#3: Die Entscheidung, alkoholfrei zu leben: Wenn es Klick macht im Kopf
40m 19s
In dieser Podcastfolge vertieft Maria Bremer die Phasen 7 und 8 ihres 10-Phasen-Modells, das ihre toxische Beziehung zu Alkohol beschreibt. Phase 7 ist die entscheidende Phase, in der der Entschluss reift, nicht mehr trinken zu wollen, während Phase 8 den endgültigen Abschied markiert. Maria betont, dass jede Phase wichtig ist und nicht übersprungen werden kann – ähnlich wie beim Durchschreiten verschiedener Räume. Sie schildert ihre persönliche Entwicklung: Nach einer dreimonatigen Trinkpause im Frühjahr 2020, die sie stolz durchhielt, trank sie zu Ostern wieder Alkohol. Der erste Schluck schmeckte ihr widerlich, doch sie trank weiter, da ein Leben ohne Alkohol für sie undenkbar schien. Sie gewöhnte sich schnell wieder an den Geschmack und fiel in alte Trinkmuster zurück, begleitet von einem noch stärkeren schlechten Gewissen. Ein Besuch in der Suchtberatungsstelle brachte ihr das Konzept des kontrollierten Trinkens nahe, das sie jedoch nicht umsetzen konnte. Sie stellte sich strengere Regeln, trank seltener, aber dann exzessiv, was zu Katern und depressiven Zuständen führte. Maria reflektiert, dass das Führen eines Trinktagebuchs für sie nicht funktionierte, da es ihren Energieaufwand erhöhte und sie sich nur noch schlechter fühlte. Die Folge endet mit dem Hinweis, dass sie später hilfreiche Tipps zur bewussten Wahrnehmung des eigenen Veränderungsprozesses geben wird.
Willkommen beim Frau Bremer trinkt nicht mehr Podcast. Ich bin Maria, die, die nicht mehr trinkt. In diesem Podcast geht es um die Themen persönliche Weiterentwicklung, Algoholfreies leben und nüchtern Alive-Style. Als Algoholfrei-Coach unterstütze ich Menschen darin, ihren zufriedenen und gesunden Alltag ohne Algohol zu erschaffen. Lasst uns diesen Weg gemeinsam gehen. [Musik] Komm schon Maria, sag's mir, wie hast du es geschafft, dass du irgendwann gesagt hast? Nü, Algohol will ich kein mehr trinken. Wie hast du es geschafft, dass es in deinem Kopf Klick gemacht hat und das für dich irgendwann mal klar war, Algohol, den brauche ich nicht mehr. Herzlich willkommen zu der dritten Folge des Frau Bremer trinkt nicht mehr Podcasts und in dieser Folge geht es um eine Vertiefung meiner Phasen 7 und 8. 7 und 8, was bitte schön ist das? Wenn du meine erste Folge, in denen ich über die 10 Phasen meiner Beziehung mit Algoholspreche nicht gehört hast, dann kannst du selbstverständlich nicht wissen, was meine Phasen 7 und 8 sind. Du musst diese erste Folge nicht gehört haben, wenn du sie aber noch hören möchtest. Ich habe unglaublich viel Feedback bekommen auf diese erste Folge. Darum vertiefe ich heute auch noch einmal ein bisschen etwas aus der ersten Folge. Sie ist also offenbar einigermaßen lones wert, um sich anzuhören. Also hört doch da gerne noch einmal rein. Du kannst das aber auch im Anschluss tun und dir heute diese Vertiefung meiner Phasen 7 und 8 anhören. Wie ich das eben schon erwähnt habe, ich habe wirklich dutzende vielleicht sind es sogar Hunderte, Reaktionen, Emails, Nachrichten auf Instagram, über meine Webseite bekommen auf diese erste meine Podcastfolge. Die heißt "Meine toxische Beziehung mit Algohol und wie ich aus ihr ausstehe". Und ich habe diese toxische Beziehung mit Algohol, die ich während gut 20 Jahren geführt habe in 10 Phasen aufgeteilt. Und ich habe das gemacht, weil ich ja durch auch meine Arbeit als Algoholfreikot, auch weiß oder wusste, dass ich viele von den Zuhörerinnen und Zuhörer mit diesen Phasen identifizieren können oder zumindest teilweise. Und so war es offensichtlich auch. Und dann haben sich in den Phasen wiedererkannt und haben mir dann nachrichten geschrieben, wie ja, mal genau so war es bei mir auch. Und ich bin jetzt Gedare in Phasesex oder ich bin jetzt Gedare in Phas 8. Die meisten und das ist ja das interessante daran und deswegen möchte ich heute auf diese Phasen eingehen, die meisten Feedbacks, die ich bekommen habe, beziehungsweise die meisten Reaktionen. Da hieß es drin, dass sich die jeweilige Person in der Phasel 7 oder 8 befindet. Denn genau diese Phasen, das sind quasi, sage ich jetzt mal, die kritischen Phasen. Denn Phasese 7 ist die Phase, wo du den Entschluss fasst wirklich nicht mehr trinken zu wollen und jetzt etwas oder viel dafür zu tun, um dich wirklich und entgültig vom Algohol lösen zu können. Ich gehe nachher selbstverständlich noch auf diese Phase ein, darum soll es ja in dieser Folge gehen. Aber das als Zusammenfassung, das ist Phase 7. Die Phase 7 ist die Initialphase der Aufhörphase des Aufhörns. Denn Phase 8 ist dann die Phase, über die ich ist so formuliert habe. Da wusste ich, das war es jetzt, jetzt ist Schluss, Algohol, AD. Jede Phase auf dem Weg in die Algoholfreiheit ist wichtig. Denn jede Phase ist Teil des Prozesses durch den wir alle durchgehen. Durch den ich in diesen 10 Phasen durchgegangen bin und durch die du auch hindurch gehst. Das bedeutet nicht, und das sage ich auch schon in der anderen Podcastfolge. Das bedeutet