In diesem Gespräch zwischen Pamela und Dennis geht es um die Frage „Was kann ich eigentlich?“ und die Erkenntnis, dass Fähigkeiten nicht immer durch formale Qualifikationen definiert werden. Die beiden reflektieren über ihre Erfahrungen: Pamela hat nur das Abitur, aber durch Eigeninitiative und praktisches Ausprobieren Fähigkeiten in Bereichen wie Fotografie, Marketing, Buchautor und sogar Haareschneiden entwickelt. Sie betont, dass man sich Fähigkeiten aneignen kann, wenn man motiviert und diszipliniert ist, auch ohne offizielle Ausbildung.
Ein zentrales Thema sind Selbstzweifel und Ängste, die oft zu Blockaden führen, insbesondere bei Entscheidungen oder neuen Herausforderungen. Pamela beschreibt, wie sie früher alles zerredet hat und sich mit anderen verglich, bis sie lernte, auf ihr Bauchgefühl zu vertrauen. Dennis ergänzt, dass Vergleiche mit anderen zweitrangig sind, da jeder Stärken und Schwächen hat. Ein konkretes Beispiel ist ein Live-Workout, das wegen technischer Probleme fast scheiterte, aber durch Improvisation gerettet wurde – eine Lektion in Flexibilität.
Die Kernbotschaft ist, dass man viel mehr erreichen kann, als man denkt, wenn man auf die eigene innere Antriebskraft hört, gewissenhaft arbeitet und sich nicht von Ängsten oder Vergleichen lähmen lässt. Am Ende fassen sie zusammen: Man kann viel, wenn man Vertrauen in sich selbst hat und bereit ist, zu lernen und sich anzupassen.
Pamela, kannst du mir die Haare schneiden?
Ja, ich will. Ich kann nicht nur, ich will sogar.
Das war die Frage, vor der wir gestern standen und so sind wir auf das Thema für heute gekommen.
Sind wir auf das Thema gekommen, weil wir dachten uns, was kannst du eigentlich, was können wir?
Trauen wir uns das zu?
Und wenn man die Frage dann ganz weit greift und in alle möglichen Schubladen guckt,
kann man das auf das ganze Leben beziehen und sich fragen, was kann ich eigentlich?
Kann ich überhaupt irgendwas? Kann ich irgendwas auf dem Papier?
Habe ich Fähigkeiten in mir, die man nicht so greifen kann?
Was aber, ja, das wird ja auch manchmal bei Interviews bei dir gefragt.
Okay, du hast ein Abi gemacht, hast du danach irgendwas gemacht und so weiter.
Hast du danach noch was?
Ich habe noch was gelernt. Deshalb kommt die Frage, glaube ich, schon öfters auf.
Ja.
Und wenn wir da so drüber sinnieren und nachdenken, fällt uns auf, dass wir in der Familie eigentlich sehr viel einfach machen und selber machen und sehr viele Sachen können, wie zum Beispiel Haare schneiden.
Früher hat mir die Mama immer die Haare geschnitten, bis ich irgendwann. Bling!
Du musst das in unser imaginärer Sparschwein schmeißen.
So, früher hat mir Mama immer die Haare geschnitten, bis ich dann irgendwann die Seiten sehr, sehr kurz wollte und da hat sie sich nicht mit dem Rasierer richtig angetraut.
Deswegen muss ich das morgen übernehmen.
Ja, sie hat sich quasi geweigert, mit dem Rasierer direkt auf den Kopf zu gehen, sondern immer den Kamm dazwischen gehalten.
Dann bin ich halt zum Beispiel mal zum Friseur gelaufen und es geht jetzt nicht mehr und jetzt sitzt man hier.
Sie hat Corona-Zwangspause, deswegen nehme ich morgen den Rasierer in die Hand.
Ich glaube schon, dass ich davor. Also beim Ansetzen bestimmt einen kurzen Moment der Panik verspüren werde, weil ich Angst habe, dass ich einen Fehler mache und dann muss ich zwei Wochen lang überall die Spiegel abhängen,
damit du dich nicht so hässlich fühlst, weil ich dir einen hässlichen Haarschnitt verpasst habe oder irgendein Loch in deinen Kopf reinrasiert habe.
Aber prinzipiell, glaube ich, kann ich das ganz gut meistern.
Ich habe gehört, das Wetter wird gut. Mit kaputt zu tragen ist auch schwierig.
Jetzt hätte ich mich winterlich eingemummelt, aber raus können wir, müssen wir sowieso nicht.
Ja, Mama färbt mir auch die Haare.
Das poste ich eigentlich immer, aber ich würde behaupten, seit einem halben, dreiviertel Jahr.
Damals hat das angefangen, dass ich keine Zeit hatte und mein Friseur auch keine Zeit hatte und wir hatten einfach keinen gemeinsamen Termin gefunden.
Und mein Ansatz sah aus wie, wenn ich Papa zitieren möchte, wie Shakira.
Die hatte auch mal so einen Haarstyle.
Mit einem ganz schwarzen Haar.
Mit einem schwarzen Ansatz und dann so blonden Längen.
Also einfach zwei Farben mit einem harten Cut dazwischen.
Aber nicht ombre, so.
Nein, mit einem harten Cut dazwischen.
Und so sehe ich ja prinzipiell auch immer aus, wenn mein Ansatz rauswächst.
Demnach hat die Mama das dann gemacht und das hat erstaunlicherweise unfassbar gut funktioniert.
Und seitdem machen wir das immer selber.
Ich war seitdem kein einziges Mal mehr beim Friseur und ich bin sehr glücklich, dass wir zu jeder
Tages- und Nachtzeit kurz mal die Haare färben können, ohne sich nach einem Terminkalender eines anderen Menschen richten zu müssen.
Genauso auch meine Fußnägel an meinen Zehen.
Meine Güte, lauter badische Sachen heute.
Ich sage immer Fußzehen und ich habe schon den Blick von Dennis gespürt, weil das heißt nicht Fußzehen, das heißt Zehen, weil ich habe auch nicht Hand, Finger.
Es gibt nur einmal Zehen an meinem Körper.
Und deswegen muss ich das Wort Fuß nicht davor setzen.
Richtig.
Okay, die Gelnägel auf meinen Zehen sind auch von Mama gemacht und schon immer von Mama gemacht.
Ich war noch kein einziges Mal bei der Maniküre oder Pediküre.
Wobei man da auch sagen muss, Mama ist ja gelernte Goldschmiedin.
Von daher, die ist begabt in dem Bereich.
Wie dem auch sei, wir machen es auch zu Hause selber.
Das war eigentlich mein Punkt an der Geschichte.
Ich habe einen Kumpel auch, glaube ich, schon dreimal.
Ich habe die Haare, die Seiten gemacht.
Ja?
Machst du das selber mal?
Ja, das ist ein bisschen was anderes.
Machst du das selber?
Nein.
Ich glaube, da gibt es einen guten Grund.
Okay.
Ja, aber ich glaube, das läuft bei uns ein bisschen in der Familie, dieses Anpacken, beziehungsweise das Handwerkliche.
Ich mache auch allen möglichen Scheiß selber da unten in meinem Wohnzimmer.
Und da kann ich auch leider gar nichts zu ergänzen, weil ich habe überhaupt keinen Durchblick, was er mit seinen Drehbänken und Schleifgeräten und Routenhaltern und was weiß ich alles.
Ich habe mal mit einem Kumpel aus einem alten Schraubenschlüssel, den wir in die Glut gesteckt haben, ein Messer geschmiedet.
Einfach nur, weil wir wissen wollten, wie es geht.
Ja, das finde ich auch interessant.
Wissen wollen, wie es geht.
Man will ja deswegen kein Messer.
Ich will ja kein Messerschmied werden oder sonst irgendwas.
Aber so alltägliche Gegenstände, die wir immer in der Küche haben, so im Grunde kann man sich vorstellen, wie es hergestellt wurde.
Ich war ja mal vier Jahre auf der Waldorfschule, die ersten vier meine Grundschuljahre.
Und kannst du deinen Namen tanzen?
Nicht mehr, nein.
Ich wurde übrigens nicht angenommen.
Was?
Weißt du das nicht?
Nee.
Ich wurde nicht angenommen.
Ich war auf dem Waldorfkindergarten.
Ich wollte auf die Waldorfgrundschule gehen.
Und die haben gesagt, das ist noch zu früh für mich.
