Aber ich find, es gibt Helden und Helden des Alltags,
die jeden Tag antreten, um diesen Beruf zu machen,
unter diesen Umständen hat für mich was Heldenhaft ist.
Und ich glaube, das war auch so krass.
Bei den Vorstellungen gab's ab und an.
Kommentare, meistens von nicht pflegenen, oft von Männern.
Die gesagt haben, ach, das ist doch alles übertrieben.
Das kann doch gar nicht so sein, sonst würde das ja niemand machen.
Und Gott sei Dank muss sich dann nie was sagen,
weil in der Publikum waren oft viele pflegenen.
Und haben dann gesagt, sorry, dude, das ist unser Alltag.
Pflegefaktisch der Pflegepodcast.
Powert bei Medifox-Dahn. Der Pflege-IT-Kongress 2026 in Gottengen
steht in diesem Jahr unter der Motto Verantwortung, Haltung und Dialog.
Und genau darum geht es auch in dieser Folge.
Und ich freue mich so sehr mit Petra Wolpe zu sprechen,
die mit ihrem Film Helden bundesweit Diskussion angestoßen hat,
über die Sichtbarkeit, die Verantwortung und die gelebte Realität
von und in der Pflege.
Petra Wolpe ist Triebuchautoren und Regisseuren.
Und sie hat sich mit Ernsthaftigkeit, Empathy und ihrer künstlerischen Klarheit
der Frage gewidmet, wie Pflege wirklich erzielt werden kann.
Und mit ihr spreche ich darüber, warum dieser Film entstehen musste,
welche Wahrheiten er sichtbar macht
und wo die Grenzen zwischen der künstlerischen Freiheit,
gesellschaftlicher Verantwortung und der Perspektive der Pflegenen selbst liegt.
In diesem Sinne einfach diese wunderbare Folge im Podcast hören
und wir freuen uns auf dich.
Hallo und herzlich willkommen, liebe Petra,
hier bei mir im Podcast bei Pflegefaktisch
und zu einer ganz besonderen Folge,
nämlich im Rahmen des Pflege-IT-Kongresses 2026 in Gottengen.
Ja, liebe Petra, du bist Triebuchautoren und Regisseuren
und du hast den Film "Hey, den" gedreht.
Und dabei setzt du dich auch ganz intensiv mit den Arbeitsrealitäten
und der Verantwortung von Pflegekräften auseinander.
Und darüber möchten wir einfach oder möchte ich jetzt
einfach mit dir auch sprechen in dieser Folge im Podcast
und herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst.
Und ich würde es total spannend, weil ich bin in Hannover und du bist in New York
und das ist funktioniert trotzdem, also, dass wir diese Podcastfolge aufnehmen.
Also noch mal herzlichen Dank. - Danke, dass du mich eingeladen hast.
Sehr gerne, bin ich bei dir. - Ja.
Ja, fast. - Genau, ich freue mich wirklich.
Und ich bin auch ein bisschen aufgeregt, jemand so rühmt,
dass ihr jetzt hier im Podcast zu haben.
(lacht)
Du sehst mich ja, ich seh jetzt hier struppe, ich komm gerade aus dem Hundepart.
(lacht)
Nichts aufregendes.
(lacht)
Ja, das ist sehr sympathisch, vielen Dank.
Genau, ich glaube, fange einfach einmal anzusprechen
und kannst du dich vielleicht so an den Moment erinnern,
indem dir klar wurde, dass du so ein Film machen musst,
also über die Pflege, wie bist du dazugekommen?
Ich glaube, das war ein sehr langes Prozess.
Das Thema habe mich sehr lange schon viele Jahre beschäftigt.
Aber ich habe nicht so richtig eine Form gefunden,
oder nicht gewusst, wie ich das auf dem Punkt bringen kann
und was genau ich auf dem Punkt bringen will.
Aber ich habe halt sehr nah mitgekriegt,
wie es dem Pflegekräften geht, wie anspruchsvoll die Arbeit ist.
Und das hat mich einfach Jahre sehr beeindruckt,
was da jeden Tag geleistet wird,
und dass man das für so selbstverständlich nimmt.
Und was für ein krasser Beruf, das ist also krass im positiven,
wie auch im negativen, also die Bedingungen sind krass,
aber auch die existenziellen Themen, denen man tagtäglich begegnet.
Das ist alltag.
Was für mich als potenzielle Patientin Ausnahmesituation ist,
ist also der Perspektive der Pflegealltag.
Man hat ständig mit Krankheit, Tod, mit ängstlichen Menschen,
mit Menschen am Rande eine großen Wechsel in ihrem Leben zu tun.
Also das sind so die großen Themen.
Und irgendwie habe ich das wirklich einfach sehr beeindruckt,
dass es Menschen gibt, die hier an diesen Job machen.
Und gleichzeitig habe ich aber auch gemerkt,
dass man das so selbstverständlich nimmt, die machen das halt.
Und das hat mich irgendwie sehr beschäftigt.
Und ich habe auch lange mit einer Pflegefachkraft zusammengelebt,
und es bei ihr halt sehr nah mitbekommen.
Also wenn sie von nach Hause kommt, wie es ihr dagegen,
was sie da beschäftigt hat, wie ihr Schöpft sie auch war.
Und dann kam Covid, und alle haben geklatscht.
Und alle waren, wurden als Held in den Helden gefeiert.
Das war systemrelevant, war in aller Munde.
Und das hat mich irgendwie auch ein bisschen genervt.
Plötzlich so, ich fand das ein bisschen häuchlerisch.
Also jetzt findet man es so wichtig.
Und das war aber auch danach ganz schnell wieder vergessen.
Das klatschen war ganz schnell weg.
Und auch die Blumen und die quasi Futterkörbe, die man geliefert hat,
waren auch irgendwie wieder ausgebleben.
Und es ist bei mir auch so hängen geblieben,
dass man darüber eigentlich mal ein Film machen muss,
auch weil was nicht aus den Medien verschwunden ist,
das Thema, dass es ein Pflegenotstand gibt,
dass die Pflegenen sich wehren gegen die Umstände.
Und das aber eigentlich, dem sie wenig bedeutend beigemessen wird.
Das alles hat sich irgendwie so hochgekocht.
Und dann habe ich Madeleine Karl-Weilaufsbuch gelesen.
Also ich habe dann mehrere Schiere und habe auf ihr Buch gestoßen,
dass eine deutsche Pflegefachkraft in Berlin arbeitet.
