie als auch unsere Kunden, als auch wir selber, haben den Interesse daran herauszufinden, wie sieht eine gute und gesunde Leistungsorientierung für die Zukunft aus? Ich glaube nur, dass die Antwort sehr viel viel schichtiger ist, als mehr Zeit ist gleich mehr Leistung. Also wer das heutzutage noch nicht verstanden hat, der hat auch wirklich außer ein bisschen Volkswirtschaft sich einfach noch nie ein Unternehmen von innen angeguckt, weil das ja in den meisten Fällen außer jetzt vielleicht, wenn du wirklich bis das effizienteste Unternehmen der Welt hast, alles durchgeplant und es geht wirklich nur noch um die personelle Ressource und wie lange die Maschine läuft, das ist wirklich der kleinste Teil unserer Volkswirtschaft. Aber der Großteil, der hat einfach so viel Effizienzmöglichkeiten und durch KI und Technologie so viel mehr Möglichkeiten noch mehr, sich Smarter zu gestalten und Smarter zu organisieren, dass das nicht mehr in Verbindung gebracht werden kann. Also es ist zu einfach zu sagen, mehr Zeit ist gleich mehr Leistung und das ist aber natürlich so ein einfacher Satz, ja und der lässt sich eben gut in irgendwelchen Nebelkärz, politisch verkaufen und wir würde ich sagen sehen, halt insbesondere jetzt in der Folgestudie, dass es da auch eine Alternative zu gibt. Also das Unternehmen, das schaffen können eben durch smartere Organisationen mit weniger Arbeitszeit am Ende mehr zu leisten, also einen höheren Output zu erreichen. Und im besten Fall habe auch noch halt und das glaube ich schon auch wichtig, gesündere und zufriedene Mitarbeitene, die bestenfalls auch weniger krank sind und länger dabei bleiben. Und das brauchen wir ja auch, also wir können, ich finde diese Debatte aus der Perspektive noch viel schlimmer, dass man sich eigentlich denken muss, wir wollen ja also Deutschland Fachkräfte attraktiv sein, weil wir brauchen ja die Fachkräfte von außen. Wenn wir jede Woche hier erzählen, wie faul wir alle sind und wie uns uns quasi durchgängig dem motivieren und dann noch zusätzlich durch irgendwie Rassismus noch mehr irgendwie ins Aus schießen, dann frage ich mich wirklich, wer hat eigentlich hier irgendwie das Zukunftsnerrativ für Deutschland. Und das macht mir fast mehr Sorgen als diese Einzeldebatte, dass wir da echt einfach komplett in eine falsche Richtung steuern. Die Studie ist auch nochmal dargestellt auf einer Webseite vier Tage Woche.org, das verlinken wir in den Schonaut, da kann man sich dann auch nochmal in aller Ruhe reingraben, aber kannst du uns trotzdem nochmal in aller Kürze darstellen, was ihr gelernt habt am Ende. Also wir haben in der Folgestudie jetzt besonders drauf geschaut, was haben die Unternehmen gemacht, die dabei geblieben sind, also die sich entschieden haben, dass das für sie ein gutes Modell ist und weitermachen wollen. Und das war natürlich jetzt spannend, wie gesagt, studier Abschluss der ersten sechs Monate, war 2024, jetzt haben wir 20/26 und sind durch zwei Krisenjahre gegangen. Das heißt, meine Sorge oder mein Interesse war wie wie wie wie Krisensicher ist eine vier Tage Woche. Und was die positiven Erkenntnisse jetzt waren, waren das weiterhin 70 Prozent der Unternehmen, die da begleitet wurden, sagen, wir haben unser Modell gefunden und wir machen damit auch weiter. Also die Krise hat uns nicht zurückgeworfen, sondern wir sind weiterhin positiv unterwegs und die sehen jetzt auch so ein bisschen die Mittel- bis Langfrist-Effekte, die wir auch im Ausland schon gesehen haben. Also das eben über 50 Prozent sagen, ihre Bewerbungen haben sich verbessert oder dass sie eben auch sagen, hey, über 90 Prozent, hey, wir haben eine gute Work-Life-Bellance und wir gehen besser mit unseren Menschen um. Das ist total positiv und dann war meine zweite Sorge, die die jetzt aufgehört haben, die müssen ja total den Shitstorm in ihrer Belegschaft gehabt haben. Wir haben gesagt, wir machen eine vier Tage Woche und dann sagen sie, übrigens doch nicht, wir gehen wieder zurück. Und das ist natürlich auch die Angst, die viele Unternehmer haben. Boah, wenn ich mir das an Tours und Pilotprojekt, dann habe ich mir hier einmal den Laden komplett zerschossen. Und spannenderweise ist das nicht so. Spannenderweise konnten die alle einigermaßen zufrieden stellen, wieder zurückkehren in ein, sag ich mal, konventionelles