Und die haben mich nicht angenommen.
Und deswegen bin ich dann auf die. Weil du. Warum wärst du zu früh für dich gewesen?
Ja, ich war irgendwie noch ein Jahr zu jung.
Und außerdem meinten sie, ich wäre im Kopf noch nicht so weit gewesen.
Und obwohl ich schon lesen konnte, bevor ich in die Grundschule gekommen bin.
Ich war doch schon überzeugt, dass man lesen können muss, bevor man in die Schule kommt.
Ach, so eine Streberin.
Und deswegen bin ich dann auf die Weinbrennerschule gegangen, weil die Waldorfschule mich nicht angenommen hat.
Ich dachte. Haben sie jetzt davon.
Ich hatte irgendwie die Vermutung, weil ich ja auch nach vier Jahren dann auf ein richtiges Gymnasium gekommen bin.
Dass so das Resultat war.
Ja, ist ganz schön und gut.
Die Kinder wissen jetzt, wie man Kerzen gießt, wie man eine Mauer baut oder einen Acker bestellt.
Aber jetzt ist es auch Zeit für Naturwissenschaft.
Allerdings, die Mama war bis zum Abitur. Ja.
War bis zum Abitur auf der Waldorfschule und ich glaube nicht, dass es der. Also, ich glaube, ihr hat es nur geholfen.
Zumindest meine ich immer, dass sie regelmäßig sagt, so was kann ich, weil ich auf der Waldorfschule war.
So was könnt ihr nicht, weil ihr so was nie gelernt habt.
Deswegen, ich bin dieser Schule nicht negativ gestimmt, außer dass sie mich nicht angenommen hat.
Also, ich kann auch nichts Negatives berichten.
Also, ich fand. Weiß ich nicht, ich fand es auch cool, dass wir so viele. Viele unterschiedliche Sachen gemacht haben und man spaßt halt immer so drüber.
Ja, ich finde das nämlich ungerecht.
Also, es gibt jetzt nichts Schlechtes zu berichten oder so.
Ich habe jetzt natürlich auch keinen Vergleichswert zu einer anderen Grundschule.
Ja.
Aber ich kann mich wegen nichts beschweren oder so.
Ja, gut.
Das wollte ich nur nochmal, weil ich hatte so das Gefühl, wir haben so nur das Klischee angeschnitten,
aber eigentlich bin ich dieser Schule gar nicht negativ gestimmt.
Ja, bis auf dieses Namentanzen und Eurythmie, das fand ich immer spannend.
Ich hätte so gern meinen Namen tanzen können.
Aber irgendwie. Jeder, den ich frage, der auf der Waldorfschule war, die geben immer so vage Antworten.
Die können nicht einfach die Choreografie kurz vormachen, wenn ich sage Pamela,
sondern als wäre es peinlich oder so.
Aber ich finde es gar nicht peinlich.
Also, meine Philosophie ist ja auch, es gibt für alles ein Tutorial auf YouTube.
Oh ja, das machen wir direkt danach, gleich aufschreiben.
Es gibt die neue TikTok-Challenge.
Ja.
Übrigens, während Dennis ein Nickerchen gehalten hat. habe ich TikTok-Tänze gemacht und das war richtig anstrengend.
Ich habe schon fast geschwitzt.
Das war wie Cardio auf der leichten Art und Weise.
Ohne Kniebeuge und ohne Bootyburn.
Aber lass mal wieder den Bogen spannen.
Ich habe das Gefühl, wir schweifen ziemlich ab hier.
Zurück zu der Frage, was kann ich eigentlich?
Soll ich weitermachen?
Ich habe es auf der Zunge.
Okay, weil ich kann ja eigentlich gar nichts.
Ich kann ja auf dem Papier wirklich tatsächlich nichts.
Ich habe alles gelernt bis zum Abitur.
Das habe ich auch mit. mit Bravour gemeistert.
Aber danach habe ich nie wieder irgendwas offiziell mit Zeugnis oder so gelernt.
Und deswegen könnte man ja von mir behaupten,
dass ich absolut keine außergewöhnlichen Fähigkeiten hätte
und dementsprechend auch nicht das Recht hätte. Fähigkeiten oder Qualifikationen.
Ja, Qualifikationen.
Oder nicht das Anrecht hätte, viele Berufswege auszuführen,
weil ich es ja nicht gelernt habe offiziell.
Und trotzdem mache ich in meinem Alltag ja sehr, sehr viel.
Willst du hören, was ich mache?
Willst du es aufzählen?
Ich sehe, was du alles machst und ich sehe, wie lang dein Tag ist und wie wenig. Ja, aber ich mache ja vom Management alles selber.
Die Businessseite mache ich komplett selber.
Strategische Entscheidungen mache ich aus einer Mischung von Bauchgefühl und. Hast du das letzte Wort?
Bist du der Chef?
Ja, aber. Ja.
Ja, klar.
Also, ich überlege ja auch von. Ich bekomme ja alle Businessanfragen, deshalb, wenn ich Hilfe brauche,
frage ich, aber prinzipiell mache ich es
selber. Marketing
ist ja mein ganzer Alltag,
obwohl ein gewisser Mensch gegenüber
von mir eigentlich Marketing studiert hat
und trotzdem
praktiziere ich es,
als hätte ich es vielleicht gelernt.
Fotografie haben wir
beide nicht gelernt, Bildbearbeitung, Videobearbeitung
haben wir beide nicht gelernt und machen es
trotzdem den ganzen Tag
oder haben es uns einfach dann selber angeeignet.
Ja.
Ja, Bücher,
Autor, das war das
einzige Projekt, bei dem ich gesagt
habe, nee, das mache ich nicht, weil das
kann ich doch gar nicht.
Da hat
mein Verlag angerufen und hat
mich gefragt, ob ich da ein Buch
schreiben will und dann als zweites ein Koch buchen.
Da war immer meine Antwort, nee, ich bin kein
Koch und nee, ich bin gar kein
Buchautor, also das ist jetzt vielleicht ein Schritt
zu viel. Und dann hieß es,
ja, das musst du aber auch gar nicht sein, das
kannst du trotzdem machen.
Und dann,
als ich das Projekt gemacht habe, war das zwar
unfassbar viel Arbeit, aber ich habe
das Gefühl, ich bin unglaublich gut in die Aufgabe
reingewachsen, während ich es
gemacht habe. Also ich habe währenddessen
super viel gelernt, habe dann natürlich auch ewig
viel immer überarbeitet, deswegen hat es ja
auch so lange gedauert. Aber prinzipiell
hatte ich nicht das Gefühl, dass ich
der Aufgabe nicht gewachsen war.
Aber da hattest
du das Gefühl, da müsste man
eine Qualifikation
mitbringen. Ja, da hatte ich
aber meine erste Antwort, nee, das kann ich nicht, weil
das weiß ich nicht, wie
das geht. Ich bin EHK-geprüfter
Buchautor.
Ich habe meine
Meisterprüfung im Buchautor gemacht.
Was mich aber immer stört, das fällt
mir jetzt gerade noch ein,
wenn ich
Shootings habe und
ich mein Make-up und meine Haare
wie immer selber machen möchte.
Meine langfristigen
Firmenpartner wissen das und die wissen auch, dass
sie deswegen gar nicht wirklich jemanden dazu
buchen müssen, weil sie wissen, ich mache das gut.
Aber bei neuen Firmen oder
bei Zeitschriften, Shootings oder sowas,
da heißt es immer,
wie, du willst das selber machen?
Nee, wir haben dafür jemanden, die können das.
Und dann sage ich, aber ich kann das auch.
Die können das. Ich schminke mich doch
jeden Tag und ich mache mir doch jeden Tag die Haare.
Ich kenne mein Gesicht am besten und ich kenne auch
meine Haare am besten und ich kann das.
Und meistens buchen die dann noch jemanden dazu,
nur so zur Vorsicht. Aber das
finde ich immer richtig nervig. Und die Arme sitzt
dann da immer. Ja.
Die dürfen mir dann den Körper
ein Make-upen oder sowas.
Aber ich komme ja dann geschminkt zum Set,
weil ich weiß, wie ich mich für
ein Fotoshooting-Set schminken muss.
Ich weiß, was die Unterschiede sind und ich
weiß, auf was es ankommt. Aber das finde
ich immer blöd, weil da wird mir immer unterstellt,
dass ich das gar nicht können kann,
weil ich habe ja die Ausbildung
dazu nicht gemacht. Und da muss
ich mich dann immer erst behaupten und dann finde ich
das. Ja, meine Güte.
