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#21 Das Schweinesystem – tödliches Tierfutter

17m 0s

#21 Das Schweinesystem – tödliches Tierfutter

Der Podcast „Kettenreaktion“ von Dirk und Sabine Steffens beleuchtet die verhängnisvolle Verbindung zwischen dem deutschen Schweinefleischkonsum und der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes. Deutschland mastet jährlich etwa 40 Millionen Schweine, die mit proteinreichem Futter gefüttert werden. Da hierzulande nicht genug Futtersoja angebaut wird, werden Millionen Tonnen aus Brasilien importiert, dem weltweit führenden Sojaexporteur. Für den expansiven Soja- und Maisanbau in Brasilien wird großflächig Regenwald illegal gerodet, oft durch Tricksereien um das offizielle Soja-Moratorium zu umgehen. Dies führt zu gewaltsamen Landkonflikten, bei denen indigene Gemeinschaften vertrieben und Aktivisten ermordet werden. Die Agrarindustrie bedient sich dabei korrupter Praktiken, wie gefälschter Landtitel. Die „Kettenreaktion“ endet nicht beim Soja: Brasilien verfüttert es auch an die eigene, riesige Fleischindustrie, deren Exporte ebenfalls in den globalen Handel gelangen. Als Lösungsansätze werden bewussterer Konsum, der Griff zu Bio-Fleisch mit heimischem Futter und eine Reduktion des Fleischkonsums genannt, da Verbraucher durch ihre Entscheidungen direkten Einfluss auf diese Kette nehmen können.

