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1.21 Die Wikinger - Das Handelsnetzwerk der Wikinger

20m 14s

1.21 Die Wikinger - Das Handelsnetzwerk der Wikinger

Die Podcast-Folge beleuchtet das Handelsnetzwerk der Wikinger, das eine zentrale Rolle in ihrer Kultur spielte. Neben ihren berüchtigten Raubzügen etablierten die Wikinger Handelsrouten, die von Skandinavien über Flüsse wie Wolga und Dnepr bis nach Osteuropa und Asien reichten. Dort tauschten sie Waren wie Pelze, Bernstein, Sklaven, Waffen und exotische Güter wie Seide und Gewürze. Wichtige Handelszentren wie Birka in Schweden und Haithabu in Deutschland dienten als Knotenpunkte für den Austausch und waren oft befestigt, um Schätze zu schützen. Der Handel umfasste sowohl Importe (z. B. Wein, Stoffe, Edelsteine aus dem Byzantinischen Reich) als auch Exporte (z. B. Walrosszähne, Honig, Wolle). Silber, hauptsächlich aus islamischen und fränkischen Quellen, wurde als Zahlungsmittel verwendet, aber auch Tauschhandel war üblich, wobei Preise in Kühen oder Sklaven festgelegt wurden. Die Wikinger nutzten ihre fortschrittliche Schifffahrt und Navigationsfähigkeiten, um entlegene Gebiete zu erreichen. Die Handelsaktivitäten trugen zur wirtschaftlichen Entwicklung Skandinaviens bei und förderten kulturellen Austausch. Städte wie Birka und Haithabu verloren später an Bedeutung, etwa durch Überfälle oder Verlagerung des Handels, hinterließen jedoch bedeutende archäologische Funde, die die Vielfalt des Wikingerhandels belegen.

