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#2 Die Behandlung von Vögeln und Reptilien

from Die Tierklinik – Der Podcast für Veterinärmedizin

23m 5s

#2 Die Behandlung von Vögeln und Reptilien

Jens Straub, Abteilungsleiter für Vogel- und Reptilmedizin, berichtet über seine 20-jährige Tätigkeit an der Tierklinik Düsseldorf. Als häufigste Patienten kommen Ziervögel wie Papageien und Nümpfen, vor allem wegen Kopfentzündungen und Übergewicht. Übergewicht führt zu ernsthaften Folgeerkrankungen wie Gelenk- oder Herzproblemen. Ein besonderes Thema ist das „Legenot“, bei dem Vögel Eier bilden, aber nicht ablegen können, was zu schwerwiegenden Verhaltensstörungen führt. Bei Wildvögeln wird oft aufgrund von Verletzungen oder Unfällen aufgegriffen, wobei der wichtigste Rat lautet, die Tiere nicht zu fangen, sondern zu beobachten oder sicher abzusetzen. Bei Reptilien treten Viren, Parasiten und Fremdkörperprobleme auf, etwa wenn eine Schlange ein Handtuch wegen falscher Geruchssignale fressen könnte. Die Klinik ist Spezialist für exotische Tiere, wobei viele Fälle von anderen Tierärzten überwiesen werden. Ein entscheidender Vorteil ist der interdisziplinäre Austausch zwischen Fachbereichen, der dazu führt, dass komplexe Fälle besser behandelt und neuartige Krankheitsbilder identifiziert werden können. Dies unterstreicht die Bedeutung der Spezialisierung und des gemeinsamen Wissens für eine effektive und humanistische Tiermedizin.