nicht, dass du dich eins zu eins mit diesen Phasen identifizieren können musst. Ja, die können unterschiedlich lange bei dir dauern, die können sogar vielleicht in unterschiedlicher Reihenfolge bei dir auftauchen. Und es kann sein, dass du manche Phasen überhaupt nicht kennst oder überhaupt nicht gekannt hast. Oder nie durchlaufen bist. Das heißt nicht, dass du dich nicht auch in einem Prozess befindest. Wie du genau deinen Prozessen ein bisschen bewusster wahrnehmen kannst oder auch beleuchten oder hinterfragen kannst, dazu werde ich dir am Schluss dieser Podcastfolge einige hilfreiche Tipps mit an die Hand geben. Es lohnt sich also, dran zu bleiben oder wenn du gleich da den willst, einfach vorzuspulen. Es gibt da so eine Coaching-Übung, die ich auch in meinem Online-Programm Heile deine innere Trinkerin mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mache. Sie heißt die vier Räume der Veränderung. Der Inhalt oder das Learning, das man aus dieser Coaching-Übung herauszielen darf oder sollte ist, dass jeder Prozess von bestimmten Phasen bestimmt ist. Damit wir diesem Prozess durchlaufen können und am Ende dorthin gelangen, wo wir hingegangen wollen, in diesem Falle ist es jetzt ein Leben, ein zufriedenstellendes Leben ohne Alkohol zu führen, müssen wir durch bestimmte Phasen hindurchgehen. Diese Phasen sehen nicht bei allen gleich aus, aber es sind immer Phasen und die Phasen müssen nacheinander durchlaufen werden. Ich kann also nicht von der einen Phase, in die vierte Phase springen. In dieser Übung ist es also so, dass ich darstelle, dass man nicht von dem ersten Raum einfach in den vierten Raum springen kann. Und im vierten Raum ist dann die Veränderung quasi schon vollbracht. So geht das nicht. Die Veränderung ist ein Prozess und wir müssen die Veränderung ein Stück weit koordinieren oder dirigieren und vorantreiben, um am Ende die Veränderung auch wirklich zu sehen und zu spüren und in unserem Leben etabliert haben zu können. Die eine Phase führt zur nächsten Phase. Deswegen finde ich die Übung auch so schön, weil es im Bild von Räumen dargestellt wird. Ich gehe vom einen Raum durch eine Tür in den nächsten Raum und da ist wieder eine Tür und durch die gehe ich wieder hindurch und dann bin ich wieder im nächsten Raum. Und so sind das verschiedene Räume, die wir durchlaufen, um am Ende in dem Raum anzukommen, in denen wir hineinwollen. Und so ist das auch mit der Entscheidung, mit der Entscheidung keinen Alkohol mehr trinken zu wollen. Mit 18 zum Beispiel fand ich den Alkohol toll. Er war mein bester und treuster Freund. Ich fand es das schönste auf der Welt Alkohol trinken zu können, weil ich mich so gut und so leicht gefühlt habe. In dieser Phase, in dieser Verliebteitsphase meiner Phase 1, hätte ich niemals den Entschluss fassen können, keinen Alkohol mehr zu trinken. Wenn mir das jemand verboten hätte, ich wäre total durchgedreht. Da konnte ich nicht den Entschluss fassen, keinen Alkohol mehr zu trinken. Es war einfach rein, mental oder man kann sogar sagen, physikalisch war es unmöglich, keinen Alkohol mehr zu trinken für mich. Ich war meilenweit davon entfernt. Ich war wirklich eine physische Distanz von dieser Entscheidung. Mit 34 war Alkohol trinken quasi das hässlichste, was ich tat. Und dazwischen, zwischen 18 und 34, da liegen viele, viele Erfahrungen, die ich machen musste, damit ich mit 34 überhaupt so denken konnte. Damit die Entscheidung keinen Alkohol mehr zu trinken, überhaupt reifen konnte, es ist ein Reifungsprozess. Ich durch lief zehn Phasen, die ich für meinen Weg durchlaufen musste. Das ist meine Geschichte. Und du hast deine Geschichte. Phase 7 und 8. Zentrale Phasen. Aber ich möchte sie gar nicht als Zentraler bezeichnen als die anderen. Sie sind einfach die Phasen, die vielleicht die größten, den größten Impact auf mein Leben haben. Oder hatten. Ich möchte aber bei der Phase 6 starten, denn die Phase 6 war ja wiederum die Initialphase für die Phase 7. Das war also der Raum, in dem ich war eine gewisse Zeit lang und den ich besuchen musste, um dann in den Raum 7 oder in die Phase 7 überhaupt gehen zu können. Phase 6 war Mürigkeit. Ich will nicht mehr. Das ist so anstrengend das Ganze. Immer wieder diese Abstürze, immer wieder diese Enttäuschungen, immer wieder diese üblen Karte, immer wieder die schlechten Erfahrungen, die ich unter Alkohol einfluss gemacht habe. Das waren keine schöne Erfahrungen. Und diese unschönen Erfahrungen musste ich machen, damit ich in Phase 7 übertreten konnte. Phase 7 war die Phase, in der ich den Entschluss Phasen konnte zu gehen. Es war die Reifungsphase für mein Nein zum Alkohol. Ich möchte dir hier ein bisschen in meine Geschichte vertieft mitnehmen, denn in der ersten Podcastfolge habe ich tatsächlich die 10 Phasen mehr oder weniger im Schnelldurchlauf durchlaufen, sonst wäre das einfach eine ausufande, eskalierende Folge geworden. Aber jetzt hier in dieser Folge habe ich Zeit, ich ein bisschen mehr in diese Phase 7 mitzunehmen und damit auch in meine Geschichte. Es war anfangen.
