Speaker 1Was, wenn Erleuchtung in diesem Leben möglich wäre? Würdest du dann mehr darüber erfahren wollen? Begleite in diesem Podcast Mutter und Sohn auf der Reise zu angstfreier Glückseligkeit und bedingungsloser Liebe. Lasse dich berieseln von spannenden Geschichten, tiefgreifenden Erkenntnissen und kontroversen Einblicken aus dem Leben von Andrea und Enrico Fricke. Es gab noch nie so gute Chancen wie jetzt, um Erleuchtung zu erreichen. Und die Einladung des Universums, deine wahre Natur zum Ausdruck zu bringen, ist da. Herzlich willkommen bei Erleuchtung live dabei. Also, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung.
Speaker 2Genau, das ist der Weg. Also, lass mich anders anfangen. Wenn wir auf die Welt kommen, kommen wir ja quasi als gästiges Wesen in die materielle Welt. Und wir haben Vorbilder, die alle materielle Welt leben und uns eben auch vorleben und uns auch beibringen, wie das hier funktioniert in dieser materiellen Welt. Und das ist ja auch großartig. So lernen wir halt, der Apfel fällt vom Baum. Wenn ich mich in die Wanne setze, verdränge ich Wasser. Also die ganz normalen physikalischen Gesetzmäßigkeiten plus die gesellschaftlichen, zwischenmenschlichen, aber eben alles aus der Sicht der Materie heraus. So, wenn ich jetzt also verstehe, also der spirituelle Weg hat ja damit zu tun, dass ich verstehe, ich bin mehr als dieser Körper. Ich bin mehr als diese Gedanken. Ich bin mehr als diese Gefühle. Ich bin das, was sozusagen unendlich, unsterblich, ewig, vollkommen ist. Und jetzt in diesem. In dieser Existenz diesen Körper nutzt und in dieser Materie eben Erfahrungen sammelt. Okay, das heißt also, dass ich auf der spirituellen Weg, dass ich dann anfange sozusagen zu lernen, ich bin Geist und ich handle aus dem Geist heraus. Also ich bin im Sein und handle aus diesem Seinszustand heraus. Bewusstseinszustand, das ist ja nichts, was ich tue. Das ist ja ein Sein. Und jetzt haben wir aber alles. Es gibt Anleitungen, die sagen, wenn du von A nach B willst, dann musst du halt das und das tun, was sozusagen der materielle Weg ist innerhalb der Materie. Der geistige Weg heißt aber, du musst erst sein und dann.
Speaker 1Dann daraus tun und daraus folgt haben.
Speaker 2Genau. Und das dreht es so um. Und das ist halt das, was, glaube ich, für die meisten Menschen die meisten Komplikationen mit sich bringt.
Speaker 1Ja, also wir denken ja. Ich muss quasi für die Schularbeit lernen und dann schreibe ich wahrscheinlich eine gute Note. So, wenn ich Stress habe, dann muss ich halt noch mich darum kümmern, dass ich weniger Stress habe beim nächsten Mal und, und, und. Also ich habe ja immer eine Idee von, ich muss besser werden, ich muss vorankommen, ich muss etwas schaffen. Und die geistige Welt ist ja aber von der Basis her, du bist vollständig, du bist gut, so wie du bist und alles ist vorhanden. Also selbst die Sachen, die erfunden werden, sind ja bereits als Potenzial existent. Also niemand erfindet etwas, was es nicht schon geben könnte. Es hat es nur noch nicht bei uns gegeben. Kann sein, dass auf einer anderen Ecke des Universums das jemand schon hatte. Weil wir ja in den gleichen sozusagen Rahmenbedingungen leben, die ja in diesen Rahmenbedingungen dementsprechend auch alle Möglichkeiten in sich vereinen. So, und das heißt, viele Menschen betreiben Persönlichkeitsentwicklung, stoßen dann auf Spiritualität und probieren jetzt Spiritualität wie Persönlichkeitsentwicklung zu machen. Also höher, schneller, weiter. Ich will besser werden. Ich will weniger Probleme haben. Ich will mehr Erfolge haben. Ich werde besser meditieren. Mehr Hälse. Mehr Hälse, mehr Heiligsein und dafür werde ich mehr tun. Und die Idee ist, wenn ich nur genug tue, nur genug heile, nur genug Arbeit reingesteckt habe, dann kommt am Ende Heilig, Erleuchtung oder Liebe oder ein glückliches Leben bei raus. Genau. So, und was ist jetzt konkret anders? Wie würde man das quasi als spiritueller Mensch, diesen Weg gehen?