Transcription

2615 Words, 16417 Characters

German
Also jetzt mal, ich muss dir die Frage direkt sterben, da Menschen? Yes, yes, I know many people have been killed, you know, it's really dangerous to defend the forest. Weil wir billige Schweinefleisch wollen, werden im Amazonasgebiet Menschen umgebracht, die Kettenreaktion. Der größte Regenwald der Welt, der Amazonas. Lunge der Weltwetter genannt oder auch grüne Lunge, Schadztruhe der Artenvielfalt, grüne Hölle, was weiß ich nicht alles. Aber ich finde Tatort oder Kriegschaubplatz, das wären leider auch passende Namen. Nachdem, was wir da erlebt haben oder Sabine? Diese Stimmtleider war das eine krasse Expedition, so viel Schiss hat ihn noch nie, nirgends. Ja, das hätte auch echt schiefgehen können. Also Leute, dass im Amazonasregenwald viel abgeholzt wird, auch illegal, das wisst ihr natürlich schon längst. Aber das, wie soll ich sagen, ist nur der Wipfel des Baumes, die Geschichte geht viel tiefer, ist viel schlimmer. Unter der Oberfläche geht es echt um Leben und Tod. Und das ist die Kettenreaktion heute. Weil wir in Deutschland so viel Schweine halten, kämpfen in Brasilien, Farma, gegen Indigene. Landraub im Regenwald. Darum geht's. Weil in der Natur und in der Nahrungsmittelindustrie alles mit allem zusammenhängt. Und die Frau, die da spricht, das ist Sabine Steffens. Ich bin Dirk Steffens und zusammen, sind wir die Kettenreaktion. Schön, dass ihr unseren Geo-Wissenschaftspot-Cast wieder abhört. Freut uns wirklich sehr. Ja, schön, dass ihr da seid. Und keine Angst, Leute, dass ihr wird natürlich kein Fleischesser basching. Wir beide grillen auch gerne mal 'ne Wurst, so wie viele Menschen in Deutschland. Pro Jahr essen wir Deutschen durchschnittlich gut 50 kg Fleischprodukte. Und mehr als die Hälfte davon ist Schweinefleisch. Bei derzeit mehr als 80 Millionen Deutschen kommt da ein echt großer Fleischberg zusammen. Das sind viele, viele, viele Tiere. Genauer gesagt, Sus-Skrofa-Domestikus. Sie spricht da gerne, Latein. Auf allgemeinverständlich ist das das Haus Schwein. Pro Jahr werden hier zu Lande etwa 40 Millionen gemestet, also eine halbe Sau pro Mensch. Aber was total spooky ist, anders als Kühe, Schafe oder Hühner, bekommst du die Schweine nie zu sehen. 40 Millionen, unsichtbar. Oder Sabine, wann hast du das letzte Mal ein Schwein irgendwo rumlaufen sehen? In Deutschland also fast nie. - Genau. Weil die Allermeisten in halb dunklen Stellen mit Power-Futter hochgefettert und dann direkt in den Schlachthof gekart werden. Wir kriegen davon so gut wie nichts mit. Das Schweinesystem ist unsichtbar. Und plötzlich liegt dann die Fleischteke voller Kotletze und Schweinebraten. Als würden diese ganzen Würste einfach so vom Himmel regnen. Also lass uns mal ein bisschen Licht ins dunkle Schweinesystem bringen. Und fangen wir mal an mit den Tieren um die Stärke. Die Allermeisten davon, sogar fast alle dieser industriellen Mass-Schweine, lassen sogenannte Hübriet-Tiere, was ein Hübriet-Schwein von einer klassischen Sau unterscheidet. Das kannst du mal erklären, Sabine, du beschließlich hier die Biologin. Ja, ein Hübriet-Schwein ist sozusagen das hochgezüchtete Normschweine der Mastindustrie. Und für 90 Prozent unserer Schweine sind solche Hübriden. Am Anfang steht die Inzuchtlinie. Da werden so lange Brüder mit Schwestern verpart, bis eine genetisch homogene Population entsteht. Also stand da, die sierte Tiere, eine Sau, gleich der anderen, wie ein, einem anderen. Und das ist praktisch für die Fließbandproduktion. - Genau. Und das ist ja erst der Anfang. Bei der Inzucht müssen durch das sogenannte Purging, das ist das Strenge aussortieren, schwächerer Tiere, die Inzucht folgen wieder ausgemärzt werden. Nach ungefähr 20 Generationen ist sie 20 Generationen. Ist die neue Linie dann zu mehr als 99 Prozent Homo-Züger, das heißt rein, erbisch und halbwegs stabil gesund. Und die haben dann die gewünschten Merkmale. Ja, und diese Merkmale sind schnell fett werden vor allem. Genau, und wenig krank werden, möglichst. Ja, und dann werden im Schritt Nummer 2 ein Eber und eine Sau aus zwei verschiedenen Inzuchtlinien