Das ist auch so eine Sache.
Kannst dich ja
zu Tode gucken mit Tutorials.
Ja. Ja, aber das ist halt
der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Wir kennen doch viele Leute, die sind in der
Theorie vielleicht gut und in der Praxis
stinken sie ab.
Ich finde, bei dir
ist halt nochmal der große Unterschied, du hast ja nicht
als klassisches Model gebucht.
Ja. Bitte?
Ja, sehe ich auch so.
Ein Model kommt ja als
leere Leinwand.
Ja, stimmt.
Die muss wandlungsfähig sein, jedes Mal
anders aussehen können.
Und sich auf den Job anpassen.
Und einfach immer schön sein, auf ihre Art
und Weise, aber halt immer anders auch.
Irgendwann, die buchen ja dich,
für dich, weil du so aussiehst
und die Person bist, die du bist
und damit du das Ganze dann noch auf deinem Kanal
promotest. Ja, und vor allem,
wenn man das Geld ausgibt,
um mich auf ein Plakat zu haben,
dann will man ja tendenziell auch,
dass die Leute, die einen
dann draußen beim Vorbeifahren sehen,
erkennen als die Person, die man online ist.
Ist, sonst hätten
sie ja ein
Standardmodel nehmen können.
Das genau, ich unterstreiche gerade nur, was du gesagt hast.
Ja, wenn du so
geschminkt wirst, dass die Leute dich nicht mehr erkennen, dann
ist auch der Zweck verfehlt.
Das ist dann vielleicht genau der Punkt,
wo irgendjemand
nicht mitdenkt.
Ja, wie so oft.
Wir machen uns da eigentlich
auf regelmäßiger
Basis, fassen wir uns an den Kopf,
in unserem Alltag und denken,
boah,
es gibt echt viele Schaumschläger,
die gut reden können, aber
nicht mitdenken können.
Gut gemeint,
aber nicht gut gemacht.
Man kann denen ja auch menschlich
oftmals gar nicht böse sein, aber das ist
einfach versagt
in der Position auch.
Ja, wenn man, ja.
Vielleicht ist das genau der,
der Punkt auch, dass
selbst wenn du auf dem Papier
qualifiziert bist,
ja, du hast die Ausbildung gemacht, was
auch immer das jetzt
für eine sein mag in der
Situation. Du hast es zwar gemacht, du kennst
die Theorie, aber bloß weil du die Theorie kennst,
heißt es nicht, dass
du sie dann in der Situation
auf die gegebene Situation gut anwenden
kannst. Und
ich glaube, da ist dann eben der Sprung
von gut gemeint und gut gemacht.
In der Schule hat man doch auch immer
gesagt, auswendig lernen bringt nichts.
Man muss es verstehen können.
Auswendig gelernt ist, vergisst man sowieso
wieder. Man muss es anwenden können.
Ich kann ja nicht weiterreden als bis zum
Abitur. Ich weiß ja nicht, wie das in der Universität
abläuft. Aber in der Schule war es immer
auswendig lernen ist ja die eine Sache,
aber nicht langfristig.
Ich war ja auf
Ich war mal auf der echten großen Uni.
Da hat es mir nicht gefallen.
Da hast du abgebrochen nach einem
und dann habe ich nach einem Semester
eigentlich
wegen der Frauenquote im
Maschinenbau
am KIT.
Tatsächlich lag es nicht an der
Frauenquote.
Ich weiß nicht, ob die Schule
irgendwie ein zu sehr behütetes Umfeld
war,
wo jemand vorne steht und es dir wirklich erklärt,
mit dem du dann Dialog halten kannst, bis du es verstehst.
Ich glaube,
das war auch voll dein Ding zur Schule.
Oh ja. Ich saß immer in der ersten Reihe.
Na, seht ihr mal.
Von nix kommt nix.
So, das war da eben
an der
Technischen Uni
überhaupt nicht der Fall. Du saßt
in so einer Vorlesung drin. Da hat dir einer
die Herleitung für irgendein
Konzept
erklärt, was letztendlich
total irrelevant war,
weil niemand gesagt hat, wie du es
benutzt und wie du es anwendest. Und es war immer so,
ja, musst du selber raus,
finden. Hier hast du einen Stapel voll Bücher und
find's selber raus, wie du es lernst.
Und irgendwie
war das nicht meins
und ich hab mich da nicht sehr wohl gefühlt.
Und
ja, ein Semester war rum und dann
so, was mach ich jetzt mit meinem
Leben? Und kam dann
auf die Idee, nach einem
Schnupper-Praktikum
in einer Werbeagentur, dass ich doch
Marketing und Management studieren könnte.
Aber eben nicht an einer
großen, großen Uni, sondern. Gibt's keine großen, großen Unis dafür, weil das
immer ein Bachelor of Arts ist und kein
Bachelor of Science. Oh, wie
blöd von mir. Das sind immer nur
Hochschulen.
Ja, und es
waren eben viel kleinere Gruppen
und es war viel mehr Dialog
und Austausch und
gar nicht mehr so viel Nachbereitung
oder sich selber beibringen.
Da muss man aber auch aufpassen trotzdem, dass man
immer auf der Höhe bleibt und dass man den Anschluss
nicht verliert, vom Stoff her.
Weil dann muss man auch
wieder nachbereiten, selber
beibringen. Das fand ich an der
Schule
ist das wichtiger.
Auf der. Während der Schulzeit ist das wichtiger,
weil da wirklich ein Jahr auf dem anderen aufbaut.
In der Hochschule
hast du unterschiedliche
Semester und unterschiedliche Module, die
haben dann schon was miteinander zu tun,
aber das baut nicht eins zu eins aufeinander
auf. Im Englischunterricht
schon. Also wir hatten auch dort
Englischunterricht.
Ja, aber das ist. Das stimmt. In der Schule war das tatsächlich so.
Ich finde, die Leute, die geschwänzt haben
und irgendwann den Anschluss einfach verpasst
haben, vom Stoff her, die hatten
super schlechte Chancen, nochmal
reinzukommen.
Weil die einfach das hätten
aufholen müssen zu Hause
und das haben diese Kandidaten dann meistens nicht
gemacht. Und dann war einfach
der Rest vom Stoff auch schon beinahe
gelaufen, weil. Ja. Das war bis zur Oberstufe
bei mir in Mathe so. Ich war in Mathe
immer eigentlich
nicht gut, weil
ich immer was aufzuholen hatte und hinterher
hing. Und bis ich das dann verstanden hab,
dann war der Unterrichtsstoff schon wieder weiter.
Und dann bin ich einmal in eine Nachhilfeschule
gegangen. Dann hat er mich
in ein paar Sitzungen auf den aktuellen
Stand der Dinge gebracht. Und plötzlich
habe ich nur noch eins angeschrieben. Eins Komma.
Ja.
Bei mir
war es ähnlich, aber anders. Also
ich habe halt einfach aufgepasst, dass ich
nie hinterher hänge.
Also ich habe nie wirklich, also ich habe eigentlich nie
geschwänzt. Ich saß immer in der ersten Reihe,
habe immer aufgepasst, wenn ich was nicht. Also typisch Streber halt, aber halt nicht
als Streber-Streber, sondern als
normaler Mensch, der es als wichtig
angesehen hat. Und wenn ich
was nicht verstanden habe, dann habe ich
den Lehrer gefragt. Und weil die Lehrer sind ja
da, um es einem zu erklären. Das ist
ihr Job, es einem zu erklären.
Die sind nicht böse, wenn man es nicht versteht,
sondern die wollen nach Hause
gehen und wissen, die Schüler haben es verstanden.
Im Regelfall.
Es gibt bestimmt Ausnahmen, im Regelfall.
Und deswegen finde ich es auch überhaupt nicht peinlich, nochmal nachzufragen oder sogar nach dem Unterricht, wenn es einem peinlich ist, vor den Schulkameraden nochmal hinzugehen.
Manchmal ist es einem ja auch peinlich, weißt du, du hast das Gefühl, 23 andere im Raum haben es verstanden, nur du nicht.
Und dann sollst du dich melden und sagen, Entschuldigung, können wir es nochmal durchgehen, habe es nicht kapiert.
Das ist vielleicht peinlich, aber dann nochmal separat zum Lehrer zu gehen, ist meistens schon eine Lösung.
