Go back

217 Adrenalin als Fake-Energie und DBT Techniken mit Sarah Frischke.mp3

60m 48s

217 Adrenalin als Fake-Energie und DBT Techniken mit Sarah Frischke.mp3

In dieser Podcast-Episode spricht Johannes mit Sarah Frischke, die seit über 20 Jahren an ME/CFS und MCAS erkrankt ist und das Buch „Kopf über Wasser“ geschrieben hat. Sie erzählt, wie ihre Symptome jahrelang als psychische Traumafolgen fehlinterpretiert wurden, bis sie nach einem schweren Crash 2019 endlich eine ganzheitliche Diagnose erhielt. Heute geht es ihr deutlich besser – sie kann wieder spazieren gehen und Urlaub machen, obwohl sie weiterhin Einschränkungen hat. Zentral ist das Thema Pacing und der Umgang mit Adrenalin, das als „Fake-Energie“ bezeichnet wird: Es verleitet zu Überlastung, die später zu Crashes führt. Daher empfiehlt Sarah, regelmäßig Pausen einzuplanen und sich nicht vom eigenen Körper täuschen zu lassen. Zudem erklärt sie die DBT-Therapie mit einer Spannungsskala (grün, gelb, rot) und betont, dass bei hoher Anspannung einfache Skills wie Sinneswahrnehmung, ABC-Listen oder visuelle Erinnerungen helfen, das Nervensystem zu beruhigen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Ressourcen – persönliche Kraftquellen, die auch im Alltag mit Krankheit nutzbar sind. Sarah ermutigt, eigene Talente und kleine Freuden zu entdecken, auch wenn sie nur kurz sind. Wichtig ist ihr, dass keine Maßnahme isoliert wirkt, sondern alles zusammen ein großes Ganzes bildet. Sie rät, auf den eigenen Körper zu hören, Grenzen zu wahren und sich nicht von medizinischen Systemen unter Druck setzen zu lassen. Abschließend betont sie, dass es nicht nur um Symptomlinderung geht, sondern darum, das Leben trotz Krankheit aktiv zu gestalten und zu genießen.