Und sie beschreibt einfach eine Schicht.
Also einfach so, wie sie am Morgen ankommt und wie ihre Schicht läuft.
Und für mich hat sich das gelesen wie ein Thriller.
Also ich war schon nach zwei Seiten total, hatte ich Herz,
Rhythmusstörungen und dachte, wow, was wir ein Stress.
Also das hat einem so mitgenommen auf so eine Schicht.
Und ich dachte, das ist eigentlich ein Film.
Es ist eine Pflegefachkraft, eine Schicht.
Und das erzählt ganz viel über die Situation von Pflege, über den Beruf.
Und von da, dann habe ich Kontakt aufgenommen mit Madeleine.
Und sie wurde dann Beraterin auf dem Projekt, hat das Drehbuch mitbegleitet.
Und ich habe dann aber noch ganz viele Interviews gemacht
mit Dutzenden von Pflegefachkräften in der Schweiz, in Deutschland und in Amerika auch.
Ich war selber im Spektal, bin damit gelaufen.
Und eine Schweizer Pflegefachkraft hat auch im Drehbuch mitgeholfen.
Und so ist dann langsam diese Schicht, wie man sie jetzt im Film sieht,
ist dann langsam durch all diese recherchen und begegnungen entstanden.
Das ist total spannende Reise, und ich finde es sehr faszinierend,
dass du die eigentlich erst mal von außen drauf guckst und so erst mal noch keine Berührung aussah,
natürlich in privaten Umfeld, ne?
Wenn du sagst, du hast lange Zeit da Kontakt zu Pflegekräften gehabt,
dass das Thema trotzdem so annimmst und auch noch mal die Frage vielleicht.
Du hast gesagt, wir sind erst sichtbar geworden, einfach ein Stück weit durch Covid.
Und dann wurde geklatscht, aber was ist geblieben, was ist nicht das positive geblieben,
sondern was ist in den Medien geblieben, eben der Pflegenotstand.
Wird die Pflege erst dann sichtbar, wenn tatsächlich etwas schief läuft?
Wie ist so deine Meinung dazu?
Ich glaube schon, dass daran was ist, ne?
Zum Beispiel immer, wenn Fehler passiert, wird das ja in den Medien zentral genüsslich zählebriert.
Also es gibt ja mehrere Fälle auch in Deutschland,
wo Pflegen, den wir die Kommente verwechselt haben oder die Dosierung falsch war,
wo Menschen zu Schaden gekommen sind,
wo dann die Pflegefachkraft den Preis bezahlt, also alleine und das später keine Verantwortung übernimmt.
Aber quasi was da alles an positiven geleistet wird, das wird ja nie zählebriert.
Oder es kommt immer erst in den Medien, wenn was schief läuft.
Und der Pflegenotstand ist einfach eine reale Krise, die schon seit sehr vielen Jahren besteht, ne?
Das war ja schon vor Covid, waren Abteilungen unterbesetzt,
haben die Leute in massenden Berufer lassen, weil sie ausgebrannt waren,
weil die Moral Injury, die man jeden Tag erfährt.
Also, das hat mich besonders beeindruckt bei der Recherche,
dass die meisten, was eigentlich alle, die mit denen ich gesprochen habe,
haben gesagt, dass es nachher vorfinden,
sie ist den schönsten Beruf der Welt, aber die Bedingungen, unter denen sie arbeiten müssen,
sind einfach nicht mehr haltbar und machen einfach physisch und psychisch kaputt.
Und das hat mich wirklich auch sehr traurig gemacht,
weil das sind nicht jammernde Menschen, das sind motivierte Leute, die ihren Beruf mögen
und selbst mit einer tollen Haltung und viel Kraft geht man irgendwie heute daran zugrunde,
weil es einfach nicht wirklich zu schaffen ist.
Und das zeigt ja auch der Film, das ist Mathematik und Physik.
Eine Person kann ich an zwei Orten gleichzeitig sein, ist ganz einfach, ne?
Wenn nichts Patienten auf eine Abteilung sind und es gibt nicht genug Pflegefachkräfte,
dann ist ganz klar, was dann passiert.
Na, damit bezahlen die Patientinnen und Patienten einen hohen Preis und die Pflegemachkräfte,
weil sie nicht mehr die Arbeit so ausführen können, wie sie eigentlich könnten und wollen würden, ne?
Und das schafft eine Form von Frustration und Moral Injury oder moralischen Stress.
Und das zerfrisst die Leute, da geht die Lust verloren, die Motivation.
Und es gibt natürlich auch viel Verbitterungen.
Dieser Stress, dieser Druck hat einfach ganz viele Folgen auch auf die Auszubildenden, ne?
Dass die Pflegefachkräfte, die so gestresst sind, keine Zeit mehr haben für die jungen,
die schon schlecht behandelt werden, dass in den Teams der ganze Druck rausgeübt wird,
dass man anfängt, aufeinander loszuhacken.
Und ich glaube, das hat ganz viel mit äußeren Druck zu tun.
Und das hat mich einfach sehr beschäftigt und das wollten wir halt zeigen.
Was es wirklich bedeutet, wenn man von Pflegenotstand spricht, dann ist das so abstrakt.
Und in dem Film haben wir versucht es quasi physisch, fühlbar zu machen,
was das wirklich bedeutet für alle eigentlich.
Eine Frage noch so, bei deiner Recherche, bevor wir dann noch mal auf dieses Fübel kommen,
gibt es etwas, was sich am meisten überrascht hat,
oder gibt es auch etwas, was sich am meisten vielleicht dann doch auch erschüttert hat,
so in dieser ganzen Auseinandersetzung, bevor oder als so angefangen bist,
dich mit den Themen zu beschäftigen.
Ich glaube, es schüttert mich wie wenig ich schlussendlich selber auch wusste, ne?