Speaker 2Als allererstes versenkst du dich quasi nach innen, verbindest dich mit dem Sein. Mhm. Dessen, was du anstrebst. Und darin verharrst du so lange, bis dir das völlig natürlich ist. Und aus diesem völlig natürlichen Sein heraus handelst du.
Speaker 1Dann gibt es ja nichts mehr, was ich erreichen muss, weil ich bin bereits, ich habe das Erlebnis, ich bin vollständig. Genau. Es gibt nichts, wo ich hinkommen müsste. Ich bin nicht mein Körper, ich bin nicht meine Identität, ich bin auch nicht mein Geld. Ich bin einfach nur ein unendliches Wesen, was hier nur wie in einem Spiel ist und sozusagen Erfahrungen sammeln möchte. Genau. Das heißt, es gibt ja nichts mehr, was ich sozusagen erreichen müsste. Es gibt nichts mehr, was ich brauche. Ich brauche auch keine Anerkennung, ich brauche auch kein zehn Jahre längeres Leben. Ich brauche im Prinzip nichts. Ich kann einfach das, was jetzt ansteht, erleben. Ich kann es ignorieren, ich kann mitmachen. Ich kann frei entscheiden, wie ich quasi in dieser Welt der unendlichen Möglichkeiten mich ausagieren möchte.
Speaker 2Genau. Und ich stelle sogar in Frage, dass wir Erfahrungen machen möchten. Ja, ich auch. Weil selbst das ist ja schon wieder etwas, was dann irgend so ein Wollen impliziert. Ja. Also das Sein hat kein Wollen. Ja, es ist ja bereits. Ja. Und das, also.
Speaker 1Die Erfahrung ist ja die Existenz.
Speaker 2Genau. Und dann hast du die Möglichkeit, da kommt etwas angeschwemmt und das macht erstmal ein Wow, Erfreuen, Staunen vielleicht. Und dann kann ich schauen, wie ich darauf agieren und antworten möchte. Aber aus so einer Stille, aus so einem Sein heraus und nicht aus so einem Müssen und Wollen.