Transcription

2068 Words, 14179 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu Reisedusmittelalter, der Wikinger, Folge 21, das Handelsnetwerk der Wikinger. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge "Reisedusmittelalter". Mein Name ist Paul und ich darf euch heute abermals in die Welt der Wikinger entführen. Der Handel und die dazugehörigen Handelsnetzwerke spielten eine entscheidende Rolle im Leben der Wikinger. Einerseits waren die nordischen Seefahrer bekannt für ihre weitreichenden Expeditionen und Raubzüge. Aber ebenso für ihre Fähigkeit Handelsrouten zu etablieren und zu nutzen, um Warn und Ressourcen aus der ganzen Welt zu erwärben und zu verteilen. In dieser Folge werden wir die verschiedenen Aspekte des Handels der Wikinger untersuchen von den Routen, die sie bereisten, bis zu den Warn, die sie austauschten hören und den Städten, die als Zentren des Handels dienten, einen Besuch abstatten. Gleich vorneweg, diese Folge wird wahrscheinlich etwas kürzer ausfallen, da ich bestimmte Aspekte gerne extra behandeln würde. Natürlich musste ich auch noch krank werden, was meine Stimme bei dieser Aufnahme durchaus noch negativ beeinflussen wird. Ich bitte also auch hier um euer Verständnis. Ansonsten vergesst nicht den Podcast positiv zu bewerten, inzuteilen und euren Kindern als gute Nachtgeschichte vorzuspielen. Ich muss hier doch auch einen Bildungsauftrag erfüllen und so kommt mit mir auf eine handelnde Reise durchs Mittelalter. Noch vor den großen Überfällen in Europa bezogen die Wikinger einige ihrer Warn aus dem Osten. Dies hörte aber nach dem Überfall auf Lindeß fahren nicht auf. Neben den Raubzügen waren die wichtige Handelsmissionen in Osteuropa und Teilen Asiens, die viele exotische Schätze nach Europa brachten. Die Wikinger segelten Flüsse wie der Volga und der Niebre entlang und erreichten so Gebiete, die heute Teil von Russland, Belarus und der Ukraine sind und statteten so auch den Kier Verruß einen Besuch ab. Diese Handler nennt man heute Warräger oder Alt-Islandisch-Werdin-Ger. Die Reisen waren riskant und oft von Konfrontationen mit lokalen Stemmen begleitet, aber die potentiellen Belohnungen waren so hoch, dass das Risiko wert war. Die Wikinger brachten aus diesen Reisen eine Vielzahl von Warn mit. Darunter Pelze, Bernstein, Sklaven, Waffen, Edel, Metall und sogar exotische Güter wie Seide und Gewürze. Auch der Handel mit dem bützern tinnischen Reich florente, so bezug man unter anderem auch Wein, Stoffe und Edelsteine aus dieser Region. Denn Wikinger wurde also recht schnell klar, dass der Handel mit entlegenen Reichen durchaus Vorteile bringen kann. Aus dem reinen Interesse und fremden Produkten wurde also ein großes Import- und Export-Geschäft, welches wir heute eigentlich weltweit finden. Gewisse Produkte, die ins kandinavischen Ländern angebaut, gefunden oder erjagt werden konnten, wurden in die Weite welt gebracht. Und die, die aufgrund der geografischen Gegebenheiten nicht vorkam, wurden importiert. Dabei sind gerade tierische Produkte wie Valros-Zene, also Elfenbein, Pelze und viele weitere Warn als Exportschlager zu erwähnen. Aber auch Honig wolle Federn, Wahlknochen und eine Vielzahl an Gewayprodukten, gehörten dazu, wie uns die Forschung zeigt. Eine wichtige Facette des Handels der Wikinger war ihre Fähigkeit Handelsstützpunkte und Siedlungen zu etablieren, die als Knotenpunkte für den Austausch von Warn dienten. Diese Städte entstanden entlang der Handelsrouten in ganz Europa, von Irland und England bis nach Russland. Heiterbohnen Dene-Mark bzw. heute in Deutschland, Birker in Schweden und Kaupang in Norwegen waren nur einige Beispiele für solche Städte, die eine bedeutende Rolle im Handel der Wikinger spielten. Diese Städte waren nicht nur Handelszentren, sondern auch Orte des kulturellen Austausch und der politischen Interaktion. Zusätzlich wurden natürlich Handwerker von diesen Orten ganz besonders angezogen, da diese Städte ihnen ermöglichen ihre Warn direkt an Händler aus aller Welt zu verkaufen. Dabei gab es zwar auch Bauern, diese spielten in diesen Handelszentren aber eine eher intergeordnete Rolle, da ihr Platz weiter draußen auf den Feldern war. Im Gegensatz zu kleineren Siedlungen wurden diese Städte viel stärker befestigt, da die vorhandenen Warn und Schätze durchaus räuber anlocken konnten. Der jeweilige Rigent war dafür zuständig für die Sicherheit der Händler zu sorgen, denn ohne Sicherheit keine Händler und ohne Händler keine Steuern. Für die heutige Forschung sind gerade diese Orte aus vielerlei Hinsicht besonders wichtig. Einerseits lebten dort einige Menschen und wurden daher auch in den Näheren Umgebungen begraben. Andererseits waren es zentrale Orte des Handwerks, was sich in den Funden widerspiegelte. Dieses auch der Grund, warum viele Darsteller des kandienavischen Frühmittelalters von einer Birka oder auch Heiterbu-Darstellung sprechen. Birka war dabei eine der frühesten und bedeutendsten Wicklingasiedlungen in Schweden. Sie lag auf einer kleinen Insel im Maleransee, etwa 30 km westlich von