Arbeitsmodell und haben uns zurückgemeldet, hey, wir haben viel gelernt. Wir haben jetzt bessere Prozesse als vorher, wir konnten effektiver zusammenarbeiten und wir haben keine so negativen Effekte gehabt, dass wir jetzt in die große Kündigungsraten hatten. Klar, so Work-Life-Bellance-Talen gehen zurück und irgendwie zufrieden halt auch, aber das war ja vor einer fünf Tage, auch schon so. Da hat man sich halt einfach wieder angeglichen und ich ziehe da raus, dass ich glaube, dass sich eben Pilotprojekte fast immer lohn. Also, dass du immer den Mut aufbringen kannst mal sechs Monate was auszuprobieren, weil du am Ende immer sagen kannst, wenn du gut kommunizierst, hey, das ist ein Test, wenn wir es nicht erreichen, wenn wir unsere Ziele nicht erreichen, dann gehen wir wieder zurück. Das muss jeder wissen, aber den Weg zu gehen, unserem Pilotprojekt zu machen und das zeigt jetzt diese Folgestudie. Das kann man machen, dafür kann man quasi sich ermutigen lassen und das fand ich total positiv, aber eraschen da hätte ich jetzt erstmal grundlegend nicht mitgerechnet. Und da sind wir wieder bei der guten alten Kommunikation. Erst mal erklären, warum macht man das? Zwischen durch, während dessen begleiten und am Ende eben auch nochmal erklären, was hat es gebracht oder eben auch nicht. Und jetzt steht also euer Buch an, wir machen es doch mal ein bisschen abitiert. Wann kommt es raus voraus, können wir uns da freuen? Ja, sehr gerne. Also wir können auch gleich nochmal ein, zwei Fakten rausnehmen aus der Studie, die natürlich sich auch im Buch wiederfinden. Hintergrund von dem Buch war, wir haben ja in der Studie nicht so wirklich auf den, die Praxisarbeit eingehen können. Also wie man jetzt Arbeitsmodelle verändert oder wie man Arbeit flexibilisiert, sondern da ging es ja um die am Ende wissenschaftlichen Ergebnisse. Und wir konnten quasi darauf hinwirken, mit dem was wir getan haben. Das heißt es war irgendwie die Idee zu sagen, wir wollen eigentlich das auch nochmal greifbar machen, damit Menschen das für sich umsetzen können. Und haben dann mit Mooman zusammen dieses Buch geschrieben, Mooman verlagt, das heißt Work-Life-Remix. Und ist quasi so ein bisschen, würde ich sagen, in der Linie der Dark Horse Playbooks wollten wir quasi uns da weiterentwickeln. Also so wie Dark Horse, das eher zum Thema Innovation und Organisation gemacht hat, wollten wir jetzt eben sagen, wir machen das Praxisbuch zum Thema Flexibilisierung und haben dann aber festgestellt, dieses Thema ist viel größer als Arbeitszeit. Ich habe gerade schon gesagt, das Thema Home Office und über jedes Arbeiten oder Ortsunabhängiges Arbeiten später auch mit eine Rolle. Und dann haben wir gleichzeitig festgestellt, es ist ja auch nicht nur ein Thema für Unternehmen. Es ist ja eigentlich ein Thema, was bei einem selbst anfängt. Also bei der Selbstreflexion herauszufinden, wie will ich eigentlich leben und arbeiten als Individuum und dann wie skaliere ich das sozusagen auf die Organisation. Und so kam dann die Idee, das Ganze eben "Remix" zu nennen und mit dieser, sag ich mal, musikalischen Mischpult mit Hafer zu arbeiten. Also Grundidee des Buches ist, dass du deinen flexibles Arbeiten und Leben wie an einem Mischpult selber einstellen kannst, indem du anhand von vier Dimensionen für dich oder fünf, für dich selber schaust. Und dann will ich dir, was ist mir eigentlich wichtig und dieses Buch begleitet dich dadurch für dich selbst und dann hilft es dir aber auch, wie du das mit deinem Team oder auch, und das finde ich total spannend mit deiner Familie machen kannst. Und ich habe sagen, ein Lebensremix hängt ja in beiden Richtungen. Beim Problem ist ja die Kinder drehen an den Regen bei den Mischpult. Ja, absolut. Ah, kann das. Absolut. Aber das ist fand ich total spannend. Ich habe mich dann viel ausgetauscht mit Menschen, die eben in Vereinbarkeitskontext arbeiten und auch so eher Beratung machen, wie man denn da auch helfen kann und wie diese Verbindung sicherzustellen ist. Weil ich glaube, das ist total spannend, dass man eben am Ende sagt, der "Work Live Remix" ist nicht in Wirklichkeit nur ein "Work Remix", sondern eben auch ein "Life Remix" und ich muss mir beide Seiten angucken, weil das hat ja alles Effekte aufferinander. Und dann als letzter Teil kann man das natürlich dann auch auf