gepad. Dabei kommt dann eine hybrit Sau raus. Und die wir dann von einem Eber einer dritten Rasse besamt, Schritt Nummer 3. Und Schritt 4 sind dann die neuen hybritferkel, die in die Mast kommen. Ja, und auch in unsere Wurst. Ja, wir essen also diese hybritferkel. Und solche Schweine sind wirklich ungewöhnlich, die können bis zu 800 Gramm pro Tag zunehmend totales Turbowachstum. Und das funktioniert nur, weil die Bauern Eiweiß vor die Säue schmeißen und zwar volle Ladung. Oft in Form von so ja Extractionsschrot. So, und jetzt kommen wir langsam aber sicher wieder zurück nach Brasilien. Aber erst mal die Kettenreaktion bis hierher. Deutschland messet pro Jahr 40 Millionen Schweine. Angefettet werden sie mit schnellen Mastfutter. Da muss extra viel Eiweiß drin sein. Auf deutschen Eckern wächst nicht genug Schweinefutter. Deshalb muss Soja importiert werden. Und zwar Bektime pro Jahr mehrere Millionen Tonnen und das vor allem aus Brasilien. Brasilien ist der führende Expertör von Soja weltweit. Damit dort so viel Soja wachsen kann, wird immer noch Regenwald abgeholtzt. Und wir sind deshalb genau dahin gefahren, wo das die Lämmer am größten ist. In den Bundesstaat Parra, mitten im Amazonasgebiet. Ich liebe eher den Regenwald. Ich hab da jahrelang geforscht. Das ganze mal laut sagen, Sabin und der Regenwald Bickler. Das ist so schön. Aber in dem Gebiet, in dem wir unterwegs waren, da steht gar keiner mehr. Überall, Felder, endlose Felder, kein Atemreich, um keine Urwalträsen, keine euch Ideen auf dem Schlangen-Schmetterlinge, dafür Agrarwüste. Atemarm, hässlich und traurig. Karlschlag im Amazonasgebiet, Platz für neue Felder. Auf den bauen Farmers Soja und Maisan, nachdem sie die Menschen vertrieben haben, die schon seit gefühlt immer in diesem Wald zu Hause waren. Warum sowas trotz all der tollen Regenwaldschutzgesetze, von denen uns die Politik immer erzählt, passieren kann? Das wollten wir vor Ort rausfinden. Reihen ins Konfliktgebiet, und das ist gefährlich. Deshalb haben wir das zusammen mit dem Kriminologen, Tim Böckut von Sohlingen gemacht. Der kennt sich da nämlich sehr, sehr gut aus. So, wir haben einen Left hier, und wir gehen zur Konfliktzone. Konfliktzone? Also was heißt der Konfliktzone? So, es ist wirklich, hier ist das Konflikt zwischen der Legionner Community und der Soj Farmers. Und wie wird dieser Konflikt ausgetragen? So, der biggest kill is our military police. Hast du gerade gesagt, dass einige schlimmsten Mörder bei der Polizei arbeiten? Ja, ja. Ich wollte das gar nicht glauben, was Tim uns da erzählt hat, dass die Polizei infolviert ist in dem Konflikt. Aber kurz drauf, stoppt uns genau die Militärpolizei. Wir haben alle total gehofft, dass sie unsere Kameras im Kofferhauhen nicht hören. Weiß noch? Ich hab von hinten mit dem Handy rausgeführt. Das war Wahnsinn. Kannst ehrlich, als wir da standen, so zwischen den ganzen Bewaffneten hat mir echt ne Scheißangst. Ja, das war krass. Zum Glück mussten wir dann am Ende nur 200 Euro Schmiedelzahlen und durften weiter keiner den Kofferhauhen geguckt. Und wir sind dann los, mitten rein ins Reich, der Soja Mafia. Mal ein paar Zahlen. In den letzten 40 Jahren ist eine Regenwaldfläche verschwunden, die ist zweien halt mal so groß wie Deutschland. Und in den vergangenen 20 Jahren verzehnfachte sich im Amazonesgebiet die Soja-Anbaufläche. Wahnsinnst zahlen? - Verrückt, oder? Dabei soll ja eigentlich kein Regenwald für Soja mehr fallen. Denn schon 2006 einigten sich Industrie- und Politik auf der sogenannte Soja-Moratorium. Da steht drin, kein Regenwald mehr für Soja-Anbau zu stören. Ja, das Moratorium kann es aber mal in den Hexlatreten. Der hat sich ja keiner dran gehalten. Weil die auch kaum kontrolliert wird. Dafür wird viel getrickst. Manchmal rodend zum Beispiel, um am Beispiel zu bringen, wie dieses Tricks hier rein funktionieren. Es gibt viele Arten, aber mal eine. Manchmal rodend die Farma den Jungeln nur so unten rum und lassen ein paar große Bäume mit weit ausladen Entwipfeln stehen. Dann sieht es auf Satellitenbildern so aus, als sei dann noch Wald. Und dann weiden unter den Entwipfeln