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156 Dr. Kacik über ME/CFS & Long Covid: Was Hausärzte wissen sollten

25m 44s

156 Dr. Kacik über ME/CFS & Long Covid: Was Hausärzte wissen sollten

In dieser Episode spricht Dr. Karchik, ein auf ME/CFS und Long COVID spezialisierter Angiologe, über die essenzielle Rolle der Hausärzte in der Grundversorgung dieser Patienten. Er betont, dass Aktivierung (z. B. Bewegung) schädlich ist und stattdessen Pacing (Energiemanagement) das zentrale Therapieprinzip darstellt. Dysautonomie, insbesondere POTS, betrifft fast alle Patienten und kann mit bekannten Medikamenten wie Ivabradin oder Nebivolol behandelt werden. Ein häufiges Problem ist, dass Hausärzte aufgrund unauffälliger Laborwerte (Blutbild, CRP) fälschlicherweise eine psychische Ursache vermuten. Dr. Karchik erklärt, dass die Diagnose auf klinischen Kriterien wie den kanadischen Kriterien basiert und Laborwerte oft nicht hilfreich sind. Die Ausschlussdiagnostik (z. B. MRT Schädel, Schilddrüsen- oder Eisenmangeluntersuchungen) kann parallel zur Behandlung erfolgen, um Zeit zu sparen und eine Chronifizierung zu vermeiden. Hausärzte können viele Schritte selbst durchführen, etwa ein MRT verordnen, ohne auf Facharzttermine warten zu müssen. Dr. Karchik selbst klärt spezifisch Gefäßfunktionsstörungen und Small Fiber Neuropathie ab, die bei ME/CFS häufig vorkommen und therapeutisch relevant sind. Ziel ist es, Hausärzte zu befähigen, Basiswissen und einfache Therapien anzuwenden, um Patienten langfristig zu betreuen.