Transcription

8662 Words, 50896 Characters

German
Wie kann ich mich bei MLCFS oder bei Long Covid bestmöglich behandeln? Also was kann ich neben der ärztlichen Beratung und vielleicht, oder wahrscheinlich auch Medikamenteusenbehandlung, noch tun, damit es mir besser geht? Und um diese Frage geht es ja immer wieder in diesem Podcast und auch in dieser Episode. Und diesmal mit einer Betroffenen, die ein Buch dazu geschrieben hat, dass ich übrigens sehr empfehlen kann, das Buch heißt "Kopf über Wasser". Leben mit MLCFS und MCAS. Und in diesem Buch schreibt Sarah Frischke über ganz viele Themen. Themen, die bei einer ganzheitlichen Behandlung eine Rolle spielen oder eine Rolle spielen könnten. Und über manche dieser Themen und auch über Sarah selbst reden wir jetzt, weil Sarah sitzt mir jetzt schon gegenüber und ich sage "Hallo liebe Sarah". "Hallo liebe Johannes". Schön, dass das diesmal geklappt hat. Wir haben uns ja schon mal hier getroffen und dann hat es technisch irgendwie nicht geklappt. Da ist was abgestürzt bei uns und wir konnten nicht mehr weiter machen und das hat mich irgendwie daran erinnert. Ist so ein bisschen auch wie bei MLCFS, ne, da macht man was und dann kommt es zu einem Crash und man muss erst mal wieder eine Pause einlegen. Ja, das stimmt. Genau, da hast du recht, da stimmt. Ja, und jetzt sehen wir uns dabei, jetzt sprechen wir und erst mal möchten wir dich erkennen lernen, dass wir wissen, wer ist die Sarah, die dieses Buch geschrieben hat, du bist selbst betroffen, wirst du mal ein bisschen erzählen. Also es geht in dieser Episode jetzt gar nicht die ganze Zeit um dich, sondern um die Themen in deinem Buch, aber wir wollen natürlich, wirst du ja bist du wohl. Also ich bin Sarah Frischke, bin zwischen 57 Jahre alt, wohne mit meinem Mann und meinem Hund in Hamburg. Ich bin zwei schon sehr lange erkrankt an MLCFS, bin nämlich seit 2002 erkrankt. Damals hatte ich eine Krippeschutzimpfung, zwei Tage danach fing die Krippe an und die dauerte drei Wochen und hörte nie auf. Also letztlich kann man es so formulieren. Das Problem war bei mir, dass ich in der Zeit beruflich sehr viel Stress hatte. Gleichzeitig eine Psychotherapie hatte wegen meiner Arbeit sucht damals, also ich war so ein Workshop ohne Ende, hinter dem aber sehr viele Traumatter steckten. Und die Psychotherapie lief schief, der hat zu viel aufgedeckten, viel zu kurzer Zeit. Und das wiederum hat dazu geführt, dass ich noch der stabilisierter wurde, sowohl selisch als auch körperlich. Und irgendwann dann, ja, erst mal in Reha ging, dann ein Wiedereingliederungsprogramm, aber immer glaubte, dass es die Traumatisierung sind. Ich kam gar nicht auf die Idee, dass es körperlich ist, auch meine Ärzte nicht. Und das dauerte sehr, sehr lange, also im Endeffekt 19 Jahre, in denen ich Traumatherapie gemacht hat, den Traumarcliniken war, Symptome behandelte, die alle auf die Traumatter geschuchen wurden, unter anderem sehr starke Krampfwandfälle, die ich täglich hatte. Und natürlich meine Schwäche, die immer stärker wurde bis dahin, dass ich nicht mehr arbeiten konnte und die Rente einreichen musste, mit 35 Jahren, was für mich extrem heftig war. Trotzdem konnte ich noch einiges machen, das änderte sich dann 2019. Da hatte ich eine OP. Das war im Nachhinein Phil Diagnose, aber mir wurde in eine Eileiter entfernt. Weil eine Züste vermutet wurde, da hatten Arzt und aber was verwechselt. Aber die Nachhose hat mich dann so gekrescht, dass ich wirklich ein Jahr im Bett lag, nicht mehr gehen konnte und wenn gehen, dann nur noch anstöckern. Und das war mein absoluter Tiefpunkt. Als mir dann in der Schmerztherapie, in der ich dann stationär war, die Neurologen klar machen wollte, dass selbst die Schmerzen in meinem rechten Bein, und mein nicht gehen können, auf die Traumattherapie zu schieben, oder auf die Traumata zu schieben ist, die ich eigentlich alle erledigt hatte. Also ich war sehr stabiler, denn je bin ich aufgewacht. Und ich habe gesagt, Leute, das kann echt nicht wahr sein. Und ich hatte zum Glück damals ein 90 Jahre, der mich nur anguckt und sagte, Frau Frischker, Sie sind nicht psychisch krank. Sie haben mehrere Traumata bearbeitet, sie sind stabiler, denn je, stabiler als ich, also da meinte ich ganz klar, sie sind stabiler als ich, da ist was anderes. Und der hat dann mit mir alle an die Depression ausgeschlischen und hat mich dann zum ganzheitlichen Arzt geschickt. Gut, dass du den gefunden hast, den Arzt, ja. Absolut, absolut. Und dann wurde Schritt für Schritt alles aufgedeckt, ich war dann, der euch ja auch bekannt ist, Dr. Katschitsch in Münster. Ich war bei Prof. Dr. Stark in Hamburg und Schritt für Schritt hatte ich das Puzzle so ergeben. Ich war bei einem M-Kass Spezialisten, habe die Magendarmspiegelung noch gemacht, wo ich rauskam, dass ich achtmal so viel Maszellen in den Biopsyn hatte wie ein normaler Mensch. Und plötzlich macht er alles Sinn. Aber es war dann so viel, was auf mich rein passelte, weil ich dann plötzlich 20 Diagnosen hatte, dass ich mit diesem ganzen Wissen und was hilft mir bei der Krankheit und was hilft mir bei der nicht und was bricht gegen die Krankheit und was ich kann, das hat mich jahrelang beschäftigt. Weil es wirklich dieses Thema war, was kann ich machen bei dem und bei dem und wie passt das zusammen und was darf ich noch essen und was darf ich nicht mehr essen? Das waren Jahre. Und letztlich muss ich sagen, dass ich heute wahrscheinlich wieder bei Beil 50 bis 60 bin, ich habe unheimlich viel Physiotherapie parallel gemacht, habe meine Muskeln wieder gestärkt, kann heute zwei Stunden spazieren gehen. Und das ist aber auch jeden Tag abends eine Stunde dehnungsübungen machen, damit das so bleibt, weil ich auch viel Premiere gehab, zum Beispiel, und habe auch wieder 30 Lebensmittel. Das waren irgendwann drei, also es ist auch nicht tolle, aber es ist immerhin fast und kann auch mal in Urlaub fahren oder ähnliches. Ja, das ist so kurz zusammengefasst, was war. Und in den letzten Jahren fange ich auch wieder an zu leben, weil dieses ganze Beschäftigung mit der Krankheit und mit den ganzen Strategien, Methoden, Nahrungsergänzungsmitteln behandlungen und allem drum und dran. Aus diesem ganzen Wus bin ich so ein bisschen rausgestiegen, weil ich habe eine Routine für mich und bin sehr dankbar, dass ich parallel wieder mehr leben kann. Und das ist, glaube ich, eine Botschaft von mir, vergesst das Leben daraus nicht, auch wenn ihr euch und diese blöden Krankheiten kümmern müsst. Also, das ist mir vielleicht gerade auch aufgegangen, weil ich gerade im Urlaub war und jeden Abend auf einem unheimlich schönen See mit Sonnen und der Gang gucken konnte. Da ist einfach gemerkt, aber Gotti, wie schön ist das. Also, klar, ich weiß, dass es vielen nicht verbindet, aber ich war einfach nur dankbar, da zu sitzen und zu gucken. Und das war damals dann auch der Satz für meine Übung zu der Zeit, weil ich dann gesagt habe, dann gucke ich lieber auf dem See. Das habe ich dann nachher so viel im Kopf, dass ich es dann auch im Bett abrufen kann, wie ich es mag. Genau, jetzt kannst du es visualisieren, was du mal erlebt hast. Genau, genau, genau. Ja, das macht wirklich Mut, dass du so lang erkrankt warst und sicher auch in dieser Länge auch vieles wahrscheinlich noch mehr verkronifiziert hat. Weil du es eben am Anfang nicht wusstest, man hat es dir nicht gesagt. Aber trotzdem geht es dir jetzt so weit gut, dass du wieder spazieren gehen kannst. Zwei Stunden, du kannst dir in den Urlaub fahren. Also, du hast dein Lebensraum erweitert und das macht ganz viel aus. Ich habe was, ich würde sagen, erweitert es wieder zurückgewollt. Zurückgewollt hast du wieder zurückgewollt. Und das ist unendlich viel Welt. Ich muss nach wie vor auf sehr viel verzichten. Also, das ist einfach, ich brauche ein sehr ruhiges Leben. Ich komme mit Lärm immer noch nicht gut klar. In Konzerte kann ich, also ich war früher oft in klassischen Konzerten. Da kann ich nicht mehr hin, weil die Leute so viel paar Frauen tragen, das ist mich raushaut. Wenn das nicht tun würden, könntest du noch. Aber das ist natürlich dann auch wiederum nicht die MECFS, das ist eher das MCAS. Aber das Leben, was ich führen kann, das genieße ich auch zum großen Teil. Also es gibt auch richtig blöde Tage. Ich glaube die haben. hat er gerade jeder bei der Hitze. Aber es gibt auch die anderen. Ja. Ja, ich denke da gerade an meine Vater, der kann zum Beispiel auch nicht gut unter Menschen, das ist ihm alles so anstrengend und so gut. Er ist jetzt auch schon älter, aber auch in unserem Alter war er eigentlich schon so, dass er vieles nicht konnte, wo man so dachte, ja, er hat einfach schwache Nerven, sagt man so nur einfach schwache Nerven, aber nein, das ist nicht immer nur Persönlichkeit oder schwache Nerven, sondern das hat viel mehr zusammenhängen, die du dir ja auch gesehen hast und dann auch ein Buch dazu geschrieben hast, dass ich hier vorliegen habe. Du hast auch es vor dir liegen, deswegen hört man manchmal vielleicht die Seiten hier, wenn wir hier durchgehen. Du hast dich, wann hast du dich damit so intensiv beschäftigt? Was war das für eine Zeitrahmen? Mit dem Buch, also man muss dazu sagen, dass ich ein als allererstes ein Buch über Traumaterapie geschrieben habe, weil ich zu allererste das Thema für mich aufarbeiten wollte. Mir ist nämlich auch bei der Traumaterapie bewusst geworden, dass es sehr viele Psychotherapeuten gibt, die nicht wirklich gut ausgebildet sind in dem Bereich, die dann mal in Wochen ein Kurs in irgendeiner Methode gemacht haben und den Leuten das dann antreten, obwohl das nicht klar ist, ob das passt oder nicht. Ich war damals ja naiv und bin da rein gerutscht und habe damals dank einer sehr guten Traumaterapie in den Gewaltterapie gemacht, endlich gelernt, wie man es richtig macht und bin diesen Leuten auch nach wie vor dankbar. Aber mir war es dann halt sehr wichtig zu sagen, dass was ich erlebt habe aufzuarbeiten und gleichzeitig den Leuten einen Rad geben, die Hand zu geben, um es einfach viele Fehler, die ich gemacht habe, nicht zu machen. Und dann war das ein, zwei Jahre draußen. Ich habe mich mit der MECFS und MCAS, etc., allen Beschäftigten. Hab dann irgendwann gemerkt, dass es so viel eigentlich müsste ich sortieren. Und gleichzeitig habe ich gemerkt, dass vieles, was ich in der Traumaterapie gelernt habe, bei MECFS im Brain Retraining, etc., immer