Stockholm. Birka wurde wahrscheinlich im späten achten Jahrhundert gegründet und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Handelszentrum, welches den Handelswischenskandinar werden und dem Rest Europas erleichterte. Acheologische Ausgrabungen haben eine Vielzahl von Gegenständen ans Licht gebracht, darunter import waren aus dem büzantienischen Reich, aus dem Nahen Osten und aus Zentralasien. Diese Funde belegen die Vielfalt und den Umfang des Handels, der in Birka betrieben wurde. In Birka selbst wurden auch einige Warn, wie Schmuck, Waffen und Keramik produziert. Die Lage von Birka war strategisch günstig, da sie an einer Kreuzung wichtiger Handelsrouten lag. Die Wickener hatten auch Zugang zu den Binnenwasserstraßen Schwedens, die es ihnen ermöglichen, Handelsbeziehungen zu den umliegenden Regionen aufzubauen. Gleichzeitig war Birka auch über das Meer mit anderen Teilen Europas verbunden. Was ist zu einem idealen Ort für den Handel mit Warn, wie Pelzen, Eisen, Bernstein, Sklaven und Luxusgüttern machte? Der Untergang Birka's wirft heute noch Rätsel auf, denn es gibt keine Hinweise auf größere Überfälle oder Vertreibungen. Es scheint fast zu, dass die Menschen gegen Ende des 10. Jahrhunderts die Stadt verließen, um die Siedlung Siktuna um 970 zu gründen. Die isländischen Sagers und die Chronik von Adam von Bremen nennen Erich Seger-Saal als Gründer vom Siktuna. Je nach Sager könnte er König von Dene Mark und Schweden gewesen sein. Und Siktuna gilt heute als älteste Stadt Schwedens mit etwa 9.000 Einwohnern und liegt in Obland. Die Wichtigkeit dieser Handelszentren merkte man auch am Untergang vom Rähric. Dieses wurde um 808 von König Gutflets zerstört, aber nicht aus reiner Bößwilligkeit, denn er wollte die Händler und Handwerker dazu bringen, in seiner Heimat Heiterbu ihren Geschäften nachzugehen. Heiterbu oder auch besser bekannt als Hedewall war eine weitere bedeutende Wikimhassiedlung, die in der Nähe des heutigen Schleswig in Deutschland lag. Heiter-Buh wurde im Jahr 808 eben von König Gutfried von Dänemark gegründet und warst strategisch künstig an der südlichen Ausfahrt des Danewerks. Also der Verteidigungsanlage, die den südlichen Grenzschutz des denischen Reichsbildete gelegen, die von Harald Blauzahn ausgewaltet wurde. Die Siedlung erstreckte sich über eine große Fläche und die Bedeutung von Heiter-Buh als Handelszentrum, zeigt sich auch in seiner urbanen Struktur. Die Siedlung war von einer massiven Ringmauer umgeben und verfügte über eine gut ausgebaute Hafenanlage. Lagerhäuser und Wohnhäuser, Werkstätten und Handelsplätze. Der Hafen von Heiter-Buh war bekannt für seine Vielfalt an importierten Waren. Die Lage in des ermöglichter es den Wikingern Handelsrouten über das Meer und Überland zu kontrollieren. Durch die Schleih hatten die Wikinger Zugang zu den Gewässern der Ostsee, was es ihnen ermöglichte Handelsbeziehungen zu anderen Regionen Europas, wie dem Baltikum und generell Skandinavien aufzubauen. Gleichzeitig diente Heiter-Buh als Ausgangspunkt für Handelsreisen nach Osten, insbesondere eben den Ostseeraum um das lavische Gebiet. Heiter-Buh wurde so zu einem Magnet für den Handel aller baldischen Staaten. Beim Untergang Heiter-Buhs verhält es sich etwas anders als bei dem Birkars, da hier die Ursache an den Überfällen der noch Mannen festzumachen ist. Mit spätestens 1966 wurde Heiter-Buh schließlich vollständig zerstört, was die Handelsaktivitäten nach Schleswig umleitete. Die Überfälle markierten also das Ende der fast 300 Jahre langen Geschichte von Heiter-Buh. Die Ausgrabungen strecken sich seit vielen Jahrzehnten und gehören zu den wichtigsten der Wikinger-Forschung. Seit 2018 zählt Heiter-Buh auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Etwas weiter nördlich von Heiter-Buh liegt Riebe, im südwestlichen Jütland, in Dänemark. Das Handelszentrum war kleiner als das in Heiter-Buh. Zu Anfang war auch Riebe, wie einige oder fast alle anderen Handelszentren, ein Ort, der nur im Sommer bewohnt war, da die Händler im Winter ausblieben. Erst später entwickelte sich hier eine Städtekultur. Die Handelsfahrten nach und von Island spielten sich zumeist auch noch im Sommer ab. So überwinterten die Händler um im darauffolgenden Sommer wieder in ihr jeweiliges Zuhause zurückzukehren. Die Kaufleute am Bord dieser Schiffe mussten den Besitzer des Hafengeländes eine Hafensteuer entrichten. Als Ausgleich dafür erhielten sie Zugang zur Wasser und Weideland, für die Pferde und die Möglichkeit, ihre Warn zu lagern. Das Schiffskabitien zahlte dem Grundbesitzer auch eine Anlegegebühr für das Schiff. Dabei wurde der Preis für die Warn von örtlichen Häublingen festgesetzt und außerdem sind uns manche Umrechnungen aus Island im 11. Jahrhundert bekannt. Demnach entsprechen 8 Unzunsilver in etwa einer Unze Gold. Dabei war in den nordischen Gebieten eine Unze etwa mit 27 Gramm gleichzusetzen. Das weiteren bekamen für 8 Unzunsilver 4 Milchkühe oder 24 Schafe. Oder in etwa 72 Meter Wattmal. Als Wattmal bezeichnete man dabei ein schweres Gewebe aus