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#38: Delta, Gamma, Theta - Die geheimen Superhelden der Optionen

32m 44s

#38: Delta, Gamma, Theta - Die geheimen Superhelden der Optionen

In dieser Podcast-Folge erklärt Alex Eichhorn die Optionskriechen, also die griechischen Kennzahlen zur Bewertung von Optionspreisänderungen. Er beginnt mit dem Black-Scholes-Modell, das theoretisch den fairen Optionspreis berechnet, aber auf unrealistischen Annahmen beruht – etwa konstanter Volatilität, fehlenden Transaktionskosten und rationalen Märkten. In der Praxis weichen die Preise daher ab, was Optionsverkäufern Chancen bietet. Die vier Hauptkriechen werden praxisnah erläutert: Delta zeigt die Preisänderung bei einer 1-Dollar-Bewegung des Basiswerts und liegt zwischen 0 und 1; Gamma beschreibt die Änderungsrate des Deltas und ist bei At-the-Money-Optionen am höchsten. Theta ist der tägliche Zeitwertverlust, der für Stillhalter positiv wirkt, während Vega die Abhängigkeit von der impliziten Volatilität misst – steigende Volatilität verteuert Optionen. Rho spielt eine untergeordnete Rolle. Alex betont, dass At-the-Money-Optionen (Delta 50) das beste Theta, Gamma und Vega bieten und daher ideal für den Optionsverkauf sind, auch wenn viele Händler fälschlich niedrige Deltas bevorzugen. In der Praxis empfiehlt er, hohe Deltas (30-40) bei 0DTE-Optionen zu verkaufen und kleinere Stopps zu nutzen, sowie den Risk Navigator für Portfolio-Hedging einzusetzen. Abschließend beantwortet er Hörerfragen: Er blendet nur Delta in der TWS ein, erklärt Delta als Wahrscheinlichkeit für das Im-Geld-Endes und definiert Omega (prozentuale Änderung) und Vomma (Gamma des Vegas). Die Griechen sind Annahmen, aber essenziell für Strategieverbesserung und Risikomanagement.

