Go back

#150 Lukas Fehlings - Universal Design for Learning

35m 51s

#150 Lukas Fehlings - Universal Design for Learning

In diesem Podcast-Gespräch zwischen Yvogius und Lukas Felix wird das Konzept des Universal Design for Learning (UDL) erläutert, das darauf abzielt, Bildung durch vorausschauende Gestaltung für alle zugänglich zu machen. UDL überträgt Prinzipien aus der Architektur auf das Lernen, indem Lernumgebungen von Anfang an so gestaltet werden, dass sie Vielfalt antizipieren und Barrieren reduzieren, anstatt nachträglich Anpassungen für Einzelne vorzunehmen. Lukas Felix betont, dass UDL die Perspektive verschiebt: Nicht die Lernenden müssen sich an Strukturen anpassen, sondern die Strukturen werden flexibel gestaltet, um Teilhabe zu ermöglichen. Die didaktische Reduktion wird als ein mögliches Werkzeug innerhalb von UDL betrachtet, um Komplexität zu reduzieren, jedoch mit dem Bewusstsein, dass nicht alle Lernenden von derselben Vereinfachung profitieren. Praktische Beispiele wie automatische Untertitel oder Choice Boards veranschaulichen, wie die drei UDL-Prinzipien – Engagement, Repräsentation sowie Aktion und Ausdruck – im Unterricht umgesetzt werden können, stets orientiert an klaren Lernzielen. Das Gespräch unterstreicht die Bedeutung von Empowerment und "Learner Agency", bei der Lernende zunehmend selbstständig ihren Weg zum Ziel wählen können.