Speaker 1Also es geht halt quasi darum, ich fand das, da gibt es ein schönes Buch, Die Liebe aber ist die Größte. Sehr, sehr klein, sehr, sehr schön, wo halt das Thema Liebe so thematisiert wird. Und der schreibt halt, du brauchst nicht ein anständiger Mensch sein und gute Taten machen und sozusagen darauf achten, dass du deinen Nächsten nicht verletzt und so weiter, um liebevoll zu werden. Du bist erst liebevoll. Und dann wirst du deinen Nächsten nicht verletzen, dann wirst du gute Taten machen, dann wirst du auch niemanden bestehlen oder so. Und er schreibt auch, dass die zehn Gebote eigentlich keine zehn Gebote waren, das sind zehn Merkmale. Zehn Merkmale eines liebevollen Menschens. Also wenn du liebevoll bist, dann wirst du nicht stehlen, dann wirst du nicht dem anderen seine Frau aufklauen, dann wirst du nicht morden. Und das heißt, die zehn Gebote sind keine Gebote, es sind Merkmale sozusagen, dass du tatsächlich Liebe verkörperst. Und die Idee ist ja, wie kann ich sozusagen. Jetzt schon in das Bewusstsein davon gehen, dass ich diese unendliche Liebe bin und das so durch mich fließen lassen, ohne dem im Weg zu stehen. Also wie kann ich das so sehr erlauben, dass ich sozusagen aus dem heraus handeln kann? Und jetzt ist ja der Clou, die meisten Menschen können das überhaupt nicht erlauben, weil sie wollen es ja erzeugen. Ich kann aber nicht erzeugen, was schon da ist. Also ich kann ja nicht Liebe erzeugen, ich kann nur illusorische Liebe erzeugen. Also mir werde ich ausdenken und mir die vorstellen zum Beispiel. Aber diese tatsächliche ursprüngliche Liebe, die ist ja bereits da. Also geht es ja eigentlich immer darum, aufzuhören, etwas zu tun, um wieder wahrzunehmen, was eh schon da ist. Und das wäre ja dann quasi der Unterschied zwischen Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität. Bei Persönlichkeitsentwicklung identifiziere ich mich als nicht gut genug in einem Bereich, typischerweise. Und entscheide dann dort besser zu werden und Arbeit reinzustecken, um dieses besser zu erreichen. Und ich habe dann immer gern gesagt, als Kind habe ich einmal erzählt, als ich quasi noch Hellsinne und sowas hatte, dass ja die Menschen ein bisschen sind wie ein Feuer. Und aus Angst, dieses Feuer zu verlieren, haben sie wie ein Glas drumherum gemacht. Und jetzt ist das im Prinzip wie eine Öllampe. Und das hat den Effekt, dass natürlich, wenn das Feuer da drin brennt, die ist nach und nach mit Ruß beschlägt. Und je mehr Ruß auf dem Glas ist, desto weniger Feuer sieht man nach außen. Also es ist weniger Licht. Das heißt, Kinder strahlen noch und durch die Augen sieht man das Feuer, weil sie noch ungefiltert, bei den meisten zumindest. Und wenn die dann erwachsen werden, dann verlieren die dieses Feuer. Aber sie verlieren es nicht wirklich, das Feuer ist ja immer noch da. Es ist nur sozusagen versteckt hinter Filtern, hinter Schichten.
Speaker 2Vor sich selbst versteckt vor allem. Vor sich selbst versteckt. Weil die meisten suchen ja auch das Licht außerhalb von sich. Also zum Beispiel auch viele spirituelle, mystische Erfahrungen haben ja etwas damit zu tun, dass dieses Besondere eben dann auch ist, wenn man dieses All-Eins-Sein und dann irgendwie von Licht umflutet. Und deswegen auch durchwoben ist. Und das fühlt sich am Anfang auch so ein bisschen so an, als sei das ein Licht, was von außen dann in einen eindringt. Dabei ist es ja das eigene, was sich nach außen und das Außen natürlich nach innen irgendwie wieder zeigt. Und ich glaube, dass viele eben so eine tiefe Sehnsucht danach haben, genau diese Erfahrung zu machen, weil die ist so echt und so authentisch. Und tiefgreifend. Und tiefgreifend und wahrhaftig. Deswegen ist ja die Sehnsucht danach auch völlig richtig und real. Jetzt wird sie aber mit einer falschen Idee gefüttert. Also ich vergleiche das immer ganz gern mit einem Athleten. Also wenn ein Mensch innerhalb seiner Persönlichkeitsstruktur ein Merkmal mehr herausarbeiten möchte, dann darf er das trainieren und er darf das üben. So als Merkmal. Ähnlich wie ein Athlet, der schneller laufen oder weiter springen können möchte oder mehr Gewichte heben will, dann wird er auch auf eine bestimmte Art trainieren. Dieses Training zielt darauf ab, eine bestimmte Leistung zu verbessern. Das funktioniert in ganz vielen. Wenn ich mehr Sprachen lernen möchte, dann kann ich das halt erlernen. Ich kann mathematisch meine Fähigkeiten verbessern. In einem bestimmten Rahmen habe ich also die Möglichkeit, mich menschlich mit dem, was ich an Möglichkeiten so mitbringe, zu verbessern. Und dann gibt es halt sozusagen dieses göttlich sein. Dieses wahrhaftige, universelle Eins-Sein. Und das ist Bewusstsein. im Laufe der Zeit immer mehr bewusst wird. Das ist quasi alles, was passiert. Also eine Bewusstheit über das Bewusstsein. Deswegen haben Kinder das noch nicht. Die sind ja unbewusst.