wieder kommt. Und da habe ich dann gesagt, okay, dann mache ich den nächsten Anchluss und nehme jetzt im MECFS und MCAS als Buchtitel, um einfach da auch zu helfen. Parallel gab es einige Vorfälle in meinem Bekanntenkreis, dass zwei Kinder an Long-Govid erkrat sind und Freundin mich gebeten haben, mir zu helfen, also ihnen zu helfen und ich einfach dachte, okay, ich kann das nicht immer erzählen. Das ist einfach zu viel Kraft, die ich auch nicht habe. Ich schreib's lieber zusammen und dann kriegen sie das Buch und daraus entstand der ganze Dage. Ich brauchte, glaube ich, für das Trauma-Buch und danach das MCAS-Buch, MECFS-Buch zwei Jahre. Also ich hatte da aber auch sehr intensive Zeit, habe mich dazwischen durch auch sicherlich auch überfordert und dann gab es wieder weniger intensive Zeit. Ja, aber so würde ich ja genau. Und zwei Dinge, die kann ich schon mal vorab sagen, was man aus dem Buch rausziehen kann, ist eins ist, es gibt nicht die eine Methode, sondern es ist sehr ganzheitlich, es gibt viele Stellschrauben, es gibt viele Dinge, die man tun kann oder auch nicht tun kann, also jede Situation ist auch wieder anders, also es ist ganzheitlich, das ist das eine und das andere ist auch, das ist auch ein Prozess ist und in eine Prozess sind manche Dinge, die in Schritt drei hilfreich sind, in Schritt eins vielleicht gar nicht hilfreich oder andersrum und das macht die Sache auch nochmal kompliziert, aber gibt uns auch ein Verständnis, dass wir wissen, okay, vielleicht hat es bei mir jetzt gerade nicht so angeschlagen auch, weil es momentan nicht in der richtigen Phase ist und weil du Trauma angesprochen hast, da jetzt auch die erste Frage dazu, heute an dem Tag, wo wir es aufnehmen, habe ich einen Grundlagenartikel nochmal veröffentlicht zum Nervensystem, Nervensystem-Regulation. Für wen ist das hilfreich, für wen nicht und so und ich habe bewusst meine Meinung rausgenommen und geguckt was sagen denn wissenschaftliche Quellen und so was sagen denn seriöse Quellen und in seriösen Quellen wird gesagt, wenn du schwerst betroffen bist, dann bringt das erstmal nichts, sondern erstmal stabilisieren und dann in einer späteren Phase, dann sind solche Dinge hilfreich wie Brain Retraining und anders, wo wir auch so ein bisschen leichter was sprechen. Hast du erst Traumaarbeit gemacht bei dir auch persönlich oder andere Dinge? Dadurch, dass ich ja dachte, dass ich aufgrund der vielen Trauma-Tatiche erlebt habe und die alle hochkam, so schwer krank bin, was Mamie ja auch erzählt hat, bin ich natürlich an die Traumaarbeit ran. Aber ich habe durch den Fehler meines ersten Psychotherapeuten auch gelernt, langsam, also in der Trauma-Klinik wurde ich auch erstmal stabilisiert, die haben mir dann auch erstmal beigebracht zu sagen, es geht erst mal um deine innere und eine äußere Sicherheit und da gibt es ganz ganz viele Punkte, die dazu führen, dass du dich innerlich sicher fühlst und dass du äußerlich sicher bist, bevor du überhaupt an die Traumaarbeit ran gehst. Und das hat bei mir, man weiß es ja, ich habe 19 Jahre Trauma Therapie gemacht, das war bei mir ein Prozess von Jahren. Also äußere Sicherheit betreute zum Beispiel auch, ich bin finanziell gut aufgestellt, so langen Rentenverfahren läuft, macht keine gute Trauma-Therapäute mit ihr Trauma-Konfraktion, zum Beispiel. Oder das andere mit dem Nervensystem grind retraining, wo ja oft Meditationen genannt werden. Wenn du in der Neinspannung bei 70-80% bist, was viele durch die Schmerzen oder andere Dinge in den schweren Stadion jahr sind, oder depressiv bist, dann meditierst du nicht, dann brauchst du andere Dinge vorher, um dich in die Lage zu versetzen, irgendwann meditieren zu können. Und das ist für mich das Feld, also wie ektif, hat das mit angedacht. Die haben zum Beispiel in ihrem Programm Übung zur Nervenregulation, wo sie sich über die Stirn streichen und einen Trantier machen die Vorbereitungsübung und ich so weit runter zu beam, damit du vielleicht in der Lage bist, dann den nächsten Schritt zu gehen. Aber es ist halt, also manche Brain-Retrainings gehen bei mir zu schnell in eine Tiefe und denken nicht daran, dass vorher vielleicht etwas ganz anderes notwendig ist, weil die Leute noch gar nicht an dem Punkt sind, wo man sein müsste, um das durchführen zu können. Und ich muss auch sagen, als ich im Bett lag, nicht mehr gehen konnte und ich ein Hund hatte, mit dem ich damit gestürzen irgendwie so ein paar Meter ging, ich war schwerstepressiv, ich hätte damit gar nichts anfangen können in der Zeit. Die Schwierigkeit ist, dass man oft ganz, ganz viel in einen Topf schmeißt. Ich habe gerade das Bewild von Staub, ich bin zum Beispiel auch Staub allergisch. So, wenn man ja also ganz viel Staub in der Wohnung hat und dann spricht man von Anti-Stau-Terapie. Gibt es ja ganz viele Anti-Stau-Terapien und eine wäre eben, dass ich mal so richtig durchputze hier und da wird natürlich ganz viel Staub aufgewirbelt und da geht es mehr viel schlimmer. Also das wäre ja völlig fatal, ein gesunder kann das vielleicht machen, mal so richtig Staub aufgewirbt. Aber ich nicht, sondern erst mal, weiß ich nicht, eine Maske tragen und andere Dinge und so. Und dann vielleicht ganz vorsichtig mal mit einem feuchten Tuch Staubwischen oder so. Also, guck jetzt nochmal eben, ich denke laut. Aber sowas in der Art und so ist es auch bei Nervensystemarbeit, es gibt Dinge, die reißen ganz viel auf und es gibt eben auch Übungen, ich glaube da sprechen wir auch später darüber, ja Übungen, die mir erstmal Sicherheit geben, die eigentlich den Staub noch mehr nicht hochkommen lassen und so, da wo ich merke, oh ja jetzt ist gut. Es ist genau das Ding zu sagen, erstmal lernt den Staub unten zu halten, damit er nicht aufwirbelt, damit du stabil genug bist, wenn du ihn aufwirbeln musst. Und für manche Leute hilft, reicht das auch aus zu sagen, der Staub bleibt immer unten, ich muss ihn gar nicht aufwirbeln. Diese Menschen gibt es auch. Und das ist glaube ich, also das ist ja jetzt außer Traumatherapie eher, aber ich sehe es auch bei MECF erst ganz einfach so. Also im Beispiel Entgiftung, ich habe eine Entgiftungsstörung, etc., etc., also ich habe mit 3 Entgiftungsmediziner gesprochen, keiner würde mir raten, Kifte auszuleiten. weil das nicht völlig mit MCAS durch hauen würde. Anderen hilft das. Ja, ein guter Fall. Aber ich bin nicht in der Lage, weil ich auch einfach zu alt bin, inzwischen, weil einfach zu viel drin ist. Ja und in deinem Buch hast du eben ganz ganz viele Dinge. Auch wenn wir jetzt nur über manche sprechen und die Gefahr ist immer, wenn wir jetzt über sagen wir drei, vier Themen sprechen. Das andere Denken, ah ja, die Sarah Frischke, die ist also über diese drei, vier Dinge ist hier dann wieder auf 50 Prozent gekommen. Nein, es ist also ein langes Inhaltsparteichnis, also wirklich auch von, wo finde ich Hilfe und Unterstützung, ambulanz von Krankenhäusern, Füße, Therapie Östheopathie, aber auch Nahrungsergänzungsmittel und Pacing, ich gehe jetzt einfach mal ein bisschen durch Zahn-Gesundereheit, Ernährung und Dame-Gesundheit auch, also ganz ganz viel Likotinflastertherapie, Lodos-Lizierung und so weiter Schmerztherapie, es gibt also ganz ganz vieletherapie, Mikronährstocktherapie, also du hast ganz ganz viele in deinem Buch geschrieben und das will ich nur noch mal bewusst sagen, um zu sagen, es ist ein großes Bild und wir nehmen uns jetzt ein paar Puzzle-Teile raus. Und das eine ist, das ist natürlich die Grundlage überhaupt ist Pacing, da hast du einige Seiten zugeschrieben, 20 Seiten Pacing und das eine, was ich rausnehmen möchte, ist das Adrenalinthema. Ja, Adrenalin, ich hatte das ja dadurch, dass ich nicht wusste, was mit mir los ist, wirklich ja, 10 de lang nicht auf dem Zettel, bis bei mir diese Narkose, bei der ja ein Adrenalin in der Regel mit drin ist, diesen absoluten Crash ausgelöst hat. Nach dieser Narkose, nach meinen Diagnosen habe ich mich dann damit beschäftigen müssen, welche Betäubungen für mich okay sind, weil ich im Rahmen der Zahnmedizin sechs Kiefern opie, es hatte 10, 10 Niko-Entfernung, etc., durch die MKS musste das sehr langsam gemacht werden und damit musste ich mich dann auseinandersetzen und da kam ich dann drauf, okay, bei den Betäubungen, bei MKSMETF, es bitte keine Adrenalin verwenden, dann bin ich der Nächsten Schritt gegangen zu sagen, okay, wenn man bei den Betäubungen kein Adrenalin verwenden darf, dann sollte man vielleicht im Alltag auch kein Adrenalin verwenden, beziehungsweise Adrenalin, soweit wir möglich vermeiden, wozu ich dann auch einige Quellen fand und erst mal völlig fertig war, weil meine Schwester mir dann auch einen Film über MKS zeigte und da wurde dann von dem Professor Dr. Moldrings auch gesagt, MKS Patienten und METFS Patienten sollten sich verhalten, wie in einem Leben, wie in einem ruhigen Samt. Das habe ich mir unterstrichen, genauer, wie eine ruhige langsam. Und dann dachte ich irgendwie, wie soll das gehen, wie soll das in einem Alltag gehen? Aber kannst du vorhin nochmal kurz sagen, warum ist denn Adrenalin, ich sag mal gefährlich oder was passiert da, man spricht ja auch von Fake Adrenalin zum Beispiel. Also was passiert da in den Fall? So, bei Adrenalin, also das Problem ist, Adrenalin verursacht bei uns das Gefühl, ich habe Fake Energie zum Beispiel, also was man, ich habe es mich dann ja auch immer wieder selbst überprüft. Ich habe am Wochenende auch mit einem Tischlocker gesprochen, den ich sehr mag, bei dem ich das Gefühl habe, dass er METFS hat, da da immer sagt, wenn ich ein tolles Projekt habe, mache ich durch und dann geht irgendwann gar nichts mehr und ich so vorher pausen mache. Und so was bei mir halt auch, im Urlaub kann ich plötzlich viel mehr. Da muss ich mich total bremsen, wenn ich dann einen tollen Speziergang mache und ich denke, oh, eine Stunde länger und so, wo ich dann merke, ne, verdammt nochmal, vergiss es, du kraftst zwei Tage später zusammen und das ist das Problem bei Adrenalin. Also, viele von uns merken's vielleicht, wenn sie plötzlich Sachen machen können, diese sonst normalerweise nicht machen können oder wenn sie plötzlich viel schneller reden und all diese Themen, also dann ist es Adrenalin, dann ist man eigentlich schon drüber, aber der Körper gaukelt einem vor, man kann sehr viel mehr, nur inzwischen müsste, weil es jeder von uns, es haut ein irgendwann rein, den einen nach einem Tag, den