Transcription

4179 Words, 25571 Characters

German
[Musik] Herzlich willkommen zu "Die Tierklinik, der Podcast für Veterinärmedizin". Bei uns ist wieder Max Kraus, Chef und Innerhaber der Tierklinik-Düsseldorf an der Münster Straße. Max, schön. Guten Tag. Hallo, ich freue mich auf das Gespräch. Ich mich auch. Heute ist unser zweiter Tag. Wir haben den Jens Straub mitgebracht. Und sein Abteilungsleiter für die Vögel und Reptilien. Feiert dies ja sein 20-jähriges Jubiläum bei uns auf der Münster Straße. Und ich freue mich, dass, ja, du und ich, uns heute mit ihm unterhalten. Ich habe mit Jens Straub vorher schon ein Gespräch gehabt, das machen wir immer so, um mich aufs Thema ein bisschen einzustimmen. Und ich fand sehr interessant, wie Du Jens erklärt das, für welche Vögel du eigentlich zuständig bist. Vielleicht kannst du das unseren Zuhörer und auch mal erläutern. Ja, das ist ein bisschen komplex, das ist geschichtlich zu verstehen, weil die Vogelmedizin, die Kleintier Vogelmedizin hat sich ja so ein bisschen aus der Geflügelmedizin entwickelt. Geflügelmedizin ist ja so das Wirtschaftsgeflügel und anders Geflügel in erster Linie Hühner und Putin. Und jetzt haben wir ja eher mit Zierfügeln zu tun. Also in erster Linie Papageien vielleicht C-Prafinken, Kanahienfügeln und Konsorten. Und dafür sind wir in erster Linie zuständig als nicht zu tun mit Hühnerfarben oder mit Trenn. Nein, wir haben mit der kommerziellen Geflügelhaltung gar nichts. Vielleicht nennst du mal ein paar Beispiele? Also regelmäßig in erster Linie vor allen Dingen gewählen sie dich, das ist wahrscheinlich der am häufigsten gehaltenen Zierfugel. Und der kommt auch über proportional häufig als Patient zu uns, dann nümpfen sie dich ja und dann eigentlich alles was so an. Ist ja mal ein größerer Menge am Papageiengehalt mit Kauppabageien, Amazonen, einige Arer, Skakadus. Das heißt, das ist so das, womit du dich täglich beschäftigst. Ja, das ist unsortäglich bei dir. Wenn ich jetzt ein Wellen setz dich habe, was kann der überhaupt an Krankheiten bekommen? Also sicherlich die häufigst diagnostizierte Krankheit ist die Kopfentzündung. Wobei ich diesen Austro-Kopfentzündung nicht mag, weil es impliziert, dass das ein Problem ist. Es ist ja nur noch im Schreibung, dass der Kopf oder die Kopfwand-Kopfschleime halt entzündet ist, aber das sagt nicht aus, was die Ursache ist. Und gute Medizin ist nicht, das Symptom zu behandeln, sondern die Ursache. Das ist das Problem. Deswegen mag ich diesen Begriff-Kopfentzündung nicht, weil das so impliziert ist, wäre immer das Gleiche. Es kann aber ganz viele verschiedene Ursachen haben und eigentlich das Ziel, die Ursache zu finden und die Ursache zu behandeln und nicht die Entzündung zu behandeln. Was jeder, was ein Kopf ist. Ich denke, ja, also im Volksmund wird ja häufig der Kopf beim Mensch. Das ist ja die Strom, also die krankhafte Vergrößung der Schildrüse. Vögel haben die meisten, zumindest haben von Natur aus den Kopf, das ist eine Erweiterung des Verdauungskanals. Die Speiseröre weitet sich zum Kopf, verengt sich dann wieder zur weiteren, also zu einer unziehenen Speiseröre und mündet dann in den Margen, der beim Vogel 2 geteilt ist. Jetzt mal abgesehen von den Ursachen. Was sind Typche Symptome? Symptomatisch fällt oft auf, dass die Tiere Futter auswürgen und meistens das begleitet ist von schlechten Allgemeinen befinden. Das heißt, die Fürgel sind aufgeblustert, teilnahmslos. Oft verweigern sie die Futteraufnahme, hören oft zu singen, sind nicht mehr aktiv, fliegen nicht mehr umher. Das ist das, was den Besitzern aufhält. Und der Halter, wer sieht das natürlich, weil er den Vogel kennt und merkt, er verhält sich anders als sonst. Was gibt es noch für Probleme, die bei Wählnsitzchen auftreten können? Regelnmäßig haben wir es mit Übergewicht zu tun, ganz großes Problem bei denen. Die haben das gleiche Luxusproblem, wie wir Menschen zu wenig Bewegungen. Fütze in die Positas, oder? Ja, die Positas. Also normaler Wählnsitzig, normal in Anfängstreichen liegt irgendwas um die 40 Gramm, wir hatten jetzt wieder welche mit über 80 Gramm da. Also das ist dann wirklich 200 kg, 250 kg Mensch. Also das ist dann schon nicht ein bisschen zu viel. Oder bei viele Besitzer auch, es ist schwervorkreiflich zu machen, ist das mit 50 oder 60 Gramm Vogel auch schon 25-50 % übergewicht hat. Es sind zwar nur 10 Gramm auf der Waage. Aber in der Relation ist es. Relativ ist es. Wie gesagt, 25-50 % und das ist