Organisationen beziehen und sich fragen, wie gestalten wir als Organisation eigentlich eine flexibler Arbeit, die uns, wie du gerade schon gesagt hast, eine Leistungsfähig macht auf der einen Seite, aber eben auch gesundes Arbeiten ermöglicht. Waren kommt raus? Es kommt raus am 26. Februar, 2026, weil wir ein Fan von Schnaps zahlen sind. Und genau, dann geht es quasi los, ist natürlich zum Buchprojekt wahre eine lange Arbeit. Deswegen freue ich mich, also ich habe es glaube ich hier, endlich mal, das in den Händen zu halten ist schon was besonders sieht mal das. Weil. Zeigte ich gerne mal. Kann man teuer. Da ist es "Work Live Remix". Und das würde ich sagen, ist eine spannende Prozess einfach mal so was selber zu sehen, wie so was entsteht und sich so was entwickelt und trotzdem ist es natürlich total surreal, dass man das jetzt dann irgendwann bald in den Buch laden kaufen kann. Also da bin ich mal sehr gespannt, was das damit ein macht. Also, bestellt euch das Buch, kauft euch das, les das, diskutiert drüber und kontaktiert auch gerne den Kasten, der ist nämlich jetzt wieder auf Linken richtig erwischt. Das muss sein. Anscheinend ist das der Kanal, wo man ins Gespräch kommt. Auch der würde ich sagen, ist ja einfach sehr herausfordert, rausgefordert durch irgendwie die Algorithmen, die sich ändern, das kennst du sicherlich auch. Ja, aber ich glaube, es ist immer gut irgendwie im Außhörsch zu bleiben und zu schauen, wie sich Themen entwickeln und ja, vielleicht schaffen wir einen Weg, wo wir das, was wir alle gelernt haben in dieser New Workzeit eben so übertragen können, dass das das Wichtige, das was man wirklich gelernt hatten, was irgendwie bleibt, dass die Substanz das wir die gut mitnehmen können. In die nächste Siesen, im besten Fall. So, letztes wird mich nochmal interessieren, du hast vorhin im ersten Teil des Podcasts darüber gesprochen, dass es in der Zeit als New Work so gehyppt wurde, als das auch so neu noch war, dass man da auch gerne auf extravagante, mutige, vielleicht sogar spektakuläre Unternehmen gezeigt hat, die in irgendeiner Hinsicht sich da ausprobiert haben. Ja, ihr wart jetzt in dem Thema vier Tage unterwegs, andere transparente Kalsmodelle, wir haben ja hier Podcast auch über vieles gesprochen, welches Unternehmen kommt dir in den Sinn, wenn du heute mal so über die Landschaft oder in die Landschaft schaust, ob man das jetzt mit New Work lehbelt oder nicht, aber die zumindest was ausprobieren, ja, die, was die experimentieren, darum geht es ja auch, dass wir lernen und uns kulturell weiterentwickeln, was für so da gut spannend. Also ich finde spannend und das vielleicht ganz positiv, dass man eben von denen gar nicht viel hört, dass die nicht kennt und so vielleicht so ein bisschen wie so mit so, wie mit so Pokémon, die man nicht so schnell trifft, die dir nicht direkt vorbeilat. Laptural, hitten, Champions. Ja, total, das ist, glaube das trifft total, weil am Ende, es geht ja nicht um den Hype, sondern es geht darum, um das Nüchtern, damit auseinander setzen und die Unternehmen zum Beispiel, die jetzt in unserer Studie dabei, wann natürlich gibt es dann ein paar, die sind ein bisschen öffentlicher und ein paar sind weniger öffentlich, aber generell gehen dir einfach fokussiert und nüchtern diesem Thema nach und lösen damit ihr Problem. Und dann geht es gar nicht darum, dann irgendwie immer gesellschaftlich, da irgendwie noch stattzufinden, sondern lösen ihr Problem, vor allem ja auch in ihrer Region. Und ich glaube, ich persönlich finde es spannend, insbesondere auch in Deutschland an eher seit mal ländlichere Regionen zu gehen und dann zu erleben, wie da wirklich einfach ein ganz anderer Geist herrscht, so aufgrund dessen, wie halt Unternehmer da unterwegs sind, wir begleiten zum Beispiel gerade einen behinderten Werk und eine Pflege, Etage, einen Behindertenwerk, die eben sagen, "Häve wollen hier in der Region einen Unterschied machen und wirklich Pflegekräften einen neuen Arbeitsalltag ermöglichen." Und gleichzeitig aber natürlich auch zeigen, das finde ich total interessant, dass es bei Pflege von Behinderten eben um mehr geht als nur um Pflege, sondern eigentlich um Teilhabe. Und wie wir mit der vier Tagebranche Prozesse starten können, wie wir wieder mehr Teilhabe ermöglichen können für unsere Bewohnerinnen