dann erst mal Rinder ein paar Jahre lang, bis das Land dann offiziell als landwirtschaftlich genutzt gilt. Und erst dann kommt der Soja-Anbau. Rein technisch ist dann für Soja kein Regenwald gefällt worden, real aber eben doch. Besonders etzen ist das für die, die schon immer da lebten, die in die gehen. Die verlieren alles. Nahrungsgrundlage, Heimatkultur, einfach alles. Und dieser Konflikt ist wirklich verzweckt? Das sagen die Indigenen des Land gehört uns. Nur das Problem ist, das behaupten die Soja-Farma auch. Die holen sich Landtätel von den Behörden. Und die Indigenen sind da halt nicht so gewieft, weil sie nach ein paar tausend Jahren im Wald einfach nicht so die Behördentypen sind. Es wäre ja auch komisch, ich meine, kommst aus dem Wald und ein bisschen Antragsfachmannen. Stell dir mal vor, du kommst ja auch gar nicht auf die Idee, die einen Titel zu holen für Land, was die schon seit Menschen gedenken, die und deiner Sippe gehört. Und die Haltung, das macht sie so Opfer. Ja, genau. Und Tim erzählt uns noch was total hashträubendes. Wir sind jetzt in Parastate. Parastate ist die Leading de Four Stationstate für etwa 10 Jahren. Das ist bei most of the Four Stationstaking Place. Und in Parastate, in Paper ist 3x mehr Land registriert, dann da ist in Reality. Das ist wirklich verrückt. Die Behörden haben 3x mehr Land verteilt, als es überhaupt gibt. Und das im riesigen Startparer, einem Start, der so groß ist wie ganze Gippen. Total korob. Stell dir das mal vor, Leute, ihr habt irgendwo ein kleines Häuschen oder einen Garten. Und dann kommt jemand und sagt, es gehört mich an. Dann kommt noch einer, sagt, auch gehört mir an alle Herrn Papiere. In diesem Kampf, um Land, verlieren Menschen ihr Leben. Mehr als 1.000 sind im Amazonas Gebiet seit 1980 bei Landstreitigkeiten umgebracht worden. Und die meisten davon waren in die Gene. Also jetzt mal, ich muss dir die Frage direkter. Sterben da Menschen? Yes. Die brauchen wie ein Kälte, wie ein Kreatant, yes. Also es werden Menschen umgebracht, wegen dieses Landstreits, damit man mehr so anbauen kann, dass billig auf dem Weg mal kommt und in unsere Bratwürste. Sterben hier Menschen? Yes. Many people have been killed. It's really dangerous to defend the forest, but they risk their lives, because they want to protect the next generations. And they know that they're dependent on the forest. If the forest is gone, they cannot live. Das muss man sich mal vorstellen, dass Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen müssen, um den Regenwald zu schützen. So wie zum Beispiel Häupling, da da burari. Der ist eine Leitfigur des Indigenen Widerstands. Der hat sogar mal den Papst zu drehen gerührt, der Papst hat ihn eingeladen und dann hat da ihm die Geschichte seines Volkes erzählt. Wir haben ihn dann später auf einem Boot irgendwo im Flussgewehr des Amazonas getroffen. Geheim, sehr geheim, weil er auf der schwarzen Liste der Sohja Mafia ganz oben steht und sich in der Stadt nicht blicken lassen darf. "Kada pedaço de porco" "Kada pedaço de porco" "Kada pedaço de porco" "Kada pedaço de porco" "Kada pedaço de porco" Hopplinger da sagt, dass jede Stück Schweinefleisch zur Zerstörung der Umweltbeiträge vor allem hier im Amazonasgebiet. Als wir entrafen, da waren dann auch seine Bodyguards dabei und die Brauchter, denn der Sohja Maf, der hat ihn schon mal ganz übel gefoltert. "Ih alieh les acabar um mich, ja abbringend, abbringend, du kach, ich hab mich posteendo, ahem, an der Kabeße, in den zwei Sachen. Ich leige immer mal an, ich bin der erste, ich bin gerade drei, drei, drei, drei, drei, drei. Ich leige immer mal an, ich hab mich in Japan, ich hab mich in den Paten, ich hab mich in den Schultz. Da erzählt uns, wie er entführt wurde, ein Baum gefesselt wurde, acht Stunden lang haben sie ihn geschlagen und ausgepeitscht. Und die Kettenreaktionen geht so weiter. Die Sohja-Farmar wollen mehrlad. Dafür bestechen sie bei Amte, besorgen sich gefähigte Eigentumsurkunden, damit vertreiben sie die Indigenen und wenden dabei oft Gewalt an. So kommen sie an mehr Land, mehr Profit, mehr Macht und so weiter." Es gibt