Also klar, man weiß natürlich, was eine Pflegefachkräfte,
Aber man weiß es nicht, also z.B. wie lange es dauert in der Apotheke.
zu stellen. Wenn man sagt, okay, man muss schnell einen Medikament holen, was das eben nicht
bedeutet, eine kleine Pille rauszupoppen, sondern dass es zum Teil wirklich kompliziert ist und
komplex ist, weil man die Sachen auflösen muss, weil man muss berechnen und nebenbei klingen drei
Telefonen und zwei Leute klingeln in der ihren Zimmern. Also ich fand dieses Stress-Level schon auf
eine relativ normalen Schicht, also ich habe ja auch so Schichten mitgelaufen, wo die Pflegenden
gesagt haben, auch das ist heute gar nicht stressig und manchmal ich am Brande, weil es immer auch
um Leben geht. Es ist ja nicht so, wie auf der Bank oder wenn man schul verkauft, wo niemand
stirbt, wenn man Fehler macht oder was vergesst oder nicht schnell genug irgendwo ist oder die falschen
Noten rauszelt, da sind Leben, also nicht natürlich auf jeder Abteilung, aber wenn man auf
so einer Hierologie oder Neurologie oder irgendwas, also da sind zum Teil wirklich einfach Entscheidungen,
die getroffen werden, die der Outcome des Patienten sehr dramatisch bestimmen kann und diese Verantwortung,
ich glaube das hat mich so, weil es gibt auch so eine verzerrte Darstellung vom Pflege in den
Medien, dass man mal denkt, die Ärzte, ich will ein Ärzte und was die machen, überhaupt nicht
klein reden, das ist total, die haben auch ganz viel Stress in Deutschland, sind um riesen Druck,
aber die Verantwortung, die die Pflegenden tragen auf der Abteilung, das wird nicht gezeigt, wie nahe
die Pflegende an den Patientinnen und Patienten dran sind, dass das die Leute sind, die eigentlich
mitkriegen, wenn sich etwas ändert, die die Ärzte darüber aufkleinhen, wir müssen gucken, da
hat sich die Gesichtspfarbe oder da Herz, das sind ja nicht die Ärzte, die da sitzen, die kommen und
gehen, einfach so die Komplexität des Berufs hat mich wirklich schwer beeindruckt und da habe ich
gemerkt, aber auch bei mir habe ich so viel gelernt, was das heute bedeutet, Pflege zu machen,
und so auf technischer Ebene, auf menschlicher Ebene, auf pharmacologischer Ebene, auf medizinischer
Ebene, also ein hochkomplexer Beruf und ja, ich glaube, das war so, mein Bewunderung ist
einfach gewachsen. Also, du hast es wirklich geschafft, den Film auch fühlbar zu machen, das hast du
auch gerade gesagt und viele Pflegekräfte oder Pflegende, die den sehen, die sagen ja, so ist es wirplisch
und die sind sehr beeindruckt auf der einen Seite und wir haben jetzt einfach schon auch in der Vorbereitung
auf den Konkreis oder auch in der Auseinandersetzung einfach darüber gesprochen, wie Pflege noch in den
Medien dargestellt wird und eigentlich gibt es so zwei Narrative, die erzählt werden, so einmal diesen
Helden, Helden innen, Narrativ und einmal natürlich auch diese Skandalgeschichte, die auch vielleicht auch
schon ein bisschen indirekt angesprochen hast, nämlich zum Beispiel, diese andere körperliche
Schärchen, also wahlrauff ist da ja immer ganz groß, ne, und dann werden immer so Schockbilder
gezeigt und die Kameras und wie glaubst du, sollte die Pflege in den Medien dargestellt werden, wirklich
damit ein realistisches Bild ist oder kann die Pflege eigentlich in diesen zwei Narrative
erzählt werden und was macht das mit denen, die die Filme gucken?
Ich glaube, für mich als Filmemacherin ist ja immer die große Herausforderung, die Menschen emotional
zu erreichen, also dass man nicht so mit dem Kopf sowas abtun kann oder dass ich auch nicht
so distanzieren kann, weil ich glaube, wenn man zu viel sensationistisches Material bietet,
dann distanzieren sich die Leute in der Lichter, dann wird es so abgetan, aus Übertreibung oder
es ist zu krass, für mich jetzt so ein Leitsatz von Albert Kamu, es like "Fiction is the
Leider, tells the truth". Fiction ist die Lüge, die eine Wahrheit erzählt und bei unserem
Film lag mir schon daran, sowas ganz essentielles Überpflege zu erzählen und wir haben natürlich
sehr provokativ den Titel "Heldin" gewählt, weil das aus meiner Perspektive sind das Alltagsheldinnen,
und ich finde, der Begriff wird immer oft für Soldaten benutzt, fix Kontext, aber ich finde,
es gibt einfach "Heldinnen" und "Heldness" Alltags, die jeden Tag das so das leute, jeden Tag
antreten um diesen Beruf zu machen, unter diesen Umständen hat für mich was Heldinhaft ist.
Und ich glaube, das war auch so krass, bei den Vorstellungen gab es ab und an, Kommentare meistens
von nicht pflegenden, oft von Männern, die gesagt haben, ach das ist doch alles übertrieben,
das kann doch gar nicht so sein, sonst würde das ja niemand machen. Und Gott sei Dank muss sich
dann nie was sagen, weil in der Publikum waren oft viele Pflegenden und haben dann gesagt, sorry
"Dude, das ist unser Alltag", es ist nicht übertrieben, es ist eine Relativ, wir haben ja auch sehr
absichtlich eine relativ normale Schicht gezeigt, es ist nicht eine super, super stressige Schicht. Klar,
oberes Drittel so, aber es ist nicht die stressigste Schicht, die ich auch mit erlebt habe und ich
glaube, das war uns eben auch wichtig halt nicht sensationistisch zu sein, sondern einfach sehr
nah an dem Alltag und an der Realität dran zu sein und einfach relativ nüchtern zu zeigen. Und
das wiederum gibt halt den Leuten auch den Raum, ihre eigene Emotionen dazu zu entwickeln. Und ich
glaube, das ist das, was Kino kann halt auch im Unterschied vielleicht zu Fernsehen, wo die Leute dann
auch irgendwie zwischendurch ein Bier holen gehen oder sich so wegzappen können. Kino sitzt man 90 Minuten
mit anderen Menschen zusammen und es ist auch ein Moment von Empathie, wo man wirklich mitfühlen kann.
