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Speaker 4Heute auf der Tagesordnung der Club Carlo Clubversammlung habe ich folgende Themen für euch. Heute ist mein 30. Geburtstag und wir reden über 30 Dinge, die ich in diesen letzten 30 Jahren gelernt habe. Los geht's! Herzlich Willkommen zur neuen Episode Club Carlo. Schön, dass ihr wieder da seid. Da seid. Es ist eine ganz besondere Episode, denn heute, am Tag dieser Aufnahme, ist mein Geburtstag. Ihr hört ganz richtig. Ich werde heute 30. Ich habe viel schon darüber gesprochen. Wenn ihr hier regelmäßig einschaltet, dann habe ich das ja innerhalb der letzten paar Episoden, glaube ich, schon ein paar Mal fallen lassen, dass das jetzt bald ansteht. Heute ist es soweit. Wenn ihr das hier hört, da bin ich ja schon wieder überlebt. Eine Woche dreißig. Da ist das ja quasi Schnee von gestern. Alles, was ich heute erzähle, was interessiert mich das bis dahin? Ich nehme jetzt nämlich immer eine Folge mit ein bisschen Puffer auf, damit Ellen in der Zwischenzeit Zeit hat, diese Episode zu schneiden für euch. Und nicht dann, wie ich bis spät in die Nacht immer Montagabend noch fertig machen muss. Das war einfach so meine Arbeitsweise, aber die möchte ich niemand anderem antun. Deswegen, heute ist Geburtstag. Wenn ihr das hört, dann ist der Geburtstag schon wieder vorbei. Aber ich dachte, ich nehme das ein bisschen als Anliegen. Um über die 30 zu reden. Diese schöne Zahl 30. Ich habe ja auch vor ein paar Episoden schon mal darüber gesprochen, ganz explizit. Und habe euch gefragt, wie ihr vielleicht einen runden Geburtstag gefeiert habt oder wie ihr generell Geburtstage feiert, weil ich damit immer so ein bisschen ein Problem hatte. Problem ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber ich habe auf jeden Fall nie so richtig meinen Geburtstag gefeiert und war jetzt so hin und her gerissen, ob ich das diesmal machen soll, weil es ja ein runder Geburtstag ist. Und weil da ja schon immer viel... Wert drauf gelegt wird und ich aber selbst gar nicht so einen großen Wert auf Geburtstage lege, zumindest nicht auf meinen eigenen, andere feiere ich gerne, meinen eigenen mag ich gar nicht mal so gerne und so ewiges hin und her überlege und ich habe euch gebeten, mir doch mal zu schreiben, wie ihr das so macht und dann möchte ich Danke sagen für die ganzen Nachrichten, die ich da bekommen habe, weil es haben wirklich so viele von euch dann geschrieben, wie sie ihre Geburtstage feiern. Ich konnte da auf gar keinen Fall auf alle antworten, aber ich habe alle durchgelesen. Ich habe das quasi wie eine kleine Therapiestunde mit mir selbst genutzt, um einfach zu sehen, was geht. Ich habe das quasi wie eine kleine Therapiestunde mit mir selbst genutzt, um einfach zu sehen, was geht. Was gibt es überhaupt alles für Möglichkeiten und um dadurch dann rauszufinden, was ist vielleicht was, was ich möchte. Und einige von euch haben auch geschrieben, ganz ehrlich, lasst euch nicht davon beeindrucken, was irgendwer anders macht. Schau, dass es dir gut geht. Und so habe ich es jetzt im Endeffekt auch gemacht. Ich glaube, dieses Update bin ich euch ein bisschen schuldig, nachdem ich das so groß aufgebauscht habe mit dieser Wie feiere ich Sache. Ich habe es jetzt wirklich so gemacht. Ich war gestern in der Heimat, gestern, also einen Tag vor meinem Geburtstag schon. Und da haben wir dann als Familie. Ganz gemütlich, ganz klein, meinen Geburtstag gefeiert, schön Kaffee, Kuchen und dann noch ein Abendessen. Wir haben Pizza selber gemacht, waren zusammen gesessen, haben geredet und das war perfekt für mich. Also so fand ich es wunderbar und mehr brauche ich auch gar nicht. Heute Abend wird noch Essen gegangen, aber auch ganz klein und ganz schön in einem schönen Restaurant, das ich mir rausgesucht habe, wo ich schon lange nicht mehr war, worauf ich aber schon lange wieder Lust habe. Und da freue ich mich drauf und mehr braucht es aber auch nicht. Wir feiern jetzt heute Abend. Heute Abend noch mal zusammen, habe ich mir gedacht, indem ich einfach so ein bisschen reflektiere übers Leben, schwadroniere und ja, den Tag mit euch quasi auch ein bisschen verbringe, weil es ist ja leider so, auch obwohl Geburtstag ist, geht die Welt ja irgendwie trotzdem weiter, dreht sich die Welt weiter. Ich hätte natürlich auch sagen können, ich mache heute gar nichts, aber irgendwie, was hätte ich dann gemacht? Also da hätte ich mir jetzt seit weitem voraus dann planen müssen, was ich mache und das wollte ich nicht. Also habe ich jetzt einfach zum Beispiel heute ausgeschlafen. Habe mich dann darum kümmern müssen, dass bei uns die Dusche einfach durchgehend tropft, seit gestern Abend. Habe da rumtelefoniert. Dinge, die man eben einfach gerne macht an seinem Gepardstag. Und jetzt nehme ich mit euch diese Episode auf und so mag ich es ehrlich gesagt. Ganz unspektakulär, ganz normal, mit aber am Abendessen gehen und es sich gut gehen lassen. Also so best of both worlds und wir gehen rein, oder? Diese Idee mit diesen 30 Dinge, die man so in diesen 30 Jahren Leben gelernt hat. Die habe ich schon vor einer Weile gehabt. Da habe ich das schon mal in meine Notizen App geschrieben und habe gedacht, na, das wäre doch vielleicht ein Anlass. Aber dann gestern, als ich mich mit meiner Familie unterhalten habe, dann habe ich noch mal so darüber nachgedacht, weil wir nämlich so gesagt haben. Na, wie hat man sich als Kind vorgestellt, wie das Leben mit 30 aussehen würde? Und ich habe keine besondere Vorstellung gehabt, wie es genau mein Leben aussieht. Also ich habe, haben wir schon mal auch mal drüber gesprochen, dass ich jetzt nie so hatte, okay, bis dahin muss ich ein Haus, Kind, Frau, das hatte ich irgendwie nie. So ein Leben. Lebensplan. Aber ich habe auf jeden Fall gedacht, mit 30, da weiß man alles. Und ich glaube, es kommt so aus dieser kindlichen Vorstellung, weil man ja als Kind vieles nicht weiß und sich dem auch bewusst ist und dafür dann einfach immer Erwachsene so zurate zieht und die fragt nach Sachen, die einen interessieren und Erwachsene einem häufig so die Welt erklären. Zumindest nimmt man das so als Kind wahr, dass eben Erwachsene einem was erklären. Aber ich glaube, häufig haben Erwachsene auch einfach geraten oder aus ihrer eigenen Vermutung. Vielleicht mal so erzählt oder Sachen beantwortet und das ist so meine Vorstellung gewesen von 30 und deswegen kann ich gleich mal die erste Sache von den 30 Dingen, die ich jetzt mit 30 weiß, ist, ich weiß gar nichts. Ich weiß gar nichts, vielleicht ein bisschen was schon, aber generell viel weniger, als ich gedacht hätte, dass ich jetzt zu diesem Zeitpunkt weiß. Meine Güte, das war jetzt gerade fast so wie so ein Satz wie dieses, wenn du denkst, dass du denkst, dass du dir da, keine Ahnung, das war irgendwas von Cold Mirror früher. Weißt du? Was ist das hier noch? Cold Mirror? Als sie ihre Harry Potter Sachen da gedubbt hat? Ich weiß gar nicht mehr. Ich habe das selber nie so arg geschaut, aber ich kannte ja da Ausschnitte davon. Und dann hat Dumbledore irgendein, wenn du denkst, dass du denkst, Rap gehabt. So hat sich dieser Satz gerade angehört. Naja, das ist schon mal wie so ein Disclaimer, den ich aber vorweg geben möchte. Ich weiß gar nichts. Auch wenn ich jetzt hier 30 Dinge nennen möchte, von denen ich denke, dass ich die weiß. Ich weiß gar nichts. Ich bin noch sehr jung. Ich fühle mich noch sehr jung. Ich muss noch sehr viel herausfinden. Und das soll jetzt hier nicht so rüberkommen, als hätte ich hier die Weisheit mit Löffeln gegessen. Ganz im Gegenteil. Sondern ich finde das eigentlich ganz cool, vielleicht in ein paar Jahren nochmal diese Episode selbst anzuhören. Und dann mal zu schauen. Mir zu denken, aha, das habe ich damals gedacht. So habe ich damals gedacht. Und dann denke ich vielleicht schon wieder ganz anders. Das wäre schön. Das würde ich mir eigentlich auch wünschen. Dass ich dann in ein