Go back

1.24 Die Wikinger - Die Runen, Magie und Naturheilkunde der Wikinger

21m 26s

1.24 Die Wikinger - Die Runen, Magie und Naturheilkunde der Wikinger

Die Folge beleuchtet die enge Verflechtung von Magie, Runen und Naturheilkunde in der Wikingerkultur. Zentral steht die Wolwa, eine Stabträgerin, die als Seherin, Priesterin und Heilerin wirkte. Ihre Magie, genannt Seidr, wurde nicht als böse angesehen; vielmehr schätzte man ihre Vorhersagen für Individuen und Gemeinschaften. Runen, ursprünglich das ältere Futhark mit 24 Zeichen, wurden im jüngeren Futhark auf 16 reduziert und dienten sowohl alltäglichen Zwecken (wie Einkaufszetteln) als auch magischen Praktiken. Man glaubte, dass eingeritzte Runen auf Gegenständen oder Amuletten Schutz, Heilung oder Glück bringen könnten. Binderunen waren hingegen meist platzsparende Schriftkombinationen, keine komplexen Symbole. Die Heilkunde vereinte Kräuterwissen mit Runenmagie. Heilerinnen, die auch als Hebammen und Lehrerinnen fungierten, verwendeten Pflanzen wie Schafgarbe (für Wunden), Engelwurz (gegen Magenbeschwerden) oder Weidenrinde (schmerzlindernd). Krankheiten wurden oft auf übernatürliche Ursachen zurückgeführt, weshalb man Magie und Kräuter kombinierte. Die Wikinger profitierten von ihrer guten Hygiene und Ernährung, was die Heilung förderte. Trotz lückenhafter Überlieferung zeigt ihr Wissen eine tiefe Verbindung zur Natur und Spiritualität.

