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# 37 Sieben Leben - Die Geschichte eines Läufers ( feat. Oliver Sebrantke )

121m 27s

# 37 Sieben Leben - Die Geschichte eines Läufers ( feat. Oliver Sebrantke )

Mit Sieben Leben haben wir bei Zustand nach Teilruptur eine Reihe begonnen,in der wir biografische Geschichten erzählen.Geschichten über Brüche, Wendepunkte und Entscheidungen –über das, was Menschen geprägt hat.Nach der ersten Folge aus dieser Reihe(Sieben Leben – die Geschichte einer traumatischen Kindheit)setzen wir Sieben Leben nun fort.In dieser Folge ist Oliver Sebrantke zu Gast –einer der erfolgreichsten Marathonläufer Deutschlands.Wir sprechen darüber, wie es überhaupt...

Transcription

19470 Words, 111715 Characters

Wenn wir über erfolgesprechen, dann sprechen wir oft über Zahlen, Titel, Plazierung und Zeiten. Europameister, Weltmeister, Iron Man. Das klingt groß und das ist es auch. Aber Zahlen sagen nichts darüber, wie sich Zweifel anfühlen oder Möglichkeit, oder der Moment in dem man sich fragt, warum man das eigentlich tut. Unser heutiger Gast hat Dinge erreicht, die für viele unerreichbar bleiben. Marathon Europameister im Einzel und mit der Mannschaft, Weltmeister im Team, Branche bei einer Weltmeisterschaft, Qualifikation für den Iron Man auf Hawaii und ein Finish auf der größten Bühne dieses Sports. Das ist beachtlich, das darf man so sagen. Und trotzdem steht hinter all dem kein Denkmal, kein Mythos, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut. Heute geht es nicht darum, Erfolge aufzuzählen, sondern zu verstehen, was sie bedeuten und was sie über jemanden erzählen, der seinen Weg gegangen ist. Sieben Leben, heute mit Oliver See Brandke. Hallo, Mike. Hallo Jens. Und Hallo, Ollie. Hallo Jens, Hallo, Mike. Wir haben das zweite Mal heute in unserem Podcast ein Gast. Ich habe bereits in der Anmoderation ein bisschen vorgestellt. Nur freuen wir uns natürlich, dass wir dich heute hier begrüßen können zu einer neuen Folge von unserer Reihe 7 Leben. Und deshalb sagen wir noch einmal "Hallo und frohs neues Jahr Oliver See Brandke". Ja, vielen Dank für die Einladung und euch natürlich auch ein frohs neues Jahr und euch draußen natürlich auch. Ich habe hier eine Zahl stehen und diese Zahl laute 2 Stunden 29 Minuten und 20 Sekunden für 42,195 Kilometer. Und ich finde, dass diese Zahl alleine schon beeindruckend ist, um sie richtig einzuordnen, werden wir in dieser Folge noch erfahren, was das alles bedeutet, um dahin zu kommen. Ich kann nur so viel sagen, dass wir hier heute einen der erfolgreichsten Marathonläufer Deutschlands zu Gast haben, darauf sind wir sehr stolz und da freuen wir uns drüber, bevor wir da zu kommen, wie sowas überhaupt entstehen kann. Möchten wir dir ein paar Fragen stellen aus, die schon ein bisschen länger zurückliegen, eine Zeit zurückgehen und die erste Frage, die ich da habe und wie wir da haben, lautet, was weiß du noch über deine frühe Kindheit. Ja, meine frühe Kindheit, da muss ich jetzt echt mal überlegen oder, na ja, die frühe Kindheit ist schon mal fast 50 Jahre her, also ich bin 76 geboren, da kann ich mich natürlich an nichts erinnern. Und dann die frühe Stahlinnerung, die ich aber habe, wenn du mich danach fragst, würde ich sagen, ist wie meine Schwester abgeholt wurde, um sie zum Kindergarten zu fahren und ich am Fenster stand und heuelt am Fenster stand und unbedingt mitwollte, von diesem Bus mitfahren, mit dem sie abgeholt wurde. Das scheint eine so prägenerinnerung für mich gewesen zu sein und ich habe es als Kindern wohl auch richtig ausgereizt, weil ich hätte eigentlich erst ein Jahr später dann auch in Kindergarten kommen sollen. Das hat meine Mutter aber nicht ausgehalten, weil ich auch da damals schon sehr austauern war und jeden Tag am Fenster geholt habe, wenn sie abgeholt wurde. So kam es dann, dass ich dann früher in den Kindergarten gekommen bin als normal, nämlich erst drei Monate später nach dem meine Schwester hingefahren wollte. Du hattest mir im Vorfeld schon einmal so eine kleine Aniktote erzählt, wie das bei dir war mit dem Laufen lernen und wo wir jetzt gerade hier einen der erfolgreichsten Martonläufer sitzen haben, würde ich das ganz spannend finden wenn du diese Aniktote für nochmal still dann könntest. Ja, also an dieser Aniktote habe ich natürlich selber auch keine Erinnerung mehr. Ich kenne es auch nur von Erzählungen, es soll aber wohl so gewesen sein, dass ich als Kind sehr laufhaul war. Das heißt, wo ich wirklich noch im Babyalter war, dass ich einfach das Gen nicht anfangen wollte und ich habe zwei Geschwister und meine Eltern haben sich natürlich an denen orientiert, die glaube ich nach einem Jahr oder so. Ich weiß nicht, wann genau man beim Genen anfängt als Kind, aber nach einem Jahr haben die glaube ich angefangen und ich habe mir etwas mehr Zeit dabei gelassen und da ich das dritte Kind war und meine Eltern das von meinen Geschwistern halt anders kannten, haben die sich ein bisschen Sorgen gemacht. Als ich dann nach zwei Jahren immer noch nicht gehen wollte und sind daher mit mir zum Arzt gegangen und haben mich untersuchen lassen. Ob meine Mutter hat mir gesagt, sie hat den Arzt gefragt, ist mit dem Jungen alles in Ordnung oder stimmt da irgendwas nicht. Hat sich halt richtig Sorgen gemacht, der Arzt wusste auch kein Rad und hat mir dann eine Therapie verschrieben, in dem meine kleinen Füßchen immer genommen wurden und bewegt wurden und ein vor den anderen gesetzt wurden und der hat mich hoch gezogen. Ja, dass ich das Genen halt anfangen wollte, aber auch das hatte nichts bewirkt und irgendwann habe ich es dann halt doch, ich glaube mit zweieinhalb oder fast drei Jahren habe ich erst angefangen zu gehen. Jetzt im Nachhinein würde ich natürlich sagen, die Therapie hat sehr gut angeschlagen. Ja, viele Grüße an die Therapeuten, die Therapeuten von damals, gute Arbeit geleistet, vielleicht ist es auch so, dass du so ein bisschen was nachgeholt hast. Das kann, ja. Was du da verpasst hast oder irgendwie dann erst mal gemerkt hast, okay, so schlecht ist das gar nicht. Genau. Und wenn du jetzt so zurückblickst, jetzt bist du ja gesagt mit zweieinhalb oder drei bis dann mal vernünftig gegangen. Wie war denn deine Beziehung zu Sport überhaupt in deiner Kindheit und deiner Jugend? Auch sportlich war ich eigentlich schon immer. Auch in der Jugend, ich hab sehr früh, wie jeder kleine junge wahrscheinlich mit Fußball angefangen. Erst nur im heimischen Garten und mit der Nachbarschaft. Und später dann, bin ich ein Verein gegangen, hab in der Jugend angefangen, hab auch Fußballtoniere gespielt, war dann auch, ja, ich sag mal so semi, erfolgreich damit. Also war schon mal bei Jung trainiert, vor Olympia mit der Mannschaft keinem ihn noch erinnern. Haben wir in der Schule auch den Erfolg gefeiert, dass wir zum Deutschlandfinale durften. Und das war in Berlin und hätten wir da gewonnen unter, ich glaube, tatsächlich Mannschaften. Dann werden wir zur Endausscheidung nach Australien, meine ich war das damals gefahren, wir sind vorletzter gewonnen. Ja, aber da ist schon ein Fern. Das ist Ziel dann auch erreicht. Das war auch im Fußball, ich fand da nie ein großes Talent oder so. Und hattest du aber schon beim Fußball, so dieses Gefühl, dass du sagst, so das erfüllt mich total. Also da bin ich zufrieden oder hast du auch mal was anderes als Fußball ausprobiert? Nein, dieses Gefühl hatte ich überhaupt nicht Sport. Ich habe nie mein Fokus, also nie, dass das hatte irgendwie einen besonderen Stellenwert in meinem Leben. Aber ich habe, das muss ich schon sagen, alles ausprobiert. Also ich war selbst, wenn es auch kein wirklicher Sport ist, im Schachklub und habe sportgemeinlich, hab Tischtennis gespielt. Ich hab Tennis gespielt, Basketball, Volleyball, Julietzur, habe ich gemacht. Also ich hab alles mal ausprobiert und auch alles im Verein ausprobiert. Aber das hat meistens nicht länger als ein, zwei Jahre gehalten und Fußball lief halt immer nebenbei. Und witzigerweise war ich auch früher im Fußball, ich war stürmer, rechts außen. War auch da schon immer schnell, aber konnte nicht mit meinem Ball umgehen. Ja, oder nicht so gut, wie ich hätte sein müssen um richtig erfolgreich zu sein. Aber so, dass du irgendwie in den Bereich Leichtatletik oder so, da hast du nicht reinge, schnuppert. Weil ich glaube ja, dass da schon dann, wenn du jetzt in Leichtatletikverein gegangen wärst, wär schon irgendwo aufgefallen, da ist ja einer der, der kann ganz gut laufen. Ja, wäre vielleicht aufgefallen, also ich hab auch Leichtatletik gemacht. Aber auch im Verein, da ging es eigentlich gar nicht so ums Laufen. Da war mehr diese klassischen Sachen, die man auch in der Schule halt gemacht hat. Bei den Bundesregierung spielen, die es früher ja noch gab. Also gibt es heute, glaube ich, gar nicht mehr, leider. Ja, doch ich glaube schon. Das heißt aber jetzt anders. Ja. Hab die Sachen halt mehr gemacht wie Weitsprung, Weitwurf, glaube ich, war es. Und ja, die Sachen da im Weitsprung war ich meine ich auch ganz gut. Und im Laufen auch, aber halt da war es nur 50 Meter lau. Okay, Sprint. Ja, Sprint. Das ist etwas anderes. Deshalb genau. Deshalb war es beim Fußball auch so, dass das irgendwie nicht besonders herausragend bei mir war. Konnt auch die 50 Meter halt schnell laufen, aber mehr halt auch nicht. Und ja, mein ewiger Trick war, der womit ich immer meine Spieler ausgetrickst hab, war, dass ich den Ball an ihm vorbei gespielt habe auf der rechten Seite und auf der linken Seite dran vorbei gelaufen bin. Und somit wieder schneller am Ball war. Ich glaube, das machen tausende Jugendliche so. Was wird denn in der Jugend irgendwie auf der Suche nach einer Sportart, die dich erfüllt? Also wenn du sagen, so hat es dieses Gefühl, oder war das dir gar nicht so wichtig. Hast Hauptsache, ich habe irgendwie mal was ausbildet und ich mache irgendwas. Ja, nee, war ich überhaupt nicht auf der Suche nach irgendwas, was mich erfüllt. Weil erfüllt hat es mich alles in dem Moment halt. Meistens war es halt, ich bin dahin gegangen, wo meine Freunde Sport gemacht haben oder wo ich Spaß dran hatte. Ich hatte halt mal sehr viel Spaß ab, Tischtenne spielen jetzt als Beispiel. Ja, aber der Spaß war halt nur ein halbes Jahr oder ein Jahr lang. Aber so ist das, glaube ich, ein paar vielen Jugendlichen. Okay, also du wolltest, also Sport war, wenn ich das richtig verstehe, war schon immer im Bestandteil in deinem Leben. Aber nicht so exzessiv, dass du jetzt irgendwie so doll irgendwie gebrannt hast dafür, dass du irgendwie sagst, wie sagst du, ich lege jetzt alles in das Tischtennis rein oder vielleicht für den Moment schon. Aber dann hast du es kennengelernt und es geht okay. Den Sport habe ich jetzt kennengelernt, jetzt probieren wir mal was anderes aus. Das hört sich ja schon so ein bisschen danach an, als würde man, wie Michael das eben gesagt hat, als wenn man so ein bisschen vielleicht auch unbewusst sagen, ich mache das ganz gerne, ich bewege mich gerne. Aber irgendwie ist noch nicht das richtige dabei, so vielleicht so genau dieses, dass man das vermisst. Man sagt, so alle gehen da hin, zum Fußballern sind so begeistert da fahren. Und nur Fußball, Fußball, Fußball, Fußball im Fernsehen, Fußball auf dem Ballsplatz, Fußball im Training, dann Turnier und so weiter. Und von deiner Schildung habe ich eher das Gefühl, dass du es nur das mitgemacht hast. Und du hast es auch gerne gemacht, aber es war nicht so dieser absolute leidenschaft für diese eine konkrete Sache, sondern insgesamt gerne wir wegen, Sport machen und so weiter. Ja wahrscheinlich, weil ich dann nie richtig gut war drin. Also ich war zwar okay, ja ich habe auch sehr lang Golf gespielt, wo ich. Da bekommt man einen Handy-Capp für die, die es nicht wissen und mein Handy-Capp war 22, als ich dann aufgehört habe, aber das ist so ein besseres Mittelmaß, sage ich mal. Ja, das ist. Ich habe ja auch Golf gespielt, bzw. Spiele noch Golf, aber habe ich das zwei Jahre Pause gemacht. Deshalb ist ein Handy-Capp 22 für dich schon gut. Ja, aber ich habe mich nicht weiterentwickelt, also erst mal. Ich glaube für 22 habe ich dann die letzten zwei Jahre mich runtergespielt von 23 auf 22 und habe dann gemerkt, das geht nicht mehr weiter. Ja, ich kann nicht noch 20 Jahre spielen, damit ich vielleicht mal Handy-Capp 18 hab oder so, oder einstellig war natürlich der Traum einstelliges Handy-Capp. Ich habe nicht hingekriegt und genau in der Zeit hab ich dann auch mit dem Laufen angefangen. Okay, da kommen wir gleich zu. Ich wollte Mike noch mal was fragen. Und zwar bei dem, was Oliver uns jetzt geschüllert hat, dann sitze ich hier und hör dazu und denk, es kommt mir so ein bisschen bekannt vor. Ja, die Frage ist, ob du das auch so gedacht hast oder nur ich, das so gedacht habe. Michael überlegt jetzt von wem es, die bekannt vorkommt. Und meinst du bei mir oder bei dir? Ja, bei dir ist es ja so, du machst das immer alles so fasenweise, dann exzessiv und dann zwei Jahre nicht. Das, was ich eigentlich meinte, ist, dass bei mir jetzt nicht nur auf Sport bezogen, ich hab nicht so viele Sportarten ausprobiert für du, aber ich hab ganz viele andere Sachen ausprobiert. Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel mir in den Kopf setzt, ich will jetzt gitarre spielen, dann kaufe ich mir die Gitarre und das entsprechende Equipment und spiele so lange, bis ich zehn Lieder gut spielen kann. Und dann habe ich, dann ist das fertig. Und dann kann es sein, dass ich mich im nächsten Moment für etwas anderes interessiere. Und dann mache ich das in halbes Jahr und ein Jahr lang exzessiv und dann ist gut so. Was natürlich dann am Ende bei mir da aber rausgekommen ist, dass ich jetzt mal von der beruflichen Seite abgesehen, aber so freizeitmäßig, ganz viele Dinge eigentlich ganz einigermaßen kann, aber nichts richtig. Das ist so ein Endeffekt so, der kennt das und das war ja das im Prinzip zu Deckungsgleich, mit dem, wie du das über diese Sportsachen erzählst, du konntst ganz viele Sachen, so wie du auf selber gesagt hast, ganz okay. Auch schon wo andere sagen würden, ja, was heißt ganz okay, das ist schon gut, wie der das kann. Aber in mir selbst war dann immer so dieser Punkt, dass ich gesagt, ja gut, aber wenn ich dann im Golfverein bin, dann kann ich ganz gut Golf spielen. Aber an die Cracks, die dann da, die ein Handicap von 5 haben, komme ich nicht ran, so das war immer so dieser Abstand zu diesen Leuten, die das dann richtig können, der war dann natürlich groß und das ist natürlich auch gar nicht von der Hand zu weisen. Wenn man diese Sachen halt nicht komplett sich darauf fokussiert und auch über längeren Zeitraum so, oder? Ja, aber das ist ja auch keine schlimme Eigenschaft für mich. Nein, nein, nein, nein, nein, ganz im Gegenteil. Dann hat man wenigstens auch mal Sachen kennengelernt und es vielseitig und verweist, wenn man irgendwie ein Gebrechen hat, das man bestimmt nicht mehr machen kann, greift man halt wieder zu Gitarre. So, dann würden wir uns natürlich brenn dafür interessieren, dass du, du hast ja mit 32, glaube ich, eher angefangen ernsthaft zu laufen. Ernsthaft, ja. Also, wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass du jetzt zum Läufer geworden bist? Na ja, also als Läufer würden wir nicht geboren, ja, ich glaube, ich hab das immer noch, auch her zu, wie jeder Anrauch, ich habe ein riesengroßem Schweinehund in mir. Und der Sacht eigentlich laufen ist nicht für Menschen gemacht, jedenfalls nicht zu viel. Aber es war halt. Den sehe ich nicht, wenn ich dich hier auf der Straße laufen sehe. Ja, ja, jetzt ist ja auch ein bisschen später, auf früher war es so halt. Da war ich halt Mitte 20 und war beruflich in Frankfurt und hab da abends, ja, hab da wochenlang im Hotel gewohnt und wenn man abends alleine im Hotelzimmer ist, dann macht man das eine Zeit lang. Aber irgendwann fällt einem da die Decke auf dem Kopf, so was bei mir auch und so bin ich in der Kneipe gegangen. Und irgendwann war es dann halt so, dass ich mich fünfmal die Woche in der Kneipe wieder gefunden hab abends nach der Arbeit. Ja, hab dann da natürlich auch was man in der Kneipel zum Macht ein paar Bier getrunken. Ja, das ist eigentlich erst gedacht, dass er dann gesiche überlegt hat, dass er laufen geht in der Zeitung. Das ist ein Kneipel gegangen für dich auch so besser. Nehmen wir da Kneipe geht so aus, ja. Aber in der Kneipe war halt das gemacht, was man da so macht. Also ein paar Bierchen getrunken, hatte ein paar Schnäppsel vor mir stehen. Im Fernsehen, in einer Ecke in der Kneipe waren Fernseher, in dem Fußball lief. Da waren, ich weiß nicht, zehn Leute in der Kneipe und alle haben so ein bisschen an ihrem Bier genuckelt und so halb zum Fernsehen geguckt. Und dann war da gerade ein Fußballspiel halt und irgendeiner der Gäste hatte dann gerufen, jetzt läuft er mal da. Hat dem Fernseher halt so angebrüllt. Irgendwie hat's da in dem Moment bei mir Klick gemacht oder so und ich hab ihm darauf geantwortet, obwohl ich ihn nicht kannte oder so, weil ich dann gesagt, hier. Ich, ich könnte sogar Marathon laufen, wenn ich will. Ja, das war. Ja, das gehört sich jetzt lustig an, was in dem Moment wahrscheinlich auch, aber die Antwort war dann halt, ja macht doch. Ja und dann, äh, das war es sich damit langen Gesicht. Ah, hat dieser Mensch, weiß er das heute? Nein, genau, das wäre so witzig, wo war das? Das ist ja eine Kneipe in Frankfurt. So, den müssen wir finden, ey, das wär so cool. Ja, also wenn derjenige, wenn irgendjemand das hört, der den vielleicht kennt oder so, dann soll er sich bitte bei uns melden, das wär echt gut. Ja, es ging dann ja noch weiter, also das heißt dann natürlich auch jemanden erzielt und ich hatte da. Dann kam natürlich gleich eine Wette zustande, wie es halt so ist, die besten Wetten kommen halt in der Kneipe, ja. Und die Wette war halt, dass ich dann mein Marathon laufe. Mit zahllicher Vorgabe? Nein, nein, nein, gar nicht schaffen. Da geht's nur um Schaffen, ne? Nein, meine, bis. Zeit, bis zum Teilnahme, meine. Nein, auch nicht. Auch nicht, auch nicht. Und weil das. Ja, das muss das jetzt passieren oder? Nein, das. das habe ich mir quasi selber gesetzt, also dann. Es war windhals, weil ich weiß nicht, November oder sowas. Und Marathonläufe, also man kann mittlerweile jedes Wochenende irgendwo einen Marathon laufen, aber. Früher war es halt so, die waren dann doch mehr so ab April, geht's dann los, die Marathon-Saison. Geht dann so zwei, drei Monate und dann ist erst mal Sommer und dann wieder im September-October. Hatten wir dann aber schon gleich den Hamburg-Marathon rausgeguckt, der da im April war. Und so war es dann halt auch ein. Also, November hast du deine Kneipe gesetzt und April war schon dieser Marathon. Genau, ein halbes Jahr später, also bin ich dann standig an der Startlinie im April 2002 beim Hamburg-Marathon. Genau, und das würde natürlich mich jetzt interessieren. Wirst du ja vorher, also als du in dieser Kneipe gesessen hast, in der auch in der Zeit davor hattest du da regelmäßig sportgemacht. Also was du da in einem sehr fitten Zustand, als du diese Äußerung mit dem Marathon getätigt hast? Nein, also als ich die Äußerung getätigt habe auf keinen Fall. Also da war es, wie gesagt, so, was ich. Weil ich beruflich halt sehr eingebunden war, wirklich eigentlich abends entweder nach Hause ins Bett gefallen bin oder in der Kneipe gefallen bin und danach ins Bett, von daher da war ich überhaupt nicht fit. Hatte wahrscheinlich ein Körper vergisst ja auch nicht, ja, aber so davor die Jahre war ich schon, hab immer was gemacht. Hab auch da fällt mir jetzt einen in dieser Frankfur Zeit, hab ich auch so mit Kollegen ab und zu Bettmenden gespielt, aber das war vielleicht zweimal im Monat oder. Dann mal kicken gegangen in der Halle oder so was. Aber nichts, großer Artikel. Okay, jetzt hast du ja im November, wie hast du. Also was mich jetzt interessiert, du hast ja schon gesagt, das fand ich ganz schönes Bild. Du standst jetzt da an dieser Startlinie, so dem Bild möchte ich auch wieder zurückkehren, aber ich würde vorher interessieren. Wie hast du dich denn da vorbereitet? Das war da ich halt dicke Fresser hatte in der Kneipe, musste ich das jetzt ja auch beweisen und bin natürlich trainieren gegangen. Ich dachte, so, jetzt geht's los, mein neues Leben beginnt, ja, ich will in Marathon laufen, Jippi. Hab mir im Hotelzimmer die Tonschuhe angezogen und wenn raus vor die Türe. Also gleich los dann auch. Ja, also gleich am nächsten Tag, zwei Tage später. Ja. Hab mir die Schuhe angezogen und dachte, so, jetzt geht's los, jetzt läuft's zu meinen, ja, weiß nicht, 10 km oder 15 oder so, ja. Und ich hab am Bahnhofstfertil gewohnt, das ist so ein Kilometer vom Main entfernt in Frankfurt. Und ich wollte dann also schnell zum Main hin und am Main, da kann man sich nicht verlaufen, ja, da läuft man den Fluss so weit runter, wie man kann. Und wenn man nicht mehr kann, da dreht man halt um und ist wieder zuhause. Und ich mit meinen geschnürenen Schuhen und meinem Jogging-Anzug oder den ich sonst halt nur auf dem Sofa zuhause getragen habe, mit dem losgerannt. Und voller Elan und ganz aufrecht und so, ne, ja, dann war ich am Main angekommen, der, wie gesagt, ungefähr 1 km entfernt ist, der hat. Ja, ich konnte nicht mehr, ich war völlig am Ende mit niedergeschlagenem Kopf, bin ich zu Fuß dem Weg wieder zurückgegangen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Ich war fix und alle. Und war das vielleicht auch, weil du in deiner Euphorie, also du hast das ja, man hat das ja eben gemerkt, wie du das geschildert hast, dann kann mir noch mal so diese Euphorie, die du in dem Moment empfunden hast, dass es jetzt endlich losgeht, hast du vielleicht auch in dieser Euphorie, dass du dann auch vielleicht zu schnell losgelaufen bist, also dass du gedacht hast, so, ich glaube, jetzt mal los und hast gleich mit einer viel zu hohen Geschwindigkeit gelaufen. Also, man hat ja kein, wenn man das sonst nicht macht, dann haben wir keine Parameter, ja, also. Auf jeden Fall, hab ich das gemerkt, viel zu schnell losgerannt, ja. Und mit überhaupt nicht Überlegung, und das ist ja auch ganz oft das, was gerade wir haben jetzt anfangen des Jahres, was ja jetzt immer passiert, die Fitnessstudios, die sind jetzt voll bis auf den letzten Platz, ja. Der Elan ist ganz groß, in der ersten Woche, auch noch in der zweiten, dritten, vierten Januar-Woche, vielleicht. Aber dann merkt man schon, geht's runter und ja, genau so bin ich losgerannt. Und du hast ja eine Wette gehabt, mit den Bekannten oder auch mit so einer Kneipen. Mit jemandem zusammen, die ja schon mal einen Marathon gelaufen ist. Okay. Wir haben dann gesagt, okay, da in Hamburg, da laufen wir dann zusammen. Okay, und das war natürlich dann auch sein Ansporen. Genau. Ja, für eine Ansporen. Und wir haben es dann auch zusammen am Ende gemacht, aber da kommen wir vielleicht gleich noch zu. Klar, auf jeden Fall. Das weiß ich gar nicht mehr, ich kloppt da ging's mehr ums Recht. Genau, ob du in die gewährliche gewonnen hast. Und das werden wir auch noch erfahren. Ich muss ja auch so ein paar Kliffänger hier einstreuen. So jetzt hat es dir dieses Erlebnis, was natürlich bei vielen Leuten dazu führt, dass sie sagen, so eine Laufen ist gar nichts für mich, wenn ich nach einem Kilometer schon nicht mehr kann. Es geht aber vielleicht Leute sagen, jetzt bin ich erst recht. So jetzt habe ich so eine Aussage getätigt. Also beziehungsweise, was war dann der Idee, dass nach diesem Fiasco, nach diesem einen Kilometer Fiasco bis zum Main, am nächsten Tag oder am übernächst Tag, sie wieder diese Laufschuhe anzuziehen und wieder loszulaufen? Mein großes Montferg. Ja, hätte ich mal nicht so die Klappe aufgerassen in der Knheit. Der zum Glück hast du es gemacht, rückblickt gesehen. Ja, ne, in dem Moment nicht. Und hast du dir dann schon direkt überlegt, okay, warte mal, woran liegt's? Was muss ich anders machen? Hast du dich dann irgendwie, was ich laufe Videos? Jens macht ja sowas dann immer exzessiv, der guckt sich dann irgendwelche Tutorials an. Wie geht was? Wie kann ich das richtig machen? Hast du das auch gemacht? Du hast du einfach rumgebracht? Leider habe ich das nicht gemacht, sondern ich bin einfach losgerannt, auch am nächsten Tag oder am übern nächsten, dann wieder. Okay, so oft probiert, bist du entspannt dort ankam? Ja, ich hab beim zweiten Mal dann schon gemerkt, dass ich weitergekommen als zum Fluss. Also ich wollte ja, der Fluss sollte ja eigentlich, der Main sollte der Startpunkt sein, wo ich erst loslege, ja. Aber ja, dann so hat sich's dann halt auch geändert, dass ich halt immer weitergekommen bin. Und ja, da hat ich. Und du bist jetzt auch in der Zeit, wo du dich vorbereitet hast auf diesen Hamburgmarathon, bist du die ganze Zeit noch in Frankfurt gewesen? Ja, unter der Woche, am Wochenende war ich immer hier. Okay, also da hatte ich hier auf meinen Weiterhin, meinen Party leben, nenne ich's mal, ja. Ach so, da hast du auch gar nicht jetzt gesagt, ich muss jetzt alles einschränken. So, guck mal, das ist ja mehr Unterschied zu mir. Bei mir wäre es das dann so, dass wenn ich mir sowas, dann würde ich wahrscheinlich alles komplett dem unterordnen. Und ich glaube, das macht es so schwierig, das dann durchzuhalten, wenn man, wenn man das mal langsam nicht alles auf einmal ändern, sondern erst mal anfangen mit einer Sache, nämlich laufen. So, und nicht alle anderen Sachen sofort einschränken. Und ja, das ist wahrscheinlich schon mal ein ganz guter, guter Tipp. Jetzt, jetzt interessiert mich ja trotzdem. Du bist jetzt einfach jeden Tag laufen gegangen, oder hast du gesagt, das kommt mal ein Körper gar nicht. Und das kommt mal ein Körper gar nicht, also ich hatte schon, das war auch die schlimmste Zeit, während ich nie vergessen, ich bin dreimal die Woche Gläu laufen gegangen, aber immer weil ich so ein Muskelkater danach hatte, nachdem später dann 10 km, die so gelaufen bin, pro Einheit, da hatte ich dann so ein Muskelkater, das ist ja erst mal zwei Tage nicht laufen konnte. Ja, das finde ich krass. Und dann hast du einfach dein Trainingsprogramm, war eigentlich einfach zu sagen, ich will mein Fing alle drei Tage laufen oder alle zwei Tage laufen und einfach immer versuchen, ein bisschen weiter zu kommen, weil du hattest ja diese 42,1,9,5 Kilometer vor. Ja, nee, du stellst dir das zu professionell vor, ich hatte überhaupt keinen Plan. Du bist einfach gelaufen. Ich bin gelaufen und wenn es ging, dann ging es. Und wenn ich einen Termin hatte, dann bin ich lieber zum Termin gegangen, als zu laufen. Ja, das ist heute anders, heute würde ich den Termin verschieben. Okay, also jetzt, und dann machen wir den Sprung in den April, wo dann dieser Staat ihn hier stehst, zu dem Zeitpunkt, wo du da standst, hattest du da schon mal dann 42 Kilometer gelaufen am Stück oder war das so, dass du gedacht hast, okay, ich hab jetzt vielleicht beim Trainingshüchst, was ich geschafft hab, an 25, aber jetzt stehe ich dir, weil ich ja wieder die Wette am laufen, jetzt muss ich das machen. Leider habe ich ja schon gesagt, hab ich es nicht sehr professionell gemacht, mein Trainings, sondern bin dann einfach über so gelaufen, wie ich konnte und wie ich Lust hatte oder Zeit hatte und habe ja mein längsten Lauf vorher, war genau wie du hast eben gesagt, hast 25 Kilometer. Das habe ich auch nur einmal gemacht oder zweimal und hab gedacht, ja gut, 42 ist ja fast das Doppelte. Auch die 25 waren ja schon nicht schön, danach war ich vier Tage ausgenockt, aber ich dachte halt, war nicht schön, aber mit Weln und so kann ich schon schaffen, ja, und die Euphorie, wenn man da steht und da ganz viele Zuschauer sind und man hat sich natürlich Bilder angeguckt, Videos angeguckt, wo man andere Freude streient, durchs Ziel laufen sieht. Das hat mich schon motiviert und habe ich schon gedacht, so ein bisschen Weln krieg ich da schon hin. Und ich habe mir auch vorgenommen, über die Ziellinie werde ich tanzen. Also weil ich bin mit einer Frau zusammen da gelaufen, sie hatte, wie gesagt, schon Erfahrung, ist vorher schon mal in den Marathon gelaufen, ich wollte mit ihr über