natürlich beim Mensch dann wahrscheinlich schon Body Mars Index von über 30 oder so, wenn man das umrechnet. Und die Folgen sind auch wie bei Menschen. Ja, außer Diabetes, das ist noch so ein Ding, was in der Vogelmedizin noch keine große Rolle spielt, sage ich mal. Aber sonst die Folgeprobleme, Gelenkpoerkrankung, Herzkreislauferkrankung, Fettleber, wie bei Mensch genau das gleiche. Im VW-Sprich habe ich den Begriff "Legenot" von dir gehört. Den hat ich vorher noch nie gehört. Kannst du das mal erklären, was ist das? "Legenot" im klassischen Sinn bedeutet ja, dass ein weibliches Tier, egal ob Vogel oder Reptil Eier angebildet hat und die dann nicht abgelegt werden können, was dazu führt, dass das allgemein befinden von dem Tier hochgradig gestört wird. Es kann im schlimmsten Fall unbehandelt bis zum Tod der Tiere führen. Das verschiedene Formen, aber das ist "Legenot" ist also Eieranbildung und dann nicht Vermögen dieses wieder abzulegen. Und das merkt man wahrscheinlich auch der Vogel verhält sich anders, der wird apart. Also, es ist dann auch oft so, also die Symptome sind oft sehr ähnlich, wieder aufblustern teilnahmslos, nicht mehr singen, oft am Boden sitzen. Bein der "Legenot" oft breitbeinig, die Besitzer merken dann wirklich die Tiere sitzen breitbeinig und oft auch mit Pressen kombiniert. Die versuchen das Eier halt raus zu drücken und schaffen das nicht. Und wie hilfst du diesen Fügel? Das Ziel erstmals ist das Konservativ, sagen wir, sprich mit Medikamenten und anderen Maßnahmen, wie ganz einfach einbringen von Kleidgehl in die Glocke. Das ist besser rutschen kann, im wahrsten Sinne ist Wortes. Dann bekommen die in der Regel die energetischen Mangel, weil Vögel haben sehr sehr geringe Energiereserven. Das ist ein bisschen bizar. Die Vögel, die Zugvögel, die fliegen manchmal 10.000 km ohne große Pausen. Das ist wahnsinn, was die da energetisch leisten und unsere Ziervögel, die in Käfigen und Heimhaltung gehalten werden. Bei den ist die energieere sehr aber ganz schön aufgebraucht. Die brauchen also energetische Versorgung, die brauchen Kreislauf-Unterstützung in Form von Infusionen. Dann gibt es auch Medikamente, die wir den verbreichen können. In der Regel ist es auch so, dass hier noch ein Kalzermangel haben. Das wird ausgeglichen und oft ist es dann so, dass die Tiere auch in der Lage sind, dass dann auf natürlichem Weg nur abzulegen. Und wenn nicht? Dann wird es operiert. Komm jetzt zum Thema Wildvögel. Ich habe das von dir gehört. Du bist zuständig für diese Tiere. Jetzt kann man sich natürlich als Leier nur schwer vorstellen, wann kommst du mit denen in beruhung? Wie taucht ein Patient aus diesem Bereich bei dir auf? Ja, die Wildvögel entweder sind wirklich Privatpersonen, die die aufgefunden haben und zu uns bringen oder dass wir sie von der Feuerwehr gebracht bekommen. Was heißt so ein Vogel, der vor Unfalt ist? Gegen Bescheidung. Gegen Bescheidungflogen vom Auto angefahren. Oder oft auch einfach entkräftet. Das Problem in Anführungsstrichen bei den Tieren ist, dass die erst dann sich einfangen lassen, wenn sie so schwach sind, sind nicht mehr fliehen. Das sind ja alles Fluchttiere. Was dann natürlich für uns auch bedeutet, das sind immer Tiere, die schon im sehr, sehr schlechten Zustand sind. Solange die noch irgen können, flüchten die und sind nicht einzufangen. Es sind verletzt, dann können sie nicht mehr. Ja, oder sie sind halt quasi schon durch einen Scheibenanflug mehr oder weniger bewusst. Oder durch eine Fraktur unfähig zu flüchten. Ich habe vor wenigen Tagen beobachtet hier und auf dem Hof Leute versucht haben ein Vogel, ein offenbar ein Jungvogel, der auf dem Boden umhüpft, einzufangen. Weil sie dachten, der ist in Not oder so was. Und das ist ja natürlich nicht. In den 99 Prozent der Fälle ist das nicht. Da sind die so genannten Estlinge, der war zunächst ein Nestling, weil er im Nest gehockt hat. Meisten von den Vögeln von den Wert sprechen sie nach Nesthocker, keine Nestflüchter. Die leben erst im Nest und irgendwann ist der Jungvogel der Wilder raus. Das ist für den Spannendste von der Welt, wie die nicht, die einfach raus in die Welt wollen. Und dann springt er wirklich aktiv aus dem Nest. Und es ist völlig normal, dass er noch nicht fliegen kann oder noch nicht perfekt fliegen kann. Und von den älteren Tieren dann außerhalb vom Nest weiter versorgt wird. Also der Appell an Leute, die so ein Vogel sehen, lasse ihn einfach sitzen. Ja, ja ein, also wenn das