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#195 Steckst du schon im Burnout?

46m 38s

#195 Steckst du schon im Burnout?

Die Podcast-Hostess kündigt eine wesentliche Änderung an: Der Podcast erscheint künftig nur noch alle zwei Wochen statt wöchentlich. Dieser Schritt wird mit dem hohen Qualitätsanspruch begründet – sowohl inhaltlich als auch produktionstechnisch. Die Entscheidung fiel nach einer kritischen Analyse, bei der die Hostess feststellte, dass eine wöchentliche Frequenz entweder zu Lasten der Audioqualität, der Inhalte oder der persönlichen Beteiligung gegangen wäre. Stattdessen setzt das Team auf ein 14-tägiges Format, um die gewohnte Professionalität und Tiefe zu bewahren. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Burnout-Prävention. Die Hostess berichtet, dass ein Drittel der eingesendeten Hörerfragen eigentlich keine echten Fragen seien, sondern Symptome von Überlastung, Hoffnungslosigkeit und Zynismus – ein Alarmzeichen. Sie betont, dass in akuten Krisen Coaching nicht das richtige Format ist; hier sei eine therapeutische oder medizinische Begleitung notwendig. Anschließend stellt sie das 12-Phasen-Modell der Burnout-Entwicklung vor, das vom Zwang, sich beweisen zu müssen, über die Vernachlässigung eigener Bedürfnisse bis hin zur totalen Erschöpfung reicht. Besonders gefährdet seien Lehrkräfte aufgrund ihres hohen Idealismus, Perfektionismus und Verantwortungsgefühls in einem System, das kaum Pausen vorsieht. Die Hostess empfiehlt einen wissenschaftlich validierten Selbsttest, um frühzeitig zu erkennen, in welcher Phase man sich befindet, und ruft dazu auf, frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen.