Speaker 1Also die brennen einfach, aber die wissen noch nicht, dass es ein brennendes und erwachsenes Bewusstsein ist. Aber sie wissen, dass sie es gerne hätten.
Speaker 2Dann geht es verloren. Und jetzt der Erwachsene übt dann wieder, ein bewusstes Bewusstsein zu haben. Über sich und über alles. Und wenn er das jetzt versucht, mit den Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung herzustellen, das heißt, wir jetzt versuchen, besser Liebe zu sein oder besser Fülle zu sein.
Speaker 1Allein nur besser zu meditieren.
Speaker 2Allein nur besser zu meditieren, was ja aber auch eine Fähigkeit ist. Jetzt haben wir da nämlich so ein Doppelding. Also man kann natürlich üben, besser zu meditieren. Aber das, was man dann übt, ist, dass man nicht im Weg rumsteht. Also man übt ja sozusagen die unnatürliche Kontraktion, die man mit sich erschaffen hat, loszulassen. Also wieder aufzulösen. Das Korsett, was man sich anzieht, anziehen lassen hat und mittlerweile nun auch selber schnürt, loszulassen, abzulegen. Lass uns das mal
Speaker 1konkret am Beispiel Meditation machen. Also viele Leute, die meditieren, setzen sich also hin und probieren, nicht zu denken. Zum Beispiel, also ich probiere, nicht zu denken. Also ich mache den Akt der Anstrengung, um nicht zu denken. Aber diese Anstrengung ist ja schon wieder ein Zusammenziehen, ein Verspannen, ein quasi im Weg rumstehen. Weil was wir brauchen, ist, dass Energie fließt. Und wenn Energie fließen kann und wir Energiefluss erlauben, dann könnten wir irgendwann feststellen, dass dieser Energiefluss im Prinzip wir sind. Oder zumindest, dass wir das sind, was das ermöglicht, wie auch immer man das formulieren möchte. Und wir könnten darin uns finden. Wir können uns aber in dieser Erfahrung nicht finden, solange wir uns quasi anstrengen. Das heißt, in dem Moment, wo ich probiere, meditieren zu verbessern im Sinne von Persönlichkeitsentwicklung, also mehr Konzentration, mehr Anstrengung, mehr Mühe, mehr Zeit reinstecken, mehr sowas. Mehr Techniken. Mehr Techniken, genau. Und solange werde ich ja quasi nur mehr Anstrengung haben, mehr Anstrengung erzeugen, aber nicht das, was es eigentlich braucht, nämlich das Ende von Anstrengung. Und würde ich meditieren richtig lernen, dann wäre ich quasi auf einem Weg, wo ich übe, jedes Mal, wenn Anstrengung in mir aufkommt, wie der Gedanke, wie könnte ich noch entspannter werden oder sonst was, jeden dieser Gedanken loszulassen und sie nicht zu folgen. Sodass selbst, wenn ich denke, oh, das ist heute nicht so gut wie letztes Mal, ich nicht dann probiere, es wieder so gut wie letztes Mal zu machen, sondern auch das loslasse und erlaube, dass es einfach ist, wie es ist. So, und das ist ja im Prinzip der Unterschied, dass man bei der Spiritualität nur wirklich vorankommt, in vielen Bereichen, wenn man lernt, aufzuhören, es zu kontrollieren.