Das habe ich jetzt so nicht gemacht, aber wenn du das sagst.
Da spreche ich tatsächlich aus Erfahrung. Das habe ich gemacht und ich kann das wirklich weiter empfehlen.
Und es spiegelt sich auch in deinen Noten wieder.
Ja. Ich habe zu Hause zwar auch gelernt und ich habe auch immer gelernt, bis ich dann mich bereit gefühlt habe.
110 Prozent sicher warst, dass du es kannst.
Ja, ich wäre nie zu einer Klausur gegangen, ohne zu wissen, dass ich wirklich alles, was ich als wichtig angesehen hätte, auch gelernt habe.
Allerdings war Lernen zu Hause nicht schwierig, weil ich es ja im Unterricht schon verstanden habe.
Ja.
Ja?
Da war dein Mindset halt komplett verschieden zu meinem.
Pamela hat die Weisheit schon früher erreicht. Bei mir hat es ein paar Jahre gedauert.
Vielleicht hast du sie mir ja dann auch einfach weitergegeben als großer Bruder.
Vielleicht hast du mir das ja im Schlaf zugeflüstert.
Sag einfach ja. Sag einfach ja.
Nein, ich will ehrlich sein.
Selbst in der Uni habe ich immer alles auf den letzten Drücker gemacht.
Jede scheiß Abgabe. Lernen immer kurz vor knapp.
Aber unter Zeitdruck lernt es sich auch einfach gut, meistens.
Unter Druck entstehen Diamanten und ohne Druck passiert überhaupt nichts. Zumindest bei mir.
Und ich kann nicht sagen, dass ich irgendwann. Der Groschen ist immer noch nicht gefallen.
Ich bin noch nie so auf die Schnauze gefallen, dass ich es endlich mal gelernt hätte, nicht immer alles auf den letzten Drücker zu machen.
Ich weiß nicht, habe ich ein Problem damit anzufangen?
Ich glaube, das spiegelt sich gerade auf alle Lebensbereiche.
Wenn du. Lass mal das übertragen auf die innere Antriebskraft und Motivation, egal was im Leben zu machen.
Da gibt es beide Seiten.
Es gibt Sachen, da fange ich sofort an zu denken und denke dann, bis ich es umsetze, wenn es jetzt. Das Bild auf meinem Instagram zum Beispiel mit dem Rauch, wo mein Kopf so in Rauch aufgeht.
Da hatte ich irgendwie den Gedanken in meinem Kopf, habe dann weitergesponnen, habe mich sofort hingesetzt und habe das in fünf Stunden durchgemacht, weil ich so Bock drauf hatte.
Oder wenn ich ein neues Lied höre und mir denke, oh, das könnte vielleicht zu diesem anderen Lied passen.
Denn es ist übrigens Hobby-DJ.
Ich weiß gar nicht, ob die Menschheit das so richtig weiß, aber. Nein, weiß sie nicht.
Wenn ich ja quasi nichts veröffentliche oder so.
Doch, ich glaube, im Dezember an Weihnachten habe ich das mal gepostet.
Ja, da war mal was.
Ja.
Da war mal was.
Da stehe ich dann auch nachts um zwei auf, renne ins Wohnzimmer und probiere es aus.
Da habe ich überhaupt kein Problem, irgendwie was anzufangen.
Mhm.
In anderen Lebensbereichen.
Wenn es jetzt um große Entscheidungen geht oder einfach so Sachen, die emotional ein anderes Gewicht haben irgendwie, dann kann ich mir unglaublich im Weg stehen oder konnte. Und du kannst dir ganz viele Steine selber in den Weg legen. und konnte mir im Weg stehen.
Also das hat. Wenn man älter wird, dann wird alles irgendwann. Alles legt sich so ein bisschen.
Man lernt ja auch dazu.
Also mittlerweile ist es schon besser.
Es war mal viel, viel, viel, viel, viel, viel schlimmer.
Aber da kann ich dann auch vor einem Berg stehen, wo ich überhaupt nicht weiß, wie ich den anpacken soll.
Und dann. Der ist dann so bedrohlich oder macht so viel Angst, dass ich dann in so eine Schockstarre verfalle.
Nenn es mal beim Namen.
Lass mal von der Theorie weggehen.
Also ich habe den Eindruck, damals war das bei dir so, allein was Thema. Vom Thema Mädchen ansprechen über das Thema Bewerbungsgespräche, Bewerbungen rausschicken.
Das sind alles Themen gewesen, wo du dir extrem selbst im Weg standest, grundlos.
Also wirklich, hiermit unterschreibe ich grundlos.
Aber das hilft auch nichts, wenn das grundlos ist, wenn die Person selber sich die Blockade im Kopf macht.
Ja, weil das Problem lag im Grunde darin, dass ich es zu groß aufgeblasen habe.
Wenn es jetzt um Bewerbungen. Bewerbungen, selbst Bewerbungen an welcher Uni.
Ja.
Ich habe da so einen Rattenschwanz dran gehangen, was das alles entscheiden würde für meinen weiteren Lebensverlauf.
Was sich da von einem ins andere. Und du steckst dann in irgendeiner Schiene drin, aus der du nicht mehr rauskommst.
So hat es sich zumindest für mich angefühlt.
Dass ich die Entscheidung so krass aufgeblasen habe, dass ich da richtig Schiss davor hatte, einfach die falsche Entscheidung zu treffen.
Und aus dieser Angst, die falsche Entscheidung zu treffen.
Was falsch zu machen und es mir komplett zu verbocken, wie ich in der Situation fühlte, ist dann eben diese Schockstarre da entstanden.
Auch bei Bewerbungen.
Ich kann mich erinnern, du hast dann so lange dran gesessen, dir zu überlegen, wo du diese eine einzige Bewerbung hinschickst.
Und dann hört man andere Menschen, die schicken 40, 50 Bewerbungen raus, in der Hoffnung, eine klappt.
Und du musst immer die Wahrscheinlichkeit ausrechnen.
Eine klappt dann von 40, 50.
Und du setzt alles auf diese eine Bewerbung, weil du dir die so lange überlegt hast.
Weil ich die ja auch so perfekt machen muss.
Ich muss ja auch dann alles in der Situation, dachte ich, denke ich, dachte ich.
Ja, aber die Wahrscheinlichkeit, dass du dann wo genommen wirst, ist natürlich viel größer, wenn du diese perfekte Basisbewerbung auf 40 Jobstellen etwas anpasst.
Und dann dahin schickst.
Aber klar kannst du bei dieser einen Bewerbung eine Absage bekommen.
Aber dann nimmst du das viel persönlicher, als hättest du mal breiter geschaut und hättest deinen einen riesigen Berg auf viele kleine Hügel verteilt.
Guck mal, ein Bergsteiger, ein Bergsteiger, der weiß auch nicht, wie es auf der anderen Seite runtergeht.
Der setzt. Nee, wenn du einen Berg besteigst, dann weißt du nicht ganz genau schon per Google Street View, wo du rechts abwägen musst.
Sondern du weißt dein Ziel, du weißt, du willst da hoch und du weißt, du willst anfangen.
Die Grundmotivation ist da und du weißt deinen ersten Schritt.
Aber du musst es nicht bis Schritt 99 schon durchgeplant haben, weil das siehst du dann, nachdem du die ersten Schritte gegangen bist, weißt du einfach, wie du weitermachen musst.
Schlechtes Beispiel.
Nee, das hatte ich die ganze Zeit schon im Kopf.
Mittlerweile gibt es Bergrouten und es gibt vorgestellte. Nicht, wenn du einen unerklommenen Berg erklimmst.
Ja, wenn du ein Pionier bist und einen ganz neuen Berg, dann guckst du dir das möglichst gut an, weil es kann ganz schön blöd enden, wenn du in einem Dead end.
Auch in einer Sackgasse, es geht immer noch zurück.
Ja, wir müssen jetzt mal. Ich habe beschrieben, wie das laufen kann und wie das eben falsch laufen kann.
Und ich glaube, die Quintessenz des Fehlers, zumindest war das bei mir so, war immer der Anspruch und wie eng ich das betrachtet habe.
Nehmen wir das Thema Mädels ansprechen.
Wenn du es nur auf diese eine Person jetzt beziehst und sagst, ich muss diese Person kennenlernen, ich brauche ihre Nummer.
Ja, dann kann das natürlich ein Dead end sein.