Transcription

4679 Words, 28342 Characters

German
Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von Eichhorn Coaching. Mein Name ist Alex Eichhorn und in dieser Folge geht es um die Optionskriechen. Ja, die Optionskriechen sind euch natürlich ein Begriff, das ist ja vollkommen klar. Irgendwas habt ihr auf jeden Fall schon mal darüber gehört und jetzt machen wir mal eine Podcast-Folge drüber. Etwas theoretisch, aber auch viel Praxis. Wir müssen halt kurz mal die Theorie einmal durchkauen, aber ich mache jetzt keine Formeln oder sowas, sondern ich bringe es dann schon praxisnah euch wieder und dann gehen wir halt auch in die Praxis ein, was denn überhaupt so eine Optionskrieche einen bringt im praktischen Handel, wie wir den nutzen. Genau, das behandeln wir jetzt in dieser Podcast-Folge. Wie immer der Risikohinweis beachten, alles was ich heute in diesem Podcast und allgemein sage, stellt keine Handelsempfehlung dar und stellt gar keine Aufforderung von einem Kauf oder Verkauf irgendwelcher Finanzprodukte dar. Das ist natürlich immer wichtig zu sagen. Ihr findet wie immer die Timestamps, sofern es die Streaming-Plattform hergibt, oder ihr findet sie auf jeden Fall in der Beschreibung. Manchmal könnt ihr halt direkt draufklicken und springen dann zu der jeweiligen Stelle. Manchmal klappt es nicht, dafür können wir nichts, das ist die Streaming-Plattform, aber auf jeden Fall findet ihr sie in der Beschreibung. Wir fangen direkt mal an, woher denn überhaupt die Optionskriechen kommen. Und ganz ursprünglich, oder haben die einen Ursprung in einem Black-Skulls-Modell oder Formel, das hat wahrscheinlich auch schon mal jeder gehört, die lese ich euch jetzt gleich nicht vor, keine Angst. Aber das ist eine Formel zur Bewertung von Finanzoptionen oder Derivaten. Dafür gab es auch einen Nobelpreis. Ich meine, den hat nur einer bekommen, weil einer davor gestorben ist. Ich glaube, man kann den nachträglich nach dem Tod nicht mehr bekommen, so meine Info. Aber ist egal, dafür gab es auf jeden Fall einen Nobelpreis für die Formel, wie ich den Preis eines. Derivats, also eine Option, berechnen kann. Hat aber auch, er hat zu Recht einen Nobelpreis bekommen, aber hat halt auch ein paar Schwächen, weil es halt, wie immer, in der Theorie und Praxis sich stark unterscheiden. Und das Modell hat ein paar Annahmen, die es halt einfach so in der Praxis nicht gibt. Das erste ist, der Preis des Basiswertes folgt quasi einer geometrischen Bewegung und einem konstanten Drift. Was heißt denn das jetzt, Alex? Ganz einfach. Einer konstanten Wohler. Und das wissen wir, ein Preis des Underlyings und eine konstante Wohler, also gibt es meistens nicht. Vielleicht kurze Phasen, aber jeder weiß ja, dass der VX von 10 auf 60 ansteigen kann. Aber es hat eine Annahme. Dann, dass der Leerverkauf von Finanzinstrumenten uneingeschränkt möglich ist. Ist eine weitere Annahme, ist meistens auch der Fall. Aber es gibt auch ja Marktphasen, in denen es einfach nicht möglich ist zu shorten, was auch vielleicht verboten ist. Und was ist einschränken? Und Wohler-Stops gibt es und so weiter. Also es ist nicht immer möglich. Dann, dass es keine Transaktionskosten oder Steuern gibt. Gut, das Steuern vielleicht für manche gibt es keine, aber Transaktionskosten müssen wir glaube ich alle bezahlen. Und, dass es keine Dividendenzahlung gibt. Es gibt glaube ich auch ein Black-Scoats-Modell mit Dividendenzahlungen, aber das grundlegende ursprüngliche ist ohne Dividendenzahlung. Das wissen wir auch, dass das Schwachsinn ist. Dazu noch, dass. Finanzinstrumente kontinuierlich gehandelt werden, also rund um die Uhr. Auch das ist nicht der Fall. Und es existiert ein risikofreier Zinssatz, der zeitlich konstant und für alle Laufzeiten gleich ist. Also es existiert natürlich immer ein risikofreier Zinssatz, der natürlich unterschiedlich ist. Aber, ja, ob es in der Option ein Tag oder zehn Jahre läuft, ist halt schon auch ein unterschiedlicher Zinssatz. Und die ganz große Schwäche ist, wenn man es mal zusammenfasst, vor allem, dass halt die Wohler in der Formel eine Konstante ist. Und das ist halt immer so eine Annahme in der VWL, dass die Märkte rational sind. Sind sie aber nicht. Das wissen wir alle. Sprich, wenn ich jetzt das Black-Scoats-Modell sauber ausrechne und dann gucke ich den Optionspreis an der Börse an, werde ich feststellen, Moment mal, das sind ja zwei unterschiedliche Preise. Und was gilt jetzt? Ja, das, was man dafür wirklich zahlen muss oder verkaufen muss. Also der praktische Preis, weil die Menschen halt nicht, also ich ja auch, ich hoffe, relativ rational, vor allem an der Börse, aber die Menschen agieren da halt nicht rational. Deswegen gibt es ja auch ein VX mal von 80 und Panik und so weiter. Deswegen funktioniert ja auch überhaupt der Optionsverkauf. Weil das, wenn es ja immer fair gepreist wäre, dann wäre es eine Nullrunde. Oder ich hätte halt meinen Edge durch