und Bewohner. Und da merke ich dann, wenn ich sowas höre und diese Visionen höre, die dahinter da merke ich einfach, "Okay, da geht es nicht um Marketing, da geht es nicht um Basswords, sondern da geht es am Ende einfach nur darum, die echten Probleme zu lösen." Und ich glaube, die gibt es fast in jeder Region, also ich glaube gerade Menschen, die nicht in der Stadt leben, die können dir das sehr relativ schnell aufzählen, wer diese Orte sind. Und vielleicht ist es ganz gut, wenn die einfach noch ein bisschen versteckt bleiben. Und vielleicht haben wir eine andere Phase, wo wir dann diese Kultuschel-Hitten-Champions wieder sichtbarer machen. Aber ich glaube gerade, insbesondere mit dieser sehr hohen Polymik, die wir so täglich im Radio und im Fernsehen hören dürfen, ist es ganz gut, wenn Leute sich einfach auf ihren Stiefel konzentrieren und weiter durchziehen. Es ist ganz interessant, dass das dann vom paar Jahren wirklich auch als Marketing-Thema genutzt wurde, auch von Konzernen, die dann so das Thema Dutzen zum Beispiel so ganz groß geführt haben und damit in die Brichterstattung kamen und die Vorstände dutzend jetzt und der Kulturwandel und wir geben gerne Interviews bei Presse anfragen. Es war ja ein richtiges Marketing-Tool, dass man da bewusst eingesetzt hat und jetzt ist es vielleicht ein bisschen unaufgeregt, da war es sehr auch ganz schön. Absolut, ich glaube, das ist ein großer Vorteil. Auch für so Themen wie die vier Tagebranche, dass die so ein bisschen aus dem Feuer kommen. Wir merken das natürlich jetzt, könnte man sagen, negativ darin, dass wir weniger Anfragen bekommen zu dem Thema, aber ich merke es positiv, dass die Anfragen die kommen. Da ist eben Ernsthaftigkeit dahinter, die haben sich gefragt, hilft es mir oder hilft es nicht, sie haben für sich entschieden, wir können mir helfen. Wir wollen das jetzt mal ausprobieren und dann macht es auch viel mehr Spaß, weil man dann das Gefühl hat, okay, da will die wirklich jemanden wirklich ein Problem lösen für sich. Ich glaube, das wäre meine Antwort für alle insbesondere für Menschen, die auch im Bereich HR und Pipe und Kulture arbeiten. Die sich dann oft mit solchen Sachen beschäftigen, weniger auf den Heip blicken und mehr auf die Problemenlösung und die evidenzbasierte Problemlösung zu schauen. Ich glaube, dann kommt man auch immer auf die besseren Lösungen. Wenn es Probleme darum gibt, das Ganze dann noch schön zu verpacken, da gibt es ja Menschen wie dich. Oder auch uns, die dann am besten noch mal irgendwie da auch ein schönes Label für finden, aber das sollte halt nicht die erste Frage sein, sondern halt eher die vierte oder fünfte. Sehr schönes Schlusswort, Karsten, eine aller letzte Frage habe ich, aber noch welches Buch hat dir zuletzt gut gefallen, dass du nicht geschrieben aber gelesen hast? Ich hatte viel Kontakt, die letzten Monate mit Gido Zander, deren Bücher du oder vielleicht auch schon mal gesehen oder gelesen hast, hat ja auch ein Buch zur vier Tagebranche geschrieben und hat jetzt ein vollgebuch geschrieben, das heißt die faulen Deutschen. Ja, habe ich schon angefangen gehört. Und wichtig ist vielleicht zu sagen, es geht in dem Buch nicht darum zu beschreiben, wo wir alle faul sind, sondern eher mit diesem Mythos aufzuräumen. Und ich bin immer ein großer Fan von Büchern, die schaffen ja auch Daten getrieben, solche Mütten aufzulösen, weil man ja oft dann in solchen öffentlichen Debatten gar nicht die Zeit hat, Sachen wirklich zu verstehen und wird dann einfach nur konfrontiert mit irgendwelchen Zahlen. Genau, und das kann nicht empfehlen, man muss ja einmal quasi über den Titel hinweg springen. Also ich glaube, es gibt viele, die sich nicht gerne im Buch kaufen wollen, wo irgendwie über ihre eigene Faulheit angebliche Faulheit geschrieben wird. Genau, aber wenn man da darüber hinweg geht und wirklich sage ich für verstehen, was die Materie ist, dann kann ich das auf jeden Fall empfehlen. Erregt auf jeden Fall Aufmerksamkeit der Titel und damit auch neu gehe und das ist ja auch wichtig bei einem Buchtitel. Danke für den Tipp, schön dass du wieder da warst, Kasten, bleibt gesund für Erfolg euch und alles zum Buch wie gesagt in den Show notes und so studier. Das wünsche ich dir auch. Also in diesem Sinne danke für die Einladung. Das gut, bis bald. Ciao.