paar Jahren hier rauf zurückschaue und mir denke, aha. Na, Gott sei Dank. Bin ich nicht so geblieben. Okay? Das als Disclaimer vorweg. Punkt Nummer zwei. Ich muss niemandem was beweisen. Das habe ich mir gleich daneben geschrieben, weil ich so dachte, naja. Ich muss auch mir selbst in Zukunft nichts beweisen. Weil es ist in Ordnung. Es ist in Ordnung. Man handelt immer so, wie man im Moment weiß oder denkt, dass es richtig ist. Und mehr ist man niemandem schuldig. Man sollte immer so versuchen, so gut wie möglich zu sein. Aber man muss niemandem was beweisen. Man muss niemandem was vorspielen. Nicht so tun, als wüsste man was, von dem man vielleicht gar nicht weiß. Es ist in Ordnung, einfach zu sein und in der Version zu leben, in der man eben gerade ist. Das ist nämlich auch das, wenn ich jetzt auf meine Gedanken zurückschaue, wie ich früher gedacht habe. Wie ich mich früher verhalten habe, auch in einzelnen Situationen, denke ich mir auch, meine Güte. So habe ich damals gehandelt und gedacht. Zum Glück hat sich was geändert. Und das meine ich mit diesem, ich muss niemandem was beweisen. Ich muss niemandem was vorspielen. Man muss auch nicht die Weisheit vorspielen. Die man jetzt hat. Sondern es ist okay, einfach zu existieren. Und das nimmt mir sehr viel Druck raus. Den man sich ja vielleicht manchmal selber macht. Wo man vielleicht auch denkt, andere würden einem diesen Druck machen. Aber in Wirklichkeit macht man sich sehr viel mehr Druck einfach selbst. Weil man irgendwelchen Vorstellungen vielleicht gerecht werden möchte. Punkt Nummer drei. Lügen ist anstrengend, habe ich mir aufgeschrieben. Also einfach sein lassen. Und nicht nur im Sinne von Lügen, das ist jetzt schlecht, das macht man nicht. Keine Ahnung. Sondern wir haben ja schon mal über Lügen gesprochen. Ich finde manchmal ist eine Notlüge, eine kleine, die harmlos ist, auch gar nicht mal so schlimm. Aber mir geht es jetzt so richtig um Lügenstrukturen. Und auch wieder darum, vielleicht jemandem anderen was vorzumachen. Sich anders zu verhalten, als man eigentlich ist. Weil man denkt, man würde dadurch irgendeinen Vorteil vor anderen Personen bekommen. So eine Art Lügen ist einfach nur anstrengend. Oder sich irgendwelche Lügenstrukturen aufzubauen. Ausreden auszudenken für irgendwelche Sachen, in denen vielleicht einfach Ehrlichkeit ist. Oder sich irgendwelche Lügenstrukturen aufzubauen. Oder sich irgendwelche Lügenstrukturen aufzubauen. Oder sich irgendwelche Lügenstrukturen aufzubauen. Oder sich irgendwelche Lügenstrukturen aufzubauen. Oder sich irgendwelche Lügenstrukturen aufzubauen. But then in such pippi-fuck things, Mir fällt jetzt nicht mal irgendwas ein. Aber in wirklich unwichtigen Dingen, die keinem schaden würden. So, versteht ihr? Generell würde ich aber sagen, Lügen lassen wir sein. Punkt Nummer 4. Fahrradfahren. Habe ich gelernt. Ich habe so darüber nachgedacht, was habe ich eigentlich in meinem Leben gelernt? Und dann kamen ja auch so subtile Dinge. Zum Beispiel Schwimmen. Habe ich irgendwann gelernt. Könnten wir eigentlich als nächsten Punkt gleich nehmen. Fahrradfahren. Habe ich irgendwann gelernt. Das sind lauter so Dinge, die nimmt man für selbstverständlich irgendwann. Aber als man die am Anfang das erste Mal machen musste, war es ein riesiger Berg, den man so besteigen musste. Wo es sich angefühlt hat, als würde das eine Aufgabe sein. Eine Mammutaufgabe, für die man vielleicht die Jahre braucht. Und im Endeffekt hat man es dann doch irgendwann gemacht. Und irgendwann hat man es so oft gemacht, dass es eine Selbstverständlichkeit ist. Und das finde ich eigentlich ganz schön. Man konnte nicht mal Fahrrad fahren. Man konnte nicht laufen. Man konnte nicht schwimmen. Man konnte nicht sprechen. Und trotzdem hat man sich alles erarbeitet, beigebracht, bekommen auch teilweise. Und es geht. Viele Sachen sind am Anfang ein riesiger Berg. Und dann irgendwann macht man es ganz selbstverständlich. Zum Beispiel Fahrradfahren. Ich weiß noch, deswegen habe ich das aufgeschrieben, was Fahrradfahren für mich für ein Ding war. Auch einfach, weil ich keinen Bock hatte. Das ist ja eh eine kleine Macke von mir. Wenn ich auf Dinge keinen Bock habe, mache ich sie nicht. Das ist ganz schlecht, diese Eigenschaft. Und ich versuche dagegen anzukämpfen. Ich versuche, also das erstmal realisieren, tut ja schon mal gut. Jetzt fehlt noch die Umsetzung in manchen Fällen. Aber wenn ich auf was keinen Bock habe, dann versuche ich das so schnell wie möglich und so spät wie möglich über die Bühne zu bringen, wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Leider. Häufig. Und so war es auch beim Fahrradfahren bei mir. Ich bin bis heute kein großer Fahrradfan. Ich laufe lieber wohin und brauche eine Stunde, als zehn Minuten Fahrrad zu fahren und schneller dort zu sein. Weiß ich nicht wieso, das ist irgendwie in mir. Ich mag Fahrradfahren nicht so gerne. Ich mag es nicht, dann verschwitzt anzukommen. Ich mag es nicht, dann verschwitzt noch rumzusitzen für eine halbe Stunde lang und auszudünsten. Das verbinde ich irgendwie so mit Fahrradfahren. Aber selbst bevor ich das damit verbunden habe, habe ich mich schon gesträubt, Fahrradfahren zu lernen. Und der Grund, warum ich es dann im Endeffekt gelernt habe, war, weil meine Eltern mir versprochen haben, wenn ich es jetzt lerne, später als jedes andere Kind, was bei uns in der Straße gewohnt hat, dann darf ich mit zum Stadler fahren. Der Stadler ist so ein Fahrradhändler. Ich weiß nicht, ob es den in ganz Deutschland gibt, aber in Fürth gab es den. Stadler oder Städler? Da bin ich mir jetzt gar nicht sicher. Ich glaube Stadler. Städler sind ja die Stifte. Dann darf ich auf jeden Fall dort hinfahren, zu diesem Fahrradgeschäft und ich darf mir was aussuchen. Wie so ein kleines Gadget für mein Fahrrad. Oder eine Fahne. Hat man doch auch teilweise als Kind hinten am Fahrrad dran gehabt. Das war eine Motivation für mich. Dann habe ich mich auf meinen Radl gesetzt und habe gesagt, gut, wir machen das jetzt. Bin einmal um den Wendekreis, den es bei uns in der Straße damals gab, rumgefahren. Bin runter vom Fahrrad, habe gesagt, gut, ich kann es. Eine Runde ohne Stützräder muss langen als Beweis. Ab zum Stadler. Und dann sind wir ab zum Stadler gegangen. Ratet, was ich mir ausgesucht habe. Wie nennt man es überhaupt? Das waren so kleine Teile, runde Kugeln, die man in die Speichen vom Fahrrad machen konnte. Und jedes Mal, wenn man dann angefahren ist, dann hat es geklappert und die sind nach außen gegangen und waren ganz bunt. Und haben das Fahrrad ein bisschen verschönert. In meinen Kinderaugen zumindest. Fand ich toll. Regenbogenfarben. Mensch, hat ja keiner wissen können. Oder? Naja. Und dann bin ich Fahrrad gefahren, bis ich irgendwann so keinen Bock mehr hatte, dass ich mir einen Roller irgendwann gewünscht habe. Den gab es dann irgendwann zum Geburtstag. So einen City-Roller. Wisst ihr? Einen coolen Skater-Roller. Und dann bin ich wirklich, wenn meine ganze Familie Fahrrad gefahren ist, habe ich mich lieber abgemüht, Roller zu fahren, weil ich so ungern Fahrrad gefahren bin. Und bis heute auch nicht gerne mache. Aber ich kann es. Deswegen landet es hier auf der Liste. Dinge, die ich in diesen 30 Jahren gelernt habe. Fahrrad fahren. Sage ich jetzt auch trotzdem stolz. Punkt Nummer 5. Wieder ein kleines bisschen ernster. Meinungen können sich ändern. Und sollen sich sogar ändern. Das habe ich eigentlich fast vorhin schon ein bisschen vorweggenommen. Sodass ich mich vielleicht in 5 Jahren nochmal hier anschaue, anhöre. Und denke, so habe ich da gedacht. Interessant. Und ich hoffe fast ja, wie gesagt, darauf. Ich hoffe, dass sich meine Meinungen ändern und dass ich neue Dinge lerne, die meine Meinungen auch mal wieder auf eine andere Ebene bringen. Dass ich neue Denkanstöße irgendwie mitbekomme durch Leute in meinem Umfeld, Erfahrungen, die ich mache und dass ich