wirklich einen perfekten Timing-Einstieg. Aber grundsätzlich funktioniert das halt. Und das ist halt nicht so die Theorie in die Praxis zu übertragen, gerade wenn Panik an den Börsen ist. Und die Griechen aus diesem Modell haben auch noch ein paar Annahmen, die ich jetzt quasi, wenn ich die Optionschain anschaue, wissen muss, dass es die gibt. Weil sonst verstehe ich die nicht. Deswegen kauen wir die einmal ganz kurz durch. Grundsätzlich sagt natürlich ein Grieche, also Delta, Gamma und so weiter aus. Was würde mit dem Optionspreis passieren? Wie würde es sich entwickeln? Wenn sich irgendein Einflussfaktor ändert, beispielsweise der Preis des Underlyings, die Zeit, die Wohler und so weiter. Und jeder der vier Griechen steht quasi für einen möglichen Einfluss. Theta für Zeitwert, Vega für Wohler und so weiter. Und jetzt wichtig, die Griechen gehen immer aus Sicht eines Optionskäufers aus. Weil die ja manchmal Plus und Minus sind. Gerade der Zeitwertverlust, auf den ich noch komme, ist halt immer negativ. Aber für den Stillhalter ist es eher. Er ist eher positiv. Aber geht halt immer aus Sicht eines Optionskäufers aus, dass der Preis halt weniger wird. Kann aber natürlich als Stillhalter bedeuten, dass es ja für euch dann ein Gewinn ist. Und ein Grieche geht immer davon aus, dass alles gleich bleibt. Da gibt es glaube ich einen lateinischen Namen dafür. Ceteris Paribus heißt es glaube ich. Hat man auch manchmal da VWL. Das ist so eine Annahme allgemeiner Volkswirtschaft. Okay, wir schauen uns das hier an. Aber unter der Annahme, alles andere bleibt gleich. Und das gibt es natürlich nicht. Auch nicht mit Option. Und das gibt es natürlich nicht mit Option. Markt, weil der Kurs schwankt immer. Die Wohler schwankt immer. Und vor allem vergeht die Zeit. Also das ist natürlich per se eine sehr, sehr große Annahme. Und vor allem, was ich auch immer hinter Kopf behalten muss, so ein Grieche kann sich ändern. Der kann sich auch ganz, ganz schnell ändern. Also nur weil ich jetzt mal eine Delta 10 Option verkauft habe, kann die auch irgendwann mal eine Delta 90 Option werden. Also die ändern sich. Und die Änderungsraten, dafür gibt es ja teilweise auch einzelne Griechen, wo ich das dann genau nachschauen kann. Also das schon mal grundsätzlich vorweg. Dann fangen wir mal mit dem ersten Grieche an. Und zwar dem Delta. Also das Delta ist die Änderungsrate des Optionspreises, falls sich das Underlying um ein Dollar erhöht. Ein Dollar, nicht ein Prozent. Und erhöht. Das Delta ist eine Dezimalkennzahl und kann Werte zwischen minus 1 und 1 annehmen. Kann es eigentlich nicht. Es kann eigentlich nur minus 0,1. 0,9999 und 0,9999 sein. Auch wenn mal die Option Chain, der TWS und so weiter, ja mal in minus 1 anzeigt, ist er gerundet. Eigentlich kann es nicht sein, weil jede Option auch eine Sekunde vor Restlaufzeit immer noch wertlos verfallen könnte. Deswegen gibt es halt nie eine hundertprozentige Sicherheit. Call-Options sind immer positiv, weil es halt um einen Dollar erhöht und aus Optionskäufer-Sicht ist. Eine Put-Option ist immer positiv, weil es halt um einen Dollar erhöht und aus Optionskäufer-Sicht ist. Eine Put-Option ist immer negativ, weil es halt auch aus Optionskäufer-Sicht ist. Man zeigt auch immer so ursprünglich, oder so, ja, man zeigt immer so Delta 50, also es wäre dann eine Delta 0,5 Option, also 50er Delta 0,5. Und eine 50er Delta, sagt man auch, hat eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Option am Ende der Laufzeit in der Money ist und ein Delta 50, 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, ist, dass die Option am Ende der Laufzeit in der Money ist. Das ist auf Deutsch eine Add-a-Money-Option, also der Options-Strike-Preis ist gleich dem aktuellen Kurs des Underlines. Kann sich auch manchmal trotzdem unterscheiden, wenn vielleicht schon manche Zinsen oder auch Dividendenzahlungen eingepreist sind, dass da manchmal, ja, das halt nicht identisch ist und es trotzdem Delta 50 Option, wenn wir alles umrechnen mit Dividendenzahlungen, vielleicht gibt es da manchmal neue Aktien, Bezugsrechte, bla bla bla, ist es immer eigentlich fair bepreist. Anführungszeichen fair, dass es halt Add-a-Money ist. Das ist quasi die Delta 50 Option, über die ich heute auch noch ein paar Mal sprechen werde. Machen wir mal kurz ein Beispiel. Also kurz der Aktie 100 Dollar, Preis der Call-Option, ja, 1 Dollar, machen wir Delta 10, dann steigt die Aktie jetzt von 100 auf 101, also genau um diesen 1 Dollar. Wir haben eine Call-Option, die ist positiv, dann verändert sich der Optionspreis wie folgt, 1 Dollar, das ist ja der Optionspreis gewesen, plus 10 Cent, also 0,10, die Delta-Veränderung ist ein Neuoptionspreis von 1 Dollar und 10 Cent. Warum? Weil sich der Optionspreis genau um 1 Dollar auch verändert hat. Ja, und dann hat das Delta, da kommen wir gleich dazu, aber halt ein anderes Delta und deswegen meine ich auch schon, die