Anfang 2020, es war, ich hab immer ein Durcher an der Mitte in Jahren, aber das war das Jahr als Corona-Auftauchter. Es war Anfang 2020, ich war mitten in meiner Phase 7. Der Entschluss zu gehen war schon haucht dünn vor, ganz nah vor mir. Am Anfang von 2020 habe ich es tatsächlich aber noch gar nicht so gemerkt, wie nah das eigentlich war. Auch hier wieder. Wir können uns mitten in Phasen befinden, ohne dass wir das überhaupt richtig realisieren. Januar 2020 habe ich in Schlussend drei Monate keinen Alkohol zu trinken. Corona war da erst so, was ganz weit entfernt ist und ich hab das sowieso am Anfang überhaupt nicht ernst genommen. Ich hab gedacht, a lainander an Theater und so. Hab ich da überhaupt nicht umgekümmert. Und ich, für mich war klar, dieses Jahr möchte ich drei Monate ohne Alkohol starten. So lange hatte ich bis dahin noch nie ohne Alkohol gelebt. Ich habe also die ganzen Jahre, das waren dann 24 Jahre vorher, nie so lange keinen Alkohol getrunken wie damals, drei Monate. Dann kam Corona, schlug voll ein, lockdown und alles, was dazu gehörte, wunderschönes Wetter. Und um mich rum haben alle mehr getrunken, mehr oder weniger. Und man hat das überall lesen können, jetzt trinken die Leute mehr, kauft euch Biervorräte und so weiter. Und ich habe ziemlich eisern an meiner drei monatigen Trinkpause festgehalten. Und ich wusste aber, das wird ja an Ende haben, zu Ostern werde ich wieder etwas trinken. Und dadurch, dass ich das so stolz durchgehalten habe, habe ich mich umso mehr auf diesen Tag gefreut, an dem ich wieder mein erstes Glas Champagne wollte ich damals trinken, wieder trinken konnte. Und ich habe das sehr, sehr zellibiert. Ich habe mir etwas sehr schönes gekocht. Mein Freund und mir, ich weiß noch genau, es waren Niohki selbstgemachte, Kartoffeln, Niohki in Tomatensoße, überbacken im Ofen. Ich liebe das. Könnte ich wirklich mal wieder machen, wie schon länger nicht mehr gemacht. Und dazu erst Champagne beim Kochen und dann schön rotwein beim Essen. Sorry, jetzt für diesen Trigger, falls ich das jetzt hier geleist haben könnte. Aber das wird es vielleicht oder andere mal in diesen Podcast noch geben. Denn das Leben geht weiter, auch wenn wir in Schließen keinen Algol mehr zu trinken, gibt es immer noch Menschen, die Algol trinken, siehe, jede Serie im Fernsehen gefühlt und überhaupt überall. Trinkt irgendjemand irgendwann, Algol, wir dürfen damit lernen, umzugehen. So, kleiner Exkurs. Also es war jetzt also Ostern. Die Sonne schien, ich kann mich noch so gut daran erinnern und ich habe mich so auf dieses erste Glas Champagne gefreut. Ich habe es mir eingeschränkt, es hat geperlt, es hat gerachen, ich habe getrunken und ich fand es wiederlich. Ich fand es wiederlich. Und ich habe gedacht, okay, interessant, jetzt habe ich mich so darauf gefreut und es schmeckt mir überhaupt nicht. Aber und das ist jetzt im Rückblick echt crazy. Und vielleicht kennst du das auch, weil ich weiß, dass von einigen meiner Klientinnen das es ihnen immer mal wieder ähnlich ging, wenn sie Trinkpausen eingelegt haben. Sie, wie ich, haben realisiert, dass es uns jetzt in dem Fall mir nicht mehr schmeckt. Und ich habe es trotzdem getrunken, weil ein Leben ohne Algohol oder überhaupt ein so schönes Fest, wie dieses Osterfester, an dem ich es mir so gut gehen lassen wollte, ohne Algohol zu durchleben, schien, schlicht und ergreifend, unmöglich. Also habe ich weiter getrunken und der Gaumen, das weiß man ja, gewöhnt sich dann irgendwann wieder dran. Also das weiß man ja im Sinne von das zeigen. Auch Untersuchungen, dass wir uns schnell vom Algoholgeschmack endwöhnen, weil der Körper von Natur aus den Algohol gar nicht gerne mag und wir uns wieder dran gewöhnen müssen, damit uns das wieder schmeckt. Und ich habe mich also wieder dran gewöhnt und es hat mir wieder geschmeckt und so bin ich eigentlich ziemlich schnell in den normalen Trott wieder reingekommen. Jetzt muss ich aber an dieser Stelle nochmal ein bisschen zurückgehen in der Zeit. Und zwar bin ich im Januar damals als alles noch auf war. Bin ich in die regionale Suchtberatungsstelle gegangen, weil ich habe da schon bereits meine Coaching-Ausbildung angefangen gehabt und ich habe gedacht, hey, da gibt es dieses kostenlose Angebot, in dem ich quasi gecoached werden kann. Und das nehme ich jetzt wahr. Mich interessiert das, wie die Menschen da arbeiten. Und ich habe mir das auch sehr schön erzählt, da ich habe gesagt, ja, das ist ja auch ein bisschen Feldforschung. Ich möchte jetzt schauen, was ich hier mache. Ich gehe jetzt da mal hin, erkläre den meinem Problem. Und mal schauen, was die mir zu sagen haben. Hab mir da also einen Termin gemacht auf dieser Suchtberatungsstelle und bin da hingegangen und ich bin wirklich an eine sehr, sehr angenehme Frau geraten, mit der ich ein sehr, sehr angenehmes Gespräch hatte. Ich habe mir