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#36 - Florine von Caprivi - Co-Founder & CRO @ reteach

32m 14s

#36 - Florine von Caprivi - Co-Founder & CRO @ reteach

Im Podcast "Treisheiten" spricht Florin von Kaprivi, Co-Founder von ReTeach, über wesentliche Einsichten für Start-ups und Unternehmen. Er betont, dass Teams professionell und zielorientiert als Einheiten geführt werden sollten, nicht als Familien, um klare Kommunikation und notwendige Personalentscheidungen zu erleichtern. Zudem hebt er hervor, dass jedes Teammitglied, ob in Entwicklung oder Buchhaltung, einen Beitrag zum Vertriebserfolg leisten kann und sollte, indem es die Unternehmensziele verinnerlicht. Abschließend plädiert er für eine Kultur, in der Fehler als Lernchancen begriffen werden, und betont die Bedeutung von Resilienz, um aus Rückschlägen gestärkt hervorzugehen. Diese Prinzipien basieren auf seiner Erfahrung aus mehreren Gründungen und zielen darauf ab, nachhaltige und skalierbare Geschäftsmodelle aufzubauen.

Transcription

4721 Words, 29437 Characters

German
Was braucht an Mitarbeiter, an Settings, an Tools vielleicht, der an die Hand auch bekommt, um Niederlagen auszuhalten, die aber auch rational auswerten zu können, um dann zu überlegen, was mache ich draus, und die mache ich es eben das nächste Mal besser. Herzlich willkommen bei "Treisheiten". Ich bin Stefan Graf, und ich spreche in diesem Podcast mit vielen interessanten Menschen über ihre Erfahrungen, Tipps, Tricks und Erkenntnis aus ihrem Leben. Diese Erfahrungswerte verpackt jeder Gast in drei Weisheiten und stellt sich hier vor. Heute mit Co-Founder und CRO at ReTeach Florin von Kaprivi. Hallo Florin, braun, dass du meinem Podcast dabei bist. Hallo, Stefan, nicht freu mich auch. Du hast auf deinem Link in Profil einmal Let's Make Work a Great Experience und einmal Make Learning a Great Experience, also Arbeiten und Lernen. Das kann man ja auch schön verknüpfen, aber vielleicht erzählst du mal, was meinst du damit und was steckt dahinter? Der fand das mache ich sehr gerne. Also was mein ich oder was meinen wir mit dem Thema Lernen oder Make Learning a Great Experience? Ich bin als Co-Founder und verantwortlich für den Revenue bei ReTeach der Meinung, dass es bei dem Thema Lebenslangen lernen, auch um das Thema Spaß gehen muss, einfacher Zugang, Wissenstransfair. Und diese Themen nimmt ReTeach auf in Form eines Learning Management Systems, das ausschließlich Unternehmen, also mittelständische Unternehmen tagitiert. Was ist so der Unterschied zum Enterprise Kunden Mittelstand hat in der Regel im H.A. Bereich Generalisten sitzen? Da sitzen irgendwie zwei bis fünf Mitarbeiter, die vom Thema Parallel Management über die Personalentwicklung als Zahnehäubchen alles machen. Und genau diese Mitarbeitenden im H.A. Bereich brauchen ein Tool, das ganz einfach eigene Kose erstellen lässt, das ganz einfach Bestandskose aus einem Catalog an Mitarbeitenden verteilen lässt und das Ganze natürlich dokumentiert und analysiert. Jetzt hast du erzähl, was ReTeach macht, aber erzähl doch mal, was du machst und wie du dazu kamst. Wie kam ich zu ReTeach und natürlich auch so zu dem Thema Gründung und Startup? Getrieben hat mich das schon wahnsinnig früh. Vielleicht zu mir, ich komme aus einer Familie. Meine Eltern sind beide oder waren beide selbstständig. Das Thema selbst und ständig hatte ich also quasi schon von Kindesbeinen an. Bei mir fing es auch damit an Taschengeld verdienen. Dann habe ich damit, dass ich in der Praxis meiner Eltern geputzt habe. Die ersten hier kriegst fünf Mark, wenn du irgendwie das und das übernimmst. Also, das wurde mir sehr früh in die Wege gelegt, dass man eben für Erfolg auch arbeiten muss. Dann habe ich nach Abitur, Ausbildung und Studium schnell die Chance gehabt, in einem Umfeld zu arbeiten, dass man heute Startup nennen würde. Das gab es vor 18 Jahren noch gar nicht diesen Begriff. Hab dann bei einem Unternehmen mitgearbeitet, das barben Joint Venture, von einer großen Versicherung, die auch eine digitale Plattform aufgebaut haben für in Verbindung mit einer Hardware. Das heißt, es waren Kinderhendi, der konnte man rote und grüne Zonen auf einer Plattform definieren und Eltern konnten ihren Kindern auf diesen Handy vier oder fünf Rufnummern zuordnen. Die Kinder konnten nur über die Rufnummern anrufen. Und die Eltern konnten das N-Gerät lokalisieren. Plus gab es eben, wenn Kinder, die