jetzt hier im Innenhof sicherlich wäre, das die richtige Strategie. Das ist eine viel befahrene Straße oder so. Man darf die Tiere anfassen, es ist überhaupt kein Problem. Bei Haavild, also bei Rehen, beispielsweise kann hienchen Hasen. Es ist ja, darf man überhaupt nicht berühren, weil die älteren Tiere sind nicht mehr annehmen. Man Vogel überhaupt kein Problem. Und man darf die Tiere aufnehmen und man kann die, man sagt, ungefähr bis im Umkreis von 100 Metern wieder absetzen. Das heißt, die älteren Tiere, die sind nicht nur an Ort und Stelle, sondern die sind wirklich aktiv die ganze Zeit unterwegs. Und bis zu 100 Metern haben wir die Problemlos wieder absetzen. Dann sollte man sie erhöht am besten in der Hecke oder in einem Busch oder ähnlichen absetzen. Dass sie eben nicht am Boden sitzen und nicht in der Gefahr sind von einer viel befahrene Straße. Und die älteren Finde wieder, die Piepen da wahrscheinlich. Die älteren, die finden, die haben ihre Kontaktlaute, die älteren Finden, die versorgen, die können das viel besser als wir Menschen. Es ist Kindsenführung. Ja, wenn man die mitnimmt, ist das in den meisten Fällen wirklich Kindsenführung. Für die Älteren schrecklich, die kriegen das mit, wenn die weggeschlüpft werden. Und für die Jungtiere, auch wenn es gut gemeint ist, man nimmt den Riesenchangs. Weil niemand kann die so gut aufziehen, wie die Eltern und die lernen bei uns nicht das, was sie brauchen, was die Eltern ihnen beibringen für ein selbstbestimmtes Leben später. Also in 99 Prozent der Fälle ist das Beste, was man tut. Entweder die Finger von lassen oder eben die Tiere dann, wie gesagt, einen sicheren Platz bringen und dann sofort sich vor allen Dingen auch entfernen, weil dieses gut gemeint, die ich will beobachten. Das ist falsch. Die Eltern kommen, die Eltern haben Schreu, die Jungtiere noch nicht. Die können gar nicht Schreu sein, weil sie nicht weg können. Eltern, die ihre sind Schreu und kommen nicht so lange wie in der Nähe sind. Wenn man sie beobachten, will man im Fernklass, aber nicht aus der Nähe. Ein wichtiger Hinweis für alle Leute, die solche Fögel sind. Das ist praktizierte Tierliebe, tatsächlich. Wir haben jetzt über deine Patientenrede, die Federn haben. Jetzt kommen wir zu welchen, die entweder ein Panzer haben. Oder Schuppen. Wir reden über Retidin. Das ist das andere Fachgebiet für das tut zuständig. Bist du in der Tierklinik? Jawoll. Nenn mal Beispiele, welche kommen am häufigsten vor? Wir haben viele Landschildgröten, die sogenannten Mediterranen. Das sind also krischische Landschildgröten. Waschwitzweise, Breitrandschildgröten, maurische Landschildgröten. Wir haben Sุmschildgröten, vor allem aus Amerika, aus den USA, Nordamerika. Wir haben eine ganze Reihe Schlangen, vor allem in Kornattern. Und verschiedene Riesen Schlangen, Königsbüterns, Boherkonstriktor, Tigerbütern. Und bei den Exen, sicherlich am häufigsten gehalten sind die Bartergaben. Vielleicht noch Leopardgekurs. Früher hatten wir sehr, sehr viele grüne Legorne. Die werden heute kaum noch gehalten, weil sie sehr, sehr groß werden. Und dann sehr anspruchsvolle Naltungen sind. Die sind deswegen aus der Terrachistik mehr oder weniger verdrängt oder verschwunden. Und wie gesagt, die anderen Arten, die kommen regelmäßig. Vielleicht ganz zum Mal nehmen wir mal einen Pyton. Es ist eine Wurgeschlange, die auch sehr groß wird. Unter Umständen, also Königsbütern, zum Beispiel, ist ja so beliebt, weil er nicht so groß wird. Was heißt das, wie groß wird er? Ja, die werden im Schnitt so Meter, Meter 20 vielleicht. Ja, dann brauchen die nicht so einen großen Platzbedarf. Und der Königsbütern ist einfach von seinem Wesen her auch einfach nett. Ja, also der ist nicht aggressiv oder so. Die sind wirklich, das sind charmante Tiere, die sich auch gut handeln lassen. Und deswegen haben die auch diesen hohen Beliebteitsgrad in der Terrachistik. Ist ja die Frage, die sich allein immer stellen. Kann man zu einem, bleiben wir mal beim Pyton. Der nette Pyton. Kann man zu dem wirklich eine Beziehung auf Frauen erkennt er ein oder? Also beim Pyton durchaus auch, aber noch wie es nicht ausgeprägter ist, das v.a. bei den Landschildgröten tatsächlich. Oder auch bei Schildgründen, bei X und auch. Es gibt Äxen, die kann man wirklich auf Zurufe, die kommen wie ein Hund. Ja. Es gibt auch viele, auch wenn das für die Tiere nicht immer gut ist. Die sitzen abends mit auf dem Sofa und fordern ihre Schmuseinheiten, sag ich