die Ziellinie tanzen. Und sie hat auch sozusagen gesagt, egal was passiert, wir laufen jetzt zusammen, also der eine hilft dem anderen, je nachdem, wenn auch die Hilfe braucht, also dass man so im Duet sozusagen das macht. Genau, dann würde ich sagen, dann muss ich auch mal mit auf die Reise von der ersten Marathon, wie das dann war. Der Startschuss, also es geht ja erst mal schon Tage vorher los, man muss vorher anreisen, muss in Zutel einchecken und dann sieht man schon die gleichgesinnten Marathonläufer, die auch Hotels sich eingecheckt haben. Frühstück im Hotel geht ab 7 Uhr los, aber wenn der Marathon um 9 Uhr startet, dann muss man um 7 Uhr sich da schon hinbewegen, um seine Klamotten loszuwerden und sich in die Startaufstellung zu stellen. Das heißt, man muss dem mit dem Hotel erstmal reden, dass man auch schon früher Frühstück kriegt. Dann ist auch die Frage, was Frühstück man, das fahren alles Sachen, mit denen habe ich mir natürlich überhaupt nicht beschäftigt vor. Jent hätte dir das alles sagen könnte, der hat sowas von vor bereit, aber würde dann nicht loslaufen. Ich hatte eine Frage dazu, es habe ich vergessen. Teil mir wieder ein. Ja, okay und dann frage ich natürlich trotzdem, was glaubst du denn, das sind Frühstück? Ich weiß nicht, ich glaube, ich habe erst mal gar nicht so viel essen können, weil ich einen flauen Magen halt hatte. Ja, also es war schon ordentlich nervosität da, also halt ganz normal. Was das Hotelbefehl angeboten hat, habe ich mir genommen. Ist es dir eingefallen? Hast du denn, wenn du da in diesem Hotel dich stehen siehst? Hast du dann so eine Zugehörigkeitsgefühl mit diesen gleichgesinnten Videos sagst? Also ich bin jetzt einer von euch hier und so. Ja, auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Ja. Und hat es zu da, obwohl jetzt du ja noch an der Zielinie stanzt, schon trotzdem noch. An der Startlinie an der Zielinie? Ja, ja, ja, schon. Genau, natürlich. So stanz als wir nicht an der Zielinie, das wäre es nicht gut. Also an der Startlinie stanz trotzdem, obwohl du noch gar nicht losgelaufen bist. Schon das Gefühl, was Meike eben sagt, du bist jetzt in so eine andere Welt eingethaucht. Und dann so ein bisschen das Gefühl von angekommen sein. Das ist jetzt irgendetwas, was mich in dem Band zieht. Das, was ja vorher bei diesen ganzen anderen Sportarten, hat es zu da auch schon dieses Gefühl, da war das jetzt wirklich so, dass du sagst, ey, jetzt ist hier was außergewöhnliches passiert. Ich bin noch gar nicht losgelaufen, aber das fühlt sich alles aufregend an und so weiter. Ja, auf jeden Fall. Ich war wie ein Renn fertig. Ich hatte Schaumformen und ich wollte endlich, dass der Startschuss losgeht. Ja. Ich wollte losrennen. Ja, ich bin schon zur Startlinie hingelaufen. Ja, teilweise, ja. Ja. Und um dazu stehen, ich wollte das jetzt endlich losgeht. Okay. Und dann kam auch irgendwann endlich der Startschuss und ich wurde rausgelassen aus meinem Käfig und bin wie auch schon bei meinem ersten Lauf, wie vorhin geschildert, losgewetzt und richtig losgerannt und hab. Also der klassische Anfängerfehler zu schnell angegangen. Genau, zu schnell losgelaufen, aber ich hatte so eine Euphorie. Ja, das war ganz toll. Ich hab jede Kinderhand, die mir am Rand zugestreckt wurde, hab ich abgeklatscht. Und wenn ich auf der anderen Seite der Strecke eine gesehen hab, bin ich schräg über die Straße gelaufen und zu der Kinderhand um die abzuklatschen. Ja. Heute ist es so, dass ich immer denke, kürzesten Weg laufen. Ja, also wenn eine Kurve kommt oder so, lauf ich immer innen in der Kurve und so. Ja, war damals halt nicht so. Ich bin losgerannt wie ein Beklopter und irgendwann nach, nach, nach, ich weiß nicht, 15 Kilometern oder so. Hab ich dann doch gemerkt, huch, ist doch ganz schön anstrengend und noch ganz schön weit. Ja. Da wurde ich auch schon dann etwas ruhiger mit meiner Laufpartnerin, die Gespräche wurden auch, die Gespräche während des Laufens wurden auch langsam eingestellt. Ist sie auch direkt so mitlos geschwindet? Ja, also hinter mir her quasi. Ja, okay, aber hatte ich nicht gebremst oder war auch so euphorisch und wollte los. Ja, genau, genau. War ja auch erst ihr zweiter Marathon, muss man ja aussagen. Also da ist man noch so am Anfang. Und ja, nach 15 Kilometern habe ich viel gesagt gemerkt. Da geht nicht mehr ganz so locker vom Fuße, aber es geht halt noch. Ja. Und so nach 20 Kilometern habe ich dann so langsam gemerkt, wie mein Fuß unten so ein bisschen wehtat und so. Aber da denkt dann sich auch noch nichts und läuft weiter und dann bis sich nach 25 Kilometern dann gesehen hab, ob mein weißer Tornschuh, der wird an der Seite so rot. Und ja, es war natürlich blut, dass aus meinen Schuhen rauskam, was ich halt auch jetzt natürlich im Nachhinein herzweiß, ich hatte die absolut feitende Schuhe an. Das wollte ich schon fragen, ob du überhaupt dich um Equipment und so in Rasmus gekümmert hast. Ich habe da halt Schuhe an, mit denen ich sonst in der Halle Fußball gespielt habe. Und ich wollte auch so sammars oder? Ja. Ich wollte halt einfach nur den Marathon schaffen. Ja, also ich wollte ja keine Bestzeit laufen oder so. Ich wollte einfach nur die 42 Kilometer und wenn ich da sechs Stunden für brauche, auch egal. Wenn ich die durchwander, war mir alles egal. Ich wollte nur die 42 Kilometer schaffen. Das ändere mich an den ehemaligen Schulkammerat Torsten Warnige, liebe Grüße. Der ist mal bei den Sibberseh-Triathlon. Hat er mit Woltern mitmachen, hat aber kein Rennrad. Und das war im Hollernrad gefahren. Und hat eine relativ gute Platzierung so hingekriegt. Weil der war fit wie vor, aber hat er kein Rad. Und du hattest halt Schuhe, aber eben auch nicht die richtigen. Genau und fettweiche auch nicht. Ja, das war halt nach 25 Kilometern, fing die Füße an zu bluten. Dann nach 35 Kilometern habe ich Krämpfe bekommen. Und wer mal versucht hat, mit dem Krampf zu laufen oder nur zu gehen, es geht überhaupt nicht. Ja, ich bin, musste stehen bleiben. Alle weiß nicht, 500 Meter. Was ich stehen bleiben, mich so ein bisschen den so und dann bin ich wieder ein paar Meter getrabt, dann ging's weiter. Aber bis ich bei Kilometer 41 war, also noch gut ein Kilometer zu laufen, sehe die Zielinie da und blieb am Rand stehen und hab gesagt, es geht nicht mehr. Also zu meiner Partnerin. Ein Kilometer vorher, ich konnte nicht mehr. Ich wollte mich nur noch an Rand setzen, heulen und mich da sterben lassen. Ja, hab auch die magischen Kriegsworte gesagt, lass mich zurück. Ja, ich sterbe hier alleine. Nein, ich sterbe hier alleine nicht gesagt, aber lass mich hier zurück. Ja, ich wollte nicht mehr und hab mich an Rand gestellt, hab versucht, mein Fuß nach hinten zu ziehen und zu denen, damit der Kramp irgendwie aus dem Oberschenkel rausgeht. Da kam ein Helfer beim Marathon, der mir helfen wollte und mein Fuß nahm und daran zog. Aber das ist leider das Falscheste, was er machen konnte. Weil man weiß nur selber, wie weit man gehen kann oder wie viel Druck man ausüben kann. Und da hab ich ihn angeschrien, dass er mich in Ruhe lassen soll, was wir im Nachhinein natürlich super leitert. Er wollte mir nur helfen, aber ich hätte uns das zusammengeschlagen. Aber klar, das ist aus Physiologisch, dass ich das physiologisch nenne. Der Muskeltonus ist so hoch, da kannst du gar nicht, also selbst wenn du jetzt anfangen würdest zu massieren, würdest du das unangenehm empfinden, weil der Tonus so hoch ist. Und jetzt hast du, aber jetzt möchte ich natürlich, dass du es nicht noch weiter auf die Falterschmanz ein bisschen doch, hast du dich doch in Bewegung gesetzt, Richtung Zielinie. Richtig, dass meine Laufpartnerin war der Schlüssel, ja, sie hat gesagt, nein, ich lasse euch hier nicht zurück. Wir ziehen das zusammen durch, so wie wir uns das hermonate vorher gesagt haben, auch, dass wir das zusammen durchziehen und am Ende zusammen über die Zielinie tanzen werden. Ja, und das haben wir uns noch den 1 Kilometer dahingeschleppt oder ich mich dahingeschleppt. Ich bin über die Zielinie getrotet, ja, wieder mit Kopf abgesenkt. Also nicht so, wie es vorher in meinen Träumen war, das wieder zusammen über tanzen, sondern ja, bin da rüber und war nur noch alle und wollte ins Hotel. Wie lange warst du danach krank? Zwei Wochen, weil tatsächlich krank geschrieben. Das war auch nicht lustig. Ich hatte unten die Füße waren halt offen, das rohe Fleisch war und haben Fuß, also ich war beim Hautarzt danach, der hat mir so die Pelle abgezogen von der Sohle des Fußes. Und ja, wenn Wasser an rohes Fleisch kommt, das ist sehr, sehr schmerzhaft. Ich konnte mich auch nicht duschen, zwei Wochen, sondern hab mich nur so in die Badewanne gelegt und die Füße über dem Badewanrand und hab mich so abgeduscht. Ja, dann dazu ich natürlich noch eine Frage. Es war also gar nicht so dieses gefühl euphorische Gefühl, ich hab es geschafft, sondern eher so niedergeschlagen, weil so, weil dein ganzes, wahrscheinlich das ganze zentrale Nervensystem völlig über, ich stelle mir das gerade so vor, ich hab ja auch schon manchmal Tennis-Spiele gemacht, die drei und halb Stunden gedauert haben und danach noch doppelt und ich war so kaputt, dass ich gedacht habe, ich kann jetzt nicht vor dem Stuhl aufstehen und in die Dusche gehen. Was ich natürlich dann doch konnte, das war nicht diese erschöpfungsgrad. Ich weiß gar nicht, den haben wahrscheinlich, das ist ja auch im Endeffekt jetzt ganz rückblickend gesehen, muss man ja auch sagen, waren sie die Grenzerfahrung, dass man seinen Körper so an die Grenze dessen bringen kann, was überhaupt leistbar ist. Weißt du, wo ich meine, manche Leute, wenn nicht bei ein Kilometer vom Ziel stehen geblieben, sondern wahrscheinlich schon 5 Kilometer vom Zielen hätten es dann auch nicht geschafft, mehr weil diese Entfernung wär zu groß, aber euphorie war da trotzdem, also dass du so das Gefühl, dass es irgendwie, als du über die Ziele warst, war es mehr so niedergeschlagenes Gefühl. Als ich über die Ziele war, da war es, war ich eher enttäuscht. Da war ich enttäuscht von mir selber, dass ich es halt nicht ordentlich zur Ende gebracht habe, aber dieser Enttäuschung verging auch sehr schnell, muss ich sagen. Das ist halt zwei Stunden später, war es schon okay, da habe ich dann schon eine Boots-Tour durch, ich habe mal gemacht und seck getrunken, also das ging dann schon wieder. Aber das war dann auch so, dass du dann wieder wieder nach Hause gefahren habt und auch im Hotel nach Hause? Ja, so ein total umgetrocknene, da noch eine Nachtgebiem. Okay, und dann auch wahrscheinlich wie ein Steuingsschlafen. Aber das kam eigentlich auch mehr da noch eine Nachtgebiem, weil wir natürlich uns das Feiern noch vorgenommen hatten. Ja, logisch. Das haben wir dann einen Hamburger noch gehabt. Da warst du zwei Wochen krank geschrieben und da wär nochmal. Ich wär das mal deinem Arbeitgeber. Ja, weil ich natürlich im Büro auch vorher angegeben habe, ich glaub, dieses Wochenende ein Marathon. Und dann kommst du jetzt zwei Wochen nicht wieder, das war schon unangenehm. Und jetzt hattest du aber ja in diesen zwei Wochen wahrscheinlich genügend Zeit zu reflektieren und gab es also diese Momente zu sagen, das mache ich jetzt einmal gemacht und macht das nie wieder oder also so eine Weggabelung sozusagen. Auf der einen Seite, ich mache das jetzt weiter und auf der anderen Seite, ich mache das nie wieder. Na, genau so war es, ich hab mir gesagt, ich hab es geschafft. Ja, warum soll ich das nochmal machen? Ich bin noch nicht bekloppt, warum soll ich denn noch mal so leiden und noch mal 42 Kilometer laufen? Wie wieder werde ich im Marathon laufen? Das hat auf vier Jahre lang geklappt. Vier Jahre. Ja, ich bin kein Meter mehr danach gelaufen. Also auch nicht mal zum Spaß joggen gehen und so. Ich hab wieder dann Fußball gespielt, irgendwas gemacht. Ja, aber laufen damit war ich durch. Vier Jahre. Ja. Hast du. also. Hast du auch keinen Spaß, dann da empfunden oder irgendwie. Hast du jetzt gesagt, ich hab das geschafft abgehakt, fertig, ciao? Genau, warum sollte ich wieder laufen? Ich hatte ja kein Ziel. Also ich bin ja nie gelaufen, weil ich abnehmen wollte oder weil ich. Weil ich von nur die 42 Kilometer schaffe, hab ich geschafft, harken dran. Okay, und dann gab es ja aber einen Grund, warum du dann wieder angefangen hast. Genau, nach vier Jahren hab ich mitgekriegt, dass hier in Bremen, in meiner Heimatstadt, der Marathon neu ins Leben gerufen wurde. Ja, da, da, da, man sagt so schön, den Schmerz vergisst man, aber der Stolz bleibe. Ja. Und genauso war es bei mir halt auch die ganzen Schmerzen von meinem ersten Marathon. Die hatte ich halt nach vier Jahren vergessen, aber ich hatte immer noch die Medaille von dem Marathon. Und wusste, dass ich es geschafft hab. Und hab jetzt gehört, dass halt im Bremen Marathon stattfindet. Beim ersten, der dann hier in Bremen stattgefunden hat, da hab ich es halt nicht geschafft, dran teilzunehmen. Also da hab ich es erst gehört danach. Und da dachte ich, okay, beim zweiten, da willst du dann aber dabei sein. Ja, uns seitdem war ich bei jedem Bremen Marathon dabei. Und das sind mittlerweile, ich glaube, 21 gewesen. Heftig. Und mit der gleichen Laufkollegin? Nein. Nein. Okay. Du hast im Vorgespräch, ich hab ja gesagt, ich hab das auch mal gemacht. Und dann hast du mich ja gefragt, was meine Intuition war, das zu tun. Also warum ich damit anfange und hast gesagt, alles, was du sagst, ist falsch. Ja. Warum? Weil nein, das ging eigentlich darum, dass du gesagt hattest, warum du es jetzt nicht mehr machst. Ja, auch ich war so, okay. Und das sind meistens halt ausreden, warum man es jetzt nicht macht. Man sagt, man hat zu wenig Zeit, dass die häufigste Ausrede. Man nimmt sich einfach nicht. Genau. Man investiert die Zeit, woanders drin. Also man sitzt zwei Stunden vom Fernseher oder so. Ja. Da kann man lieber eine halbe Stunde für laufen gehen. Ja, also man muss ja nicht mal irgendwie Strecke machen, sondern einfach so. Und jeder hat irgendwie eine Stunde, halbe Stunde am Tag Zeit. Das ist so. Ja. Ja, also ich finde es auch passieren