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#37 - Motivbasierte Führung im Fußball - Teil I

34m 9s

#37 - Motivbasierte Führung im Fußball - Teil I

In dieser Podcast-Folge von „Coach to Coach“ diskutieren die Gastgeber mit den Gästen Anna Faghi Afgani, einer Sozialpsychologin und Führungsexpertin, sowie Leo Jonathan Tessmann, einem ehemaligen Nachwuchsspieler und Sportwissenschaftler, das Thema motivbasierte Führung im Fußball. Beide haben sich zum Ziel gesetzt, diesen modernen Führungsstil im deutschen Nachwuchsfußball zu etablieren und haben dazu eine gemeinsame Firma gegründet. Leo teilt seine persönliche Geschichte: Er spielte jahrelang in Leistungszentren, verlor jedoch mit 20 Jahren die Freude am Fußball und brach seine Karriere ab. Erst durch die Motivdiagnostik erkannte er, dass fehlendes Bewusstsein über seine eigenen Motive, wie sein starkes Neugier-Motiv, zu diesem Dropout führte. Anna ergänzt, dass sie durch ihre Arbeit in der Wirtschaft und als Mutter von drei fußballbegeisterten Söhnen die negativen Auswirkungen autoritärer Führung am Spielfeldrand erlebte und beschloss, wissenschaftlich fundierte Methoden in den Sport zu übertragen. Die Kernbotschaft der Folge ist, dass Trainer jeden Spieler individuell führen sollten, statt alle gleich zu behandeln. Dies erfordert eine genaue Kenntnis der motivationalen Antriebe der Spieler, die durch Diagnostik erfasst werden kann. Trainer neigen dazu, aufgrund eigener Motive zu homogenisieren und bevorzugen unbewusst Spieler, die ihnen ähnlich sind – ein Verhalten, das andere Spieler in ihrer Leistung beeinträchtigen kann. Motivbasierte Führung ist daher kein Luxus, sondern entscheidend für die Performance und Gesundheit im Leistungssport.