Transcription

5799 Words, 37139 Characters

German
Leihwarf der Lehramt. Leider neigen viele Lehrkräfte dazu, ihre Problematik so zu verschleppen, dass sie in eine Situation kommen, wo sie die gar nicht mehr alleine lösen können. Bitte schiebe Arztbesuche dahingehend nicht auf. Bei Dingen wie anhaltender Erschöpfung, Schlafstörung, psychosomatischen Beschwerden, es ist etwas ernst zu nehmen, es kann sich zumindest zu etwas wirklich gravierend auswachsen. Der Coaching Podcast. Mit Impulsen für mehr Lebensqualität durch deinen beruflichen Kurswechsel innerhalb, neben oder außerhalb der Schule. Zinde und gesteite den Berufsweg, der zu dir passt. Hallo ihr Lieben. Na, wie leicht ist es dir heute gefallen, diesen Podcast zu finden? Warum frage ich das? Vielleicht ist es dir schon aufgefallen? Wir sind jetzt gar nicht mehr Lila, sondern gelb. Dieses Podcast-Kawe hat sich verändert. Im neuen Gewand erstrahlt dieser Podcast nicht nur äußerlich, sondern es gibt auch innerlich eine Veränderung. Und ja, fängsten, dachten wir, es doch genau der Anlass, wenn der Heilige Geist entspannt wird, dass wir auch was verändern an unserem Podcast und in unserem Look vollzieht sich hier etwas, was hinter den Kulissen schon seit Monaten in der Mache ist. Unsere Kunden und Kunden, die wissen das schon, unser interner Kundenbereich, unser Props Coaching Space, der erstrahlt in eben diesem Gelb bereits. Und auch sochemedia kann man es bereits sehen auf Instagram. Da ist der Look auch schon von Lila zu Geld geswitched. Ach und das große Baby, das noch auf die Welt kommen wird, diesen Sommer. Das ist eine neue Homepage. Ebenfalls in diesem Sonnengelb, das uns sehr gefällt, weil es trotz aller Ernsthaftigkeit dieses Themas ja doch positive Ausblick geibt und Neugier erweckt etwas Neues anzufangen. Ja, und dieses Gelb soll das unterstreichen. Ich habe gerade schon angerissen. Es gibt auch eine strukturelle Veränderung, wenn man so will, denn diesen Podcast den wird es ab heute 14 täglich geben und nicht mehr wöchentlich. Was ist der Hintergrund dessen? Vielleicht folgst du einigen Podcasts, die wöchentlich erscheinen und hast schon festgestellt, die qualitative Schere, die geht da sehr auf. Es gibt top produzierte Podcasts, die wöchentlich erscheinen und hinter denen steht in der Regel ein großes Produktions-Team. Eine große Marketing-Maschinerie, viel Budget und es gibt solche, die wöchentlich erscheinen, die eher wie einen Nischen Podcast daher kommen, die inhaltlich auch hohe Qualität abliefern, die aber zum Beispiel in Produktion und Audioqualität abstrichen machen, weil es schlichtweg no one-men-show ist oder ein ganz kleines Team, was dahinter steht, dass dieser Podcast wöchentlich erscheinen kann. Das heißt, da hast du manchmal vielleicht Schwierigkeiten Dinge zu verstehen, es ist nicht richtig gekattet, das heißt, da sind ganz viele Irms oder Raschla oder so. Und dann gibt es Podcasts, die erscheinen in hoher Frequenz, die sind auch gut produziert, aber die machen inhaltliche Abstriche. Also da sind Themen eher drittklassiger Qualität, die Folgen sind eher eine viertel Stunde lang und es geht vor allen Dingen auf Frequenz und auf Sichtbarkeit, so dass eben der Markt permanent bedient wird, aber weil es so inflationär ist, werden die Themen eigentlich weniger relevant. Das sind drei Wege, die für uns so nicht in Frage kommen. Und gleichzeitig, wenn du diesen Podcast hörst, dann hast du vielleicht schon gemerkt, wir haben einen hohen Anspruch an inhaltliche Qualität und auch an die Produktion, dass das sich richtig gut anhört, dass das gut gekattet ist, dass es gut rüber kommt, dass es einfach professionell ist. Und vielleicht ist dir das nicht bewusst, Podcasts, die auf diesem Niveau spielen und wöchentlich erscheinen, die haben in der Regel eigentlich doch dieses wirklich große Produktions-Team und das macht das möglich. Dieser Podcast, live auf der Lehramt, hat eine Historie, dass er zuerst eine "One Woman Show" war. Das habe ich ganz allein produziert und bei den Anfangsfolgen, da hörst du das auch. Das heißt so, in den Folgen von 2019, 2020, da siehst du, die Folgen sind in einem großen Abstand erschienen. Also mindestens ein Monat lag dazwischen manchmal auch länger und die Audioqualität war geringer. Der Cut war auch nicht so exakt. Das konnte ich gar nicht zu dem Zeitpunkt. Ich konnte schon ein bisschen, aber das konnte ich einfach auch vom Workload her gar nicht abbilden. Mittlerweile ist dieser Podcast eine "Two People Show". Du hörst mich als die Stimme und im Hintergrund produziert mein geliebtes Teammitglied Murphy diesen Podcast, den du in hoher Qualität genießen kannst. Unsere Arbeit entwickelt sich immer weiter und wir haben es in unserem Team so Bewohnheit gemacht, dass wir eigentlich permanent die verschiedenen Arbeitsbereiche, die so anfallen, im Daily Business, kritisch unter der Lupe haben, um rechtzeitig zu steuern, wenn wir der Ansicht sind hier da, was verändert werden. Ich bin großer Fan des Credos "Love it, Change it, or love it". Das weißt du, wenn du diesen Podcast hörst, denn ich plädiere immer zur Verantwortung-Übernahme zum Change it, wenn etwas so nicht mehr passt. Und "Love it", das weißt du, dass ich das auch durchziehe. Ich habe den Lerberuf verlassen. Wir haben in letzter Zeit identifiziert, dass wir uns bei diesem Podcast einen Change it wünschen, gleichzeitig aber die hohe Qualität in diesem Podcast nicht aufgeben wollen. Denn das ist die Crossroad an der man steht, wenn ein Podcast mit großem Aufwand produziert wird und weiterhin auch so laufen soll, dann muss man eigentlich sagen, okay, wir gehen eher in den inflationären Weg, das heißt die Themen werden beliebiger, die Folgen werden kürzer oder wir investieren weniger Zeit in die Professionalität dieses Podcasts oder wir delegieren Folgen, so dass ich gar nicht mehr die Hauptsprecherin dieses Podcast bin und all das sind Change it Wege, die wir nicht möchten. Wir möchten diesen Podcast in gewohnter Qualität sowohl inhaltlich als auch von seiner Delivery her aufrecht erhalten und somit liegt bei uns das Change it in der Frequenz. Ich liebe diesen Podcast, der ist halt mittlerweile sieben Jahren mein Medium geworden. Ich weiß, der wird breit gehört. Viele von euch sind seit langem Treuehörerinnen und Hörer dieses Podcasts und laden mich wöchentlich in ihr Ohr ein sozusagen und dafür danke ich euch ganz herzlich. Wir bekommen so viele Zuschriften und Rückmeldungen, was dieser Podcast alleine bei euch anstoßen kann, welche Energien das freisetzen kann, welche Entscheidungen ins Rollen kommen, ohne dass das überhaupt irgendeine Zusammenarbeit passiert ist, sondern schlichtweg durch Gedankenimpulse und das macht uns extrem stolz, dass wir diese Anstöße geben können und auch weiterhin wollen. Somit 14 täglich wird ab sofort der Turnus, auf den du dich immer noch freuen darfst und vielleicht nimmst du das zum Anlass diesen Podcast zu abonnieren, damit du wirklich auch nicht verpasst. Wenn montaglich und zwar jetzt 14 täglich weitere Folgen erscheinen, dazu gibt es sicherlich in deiner Lieblingspodcast App irgendeine kleine Glocke, die du aktivieren kannst, damit diese Podcastfolgen direkt als Pushnachricht aufs Display gesendet werden. Und wenn wir schon dabei sind, wir freuen uns natürlich über deine Bewertung dieses Podcasts. Da sind eine ganze Menge tolle Bewertungen zusammengekommen, bisher über die wir uns sehr freuen und die uns immer wieder zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Lass uns also gerne, vielleicht direkt heute, nach der Folge, eine sterne Bewertung für diesen Podcast, da, die uns sehr freut und die uns dabei