hier noch viele zusätzliche Glieder der Kettenreaktionen. Durch die Abholzung gibt es nämlich auch weniger Regen, weniger Kühlung, es wird wärmer und trockner, der Grundwasserspiegel sind, das heißt, sind Klimawandel an und von der Atemvier verwollt wir hier gar nicht reden. Das alles im Detail zu besprechen, springt aber nur den Rahmen dieser Podcastfolge. Hier geht's erstmal weiter mit dem Landraubkrimi. Ja, viele reden ja immer nur über das Sohja-Problem. Aber wir haben auf unserer Reise durch das Amazonesgebiet erstaun festgestellt, als wir da waren. Fuchssel überhaupt kein Sohja, sondern überall Mais. Der wird nämlich auch genau da angebaut, wo früher Regenwald war. Der oftwext Mais abwechst und mit Sohja auf den selben Feldern. Mais wird exportiert oder direkt in Brasilien verfüttert. Da ist inzwischen eine mega Fleischindustrie entstanden. Brasilien ist weltweit der größte Export höher von Rind und Geflügel. Die Kettenreaktionen geht weiter. Der Export von Sohja aus Regenwaldgebieten wird international beobachtet. Also verfüttern die Brasiliana es an ihre eigenen Tiere dieses Futter. Dadurch ist Brasilien zu einem riesigen Fleisch Export höher geworden. Das Fleisch wird nicht von Waldschutzgesetz in Europa fast. So lässt sich mit illegal gerudeten Flächen weiter Geld verdienen. Auch auf dem deutschen Markt. Ja, zum Beispiel in Form von Chicken Nuggets bei Discounter Supermärkten oder bei Fastfoodketten. Interessant ist dabei, dass über das Thema Mais gar nicht so oft berichtet. Ja, sehr seltsame Geschichte. Das wird irgendwann strippen gezogen. Seit Ende Juni 23 gibt es ja die EU-Waldschutzverordnung. Die soll auch die Abholzung von Regenwald in Südamerika verhindern. Und verbietet deshalb die Einfuhr von Sohja, Kakao, Kaffee, Holz und Palmöl, wenn dafür vorher Regenwaldplatt gemacht wurde. Mais stand, glaube ich, zumindest auch mal im Entwurf am Anfang. Aber dann im Beschluss plötzlich nicht mehr. Das ist doch sehr, sehr seltsam. Tick kriegt das mit dem Regenwaldschutz irgendwie nicht auf die Kette. Immerhin hat Tim uns neu diker zählt. In Brasilien hat sich seitdem einiges zum besseren geändert. Die neue Regierung setzt wohl Umweltgesetze und Menschenrechte besser durch als die letzte. Und sind zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer. Außerdem können wir die Sache mal selbst in den Grillhandschu nehmen. Wir zu Hause grillen ja gern, wie gesagt. Aber Sabine und ich immer am liebsten Biobratwürste, weil da eben garantiert kein Sohja aus Brasilien drinsteckt. Das ist eben bei guten Bio-Siegeln so. Genau, da muss das Futter aus Deutschland kommen. Und, na ja, ein bisschen weniger Fleisch essen würde auch ein bisschen helfen. Aber egal, Leute, ob Numbio oder ein bisschen weniger, beides hilft. Das ist eine gute Nachricht. Denn wir können selbst etwas ändern. Wir müssen nicht auf andere warten. Ich jedenfalls habe dem Häubling in Brasilien versprochen. Bei uns nur noch Bio. Und die Menschen, die wir dort getroffen haben, macht uns auch Mut. Das war noch mal schiefter da und er sagt, ich bin die Stimme des Waldes. Und ich werde für ihn kämpfen bis zu meiner letzten Stunde. Das war echten beeindruckender Mann. Und hat schon so viel erreicht für sein Volk und sein Land. Und das trotz all der Gefahren. Ein Grund für Optimismus, dass es solche Menschen gibt. Oh ja. Das war wieder die Kettenreaktion für heute. Wenn ihr die Geschichte nicht nur hören, sondern auch sehen wollt, die gibt's in der großen GeoStory. Warum wird die Welt gesund essen auf RTL+? Viel Spaß auf den nächsten Grillparty. Und danke fürs Zuhören. Genau, tausend Dank, ihr seid die besten. Sabine und ich gehen jetzt in die Winterpause und hören uns wieder am 12. Februar. Lasst es euch gut gehen bis dahin. Happy New Year. Und vielen Dank an unser Team. Audioproduktion und Sounddesign Stefan Strüber. Skript, Theresa Stoll. Produktionsleitung, Geroll Teufelstorfer. Redaktion, Warnwehr, Sabine und der Gsteffens. Dieser Geowissenschaftsportcast ist eine Produktion der UFA Show and Factual unter dem Label UFA Documentary. Im Auftrag von RTL+ UFA Documentary im Auftrag von RTL+