dadurch dann Meinungen in mir bilden oder verändern können, die ich vielleicht jetzt noch gar nicht haben kann. Und ich versuche mir aber auch das so im Zusammenleben bewusst zu machen. Wenn ich jetzt Leute vor mir habe, die eine ganz andere Meinung als ich vertreten und die vielleicht aber auch noch ein bisschen jünger sind oder die einfach ein anderes Leben geführt haben als ich bisher, um mir zu denken Ja gut, die sind ja auch durch ihre Erfahrungen auf diese Meinung gerade gekommen, so wie ich durch meine bisherigen Erfahrungen auf meine Meinung gekommen bin. Und deswegen ist es einfach so. Es gibt Meinungen, die sind wirklich scheiße. Auch das kann man gelernt haben. Aber trotzdem ist es immer. Es gibt immer eine Möglichkeit, seine Meinungen zu ändern. Auch nochmal in Zukunft. Und man muss Leuten auch vielleicht die Gelegenheit und die Chance dazu geben, ihre Meinungen zu ändern, auch sich selbst. Punkt Nummer sieben. Die Laune an anderen auszulassen tut sich selbst auch nicht gut. Man tut damit nicht nur wem anders Unrecht, was ja logisch ist. So, wenn ich meine schlechte Laune an wem anderen auslasse, dann tue ich wem anders Unrecht damit. Aber vor allem tue ich mir selbst auch damit Unrecht. Habe ich irgendwann gemerkt. Ich bin ja eh so. Ich versuche, eine schlechte Laune, wenn ich eine habe, bewusst wahrzunehmen und dann aber auch relativ schnell wieder beiseite zu schieben. Manchmal klappt es besser, manchmal klappt es schlechter. Wie zum Beispiel vergangene Woche, als ich dann auch weinen musste, als Ollipaten gestorben ist. Da war ich auch nicht gut drauf. Dann habe ich das auch einfach mal kurz akzeptiert, dass es halt so ist. Und dann kommt aber ein neuer Tag und dann ist es so. Aber diese schlechte Laune dann an anderen rauszulassen, finde ich eine ganz unangenehme Eigenschaft bei anderen. Und auch bei mir selbst. Ich würde von mir selber sagen, dass ich das relativ gut im Griff habe. Mittlerweile, dass ich das eigentlich nicht mehr tue. Unter anderem aber eben auch einfach, weil ich gemerkt habe, das tut einem selber auch nicht gut. Es fühlt sich nicht gut an, wen anders schlecht zu behandeln wegen der Sache, die wirklich nur in einem selber stattfindet, eigentlich für die niemand anders was kann. Zumindest nicht das Gegenüber. Jetzt in dem Moment. Versteht ihr?
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Speaker 4Nummer acht. Es ist okay zuzugeben, wenn man was nicht weiß, um Neues kennenzulernen oder andere Sichtweisen zu bekommen. Ich habe das hier gerade aufgeschrieben und mir fällt auf, es doppeln sich total viele Sachen. Vielleicht sind es gar nicht 30 Sachen, die ich am Ende da rauskomme, weil das ist wirklich basically das, was ich kurz davor gesagt habe. Gut, müssen wir nicht weiter drauf eingehen. Nächstes. Vielleicht lerne ich hier gerade während der Episode, dass ich mich gerne wiederhole. Punkt Nummer neun. Niemand denkt so sehr über mich nach wie ich selbst. Das habe ich, glaube ich, auch recht früh gemerkt. Ich weiß nicht wieso. Ich glaube aber, dass ich ein recht gesundes Verhältnis habe zu dem, was andere über mich denken. Muss man auch vielleicht haben. So ein bisschen dickes Fell tut einem vielleicht ganz gut in diesem Job. Tut einem aber auch ganz gut, wenn man als schwuler Junge aufwächst, glaube ich, und relativ früh merkt Okay, es gibt Leute, die Meinungen zu einem haben und man kann sich sehr schnell aber darin verlieren zu denken, dass jeder eine Meinung über einen hat und man sieht in allen Augen und in allen Sätzen. Irgendwelche Dinge und denkt Leute denken so viel über einen nach, wenn in Wirklichkeit das überhaupt nicht der Fall ist. Also man kann ja auch so einen Blick entwickeln dafür und Sachen in Wörter und in Momente rein interpretieren, die aber gar nicht so sind. Weil nämlich wirklich jeder viel weniger über einen selbst nachdenkt als man selbst. Jeder denkt immer mehr an sich als an alle um einen herum. Jeder ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass er sich ständig darüber Gedanken macht. Wer? Wie du bist oder wie du bist. Und soll ich euch was sagen? Auch das ist sehr befreiend. Auch das nimmt sehr viel Druck raus. Man ist nicht so wichtig, wie man denkt, dass man ist. Nummer zehn Diskussionen muss man nicht gewinnen, sondern einfach nur führen. Also manchmal weiß ich auch selber in der Vergangenheit habe ich in Streit Gesprächen oder in Diskussionen in Meinungsverschiedenheiten irgendwie versucht, dann krampfhaft gegenüber zu überzeugen von meinem Standpunkt und war so darauf aus, dass ich. Da nur rausgehen kann, quasi als Gewinner. Und das sind Diskussionen auch immer am Schluss dazu führen muss, dass ich die andere Person quasi überzeugt habe und dadurch habe ich gewonnen. Dabei ist das ein großer Quatsch. Manche Diskussionen können auch einfach existieren, um sich auszutauschen. Und am Ende kann trotzdem jeder bei seiner Meinung bleiben. Aber man hat vielleicht naja, man hat sich halt ausgetauscht. Das ist dann vielleicht weniger fürs Ego fütternd. Aber es ist total in Ordnung. Man muss nicht immer jeden von sich überzeugen oder von seiner Meinung überzeugen. Man kann auch einfach chillen. Punkt Nummer 11: Lasagne ist immer noch mein Lieblingsessen. Ich habe darüber nachgedacht. Was ist mein Lieblingsessen? Lasange. Was habe ich damals in Freundebücher reingeschrieben? Lasange. Manche Dinge ändern sich, glaube ich, nie. Oder? Kann es sein? Also man muss da jetzt auch gar keine große Lektion draus ziehen. Aber das habe ich gelernt. Ich glaube, da bin ich mir treu gerieben. Lasagne ist es einfach für mich. The shit, könnte man sagen. Ich habe nämlich letzte Woche erst wieder eine gemacht. Ich muss wieder sagen, ist nicht ohne Grund mein Lieblingsessen. Ich liebe es. Punkt Nummer 12: keinen plan zu haben ich habe bereits in der schule häufig gemerkt dass andere leute so genaue vorstellungen davon haben was die machen wollen also die hatten dann ganz früh schon einen traum job der sich nie verändert hat und den die auch heute ausführen beneidenswert muss man sagen oder es die hatten den ganz strengen plan davon wie sie selbst mal aussehen möchten und wussten ganz genau was sie machen die hatten den stil dem sind die auch bis heute treu geblieben habe ich zum beispiel auch beim klassentreffen wieder gemerkt also da hat man einfach gemerkt die haben den richtigen plan einen plan von sich selbst mein plan vom leben oder von wie sie sein möchten und ich war immer so na ja dann schauen wir mal was passiert und so ist es ehrlich gesagt bis heute und vielleicht habe ich gelernt dass es auch okay ist weil ich ja trotzdem jetzt auch 30 geworden bin und das für mich eigentlich ganz gut funktioniert und immer wenn ich gefragt werde hast du plan für die nächsten fünf jahre hast ein plan für die nächsten zehn jahre auch jetzt vor kurzem zum beispiel da ging es um finanz pläne und wie man sein geld genau anlegt und natürlich fragt dann so ein finanzberater beraterin in so einem beratungsgespräch auch wann wollen sie investieren und in was wollen sie genau investieren und ich war so jesus christ das reißt jetzt hier sachen auf in mir ich weiß darüber muss man sich gedanken machen und es ist vielleicht jetzt auch langsam an der zeit sich darüber gedanken zu machen und wenn man geld hat vielleicht auch zu investieren und das sinnvoll irgendwie anzulegen und da vielleicht ein bisschen zu planen absolut aber das hat man einfach wieder bewusst gemacht wie sehr ich häufig keinen plan habe ist auch nicht immer gut in so einer finanzgeschichte vielleicht gar nicht so schlau aber in vielen anderen momenten habe ich gelernt ist auch okay man kann einfach da wieder ein bisschen chillen und man kann auch einfach so durchkommen es geht meistens und da passt auch ein bisschen der nächste punkt dazu der mir dann gekommen ist was andere leute für ziele haben müssen ja nicht unbedingt meine ziele sein gerade in