grüne Zonen verlassen haben, die man auf so einer Plattform eingestellt hat, dann gab es eben den Nachricht an die Eltern mit einem aktuellen Standort oder eben, wenn Kinder in eine rote Zone gegangen sind, gab es eben auch eine Rückmeldung an die Eltern. Sehr früh fahre sich, aber da habe ich so gemerkt, wie Startup Leben funktioniert. War dann einige Jahre in der Beratung. Und habe da interessanterweise schnell gemerkt, dass mir dieses Thema, wie ich bin ein Teil von etwas und ein kleines Redschen und arbeite jetzt mit irgendwelchen Folien und darf irgendwelche Dinge zusammenfassen, die in wichtigen Meetings besprochen wurden. Das hat mir einfach nicht gereicht. Und ich habe dann ein erstes Unternehmen mitgegründet, die Vitalibati, die sich mit dem Thema digital im betrieblichen Gesundheitsmanagement beschäftigt hat. So, wir waren so die Pioniere in dem Thema, wir nehmen Vitaldaten von das Smartwatch, wir nutzen Vitaldaten von Veribels oder vom Smartphone, bringen das Ganze eben zusammen in einem programmatischen Ansatz und jeder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unternehmen, kriegt eben sein spezielles Gesundheitsprogramm rund um Bewegung, Ernährung, Stressmanagement. Das Unternehmen habe ich sieben Jahre mit aufgebaut. Mein Thema war dort Marketing und Vertrieb und die Projektierung. Und wir haben es dann in ein unter anderem Unternehmen überführt. Da habe ich auch so den ersten Ansatz mitbekommen, wie es ist eben auch nach Investoren zu suchen, Investoren, Geldor, Investorenmanagement. Nach meinem Ausstieg habe ich die Veeflakamit gegründet, war dort COO. Habt mich hauptsächlich um den Aufbau des operativen Geschäfts natürlich gekürmmert. Wir haben eine Plattform aufgebaut. Die, der, ich habe mal wo Endkunden die Möglichkeit haben, Autos im Abo zu bekommen und die Fahrzeuge kamen von lokalen Vertragshändtern. Hier bin ich vor einigen, jetzt bin ich vor ein paar Jahren ausgestiegen, operativ. Und habe dann eben die ReTeach mitgegründet. Und was die ReTeach macht, habe ich ja grad ganz kurz erzählt, Learning Management System. Und die Klammer bildet sich eigentlich bei mir immer rund um das Thema Plattformgeschäft, digitale, skalierfähige Geschäftsmodelle. Und mein Thema ist immer der Tribunmarkt. Jetzt hast du ja schon einige viermeinige Startups genannt. Also das heißt, du hast Gründungserfahrung und Erfahrung rund um diese Themen. Dann bin ich jetzt mal gespannt, was deine Weisheiten sind und ob die sich auch auf diese Gründungsthemen beziehen. Fangen wir doch mal mit der ersten Weisheit an. Also Stefan, meine allererste Weisheit, es geht um das Thema Mitarbeitende und Team. Und die ist folgende, nämlich wir sind ein Team und keine Familie. Und diese Weisheit hat mich, war ein Prozess bei mir, hat auch mit meiner eigenen Entwicklung zu tun, mit dem Thema zu tun, dass ich selbst erstmal über eine gewisse Zeit hinweg verstehen musste, wie führe ich. Es gibt einen, ich nenne es jetzt mal Florienweg, es gibt nicht den richtigen Weg zu führen, sondern es gibt den Weg, wie ich der Meinung bin und wie ich mich auch authentisch wohl fühle Menschen zu führen. Mir ist hier nochmal ganz wichtig zu sagen, wir sind ein Team und keine Familie. Eine Familie besteht aus meiner Sicht, aus einem ein Stück weit anderen Werte konstrukt, einem anderen Zusammenseins. Und ein Unternehmen ist natürlich Gewinn und Ziel orientiert. Es gibt Unternehmenstile und davon abgeleitete Vertriebsmarketing und sonstige Ziele. Und über diese Ziele muss man sprechen, die müssen Best-Case erreicht werden. Und es geht natürlich auch darum, seine Mitarbeiter so zu führen, dass wir hier wirklich die Chance haben, Mitarbeiter mit Wachsen zu sehen. Aber ich glaube, es geht nicht darum, sie zu pembern und ihnen emotional das Best-Mögliche Setting zu geben. Das ist ein Teil davon, aber schlussendlich geht es immer noch um Geschäft und Business. Und was glaubst du, machen Unternehmen, die diese Weisheit nicht leben, falsch. Also was machen Unternehmen, die eben sagen, "Mein Team ist meine Familie, was machen die falsch?" Also aus meiner Sicht geht es in der Tat darum, dass man diese Trennung dann oft nicht hinbekommt. Also entweder sind die Dinge, also die Dinge meine ich wirklich die Ziele, die Gespräche. Aber auch die Rückmeldungen, Feedbacks zubeich gespült. Wie kann ich jemanden entsprechend das Feedback geben, wenn ich hier nicht wirklich eine harte Trennung