dann erzählt, dass ich im Moment eine Trinkpause mache und ich habe Angst, dass wenn ich wieder anfange zu trinken, nach den drei Monaten, dass ich voll wieder in alte Muster dein fallen werde. Weil, ich habe ja auch schon kürzere Trinkpause gemacht vorher. Und da hat das eigentlich nie, nicht eigentlich, sondern nie einen großen Effekt auf mein weiteres Trinkverhalten gehabt. Im Gegenteil, ich habe oft noch mehr getrunken als vorher, weil ich das Gefühl hatte so und jetzt habe ich mir aber das Trinken verdient. Schließlich habe ich ja meiner Leber eine zwei wöchige, drei wöchige, wie auch immer Pause gekünd. Das habe ich also der Frau auf der Suchtberatung so formuliert und dann hat sie mir ein Buch gegeben. Sie hat mir einen Radgeber zum kontrollierten Trinken gegeben, das Buch von Joachim Körkel. Er ist so, der bekannteste Exponent, wenn es darum geht, das kontrollierte Trinken zu üben, wenn man so sagen will, er erforscht das auch und hat auch dazu, dass es mit der Publikation veröffentlicht unter anderem auch dieses Buch kontrolliert trinken. Okay, habe ich gedacht, schauen wir mal, wie es nach den drei Monaten weitergeht und dreimal darfst du raten, wie es weiter ging. Genau, nämlich genau wie vorher. Nur dass mein schlechtes Gewissen noch viel, viel größer war, wenn ich mal wieder viel mehr trank als ich wollte. Weil im Kopf hatte ich ja dieses Bild, dass es mir jetzt viel besser gelingen würde. Immerhin habe ich drei Monate nichts getrunken. Immerhin habe ich drei Monate ausgehalten, während Corona als alle total hyperventiliert haben, habe ich nichts getrunken und musste mich nicht beruhigen mit Alkohol. Ich brauche doch wohl kaum mehr so viel Alkohol wie vorher, wenn ich jetzt wieder normal anfange zu trinken. Ich find's ja immer wieder interessant, wie man sich immer wieder selbst auf den Leim geht. Kann man so sagen, mal belügen ist es ja nicht, weil ich habe ja das geglaubt. Ich habe mich ja nicht belogen. Ich bin mir einfach auf den Leim gegangen. Meine eigenen Propaganda quasi für Alkohol bin ich auf den Leim gegangen. Und habe Schwubstivobst wieder genauso viel getrunken wie vorher. Beziehungsweise eben, es war eine andere Grundgefühl dabei, weil ich mich einfach noch schlechter gefühlt habe. Die Konsequenz war also, ich habe mir noch strengere Regeln aufgestellt und zwar umseltener zu trinken. Weil ich wusste, wenn ich trinke, dann kann ich es eben nicht kontrollieren. Dann kann ich es eben nicht kontrollieren. Also muss ich immer öfter Nein sagen und nichts trinken. Und dann trinke ich unter dem Strich auch weniger. Weil ich wusste, wenn ich dann was trinke, bleibt es nicht bei einem Glas, sondern Schluss war es. Keine Ahnung, vielleicht sieben oder mehr. Genau jedenfalls war ich dann meistens angeduselt oder sehr betrunken. Und auf jeden Fall habe ich es am nächsten Tag jeweils stark gemerkt in Form eines Katas, aber auch einem sehr deprimierten Mentalzustand. Deprimierenden Zustand. Weil ich als gerade davon geredet habe, dass ich es eben nicht geschafft habe, kontrolliert zu trinken, möchte ich jetzt genau dieses Buch von Joachim Körkel mal eben in die Hand nehmen und dort drinnen oder beziehungsweise dort raus, vorlesen, was denn da drin steht. Denn als ich von der Suchtberaterin den Vorschlag bekommen habe, es mit kontrolliert trinken zu versuchen. Da bin ich erst mal ziemlich stutt sich geworden. Weil ich dachte, "Hey, ich versuche ja seit Jahren, seit Jahren Tag einen Tag aus kontrolliert zu trinken und es klappt nicht." Und jetzt kommt dieser Tipp von der Expertin, probier doch einfach mal kontrolliert zu trinken. Ich war ziemlich genervt am Anfang. Und wenn ich jetzt zurückblecke, dann verstehe ich auch, warum ich genervt war. Und es war auch ein bisschen zurecht, weil ich habe ja, das wie gesagt, schon ganz oft versucht und ich wusste, ja, dass ich das nicht kann. Andererseits hat sie mir dieses Buch in die Hand gedrückt, beziehungsweise ich habe mir das da gekauft und da habe ich gedacht, "Okay, jetzt habe ich hier neue Informationen in diesem Buch." Und mit diesen neuen Informationen schaffe ich es ja vielleicht kontrolliert zu trinken. Spoiler, ich habe es nicht geschafft. Und was da in diesem Buch so drin steht, ist jetzt eben ein bisschen draus vorlesen und dann das mit meinem Erleben abgleichen. Ein wichtiger Bestandteil des kontrollierten Trinkens ist ja unter anderem, dass ein Trinktagebuch geführt wird und sehr klar, sehr genau dokumentiert wird, wie viel jemand trinkt. Es gibt da also diesen Tipp, in dem Buch kontrolliertes Trinken, so reduzieren sie ihren Alkoholkonsum, es gibt da einen Tipp, der erlaubt wird, "Deponieren Sie das Trinktagebuch dort, wo sie unwahrigalig hinschauen." Geldbörse, Kühlschrank, Kopfkissen etc. Haben Sie es einmal nicht gleich zur Hand, können Sie ihren Konsum auch als Notiz im Smartphone abspeichern.