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die deutsche Massentierhaltung von Schweinen ist abhängig von Sojaimporten aus Brasilien, wo für den Anbau Regenwald illegal gerodet wird.
  2. Im Amazonasgebiet führt Landraub durch die Agrarindustrie zu gewaltsamen Konflikten, Vertreibungen indigener Gemeinschaften und Morden.
  3. Die komplexe Lieferkette („Kettenreaktion“) verbindet den deutschen Fleischkonsum mit Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen in Brasilien.

Summary:

Der Podcast „Kettenreaktion“ von Dirk und Sabine Steffens beleuchtet die verhängnisvolle Verbindung zwischen dem deutschen Schweinefleischkonsum und der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes. Deutschland mastet jährlich etwa 40 Millionen Schweine, die mit proteinreichem Futter gefüttert werden. Da hierzulande nicht genug Futtersoja angebaut wird, werden Millionen Tonnen aus Brasilien importiert, dem weltweit führenden Sojaexporteur.

Für den expansiven Soja- und Maisanbau in Brasilien wird großflächig Regenwald illegal gerodet, oft durch Tricksereien um das offizielle Soja-Moratorium zu umgehen. Dies führt zu gewaltsamen Landkonflikten, bei denen indigene Gemeinschaften vertrieben und Aktivisten ermordet werden. Die Agrarindustrie bedient sich dabei korrupter Praktiken, wie gefälschter Landtitel.

Die „Kettenreaktion“ endet nicht beim Soja: Brasilien verfüttert es auch an die eigene, riesige Fleischindustrie, deren Exporte ebenfalls in den globalen Handel gelangen. Als Lösungsansätze werden bewussterer Konsum, der Griff zu Bio-Fleisch mit heimischem Futter und eine Reduktion des Fleischkonsums genannt, da Verbraucher durch ihre Entscheidungen direkten Einfluss auf diese Kette nehmen können.

FAQs

Menschen werden wegen Landkonflikten umgebracht, da Sojafarmer und andere Akteure gewaltsam Land aneignen, um mehr Soja für den Export anzubauen, unter anderem für die Schweinemast in Europa.

Deutsche Schweine werden mit proteinreichem Mastfutter gefüttert, für das Soja aus Brasilien importiert wird. Für den Sojaanbau wird Regenwald illegal gerodet, was zu Landraub und Gewalt führt.

Ein Hybridschwein ist ein hochgezüchtetes Normschwein der Mastindustrie, das durch Inzuchtlinien schnell an Gewicht zunimmt. Es wird wegen seines schnellen Wachstums und geringeren Krankheitsrisikos eingesetzt.

Das Soja-Moratorium verbietet seit 2006 die Rodung von Regenwald für Soja, wird aber kaum kontrolliert. Farmer umgehen es durch Tricks wie das Teilrodungen und spätere Umwidmung zu Weideland.

Die Abholzung führt zu weniger Regen, höheren Temperaturen, sinkenden Grundwasserspiegeln und verstärkt den Klimawandel, was die Lebensgrundlagen vor Ort und global bedroht.

Verbraucher können weniger Fleisch essen und auf Bio-Produkte mit deutschen Futtermitteln umsteigen, da diese garantiert kein Soja aus Regenwaldgebieten enthalten.

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