verändern sich immer immer wieder. Wichtig ist beim Delta noch zu erwähnen, dass halt das Delta von 0,5 Add-a-Money ist, Und dazu komme ich noch ein paar Mal, wie gesagt, zu sprechen unter Praxis. Dort gibt es auch den höchsten Zeitwert, den höchsten Wegeeinfluss und das höchste Gamma. Apropos Gamma, kommen wir direkt zum Gamma, zum nächsten Griechen, zum Gamma. Und das gibt jetzt die Änderungsrate des Deltas an, falls sich der Basiswert um 1 Dollar bewegt. Auf Deutsch, wir nehmen wieder unser Beispiel, jetzt hat der Optionspreis 1,10 Dollar, das Delta war 10. Der Optionspreis ist gestiegen, die Call-Option wird dann vermutlich kein Delta 10 mehr haben, sondern aus dem Delta 15. Sprich, wenn es nochmal um 1 Dollar ansteigt, dann geht der Optionspreis von 1,10 Dollar plus 15 Cent, nicht 10 Cent. Aufgrund des Gammas ist das Delta angestiegen. Geht natürlich auch in die andere Richtung, dass es kleiner wird, wenn der Preis fallen würde, im Beispiel einer Call-Option. Aber dann hätte der neue Optionspreis quasi 1 Dollar, das alte Delta 10 Cent. Haben wir gesagt, 1 Dollar 10 und jetzt gibt es das alte Delta nicht mehr, sondern das Gamma war dafür verantwortlich, dass das Delta angestiegen ist. Und das wäre jetzt dann ein Delta von 0,15, dann hätten wir quasi dieses 1 Dollar 10 plus diesmal 15 Cent, 1 Dollar 25. Und das Delta wird halt immer schneller aufgrund des Gammas. Und es wird halt immer größer, das Gamma, je näher die Option am Geld ist. Also es geht halt mal auf Deutsch ganz langsam. Delta 10, Delta 12, Delta 16, Delta 17, Delta 25, Delta 35, Delta 50. Also jetzt ist es übertrieben. Und das ist aufgrund des Gammas. Also eine Option ist sehr träge am Anfang und dann hat die wirklich so einen Multiplikator, wenn die Richtung Add-a-Money rauscht. Wenn sie ganz tief im Geld ist, ist es auch vollkommen egal. Also ein Delta 0,00000. Also quasi eine 1er-Delta-Option. Da hat es auch fast keinen Gamma-Einfluss. Das ist dann auf Deutsch, wenn ihr eine 0,999, also eine 1er-Delta, egal ob Short oder Long-Side oder Minus oder Plus das 1 ist, gerade Put oder Call, dann habt ihr quasi das Underline entweder Long oder Short im Depot. Und wenn dann 1 Dollar sich das Basiswert verändert, dann verändert sich euch 1 zu 1 den Optionspreis. Das sind die inneren, tief im Geld liegenden Optionen. Wie wenn ich das Underline selbstdirektional halte. Kann viele Vorteile haben. Gerade auch steuerlich gesehen. Mal ein Sonderthema. Aber wenn ihr gesagt, ihr möchtet mit einer Option genau dieses Underline, die Bewegung 1 zu 1 tracken, wie wenn ihr jetzt gut die 100 Aktien hättet, dann wählt eine In-the-Money-Option. Entweder halt Put oder Call, je nachdem was ihr halt, ja in welche Himmelsrichtung ihr das Underline handeln möchtet. Das Gamma ist auch immer positiv. Und je kürzer die Restlaufzeit. desto größer sind auch die Schwankungen des Gammas. Das kennt man halt klar beim Null-Tage-Trade, dass die Optionspreise jetzt selbst schnell bewegen. Eine Option mit 10 Jahren Restlaufzeit, wenn da auch selbst mal 5% im Underline passiert, geht es dann nicht so ab. Und das ist halt wirklich des Gammas auch die Beschleunigung gesagt. Der nächste Grieche ist der, die das. Das ist gar nicht Vega, der Vega, nee, das Vega würde ich mal sagen. Das Vega und auch bekannt als implizite Volatilität. Und das Vega gibt die Änderungsrate des Optionspreises in Abhängigkeit der Volatilität wieder. Das wissen wir eigentlich auch alle. Bei Zunahme der Wohler wird der Optionspreis teurer, bei Abnahme der Wohler wird der Optionspreis günstiger. Und es wird in Prozent angegeben, das Vega. Und ja, das spiegelt dann halt wieder, was passiert mit dem Optionspreis. Wenn sich irgendwie die Wohler verändert. Je länger die Restlaufzeit, desto größer ist das Vega. Und das Vega ist bei Add-the-Money-Optionen am größten. Machen wir kurz ein Beispiel. 200er Put-Option, irgendwie 100 Tage Restlaufzeit, Optionspreis 9,30. Also 9,30 Dollar. Das Vega ist 30. Und nimmt jetzt die Wohler halt um 1% ab. Dann fällt der Optionspreis, also 9,30 Dollar. Plus 30 Cent ist dann 9 Dollar. Und steigt die Wohler um 1 Dollar an. Dann steigt der Optionspreis, also 9,30 plus 30 Cent. Das Vega ist dann 9,60 Dollar. Ich glaube, ich habe mich jetzt nicht verrechnet. Aber auf jeden Fall nimmt die Wohler an 1% ab. Dann steigt es dementsprechend um den Vega-Betrag an. Fällt die Wohler um 1%, dann wird halt auch dementsprechend der Optionspreis günstiger. Ist auch ganz, ganz wichtig, das zu verstehen. Wie sich die Vega, das wissen wir ja auch, und nimmt die Wohler halt um 1% zu. Also 1% ist ja gar nichts in der Wohler. Jeder weiß, wie sich ein VX bewegen kann. Da geht es dann halt auch im Optionspreis schnell ab. Also das sind alles Dinge, die man halt im Hinterkopf behalten muss. Deswegen durchsprechen wir es jetzt, aber ich komme, wie gesagt, auch gleich zur Praxis. Dann das Theta. Theta ist relativ einfach. Auf