hilft weiterhin in der Gunst des Algorithmus zu stehen und auch anderen Lehrkräften diesen Podcast anzuzeigen, weil er möglicherweise auch für sie relevante Impulse bereit hält. Nun lass uns in die Folge starten und heute habe ich mir ein Thema ausgesucht. Ich möchte dir erst mal sagen, wie ich auf dieses Thema gekommen bin. Das Thema Burn Out, das beschäftigt mich und uns immer wieder, denn wir haben eine ganze Reihe Kundin und Kunden, die in der Vergangenheit ein Burn Out erlitten haben und es ist Teil unserer täglichen Arbeit mit Menschen in Belastungsituationen nach Veränderungen zu schürfen und diese zu begleiten. Natürlich sind die Belastungen dieser Personen sehr unterschiedlich ausgeprägt und vielleicht weißt du auch, weil du diesen Podcast hörst, dass wir zum Beispiel in Erst- und Zweitgesprächsituationen mit potentiellen neuen Kundinnen anwärtern sehr ehrlich und kritisch in die Prüfung gehen, ob es zum jetzigen Zeitpunkt schon richtig ist, ein Coaching anzugehen, wenn eine Person in einer akuten Belastungsphase ist. Wir haben Handouts für Therapeutinnen und Verärzte, die diese Personen, sofern sie schon begleitet werden, dann mitnehmen können, um ihre Therapeuten zu informieren, was das überhaupt für ein Coaching ist, das wir da anbieten, wie wir uns von Therapie strikt abgrenzen und gemeinsam können sie dann evaluieren mit ihrer Therapäuten zum Beispiel, ob ein Coaching zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich schon relevant ist, weil es konstruktiv umgewandelt werden kann. Denn in akuten Krisensituationen, das kann ich dir auch schon sagen, da sind auch die wohl gemeintesten Coaching-Impulse oftmals nicht umsetzbar und das liegt nicht daran, dass die Personen versagt, sondern das liegt einfach an gewissen Psychodynamiken und das kann eine Person in ein Ohnmachtserleben stürzen, in eine Bestätigung des vermeintlichen Versagens und eigentlich psychologisch eher zurückwerfen, wenn jemand Misserfolge in einem Coaching-Prozess hat. Heißt also, Personen in einem akuten psychologischen Krisenerleben für die ist Coaching nicht das richtige Format, sondern da muss wirklich therapeutische und medizinische Begleitung her. So, das ist denn mein Anlass heute das Thema Burnout aufzunehmen. In den letzten Wochen hatte ich immer mal wieder Frage und Antwort-Formate in diesem Podcast und dieses Format wollen wir gerne auch weiterhin in zukünftigen Podcast folgen betreiben und ich habe mal wieder über meinen Newsletter eingeladen, dazu mir Fragen zu übermitteln, die potentiell in den Podcast eingehen können und viele von euch die unseren Newsletter lesen, haben mir dann auch Fragen zurückgeschickt. Richtig tolle, relevante Fragen, wo ich mich schon auf zukünftige Folgen freue, euch die kompakt beantworten zu dürfen, übrigens wenn du unseren Newsletter noch nicht liest, den kannst du abonnieren unter isabelpropst.de/news und dann bekommst du sogar noch ein willkommenes Geschenk dazu nämlich unser e-book "Alternativen zum Lehrberuf" mit einer ganz langen und ausgewählten Liste mit Berufsalternativen. Den Link zu diesem Newsletter, den packen wir dir heute auch in die Show Notes, dann wirst du nämlich wöchentlich von mir auf dem laufenden Gehalten. Ich habe also eingeladen mir Fragen zu schicken und es wurden auch viele Fragen geschickt. Ich habe das über so ein Formular gesammelt, damit ich das direkt kompakt an einem Ort habe in so einem Spreadsheet und die Lektüre dieser Fragen, die hat mich sehr ins Nachdenken gebracht, muss ich ehrlich sagen, ich habe gerade gesagt, da sind viele super hilfreiche Fragen dabei, die ich gerne in Zukunft beantworte und ziemlich genau ein Drittel aller Fragen sprechen aber eine ganz andere Sprache, nämlich eine Sprache der Überlastung, der Hoffnungslosigkeit, des Zynismus, der unverholenden Aggression, nicht gegen mich, aber gegen die Situation. Eine Sprache von geringem Selbstwert, eine Sprache von errettet werden wollen, von Opferhaltung, das sage ich jetzt einfach mal so ganz deutlich, eine Sprache von Schulzuweisung, eine Sprache von Auswechslosigkeit. Sehr heftige, emotional besetzte Worte werden benutzt wie Schmarotza, Harakiri. Also, du kannst es dir vielleicht sogar vorstellen, weil du vielleicht auch schon mal in Situationen warst, der akuten Überlastung und Hoffnungslosigkeit, des Zynismus, der Überforderungen, vielleicht kennst du auch Personen in deinem Umfeld oder in deinem Koolegium, wo du diesen Eindruck manchmal hast, dass auf Verbaler Ebene etwas mitschwingt, das von ganz anderen problematiken herrührt. Das heißt, ein Drittel dieser Fragen, die mehr eingereicht wurden, sind meiner Ansicht nach eigentlich gar keine Fragen, sondern Symptome. Fragen, die gar keine ernsthafte Antwort erwarten, die im Grunde in der Fragestellung schon vorweg nehmen. Da bin ich jetzt aber mal gespannt, was du mir dazu bieten hast, weil da gibt es ja gar keine Antwort drauf. Also, Fragen, auf die ich inhaltlich eigentlich gar nicht ernsthaft eingehen kann, weil ich denke, diese Personen sind vielleicht auch da gar nicht so offen für, sondern wollten etwas ganz anderes bei mir ableaden und das hat sich gerade geboten. Und was so durch diese Fragen schwingt, da habe ich verschiedene Blickwinkel drauf, ich sehe da aus transaktionsanalytischer Hinsicht ganz viele Appelle aus dem kindlichen Anteil aus Schutzbedürftigen Anteilen, die eigentlich von älterlichen Anteilen errettet werden wollen. Also da sprechen an mich kindliche Anteile und wenn adressieren sie in mir, mein für sorgliches Eltern ich. Also das ist so die Natur der Transaktionsanalyse, dass man sich fragt, welcher Anteil in dir adressiert eigentlich, welchen Anteil in mir, mit welcher Intention. Also ich sehe ganz viel Schieflage in der Kommunikation, die entweder Bottom abgeht, aus einer Unterwerfungsposition oder Top Down aus einer Überlegenheitsposition, aber auf keinen Fall auf Augenhöhe in einer "Ich bin okay, du bist okay" Haltung. Also ich finde da ganz viel, ich bin nicht okay Haltung bei den Sprecher*innen. Na ja und was ich da auch anhand der Worte des Vokabolas, das da genutzt wird, aus allen Ecken sehe, ist dieser Zinismus und die Überlastung. Und das bringt mich heute zu dem Thema euch oder dir die 12 Phasen der Burnout Anbarnung einmal nahezu bringen. Ich weiß, dass Kunden und Kunden, die bei uns arbeiten, immer wieder überrascht sind, dass wir ihnen am Anfang der Zusammenarbeit einen Burnout selbst test empfehlen und viele sind überrascht, dass sie schon auf fortgeschrittenen Stadien sich bewegen. Natürlich gibt es da Abstufungen, wo Coaching eigentlich noch vollkommen in Ordnung ist und es gibt Abstufungen. Ab da wird es wirklich klinisch problematisch. Da muss eigentlich eine sofortige Arbeitsunfähigkeit her, so was haben wir in der Regel im Coaching nicht. Und wenn dann finden wir Lösungen. Aber unsere Kunden und Kunden, die durchlaufen in der Regel oder entscheiden sich, am Anfang dafür dieses Angebot anzunehmen, einen Burnout selbst test zu machen und dieser Test, der beruht auf einem sehr etablierten Modell der 12 Anbarnungsphasen von Burnout, die ich dir heute einmal antragen möchte als Reflexionsgrundlage für dich, wo du vielleicht in einem schleichenden Prozess stehst. Denn wir Lehrkräfte haben manchmal so den Trugschluss, na ja, Burnout, das ist, wenn ich dann morgens nicht mehr aufstehen kann und nur noch die Decke anstache. Ja, das ist dann wahrscheinlich eher das vorletzte Stadion von Burnout. Burnout ist wirklich etwas, dass sich über Jahre auftürmen kann und viele Phasen durchläuft und ich bin mir sicher, du als Hörerin oder als Hörer, erkennt's da einige Symptome wieder. Lange Rede