Der Tipp geht noch ein bisschen weiter, aber wenn ich so etwas lese, dann zieht es mir sich also wirklich als heutiger Perspektive alles zusammen, weil ich denke, wenn ich permanent mein Trinktagebuch mit mir umtragen muss, wenn ich es am Kühlschrank leben habe, wenn ich es mir aufs Kopf kissen lege, dann bedeutet das, dass ich mich Tag ein Tag aus, wenn ich zurück denke, ich kenne das Gefühl so gut, Tag ein Tag aus mit meinem Trink, verhalten mit meinem Konsum, mit meinen Mängen, mit dem Thema Alkohol auseinandersetzen muss. Und zwar immer in einer limitierenden Art und Weise, denn eigentlich will ich ja trink. Mein Wunsch ist ja in dem Moment etwas trinken zu wollen und zwar am liebsten ohne Regeln. Aber permanent muss ich mir selbst vor Augen führen, dass ich mich hier limitieren muss, dass ich hier aufpassen muss, dass ich hier ja nicht eine gewisse Grenze überschreiten darf. Also, ich habe eine großen Energieaufwand, wie ich dieses Trinktagebuch ordentlich führe. Ich gebe zu, ich habe dieses Trinktagebuch nie geführt, beziehungsweise ich hatte mal so eine App, da habe ich ein bisschen was drin rumgeschrieben und rumgedrückt, aber ich habe nie ordentlich Trinktagebuch geführt, weil ich wusste, es macht überhaupt keinen Sinn. Wenn ich ein Glas trinke, ja, kann ich das reinschreiben, aber wie oft trinke ich ein Glas? Wenn ich drei Gläser trinke, vergesse ich es reinzuschreiben und wenn ich drei Gläser trinke, ich meistens fünf Gläser und dann vergesse ich sowieso und dann schreib ich fünf Gläser rein und dann merke ich, scheiße, es war wieder zu viel und dann führ ich mich schlecht. Ja, okay. Es macht mich wirklich ein bisschen fertig, wenn ich das leese. Trotzdem komme ich jetzt noch zum zweiten Tipp, den ich mit dir teilen möchte. Setzen Sie Ihre Ziele so, dass Sie Sie erreichen können. Der Erfolg, den Sie sich Tag für Tag und Woche für Woche verschaffen, wird Sie motivieren, das Programm so lange vorzuführen, bis Sie mit Ihrem Trinkverhalten zufrieden sind. Okay, das habe ich vorhin gerade gesagt. Ich habe immer wieder versucht, diese Degeln einzuhalten, habe es nicht geschafft und ich habe mich nicht motiviert gefühlt, sondern schlecht gefühlt. Umso schlecht da, weil mir da jemand eigentlich sagt, das sollte doch eigentlich klappen mit den kontrollierten Trinken, wenn du alles richtig machst und ich selber habe gemerkt, okay, es klappt überhaupt nicht. Ich habe mich enttäuscht und enttäuscht und enttäuscht und ich habe mich schlecht gefühlt, ich habe mich als Versager den gefühlt und ich war alles andere als motiviert. Durch aus motiviert war ich aber für diesen Tipp. Trinken Sie nach jedem alkoholhaltigen Getränk ein alkoholfreies. Okay, diesen Tipp habe ich schon gehört, als ich 20 war. Ich habe ihn auch da schon sehr, sehr oft behält. Wie gesagt, bei den ersten drei Gläsern klappt das wunderbar. Jedes Mal ein schönes Zwischenwasser. Aber dann hat es leider überhaupt nicht mehr geklappt. Irgendwann hatte ich genug oder habe ich genug Intos, um einfach drauf loszutrinken und dieses Zwischenwasser dieses alkoholfreie getränkt dazwischen total zu vergessen. Okay, also wieder etwas, was ich nicht geschafft habe. Dann, nächster, letzter Tipp, den ich jetzt mit dir teilen möchte, achten Sie da darauf, dass ich in Ihrem Leben fasend der Beanspruchung und fasend der Entspannung die Wage halten. So halten Sie eine gewisse Balance, die vor Rückfällen schützt. Phase 5, in meiner Beziehung mit dem alkohol, war ja die, in der ich gemerkt habe, dass ich eine gewisse Balance im Leben brauche. Und die habe ich mir auch antrenniiert, sage ich mal, ich habe mich gut angefangen, um mich zu kümmern. Und ich hatte diese Balance. Ich hatte diese Balance. Mir ging es bereits ziemlich gut abgesehen vom alkohol. Und wenn ich jetzt also lese, dass ich mir doch einfach eine Balance suchen soll im Leben. Ich diese aber doch eigentlich schon hatte. Und ich jetzt dachte, okay, jetzt habe ich ja sogar schon diese Balance und wie so klappt das immer noch nicht mit den Kontrollierten trinken. War das einfach, bam, noch mal einen Hammer oben drauf, dem ich gesagt hatte, irgendetwas stimmt mit dir nicht, Maria. So, das war jetzt eine Auswahl an Tipps, die in diesem Buch stehen und ich möchte an dieser Stelle sagen, das ist mir ganz wichtig, dass ich nichts gegen kontrolliertes trinken grundsätzlich habe. Ich lehne das nicht ab. Ich habe für mich gemerkt, dass kontrolliertes trinken für mich nicht funktioniert. Und ich habe in vielen anderen Gesprächen mit Menschen, die sich auf dem Weg in die alkoholfreiheit befinden oder befunden haben und jetzt alkoholfrei leben, feststellen, dürfen, dass es für diese Menschen auch nicht funktioniert. Gerade weil sie schon jadelang das ja versucht haben und es auch mit neuen Informationen zum kontrollierten trinken, neuem Wissen auch dann nicht funktioniert hat. So wie bei mir. Wenn ich das Thema kontrolliertes trinken, aber interessiert, verlinke ich dir in den Beschreibungen zu diesem Podcast gerne einen anderen Podcast, in dem das kontrollierte trinken, sehr differenziert, sehr aufschlussreich und sehr gut diskutiert wird und du findest dort weitere Informationen, falls dich das interessiert. Weiter aber zurück zu meiner Phase 7. Was hat das also bewirkt in dieser Phase 7, als ich das mit dem kontrollierten trinken, noch einmal richtig intensiv probiert habe? Ich habe endgültig gemerkt, dass ich es nicht kontrollieren kann. Und dass ich es nicht nur nicht kontrollieren kann, sondern dass mit jedem Versuch der Kontrolle ich mich nochmal schlechter, nochmal weniger selbstbestimmt bzw. fremd bestimmt durch den Alkohol und nochmal versagen, der als Versagerin gefühlt habe. Ich habe festgestellt, dass es unfassbar Schwedig ist und unfassbar viel Energie kostet und anstrengend ist, kontrolliert trinken zu wollen. Ich für mich habe das gemerkt. Das heißt, alles was ich in Phase 7 durchgemacht habe, um wieder auf dieses Prozesshafte sprechen zu kommen, alles was ich in der Phase 7 durchgemacht habe, hat dazu geführt, dass ich diese Erkenntnisse für mich selber haben konnte, dass ich diese Erkenntnisse für mich realisieren konnte und dann auch zu einem Entschluss, der aus diesen Erkenntnissen resultiert gelangen konnte. Und an dieser Stelle vielleicht ein kleines Blei-Deu-Jähr-Doch für es kontrollierte trinken, weil das