Transcription

4999 Words, 31565 Characters

German
Wir haben im Wald besitzt und wir in eine Dreierkette abgekippt mit dem asimitrischen links verteidiger und im breit ziehen in linken Zähner. Das alles bla bla bla bla, ist das doch! Die Drehne in der Bundesliga. Sie nicht die Mülleimer von allen Menschen hier. From Coach to Coach, der Fußballtrainer podcast. Hello liebe Coaches. Heute habe ich mal ein Thema mitgebracht, was euch alle betrifft. Egal ob, Bambini oder aktiven Trainer Chefkotch oder Betreuer. Jeder Trainer muss führen auf seine eigene Art und Weise. Früher lief das Ganze vor allem über Autorität. Doch zum Glück muss man sagen, ist das heutzutage nicht mehr der Regelfall. Es gibt unterschiedliche Führungssiegel und ein nicht ganz neuer, aber äußerst moderne Ansatz ist der der motivbasierten Führung. Und natürlich habe ich mir dazu wieder Expertise eingeholt, weil ich davon erst vor wenigen Monaten erstmals gehört und gelesen habe. Und da war ich aber ehrlicherweise ziemlich geflächt. Und weil das Thema so umfassen wie wichtig ist, kommt heute zu einem von Coach to Coach Novo, muss man schon sagen. Denn erstmals habe ich zwei Gäste gleichzeitig eingeladen. Und das hat natürlich auch ein Grund. Denn beide haben sich zu Agenda gemacht, dem motivbasierten Führungstil im Fußball, vor allem im deutschen Nachwuchsfußball bekannter zu machen und haben dazu auch eine eigene Firma gegründet. Anna Faghi Afgani ist sozialpsychologische Motivdiagnostikerin und Führungsexperte und sagt, als Führungskraft im Sport zu lernen, sich motivbasiert, selbst zu führen, hilft zu unterscheiden, welche Führung das gegenüber braucht, um Hochleistung zu erreichen und nicht ausversehen, seines Potenzials beraubt zu werden. Herzlich willkommen, Anna. Hallo, vielen Dank für die Einladung. Gerne gerne. Und der dritte hier im Bund ist Leo Jonathan Tessmann, Fußballexperte, Sportwissenschaftler, medizin- Student. Und Leo ist davon überzeugt, gesund Leistungssport zu betreiben, ist möglich. Der Startpunkt dafür ist das Bewusstsein über die eigenen Motive. Herzlich willkommen, auch an dich, Leo. Hey, auch ich bedanke mich für die Einladung. Ja, nicht dafür. Ich habe es ja schon angetätet. Ein spannendes Thema, ein ausufandes Thema wahrscheinlich auch, dem wir nicht nur diese Folge, sondern auch die nächste Folge wird man um einem wirklichen Deep-Dive in diesen Führungstil zu machen. Wie gesagt, in ihr euch ja auch zur Agenda gemacht habt. Für mich so das spannende eigentlich dabei, neben dem Thema, was bedeutet das, motiv basiert zu führen. Auch warum brauchen wir das? Leo aus deiner persönlichen Sicht, warum ist dieser Führungstil so wichtig? Warum bist du selbst dazu gekommen? Ich habe mich in den letzten Jahren viel mit meiner eigenen Spieler Karriere beschäftigt. Ich habe ganz viele Jahre in den Leistungszentren von Hertha B.S.C. und Hansa Rossa gespielt. Und habe lange träumen dürfen, vom Fußball oder vom Fußballprofi, genau. Und ich habe dann mit 20, nachdem ich ein Jahr im Männerfußball gespielt habe, habe ich einfach aufgehört. Und ich war so ein klassischer Dropout-Fall im Fußball. Und habe mich natürlich jetzt in den letzten Jahren auch eingehend damit beschäftigt, wie es dazu kommen konnte, dass etwas das ursprünglich meiner allergrößte Leidenschaft war, wo ich sehr viel aufgegeben habe auch. Wie das auf einmal zu etwas werden konnte, was mir kein Spaß mehr bereitet hat, was dazu geführt hat, dass ich neben meinem Studium lieber andere Dinge gemacht habe, um mir mein Geld dazu zu verdienen. Anstatt wenigstens noch Fußballer, Oberliga oder Regionalliga zu spielen, vielleicht auch nach Verbandsliga. Und ich bin im Laufe der Jahre und im Laufe meiner Selbstreflexion zu vielen Erkenntnissen gekommen. Ich habe einen Buch geschrieben, denk Fabrik Nachwuchs-Fußball. Wie können wir es besser machen, um aus meinen eigenen Erfahrungen heraus als Spieler, aber auch später als Trainer, dann zusammen mit meinem Kollegen Gourazen zu erörtern, wie wir es besser machen können. Und im Zuge der Vermarktung des Buches bin ich dann irgendwann überlinkt, dann auf Anna gestoßen oder Anna auf mich, wie auch immer. Und in den Gesprächen mit Anna habe ich super viel Informationen erst mal bekommen über das Thema Motivbasierteführung. Das heißt, wenn du jetzt sagst, dein Zuhörer an das Zücher Expertise eingeladen hast in dieser Geschichte, dann reden wir hier vor allem von Anna. Sie ist quasi die Expertise in Personen, in der Thematik. Und ich habe aber zu einer anderen gesagt, sehr schön und gut die ganzen Informationen, die du mir hier gibst, habe ich auch Inspiration. Lass uns mal zusammenarbeiten, lass uns zusammen mal die Motivdiagnostik machen. Und durch die Motivdiagnostik habe ich die Erkenntnisse, die ich so in den letzten Jahren gesammelt hatte, bezüglich meiner eigenen Karriere. Sie haben sich validiert und haben sich erweitert. Und Anna hat mich ohne dass ich mich kannte, hat sie mir quasi in Spiegel vorgeführt. Und das war so unheimlich beeindruckend für mich, dass ich mir gewünscht hätte, ich hätte das während meiner Spielerzeit gehabt. Das Bewusstsein über die eigenen Motive lässt sich als Sportler viel besser mit äußeren Umständen umgehen, die du nicht beeinflussen kannst. Und dann kommst du