kurz da sind, ich nehme dich jetzt mit in dieses zwölf Stufemodell des Burnouts, das zeigt, wie aus Home Engagement langsam erschöpfung wird, dann Depression und schließlich totale Ausgebrandheit, bis übrigens hin zu Suizidalität. Von daher, Triggerwarnung, es geht in dieser Folge nicht im Schwerpunkt um Suizidalität, aber in der 12. Stufe, der 10. bis 12. Stufe, da empfehlen Akutkliniken, Patientinnen und Patienten gleichzeitig die Wahrnahme von Suizid-Preventionsangeboten. Also so dramatisch ist das. Wichtig ist, diese Folge ersetzt natürlich jetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung, wenn du dich in einer der späteren Phasen wieder erkenntst, dann suche bitte frühzeitig professionelle Unterstützung. Zum Beispiel kannst du zu deinem Hausarzt gehen oder Hausärzt, denn das wäre die erste Anlage. auf Stelle, vielleicht zum Facharzt zu Psychiaterninnen. Vielleicht hast du Zugang zu Psychotherapie. Man kann auch in ein sozial psychiatisches Zentrum gehen. Das haben in der Regel die Kommunen mit einer Akutsprächstunde, wo Studierende Psychotherapeut*innen schon ihre erste Praxis-Erfahrung machen. Also da hast du zumindest eine Erstanlaufstelle. Vielleicht ist für dich auch eine psychosomatische Klinik-Relevant. Das könntest du z.B. mit deiner Hausärztin oder Hausarzt besprechen. So, warum sind eigentlich Lehrkräfte so gefährdet? Da gibt es jetzt viel, was man dazu sagen könnte. Lehrkräfte bringen häufig genau die Eigenschaften mit die im Burn-Out-Modell am Anfang stehen und eigentlich auch die Voraussetzungen dafür sind, dass sich ein Burn-Out entwickeln kann. Nämlich hohes Verantwortungsgefühl, Idealismus, Perfektionismus, und die Tendenz sich Überleistung zu definieren. Und das trifft auf ein System, das ein Fass ohne Boden ist. Das ist also ein suboptimaler Cocktail, bzw. eigentlich der perfekte Cocktail um Burn-Out zu befeuern. Im Alltag heißt das natürlich Klassenführen, individuelle Förderungen, Inklusion, Elterngespräche, Dokumentation, Korrekturen, ständige Erreichbarkeit und ein System, das ja jetzt selten sagt. So, jetzt hast du genug getan. Jetzt könnt ihr mal eine Pause. Einen öffentlichen und wissenschaftlich validierten Burn-Out-Test auch den hänge ich dir in den Show-Nords an. Nämlich von der großen Homepage oder von der großen Internetseite, Therapie.de. Der ist wirklich wissenschaftlich fundiert, psychotherapeutisch abgesegnet und der taugt für eine Erstensibilisierung. Okay, so, wichtig ist, wenn ich jetzt zur Phasen-Schildere nicht jeder durchläuft, jede Phase gleich. Manche Personen überspringen Phasen. Manche Phasen können sehr lange dauern, andere sind eher kurz. Also, glaube nicht, das hätte alles jetzt liniert. Das hätte alles jetzt linierend Charakter. Wir schauen einmal auf die Phase 1. Das ist der Zwang, sich beweisen zu müssen. In der ersten Phase, da beschreibt dieses 12-Stufenmodell einen starken inneren Druck, sich beweisen zu wollen, hohes Engagement, hohe Ansprüche an die eigene Arbeit, häufiges, berufliches, unter Strom stehen und viele Lehrkräfte kennen das ausgedanken, wie, "Hach, ich muss meiner Klasse noch was besseres bieten können. Ich darf mir hier keinen Fehler erlauben." Oder vielleicht merkt man das auch in dem Gefühl, "Ich bin nichts Genügen, irgendwie falsch zu sein, wenn man früher nach Hause geht, die anderen Kollegen gehen doch auch über ihre Grenzen." Und vielleicht erkennst du dich da in setzen, wie, "Ja, es ist mir sehr wichtig, meine Arbeit besonders gut zu machen." Oder "Ich kann doch nicht als allererster jetzt hier gehen." Kennst du sicherlich? Also, bin ich mir sicher diese Phase, die kennt eigentlich fast jeder, zumindest der diesen Podcast hört. Sag mal es mal so. Phase 2, das ist jedes verstärkten Einsatzes. In Phase 2 wird dieser Einsatz noch weiter hochgefahren, überstunden, immer schneller arbeiten. Und gleichzeitig ständig das Gefühl hinterher zu sein. Dinge delegieren, das kommt nicht so in Frage, weil viele sich als unersetzbar erleben. Also, wenn ich das nicht mache, dann macht sie keiner richtig. Macht mir keiner gut genug, nur ich kenne die Details. Das ist tatsächlich keine konstruktive und hilfreiche Haltung, sondern das ist schon eine Psychonynamik, die in Burnout führen kann. Das kann bedeuten, du nimmst noch eine AG oben drauf, noch ein Projekt. Du machst die Klassenfahrt auch noch als Begleitung mit, obwohl es eigentlich mit der Klausurphase nicht so richtig zusammenpasst. Du machst Dinge, weil du es halt schon auch irgendwie gut kannst und deine Wochenenden verschwinden in Korrekturen und Vorbereitungen. In Phase 3 startet die Vernachlässigung eigener Bedürfnisse. Da rutscht die Selbstführsorge endgültig nach hinten. Das bedeutet, Arbeit geht vor, Privatleben und Regeneration werden zweitrangig. Viele Betroffenen haben das Gefühl, ja, wo bleibt ich hier eigentlich noch? Mein Leben kommt schon auch irgendwie zu kurz. Nach der Arbeit bin ich viel zu müde für meine Familie, für meine Kinder. Ach, meine Kinder ist noch irgendwo hinfahren oder die selber bei den Hausaufgaben begleiten. Da habe ich echt keinen Nerven mehr. Und wenn meine Partnerinnen oder Partner dann auch noch irgendwie eine trübe Miene macht, habe ich schon gar keine Lust. Auch nicht auf Freunde oder Hobbies. Das ist auch die Phase, wo Personen vielleicht vermehrt zu stofflichen Dingen, wie Kaffee, Nekotin oder Alkohol greifen, um sich wachzuhalten. Lasst uns fähig zu halten. Typische Sätze wären da. Also ich treffe meine Freundinnen und Freunde nur noch in den Ferien. Die Wochenenden, ne. Also 21 Uhr ist bei mir Sense. Da muss ich ins Bett oder oder, ist jetzt halt da und korrigiere noch. Weil dann sind meine Kinder im Bett. Aber eine Wochenende bin ich eigentlich nur noch platt und muss ja auch irgendwie noch den Haushalt zusammenhalten. Freunde da also höchstens noch in den Ferien. Und das ist auch die Phase, wo man vielleicht nachmittags extrem platt auf dem Sofa liegt und sich dann abends erst wieder aufrafft. Phase 4. Das ist die wo waren Signale langsam weggewischt werden. Das ist kennzeichnet für die nächsten, ich sag mal drei Phasen. Es geht bei Phase 4 um Verdrängung von Konflikten und Fehlern. Also es passiert schon doch auch, dass sie sich jetzt erste Fehler einschleichen, Dinge werden vergessen. Ah, vielleicht dann doch mal in den Klausurstapel, der eigentlich korrigiert ist, zu Hause auf dem Tisch liegen lassen oder den Schlüsselbund in der Schule liegen lassen, nach Hause fahren und dann vor verschlossener Eingangstür stehen. Das ist mir mal passiert. Schön bei 30 km/h anfahrt. Wenn du dann in Köln merkst, dass du noch mal zurück nach Bonn musst, weil dein Haustürschlüssel dann noch irgendwo liegt. Ja, das ist die Phase da tauchen körperliche Warnsignale auf, aber sie werden verdrängt. Das können Infekte sein, Schlafstörungen oder auch die Tendenz ständig von der Arbeit zu sprechen. Es kann sein, dass man Absprachen vergisst, Konferenzen, Termine und man ist das so weg mit. Na ja, ich bin jetzt gerade unkonzentriert und auf dem Sprung. Vielleicht merkst du, ich schlafe schlecht und innerlich bin ich eigentlich nur noch an der Arbeit. Du redest es aber klein. In Phase 5 passiert dann eine Umdeutung von Werten. Da kippt also langsam etwas. Soziale Kontakte, die einem früher Freude und Genuss bereitet haben, die werden plötzlich als Belastung erlebt. Und die redet man sich dann auch plötzlich klein. Also es könnte sein, dass man sagt, ja, also früher, da haben wir uns ja noch mit Gabi und Klaus einmal pro Woche zum Bett mitten getroffen. Aber ganz ehrlich, Gabi nervt und Klaus redet nur über sein blödes Auto. Ich hatte irgendwie noch nie