anderen nach zwei Tage. Also als Bild sehe ich eben das Bankkonto, ich habe ein Bankkonto, da sind 1000 Euro drauf, aber hier auf meinem Bildschirm wird angezeigt, ich habe 10.000 drauf, aus irgendeinem Fehler. Und dann gebe ich jetzt 5000 Euro aus und ich hatte ja nur 1000, das heißt irgendwann korrigiert sich das wieder und der Bildschirmzeit medias -4.000 an. Und so ein bisschen ist das, mit dem der Körper hat den Eindruck, er hat die Energie, macht dann was. Das ist auch bei Kindern auch in der Schule schwierig, dass die Lehrer nicht einschätzen können, dass dieses Kind wirklich MSWS hat, weil das Kind war ja auch ein Schulhof, hat gespielt und am nächsten Tag ruft die Mama an und sagt ne, es ist wieder krank und dann ist es eine Woche oder zwei Wochen krank, versteht man nicht, ne? Aber genau, das ist das Fake-Energie, also Adrenalin ja. Und das habe ich natürlich dadurch, dass es nie bekannt war, sehr sehr lange falsch gemacht. Was mir auch echt im Nachhinein sehr leid tut, also gut, ich wusste es nicht anders, aber auch in der Traumaterapie oder so hätte ich eigentlich ganz, ganz oft viel, viel früher Stopp setzen müssen. Jetzt weiß ich, jetzt kann ich dann auch handeln, teilweise hilft mir mein Mann dabei, zum Beispiel wenn wir uns mit Freunden treffen, dass er wirklich auf die Uhr guckt und sagt auch spießt uns zwei Stunden, es ist jetzt Schluss und auch wenn ich ihn dann ganz bettelweiche angucke und sag alles so schön und er nimmt Schluss. Sehr gut, ja. Und das kann ich nur jedem raten, holt euch Hilfe, weil manchmal fällt es einem selber verdammt schwer. Ja, sehr gut, genau, meine Frau macht das auch und das ist mir echt ne Hilfe. Und wenn man kein Partner gerade an der Seite hat, kann man sich auch mit irgendwelchen Weckern oder Alarm, Apps oder so helfen, dass man sagt okay, ich mache die Sache für eine Stunde, egal wie ich mich danach fühle, auch wenn ich den Eindruck habe, ich kann noch zwei Stunden. Nein, ich mache jetzt eine Pause oder für manche sind es dort zehn Minuten. In meiner heftigsten Zeit hatte ich ein Wecker mit 15 Minuten. Da hat mich meine Ergotherapeut in damals draufgebracht, das gibt eine Methode der Pomodore-Technik heißt die, weil der Student war, das glaube ich, sich den Wecker immer 15 Minuten stellte und das war eine Weckerur wie eine Tomate und das ist das etagienische Wort dafür und das ist eigentlich auch erwiesen, dass man mit solchen 15 Minuten Regeln auch als gesunder sehr viel effizienter arbeitet, wenn man 15 Minuten durcharbeitet, dann für Minuten Pause macht und dann wieder das hat mir eingeläubt. Also meine Uhr hier ist auch auf dem Schreibtisch, wenn ich schreibe oder so mache ich das nach wie früher. So eine Eierur war das, oder wo man die Minuten einstellen kann, also die Pomodore-Technik oder andere Techniken, die habe ich früher mehr genutzt, um ins tun zu kommen, um dann richtig hochzufahren. Manche sagen ja auch, also daher kenne ich das zum Beispiel auch, die sagen, wenn du gar keine Lust hast und du denkst, du musst jetzt zwei Stunden daran arbeiten. Nein, setzt dir 15 Minuten, im Wecker 15 Minuten, dass du die Schaps und wenn du die Schaps kannst du stolz auf die sein und meistens ist es aber so, dass wenn du 15 Minuten arbeiten hast, dass du dann richtig drin bist und sagst ne, jetzt war es ja noch 15, noch 15 Minuten. Genau, das ist das wieder mit dem Adrenalin. Also was ich unendlich traurig und böse finde, ist, ich bin sehr früh sehr oft im Flow gewesen beim Arbeiten, beim Puzzeln, egal was ich getan habe und MTCFS zerstört den Flow, weil wir vorher aufhören müssen, das ist hart, aber ist das unser Selbstschutz. Ja, kurz was ganz anderes, hast du dich schon mal gefragt, wo finde ich noch mal genau das, was ich jetzt gerade brauche, an Informationen. Mittlerweile gibt es ja über 200 Episoden und im internen Bereich neben den verschriftlichen noch mal viele weitere Artikel, zu neuesten Studien, Erfahrungen, Therapien und auch Übersetzung wichtiger Englischer Podcast oder Artikel, also viel Material und deswegen haben wir den Fasi-Finder als KI Chatbot gebaut, der hilft dir, aus den ganzen Inhalten von Fasi-Nationen genau die Antworten zu finden, die du sußt. Ja und zusätzlich gibt es im internen Bereich auch über 30 WhatsApp-Austauschgruppen, und eine große Realiste in der du sehen kannst, welche Erfahrungen andere in den Einrichtungen gemacht haben. Und das alles bekommst du über die Fasi-Mail. Und diese. E-Mail selbst ist für viele schon Grund genug dabei zu sein, denn jeden Dienstag schreibe ich dir nicht nur, was neu ist, sondern ich schicke dir auch einen kurzen Impuls von mir persönlich, etwas das Mut machen oder trösten kann. Tragt ich deshalb gerne ein, den Link findest du in den Notizen und jetzt geht's weiter. Und die Disziplin, die wir gelernt haben, auch gerade, ich sag mal, in unserem Alter haben das noch mehr, glaube ich, gelernt, wir sind ungefähr gleich alt, dass man Diszipliniert ist und sagt, komm, egal, wie du dich fühlst, du machst jetzt erstmal weiter und dann sind wir irgendwann, haben wir uns daran gewöhnt und sind in den Flow gekommen und diese Disziplin, die müssen wir jetzt oder können wir jetzt nutzen, um genau das Gegenteil zu tun, nicht um noch mehr zu machen, sondern um früher wieder aufzuhören, und das ist ja eigentlich ein Kopfstand. Ja, es ist ein Kopfstand, genau, genau das Gegenteil, von dem, was wir jetzt auch echt gewohnt sind, was sich ja auch, ich sag mal, fair chronifiziert hat in unserem Charakter, das wir gelernt haben, Dinge durchzuziehen und durchzuweisen und all das und die jetzt zu sagen, nein, ja, korrig, genau. Und du hast da viele Setbacks gehabt, bis hast oft Rückfälle gehabt, ich hab viele Rückfälle gehabt, also es hat lange gedauert, bis ich da immer mehr gemerkt hab, okay, was ist so mein Level, wo ich sein kann. Und doch passiert es immer wieder, dass man wieder ganz, ja, wieder hoch kommt, in den Stress, richtig in den Stress und da muss man wieder runterfahren. Absolut. Und da gibt es auch bestimmte Übungen und da hast du über die DBT Therapie gesprochen. Also ich kann kurz mal einführen, die DBT Therapie steht für dialectisch, behaviourale Therapie. Sie wird in der Psychotherapie eigentlich für Borderline, Trauma Therapie, aber inzwischen auch im Rahmen bei Autismus oder auch bei Schmerztherapien inzwischen eingesetzt. Also ich hab sie zum Beispiel in der stationären Schmerztherapie wiedererkannt. Bei dieser Therapie geht es darum, seinen eigenen Spannungszustand zu reflektieren und zu erkennen. Das wird mit Hilfe einer Spannungskalar gemacht oder einem Ampelprinzip. Also man kann sich vorstellen, die Spannungskalar geht von 0 bis 100 oder das Ampelprinzip geht von grünru, gelb rot. Ganz einfach rot, bis du im absoluten Erregungszustand, gelb ist wackelig, das sollte man runterkommen und grün ist perfekt. Oder bei, wenn man es jetzt von der Schala aussagt, zu sagen, von 0 bis 30 bis du in einem top entspannten Modus, da kann man zum Beispiel Meditationsübungen machen, wenn man dann dafür bereit ist. Ein normaler entspannter Modus ist für einen normalen Menschen bei 30 bis 40, bei Aufregung steigt der Zustand auf 50 bis 70, aber viele von uns sind vor allen Dingen bei starken Schmerzen oder Erregungen über 70 hinaus, also schon im hoch roten Zustand. Und in dem Zustand ist der Körper und der Kopf einfach nicht bereit, zum Beispiel auf Meditation einzupähen. Das merken manche vielleicht, wenn sie dann auf dem Boden liegen, meditieren wollen und merken, so scheiße ich drehe ab. Also so ging es mir immer, weil mir wurde auch immer gesagt, sie müssen meditieren, wo ich dann gesagt habe, also ich weiß, dass Trauma-Patienten zum Beispiel nicht meditieren sollen, das habe ich dann immer gestagt und irgendwann habe ich gedacht, ich probier es trotzdem, aber ich konnte das einfach nicht. Ich bin dann total rusch geworden und habe dann einfach gelernt, du musst vorher was machen. Also das ist zum Beispiel meine Art zu sagen jeden Abend, ich mache erst meine Stunde Denungsübung, also eher aktiv, auch wenn ich vieles im Liegen mache und dann in der Lage zu sein, zu meditieren. Weil dann ist der Körper vorbereitet, welch mich durch den schon entspannen. Das heißt, die zwei Dinge, die wir einüben dürfen, müssen sollten, ist einmal, dass ich immer mehr ein Gefühl bekomme, in welchem Stress Zustand bin ich, bin ich im grünen Bereich, im gelben oder im roten. Und wenn ich im gelben bin, da sich darauf achte, eher wieder runter zu fahren und wenn ich im roten bin, ob jeden Fall wieder runterfahre. Und das kann ich machen, indem ich eben in mich reinspüre, die Interreerozeption, glaube ich, heißt das, diese eigene Körperwahrnehmung, die ist ja auch gestört bei MRCFS. Aber das wird das wieder neu einüben oder auch vielleicht mit einer Uhr oder einem Pulsgerät oder so. Ja, das ist mit einem Uhr mit einem Pulsgerät. Also sagen wir so, ich hatte natürlich das Glück, dass ich ein Gegenüber hatte in der Trauma Therapie, wo es am Anfang auch so war, dass ich gesagt habe, ich bin total entspannt und mir dann gedäutig gemacht wurde, es ist in dem absolut gelben Bereich. Also das ist ja dann auch selbst wahrnehmen und frent wahrnehmen. Es ist dann ja auch teilweise sehr schwierig und das ist dann, wie du vorher auch gesagt hast, mal wieder ein Prozess dahin zu kommen, auf sich selber, sich selber spüren zu können und sich auch richtig wahrnehmen zu können. Wo ich noch sagen musste, wenn man im hoch roten Bereich ist, das gehört zur DPD bei Therapie, gibt es Kills, die man einsetzen kann. Also Skills sind Ideen oder Reiz oder Eigenschaften, die man nutzen kann, um sich aus einem Extremzustand rauszuholen. Also jeder kennt das vielleicht, wenn er mal auf eine Chili-Schute wissen hat oder so diese Center-Block-Kaubum ist, genommen hat mit der Brause drin oder so. Dann hat man einen heftigen Reiz und ist erstmal raus aus dem absoluten Alarmzustand zum Beispiel. Und da gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten wie Hummium, es an Armband und Schnippen oder Eiswürfe. Genau, da würde ich leider mehr darauf eingehen mit dir, weil das wichtig ist. Aber vorher noch mal worin er kenne ich denn, dass ich im hoch roten Bereich bin. Gibt es da irgendwelche Erkennungsmerkmaler? Das hat es du auch beim Adrenalin, hat es du eine Liste gehabt. Bei mir merke ich, wenn ich extrem gereiz bin, also schneller gereiz bin als