mal. Die Schildkritte. Die Schildkritte vielleicht nicht, aber die Badergame. Wobei das nicht unbedingt im Sinne der Tierismus, muss man klar sagen. Weil die Temperaturbedingungen auf dem Sofa in der Regel nicht die sind, die die Tiere brauchen. Das heißt, die kühlen deutlich runter. Wer sitzt schon gerne bei 35 Grad auf dem Sofa? Selbst wenn wir uns hier auf dem Bauch legen, dann ist es von unten warm von oben kalt. Das ist also für die Tiere nicht gut, aber vom von der Theorie her, so ein Vorhältnis zu den aufzubauen, definitiv. Ich hatte mal eine Landschildkritte, die ist mit Frauchen im Garten frei laufen, spazieren gegangen. Und wenn der Herr des Hauses abends nach Hause kam, ist sie im Schweinskalopter. Der Rasson hat ihm in die 10 gebissen. Dann hat mir die Frau erzählt, dass der Mann solche Plischschuhe hatte als Hausschuhe, um sich vor den Bissen der Schildkritte zu bewahren. Also, ich frau konnte alles mit der Machen, der Mann wurde weggebissen. Also, ich habe eben vorgesprechend gesagt. Ich könnt es einstundenlang mit dir reden. Ist das so faszinierend, was du erlebtst mit den Tieren. Aber ich bleib mal beim Pyton, welche Krankheiten oder mit welchen Beschwerden kommen die Eigentümer in einer solchen Strange zu dir? Also bei den Schlangen haben wir leider sehr viel mit Virusinfektionen zu tun. Mehr und mehr. Wir haben mit den Krankheitsbildern früher schon zu tun gehabt. Wir wussten nur noch nicht, dass es Viren sind. Da hat sich in den letzten 10, 15 Jahren unheimliches getan. Durch neue Diagnoseverfahren hat man überhaupt Viren entdeckt, die früher nicht nachweisbar waren quasi. Und das ist ein wenig erfreuliches Thema, weil wir wenig therapeutische Möglichkeiten haben, wie wir bei Corona alle gelernt haben. Gegen Viren ist es ganz, ganz schwer, mit den Zienen vorzugehen. Man kann die Symptome behandeln, aber nicht das Virus selber, weil man dann immer was gegen den Wirt auch, also den infizierten Unternehmen muss. Deswegen ist das sehr, sehr schwierig. Das ist ein sehr großes Problem. Wir haben parasitosen, wir haben Bakteriele Infekte. Wir haben auch Tomoren bei diesen Tieren. Wir haben auch bei Schlangen oder bei allen Reptilien auch mit Legenot zu tun. Regelmäßig. Vorderungsprobleme durch Aufnahme vom Fremdkörper. Und vielleicht jetzt nicht unbedingt bei den Riesen-Schlangen, wobei auch das hat mir schon Schlange, den Handtuch gefressen hat. Ein Handtuch. Ein Handtuch gefressen? Ja, weil ja, den klassischer Haltungsfehler dieses Handtuch wird, wenn der Schlange nur dann gefressen für die Schlange, ihr Futter ist warm und riecht nach Kaninchen beispielsweise. So was hat der Besitzer oder die Besitzerin vorher gemacht. Sie hat mit diesem Handtuch ein Kaninchen in irgendeiner Atemweise im Berührung gehabt und das Handtuch war warm. Und dann ist für die Schlange das riecht nach Kaninchen, das ist warm. Und in der Welt der Schlange gibt es nur einen Gegenstand, der warm ist und nach Kaninchen riecht, das ist ein Kaninchen. Und wenn die Schlange einmal zugebissen hat, dann gibt es nur noch einen Weg. Das ist durch Schlingen in dem Förderungsdruck. Und wer habt ihr das Handtuch wieder rausbekommen? Durch eine große OP. Also, wirklich, also in dem Fall war es so, die war so groß, dass wir im Endeskop auch nicht mehr dran gekommen wären, dann muss man aufschneiden und das aus dem Margen raus. Und die Schlange hat das rüberleben. Ja. Faszinieren. Ganz schnell noch. Giftslang. Die kommen vor bei euch. Nicht so auf, wenn es kommt. Die kommen eher selten, weil es ja in neutrhein-Westfalen auch streng limitiert ist. Aber die kommen schon auf Anmeldung. Kommt schon. Ja. Bei den Tieren merkt man nämlich an. Und du hast das im Vorgespräch auch schon mal angedeutet. Auch wieder an Verhaltensänderungen merken die Halter, dass da was nicht stimmt und kommen dann zu euch. Und lass das Tier untersuchen. Meistens entweder, es ist wirklich das Verhalten sich der Tiere verändert oder das zum Beispiel aus der Kloage, was raushängt. Das kommt dann schon auch vor. Das ist ein Prolabsninn. Es gibt ja verschiedene Organe, die an der Kloage münden. Oder enten. Und wenn dann was vorfällt, dann sehen die Besitzer was natürlich. Und dann kommen die zu uns. Oder wenn irgendwo eine Beule entsteht. Wenn die in Tumor haben oder ein Abszess. Oder ähnliche Probleme. Dann merken die Besitzer wirklich eine strukturelle Veränderung am Tier oder eben diese Verhaltensänderungen. Die kennen oft ihre Tiere sehr, sehr