habe, zwischen familiären emotionalen Dingen und wirklich einen Team mitbliedern? Man muss auch ehrlicherweise sagen, dass hat auch was damit zu tun, dass man auch Mitarbeiter vielleicht mal gehen lassen muss, weil sie eben nicht so performen, wie sie sollen. Auch hier war es so, dass ich in Vergangenheit. Und ehrlicherweise auch immer noch vielleicht an manter Stelle zu lange Zögere, bis ich hier die Reisleine ziehe, weil man eben auch so eine emotionale Bindung zu Menschen hat, weil man versteht vielleicht, "Okay, der Performen vielleicht gerade nicht, weil er hat, ist in einer emotionalen Krise und und." Das kann man natürlich auch eine Zeit lang mit tragen. Aber gerade als Start-up, das relativ früh fahre sich ist, ist es natürlich eine große Herausforderung. Und da muss man auch immer wieder wirklich auch diesen emotionalen Abstand zu Themen bekommen und sagen, "Okay, nee, wir müssen an unsere Zielerreichung denken, wir haben verschiedene Steakholder, die wir bedienen müssen." Und da gilt es einfach darum, wirklich diese. diese Trennung auch hinzukriegen. Und was machen andere falsch? Ich glaube, sie halten dann teilweise zu lange an Mitarbeitenden fest, weil es eine gefühlte familiäre oder emotionale Bindung zu Mitarbeitenden gibt. Und wie würdest du das angehen, wenn jetzt ein Unternehmer, ein Unternehmerin kommen würde und sagen, Flurien, ich glaube bei uns ist das so, ich glaube bei uns wir sind zu sehr familiär. Was werden denn die ersten Schritte um das ein bisschen aufzulösen? Also aus meiner Sicht geht es wirklich darum, das fängt auch schon an bei Meetings zu sagen, es gibt einfach eine Meeting-Kultur, kein Meeting ohne Agenda beispielsweise, kein Meeting-Ohne-Ergebnisse. Auf der anderen Seite kann man ja auch sagen, man trennt das so ein bisschen, man macht 1-2-1, also Kaffee trinken, Viertelstunde mit der Mitarbeiter um einfach auch so ein bisschen zu plauschen, gerade auch bei Remote-Themen, bei Remote-Arbeitsplätzen ist es auch eine Herausforderung, dass es eben nicht nur dieses, ich sag mal, Business-Thema ist, aber ich würde es wirklich einfach auch ganz ganz klar trennen und wird aber auch und das ist aller wichtigste, habe ich ganz früh bei Vitalibati auch gelernt, gerade auch im Bereich betrieblichem Gesundheitsmanagement. Wenn ein Mitarbeiter sagt, das ist mir jetzt zu vermerjähr oder das ist mir vielleicht zu wenig Feedback oder zu, fragt die Mitarbeiter, die wissen meistens schon relativ genau, was sie wollen und was nicht, was ihnen wichtig ist und was nicht und so glaube ich kann man die Mitarbeitenden tatsächlich auch so führen, wie sie das auch tatsächlich dann wünschen. Okay, also es trotz allem eng an den Mitarbeitenden dran sein und Feedback einholen und auf eine Gespräche suchen. Ja, das auf jeden Fall, dass ich glaube das Feedback-Thema, wobei auch hier, da können wir gleich mit einer weiteren Beiseid raushauen, aber das ist jetzt keine Weiseid, aber ich finde ungefriert, sich persönlich mag zum Beispiel ungefragt das Feedback nicht, das finde ich auch immer wichtig noch mal klar und deutlich zu machen, ich frage gerne nach Feedback und ich gebe gerne jemandem auch Feedback, wenn es haben möchte, aber ich gebe jemandem kein Feedback, wenn das nicht haben möchte. Also ich glaube auch, das ist nochmal ein ganz wichtiges Thema und auch eine ganz wichtiger Kenntnis, die ich so die letzten Jahre gewonnen habe. Okay, das war jetzt eigentlich die zweite Weiseid, aber was ist die eigentliche zweite Weiseid? Genau, Stefan, das ist ein gutes Thema. Also die zweite Weiseid ist, die habe ich sehr früh von jemandem gelernt, die Story erzähl ich auch gleich dazu. Zu mir hat man jemand gesagt, nicht das ganze Unternehmen ist vertrieb, aber vertrieb ist das ganze Unternehmen und ich habe beim ersten Mal habe ich gedacht, verstehe ich nicht, was erzählte, der. Ich hatte das Glück wirklich, ich komme ja ganz ursprünglich aus dem Marketing, also von der Ausbildung her und habe beim ersten Unternehmen, bei dem ich war, wo ich gerade vorhin erzählte, ab rund um das Thema der Kinderhändi ist. Dort gab es ein Geschäftsführer, der mein verdünftes Talent, glaube ich, ganz früh erkannt hat und damals war man auch so ganz formlich beim See und er hat zu mir mal gesagt, also sie müssen mein Vertrieb. Und ich habe gesagt, vertrieb. Also ich hatte immer so dieses Bild im Kopf, man verkauft Menschen, etwas, was sie nicht brauchen. Das war also