vorher, wenn ich sehr schnell rede, um mir die Handlungen anderer Menschen viel zu langsam vorkommen. Und ich dann immer hetze, weil man sagt, ich mache alles so wie sonst, du bist das Problem. Das sind bei mir so zwei Alarmzeichen. Oder wenn ich nicht richtig still sitzen kann, also wenn ich total wuschig bin und das Gefühl habe, ich muss immer irgendwas machen, obwohl ich eigentlich weiß, dass alles jetzt still und ruhig sein. Also dann ist für mich eine Alarmsituation. Und so kann jede Person für sich herausfinden, woran merke ich, dass ich gestresst bin. Bei mir zucken zum Beispiel dann auch immer mal die Mundwinkeln. Das ist so. Bei mir sind die Augen und die unteren und es Augen geht zum Beispiel. Aber dann ist es schon sehr mich helfen. Genau, dann ist es schon richtig heftig. Ja. Und deswegen ist hilfreich immer wieder runterzufahren, immer wieder runter zu fahren. Am besten nach jedem Reiz auch, den wir ausgesetzt waren, immer wieder runterfahren. Ich nenne das, dass der Reiz Ruhe Rhythmus, dass das wirklich nur Rhythmus ist, immer wieder erreiz und dann eine Ruhe, eine Ruhe reinbringen. Also ich finde auch, es ist besser, wenn man das achtmal am fünf Minuten macht als nur einmal am Tag, weil man durch dieses Runde fahren zwischen durch immer wieder auf einem anderen Level weiter macht. Genau. Und da hast du von den Skills gesprochen. Skill im englischen ist im deutschen Fähigkeit. Genau. Also wir haben Fähigkeiten, die wir nutzen können. Und das erste ist eben unsere fünf Sinne. Correct, genau. Skills sprechen in der Regel die Sinne an und werden dafür auch genutzt. Also, wenn man so ist, gibt das Zehen. Da kann man zum Beispiel, wenn man sich beruhigen will, schöne Bilder angucken vom Ruhelaub, vom Früher oder wenn man eine tolle Aussicht hat, natürlich darauf gucken. Es ist, dass der Tast sind. Man kann sich selbst umarmen, man kann eine warme Flasche nehmen, man kann sich abklopfen, dann gibt es den Geruchs hin. Man wird zum Beispiel, jeder hat wahrscheinlich einen Geruch wie Zimt oder manche mögen auch Lavendel. Es gibt, wenn man jetzt mit Gerüchen keine Probleme hat, gibt es in der Taroma, der Therapie. Ganz viele dürfte die beruhigen und erden. Und wenn man jetzt habe, ich sehe das, ich habe höher sind, natürlich. Da ist die Frage, was jemand braucht, braucht jemand völlige Stille, oder braucht jemand Hilfen, jemand Geräusche aus der Natur. Egal ob das jetzt ein meeres Rauschen ist, oder ein Vögel Zwitschern oder einem drunteran. Heutzutage kann man sich das ja auch alles abrufen aus der Internet. Das ist ja das Schöne. Aber dafür, sich dann auch gucken und da auch den Prozess wahrnehmen zu sagen, ich nehme mir jetzt die Zeit von diesen vielen, vielen Skills. Also ich glaube, bei mir sind es neuen Seiten, die ich zusammen geschrieben habe, mit möglichen Skills, um auszuprobieren, welche helfen mir persönlich am besten. Nämlich ist es einfach so, was mir hilft, kann dir schon wieder, also kannst du schon wieder sagen, damit kann ich nichts anfangen. Oder ich kann z.B. mit Gerüchen nichts mehr anfangen, weil ich davon getriegert werde. Stattdessen habe ich aber halt mal vor allen Dingen meine Bilder oder ich nutze auch viel, die Gedankenskills, also die grübelstops, oder ich lenke mich mit Gedanken ab, indem ich z.B. ein Wohlfühlabitsee im Kopf ablaufe, also das bedeutet. Ich denke mir, was mit A aus, was mir gut tut, z.B. abklopfen. Ich denke mir, was mit B aus, was mir gut gut baden, dann ZMC etc. Und allein das, dadurch, dass ich mich dann mit schönen Dingen beschäftiger, komme ich automatisch wieder runter. Ich mache das nachts, wenn ich aufwache, ich wache mehrmals nachts auch. Und dann bin ich in der Gefahr wieder anfangen zu grübeln oder auch was Schönes, aber zu stark irgendwie ein Thema zu durchdenken. Und da hilft mir die ABC-Metode total. Sie sagt, wofür bin ich dankbar, ABC durchgehen. Eine meiner Töchter fängt an mit A zum Beispiel. Oder eben auch einfach nur Gemüse von ABC oder irgendwas. Du auch? - Genau. Ich habe inzwischen alles durch. Buchtitel, Songtitel, egal was, ABC. Und das hilft wirklich. Weil, ich muss ich so stark drüber nachdenken, weil ich finde einfach keine Stadt mit Y. Und gibt's wohl auch nicht. Ich habe jetzt endlich mal auch Chatchipiti. Yokohama. Yokohama in Japan. Welt war ich ja, genau. Nee, aber in Deutschland nicht. In Deutschland gibt's keine. Genau, aber dann schlaube ich irgendwann ein, weil das Gehirn eben nicht zu sehr aktiv ist. Aber eben auch nicht so, dass es ihm zu langweilig ist, dass die Gedanken anfangen, können zu karossell zu spielen. Also, das ist genau eine gute Mitte, solche ABC-Listen zum Beispiel, um den Gehirn zu vermitteln. So, du kannst jetzt langsam zur Ruhe kommen. Ich hoffe, dass Gebore hört gleich auf. Als Kind war es immer das Schäfchenzählen. Mhm. Ich denke, das kennst du auch noch. Und letztlich ist es genau das selten. Ja, genau. Jetzt könnten wir noch mehr auch sagen, was man alles machen kann. Es steht in deinem Buch auch. Also jetzt die einzelnen Skills. Vielleicht können wir auch noch mal sagen, warum die so helfen? Mit magst du das sagen? Oder sonst kann ich das auch erklären, wie das gerade auch neurollogisch. Also im Gehirn, was da passiert? Und warum das so hilft? Das, wenn du mal, dass du die Stelle gerade hast, mach du das gerne. Also, in unserem Gehirn, oder unser Nervensystem ist ja oft so angespannt. Das ist denk, ich bin hier in Gefahr. Das heißt, die Armüktaler ist gerade total im Stressmodus. Wenn ich jetzt aber mich konzentriere auf eine bestimmte Sache, zum Beispiel, welche Farben haben die Dinge, die ich jetzt gerade sehe? Was sehe ich hier gerade? Was hör ich gerade im Hintergrund und so? Dann kann die Armüktaler nicht zwei Dinge gleichzeitig machen. Die kann nicht sagen, hier ist Alarm. Und gleichzeitig, ich sehe aber hier gerade eine Flasche. Die hat eine Beische. Ja, die sieht Beisch aus, zum Beispiel. Oder hat diese Form. Das heißt, je konkrete ich Dinge wahrnehme, desto weniger kann die Armüktaler dann in dem Alarmzustand bleiben. In dem Moment ist sie nicht immer Alarmzustand. Und das ist deswegen für das Gehirn immer ein Ruhepol. Immer wenn ich achtsam etwas wahrnehme, über meine Sinne. Und wenn es dann noch Dinge sind, die mir sowieso gut tun. Ein Geruch, den ich sowieso mag, um so besser. Dann merkt das Gehirn, in diesem Moment bin ich sicher. Und hier mehr solcher Momente desto besser. Vielen hilft da auch Kaffeepol. Genau, Kaffeepol war ich auch schon auch gemacht. Das andere mit den ABC-Listen, etc., das ist natürlich, wenn man über eine Stadt mit Böbschern nachdenkt, kann man nicht grübeln. Genau, man kann nicht zwei Dinge gleichzeitig machen. Ja und deswegen auch viele andere Dinge. Also du hast auch hier Aktionskörper bezogen des Skills auch. Einfach Horbys oder Fotografieren oder was auch immer. Es gibt so viele Dinge. Wichtig ist dabei immer. Das hab ich in den letzten Jahren immer mehr gelernt, ist die Achtsamkeit. Weil ich rieche ja die ganze Zeit. Ich spüre ja die ganze Zeit, den Untergrund, wo ich jetzt gerade sitze. Ich höre ja die ganze Zeit, die Hintergrundgeräusche. Aber nicht wirklich in meiner Wahrnehmung. Weil ich nicht jetzt gerade auf dich konzentriere. Deswegen merk ich das nicht. Deswegen ist die Achtsamkeit der Fokus immer wieder hilfreich. Die Dinge, die ich im unterwursten wahrnehme, jetzt bewusst wahrnehme. Korrekte. Und das fällt manchmal ganz schön schwer, sich da immer wieder rauszuholen. Da komme ich dann immer wieder auf den Wäckert zurück. Also zu sagen, fünf Minuten Achtsamkeitspause. Ich habe zwei autistische Jungeneffen, die interessanterweise ähnlich vorgehen müssen. Das ist ganz spannend, wo man jetzt immer wieder, also wo man das überall findet. Ja. Und in dem Sinne hast du jetzt ganz, ganz viele Ressourcen. Korrekt. Also du sprichst auch Schreib's auch über Ressourcen, Orientierung. Und was sind Ressourcen? Wie können wir sie wieder entdecken? Im Endeffekt sind das, ist das eine riesene Werkzeugkasten, der uns zur Verfügung steht. Aber der ist meistens irgendwo im Keller bei uns. Also dieser mentale Werkzeugkasten. Genau. Also Ressourcen sind, kann Werten in der Psychologie mit Kraftquellen übersetzt. Also ich nenne sie eher meine persönlichen Tankstellen, die mich täglich stabilisieren. Und das schieden wird dabei zwischen äußeren Ressourcen. Das kann das Umfeld sein. Das können meine Finanzen sein. Das kann meine Wohnung sein. Mein Partner, etc. Und die inneren Ressourcen. Also meine Talente, meine Fähigkeiten und Stärken. Das Problem ist, dass mit MSFS viele Leute ihre alten Hobbys verlieren. Viele Dinge verlieren, die ihnen gut getan haben. Und dann plötzlich das Gefühl haben, ich kann gar nichts mehr. Das ging mir genauso. Und ich habe mir dann damals in der Traumerklinik eine Liste gemacht. Und habe dann gesagt, okay, was kann ich noch, wenn ich liegen? Was kann ich noch, wenn ich nur sitzen kann? Was kann ich nur, wenn ich gar nichts mehr hören möchte? Und das kann ich dann trotzdem tun. Das war mein erster Gedanke. Das andere Thema ist, man kann auch einfach so denken zu sagen, was kann ich überhaupt noch machen? Also das Thema "gehen" zum Beispiel ist für mich, seitdem ich eigentlich nicht mehr gehen konnte. In der absolute Ressource war mir vorher nicht so bewusst. Oder das Thema "lesen". Es ist für mich eine Ressource. Ich zum Beispiel kann keine Hörbücher hören, weil mir das zu laut ist, aber ich kann noch lesen. Oder ich kann pusteln. Ich kann mir einen Tee kochen. Also, all diese Dinge um sich das alles mal zusammenzuschreiben und zu sagen, wow, da geht doch noch einiges. Und was davon hilft mir und was davon erfüllt mich und was davon tut mir gut. Einfach darüber auch achtsam nachzudenken. Ist ein erster Schritt. Und zum Beispiel zu sagen, okay, die eine oder andere Ressource die, wenn dich vielleicht öfters an. Also was weiß ich zum Beispiel. Ich weiß zum Beispiel, dass "schigung" mir gut tut. Ich weiß aber, dass ich in keinem "schigung" Kurs mehr gehen kann, weil eine Stunde "schigung" entstehen ist für mich zu anstrengend. Daraufhin habe ich erst mal gesagt, okay, ich mach kein "schigung" mehr. Wieso ich dann irgendwann nachgedacht hab? Ja, ich könnte ja immer mal wieder am Tag eine "schigung" übermachen. Und dann vielleicht gehen dann irgendwann auch mal zwei. Und das ist für mich Ressource sozusagen. Egal, wie klein die Seinmark. Räuzutage