Dann klappt das nicht und dann stehst du vor deinem absoluten persönlichen Abgrund.
Ist natürlich Quatsch, wissen wir alle.
So, wenn du dir aber anguckst und sagst, ich möchte ein nettes Mädchen kennenlernen und du weißt ja gar nicht, ob es jetzt diese Person ist.
Sondern du fasst es breiter, sagst, ich möchte eine kennenlernen.
Dann kommt es auch nicht darauf an, ob es jetzt mit der hier klappt, ob du ihre Nummer kriegst oder die von der Nächsten oder der Nächsten oder der Nächsten,
die dir ins Auge fällt.
Weil ganz ehrlich, du kennst die Person ja noch nicht mal.
Und auch bei der großen Lebensentscheidung.
Dieses Festfahren von ich treffe jetzt eine Entscheidung, die dann alles bestimmt, ist auch Quatsch.
Man muss das viel größer angucken und viel lockerer sehen von wegen, ja, ich wähle jetzt einen Schritt.
Ja.
Dann ist wieder alles offen.
Das ist nicht jetzt eine Gabelung für immer.
Ja, was war denn jemals eine Gabelung für immer?
Man hat immer dann so viele Optionen, nochmal nach Schritt zwei und drei und vier.
Aber ich glaube trotzdem, dass viele Menschen, dass viele Menschen trotzdem denken, sie müssten alles bis zum Endpunkt schon kennen und jede Option durchdacht und durchplant haben.
Und ich bin immer eher der Auffassung, nochmal zurück zu meinem Berg, dass man das Ziel kennt oder die Grundmotivation und weiß, wie man anfängt.
Und alles andere wird sich dann schon ergeben und man wird mit der Aufgabe wachsen.
Und wenn man die nötige Positivität mit der Motivation und Disziplin mitbringt, dann kann es schlussendlich nur gut werden.
Also ich glaube nicht, dass es so. Ja.
dann scheitern wird die Aufgabe, die man sich setzt oder das Ziel, das man sich setzt, wenn man einfach die eigenen Grundfähigkeiten und Qualifikationen mitbringt und das einfach aus eigenem Willen machen will.
Denn wenn man etwas vom Bauchgefühl her und vom eigenen Willen, also wirklich machen möchte, dann kann das echt schlecht, schlecht werden.
Vor allem dann, ich glaube, das ist genau der Fall, den ich am Anfang beschrieben habe, die Sachen, die ich einfach sofort umsetze, das sind die, wo ich wirklich eine intrinsische Motivation verspüre, wo ich da wirklich Bock drauf habe.
Da denke ich auch nicht dreimal darüber nach, wie ich die Sache angehe. Das läuft dann ultra leicht.
Und da hast du ja plötzlich auch so eine richtige Disziplin dabei und dann gehst du ja auch nicht von dem Thema weg, bis du es geschafft hast oder bis du zumindest weißt,
was die Lösung ist.
Auch wenn es irgendwie nicht ganz so geklappt hat, wie du es dir gedacht hast, aber du wirfst es nicht hin einfach, weil du plötzlich diese Disziplin hast und auch ganz gewissenhaft an der Sache arbeitest.
Wenn du das bei viel mehr Bereichen in deinem Leben hättest, könntest du unglaublich erfolgreich sein, glaube ich, auf allen Bereichen.
Also Disziplin definiere ich als die Fähigkeit, was durchzuziehen, auch wenn du keinen Bock hast.
Na ganz ehrlich, wie oft sitzt du vor so Sachen?
Also eine Bilderidee, die du hattest und dann hat das nicht so geklappt, wie du willst, aber dann suchst du eine Lösung.
Das ist Ehrgeiz und Motivation, aber nicht Disziplin.
Auch wenn es dich in der Situation richtig aufregt und du eigentlich die Aufgabe plötzlich scheiße findest, aber du willst sie trotzdem zu Ende bringen.
Ja, das ist Ehrgeiz.
Ja, aber das ist auch Disziplin. Ich habe auch nicht jeden Tag Bock auf Sport und ich stehe auch nicht jeden Tag auf und denke, oh ja, jetzt machen wir mal 20 Squats.
Aber aus meiner Disziplin mache ich es dann trotzdem und schlussendlich hat es sich dann gut angefühlt.
Also es ist mir Wurst, wie du das ausdrücken willst. Mir geht es hier um den Punkt, dass du zerredest jetzt ja schon wieder den Fakt.
Im Zerreden war ich schon immer sehr, sehr gut.
Ja, so lange zerreden, bis es keinen Sinn mehr macht und bis man es dann auch gar nicht mehr machen will, weil man es so bis zum Ende analysiert hat,
dass es gar nicht so cool war, wie man sich das anfangs vorgestellt hat und deswegen kann man es auch gleich lassen.
Ja, unterschrieben.
Unterschrieben. So war das sehr, sehr oft der Fall.
Und das ist auch so ein Punkt, da kann ich mich immer wieder drüber aufregen, weil ich finde das richtig blöd.
Ich finde es gut, dass du es eigentlich überkommen hast und dass du gar nicht mehr so bist, aber da ist man so hilflos auch, weil man denkt, meine Güte, jetzt schalt mal kurz deinen Kopf ab und hör auf zu denken und hör auf, es dir schlecht zu denken.
Die Idee ist.
Die Idee ist gut und du hast einfach nur Angst vor dieser Idee und deshalb versuchst du sie jetzt schlecht zu machen, damit du einen Grund hast, sie gar nicht umzusetzen.
Da müsstest du ja sagen, hör auf zu fühlen.
Warum?
Weil ja die Angst die Emotion der Auslöser für die Gedanken ist.
Die Gedanken sind ja nur ein Suchen nach was Greifbarem, aber eigentlich ist es einfach nur irgendeine Emotion der Angst, dieser Berg, vor dem man steht.
Ja, hör in der Sekunde auf zu fühlen.
Und mach es einfach Augen zu und durch.
Ja, aber so leicht ist das nicht.
Und dieses einfach nur, ich weiß, wie es eigentlich sein müsste, heißt nicht, dass man weiß, wie man es fühlt und das Fühlen leitet dann auch irgendwie.
Aber dann hast du es in der einen Situation realisiert, dass du dich so verhältst, du hast es wahrgenommen, was ja schon mal der erste Schritt ist.
Man nimmt es wahr, man begreift es und versucht es beim nächsten Mal besser zu machen.
Ja.
Das hat echt lange gedauert, aber ich meine inzwischen hat es Klick gemacht.
Ja, beziehungsweise kein Klick.
Also man rutscht da immer mal wieder so rein.
Auch du hast mal solche Momente.
Aber man muss dann so einen Schritt.
Lass sie mal beim Namen nennen, sonst denkt man wir verheimlichen.
Und dann haben sie sich auf die Matte gesetzt und warten jetzt, bis ich da erscheine und wir eine halbe Stunde lang zusammen Sport machen.
Und dann scheitert das Ganze an so einer verkackten Verbindung, dass die einfach nicht kommt.
Und dann sind alle enttäuscht und sauer auf mich, weil ich mein Versprechen nicht einhalten konnte, dass wir da ein Live-Folk-Out machen.
Und deswegen habe ich mich total schlecht gefühlt.
Und Dennis, deine Lösung war einfach, ja verschiebe es doch auf morgen.
Und da wurde ich richtig sauer, weil ich dachte, ich kann das nicht einfach aufmachen.
Ich kann das nicht einfach auf morgen verschieben.
Die Menschen erwarten das jetzt und die Menschen haben sich jetzt bereit gemacht und die sitzen jetzt alle da und gucken da.
Und ich kann das nicht einfach sagen, okay, wir machen es morgen.
Das ist nicht das Gleiche.
Das ist eine Verantwortung, der ich gerecht werden muss.
Und da bin ich vielleicht einfach zu gewissenhaft für, weil ich das menschlich einfach schlecht finde, wenn man das nicht einhalten kann.
Und das lag ja weder an dir noch an mir.
Aber schlussendlich sind wir trotzdem schuld.
Was?
Für den. Für. Ja.
Ja.
Und da muss ich zugeben, in der Situation war ich wie gelähmt.
Ich wusste nicht, wie ich aus dieser Sackgasse rauskommen soll.
Das hat mich. Wie dir auch noch eine Sackgasse in der Situation für dich war, weil du es halt eben auf genau diesem Weg durchziehen wolltest.
Ja.