Transcription

3461 Words, 23007 Characters

German
Dr. Karchik ist Facharzt für Angiologie und hat sich mittlerweile wirklich spezialisiert auf ME, CFS und Long COVID. Also er behandelt nur noch Patienten mit diesem Erkrankungsbild und erkennt sich wirklich aus und deswegen spreche ich hier mit ihm zum vierten Mal. Und zwar sprechen wir über drei Stunden lang und in den ersten 20 Minuten erzählt Dr. Karchik, was ihm auf dem Herzen liegt, was besonders auch für Hausärztinnen und Hausärzte so wichtig ist. Und deswegen habe ich daraus eine extra Folge gemacht, speziell für Hausärzte, für Hausärztinnen, aber auch für Menschen, die zum ersten Mal mit der Erkrankung konfrontiert sind bzw. jetzt vielleicht die Diagnose bekommen und nicht wissen wo sollen sie anfangen. Wie kann mein Hausärzt mehr helfen, wo soll ich sonst noch hin? Also darüber sprechen wir in dieser Episode. Wir sprechen über das, was gerade am Anfang so wichtig ist, dass wir es wissen, also warum die hausärztliche Versorgung sehr entscheidend ist. Warum aktivierung nicht hilft und pacing, dagegen so so wichtig ist. Dann über Medikamente bei Dysautonomie, was Hausärzte dazu wissen sollten. Warum Laborwerte oft nicht weiter helfen? Wir sprechen über Diagnostik, ohne Labor, also die Bedeutung klinischer Kriterien. Dann auch über die Ausschlussdiagnostik, die eben auch ganz wichtig ist und die man parallel zu anderen Behandlungen schon weiterführen kann und sollte. Und wir sprechen auch über Dysautonomie und Pots, was da zu beachten ist, genauso über Small Fiber Neuropartie und über Immunglobolina. Also wir sprechen über einige ganz wichtige Punkte, immer nur relativ kurz, aber diese Episode gibt einen guten Einblick, einen guten Überblick. Und alle, die die Fasimail abonniert haben, die finden die verschriftlichung auch noch mal im internen Bereich und übrigens gelangt die Fasimail momentan bei vielen in den Spam Ordner. Also wenn du in der letzten Wochen nichts bekommen hast, dann liegt es daran, dass es bei dir wahrscheinlich im Spam gelandet ist und ich lade dich ein, gleich dich nochmal neu einzutragen und dann auch die E-Mailer-Dresse in deinen Kontakten zu enttalegen, so dass es nicht als Spam erkannt wird. Und wenn sie als Ärztin, als Arzt zuhören, dann lade ich sie herzlich ein, auch über das Kontaktformular Flyer zu bestellen, damit sie ihren Patienten und Patienten solche Flyer weitergeben können und auf Fasination hinweisen, damit die Betroffenen hier im Podcast auf der Webseite hilfreiche Informationen bekommen, was zu tun ist, wenn sie eben unter chronischer Fatig mit den unterschiedlichen Symptomen leiden. Also ob MECFS, Long COVID, Post-Wek oder was immer es am Ende ist. Also bestellen sie sehr gerne Flyer. Und jetzt steigen wir direkt ein, ins Gespräch und ich sage "Hallo Herr Dr. Kaczik". Vielen Dank für die Einladung. Mich freut es auch, dass wir jetzt eine weitere Episode machen. Ich habe ja jetzt schon von vielen anderen Patienten immer wieder das Feedback bekommen, dass die Podcast wirklich sehr hilfreich sind, dass man darüber relativ einfach Informationen an die Patienten weiter tragen kann. Aber es wird momentan nicht nur von den Patienten ganz gut angenommen, sondern es wird auch von ersterchen Kollegen tatsächlich ganz gut angenommen. Das heißt auch die Nutzen, diese vereimfachte Variante der Informationsweitergabe, um einfach bei diesen Krankheitsbettern MECFS Post-COVID sich anzulehnen. Und da denke ich, da haben wir eine ganz gute Variante, worüber wir letztendlich relativ effektiv Informationen an Patienten, aber auch an Versorgungsstrukturen weitergeben können. Und ich denke, da sollten wir auch dran bleiben, weil wir haben ja, wie gesagt, Erkrankungen die sind chronifiziert. Die Patienten brauchen letztendlich eine dauerhafte Betreuung oder eine längerfristige Betreuung. Es gibt da wirklich Patienten, die zum Teil so genesen, dass die ihren Beruf und ihr Leben wieder normal führen können. Also diese Verläufe, die hat man ja grücklicherweise auch, die