Wir wollten das so fielbar machen, damit man auch noch Platz für seine eigenen Gefühle hat. Das
macht uns wichtig und ich glaube diese Form von nicht sensationistischer empathischer Darstellung braucht
die Pflege mehr. Es ist auch schwierig, weil natürlich sehr oft, wenn es darum geht, dass Pflegende
sich beschweren über ihre Arbeitsbedungen, wird es ja sehr oft als jammern abgetan, auf diese
Opfer, das ist so eine Humphorgeschichte, niemand will die jammernde Menschen. Ich finde das auch so
gemein, weil immer wenn Frauen sich wären und es ist ein Frauenberuf, 80 Prozent in dem Beruf sind
Frauen, dann spricht man sehr gerne von jammern, weil das macht es so klein, das macht es so irrelle
warm, das macht es so nervig, dabei sind das legitime Kritik an einem System und nicht jammern und
wir wollten halt auch ganz klar zum Beispiel Florida eben nicht aus Opfer darstellen, sondern das ist
eine Pflegefachkraft, so wie ich sie oft erlebt habe in meinen Recherchen, sie ist jung, sie ist motiviert,
sie mag Action, sie mag, wenn was los ist auf der Schicht, sie will nicht rum sitzen und Kaffee trinken,
aber irgendwann ist selbst für so eine Person, das nicht mehr machbar, aber eben aus Physik und
Mathematik, die kann sich nicht vier teilen, und ich glaube diese Art von Nüchterner Darstellung und
einfach auch Fakten und Zahlen und die an die Leute zu bringen in der Art und Weise, dass sie
sinnlich erfassbar sind, ich glaube das kann ein Weg sein, Leute zu mobilisieren. Ja auf jeden
Fall, der Pflege eine Stimme, eine Realistische Stimme zu geben, das war so mein Impuls dazu,
so wie gesagt, ich habe mich relativ viel mit Weihraf auch auseinander gesetzt, weil ich auch die
Hintergrunder relativ gut tende, also die Andrea Würz, hier kenne ich auch aus dem Netzwerk,
die hat da noch mal so ein bisschen, wo er auch so als Wisselblowerin für Weihrafdokumentation
dargestellt, aber das war ein anderes Thema, aber damit habe ich halt ziemlich auseinandergesetzt,
worüber ich im Moment gerade sehr überrascht war, war als zu gesagt, dass eine Reaktion oft von Männern
kam. Also das finde ich total überraschend, weil auch zunehmend, ja Männer, auch wenns immer noch
ein Frauenberuf ist, aber so in den Funktionsabteilungen oder auch so einen Intensiv von anesthesiabteilungen,
sind ja dann doch auch im Moment oder zumindest in meiner, weil viele männliche Kollegen, die auch in
den Beruf drin sind, ne? Ja, also die Männer, die sich da geäußert waren, eben nicht pflegen,
das waren auch so Leute, die nicht in der Pflege arbeiten. Ja, aber es ist trotzdem, also auch natürlich
gibt es immer mehr Männer, was ich auch super finde, aber eben so statistisch gesehen und weltweit
gesehen ist, es ist ein Frauenberuf. Und ich meine die Bezahlung, die Bedingungen, das hat natürlich
historisch so viel, damit zu tun, dass es ein Frauenberuf früher, also ganz, ganz früher haben ja
non an diesen Beruf gemacht, das war eine Berufung, ne? Muss war unbezahlt, das war Gottes Arbeit und
etwas davon hängt natürlich immer noch drin, ne? Dass man das Gefühl hat, die sollen das nicht
fürs Geld machen, ne? Und gleichzeitig, also das ist so eine ganze gemengene Lage, die an diesem
Beruf anhaftet. Und ich glaube, wirklich, dass Sexismus eine große Rolle spielt, dass der
Beruf nicht gewürtigt wird in der Art und Weise wie Piloten, ich kann eine kleine Antote erzählen
in der Schweiz, gab es eine Ahnung von einem Pilotenmangel, eine Ahnung, man dachte in ein paar Jahren,
hat es möglicherweise nicht mehr genug Piloten. Die Schweizer Regierung hat sofort jeden Piloten,
60.000 Franken für Weiterbildung und so weiter, offeriert, um den Beruf attraktiver zu machen.
Die Pflegefachkräfte kämpfen seit Jahrzehnten, muss man sagen, für bessere Arbeitbedingungen,
was nicht nur bessere Bezahlungen bedeutet, aber auch, aber was vor allem Arbeitsbedingungen bedeutet
vor allem, um es für die Patienten besser zu machen, ne? Es ist nicht damit es mir besser geht,
auch, aber es ist auch für die Patienten und es muss eine Volksinitiative, einmal wurde sie abgelehnt
und die Initiative kam erst durch, dank Covid, da waren plötzlich alles oh Gott, die heißt ja doch
wichtig und so, lasst uns mal die Annämen, die Initiative. Und jetzt wird sie seit Jahren verschleppt,
also das Volk hat die Initiative angenommen, bessere Bezahlungen, NURST, Regulation, Regulierung und
so weiter, aber die Politik verschleppt es und will das nicht umsetzen und jammert, dass nicht genug
Geld dafür da ist. Und in der Schweiz ist es nicht eine Frage von Geld, es ist eine Frage von
Prioritäten und ich würde sagen, es ist in Deutschland genau gleich. Es mangelt am kreativen
Ideen und politischem Willen dieses Thema wirklich anzugehen. Und es wird aber immer das Geld
Thema benutzt, weil damit kann man auch die Leute mobilisieren, ja, aber wenn man den Pflegenden
mehr Geld gibt, dann gehen deine Krankenkassenprämien hoch, ne? Das kann man schön benutzen, um Stimmung
zu machen gegen die Pflegenden. Dabei hat es wirklich nur
denkt mit Geld zu tun. Es hat wirklich mit Prioritäten und Fokus zu tun. Und man will keine
Lösung finden, weil es ja immer irgendwie geht. Also dieser Satz, der man auf der Abteilung hört,
ja, das geht doch schon irgendwie. Dann geht es dann schon mit der einen oder einer weniger.