Transcription

5134 Words, 33042 Characters

German
Und dass sie sollte immer bleiben, die Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen. Und da kann die daktische Reduktion einen sehr großen Teil dazu leisten, mit dem Zusatz, dass man sich überlegt, dass es auf jeden Fall auch immer noch einen zweiten und vielleicht auch einen dritten Weg gibt, den die Lernen dann einschlagen können. Und entweder stelle ich das zur Verfügung und vielleicht kommen die Lernen ja auch selber darauf und sagen, wo da möchte ich noch ganz viel dazu wissen. Herzlich willkommen zu einer neuen Episode meiner Podcast "Education Miles", die daktische Reduktion und Erwachsenenbildung. Ich bin Yvogius, Trainer und Fachbuchautor und unter Stützierunternehmen, Institutionen und Bildungsorganisationen, ihre Arbeit im Bereich der Erwachsenenbildung zu professionalisieren. In diesem Podcast spreche ich mit kompetenten Gästen über innovative Formen der Bildungsarbeit. Du gewinst wertvolle Hinweise und Inkputz rund um das Thema "Diaktische Reduktion und Erwachsenenbildung". Ich freue mich, dass du heute wieder mit dabei bist. Willkommen zu einer neuen Folge von "Education Miles", die daktische Reduktion und Erwachsenenbildung. Heute ist Lukas Felix bei mir im Gespräch. Ein Mann, der sich mit Leidenschaft dafür einsetzt, das Bildung wirklich für alle zugänglich fährt. Lukas ist fachbeauftragte für schulische Heilpädagogik beim Erziehungstepportament Baselstadt. Ich schaff's Coach und Experte für Universal Design for Learning, kurz UDL. Seine Vision? UDL soll zu einem Eckfeiler der Bildung im deutschsprachigen Raum werden. Hallo Lukas, schön, dass du heute mit dabei bist. Hallo Iwo, vielen Dank. Ich freue mich auch sehr heute auch das Gespräch mit dir. Lukas, wir sprechen über ein Konzept, das auf neurowissenschaftlichen Kenntnissen passiert. Und aufzeigt, wie unterschiedlich unsere Gehirne lernen und das Bildungsfachleuten hilft, Lernunggebungen zu gestalten, die für alle funktionieren. Bevor wir richtig einsteigen, wie immer meine erste Frage, erzähle uns etwas aus deinem Leben. Ich wohne im wunderschönen Freiburg im Südentdeutschlands mit meiner Familie und bin dort nach meinem Studium wieder zurückgekehrt. Seit nunmehr sechs Jahren arbeite ich für den Kanton Baselstadt, wie du schon erwähnt hast, als Fachbeauftragte für schulische Halbpädagogik oder auch Sonderpädagogik. Dort bin ich tätig in der Beratung und Begleitung von Schulen, von Klassenteams, Lern- und Fachpersonen. In der Gestaltung von inklusiven Lern- und Lebensräumen, wobei ich immer mehr den Fokus auf das Universitys-Sein von Lerning setze. Von daher näher das Erzählen und Berichten darf und in der konzeptionellen Entwicklung, Prozessbegleitung und viel weiteren Bereichen dort tätig. Das ist interessant, du von Freiburg im Preisgau, gehst immer mal Richtung Schweiz. Ich zunehmend wieder von der Schweiz Richtung Deutschland, vielleicht auch rund um Weihnachten an den schönen Weihnachtsmarkt im Freiburg im Preisgau. Und ich bin natürlich neu gierig, wenn du sagst du arbeitest an dieser Schnittstelle zwischen Halbpädagogik und inklusiven Lernen. Ganz zu Beginn, meine erste Frage an dich, wie bist du zum Thema Universal Design von Lerning gekommen? Erstmals habe ich davon in meinem Masterstudium an der FN-Wesonderpädagogik gehört. Damals, als ich meine Masterbeit zum Thema Designslingchen geschrieben habe und der Name verrät es schon in beiden Begrifflichkeiten kommt, das Wort Design vor. Damals war das nur seine Randnotiz, dass ich das endlich anhört und eine Kompletonin hatte, ihre Masterbeit zu dem Thema geschrieben. Und dann einige Zeit später bin ich per Zufall wieder auf das Thema gestoßen, ich glaube beim Lesen von einem Bericht. Und dann hat mich das sehr abgeholt in der Atemweise, wie ich Bildung verstehe in meiner Menschen, in meiner Haltung. Und dann habe ich begonnen, mich immer intensiver damit zu befassen im Form von Selbststudium Literatur, viele Bücher gelesen, die überwiegend in Englischersprache sind. Und habe Weiterbildung bei Katy Novak, sie ist eine Korrifäle in den USA im Kontext UDL besucht und darüber schrittweise meine eigenen Expertise gebildet und jetzt verfolge ich das Ziel, das, was ich für mich herausgearbeitet habe, im deutschsprachigen Raum zu etablieren und dort näherzubringen. Da gibt's eine weitere Gemeinsankeit, du hast Designsinking angesprochen, ich selber bin hier in der Schweiz auch mit der Leitung des Designsinking Modus in der erwachsenen Bildung bei der Akademie für erwachsenen Bildung tätig. Und ich bin hier aber auch neu gierig, wenn du dich selber durch diese Auseinandersetzung, diese vertieft ihr Auseinandersetzung mit dem Konzept Universal Design Verlearning beschäftigt hast, warum bist du zur Überzeugung gelangt, dass das ein Grundfeiler unseres Bildungssystems werden soll? Weil für mich UDL die Perspektive umdreht, dass nicht die Menschen in die Strukturen zu passen haben, sondern dass man die Strukturen so anpasst, dass alle Menschen spricht, alle Lernen, daran teilnehmen können. Und das macht das Ganze auch einfacher, weil die Strukturen und Umgebungen, dass es dort wo Bildungsgestaltende ansetzen können und Veränderungen vorantreiben. Und das macht es für mich sehr attraktiv, sich in dem Kontext zu bewegen und sich da mehr Gedanken zu machen, wie man dort gestalten oder Design kann. Und auch so dieser Ausgangspunkt bei einem klar und fest definierten Lernen oder Förderziel anzusetzen und daran dann abgeleitet schauen, welche barrieren