Transcription

2270 Words, 15516 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu Reisedus-Mittelalter, der Wikinger, Folge 24, die Runden, Magie und Naturalkunde der Wikinger. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Reisedus-Mittelalter. Mein Name ist Paul und ich darf euch heute abermals in die Welt der Wikinger entführen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme dieser Folge ist die Abstimmung der letzten Folge noch gar nicht beendet und damit kann ich noch nicht einmal sagen, welches Volk dann gewonnen hat. Bis jetzt liefern sich die Normannen und Slavn noch einen abbitterten Kampf. Wenn diese Folge erscheint, ist bereits ein Ergebnis vorhanden und wir kennen das Thema von Staffel 2. Und seit nicht traurig, aber ich kündige jetzt schon eine Sommerpause an, die nach dieser Staffel beginnen wird. Also kommt die letzte Folge am 14. Juli, bis es dann wieder am 11. August weitergeht. Also keine Sorge, es fällt nur eine Folge aus. Davor gibt es aber noch zwei Reisen zu den Wikingern und eine davon machen wir heute. Nämlich zu den Wölven und was das ist, klären wir gleich den Heilerinnen und den nordischen Wäldern und Gärten, bewachsen mit Kräutern, die dann verletzten und kranken eine Genesung bringen sollen. Auch werden wir auf Runden treffen, also die Schrift der Wikinger, die uns auch in magische Gefilde führt. Der Naturheilkunde und Magihider-Wikinger sind unser Trendlich miteinander verbunden. Bitte vergesst nicht den Podcast zu bewerten, wenn er euch gefällt. Dies könnt ihr einmalig tun und ihr helft mir dadurch wirklich sehr. Außerdem freue ich mich auf jedes Feedback, egal ob hier oder über Instagram oder per Mail an [email protected]. Weil ihr mich bei den Kosten für Bücher und wissenschaftliche Abhandlungen unterstützen wollt, würde ich mich über einen kleinen Beitrag bei Kofi freuen. Link dazu in der Beschreibung. Und damit geht es los. Kommt mit mir auf eine spirituelle und medizinische Reise durchs Mittelalter. Heute tauchen wir tief ein in die spirituelle und medizinische Welt der altnordischen Kultur und sprechen über die Naturheilkunde, Runden und die Magihider-Wikinger. Diese Themenbereiche sind wie eingangsbereitzerwähnt eng miteinander verwoben und können für sich alleine gar nicht so wirklich existieren. Außerdem bieten sie faszinierende Einblicke in die skandinavische Vorstellung von Gesundheit, Schicksal und den übernötürlichen Infromittelalter. Vorab klären wir aber noch den Begriff "Wölwa". "Wölwa" bzw. die Mehrzahl "Wölwen" bezeichnet eine Frau mit "Stab" oder auch "Simpler" ausgedrückt eine "Stabträgerin". Diese Frauen waren essentiell für die magische Praxis der Wikinger. Eine "Wölwa" ist vieles, seeren, profiten, prästeren und eben auch eine Hexe. Man sagte ihr die Fähigkeit nach Magih zu wirken und damit eine tiefe Verbindung zu den Göttern zu haben. Denn Odin selbst war schließlich der Meister der Zauversprüche. Anders als in anderen großen Teilen des Mittelalterlichen Europas und dem 1486 erschienenen Malios-Malifika-Rum. Also dem Hexenhammer wurden Hexen bei den Wikinkern keineswegs als böse Erden gesehen. Vielmehr wurde aus ihren Vorhersagen ein Vorteil gezogen. Die "Wölwa" wurde oft konsultiert, um das Schicksal von Individuen oder Gemeinschaften vorher zu sagen. Ihre Profizeiungen wurden hochgeschätzt und respektiert. Für ihre Magie selbst verwendete man den Überbegriff "Seidere". Der Name, den man eben als "Stabträgerin" oder "Fraum" in "Stab" übersetzen kann, lässt darauf schließen, dass ein "Stab" das klassische Erkennungsmerkmal für den Stand der "Wölwa" war. Vielleicht verziert mit Ronen graviert, in Anbetracht der Lage, dass Wikinger überall ihre Kunst hinterließen, ist dies durchaus möglich. Die nordischen Felgar führten eine Vielzahl von Ritualen und Zeremonien durch, um ihre Gata zu ehren, Heilung zu suchen oder Schutz zu erlangen. Die als Blöd betrifft zeichneten Rituale waren Opfer-Zeremonien und wurden durchgeführt, um die Gata zu ehren und ihre Kunst zu erlangen. Tiere wurden geopfert und ihr Blut den Göttern als Opfer da geboten oder auf irgendeine