in die Selbstwirksamkeit, egal was von außen auf dich einwirkt, wie der Trainer dich führt oder die Trainerin. Es sorgt dafür, dass du besser damit umgehen kannst. Und ich hatte mir das eben in meiner Spielerzeit gewünscht. Und so hat mich Anna quasi davon überzeugt, in dieses Projekt einzusteigen. Und jetzt sind wir dabei den Nachwuchs-Sport-Genere zu verbessern. Und das liegt in meinem besonderen Interesse eben auch gesünder zu machen. Sehr spannend, du hast ja gesagt, eure beiden Zugangspunkte sind unterschiedlich. Du aus dieser Rolle, das ehemaligen NLZ-Spieler, der dann auch auf dem Sprung war, zum Profifußball, da dann ja auch einfach gerne einfach vom Mainzeit und vom Wissen her und von der Arte, einfach das gerne schon vorher, gewusstheitisch, schon vorher gekannt hätte. Anna für dich ist es ja, wie gesagt, nicht neu, denn bevor du dich jetzt hier im deutschen Fußball vertiefst und vertiefst hast, hast du sehr vor allem das Thema motivbasierte Führung, ja, in Wirtschaftsunternehmen auch gekaucht. Hast du da deine Erfahrung auch gesammelt? Weil wie gesagt, auch da ist das Thema Führern ja alltäglich. Und dann kam aber irgendwann, das, which, warum bei dir rund zum Fußball? Ich muss ein kleines bisschen, die weitere Vergangenheit fliegen mit euch. Ich habe selber Leistungssport gemacht als Kind und Jugendliche. Und ich habe bis uns junge Erwachsenen, Alta, so in die sechs Tage trainiert, ein Tag halbwegs frei, gehabt und habe die Licht und Schappenseiten von Führung sehr stark erlebt, auch in meiner eigenen, in meinem eigenen Sportler sein, auch dann mit dem Deep-Deif, den ich akademisch genommen habe. Ich habe ja einfach die Daktik für Erwachsenen, für Erwachsenen studiert und Sozialpsychologie. Das heißt, ich hatte so diese Kombination von die Daktik-Metode, Klernwissenschaft und auch Lerwissenschaft. Und eben auch Sozialpsychologie, das ist ein Fokus auf Gruppendynamik, Sozialpsychologische Gruppendynamiken. Und habe dann sozusagen das, was ich erlebt habe selbst, also durch wirklich damals, das ist ja bei mir schon etwas sehr, auch sehr autoritäre Führung im Sport, also auch sehr autoritäre Trainer und so weiter. Also das, was eigentlich so meine Frage war im Studium, die mich immer, ich habe mich immer gefragt, was braucht es eigentlich, wenn ich Menschen Führer, die in diesem Augeblick, indem ich sie Führer Hüßleistung bringen soll. Und ich selbst bin aber ja auch Neuronal im Stress. Also diese Kombination, diese besondere Kombination, die Fantighalt spannend. Und das verfolgt mich seitdem eigentlich sozusagen in ganz positiver und auch inspirierender Weise, die man sprechen, habe ich mich halt fokussiert und habe dann den Drive zu den Neubewissenschaften relativ bald genommen. Und bin dann in die Welt der Diagnostiken eingestiegen. Und das mache ich eben seit vielen Jahren in der Wirtschaft. Und ich habe drei Söhne. Und diese drei Söhne spielen alle drei Fußball tatsächlich. Und mein ältester ist 19, dann mittlere 16, der kleine 11. Das heißt, man kann sich vorstellen, dass ich seit vielen Jahren ganz unauffällig an Fußballfeld rendern stand. Und innerlich einen Herzenfarkt nach dem nächsten Harte, weil ich gesehen hab, was da passiert auf den Plätzen. Und wenn man seinen täglichen Brot damit verdient, Führungskräfte auszubilden, High Potentials zu führen. Und dann eben tatsächlich auch in einer Saar- ich-ma-Neur-Bewissenschaftlich-relevanten Tiefe mit Führungskräften in der Wirtschaft arbeitet. Dann steht man am Wochenende am Platz und hört und sieht das, was da passiert. Ich bin- ich hab eine gewisse Einflussliebe, motivational, ich würde die Welt verbessern und zwar wirklich mit Drive. Du sagst, okay, das muss man besser machen. Und ich hab mich halt dann diagnostisch auch spezialisiert und hab konzeptionell, dass, was wir in der Wirtschaft seit vielen Jahren etabliert machen in den Sport übertragen. Und die Diagnostik, die wir gerne nutzen, am liebsten nutzen, die es auch recht etabliert im Sport, die wird auch weltweit im Leistungs- und Profisport bereits verwendet. Das heißt, ich habe mich da sehr stark vertieft in das Thema Fußball. Und habe dann sozusagen meine alte Daktik, meine alten Daktik-Hut aufgesetzt und geguckt, wie man das tatsächlich fundiert übertragen kann. Und das ist sozusagen mein Herzblut gewesen, weshalb ich überhaupt angefangen habe, damit zu arbeiten, weil ich einfach bei meinen Kindern und bei all den anderen Kindern und Jugendlichen sowohl im Breiten als auch im Leistungs-Sport-Fußball gesehen habe, welche Auswirkungen Führungsverhalten hat und zwar situativ, aber auch langfristig. Und dadurch, dass wir sehr, sehr viel darüber wissen, wie Motivation funktioniert, wie sie verankert ist, was für Auswirkungen sie hat, wie sie konstant auch wirkt. War das einfach aus meiner Sicht alle höchste Eisenbahn, das in den Leistungs- und Profisport zu übertragen und speziell dann in dem Fall in den Fußball. Ja und dann, das ist ja gegeben, man hört immer mal wieder auch ein Stories von jungen Nachwuchs-Fußballer in die einfach dann gerade auf dem Sprung nach oben, so die Motivation den Antrieb verlieren. Bei dem einen liegt es daran, weil er in der Jugend vielleicht immer da gefeiert erhält war und auch immer quasi diese Rolle überall hat und