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16 Musik und Sprache

from Sprachbildung in Kitas

31m 35s

16 Musik und Sprache

Musik spielt eine entscheidende Rolle in der Sprachförderung im frühen Kindesalter, da sie durch gemeinsame Melodie, Rhythmus und Bewegung direkt mit der sprachlichen Entwicklung verbunden ist. In der Praxis werden durch Rhythmus, Body-Percussion und Stimmspiele nicht nur die Wahrnehmung von Wörtern gefördert, sondern auch die phonologische Bewusstheit und die Aussprache verbessert. Lieder mit Gesten, die Kinder aktiv einbinden, unterstützen die sprachliche Verarbeitung und die Entwicklung des Wortschatzes. Musik ist außerdem inklusiv, da sie über Sprache hinaus allen Kindern, auch mit Beeinträchtigungen, Zugang zu klanglichen und körperlichen Erfahrungen bietet. Fachkräfte können durch einfache, alltagstaugliche Aktivitäten wie rhythmische Begrüßungen, Stimmspielgeschichten oder falsche Wörter im Lied die Sprechfreude der Kinder fördern. Ein offener Musikbegriff, der auch körperliche und klangliche Impulse der Kinder einbezieht, fördert Inklusion und Zusammenhängen zwischen Musik, Bewegung und Sprache. Der Dialog zeigt, dass Musik eine universelle, lebendige und kreative Möglichkeit ist, die Sprachentwicklung und die Beziehung zwischen Pädagogen und Kindern zu stärken.