brauchen dann nicht diese intensivierte Betreuung in der ambulanten Versorgung. Aber es gibt auch wiederum Patienten, bei denen ist das Krankheitsbild einfach hartnäckiger, die sind schwerer betroffen oder die machen Fortschritte, die machen dann irgendwann wieder Rückschritte. Also da gibt es ja die unterschiedlichen Verläufe. Das ist ja das Schlimme eigentlich an dieser Erkrankung, dass man nie weiß, wann es wieder sich verschlechtern kann. Da reicht ja einen Virusinfekt, da reicht eine Überbelastung oder da reicht eine familiäre Situation, die dann wiederum zu einer Verstechterung führen kann. Also da ist immer eine Unsicherheit, die die Erkrankung einfach mit sich bringt und deshalb sind die Menschen auf Grundversorgungsstrukturen angewiesen. Das ist ganz wichtig und in der Grundversorgung brauchen wir die Hauswärts. Und wir brauchen Hausärzte, die sich in diese Erkrankung einlesen, in diese Erkrankung einarbeiten, auch diese komplexen Mechanismen, die durch diese Erkrankung oder die die Erkrankung mit sich bringt, dass die verstanden werden. Keine erwartet das Hausärzte sich wie ein Facharzt, der sich tagtäglich mit diesen Erkrankungen beschäftigt, dass der das auch in dieser Form macht. Das erwartet gar keiner. Sondern es wird nur erwartet, dass man ein Grundverständnis über den Mechanismen hat, damit man sich ein bisschen in die Situation des Patienten hineinversetzen kann, dass man weiß, z.B. Aktivierung nicht die Maßnahme ist, die man den Patienten empfehlen sollte, damit sich die Erkrankung dadurch verbessern kann durch Regeneration, sondern dass Aktivierung bei vielen Patienten sogar Schaden anrichten kann. Das Pacing, also das Energiemanagement, einer der wichtigsten Grundprinzipien in der Therapie ist, dass man den Patienten darüber aufklärt und dann man halt noch sich wissen aneignet, wo man Basistherapien erlernt. Das heißt, ein ganz großer Bereich bei der Erkrankung ist die Dysautonomie. Das haben eigentlich fast alle Patienten. Alle Patienten haben eine Dysautonomie, eine auch tustatische Intoleranz. Da gibt es auch Basisempfellungen, die man in der Grundversorgung an die Patienten weitergeben kann. Da gibt es auch Medikamente, die man relativ einfach an den Patienten anwenden kann. Was heißt einfach, die Medikamente sind bekannt wie über Pradien, Nebivolol, dann aber auch schon mittlerweile das Mess-Tinon, dass man sich in diese Medikation einließt. Was machen die Medikamente? Welche Nebenwirkungsprofile haben die Medikamente? Und welches Medikament sollte ich zu welchem Zeitpunkt einsetzen? Solche, sag mal, Grundbausteine der Therapie, das sollte die Grundversorgung beherrschen, weil man schon bereits auch mit solchen kleinen Veränderungen relativ viel bewirken kann bei den Patienten. Und ich denke, je mehr man interessiert ist an diese Erkrankung und man gewählt ist, sich das Wissen dazu anzueignen, davon profitieren einfach auch nur andere Betroffenen. Und wir werden ja leider Covid-19 oder EBV werden wir in der Gesellschaft als Risikofaktoren immer haben, immer. Und wir generieren jedes Jahr neue Patienten, die diese Multisystemerkrankung haben. Es ist nicht mehr die Menge, wie es in der Pandemie war, aber wir haben diese Patienten noch 2023, ich war zum Beispiel ein Jahr, wo die Covid-19-Virus-Variante noch mal richtig viele MSFS-Patienten und Post-Covid-Patienten generiert hat. Das heißt, wir wissen nie, ob eine Virus-Variante in einem Jahr eher in der Bevölkerung haben losere Verläufer macht oder wiederum Verläufer macht, die dann wieder zu diesen Erkrankungen führt. Das ist völlig umgewiss. Man ist ja davon ausgegangen, dass die Covid-19-Variante mit jeder weiteren Mutation, die die machen, dass das an Aggressivität abnimmt. Aber das lässt sich so nicht beobachten. Und ich denke, es ist ganz wichtig, es sind viele Menschen, die davon betroffen sind. Und es wird in jeder Hausarztpraxis, wird es ein Post-Covid oder ein MSFS-Patienten geben. Das ist so. Und wenn der Kollege das noch nicht weiß, dann ist es mit Sicherheit nicht