genau. Die wissen morgens liegt die immer da. Mit das liegt sie da. Abends ist sie da. Die möchte immer bei der Fütterung so und so betreut werden. Und wenn da sich was dran ändern, dann merken die das sehr schnell. Und kommen zu dir zum Experten. Und wir müssen dann rauskriegen, warum benimmt sie sich anders? Die zeigt ja erst mal nur das, was nicht stimmt. Aber sie sagt nicht, was nicht stimmt. Und das ist dann manchmal auch ein längerer Weg, das rauszufinden. Aber das ist dann unser Job. Max, vielleicht kannst du uns noch mal erklären, wenn du so auf den Gesamtenablauf in der Klinik schaust. Wie groß ist der Anteil der Menschen, die mit Fögerung kommen oder mit Reptilien zu euch kommen? Der Anteil derer ist sicherlich 15, 20 Prozent, die wir da als Fögerung Tidien sehen. Ich muss eigentlich nicht sagen, dass wir doch relativ wenig Konfrontationen haben, da die Kollegen von den Fögerung Reptilien einfach andere Sprechzeiten haben als wir. Ich nenne es jetzt einfach ein bisschen exotische Sprechzeiten, sodass ich mehr in den Abend hineinarbeiten, was bei uns nicht so ist. Und deswegen haben wir da nicht so viele Berührungspunkte, was die Behandlungszimmer angeht. Die Kollegen haben auch einen eigenen OP-Trag, sodass wir da auch nicht mit dem OP-Trag der Klein-Tieren berührung kommen. Das einzige, was wir uns im Groben und den ganzen Teil des Laboren, sind die bildgebenden Verfahren in Form des Röntgins, der Computer-Tomographie, der Kernsch mit Tomographie. Aber alle anderen Sachen, Stationen, OP-Tragd, ist alles völlig auch Tag im Bereich der Fögerung Reptilien. Jetzt seid ihr ja eine Klinik, die sehr häufig auch Patienten von anderen Tierärz bekommen. Nach meinem Verständnis würde ich annehmen, dass es oft ist, weil ihr halt Spezialisten habt. Gerade für so ist das also häufiger von anderen Tierärz, auch Fögel oder Reptilien zu euch gebracht werden, weil andere Tierärzte damit nicht klar kommen. Oder ist das ein falscher Eindruck, den ich da habe? Ich denke definitiv, ich denke, es kann dir jens sicherlich noch mal deutlicher sagen, wie der Einzugsbereich bei den Fögelen Reptilien ist, also ein kleintierbereichester Deutschlandweit. Hab ich denke, dass es sicherlich bei euch in den Hiss oder Jens? Ja, also es gibt viele Kleintier-Praktiker, die sagen per se, wir wollen mit diesen Tieren oder wir behandeln diese Tiere nicht. Das ist nicht unser Spezialgebiet. Und dann lassen wir das lieber ganz sein, was durchaus auch Sinn macht. Das kann ich jeder alles machen. Ich könnte heute auch kein Fährt mehr behandeln, auch wenn ich es mal studiert habe. Ich würde noch nicht mehr einen Hund operieren, auch wenn ich das auch irgendwo immer gelernt habe. Wie in der Humanmedizin findet mehr und mehr Spezialisierung statt, auch in der Tiermedizin. Und es gibt viele Kollegen, die sagen, wir machen das gar nicht. Und die schicken, kann man schon so sagen, die schicken die Leute dann gleich weg, aktiv zu uns. Manchmal auch eher so, dass sie sagen, ihr sucht dir selber was. Wir kriegen aber auch durchaus Überweisungen von Kollegen, wo wir dann beispielsweise nur in Anfangs schon einen Herzultrauschal beim Papageien machen oder ähnliches. Und die dann wieder zum Hausjahr zur weiteren Bandung dann zurückgehen. Passiert auch, ja. Aber oft ist es so, dass die Patienten dann eher bei uns komplett betreut werden. Also nicht nur für eine diagnostische Maßnahmen, sondern so ein komplett betreut werden. Ein wichtiger Hinweis, dass also bei euch die Spezialisten sind, also auch für diese exotischen Tiere. Jens kommt es dann schon mal vor, dass du bei bestimmten Problemen dann auch zum Beispiel zum Max gehst. Und ich habe ja die und die Frage, oder das sind das Problems, kommt dich mal vor, das kommt täglich vor. Das heißt, dieses interdisziplinäre wird bei euch in der täglichen Praxis wirklich umgesetzt. Um wir setzt, ihr hebt euch gegenseitig dann, eigentlich ist das permanent. Also ich bin das von der Uni nicht anders gewöhnt. Ich war sie im Jahr nach meinem Studium selber noch an der Uni tätig und bin dann in eine große Klinik bewusst gegangen, um mit den Kollegen interdisziplinär zusammen zu arbeiten. Weil das ist, ich kann ich auf allen Gebieten, Schirogie, innere Medizin, Kadiologie, Dermatologie, Gynekologie. Also ich müsste ja eigentlich alle Gebiete perfekt abdecken. Das ist völlig utropisch. Wenn wir vorhin über Spezialisierung gesprochen, und ich bin spezialisiert auf diese exotische Renteere, aber nicht