so das ist jetzt auch eher auf schulzeit vielleicht sogar noch mehr anwendbar fällt mir jetzt im nachhinein auf damals ist man in so einem umfeld gewesen wo natürlich alle das gleiche durchgemacht haben und alle auf ein ziel haben wir alle hingearbeitet der abschluss alle auf vielleicht am studium oder vielleicht die ausbildung aber es war ein großes ziel auf das alle kollektiv hingearbeitet haben und das kann auch eine sache sehr leicht machen wenn quasi ziele von anderen vorgegeben sind aber es ist auch okay irgendwann rauszufinden bloß weil viele dieses ziel haben oder viele ein ziel haben heißt es nicht dass das auch mein ziel sein muss weil was für viele andere funktioniert muss nicht unbedingt für einen selber funktioniert oder kann in abgewandelter Form für einen funktionieren es ist halt so leicht sich da irgendwie drin zu verlieren in den ganzen Vorstellungen die andere Leute vom Leben haben die sich ja toll anfühlen oder toll anhören erstmal also es gibt ja so viele Lebensentwürfe von Leuten die unendlich glücklich sind mit dem was sie sich da aufbauen oder von dem sie träumen das hört sich toll an und wenn Leute dann auch mit Begeisterungen von Lebensplänen oder von Zielen erzählen dann können die so begeistern dass man fast mitgerissen wird und sich davon überzeugen lassen würde das ist auch mein Ziel das hört sich ja wirklich toll an genauso will ich auch sein aber man merkt vielleicht irgendwann manchmal auch während man an so einem Ziel arbeitet und ja warte mal eigentlich ist das gar nicht mein Ziel sondern ich liebe es vielleicht so ein bisschen das was andere Leute mir immer vorgelebt haben und es ist okay das dann auch nicht weiter zu machen und einfach so man sich zu überlegen okay was ist überhaupt mein Ziel versteht ihr und ich habe das auch häufig in diesem Job jetzt den ich hier mache weil auch da fällt es mir manchmal schwer mich nicht zu vergleichen mit anderen Leuten mittlerweile kann ich das auch viel besser als sogar noch vor einem Jahr würde ich sagen erst recht viel besser als zwei Jahren aber es ist so leicht und da geht es nicht nur euch vielleicht so als Consumer von Social Media Inhalten da sieht man ja auch tausende Profile und geht auf die und denkt sich das ist eigentlich schon toll sollte es nicht bei mir auch so sein sollte ich es nicht vielleicht auch so machen oder sollte ich nicht dahin auch hinarbeiten bin ich dann glücklich und genauso ist es natürlich bei mir auch und bei mir vielleicht sogar noch ein bisschen verstärkt weil ich ja auch noch sehe die Person die arbeitet in einem ähnlichen Berufsfeld wie ich und die hat jetzt vielleicht schon das gemacht und diese Ziele erreicht stand auf der Bühne hat diesen Job gearbeitet und ich habe dann häufig mich verglichen und habe gedacht warum habe ich das nicht gemacht muss ich das auch machen die macht gerade so eine geile Karriere da das muss ich auch machen und da muss ich auch hin und erst im zweiten Moment habe ich dann aber gemerkt na warte mal eigentlich will ich das ja gar nicht vielleicht bin ich ja gerade auch sogar ganz glücklich an dem an dem ich gerade arbeite und wohin ich gerade mich so entwickle und das ist ja auch total in Ordnung aber dafür muss man sich glaube ich auch immer wieder umtasten den Kopf den inneren und mal gucken was was will ich eigentlich Punkt 14 Peinlichkeiten sind super das sollte ich auch total dumm an aber es gibt auch bestimmt in eurem Leben auch so Momente wo ihr zurückschaut und denkt euch peinlich oh mein Gott aber wisst ihr was ich habe das fast ein bisschen mir so zu eigen gemacht solche Peinlichkeiten wie eine kleine Schatztruhe zu sehen wenn mir etwas Peinliches passiert denke ich mir in dem Moment schon geil weil das werde ich später erzählen und da wird es ein Lacher geben dann werden andere Leute darüber lachen und das macht es für mich im Nachhinein weniger peinlich sondern auch mehr lustig also wenn man Peinlichkeiten aufhört als schlimm anzusehen und mehr als lustig anzusehen geht natürlich nicht bei allen Sachen so leicht aber es gibt viele Peinlichkeiten die im Nachhinein mit Abstand wirklich lustig sind dann macht es das in dem Moment auch weniger schlimm klar da kann man mal ein bisschen rot werden das ist bei mir auch ein Ding ich bin eine Zeit lang richtig krass rot geworden mittlerweile nicht mehr ganz so häufig aber auch noch teilweise werde ich auch noch ganz rot immer was unangenehm ist aber es ist in so Moment dann schon fast wie so eine kleine Sache auf die ich mich freue die später noch mal zu erleben wenn ich sie dann anderen Leuten erzähle und dass wir dann zusammen darüber lachen können das macht mir irgendwie Spaß das würde ich euch mal raten wenn ihr eine peinliche Geschichte habt die ihr noch nie erzählt habt dann schreibt mir die bitte gerne mal und dann kann ich die gerne wenn ihr wollt auch anonym mal hier vorlesen und dann können wir zusammen darüber lachen und vielleicht macht es dann für euch auch noch mal besser und ihr könnt endlich damit abschließen versteht ihr wenn ihr da Bock drauf habt dann schreibt sie mir gerne mal dann können wir eine kleine Peinlichkeitsrunde mal machen okay zum Start kann ich euch ja vielleicht eine kleine peinliche Geschichte erzählen ich weiß zum Beispiel noch dass ich mich als Kind dafür geschämt habe vor anderen Kindern zuzugeben dass ich gerne mit Barbies spiele und da gab es einen Kindergeburtstag den es bei mir daheim halt so gab und da waren verschiedene Freundinnen und Freunde eingeladen und die einen mit denen habe ich zum Beispiel auch Barbie gespielt die wussten dann eh dass ich Barbies gerne mag und so und die anderen die ich eingeladen habe die kannte ich vielleicht noch nicht so gut vor denen habe ich das eher so geheim gehalten da wollte ich in der Grundschule noch cool erscheinen versteht ihr da habe ich sowas nicht offen zugegeben und dann kamen eben diese beiden Gruppen zusammen waren beim Geburtstag und ich habe dann von einem befreundeten Kind eben eine Barbie geschenkt bekommen oder was glaube ich ein Barbie Pferd ich weiß es gar nicht vielleicht waren es auch mehrere Sachen oder so und dann hat das andere Kind zu mir gesagt ich wusste ja gar nicht dass du mit Barbies spielst nachdem wir das ausgepackt haben und ich glaube auch das war nicht mal eine böse Kind irgendwie gemeint hat weil es war ein sehr liebes Kind war nur Liebe Kinder auf meinem Kindergeburtstag na klar aber war ein sehr liebes Kind und hat aber zu mir gesagt ich wusste ja gar nicht dass du mit Barbie spielst und mir war das in dem Moment so peinlich ich habe dann erst mal so getan als würde ich sie gerade nicht verstehen weil einfach die Musik so laut war was sie überhaupt nicht war es war ein Kindergeburtstag wir haben jetzt gerade keine Ahnung wenn da überhaupt Musik gelaufen ist aber ich habe so getan als gäbe es gerade ein akustisches Problem und ich hatte sie nicht verstanden habe gefragt was hat sie noch mal gesagt ich wusste ja gar nicht dass du mit Barbies spielst was ich habe gar nicht gewusst dass du mit Barbies spielst Carlo und dann habe ich gesagt nee ich frisiere die nur gerne ich weiß gar nicht ob ich diese Geschichte diese Anekdote schon mal erzählt habe aber da kann ich mich eben daran erinnern mir war das in dem Moment so peinlich und jetzt im Nachhinein finde ich das so lustig auch mehrere Arten erstmal jetzt natürlich ist es mir jetzt überhaupt nicht mehr peinlich dass ich mit Barbies gespielt habe ist es mir scheißegal was irgendwer anders darüber denken hätte können jetzt im Nachhinein damals wusste ich aber okay Jungs haben nicht mit Barbies zu spielen das wurde mir nie von meiner Familie gesagt wurde mir nie von meinen Freunden Freundinnen gesagt sondern das war glaube ich einfach so leider trotzdem auch als Kind ein Verständnis dafür was in der Gesellschaft normaler ist und was vielleicht weniger normal ist und ich wusste Jungs mit Barbies ist eher