so, dass es die Patientin nicht gibt, sondern es ist wahrscheinlich so, dass, entweder weiß es, der Patient nicht oder der Kollege kann es noch nicht richtig einordnen. Deswegen ist es wichtig, dass man halt das Basis wissen zu diesen Krankheitsbildern, dass man die in der Grundversorgung beherrschen sollte, damit man wirklich den Menschen langfristig auch in der Grundversorgung helfen kann. Alles, was Sie bis jetzt gesagt haben, zeigt das, was wir auch in vorgespräch gesagt haben. Wir haben eigentlich jetzt zwei Gruppen, die zuhören. Einmal die Betroffenen und dann aber auch die Mediziner. Alles, was Sie bis jetzt gesagt haben, geht eher an die Mediziner. Das nur noch mal auch zum Verständnis. Das ist wichtig ist, dass die Mediziner die Hausarztpraxen und so weiter, dass sie sich informieren. Was müssten Sie noch? weiter wissen. Also wenn ich jetzt euch ein Mediziner wäre, so ein Hausarzt und ich mache ein großes Blutbild, was ja relativ klein ist, ja, aber ich mache ein großes Blutbild und all die Ergebnisse sind alle im grünen Bereich. Und so denke ich mir, er sieht sowieso auch etwas depressiv aus der Patient, gebe ich eine FDA-Agnose oder zumindest schicke ich hin mal irgendwo zu einem Psychiatau oder so. Was würden Sie da empfehlen? Also erstmal zu der Labordiagnostik. Die ist in der Therapie der Patienten gar nicht so ausschlaggebend. Das hoch man dazu wissen, es gibt wenig Laborwerte, die die Erkrankungen widerspiegeln, die das anzeigen. Das sind Parameter, die in der Momentaufnahme mal deutlich auffällig sind, aber wie gesagt in der Momentaufnahme, was bedeutet das? Diese Parameter, die haben eine so kurze Halbbetzeit, das sind die Interlorkine, das sie nicht in jede Moment den Moment erfassen, den richtigen Moment erfassen, wo diese Interlorkine so deutlich angehoben sind, weil die einfach so schnell wieder im System abgebaut werden. Und die Parameter, die sonst in der Grundversorgung bestimmt werden, wie Blutbild, CRP oder vom Jahr aus Leber und Nierenwerte, die sind häufig unauffällig. Das sind auch gar nicht die Werte, die man braucht, um praktisch das Krankheitsbild im Labor anzuzeigen. Das funktioniert einfach nicht. Das heißt, also das Labor ist gar nicht ausschlaggebend, sondern was ausschlaggebend ist, ist die Symptomatik des Patienten. Das bedeutet, dass es wichtig ist, dass der Kollege, die Symptomstruktur des Patienten erfragt und dann aus diesem Symptom komplex, dann einordnen kann, geht das jetzt im Postkofet, geht das in MFFS, erfüllt er die Kriterien, diese Erkrankungen, die haben alle mittlerweile eine ganz gute Definition, anhand der Definition und anhand der klinischen Kriterien, kann man mittlerweile diese Erkrankungen einordnen und man braucht dafür keine Laborparameter. Diesem Biomaker, den gibt es nicht. Und den werden wir wahrscheinlich auch noch nicht bekommen, ein einfachem Biomaker. Deswegen ist die Symptomatik des Patienten das aller aller wichtigste. Das ist also erstmal das, was wichtig ist. Und dazu vielleicht ganz wichtig, anhand der kanadischen Kriterien, gibt man einfach an, welche Symptome habe ich und wenn die Kombination stimmen, das braucht eine ganz bestimmte Kombination an Symptom, wie sie auch gesagt haben. Und wenn die stimmt, dann ist eben MFFS diagnostiziert. Gut, jetzt muss man aber dazu sagen, MFFS ist eine Erkrankung, die ja ganz viele verschiedene Symptome mit sich bringt. Das heißt, dass sie damit letztendlich erstmal eine Verdachtstdiagnose gestellt haben. Sie müssen dann wichtige Differentiagnosen erklären. Dann kommt der Begriff Ausschlussdiagnose. Ich finde es jetzt ein Begriff, der eine Hemmschwelle ausbüßt. Warum? Ausschlussdiagnose heißt, die müssen alles ausschließen. Das verbindet letztendlich ganz viel Arbeit. Und die Zeit dafür hat der Hausarzt nicht. Ihr müsst ihr den Patienten mehrfach sehen, ihr müsst ihr Patienten zu Fachärztens schicken, die Termine zur Fachärztin. Die kennen wir alle, ja. Da ist man locker bei einem Fachärztemien, bei einem Jahr. Da verstreicht also