wegen ML/CFS. Egal, wie selten ich die Anwenden kann. Sie gibt mir Kraft innen. Und darum geht's. In der Traumatherapie gibt's da ganz viele Übungen. Ich hab auch einige aufgezeichnet im Mai. [Musik] In meinem Buch, wo es um Ressourcen die ihr Kramme geht, wo man gucken kann, welche Ressourcen hat ich als Kind, welche als Jugendliche, welche habe ich heute. Man kann auch in Ressourcen ABC machen, zu sagen, was hilft mir, was kann ich mit A, was mit B und C. Also es gibt ganz ganz viele Übungen, um zu sich selbst wieder und zu sein Ressourcen zu finden. Wenn man gerade denkt, ich kann alles gar nicht mehr. Weil das stimmt meistens nicht. Wenigstens denken kann ich noch oder fühlen oder eine Übung im Kopf machen. Ich kann mir ein Bild vor Augen rufen, auch wenn ich es nicht sehen kann draußen. Das sind alles Ressourcen. Ich denke gerade, diejenigen, die jetzt schon ganz viele Episoden gehört haben, die merken natürlich, dass ich ganz vieles immer wieder wieder holt. Genau. Es sind immer wieder die gleichen Dinge und ich glaube, das ist schon hilfreich auch, dass man auch merkt, okay, das bestätigt das, ja, das sind die Dinge, die helfen. Gleichzeitig sind wir in der Gefahr zu denken, kenn ich, kenn ich, kenn ich, kenn ich. Aber ich merke selbst auch, ich interviewe ja selbst hier die ganze Zeit. Das heißt, ich werd ja damit konfrontiert und doch merke immer wieder, wow, wenn ich das ausprobiere, dann ist es lebensverändert. Teilweise richtig oder Tag verändern, das sagen wir so nicht, das ganze Leben. Aber es ist immer nicht das, was ich höre, was ich weiß, sondern das, was ich umsetze. Also die Übung, wenn ich sie umsetze, das kann solche Wirkung haben, wenn ich sie umsetze. Absolut. Ja, und das andere Thema ist, man muss bei manchem eben auch Geduld haben kann. Also gerade bei dem Ressourcen-Thema, also ich weiß noch wie ich meine Trauma-Therapeutin in der Klinik damals angegangen bin, hab gesagt, warum soll ich mich jetzt über eine Gänze blümchen, wie sie freuen, wenn ich gerade meine Berendung einreiche muss? Also am Anfang war das für mich völlig sinnlos und hat dann auch gesagt, dass es so eine ganze Mist ist. Und dann hat es irgendwann Klick gemacht und manchmal kommt der Klick auch nur im Üben. Also das ist ja wie Radfahren oder Schwimmen, am Anfang ist es richtig durft und man stürzt sich mal. Und irgendwann merkt man, oh Gott, das gut tut mir gut, das macht mich Spaß. Und so ist es bei vielen Übungen halt auch gar. Ja, das ist ein guter Punkt, genau. Also es ist nicht immer auch so fort, wenn ich es mache, verändern, dass ich den auch gut hat, dass ich das jetzt heute gemacht habe, aber wenn ich es immer wieder mache, irgendwann merke ich dann, oh ja, das tut mir richtig gut, das ist gut. Ja, oder man merkt schleichend, gar? Also man merkt es dann nicht, indem man es tut, sondern man merkt schleichend, dass man vielleicht ein bisschen Aufnahmebereiter ist im Alltag, ein bisschen, sich ein bisschen mehr konzentrieren kann, nicht mehr so extrem abstürze hat, etc. Manches ist ja auch einfach schleichend, wo man bei mir ist, ist auch so gegangen, dass andere mich drauf angesprochen haben, dass sie merken, du, ich glaube, dir geht's besser und ich habe das noch gar nicht mehr, komm? Das ist zum Beispiel eine Übung, die mir auch sehr hilft oder eine Denkweise, dass ich ganz oft mich zurückversätze in vor zwei Jahren, fünf Jahren oder zehn Jahren und immer wieder gucke gucke, was hat sich hier geändert, weil wir uns so schnell an Dinge gewöhnen und dann, wenn ich mich zurückversätze und dann wieder ins heute, dass dann die Dankbarkeit spürbarer wird, korrekt ja, ja, wir könnten noch ganz, ganz viele Übungen und Skills und Themen ansprechen, aber das ist ja auch so eine Sache bei MCFS und Long COVID, weniger ist oft mehr, weniger ist auch besser, ne, das ist so recht, und es gibt ja dein Buch, aber was wäre noch wichtig, so gegen Ende jetzt noch einmal auf dem Schirm zu haben, oder was möchtest du noch sagen? Du hast das am Anfang ja schon gesagt, mir ist es ganz, ganz wichtig zu sagen, dass ich keine Übung oder kein Medikament oder keine Maßnahme isoliert sehe, sondern dass ich alles in einem großen Puzzleteile sehe, dass ich auch nicht glaube, dass allen das selbe hilft, sondern dass alle in einem anderen Status mit einem anderen Krankheits-Sortiment oder Konstrukt zu tun haben und deswegen gut für sich tun, achtsam zu schauen, was passt für mich, welche Puzzleteile kann ich übernehmen, welche sollte ich lieber weglassen, das ist viel ausprobieren, das ist manchmal auch wirklich ein Mut zu sagen, das mache ich und manchmal gehört auch Mut dazu zu sagen, nee, das passt nicht zu mir, das ist dann wieder diese eigene Wahrnehmung zu sagen, welchen wirklich, und das finde ich ganz, ganz wichtig, also so, so, für mich ist kein Rain Rain Returning isoliert, der Weg, der Wege, für mich wäre es auch nicht isoliert zu sehen, man nimmt nur die Medikamente und denkt, das wird dann schon wieder, für mich ist es ein großes Ganzes. Auch wenn das komplizierter klingt, aber leider Gottes ist unsere Krankheit auch sehr komplex. Ich kann das nur unterstreichen und hinzufügen möchte ich noch diesen Gedanken, da muss ich jetzt aber so viel ausprobieren, so viel tun, damit es mir besser geht und ich möchte nochmal diesen Gedanken reinbringen, es geht nicht nur darum, dass es mir besser geht, damit ich nicht mehr in dem Zustand bin, wo ich jetzt bin und sondern irgendwann woanders bin, sondern es ist im Grunde viel mehr, es ist, dass wir das Leben lernen zu leben. Das stimmt, das, was ich vorher meinte zu sagen, zwischen durch die Krankheit vergessen, wenn es irgendwie geht, auch wenn irgendwas immer pocht oder wehtut oder wenn man manches nicht kann und einfach so sagen, da gibt es noch ein Leben und ich lebe jetzt, ich lebe nicht erst in fünf Jahren, ich lebe auch nicht in zehn Jahren und für mich mit meinem Alter, mit meiner Chronifizierung, die Krankheit wird auch nie wieder verschwinden und trotzdem möchte ich noch leben. Mit meinem Mann, das Leben soweit wie möglich genießen und darum geht es. Und das ist immer ein Lernprozess und ein, ich sage mal fast, ein Evolutionsprozess, also wo wir uns entwickeln, es ist ja wie in der Ehe auch, du bist verheiratet, ich bin verheiratet und am Anfang unserer Ehe habe ich meiner Frau geschenke gemacht, die hat sie nicht unbedingt gefreut, also ich wusste nicht genau, was soll ich hier schenken, bis ich gelernt habe, woran freut sie sich am meisten, was tut ihr am meisten gut und so weiter, so lernt man sich ja immer mehr kennen und so ist es auch mit mir selbst. Also die ganzen Übungen, die Skills, die wir besprochen haben, die helfen mir eigentlich immer mehr, dass ich den Johannes kennen lerne und im Gutur und in Verstehe und mit mir ein gutes Leben führe und deswegen sind diese Übungen, die Themen, die wir besprechen, glaube ich viel mehr wert als nur, ich sage mal Therapiebausteine, raus aus MSW. Absolut, also sag mal so, ich muss zugeben, viele Menschen, die ich kenne, die mein Buch gelesen haben und die gesund sind, nutzen einiges davon. Also mein Mann benutzt auch einige Dinge, die wir jetzt gerade besprochen haben, wenn das Streit zum Job hat oder der es kein gesund, aber es hilft ihm auch. Also es sind einfach, ist mal Lebenshilfen. Lebenshilfen, ja, dass wir immer mehr zu Lebenskünstlerne werden. Ja und das, was ich ganz ganz wichtig finde, ein Gefühl für uns zu entwickeln, um zum Beispiel in dieser schrecklichen Medizinwürtt auch klicken über Medizin und manchmal sagen zu können, nicht mit mir. Wir machen etwas anderes und da auch für sich stehen zu können. Was mir lange Zeit sehr schwer viel, inzwischen bin ich das sehr kompromisslos, was aber die guten Meditine auch schätzen, weil sie bei mir auch wissen, dass ich weiß, warum ich irgendetwas ablehne. Die fragen mich dann auch und das ist dann wiederum schön. Genau, dadurch werden wir immer eigeneständiger, eigenverantwortlicher können wir überlegen, was tut uns gut, was ist gut. Wir können auf andere hören, aber entscheiden tun wir immer noch, was ist jetzt gut für uns, was nicht. Und das ist ganz, ganz wichtig und ich glaube, dass es für viele von uns auch ganz, ganz wichtig in diesem Malloch, das wird durch die Krankheit ja auch rein rutschen. Also egal ob das Pflegekranke, Kränte und dem ganzen Traur dran immer wieder auf Sicht gucken, zu sagen, was brauche ich gerade. Und zur Not eben in der Notaufnahme auf der Isum hat er auf dem Boden liegen, wenn sie einem das Bett verwehren und sagen, es ist mir völlig egal, was ihr von mir denkt, ich muss ja zeigen. Auf andere hören, aber nicht so stark hören, dass ich meine Eigene Grenzen übergehe, meine eigenen inneren Stimmen vernachlässiger ja. Sarah, ich danke dir herzlich für dieses Gespräch. Ich danke dir. Hallo, bist du noch da? Ah, das ist schön, weil könntest du mir noch eingefallen tun, damit auch andere auf diesen Podcast aufmerksam werden und zwar wenn du eine Bewertung hinterlässt. Dort wo du es gerade hörst, bei Spotify oder Apple Podcasts, daumen hoch bei YouTube, weil das dann hilft im Algorithmus, dass die Episode oder der ganze Podcast sichtbarer wird und dadurch auch andere noch darauf hingewiesen werden. Also ganz herzlichen Dank dafür und jetzt nochmal von Herzen die bestmögliche Woche. Bis nächsten Dienstag.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Sarah Frischke, seit 2002 an ME/CFS erkrankt, beschreibt ihren langen Leidensweg mit Fehldiagnosen (Trauma) und ihre spätere Besserung durch ganzheitliche Behandlung.
  2. Das Buch „Kopf über Wasser – Leben mit ME/CFS und MCAS“ bietet viele Ansätze
  3. Adrenalin wird als „Fake-Energie“ erklärt – es gaukelt Leistungsfähigkeit vor, führt aber zu Crashes; daher sind Pausen und Grenzen essenziell.
  4. Die DBT-Therapie hilft, den eigenen Spannungszustand (grün/gelb/rot) zu erkennen; bei hoher Anspannung sind Skills (Sinne, ABC-Listen, Bilder) sinnvoll, um zu beruhigen.
  5. Ressourcen (äußere und innere) sind persönliche „Tankstellen“; auch kleine Aktivitäten wie Dehnübungen oder Lesen können Kraft geben.
  6. Wichtig ist, die Krankheit nicht als isoliertes Problem zu sehen, sondern als großes Puzzle; Ausprobieren und Selbstwahrnehmung stehen im Mittelpunkt.
  7. Zusätzlich betont Sarah, das Leben trotz Krankheit zu genießen, eigene Grenzen zu wahren und sich nicht von der Medizin überfahren zu lassen.