Bock auf Gabi und Klaus. Das ist diese Umdeutung von Werten, über die ich da spreche. Es kann einfach sein, dass Dinge, die einem früher Spaß gemacht haben, dass man die jetzt wegredet. Und aus einer verkrampften Identifikation mit seiner Arbeit sich jetzt sagt, ja, nee, aber mir ist halt auch einfach die Arbeit wichtig jetzt gerade. Um man gesteht sich gar nicht mehr die Bedürfnisse ein und das früherer ich, dass man ja mal gut fand. Aber es darf nicht mehr sein. Darum werdet die Psyche es ab, um diese kognitive Dessonanz nicht mehr aushalten zu müssen. Das kann sein, dass das Robbi sind oder gemeinsam mit Zeit, mit Partner oder Partnerin. Es passiert so eine Umedikettierung. Vielleicht ist das die Phase, wo du auch da flera Zimmer meidest und sagst, also ganz ehrlich, also wir gehen die Kollegen auch einfach auf den Sack. Also ich gehe gar nicht mehr ins Lehrerzimmer mit diesem ganzen Small Talk. Ich bleib im abgeschlossenen Klassenraum in den Pausen. Familie in Feiernerven vielleicht, Termine, wo man sich mal abends mit Leuten zu Karten spielen getroffen hat oder sonstiges. Gleichzeitig steigt das empfinden, dass es doch jetzt deutlich belastender ist im Beruf als früher. In der Phase selbst gibt es einen Kipppunkt. Wer mir schon gehört, ne? Also es geht jetzt so um wahnsinnale wegwischen, Werte umdeuten und in Phase 6 da kippt jetzt etwas. Ab hier dominiert die Selbstverleugnung der Übergang von, ja doch schon sehr erschöpft bis zum Burnout, der ist jetzt erreicht. Also Personen würden jetzt von sich behaupten, dass sie eigentlich eher besonders belastet. sind, aber unverstanden sind. Das ist das Absurde daran. Also die würden von sich sagen in dieser Phase, "Ich bin schon auch irgendwie resylienter als andere. Mir kann man das zutrauen. Ich bin besonders taffe. Ich halte mehr Stress aus als andere. Man rückt also immer weiter weg von seinem körperlichen Bedürfnis erleben. Man hat gar keinen Zugriff mehr darauf zu merken, wie schlecht es einem schon geht. Sondern man ist da wirklich in einer Dissociation." So das kann bedeuten, dass man im Kollegeium sagt, "Oh ja, ja, Mann, ey, das halte überhaupt nicht aus. Ich weiß mich durch, obwohl du eigentlich ständig müde bist und dein Leben kaum noch zusammenhalten kannst. Vielleicht lehnt's du Hinweise von außen ab. Partner in oder Freunde, die sie Sorgen machen, haben ja vielleicht auch schon mal was gesagt und das wird es nervig erlebt und weggewischt. Psychosomatische Kliniken sagen an dieser Stelle, Abphase 6 wird eine Umkehr ohne medizinische Hilfe deutlich unwahrscheinlicher. Und das macht diese Phase so gefährlich. Weil vielleicht hast du schon Momente erlebt, wo du sagen würdest, ja, ich war auch schon mal an solchen Punkten. Und da ist im Grunde der Kippung schon erreicht, wo es ohne Hilfe schwierig wird zurück. Ab hier ist jetzt ein Zenit erreicht, ab dem es in eine doch rapide Ritalfalt geht, ab dieser Phase 7. Da wird es dann auch wirklich kritischer und auch hier nochmal der Hinweis. Wir reden über Depression und am Rande auch über Suizitalität. Ab der Phase 7 da ziehen sich betroffene Zunehmend zurück, fühlen sich hoffnungslos entfremdet und es gibt auch wirklich beobachtbare Leistungseinbußen, die dieser Person langsam auch bewusst werden. Dass da irgendwie nicht mehr die Performance kommt. Also die Vorbereitung schafft man einfach nicht mehr. Vielleicht liegen Klausuren dann auch einfach mal sechs Wochen da oder noch länger. Man kriegt es einfach nicht mehr hin, findet dafür Ausflüchte und weiß, ich bin überlastet, ich schaffe das, ich schaffe es nicht mehr. Und dann wird möglicherweise auch dann zu stofflichen Ersatzbefriedigungen, gegriffen, Alkohol, Medikamente beginnen da eine Rolle zu spielen bei manchen Personen. Es kann bedeuten im Privatleben, dass man sich wirklich kaum noch mit Freunden trifft. Das erscheint sinnlos, alles erscheint, zunehmend sinnlos und nach der Schule braucht man erstmal etwas um runterzukommen, nicht mehr nur das Koma auf dem Sofa, sondern vielleicht auch regelmäßigen Alkohol. Ab Phase acht, da werden diese Faltensänderungen dann auch für das Umfeld sehr deutlich betroffene, sind gereizt. Kritik wird abgewährt, nahe Menschen erleben plötzlich wirklich eine verwandelte Person, erleben vielleicht ein Wechsel zwischen Rückzug, totaler Mimosigkeit, dann geht sofort jemand an die Decke, wenn man das falsche Sagt gereizt hat und gleichzeitig erreicht man diese Person gar nicht mehr. In dieser Phase müssen sich betroffene Zwingen, sich überhaupt noch zu interessieren für andere Menschen, möchten zu Hause am liebsten gar nicht mehr angesprochen werden und betäuben sich mit Fernsehen, Internet und ja als Zeichen der Zeit vor allen Dingen mit Doom's growling am Smartphone. Also das Stundenlange Wischen durch Social Media, wo man hinterher überhaupt nicht mehr weiß, wo ist die Zeit geblieben und was habe ich mir jetzt schon wieder für eine Scheiße reingezogen, egal. In der Phase neun entsteht bei vielen Betroffenen das Gefühl wirklich nur noch Roboterhaft zu funktionieren, eine Hülle zu sein und sie spüren sich selbst und das eigene Leben gar nicht mehr wirklich. Auch die Wertschätzung für das Leben anderer Person schwindet. Also es ist der absolute Zynismus, Ekel und Verachtung, man hat überhaupt kein Bock mehr auf andere sich einzulassen, man sieht nur noch das schlechte und ich bin mir ziemlich sicher, dass du da auch Personen vor Augen hast, wo du sowas schon mal beobachtet hast, vielleicht im Kologium. Das ist die Phase, wo Angehörige sich wirklich tiefgehende Sorgen machen und betroffene komplett über ihre gesundheitlichen Grenzen hinweggehen. Also vielleicht gehst du jeden Tag in die Schule, obwohl du nur noch denkst, ich bin eine Hülle. Du erlebst Unterricht vielleicht wie eine Maschine, du funktionierst und du fühlst nichts mehr. Spätestens ab dieser Phase ist man im Grunde Arbeitsunfähig. Also ich denke, das wird dir auch beim Höhen klar, ne? Also eine Person, die so zum Unterricht antritt, die tut keinem beteiligten Eingefallen, richtet im Zweifelsfall mehr Schaden als gutes an. Und das ist wirklich die Phase, wo es um Arbeitsunfähigkeit und einen klaren Bedarf nach professioneller Hilfe geht. Die daran anschließenden Phasen, 10, 11 und 12, die sind jetzt auch wirklich von ausgeprägterm Krankheit zu wert. So sagt man das. Es geht um tiefe Depressionen bis hin zu suizialität. In Phase 10 dominiert eine tiefe inirellehre ständige Müdigkeit, Angst, Panik attacken, auch wirklich cognitiv eine geminnte Leistungsfähigkeit. Man kriegt es auch einfach nicht mehr auf die Reihe komplexen Gedankengängen zu folgen, hat Gedächtnislücken im Kurzzeitgedächtnis, ey, ne? Man sich plötzlich an manche Dinge nicht mehr oder kann sich nur noch über ganz kurze Strecken konzentrieren. Man erlebt sich wirklich farich schon der Gedanke an die Arbeit, wenn man so im Wochenende ist und an Montags denkt, löst wirklich katastrophisierende Gedankenspiralen aus. Und diese Phase, die beschreibt eine psychosomatische Klinik, auf der einen Seite ich war dann wirklich auch als die Depression, die ausgewachsene Depression. Die ist dann ab Phase 11 erreicht. Völlige Antriebs- und Lustlosigkeit, existenzielle Zweifel, gefühlte Lehre, Verzweiflung. In Phase 12 ist die seelische und oft auch körperliche Erschöpfung so groß, dass diese Person sich so erlebt, dass sie gar nichts mehr kann und Kliniken schätzen das wirklich auch als eine Phase akuta, so jetzt zieht Gefahr ein. Wenn du das hörst und du findest dich irgendwo zwischen den Phasen 10 und 12, dann bist du schwer krank und brauchst Hilfe. Du bist nicht zu schwach, zu dumm oder sonst warst, sondern