andere Art und Weise in einem Ritual verwendet. Feste wie das Julfest zur Wintersonnenwende und das Oztara, also Frühlingsfest, waren wichtige Bestandteile der Wikingerkultur. Diese Feste beinhalteten Rituale, die das kommen neuer Jahreszeiten und das Leben selbst feierten. Es wurde getanzt, gesungen und natürlich Opfergaben da gebracht. Der Rituelle Teil dieser Feste wurde oft in Heiligen oder an besonderen Orten in der Natur durchgeführt, bei denen die Anwesenheit der Götter laut ihnen größerbar. Wie ihre Rituale genau aussahen, weiß man heute leider nicht mehr und wird es wohl kaum erfahren. Einzig und allein Y-Fatlans Toten-Ritual ist uns vollständig überliefert. Was uns jedoch bekannt ist, ist die Verwendung von Runden in der Magie. Runden, wobei ich da auf dem Ausgeh, dass jeder schon einmal davon gehört hat, sind die Schriftzeichen, die von den germanischen Völkern, einschließlich der Wikinger verwendet wurden. Sie dienten nicht nur der Kommunikation, sondern waren Teil einiger magischer und Ritualer Handlungen. Die älteste Form der Runden-Schrift ist das so genannte ältere Futtrag, welches aus 24 Zeichen besteht. Zurzeit der Wikinger wurde das jüngere Futtrag eingeführt und weitgehend genutzt. Im jüngeren Futtag wurde die Runden an Zahl auf 16 reduziert, sodass ein Zeichen mehrere Laute wiedergeben musste. Noch heute sind uns etwa 6.000 Runden-Schriften erhalten geblieben. Zu Beginn der Forschung über die Wikinger ging man davon aus, dass die wenigsten, was mit den Runden anzufangen wussten. Es waren wohl irgendwie magische Schriftzeichen und wurden für besondere Dinge wie Rundensteine verwendet. Erst bei den Ausgrabungen in "Ich glaube es war Heiterbu", fand man ganze Einkaufszettel im jüngeren Futtag. Für die Forschung eine völlig neue Betrachtungsweise, da man nicht davon ausging, dass Wikinger im Normalfall das Schreiben beherrscht. Zusätzlich glaubte man lange, dass das jüngere Futtag älter war, meist das ältere. Da man sich nicht vorstellen konnte, warum man denn plötzlich ein Drittel der Buchstaben aus einem Alphabet nehmen sollte. Um es mal, simple auszudrücken. Die einfachste Erklärung wäre wohl um das Schreiben für Menschen zu erleichtern. Auch wenn daraus resultierte das Texte aufgrund von unterschiedlichen Interpretationen für die Forschung schwieriger sind zu entziffern. Die Wikinger nutzten Runden wirklich für alles. Darum törn natürlich in Schriften auf Rundensteinen klar, aber auch Waffen, Schmuckstücke, Alltagsgegenstände, Häuser und wer weiß vielleicht auch die Latrine selbst, wurden mit Runden verziert. Diese Inschriften waren oft kurze Nachrichten, Wittmungen oder Namen. Auch für die Kennzeichnung von Eigentum wurden sie verwendet. Den Runden wurden außerdem besondere Kräfte und Bedeutungen zugewiesen. Deswegen natürlich eine Schutzrune über einem Haus Sinn machen würde. Die Bedeutungen der Symbole endeten aber nicht hier, sondern gingen viel weiter über Glück, Heilung und bisschen zur Weisheit. Die Wikinger glaubten, dass das Einrützen bestimmt der Rungen auf Gegenständen. oder das Tragen von aus Materialien wie eben Knochen, Holz, Metall oder Beernstein, gefährdichten Amuletten mit eingereinsten Rohnen, mächtige Wirkungen haben können. In vielen Bereichen von Schmuck und Kunst finden eben dann auch diese Rohnen eine Anwendung. Unter anderem wäre da jeder für die Unterwelt. Sol für die Sonne und Björkarn für die Götten selbst. Wie wir heute leider wissen wurden viele Rohnen im zweiten Weltkrieg stark missbraucht. Wo von sich die Mittelalter Szene noch immer nicht ganz erholt hat, denn natürlich findet man auch Rohnen mit Bedeutungen wie Sieg, Stärke oder Mann unter ihnen. Und wenn eine benötigte Bedeutung nicht vorhanden war, wurde sie einfach dazu gedichtet. Aber zurück zu den Skandinavian. Natürlich glaubt die Wikinger auch an die magischen Kräfte der Rohnen und ihre Fähigkeit das Schicksal zu beeinflussen und die Zukunft vorher zu sagen. Denn Rohnen wurden in verschiedenen magischen Praktiken verwendet. Das Werfen von Rungensteinen war eine Methode der Weissagung. Diese Würfel wurden