Mit auf YouTube, mit Einblendungen und schöner Musik.
Mit Timer und so, wie wir das alle gewöhnt sind.
Und ich war wirklich wie gelähmt und ich habe bis zur letzten Sekunde gehofft, dass das noch funktioniert.
Und es hat aber nicht funktioniert.
Und dann haben wir es als erstes eine Stunde verschoben und dachten, wir bekommen es bis dahin raus.
Und dann hat das immer. Was ich auch schon kacke fand.
Weil ich dachte, wenn die Leute jetzt da liegen und dann. Wir sagen jetzt, wir verschieben es um eine Stunde.
Was ist, wenn wir es dann immer noch nicht hinbekommen?
Da sage ich es doch lieber gleich ab.
Und jeder kann mit der Zeit noch irgendwas anderes anfangen.
Vielleicht selber einen Workout machen oder sonst irgendwas.
Und dann machen wir es eben morgen.
Ja, aber ich dachte halt, wir haben den Workout-Plan und morgen ist eine andere Muskelgruppe dran.
Und dann passt das alles nicht mehr zusammen.
Das war Tag drei von dem Plan.
So weit habe ich nicht gedacht.
Und dann müssen wir morgen eigentlich Beine trainieren.
Also das hätte einen Rattenschwanz gehabt.
Und außerdem finde ich immer, eine Enttäuschung ist weniger schlimm, wenn es dann mit einer Verspätung doch geklappt hat.
Dann hat man vergessen, dass es die Enttäuschung am Anfang gab.
Und wenn sich die Enttäuschung dann so lange zieht, dann verbindet man. Dann nimmt man da mehr negative Emotionen mit.
Und deshalb wollte ich es trotzdem an dem Tag machen.
Aber wie dem auch sei, ich war wie gelähmt.
Ich hatte keine Ahnung, was wir machen sollen.
Und dann zehn vor sieben hat Mama zu uns gesagt, und was macht ihr jetzt?
Es funktioniert ja offensichtlich immer noch nicht.
Und ich hatte immer noch die Hoffnung, dass es auch funktioniert.
Und dann haben wir es ganz spontan auf Instagram geswitcht.
Und haben dann dort das Live-Workout ohne Einblendungen, ohne Timer und so gemacht.
Was ich auch nicht optimal finde als Lösung.
Vor allem Instagram, wo es Vertical ist und du machst Übungen in Horizontal.
Ja, aber zumindest die Menschen, die drauf gewartet haben und es unbedingt machen wollten,
die hatten dann trotzdem die Möglichkeit, das in dem Moment zu machen.
Und deswegen fand ich das trotzdem die bessere Lösung als deine, es einfach so zu verschieben.
Das geht nicht so einfach.
Kurz und schmerzlos.
Doch.
Ja, aber ich weiß auch nicht.
Ich fand das richtig.
Ich hatte den ganzen Abend noch Bauchweh.
Ich habe mich richtig schlecht gefühlt, weil ich da eine riesige Verantwortung spüre.
Und ich weiß, da ist niemand gestorben und da hat sich niemand verletzt und wir sind keine Ärzte.
Aber trotzdem spüre ich da eine riesige Verantwortung und fühle mich menschlich schlecht, wenn ich der nicht gerecht werden kann.
Und einen Tag drüber geschlafen, war es gar nicht mehr so schlimm.
Wie immer einmal durchgeatmet, ein bisschen Zeit vergangen.
Es ist okay, aber in dem Moment. Du hast das Ganze betrachtet und das Ganze im Großen und Ganzen betrachtet.
Was auch irgendwie so die Lösung, so zum Teil die Lösung für alles, ist jetzt auch die Probleme, die ich da hatte.
Wenn man drei Schritte zurücknimmt und das große Ganze anguckt und das Ganze mal ins Verhältnis setzt und relativiert,
wie gravierend ist es wirklich?
Ja.
Welche Folgen hat es wirklich?
Ja.
Objektiv.
Dann ist alles gar nicht so.
Und dann macht man sich auch nicht mehr so einen Stress.
Das stimmt.
Und jetzt haben wir das einmal durchlebt.
Jetzt haben wir quasi eine Lösung gefunden, eine improvisierte.
Und dann, wenn es wieder Verbindungsprobleme gibt, dann wird nächstes Mal auch schneller geschalten.
Ja, auf jeden Fall.
Weil für ganz viele Sachen, die man sich eben. Mensch, das ist. Das ist jetzt eigentlich keine Weisheit, die man nochmal sagen muss, dass Übung alles leichter macht.
Aber vielleicht muss man auch gerade. Oder Sachen, die einem unangenehm sind, üben,
bis sie einem nicht mehr unangenehm sind,
weil man sie so drin hat.
Oh ja, ich kann mich noch an meine ersten Interviews erinnern
oder das erste Mal vor der Kamera stehen.
Das sind ja Weltenunterschied zu heute.
Also heute bin ich nicht mehr aufgeregt
und heute kann ich das alles supergut spontan machen
oder einen Vortrag halten oder sowas.
Aber damals hat mir das richtig Stress zugefügt.
Ich bekomme dann auch so Stressflecken im Hals und im Dekolleté.
Da kann ich mich erinnern.
Da habe ich immer nur Rollkragen getragen
bei meinen ersten Interviews und so,
weil ich da so aufgeregt war plötzlich.
Grundlos, aber grundlos so aufgeregt,
dass ich wirklich so Stressflecken überall bekommen habe.
Ja, da denkst du ja auch, wenn du es jetzt verkackst,
dann sieht es die ganze Welt und dann hast du es.
Ja, aber auch wieder so die ganzen Blödsinn, ne?
Ein Interview.
Eben, und wer erinnert sich denn daran?
Erinnerst du dich noch als Person,
XY irgendwas verkackt hat?
Nein.
Das ist in der Situation vielleicht mal kurz lustig,
denkst du, haha, oder so,
aber in drei Tagen ist das vergessen.
Ja, und ich glaube, man vergisst,
dass jeder irgendwie angefangen hat
und jeder beim ersten Mal noch nicht
der absolute Profi bei einem Gebiet war.
Aber, ja, weil man immer nur die besten Menschen bei einem sieht.
Man sieht immer nur die besten Menschen,
mit denen man sich vergleicht
und man denkt, die können das besser,
die können das besser als ich.
Und deshalb habe ich kein Anrecht, das zu machen
oder das auch zu versuchen,
weil es gibt so viele Menschen, die können das besser als ich.
Und ich glaube, auch deswegen kann man sich ganz arg selber im Weg stehen,
weil man dann immer sagt,
nee, ich traue mich das nicht,
ich kann das nicht und so,
und andere Menschen haben es gelernt
oder haben da mehr Talent
und deswegen habe ich gar kein Anrecht dazu,
das auch zu probieren.
Ich habe übrigens über genau das Thema
einen Vortrag bei Forbes gehalten,
dass man selber,
aber so ein individuelles, einzigartiges Paket
an Eigenschaften und Qualifikationen und Talenten hat.
Man muss nicht der Beste auf einem Gebiet sein.
Ich habe auch nur irgendwelche Halbtalente.
Ich kann nicht außergewöhnlich gut singen, tanzen, irgendwas machen.
Ich habe auch nur so Sachen, die ich alle ziemlich gut kann.
Und dann die Kombination daraus lässt mich aber sehr selbstbewusst sein.
Und dadurch fühle ich mich so,
als könnte ich mich wirklich,
vertrauen, das auch umsetzen zu können,
auch wenn ich in den Einzelgebieten nicht die Beste bin.
Aber das ist vollkommen in Ordnung,
weil schlussendlich geht es darum,
ob man es macht,
ob man sich selber gut dabei fühlt,
ob man glücklich damit ist.
Schlussendlich geht es immer nur darum,
bin ich glücklich damit,
habe ich die Motivation dazu,
jeden Tag daran zu arbeiten
und erfüllt mich das.
Und das sind die einzigen Fragen,
die man sich beantworten muss.
Und da kommt es nicht nur auf irgendwelche Zahlen
oder Talente an,
mit denen man arbeitet,
sondern auch auf die, die man sich selbst befindet.
Und das ist das, was mich am meisten gefällt.
Und das ist das, was mir am meisten gefällt.
Und wem das jetzt noch schwerfällt,
so wie das mir sehr lange schwergefallen ist.