Sie kriegen das schon hin. Sie kriegen das ja immer hin. Der Satz wird weitergetragen. Die ganze
Gesellschaft denkt, ja, es geht doch immer noch irgendwie. Und ich glaube, die Leute wissen viel zu
wenig, was der Preis ist, den man dafür bezahlt. Es sterben Leute. Das wird von den Spitalern nicht
publik gemacht, weil eine gute Nachsorge, das muss ich dir nicht erzählen, nach einer
Omulation, ist genauso wichtig wie die Operation selbst. Wenn das da nicht stimmt oder nicht
genug Leute da sind, dass du garantieren, dann sterben Leute und dann heißt es, Komplikationen
nach einer Operation, was bedeutet das genau, oder? Das kann auch bedeuten, dass es keine gute
Nachsorge gab, weil nicht genug Leute da waren. Und ich meine, in Deutschland ist es ja
inzwischen so krass, dass es, glaube ich, diesen Fall, wo in einem altes Heim eine Person,
die Feuerwehr gerufen hat, eine Pflegende, weil es sie es nicht alleine geschafft hat. Und dann
hat man sie entlassen. Also es ist sehr viel schächtig auf der einen Seite, so die strukturellen
Probleme und vielleicht eher politisch anstatt strukturell, wenn die Politik das priorisieren würde,
würden auch die strukturellen Sachen angegangen werden. Ich glaube aber auch, wenn wir noch mal darüber
hin zurückkommt, was auch Schlüsselwörter gesagt, wie Jammern und Opferrolle und wo kommen wir denn
her? Also die Geschichte und wir sind jetzt, erst glaube ich, so langsam auf dem Weg, uns wirklich
zu professionalisieren. Aber was heißt denn eigentlich professionalisieren? Und da kommen wir dann
vielleicht auch wieder an unsere Grenzen eben aufgrund der Politik und aufgrund der Struktur. Also,
wenn wir da jetzt noch mal kurz einsteigen, wir haben das auch im Rahmen der anderen Folgen besprochen. Also,
warum schaffen wir es nicht, uns mit der Pflegekammer, egal in Bundesland und oder in der Bundes einheitlich
in Pflegekammer zu organisieren? Also ich glaube, das ist super, super viel schächtig. Ich glaube,
das bedarf allein schon noch weitere Podcastfolgen, um das Thema nochmal wirklich anzugucken, woher kommt das denn
eigentlich? Und was ist so unsere innere Aufgabe? Und da sind wir wieder vielleicht auch bei Werte,
Verantwortung und Dialog, woher kommen wir denn? Also wir haben eine ganz hohe Verantwortung und kriegen
das schon immer irgendwie hin. Ich glaube, das ist ein bisschen im Berufseetus auch ein Stück weit drin.
Ja, das ist so ein bisschen die Krucks sozusagen. Aber ich glaube, es gibt inzwischen auch viele junge
Pflegefachkräfte, die sehr politisch unterwegs sind, die auf Instagram sehr politisch unterwegs sind.
Also, man hat auch das Gefühl, ich habe viele sehr erschöpfte Pflegen angetroffen auf meine Tour mit dem
Film ältere Pflege, die gesagt haben, es wird sich nie was ändern. Das war schon so, als ich anfing und
es ist immer noch so und jetzt habe ich Rücken schmerzen, bin total ausgebrannt und ich konnte das nicht
bis zu Pensionierung machen, die auch keine Kraft hatten zu kämpfen. Vor allem in Deutschland habe ich
eine große Müdigkeit gespürt bei den Pflegenden in allen Vorstellungen und auch so eine des Illusionierung,
dass die Leute wirklich dachten, das nicht doch alles gar nichts. Auch dieser Film ist ja schön, wie fühlen
uns gesehen, aber es wird sich eh nie was ändern. Das habe ich viel angetroffen, das hat mich auch sehr traurig
gemacht. Andererseits eben auch auf, also mehr so im Internet, auch viele junge Leute, die wirklich sehr aktiv sind, sehr
politisch sehen, sehr ausbocken sind. Und ich meine hier in New York, die sind auf der Straße jeden Tag,
seit ich war Wochen jetzt streiken, die im großen Stil die Pflegenden. Und das ist natürlich auch schwierig,
weil Pflegenden sind so erpressbar. Es ist immer so ja, wer kümmert sich dann um die Patienten und
jetzt sich kein auch Leute, deren verwandte Operationen bereuchen, die jetzt nicht stattfinden können, weil
die Pflegenden demonstrieren. Und dann, ja, das ist halt so ein Beruf, wo man genau die Leute diesen
Beruf wählen, machen ihn oft auch, ist Empathy oder weil sie Menschen helfen wollen, ein Grund diesen
Beruf zu wählen, aber das macht sie eben auch erpressbar auf eine Art emotional. Und das wird voll
ausgenutzt, nur schaumlos. Also diese Haltung, diese Empathyfähigkeit, dieses Verantwortunggefühl,
weswegen Leute diesen Beruf wählen, wird vom System knadenlos ausgenutzt. Oder? Ich glaube,
was wichtig wäre, ja, als meine Außensicht, ist schon eine Form von Solidarität und gemeinsam
am Zusammenstehen, weil dann hat es auch eine Kraft, aber das ist auch das System, was immer versucht,
die alle auseinanderzusprängen. Das ist auch ein nicht neues Mittel, Leute quasi zu unterwandern
oder Bewegungen zu unterwandern, dass die Leute sind so ausgebrannt, dass sie lieber gegenseitig
auf sich rumhaken, als dass sie sich nach außen wenden. Und das umbrachtet man nicht nur in der Pflege,
das ist ein allgemeines Verhalten bei Menschen, oder? Ja, ich finde das dann spannend, dass sie gesagt haben,
was das mit ihnen macht, wenn so das Feedback kommt oder wie sie die Atmosphäre erlebt haben, weil eine
Frage, die ich mitgebracht habe oder die mich interessiert, ist so das Feedback, was weiß nur
konkretes Feedback und wie fühlen sie sich damit, wenn sie diese Erschöpftheit oder diese
dieses desillusionierte in Deutschland wahrgenommen haben, was macht das mit ihnen? Dass es so die eine
Frage und die andere Frage gab es dann auch von den pflegenden Reaktionen vielleicht, dass der Filmin
einfach zu nah war, dass es zu sehr ja zu nah war und sie damit eigentlich gar nicht klargekommen sind?