diese hohe Akzeptanz auf einmal muss er sich irgendwie neu beweisen, einen neuen Umfeld, wo er nichts geschenkt wird, wo er ganz im Gegente eigentlich ganz anderen Part hat und sich eigentlich sein Motiven vielleicht gar nicht bewusst ist und vielleicht ein bisschen durch den Jugendbereich getragen wurde, ist nur eine individuelle Story, die mir jetzt aber abstrakter zählt, einfeld gerade eben als du darüber erzählt hast. Das spannende dabei ist eigentlich ja, war motivbasierte Führung, wir wissen, okay es geht um Motive, das ist klar, aber was bedeutet es genau? Ich hab mal mir einen Zitat, glaube ich, von eurer Homepage, ich glaub, nämlich einen Zitat von Jürgen Klopp, der ja mal gesagt hat, gewinnen wollen alle doch der eine spielt groß auf, wenn es gegen den Erzriwahlen geht, der andere denkt an den nächsten Luxus Schlitten, ein Dritter sieht sein Gesicht auf Post, einem Jugendzimmer. Es geht um maßgeschneiderte Zuwendung statt um Gleichbehandlung. Wie oft erlebt ihr es noch, dass eigentlich die Maxim ist, wir müssen jeden in der Mannschaft gleichbehandeln, damit man als Trainer keine Probleme bekommt, an statt gleich zu behandeln, aber jeden individuell zu behandeln, Leo, wie siehst du das? Das erlebt man schon noch häufig. Ich würde generell sagen, dass das Thema Führung zwar an Relevanz gewinnt, auch in den ganzen Ausbildung und Lizenzen, wird in den letzten, ich würde sagen, vielleicht fünf bis sechs Jahren, das mehr in den Fokus gestellt, aber immer noch auf so einer sehr grobendzentrierten Art und Weise. Also es geht um die Führung der Mannschaft und weniger um die Führung, das sind die Widowungs. Und wir bei ihr Leben Herz machen uns dafür stark, dass wir genau das machen, was du eben angesprochen hast, dass wir in einem Team alle gleichbehandeln, in dem wir jeden einzelnen individuell unterschiedlich behandeln. Und dafür braucht es einfach eine Kenntnis des motivationalen Antriebs, also das, was hier im Kloppen dem Zitat so schön sagt, da hat er vollkommen recht, also dem Stimmen wir komplett zu. Es ist eben wichtig, das zu wissen und das auch differenziert zu wissen und zu erfassen, was denn der einzelne möchte und was der einzelne Bedürfnisse hat, was den einzelnen Antreibt. Und da kommt dann eben die Motivdiagnostik in Spiels. Wir brauchen einen wissenschaftlich fundiertes Instrument, um das eben erfassen zu können, um nicht mehr quasi nur nach eigenem Gespür und nach eigener Intuition zu handeln in unsere Führung. Und ich glaube, dass das Thema absolut zeitgeist hat, weil wir wollen gerade nachfuchshusbar immer mehr das Individuum im Team stärken. Das Zauberwort ist Individualisierung. Wir praktizieren Individualisierung, vermehrt in technisch-staktischen Bereichen, wir machen viel Individualtraining, kleinen Gruppentraining. Das Athletiktraining ist, wenn es personal von den Ressourcen möglich ist, individualisiert mit individualen Trainingsplänen. Wir haben sportsicher Logen, die sich um das Individuum vermehrt kümmern. Und jetzt ist einfach der nächste Step, in Sachen Führung nicht nur auf die Gruppe als Ganzes zu schauen, sondern eben differenziert auf jeden einzelnen. Und das kommt noch nicht allzu häufig vor, aber ich bin davon überzeugt, dass es in den nächsten Jahren immer präsenter werden wird dieses Thema. Und wir möchten natürlich dafür sorgen, dass das passiert. Und dann das jetzt nochmal zusammenzufassen, Absrag gesagt, wenn ich die Motive kenne, was bringt mir das als Trainer? Tatsächlich ist es so, dass wir was ganz normal und evolutionär sinnhaft ist, stark homogenisieren. Das heißt, wir haben einen bestimmten Erfahrungsausrag, in dem wir selbst Dinge fühlen, denken und tun. Und zwar auf Basis unsere eigenen Motivation, unseres eigenen motivationalen Antriebs. Und das ist ein Überlebensinstinkt, der es verankert. Die Motivation ist zu einem erheblichen Teil veranlagt, dann kommen noch epigenetische Regulationsmechanismen dazu und ein bisschen Prägung, sag ich mal, in den ersten Jahren, in den ersten Lebensjahren. Dann sind wir aber so weit, dass wir eine Persönlichkeit haben, die konstant ist. Wenn ich als Trainer auf dem Platz stehe, habe ich zwei Dinge, die mir da passieren. Das eine ist, dass ich auf Basis meines persönlichen Referenzraumes, Dinge fühle und denke und auch als richtig erachte. Ich habe nichts anderes als meinen motivationalen Antrieb dafür zur Verfügung. Alles andere ist für mein Gehirn, ein schwarzes Loch. Da habe ich keine Referenzwerte für. Das ist das eine, das andere ist, das ist im Training etwas weniger so. Aber vor allem im Wettkampf bin ich in einem Zustand, in dem ich neuronar im Überlebenskampf stecke. Der sind bildlicher Kampf mit dem Siebelzantiger. Das heißt, ich bin im Stress. Und das ist etwas, was ich sozusagen verbindet zu einem Best-of-Überleben, was ich da fühle. Dieses Best-of-Überleben orientiert sich ja aber an meiner motivationalen Antriebsstruktur. Das heißt, wenn ich den motivationalen Antrieb meines Sportlers nicht kenne und nicht sachlich, also perfaktenlage identifizieren kann, kann ich im Grunde nur meinen eigenen Erfahrungsraum nutzen und dann homogenisieren Menschen. Das heißt, also ich nehme das, was ich denke und fühle und was mir als richtig erscheint, stöpfe das über den anderen Rüber