in die Kategorie weniger normal einzuordnen deswegen war es mir peinlich aber dann auch noch mit der Ausrede sich rausreden zu wollen nee ich frisiere die nur gerne als würde das die Sache weniger weiblich assoziiert machen und würde mich männlicher darstellen das finde ich aber nur hilarious im Nachhinein nee ich spiele nicht mit Puppen ich frisiere die auch noch schrecklich männlich naja und heute finde ich kann man da sehr gut darüber lachen und deswegen ist das doch eine super Peinlichkeit die sich im Nachhinein herausstellt als eine Sache die ist auch eine herrliche Sache gut nächster Punkt verzeihen ist nicht leicht aber nötig und vor allem nicht für die anderen nicht für die anderen sondern für sich selbst listen to me falls das noch nicht so verständlich ist ich habe irgendwann gemerkt dass es mich selber nicht freut wenn ich an Leute aus meiner Vergangenheit zurückdenke und denen irgendwie schlechte Gefühle gegenüber immer noch habe obwohl das vielleicht auch wirklich Sachen sind da kann man sich drüber ärgern dass sie irgendwann mal passiert sind dass mir Leute irgendwas Schlechtes zugefügt haben oder mich ungerecht behandelt haben und ich habe das vor allem gemerkt in Beobachtung von anderen Leuten in meinem Umfeld die mir Dinge erzählt haben die vor Ewigkeiten passiert sind und die aber bis heute sich da reinsteigern können als wäre diese schlechte Sache ihnen gestern passiert und als wäre gestern die Person schlecht mit ihnen umgegangen. Dabei sind das Geschichten, die sind ewig her, aber man steigert sich rein und man fühlt diese Gefühle wieder wie am ersten Tag. Und ich habe irgendwann für mich selber auch gedacht, nee, das möchte ich auf gar keinen Fall. Und deswegen habe ich irgendwann gesagt, ich möchte Leuten irgendwann auch vergeben. Irgendwann muss gut sein. Ich kann nicht mich Jahre später noch immer noch reinsteigern in Sachen, die lange abgehakt sind, die lange keine Rolle mehr in meinem Leben spielen, in meinem Jetzt und Hier, sondern die sind irgendwann passiert. Ich habe mich genug damit abgeärgert und ich vergebe dieser Person, auch wenn die vielleicht schon gar nicht mehr in meinem Leben ist und auch wenn ich das dieser Person selbst nicht sage, weil sie vielleicht auch schon keine Rolle mehr in meinem Leben spielt, aus vielleicht auch guten Gründen, aber ich habe keinen Bock mehr, zurückzuschauen und jedes Mal wieder mich reinsteigern zu können oder diese Gefühle spüren zu können. Deswegen habe ich gesagt, nee, ich vergebe dem einfach und gut ist. Was vorgefallen ist, ist vorgefallen. Ich muss es nicht vergessen, aber ich muss keine bösen Gefühle mehr dieser Person gegenüber haben, weil die Gefühle, die finden im Endeffekt nur in mir statt und nicht in der Person, an die es ja eigentlich gerichtet ist. Deswegen tue ich mir selbst im Endeffekt nichts Gutes. Ich tue mir damit keinen Gefallen, wenn ich Leuten ewig so einen Groll gegenüber verspüre. Deswegen vergeben muss man auch lernen. Dauert vielleicht ein bisschen, aber tut einem selber gut, glaubt mir. Die nächste Sache, 16. Geld ausgeben ist gar nicht mal so. Geil, musste ich irgendwann feststellen. Ich weiß noch, als ich mein erstes Geld verdient habe, das war so in der Ausbildung und ich habe eigentlich während meiner Ausbildung ziemlich gut verdient, muss ich wirklich sagen. Ich hatte einen Tarifvertrag damals und ich glaube, ich habe im ersten Ausbildungsjahr brutto oder war es sogar netto? Ich glaube, es war netto 800 Euro verdient. Ja, es war netto 800 Euro. Beim zweiten waren es 900 und im dritten waren es sogar knapp 1000. Also es hat sich dann so jedes Jahr um ein Tausender, äh um ein Hunderter gesteigert. Und wenn man zum ersten Mal Geld verdient, dann ist das nicht so. Und wenn man zum ersten Mal Geld verdient, dann ist das nicht so. Wenn man zum ersten Mal Geld verdient, dann sind 800 Euro echt gutes Geld. Also ich habe damals ja noch bei meinen Eltern gewohnt, deswegen an die musste ich zwar auch was abgeben, aber bei Weipen nicht so viel, wie wenn man einen eigenen Haushalt schmeißt, wenn man seine Lebensmittel selbst kaufen muss alle, wenn man eine Miete zahlen muss. Also da kann man mit 800 Euro schon echt weit kommen. Und ich weiß noch, damals hat es mir so Spaß gemacht, mein Geld auszugeben. Das war halt so das erste Mal, dass ich wirklich mehr Geld zur Verfügung hatte. Und dann habe ich das auch wirklich teilweise komplett ausgegeben. Also da war dann nichts mehr übrig am Ende vom Monat. Weil ich halt essen gehen wollte mit Freundinnen. Weil ich mir Kleidung kaufen wollte, die ich mir davor nicht gekauft habe. Ich habe sogar schon als Schüler eine Wunschliste mir angelegt in meinen Handynotizen, irgendwann mal von Dingen, von denen ich geträumt habe. Und ich kann mal schauen, ob ich die noch habe, weil ich kann mich erinnern, dass ich die mal nochmal gefunden habe und dann total darüber schmunzeln musste, was da drin stand. Nee, habe sie leider nicht mehr. Scheinbar habe ich doch mal irgendwann mein mein Ding gelöscht. Weil ich habe sehr viele Notizen beim Handy von vor Jahren. Aber die leider nicht mehr. Weil das muss ja mittlerweile auch schon wirklich, über 10 Jahre muss das jetzt her sein, wenn ich das noch in der Schulzeit gemacht habe. Ich habe da vor 10 Jahren Abi gemacht. Also da irgendwann dann. Und ich kann mich zum Beispiel an eine Sache erinnern, da war eine Handyhülle drin. Die habe ich damals gesehen bei irgendwem anderem. Die hat 30 Euro gekostet. Und ich habe aber nicht viel Taschengeld gehabt und habe manchmal gejobbt. Und kurz vorm Abi habe ich das aber dann sein lassen, weil ich lernen musste. Also war nicht viel Geld da. Und diese 30 Euro Handyhülle war mir einfach zu teuer. Ging nicht. Ich hatte damals halt einfach keine Ahnung, die 3 Euro Handyhülle, die es beim 1-Euro-Shop gab. War genau so eine Handyhülle. Hat gelangt. So. Aber ich habe natürlich davon geträumt, oh wie wäre es wohl so eine 30-Euro-Handyhülle zu haben. Und ich habe mir das aufgeschrieben und habe gedacht, das gönne ich mir vielleicht dann einfach mal, wenn ich Gehalt habe. Und, also ihr seht, das waren jetzt keine Luxusdinger, keine Luxusgegenstände oder sowas. Aber vielleicht eine Sache, die mehr Luxus war, ein Parfum, das über 100 Euro gekostet hat damals. Das war ja dann riesig so für mich. Und ich weiß, am Anfang habe ich dieses Geld richtig ausgegeben. Richtig gerne ausgegeben. Das war eine große Freude. Aber weil man halt das das erste Mal machen konnte. Weil man das erste Mal ein bisschen mehr zur Verfügung hatte und das so, ja, sich so ein bisschen darin auch suhlen konnte. In den ganzen Sachen, die man sich auf einmal gönnt. Und das ist aber eine Sache, für mich zumindest hat das sehr schnell Reiz verloren. Vor allem, weil man irgendwann merkt, das ist ja das eigene Geld, für das man arbeitet. Also ich bin glaube ich eh keine groß materielle Person. Vor kurzem habe ich noch von dieser Louis Vuitton Tasche erzählt, die ich mir da gegönnt habe. Die steht auch hier hinter der Kamera gerade. Die, da freue ich mich wirklich auch immer noch dran. Das ist so dann eine der wenigen Sachen, glaube ich, wo ich dann mal wieder so denke, ja okay, das war jetzt wirklich eine Sache, das habe ich mir so lange überlegt. Das habe ich mir gegönnt. Schön. Freue ich mich jedes Mal drüber. Aber allgemein macht das Geld ausgeben an sich gar nicht mal so viel Spaß. Auch eine Sache, von der hätte ich lange nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde. Aber ja, es ist so. Fremdes Geld dagegen ausgeben, das macht Spaß. Zu meinem Geburtstag. Gestern habe ich zum Beispiel einen Gutschein zum Essen gehen geschenkt bekommen. Freue ich mich da drauf. Oh mein Gott. Dieses fremde Geld dann auszugeben. Herrlich wird das sein. Das macht dann wieder Spaß. Aber das eigene, gar nicht mal so arg. Irgendwie. Zum Glück. Ist glaube ich eine ganz gute Erkenntnis, die ich da für mich hatte.