Summary:

In dieser Podcast-Episode spricht Johannes mit Sarah Frischke, die seit über 20 Jahren an ME/CFS und MCAS erkrankt ist und das Buch „Kopf über Wasser“ geschrieben hat. Sie erzählt, wie ihre Symptome jahrelang als psychische Traumafolgen fehlinterpretiert wurden, bis sie nach einem schweren Crash 2019 endlich eine ganzheitliche Diagnose erhielt. Heute geht es ihr deutlich besser – sie kann wieder spazieren gehen und Urlaub machen, obwohl sie weiterhin Einschränkungen hat.

Zentral ist das Thema Pacing und der Umgang mit Adrenalin, das als „Fake-Energie“ bezeichnet wird: Es verleitet zu Überlastung, die später zu Crashes führt. Daher empfiehlt Sarah, regelmäßig Pausen einzuplanen und sich nicht vom eigenen Körper täuschen zu lassen. Zudem erklärt sie die DBT-Therapie mit einer Spannungsskala (grün, gelb, rot) und betont, dass bei hoher Anspannung einfache Skills wie Sinneswahrnehmung, ABC-Listen oder visuelle Erinnerungen helfen, das Nervensystem zu beruhigen.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Ressourcen – persönliche Kraftquellen, die auch im Alltag mit Krankheit nutzbar sind. Sarah ermutigt, eigene Talente und kleine Freuden zu entdecken, auch wenn sie nur kurz sind. Wichtig ist ihr, dass keine Maßnahme isoliert wirkt, sondern alles zusammen ein großes Ganzes bildet. Sie rät, auf den eigenen Körper zu hören, Grenzen zu wahren und sich nicht von medizinischen Systemen unter Druck setzen zu lassen. Abschließend betont sie, dass es nicht nur um Symptomlinderung geht, sondern darum, das Leben trotz Krankheit aktiv zu gestalten und zu genießen.

