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#198 Mit Selbstmitgefühl ins alkoholfreie Leben: Druck loslassen und wirklich verändern

16m 24s

#198 Mit Selbstmitgefühl ins alkoholfreie Leben: Druck loslassen und wirklich verändern

In dieser Podcastfolge erklärt die Sprecherin, dass Selbstmitgefühl die wesentliche Basis für jede dauerhafte Veränderung ist, insbesondere für den Vorsatz, im Jahr 2026 weniger oder gar keinen Alkohol zu trinken. Sie betont, dass viele Menschen das neue Jahr mit hohem inneren Druck und strengen Vorsätzen beginnen, was jedoch Stressreaktionen im Gehirn auslöst: Selbstkritik aktiviert den Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsmodus, senkt die Aktivität des präfrontalen Cortex (zuständig für bewusste Entscheidungen) und führt oft zu Rückfällen. Veränderung gelingt hingegen in einem Zustand der Sicherheit und Entspannung. Selbstmitgefühl bedeutet nicht, sich aus der Verantwortung zu ziehen, sondern sich in der eigenen Menschlichkeit zu akzeptieren und freundlich mit sich umzugehen – besonders bei Rückschlägen. Die Sprecherin teilt ihre eigene Erfahrung: Sie wurde nicht durch Selbstbestrafung, sondern durch das Loslassen von Härte und die Suche nach Unterstützung nüchtern. Sie gibt drei konkrete Übungen: die innere Kritik durch liebevolle Selbstansprache zu unterbrechen, Rückfälle mit Neugier auf unerfüllte Bedürfnisse zu betrachten, und dem Körper durch nährende Erfahrungen (wie Schlaf, Spaziergänge oder Massagen) Selbstfürsorge zu zeigen. Abschließend lädt sie die Hörer ein, das alte Jahr mit Reflexion zu beenden und Veränderung aus innerer Ruhe und Selbstmitgefühl zu gestalten.