Speaker 2Das ist eine gute Erkenntnis. Das ist eine gute Erkenntnis. Uber ist die Sicherheit bei jedem Schritt. Lern mehr auf der Uber-App.
Speaker 4Dann der nächste Punkt 17. Produktiv sein fühlt sich gut ein. Faul sein aber auch. Ich verstehe total, wenn Leute sagen, mir geht es immer so gut, wenn ich was erledigt habe, wenn ich nach einem langen Arbeitstag eine To-Do-Liste sehe und da ist jeder Punkt abgehakt. Das ist ein Bild für die Götter. Mir geht es da richtig gut damit. Kann ich nachvollziehen. Das Gefühl kenne ich auch. Ich weiß aber auch, wie gut es tut, einfach gar nichts zu tun. Ich bin keine Person, die so ihren Wert von ihrer Produktivität abhängig macht. Zum Glück. Ich kann richtig gut abschalten. Ich kann richtig gut gar nichts machen und mir auch null übel nehmen. Ein Glück. Ein Segen. Punkt 18. Zum Glück lief nicht alles so wie geplant, habe ich aufgeschrieben. Und als Beispiel dafür würde ich einfach mal diesen Job hier nehmen, weil den habe ich auch nicht so geplant, wie er jetzt im Endeffekt ist. Aber ich liebe ihn. Den hätte ich ja jetzt gar nicht mal von so langer Hand her planen können, weil diese Art irgendwie so seinen Lebensunterhalt zu verdienen, die gab es ja noch gar nicht immer. Also das wurde uns nicht vorgeschlagen als Beruf damals in der Schule, als es beim Berufsorientierungstag irgendwie um Berufsfindung ging. Da habe ich mir auch andere Pläne oder Vorstellungen gemacht. Aber wie gut, dass die nicht wahr geworden sind, weil sonst könnte ich heute hier nicht für euch sitzen und diese Podcast-Folge zum Beispiel aufnehmen. Es ist so gut manchmal, dass Pläne anders laufen als gedacht, weil man dann auch einfach immer wieder überrascht werden kann, dass einem das, was rauskommt, doch ganz gut gefallen kann. Jetzt haben wir schon viel über Pläne gesprochen, irgendwie diese Folge, ne? Naja. Punkt 19, was ich auch gelernt habe, bei aller Selbstsicherheit, aber tief in dir drin willst du den Leuten doch noch gefallen und du bist ein People Pleaser. Es ist leider so. Das ist jetzt nicht unbedingt eine Erkenntnis, die zu 100% toll und schön ist, aber es ist auch nicht schlimm. Es gibt weitaus schlimmere Dinge. Ich will trotzdem immer noch anderen Leuten gefallen. Ich glaube, das ist ein bisschen schon auch in mir drin. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, mir ist komplett scheißegal, was andere Leute von mir halten. Ich glaube, mir ist es bis zu einem gewissen Grad egal, aber ich will nicht, dass fremde Leute scheißegal sind. Schlecht über mich denken, aber ich nutze es für mich auch als Kompass, mich dann so zu verhalten, dass ich niemandem Unrecht tue. Wenn irgendwer was Schlechtes über mich denken möchte, was aber total oberflächlich ist und was auf Sachen beruht, die kann ich nicht ändern oder zum Beispiel Homophobie, das ist einfach der häufigste Hate-Kommentar, den ich bekomme im Internet und der hat aber halt schon so ein Bart. Also die Sachen, die habe ich schon 100 Mal gelesen. Wenn mich deswegen jemand nicht mag und wenn ich deswegen bei jemandem nicht gut ankomme, ist mir das scheißegal. Das ist mir wirklich, könnte mir egal und nicht sein. Oder wenn mich jemand nicht mag aufgrund von Dingen, die aber nicht bösartig sind, dann ist mir das auch egal. Trotzdem ist es mir schon, glaube ich, wichtig zu gefallen auf eine Art und eine Weise. Und es kann eine Schwäche sein, wenn man dann zum People Pleaser eben wird teilweise, aber es ist auch nicht so wild. Habe ich aber gelernt über mich, dass das schon irgendwie tief in mir drin ist. Punkt Nummer 20. Ich habe gelernt, einen Haushalt zu führen und auch gemerkt, dass es gar nicht mal so schlimm ist teilweise. Es gibt Sachen, die mache ich gerne, fast schon. Zum Beispiel Wäsche ist eine Sache, mag ich eigentlich ganz gerne machen. Stört mich nicht so arg. Was ich aber dagegen hasse, ist Abspülen, Staubsaugen, vielleicht auch ein Stückchen weit Wischen. Wischen finde ich aber nicht ganz so schlimm wie Staubsaugen. Staubsaugen ist wirklich für mich die Pest, ist eine Strafe. Aber trotzdem kann ich es. Das habe ich gelernt. Ich schaffe es, einen Haushalt zu wuppen. Punkt 21. Ich für mich mache mir häufiger Stress, als ich wirklich Stress habe. Ich habe mal irgendwann gesagt, sehr oberflächlich, auch so eine Aussage von vor ein paar Jahren, über die ich jetzt auch denke, nee, stimmt nicht so arg. Ich habe immer gesagt, Stress hat man nicht, Stress macht man sich. Und das ist eine sehr privilegierte Aussage, denke ich jetzt rückblickend, weil manche Leute haben auch einfach Stress. Manche Leute haben fünf Jobs und müssen schauen, wie sie über die Runden kommen und das machen sie nicht, weil sie da Bock drauf haben oder das macht man nicht einfach so, sondern diesen Stress hat man einfach wirklich. Das sind aber Sachen von Stress, die ich zum Glück noch nie fühlen musste. Deswegen diese Aussage: Die würde ich heute zum Beispiel überhaupt nicht mehr so machen. Ich würde das jetzt eher so formulieren, dass ich mir häufiger Stress mache, den ich mir gar nicht machen müsste. Und ich versuche mich dann immer, wenn ich Stress habe, wenn es irgendwie Zeiten gibt, wo ich viel zu tun habe, wo mir gerade alles ein bisschen zu viel wird, lehne ich mich nochmal kurz zurück und denke mir so, okay, ist es jetzt Stress, den ich mir mache und der wird immer mehr und immer stressiger, weil ich darüber nachdenke, wie stressig alles gerade ist oder ist es gar nicht mal so stressig, wenn ich es jetzt einfach umsetze. Ich weiß nicht, ob das so Sinn ergibt, aber ich versuche mich dann immer wieder so zu erden und mir bewusst zu machen, ich mache mir eigentlich häufiger mehr Stress, als ich eigentlich haben müsste. Und dann kommen wir aber zu Punkt 21, nee, 22, den ich da rausgezogen habe. Selbst wenn ich Stress habe und wenn ich vielleicht mal in Situationen bin, die nur ungerne, in denen ich mich nur ungerne irgendwie lange Zeit aufhalte oder wenn ich irgendwie was aushalten muss, dann ist der nächste Punkt, alles lässt sich für 10 Sekunden aufhalten. Und ich wusste bis vor kurzem nicht, wo ich das mal gehört habe, aber es ist eine Sache, die mir immer wieder in den Kopf kam. So, jeder unangenehme Moment lässt sich für 10 Sekunden aushalten und dann kannst du wieder von 10 anfangen runterzuzählen oder von 1 hochzuzählen auf 10 Sekunden, aber diese 10 Sekunden hält man aus. Und manchmal hilft es, wenn es wirklich sehr unangenehm ist, sich zu denken, okay, 10 Sekunden, 10 Sekunden. Klar macht man sich da ein bisschen was selber vor damit, weil man ja tief in sich drin schon weiß, in 10 Sekunden geht es eventuell nochmal weiter, aber diese 10 Sekunden, die lassen sich überbrücken. Und dann schauen wir weiter. Versteht ihr? Und das habe ich mir immer mal wieder gesagt und wusste aber nie, woher habe ich das. Das hat mir ja bestimmt auch mal irgendwer gesagt. Jetzt kann ich es euch sagen. Am vergangenen Freitagabend, also vor wirklich paar Tagen, habe ich mal wieder Unbreakable Kimmy Schmidt angeschaut auf Netflix, die Serie. Ich weiß nicht, ob ihr die kennt, die ist schon einige