könnten, denn existieren, dass Lernende dieses Ziel erreichen können. Und dann flexibel und vielfältig anzupassen zu schauen, welches Unterstützung kann ich als Lehrpersonen, Werkraftfachpersonen anbieten, aber vielleicht auch den Lernenden öffnen, dass sie selber herausfinden, welche Wege sie einschlagen möchten, um das Ziel zu erreichen. Und das eben durch Adaptiv-Unterstützung im Sinne von Skervording, das heißt, die Unterstützung nach und nach zurückzunehmen und zu gucken, was können die Lernenenden selber. Und darüber dann auch einer Form von Empowerment zu entwickeln, dass sie sich selbst als wirksam wahrnehmen. Im UDL-Kontext nennt sich das dann "Learner Agency", also dass sie das eigenen Lernen aktiv steuern und Verständnis dafür entwickeln, wie sie erfolgreich sein können. Das klingt bei mir an und die Spielgerade, wie das Resonanz, erzeugt. Ich sage selber, bei mir einen Trainingszuerwachseneinbindung immer gern, wir wollen für einladende Verhältnisse schauen, so dass die Teilnehmer sich angesprochen, eben auch eingeladen fühlen und das so schön gesagt, sich nicht an den Menschen abkämpfen, sondern eben die Strukturen anpassen, barrieren aus dem Weg räumen. Und vielleicht ist das ein guter Moment, zu Beginn von unserem Gespräch hier nochmal sauber zu klären, was UDL genau ist. Denn ich kann mir vorstellen, dass einige der Zuhörenden schon mal von dieser Abkürzung gehört haben, aber nicht genau wissen, was dahinter steckt. Und mir kommt genau der Gedanke Lukas. Jedes Gehirn ist ja einzigartig. Ich stelle mir das mal mal so vor wie ein Fingerabdruck. Und in einem Blogartikel bei Education Mainz habe ich mal die Metaphe vom Schneekristall bemüht. Das passt ja gut, in diese Jahreszeit, wo wir gerade drin sind und so wie jeder Kristall wunderschön und auch einzigartig ist, ist eben auch jedes Gehirn unterschiedlich strukturiert. Wie würdest du, UDL, erklären, sodass auch, ich sag mal, jemand ohne viel vorwissen sofort versteht und was es dabei geht? Also UDL wurde von Cast im Center for Blind Special Technologies in den USA entwickelt und ist angelehnt, dass die Universität des Designen was ausspricht, aus der Architektur kommt. Wo man geschaut hat, wie kann man Räumlichkeiten von Vornerein schon so gestalten, dass sie für alle zugänglich sind und eben nicht so dieses Beispiel mit erst ein Haus bauen und danach gucken, wie mache ich es bei Jerefrei und füge den Aufzug im Nachhinein ein. Und das Gleiche kann man auf das Lernen übertragen, dass es wenig sinnvoll ist, erst einen Grundform von Unterricht zu gestalten, was dann eben für. Ich da gerne so von den Durchschnittslernen, den man sich da vor Augen führt und die, wie du es jetzt gerade so schön mit der Metafer gezeigt hast, eben nicht existieren, weil diese verschiedenheit diese Universität zu groß ist. Und das möchte UDL im Vorner schon berücksichtigen, antizipieren und schauen, welche barieren, wie vorhin schon angesprochen könnten, auftreten. Losgelös davon, wenigstens konkret habe, weil ganz vieles ist, vorhersehbar, dass es eine Barriere bei jemanden sein kann. Und dann biete ich auf verschiedenen Ebene. Da gibt es sehr schöne Leitlinien, die UDL Leitlinien, an dem man sich da für orientieren kann, bei dem man schaut, wie man das Engagement, also die Motivation, das warum das Lernens fördern kann, über verschiedene Darstellung, unsere Repräsentationsformen, die wollen zu gänge ermöglichen, dann auch den Lernen dann wiederum verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stellt, das, was sie gelernt haben, zeigen zu können. Und das Ganze mit dem Fokus auf systematischen Abbau von Lernens. an der Regierung, um wirklich allen Lernentzugänger und Lernschuersen zu ermöglichen. Ich spür bei dir wieder bei diesen Gespräch und auch aus unserem Vorgespräch, wo wir diese bis so deforeitet haben. Du bist wirklich eine Experte für schulische Heilpädagogik. Du hast uns beginnt gesagt, dass du immer wieder von Freiburg im Preisgarrichtung Basel kommst, Basel statt, wo du arbeitest. Inklusion ist für dich ein centrales Thema. Und hier im Podcast Studio waren ja schon verschiedene Fachleute für Neurodiversität und Inklusion auf Besuch. Ich erinnere euch beispielsweise an das feine Gespräch mit Simone Tuener Küpfer über Neurodiversität in der Bildung. Und sie hat damals in unserem Gespräch dafür geblendiert, dass Neurodiversität beim Lehren und Lernen an der Hochschule stärker berücksichtigt wird. Simone sagt ja auch, es braucht heute eine Flizieble, Neurodiversensitivegorikola, mit den entsprechender Methoden Vielfalt in der Lehre und auch in der späteren Leistungsbiotheiung. Judiel, so wie ich es bis jetzt verstanden habe, geht aber da noch einen Schritt weiter. Es denkt Vielfalt von Anfang an mit. Du hast gesagt, ein Haus bauen und nicht an erst später sagen, oh, wir brauchen eine Lift würden fünften Stock, weil da auch Menschen vielleicht mit dem Rollstuhl unterwegs sind. Das heißt, das Haus schon so bauen, dass das später einladend und gut bewohnbar ist. Und der Grundgedanke ist vorausschauend denken und nicht einfach nachdräglich kompensieren. Mich interessiert von dir zu hören, wie verwendet Judiel den Blick auf Inklusion und wie verwendet Judiel auch die individuelle Förderung ganz konkret? Also für mich verändert es die perspektive Grundlegend. Ganz oft wird ja einzelnen Lernen denn ein erhöhter Bedarf schon per See zugesprochen. Ganz häufig passiert das anhand von Diagnosen, die gesprochen sind und das ist dann die Gruppe, die irgendeine Form von anderen Behandlungen