Also was mir wirklich unglaublich geholfen hat,
weil ich war auch jemand,
der sich immer mit anderen verglichen hat
und dann immer nur das Beste von einer anderen Person rausgepickt hat,
die andere Person auf genau das Beste reduziert hat.
Und genau diesen Skill,
diese Fähigkeit,
da mit mir verglichen habe.
Und da,
dagegen habe ich natürlich abgestunken.
Weil das war eben die Top-Disziplin
von dieser anderen Person.
Ja.
Und dann habe ich mich klein schlecht gefühlt
und ich brauche sowieso nicht anfangen.
Ich traue es mir nicht zu.
Ich kann das nicht,
weil die andere Person ist viel, viel besser.
Aber wie wir jetzt gerade eben auch erörtert haben,
bist du auch nicht in jeder Situation souverän.
Sondern auch du stehst mal vor einer Wand.
Und die Lehre,
die mir da wirklich
unglaublich geholfen hat,
ist, dass
jeder diese Bereiche hat
und dass man sich das vor Augen führt.
Die andere Person kann nicht alles perfekt.
Die sieht nicht nur perfekt aus.
Und jede Person,
alles im Universum,
beinhaltet
beide Seiten.
Von einem Extrem bis ins andere.
Du musst nur den wunden Punkt treffen,
dann gerät die andere Person
komplett aus der Fassung.
Und weil,
ich weiß auch nicht mehr,
wohin mit sich.
Aber genauso habe ich meine Bereiche,
wo ich absolut top bin,
wo ich souverän ans Werk schreite,
wo ich mir das sofort zutraue,
wo ich mir keine drei Gedanken mache.
Ob ich irgendwas kann
oder ob ich mir beibringen kann,
ob ich die Sache angehen kann.
Und sich das einfach mal aktiv vor Augen,
wenn man sich irgendwie eingeschüchtert fühlt,
sich das einfach mal aktiv vor Augen führt
oder vielleicht,
wenn man sich vielleicht vorstellt,
in welchem Lebensbereich die Person,
von der man sich jetzt eingeschüchtert fühlt,
ja, in der die nicht so souverän wäre.
Das finde ich aber schon gemein.
Ja, aber. Ich stelle mir das nie vor bei anderen.
So von wegen,
ich fühle mich eingeschüchtert von der,
aber die ist bestimmt richtig schlecht in dem Gebiet.
Ja, jetzt. Das habe ich mir noch nie vorgestellt.
Jetzt nicht so bissig,
wie du das jetzt gerade formuliert hast,
sondern vielleicht ein bisschen empathischer.
So von wegen,
ich habe hier meine Schwierigkeiten,
und die andere Person hat irgendwo auch ihre Schwierigkeiten.
Da läuft auch nicht immer alles rund,
sodass man sich einfach ein bisschen mehr auf Augenhöhe trifft.
Und sobald man sich auf Augenhöhe trifft,
ist es eigentlich ausgeglichen.
Und man kann wieder. Boah, das ist aber lustig,
weil selbst so habe ich noch. Ich stimme dir vollkommen zu.
Ich finde, du hast absolut recht.
Komplett 100% unterschrieben.
Aber so denken tue ich nicht.
Ich sehe andere,
sehe, was die richtig toll können,
wundere das,
aber ich vergleiche es trotzdem nicht mit mir selber.
Ja, ich bin so ein Vergleichsmensch.
Ja.
Ich denke immer so,
boah, wie geil, dass die das kann.
Applaus für sie.
Kann ich nicht,
aber ist auch okay, ist nicht schlimm.
Ja, ich bin ja auch der Selbstkritiker.
Ja.
Eben, aber das ist so eine Herangehensweise,
mit der man das auch unter anderem
so ein bisschen in den Griff bekommen kann.
Wenn man sich einfach immer vor Augen führt,
alles hat eine Balance im Universum,
alles hat eine Balance im Leben,
und der eine strahlt hier,
der andere strahlt da,
der eine hat hier seine Schwierigkeiten,
der andere hat da seine Schwierigkeiten.
Ja, ich glaube,
viele sagen ja auch mal zu mir so,
von wegen kannst du alles, bist du perfekt oder so.
Dann denke ich immer, nein,
aber ich habe einfach nur rausgefunden,
was ich ganz gut kann,
und damit arbeite ich einfach,
und damit fülle ich meinen Tag,
weil das ist ja das, was mir Spaß macht,
die Sachen, die ich kann.
Und wenn ich was nicht kann,
und ich glaube, ich könnte es mal können,
dann versuche ich es mir beizutragen,
zu bringen und so.
Aber ich glaube, ich bin generell sehr glücklich,
weil ich mich darauf fokussiere,
was mir Spaß macht und wo meine Talente liegen,
und nicht im Vergleich von,
was ich gar nicht kann und was andere dafür können.
Das ist bei mir einfach halt nicht so,
hat nicht die Priorität in meinem Kopf.
Ja, das ist ja auch der richtige Weg,
den man dann auf jeden Fall gehen sollte.
Man sollte eigentlich immer das tun,
was einem wirklich leicht von der Hand geht.
Wenn du dich in irgendwas reinzwingen musst,
natürlich wird es dann schwierig.
Und warum sitze ich jetzt hier?
Warum mache ich das mit dir
und sitze nicht in irgendeiner komischen Firma,
mache Animationen, Videoschnitt und so weiter?
Weil das die Sachen sind,
die ich einfach so machen kann,
die mir einfach leicht von der Hand gehen
und wo ich mich hinsetzen kann.
Yo, ich habe eine Idee.
Ich ziehe mir drei Tutorials rein.
Ich mache dir jetzt GIFs.
Ich mache dir jetzt die Animation.
Ich mache dir jetzt. Und entscheidest du nach Bauchgefühl
oder analysierst du lieber,
durch?
Worauf bezogen?
Dein und alles.
Nicht hinterfragen,
jetzt einfach.
Was ist deine Bauchgefühlsantwort?
Ja, beides.
Es gibt immer beide Bereiche.
Ich analysiere für mein Leben gern.
Ich war ja dann auch schließlich gut in Mathe
und ich wollte Maschinenbaustudien zahlen,
finde ich auch geil.
Ja, da stimme ich auch.
Eben.
Aber in manchen Sachen
musst du einfach sofort
mit dem Bauchgefühl entscheiden.
Also, ich finde auch,
hier gibt es wieder kein Entweder und Oder.
Es gibt Bereiche, die sind so
und es gibt Bereiche, die sind so.
Da haben wir Mama und ich können uns da manchmal echt. Manchmal verdrehen wir die Augen,
weil wir können dich
und auch Papa
nicht einfach was fragen
und dann einfach eine Antwort bekommen.
Einfach nur was fragen und eine Antwort bekommen.
Das heißt immer, nee, aber man muss beide Seiten sehen.
Dann kann man nicht so einfach beantworten.
Und das geht so oder so.
Und in welcher Situation meinst du das jetzt?
Und meinst du das jetzt unter den Umständen,
oder den Umständen?
Nee, okay, vergiss die Frage.
Es ist egal.
Vielleicht ist die Frage nicht eindeutig genug gestellt.
Okay, also ich würde behaupten,
wenn ich die Frage einfach an mich zurückspiele,
ich bin ein Bauchgefühlsmensch.
Ich kann es zwar analysieren,
aber prinzipiell vertraue ich
ganz stark auf mein Bauchgefühl
und bin auch immer der Meinung,
dass mich mein Bauchgefühl richtig leitet.
Und selbst wenn es mich falsch leitet,
dann bin ich mit meiner Entscheidung
trotzdem im Reinen,
auch wenn es mir nicht gut geht.
Und wenn ich damit falsch fahre,
weil so habe ich es gefühlt,
das war mein Wille und ich war glücklich
mit dieser Entscheidung.
Und wenn sie falsch war, dann habe ich halt rausgelernt.
Aber ich habe mir nichts durch irgendwelche Analysen
auftischen lassen,
sondern so habe ich es gefühlt und so habe ich es gemacht
und deshalb ist es auch in Ordnung so.
Das ist, ich sage jetzt mal,
in 85% von allen Entscheidungen
mein Weg.
Ich würde fast behaupten,
behaupten.
dass du dann eben nur vor diesen
Arten Entscheidungen meistens stehst,
die so zu beantworten sind.
Ich glaube, du kannst,
ich weiß nicht, aber ich glaube,
du könntest ab dieser 85% zerreden.
Manche Sachen kannst du
nicht nach Bauchgefühl entscheiden.