und erlebe relativ viel homogenität, interpretiere auch entsprechend und wenn ich etwas erlebe, was meinem erleben wie das spricht, dann irritiert mich das. Das ist menschlich, wie gesagt evolutionär ganz normal, muss man auch gar nicht kritisieren, das ist erst mal so. Nur gerade in den Leistungs- und Hochleistungsbereichen führt das halt zu verhaltensreflexen, die dem anderen situativ, der im Wettkampf steckt schaben können, indem ich auf eine Art da rein, kurche und rein interpretiere, den anderen nicht trifft, bei der andere einen völlig anderen motivationalen Antrieb hat. Und da verwechseln wir auch gerne mal, sag ich mal, Kompetenz mit Motivation, in dem zum Beispiel sehr viele sehr Einflussliebende Trainer und ich habe viele viele Trainer ausgebildet, würde ich da meine kleine Fallstudie zu machen, würden beeindrucken, der Ergebnis rauskommen, wenn man den Einfluss Treiber mal sich anguckt, viele viele Trainer sind einfach sehr sehr Einflussliebend. Wir wissen aber aus unseren Datensätzen und wir haben insgesamt über 1500 Datensätze von Profifusbeispielern, also viele Datensätze, das heißt wir wissen, dass Profifusbeispiele zum Beispiel um bei der Sportar zu bleiben, eher weniger Einflussliebend sind in der Masse. Das heißt, die lieben, dass eher weniger permanent Einfluss zu nehmen auf Menschen, auf Dinge, zeigen, entsprechend auch ein anderes Verhalten. Das heißt, wenn ich aber sehr Einflusslieben bin und am Platz stehe, liebe ich auch die Einflussliebenden Spieler erst mal intuitiv. Das hat aber nichts mit Kompetenz zu tun, das heißt, wir haben da sehr viel Vermischung von Interpretation auf Basis, meines persönlichen Motivationalen Antriebs, damit was ich für Kompetenz auch halte und wir haben viel Irritation. Das ist etwas, was uns gar nicht bewusst ist, also wir denken nicht, ich bin nicht irritiert, sondern das sind Mini-Eritationen sozusagen, die wir manchmal nicht mal nicht mal richtig identifizieren sogar. Also, es ist einfach, wir erleben ein Verhalten mit dem wir sagen, merkwürdig. Und das führt immer wieder dazu, dass wir intuitiv dann ein Coaching-Verhalten zeigen, was womöglich dem Sportler, der ja auf dem Platz steht und Häusleistung bringen, soll gar nicht weiterhilft. Und das Thema dabei ist, je nachdem, was für eine Antrieb dieser Sportler hat, kann das zu so starken Irritationen auf dem Platz führen, dass sich das auf die Performance auswirkt. Weil man muss sich klar machen, es geht um den Motivationalen Antrieb, der sitzt, sage ich jetzt mal so knapp überm Stammhören, das heißt also, das ist, da gehen wir noch gar nicht von denken aus. sondern das sind Antriebe, die wir haben, die finden vor dem Denken statt. Und es finden aber dann auch schon Reaktion statt organisch, die sich auswirken. Also hormoniell tatsächlich. Und das ist das, was dann auch, was wir auch in einer Ausbildung ausführlich machen, der neuroanatomische Part sozusagen, damit fassen wir uns genau damit, dass es kein nice to half ist und nicht irgendwie, sag ich mal, Pempern oder wie das immer genannt wird, wie in Watte packen, sondern das eine bestimmte Art des Coachings für meinen Sportler, der ja in diesem Moment auf 100 Prozent sein soll, so wirken kann, dass derjenige tatsächlich in der Performance schlechter wird, auch in dem Augenblick. Und das ist der schwierige dramatische Fall, in dem tatsächlich ich als Trainer ausversehen, ohne das zu wollen, ohne das zu merken, etwas tun, was mein Sportler während der Performance sozusagen leistet und nimmt. Ich würde ganz gerne noch ein konkretes Beispiel hinzufügen aus meiner eigenen Biografie, auch so ein bisschen mehr einfach genauer zu erklären, wie das im Fußballkontext sich äußern kann und aussehen kann. Und zwar bin ich jemand, der eine sehr hohe Ausprägung im Neugier motiv hat. Also ich bin sehr wissbegiehriger, neugiehriger Mensch. Ich hinterfrage vieles. Bin sehr offen für neue Themen und möchte einfach viel Neues erfahren. Es äußert sich nicht nur darin, dass ich gerade einen Schulingang nach den nächsten einsam mit und einfach immer mehr erfahren möchte, sondern es hat sich in meiner Zeit als Fußballspieler natürlich auch darin geäußert, dass ich mit meinen Trainern immer in Kontakt treten beute, um zu erfahren, warum wir jetzt diese Übung im Training machen, warum wir im Training nicht vier, drei, drei spielen, sondern drei, fünf, zwei. Und diese Fragen habe ich halt gestellt und es gab Trainer, die ich ohne, dass ich ihr Motivprofiere natürlich kenne, den würde ich aber unterstellen, dass sie vom Typus her ganz, ganz anders sind. Dort gab es dann natürlich häufig Konflikte, weil sie genervt waren von mir. Und andere Trainer wiederum haben, dass, haben dieses Potenzial in mir erkannt, weil darin steckt ja auch sehr viel Potenzial um, um große Spielverständnis und große Spielintelligente zu vermitteln. Ich war auch ein zentraler Spieler, also ich hab im zentralen Mittelfeld gespielt. Ich war, den man sprechen, bei anderen Trainern häufig der verlängerte Arm auf dem Spielfeld und hab auch als Kapitän sozusagen die taktischen Anweisungen, die von außen kamen in der Mannschaft gestreut und das Spiel verhalten uns als Teams, halt maßgeblich auf dem Platz gesteuert. Und jetzt kann man sich die Frage stellen, unter welchen