Transcription

3868 Words, 24802 Characters

German
Herzlich Willkommen beim Podcast für Sprachbildung und Sprachförderung in Kitas. Schön, dass du dabei bist. Mein Name ist Karin Schäfer und ich begleite dich als Kindheitspädagogin auf dieser Reise. Unterwegs sprechen wir mit Expertenen zu allen Themen rund um Sprachförderung und Sprachförderung im frühkindlichen Bereich. Also, oren auf und los geht's! Heute haben wir E-Fabialas zu Gast. Ich freue mich sehr, dass du dir die Zeit genommen hast. E-Fab magst du dich unseren Zuhörer in einmal vorstellen? Ja, hallo, ich freue mich auch, dass ich hier sein kann. Ich bin Dozentin in der Erwachsenenbildung mit dem Schwerpunkt Musikinner-Kita. Und ich habe viele Jahre als musikalische Leitung und auch als Bezugsetzerin in einem Kindergarten gearbeitet, im Hamburger Musikkindergarten. Vorher war ich an der Musikschule, habe dort Eltern-Kingruppen unterrichtet und auch Blockflöte. Also habe auch Instrumenteil-Pädagogik studiert. Das ist mein Hauptberuf. Und dann habe ich noch zwei weitere Standbeine. Einmal bin ich Projektmanagerin für das Netzwerk Kitasmusik-NW. Das ist angegliedert an die Landesmusikakademie-NW. Und ich habe vor einigen Jahren noch E-Dumusik gegründet. Das ist meine eigene Akademie für frühkündige musikalische Bildung. Und wir machen Fortbildungen, In-Haus-Seminare, Fortbildungsreisen, Videokurser und auch Beratwungen. Einfach rund um das Thema Musik in der Kita. Und ja, vielleicht zum Thema In-Haus-Seminare. Also wer sich für dieses Thema besonders interessiert, ich komme auch gerne natürlich in die Kitas. Und gebe da für die Kitas-Teams ganze Fortbildungs-Tage oder auch halbe Fortbildungs-Tage. Sehr schön, da werden wir auch irgendwas in den Show notes in der Beschreibung der Episode verlinken. Mit der Interesse steht. Und wunderbar. In diesem Podcast betrachten wir Sprachbildung und Sprachförderung im Kontext verschiedener Themenbereiche. Heute sprechen wir über die Bedeutung von Musik bei der Sprachanwicklung und Sprachförderung. Was hat dich auf dieses Thema gebracht? Ja, also in meiner Zeit im Musik-Kindergarten Hamburg haben wir ganz viel Musik mit den Kindern gemacht. Also Musik hat wirklich den Alltag begleitet in ganz vielen Situationen. Musik war einfach immer präsent. Und wir haben auch die Themen und Interessen der Kinder musikalisch umgesetzt. Und immer wieder beobachtet, wie fit unsere Kinder eigentlich sprachlich waren. Also sie konnten sich unglaublich gut Lied-Texte merken und Lieder wiedergeben. Wir haben zum Beispiel für die Lieder Bilder gemalt oder die Kinder haben Bilder gemalt. Einlaminiert und dann in ein Ordner getan. Das war unsere Liederteg. Und die Kinder, also selbst auch schon wirklich U3 Kinder, haben immer wieder diese Ordner durchgeblettet und konnten ein Riesenreportor an Liedern textlich singen. Also es war wirklich phenomenal. Also Musik wirkt einfach in Bezug auf Sprache sehr, sehr förderlich. Und natürlich haben Musik und Sprache auch viele Gemeinsamkeiten. Es liegt schon auf der Hand. Musik und Sprache haben zum Beispiel beide Melodie, Rhythmus, Pausen, Dynamik und so weiter. Das sind die sogenannten prosodischen Elemente. Und ja, schon ein bisschen deshalb sind beide Themen Bereiche ganz eng miteinander verknüpft. Genau, du bist darauf jetzt schon eingegangen und was bewirkt bzw. fördert Musik in der Kita? Ja, das ist tatsächlich in vielen Studien bewiesen, dass das Musik und musikalische Aktivitäten sich ganz positiv auf viele unterschiedliche kindliche Entwicklungsbereiche auswirken. Also das sind die sogenannten Transfereffekte. Der Bereich Sprache ist sehr gut erforscht, aber auch der Bereich Sozialkompetenz. Also da wirkt Musik auch sehr, sehr positiv auf das Sozialverhalten von Kindern. Darüber hinaus fördert Musik einfach die Bindung zwischen Fachkräften und Kindern. Das heißt, da finden Synchronisationsprozesses statt, wenn ich mit den Kindern gemeinsam singe, wenn ich mich bewege, wenn ich klatte und so weiter, dann ist das ein Synchronerprozess und das fördert eben schon von ganz alleine die Bindung. Das ist ein ganz wichtiger Punkt für dich. Die Konzentrationsfähigkeit, die Motorik, wenn ich viel mit den Kindern, mich bewege oder Instrumente spiele. Und ganz allgemein, das ist auch erforscht, z.B. gemeinsames Singen. Da werden Glückshormone ausgeschüttet und oder