schon, ich muss mal eben sagen, dass ich das total interessant finde, die jetzt zuzuhören bei deinen Ausführungen, bei diese Anfänger. Und jetzt gehen wir sozusagen in die zweite Runde. Da hattest du dir gesagt, okay. Nee, genau, was ich vorhin noch sagen wollte. Diese, das kann schon sein, dass dein Körper gar nicht hätte früher laufen können, weil das speichert sich so, wie sie sagt, irgendwann vergisst man das. Ich hab mal ein Tennis Match gesehen, wimmelten das da oder elf Stunden. Über drei Tage haben die gespielt. Irgendwie ist es ein Wahnsinnsteng. Und der Verlierer von dem, der konnte danach ein ganzes Jahr lang kein Tennis spielen. Nicht weil er verletzt gewesen wäre, sondern weil sein Körper einfach dagegen gestreigt hat. Da haben wir heute diese enorme Belastung einfach nicht nochmal wiederholen. Der Gewinnerkontus. Jetzt ist es ja bei dir so geht es dem, was hast du dann, wenn du dann wieder angefangen hast? Hast du denn gesagt, so, jetzt mache ich es anders als beim ersten Mal. Ich laufe jetzt nicht nur bis zur Weser. Und guck mal, wie meine Füße mich tragen und dann bist schon mal losgegangen und gesagt, dass mit den Schuhen war so optimal. Hast du die eigentlich noch die Schuhe mit denen und die ersten Marathon gelaufen? Ja, ja. Das ist die einzige Jahr. Ich habe sehr viele Tornschuhe, ja. Man muss wissen, also ich laufe so 1000 Kilometer in sechs bis acht Wochen. Und man muss halt alle 1000 Kilometer sagt, man sollte man den Tornschu auswechseln. Ja, die reifenwechseln sehr gut. Ja, dadurch habe ich natürlich sehr viele paar Tornschuhe bei mir und ich muss mich halt immer dazu zwingen, die aussort zu sortieren. Natürlich hat man an manche Paare auch Erinnerungen und dazu gehört ganz klar das erste Paar. Was ja gar kein Laufschu war. So, dann heilen Tornschuhe. Und dann hattest du wie lange Zeit zur Vorbereitung für den ersten Bremen Marathon? Genau, also das fahre nicht der erste Bremen Marathon, sondern der zweite, der ein Bremenstacke von für mich, der erste in Bremen. Der war wie gesagt, vier Jahre nach Hamburg. Und in Hamburg muss man ja noch sagen, bin ich, habe ich drei Stunden, 48 für diesen Marathon gebraucht. Und mein Ziel dann für den Bremen Marathon war natürlich schneller zu sein. Ja, schneller zu sein und am besten nicht so zu leiden wie beim ersten Mal. Ok, wobei ich sagen muss, drei Stunden, 48 für das erste Mal gar nicht so, vielleicht, also ich glaube ich viele, die über vier Stunden brauchen. Genau, das ist so, dass es normal ist, meistens so vier Stunden, dreißig oder so. Ja. Ja, vier Stunden, 15, aber alles unter vier Stunden kann man wieder sagen, wie vorhin auch schon, das ist etwas besseres Mittelfält. Ja, und da, aber ich, wie gesagt, ich habe mich nicht gut gefühlt als ich entziehe gekommen bin. Ja. Und das wollte ich halt bei den Marathonen im Bremen natürlich ändern und habe mich diesmal so vorbereitet, wie du dich da drauf vorbereiten würdest. Ja, also ich habe mir Bücher, damals gab es noch nicht so Internet, ja, oder gab es schon, aber wurde noch nicht dafür genutzt. Ich habe mir Bücher gelesen, ja, ich weiß gar nicht. Ich glaube nicht, ich glaube nicht angeguckt, weil, wie gesagt, das gab gar kein YouTube. Ja, habe ich halt im Verein informiert, habe ich auch im Verein angemeldet, bin da halt gelaufen. Und so kam es dann, dass ich bei meinem zweiten Marathon, also vier Jahre später, mich in der Zeit auch um 35 Minuten verbessert habe. Das heißt, ich habe nur noch drei Stunden, 13 dafür gemacht, bei dem, bei dem, bei dem offiziellen Rennen dann. Genau. Okay. Beim zweiten Bremen Marathon. Und da habe ich mich aber, wie gesagt, vernünftig drauf vorbereitet. Das heißt, ich habe lange Läufe gemacht, was sehr wichtig, meiner Meinung nach sehr wichtig ist für einen Marathon, dass man vorher, also mindestens 10 mal über 30, 35 Kilometer läuft. Also eine Grundlangenausdauer schaffen. Genau. Und dann wahrscheinlich mit irgendwelchen, ja, zwischen Sprints, sie ist Grundschnelligkeit auch irgendwo. Wie ja, nicht auf den 35 Kilometern, aber auf einer anderen Trainings-Einheiten an nur 15 Kilometer läuft, dann läuft man davon halt ein Kilometer schnell, 500 Meter langsam. Und das halt sieben Wiederholungen. Okay. Und dann war das dieser Marathon, dieser erste für dich, erste Bremen Marathon, lauf und, hat es zu dann schon irgendwo mit den drei Stunden, 13. Das ist ja eine gewaltige Steuerung, hat es da schon eine Platzierung, wo man, wo du sagen konntest. Ja, also das war zweit im Marathon, Platzierungkeit jetzt so gar nicht auf die schnelle sagen, aber. Egal, aber das war unter den ersten 100. Okay, und das war aber dann so, dass du dich gut gefühlt hast, weil erstens war die Zeit verbessert. Und zweitens hast du dich nicht so schlecht gefühlt. Das war eigentlich der wichtigere Punkt, ja. Ich hatte ja auch vernünftige Schuhe an, das heißt, meine Füße, gleich hatte Blasen, mal ein abgefaulder Zehnnage. Ja, das gehört bei Marathonläufer am Anfang dazu, dass man so einen blauen Nagel hat, der dann irgendwann abfällt und so, das ist völlig normal. Aber ich hatte keine sonderlichen großen Schmerzen, ja, auch nach dem Marathon war es natürlich so. Aber das habe ich heute noch, dass man sich dann nicht mehr allein aufs Klo setzen kann, ja, sondern auf die Schüssel fallen lassen muss, weil man so starken Muskelkater in den Urschänkeln hat. Aber da weiß man, Muskelkater dauert ein, zwei, drei Tage und dann ist das vorbei, ja. Und ja, das ist nicht schlimm ist und nichts ernsthaftes. Und das hatte ich nach diesem Marathon halt nicht. Was ich wirklich körperlicher Probleme hatte. Und da habe ich dann noch so ein bisschen Blut gelegt, ja. Da habe ich dann gemerkt, okay, mit richtigen Training und mit vernünftiger Vorbereitung funktioniert. Und zu dem Zeitpunkt habe ich viermal die Woche trainiert, dachte ich, was passiert denn, wenn du fünfmal die Woche trainierst? Ja, und das war dann mein nächstes Ziel, denn ich wusste, in einem Jahr gibt es ja wieder ein Bremen Marathon. Hab ich gedacht, okay, jetzt hast du ein Jahr Zeit, dich darauf vorzubereiten. Und mit drei Stunden, 13 ist man auch schon ganz nah an dieser drei Stundenmarke. Und die drei Stundenmarke ist für Marathonläufe so eine magische Zahl, die ganz viele versuchen zu knacken. Aber das schaffen wir, ich glaube, fünf Prozent aller Marathonläufer. Das war dann sozusagen dein Ziel, beim nächsten Mal wieder teilnehmen und die drei Stunden. Genau. Und das heißt dann ein Jahr später auch geschafft, in dem ich halt aber auch mehr trainiert habe, muss man ganz klar sagen. Und mich mehr eingeschränkt habe, weniger Feiern gegangen, weil Feiern war immer noch ein ganz großes Ding bei mir. Das ist auch heute noch, ja, aber heute mache ich's dosiert. Also ich sage mal, ich bin Quartalsfeierer. Ich achte schon darauf, auf Kraft zu sorgen ist oder nicht. Ja, und dann hast du dann einfach immer so weiter trainiert oder hast du dann noch so, ja, keine Ahnung, sagen jetzt acht Jahre ein bisschen auf Ernährung oder gucke, dass ich die richtigen Nährstoffe habe, die mein Körper braucht. Das ist einfach intuitiv, dann immer so gemacht so. Ja, ich habe es eigentlich gemacht, weil es ja immer neue Ziele gab. Eben bei meinen ersten drei Marathons habe ich euch die Ziele gesagt, das war erstmal beim ersten Marathon einfach nur schaffen. Beim zweiten Marathon war es schneller werden und vernünftig schaffen. Und beim dritten Marathon war es die drei Stundenmarke knacken. Hatte ich nur alles geschafft. Wie ist dann die Steigerung? Was wäre für euch dann die Steigerung für? Ja, für die Steigerung dann zu sein und gewinnigt das Ding halt. Oder beziehungsweise ich möchte noch besser platziert sein oder? Ja, so ähnlich, bei mir war es, vor mir darf keine Frau mehr sein. Ja, dazu muss man wissen, ich bin griechischer Abstammung und in Griechenland war es gerade zu der Zeit früher noch mehr so, dass die Frau halt mehr für den Haushalt war und die Männern für Sport und Anschaffen die Kohle nach Hause bringen. Und so, ja und das habe ich natürlich immer nur als pass gesagt, da ist da keine Frau mehr vor mir ins Ziel kommen. Weil es war auch bei diesen drei Stunden läuft noch so, dass immer noch ein, zwei Frauen vor mir waren. Also ich war dann schon beim Bremen Marathon unter den schnellsten 20 Läufern, aber war halt immer noch ein, zwei Frauen vor mir. Und du würdest aber schon sagen, dass dir sehr stark geholfen hat, dir so Ziele zu setzen, so konkrete Ziele. Also unter drei Stunden keine Frau da vor mir sein. Da sind ja konkrete Ziele, die jetzt sage ich mal nicht zu hoch gesteckt sind, sondern so ein realistisches. Weißt du, drei Stunden, drei Ziele ist natürlich trotzdem wahnsinnig, drei Ziele zu sein. Aber du bist ja nicht gleich in gerne so das Gefühl, zweieinhalb Stunden laufen. Und zu sagen, okay, ich hab das beobachtet, da waren noch zwei, drei Frauen vor mir. Wenn ich das jetzt als nächstes schaffe, der mich auf jeden Fall schon besser gewesen als beim letzten Mal. Also immer wieder ein Stück besser zu werden. Ja, ich hab das nur für dieses Ziele gemacht. Also da brauchen Sie ja auch nichts Vormachen. Ich bin kein, weiß ich nicht, welch klasse Läufer oder es ist, wird immer schnellere Läufer geben als mich. Das kann nur einer einzelnen Menschen auf der Welt von sich sagen, dass es keine schnelleren Läufer als ihn gibt. Ja, und zwar den momentan Rekordhalter, ja. Keine anderer kann das sagen. Und selbst der kann es glaube ich nicht sagen, weil in dem Moment, an dem Tag war kein schnellerer Läufer da, ja. Aber am nächsten Tag sieht das schon wieder ganz anders. Und also sowieso, aber ein Jahr später sieht es dann wieder ganz anders aus. Und also dieses Ziele hat es mit den Frauen, die nicht vor dir laufen sollten, das hast du dann erreicht? Genau, hat wieder ein Jahr gedauert, ja. Aber das hatte ich dann geschafft. Und das verglaub ich auch beim Hannover-Marathon, dann, wo ich gleichzeitig auch bästter Deutscherteinnehmer dann war. Also da war noch ein paar Kenyana-Formier irgendwie, aber als deutscher Teilnehmer hatte ich dann als Preis. Da ging es dann mittlerweile schon um Preise, die man kriegt. Ja, habe ich eine Reise nach Mallorca gewonnen. Zum Mallorca-Marathon natürlich nicht um Party-Pim und wir zu trinken. Ja, das habe ich die Jahre vorher auf Mallorca gemacht. Aber diesmal habe ich dann da zum ersten Mal echt zum Laufen hingefahren. Und das war dann auch wieder ein Ansporn. Und das war ein Preis, das ich ein Preis kriege für mein Hobby, also auch wirklich ein wertheitigen Preis. Also das war ja gar nicht der Ansporn-Preise zu bekommen. Ja, aber wenn man dann sieht, guck mal von dieser Schilderung, das erste Mal in Hamburg an dieser Startlinie gestanden. Und jetzt viel Zeit ist da vergangen. Ja, vier Jahre, vier, vier, fünf Jahre. Was dann für eine Entwicklung letztendlich in der kurzen Zeit. Und dazu sagen, dass wir ja auch nach diesem Hamburg-Marathon erst mal der ganze Zeit dann gar nicht gelaufen bist. Also was dann aber für innerhalb kürzester Zeit so eine Entwicklung da war. Ich seh dich ja manchmal hier laufen. Oder nicht nur manchmal, sondern ich seh dich häufig hier laufen. Jeden Tag? - Jeden Tag, genau. Das war jetzt meine Frage, wie das im Moment ist. Und wie es auch in der Zeit, also hast du das, was du heute machst, damals auch schon so gemacht oder. Also das du einfach gesagt hast, ich laufe jeden Tag. Also jetzt zum Beispiel, ich vorbereite das auf diesem Mallorca-Marathon. Nein, nein, da bin ich nicht jeden Tag gelaufen. Da war ich aber auch noch sehr viel langsamer als jetzt halt. Das ist ganz klar der Unterschied. Also ich habe nicht irgendwie Talent oder irgendwas, sondern. Ich bin halt nur sehr konsequent in den Sachen, die ich tu. Ja, und ich glaube aber, dass. Ich habe nicht so viel Autofahren, aber ich glaube schon, ein bisschen Talent musst du schon auch zum Laufen haben. Also eine Grundvoraussetzung, irgendwie von der Physikonomie oder von einer Laufhaltung. Weißt du, andere Leute, die müssen das irgendwie erst mal lernen. Und ich glaube, dass du relativ viel gespür dafür hast, wie du zu laufen hast und automatisch Sachen richtig machst. Ohne. weiß ich nicht, kann ich mir bei keinen vorstellen. Nee, glaube ich, glaube ich nicht. Also mein Talent ist vielleicht, dass ich 1,80 Meter groß bin. Ja, dass ich nicht irgendwie 120 Kilo wiege. Was natürlich auch durchs Laufen kommt, dass ich. Darf ich sie ja sagen, weiß ich nicht, zwischen 65-70 Kilo wiege. Ja, als ich nicht gelaufen bin, habe ich so 80 Kilo gewogen. Also das ist ein Talent, wenn ich von 150 Kilo gekommen wäre, dann glaube ich auch, wär's schwer gewesen. Weil dann wären meine Knie wahrscheinlich schon hingewiesen. Ja, also ich glaube, das ist einfach das, was mir mitgegeben wurde, wofür ich aber mittendlich habe. Du kannst wahrscheinlich schneller bestimmte Leistungen erzielen, weil du fitgeblieben bist körperlich. Also du hast ja nicht so viele maggen gehabt. Also wenn jetzt jemand 150 Kilo wiege, dann würde einfach sagen, ich gehe jetzt jeden Tag laufen. Wer wahrscheinlich nach 2 Monaten Endstation. Richtig, glaube ich auch. Und dann wollen wir natürlich jetzt wissen, wann das erst mal so der Turbo gezündet wurde, dass du das gewonnen hast. Ja, das war 2009 beim Kuxhaven-Marathon. Ja, da war irgendwann keiner mehr vor mir. Ja, wo hast du das? Aber da bin ich null nach Taktik oder sowas vorgegangen. Also da hatte ich vielleicht einfach nur Glück, dass die schneller nicht da waren. War das denn da auch dein Ziel oder war das Ziel da doch ein anderes? Dass du mit kurzen Hosen nur noch gerade Zeit auf dem Trick oder was war da das Ziel oder war da das Ziel? Das Ziel war eigentlich immer, dass keine Frau mehr vor mir ist und ich schneller werde. Ja, also dann war es wirklich so. Ich wusste mehr Training heißt schneller werden. Ja, also hab ich auch. Und das Ziel war das, überhaupt mal das Ziel, dass du das gewinnigst? Ja, aber dafür muss man sich ja zugeben natürlich auch den richtigen Marathon für aussuchen. Kuxhaven ist nur keine Welt statt. Da kommt keine Kinjana