Transcription

2059 Words, 13276 Characters

German
Hallo, hallo, da hat sie willkommen zur allerletzten Folge des Podcasts in diesem Jahr. Und ich habe mir überlegt, dass ich mit dir heute oder über selbst mitgefühl sprechen möchte. Und warum selbst mitgefühl die eigentliche Grundlage für wirklich jede nachhaltige Veränderung ist, die du dir wünschst und vor allem, wenn du dir vorgenommen hast, im Jahr 2026. Endlich auf Alkohol zu verzichten oder weniger Alkohol zu trinken. Und vielleicht kennst du den Jahreswechsel oder den Beginn des neuen Jahres, auch als Zeit des Inneren Drucks, weil die Vorsätze, die Ziele und die hohen Erwartungen, die du an dich selbst gesteckt hast, inneren Druck in dir erzeugen. Und vielleicht hast du das in den letzten Jahren so gemacht, dass du wirklich mit Motivationen, aber auch krasser Willensstärke und Leistungsbereitschaft, dich in deine neuen Vorsätze und Ziele pushen wolltest. Du vollst endlich desziplenierter Seinen mit den Trinken aufförn oder besser gesünder Essen, Mersportreiben, etc. Aber was wäre, wenn ich dir sage, dass die wirklich tiefst und nachhaltigste Veränderung nicht daraus entsteht, dass du dich herdeantreibst und desziplenierter bist, sondern dass du wirklich lernst, mit dir mitzuführen, dich mit fühlen da, und vor allem viel, viel, viel, viel voreundlicher zu behandeln und zu sehen. Denn viele, viele Menschen starten in das neue Jahr oder mit neuen Vorsetzungen zählen mit purer Disziplin, in neue Routine, die sie etablieren wollen oder in Ziele, die sie erreichten wollen. Aber dieser inneren Druck und vor allem die selbstkritik, die dadurch entstehen kann, aktivieren in deinem Gehirn, die selben streißmechanismen wie bei einer tatsächlichen Bedrohung im Außen. Ich habe in meinen Podcast-Volgens schon viel über den Fight-Flight Freeze-Modus erklärt, Beziehungsers erzählt und genau das passiert, wenn du mit innerer Anspannung und Druck versucht, etwas zu verändern, neue Routine zu etablieren. Dein Körper reagiert nämlich auf die Selbstkritik so. Es müsste durch Selbstverteidigen, dabei werden die Stresshormone, Kortisol und Adrenalin, aus geschlossen bzw. Steigen an und der präferantale Cortex, das der Bereich der für deine bewusste Entscheidung, Planung und Selbstdeuerung, also das, was wir für deine neuen Vorsätze brauchen, zuständig ist. Der wird in diesen Zustand in Alarmbereitschaft versetzt und ist dadurch weniger aktiv. Dann geht dann komplett in den Notfallmodus. Genau das erklärt, warum du unter Druck oft genau das verhaltensmuster wiederholst. Oder warum du unter Druck und massiver Anspannung wieder anfängst zu trinken, obwohl du es eigentlich vermeiden wolltest. Denn System sucht dann nach der schnellsten Form der Regulation oder nach Betäubung. Weil der Zustand der inneren Selbstkritik für dich unerträglich ist. Veränderungen entsteht nicht im Zustand vom krassen Stress, sondern im Zustand von Sicherheit. Wenn du das Gefühl in dir kultivierst, dass du sicher und entspannt bist, dann kannst du deine Ziele leichter und entspannter erreichen und dich leichter verändern. Und diese Sicherheit, diese Ruhe beginnt mit der Art, wie du über dich selbst beziehungsweise, wie du mit dir selbst sprichst. Und lassen es aber ein großes Missverständnis ausräumen. Selbstmitgefühl bedeutet nicht. Ich komme komplett aus der Verantwortung zu ziehen oder was viele meiner Klientinnen auch haben. Wenn es darum geht, selbst mit Gefühl zu kultivieren, beziehungsweise sich wirklich als Priorität im eigenen Leben zu sehen. Ich habe auf den Satin der Ja, das fühlt sich so egoistisch an. Selbstmitgefühl ist total wichtig, um Veränderung überhaupt erfolgreich integrieren zu können oder anstoßen zu können. Selbstmitgefühl bedeutet dich in deiner Menschlichkeit und in deiner Unvollkommenheit zu sehen und zu verstehen. Denn Menschen verändern sich nachhaltig dann, wenn sie die Härte gegen sich selbst fallen lassen und beginnen sich freundlicher zu begegnen, besonders an den Stellen, an denen sie sich bisher am meisten verurteilt haben. Ich bin vor neun Jahren nicht nüchtern geworden, weil ich mich noch mehr bestraft habe, weil ich noch mehr gedrängt habe, weil ich mich noch fertiger gemacht habe, sondern weil ich endlich die Härte gegen mich selbst aufgegeben habe und losgelassen habe und mir Unterstützung gesucht habe. Und endlich bereit dazu war, mich selbst liebevoller zu betrachten, mich selbst in den Arm zu nehmen und zu sagen, "Eckham, wir haben jetzt aufgehend selbst zu kämpfen, wir haben jetzt auf uns selbst zu zerstören, sondern gehen jetzt den weicheren Weg, dass es das, was dazu geführt hat, dass ich mittlerweile seit neun Jahren nüchtern bin und dass ohne einen