Trainertypen ich vermutlich mehr perform konnte und mich besser entwickelt habe und besser gespielt habe und mich besser einbringen contents Team und unter welchem Trainer Typus nicht. Und ich bin der Überzeugung, dass die Trainertypen, die in dieser Hinsicht eine ganz andere Ausprägung haben, also die überhaupt nicht neugierig sind, die zum Beispiel mehr auf Routine stehen, mehr auf ständig das Gleiche machen und Training und einfach nur in Ballen, die Mitte und Spielen, was ja auch sein Wert hat. Aber damit hat man eben nicht mich abgeholt. Und wenn diese Trainer das wirklich schwarz auf weiß quasi gewusst hätten, dann hätten sie sich Gedanken machen können, wie sie mich trotzdem motivational abholen können, wie sie meine Bedürfnisse befriedigen können und das eben damals nicht passiert. Und das mag jetzt bei Léonatantestmann nicht so schlimm sein, aber wenn das einem Florian Lutz zum Beispiel passiert wäre auf eine Art und Weise, die ihn motivational quasi das Talent kaputt gemacht hätte, dann hätten wir ganz große Probleme und das passiert regelmäßig und deswegen ist es von den Norma-Bedeutung sich mit jedem Einzenden differenziert außen aneinander zu setzen, um eben der Talententwicklung nicht im Wege zu stehen als Trainer. Hier hat ein Beispiel verschafft da eigentlich in dieser Komplexität, die man vielleicht hatten in theoretischen Überlegungen wirklich eine Einfachheit und du hast gesagt, dein Motiv, dein Antrieb ist die Neugier gewesen. Teile deiner Trainer haben dies motiverkannt. Andere Teile wiederum auch nicht und da sind wir auch jetzt bei dem spannenden Aspekt zu diesem Führungsziege hörte erst mal der Step zu wissen und zu erfahren, was sind denn eigentlich die Motive meiner Spieler meines Gegenübers, also wir haben ja vorhin auch darüber gesprochen, dass dieser Führungsziell jetzt nicht nur rein auf den Sport runtergebrochen würde, sondern in allen Bereichen des Lebens, wo man führt, eine Relevanz hat, aber als Trainer vor allem fach gesagt, wie schaff ich es herauszufinden, was sie motiv oder das Motiv meines Gegenübers ist. Darf ich ganz kurz einen Satz einwerfen? Am Anfang steht nicht die Kenntnis der Motive der Spieler für ein Trainer, sondern am Anfang steht die Kenntnis der eigene Motive als Trainer, um zu verstehen, welche motivazinalen Reflexe und Impulse wir in verschiedenen Coachingsituationen im Training beim Wettkampf vor dem Spiel auf dem Weg zum Spiel im Bus, im Flugzeug, was wir dafür, was wir dafür Reflexe verspüren und vielleicht einige Dinge, die unsere Spieler im Verhalten zeigen, dann nicht so abfeiern und andere wiederum schon. Und deswegen steht das am Beginn unserer Arbeit für Trainer, also das Trainer sich selbst erst mal kennenlernen. Und wenn sie das getan haben, dann kommt sozusagen der Step, dass sie die Motivprofile ihrer Spieler differenziert erkennen und da kann gerne an was zu sagen. Ja, im Grunde eine wunderbare Einleitung, Leo, das ist nämlich genau das, was ich auch mal sage und das ist dieses Thema auch Führung. Also mein Schwerpunkt und auch schon seit vielen Jahren, mein Schwerpunkt ist die motivazionale Selbststeuerung in der Führung, weil das hat Leo gerade sehr, sehr gut beschrieben. Erst wenn ich mich selber sehr, sehr gut lesen kann und gut wahrnehmen kann und das Professionalisiert habe in meiner Rolle, dann kann ich mich dem anderen annähern und das ist auch was, was wir vermitteln. Wir schauen eben sozusagen, dass wir eine Brücke bauen und je besser ich bei mir selbst etwas identifizieren kann und auch generell weiß, welches verhalten ich bei welcher Motivation, womöglich zu erwarten habe, welche Äußerungen wir versprachlichen unserer Persönlichkeit sehr stark. Je mehr ich das Professionalisiert habe, von mir selbst ausgehend, desto weniger bin ich wirklich stark darauf angewiesen immer mit Diagnostiken arbeiten zu können. Ich bin natürlich, ich bin motiv Diagnostiker, das heißt am Ende, faist sozusagen auf zwei Booten, dass eines, dass ich das total liebe, wenn Trainer einfach auch losprobieren und sich Gedanken machen. Ich habe das auch, wer denn ein Querbet durch verschiedenste Endheitszeit im Bundesligaverein des Zicktrainer ausgebildet und die rufen mich immer wieder über Jahre auch an oder schicken mir welche Nachrichten. Ich habe das und das erlebt, meist gut, das könnte es sein. Also ich finde diese auseinandersetzung damit wahnsinnig wichtig, auch wenn man keine Diagnostiken der Spieler hat, gerade im Jugendbereich hat man das ja nicht immer. Das heißt, da bin ich absolut bei Leo und das ist auch das, was wir immer wieder sagen, die Trainer sollten einfach damit anfangen, sich selbst in der Führung zu professionalisieren, indem sie sich mit ihrem eigenen motivationalen Antrieb sehr, sehr gut auskennen lernen und dadurch eben auch in die Lage versetzt werden, motivationale Reflexe bei anderen Stück für Stück kennen zu lernen. Im besten Fall und das ist das andere Boot, haben wir aber natürlich auch die Möglichkeit, Profile von Spielern zu machen. Und das haben wir ja auch, wenn wir systemisch gearbeitet haben, auch gerade im Bundesliga-Nalz-Bereich, haben wir systemisch gearbeitet und hatten dann das Gelöck von beiden Seiten die Profile zu haben. Und dann kann man über einander legen und sieht sehr, sehr