hin. Und das weiß ich natürlich vorher auch. Und das heint mir halt auch angeguckt, hab gesehen. Okay, es kann tot 10 sein, es kann aber auch gewinnen sein. Ja, da hat's geklappt dann. Und so dem Zeitpunkt, kanntest du auch schon die gängigen Größen Marathon Sport, dass du, wenn du die Stadtliste angeguckt hast, wusstest du schon so ein bisschen, was dich erwartet oder bist du einfach? Da hingegangen, was gesagt, ich laufe jetzt einfach. Komm ich jetzt irgendwie keine Ahnung. Klaus Meier aus Ulm. Den kanntest du nicht, was dir für Zeiten hatte oder so, hat sich nicht interessiert, bis einfach dann gelaufen. Ja, zu der Zeit hat mich das nicht interessiert. Also jetzt interessiert es mich auch immer noch nicht so, weil man kann es nicht ändern. Erst mal weißt du auch nicht, wenn du neben ihm an der Startlinie stehst, ob der auch gerade gesunde ist. Wie sein Training vorher verlaufen ist und so, also das sah gar nichts aus. Ich wurde schon oft als Favorit gehandelt und hab dann klicklich versagt. Also, ja, gut klicklich versagt hat, ich bin dann nicht auf Treppchen gekommen oder so. Das ist für mich in dem Moment fühlt sich das als verlieren an. Wenn ich 5 da werde oder so, obwohl ich halt 10.000 Leute noch hinter mir gelassen habe. Aber 5 da Platz ist für mich dann verloren. Ich finde das spannend, das noch mal so zu vergleichen. Also ist dir das dann auch während du, also du hast ja plötzlich ja Marathon gewonnen. Wenn du sagst, nur in Anführungsstrichen kookshafen. Aber du hast plötzlich dein ersten Marathon. Du hast das immer noch mal in Verhältnis gesetzt zu deinem allerersten Marathon. Also selber in Gedanken, dass du gesagt hast, guck mal, was man schaffen kann. Man fängt da an und stirbt fast auf dem Weg zum Ziel. Und jetzt ein paar Jahre später bin ich in der Lage, das zu gewinnen. Sieh das ja mal irgendwie in den Kopf, dass du das was wahren sind. Oder ist das einfach, dass man in so einem Floh drin ist, dass man sich da gar nicht ja keine so Gedanken mehr darüber macht. Also das würde mir so gehen. Und das ist, denke ich, das war Wahnsinnssprung. Von, ich schaffe fast nicht das Ziel und plötzlich gewinnig einen Marathon. Hey, ist halt nie, nie drüber nachgedacht. Okay. Also was vorher war, ist mir ja eigentlich egal. Ich bin ja hier und jetzt dann, denke ich, so viel über die Vergangenheit nach. Und dann hast du aber irgendwann tatsächlich den Heimatmarathon sozusagen gewonnen? Genau. Das kam dann, ich weiß nicht, noch mal ein, zwei Jahre später, habe ich dann irgendwann dem Brehmmarathon gewonnen. Aber das war natürlich auch wieder was ganz Besonderes. Für mich und ja mittlerweile habe ich ihn dann siebenmal gewonnen. Wahnsinn. Weil das aber auch der Marathon ist, den ich am öftersten laufe. Ja. Also ja, ich habe insgesamt, habe ich, ich glaube, 42 Marathons gewonnen, als Gesamtzieger von 90 gelaufenen Marathons. Also, da hab ich natürlich, ja, Treppchenplätze oft gehabt. Also zwei Tage worden, auch in Bremen, wenn ich ein paar mal zwei Tage worden oder ein paar mal dritter. Aber das fühlt sich für, wie verlieren für mich dann an. Ja, deshalb zehle ich diese gar nicht. Ja, mir geht's halt nur um den Gesamtzieg dann. Genau. Und die, jetzt ist es aber ja trotzdem so, dass er Folge, ja, messbar sind, auf den Papier. Also, dass ich es ankran. Ich habe die und die Zeit gelaufen und ich habe das Fall, das und das Teilnehmer fällt, was ja immer auch irgendwo eine Rolle spielt. Leider ist das so. Ja, das habe ich sagen. So, aber genau, wenn du jetzt mal ab unabhängig von irgendeinem, von einer Größe des Titels, weil es so ist, kann ja auch sein, wenn du jetzt wirklich mal darüber noch nicht was war für dich, so der größte Erfolg, wo du, wo du sagst, wo du am meisten emotional nachklangen hast. Das kann ja auch sein, dass du jetzt den ersten Marathon in Hamburg gelaufen bist mit diesen Schmerzen. Und dann hast du es noch mal angegangen und dann ging es besser. Weißt du nicht meine, dass das erst mal, oder hat sich das immer so, das war dann für den Moment mein größter Erfolg und dann ging das immer weiter sozusagen. Ja, du fragst ja das gerade, was welcher Lauf mir am wichtigsten war, oder? Nee, wo du am meisten nach dem Ziel ein Lauf emotional berührt warst, am glücklichsten warst, wo du jetzt, wenn du wirklich ist, weißt du, wenn du jetzt sagen wolltest, du hast jetzt diese 44 oder 42 Marathons gewonnen. Und abhängig von den, die du gewonnen hast, welches war der Lauf, wo du am meisten Emotionen hattest. Ja, da gibt es eigentlich nur eine Antwort drauf und hier hat wieder nix mit Marathons zu tun. Denn ich mache nebenbei, sage ich ja mal auch Triathlon. Und zu Triathlon gibt es halt die längste Distanz, ist die Iron Man Distanz oder Lang Distanz auch genannt. Was 3,86 Kilometer Schwimm ist, dann 180 Kilometer Radfahren und danach noch ein Marathon laufen. Also 42,195 Kilometer laufen dann noch. Das habe ich halt auch schon ein paar mal gemacht und da habe ich mich bei meinem ersten Iron Man, der auch wieder witzigerweise ein Hamburg war, gleich ohne dass ich es wirklich wollte, qualifiziert für die Weltmeisterschaften Iron Man. Und diese Weltmeisterschaften, die finden auf Hawaii statt und da bin ich dann auch zwei Monate, nachdem ich mich dann Hamburg qualifiziert hatte, auch hingeflogen. Und ja, bin da halt die Iron Man Strecke gelaufen und bin da als 216-Centralen Ziel gekommen, was egal war. Ja, also darum ging es nicht. Also es waren noch, weiß nicht, 5.000 Leute hinter mir oder so, aber da ging es gar nicht darum, unbedingt weit vorne platziert zu sein, sondern nur ist zu schaffen und dabei zu sein und dabei zu sein und das zu schaffen. Und das war wirklich auch der Moment, wo ich so mit meiner Ausdauer-Sport-Karriere so ein bisschen Frieden geschlossen habe, verglichen. Das ist das größte Ausdauer-Event, was man sich vorstellen kann, dass hast du geschafft. Das war ja relativ gut geschafft, also so, dass ich mich am Ende gut fühlte und gesagt habe, ja, du hast ja alles abverlangt. Ich brauch mir keine Vorwäufe für machen, ja, ob ich nur 5.000 und schneller gewesen hätte sein können, ja, alles egal. Und wenn du jetzt, das ist ja auch qualifiziert, man sich für so ein Event. Ich fähr mir vor, dass das auch mit relativ hohen Kosten verbunden ist, hat es so zu dem Zeitpunkt auch schon so für irgendwelche Sachen Sponsoren, dass die gesagt haben, komm her, wir bezahlen den Flug oder wir bezahlen das Equipment, das würde mich auch interessieren. Oder musstest du auf die Suche gehen danach? Ja, ich hatte mir halt durchs Laufen schon einen Namen gemacht, also durch die Marathon-Siege, da kommen natürlich Sponsoren auf dich zu. Oder man kommt in Gespräch, ins Gespräch und sacht dann mal den Vorschlag, irgendwie Menschen kannst man ja auch Sponsoren und dann hat erjenige vielleicht Interesse. Und es war dann zum Glück so beim Jahr, dass ich den Hawaii-Trip, der so 10, 15.000 Euro gekostet hat, komplett finanziert hatte. Also ich brauchte da keinen eigenen. Da fände ich auch so zu sagen fast schon, dann der größte monetäre Gewinn auf einmal oder hast du, gab es da schon andere Marathonläufe, wo du mehr als 15.000 Euro Siegprämie bekommen hast. Nein, nein, gab es nicht. Und es ist auch nicht so, dass das stellt so dir jetzt glaube ich falsch vor, es kommt nicht jemand zu dir und sagt hier, du kriegst 10.000 Euro, wenn du mein Namen auf deinem T-Shirt trägst. Nee, aber die Kaufschuhe oder? Genau, so ist es oder der Flugwirt bezahlt oder das Fahrrad, was ich von einem großen Radhersteller des Namen, ich jetzt nicht sage fast gesagt habe, der hat mir halt das Rennenrad gesponsort, von einer Firma aus Koblenz, weil ich meine, da fahre heute auch die Weltmeister mit und so. Man kann das ruhig bei uns, kann man das ruhig die Namen sagen, wir sind da. Ja, okay, Kenjen hat mich gesponsort. Vielen Dank. Fahne ihr auch gut. Genau, ihr können mir gerne immer wieder einen Rad schicken. Ja, das war schon gut und der Rad ist natürlich eins der größten Kostenpunkte da, so ein Treadlorn Rennenrad kosteilt um die 10.000 Euro, man kann es auch teurer haben, man kann es auch günstiger haben, aber das ist halt schon ein großer Punkt. Und das lässt diese Treadlorn Geschichte, die machst du ja verfolgsweise jetzt auch immer noch nebenbei so ein bisschen, dass auch Radfahrantrainier, Schwimmtrainieren. Genau, das heißt, ich sage immer so ein bisschen mein Ausgleichsport, also an Regenerationstagen gehe ich eine Stunde schwimmen oder so. Und ja, so an den Tagen, wo ich nicht klaufe, schwimmig oder freich Rennenrad. Und solche Tage brauche ich auch absolut, weil gerade, also ich glaub jeden Sonntag, klaufe ich Marathon, also im Training, ja, so zwischen 35, 40, 42 Kilometer und am Tag danach freich dann meistens Fahrrad oder schwimmig nur. Hatest du jemals das Gefühl, dass irgendwas auf der Strecke geblieben ist? Also irgendwie in, ja, dass du irgendwas hast liegen lassen für das Laufen, für den Sport? Nein, also ich habe das können andere wahrscheinlich besser beantworten, ja, ob ich sie irgendwie vernachlässigt habe oder so. Aber ich glaube nicht, weil genau das war glaube ich auch immer so ein bisschen mein Geheimnis, dass ich den Sport nicht zu nah an mich rankommen lasse. Ja, sondern mein Leben genauso weiter führe wie sonst auch. Das heißt, ich habe nie auf etwas verzichtet. Also ich habe nicht irgendwie meine Ernährung umgestellt oder irgendwie was in der Richtung gemacht. Oder ich habe es umgekehrt gemacht. Ich habe den Sport immer drum rumgebaut. Das heißt, wenn ich irgendwie einen Termin hatte an dem Tag morgens um acht und ich wusste, okay, das geht dann bis abends weiter. Ich habe bis abends um 11, dann keine Zeit zu laufen. Dann musste ich halt um 5 Uhr aufstehen und vorher mein Training machen. Ich bin dann um 23 Uhr noch bloß gelaufen. Ja, nicht. Aber ich glaube wirklich, dass das eine gute Sache, weil viele auch, wenn ich das so höre, die fangen damit irgendwas an und immer dieses, es wird alles vernachlässigt. Es wird alles stehen und liegen gelassen, nur um diesem Hobby nachzugehen. Und irgendwann kommt denn die große Klatsche vom Partner, vom Umfeld, du kommst gleich mehr so. Es ist, glaube ich, schwer, der Welle da stand zu halten und aber eben auch durchzuziehen. Und darum glaube ich, es ist gut, wenn man so sein Weg damit findet. Darum frage ich das so. Ja, also diese ganzen Erfolge, die du dort jetzt gesammelt hast, wir haben ja schon ein paar Daten genannt, die werde ich auf jeden Fall noch mal komplett chronologisch und richtig in den Show notes schreiben. Also wer sich dafür interessiert, kann auch auf deine Homepage wenn wir auch verlinken, der kann das sich alles noch mal in Ruhe angucken. Und bevor wir jetzt gleich eine kleine Pause machen würde, habe ich noch eine Frage, die sich so ein bisschen an diese Erfolge anschließt. Und zwar hast du manchmal gedacht, dass wenn du früher angefangen hättest mit dem Laufen, mit 20 zum Beispiel oder mit 18, da hast du manchmal gedacht, dass du so denkst, da wäre noch, wäre noch einiges mehr drin gewesen, wenn ich das früher angefangen hätte. Also gab's diesen Gedanken mal oder hast du einfach mal fatalistisch gesagt, ich habe jetzt aber nun mal erst in dem Alter angefangen und das was ich daraus gemacht habe, bin ich mit zufrieden. Du hast ja schon so viel erreicht und ich glaube, wenn man jetzt so früher angefangen hätte mit konzentriertes zu machen, das war wahrscheinlich mehr drin gewesen. Ja, ich höre tatsächlich nicht zum ersten Mal, weil es ja, es war schon auf die Frage, hättest du im Fall Olympia vielleicht mal gereicht oder sowas her, wenn ich früher angefangen hätte. Weiß ich nicht, kann ich nicht beantworten, ist mir auch völlig egal, ich bin froh, dass ich erst so spät angefangen habe, weil ich hatte eine ganz tolle Jugend und ja auch eine ganz tolle, früße Erwachsensein. Ich habe es ja vorhin schon mal kurz gesagt, ich war bevor ich den Marathon auf Mallorca gewonnen habe, nicht gewonnen. Entschuldigung, da bin ich 5 da gewonnen. Da habe ich Teil genommen. Da bin ich jedes Jahr nach Mallorca zum Feiern gefahren. Ja, ich war wirklich einer von diesen Ballermann-Touristen, die du da im Fernsehen siehst, die da in die Kamera berühlen. Und das habe ich auch gerne gemacht, also ich bin feierbießt, ja, also auch da bin ich sehr austauern. Ich bin der erste, der am Träsen steht und auch der letzte, der dann da wieder weggeht. Also das finde ich natürlich sensationell und das ist vielleicht auch so ein bisschen eine Aufruf an all die, sagen ja, nee. So was wie Marathon wirklich nicht machen, weil ich will diese ganzen Sachen, die ich sonst machen, nicht aufgeben, es gehen also irgendwo in Kombination. Vielleicht bleiben ein paar Zentimeter oder so auf der Strecke dadurch. Das weiß man ja auch nicht, weil du hast es ja die ganze Zeit so gemacht, weil du wirst es also kennst gleich beantworten, wenn du das jetzt alles nicht getan hättest, ob ich dann, ob du dann noch schneller gelaufen wärst, auch eine Spekulation. Ich glaube, dass du das wirklich ein guter Hinweis ist und ich glaube, das den Spaß dran zu haben, den diesen Sport nachzugehen oder es ist ja egal, ob es Marathon ist, egal, welcher Sport. Und sich nicht selbst dabei komplett aufzugeben und einfach zu sagen, ja, ich habe aber auch, bin auch neben dem laufen und auch einen Mensch, der bestimmte Bedürfnisse an den Weg, die nie mehr haben darf. Dann macht irgendwann wahrscheinlich auch automatisch, verliebt man den Spaß an dem Laufen. Also diese Kombination finde ich spannend und so. Wenn jetzt jemanden gibt, der das in sich hat, der einfach sagt, ja, ich brauche zum Beispiels Feiern nicht, hören das ja sein lassen. Aber man muss es nicht aufgeben, um erfolgreich zu sein. Das finde ich gut. Ja, also du hattest ja, berichtet, dass dein, also der Erfolg, der sie am meisten hängen geblieben ist oder der am wertvollsten Fall, der letztendlich dieser Iron Man finishing war. Aber wenn man so viele Marathon gelaufen ist wie du, dann hat man doch bestimmt auch die eine oder andere Anikdote zu erzählen, also irgendwelche