einzigen Tag in diesen neuen Jahren an Männern nicht anheizut zweifeln." Das habe ich nicht gemacht, weil ich mich bestraft habe und weil ich mit Willenskraft wollte, dass es funktioniert, sondern weil ich endlich aufgehört habe, gegen mich selbst zu kämpfen. Und wenn du in diesem Jahr, also im Jahr, im alten Jahr, 2005 das Gefühl hat es Rückschritte zu machen oder immer wieder rückfällig zu werden oder dich in Alten muss dann wiedergefunden erst, vielleicht eben, weil du wieder angefangen hast zu trinken oder dich wieder überfordert hast über deine Grenzen gegangen bist, deine Bedürfnisse nicht wahrgenommen hast, dann heißt das nicht, dass du gescheiter bist und dass du härter kämpfen solltest und dass du noch mehr machen müsste ist. Es heißt, dass dein Nervensystem in einem Moment der inneren Anspannung Sicherheit gesucht hat, auf die vertraute Weise, die es kannte und du darfst jetzt lernen, neue Wege zu etablieren, um diese Sicherheit in dir zu finden, ohne dich zu betäuben oder ohne dich noch mehr zu kontrollieren oder ohne dich selbst zu vergessen und selbst aufzugeben. Und das ist aktive Selbstverantwortung, das ist der Unterschied. Menschen mit einem hohen Selbst, mit Gefühl haben paradoxerweise weniger Scham und weniger Angst vor Fehlan und eine höhere intrinzische Motivation ist ganz wichtig. Also aus dir selbst herauskommende Motivation, Dinge langfristig zu verändern, mit Gefühl, ob es von anderen Menschen kommt oder von dir selbst kommt, aktiviert im Gehirn die selben Bereiche, die für soziale Verbundenheit und Zugehörigkeit zuständig sind. Und dadurch wird das Nervensystem, also dein Nervensystem reguliert, Stresshaumwohnen in deinem System sinken und du kannst wieder klar und bewusster denken und bewusstere Entscheidungen treffen. Vor allem aber neutralisiert mit Gefühl, die Scham und Scham, kennst du sicherlich auch, ich hab mich so krass geschämt für mein Trinken damals und das hat mich so gelehmt um endlich in die Veränderung zu gehen. Scham ist das lebendste Gefühl und das Gefühl grundlegend falsch zu sein und ist das größte emotionale Hindernis für wirkliche Veränderung. Wenn du mit Gefühl auf dein Verhalten blickst, dann sagst du dir, ich habe gerade einen Fehler gemacht, aber ich bin nicht dieser Fehler. Ich bin ein Mensch, der versucht, etwas zu verändern. Selbst mit Gefühl ist so mit keine weiche innere Haltung, sondern ist ein stabiler, mitfühlender Wirksamer Zustand aus dem heraus wirklich tiefgreifende Veränderung möglich ist und entstehen kann. Ich möchte dich dazu einladen in den letzten Zügen dieses Jahres in einen inneren Dialog, mit dir zu gehen, beziehungsweise in inneren Dialog, den du üblicherweise führst, einmal ganz bewusst wahrzunehmen. Nimm dir dazu gerne mal Zeit und beobachte dich bewusst. Wie sprichst du mit dir, sprichst du in Herde, in Kontrolle, in Verurteilung oder kannst du dich innerlich so behandeln, wie du eine wirklich geliebte Freundin oder geliebte, ein geliebten Freund begleiten oder zuhören würdest, der oder die eben gerade einen Rückschlag oder den Konflikt oder die Situationen, in der du gerade steckst, erlebt. Viele meiner Klientinnen, die bemerken, dass sie durch die Bank weg, fast alle meiner Klientinnen haben so viel Wissen über das nüchternene Leben. Alle Podcastgehr, die es dazu gibt, alle Bücher gelesen, die es dazu gibt, Blogartikel geliehen. die es dazu gibt, es mangelt nie am Wissen und am Verständnis über ein Leben ohne Alkohol. Aber in der Umsetzung sind sie innerlich immer noch im alten Modus der Kontrolle und das ist das Problem. Aber das lässt sich ändern. Also es mangelt nie am Wissen darüber, sondern an der Umsetzung. Sie versuchen, alles richtig zu machen und eben auch den Weg in ein Alkoholfreies Leben krass zu kontrollieren. Doch abstinenz folgt nicht der Logikleinsverstand, der sie folgt nicht der Logik, der Kontrolle, der Logik, der Verbindung zu der Selbst und der Akzeptanz. Selbstmitgefühl bedeutet, dich nicht immer wieder selbst zu verlieren und dich zu bestrafen, wenn du hinfest, sondern zu wissen, wie du sammst, aber klar, wie du aufstehst und in deinem Team spielst. Ich möchte dir in dieser Folge drei Wege mitgeben, wie du selbst mitgefühl für dich aktiv költe wie man kann. Erstens, wenn du merkst, dass die innere Kritik, also der innere Kritiker wieder einsetzt, wieder laut wird, dann macht kurz eine Pause, halte in und frag dich. Wie würde ich jetzt mit jemanden sprechen, den ich wirklich von ganzem Herzen liebe und der sich gerade genauso führt, wie ich. Und dann sprichst du genau das, laut oder innerlich leise für dich zu dir selbst und dieser Aktes sprechen, diese Unterbrechung, dieser Aktesprechings, durchbrich den