FAQs

Neben der ärztlichen Beratung ist ein ganzheitlicher Ansatz wichtig. Dazu gehören Pacing, Nervensystemregulation, Stressabbau, eine angepasste Ernährung und das Nutzen persönlicher Ressourcen. Es gibt nicht die eine Methode, sondern viele Stellschrauben, die individuell zusammengestellt werden müssen.

Pacing bedeutet, Aktivitäten so einzuteilen, dass man seine Energiereserven nicht überschreitet, um Crashs zu vermeiden. Dabei hilft es, mit einem Wecker zu arbeiten und regelmäßig Pausen einzulegen, auch wenn man sich gerade stark fühlt, um einem Adrenalinschub und anschließendem Zusammenbruch vorzubeugen.

Adrenalin erzeugt ein Gefühl von Fake-Energie, wodurch man leicht seine Grenzen überschreitet und später einen schweren Crash erleidet. Daher ist es wichtig, auf eine ruhige Lebensweise zu achten, aufregende Situationen zu meiden und bei Behandlungen wie Betäubungen auf Adrenalin zu verzichten.

Nervensystemregulation umfasst Techniken zur Beruhigung des Nervensystems, wie Atemübungen oder Meditation. Sie ist nicht für alle geeignet, besonders nicht für schwer Betroffene oder in akuten Stresszuständen. Zuerst muss Stabilität erreicht werden, bevor solche Übungen hilfreich sein können.

Skills sind gezielte Reize über die Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Tasten), die helfen, aus einem hohen Erregungszustand herauszukommen. Dazu gehören zum Beispiel das Betrachten beruhigender Bilder, das Hören von Naturgeräuschen oder das Ausführen von ABC-Listen, um das Gehirn von Grübeleien abzulenken.

Ressourcen sind Kraftquellen, die täglich stabilisieren, wie Hobbys, soziale Kontakte oder Fähigkeiten. Es hilft, eine Liste zu erstellen, was man trotz Einschränkungen noch tun kann (z.B. im Liegen), und diese bewusst in den Alltag einzubauen. Auch das Erinnern an schöne Erlebnisse oder Dankbarkeitsübungen können Ressourcen sein.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.