Erlebnisse, die rund um den Marathon oder während des Marathons passiert sind. Und das würde uns schon auch interessieren, was du dann auch so auf Lager hast. Ja, da habe ich tausend geschichtend oder zehn, glaube ich, weil irgendwie ist doch jeder Marathon ein Erlebnis, ja. Weil ja, jeder Marathon ist auch anders, sondern nichts ist da irgendwie gleich hier. Aber natürlich habe ich ein paar besondere, die mir besonders in der Rune geblieben sind, wie zum Beispiel mal ein Knastmarathon. Ich bin mal in einem Knast, in Darmstadt war das, den Marathon gelaufen, das heißt, sie möchtest euch das vorstellen, ein Knast ist so ein kleines Arriall. Wieso sind wir in Weiterstadt gewesen oder? Ich weiß nicht mehr. Ja, das ist auch schon mal eine große, großen Knast in Darmstadt, die der F.A. Darmstadt gesprängt hat. Ja, wir haben F.A. Darmstadt. Und da waren ja, das sind halt mehrere Gebäude, so die natürlich um Toins sind, ja. Und das war für mich ein besonderes Erlebnis, weil da wurden, glaube ich, nur 200 Läufer für zugelassen, die da drin laufen. Also 200 externe Läufer, muss man sagen, es gab auch, ich glaube, 20 interne Läufer, die das als Projekt so gemacht hatten, das die mal in Marathon laufen. Und dann läuft man durch. Nee, die hatten sie nicht, aber man ist dann zwischen den Gebäuden, da lang gelaufen, was so eine Strecke war, die ungefähr 700, 800 Meter lang war. Und die hat man dann halt öfter umrundet, ja, oder ist dann noch mal einen Wendepunkt gelaufen und da selber dann wieder zurück. Und es so auf seine 42,195 Kilometer gekommen und ich konnte den Marathon auch gewinnen. Und das war aber eine ziemlich harte Sache, weil es war sehr warm an diesem Tag und da ist dann nur beton und die Hitze staut sich da sehr drin. Also es war ziemlich hart, obwohl es natürlich genug getränke Stationen gab, weil es gab genug Personal da drin, die den Marathon helfen konnten. Und das wurde da auch richtig gut gemacht und sind auch Frauen mitgelaufen natürlich. Und man kam immer an einem Teil, dann so ein Trakt vorbei, wo die Bösenjungshintergitter waren. Also die guten Jungs. Na, ich will nicht gute Jungs nennen, aber Steuerbetrüger oder so, die delt für solche sowas gesessen haben, die durften helfen beim Marathon und haben sich da irgendwelchen Extras verdient. Aber die Bösenjungs, die hatten da halt zu irgendeiner Zeit auch mal Ausgang und da mussten die Frauen, die mitgelaufen sind natürlich sehr viele Fiffe und Ruf über sich ergehen lassen, was bestimmt nicht so schön war. Aber halt eine kleine Geschichte an die ich mich immer gerne in einer, weil es ja einfach auch für mich was Besonderes war. Und wie ich vorhin auch schon sagte, bin ich ja halbkriege und deshalb ist für mich natürlich das Besonderste überhaupt der Athen-Marathon, den ich nur auch schon öfter gelaufen bin, weil man von der Stadt Marathon nach Athen läuft. Und kann sagen, das ist ja dann der Ursprung des Marathons. Genau, der Ursprung des Marathons ja nur das Ziel ist, am Ende zu überleben, weil bei der Geschichte ist es so. Musst du die Botschaft überbringen? Genau, da musste der die Botschaft überbringen von dem Kampf, den die Athenar gewonnen haben und er bringt sie zu seinem Kaiser oder König, weiß ich nicht. Und sagt, her, wir haben gesiegt und stirbt dann. Und diese Originalstrecke, die ich läuft man halt da, das ist für mich, also gerade das erste Mal, als ich das gelaufen bin, war das Gensaute-Pur für mich den ganzen Bauf. Und dann besonders am Ende dieses 2000 Jahre alte Weiße-Mamour-Stadion in Athen einzulaufen. Leute, wenn ihr was er lieben wollt, Gensaute macht das. Okay, also wenn jetzt der eine oder andere mithört, das wird ja sicherlich so sein, der selber Marathon läuft, vielleicht nicht so ambitioniert, nicht so erfolgreich. Aber die Auswahl ist groß an Marathonstrecken, dass man da auch sagen kann, fahre man nach Athen, das ist besonderes Erlebnis. Athen kann ich empfehlen und auch für die Weintrinker kann ich natürlich auch was empfehlen. Und zwar den A-Tai-Marathon. Den habe ich auch mal gewonnen in 2024. Also es geht nicht so lange her. Und zwar wird der Sieger das Marathon in Wein aufgewogen. Ja, da wird's interessant. Ja, also wer schwerer ist, kriegt auch mehr Feind an. Aber meistens sind die Marathon Sieger so Hämpflinge, wie ich ja. Und da kommt nicht so viel rum, aber es hat sich gelohnt. Also ich wurde auf eine große Wage gesetzt bei der Sieger-Ehrung, wo auf der einen Seite Eichheit im Schneider-Sitz gesessen habe. Oder auf der anderen Seite wurden die Kisten mit Wein hingestellt. Weil man läuft halt vorher durchs A-Tai, also was ein Weinbaugebiet ist. Und da sind sehr viele Winser und die geben halt diese Sieger-Preme. Was denn hier, da wo dieses Unglück war? Genau. Das Wasser Unglück. Daher ist das A-Tai auch bekannt. Ja, sehr schön. Also für die Weintrinker haben wir auch was. Für jeden was dabei beim Marathon. So auch sonst so noch andere witzige Ereignisse oder dramatische Ereignisse, wo du gedacht hast. Oh, das ist jetzt mal wieder etwas ganz anderes gewesen. Ja, das betrifft mich aber nicht selber, aber es war beim Paris Marathon. Also es betrifft mich schon selber, weil ich dann natürlich auch mitgelaufen bin. Und am Ende auch bester deutscher werden konnte. Und da bin ich mit einer Gruppe zusammengelaufen von Läufern. Das fand nicht die Führungskruppe, also das waren Geniana, die waren weg. Ja, das ist eine andere Liga, da habe ich auch nichts zu meanen. Aber wir waren dahinter in der zweiten Gruppe. Und da ging es bei Kilometer 32, 35 ungefähr. Also ziemlich spät im Brennen geht es am Eifelturm vorbei in ein Tunnel. Und dieser Tunnel, ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich behauptet aus einfach immer, das war der Tunnel, in dem Lady Die auch verunglückt ist damals. In dieser Läufergruppe, der ich mich da befand, hör ich plötzlich hinter mir ein lautes Oh Shit. Und dann nur noch ein, wo sich im ersten Moment auch nicht was los war. Aber dann hat es mir ein Nebenläufer neben mir gesagt. Der meinte Damo, someone has a problem here. Er ist überhaupt nicht gerafft, aber dann war so, dass wohl einer aus unserer Laufgruppe rausgegangen ist, sich an die Wand gesetzt hat und, naja, sein großes Geschäft erledigt hat. Im Tunnel so geheilt und so, ja, vorher hat man ja keine Möglichkeit. Da stehen überall Leute am Rand. Und also sind Sachen, da wird nicht gern drüber gesprochen, ja. Aber auch ein Marathonläufer muss man auf Toilette. Und der hat sich da halt die Wand dann wohl so gesprenkelt. Und also das kriege ich niemals aus meinem Kopf und dieses Geräusch kriege ich nie wieder aus meinem Gehör. Ich stelle es mir so ein bisschen vor, wie bei, hier kennt ihr noch Tom und Jerry. Wie Tom, glaube ich, mit der Torte wirft und Jerry so an die Wand klatscht. Vielen Dank für die Blumen. Dabei läuft und Jerry so, die Wand runter, also so steh ich mir das Klatsche da an der Wand vor, ja. Ganz ein bisschen eklige Geschichte, aber kommt halt auch sowas, kommt halt vor, ja. Und es mir zum Glück noch nicht passiert, dass ich das große Geschäft machen musste beim Marathon. Aber, ja, andere Sachen passieren halt auch mal. Und wir hatten vorhin gesprochen über Ernährung. Und dass du da ja nicht so spezielle Pläne machst und so ein bisschen intuitiv darauf achst, was du ist. Und dann habe ich irgendwo gelesen, dass du als Tradition, dass du immer vorm Formrenn drei Honigbrötchen ist. Fünf. Fünf ist ja schon so, aber es ist ja nicht gerade langkartige Kohlehydrate, sag ich mal, dann kurz, eigentlich Sachen, die kurz verfügbar sind. Deshalb schließt sich meine Frage daran an, hattest du schon mal ein Hunger hast. Nein, hatte ich noch nie. Weil du immer rechtzeitig während des Rents dann wieder Energiezunehmens oder reichen diese fünf Brötchen aus dafür? Ja, das, das Gute ist ja, dass, dass ich nicht so lang brauche für ein Marathon, ja. Wenn man nur zweieinhalb schon läuft dafür, dann kommt man gar nicht in diesem Bereich des Hunger-Astes. Ja, das ist beim Träertlon was anderes, ja, wo man ja viel beim Iron Man halt auch mal neun Stunden unterwegs ist. Ja, da muss man schon genauer darauf achten, was man zu sich nimmt. Also, dass du jetzt während des Rents überwiegend Flüssigkeit oder auch mal in Energieriegel oder so etwas so gel oder so was nimmst du, brauchst du gar nicht. Ja, doch, also ein Gel nehme ich schon mal, oder, ja, ich versuch mich dazu zu zwingen, ja, aber ob das hier was gebracht hat bei mir weiß ich nicht. Also, ich habe auch ehrlich gesagt noch nie einen Kinyan an Gel nehmen sehen oder so. Man nimmt das halt durch Flüssigkeit zu sich auf, ja. Ich glaube manchmal, das ist so ein bisschen so ein Verkaufsding, ja, Marketing, das genau wie nach ein Marathon, ja, irgendwie ist das modern geworden, danach Akkoholfreis Bier zu trinken. Ja, Erdinger ist ja ein ganz großer Sponsor, die mich auch mal gesponsort haben, ja, das ist aber mehr Marketing. Also, ich glaube nicht vor 30 Jahren hat keiner von unserer Akkoholfreis Bier getrunken. Fritive, das hat auch nicht gespekt früher, ja, aber mittlerweile kann man es ja trinken. Okay, dann würde ich gerne wissen, ob du, wir haben jetzt ja schon eine ganze Zeit lang gesprochen, dass es ja schon relativ langer Zeitraum, die wir da rüch gegangen sind, ob du irgendwann mal gemerkt hast, dass das laufen dich als Mensch verändert hat. Ich sag mal bewusst, der Oliver vor dem ersten Marathon und der Oliver, der dann irgendwann mal, deswegen 20 Marathonläufe gewonnen hat, da hast du irgendwann so ein Punkt, wo du gesagt hast, dass du dich verändert hast oder als Mensch, also dass das irgendwas mit dir gemacht hat. Nee, ich glaube nicht. Also, ich merk halt, oder habt dadurch vielleicht gemerkt, dass man, wenn man was will, auch was dafür tun muss. Ja, das kommt nicht von alleine, das ist kein Glück, dass man gut ist in Irgendwanns oder nee, das ist ja, hartes Training. Ja, das ist ja, hatten wir glaube ich vorhin schon, es ist nicht ein Talent, das ich habe. Also natürlich auch, aber vielleicht nur zu 5% oder 10% der Rest des hartes Training. Und gibt es vielleicht, wenn du es jetzt auf allgemeinen Lebenssituationen überträgst, dass du irgendwie, okay, du hast durchs Marathon laufen gelernt, wie du eben schon sagst, das kommt alles nicht von alleine, dass du auch in anderen Bereichen sagst, okay, dass man vielleicht ein bisschen zielstrebiger, strukturierter wird, nicht so in den Tag hinein lebt, dadurch, dass man ja auch durch allein durch das Training kann man das ja geil muss, aber wir waren schon ein bisschen planen, dass da sich irgendwie die Änderung eingestellt haben. Also gelernt habe ich das ganz klar, aber Umsetzungkeit, das beandersachen auch nicht. Ja, okay, dann weißt das aber, so wie es glaube ich jeder weiß. Und wie sieht das aus mit selbstbewusstsein, also ändert sich da was, also wenn man dadurch selbstbewusst hat, insgesamt oder nur im Bezug auf die sportliche Situation zum Beispiel, das man sagt, ja, was das, was den Sport anbelang, was im Marathon natürlich selbstbewusstsein geworden, als beim ersten Marathon, weil ich habe jetzt ja nun schon mal etliche davon gewonnen. Selbstbewusst war ich glaube ich schon immer und naja, ich habe es ja vorhin schon erzählt. Selbst vor meinem ersten Marathon war ich ja selbstbewusst, sonst hätte ich in der Kneipe wohl nicht diese Aussagen getroffen. Wenn du die Frage beantworten müsstest, die ich dir jetzt stelle, ist es eher so, dass du vor etwas wegläufst oder eher zu irgendetwas hin. Natürlich was hin, da weiß ich, das kann ich ganz klar beantworten. Zu was? Da habe ich keine Antwort drauf. Okay. Also bei mir wäre es jetzt ja so, dass ich jetzt, glaube ich, wenn ich jetzt laufen würde, würde ich eher vor etwas weglaufen. Wird es so, dass du es vorhin schon mal gesagt hast, dass du nicht so jemand, bis der so in die Vergangenheit guckt oder mehr so in der Gegenwart ist. Und wenn du dir sagst, du würdest eher zu etwas hinlaufen als vor etwas weglaufen und passt das ja schon mal von dieser Einordnung her. Aber wenn du irgendwo hinläufst, dann läuft, dann ist es ja etwas, was in der Zukunft liegt. Oder meinst du eher so, ich laufe zu irgendetwas hin. Also, dass der Lauf bringt mich zum Beispiel dahin, dass ich mich glücklich fühle oder das für mich zufrieden fühle. Um etwas zu erreichen, da laufe ich hin, also nicht etwas zu fährt drängen oder hinter dir zu lassen, sondern eher so positiv besetzt. Ja, auf jeden Fall, bei dem Fall. Verklaufen bringt auch nichts. Also, ich meine, die Vergangenheit ist vergangen. Ja, daran kann ich nichts mehr ändern. Ich würde vielleicht am mancher Sachen ändern. Ja, die ich mal gemacht habe oder zu Leuten gesagt habe oder so, ja, war bestimmt nicht alles richtig. Also nur, weil ich gut laufen kann, bin ich kein Heiliger. Ja, also ich mache garantiert sehr viele Sachen falsch, ja. Aber laufen mache ich anscheinend ganz richtig. Und wenn du läuft, also du hast ja dein Trainingsperin so mal angelacht. Also, ich sag jetzt einfach mal so plakativ jeden Tag ein Halbmarathon, dann ist man ja auch schon eine gewisse Zeit. Ich würde mal sagen, anderthalb Stunden bestimmt auf der Straße, bei jedem Wetter. Und du läuft ja diese Sachen hauptsächlich alleine. So, wie ist es dann? Kannst du in der Zeit entspannen? Verarbeitest du irgendetwas, grübelst du über irgendwas nach oder denkst du gar nicht dabei? Was findet da statt in dir in der Zeit, wo du das machst? Ich glaube da kann ich sagen, dass das so die Me-Time, also das ist wirklich Zeit, die ich für mich nehme, wo ich ganz unterschiedlich was ich da auch mache. Manchmal habe ich Musik auf dem Ohr, manchmal höre ich gute Podcasts. Euren zum Beispiel, ja. Aber manchmal habe ich auch gar nichts auf dem Ohr und denke einfach nur über Sachen nach. Also andere Leute lesen in der Zeit vielleicht ein gutes Buch. Jeden Tag eine Stunde Form ins Bett gehen, das mache ich zum Beispiel nicht. Ich lese zwar auch, aber ich weiß nicht, wann ich mein letztes Buch gelesen habe. Ich lese nur noch am Handy oder einen Zeitschriften oder so. Aber früher vorm Lauf, mache ich