Stresshormone reduziert. Also es fördert auch die Resilienz, auch dazu gibt es Studien. Und ja, das wissen wir alle Musik kann, trösten Musik kann glücklich machen. Über Musik kann man Emotionen ausdrücken, die man vielleicht sonst verbal nicht so ausdrücken kann. Musik, Bautbrücken, Musik kann Menschen unterschiedlicher Herkunft verbinden. Also es wirkt einfach sehr inklusiv. Und was ich auch immer ganz wichtig finde, Musik steht auch einfach nur für sich. Also Musik ist etwas, was uns Freude bereitet uns Menschen, den Kindern auch. Und ja, man kann sagen, die Seele nähert. Und das habe ich in der Kita auch immer wieder beobachtet. Also Musik kann den Kita-Alltag tatsächlich verschönern und auch erleichtern. Und genau, wir wollen uns die Sprachentwicklung nochmal genauer anschauen, wie fördert Musik die Sprachentwicklung? Zum einen werden Musik und Sprache teilweise in der selben Gehirnregionen verarbeitet. Also, das heißt, wenn ich mit den Kindern Musik mache, dann ist das automatisch schon mal wirkt sich das auf die Sprache aus. Schon allein dadurch, dass es in der gleichen Gehirnregionen verarbeitet wird. Wenn ich viel Musik mit Kindern mache, wenn ich zum Beispiel mit Rhythmus spiele, wenn ich viel Rhythmisch spreche. Und dabei vielleicht noch Body-Pakaschen-Einsätze. So Body-Pakaschen heißt, ich nutze den Körper als Instrument. Ich klappe zum Beispiel auf meine Post, ich klatsche in die Hände, ich reibe, ich schnipse, ich stampfe, ich patsche auf die Oberschenkel, das ist eben zusammengefasst unter dem Titel Body-Pakaschen. Dann rhythmisch sprechen plus Body-Pakaschen. Das hilft den Kindern ungemein, den diesen Sprachstrom zu unterliedern. Also, die einzelnen Wörter im Grunde besser zu erkennen und zu identifizieren. Und damit eben auch Sprache zu entschlüsseln. Also, beispielsweise, wenn ich die Kinder morgens begrüße und dann vielleicht auch relativ schnell spreche, dann und sage, schön dich hier zu sehen, dann ist das im Grunde ein Klangfluss, ein Buchstabensalat, ein Klangsalat. Und für die Kinder ist das gar nicht so einfach zu hören, was sind denn jetzt die einzelnen Wörter? Also, wo fängt es an, wo hört es auf? Und was bedeuten die Wörter dann noch? Und wenn ich zum Beispiel aus so einem Begrüßungssatz ein rhythmischen Fers mache, das könnte man zum Beispiel im Morgenkreis gut machen, dann ist es für die Kinder viel leichter. Also, ich mache es mal vor, ich könnte sagen, guten Morgen, schön dich hier zu sehen. Also, ich weiß nicht, ob man die Bodypercussion gut gehört hat, aber ich spreche sehr deutlich, pronunziert. Und jede Silbe bekommt sozusagen noch eine Bodypercussion. Also, ich spüre die Silben sogar einzelnen Körper. Und so kann man Alltags integriert, Musik und Sprachförderung gleichzeitig machen. Wenn ich viel Signe mit Kindern, wenn ich Lieder natürlich auch wiederhole, dann prägen sich auch zum Beispiel grammatikalische Strukturen besser ein. Oder auch, wenn ich Lieder nutze, wo vielleicht unbekannte Wörter drin sind, dann wird automatisch der Wortschatz der Kinder erweitert. Wenn ich Lieder mit Gästen oder sogar mit Gebärden begleite, dann können Kinder verstehen besser, worum es eigentlich geht in diesem Lied, was die einzelnen Wörter eigentlich bedeuten. Ganz wichtig ist der Punkt auch phonologische Bewusstheit, wenn ich mit Kindern viel Singer oder auch Stimmspiele mache. Stimmspiele sind Spiele, wo man mit Stimmklängen experimentiert. Die Kinder machen das alles mit. Also sowas wie. Wenn ich sowas mache und die Kinder machen das mit, dann hier hilft ihnen das z.B. bei der Artikulation, bei der Bildung von lauten, von an lauten und auch beim unterscheiden dann natürlich von lauten. Und das ist ja ein ganz wichtiger Punkt in Bezug auf Sprache, also ob ich sage, das Kind Frist Gras oder das Rind Frist Gras, es ist nur dieser eine Laut, das K oder das R macht einen großen Unterschied und mit diesen Stimmspielen kann ich Kindern helfen, die Laute zu bilden und die Leute auch besser zu hören. Und also da gibt es auch ein ganz schönes Buch, was ich empfehlen kann, das heißt die Spinne spielt Klavier, es ist ein Geräuschebuch zu mitmachen im Karstenverlag, wo einfach nur Bilder abgebildet sind und die sehr anregend sind, um diese Geräusche und diese Stimmklänge einfach mit der Stimme nachzumachen. Und ja, tolle Möglichkeit, spielerisch mit den Kindern, Stimm und