genau, auf was zu achten ist, was wie zu machen ist. Und gerade das Neugierbeispiel ist halt super. Also das haben wir auch immer wieder das Thema. Die sehr neugierigen Trainer, die dann ihre Spieler mit einer Taktikbesprechung und Videoanalyse nach der nächsten Jahr. Ich habe mit Bundesliga-Spielern gearbeitet. Wir betreuen ja auch Profifußball-Spieler, der hat einen Vereinswechsel, eher mit einer niedrigen Neugier der junge Mann und der sagte halt, das ist ein Traum, weil er kam von dem Trainer da am jeden Tag, irgendwie Stunden lang irgendwelche Analyse gemacht. Das war für ihn extrem kräftezehrend, er hat immer versucht, sich irgendwie zu fokussieren und das noch mitzunehmen. Aber er hat immer wieder auch versprachlich. Ich brauche das auf dem Platz zu stehen. Ich lerne über das tun, ich lerne über das jeden Tag 1000 Wiederholungen von etwas machen. Ich lerne darüber, dass ich das Anfasse das Ding so nicht darüber, dass ich mir das theoretisch übergeordnet aneign. Und umgekehrt haben wir aber genau den selben Reflex den Gliogramm geschrieben hat und er dem er sehr gelitten haben dürfte. Das waren sie nicht neugierig. Spieler einfach nervig sind für Trainer mit der niedrigen Neugier und dann kommt dann irgendwann der Spruch "Frat nicht so viel mache einfach" und das kann man einfach, wir sind in der Lage, bis 16 Motive zu messen, das kann man sich vorstellen, was da einfach passiert auf den Plätzen, was komplett unter dem Radar ist und deshalb wäre meine Appell immer selbst, wenn man nicht die Chance hat, mit Diagnostiken zu arbeiten, weil das ist ja auch ein Kostenfaktor für den Verein. Selbst dann ist es einfach aus meiner Sicht existenziell wichtig, wenn man ernsthaft in die Führung von Hochleistern gehen will, dass man bei sich selbst anfängt und das ist glaube ich auch der Schlüssel und übrigens Jürgen Klopp mit dem schönen Spruch, der behauptet, der mal würde sich mit Motivation nicht so gut auskennen, ich glaube, das ist ein bisschen tief gestapelt, weil der hat vor vielen, vielen Jahren schon mit dem Großvater unserer Diagnostik gearbeitet sogar. Der hat damals damit Mainz umgebaut und der kennt das durchaus und der kennt tatsächlich den, ich sage mal, Großvater unserer Diagnostik damals natürlich noch auf einem anderen wissenschaftlichen Level als heute, eine heute sind Westaid-of-Wiat damals noch nicht so ganz, trotzdem hat er damit schon gearbeitet. Wie auch einige seiner Kollegen, die wir heute in meinen Medien erleben, die heute mehr da weniger an dem Ruhe stand sind, aber das ist schon was dran, wenn der das sagt und das fängt aber immer und das ist das Jürgen Klopp auch ein Vertreter davon, wir kennen ja auch seine Veraltenzweisen, großer Vertreter davon fangen bei dir selbst an. Also das ist halt auch das, was man immer sage kann, das ist eine ganz zertrale Fähigkeit empführen, weil wir führen einfach immer noch viel zu sehr, ich nenne das immer in Bademanteln mit Puschen an, also wir führen noch viel zu viel, sehr viel, uns gerade der Schnabel gewachsen ist und es war ein bisschen die höchsten Lieben, das ist gar nicht jetzt zum Breitensport Phänomene mehr anamen, sondern das haben wir einfach in bisschen auf alle Niveaus immer noch, dass sehr intuitiv geführt wird. Da kommt es ja wahrscheinlich auch daran, darauf an, wie ich als Trainer sozialisiert wurde, weil ich glaube viele Praktikinnen, die hat man sich abgeschaut von seinen eigenen Trainern oder eben auch nicht abgeschaut, weil man irgendwie die dann verabschäuert hat und das so als gegenbeispel, so wie man es eigentlich nicht machen möchte, dann auch für sich nimmt, aber sich dabei ständig zu hinterfragen oder vor allem bei der Selbstfindung zu hinterfragen, wofür mache ich das gerade eigentlich genau und was treib mich an, weil bei manchen wir hast jetzt motiv neu gegeneinander, bei den anderen ist es vielleicht auch das motiv soziale Anerkennung, einfach da steht Erfolg über allem, Platz eins und die beste Offensive über allem, weil dann wird über den Trainer so gesprochen, ist wahrscheinlich auch motiv und da gilt dabei zu überlegen, was treibt mich eigentlich an und hilft das eigentlich auch der Mannschaft, weil am Ende geht es ja eigentlich um die individuelle Förderung jedes Spieler, in jeder Spielerin und das sollte überall schön, und das habe ich jetzt auch aus dieser Folge mitgenommen und wird ganz gerne hier jetzt einen Cut machen, um in der nächsten Folge direkt wieder bei dieser Motivtierknostik anzusetzen und darüber zu sprechen, wie ihr mit eurer Firma, mit 11 Herz, auch gerade in der Ausbildung von Trainern arbeitet, also welche Motive gibt es? Wie kann ich die wirklich, wie kann ich professionelle herangehen und sagen, okay, ich will das herausfinden und dann auch im nächsten Schritt zu sagen, wenn ich das weiß, wie kann ich das sicher anwenden? Also wie bringt mir denn auch meinen Wissen wirklich was, indem ich in der Führung im täglichen Miteinander mit meinem gegenüber auch so anwenden kann, dass es motiv zu nutzen kommt und daher an dieser Stelle schon mal danke an euch beide für die erste halbe Stunde, so diesem spannenden Thema und weitere zweite spannende halbe Stunde folgt in der nächsten Folge von From Courage to Courage, bis dahin alles Gute, macht's gut, ciao ciao