Deutsch der Zeitwertverlust. Verkaufsrate des Optionspreises pro Tag. Ist bei Ad-Domani-Optionen am größten. Sinnvoll, wenn man sie verkauft. Achtung, Hinterkopf behalten. Und ist logischerweise immer negativ. Das geht aus Optionskäufersicht. Und sofern ihr noch keine Zeitmaschine erfunden habt, ist es immer negativ. Kann man auch relativ mit dem Kriechen am wenigsten anfangen, außer im Hinterkopf zu behalten, dass er vielleicht Ad-Domani am größten ist. Und welche Option man vielleicht auch eher verkaufen sollte. Dazu aber später mehr. Und ja, ansonsten ist das Theta da und arbeitet, zumindestens für die Stillhalter, immer für uns. Dann zuletzt das ROH. Das ROH gibt an, um wie viel sich der Preis einer Option ändert, wenn sich der risikofreie Zinssatz, auf Deutsch der Leitzins, um einen Prozentpunkt verändert. Bei Call-Optionen ist das ROH immer positiv, weil ein Anstieg des Zinssatzes in der Regel den Wert einer Call-Option erhöht. Bei Podo-Optionen ist das ROH immer positiv, weil ein Anstieg des Zinssatzes in der Regel den Wert einer Call-Option erhöht. Aber grundsätzlich sind weit außen dem Geld liegende Option als Verkaufsstrategie, als Stillhalterstrategie nicht sinnvoll. Punkt. Und die besten sind nah am Geld. Warum? Weil es beste Theta hat, beste Gamma, beste Vega. Punkt. Das ist ja, das sage nicht ich, das ist ja Fakt. Es gibt aber natürlich noch ein paar Dinge, die ich jetzt beachten muss. Also grundsätzlich ist es wirklich so, dass es einfach immer meistens misst, Delta 10 zu nehmen, nimmt er Delta 30 oder 40, dann ist es halt einfach viel, viel besser profitabel. Und denkt nicht übrigens, das ist auch ein falsches Mindset, ja ich bin halt weit weg vom Preis, ja aber die 100% Minuswerten häufig halt gleich erreicht, egal ob Delta 30 oder Delta 10. Es gibt aber natürlich noch die Praxis, wo man sagen muss, ja okay, wenn ich jetzt sagen wir mal, angenommen 100% Stopp habe, dann kann das natürlich, weil der Optionspreis ja Addermanys auch höher ist, natürlich zu. zu hoch sein, absolut, dass man sagt, okay, das will ich jetzt nicht machen, weil das ist mir einfach zu hoch, der Stopp, dann gehe ich halt freiwillig ein bisschen runter, was am Ende vielleicht sogar dollarmäßig schlechter ist, aber halt der Drawdown in Dollar dann halt einfach auch geringer ist. Ist er vermutlich nicht mal, aber ihr wisst, was ich meine, dass man es halt einfach auch mental vielleicht nicht, ja ganz aushalten kann. Müssen halt einfach mal mitnehmen. Ich sage grundsätzlich, Addermoney Option am Verkaufen ist wirklich am sinnvollsten. Es kann aber natürlich sein, dass er halt einfach zu groß ist, auch wenn ich einen SPX-Index habe und verkaufe dann eine Addermoney Option, kann es halt einfach auch zu groß werden. Das andere in der Praxis ist Portfolio Management und der gibt es in der TWS unter Analyse-Tools, den Risk Navigator, haben wahrscheinlich viele von euch nicht ausprobiert, probiert den mal aus und da kann ich dann alles natürlich ein bisschen Theorie, aber ein paar Sachen annehmen, was denn mit meinem Portfolio passiert, wenn. Die Wohler ansteigt, kann jetzt nicht alles aussuchen, aber die Wohler ein paar Prozent ansteigt und es ist eigentlich ganz nice, weil ich kann da halt auch einzelne Underlines auswählen oder abwählen, sprich wenn ich jetzt das hier rausnehme, wie sieht es dann aus und das einfach mal ab und zu mal durchzugehen, was, wenn es ein Crash kommt, ist eigentlich ganz cool. Und da sehen dann auch, kann ich auch relativ einfach Delta oder halt Mega Hedging machen. Warum? Weil das spuckt dir dann auch ein Gesamt-Delta aus für das Portfolio. Delta Hedging machen. Was ist ein Delta Hedging? Beispielsweise, ich habe jetzt eine Put-Option mit Delta 0,7, dann müsste ich mir halt quasi 70 Aktien kaufen. Und ich habe noch eine Put-Option mit Delta 0,99, da müsste ich halt 100 Aktien kaufen, um diese Put-Option quasi Delta-technisch einzufrieren. Aber natürlich, das bewegt sich auch immer. Und ich bin auch nicht Delta-neutral, also ich will ja natürlich auch vom steigenden Aktienmarkt profitieren, das heißt nicht, um mich zu verändern. Mein Gott, Hilfe, ich profitiere von einem steigenden Aktienmarkt, ich muss jetzt irgendwie Short Calls dagegen hauen. Aber auch gerade für das Vega ist es halt hochinteressant, dass man so ein paar Annahmen trifft, wenn es extrem stark ansteigt, würde ich halt persönlich da vielleicht den einen oder anderen Hedge dagegen einlegen. Also das finde ich ganz gut in Risk Navigator, ein bisschen kompliziert, wenn man es mal einmal aufgemacht hat. Aber geht da mal euer Portfolio durch, schaut mal an, was, wenn es wohl einmal um 100% ansteigt, wie? Sich denn das so alles bewegt. Und es sind natürlich auch viele Annahmen in dem Modell, aber geht ja auch erstmal nur ums Grobe, dass ich da halt auch die riesengroßen Risiken einfach mal erkenne. Also das sind zwei große Praxisthemen, die ich einfach