und vielleicht doch Beurteilung benötigt, sprich die Lernziele werden angepasst. Und Judiel löst sich komplett unterradikal von diesem Gedanken und schaut sich einfach das Lernziel an und belegt welche Flexibelwege kann ich zur Verfügung stellen. Und das mache ich für alle mit dem Hintergrund wissen, dass eine Barriere sich in sehr kurzer Zeit für alle Lernen den entwickeln kann. Also ich gibt immer das Beispiel von der Brille, die ja als sehr anerkannt ist und alltäglich ist, Unterstützungshilfsmittel zur Verfügung steht, wenn ich aber jetzt als ich denke jetzt an ein Kind auf dem Pausenhof, das vielleicht beispielt und die Brille geht dabei kaputt und plötzlich ist dann vielleicht das Lesen für mich nicht mehr möglich und ich habe dafür jetzt keine Diagnose und dann kann auch dieses Kind von den Unterstützungsmöglichkeiten von vielfältigen Lernen zu gingen profitieren. Und was auch ein großer Unterschied ist es eben, dass dieser Ansatz beias, also Vorurteile reduziert, Stichwort Halo, Pygmalion Effekt, also die Beeinflussung aufgrund von Vorannahmen und ich gebe deswegen auch immer den Tipp, dass man sich auch Unterstützung von Personen holen kann, die vielleicht die Lerngruppe gar nicht kennen und diese MitzInvolvieren, was es mein Lern, wie was denkst du denn könnte, eine Barriere sein, wo du gar nicht weißt, an wen das gerichtet ist, weil ganz viele Barrieren sind sehr alltäglich und das sind für mich alles sehr inklusive Gedanken, weil ich löse mich von einer festgeschriebenen Gruppe, die etwas anderes braucht, sondern sagt alle brauchen in gewissenen Situationen verschiedene Dinge und das versuche ich zwar möglichen und möglichst barrierearme Lernräume zu gestalten und in Form von Empowerment, wie vorhin schon gesagt, die Lernenden Schritt für Schritt dahin zu begleiten, dass sie das für sich selber erarbeiten können. Lass uns ans dieser Stelle den Bogen spannenden rüber zu die daktischen Reduktion. Damit meine ich diese Kunst Lerninhaltesut zu vereinfachen, dass das wesentliche bleibt und möglichst alle Lernenden oder Studierenden mitkommen. Ich habe bisher mehrere Bücher zu die daktische Reduktion veröffnet, ich gebe in der Schweiz und international Weiterbildungen zu diesem Thema und spreche hier in der Podcast 3 Education meines schon in dritten Jahr mit Bildungsfachleuten, Übermöglichkeiten der Stofffülle zu begegnen und Komplexität zu bearbeiten. Lukas, was denkst du? Wir gänzen sich die beiden Konzepte UDL und daktische Reduktion oder anders gefragt, wie kann Reduktion im Sinne von UDL aussehen? Ich denke, dass die daktische Reduktion ein Teil ist oder ein Teil von UDL sein kann, bei der UDL orientierten Gestaltung von Lernumgebung. Und UDL dient dabei als übergeordnete Rahmen oder als Schirm für die Entscheidungen, sprich ich schaue durch die UDL-Brille und leite daraus dann malen Steilung ab und die daktische Reduktion, also mich dafür zu entscheiden, das mache ich aus gewissen Gesichtspunkten, dass ich das für die Ziele-Reichung als Unterstützenswert einschätze. Und im besten Fall sind die Lernden selbst in der Lage für sich zu wissen, dass jetzt ein Geigeik das Mittel wäre, dass ich diese Fülle auf ein gewisses Maß runter reduziere. Aber auf der anderen Seite sollte ich auch im Blick behalten, dass es auch Lernde gibt, für die vielleicht in diesem Bereich jetzt eine Reduktion gar nicht das Richtige ist, dass ich für ihren Lernzugang den Kontext und das große Ganze dahinter verstehen wollen und ganz viele Hintergrundinformationen benötigen, um auch eine entsprechende Sicherheit zu gewinnen, zu wissen, worum es geht, wo kann ich das einordnen und für die wäre, dass vielleicht gerade hinterlich, wenn ich das Ganze reduziere auf einen kleineren Teil. Und das ist so das, was UDL für mich ausmacht, dass man die Entscheidung immer vom Ziel ausmacht und nicht sagt, dass es jetzt das, was ich gut finde und deswegen mache ich das immer, sondern ich schaue mir die Situation an und eben das Ziel und entscheide danach. Und das Ziel sollte immer bleiben, die Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen und da kann die daktische Reduktion einen sehr großen Teil dazu leisten, mit dem Zusatz, dass man sich überlegt, dass es auf jeden Fall auch immer noch einen zweiten und vielleicht auch einen dritten Weg gibt, den die Lernden einschlagen können. Und wenn wir das stelle, ich das zur Verfügung und vielleicht kommen die Lernden ja auch selber darauf und sagen, oder möchte ich noch ganz viel dazu wissen. Das wäre natürlich auch wunderbar, wenn die Lernden selber diese Energie verspüren. Und wie du das uns jetzt gerade erklärt hast, mache ich für mich so die Verbindung. Ich bringe auf diesen Dreiklang die Dreizettformen, die ursprünglich auf Martin Lena zurück geht, nämlich Lernziel und Zielgruppe und Zeitbudget. Und ich sage dann immer, fang bitte mit den Menschen an, fangt mit dieser Zielgruppe an, überlegt, was die einzelnen, die die Gruppe ausmachen, brauchen und darauf abgestützt, geht dir reduktiv vor. Und ich habe im Vorfeld natürlich ein bisschen recherchiert zu UDL und habe hier im Netz auch einige interessante Informationen gefunden, beispielsweise diese drei Prinzipien, Engagement, Repräsentation, Aktion und Ausdruck. Und ich habe dort verstanden, Engagement, da geht es um das "Warum des Lernens", Repräsentation, das "Was des Lernens" und schließe ich Action und Expression das "Wie". Magst du uns anhand von einem konkreten Beispiel zeigen, wie diese Prinzipien in der Schule oder in der Wachsenenbildung