Sprachbildung zu machen. Also Musik hat eigentlich auf alle Sprachebenen einen ganz großen Effekt, kann man sagen. Ja, schön auch aufbauen und auf der letzten Episode Stimme, sehr passend, wie kann Musik für all taksentegräte Sprachbildung und Sprachförderung genutzt werden? Also der Vorteil von Musik ist ja, Musik kann in den ganzen Alltag begleiten, ritualerutigen im Morgenkreis und auch in der Interaktion spontan nebenbei, zwischendurch. Man kann auch konkrete Musikangebote machen und, ja, man hat im Grunde Stimme und Körper immer dabei, man braucht keine extra Materialien und man braucht auch keine extra Zeiten zu reservieren. Weil Musik einfach wirklich immer mitglaufen kann. Man kann die Themen der Kindermusikalisch umsetzen und das habe ich auch in meiner Zeit im Musikkindergarten Hamburg immer wieder beobachtet, wenn ich die Themen der Kinder aufgreife, also das, was sie wirklich interessiert. Und dann eben Angebote mache mit Rhythmus, mit Liedern, mit Stimmenklängen, dann sind sie begeistert dabei, dann machen sie mit, dann spielen sie mit und dann sprechen sie eben auch mit. Also da ist einfach die Sprechfreude dann angeregt darüber. Und natürlich, ich kann, oder das finde ich persönlich ganz wichtig, dass man die Kinder bei allen Angeboten partizipiert, also dass man wirklich, wenn man gemeinsam Musik macht, auch die Ideen der Kinder mit aufnimmt. Also man kann beispielsweise Klanggeschichten zusammen entwickeln, den Kindern immer wieder Fragen stellen, wie soll es denn weitergehen in der Geschichte, wie den trifft denn unsere Figur in der Geschichte und auch das wird natürlich Sprach anregend. Du hast schon einige Tipps genannt, wir wollen jetzt nochmal einige weitere konkrete Praxistipps nennen und zwar wir können pädagogische Fachkräfte musikalisch sprachlich unterstützen. Ja, da gibt es ganz viele Ideen, ein paar Beispiele kann ich nennen, da lässt sich aber wirklich auch einen ganzen Tag mitfüllen, aber so ein paar Ideen können ich vielleicht hier über diesen Podcast zeigen. Also eine Möglichkeit wäre zum Beispiel mit den Kindern zu singen, statt zu sprechen. Und zwar, wenn ich den Kindern irgendetwas sagen will oder sie etwas fragen will, dann könnte ich einfach eine, dass in einer Form von einem zwei Tonlied machen, das heißt, ich such mir zwei Töne zum Beispiel dieser Kuckuck-Suf und dann singe ich einfach, dass was ich sagen will, singe ich einfach. Hallo, Julia, schön, dass du da bist, was hast du heute gegessen? Was möchtest du heute machen? Und der Vorteil ist, sofort ist das Interesse der Kinder geweckt, die Höhren aufmerksam zu. Und wenn man das öfter macht, also man kann natürlich auch mehr Töne noch nutzen, drei Töne, vier Töne, fünf Töne. Dann fangen die Kinder auch oft an, singen zu antworten und dann merkt man, dann kommen sie in einen Fluss, also dann fangen die Wörter wirklich an zu fließen. Ich weiß nicht genau, was da im Gehirn passiert, aber sie müssen so sozusagen, dass in diesen Melodie Fluss bringen und ja, auch wunderbare Möglichkeit, um die Sprache eben in den Fluss zu bringen. Und macht den Kindern viel Spaß in der Regel, hab ich so erfahren, was man auch machen kann, sind Stimmspielgeschichten erzählen, also in diese Geschichte, also man erzählt eine Geschichte. Es kann ein Bilderbuch sein, das kann eine Geschichte sein, die man sich spontan ausdenkt oder auch eine Geschichte, die auf einen Lied vorbereitet. Und da bringt man dann Laute rein, die zum Beispiel gut für die Atmung sind, so zischlaute. Oder Lippenflattern ist auch ein tolles Stimmklang, lockert auch noch die ganze Mundmuskulatur oder Stimmklänge, die sich positiv auf die Atkulation auswirken, sowas wie Konzundanten, sowas wie tt, oder pp, pp. Und dann erzähle ich die Geschichte, zum Thema, was die Kinder interessiert, meine wegen, wir machen einen Besuch auf der Baustelle oder in einer Werkstatt. Und dann erzählen wir eben, dass wieder jemanden sehen, der hemmert und dann macht der Hammer halt, zusammen mit der Geste, tt, tt, tt, oder die Segel segt. So kann man im Grunde die ganze Welt verklanglichen, Kinder machen das sowieso und man kann die Lust der Kinder an diesem Lautieren in diesen Geschichten tatsächlich aufgreifen. Oder wenn ich zum Beispiel einen Herbst-Liezing will, dann könnte ich dazu vorher einfach eine kleine Stimmspielgeschichte zum Thema Herbst erzählen, wo