auf jedes Wissen, was die Medizin bis heute, kann ich gar nicht geht gar nicht. Ich kann ein Mensch gar nicht alles erfassen. Und deswegen bin ich ständig unterwegs und rede mit den Kollegen. und tage. dann immer was würdest du tun, wenn das jetzt ein Hund oder eine Katze wäre. Ich stelle den quasi meine Patienten vor und sage, was würdest du tun? Und dann muss ich natürlich, ich bin derjenige, der dann entscheiden muss, kann ich das übertragen. Das ist dann eigentlich meine Aufgabe zu entscheiden, kann ich diese Maßen haben, die man jetzt beim Hund machen würde, es gibt keine Platten, die ich da draufbringen können, einfach von der Größe, beispielsweise geht nicht. Ich kann beim Kanal im Vogel keine Platte drauf machen, dann kommt noch dazu, muss ich speziell wissen haben, dass das auf dem Knochen gar nicht hält, weil der Knochen vom Vogel viel zu sprüht und dafür ist. Aber trotzdem unterhaltig mich mit dem Max oder auch mit anderen Kollegen und fragt die dann, was kann man in so einem Fall tun? Und dann gucke ich, was kann ich da rauskondensieren und meinen Patienten zukommen lassen? Also auch ein Vorteil an solchen Klinik, die viele verschiedene Ärzte, die wir. Das ist der meinte Vorteil einer großen Klinik, wenn man alleine. Ich sage jetzt mal, das vielleicht ein bisschen abwerten, aber wo sich hinwurschtelt, alleine kann man den Lehrbuch schauen und dann hat man nicht viel Zeit und dann war es das. Ich flit's mal schnell in Bandungszimmer und nervt die Kollegen, was aber für alle fruchtbar ist definitiv, ja, riesen Vorteil. Das ist sicherlich etwas, was die Patienten sitzt auf den ersten Blick, nicht sehen, auch viele Überweise auf den ersten Blick nicht sehen. Das sehen die halt, wenn wir auch mit denen dann im Austausch sind und dann den wirklich näherlegen können, nahlegen können, dass wir ja im Austausch diese Sachen machen. Was hast du einen Fall aus der jüngsten Zeit, kann auch länger zurück sein, der dich besonders berührt und beschäftigt hat? Also ich würde jetzt nicht unbedingt die jüngere Zeit sagen, aber es gibt immer wieder Fälle, wo es schon schön ist, dass man Tieren, die ein länger an Leidensweg hinter sich haben, dann helfen kann, dass man Dinge aufdeckt, die auch noch nicht mehr in den Lehrbüchern, also jetzt in spezialisierten Lehrbüchern für die Exoten drinstehen. Also mal solche Kanzerei von Fällen mit einer Hautkrankheit, die in keinem Lehrbuch vorhanden ist und mit einem Pathologen zusammen konnten wir das aufdecken, was das ist. Und die haben dann auch noch sehr freulich sehr gut auf die Therapie angesprochen. Es sind Therapie, die sonst überhaupt nicht beim Vogel üblich ist. Das ist natürlich ein schönes, wenn man so Patienten helfen kann. Schönes Schlusswort. Jens Straub, Fachmann für Vögel und Reptilien. Max, was machen wir beim nächsten Mal? Vielleicht kündigst du das schon mal an. Ja, ich denke beim nächsten Mal werden wir mit Ann-Benzini sprechen, das ist unsere Aurologen, wenn gespannt, was die uns an neurologischen Fällen mitbringen, was die uns erzählt. Also Hans, ich denke, du kannst ja was gefasst machen. Ja, das merke ich jedes Mal hier in den Gesprächs rum, ich bin völlig fasziniert. Vielen Dank. Ja und dann bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Jens Straub ist seit 20 Jahren bei der Tierklinik Düsseldorf für Vogel- und Reptilmedizin zuständig.
  2. Häufigste Patienten sind Ziervögel wie Papageien, Nümpfen und Kanahien, bei denen Kopfentzündungen und Übergewicht häufig auftreten.
  3. Übergewicht bei Vögeln führt zu ernsthaften Folgeerkrankungen wie Gelenkproblemen oder Fettleber, ähnlich wie bei Menschen.
  4. "Legenot" beschreibt die Eieranbildung ohne Abgabe, die zu ernsthaften Allgemeinveränderungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.
  5. Wildvögel werden oft als verletzt oder verletzungsgefährdet gefunden, und der wichtigste Rat lautet: sie sollten nicht gefangen werden, sondern einfach beobachtet oder sicher abgesetzt werden.
  6. Reptilien, insbesondere Landschildkröten, Schlangen und Pythons, werden häufig behandelt, wobei Viren, Parasiten und Fremdkörperprobleme häufig auftreten.
  7. Die Klinik hat einen hohen Anteil an Exotenpatienten, aber die Spezialisierung führt dazu, dass viele Fälle von anderen Tierärzten überwiesen werden.
  8. Ein starker interdisziplinärer Austausch zwischen Fachgebieten ermöglicht eine umfassende Patientenbetreuung und die Erfassung bisher nicht beschriebener Krankheitsbilder.