Schafwolle, also im Grunde Stoff. Der Preis für einen männlichen Sklaven lag in Island bei etwa 12 Unzunsilver. Also konnte man für 324 Gramm Silber einen männlichen Sklaven kaufen. Wenn man jetzt von einem derzeitig durchschnittlichen Silberpreis von 80 Cent das Gramm ausgeht, kommt man auf 259 Euro und zwei Cent für einen männlichen Sklaven. Diese Berechnung macht natürlich keinen Sinn, ist inflationär nicht bedrachtet und hat in diesem Podcast absolut nichts zu suchen. Trotzdem wollte ich es ausrechnen und damit weiter im Text. Silber wurde damals hauptsächlich als bezahlm Methode anhand seines Gewichts verwendet. Dieses wurde schon damals mit Wagen festgestellt, die die Händler zumeist beisichtdrogen. Wenn keine Münzen vorhanden waren, wurde auch auf Schmuck und andere Silberne Gegenstände zurückgegriffen. Diese wurden oft zerteilt, wenn nicht das gesamte Stück benötigt wurde. Die meisten gefundenen Silber Münzen kamen dabei aus islamischen und frenkischen Gebieten. Die frenkischen nicht zuletzt aufgrund von Zahlungen an die Wikinger um sie zum Rückszug zu bewegen. Außerdem wurde bei diesem Zahlungen an die Wikinger anscheinend teilweise der Silbergehalt verändert. Wenn damals durchschnittlich Silber eine Reinheit von 90% aufwies, wurde bei den Danegelzahlungen teilweise der Silbergehalt auf etwa 30% reduziert, um es sich noch irgendwie leisten zu können. Die meisten Geschäfte wurden über kurze Distanzen abgeschlossen. Ihr doch Druck der von den Wikingern für ihre Bedürfnisse, perfektynierte Schiffsbau, den wir schon in einer eigenen Folge behandelt haben, dazu bei sie durch Flache und enge Gewässer zu manifrieren und damit schnell entlegende Orte zu erreichen. Darüber hinaus waren die Wikingergeschickte Navigatoren und nutzten Sonne, Sterne, Windrichtungen, Vögel und oftmals schlicht ihr eigenes Gedächtnis oder durch Erzählungen weitergegegene Informationen zu Landzügen, um ihre Reisen zu planen und zu lenken. Die untersuchten Handelsrouten im Osten zeigten ebenso Geschäfte mit Handlern eben aus Arabien, Afrika und dem Fernen Osten auf. Weitere Handelsrouten führten wie erwähnt durch Russland und widerweiterer durch Mitteleuropa zur Oste. Während so Beginn der Wikingerzeit, das meiste Silva aus arabischen Ländern bezogen wurde, erschlossen sich ab Mitte des 10. Jahrhunderts neue Quellen, nämlich das Harzgebirge in Deutschland. Dort wurden von Mitte des 10. Jahrhunderts bis zum Ende des 20. Jahrhunderts etwa 7.000 Tonnen Silva abgebaut. Um aber bei den vorher erwähnten Umrechnungsarten zu bleiben, neben Silva wurde natürlich auch hauptsächlich ein Tauschhandel betrieben. So war ein Steigbügel, beispielsweise ein Schwert oder 125 Gramm Silva Wert. Weitere Aufzeichnungen sprechen von drei Kühen, die ein Pferd und ein Pferd, was etwa zwei männliches Klaren wert war. Aufgrund der schweren Arbeit auf den Feldern war ein weibliches Grafe nur eine Kuh und einen Ochsenwert. Um ein weiteres spannendes Detail zu erwähnen, vier männliches Klaren hatten den Preis von etwa einem Kettenhemd. Durch die aufwendige Herstellung natürlich ein einziger Handwerker konnte bis zu einem Jahr an einem Kettenhemd arbeiten. Da ist es schon ganz angenehm, dass man so was für ein paar Hundert Euro heute kaufen kann und lasst euch dies ein Rad sein, macht jede Art von historischem Handwerk, es kann viel Spaß machen, aber lasst die Finger von Kettenhämpen. Es ist eine Qual. Die Warn, die von den Wickenern gehandelt wurden, spegeln also die Vielfalt der Orte weder, die sie besuchten. Neben den bereits erwähnten Pelzen, Bernstein, ums Klafen handelten die Wickener auch mit Rohstoffen wie Eisen und Sinn, die in ihren Heimatländern oft knapp waren. Sie importierten Luxusgüter wie Schmuck, Glaswarn und Keramik aus dem büzantinischen Reich und anderen Teilen der Welt. Gleichzeitig exportierten sie Produkte wie Wolle, Tierhäute und Fischprodukte, die ins Kandinavien reichlich vorhanden waren. Diese Handelsaktivitäten drogen zur wirtschaftlichen Entwicklung der gesamten Region und damit auch zum Aufstieg der Wickener bei. und das war eine Reise durchs Mittelalter. Eine angenehme Reise zurück in das 21. Jahrhundert.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Wikinger waren nicht nur Plünderer, sondern auch geschickte Händler, die weitreichende Handelsnetzwerke aufbauten.
  2. Handelsrouten führten über Flüsse wie Wolga und Dnepr nach Osteuropa und Asien, wo Waren wie Pelze, Bernstein, Sklaven und Seide gehandelt wurden.
  3. Wichtige Handelszentren waren Birka (Schweden), Haithabu (Deutschland) und Kaupang (Norwegen), die als Knotenpunkte für Austausch und Handwerk dienten.
  4. Der Handel basierte oft auf Tauschgeschäften, aber auch Silber (meist aus islamischen und fränkischen Gebieten) wurde als Zahlungsmittel genutzt.
  5. Die Wikinger exportierten tierische Produkte wie Walrosszähne, Pelze und Honig, während sie Luxusgüter wie Wein, Stoffe und Edelsteine importierten.
  6. Städte wie Birka und Haithabu wurden strategisch an Wasserwegen errichtet und waren durch Befestigungen geschützt.