sicherlich auch mal einen Buch gelesen. Also um das jetzt mal zum Beispiel weiterzunehmen. Und die Zeit, die andere Leute halten, Buch lesen, lauf ich. Okay. Und kostet es sich manchmal Überwindung? Also gibt es Tage, wo du sagst heute nicht? Ja, na ja, na ja, es übertrieben, aber sehr oft. Also gerade jetzt im Winter in der Wuskeilt ist raus. Ja, ich bin absoluter Sommertyp. Und für mich können es 40 Grad draußen sein, das mir egal, dann kann ich laufen gehen. Ja, aber wenn es so wie jetzt so um die Nullgrad und hat vielleicht sogar auch noch dunkel. Weil wird ja schon um 16 Uhr dunkel, ja, dann. Aber du warst ja feindlich schon von diesem inneren Schweinehund gesprochen. Also du überwindest ihn, aber hast du ja auch ein Ritual, hast du dir einen Merk-Satz? Dann sagst du, komm jetzt, es geht's los. Nein, laufend ist halt mein Ritual. Also das gehört halt dazu jeden Tag. Es ist genauso wie ich jeden am Vor- ins Bett gehen mir die Zähneputze. Das kotzt mich auch oft an. Ja, gerade wenn ich so richtig müde bin und auf dem Sofeier schon eingenickt bin. Ja. Und dann muss ich aber erst noch ins Badezimmer und mir die Zähneputze und so. Würde ich auch am liebsten drauf verzichten, mache ich trotzdem. Und genau so ist das mit dem Laufen halt auch. Ja, okay. Aber es ist nicht jedes Mal so. Also es ist schon so, dass du Großteil auch einfach sagst, so jetzt freue ich mich aufs Laufen. Also ich sehe mir so vor, weißt du, es ist immer für mich die Frage. Wenn ich jetzt zum Beispiel montagstennis-Training habe und das fängt um 19 Uhr an, dann gibt es Tage, wo ich sage, oh, voll geil, ich hab nachher noch Tennis-Training. Und dann gibt es Tage, wo ich sage, oh, jetzt musst du halt noch zum Tennis-Training. Weißt du, wie ich meine, also das ist eine öfter Schilzlage ist. Das ist also bei dir auch so, dass es Tage gibt, wo du hier oft richtig drauf freust. Ja, kaum erwarten kannst, dass es losgeht. Und andere Tage, wo du sagst, ja, ich hab halt Training, mache ich das jetzt halt. Genau, und an dem Tagen, wo ich halt nicht gut drauf fände und nicht gerne trainieren möchte, da versuche ich mich daran zu erinnern, wie es nach dem Training sein wird. Und das kannst du mir vielleicht beantworten. Wie ist es nach dem Tennis-Training, auf das du kein Bock hattest? Ja, genau. Das ist ja, dass man fühlt sich dann besser. Genau. Das ist ja genau die Geschichte, die, ja, auch wenn man sag ich mal dazu neigt, gerade in den Wintermonaten auch mal so melancholische Verstimmungen zu haben, dann muss ich sagen, das hatten wir auch in einen letzten Fallen, auch gerade erst festgestellt, dass das dann immer ein guter Tipp ist. Also man fühlt sich zwar nicht, man hat nicht unbedingt Lust dazu, aber wenn es da einfach macht, dann kommt es schon nach den ersten fünf Minuten, dass man sagt, auch gut, dass ich hingegangen bin. So, weil eigentlich tut es mir gut. Genau. Genau, der Punkt danach fühlt man sich immer besser. Ja. Ich hab es auch schon mal bei dir den Gedanken ganz aufhören. Ja, den gab es schon sehr oft. Also gerade wenn eine Verletzung wieder da ist, ja, weil dieses Rang kommen und wieder auf das alte Niveau kommen, ist sehr schwierig. Und mittlerweile schaff ich es auch nicht mehr. Also ich bin jetzt, wird die nächsten Monate, welch 50, ja. Da be ich natürlich nicht mehr so fit wie mit Mitte 30 oder Anfang 30. Also möchtest du schon die Unterschiede, dass du mehrere Generationen brauchst. Und dann viel Verletzung. Und da ist die dann mein wegen zwei, drei Wochen anhält oder vier Wochen, dass du dann in der Zeit mehr Abbaus als du es noch vor 15 Jahren getroffen hast. Genau. Das merkt schon. Und vielleicht das auch einen Punkt, jetzt wo ich vorhin von meinen ganzen Zielen, die ich dann irgendwann erreicht habe, erzählt habe, fällt mir natürlich auch auf. Ich hab keine Ziele mehr. Ja, das ist zwar schade, ja, aber es ist nun mal so. Ich hab auch keine Gänsehaut mehr, wenn ich irgendwo an der Startlinie stehe oder als erster durchs Ziel laufe oder so. Das war mir am Anfang natürlich super wichtig. Mein ersten Pokal, den ich gewonnen habe oder mit der hier, die ich gewonnen habe. Das war natürlich was Besonderes. Und jetzt fliegt das sofort in die Ecke oder auf dem Dachbohnen. Und hast du dann auch mal irgendwann das Gefühl gehabt, dass diese ganze Lauferei in diesem massiven Ausmaß, also für dich ist vielleicht gar nicht so massives Ausmaß, aber für die Leute, die vielleicht so joggen gehen. Ich finde es ja immer, dass euch Michael jetzt auch gesagt, wenn ich natürlich wie immer mit dem Auto zur Arbeit fahre, die Landstraße hier entlang, dann sehe ich ja verschiedenste Leute laufen. Und ich sehe mal schon von weiten, dass du da leufst, weil du leufst anders als alles. Und dann kann schon von der ganzen Körperhaltung und natürlich auch von der Geschwindigkeit, kann man das erkennen. Und wenn ich dann so andere Leute sehe, wie diese dann den Fahrradweg entlang schleppen auf ihren Trundschuhen. So, das finde ich schon extrem, diese Unterschiede dazu haben. Ja, wobei man sagen muss, schön laufen heißt nicht unbedingt schnell laufen. Also, ich finde, wenn ich mich selber auf Videos sehe oder so, ich finde, ich habe einen ganz schrecklichen Laufstil. Es gibt Leute, die haben ein viel schönerin. Deshalb habe ich eben auch Schiefer da reingerufen, weil ich laufe sehr schief. Die eine Schulter hängt bei mir ein bisschen. Das weiß ich auch, aber das kann ich halt nicht ändern und so. Und daher ist es anscheinend trotzdem effektiv. Und was ich einfach, worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist, wenn man das jetzt schon von weitem sieht, da ist jemand anders als alle anderen und der läuft jeden Tag da sein Halbmarathon. Gibt es da auch so eine Art Suchtkomponente dabei? Ja, ich denke schon. Also, es ist haus sucht es oder? Ja, doch, wenn ich einen Tag nicht laufen war, was echt säten vorkommt, dann fühle ich mich nicht gut an dem Tag. Und dann ist das Tochner sucht. Und das macht dann auch, was mit deinem, also versucht es mir genauer zu beschreiben, was das mit ihr macht, also das allgemein befinden, dass du einfach eher überlau nicht bist oder gereizt oder dass du, wie äußert sich das dann? Andere Leute sagen, dass es so ist, dass ich dann unaufstilig fährde oder unerträglich so. Also wenn ich meistens ja, wenn ich verletz bin, irgendwie ein mehrere Tage oder Wochen nicht laufen kann, dass ich dann halt sehr. Und steigert sich das dann in der länger die Verletzung ist oder ist das in den ersten Tagen besonders schlimm? Es ist, glaube ich, an den ersten Tagen schlimmer. Irgendwann setzt auch dann so eine Gewohnheit ein, oder? Ja, das könnte man sagen, dass das fast so eine Art so jetzt setzt sich das ab. Jetzt setzt sich die Droge ab. Jetzt habe ich erst mal ein bisschen paar Tage in Zugserscheinungen. Und dann, nachdem jetzt diese Entgiftung durchgeführt worden ist, pendelt sich das wieder auf so ein normales Niveau ein. Ja. Ich finde, das ist ja durchaus möglich. Also, dass sich so verhält, ich kann mir das schon vorstellen, dass dann, wenn man das etwas immer macht, das einem das dann fehlt. Es macht ja auch was mit dem Körper. Der Körper läuft ja auf einer ganz anderen Stoffwechsellage, wenn du diese Sport, wenn du dann das nicht machst. Ja. Dann fehlt dem Körper einfach irgendwie die Bodenstoffe oder was auch immer. Okay, süchtig. Mhm, bestimmt, aber ich denke halt, das ist immer noch eine gute Sucht. Ja, natürlich. Ja, natürlich, natürlich. Ich habe auch eine Keksucht. Ja. Da werde ich auch unaufstehlich, wenn ich irgendwie drei Tage hintereinander keine Keksumär essen kann. Ich habe das mal ausprobiert, ja. Also gerade zur Fastenzeit versuchen meine Partnerin und ich immer irgendwas zu machen, dass wir ja die sechs Wochen oder acht Wochen keinen Autofahren haben wir mal gemacht oder dass wir kein Fleisch essen, hatten wir auch schon. Ja, und einmal haben wir es probiert mit, dass ich keine Kekse essen. Geschacht. Da habe ich nach drei Tagen klicklich gescheitert. Scheiße. Schau ich. Was sind deine Lieblingskekse? Ich ess alle. Alle. Die müssen knuspanen. Ja, das ist Spekulatios, mag ich. Das sind ganz vorne. Also ich bin einer von denen, die die wirklich im September kaufen, wenn sie zum ersten Mal im Supermarkt erscheinen. Mit. Okay. Okay. So. Wir wollen dich jetzt ja auch nicht zu sehr überstrapazieren, aber ein, zwei Sachen würde mich nur interessieren. Nur mal so eine Idee dazu, würdest du auch noch laufen, wenn du nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen würdest. Beziehungsweise anders rum, wenn es keine Wettkämpfe mehr gäbe. Ja, aber garantiert nicht so intensiv. Also das schon auch das, also ein Antrieb ist auch immer so dieses, ja da ist an diesem Jahr ist der Wettkämpf geplant und dann ist der. Ja, ja. Das Ziel, das schon, das Ziel spielt eine große Rolle für die Intensität auch. Ja. Ansonsten würdest du wahrscheinlich einfach nur für dich so laufen. Genau. Das ist für dich ein ganz normaler Jocker wie. Du und ich voll dich grad sagen, aber mehr wie du. Und dann noch eine Vorletzte frage, hast du so ein bisschen manchmal nicht mal Angst vor dem danach, wenn du also aufhörst zu laufen. Also so zu sehen, sozusagen vor deinem dritten Leben. Also leben vor dem Laufen. Jetzt das Laufen. Du bist ja noch mitten drin. Und irgendwann kommt der Punkt, wo das Laufen nicht mehr ist. Weil du irgendwie in den Jahren körperlich das nicht mehr machen kannst oder weil du einfach schweren Herzen sagst, ich höre jetzt auf. Also macht dir das manchmal ein bisschen Angst. Nein, überhaupt nicht. Weil das ist ja nicht mein Hauptlebensinhalt das Laufen. Also es gehört zu meinem Leben dazu, aber das Zähne putzen gehört auch zu meinem Leben dazu. Und ist manchmal so der Gedanke an so Laufrente. Also dass du sagst, ja, ich habe jetzt das und das. Und irgendwann bin ich in Renn das manchmal auch, dass du dich dabei etabst, freust dich manchmal auf dem Punkt, wo du sagen kannst. Also jetzt, ja, aber da bin ich ja eigentlich schon angekommen. Also nachdem ich meinen Frieden geschlossen habe mit dem Austauschport als ich den besagten Iron Man auf Hawaii, da geschafft hatte. Und selbst danach habe ich noch mal ein Iron Man in Hannover gewonnen. Ja, das war natürlich auch noch ein Ziel, das mir fehlte. Also mal ein als erster durchs Ziel zu laufen. Da hatte ich dann abgeschlossen und ab dem Moment und das war 2018. Und dem Moment fühle ich mich eigentlich schon wie ein Laufrentner. Weil ich gewinn auch keine großen Dennmeer. Also fällt meister, werde ich nicht normal. Okay, Laufrentner sauber. Aber Laufrentner meint ich ja mit dem Laufrent. Also dass du nicht mehr, gar nicht mehr läuft. Dann gar nicht mehr laufen wird's nicht geben. Ich werde weniger laufen, aber. Ja, später dann mit so Blator gefahren. Ja. Okay, dann. Ich hatte jetzt noch eine Abschlussfrage. Ja, erzählt auch mal von euch. Wie sieht denn eure Laufkarriere aus? Also, die sieht. So. also meine. Nein, also. Ja, das muss ich wirklich sagen. Wir haben vorgesprichert und gesagt, ich hasse laufen wie die Pest. Trotzdem mich total begeistert von dem, was du uns ja heute erzählt hast. Ich bin. Ich lasse mich immer begeistern, wenn Leute so für irgendwas brennen. Und vor allen Dingen diese Sache, dass man da nicht hineingeboren wird. Das können wir sagen. Ich bin auch, wenn man jetzt mit wahnsinnig viel Talent für irgendwas ausgeschadet ist. Am Ende sieht immer die Leidenschaft oder die Disziplin und die Bereitschaft und dieser Durchhalte willen. Ich finde das einfach wahnsinnig beeindruckend, das so zu machen. Und ich. Wie gesagt, ich hab das eigentlich was Sport anbelangt. Ja, weiß ich nicht. Ich hab gewissen Ehrgeiz schon. Aber bei mir ist es eher so. Ja, so wie Jan Ulrich früher. Ich kann ein halbes Jahr durchziehen. Volle Pule. Bis ich ein bestimmtes Ziel erreicht hat. Hab. Also für sich 10 kg abgenommen oder bessere Ausdauer beim Tennis spielen. Und wenn ich dieses Ziel erreicht, dann knickt das irgendwie weg. Und ich hab heute die. Auch wieder sagen wir immer wieder, wenn wir unsere Podcasts aufnehmen. Wenn ich selber als Podcast oder Meike. Wenn ich selber was mitnehmen kann. Also wenn ich so eine Erkenntnis habe, ich sage es okay. Ich werde das dieses Mal anders machen. Ich werde nicht mehr so mich da reinsteigern. Sondern ich werde einfach sagen, jeder Tag, wo ich irgendwas trainiert habe, am Anfang erst mal ein guter Tag gefesen. Oder muss es nicht ein besonderes. Muss nicht ein besonderes Umfang haben oder eine besondere Intensität haben. Weil das führt sonst dazu, dass ich zwar wahnsinnig durchziehen kann, bist du dem Punkt. Aber ich das dann erreicht ja nämlich keine Lust mehr. Aber ich muss irgendwie so machen, dass man immer weiter machen kann. So meine Erkenntnis für heute. Ich habe auch eine Laufkarriere. Ja, zähm er. Sie dauerte vier Jahre. Das fand ich vier Jahre, wo ich nicht gelaufen habe. Ja, richtig, genau, da sag ich meine Chance. Nee, ich hab das damals mit. Ich hab 'ne. - Ich hab 'ne. - Ich hab 'ne Vorwette, warte. So du gesagt, das ist der. - Die Frau, Form, ja. Nee, auf gar keinen Fall. Mein Ziel war es nie an irgendwelchen Wettkämpfen teilzunehmen. Das ist überhaupt nicht meinst. Ich mache mir viel zu viel Druck. Ich hab überhaupt gar keinen Spaß an Wettkampfgeschichten. Für 'nen Miesentennis-Promot-Spieler ist schon 'ne Mannkampf. Ich hab das wirklich geliebt, dass ich das gerne gemacht hab. Aber ich hab immer gesagt, ich kann das gar nicht. Ich hab keine Ahnung, wie drei Meter schaffe ich nämlich kaputt. Und dann hatte ich 'ne Fitness-Trainerin. Und die hat damals, zu mir gesagt, meike, bei allem, was du gerade so durchmacht, und bla, gehe laufen, wird dir gut tun. Einfach so für die Seele und so. Und hab gesagt, ja, laufen, was. Kann ich gar nicht. Ich mach das mit dir. Und dann haben wir uns da getroffen. Wir sind hier ein Weih, um diesen Mühlenkampfseh da. Und dann hab ich so, ja, okay, nicht da dreimal rumkomme. Mit achem Krach, dann bin ich ja schon froh. Und dann hat die immer mich korrigiert. Ich hab immer gesagt, langsam, arme, ruhig. Halt