Nein, eigentlich nicht, also ich glaube die Reaktion war überwältigend positiv, weil ich glaube,
sich gesehen fühlen oder repräsentiert fühlen oder endlich versteht mal jemand was oder jemand
mich ich und mein Team und meine Schauspielerin, also der Film wurde schon auch aus Liebeserklärung wahrgenommen
und gesehen und gefeiert und genauso wie ich eben auch ältere oder Pflegefachkräfte erlebt habe, die
eben sehr desillusioniert waren und gesagt ja, der Film stimmt genauso ist es aber genau deswegen
wird sich nie was ändern, es kam auch viele junge und die fühlten sich sehr empauert durch
den Film, also auch ganz schulklassen und das war auch immer interessant, weil das war immer so eine
Befürchtung von pflegenden im Publikum, das kam öfter mal, dass sie gesagt haben, also dieser Film wird
ja alle nur abschrecken, selbst die jungen, die jetzt den Beruf noch erlernen wollen, nach diesem
Film würden sie den nicht mehr machen wollen und das war aber interessanterweise überhaupt nicht die
Jungen haben das gar nicht so wahrgenommen, sondern die haben auch gesehen, das schöne an dem Beruf
wird ja auch gezeigt, dass menschliche was eine Berührung bewirken kann, wie viel man geben kann und
wie viel man auch zurückbekommt, dass Pflegende in dieser menschlichen Interaktion, ich habe dann
auch immer gerne gesagt, ja wenn der Film schon die junge Pflegende abschreckt, dann ist es vielleicht
eh der falsche Beruf, aber es war eben wie gesagt, also eher das Gegenteil der Fall und der Film wurde
auch viel in Schulen gezeigt, wird auch hier in den USA, wollen sie es den Pflegenden zeigen um
eben auch Diskussionen zu führen, es ist ein Conversation Peace, der Film war schon auch dafür gedacht,
eine Stimme der Pflegenden zu sein, also die Stimme der Pflege zu amplifizieren, aber eben auch als
Gesprächskundlage zu dienen, darüber zu sprechen, was der Beruf ist, was muss sich ändern, aber die
Zuschauerzahlen sprachend dafür, dass viele, ich habe auch noch nie so viele Priefe bekommen wie bei
diesen Film, ich habe so viele Dankespriefe bekommen und auch meine Schauspieler denen vom Pflegenden
die gesagt haben, ich fühl mich zum ersten Mal gesehen, vielen Dank für diesen Film, viele haben auch
gesagt, ich kann meine Familie, meine Freundinnen film schicken, damit die endlich mal begreifen, was ich mache,
wenn ich müde nach Hause gekommen bin, warum ich müde bin und vielleicht kein Bock hab irgendwie noch
am Essen zu kochen oder keine Geduld hab oder einfach erschöpft bin, keine Lust hab auszugehen,
es ist ja auch so krass, dass das Sozialleben vom Pflegenden so leidet, weil sie einfach viele einfach
keine Kraft mehr haben, irgendwie auszugehen oder Freundschaften zu pflegen und das hat vielen Pflegenden
gefallen, dass sie sagen, okay, ich schick mal meine Familie, damit die endlich verstehen, warum sie mich
am Abend in Ruhe lassen sollen, so. Ja, ist schon die Leonie Bennis, das ist die Schauspielerin, genau,
die hatte ich auch angefragt, ob sie Zeit und Lust hätte mit mir im Podcast zu kommen, aber von
Management kamen, dass sie irgendwie schon mit anderen Projekten beschäftigt ist, aber vielleicht kann
ich dir einfach am drehen, wenn sie dreht, dann kann sie nicht, weil dann hat sie vor so keinen Zeit,
ich weiß, dass sie gerade am drehen ist. Aber vielleicht kann ich dir die Frage stellen, was mich
brennt interessiert hätte, also sie kommt ja nicht aus der Pflege, aber sie hat das ja gespielt,
also habt ihr euch mal darüber unterhalten, wie es ihr damit ging, in diese Rolle zu schlüpfen und
das dann auch so wirklich realistisch darzustellen. Also was hat das mit ihr gemacht? Das könnte
sie sich ja besser. Ich kann nur sagen, was sie immer in Interviews gesagt hat. Also ich glaube,
für Leonie war schon auch extrem wichtig, das sehr korrekt zu machen. Also sie hat dann
ihren Ehrgeiz und es war auch eine Frage von Respekt der Pflege gegenüber, also wenn man schon ein
Film macht, der den Beruf und die pflegen in den Zentrum stempt, dann muss einfach alles stimmen,
weil wir mussten auch, wenn das nicht glaubwürdig ist, dann haben wir wirklich versagt und die
Pflegenden sind dann sehr streng als publikum. Was ich auch richtig finde, weil es geht auch um
Berufsäre und eben es wird zu viel Bullshit anyway, also in den Medien schon gezeigt. Also da
wollten wir nicht dazu beitragen, also das war für sie schon ihre ihre Wichtigte, das sehr gut
zu machen und sie hatte auch einen Coach, sie wurde richtig trainiert von Nadia Habich, eine Pflegefachkraft,
die 25 Jahre in den Intensivpflege gearbeitet hat, sie hat wirklich, sie wie eine Athletin eigentlich
trainiert, all diese Handlungen zu machen und hat sie gekochen, war eigentlich immer an ihrer
Seite und auch am meiner Seite, weil sie hat jede Einstellung mit mir angeschaut, geguckt,
dass alles korrekt ist. Manchmal haben wir noch dem Verbandsangrufen und gefragt,
können wir das so darstellen, weil wir wollten ja auch, dass es authentisch ist, sehr nicht
Schulbuch, also es wird ja viel in der Pflege gemacht, was man nicht machen soll, was man
Der Schule lernt, das ist unhüchjennig.
Aber wenn man so im Flow ist und da haben wir versucht,
so genau die Kränze zu treffen, dass es nicht unkorekt ist,
aber trotzdem lebendig ist und authentisch so.
Und ich glaube bei ihr ist einfach auch, wie bei mir der Respekt
für diesen Beruf ist unendliche Gewachsen sozusagen.
Und ich glaube, man hat gemerkt, dass ihr das wirklich am Herzen liegt.
Dass sie sehr dankbar waren, Projekt zu machen,
wo sie das Gefühl hatte, man ist auf der richtigen Seite der Geschichte.
Also, weil man macht etwas wirklich sinnvoll ist.
Wir machen einen Film, der wirklich was bedeuten kann für Leute.
Und das ich glaube, das ist immer sehr befriedigend für Schauspieler.
Ja, Spiele.
Ja, spannend.
Also vielleicht, da wünsche ich sie irgendwann noch mal ins Interview.
Und das würde mich wirklich sehr freuen.
Genau.
Aber wenn wir das noch mal so ein bisschen auch auf den Etikonkreis
in Göttingen zu sprechen kommen,
der stellt ja noch mal so Verantwortunghaltung
und den Dialog einfach ins Zentrum.