Speaker 2Ja, und aufhört, etwas herstellen zu wollen.
Speaker 1Etwas Bestimmtes erreichen zu wollen. Genau, ist ja noch so ein Problem, weil das, was wir sozusagen, wenn ich einmal eine Erfahrung mache, die sich für mich echt oder göttlich anfühlt, dann probiere ich beim nächsten Mal diese Erfahrung wieder zu haben. Aber das Göttliche könnte sich ja jedes Mal veräußern und ich werde es auf die gleiche Art nicht noch mal finden. Und das heißt, viele probieren ja immer wieder, in den Zustand zu kommen, in dem sie mal waren, aber diesen Zustand haben sie beim ersten Mal auch nicht erreicht, indem sie probiert haben, in diesen Zustand zu kommen.
Speaker 2Meistens ist das so ein Zufallsergebnis, weil man nicht aufgepasst und dann ist es durchgebrochen oder frustriert und wollten aufgeben. Und in dem Moment, wo es dann egal war, dann ist es geschehen. Das ist ja meistens so die erste Erfahrung. Und dann beim nächsten Mal, dann überlegt man, was bin ich für Schritte gegangen und versucht, genau diese Schritte noch mal nachzugehen, um das gleiche Ergebnis zu bekommen? Und das ist Persönlichkeitsentwicklung. Oder das ist halt trainieren, um ein Sportler zu werden und Strategie.
Speaker 1Und ja, ja, ja. Und das heißt für die Zuhörer, wenn du also merkst, du probierst, in deiner Spiritualität weiterzukommen, indem du dir Mühe gibst und Schritt für Schritt Plan folgst, dann wäre der Anreiz, probiere doch mal aus, all das loszulassen und mal zu schauen, was passiert, wenn du kein spezielles Ziel verfolgst und wenn du dir keine Mühe gibst.
Speaker 2Ja. Also ich weiß, ich höre schon was, was da so in den Köpfen jetzt los ist, weil ich meine, ich habe ja mit genug Leuten schon gesprochen und gearbeitet. Meditation hat eine bestimmte Vorgehensweise, um mit dem ein Beispiel zu bleiben. Okay, das heißt, es gibt bestimmte Sachen, die gemacht werden, um die bestmöglichen Voraussetzungen für die Erfahrung des Nichtstunens zu schaffen und der Inneneinkehr. Ja. So, und das ist ja auch wie ein Tun. Ja. Und da finde ich immer dein Beispiel so schön, dass du immer sagst, wenn man deine Faust ganz fest ballt und die jetzt einfach so hält, während man jetzt alles Mögliche andere im Leben macht, über Minuten, über Stunden, über Wochen, über Jahre, dann würde ja irgendwann diese Faust, also ich würde nicht mehr merken, dass ich sie geballt habe, ich würde das als ganz natürlich empfinden, dass diese Faust geballt ist. Und wenn jetzt jemand käme, der sagt Hallo, du könntest diese Faust auch öffnen, dann würde ich erst mal sagen, keine Ahnung, was du von mir willst, die ist, das ist normal so. Und dann würdest du mir zeigen, nee, das könntest du öffnen. Und dann wäre das erst mal etwas, was ich sehr mit sehr viel Kraft und Schmerz und Konzentration tun müsste, also erlauben müsste.
Speaker 1Also das ist ja die Sache, es fühlt sich an wie ein neues Tun. Aber eigentlich ist es nur das Ende des alten Tuns.