du bist schwer krank. Dieses Modell soll dir keine Angst machen, sondern es soll dir Sprache, Worte und Orientierung geben, um zu reflektieren, wo steh ich eigentlich gerade. Es soll dir auch zeigen, dass Burnout nicht plötzlich kommt, sondern dass ich das wirklich über eine lange Zeit anbahnt und dass man an vielen Stellen früher aussteigen kann. Es muss nicht zu diesem Kippung kommen und wenn der Kippung schon da war, auch dann gibt es Wege zurück, man kann aber natürlich aussteigen, bevor es wirklich zu diesen ausgewachsenen zugespitzen stufen kommt. Das wünsche ich jedem und jeder. Wenn du das in Ruhe noch mal nachlesen möchtest, das ist relativ einfach aufwindbar, das kannst du googeln, nämlich die 12 Burnout Phasen nach Freudenberg. Hat jetzt nicht viel mit Freude zu tun, das ist vielleicht dann die Esilsbrücke Freudenberger und da kannst du diese Phasen nochmal durchlesen. Du findest das auf den Homepage, viele psychosomatische Kliniken, auch nochmal als stufenmodell beschrieben mit Einschätzungsbögen und so weiter. Vielleicht kannst du die heutige Folge zum Anlass nehmen, für dich zu reflektieren, in welcher Phase erkenntst du dich intuitiv am ersten von den Geschilderten? Welche kleinen Gewohnheiten haben sich bei dir schon eingeschlichen, überstunden, rückzug, selbstmedikationen? Also irgendetwas stoffliches sei es, Kaffee, Alkohol, Wapen oder auch Schlichtweg essen oder es ist ein ständiges zwanghaftes Denken an Schule und ich möchte dir hier noch ein paar Interventionsideen mit an die Hand geben. Ohne natürlich das das Therapie ersetzt. Also das muss jetzt jederzeit klar sein, du hast jetzt auch schon gemerkt, es gibt Phasen, bitte sind es ab der Phase sieben, da wird es dann ohne therapeutische Hilfe schwierig. Von daher kann ich dir hier erstmal nur niedrigschwellige Ideen geben. Das können einfach wachsame selbst, checks sein. Einmal am Tag, am Ende des Tages vielleicht auch einfach einmal die Woche. Wie geht es mir körperlich? Wie geht es mir emotional? Wie geht es mir sozial? Und wenn ihr das schwer fällt, dann mache es mit Skalen. Das ist wirklich ein beliebtes Tool aus Coachings, dass du das Schlichtweg mit Punkten benenzt. Also mach dir da vielleicht drei, vier, fünf Skalen über dein qualitatives Erleben. Eine Skala von 0 bis 10. 10 ist Tippy Toppy super duper und 0 ist wirklich gar nichts. Und dann kannst du bilanzieren. Vielleicht machst du es am Wochenende, bevor die Woche startet. Also wie ging es mir in der vergangenen Woche körperlich? Von 0 bis 10? Wie ging es mir emotional? Wie ging es mir sozial? Also mein miteinander, meine Beziehungen betreffend. Und so wird das Ganze zumindest benenbar. Und weniger so Piektief. Natürlich ist das immer noch so Piektief. Aber es ist in einem Bezugsrahmen, in einem künstlich geschaffenen Bezugsrahmen. Und das ist im Coaching sehr hilfreich, denn das macht Probleme behandelbar. Und kann dann auch den Blick auf hilfreicher Schritte eröffnen? Genau, das wäre eine Idee. Dann wäre ein wachsames gehen durch den Schulalltag in Hinsicht auf deine vielleicht Neigungen zu Perfektionen oder dazu, zu oft Jahr zu sagen, vielleicht empfehlen es wert. Also alleine erst mal wachsamer durch den Alltag zu gehen. Wo habe ich mich von meiner Perfektion wieder mehr mitreißen lassen als mir das gut tut? Wo hätte ich lieber nein gesagt als ja? Wo hätte ich lieber anders priorisiert? Oder wie könnte ich anders priorisieren? Wie kann ich meine Arbeitszeiten klarer im Rahmen halten und wirklich auch in ihnen bleiben, wenn ich mir das vornehme, feste Zeiten setzen? Natürlich kann es hilfreich sein, Unterstützung zu holen, im Rahmen von Supervision, Coaching, vertrauensvollen Kolleginnen, kollegalen Fallberatungen. Es ist aber eher was das sich nicht mit akutabelastung befasst. Terapreuten Suche, ab einem bestimmten Zeitpunkt oder zuerst der vertrauensvolle Gang zum Hausarzt und zu Hausarztin. Und wie gesagt, Coaching ist sehr hilfreich. Ab einer bestimmten Stufe ist es aber nicht mehr wirksam. Man muss also in einem gewissen, grün gelben Bereich sich befinden, damit Coaching umgesetzt werden kann. Wenn der Bereich gelb rot ist, dann ist es wahrscheinlich, dass man auch im Coaching wenig erarbeitet für sich, weil es doch erst mal um Therapie gehit. Bei Dingen wie anhalten der Erschöpfung, Schlafstörung, psychosomatischen Beschwerden, das ist etwas ernst zu nehmen. Es kann sich zumindest zu etwas wirklich gravierend auswachsen. Wenn für dich Coaching aktuell relevant erscheint, du weißt, wenn du diesen Podcast hörst, du hast jederzeit die Möglichkeit, mit uns in ein kostenfreies Erstgespräch zu gehen. Gleichzeitig möchte ich dir hier transparent machen, dass viele Personen zu uns kommen in Erstgespräche, die sich schon in so akuten Belastungssituationen befinden, dass Coaching erst mal vertagt werden muss. Da muss man sich ehrlich machen. Also wir beurteilen dich nicht, wir verurteilen dich nicht. Wir klären auf. Und wenn aus dem Gespräch der Eindruck beim Team entstehen sollte, dass man dann noch mal ein Fragezeichen dran hängt, ob Coaching dir wirklich gerade helfen kann, dann wird dir ein Hand-Out ausgehendigt, dass du mit zu einem Therapeuten und Arzt nehmen kannst, um das für dich zu erweigen. Denn ja, es leider neigen viele Lehrkräfte dazu, ihre Problematik so zu verschleppen. Dass sie in eine Situation kommen, wo sie die gar nicht mehr alleine lösen können. Von daher, wir beurteilen das sehr ehrlich und wertschätzend in einem Erstgespräch. Und ich würde dich bitten, dass du da auch für dich prüfst. Empfindest du dich eher in den Stufen 1 bis 6 oder hat das Ganze für dich schon wirklich den Charakter einer Talfahrt angenommen, denn dann wäre das ein klare Zeichen Therapie zu priorisieren. In anderen Kontexten mit belasteten Menschen arbeiten Coaches unhin, sonst würden diese Personen häufig nicht in ein Coaching kommen. Also das alleine hat noch keinen Krankheitswert. Gleichzeitig gibt es natürlich Stufen von Belastungen, die gehören nicht mehr ins Coaching. Das als Disclaimer, wir sprechen gerne mit dir zu dem Zeitpunkt, den du bestimmt trag dich gerne zu einem Erstgespräch ein. Und dann schauen wir, welche Ziele du erreichen möchtest und ob wir das zusammen tun können und zu welchem Zeitpunkt das vielleicht der Fall wäre. Wichtig ist, warte nicht bis gar nichts mehr geht oder bis sich das Problem von selbst löst. Denn du ahnst, das wird es nicht. Heute eine nachdenkliche Folge, trotz heiligen Geist, der auf die Erde in sein wurde oder vielleicht kontemplativ sogar passend und im 14 Tagen hören wir uns wieder. Darauf freue ich mich. Bis zum nächsten Mal. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Podcast erscheint ab sofort nur noch alle zwei Wochen (14-tägig), um die hohe inhaltliche und produktionstechnische Qualität zu erhalten.
  2. Die Änderung der Frequenz ist Teil eines umfassenden Rebrandings (neue Farbe Gelb, neue Homepage, neuer Look in Social Media).
  3. Ein Drittel der eingesendeten Hörerfragen sind keine echten Fragen, sondern Symptome von Überlastung, Hoffnungslosigkeit und Zynismus, die auf eine akute Krise hindeuten.
  4. Für Personen in akuten psychologischen Krisen ist Coaching nicht geeignet; stattdessen ist therapeutische und medizinische Begleitung notwendig.
  5. Die 12 Phasen der Burnout-Entwicklung werden vorgestellt
  6. Lehrkräfte sind besonders gefährdet, da sie oft hohes Verantwortungsgefühl, Idealismus und Perfektionismus mitbringen, die in einem überfordernden System aufeinandertreffen.
  7. Ein wissenschaftlich validierter Burnout-Test (z.B. von therapie.de) wird empfohlen, um eine Erstsensibilisierung zu erhalten.