Und wenn man jetzt nochmal den Film von dieser Perspektive
oder hinter diesem Hintergrund betrachtet,
also welche Verantwortung trägt, wie gesagt,
dein Film aus der Sicht für den ethischen Dialog in der Pflege
so ein bisschen hast du es schon anklingen lassen,
dass es auch so anwegen soll, darüber zu sprechen über die Pflege.
Und wo ist vielleicht auch die Grenze zwischen der Haltung,
die Haltung zu zeigen und eben auch die Räume zwischen
den unterschiedlichen Perspektiven und Meinungen zuzulassen?
Also, wenn wir so in diesem Treiklang sind.
Ich denke, der Film
steht für sich, ne, der macht ja nicht.
Das war uns auch wichtig.
Der hat ja nicht eine Message.
Also, hat eine Message ohne eine Message zu haben,
er stellt einfach mit großer Genauigkeit etwas da.
Und zwar ganz einfach, was es bedeutet,
auf eine Abteilung zu arbeiten, die unter besetzt ist.
Also, er klagt ja auch gar nicht an.
Es gibt schon natürlich es geht.
Eine Anklage, aber die passiert mir im Kopf der Menschen.
Aber es wird gezeigt, was heute Realität ist.
Das ganz oft eine Abteilung unter besetzt ist.
Und was bedeutet das eben nicht nur für die Pflegenden,
sondern eben auch für die Patientin und Patientin?
Und ich glaube, das finde ich kann eben ein Film leisten.
Da kann man auch sie aus einladen.
Und ich meine, in den Chefetagen,
die über Pflege bestimmen,
sitzen wieder um sehr viele Männer.
Muss man sagen, das ist auch ein statistischer Fakt.
Also, das sind ja nicht Sachen, das sind ja nicht meine Meinungen.
Zu sagen, es ist ein Frauenberuf, ist einfach ein nummerischer Fakt,
zu sagen, in den oberen Etagen, wo über Pflege bestimmt und gesprochen und so geplant wird,
sitzen mehr Männer, es ist auch ein nummerischer Fakt.
Was der Film zeigt, ist auch Physik und Mathematik.
Auf gewisse Dinge, auch in einer postfaktischen Gesellschaft,
gewisse Leute können noch daran glauben,
kann man gewisse Dinge einfach darstellen.
Und dann kann man dem auch nicht so ausweichen.
Weil man sagt, ja, 1 und 1 ist Nummer 2.
Und das ist auch in der Pflege ein.
Mensch kann nicht in zwei Räumen gleichzeitig sein.
Sie muss ständig der Jahr schmachen und es kann auch mal schiefgehen.
Und jetzt muss es nicht so sein.
Und man weiß auch, es ist auch ein statistischer Fakt,
das Volkswirtschaftlich eine Gesellschaft profitiert,
wenn Abteilungen gut besetzt sind mit professionellen Pflegefachkräften.
Das einzelne Spital hat dann vielleicht nicht so viel Profit,
aber einige selten ganzen, und da gibt es ganz viele Untersuchungen.
Es wird ja auch was ich interessant finde,
so in der Wirtschaft wird immer so.
Die Wirtschaft wird immer gerne so in Einrichtung interpretiert
und andere Sachen werden ignoriert.
Aber der Wert von Pflege,
jenseits der klassischen Ökonomie,
kann ja auch anders bemessen werden.
Und darüber müssen wir uns Gedanken machen.
Pflege wird immer nur als Kostenpunkt diskutiert.
Aber was Pflege an mehr Wert schafft wie eine Gesellschaft
für den einzelnen Menschen, wenn wir mal den Blick darauf richten,
quasi auf den Wert von Pflege,
dann ist es eine andere Ökonomie und eine,
von der viel mehr Menschen profitieren.
Und ich glaube, es muss so einen Sichtwechsel oder Perspektivwechsel geben,
aus Pflege nicht nur aus Kostenpunkt, sondern aus Profit.
Und dieser Profit ist vielleicht nicht nur ein paar Euro mehr oder weniger,
sondern Profit in dann viel größeren Kontext gedacht, oder?
Und das sind für mich die großen ethischen Fragen
ist auch die ethisch wirtschaftliche Frage um Pflege
und wie wird Pflege bemessen
und wie wird dort immer eigentlich das falsche Prisma angesetzt.
Ja, das ist super spannend dieser Blickwinkel.
Und ich glaube, den haben wir aber einfach nicht.
Zumindest sind es jetzt zum aktuellen Zeitpunkt nicht.
Aber ich glaube, wir müssen anfangen, den zu vertreten und zu haben
und Gebetmühlenartig zu zitieren, wie die anderen machen das auch.
Die Betenzeit ja hundert und selben Scheiß runter.
Sorry, sorry, sorry, sorry, sorry, sorry, sorry, sorry, sorry, sorry, sorry.
Aber es gibt Alternative, es gibt eine andere Art, das zu betrachten.
Es gibt Menschen, die das tun, es gibt die Zahlen dazu.
Und das muss genauso wie wir quasi überschwemmt werden
mit den immer gleichen Modellen von Wirtschaft und Sichtweisen,
muss man die Alternative dazu genau so.
Und das hat auch wieder was damit zu tun.
Man muss sich mit den richtigen Leuten zusammen tun
und anfangen diese Narrative zu pushen.
Es wird ja immer dasselbe Narrative gepuscht, wenn es um Pflege geht.
Es gibt ein Gegenerativ und das ist da.
Und es gibt tolle Leute, die dazu schreiben.
Und es gibt die Zahlen, es ist nicht eine Fantasie.
Und ich glaube, da gibt es noch viel Arbeit zu tun.
Und dein Podcast hekt natürlich dazu bei, oder?
Ja, ich weiß gar keine Frage, also.
Ich finde, das ist auch eine gute Möglichkeit,
das halt einfach der Pflege eine Stimme zu geben,
um eben ein anderes Narrativ zu erzählen.
Ich kann nur sagen, es gibt eine Autorin, die heißt Emma Holtin.
Und die hat ein Buch geschrieben, das Buch er ist defizit,
der Hedden Value of Care.
Und sie schaut aus wirtschaftlicher Sicht auf das Thema Care.
Und das ist ein sehr, sehr, sehr aufflussreiches Buch.
Das beschreibt genau das, was ich gerade gesagt habe,
dass es eben nicht nur als defizit und als Kostenpunkt gesehen werden darf.