praktisch umgesetzt werden können? Ein Beispiel für die mittlere Ebene könnte beispielsweise, also dass die Darschlung von Informationen könnte, der Untertitel sein, den ich wie automatisch zur Verfügung stelle. Das heißt, wenn ich einen Video laufen lasse, kann ich unten drunter einen Untertitel laufen lassen und den können die Lernen dann für sich nutzen, wenn es ihnen hilft, den Inhalt zu verstehen. Und dabei muss ich dann nicht zu Beginn fragen, wer ist dann angewiesen auf einen Untertitel, weil das ja vielleicht auch schon an der Barriere ist, dass ich das vielleicht gar nicht weiß oder ist, ist dann Charmegefühl und deswegen entscheide ich mich das schon von vorne her rein. Weil ich davon ausgeh, es gibt Lernende, für die kann das an Unterstützung sein. Und das dann auch wieder so mit dieser Zielformulierung, was man direkt verknüpfen kann, ist, dass ich auch überlegen muss, was ist denn das Ziel, was ich verfolge? Sprich, wenn ich das Ziel verfolge, das Hörverständnis in den Fokus zurückkeh, dann darf ich kein Untertitel laufen lassen. Also, weil dann würde ich ja mein Ziel untergraben, weil diejenigen, für die das eine Schwierigkeit ist, würde sich ja noch auf den Untertitel konzentrieren. Und das ist auch so diese Prüfung, die ich immer mache. Diese Leitlinien bieten mir ganz viele Möglichkeiten, wie ich mein Unterricht gestalten kann. Und ich entscheide dann wieder, orientiert an dem Lernziel, für was ich mich dann entscheiden kann. Und so bei dem Verrundeslernens wäre es beispielsweise, dass ich die Zielsetzung in den Fokus rücke. Und dass ich entweder das mache, dass ich die Zielsetzung sehr transparent mache, dass ich sie nachvollziehbar mache, dass ich sie so im Klassenzimmer zugänglich mache, dass es für alle ersichtlich wird, dass ich vielleicht auch den Lernenden Möglichkeiten zur Verfügung stelle, dass sie die Lernziele für sich so anpassen, dass sie für sich stimmig sind, weil vielleicht brauchen manche Lernenden eine sehr klare Vorgabe in der Formulierung, das Ziel ist. Also so und so viel von etwas in dieser Zeit, während für andere Kinder es besser ist, wenn die Ziele sehr offen formuliert sind und so können sie sich besser formulieren. Und das sind ja vielleicht freigaben, die ich ohne Probleme den Schülerinnen und Schülern gewähren kann. Und in der dritten Zeit, Also, diesen "Videslearnens" ist dann, dass ich prüfe, was möchte ich denn am Ende sehen. Und wenn ich sehen möchte, dass die Lernenden mir darstellen, was sie alles gelernt haben über ein gewissen Bereich, dann ist das Ziel eben nicht die Powerpoint-Präsentation beispielsweise. Und dann kann ich vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung stellen, wie die Lernenden darstellen können, was sie gelernt haben, also mit einem Plakat oder einem Podcast, einem Theaterstück oder etwas geschriebenen. Und diese Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung. Und so ein Tool, was man in der Praxis dafür einsetzen kann, wäre dann das Choice Board, also so eine Auswahltafel, wo die Lernenden einsehen können, was das Lernziel ist und verschiedene Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen, wie sie das zeigen können und wie sie sich dem Lernziel nähern. Und so ein kleiner Tipp, den ich da geben kann, weil ich sehr häufig sehe, dass das vielleicht in Form von Tages oder Wochenplänen in irgendeiner Form umgesetzt wird, und dann haben ganz viele Lernende viel zu viel Auswahlmöglichkeiten. Und da gibt es auch ganz klarer Erkenntnisse, dass alles, was die sechs Auswahlmöglichkeiten überschreitet, zu viel für jeden Menschen ist und überfordert. Das heißt auch dort, gucke ich, wie viel Auswahlmöglichkeit kann, nicht diesem Kind zur Verfügung stellen, ohne es zu überfordern. Das ist auch ein Wert vor der Hinweis, zu viel Möglichkeiten. Du machst das jetzt bei der Zahl 6 fest, könnten die Lernenden überfordern. Ich selber habe auf den Eindruck, ich bin ab 3 überfordert, kriege ich 3 Vorschläge, kann ich einen auswenden, bei 4 oder 5, sage ich, "Johligung, ich macht einen Schirm zu" und habe eigentlich die Präferenz von einer kleinen Auswahl auf den Punkt zu kommen. Ich habe mir nach diesen Gedanken gemacht, dass wir heute im Gespräch einen Blick werfen, ja, wie sieht das aus in der Weiterbildung und Lehrer in ein Bildung. Der Ansatz von UDL wird international als Best Practice bezeichnet und ich habe auch gelesen, dass er in der USA sogar gesetzlich verankert ist, beispielsweise im Every Student Success Act. Und ich bin neugierig von dir zu hören, was brauchen Lähtpersonen, was brauchen dort Zieren oder Drennerinnen und Drenner und diesen Ansatz tatsächlich umsetzen zu können. Also, ich habe in meinen Workshopsen Vorträgen in den allermeisten Fällen den Titel von der Haltung zur Handlung und deswegen würde ich definitiv deine Frage mit, dass braucht die dahinterstehende Haltung. Dafür braucht es auch eine gewisse Form von Mut, weil Universal Designverlöhnung stellt, wie er schon so beginn gesagt, einiges auf den Kopf und dann muss ich auch eine gewisse Form von Mut aufbringen, dem nachzugehen, weil ich mache es vielleicht zu Beginn, erst mal anders als meine Kolleginnen und Kollegen. Und ein weiterer Volksfaktor für mich ist, dass das Netzwerken, ich habe zu Beginn sehr viel Kontakt, wie du es schon gesagt hast, das in die USA gehabt. Und dann mehr und mehr geschaut, wer ist denn in meiner Umgebung ähnlich unterwegs und habe diese Personen aktiv angesprochen. Und das stärkt auch mich selber, wenn ich merke, andere Personen sind auch