Summary:

Jens Straub, Abteilungsleiter für Vogel- und Reptilmedizin, berichtet über seine 20-jährige Tätigkeit an der Tierklinik Düsseldorf. Als häufigste Patienten kommen Ziervögel wie Papageien und Nümpfen, vor allem wegen Kopfentzündungen und Übergewicht. Übergewicht führt zu ernsthaften Folgeerkrankungen wie Gelenk- oder Herzproblemen.

Ein besonderes Thema ist das „Legenot“, bei dem Vögel Eier bilden, aber nicht ablegen können, was zu schwerwiegenden Verhaltensstörungen führt. Bei Wildvögeln wird oft aufgrund von Verletzungen oder Unfällen aufgegriffen, wobei der wichtigste Rat lautet, die Tiere nicht zu fangen, sondern zu beobachten oder sicher abzusetzen. Bei Reptilien treten Viren, Parasiten und Fremdkörperprobleme auf, etwa wenn eine Schlange ein Handtuch wegen falscher Geruchssignale fressen könnte.

Die Klinik ist Spezialist für exotische Tiere, wobei viele Fälle von anderen Tierärzten überwiesen werden. Ein entscheidender Vorteil ist der interdisziplinäre Austausch zwischen Fachbereichen, der dazu führt, dass komplexe Fälle besser behandelt und neuartige Krankheitsbilder identifiziert werden können. Dies unterstreicht die Bedeutung der Spezialisierung und des gemeinsamen Wissens für eine effektive und humanistische Tiermedizin.

FAQs

Häufige Patienten sind Papageien, Nümpfen, Kanahien und Amazonen. Vor allem Papageien sind am häufigsten gehalten und kommen häufig zur Klinik, da sie oft Krankheiten wie Kopfentzündung aufweisen.

Die Kopfentzündung beschreibt eine Entzündung der Kopfwand oder des Speiseröhrenabschnitts. Jens mag den Begriff nicht, weil er suggeriert, dass es immer dieselbe Ursache gibt, obwohl es vielfältige Ursachen haben kann. Die richtige Therapie soll die Ursache behandeln, nicht nur das Symptom.

Häufige Probleme sind Übergewicht, Fehlernährung und Legenot. Übergewicht führt zu Folgen wie Gelenkproblemen, Herzkreislaufstörungen oder Fettleber, ähnlich wie bei Menschen.

Legenot ist die Eieranbildung ohne die Fähigkeit, die Eier abzulegen. Das führt zu Verhaltensstörungen wie Aufblühen und Stillstand. Behandlung beginnt mit energetischer Unterstützung, Medikamenten und gegebenenfalls einer Operation.

Wildvögel werden nur dann behandelt, wenn sie ernsthaft verletzt sind und nicht mehr fliegen können. Es wird empfohlen, sie nicht zu fangen, sondern sie sicher an einem Ort abzusetzen, wie z. B. in einem Busch oder Hecke, um sie vor Verletzungen zu schützen.

Häufige Patienten sind Landschildkröten, Schildkröten, Schlangen wie Kornatten, Boherkonstriktor und Pythons. Besonders beliebt sind Königsbütern und Bartergaben, weil sie klein und freundlich sind.

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