kontrollierte trinken oder der Versuch des regulierten, kontrollierten trinkens kann genau wichtig sein, um eine solche Phase zu durchlaufen bzw. um meine, jetzt in meinem Fall meine Phase 7 zu durchlaufen, um dann eben zu merken, dass die Alkoholfreiheit, dass das Leben ohne Alkohol definitiv die gute, die bessere Lösung ist. Was ich ja auch gemerkt habe in dieser Phase, eindeutig, dass es viel einfacher ist für mich gar nichts zu trinken, als ein bisschen zu trinken. Und ich habe plötzlich gemerkt, dass wenn ich nichts trinke, dass ich dann eigentlich alles relativ einfach non gefüllt hat. Ich habe das einfach für mich so gemacht, dass ich immer dachte, da war ich einfach von meiner Einstellung, von meiner inneren Überzeugung gegenüber unserer Gesellschaft oder mir selbst gegenüber noch nicht so weit. Ich dachte, wenn ich unterwegs bin, wenn ich in Gesellschaft bin, wenn ich im Urlaub bin, wenn ich irgendetwas erlebe, wenn ich irgendetwas feiere, wenn ich ausgehe, dann gehört der Alkohol dazu. Das ohne Alkohol unmöglich vorstellbar. Also habe ich um weniger zu trinken, auch auf diese Aktivitäten verzichtet, bei denen ich normalerweise immer getrunken habe, weil ich mir nicht vorstellen konnte, nicht zu trinken, wenn ich aus gehe, nicht zu trinken, wenn ich keine Ahnung mit einem guten Freund mich abends in der Bar treffe. Konnte ich mir nicht vorstellen. Also habe ich immer öfter abgesagt, auch, zwischendurch. Ich bin gar nicht erst rausgegangen, ich habe mich auch ziemlich zurückgezogen. Gut, man muss dazu sagen, es war das Corona-Jahr. Aber ich habe mich trotzdem getroffen in diesem Jahr, immer unter Einhaltung der Vorschriften, aber ich bin trotzdem rausgegangen und ich hätte natürlich auch gut drinnen trinken können, und zwar alleine oder mit Freunden, die ich da treffe. Aber ich habe mir gesagt, nein, ich mache Dinge, die mir gut tun, bei denen ich keinen Alkohol brauche. Als dann auch die, z.B. Saunen wieder aufgegangen sind oder die Thermalbeder, bin ich sehr oft auch baden gegangen. Solche Dinge habe ich getan, die mir sehr gut tun in die Sauna gegangen. Ich habe mich massieren lassen. Ich bin viel gewandert, ich bin viel rausgegangen und da war ich ja noch nicht ohne Alkohol. Da habe ich ja noch getrunken, aber ich habe gemerkt, dass Aktivitäten, die ohne Alkohol schön sind, mir sehr gut tun und dass ich dadurch immer öfter Phasen des Nicht trinkens hatte. Und dann, wenn wieder eine soziale Anlass kam, aber auch, wenn ich mich vielleicht mit meinem Freund verabredet habe und wie etwas Schönes machen wollte, dann habe ich wieder getrunken. Und dann habe ich wieder versucht zu kontrollieren und ich würde sagen, in 4 von 5 Fällen ist mir das vielleicht gelungen? Nein, stimmt nicht. In 2 bis 3 von 5 Fällen ist mir das vielleicht gelungen. Aber in 2 oder 3 Fällen ist es mir eben nicht gelungen und habe maßlos übertrieben und es gibt mir entsprechend am nächsten Tag noch viel schlechter, weil ich doch eigentlich dachte, dass ich ja auf einem guten Weg bin. Dann kam Ende 2020 und ich weiß einfach noch so gut, dass ich in dem Dezember etliche Male aus war, vielleicht auch so ja dieses mehr oder weniger überstanden ne Corona-Jahr, man konnte wieder ausgehen, man konnte ihn basgehen.
Und ich bin etliche Male hintereinander abgestürzt und zwar richtig stark, richtig heftig, ich habe mich richtig schlecht gefühl, ich hatte Blackouts und dann kam das neue Jahr 2021 und ich war am zweiten Januar oder das war der erste, ich weiß es eben gar nicht mehr genau, das war vielleicht auch der erste, waren hier bei Freunden eingeladen, ich mag die beiden sehr sehr gerne, wir hatten einen sehr schönen Abend mit viel zu viel Alkohol, ich habe mir so heftig vorgenommen an dem Abend nicht zu viel zu trinken um mit meinem Freund um elf nach Hause zu gehen und um elf war er fertig quasi mit dem Abend und so okay, gehen wir jetzt nach Hause und ich so spinnst du sie ja nicht, wir sind hier mitten am feiern und ich geht es nicht nach Hause, wie das halt so war, manchmal bei mir, dann bin ich noch bis morgens um zwei oder drei geblieben, er auch freundlicherweise sehr geduldigt am nächsten Tag bin ich aufgemacht, es ging mir endgültig, super schlecht, end mies, wollte ich eigentlich sagen und wir wollten eine Winterwanderung machen und das haben jetzt tatsächlich, glaube ich, auch gemacht und ich habe mich so schlecht gefühlt, ich weiß noch, das Auto ist noch im Schnee stecken, wir blieben, wir mussten noch Schneeketten anlegen und ich habe mich so elend gefühlt, da wusste ich gestern habe ich zum letzten Mal getrunken und das Ende der Phase sieben war eingeleutet und die Phase acht hat gestartet, Phase acht ich verlasse dich Alkohol, wenn man so will ist Phase acht, der nur eine kurze Phase denn sie besteht lediglich aus dem Entschluss definitiv und endgültig zu gehen und den Alkohol oder die Zeit des Alkohol, den Lebensabschnitt mit Alkohol hinter sich zu lassen. Jetzt gibt es hier noch etwas ganz kleines und zwar ein kleines Detail und zwar habe ich eben nicht das Gefühl gehabt am Anfang zum letzten Mal getrunken zu haben, sondern ich habe mir vorgenommen ein Jahr nichts zu trinken. Ich habe es Alkoholfrei Experiment genannt, ich habe mir vorgenommen ein Jahr nichts zu trinken, ein Jahr fand ich sehr, sehr lang, in einem Jahr mach ich mal alles mal durch, den Geburtstag, den Sommerurlaub, irgendeine Hochzeit, Weihnachten, indem ich mir sagte okay jetzt links der einfach ein Jahr nicht, das ist meine Kontrolle ein Jahr kein Alkohol und dann kannst du ja weitermachen. Ich bin also gestartet und am Anfang schon ich habe mich sehr schnell sehr gut gefühlt, weil nicht körperlich unbedingt, körperlich habe ich eher auch Müdigkeit und der Schöpfung gespürt, aber mental habe ich mich von einer Minute auf die nächste, sobald ich diese Entscheidung fassen konnte, so frei gefühlt, so frei, so gut, so so offen, so leicht. Dieses gute Gefühl hat dann wiederum dazu geführt, bin ich heute ziemlich sicher, dass ich sehr schnell gedacht habe, wie so um Himmels will, sollte ich dieses gute Gefühl wieder aufgeben. Wieso sollte ich jemals wieder anfangen zu trinken? Wieso? Ich sage kein Grund, ich sage einfach kein Grund und ich habe dann das ziemlich schnell auch öffentlich geteilt als Journalistin habe ich dann auch in einer sehr großen Schweizer Zeitung, darüber