damit unterwegs und ich kann mir ihre Erfahrung einholen, etc. Und ein weiteres nützliches Tool für Lehrpersonen oder in der wachsenden Bildung sind die UDL-Gies oder Zahnredder von Louis-Lord Nessen, wo sie von 4 Zahnreddern aufzeigt, wie man sich mit UDL in der Praxis auf den Weg machen kann und diese durfte ich mit meinem Kollegen Stuart-Campel dieses Jahr ins Deutschschiebe ersetzen, sodass sie jetzt auch im deutschsprachigen Raum zugänglicher sind. Und dann gibt es verschiedene Tools, wie beispielsweise auch den UDL-Sirkel von Chrissy Butler aus New Zealand, wo UDL im Biprican auch im Curriculum direkt verankert ist. Und sie hat einen sehr schönen Kreislauf entwickelt, an dem ich mich orientieren kann, wo ich vom Anziel über die Unterstützungsmöglichkeiten und meine Lerngruppe in einem zirkulären Prozess voranschreiten kann. Ausgezeichnet ganz toll, wenn du hier dann Bogenschlägs von den USA, du wolltest gerade noch einen Gedanken einbringen. Genau und eben die Guidelines, die in das Deutsche auch übersetzt sind, ebenfalls von meinem Kollegen Stuart-Campel und Thomas Müller, die im Original natürlich auf der Kastraumpage in Englischen sind, aber in sehr vielen Sprachen und unter anderem auch in das Deutsche übersetzt wurde. Ich bin jetzt neugierig geworden, wenn du über deine Erfahrung und deine Vernetzung Richtung USA berichtest, ist der mir vorhin Kanada oder Skandinavien, da läuft auch gerade ganz viel. Wiestfert dich der Blick, wenn du überall dort deine Fühle ausstrecks, dem Austausch, bist dich vernetzt und auch übersetzt Richtung deutschsprachigen Raum. Wie sieht das hier aus, wenn es um UDL geht? Und was können wir von diesen anderen Ländern lernen, die UDL bereits systemisch verankert haben? Ich würde überhaupt, dass der deutschsprache Raum sich aktuell noch in einer Pionierphase befindet. Und das jetzt gerade bin ich dabei viele Personen miteinander zu vernetzen im deutschsprachigen Raum, was auch immer mehr gelingt. Und ich glaube, dass das auch dann die UDL-Bewegung stärken wird. Und das ist auch für mich der zentrale Baustein, der in den USA auch in Neuseeland wirkt, ist das Netzwerken und der Open Access, also das zur Verfügung stellen von Material und der Kenntnissen und diese miteinander zu teilen. Und dann denke ich auch, dass sowohl bottom-up als auch top-down gearbeitet werden sollte. Das heißt, dass die Lehrperson Lehrkräfte sich auf den Weg machen, aber auf der anderen Seite auch spüren, dass Strukturen von den Schulen oder anderen Bildungsentscheidern und Entscheidern zur Verfügung gestellt werden, dass sich die Handlungsspielräume, die UDL auch braucht und zur Verfügung stellt, wird es denn kann. Und damit UDL ein lebendiges Thema in Bildungsraum werden kann. Was ist auch schön, wenn wir mit unserem Podcast Education Mainz hier auch zur Verbreitung der Idee beitragen können, dass die interessierten Personen sich vernetzen. Ich mache gedanklich gerade einen Sprung rüber zu, Idee, Zukunft des Lernans. Wir leben in einer Zeit in der Lernungebung immer digitaler und individueller werden und kann ich spiel dabei eine wachsende Rolle. Ich habe gerade gestern einen Auftrag in der Stadt BLBN, auf Ranzösisch, durchgeführt. Dort waren Experten für Autor, Trainings und Pedagogik mit dabei und auch diese Gruppe war neugierig und interessiert. Zu hören, ja, was ist mit KI denn möglich, was kann unterstützt werden und wo braucht es das nicht. Und selber komme ich gerade aus einem intensiven Schreibprozess. Ich habe nämlich diesen Frühling und Sommer zusammen mit Joachim Lorenz, das Buch Micro Learning und Nanolarning. Strategienmethoden und Kaitools für Wirksames lernen in der wachsenden Bildung geschrieben, dass jetzt gerade veröffentlicht wurde. Wir haben dort das Konzept der didaktischen Reduktion auf die Lehre und betriebliche Bildungsarbeit übertragen, wo kleine in sich geschlossene und im Prinzip beliebig kombinierbare Lernangebote im Sinn von Micro Learning immer häufiger und mit der Folge eingesetzt werden. Ich möchte von dir hören, Lukas. Was ist deine Einschätzung, wie verwendet Judel unseren Blick aufs Lernen, in dieser neuen digitalen Welt und wo siehst du schonzen, dass Technologie, wenn sie gut eingesetzt wird, denn Judelgedanker unterstützen kann? Ich denke gerade im Assistivenbereich kann Technologie sehr viel Unterstützung liefern, also eben Textanpassung, Sprachvereinfachung, Visualisierung oder auch als Sparing Partner, in der im reflektiven Einsatz von künstliche Intelligenz beispielsweise. Ich denke, dass sehr viele der Sorgen und Risiken im Kontext von KI aber auch in einem technologischen Bereich bestimmt ihre Berechtigung haben, aber ich habe kürzlich gelesen und das fand ich sehr erheitern, dass KI-Wird-Bildungsgestalten der nicht ersetzen, aber Bildungsgestalten die KI einsetzen werden, die ersetzen, die es nicht tun. Und ich glaube, dass das ist, was man wirklich bedenken muss im Bildungsbereich, dass KI einfach sehr viele Möglichkeiten bietet, natürlich muss man ganz genau schauen, wie man sie einsetzt. Und da sind wir wieder bei der Zielformulierung und da wiederhole ich mich auch gerne, dass das Tool nicht die Vorgabe geben soll und auch nicht darf, sondern dass Ziel gibt das Tool vor. Und der pädagogische Hintergrund muss im Vordergrund stehen. Und ein tolles Beispiel wie KI und UDL miteinander verwoben werden kann, da durfte ich auch schon bei Thomas Moch in seinem Podcast. Und das Konkretarist dazu sagen ist Ludia als ein Wortspiel aus Universal Design Learning und AI entwickelt