in meinem Kopfvertrieb und der hat mich sehr gefördert und gefordert auch in dem Umfeld. Hat mir sehr viel gezeigt, hat mir sehr viele Chancen gegeben und erst heute noch mein Mentor in Vertriebsfragen. Challenge heute noch schwierige Themen mit ihnen und in dem Zusammenhang gab es nicht nur ihn, sondern es gab noch eine zweite Person, der nämlich genau diesen Satz gesagt hat, der war viele Jahre Vertriebsvorstand der Wodafone, hat viele Tausende von Leute geführt und nachdem er in Rente gegangen ist, habe ich ihn im Kennen gelernt und er hat mir geholfen Vertriebsstruktur und Vertriebssteuerung zu lernen und zu erkennen. Und ich habe ganz früh gelernt, dass es ganz wichtig ist, speziell im Startup umfeld, sicherlich je nach Produktulienstleistung, aber ein Großteil der Themen, die vielleicht nicht unbedingt aus dem wissenschaftlichen Umfeld kommen, ist es ganz wichtig, ein Unternehmen Vertriebsorientiert aufzusetzen. Das heißt tatsächlich, dass jeder im Unternehmen aus meiner Sicht ein Vertriebstraining braucht und nochmal auch bewusst erkennen sollte, was kann er oder sie dazu beitragen, dass das Unternehmen vertrieblich erfolgreich ist. Ich bin beispielsweise auch großer Fan davon, dass Mitarbeiter nicht nur mit persönlichen Zielen und Vertriebszielen incentiviert werden, sondern auch Unternehmensziele, dass die transparent dargestellt werden und damit kann nämlich sogar jemand in der Buchhaltung auch incentiviert werden. Weil sind wir ehrlich, wenn die Rechnungen richtig rausgehen zum richtigen Zeitpunkt, wenn das Mannwesen entsprechend gut ist, auch dann eben kann ich dafür sorgen, dass Kunden bei mir bleiben, dass die Jörn entsprechend niedrig ist und damit haben sie auch entsprechenden Vertriebsbeitrag zu leisten oder haben Vertriebsbeitrag. Und das sollte jedem klar gemacht werden, permanent im Unternehmen, jeder Entwickler, jeder Buchhalter, jede Person im Unternehmen hat Beitrag zum Thema Vertrieb. Und wie ist das bei B2C unternehmen? Da ist es genau gleich, warum soll es da anders sein steppern. Schlussendlich geht es auch darum, also ich, beispielsweise bei Miflak Haar war es ja auch so, wir haben zwei sehr legen Markplatz, wir hatten auf der einen Seite die Kunden, die die Autohändler und auf der anderen Seite sind die Kunden, die die Abonnenten der Fahrzeuge. Und schussendlich habe ich hier beispielsweise Kastermosuccess, Kastermosuccess hat maßgeblich Erfolg daran, ob Menschen entsprechend lange ihr Autorabo haben, ob sie entsprechend ja eine längere Laufzeit haben beim Autorabo, wenn eben der Kunden selbst gut ist. Ja, meine Frage hat so ein bisschen mehr auf dieses Thema Unterschied zwischen Marketing und Vertrieb abgezielt. Also bei einem B2C Unternehmen, ich spreche zumal von uns, also von Iki, wir haben keinen klassischen Vertrieb, weil wir haben Endkunden geschäft und bei uns läuft halt alles über Marketing, Performance, Marketing und Ähnliches. Rechnest du das dann auch quasi in den Vertrieb mit rein oder ist da deine Sichtweise auch, dass da das Marketing zum Vertrieb dazu gehört oder würdest du das auskoppeln? Das ist sehr gut, dass du das fragst, Chef, an ich bin dieses Hände-Eit-Thema, was ist eigentlich als erstes Vertrieb oder Marketing, sind wir ehrlich, ihr habt auch Vertrieb, ihr macht das eben über Marketingkanäle, aber schussendlich ist jetzt die Frage, ist denn nicht der Marketingkanal eigentlich dann für euch der Vertriebskanal? Und deswegen glaube ich auch, also zum einen glaube ich ganz fest, beispielsweise an die Verbindung und an die nicht zu wirklich da kann man nichts an machen, an dieser Verbindung zwischen Vertrieb und Marketing. Ich glaube es ist teilweise nur ein wording-Thema. Ich bin zum Beispiel auch großer Fähn davon, dass ich es da mal ganz oben in der Hierarchie, ja, es auch immer jemanden geben sollte, der Vertrieb und Marketing zusammenfasst, dafür gibt es ja auch mittlerweile den CRO, also den Chief Revenue Officer, der ist verantwortlich für alles was Revenue bringt, das ist ein was meiner Sicht toller Zusammenschluss von Vertrieb, Marketing und Customer-Success und ob jetzt der Vertrieb derjenige ist, der tatsächlich die Kunden an Land zieht oder ob das Marketing ist, über beispielsweise hinbau uns oder tatsächlich auch Kunden einfangen und Abschlüsse generieren, ist es meiner Sicht erst mal zweitrangig. Das heißt, zu würdest auch da sagen, trotzdem sollte jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin im Unternehmen eine gewisse Möglichkeit haben, Marketing oder Vertrieb zu betreiben bzw. wie du jetzt gesagt hast, der Buchhalter, die Buchhalterin auch dadurch zu intensivieren, dass sie halt guten Job machen. Auf jeden Fall, ich glaube, dass es unglaublich wichtig dieses Vertriebs gehen tatsächlich jedem auch mitzugeben und zwar insofern eben, dass das jeder auch kann. Also nicht jeder ist, ich sage mal die Extrovertierte Vertriebsaus, sondern nochmal klar und deutlich auch werden zu lassen, welchen Beitrag egal ob da jetzt Marketing in der Rolle steht oder im Buchhaltung noch mal zu klar und deutlich werden zu lassen, was ist deine Rolle und wel, was kannst du als Person und du als Team oder ihr als Team und als Abteilung dazu beitragen, dass das Unternehmen erfolgreich ist? Das ist eine interessante Sichtweise darauf und was würdest du ein Tipp geben, wie man das ein bisschen angeht? Also ich glaube, dass das wirklich eine Herausforderung vor allem wenn es gewachsene Strukturen schon sind, ich glaube ist es ganz wichtig, dass seitens der der Kunderteams oder dass das Management je nach wie nach Größe, das ganz wichtig ist, dass das wirklich in den abteilensten Abteilungen gelebt wird, dass auch immer wieder quasi zu hinterfragen. Ich glaube, es wichtig ist auch, dass abgeleitet von der Unternehmen Strategie dann hin zur Marketing, Vertriebstrategie, Finanzstrategie, wie auch immer man das Ganze dann auch in den einzelnen Stränge zieht, dass dann nochmal klar und deutlich werden lässt, was eben können wir dazu beitragen, um diese Ziele zu erreichen, als ich will noch mal einen Beispiel geben. Ich hatte das jetzt bei Ich werde euch darüber über die Frage von der Welt. Das natürlich, der Beckenentwickler gesagt hat, "Ja, aber was kann ich denn dazu machen?" "Nein, ich denke, das kannst du machen." Ich meine, ihr könnt schauen, dass die Entwicklung entsprechend in dem Turnos stattfindet, dass wir weniger Bugs haben. Also man kann das wirklich auch, und ich glaube, es ist wichtig, dieses Bewusstsein zu schaffen. Stimmt, ja, klar. Wenn wir keine Bugs haben, dann haben wir vielleicht weniger Tschern und weniger Tschern bedeutet eben auch, wenn wir da bisschen im Plan, je nachdem, was wir hinschauen, einen Plan muss eben an der Vertrieb dann auch vielleicht weniger Neukunden bringen. Also ich glaube, das ist einfach noch mal wichtig, gemeinsam auch als Abteilungs- und Bereislite mit dem Team zu überlegen, was können wir für den Unternehmenserfolg beitragen? Und das wirklich auch aufschreiben, die Liste machen und sagen, das ist unser Beitrag für den Unternehmenserfolg. Also jetzt direkt Liste machen. Für alle Zuhörerinnen, jetzt Zielistemahn. Absolut Stefan. Also warum nicht? Aber das ist ein anderes Thema. Sehr schön. Dann kommen wir zur dritten Weisheit. Was hast du denn damit gebracht? Die dritte Weisheit, da habe ich nochmal überlegt, ich glaube, das ist so ein bisschen abgelutscht. Ich glaube aber, dass das ganz, ganz wichtig ist. Und zwar, dass es die Kunst einmal mehr aufzustehen, als hinzufallen. Damit meine ich folgen, dass jeder von uns ist Mensch und jeder von uns macht Fehler. Und ich glaube nicht, dass es darum geht, keine Fehler mehr zu machen, sondern, dass das ein Unternehmenskulturelles Thema ist. Ich glaube, es ist unglaublich wichtig, in einem Unternehmen eine positive Fehlerkultur zu etablieren. Und dieses Bassword, positive Fehlerkultur, auch tatsächlich mit Leben zu füllen, als Management-Team auch wieder und zu überlegen, wie wollen wir positive Fehlerkultur im Unternehmen tatsächlich ausgestalten? Wie gehen wir mit Fehler und von Mitarbeitenden um? Mit groben Fehler und vielleicht auch. Fehler, die auch viel Geld kostet. Also, ich kann mal einen Beispiel geben, vielleicht auch von mir selber. Das ist natürlich jetzt schon ewig her. Aber ich weiß nicht, ob du das noch kennst erfahren hast. Früher, wenn man mit dem Rechner unterwegs war, da gab es noch nicht so das Thema WLAN und im Zug. Also, wir so nicht selbst in der ersten Lasse nicht. Und dann hat man da so ganz große Simkarten mit so einem großen. Ja, ich weiß gar nicht, was das war. Ja, wie so eine Simkarte, die man eingeschoben hat in den Rechner auch. Und dann hat man eben damit, ist man jetzt Internet gegangen. Und das ganz wichtige war eben mit dieser Simkarte, dass man hier nochmal mit so einem externen Schiebork quasi, dass es da verschiedene