Spezieren gehe und dann fängt der Regen an zu tropfen, macht es tt, tt, tt, oder der Wind raus, tt, tt, oder die Kastanien fallen auf dem Boden, plop, plop, plop, plop, plop. Und so weiter, also Stimmspielgeschichten sind eine ganz, ganz schöne Möglichkeit, Sprachförderung im Alltag zu machen. Ja, ich, ich, was ich auch immer gemacht habe, ist, die Lieder, die wir gesungen haben, mit Gesten oder Gebärden zu begleiten und auch die Kinder mit einzubeziehen, also zu fragen, wie wollen wir, weil sie nicht das Krokodil oder die Sonne oder das Auto darstellen oder auch kleine Zeichnungen anfertigen. So, entweder eine große Zeichnung von einem Lied oder auch kleines Zehen aufzumachen, also so, dass ein Lied dann fünf kleine Zeichnungen hat und dann beim Singen darauf zu zeigen, also hilft Kindern, Lili Sprache, die deutsche Sprache, vielleicht noch nicht so gut verstehen, hilft den sehr. Ja, dadurch, dass ich die Lieder viel wiederhole, prägen und sich die Wörter dann tatsächlich auch ein. Noch mehr? Ideen? Ich glaub noch mehr, sehr gerne. Kommt doch mal mit Zeitwerk. Was unglaublich viel Spaß macht und sehr gut ist, um die Sprechfreude der Kinder anzuregen. Wenn die Kinder ein Lied gut kennen, dann habe ich da manchmal falsche Wörter eingebaut und die Kinder dann gebeten, also gesagt Kinder, ich hab jetzt irgendwie ganz vergessen, wie dieses Lied geht, aber ich sing sie jetzt trotzdem mal. Und wenn ich ein falsches Wort benutze, dann sagt ihr mir kurz Bescheid, dann gibt es die Menzeichen, das kann so was sein wie Piep oder so. Und dann singe ich los, zum Beispiel, also das Lied alle meine Entchen und verändere dann einzelne Wörter, beispielsweise so. Alle meine Esel schwimmen auf dem See und dann die Kinder, nein, stopp, piep. Und dann sage ich, war was falsche, hab ich ein falsches Wort benutzt? Ja, das heißt doch Entchen. Ach so, heißt nicht Esel, nein, das heißt Entchen, so und du haben die Kinder wirklich Spaß am ins Sprechen kommen. Und dann kann ich weiter singen, alle meine Entchen schwimmen auf dem See, poppa und das Wasser, na sie in die Höhle. Und dann ist wieder großes "Hallo" und "Juhu" und ja, das ist so eine Möglichkeit, also falsche Wörter. Oder was auch gut funktioniert, ist, wenn ich die Themen und Interessen der Kinder in Musik beziehungsweise in Rhythmus umsetze, dann kann ich Rhythmusfase selbst erfinden, das ist relativ einfach. Man nimmt, also meine wegen des Thema Dinosaurier, das ist ja bei vielen Kindern so ein Highlight. Und dann denkt man sich zum Beispiel drei Sätze oder Wörter aus. Also der erste Satz oder das erste Wort könnte sein Tyrannosaurus rech's. Und das spreche ich dann Rhythmus. und begleite das dann noch mit Gesten oder mit Body Packagen. Ich zeig das mal und zwar bei dem Wort Tyrannosaurus, habe ich so meine Arme strecke ich vor mir aus, wie so ein großes Maul und öffne das dann und lass es dann wieder zu klappen mit einem Klatscher und dann stammt ich noch drei mal, das hört sich dann so an, Tyrannosaurus Rex, Tyrannosaurus Rex, Tyrannosaurus Rex, Tyrannosaurus Rex, also ist auch wichtig, dass man diese einzelnen Färse mehrmals wiederholt, ich würde sagen mindestens vier mal, damit die Kinder Zeit haben reinzukommen auch und mitmachen können. Das wäre der erste Färs, der zweite Färs könnte dann zum Beispiel sein vom Flugsaurier und zwar schwingig dann meine Arme wie große Flügel, Fluxaurier, ein großer Fluxaurier, Fluxaurier, ein großer Fluxaurier und so weiter und der dritte Färs könnte sein, also wir haben jetzt den Land Saurier, wir haben den Flug Saurier, fehlt noch der Meeresaurier, das könnte dann sein pitch und platz, Meeresaurier, pitch und platz, Meeresaurier, also das sind sogenannte Ritmikkels, da gibt es auch tolle Bücher zu, Ritmikkelbücher und der Vorteil ist, die kann ich mir selbst ausdenken und ich kann das genau auf die Ideen der Kinder anpassen und dann macht es den Kindern einen großen Spaß und dieses kleine Dino Ritmikkel war übrigens aus meinem Buch, was gerade neu erschien ist, was ich zusammen mit zwei Kolleginnen geschrieben habe, das ist die Schatzkiste Musik, das große Praxishandbuch für Krippe, U3, Kita, Kindergarten und Elementar-Pädagogik, wirklich ein sehr sehr umfangreiches Buch, knapp 400 Seiten, mit wirklich vielen bunten Ideen, mit Videos, mit CDs, einer Material-Sammlung, ein Praxishandbuch, also ja Musik gerne