von Beth Stark und Jerry Miloastar und das ist eben so eine klassische Sparingpartner, in dem künstliche Intelligenz im Kontext von KI eingesetzt wird. Das tolle an dieser KI ist, dass sie schon mit einem Metaprompt mit den UDL-Lightlinien arbeitet und ich damit direkt schon starten kann. Und das ist für mich ein sehr guter Einstieg, gerade wenn man sich mit dem Thema UDL befassen möchte, aber natürlich auch für Personen, die damit schon mehr Erfahrung haben, weil auch dort gilt, je geeigneter, ich die Promtsätze und je besser die Anfragen, desto besser sind dann auch die Ergebnisse. Lukas, ich stelle mir vor, dass wir unten hinterher. den Show Notes verschiedene Links einbauen, auch zu diesem Podcast Gespräch, dass du mit Thomas Moch geführt hast, sodass alle, die ein bisschen tiefer eintauchen möchten, dort sehr leicht draufklicken können und eben vertiefend sich damit beschäftigen können. Zum Abschluss eine Zauberkugelfrage, wenn du in die Zauberkugel schaust, ein bisschen Richtung Zukunft blickst und deine Vision sich erfüllt hat. Wie sieht ein Bildungssystem nicht 2025, sondern sagen wir mal, 2025 aus, in dem Universal Design von Learning tatsächlich alter geworden ist? Was würden Lehrende und Lernende dann vielleicht ganz selbstverständlich anders machen als heute? Und ich bin auch interessiert von dir zu hören, welche Rolle möchtest du in dieser Zukunftswelt spielen? In dieser Zukunft würde ich sehr gerne sehen, dass vielsfalls als ganz selbstverständlich wahrgenommen und gelebt wird und das auch noch verstärkt der Fokus auf die dahinterstehenden Ressourcen gesetzt wird. Ich würde mir wünschen, dass die Lernenden als Experten und Experten wahrgenommen werden und auch deutend begleitet werden, dass immer mehr werden zu können. Sprich selber zu wissen, unter welchen Voraussetzungen ist das Lernen für mich nun am Geigenis des, am Geigitzten. Ich würde mir wünschen, dass Inklusion kein Diskussionsthema mehr ist, sondern gelebte Praxis und Judi L ist für mich so ein Leitender Kompass der Dottin auf den diesen Zukunftsweg leiten könnte und insogen auf meine eigene Rolle. Ich würde mich jetzt auf dem Weg dorthin als Brückenbauer wahrnehmen oder sehen, vielleicht auch als eine Art Botschafter um zu zeigen, welche Möglichkeiten Judi L bieten kann und das vielleicht auch noch mehr Ja-Koperation entstehen im deutschsprachigen Raum aber auch mit anderen Ländern, die sich schon auf den Weg gemacht haben. Und das Bildung oder das Schule ein Lern- und Lebensraum für alle wird oder ist, wir sprechen ja von der Zukunft, also ist der von Anfang an für alle gestaltet ist und für alle meine Schülerinnen und Schüler, ich meine aber genauso auch die Lehrkräfte, die dort arbeiten und alle beteiligten in Bildungsprozess. Lukas Felix, du bist heute hier im Podcast Gespräch. Ich mag gerade, ich könnte noch lange mit dir das Thema vertiefen, aber lass uns an dieser Stelle das mal zusammenfassen und vielleicht in zehn Jahren machen wir ja ein weiteres Gespräch und berichten dann über die Situation in der Zukunft. Immer gegen das Ende versuche ich mit drei Punkten hier meine Gedanken ein bisschen zu ordnen, ich habe mir ganz viel aufgeschrieben. Punkt 1, eine Erkenntnis für mich, die Barrieren nicht bei den Lernenden suchen, sondern die Umgebung. In den Blick nehmen die Strukturen anschauen und dort ansetzen. Eine zweite Erkenntnis, du hast viel davon gesprochen, Barriere auf die Seite räumen, du hast gesagt, die Lernenden sind tatsächlich die Expertinnen und es geht auch darum, dass sie zunehmend in dieser Rolle hinein wachsen und dass wir sie unterstützen und begleiten, so dass sie eben Expertin für ihr eigenen Lernprozess werden. Und mit Blick auf die daktische Reduktion gibt es ganz viele Verbindungen zu Judeaul und im Kern geht es auch um diese Haltung, du hast gesagt von der Haltung zur Handlung und ich sage aufwarte die daktischen Reduktion mit einem reduktiven Blick an die Planung gehen und überlegen, was braucht es für den Lernfortschritt und was kann im Moment weggelassen werden. Dass in meiner Erkenntnis ergänzungen von dir, wie sieht das aus? Ich würde sagen eine optimale Reduktion und essen, was wir besprochen haben. Lukas Herzlichen Dank für die Zeit, die du dir genommen hast, für den spierenden Einblecke in die Welt des Universal Designs verlörning. Du hast in diesem Gespräch wunderbar deutlich gemacht, dass es eben wirklich um diesen perspektiven Wechsel geht, wechselt vom Defizitblick hin zur bewussten Gestaltung für Vielfalt. Und vielleicht ist ja das der Schlüssel, damit Lernen wirklich für alle einladend und zu einer positiven Erfahrung wird. Lukas, wo kann man sich mit dir vernetzen, wo findet man dich? Also, ich denke am 1. und am liebsten wird man sich mit mir via LinkedIn verknüpfen können und da könnten wir ja auch mit den anderen Verlinungen unterenbar dir angeben, wo man mich finden kann. Gut, wir führen alles unten in den Show Notes auf und Lukas, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute. Vielen Dank, ihr Wohl, für das Gespräch hat mir große Freude bereitet und vielleicht bis in 10 Jahren in unserer guten Zukunft. Wenn dir diese Podcastfolge die Fallen hat, dann freue ich mich über einen Like und eine positive Wertung auf App on Spotify. Mehr Informationen zu mir und meiner Arbeit findest du auch. www.education_mind.com und auf LinkedIn. Alle Links findest du immer auch in den Show Notes. Ich freue mich, dich auch hier in den nächsten Episode wieder mit dabei zu haben. Bis dann, dein Gastgeber Ibo Wills.