Summary:

Die Podcast-Hostess kündigt eine wesentliche Änderung an: Der Podcast erscheint künftig nur noch alle zwei Wochen statt wöchentlich. Dieser Schritt wird mit dem hohen Qualitätsanspruch begründet – sowohl inhaltlich als auch produktionstechnisch. Die Entscheidung fiel nach einer kritischen Analyse, bei der die Hostess feststellte, dass eine wöchentliche Frequenz entweder zu Lasten der Audioqualität, der Inhalte oder der persönlichen Beteiligung gegangen wäre. Stattdessen setzt das Team auf ein 14-tägiges Format, um die gewohnte Professionalität und Tiefe zu bewahren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Burnout-Prävention. Die Hostess berichtet, dass ein Drittel der eingesendeten Hörerfragen eigentlich keine echten Fragen seien, sondern Symptome von Überlastung, Hoffnungslosigkeit und Zynismus – ein Alarmzeichen. Sie betont, dass in akuten Krisen Coaching nicht das richtige Format ist; hier sei eine therapeutische oder medizinische Begleitung notwendig. Anschließend stellt sie das 12-Phasen-Modell der Burnout-Entwicklung vor, das vom Zwang, sich beweisen zu müssen, über die Vernachlässigung eigener Bedürfnisse bis hin zur totalen Erschöpfung reicht. Besonders gefährdet seien Lehrkräfte aufgrund ihres hohen Idealismus, Perfektionismus und Verantwortungsgefühls in einem System, das kaum Pausen vorsieht. Die Hostess empfiehlt einen wissenschaftlich validierten Selbsttest, um frühzeitig zu erkennen, in welcher Phase man sich befindet, und ruft dazu auf, frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen.