interpretiert um Einblicke in zukünftiger Ereignisse oder Antoorten auf wichtige Fragen zu erhalten. Ganz ähnlich wie die allseits bekannten Tarotkarten, wo bestimmten Karten eine bestimmte Bedeutung zugeteilt wird, aber nur mehrere Karten zusammen, eine Geschichte erzählen und Sinn machen. Ein Grund, warum wir davon ausgehen, dass Rungen auch für Zaubersprüche und Formeln verwendet wurden, ist, dass es mehrere Funde gab, auf denen an eine neandergereite Rune niemals ein Wort ergeben konnten. Da auch oftmals die gleiche Schutzrune fünfmal hintere Nandestand. Also muss es mit der Wirkung der Rune selbst zu tun haben und nicht mit einem Wort, welches einen Schützt. Etwas komplizierter wird es da schon mit den Binde-Runen. Denn wenn man online nach diesem Sucht bekommt man oft die seltsamsten Kombinationen vorgeschlagen und vor allem auch Dinge, die an unsere Zeit angepasst sind. Das liegt ganz einfach daran, dass sich die Verwendung von Rungen in der moderne, stark angepasst hat. Binde-Runen per Definition gab es zwar, aber ganz anders als wir sie heute kennen. Selbst das eigentliche Wort Binde-Runen kommt von dem alt-islandischen Wort Bandrün aus dem 17. Jahrhundert. Nichts anderes ist uns davon bekannt. Deswegen können wir davon ausgehen, dass Wikinger nicht einmal zwangsläufig ein eigenes Wort dafür hatten. Für die Wikinger waren Binde-Runen laut unserer Definition einfach Runen, die ohne Platz zu lassen, an- oder übereinander geschrieben wurden. Aber keine Anholfung von gefühlt 14 Runen in irgendwelche Formen gepresst. Zumindest was den historischen Aspekt angeht. Was die Praxis in der heutigen Zeit angeht, ist jedem natürlich eine freie Gestaltung und Interpretation dieser erlaubt. Auch unser Vereinswappen besteht immerhin aus einer Binde-Runen. Diese Verwendungen im Frühmittelalter findet man häufig bei längeren Texten, wo es schlicht und ergreifend schneller war, den letzten Strich einer Rune schon für die nächste zu verwenden. Nicht nur Zeit, sondern eben auch Platz, ließ sich damit sparen. Neben den Vorhersagen der Wölven wurden verschiedene Rituale natürlich von Heilerinnen ausgeübt, ein Kranken und verletzten Beizustehen. Ob die Rituale selbst Einfluss auf die Genesung hatten oder nur einen Plazibo-Effekt mit sich brachten, will ich gar nicht beurteilen. Fakt ist jedoch, dass auch die Wickener ein sehr umfangreiches Wissen zur Naturheilkunde hatten und gezielt Kräuter als Medizin verwenden konnten. Unter dem großen Begriff Heilkunde steht die Göttinge "Eyerde". Sie selbst gilt als die beste Heilerin unter den Asen. Für die Wickener war eine Heilerin ein absolut wichtiger Bestandteil des Dörfischen Lebens. Neben Kranken und verletzten stand sie auch Frauen als Hebamme bei und war für den Anbau von medizinischen Kräutern verantwortlich. Heilerinnen waren auch Lehrerinnen, die ihr Wissen an jüngere Generationen weitergaben. Sie unterrichteten ihre Lehrlinge in der Anwendung von Heilpflanzen, Runnen und magischen Ritualen und gewährleisteten so die Fortführung ihres wertvollen Wissens. Diese Ausbildung umfasst sowohl theoretisches Wissen, also praktische Erfahrungen in der Anwendung von Heilpflanzen und ihrer Methoden. Heilerinnen reisten teilweise mit den Wickenern auf ihren Raubzügen und in die Schlacht, denn auch innen war klar, dass auch eine kleine Wunde sehr schnell den Tod bedeuten konnte, wenn sie nicht richtig versorgt werden würde. Die Kombination von Runnen und Kräutern war eine gängige Praxis in der Heilkonst. Runnen wurden auf Kräuterbeutel und saldenblätter geritzt, um die Heilenden Eigenschaften der Kräuter zu verstärken. Aber welche Kräuter wurden denn genutzt? Henrik Harbestrang, der um das Jahr 1164 geboren wurde, schrieb das erste zusammengefasste Werk über die Kräuterkunde des Kandinaria. Der denische Arzt übersetzte beispielsweise auch "Degradibus Lieber" von Konstantinos Afrikanus und bietet uns so erste Einblicke in das, was auch die Wickener genutzt haben könnten. Zum Beispiel dürfte der gewöhnliche Kirsch zur Anwendung gekommen sein. Zerkleinert war diese Pflanze ein wirksames Mittel gegen Kicht