viel Zeit. Und der Patient chronifiziert noch stärker in seine Erkrankung. Und wenn er Pech hat, wird seine Erkrankung noch schlechter, weil er, wenn man noch nicht versteht, welcher Maßnahmen er ergreifen muss, damit die Scharnensbegrenzung kleingehalten wird. Deswegen ist es ja so wichtig, dass man, wenn man wenigstens die Verdachtstdiagnose stellt, sagt, okay, also aus den Kriterien, die wir erfasst haben, haben wir erst mal in der Grundversorgung die Verdachtstdiagnose MSF-Sposkovat. Es gibt jetzt die Grundrezipien in der Therapie, wie gesagt, Energiemanagement-Pacing, die der Patient erst mal beherrschen muss, die er lernen soll, dann kann man in Erwägung ziehen, Medikamente einzusetzen, die den Bereich der Dysautonomie abdecken, damit man darüber, die Symptome kontrollieren kann und wenn man das geschafft hat, dann kann der Hausarzt auch den Patienten in die weitere fachärztliche Versorgung schicken und andere Dysautonomie abklären. Er kann aber auch schon einen Teil selber abklären. Also, Müdigkeit. Bei Müdigkeit kommen sie direkt auf Schöldrüsen unter Funktionen. Da kommen sie auf Eisenmangel. Da kommen sie auf einen neben ihren Rinden insuffizienz. Da kommen sie auf Blutbildveränderungen. Sie abgeklärt werden müssen. Sie kommt zwangstläufig auch auf das Thema Tumorerkrankung. Das heißt also, es muss geklärt werden, dass alle Tumorvorsorge Untersuchungen vollständig sind. Diese Basisdiagnostik in der differenzialabklärung, die ist in der Grundversorgung möglich, weil das ist ein alltägliches Geschäft. Der Patient wird oder kann auch zum Neurologen geschickt werden, um dort noch mal eine Beurteilung einzuholen. Muss aber nicht zwangstläufig Neurologen auszuchen, weil eine Bildgebung, die der Patient braucht, differenzial Diagnosis ist ein MET vom Schädel. Dafür muss der Patient nicht zum Neurologen. Das kann auch der Hausarzt. Dieser Diagnostik kann auch über den Hausarzt erfolgen. Der kann ja dann als Verdachtsyagnose MET-ZFS stellen und dann halt weitere differenzial Diagnostische Abklärung MET-Schädel erbeten. Und wenn das unauffällig ist, dann hat man schon mal andere neurologische Erkrankungen, die sich im Kopf abspielen, erst mal ausgeschlossen. Da muss der Patient auch nicht so lange auf den Neurologen warten. Das geht in die Hausarztversorgung. Wieso kann ich einen Patienten mit drücken beschwerden, ein MET-Mit geben, damit ein Bandschirm vorfalls ausgeschlossen wird? Warum kann ich das bei einem MET-ZFS-Patienten nicht, wo ich denke, in die Selbstrichtung geht, wo ich letztendlich dann einfach geguckt wird, dass im Gehirn keine, ich sage mal so, keine Raum fordern, in den Prozesse sind, die da abgeklärt werden müssen. Das heißt also, das geht auch über die Hausarztversorgung. Und dann kommt es immer darauf an, was der Patient noch ein Symptomatik mitbringt. Manchmal bringen die halt noch mal sehr speziell eine neurologische Symptome mit sich. Dann ist eine neurologische Abklärung sinnvoll. Manchmal bringen die Patienten auch rheumatologische Beschwerden mit. Dann wird halt noch ein rheumatologischer Termin vereinbar. Aber dann muss man den Patienten nicht darauf aus, also der Patient muss dann nicht alleine nur darauf warten, sondern man kann im Vorfeld schon diese Grundpräzibien der Therapie bei MET-ZFS bereits schon umsetzen. Und dann kann man parallel auch gerne diese Fachheitstermine anvisieren. Aber es ist wichtig, dass man den Patienten nicht so lange warten lässt. Kurz was ganz anderes. Hast du dich schon mal gefragt, wo finde ich noch mal genau das, was ich jetzt gerade brauche? Und Informationen. Mittlerweile gibt es ja über 200 Episoden und im internen Bereich neben den verschriftlichen noch mal viele weitere Artikel zu neuesten Studien, Erfahrungen, Therapien und auch Übersetzung wichtiger Englischer Podcast oder Artikel. Also viel Material. Und deswegen haben wir den Fasi-Finder als KI-Chat-Bot gebaut. Der hilft dir, aus den ganzen Inhalten von Fasinationen genau die Antworten zu finden, die du sußt. Ja und zusätzlich