sehe. Portfolio-Management durch die Griechen, dass ich da ein Gefühl dafür bekomme, wie anfällig ist mein Portfolio, das gesamte Portfolio, wenn sich irgendetwas ändert. Und jetzt müssen wir uns nicht die Zeit anschauen wahrscheinlich, auch nicht das Roh. Das sind halt vor allem das Delta und das Vega, die wichtigsten, weil meistens halt Delta ansteigt für meine Put-Option, die ich verkauft habe. Und das Vega dann halt auch noch. Siehe da, das ist halt der berühmte Aktienmarkt-Crash. VX steigt an und SBX fällt. Und dagegen sollte man halt wirklich mal ein Auge drauf haben. Dann, wie gesagt, die zweite Komponente, den Optionsverkauf, beziehungsweise auch Kauf. Welche Option kauft man oder verkauft man? Und ich sage euch, wenn ihr sämtliche Strategien mal anschaut, ob nicht Edomani am besten ist, dann, wie gesagt, ich kenne keine andere, wo ein Delta 10 eine Delta 40-Option geschlagen hat. Aber immer den Hinblick, wir müssen natürlich auch die Prämie wollen, die so hoch ist. Aber mal als Beispiel, wenn jetzt einer die ganze Zeit SBX Delta 10 verkauft, was weiß ich, mit 100 Tagen Restlaufzeit, da würde ich persönlich meinen. Und dann würde ich sagen, wenn ich so eine Option habe, dann würde ich sagen, wenn ich jetzt eine Option habe, dann würde ich sagen, wenn ich so eine Option habe, Also, das könnte man ja auch machen, aber da hat kein, Anführungszeichen, Schiss, mit aller Vorsicht gesagt, vor hohen Deltas, weil das ist halt einfach finanzmathematisch am sinnvollsten. Ich fasse nochmal ganz kurz alles zusammen. Also, die Options kriechen, geben Auskunft, was passiert, wenn sich der Optionspreis irgendwie aufgrund von irgendeiner Gegebenheit verändert, Preis, Wohlerzeit. Das Delta gibt die Änderungsrate des Optionspreises an, falls sich das Underlying um einen Dollar ändert. Das Gamma gibt die Änderungsrate des Deltas an, falls sich halt das Underlying, wie gesagt, um einen Dollar verändert. Das ist ja das Delta. Also, das Gamma gibt an, wie schnell sich das Delta verändert. Dann das Theta, Zeitwertverlust relativ unspektakulär pro Tag, immer negativ. Und das Vega gibt die Änderungsrate des Optionspreises an. In Abhängigkeit der Volatilität, auch sehr, sehr wichtig. Für uns, wie gesagt, die Praxis, überlegt mal mit dem Wissen über die Kriechen, welche Option ihr weiterhin verkauft und nutzt es als Hedging. Das sehe ich wirklich als zwei ganz, ganz große Vorteile der Kriechen an. Die sind natürlich sehr theoretisch und sehr, ja, tausend Annahmen und so weiter, aber gerade für Backtests oder für Strategien, Verbesserung ist es ja cool, wenn ich sage, Moment, ich schaue mir jetzt an, was passiert und was mache ich eigentlich? Was ist denn, wenn sich die Vola ändert und so weiter? Dafür sind ja die Kriechen da, weil sie ja quasi das als Ursprung haben, anzuschauen, was passiert mit der Vola, wenn alles andere gleich bleibt. Und das ist eigentlich ganz cool für Strategienverbesserung und für Portfolio-Management, wenn ich halt, wie gesagt, schau, Moment, was passiert, wenn jetzt mal der VX von 10 auf 50 ansteigt? Schaffe ich das? Halte ich das aus? Habe ich dann ein Problem? Und so weiter. Das ist halt wirklich ganz geil und dafür sind sie auch da. Praxis fern, dann in die Praxis übertragen. So, zum Schluss noch eure Fragen. Welches Delta verkauft ihr bei 0DTE Optionen? Schöne Frage. Könnt ihr euch eigentlich mittlerweile selbst beantworten. Also erstens, es sind verschiedene und es sind hohe Deltas. Also mit hoch 30, 40 rum verkaufen wir wirklich hohe Deltas und nehmt das halt einfach mal mit, jetzt nicht nur bei der 0DTE. Ich sage, ich habe immer 200% Stop. Ja, wer heißt, also nur mal als krasses Beispiel, Delta 10 Option, 200% Stop oder Delta 30 und vielleicht einen 50% Stop. Würde ich jetzt nicht machen, 50 allein wegen der Slippage, aber nur mal so als Gedankenanstoß, ob das nicht sinnvoll ist, die Delta 30 mit 50% Stop zu nehmen, statt Delta 10 mit 200% Stop. Mit 0 ist es vielleicht das Gleiche. Schaut mal, was dabei rauskommt. Meistens ist dann die Delta 30 mit kleinem Stop viel, viel besser. Wobei Stop von 50 natürlich sehr, sehr klein ist. Aber klar, hohe Deltas. Welche Griechen habt ihr in der TWS eingeblendet? Auch eine schöne Frage, also mit TWS eingeblendet. Vermutlich meinst du in der Option Chain, wenn man die Option raussucht. Ansonsten in der Hauptübersicht, in der Portfolioseite und in der Option Chain nur das Delta. Weil ich habe jetzt im Hinterkopf und ich hoffe ihr auch, ich muss ja nicht schauen, wo das Theta am höchsten ist. Das weiß ich beim Delta 50. Deswegen auch nicht. Also deswegen, das hat man im Hinterkopf. Dafür ist wichtig, aber ich blende nur das Delta ein. Warum wird das Delta oft als eine ungefähre Wahrscheinlichkeit angesehen, dass eine Option im Geld endet? Ja, das ist eigentlich relativ logisch. Delta von 50 ist ja genau am Ende im Geld. Also Strike des Optionen ist gleich aktueller Kurs des Underlyings. Also 100 steht Aktienkurs, 100 der Call, 100 der Put. Ist ja klar, dass da 50/50 ist. Also laut Annahme des Modells, was ja nicht die Wirklichkeit ist. Weil es kann ja um einen Dollar ansteigen, um einen Dollar fallen. Ist ja gleich wahrscheinlich. In der Theorie. Dass es in der Praxis nicht so ist, bei vielen Produkten, ist was anderes. Aber in der Theorie ist es so. Deswegen, sagt mal 50er Delta. 