Jahre alt. Und da gibt es einen Moment, da sagt Kimmy Schmidt. Die Hauptperson in dieser Serie, alle unangenehmen Situationen lassen sich für weitere 10 Sekunden aushalten. Und da habe ich mir gedacht, na die was, die, die Kimmy, die hat mir das beigebracht. So lustig, weil das aus so einer Comedy-Serie ist, was ich da mitgenommen habe, aber es stimmt halt irgendwie auch. Klar, auch da ist es wieder sehr privilegiert, es gibt Sachen, die lassen sich nicht mal 10 Sekunden aushalten. Es gibt Situationen, die sind so schlimm, aber ich rede jetzt so von Alltagsdingen, ne, durch die man sich manchmal einfach durchkämpfen muss. 10 Sekunden, kriegt man immer hin. Punkt Nummer 23: Nickerchen machen ist geil. Als Kind wollte ich nie ein Nickerchen machen, zumindest kann ich mich an Nachmittage erinnern, wo ich das nicht wollte. Und meine Mutter war aber dann auch immer so, ich will jetzt aber ein Nickerchen machen. Ich brauche jetzt mal eine halbe Stunde Ruhe. Und sie hat es vermutlich auch sehr viel mehr für sich gemacht und sich diese Zeit einfach mal für sich genommen. Davor, danach war sie für uns da. Aber diese halbe Stunde hat sie gesagt, die mache ich jetzt ein Nickerchen. Und ihr geht einfach nach Hause. Ihr geht alle in eure Zimmer, liebe Kinderlis. Wir sehen uns in einer halben Stunde wieder. Wenn ihr nicht schlafen wollt, dann spielt da irgendwas. Müsst ihr euch jetzt mal eine halbe Stunde irgendwie ruhig mit euch selber beschäftigen. Wenn was ist, ich liege hier im Zimmer nebenan. Ich bin jederzeit bereit, wenn irgendwas ist. Aber halbe Stunde Ruhe. Und als Kind versteht man sowas nicht. Und dann aber irgendwann mit, als Jugendlicher glaube ich, habe ich das erste Mal gelernt, wie gut ein Nickerchen sein kann. Oh mein Gott, ja, ich glaube vielleicht sogar in meiner Ausbildung. Da war ich am Anfang immer so fertig, finde ich. Als ich dann vom Arbeitstag nach Hause gekommen bin. Weil, na klar, man war davor in der Schule, das waren auch teilweise lange Tage. Aber dann acht Stunden am Stück irgendwie durchzuarbeiten, das war dann noch ein bisschen ein längerer Tag. War eine andere Anstrengung und so. Gerade am Anfang meiner Ausbildung, wo man sich zuerst daran gewöhnen muss, da bin ich wirklich nach Hause gekommen und habe mich erstmal hingelegt. Und da habe ich das, glaube ich, so richtig gelernt zu schätzen, wie gut ein Nickerchen sein kann. Und ich habe schon viel zu lange keins mehr gemacht. Vielleicht ist es auch einfach ein Zeichen, dass ich nicht genug ausgelastet bin. Aber das ist so. Punkt 24: Die wenigsten Probleme bleiben lange. Es gibt ein paar, die bleiben länger. Sagen wir jetzt mal zum Beispiel gesundheitliche Probleme. Wenn die auftreten, boah, dann hat man halt schon wirklich ein Problem. Dann ist die Kacke am Dampfen, das kann man auch nicht schönreden und so. Aber viele alltägliche Probleme, meine ich damit, die bleiben gar nicht lange. Und stören einen auch kurz danach schon nicht mehr. Wenn ein kleines Problem irgendwie im Alltag auftritt, mache ich mir bewusst: Okay, die Sache, die löse ich jetzt so schnell wie möglich. Weil morgen werde ich mich vermutlich schon gar nicht mehr verletzen. Weil ich mich gar nicht mehr daran erinnern kann. Und wenn vielleicht nicht morgen, dann sagen wir mal nächste Woche. Nächste Woche habe ich dieses Problem schon lange vergessen. Deswegen Augen zu und durch. Punkt 25: Man wird Fehler machen. Das ist wahr. Ja, das sagst du es, Carlo, es ist wahr. Man wird immer wieder Fehler machen. Einfach so, weil man menschlich ist. Und nicht nur wir, sondern auch andere. Und es hilft sehr, sich das bewusst zu machen, dass Fehler einfach passieren. Bei sich selbst und eben auch bei anderen. Weil einem das auch den Umgang mit anderen erleichtert. Davon auszugehen, dass Leute Fehler machen können. Nicht aus bösem Willen, sondern einfach, weil es passiert. Und das zu akzeptieren und auch anderen nicht böse zu sein, wenn sie mal einen Fehler machen, hilft ungemein dabei, sich auch selbst zu verzeihen und zu akzeptieren, dass man auch selbst Fehler macht und nicht perfekt ist. Punkt 26: Man hat immer noch Pickel mit 30. Der Punkt kam mir direkt heute Morgen, als ich in den Spiegel geschaut habe. Weiß ich nicht, ich habe letzte Woche mal eine andere Sonnencreme verwendet. Wahrscheinlich war es das. Keine Ahnung. Pickel habe ich auf jeden Fall bekommen. Und das habe ich auch damals gedacht, als ich da in meiner Pubertät sehr unreine Haut hatte. Habe ich gedacht: Naja, freue ich mich aufs Erwachsensein? Freue ich mich drauf, wenn ich mal doppelt so alt bin und dann einfach keine Pickel mehr habe? Naja, 15-jähriger Carlo, du wirst dich noch umschauen. Pickel werden weiterhin ein Thema sein. Ist nicht unbedingt etwas, was nur mit Jugend zusammenhängen muss. Manchmal bekommt man auch einfach Pickel als Erwachsener. Und wisst ihr was? Ist gar nicht so schlimm. Punkt 27: Ich liebe es, daheim zu sein. Ist das nicht schön? Ist doch eine schöne Erkenntnis. Andere Leute kriegen sofort Hummel im Arsch, wenn sie zu lange daheim sind. Aber ich glaube, ich habe echt einen richtig guten Job, weil ich sehr, sehr gerne daheim bin. Also ich habe einen guten Job für mich, meine ich jetzt so. Andere glaube ich, ich habe auch vor kurzem eine Influencerin gesehen, die gesagt hat, sie ist innerhalb von den ersten drei Monaten, in denen sie sich selbstständig gemacht hat, aus einem Angestelltenverhältnis, in dem sie mit anderen Leuten viel zu tun hatte, rausgegangen ist und selbstständig von daheim gearbeitet hat als Influencerin, dass die sofort eingegangen ist. Wie ein kleines Blümchen, das nicht gegossen wurde, hat sie gesagt, ging es ihr gar nicht gut. Sie hatte total zu kämpfen damit, dass dieser soziale Aspekt weggefallen ist und dass sie nur noch daheim war. Und ich habe mir gedacht, ja, das hätte auch ganz anders laufen können, als ich mich selbstständig gemacht habe. Aber ich habe damit gar kein Problem. Ich mag es total gerne, daheim zu sein. Und auch das ist, glaube ich, eine Sache, die ist schon immer so. Meine Mutter erzählt mir immer, als wir, wie wir noch klein waren, als Familie irgendwo hingegangen sind, habe ich schon im Auto auf der Fahrt hin gefragt, wann wir denn wieder nach Hause gefahren sind. Hat sie mir auf der Uhr gezeigt, schau mal, wenn der große Zeiger da und der kleine da ist, dann fahren wir wieder nach Hause. Oder dass ich dann auch, während wir dort waren, ab und zu mal gefragt habe, kurzer Zwischenstand, wie lange haben wir noch auf dem Plan, bevor es wieder nach Hause geht, weil ich freue mich schon drauf. Also ich glaube, das ist auch eine Sache, die ist einfach tief in mir drin. Ich habe es einfach gerne gemütlich und bin gerne daheim. Ist doch schön, so eine Erkenntnis über sich selbst, oder? Punkt 28 ist mir irgendwann gekommen, man kann ja auch Dinge machen, bevor man so richtig weiß, wie die überhaupt gehen. Und das ist, glaube ich, was, das habe ich zwar auch schon anfangs, als ich meine DIY-Videos hier so gemacht habe, dann auch schon gewusst, aber ich habe das dadurch auch mehr und mehr