gibt es im internen Bereich auch über 30 WhatsApp-Austauschgruppen. Und eine große Realiste, in der du sehen kannst, welche Erfahrungen andere in den Einrichtungen gemacht haben. Ja und das alles bekommst du über die Fasi-Mail. Und diese E-Mail selbst ist für viele schon Grund genug dabei zu sein, denn jeden Dienstag schreibe ich dir nicht nur was neu ist, sondern ich schicke dir auch einen kurzen Impuls von mir persönlich. Etwas das Mut machen oder trösten kann. Tragt dich deshalb gerne ein, den Link findest du in den Notizen und jetzt geht's weiter. Ganz guter Punkt. Zwei Gleisig fahren, ausschluss Diagnostik aber gleichzeitig auch schon gerade Energie-Management und solche Dinge mit beachten. Ja und vieles kann dann eben auch die Hausärztin der Hausärztin machen. Wo könnten sie dann in Spiel kommen bei dem ganzen? Ohne dass sie jetzt den Patienten von A bis Z betreuen, weil das können sie ja gar nicht. Sie werden ja aber ran mit Patienten. Gut, also ich sehe ja momentan wirklich das ausschließlich in solche Krankheitsbilder. Ich bin ja Fachrats für Angeologie und mein Werpunkt ist ja die Abklärung von Gefäßregulationsstörung. Was heißt das im konkreten? Also mich interessiert bei der Dysautonomie, wie schwer ist die Gefäßregulation davon betroffen? Muss man die bei der Therapie berücksichtigen? Das ist bei M/A/CFS ganz klar schon wissenschaftlich veröffentlicht, dass Gefäßregulierung oder Gefäßfunktionsstörungen vorhanden sind. Endotelliale Dysfunktion, also die Gefäß in den Haut kann erkranken, das heißt wir können oder ich kann das erklären. Ja es gibt diesen postoklusiven ischimites, wo man mit dem man mit der man scherter im Oberarm dann die Reaktion des Endotheles überprüft. Das können wir in der Praxis, das machen wir auch, wir machen die Abklärung von Pots im Kiptisch. Das heißt also wir schauen ob die Patienten begleiten Zudesautonomie auch Pots haben, also das postturale, auch dostatische Tarekadiesendrum. Warum ist das wichtig? Weil Pots in einer eigenständigen Diagnose ist, aber die findet man häufig parallel bei M/A/CFS. vor allem bei Kindern. Viele Kinder leiden unter MECFS an Pots, wenn sie das alleine behandeln, erreichen sie bei Kindern ganz viel. Deswegen ist Pots so wichtig und dafür gibt es Medikamente, dafür gibt es einen eigenständigen ECD-Code und damit kann man schon bereits in Therapie einleiten. Das ist so wichtig ist. Das heißt, wir können durch Untersuchungen weitere Diagnosen oder Begleiterkrankungen stellen, die dann für die Patienten Therapiere relevant sind. Und wir machen auch die Abklärung des Morphalbon-Horopathies. Die Morphalbon-Horopathie ist bei einer bestimmten Symptomatik sinnvoll. Sie finden sie bei Pots-Patienten und 50 Prozent der Fälle. Sie finden sie bei Patienten mit schweren Schmerz-Symptomen, die dann meistens durch Morphalbon-Horopathie auskulöst werden, wenn andere neurologische Erkrankungen nicht im Raum stehen, dann ist meistens die Morphalbon-Horopathie die Differenzialdiagnose dazu. Und sie sind gerade die Nerven-Schmerz. Die Nerven-Schmerz. Die Morphalbon-Horopathie macht aber nicht nur Nerven-Schmerz. Es ist letztendlich das Abbild oder das Spiegelbild der Dysautonomie, weil die Morphalber die Kleinfasern, das ist die letztendlich das Ziel-Element des vegetativen Nervensystems. Das ist praktisch das Korrelat zu den Kapilaren. Und die Kapilaren sind ausschlaggebend für die Versorgung des Gewebes. Und die Kleinfasern sind ausschlaggebend für die Steuerung der Gefäße, der Schweistrüsen, der Temperatur, letztendlich der autonomen Bereiche. So wichtig sind auch die Kleinfasern. Und wir machen halt die Histologie. Das heißt also die Patienten bekommen die Hautstands- wir lassen das über die Patologie untersuchen und schauen, ist die Morphalbon-Horopathie existent oder nicht, ist die existent? Ist das therapeutisch relevant, warum? Weil es gibt auch die autoemonologisch getriegertes Morphalbon-Horopathie, das bedeutet, da sind autoemonologische Mechanismen aktiv, die zu einer Schädigung dieser