Datenkarten gab. Also es gab einmal diese Karten eben für klassische Mobilfunk. Und es gab eben die Karten für das Thema Daten. Und also diese M2M-Karten. Und ich erinnere mich noch, wie folgt das? Ich glaube, es war eines meiner ersten Jobs, die ich hatte. Ich war da auch schon relativ viel unterwegs. Und habe vom Unternehmen eine Rechner bekommen und eben auch so eine Karte. Und ich weiß gar nicht, warum habe ich irgendwie die falsche Simkarte da eingeschoben. Also es war eben eine Karte mit Mobilfunk, eben mit wenig gebuchten Daten. Und ich habe innerhalb eines Monats eine Rechnung mit Daten von fast 10.000 Euro generiert. Und jetzt hätte man natürlich sagen können, okay, ja, also einer die Flogien ist doof und hat keine Ahnung. Und wie kondelt die nur? Aber man konnte ja an dieser Simkarte auch nicht erkennen. Was war für ein Tarif da dahinter oder so? Faktisch war, man hat mir gesagt, ob du die Karte ja falsch gemacht kostet so viel. Mir war es, glaube ich, selber so unglaublich unangenehm und unglaublich peinlich, dass ich selber mich am liebsten verstecke hätte. Aber der Umgang mit diesem Thema war einfach gut. Was willst du machen? Es ist jetzt passiert und man musste ja klar noch mal einfach checken. Hey, hat jetzt jeder die richtige Simkarte ja, die ja dann eben benutzt, eben mit dem Rechnensinternet zu gehen. Aber ich glaube, es ist einfach wichtig hier noch mal zu überlegen. Wie gehen wir einfach mit Themen um? Wie gehen wir mit Fehlern vermittarbeitenden um? Und das war wirklich gut. Und das will ich mitgeben, wirklich zu überlegen. Ich glaube, es ist wichtig einfach auch noch mal zu überlegen, was braucht ein Mitarbeiter an Settings, an Tools vielleicht, der an die Hand auch bekommt, um Niederlagen auszuhalten, die aber auch rational auswerden zu können, um dann zu überlegen, was mache ich draus und die mache ich es eben das nächste Mal besser. Also gerade auch im Vertrieb, ja, das weiß Stefan, das ist mein Thema. Da geht es ganz oft darum auch um den Umgang mit Niederlagen, wenn du von Kunden die Rückmeldung bekommst, okay, ja, du gewinst den pitch eben nicht, sondern jemand anders, dann ist es auch wichtig, dass man gerade als Chef oder auch Vertriebpleite einfach da ist, dass die mit der beiden Wissenhäide können mich jederzeit anrufen, die können mir erzählen, was jetzt einfach schlecht war, die können das einfach noch mal mit mir challenzen. Und das ist ein ganz wichtiges Thema, positive Fehlerkultur im Unternehmen tatsächlich zu etablieren. Da habe ich mal eine spannende Frage, und zwar, wenn du jetzt einen Unternehmer, einen Unternehmerin hängen, lernen und würdest und du erfährst, das in dem Unternehmen die Fehlerkultur ganz, ganz schlecht ist, also all am Angst vom Chef zum Beispiel. Was würdest du da empfehlen, wie man das aufbrechen kann? Also das Aufbrechen von einer negativen Fehlerkultur ist natürlich eine Herausforderung. Du sagst, nein, Beispiel gerade eben viele haben Angst vom Chef. Ich kenne das selber auch das Beispiel und meiner ersten Ausbildung. Da war das auch so. Ich hatte eine Chef in die heute würde man, glaube ich, Mobbing dazu sagen. Ich hatte wirklich Angst ins Unternehmen zu gehen. Ich hatte also wirklich viele, viele negative Erlebnisse mit der Person. Und die Frage ist natürlich, die inwieweit ist die Chef. Ja, es gibt ja jemand, der bereichsleiter ist und mein Chef ist und es gibt eben den Inhaber des Unternehmens. Ich persönlich glaube nicht, Stefan, dass es möglich ist, dass wenn es eine entsprechende negative Fehlerkultur gibt, auch entsprechend über eine längere Zeit hinweg, die vielleicht vom Inhaber ausgeht, dass man das aufbrechen kann. Das klingt sehr final, aber ich glaube, das funktioniert in der Regel nicht. Ich glaube, das ist eine Charakter-Eigenschaft für Menschen, die sich nicht ändern lässt. Und auf der anderen Seite, wenn es bereichs oder Abteilungsleiter sind, dann glaube ich schon, dass es ganz wichtig ist, über Coachings, über Meetings, mit dem Management tatsächlich zu überlegen und auch aufzuzeigen, wie andere Bereiche des Gestalten und welche Auswirkungen es tatsächlich auch haben kann, wenn der Bereichsleiter oder beereichsverantwortliche das eben weiter auch so macht. In der Regel sind auch genau diese Abteilungen dann entsprechend weniger produktiv oder einfach schlechter auch immergebnisfinal, haben zum Beispiel höheren Krankenstand oder ähnliches. Also gerade auch hier