Speaker 2Genau. Und das ist, glaube ich, das, was es so super kompliziert macht und wo die Leute immer und immer wieder dann auch, na ja, so rausfallen. Also sie haben es verstanden. Und jetzt ist aber eben dieses Okay, wie mache ich denn jetzt meine Faust ganz konkret auf? Das wäre ja, ja, du, wir wissen ja, die Muskeln sind jetzt kontrahiert. Und das, was ich brauche, ist, dass die sich wieder sozusagen langsam öffnen lassen. Und das ist am Anfang sogar erst mal auch mühsam und fast schmerzhaft, weil ich sage jetzt mal auf körperlicher Ebene, die Sehnen sind dann verkürzt. Ja, also dieser Krampf in den Muskeln und alles, das würde ja erst mal sich langsam nach und nach aufdehnen müssen.
Speaker 1Und wahrscheinlich würde man erst mal überstrecken und halt die Gegenbewegung machen und gar nicht entspannen, sondern jetzt in die andere Richtung anspannen. Und dann wird man immer wieder zwischen den Zuständen wechseln und sagen, aber es fühlt sich beides anstrengend an, was richtig wäre, weil man überlaubt ja keine Entspannung. Und das ist halt die Sache. Ich kann Entspannung nicht tun. Ich kann nur aufhören zu tun und dann kann Entspannung entstehen.
Speaker 2Und dann würde irgendwann eben dieser natürliche Zustand entstehen. Also wieder, wieder erscheinen, wieder hergestellt werden. Und das ist ja, was bei der Meditation passiert, dass eben tatsächlich das, was eigentlich das Natürliche ist, weil zum Beispiel, wenn du mit Kindern Meditation übst, die können total schnell und gut meditieren, dann wäre das etwas, wenn wir das niemals verlernt hätten, dieses Wir schauen nach innen und erlauben, dass der Atem fließt und wir das und wir das gewahr sind. Ja, so mit so einer ganz einfachen Anleitung. Und dann könnte schon ein Kind da sitzen und könnte das ein paar Minuten machen. Und dann geht es wieder, steht wieder auf und geht wieder in die Aktion, Spiel oder was dann steht. So, jetzt haben wir aber viele, viele, viele Jahre Anspannung erlernt. Also bleibt ja der Faust. Wir haben also gelernt, diese Faust geballt zu halten und haben das quasi trainiert.
Speaker 1Und alle anderen machen es ja auch.
Speaker 2Ja, und dieses übertrainiert sein, das wird ja erst mal abtrainiert. Also es ist eigentlich wirklich, also es ist nicht nur ein Loslassen. Es ist dann auch ein Reduzieren.
Speaker 1Genau. Und wenn wir jetzt wieder bei der Metapher sind von der Öllampe, dann ist das halt für mich oft so wie Persönlichkeitsentwicklung hat oft was von. Ich male einfach noch eine Schicht rüber, damit das mit dem Ruß nicht so auffällt. Ist halt nicht mehr schwarz, ist jetzt vielleicht ein schönes Gelb, ja, ohne dass das jetzt schlecht sein soll. Ja, aber es ist erst mal was, wo ich, ich tue noch was obendrauf. Und Spiritualität hat mehr was davon, den Ruß wegzuputzen. Dann nehme ich eher was weg. Etwas, was unnatürlich ist, was mir nicht gedient hat.
Speaker 2Ja, dem würde sogar noch das Glas wegnehmen.
Speaker 1Genau, im letzten Schritt würde ich auch das Glas wegnehmen. Und das wäre ja sozusagen der Weg der Spiritualität, dass ich halt sage, ich nehme wieder alles weg oder mein Slogan quasi. Wenn du alles loslässt, bleibt übrig, was
Speaker 2du wirklich bist. Genau. Und dann bist du halt dieses Licht. Ja. Und dann kommen natürlich immer die Gedanken. Oh mein Gott, ja, was ist, wenn ein starker Wind kommt? Dann wird mein Licht ausgeblasen oder verdunkelt oder weißt du, was ich meine? Ja, total. Dann setzt ja der Verstand gleich wieder ein mit irgendwelchen Ängsten.
Speaker 1Ja, was mache ich dann noch? Was will ich dann noch tun? Was langweilig mich? Bin ich dann überhaupt? Bin ich überhaupt noch ich?