Nervenfasern führen und man kann diesen Patienten auch helfen. Und da kommt halt eine andere Therapie in Spiel. Das sind dann die Seoevigtherapie. Das heißt also die Gabe von Immunglubulien, Intervenös. Da erreicht man auch gute Erfolge bei den Patienten, wenn das eine autoemonologisch getriegertes Morphalbon-Horopathie ist. Das heißt also jede weitere Begleiterkrankung, die man bei den Patienten feststellt, erstens festigt, dass die Diagnose Mitz-Cerv-S, zweitend öffnet das aber auch noch andere Therapie-Möglichkeiten. Das ist wichtig. Auch die intervenösen Immunglubuline sind kein günstiges Therapieverfahren. Das muss gerechtfertigt werden. Das kriegt man nicht einfach über die Kasse. Aufrezept, das funktioniert nicht. Man braucht eine Rechtsfertigung, ob die Erkrankung vorliegt, ob sie im Gewebehistorologisch gesichert ist, ob funktionelle Untersuchungen auffällig sind. Und dann denke ich, und das auch sinnvoll ist so eine Therapie gerechtfertigt. Jede Therapie hat auch Nebenwirkungen. Auch die Gabe von Intervenösen Immunglubulien kann zu allergischen Reaktionen an der phylaktischen Reaktion führen. Kann es nicht häufig kann, aber führen. Solche Risiken müssen gerechtfertigt werden. Das heißt also Diagnosestellung ist einfach wichtig. Und da sind wir als Facharztpraxis ein Ansprechpartner. Das machen wir, das ist nur tagtägliches Geschäft. Aber ich komme letztendlich auch an meine Grenzen, weil die Patienten dann halt sehen. Wir machen relativ viel an Diagnostek, die die Patienten halt für neue Therapie-Möglichkeiten, neue Chancen bringt. Aber irgendwann sind wir halt nicht mehr in der Lage, da Patienten eng maschigt, in der Therapie zu überwachen. Das ist das Problem. Also ihr Diagnostek anbieten, ist das eine. Aber die Therapie daraus ist das andere. Und überall diese möglichen Therapien sprechen wir einmal in den ganzen Antworten und Fragen, in den folgenden Episoden, aber auch in vorigen Episoden. Und ich liste hier nochmal auf die ganzen Episoden mit Dr. Karczyk. Episode 46. Episode 56. 83. 84. Und dann 133 bis 135. Alles Episoden, wo wir über bestimmte Therapien bei MLCFS und Postkurbitsprechen. Und wenn dir dieser Podcast zusagt, dann freue ich mich über eine Bewertung oder auch, wenn du dem Podcast folgst auf Spotify oder Apple Podcast, wenn du ihn weiter empfierst. Und jetzt wünsche ich dir und auch ihn als Arzt, als Ärztin wünsche ich die bestmögliche Woche. Bis nächsten Dienstag. Hallo, bist du noch da? Ah, das ist schön, weil könntest du mir noch eingefallen tun, damit auch andere auf diesen Podcast aufmerksam werden und zwar, wenn du eine Bewertung hinterlässt. Dort wo du es gerade hörst, bei Spotify oder Apple Podcast, daum hoch bei YouTube, weil das dann hilft im Algorithmus, dass die Episode oder der ganze Podcast sich barraviert und dadurch auch andere noch darauf hingewiesen werden. Also ganz herzlichen Dank dafür und jetzt nochmal von Herzen die bestmögliche Woche. Bis nächsten und den Stark.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Dr. Karchik ist auf ME/CFS und Long COVID spezialisiert und betont die entscheidende Rolle der Hausärzte in der Grundversorgung.
  2. Aktivierung (z. B. Sport) schadet Patienten; stattdessen ist Pacing (Energiemanagement) das wichtigste Therapieprinzip.
  3. Dysautonomie und posturale Intoleranz (z. B. POTS) betreffen fast alle Patienten; einfache Medikamente wie Ivabradin, Nebivolol oder Mestinon können helfen.
  4. Laborwerte (Blutbild, CRP) sind meist unauffällig und nicht aussagekräftig; die Diagnose basiert auf klinischen Kriterien (z. B. kanadische Kriterien).
  5. Ausschlussdiagnostik (z. B. MRT Schädel, Schilddrüse, Eisenmangel) kann parallel zur Behandlung erfolgen, um Zeit zu sparen.
  6. Hausärzte können Basisdiagnostik selbst anordnen (z. B. MRT) und müssen Patienten nicht allein auf Facharzttermine warten lassen.
  7. Dr. Karchik klärt spezifisch Gefäßregulationsstörungen und Small Fiber Neuropathie ab, die bei ME/CFS häufig sind und therapeutisch relevant sein können.