und Räume und wurde etwa aufwohnte Füße aufgetragen. Außerdem war es aufgrund seines Vitamin C gehalten, ein wunderbares Mittel gegen Skorput. Bei Skorput können beispielsweise Einblutungen unter der Haut auftreten und aufgrund von gespollenen Zahnfleisch die Zähne ausfallen. Also einer der bekanntesten Siemandskrankheiten. Die echte Engelwurz lässt sich bei verschiedensten Problemen anwenden. Magenschmerzen, Blähungen sowie Krämpfe, um sie wirkt dabei auch noch antibiotisch. Dabei sei aber Vorsichtgeboten da der Pflanzenshaft von dolden Blütern, welchen die Engelwurz angehört, fototoxisch wirkt, also unter Einwirkung von Sonnenlicht zu Verbrennungen auf der Haut führt. Die Schafgabe war ein wichtiges Heilkraut zur Behandlung von Wunden und Blutungen. Sie wurde zur Kleinert und als Umschlag auf Wunden gelegt, um die Heilung zu fördern. Schafgabe wurde auch zur Linderung von Fieber und Verdauungsproblemen verwendet. Zudem ziel es zu den Frauenkräutern, die durch ihre entgramfende Wirkung Linderung bei unter anderem Minstruationsbeschwerden bringt. Einige Kräuter wurden sogar Göttern zugeschrieben. So wurde etwa die Brennnessel auch Tore zugeordnet. Eine Brennende Wirkung für die Abwehrkräfte und ein Schutzkraut gegen Blitz einschläge. Die Brennnessel wurde zur Behandlung von Gelenkschmerzen und Hauterkrankungen eingesetzt. Außerdem weist die Fähigkeiten in der Blutreinigung auf. Brennnessel war und ist ein guter Eisenlieferant und enthält zu dem wertvolle Spuren-Elemente wie Magnesium, Kaltium und Kieselsäure. Die Rinde der Weide enthält Salizin, einen Frauläufer der modernen Azetylsalizilsäure, also im Grunde Asperin. Sie wurde zur Schmerzlinderung und Fiebersenkung verwendet. Und auch der simple Baerlauch enthält viel Vitamin C und ist antibakteriell und wirkt sich positiv auf einen großen Teil des Körpers aus. Man könnte hier noch länger so weitermachen. Aber ich hoffe, ich konnte euch einen kurzen Überblick über die verschiedenen Pflanzen geben. Einige Pflanzen waren sowieso schon ins Kandinarwienbeheimatet. Andere wurden von den Ausflügen in weit entfernte Länder noch Skandinavien transportiert und angebaut. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Wikinger für damalige Verhältnisse recht gesund waren. Im Vergleich zu anderen Gegenden war er es nahhaft um. und ihre Zähne gut inschuss. Auch ihre Sauberkeit drückt sicher dazu bei, dass Wunden besser verheilten. Und trotz ihres beeindruckenden Wissens über Heilkunde gingen die Wikinger meistens davon aus, dass Krankheiten von um sichbahnwesen in ihrer Welt kamen. Dies war auch ein Grund, warum man Magie und Kräuter miteinander verband. Schaden kann es ja nicht, solange auch die Anwendung von Kräutern eine Rolle spielt. Die Wikinger waren also wahre Meister darin, ihre Umgebungen zu ihrem Vorteil zu nutzen. Als es beeindruckend durch das Wissen, sie über verschiedene Kräutern und Heilmethoden erlangten und über Generationen weitergaben. Heute können wir dieses Wissen oft nur versuchen nachzuahmen, da wir nie genau wissen werden, was sie noch alles hergestellt, gewusst oder angewandt haben. Aber oftmals reicht ja schon das, um eine tiefe Verbindung zu diesem Volk zu spüren. Mein Name ist Paul und das war eine Reise durchs Mittelalter. Eine angenehme Reise zurück in das 21. Jahrhundert.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Wolwa (Stabträgerin) war eine Seherin, Priesterin und Heilerin, deren Magie (Seidr) und Vorhersagen in der Wikingerkultur hoch angesehen waren.
  2. Runen (jüngeres Futhark mit 16 Zeichen) dienten nicht nur der Kommunikation, sondern auch magischen Zwecken, wie Schutz, Heilung und Weissagung durch Runenwerfen.
  3. Heilerinnen kombinierten Kräuterwissen mit Runenmagie; sie begleiteten Wikinger auf Reisen, unterrichteten Lehrlinge und nutzten Pflanzen wie Schafgarbe, Engelwurz oder Weidenrinde.
  4. Krankheiten wurden oft auf übernatürliche Wesen zurückgeführt, weshalb Magie und Naturheilkunde eng verbunden waren.
  5. Die Wikinger hatten für damalige Verhältnisse eine gute Gesundheit und Hygiene, was die Heilung begünstigte.