Speaker 2Oder selbst auch, wenn wir bei den Gedanken mal bleiben, das ist ja auch so ein Ding. Ja, also wir haben trainiert, dass unsere Gedanken dauernd denken. Also im Prinzip ist das ja wie so eine, ich habe am Anfang gesagt, wie so eine Leuchtwanderole, die ständig durchläuft, mit immer neuen Informationen oder meinetwegen auch alten. Und das Ganze passiert ja nicht, weil ich das will, sondern weil sich das jetzt selbst befüllt. Ja, also mein, der Gedankenstrom reißt quasi nicht ab, der befüllt sich immer wieder neu. Und das ist aber auch etwas, was trainiert ist. Also wir haben ja auch, wir trainieren unsere Kinder viele Schuljahre lang darin, logisch analytisch zu denken und denkend eine Lösung zu finden. Wir bringen ihnen ja nicht bei, mit der eigenen Weisheit in Kontakt zu sein, ja, um dann die beste Idee oder Möglichkeit zu empfangen, die man dann experimentell ausprobieren könnte, inwiefern und welches Ergebnis damit. Sondern wir schicken sie ja los, dass sie viel, viel, viel, viel denken. Und dann haben wir also ein Gehirn trainiert, wie ein Muskel, was super, super viel denkt. Und jetzt setzen sich Leute hin und wollen jetzt einfach mal da still sitzen. Aber dieser Muskel, der so übertrainiert ist, hört halt nicht auf.
Speaker 1Ja, und das ist ja wie bei mir in der Grundschule. Ich habe quasi manche Aufgaben ohne Rechenweg gelöst, weil ich habe die angesehen und ich wusste das Ergebnis. Das ist ja quasi die Antwort. das Ergebnis ist ja bereits da, auch wenn es noch niemand auf meinem Blatt geschrieben hat. Das Und dann gab es ja den Zeitpunkt, wo Rechenaufgaben Rechenwege brauchten und dann habe ich ja immer schlechte Noten gekriegt, weil die Lehrer sagten, du musst einen Rechenweg aufschreiben.
Speaker 2Genau, es nützt nichts, wenn du nur das richtige Ergebnis hinschreibst, du musst einen Rechenweg haben.
Speaker 1Und dann habe ich ja angefangen quasi mir dieses abzutrainieren und anzutrainieren, Schritt für Schritt das zu rechnen. Und jetzt bin ich wieder dabei, das wieder zu erlauben. Und wenn ich dann doch mal wieder den Schritt gehe, ich sehe eine Rechnung oder ich überlege, was ein Ergebnis von etwas ist, habe die Antwort, kann dem aber oft noch nicht glauben und rechne es dann nochmal nach, nur um festzustellen, dass die Antwort schon richtig war. Und das ist ja quasi so wieder diese zwei Sachen. Also entweder löse ich etwas mit Anstrengung und mit quasi dem richtigen Weg oder ich bin quasi in der Verbundenheit mit allem, was ist und alles existiert in allem. Also auch die Antwort zu dieser Frage. Und dann kann ich ja auch schon die richtige Antwort kriegen, ohne den Rechenweg zu haben. Dann ist die Frage, wie wichtig wäre ein Rechenweg noch in einer transzendierten Gesellschaft? Das stimmt. Und insgesamt spannend fände ich das Thema Gedanken vielleicht für die nächste Folge nochmal, sich in größeren Anzeichen. Ja, das ist
Speaker 2ja so ein Riesenthema. Auf jeden Fall können wir da gerne nochmal gucken, weil das ist einfach so spannend.
Speaker 1Warum denke ich überhaupt? Also sowas könnten wir ja schön mal erklären.
Speaker 2Cool. War es das dann für heute? Ja. Okay, dann schön, dass du dabei warst. Und ganz, ganz viel Vorfreude schon auf das nächste Thema.