50 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es am Ende der Restlaufzeit in der Money ist. Das habe ich vorher auch nicht gesagt. Können wir vielleicht an der Stelle auch noch erwähnen. Selbst wenn man eine Delta 50 Option verkauft, es muss nicht sein, dass die wertlos verfällt, dass man gewinnt. Die kann auch ein bisschen im Geld gesettelt werden. Achtung Steuer. Aber kann ein bisschen im Geld sein und gewinnt am Ende trotzdem. Nur zum Hinterkopf behalten, weil ihr einfach so viel Prämie eingenommen habt. Dann nächste Frage. Was ist das Omega eine Option? Also das Omega nützen wir ehrlicherweise auch nicht. Das Omega eine Option gibt halt an, statt wie beim Delta ist es ja ein Dollar die Veränderung und hier halt um ein Prozent. Ich glaube, man kann es auch nicht nur WS einblenden lassen, aber da ist halt der Unterschied, was passiert ist, wenn es sich halt um ein Prozent ändert. Kann man da viel mehr daraus lesen? Ja, ist natürlich ein bisschen fairer, wenn ich jetzt eine Berkshire Hathaway A-Aktie habe und die bewegt sich um einen Dollar, ist das prozentual natürlich nicht viel, aber im Optionspreis kann ich dann halt einfach auch gut agieren mit einem einen Dollar. Also ich konnte da jetzt noch nicht irgendwas feststellen, dass mich das jetzt viel, viel weiter geholfen hätte. Und die letzte Frage ist, was ist das WOMMA, also V-O-M-M-A, eine Option? Und ähnlich wie das Gamma ist das, bloß für das Vega. Also das Vega misst ja die Veränderung in der WOLA, was dann mit dem Optionspreis passiert. Und das WOMMA misst quasi die Veränderung des Vegas. Also wenn sich die WOLA ändert. Also es ist quasi das Gamma des Vegas. Also was passiert, wenn sich das Vega verändert? Wie schnell verändert sich das? Was passiert dann mit dem Vega, wenn sich das verändert? Das sagt das WOMMA aus. Ist auch natürlich schon interessant zu wissen, wie schnell sich eine WOLA ändern kann. Das kann man auch davon ausgehen, dass sich das sehr schnell verändern kann. Meine ich kann man auch nicht einblenden lassen, aber ist auch gut zu wissen. Aber das könnt ihr auch ein bisschen ableiten durch das Gamma-Wissen, dass es da halt dann irgendwann mal. sehr, sehr, sehr schnell geht. Gut, das war's mal von mir zu den Optionskriechen. Wie gesagt, ihr müsst die theoretischen Grundlagen nicht eins zu eins wissen. Grundlagen ja, aber müsst jetzt natürlich nicht mal alles eins zu eins wissen. Im Hinterkopf muss man halt einfach ein paar Sachen aber zur Kenntnis nehmen und für den Handel anpassen. Die Praxisbeispiele habe ich euch mitgegeben. Das einfach mal überlegen. Delta ist natürlich das Wichtigste, aber man muss halt einfach auch als Optionshändler wissen, was denn mit so einem Delta und mit so einem Vega passieren kann, wenn sich XY ändert. Und Delta und Vega bzw. Delta-Gamma gehören da zusammen. Und das Vega ist halt einfach auch so das Wichtigste, finde ich, warum man halt Optionen profitabel handelt oder nicht. Aber das sind alles nur Annahmen. Die sind aber wichtig, dass man die halt wie gesagt versteht, um dann seinen Handel anzupassen, sich zu hedgen, vielleicht bessere, Anführungszeichen, bessere Optionen zu machen. Gut, das war es von mir. Eine halbe Stunde, glaube ich, über Optionskriechen geredet. Ich hoffe, euch hat es gefallen. Lasst gerne einen Daumen nach oben da oder eine 5-Sterne-Bewertung oder folgt uns, wenn ihr es noch nicht gemacht habt. In diesem Sinne: Passt auf euer Geld auf. Ciao, ciao!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Optionskriechen (Delta, Gamma, Theta, Vega, Rho) stammen aus dem Black-Scholes-Modell, das auf unrealistischen Annahmen basiert (konstante Volatilität, keine Transaktionskosten, kontinuierlicher Handel).
  2. Delta misst die Preisänderung der Option bei 1-Dollar-Bewegung des Basiswerts; Gamma zeigt, wie schnell sich Delta ändert.
  3. Theta ist der tägliche Zeitwertverlust, immer negativ aus Käufersicht; Vega misst die Sensitivität auf Volatilitätsänderungen.
  4. At-the-Money-Optionen (Delta 50) haben das höchste Theta, Gamma und Vega und sind laut Alex am besten für den Optionsverkauf geeignet.
  5. In der Praxis sind hohe Deltas (30-40) bei 0DTE-Optionen profitabler als niedrige Deltas (10), besonders mit kleineren Stopps.
  6. Die Griechen dienen als Hedging-Instrument, z. B. im Risk Navigator, um Portfolio-Risiken bei Volatilitätssprüngen zu analysieren.
  7. Delta wird als ungefähre Wahrscheinlichkeit interpretiert, dass eine Option im Geld endet; Omega und Vomma sind weniger relevant.