dich hier vorne an der Jacke fest und hat mich so begleitet. Und dann hab ich acht Runden geschafft und du hattest stolz. Und dachte so, äh, wie gut. So, und dann, ja, auch direkt los, vernünftige Schuhe. Was keine vernünftigen Schuhe waren. Aber in meinem Kopf oder in meinem Gefühl waren's. Die später wusste ich, dass war der größte Müll. Aber, ja, dann bin ich eigentlich dreimal die Woche. Hab ich das gemacht. Ich bin immer langsam angefangen. Irgendwann waren's in so die ersten 5 Kilometer ohne völlig kaputt zu sein. Und dann bin ich irgendwann immer, weil ich mich nicht weitergetraut hab. Ich bin hier bei mir um den Blog. Weil ich dachte, dann kann ich jederzeit zurück, hab's nicht mehr so weit. Und dann waren schon irgendwie 7,5 Kilometer. Hab ich gesagt, du bist noch voll fit, gucken, ob du 10 schaffst. Und dann bin ich das erste Mal 10 Kilometer getrockt. Auch stolz wie Bolle natürlich. Und dann hab ich mich immer getroffen mit dem Kumpel. Da hatten wir den Hund immer mit und so. Und dann sind wir, also dreimal die Woche 10 Kilometer getrockt. Ohne das mir gar nicht losgelaufen. Das waren -6°, das hat geregnet. Es war abends um 11, es war morgens um 5. Es war völlig egal, aber ich musste das machen. Dann war ich alleine mit der Toli. Und hatte einfach, die war vier Jahre alt. Die kann ich nicht abends alleine lassen. Dann hab ich auch noch viel gearbeitet. Da bin ich dann nur noch jedes zweite Wochenende mal losgegangen. Und dann bin ich dann zum Crossfit gejoggt. Also es sind dann irgendwie auch 8 Kilometer, dann das Wirkaut durchgezogen und dann wieder zurück. Da war ich schon auch fit, das war auch super viel Spaß gemacht. Aber ich konnte nicht mehr so oft, wie ich wollte. Und dann hat's mir auch gefehlt. Und dann, so, ja, irgendwann hab ich nur noch Crossfit gemacht. Und dann noch Sport immer mit einem Gang nicht mehr laufen gegangen. Ja, start aber noch mal durch. Okay. - Genau, Michael. Das, was du schildest, ist eigentlich prädestiniert dafür. Hast du ja vielleicht mal Marathon zu laufen. Na ja, das kann ja erst mal mit einem halben Anfang. Ja, aber ist sicher, wenn jemand, also ich glaube, wenn jemand überhaupt schon mal die Voraussetzung ist, das ist ja gerne läuft. Dann hast du ja schon mal die Voraussetzung dafür zu sagen, okay, gucken, was geht, ich kenne dich ja langsam steigern. Das, was ich meinte. Da passt eigentlich ganz gut dazu meine letzte Frage. Wenn du noch welcher Hass kannst du gerne auch noch stellen. Wenn jetzt Leute, das ihr gehört haben, also ich bin ja auch jetzt spürig irgendwie in mir so eine Energie. Was ich sage, so, das hat mir gut getan. Gerade Anfang des Jahres haben Leute ja auch, wie du vorhin schon sagst, dass sie Fitnessstudie sind voll. Die Leute haben feste Vorsätze oder gute Vorsätze. Wenn jetzt der ein oder andere oder hier zuhört und sagt, so, oh, jetzt fiese ich auch laufen. Und ich möchte auch, weil mir das so gut gefallen, ich möchte auf einen Marathon irgendwann laufen. Was würdest du jemanden, der diesen Gedanken hat empfehlen, wenn er anfängt, dass er am Anfang vielleicht den einen oder anderen Fehler vermeidet, das wäre vielleicht ganz spannend. Ja, so, erst mal, muss man, wenn man einen Wettkampf laufen will, nicht unbedingt mit einem Marathon anfangen. Ja, es gibt genug 10 Kilometerläufe oder halb Marathon oder auch nur 5 Kilometer. Ja, jetzt startet im Bremen die Winterlauf-Serie. Das kann man z.B. erst mal mitlaufen, ja. Aber erst mal dafür trainieren. Also, das Training wirklich, wenn man von 0 kommt, das hängt natürlich immer davon ab, von welchem Level man kommt. Ganz langsam. Von 0, ja, dann würde ich erst mal mit eine Minute laufen, eine Minute gehen, anfangen. Und das acht Mal wiederholen. Dann Tachpause machen. Und am nächsten Tag dann an der Halbminuten laufen und eine Minute gehen. Ja, da auch wieder acht Wiederholung. So und so, dann langsam steigern. Und das ist halt das Wichtige daran, die Kontinuität. Das ist ja eigentlich bei allem, was man macht. Das ist das, das entscheidende, ja. Es ist nütznächst, das jetzt für 3, 4, 5 Wochen zu machen und da wieder sein zu lassen, ja, sondern ich mach das seit 25 Jahren, laufe ich, ja, bis auf diese vier Jahre Pause. Und von daher habe ich das natürlich, ja, mir eintrenniert, das für mich das natürlich nix ist, ein Halbmarathon zu laufen. Ja, oder nur anderthalb Stunden dauert. Aber das kommt ja auch nicht einfach so. Also lieber langsam anfangen. Ja, und sich zweiter machen, nicht jetzt irgendwie. Ich zieh mir meine Laufschuhe an und laufe so, beim ersten Mal gleich so weit, wie ich irgendwie krein. Nein, macht nicht diese Empfehler, die ich gemacht habe. Sagt nicht, ich will in einem halben Jahren Marathon laufe. Das ist nicht gesund, nicht gut und verdübt euch auch den Spaß daran. Genauso wie es mir auch den Spaß daran verdorben hat. Deshalb habe ich ja vier Jahre nicht gelaufen danach. Ja, mittlerweile gibt's halt das Internet, da kann man ganz einfach eingeben bei Google Trainingsplanen für 10 Kilometer laufen. Bums, da hat man dann 20 verschiedene Pläne, die man machen kann. Mhm. Und die sind dann auch so für Anfänger gestaltet, dass das passiert, dass die Leute nicht. - Ja. Genau, dann muss man da hinterschreiben, Trainingsplan für 10 Kilometer für Anfänger, ja, dann kriegt man so einen Plan. Und die sind alle in Ordnung, ob da nur steht, anhand halb Minuten laufen oder eine Minute laufen. Und dann Minutepause ist im Endeffekt egal, wenn man das über acht Wochen macht oder so, dann ist das schon vernünftig. Also gar nicht so sehr nach sozusagen ein Kilometer laufen. Und dann, was fast ich 200 Meter gehen, sondern wirklich mehr gar nicht so auf gucken, wie weit bin ich eigentlich gelaufen, die langen Zeit. - Ja, genau. Dass ich jetzt. ja, okay. Hast du eine spezielle Atem-Technik, wenn du leuchst? Nein. Nicht mehr, also ich kann mir auch daran erinnern. Früher hatte ich auch mal Seitenstiche und so was. - Ja. Das beschäftige mich seit zwei Jahren halt nicht mehr, weil irgendwann geht das weg, aber jetzt voller Anspruchs stimmt, hatte ich auch mal Probleme mit, aber. Also der Erfahrung habe ich gemacht, wenn ich mit jemandem laufen gegangen bin, durch die Bank weg, am alle irgendwann, ich hab solche Seitenstiche und so, ne? Ich hab immer, mein Rhythmus war so drei Schritte ein, drei Schritte aus. Drei Schritte ein, drei Schritte aus. Und also so wie das auf meine Schrittlänge dann passt, ne? Das hat bei mir immer ganz gut funktioniert. Ja, vielleicht hilft da wirklich einfach Musik zu hören, oder so, weil dann vergisst man das Atmen. - Ja. Also es wurde am Anfang, weiß ich auch halt mich noch damit beschäftigt, ob ich nur durch den Mund einatme oder Nase ausatme oder umgekehrt oder beides, oder wie auch immer ein. - Ja, nur die sich doch gleichmäßig. Okay. - Eigentlich, ja, es ist egal, wie man atmet, irgendwann für Zeit. Du denkst ja jetzt auch nicht darüber nach, wie du atmetst, ja. Nur wenn ich mit jemandem laufen und der hat so dann überleg ich, wie mache ich es dann. Ja, ja. - Und zu schnell loslaufen, kann ich auch, bei den meisten ja wirklich. - Das ist ja klassiker, ja. Das ist oft wenn bei so kurzen Läufen, also ich lauf ja nicht nur Marathon, sondern habe auch unzählige Wettkämpfe schon über kürzere Distanzen gemacht, kürzere Strecken und wenn man grad, wenn man 5 Kilometer läuft, hat laufen manchmal Kinder mit und da ist es halt auch immer dasselbe, dass die die ersten 500 Meter so nach vorne ballern, ja. Aber für gut länger als 500 Meter halten die das nicht durch, ja. - Ja. Ja, also für die, die jetzt damit anfangen möchten, das ist ja schon mal ganz gut, fang nicht zu schnell an, setzt euch auch Ziele, die ja reichen könnt, und dann zieht er erst mal einfach durch, also einfach jeden Tag schuhe an und laut, weil das ist ja auch das Schöne, du kannst es überall machen. Es kostet gar nichts, außer deine Zeit. - Ja. Und das ist so, finde ich, gut investierte Mietheim, wie du sagst, gerade wenn man irgendwie einen stressigen Alltag hat oder irgendwie genervt ist, gestresst ist, finde ich, ist das ein super Ventil. Und wenn man dann auch noch eine Technik an der Hand hat, also eben oder so Anfängerfehler vermeiden kann, dann schafft man es vielleicht. Ja, Oli, wie sieht es aus, hast du noch irgendwelche Fragen oder was du loswerden möchtest? Irgendwas, auf deinem, auf deiner Liste steht, die du da hast, also wie gesagt, wenn wir irgendwelche voran diesen, wir konnten natürlich jetzt auch gar nicht alle Erfolge aufziehlen in der Kürze der Zeit, wie gesagt, nachzulesen auf deiner Homepage, die wir verlinken werden und auch ein chronologischer Reihenfolge, wenn du mir das noch mal zukommen lässt, wenn den Show notes zu sehen und ja. Also, ich fand das Gespräch sehr interessant und mir das sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass es dir auch so ging, was ja am Anfang gesagt das schon oft interviewt, und es ist natürlich auch so, dass dann die eine andere Frage wahrscheinlich dabei, die du schon öfter gehört hast und trotzdem habe ich schon das Gefühl, dass derjenige, der jetzt zugehört hat und so ein bisschen was über dich auch speziell kennengelernt und nicht nur über Marathon, sondern auch über dich als Mensch, deine Einstellung dazu und dich als Mensch und ja, das finde ich schön. Ja, ich hoffe natürlich dadurch, dass ich jetzt heute bei euch hier war, nicht nur, weil wir in den Abend hatten, sondern auch was zu erreichen, ja. Und da ist mein Ziel halt, dass egal wer diesem Podcast hört, geht laufen, macht was. Also ihr könnt dabei auch prima diesen Podcast hören, ja, es geht mache ich auch immer. Und, Koma, das ist das auch schön, dass du das sagst, weil wir sagen immer, wenn wir jetzt ein bisschen das Thema, wenn du ein einziger dabei ist, von denen die das hört, dass wir jetzt hier uns darüber unterhalten haben, dass du jetzt hier heute unser Gast war, jetzt ab morgen regelmäßig das Laufen beginnt, nur ein einziger, dann wäre es ja schon Erfolg. Ja, auf jeden Fall. - Ja, ich kann es genauer. Genau. - Ja, vielen Dank und viel Erfolg vor allen Dingen für die nächste Zeit. Doch eine Sache haben wir noch, die kannst du aber auch, wenn dir die jetzt nicht spontan einfällt, nachreichen, wir haben parallel zu dem Podcast, auch hat der Podcast eine Musikplaylist. Und wir packen da immer zu bestimmten Themen, Lieder drauf. Und wenn Gast da, so ist der zweite Gast, aber der Elektro-Pastur hat auch spontan Lied draufgepackt. Und vielleicht hast du auch ein Lied auf Lager, was du draufpacken möchtest. Ja, ich hab sogar mehrere Lier, wir haben ja ja so spontan rein, aber ich ein bisschen kenne ich euch ja. Also ich weiß, die zwei wollt ihr nicht von Helene Fischer haben, glaube ich. Helene Fischer, das wunderbare Lied Marathon natürlich. - Natürlich. Okay, das bankt mir natürlich da sofort drauf, liebe Grüße an Stefan, der wird sich freuen. Dann ist es da ja natürlich auch wieder für dich Stefan von Helene Fischer atemlos. Passt natürlich auch zum Laufen, nein, aber jetzt ernsthaft. Ein Lied, was mich mal oder zwei, die mich eigentlich begleitet haben, so ein bisschen, ist das von Rocky Theme, heißt das, glaube ich. - Ja, ich weiß nicht, ich kann es nicht vormachen. Ja, voll gut, ich weiß nicht, was du meinst. - Du weißt, was du meinst, Parkes drauf, ja. Und noch eins, hätte ich gerne, das fand ich auch immer, weil das mich so geketst hat, irgendwie, weil ich da auf den Text so höre, es ist das gute Eide Pokémon Lied. Und wenn man Pokémon austauscht gegen Marathon und sich das vorsinkt, hört man auf den Text, ja, es geht los mit, du kannst es schaffen. Und sie sind vor dir, Schnapsidier und so, egal bei einem, was du auch tust, Schnapsidier. Ja, und ja, das hatte ich mir so, wenn ich Leute vor mir hatte am Laufen, weil ich gedacht, verdammte Axt, die schnappe ich mir. Ja, sehr schön. Ich hab jetzt spontan, nein, die. Ich pack eins von Linken, packt auf den Titel, muss ich nachreichen, aber das hab ich immer beim Laufen gehört. Das hab mich sehr motiviert und dann gefeuert und hatte mir so eine Kraft ausgelöst. Ja, bei mir ist es eher so, wenn ich Sport mache, oder rodern oder irgendwas mit zum Rhythmus zu tun, dann hör ich gerne Hausmusik, weil die immer so ein gewissen Rhythmus hat, dass diese Beats per Minute sozusagen darf nicht zu schnell sein bei mir. Dann komm ich da nicht mit. Also Techno kann es nicht sein. Aber so Haus, so 120 Beats per Minute, das ist so etwas, was ich gut beim Sport hören kann, kann ich ja einfach auch exemplarisch mal ein Song da drauf machen, den ich immer gerne höre beim Sport und nicht beim Laufen drück. Ich hab dann noch eine Frage, wo findet man in eure Playlist überhaupt? Das ist ein guter Hinweis, wenn du bei Spotify zustande nach Teilriptur eingebst, dann müsstest du eigentlich, dann klickst du auf Playlist. Nicht auf Podcast und auf Playlist, dann müsst du also bei Suche, dann müsstest du eigentlich da hingeleitet werden. Ansonsten kann ich dir gerne den Link auch noch mal schicken oder den auch noch mal in die Show notes stellen. Da sind nämlich jetzt schon etliche, das ist schon die ganze, die ganze Fahrt nach Frankfurt haben, wenn diese Playlist mal lang gehört, weil da sind auch, da ist es auch so, da sind natürlich Lieder drauf, die wir persönlich gut finden, aber manchmal einfach auch Lieder, die zu dem Thema prass und das ist eine wilde Reise, diese Playlist. Du kennst das Lied von Anna und Elsa? Nein. Ja, ja, das ist ja klar. Ja, okay, das hab ich übrigens auch mal gehört, das ist ja "Let it Go", ne? Das hab ich auch mal beim Marathon gehört, dass ich meine Partnerin gesagt hatte, hier bitte begleite mich auf dem Fahrrad und habe eine Box hinten drin und hatte sie eine Musikbox hinten dran und da macht ab Kilometer 35, weil ab da wird schwer beim Marathon, lasst da bitte "Let it Go" laufen. Ja, und dann ist das schon da drauf. Sehr gut. Ja, wunderbar. Dann würde ich sagen, vielen Dank und wie gesagt, viel Erfolg in Zukunft und wir hören uns nächste Woche. Tschüss. Tschüss. (Musik)

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