wieder nochmal der Bogen hin zu dem Unternehmen fürs betriebliche Gesundheitsmanagement. Hier ist es so, dass wir beispielsweise auch die gefährdumpsychische Belastungen gemessen haben. Und das ist auch ein ganz wichtiges Thema, also Mobbing. Und ich kann durch anonymisierte Befragung vom Mitarbeitenden schon herausfinden, wie steht's und das Unternehmen, wie steht's um die Abteilung und dann eben gezielt mit den Bereichsverantwortlichen daran arbeiten, wie man genau auch so Dinge aufbrechen kann. Also auch da ist das auch eine Gespräche, das Wichtigste. Ich glaube ja. Okay, dann haben wir alle drei Weisheiten gehört und darüber gesprochen. Ich habe jetzt trotzdem noch eine Frage an dich. Und zwar, wenn du in der Zeit zurück reisen könntest zu deinem 13 jährigen ich, also du mit 13. Was würdest du dir selbst sagen? So, ich kann mal überlegen, mit 13. Ich glaube, ich bin mir nicht ganz sicher Stefan, ob man mit 13 dieses Berufspräktykungen gemacht hat, dieses Bogi. Vielleicht hier kurz so schwank auch dazu. Ich habe, oder meine Mutter hat mir ganz früh gesagt, ich soll es doch nicht selbstständig werden, weil das sei, ja, ich sag mal, grad als Frau sei das wichtig, dass man eine sichere Arbeit hat am besten so leswass sein, was eine Form von einer Verbeamtung hat. Und sie hat mir dann ein Berufspraktikum beim Rathaus, bei in der Stadt in der ich aufgewachsen bin, besorgt. Das habe ich dann auch gemacht und habe dann in verschiedene Bereiche im Rathaus, im Einschnippern dürfen. Und habe ich glaube wirklich in den ersten vier Stunden habe ich mir ganz fest geschworen, dass das überhaupt nichts für mich ist. Das heißt, was will ich meinem 13 jährigen ich sagen, alles richtig gemacht? Mach einfach so weiter wie du. Aber was würdest du deinem 30er- für die Zukunft raten, weil bis dahin vielleicht alles richtig gemacht. Aber was, vielleicht gibt es ja in der Zukunft noch was, was du anders machen würdest. Dann muss ich jetzt alles gesagt, ein bisschen überlegen, Stefan, was ich anders machen würde. Bislang ist es wirklich immer so, dass ich gemerkt habe, dass alles, was auch vielleicht Fehler behaftet war, mich dann hat doch sehr stark lernen lassen. Also was würde ich ein Stück weit anders machen? Meinem 13-Jährigen, also vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein bisschen mit der Schule vielleicht nicht ganz so lesse fair sein. Ich habe zum Beispiel ein ziemlich schlechtes Abitur gemacht. Ich war so immer dieses Prinzip eine drei reicht auch. Und das glaube ich würde ich nochmal anders machen. Ich glaube, das hatten mir an manterlei Stelle einfach so ein bisschen Themen auch schwer werden lassen. Also mit so Umwegen und so bin ich dann da. Also ich habe dann entsprechend erwartet, das im Mester zum Beispiel einfach gehabt, habe ich Studium, die ich dann auch gebraucht habe, um beim Studium reinzukommen. Ich glaube, ich würde meinem 13-Jährigen ich mitgeben, vielleicht die einen oder anderen Freunde noch mal genauer zu betrachten. Also ich glaube, ich hatte in den Zeitlern auch bestimmt die falschen Freunde, nämlich die mich am kleinen werden lassen und nicht gepuscht haben und groß werden lassen. Ich glaube auch, das würde ich anders machen. Ich glaube, das sind so die Hauptthemen, ja Stefan. Sehr schön. Dann bleibt mir nichts mehr zu sagen. Außer danke für das Interview, danke für deine Weisheiten, danke für deine Zeit. Danke dir Stefan. Ich habe mir noch nie ehrlich gesagt vorher über meine Weisheiten Gedanken gemacht und du hast mich dazu gebracht, es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Danke. Gerne, sehr schön. Das freut mich. Ja, dann würde ich sagen, bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Ciao Stefan. Ciao. Das waren die drei Seiten, komprimierte Lebenserfahrung im Interview vom Art. Schau gerne mal auf drei Seiten, die, wo der meinen Social Media-Kanel für mehr Infos vorbei. Und natürlich freue ich mich auch über jedes Feedback und jede positive Werte. Danke fürs Zöhen, bis zum nächsten Mal.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Unternehmen sollten Teams als professionelle Einheiten führen, nicht als Familien, um klare Ziele und Feedback zu ermöglichen.
  2. Jeder Mitarbeiter sollte vertriebsorientiert denken und zum Unternehmenserfolg beitragen, unabhängig von seiner Rolle.
  3. Eine positive Fehlerkultur ist entscheidend, bei der das Lernen aus Niederlagen im Vordergrund steht.