gelernt, dass man auch einfach Dinge machen kann, die man gar nicht kann. Versteht ihr? Man kann auch einfach Dinge zum Spaß machen und man muss in denen auch nicht gut sein, sondern man kann auch einfach Sachen machen, einfach, wenn man möchte. Viele Dinge muss man nicht gut können, um sie zu machen. Ich singe zum Beispiel auch sehr viel und sehr gerne daheim. Ob ich das jetzt aber besonders gut mache, weiß ich nicht. Was gut mache, das ist einmal ganz dahingestellt. Also, scheiß drauf. Man kann auch einfach Sachen gerne machen, obwohl man die nicht gut macht. Punkt 29 aber auch, man kann auch um Hilfe bitten, wenn man was nicht kann. Das ist auch nicht immer leicht, irgendwie für mich. Ich weiß gar nicht, warum. Aber um Hilfe bitten fällt mir manchmal schwer. Man kann es aber machen. Gerade in Dingen, in denen man vielleicht selbst nicht so gut ist, tut es total gut, um Hilfe zu bitten. Und jemandem was abzugeben, das am Ende wahrscheinlich viel besser wird, wenn man sich da selbst durchquält und am Ende das Ergebnis gleich gut ist. Ich denke zum Beispiel da häufig an Finanzthemen, muss ich leider sagen. Alles, was mit Zahlen zu tun hat, ist für mich ein großes Mysterium. Und ich bin leider gar nicht so gut im Umgang mit Zahlen. Das liegt mir einfach nicht. Für mich ist es eine Qual, also wirklich eine Qual. Ich schwitze dabei, wenn ich daran denke. Allein kriege ich jetzt schon Schwitzehände, weil das so einen Stress in mir auslöst. Boah, wirklich jetzt, auch wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke mit Matheunterricht und so weiter. Schlimm. Ich sage das nicht einfach nur so. Das macht mich innerlich so unruhig. Das ist ganz, ganz schrecklich für mich einfach nur. Und es tut gut zu wissen aber, dass es Leute gibt, die sind da richtig gut drin. Und man kann sich mit denen zusammentun. Und ich habe das große Glück, dass ich das jetzt auch mittlerweile habe. Dass ich Leute habe, die mich da unterstützen, die mich beraten, die mir unter die Arme greifen, was so Finanzthemen angeht. Die es gut mit mir meinen, die sich Zeit für mich nehmen. Und die auch. Die aber auch viel abnehmen. Die quasi darauf warten, dass ich ihnen eine Aufgabe gebe, die sie für mich übernehmen können. Ich weiß, das ist ein extrem großes Glück und eine extrem geile Position, in der ich da jetzt gerade bin in meinem Leben. Dass ich so jemanden habe oder dass ich solche Leute in meinem Umfeld habe. Und dass ich die auch bezahlen kann mit meiner Arbeit. So, dass sich das auch quasi so Hand in Hand geht. Aber ja. Ich habe mir auch wieder gelernt zum Beispiel jetzt an diesem Beispiel. Diese Erkenntnis, man kann auch einfach um Hilfe bitten. Und es geht einem damit dann auch vielleicht besser. Auch wenn es vielleicht im ersten Moment mir zumindest schwer fällt, um Hilfe zu bitten. Aber im Nachhinein ist es geil. Und Punkt 30, der letzte Punkt. der auf der Liste. Was ich gelernt habe in diesen 30 Jahren? Ich glaube, ich bin im Kern schon auch immer noch der Carlo von vielleicht vor 15 Jahren oder so. Ich glaube, man hat das vielleicht auch an manchen Sachen gemerkt, die ich jetzt hier so erzählt habe. Allein wie ich als Kind teilweise mit diesem Daheimsein und so, wie ich da mich doch schon darauf gefreut habe. Ich glaube, tief in mir drin, ich bin mir schon ziemlich treu geblieben. Ich habe vielleicht schon ein ziemlich klares Bild von mir, wie ich bin. Auch wenn man da vielleicht manchmal ein bisschen vom Weg abkommt und sich ausprobiert und vielleicht auch mal ausbrechen muss, um zu schauen, was passt zu mir, was passt nicht zu mir. Wie bin ich und wie möchte ich vielleicht gar nicht sein? Aber ich glaube, tief in mir drin bin ich meinem 15-jährigen Ich schon teilweise noch sehr ähnlich. Ähnlicher, als ich vielleicht mir manchmal eingestehen möchte. Was so Interessen zum Beispiel auch angeht. Oder was meinen Humor vielleicht manchmal auch angeht. Keine Ahnung. Ich glaube, ich bin sehr ich selbst. Und ich glaube, das habe ich gelernt. Und das ist schön. Also ich wünsche jedem, dass das so ist. Und das waren 30 Dinge, die ich mit 30 gelernt habe. Was ist die eine Lektion in eurem Leben, die ihr gelernt habt? Könnt ihr mir gerne mal schreiben. Die peinliche Geschichte erwarte ich von euch. Und vielleicht eine Sache, die ihr gelernt habt über euch selber. Über euch selber oder generell im Leben. Kann ja auch sein. Schön. Ich freue mich da jetzt schon drauf, das mal irgendwann wieder zurückzuhören. Ich hoffe, das war ein bisschen wholesome für euch. Ich habe versucht, das Ganze ein bisschen zu mischen mit privaten Geschichten. Mit Sachen, wo ihr vielleicht auch selber ein bisschen ins Grübeln kommt, wie ihr seid. Und was ihr so gerne mögt oder was ihr vielleicht nicht gerne mögt. Vielleicht hat sich ja die ein oder andere von euch da irgendwie gut aufgehoben gefühlt für die letzten paar Minuten. Wenn ja, dann würde ich mich freuen, wenn ihr mir das in einem Kommentar, in einer Bewertung auf YouTube, auf Spotify, in Form von Sternen, Apple Podcasts, Sterne, Bewertungen, was auch immer. Wenn ihr mich das wissen lasst. Und ansonsten freue ich mich einfach nur, wenn ihr kommende Woche wieder einschaltet. Ich möchte nochmal ganz kurz erwähnen, wir lesen gerade im Buchclub Fast Abend immer noch hell von Linnea Maja Ernst. Wir sprechen da in Folge 108 drüber, das heißt, ihr habt noch ein bisschen Zeit, das zu lesen und zu hören. Das gibt es nämlich auch als Hörbuch, falls euch das lieber ist. Und dann reden wir da gemeinsam darüber und ich lese auch gerne eure Gedanken zu diesem Buch vor. Die könnt ihr mir gerne in die Kommentare schreiben. Aber erstmal bis nächste Woche. Macht's ganz gut. Seid lieb zu euch. Seid lieb zu allen anderen. Bis ganz bald. Tschüss.
Speaker 2On any journey using Uber, it helps to know you're getting into the right car. PIN verification adds an extra step to make sure your ride is your ride. Before the trip begins, your app gives you a unique PIN. Just tell it to your driver and they'll enter it in their app before the ride can start.
Speaker 3Hey, what's your PIN? 2538.
Speaker 2That way you know you're in the right car, taking the right trip and your driver knows you're the right passenger. Make sure your ride is your ride with PIN verification from Uber. One more way Uber is putting safety at every turn. Learn more on the Uber app. Should she say that
Speaker 5about the kisses? Is that weird? She doesn't care. She presses send. This is the love story of real hinge couple Daniel and Roisin. Written and read by me, Rufy Thorpe. Listen to the free audio book now.
Speaker 6Close your eyes. Exhale. Feel your body relax. And let go of whatever you're carrying today.
Speaker 7Well, I'm letting go of the worry that I wouldn't get my new contacts in time for this class. I got them delivered free from 1-800-CONTACTS. Oh my gosh, they're so fast. And breathe. Oh, sorry. I almost couldn't breathe when I saw the disc count they gave me on my first order. Oh, sorry. Namaste. Visit 1-800-CONTACTS.com today to save on your first order.
Speaker 61-800-CONTACTS