Summary:

Die Podcast-Folge beleuchtet das Handelsnetzwerk der Wikinger, das eine zentrale Rolle in ihrer Kultur spielte. Neben ihren berüchtigten Raubzügen etablierten die Wikinger Handelsrouten, die von Skandinavien über Flüsse wie Wolga und Dnepr bis nach Osteuropa und Asien reichten. Dort tauschten sie Waren wie Pelze, Bernstein, Sklaven, Waffen und exotische Güter wie Seide und Gewürze.

Wichtige Handelszentren wie Birka in Schweden und Haithabu in Deutschland dienten als Knotenpunkte für den Austausch und waren oft befestigt, um Schätze zu schützen. Der Handel umfasste sowohl Importe (z. B.

Wein, Stoffe, Edelsteine aus dem Byzantinischen Reich) als auch Exporte (z. B. Walrosszähne, Honig, Wolle).

Silber, hauptsächlich aus islamischen und fränkischen Quellen, wurde als Zahlungsmittel verwendet, aber auch Tauschhandel war üblich, wobei Preise in Kühen oder Sklaven festgelegt wurden. Die Wikinger nutzten ihre fortschrittliche Schifffahrt und Navigationsfähigkeiten, um entlegene Gebiete zu erreichen. Die Handelsaktivitäten trugen zur wirtschaftlichen Entwicklung Skandinaviens bei und förderten kulturellen Austausch.

Städte wie Birka und Haithabu verloren später an Bedeutung, etwa durch Überfälle oder Verlagerung des Handels, hinterließen jedoch bedeutende archäologische Funde, die die Vielfalt des Wikingerhandels belegen.

FAQs

Der Handel war entscheidend für die Wikinger, da sie neben Raubzügen auch weitreichende Handelsnetzwerke etablierten, um Waren und Ressourcen aus der ganzen Welt zu erwerben und zu verteilen.

Aus dem Osten importierten die Wikinger unter anderem Pelze, Bernstein, Sklaven, Waffen, Edelmetalle sowie exotische Güter wie Seide und Gewürze.

Wichtige Handelsstädte waren unter anderem Haithabu (in Deutschland), Birka (in Schweden) und Kaupang (in Norwegen), die als Knotenpunkte für den Austausch von Waren dienten.

Silber wurde nach Gewicht bezahlt, oft mit Waagen. Fehlten Münzen, griff man auf Schmuck oder andere Silbergegenstände zurück, die bei Bedarf zerteilt wurden.

Birka war eine der frühesten und bedeutendsten Wikingersiedlungen in Schweden, strategisch günstig an einer Kreuzung von Handelsrouten gelegen, und ein Zentrum für den Handel mit Pelzen, Eisen, Bernstein und Luxusgütern.

Haithabu wurde durch Überfälle der Norweger zerstört, spätestens 1066, was die Handelsaktivitäten nach Schleswig verlagerte und das Ende der fast 300-jährigen Geschichte der Stadt markierte.

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