Und dass das natürlich in der klassischen Ökonomie so ist,
aber dies natürlich auch sehr geprägt,
von einer gewissen Haltung, die profit, profit over patience.
Und als muss patience over profit sein.
Das sind alles total spannende Themen.
Und ich glaube, ich habe mir das gerade schon aufgeschrieben.
Ich glaube, ich muss noch eine, oder ich mache irgendwann in dem Verlauf
noch eine Folge, auf jeden Fall zu Perspektiv wechseln.
Und mache ich das einfach auch noch mal total spannend finde,
eben ein anderes Narrativ zu erzählen,
oder auch ein anderes Narrativ zu diskutieren.
Warum, woran liegt es, wenn es die Zahlen öffentlich gibt?
Warum wird das Narrativ noch nicht erzählt?
Aber ich glaube, das ist unser Ansatz.
Und vielleicht so einmal in Anbetracht, der zahlt noch,
weil wir jetzt ja schon, wie glaube ich,
können noch ganz, ganz viel sprechen.
Aber vielleicht so ein, zwei Fragen noch zum Schluss.
Was würdest du gerne den Fliegenden sagen,
die jetzt unsere Folge hören?
Doch, erst mal nur irgendwie wie dankbar ich bin, dass es sie gibt.
Wirklich, also das ist von Herzen gemeint.
Es ist so ein eere wichtiger Beruf.
Und die meisten denken das erst, wenn sie im Krankenhaus liegen.
Aber es gibt so einen Satz von Susan Sonntag,
wenn man krank wird, dann wird man Bürgerin eines anderen Landes.
Und ich finde, die Pflegende ist jemand, der mit einem in diesem anderen Land ist
und die Einsamkeiten ein bisschen und die Angst und irgendwie,
ich glaube, es gibt fast kein einsamerer Ort,
also in der eigenen Krankheit zu stecken oder den am Krankenhaus zu sein.
Und ich glaube, die einzige Person oder einer der Personen,
der wichtigsten Person ist da die Pflegende.
Deswegen ein großes Dankeschön, dass ihr diesen Beruf macht.
Großen Respekt und "Ei, währt euch?"
Aber seit Solidarisch habt nicht Afeinander rum.
Währt euch, wo ihr könnt, steht zusammen.
Und ich hoffe, dass ich irgendwas ändert.
Und das ist vielleicht dafür ein bisschen was dazu beiträgt.
Ja, ich glaube schon, dass der Film sehr dazu beiträgt.
Und ich merke mir ja auch an den Reaktionen.
Aber auch in den Diskussionen, dass es seit fast einem Jahr ist ja in der Präsenz.
Und wir sprechen davon, dass ich glaube, ich bin der fest überzeugend,
dass er schon was bewirkt auf jeden Fall.
Ja, ich bin sehr gespannt, da kommt ja jetzt, also am 6. März kommt er in Japan in die Kinos.
Oh, wow.
Und das ist auch interessant, weil die haben auch ein Pflegemangel,
weil das ist eine völlig überaltete Gesellschaft.
Und da hat es einfach nicht mehr genug Pflegende.
Also die können sich um all diese alten Menschen auch kümmern können.
Und die waren auch sehr, also da hatte ich auch eine lange Gespräche mit der Presse da.
Und jetzt am 20. März kommt da hier in den USA raus.
Da bin ich auch sehr gespannt und er läuft jetzt gerade noch in Spanien.
Und man merkt so, es ist ein globales Thema.
Also ihr seid nicht allein in Deutschland.
Das Thema ist nicht überall, es hat ein bisschen unterschiedliche Gründe.
Also in Amerika zum Beispiel gibt es faktisch genug Pflegende.
Die Angestellte werden könnten, aber aus Profitgier werden nicht angestellt.
Also die Spitäler, anders steffen, also unter besetzen,
die Abteilungen absichtlich und bewusst, um mehr Profit zu machen.
Also auch noch mal ein bisschen anderes Problem ist, zum Beispiel in der Schweiz.
Aber es ist wirklich ein globales Thema.
Es ist eine wie die World Health Organization sagt,
es ist der global crisis in healthcare.
Dann gucken wir einfach, was noch passiert und wir bleiben in Kontakt.
Und ja, vielleicht ergibt sich nochmal die Möglichkeit,
dass du zu mir den Podcast kommst und wir vielleicht auch noch mal andere Perspektiven
oder deine Erfahrung aus den USA und aus Japan, das ist auch noch mal ganz spannend,
weil es einfach noch mal andere Systeme sind und andere Sichtweisen sind.
Gleich du mir da auch noch mal eine Folge, Folgefolge sozusagen machen.
Und einmal zum Abschluss habe ich noch schnelle fünf Fragen für dich mitgebracht.
Und das geht ganz schnell genau und du entscheidest einfach.
oder vervollständig. Hinschauen oder aushalten. Hinschauen. Empathie oder Empörung? Empathie. Systemfehler oder
individuelles Scheitern? Systemfehler, aber sowas von. Heldenengeschichte oder Alltagserzählung? Beides,
Alltagshelden. Ach, sehr gut. Zuhören oder anklagen. Zuhören. Und dann Kritik üben.
Die VP traf vielen herzlichen Dank für diese wunderbare, fast ne Stunde, die wir gesprochen haben.
Danke dir, Francesca. Ich wünsche euch ja einen tollen Konkress und viele gute Gespräche
und viel Inspiration für alle. Ja, vielen herzlichen Dank und danke noch mal, dass du dir die
Zeit genommen hast. Hier diese wunderbare Folge wird mir zu gestalten. Vielen Dank, gerne. Ganz
liebe Grüße nach Deutschland aus Brooklyn. Den Blogbeitrag zu dieser Folge liest du, wie gewohnt
auf unserer Homepage unter www.medifoxdan.de. Bei Fragen oder Wünsche zum Podcast, schreibt
mir einfach unter der E-Mail-Adresse
[email protected] und Folge mir gerne auf Instagram
oder Facebook. Wenn du selbst Expertin oder Experte bist und möchtest gerne über dein
spannendes Thema oder über dein spannendes Projekt im Podcast mit mir sprechen, dann bist
du herzlich eingeladen. Und wenn dir diese Folge gefallen hat, dann schenke mir gerne einfach
deine Sterne für eine gute Bewertung. In diesem Sinne einfach weiter Podcast hören,
ich freue mich auf dich.
Powert bei Medifoxdan.