machen, möchte mit Kindern der findet da, der oder die findet da bestimmt irgendwas Schönes. Gute Nachrichten, auf den neuen Video-Fordbildungs-Kurs, Sprachförderung durch Musik von Eva Bialas oder auf einen der anderen Kurse, wie zum Beispiel Trommeln oder Singen mit Kindern, bekommen alle Hörer in das Podcast einmalig 50 Prozent Rabatt, bei Interesse einfach eine Anfrage für den individuellen Rabatt-Kurt-Permail an Eva Bialas. Ihre E-Mail-Adresse findet ihr in den Show-Nodes dieser Episode. Könntest du zusätzlich noch eine kurze Verknüpfung zwischen Musik und Bewegung und Musik und Gender herstellen? Ja, also Musik ist im Runde Bewegung, wenn ich singe, dann schwingen die Stimmenbänder zum Beispiel, wenn ich tanze, dann bewegt sich mein Körper, wenn ich ein Instrument spiele, zum Beispiel eine Rassel, dann erklingt nur etwas, wenn ich Bewegung erzeuge, also wenn ich schüttel, wenn ich das Instrument schüttel, also das ist auf natürliche Art und Weise schon verhanden, die Verknüpfung zwischen Musik und Bewegung. Natürlich kann ich auch in der Kita konkrete Bewegungsangebote machen, tanzen, Bewegungsliedersingen und auch da nochmal die Verknüpfung zur Sprachförderung, alles, was ich mit dem ganzen Körper mache, Körperspannung, Denung, die Atmung kommt in den Schum, das hat natürlich auch positiven Einfluss auf die Sprachentwicklung. Wenn ich Musik im Körper spüre, wenn ich den Rhythmus im Körper spüre, wenn ich mitwippe, mich mitbewege, klatsche, patche tanzen, dann spüre ich eben dieses rhythmische Element ganz deutlich im Körper und Rhythmus ist ja auch, wie gesagt, in der Sprache vorhanden, also auch da ist die Verknüpfung. Und zum Thema Gender und Musik, ja, das ist, also es lohnt sich immer wieder, genau hinzugucken, feinführlich mit dem Thema Gender oder nicht nur Gender, sondern allgemein mit dem Thema Universität, ganz feinführlich umzugehen, zu gucken, welche Liedersingen wir, welche Liederbücher haben, welche Klischees und Stereotypen sind dort abgebildet, wie kann ich die auflösen, gibt es vielleicht auch mal einen Liederbuch, was vielleicht mal rausgeschmissen werden soll, also auch vielleicht mal auf die Bilder in Büchern gucken, ja, also werden da wirklich nur Klischees abgebildet, ganz oft findet man gerade in so Afrika, Musikbüchern, ja, dann sieht man nur Kinder mit Baströckchen und so weiter und da wirklich genau hinzugucken, wo, wie wird wirklich die Universität abgebildet oder auch in Liedern gerne mal Texte umdichten oder zumindest thematisieren, also wenn wir zum Beispiel das Lied, was wir fast alle kennen, wer will fleißige Handwerker sehen, ja, es gibt nicht nur die Handwerker, es gibt eben auch die Handwerkerinnen und ich finde das ganz wichtig, dass man das thematisiert, damit die Kinder eine Bandbreite haben an an Ideen, was sie später machen wollen, also und da kann man auch Handwerkerinnen singen, da muss man etwas schneller singen, ja, wer will fleißige Handwerkerinnen sehen oder zumindest kann man manchmal funktioniert das auch nicht so gut wegen der Textverteilung, aber dann kann man zumindest vorher darüber sprechen und sagen, dass es auch die Handwerkerinnen gibt oder man erzählt eine Stimmspielgeschichte zum Thema, die Handwerkerinnen erlebt ein Abenteuer oder was auch immer, so dass man wirklich alle Bezüge da auch drin hat. Wie sehen deine Erfahrungen im Kontext von Mehrsparigkeit aus? Musik ist natürlich eine gute Möglichkeit in der Gita, die unterschiedlichen Sprachen der Kinder oder der Familien zu integrieren, also man kann zum Beispiel Liedersingen und zumindest mal vielleicht, wenn man Begrüßungslieder singt im Morgenkreis, vielleicht mal das Begrüßungswort, das deutsche Begrüßungswort, guten Tag oder guten Morgen einfach mal austauschen und dann, also wenn wir jetzt noch mal zurückkommen auf diesen Fast, den ich am Anfang gezeigt hab, guten Morgen schön dich hier zu sehen, dann kann man auch sagen, Bernostee, das schön dich hier zu sehen oder "Hey, hello" oder "namaste" oder "Salü Salam" und dann hat man, also es ist nicht noch nicht viel, aber es ist zumindest eine Geste und die Kinder freuen sich, vielleicht die, die auch wirklich noch nicht Deutsch gut verstehen, die freuen sich zumindest über einen Wort, was ihnen dann bekannt vorkommt und natürlich die Eltern freuen sich darüber auch. Man kann natürlich auch prima die Eltern mit