automatischen Stresskreislauf, den du kennst und erzeugt, selbst mitgefühl, mit dir selbst, du machst dann etwas anders. Zweitens, falls du wieder getrunken hast oder falls du wieder trinken solltest oder in ein anderes altes Muster zurückfällt, dann frag dich nicht, warum war ich wieder so schwach, was häufig am Anfang des Mentjings passiert. Ja, warum, warum hab ich es diesmal nicht geschafft, warum war ich wieder so schwach, sondern verändere die Fragestellung begegnet dir mit Neugier. Frag dich, was wollte ich in diesem Moment nicht fühlen oder welches die für Bedürfnis, vielleicht von Ruhe, Sicherheit, Trost, Entspannung, habe ich versucht zu stillen und das Benennen des Bedürfnisses öffnet eben den Raum für neue gesündere Strategien und das ist ganz, ganz, ganz wichtig. Drittens, dein Körper lernt über Erfahrung, nicht über die Reine, Intention, sondern über die Erfahrung, die er macht, schenkt er also verkörperte Selbstföserurge. Nimm dir mal Zeit, wirklich ausgiebig auszuschlafen und dir wirklich Zeit zu nehmen, mach den kurz Urlaub oder machen den ausgiebigen achtsamen Spaziergang im Wald kocht dir was richtig, richtig leckeres am besten mehrmals die Woche. Eine mal Zeit, die ich wirklich nährt, mach dir gönne eine Massage gehe in die Sauna, mach alles das, was dir gut tut. Mitgefühlverkörpern bedeutet dem Körper physisch zu zeigen, dass du dich um dich selbst kümmerst und das ist die gelebte Erfahrung. Echte Veränderung bedeutet, dass dein Körper, dein Nervensystem und dein Bewusstsein miteinander in Kontakt kommen und beginnt, deine Grenzen wirklich wahrhaftig zu spüren, deine Bedürfnisse zu spüren, deine Bedürfnisse zu kommunizieren, zu benennen und deine Emotionen zuzulassen. Und das ist selbst mitgefühl in Bewegung. Und wenn du dich in dieser Haltung trainierst, wenn du das immer wieder übst, wird die Veränderung, die du langfristig anstrebst, immer sammfe, immer weiche, immer stabiler und vor allem authentischer. Sie verliert das zielorientierte, kämpferische, kontrollierende Element, was häufig dazu führt, dass du wieder rückfällig wirst und würdest zu einem total natürlichen Prozess des Wertens des Seins und würd dann zu deiner Normalität. Und ich leidet dich dazu ein, jetzt in den letzten Momenten des Jahres wirklich ein moment tiefer, tiefer Intro-Spektion, zu nehmen, Reflexion zu nehmen und ich zu fragen, wie möchte ich mir im neuen Jahr wirklich begegnen. Selbstmitgefühl ist kein abstraktes Konzept, kein analytisches Konzept, sondern ist wirklich eine aktive Praxis, die dein Nervensystem, dein Körper beruhigt, deine Absinenz vertiefen kann und dich in eine gesunde, tragfähige Beziehung zu der Selbst bringt und das ist der Schlüssel zum Erfolg. Und wenn du spürst, dass du im neuen Jahr nicht wieder mit totalem Druck und Zwangstaaten willst, sondern lernen möchtest wirklich Veränderung aus innerer Ruhe und Selbstmitgefühl herauszugestalten, dann begleid ich dich sehr, sehr, sehr gerne in deinem Prozess. Ich begleite dich gerne in meine Mentoring in eine Einzelbegleitung, da geht es eben nicht um Selbstoptimierung, sondern um wirklich verkörperte Veränderung, verkörperte Präsenz, wirklich zu lernen, in deinem Team zu spielen, dich selbst besser kennenzulernen, besser zu verstehen, dich selbst an die Hand zu nehmen und ein Stück für Stück dem Weg gemeinsam zu gehen, um ein Weg, der dich wirklich langfristig trägt und vor allem stabilisiert, alle Infos und den Link zur Buchung findest du in den Show Notes und was du fragen dazu haben solltest, dann bin ich gerne für dich da, schreib mir einfach eine e-mail an [email protected]. Ich wünsche dir jetzt einen total entspannten Ausklang des neuen Jahres ein guten Rutsch ins neue Jahr 2026, ein Moment zum Durchatmen, um das alte loszulassen, das neue zu visualisieren und dann gestärkt, frisch und montant zu neue Jahr zu starten. Ich danke dir fürs Zuhören, lasst dir gut gehen, bis zur nächsten Folge, sa-t-na.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Selbstmitgefühl ist die Grundlage für nachhaltige Veränderung, besonders beim Alkoholverzicht oder -reduktion.
  2. Innerer Druck und Selbstkritik aktivieren Stressmechanismen (Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsmodus), die Veränderung erschweren.
  3. Veränderung gelingt im Zustand von Sicherheit, nicht unter Stress; Selbstmitgefühl bedeutet, sich selbst freundlich zu begegnen, ohne Verantwortung zu umgehen.
  4. Scham blockiert Veränderung; Selbstmitgefühl neutralisiert Scham und fördert intrinsische Motivation.
  5. Drei Praktiken
  6. Nachhaltige Veränderung entsteht aus Verbindung von Körper, Nervensystem und Bewusstsein – nicht aus Kontrolle oder Selbstoptimierung.