geschrieben, es hat 10.000, 10.000 von Lesern gegeben, die das gelesen haben, ich habe Hunderte von Reaktionen drauf bekommen und ich habe einfach gemerkt, wie er schüttern eine solche Entscheidung sein kann bei Menschen, weil sie auch in meinen Augen so revolutionär war, zu sagen, es trinken zwar alle, aber ich mache da nicht mehr mit. Ich fand das so cool, ich fand das so, dass das Rebellische in mir war so befriedigt, während ich ja vorher immer gedacht hatte, dass Rebellische in mir wird mit Algenhol befriedigt, aber in dem Moment habe ich gemerkt, nein, dass Rebellische in mir war durch diese Entscheidung so zufrieden gestellt, dass ich dachte, dass will ich nie mehr aufgeben. Ich habe da angefangen, darüber zu schreiben, in Massenmedien, ich habe auf meinem Instagram-Kanal damit angefangen, ich habe einen Blog angefangen und es hat mir so schnell da den Ärmel reingezogen und ich wusste einfach, das ist meine Zukunft, das ist mein Ding. Und natürlich mit Phase 8, deswegen ist es ja Phase 8, mit Phase 8 ist der Prozess nicht abgeschlossen, mit der Entscheidung nicht mehr trinken zu wollen, ist der Prozess nicht abgeschlossen. Es geht weiter, es geht massiv weiter danach und es folgen Phase 9 und Phase 10 und ich bin jetzt in Phase 10 und ich glaube Phase 10 hört nie auf, nie. Der Prozess geht immer weiter und ich werde auf jeden Fall der Phase 10 eine eigene Folge widmen, aber noch nicht jetzt, vielleicht kommt dann auch erst mal noch die Phase 9, aber jetzt Phase 8, die habe ich schnell abgehandelt, denn sie ist kurz, die ist, das ist die Entschlussphase und wie du jetzt vielleicht auch für dich mitnehmen konntest oder kannst, hoffentlich Phase 8, die entscheidende Phase, weil es ist die Phase der Entscheidung, ist die Konsequenz aus den sieben vorangegangenen Phasen, die bei dir vielleicht nur 15 oder 12 oder wie auch immer du sie dann für dich bezeichnen würdest, aber sie ist die Konsequenz aus den Phasen, die vor weggegangen sind. Es ist der letzte Raum in den ich gehe oder in einen der letzten Räume in den ich gehe, nachdem ich alle anderen Räume vorher schon durchschritten habe, durchschreiten musste. Stell dir so ein Renaissance-Schloss vor, indem so eine ganz, ganz lange Zimmerflucht existiert mit so lauter prunkvollen, schön Zimmer mit Flügeltüren, alle haben so irgendwie eine andere Pastelfarbe und du schreitest von einem Zimmer ins nächste, so geht der Prozess, du schreitest von einem dieser Zimmer ins nächste und wenn Zimmer 8 dahinten im Fluer, das prunkvollste schönste Zimmer ist, dass du die im Moment vorstellen kannst, dann musst du vorher noch durch die anderen Zimmer durchläufen. Vielleicht ist ein Zimmer sogar noch eins mit einer kleinen Folterkamera neben, weil du da einfach auch noch durchmust, aber du musst dadurch, das ist dein Weg und das hat nichts mit Chick-Sal oder also Tädik oder sonst was zu tun, sondern es hat damit zu tun, dass du die Erfahrungen für dich erst sammeln musst, um ein Zimmer weitergehen zu können, um einen nächsten Schritt machen zu können. Ich hoffe, du kannst für dich jetzt mitnehmen, dass es den Prozess benötigt, dass es den Prozess braucht. Jetzt fragst du dich aber vielleicht, wie kann ich den Prozess den Beschleunigen? Was kann ich tun, damit dieser Prozess vorwärts geht? Also mache die ersten mal bewusst alleine oder vielleicht mit einem Blick von außen, wo im Prozess du stehst. Wenn du aufhören möchtest zu trinken, kannst du zum Beispiel eine Abwägung machen, was dich im Moment jetzt gerade noch in deinem momentanen Trinkverhalten hält, was du vielleicht guter dann findest und was du vielleicht auch vermissen würdest, wenn du es aufgeben würdest, wenn du es aufgeben müsstest. Schau dir dann aber auch an, wie du gerne leben würdest, vielleicht in einem Jahr oder in zwei Jahren oder in fünf Jahren, welche Rolle spielt der Alkohol da? Wie hättest du es denn dann gerne? Wie viel Energie stehst du jetzt in dein Trinkverhalten und wie viel Energie möchtest du vielleicht künftig in dein Trinkverhalten investieren? Wie viele Gedanken möchtest du an Alkohol verschwenden oder wie viel investierst du vielleicht gerne? Es geht hier um eine Feststellung, das ist keine Bewertung, es geht um eine Abwägung, vielleicht auch um eine Art Pro und Kontraliste. So kannst du für dich vielleicht feststellen, wo du im Prozess stehst und daraus auch ableiten, was könnte denn der nächste Schritt sein, wie du dorthin kommst, wo du hin möchtest. Wenn du auf der Proseite, ich sage jetzt mal Proseite für die Alkoholfreiheit, wenn du da eine gepunkte Hast, die sich für dich gut anfühlen, schön anfühlen, erstrebenswert anfühlen. Frage dich was braucht es, um dort hin zu kommen, frage dich was kannst du tun, damit du das realisieren könntest. Durch welche Räume musst du gehen, welche Phasen braucht es noch, welche Erfahrungen möchtest du vielleicht noch machen, was braucht es noch, um in Phase 8 zu kommen? Was braucht es noch, um deinen endgültigen Entschluss zu fassen? Ist es vielleicht eine Trinkpause, eine weitere? Ist es vielleicht, dass du die weitere Unterstützung holst? Ist es vielleicht, dass du ein Buch liest oder einen Podcast hörst? Schau aber auch gerne zurück. Das ist etwas, was ich als in meinen Folgen auch getan habe. Schau aber gerne mal zurück auf deine Prozess, indem du ja bereits steckst. Sonst würde es dir das ja auch nicht anhören. Wie hat sich dein Trink verhalten denn in den letzten Jahren oder Jahrzehnten entwickelt? Wo standest du in der Phase 1? Was war deine Phase 1? Wie alt warst du da? Was waren da die Umstände? Und wo stehst du heute? Was sind heute die Umstände? Wie hat sich das entwickelt? Wie hättest du gerne die Phasen weiterverlaufen? Wie sollen sie weitergehen? Was sind deine nächsten Phasen? Und was denkst du, was passiert, wenn du so weiter machst und dein Prozess sich ohne deinen Wunsch nach Veränderung weiterentwickelt? Das sind lauter Fragen, die zu selbst Reflexion einladen, die aber und das weiß ich auch nicht immer ganz einfach zu beantworten sehen, wenn man sie mit sich selbst ausmachen muss. Nimm also in dem Moment Angebote war, ob sie kostenfrei oder etwas kosten spielt, in dem Moment keine Rolle. Schauer was für dich passt, suche dir Menschen, die dir bei der Selbstreflexion helfen oder natürlich, wenn das für dich möglich ist, mache es gerne auch.