einbinden, die Eltern bitten, uns Fachkräften liederbeizubringen aus ihrer Kultur, es auch wirkt sich einfach positiv auch auf das Vertrauen aus, auf die Elternarbeit. Und Musik ist natürlich auch sozusagen eine universelle Sprache, also es funktioniert auch nonverbal. Alle Kinder können teilhaben, mit Singen, mit Summen, wenn sie die Wörter noch nicht können, die Bewegungen mitmachen und so ist eben Musik ein ein inklusives Element, was alle verbindet. Ja, jetzt hast du den Begriff "Inclusiv" genannt, worauf Dürfen Fachkräfte deiner Meinung nach besonders achten und da berücksichtigungen von Inklusion. Ich finde ganz wichtig, dass die Fachkräfte erstmal überdenken oder reflektieren vielleicht, was ist denn eigentlich Musik? Was ist Musik für mich? Musik sind ja nicht nur vielleicht die perfekt intonierten Lieder, die richtig gesungenen Melodien, sondern Musik ist eben auch alles, was die Kinder mitbringen an Klängen oder Klänge, die sie erzeugen, klangliche Impulse, die die Kinder machen, also mit dem Baustein auf dem Boden klopfen. Das kann schon so ein musikalisches oder klangisches Ereignis, kann dann eben zu einer musikalischen Interaktion werden und so kann eben jedes Kind an Musik teilhaben, auch wenn es Beeinträchtigungen hat, also wenn ich auf die klanglichen Impulse der Kinder eingehe und sie aufgreife, dann ist das schon eine Form von Musik und sie vielleicht wiederhole oder noch weiterentwickelt, dann ist das eine schöne Form von Musik und dann kommt man eben zu einem offenen Musikbegriff im Gegensatz zu diesem sehr engen, schmalen Musikbegriff, wo auch viele Fachkräfte eben von sich selbst sagen, ich kann nicht singen oder ich bin unmusikalisch und das stimmt nicht, also es ist stimmt nicht und einfach weiter und offener denken und Inklusion findet eben dann statt, wenn alle Kinder teilhaben können und zwar gemäß ihre eigenen Fähigkeiten durch Geräusche, durch Lautieren, durch Klänge, durch Mitwippen oder auch nur durchs Zuhören. Mit welchen Worten möchtest du unser heutiges Gespräch gerne abschließen? Also ich würde gerne alle Fachkräfte ermutigen, Musik wirklich zu machen, traut euch ran, auch wenn ihr denkt ihr seid unmusikalisch, dass das stimmt nicht, jeder Mensch hat Musik in sich, entdeckt eure eigene Kreativität und entwickelt Lust am gemeinsamen musikalischen Forschen, gemeinsam mit den Kindern, macht euch auf musikalische Entdeckungsreise, macht musikalische Experimente, damit eben Musik auf Augen will, mit den Kindern stattfinden kann. Schöne Schlussworte, Eva vielen lieben Dank für dieses sehr ideenreiche Interview. Nun verabschiede ich mich von dir und auch allen Zuhörerinnen und wir hören uns am 21. November zur nächsten Episode wieder. Tschüss, tschüss. Schön, dass du heute dabei warst, ich wünsche dir und den Kindern wie immer viel Freude beim Umsetzen und wir hören uns beim nächsten Mal. Dieser Podcast wird gefördert durch die Stiftung "Raunschweige Schakulturbesitz" und das Gruf finanziert aus Mitteln der Kooperation Campus Kinder der Haarika mit der Stadt Hildesheim.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Musik fördert die sprachliche Entwicklung durch gemeinsame Rhythmus- und Liedaktivitäten, da Musik und Sprache gemeinsame prosodische Elemente wie Melodie, Rhythmus und Dynamik teilen.
  2. Musik wirkt positiv auf die Sozialkompetenz, die Bindung zwischen Fachkräften und Kindern sowie die Konzentration und Motorik der Kinder.
  3. Körperliche Interaktionen wie Body-Percussion und Stimmspiele unterstützen die phonologische Bewusstheit und die Aussprache bei Kindern.
  4. Lieder mit Gesten oder Gebärden helfen Kindern, den Text zu verstehen und Wörter besser zu erfassen, insbesondere bei der Entwicklung des Wortschatzes.
  5. Musik kann kulturell inklusiv sein, indem sie Sprachen, Geste und kulturelle Unterschiede respektiert und alle Kinder in musikalische Prozesse einbezieht.
  6. Musik bietet einfache, alltagstaugliche Methoden zur Sprachförderung, wie z. B. rhythmische Begrüßungen, Stimmspielgeschichten oder falsche Wörter im Lied.
  7. Fachkräfte sollten einen offenen Musikbegriff entwickeln, der auch klangliche Impulse und körperliche Aktionen der Kinder einbezieht, um Inklusion zu fördern.
  8. Musik ermöglicht gemeinsame Erfahrungen, die Freude, Resilienz und kreative Entfaltung der Kinder fördern und die Pädagogik lebendig machen.