Summary:

In dieser Podcast-Folge erklärt Alex Eichhorn die Optionskriechen, also die griechischen Kennzahlen zur Bewertung von Optionspreisänderungen. Er beginnt mit dem Black-Scholes-Modell, das theoretisch den fairen Optionspreis berechnet, aber auf unrealistischen Annahmen beruht – etwa konstanter Volatilität, fehlenden Transaktionskosten und rationalen Märkten. In der Praxis weichen die Preise daher ab, was Optionsverkäufern Chancen bietet.

Die vier Hauptkriechen werden praxisnah erläutert: Delta zeigt die Preisänderung bei einer 1-Dollar-Bewegung des Basiswerts und liegt zwischen 0 und 1; Gamma beschreibt die Änderungsrate des Deltas und ist bei At-the-Money-Optionen am höchsten. Theta ist der tägliche Zeitwertverlust, der für Stillhalter positiv wirkt, während Vega die Abhängigkeit von der impliziten Volatilität misst – steigende Volatilität verteuert Optionen. Rho spielt eine untergeordnete Rolle.

Alex betont, dass At-the-Money-Optionen (Delta 50) das beste Theta, Gamma und Vega bieten und daher ideal für den Optionsverkauf sind, auch wenn viele Händler fälschlich niedrige Deltas bevorzugen. In der Praxis empfiehlt er, hohe Deltas (30-40) bei 0DTE-Optionen zu verkaufen und kleinere Stopps zu nutzen, sowie den Risk Navigator für Portfolio-Hedging einzusetzen. Abschließend beantwortet er Hörerfragen: Er blendet nur Delta in der TWS ein, erklärt Delta als Wahrscheinlichkeit für das Im-Geld-Endes und definiert Omega (prozentuale Änderung) und Vomma (Gamma des Vegas).

Die Griechen sind Annahmen, aber essenziell für Strategieverbesserung und Risikomanagement.

FAQs

Optionsgriechen sind Kennzahlen aus dem Black-Scholes-Modell, die anzeigen, wie sich der Optionspreis ändert, wenn sich Einflussfaktoren wie der Basiswertpreis, die Volatilität oder die Zeit verändern. Sie gehen immer aus Sicht eines Optionskäufers aus.

Das Delta gibt die Änderungsrate des Optionspreises an, wenn sich der Basiswert um einen Dollar bewegt. Ein Delta von 0,5 bedeutet zum Beispiel eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Option am Ende im Geld ist.

Das Gamma zeigt die Änderungsrate des Deltas, wenn sich der Basiswert um einen Dollar bewegt. Es ist immer positiv und am größten bei Optionen am Geld, wodurch sich das Delta bei Kursbewegungen beschleunigen kann.

Das Theta ist der Zeitwertverlust einer Option pro Tag und ist aus Käufersicht immer negativ. Am größten ist er bei Optionen am Geld, was für Stillhalter vorteilhaft ist.

Das Vega misst die Änderung des Optionspreises bei einer Änderung der impliziten Volatilität um ein Prozent. Steigt die Volatilität, wird die Option teurer; fällt sie, wird sie günstiger.

Am besten sind Optionen nahe am Geld, also mit hohem Delta, da sie das beste Theta, Gamma und Vega bieten. Weit aus dem Geld liegende Optionen sind als Stillhalterstrategie weniger sinnvoll.

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