Für dich. Wenn du also im Prozess steckst, dann ist es wichtig, dass du bewusst dranbleibst. Das ist eigentlich die Quintessenz im Message von dieser Folge. Schön, dass du bis hier hinzugehört hast, bis zur nächsten Folge. Ich freue mich schon. Tschüss!
Podcast Summary
Key Points:
Die Podcastfolge vertieft die Phasen 7 und 8 aus Marias 10-Phasen-Modell ihrer Beziehung zu Alkohol, nachdem sie auf die erste Folge viel Feedback erhielt.
Phase 7 ist die Phase des Entschlusses, wirklich mit dem Trinken aufzuhören; Phase 8 markiert den endgültigen Abschied vom Alkohol.
Maria betont, dass Veränderung ein schrittweiser Prozess ist, vergleichbar mit dem Durchschreiten von Räumen, und dass Phasen nicht übersprungen werden können.
Sie beschreibt ihre persönliche Erfahrung
Trotz eines Besuchs in der Suchtberatung und des Versuchs, kontrolliert zu trinken (inklusive Trinktagebuch), scheiterte sie und erlebte verstärktes schlechtes Gewissen und strengere Regeln.
Summary:
In dieser Podcastfolge vertieft Maria Bremer die Phasen 7 und 8 ihres 10-Phasen-Modells, das ihre toxische Beziehung zu Alkohol beschreibt. Phase 7 ist die entscheidende Phase, in der der Entschluss reift, nicht mehr trinken zu wollen, während Phase 8 den endgültigen Abschied markiert. Maria betont, dass jede Phase wichtig ist und nicht übersprungen werden kann – ähnlich wie beim Durchschreiten verschiedener Räume.
Sie schildert ihre persönliche Entwicklung: Nach einer dreimonatigen Trinkpause im Frühjahr 2020, die sie stolz durchhielt, trank sie zu Ostern wieder Alkohol. Der erste Schluck schmeckte ihr widerlich, doch sie trank weiter, da ein Leben ohne Alkohol für sie undenkbar schien. Sie gewöhnte sich schnell wieder an den Geschmack und fiel in alte Trinkmuster zurück, begleitet von einem noch stärkeren schlechten Gewissen.
Ein Besuch in der Suchtberatungsstelle brachte ihr das Konzept des kontrollierten Trinkens nahe, das sie jedoch nicht umsetzen konnte. Sie stellte sich strengere Regeln, trank seltener, aber dann exzessiv, was zu Katern und depressiven Zuständen führte. Maria reflektiert, dass das Führen eines Trinktagebuchs für sie nicht funktionierte, da es ihren Energieaufwand erhöhte und sie sich nur noch schlechter fühlte.
Die Folge endet mit dem Hinweis, dass sie später hilfreiche Tipps zur bewussten Wahrnehmung des eigenen Veränderungsprozesses geben wird.
FAQs
Phase 7 ist die Phase, in der du den Entschluss fasst, wirklich nicht mehr trinken zu wollen und aktiv daran arbeitest, dich vom Alkohol zu lösen. Phase 8 ist der Moment, in dem dir klar wird, dass es jetzt endgültig vorbei ist – Alkohol ade.
Diese Phasen sind entscheidend, weil sie den Übergang vom Wunsch zur konkreten Veränderung markieren. Viele Menschen erhalten in diesen Phasen Feedback, da sie sich in diesem kritischen Wendepunkt befinden.
Nein, die Phasen können unterschiedlich lange dauern, in anderer Reihenfolge auftreten oder manche Phasen können ganz fehlen. Wichtig ist, dass du deinen eigenen Prozess erkennst und durchläufst.
Diese Übung zeigt, dass Veränderung ein Prozess ist, der nacheinander durch verschiedene Phasen (Räume) führt. Du kannst nicht von einer Phase direkt in eine spätere springen, sondern musst jede Tür durchschreiten, um am Ziel anzukommen.
Maria ging zur Suchtberatung und erhielt das Buch 'Kontrolliert trinken' von Joachim Körkel. Sie versuchte, kontrolliert zu trinken, scheiterte jedoch, weil sie wieder in alte Muster verfiel und sich noch schlechter fühlte.
Sie konnte ihre Trinkmenge nicht kontrollieren, weil sie oft mehr trank als geplant und dann ihr schlechtes Gewissen wuchs. Das Führen eines Trinktagebuchs half nicht, da sie es nicht konsequent führte und sich dadurch nur noch schlechter fühlte.
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