FAQs

Frühe Anzeichen sind anhaltende Erschöpfung, Schlafstörungen und psychosomatische Beschwerden. Es ist wichtig, diese ernst zu nehmen und frühzeitig ärztliche Hilfe zu suchen.

Um die hohe inhaltliche und produktionstechnische Qualität beizubehalten, ohne Abstriche zu machen. Das Team hat sich für eine Frequenzänderung entschieden, statt die Qualität zu senken.

Du kannst den Newsletter unter isabelpropst.de/news abonnieren. Als Willkommensgeschenk erhältst du das E-Book 'Alternativen zum Lehrberuf' mit einer Liste von Berufsalternativen.

In akuten Krisensituationen ist Coaching nicht geeignet, da es zu Ohnmachtserleben und Bestätigung von Versagensgefühlen führen kann. In solchen Fällen ist therapeutische und medizinische Begleitung notwendig.

Lehrkräfte haben oft hohes Verantwortungsgefühl, Idealismus, Perfektionismus und die Tendenz zur Überleistung. Diese Eigenschaften treffen auf ein System ohne klare Grenzen, was Burnout begünstigt.

Das Modell beschreibt Phasen wie den Zwang, sich beweisen zu müssen, verstärkten Einsatz, Vernachlässigung eigener Bedürfnisse und fortschreitende Erschöpfung bis hin zu Depression und Ausgebranntheit.

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