Summary:

Im Podcast "Treisheiten" spricht Florin von Kaprivi, Co-Founder von ReTeach, über wesentliche Einsichten für Start-ups und Unternehmen. Er betont, dass Teams professionell und zielorientiert als Einheiten geführt werden sollten, nicht als Familien, um klare Kommunikation und notwendige Personalentscheidungen zu erleichtern. Zudem hebt er hervor, dass jedes Teammitglied, ob in Entwicklung oder Buchhaltung, einen Beitrag zum Vertriebserfolg leisten kann und sollte, indem es die Unternehmensziele verinnerlicht.

Abschließend plädiert er für eine Kultur, in der Fehler als Lernchancen begriffen werden, und betont die Bedeutung von Resilienz, um aus Rückschlägen gestärkt hervorzugehen. Diese Prinzipien basieren auf seiner Erfahrung aus mehreren Gründungen und zielen darauf ab, nachhaltige und skalierbare Geschäftsmodelle aufzubauen.

FAQs

Mitarbeiter benötigen ein unterstützendes Umfeld, klare Ziele und eine positive Fehlerkultur, um aus Rückschlägen zu lernen und sich kontinuierlich zu verbessern.

Ein Team ist ziel- und leistungsorientiert, während eine Familie auf emotionalen Bindungen basiert. Im Unternehmen geht es um Geschäftsziele und klare Feedbackstrukturen, nicht um emotionale Abhängigkeiten.

Jeder Mitarbeiter trägt zum Unternehmenserfolg bei, ob durch direkten Vertrieb, effiziente Prozesse oder Kundenzufriedenheit. Ein vertriebsorientierter Ansatz fördert das Bewusstsein für gemeinsame Ziele.

Indem Fehler als Lernchancen betrachtet werden, offen darüber gesprochen wird und der Fokus auf Lösungen und Verbesserungen liegt, anstatt auf Schuldzuweisungen.

Feedback sollte erwünscht und konstruktiv sein. Es ist wichtig, regelmäßig Gespräche zu suchen, aber unaufgefordertes Feedback zu vermeiden, um Respekt und Effektivität zu wahren.

Durch transparente Ziele, Incentives für Team- und Unternehmenserfolge sowie klare Kommunikation, wie jede Rolle zum Gesamtergebnis beiträgt.

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