Podcast Summary
Key Points:
New Work hat sich zwischen zwei Extremen entwickelt
Die New-Work-Beratung Interaprenör durchlief eine Phase des Wachstums und der Krise, ausgelöst durch wirtschaftlichen Abschwung und die Herausforderung, Wirkung mit Profitabilität zu verbinden.
Das Buch "Work Live Remix" bietet eine persönliche Reflexion dieser Erfahrungen und einen praktischen Leitfaden zur individuellen und teambezogenen Gestaltung flexibler Arbeit anhand von vier Dimensionen.
Summary:
In dieser Podcast-Folge reflektiert Gast Kastan Meier von Interaprenör die Entwicklung und Krise des New-Work-Konzepts. Er beschreibt, wie New Work zwischen zwei Polen zerrieben wurde: Einerseits durch eine radikale, nicht massentaugliche Revolutionierung aller Arbeitsstrukturen, andererseits durch eine oberflächliche Vereinnahmung, bei der der Begriff für beliebige, oft kosmetische Veränderungen im Büro verwendet wurde. Diese Diskrepanz habe zur aktuellen Sinnkrise von New Work beigetragen.
Meier teilt zudem sehr persönliche Einblicke in die Höhen und Tiefen seiner Beratungsfirma. Nach einer Phase des Wachstums und öffentlicher Aufmerksamkeit, unter anderem durch eine große Studie zur Vier-Tage-Woche, traf die wirtschaftliche Realität das Unternehmen. Es folgten schmerzhafte personelle Trennung und die Erkenntnis, dass reine Wirkungsorientierung ohne Fokus auf Profitabilität und Kundennutzen nicht nachhaltig ist. Aus diesen Erfahrungen ist das Buch "Work Live Remix" entstanden, das sowohl eine Retrospektive als auch ein praktisches Handbuch sein soll. Sein Kern ist die Idee, Arbeit und Leben wie an einem Mischpult individuell zu gestalten, basierend auf vier Dimensionen, die der Leser für sich und sein Team definieren kann.
FAQs
Die Grundidee ist, flexibles Arbeiten und Leben wie an einem Mischpult selbst einzustellen, indem man anhand von vier Dimensionen für sich herausfindet, was einem wichtig ist.
Einerseits die radikale Revolution, die Führung abschaffen und Arbeit immer selbstbestimmt sehen will, und andererseits die oberflächliche Anwendung, bei der alles als 'New Work' bezeichnet wird, ohne echte Veränderung.
Das Unternehmen sah sich mit einem wirtschaftlichen Abschwung konfrontiert, der zu geringerer Nachfrage und schließlich zu personellen Trennung führte, was für den Gründer emotional schwierig war.
PACE steht für People and Culture at the Occasion und zielt darauf ab, Personalverantwortliche mit den nötigen Skills auszustatten, um Rollen zukunftsfähig zu gestalten, besonders im Kontext von KI.
Die Studie brachte viel Aufmerksamkeit und beeinflusste den gesellschaftlichen Diskurs, füllte aber nicht direkt die Kassen und erforderte parallel schwierige unternehmerische Entscheidungen.
New Work wurde zu Mainstream, hielt sich an Extremen fest oder wurde oberflächlich als Label genutzt, wodurch die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu groß wurde.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.