Podcast Summary

Key Points:

  1. Führung im Fußball hat sich von autoritären Ansätzen hin zu modernen, motivbasierten Methoden entwickelt.
  2. Anna Faghi Afgani und Leo Jonathan Tessmann stellen ihren Ansatz der motivbasierten Führung vor, der auf individuellen Motiven basiert.
  3. Leos persönliche Erfahrung als ehemaliger Nachwuchsspieler zeigt, wie fehlendes Bewusstsein über eigene Motive zu Leistungsabfall und Dropout führen kann.
  4. Annas Expertise aus der Wirtschaft und ihre Erfahrung als Mutter von fußballspielenden Söhnen motivierten sie, das Konzept in den Fußball zu übertragen.
  5. Motivdiagnostik hilft Trainern, individuelle Antriebe zu erkennen, statt alle Spieler gleich zu behandeln – Gleichbehandlung durch individuelle Führung.
  6. Trainer neigen dazu, aufgrund eigener Motive zu homogenisieren und Spieler mit ähnlichen Antrieben zu bevorzugen, was andere benachteiligen kann.
  7. Motivbasierte Führung ist kein „Nice-to-have“, sondern kann die Performance von Spielern im Wettkampf direkt beeinflussen.

Summary:

In dieser Podcast-Folge von „Coach to Coach“ diskutieren die Gastgeber mit den Gästen Anna Faghi Afgani, einer Sozialpsychologin und Führungsexpertin, sowie Leo Jonathan Tessmann, einem ehemaligen Nachwuchsspieler und Sportwissenschaftler, das Thema motivbasierte Führung im Fußball. Beide haben sich zum Ziel gesetzt, diesen modernen Führungsstil im deutschen Nachwuchsfußball zu etablieren und haben dazu eine gemeinsame Firma gegründet. Leo teilt seine persönliche Geschichte: Er spielte jahrelang in Leistungszentren, verlor jedoch mit 20 Jahren die Freude am Fußball und brach seine Karriere ab.

Erst durch die Motivdiagnostik erkannte er, dass fehlendes Bewusstsein über seine eigenen Motive, wie sein starkes Neugier-Motiv, zu diesem Dropout führte. Anna ergänzt, dass sie durch ihre Arbeit in der Wirtschaft und als Mutter von drei fußballbegeisterten Söhnen die negativen Auswirkungen autoritärer Führung am Spielfeldrand erlebte und beschloss, wissenschaftlich fundierte Methoden in den Sport zu übertragen. Die Kernbotschaft der Folge ist, dass Trainer jeden Spieler individuell führen sollten, statt alle gleich zu behandeln.

Dies erfordert eine genaue Kenntnis der motivationalen Antriebe der Spieler, die durch Diagnostik erfasst werden kann. Trainer neigen dazu, aufgrund eigener Motive zu homogenisieren und bevorzugen unbewusst Spieler, die ihnen ähnlich sind – ein Verhalten, das andere Spieler in ihrer Leistung beeinträchtigen kann. Motivbasierte Führung ist daher kein Luxus, sondern entscheidend für die Performance und Gesundheit im Leistungssport.

FAQs

Motivbasierte Führung ist ein Ansatz, bei dem Trainer die individuellen Motive ihrer Spieler kennen und berücksichtigen, um sie gezielt zu führen und Hochleistung zu fördern.

Sie hilft Trainern, nicht nur nach eigener Intuition zu handeln, sondern das Führungsverhalten an die Bedürfnisse jedes Spielers anzupassen, was Leistung und Wohlbefinden steigert.

Traditionelle Führung setzt oft auf Autorität und Gleichbehandlung, während motivbasierte Führung individuelle Unterschiede betont und jeden Spieler basierend auf seinen Motiven behandelt.

Motive sind tief verwurzelte Antriebe, die vor dem Denken wirken. Wenn sie nicht beachtet werden, können sie die Performance negativ beeinflussen, da sie hormonelle und emotionale Reaktionen auslösen.

Durch wissenschaftlich fundierte Motivdiagnostik, die hilft, die individuellen Antriebe zu erfassen, anstatt nur auf Bauchgefühl zu vertrauen.

Gleichbehandlung ignoriert individuelle Bedürfnisse. Motivbasierte Führung bedeutet, jeden Spieler individuell zu behandeln, um jedem die beste Unterstützung zu bieten.

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