Summary:

Musik spielt eine entscheidende Rolle in der Sprachförderung im frühen Kindesalter, da sie durch gemeinsame Melodie, Rhythmus und Bewegung direkt mit der sprachlichen Entwicklung verbunden ist. In der Praxis werden durch Rhythmus, Body-Percussion und Stimmspiele nicht nur die Wahrnehmung von Wörtern gefördert, sondern auch die phonologische Bewusstheit und die Aussprache verbessert. Lieder mit Gesten, die Kinder aktiv einbinden, unterstützen die sprachliche Verarbeitung und die Entwicklung des Wortschatzes.

Musik ist außerdem inklusiv, da sie über Sprache hinaus allen Kindern, auch mit Beeinträchtigungen, Zugang zu klanglichen und körperlichen Erfahrungen bietet. Fachkräfte können durch einfache, alltagstaugliche Aktivitäten wie rhythmische Begrüßungen, Stimmspielgeschichten oder falsche Wörter im Lied die Sprechfreude der Kinder fördern. Ein offener Musikbegriff, der auch körperliche und klangliche Impulse der Kinder einbezieht, fördert Inklusion und Zusammenhängen zwischen Musik, Bewegung und Sprache.

Der Dialog zeigt, dass Musik eine universelle, lebendige und kreative Möglichkeit ist, die Sprachentwicklung und die Beziehung zwischen Pädagogen und Kindern zu stärken.

FAQs

Musik und Sprache werden in ähnlichen Gehirnregionen verarbeitet. Durch rhythmische Sprache und Body-Percussion werden Wörter besser erkennbar und die phonologische Bewusstheit verbessert.

Man kann mit Kindern singen statt sprechen, Stimmspielgeschichten erzählen oder Lieder mit Gesten begleiten. Auch falsche Wörter im Lied eingebaut und korrigiert, fördert die Sprechfreude.

Musik fördert das Sozialverhalten, die Bindung zwischen Fachkräften und Kindern und die Konzentrationsfähigkeit durch gemeinsame Aktionen und Rhythmusaktivitäten.

Musik ist eine universelle Sprache, die alle Kinder erreicht – unabhängig von Sprachkenntnissen oder Fähigkeiten. Kinder können mit Singen, Summen oder Bewegungen teilnehmen.

Wenn Kinder unbekannte Wörter in Liedern hören oder mit Gebärden begleiten, werden diese Wörter automatisch im Gedächtnis gespeichert und der Wortschatz wird erweitert.

Sie können Lieder und Bilder überprüfen, um Stereotype zu vermeiden, z. B. durch die Einführung von Frauen in Handwerk oder durch die Zugänglichkeit verschiedener Kulturen in den Liedern.

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