Summary:

In dieser Podcastfolge erklärt die Sprecherin, dass Selbstmitgefühl die wesentliche Basis für jede dauerhafte Veränderung ist, insbesondere für den Vorsatz, im Jahr 2026 weniger oder gar keinen Alkohol zu trinken. Sie betont, dass viele Menschen das neue Jahr mit hohem inneren Druck und strengen Vorsätzen beginnen, was jedoch Stressreaktionen im Gehirn auslöst: Selbstkritik aktiviert den Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsmodus, senkt die Aktivität des präfrontalen Cortex (zuständig für bewusste Entscheidungen) und führt oft zu Rückfällen. Veränderung gelingt hingegen in einem Zustand der Sicherheit und Entspannung.

Selbstmitgefühl bedeutet nicht, sich aus der Verantwortung zu ziehen, sondern sich in der eigenen Menschlichkeit zu akzeptieren und freundlich mit sich umzugehen – besonders bei Rückschlägen. Die Sprecherin teilt ihre eigene Erfahrung: Sie wurde nicht durch Selbstbestrafung, sondern durch das Loslassen von Härte und die Suche nach Unterstützung nüchtern. Sie gibt drei konkrete Übungen: die innere Kritik durch liebevolle Selbstansprache zu unterbrechen, Rückfälle mit Neugier auf unerfüllte Bedürfnisse zu betrachten, und dem Körper durch nährende Erfahrungen (wie Schlaf, Spaziergänge oder Massagen) Selbstfürsorge zu zeigen.

Abschließend lädt sie die Hörer ein, das alte Jahr mit Reflexion zu beenden und Veränderung aus innerer Ruhe und Selbstmitgefühl zu gestalten.

FAQs

Selbstmitgefühl bedeutet, sich in seiner Menschlichkeit und Unvollkommenheit zu sehen und freundlicher mit sich zu sein, besonders an Stellen, die man bisher verurteilt hat. Es ist die Grundlage für nachhaltige Veränderung, da es innere Sicherheit schafft, statt Stress und Selbstkritik.

Disziplin mit innerem Druck aktiviert Stressmechanismen im Gehirn, die zu Rückfällen führen können. Selbstmitgefühl hingegen beruhigt das Nervensystem und ermöglicht bewusstere Entscheidungen, sodass Veränderung leichter und stabiler wird.

Selbstkritik erhöht Stresshormone wie Kortisol und Adrenalin, was den präfrontalen Cortex schwächt und das Gehirn in den Notfallmodus versetzt. Dann sucht es nach schneller Regulation wie Alkohol, obwohl man verzichten wollte.

Stell dir nicht die Frage 'Warum war ich so schwach?', sondern frage neugierig: 'Was wollte ich in diesem Moment nicht fühlen oder welches Bedürfnis stillen?' Das öffnet Raum für gesündere Strategien.

Wenn die innere Kritik laut wird, mach eine Pause und frag dich: 'Wie würde ich mit einem geliebten Menschen sprechen?' Dann sprich genau diese Worte zu dir. Das unterbricht den Stresskreislauf und erzeugt Mitgefühl.

Dein Körper lernt über Erfahrung, nicht über reine Absicht. Schenke dir verkörperte Selbstfürsorge, z. B. durch ausgiebigen Schlaf, Spaziergänge, Massagen oder Saunagänge, um deinem Nervensystem Sicherheit zu zeigen.

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