Summary:

In dieser Episode spricht Dr. Karchik, ein auf ME/CFS und Long COVID spezialisierter Angiologe, über die essenzielle Rolle der Hausärzte in der Grundversorgung dieser Patienten. Er betont, dass Aktivierung (z.

B. Bewegung) schädlich ist und stattdessen Pacing (Energiemanagement) das zentrale Therapieprinzip darstellt. Dysautonomie, insbesondere POTS, betrifft fast alle Patienten und kann mit bekannten Medikamenten wie Ivabradin oder Nebivolol behandelt werden.

Ein häufiges Problem ist, dass Hausärzte aufgrund unauffälliger Laborwerte (Blutbild, CRP) fälschlicherweise eine psychische Ursache vermuten. Dr. Karchik erklärt, dass die Diagnose auf klinischen Kriterien wie den kanadischen Kriterien basiert und Laborwerte oft nicht hilfreich sind.

Die Ausschlussdiagnostik (z. B. MRT Schädel, Schilddrüsen- oder Eisenmangeluntersuchungen) kann parallel zur Behandlung erfolgen, um Zeit zu sparen und eine Chronifizierung zu vermeiden.

Hausärzte können viele Schritte selbst durchführen, etwa ein MRT verordnen, ohne auf Facharzttermine warten zu müssen. Dr. Karchik selbst klärt spezifisch Gefäßfunktionsstörungen und Small Fiber Neuropathie ab, die bei ME/CFS häufig vorkommen und therapeutisch relevant sind.

Ziel ist es, Hausärzte zu befähigen, Basiswissen und einfache Therapien anzuwenden, um Patienten langfristig zu betreuen.

FAQs

Aktivierung ist nicht hilfreich und kann sogar schaden. Stattdessen ist Pacing, also Energiemanagement, eines der wichtigsten Grundprinzipien. Zudem sollte die Dysautonomie behandelt werden, etwa mit Medikamenten wie Ivabradin, Nebivolol oder Mestinon.

Laborwerte wie Blutbild, CRP oder Leber- und Nierenwerte sind häufig unauffällig. Es gibt keine einfachen Biomarker für diese Erkrankungen; die Diagnose basiert auf klinischen Kriterien und der Symptomatik des Patienten.

Anhand der kanadischen Kriterien kann der Hausarzt anhand der Symptomkombination eine Verdachtsdiagnose stellen. Wichtige Differenzialdiagnosen wie Schilddrüsenunterfunktion, Eisenmangel oder Tumorerkrankungen sollten parallel abgeklärt werden.

Fast alle Patienten haben eine Dysautonomie, oft mit orthostatischer Intoleranz oder POTS. Dafür gibt es Basisempfehlungen und Medikamente, die auch in der Hausarztpraxis eingesetzt werden können, um die Symptome zu kontrollieren.

POTS ist ein posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom, das häufig bei ME/CFS vorkommt, besonders bei Kindern. Es ist eine eigenständige Diagnose mit eigenem ICD-Code und kann mit Medikamenten behandelt werden, was oft große Fortschritte bringt.

Small Fiber Neuropathie betrifft die Kleinfasern des Nervensystems und kann Schmerzen und Dysautonomie verursachen. Die Diagnose erfolgt durch eine Hautbiopsie, die über die Pathologie untersucht wird.

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