Summary:

Die Folge beleuchtet die enge Verflechtung von Magie, Runen und Naturheilkunde in der Wikingerkultur. Zentral steht die Wolwa, eine Stabträgerin, die als Seherin, Priesterin und Heilerin wirkte. Ihre Magie, genannt Seidr, wurde nicht als böse angesehen; vielmehr schätzte man ihre Vorhersagen für Individuen und Gemeinschaften.

Runen, ursprünglich das ältere Futhark mit 24 Zeichen, wurden im jüngeren Futhark auf 16 reduziert und dienten sowohl alltäglichen Zwecken (wie Einkaufszetteln) als auch magischen Praktiken. Man glaubte, dass eingeritzte Runen auf Gegenständen oder Amuletten Schutz, Heilung oder Glück bringen könnten. Binderunen waren hingegen meist platzsparende Schriftkombinationen, keine komplexen Symbole.

Die Heilkunde vereinte Kräuterwissen mit Runenmagie. Heilerinnen, die auch als Hebammen und Lehrerinnen fungierten, verwendeten Pflanzen wie Schafgarbe (für Wunden), Engelwurz (gegen Magenbeschwerden) oder Weidenrinde (schmerzlindernd). Krankheiten wurden oft auf übernatürliche Ursachen zurückgeführt, weshalb man Magie und Kräuter kombinierte.

Die Wikinger profitierten von ihrer guten Hygiene und Ernährung, was die Heilung förderte. Trotz lückenhafter Überlieferung zeigt ihr Wissen eine tiefe Verbindung zur Natur und Spiritualität.

FAQs

Eine Völva ist eine Frau mit einem Stab, die als Seherin, Priesterin und Heilerin galt. Sie wurde für ihre magischen Fähigkeiten und Vorhersagen respektiert und nicht als böse angesehen.

Runen waren nicht nur Schriftzeichen, sondern auch magische Symbole. Sie wurden für Kommunikation, Schutz, Heilung und Weissagung genutzt, z. B. auf Runensteinen, Waffen oder Amuletten.

Das ältere Futhark besteht aus 24 Zeichen, während das jüngere Futhark auf 16 Zeichen reduziert wurde. Das jüngere wurde von den Wikingern häufiger verwendet und machte das Schreiben einfacher.

Heilerinnen waren wichtig für die Dorfgemeinschaft. Sie behandelten Kranke und Verletzte, halfen als Hebammen, bauten Heilkräuter an und gaben ihr Wissen an Lehrlinge weiter.

Sie verwendeten Kräuter wie Schafgarbe für Wunden, Engelwurz gegen Magenprobleme, Brennnessel für Gelenkschmerzen und Weidenrinde zur Schmerzlinderung. Diese wurden oft mit Runen kombiniert.

Binderunen sind Runen, die ohne Platz an- oder übereinander geschrieben wurden, um Platz und Zeit zu sparen. Sie sind nicht mit modernen Kombinationen zu verwechseln und dienten vor allem der Effizienz.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.