Also klar,
eine Matheaufgabe nicht, aber die,
die ist jetzt
in meinem Alltag gerade nicht mehr.
Wie viele Meter Schnur passen
auf meine Angelspule?
Ja, das kann man sich dann ganz genau ausrechnen.
Und analysieren
und dementsprechend 100 Meter
oder 2 Meter Schnur kaufen.
Ja, okay, gut.
Akzeptiert.
Es gibt immer beides.
Es gibt mir unglaublich viel
Gelassenheit im Leben und
lässt mich
meine Probleme, die ich so hatte
mit Entscheidungen und
Selbstkritik
und so weiter, unglaublich gut
damit umgehen und hinter mich lassen.
Das ist so.
Mein
Fazit, meine
Bottomline
für dieses Thema, an das wir irgendwie
reingerutscht sind.
Was kann ich eigentlich?
Schauen wir mal, ob ich jetzt hier viel zu
selbstbewusst sitze und dir dann deinen Haarschnitt versammle.
Aber ich glaube,
mein Fazit für die Frage, was kann ich
eigentlich, ist, dass
man
wenn man auf seine
eigenen Fähigkeiten
vertraut, also,
wenn man einfach sehr viel Vertrauen in sich selber hat
und
an die Sachen
mit ganz viel positiver
Motivation,
einer ganz großen Schippe Disziplin
und auch gewissenhaftem
Arbeiten, wenn man damit rangeht
und ein Ziel vor Augen
hat, was man wirklich erreichen will,
dann ist es vollkommen
zweitrangig, ob
andere das vielleicht besser können, weil dann hat
man trotzdem das Anrecht, das selber zu machen
und das kann nur gut werden,
wenn man
das kann nur gut werden,
wenn das eigene Bauchgefühl
das kann nur gut werden,
wenn einem das eigene Bauchgefühl sagt,
dass man das machen soll.
Und ich finde gar nicht,
dass man so viel Zeit darauf geben
sollte, sich mit anderen zu vergleichen,
weil das ist Wurst.
Wir leben alle in unserer eigenen Blase.
Wir leben wirklich alle in unserer eigenen
Bubble und man sollte auf sich selber
am meisten erstmal Acht geben
und
wenn man diese ganzen Sachen
so verfolgen kann,
dann kann man schlussendlich
ziemlich viel.
Sachen, die man sich am Anfang gar nicht zugetraut
hätte, die kann man schlussendlich
vielleicht doch irgendwann und dann ist man echt
stolz auf sich.
Ja.
Das war gerade sehr viel.
Sehr viel Satz.
Ja, ich habe sehr viele Schachtelsätze eingebaut.
Ja, ich bin gerade ein bisschen überfordert mental.
Okay, ich versuche es nochmal ganz kurz zu sagen.
Also wenn man,
das ist ganz schwierig,
ich versuche es nochmal kurz zu sagen,
wenn man Freude an einem Thema hat
und eine innere Ambition hat,
irgendwas umzusetzen,
dann kann man sich die Fähigkeiten
dazu auch aneignen,
indem man einfach motiviert und diszipliniert
und gewiss, Disziplin,
diszipliniert und gewissenhaft daran arbeitet
und dann kann man
sehr viel erreichen,
weil man auf die innere Antriebskraft
gehört hat.
Achso.
Weil das eigentlich immer nur zu einem guten Ergebnis
führen kann. Und dann sind Vergleiche
mit anderen vollkommen zweitrangig,
weil es Wurst ist, was die anderen vielleicht besser konnten.
Weil es geht erstmal nur darum,
was hat man selber für eine Antriebskraft,
was hat man selber für einen Wunsch
und möchte man sich den selber erfüllen?
Ja. In so einer Situation,
boah, hast du meinen Bauch?
Ich glaube, dein Bauch hat den Wunsch, gefüllt zu werden.
Kann man sich den selber jetzt erfüllen?
Kann man?
Habe ich was da?
Bauch, kann ich gefüllt werden?
Was ist deine Antwort?
Muss ich in meinen Kühlschrank gucken?
Oder ob ich erst einkaufen muss?
Ich glaube, ich habe noch ein paar Riegel.
Wie immer.
Also,
was kann ich? Ich glaube, ich kann
viel.
Und was kannst du?
Mehr als du denkst.
Podcast Summary
Key Points:
Die Familie erledigt viele Dinge selbst, wie Haare schneiden, Färben und Gelnägel, oft ohne formale Ausbildung.
Pamela hat nur das Abitur, aber durch Eigeninitiative Fähigkeiten in Fotografie, Marketing und Buchautorentätigkeit entwickelt.
Die Waldorfschule wird diskutiert; Pamela wurde abgelehnt, sieht die Schule aber dennoch positiv.
Ängste und Selbstzweifel führen oft zu Blockaden, besonders bei Entscheidungen wie Bewerbungen oder neuen Projekten.
Disziplin, Motivation und Bauchgefühl sind wichtiger als formale Qualifikationen oder Vergleiche mit anderen.
Ein konkretes Beispiel zeigt, wie technische Probleme bei einem Live-Workout zu Stress führten, aber improvisierte Lösungen gefunden wurden.
Die Kernbotschaft
Summary:
In diesem Gespräch zwischen Pamela und Dennis geht es um die Frage „Was kann ich eigentlich?“ und die Erkenntnis, dass Fähigkeiten nicht immer durch formale Qualifikationen definiert werden. Die beiden reflektieren über ihre Erfahrungen: Pamela hat nur das Abitur, aber durch Eigeninitiative und praktisches Ausprobieren Fähigkeiten in Bereichen wie Fotografie, Marketing, Buchautor und sogar Haareschneiden entwickelt. Sie betont, dass man sich Fähigkeiten aneignen kann, wenn man motiviert und diszipliniert ist, auch ohne offizielle Ausbildung.
Ein zentrales Thema sind Selbstzweifel und Ängste, die oft zu Blockaden führen, insbesondere bei Entscheidungen oder neuen Herausforderungen. Pamela beschreibt, wie sie früher alles zerredet hat und sich mit anderen verglich, bis sie lernte, auf ihr Bauchgefühl zu vertrauen. Dennis ergänzt, dass Vergleiche mit anderen zweitrangig sind, da jeder Stärken und Schwächen hat. Ein konkretes Beispiel ist ein Live-Workout, das wegen technischer Probleme fast scheiterte, aber durch Improvisation gerettet wurde – eine Lektion in Flexibilität.
Die Kernbotschaft ist, dass man viel mehr erreichen kann, als man denkt, wenn man auf die eigene innere Antriebskraft hört, gewissenhaft arbeitet und sich nicht von Ängsten oder Vergleichen lähmen lässt. Am Ende fassen sie zusammen: Man kann viel, wenn man Vertrauen in sich selbst hat und bereit ist, zu lernen und sich anzupassen.
FAQs
Das Thema entstand, als Pamela und Dennis darüber sprachen, ob sie sich zutrauen, sich gegenseitig die Haare zu schneiden. Daraus entwickelte sich die allgemeinere Frage, welche Fähigkeiten man im Leben hat, auch ohne formale Qualifikationen.
Weil ihr Friseur und sie während der Corona-Zwangspause keinen Termin finden konnten. Ihre Mutter hat ihr dann die Haare gefärbt und geschnitten, und seitdem machen sie es selbst, weil es gut funktioniert und sie flexibel sind.
Pamela war im Waldorfkindergarten, wurde aber für die Waldorfgrundschule nicht angenommen, weil sie zu jung und im Kopf noch nicht so weit war. Trotzdem ist sie der Schule nicht negativ gestimmt, da ihre Mutter positive Erfahrungen gemacht hat.
Sie dachte, sie sei keine Buchautorin und habe keine Qualifikation dafür. Ihr Verlag überzeugte sie jedoch, dass sie es trotzdem kann, und während des Projekts wuchs sie in die Aufgabe hinein und lernte viel.
Sie findet es nervig, wenn neue Firmen darauf bestehen, dass sie sich nicht selbst schminkt, obwohl sie es gut kann. Sie kennt ihr Gesicht und ihre Haare am besten und weiß, wie sie sich für Shootings stylen muss.
Sie empfiehlt, sich vor Augen zu führen, dass jede Person sowohl Stärken als auch Schwächen hat. Man sollte sich auf die eigenen Talente konzentrieren und sich nicht mit den besten Eigenschaften anderer vergleichen.
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