Podcast Summary

Key Points:

  1. UDL (Universal Design for Learning) zielt darauf ab, Lernumgebungen von vornherein inklusiv und barrierearm zu gestalten, anstatt nachträglich anzupassen.
  2. Didaktische Reduktion kann als Werkzeug innerhalb von UDL dienen, um Inhalte zugänglich zu machen, muss aber flexibel bleiben, um unterschiedliche Lernbedürfnisse zu berücksichtigen.
  3. UDL basiert auf drei Prinzipien

Summary:

In diesem Podcast-Gespräch zwischen Yvogius und Lukas Felix wird das Konzept des Universal Design for Learning (UDL) erläutert, das darauf abzielt, Bildung durch vorausschauende Gestaltung für alle zugänglich zu machen. UDL überträgt Prinzipien aus der Architektur auf das Lernen, indem Lernumgebungen von Anfang an so gestaltet werden, dass sie Vielfalt antizipieren und Barrieren reduzieren, anstatt nachträglich Anpassungen für Einzelne vorzunehmen. Lukas Felix betont, dass UDL die Perspektive verschiebt: Nicht die Lernenden müssen sich an Strukturen anpassen, sondern die Strukturen werden flexibel gestaltet, um Teilhabe zu ermöglichen.

Die didaktische Reduktion wird als ein mögliches Werkzeug innerhalb von UDL betrachtet, um Komplexität zu reduzieren, jedoch mit dem Bewusstsein, dass nicht alle Lernenden von derselben Vereinfachung profitieren. Praktische Beispiele wie automatische Untertitel oder Choice Boards veranschaulichen, wie die drei UDL-Prinzipien – Engagement, Repräsentation sowie Aktion und Ausdruck – im Unterricht umgesetzt werden können, stets orientiert an klaren Lernzielen. Das Gespräch unterstreicht die Bedeutung von Empowerment und "Learner Agency", bei der Lernende zunehmend selbstständig ihren Weg zum Ziel wählen können.

FAQs

UDL ist ein pädagogisches Rahmenkonzept, das Lernumgebungen von vornherein so gestaltet, dass sie für alle Lernenden zugänglich sind. Es zielt darauf ab, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen, indem Vielfalt von Anfang an mitgedacht wird.

UDL dreht die Perspektive um: Statt Lernende an bestehende Strukturen anzupassen, werden die Strukturen flexibel gestaltet, um allen gerecht zu werden. Es löst sich von der Idee fester Fördergruppen und betrachtet Barrieren als situationsabhängig.

Die didaktische Reduktion kann ein Werkzeug innerhalb von UDL sein, um Inhalte zu vereinfachen und Barrieren abzubauen. Entscheidungen zur Reduktion sollten jedoch immer vom Lernziel ausgehen und alternative Wege für Lernende bieten, die mehr Kontext benötigen.

Beispielsweise durch automatische Untertitel bei Videos (Repräsentation), transparente oder anpassbare Lernziele (Engagement) und vielfältige Darstellungsmöglichkeiten wie Plakate oder Podcasts (Aktion/Ausdruck). Die Wahl der Methoden orientiert sich stets am Lernziel.

'Learner Agency' beschreibt die Fähigkeit der Lernenden, ihr eigenes Lernen aktiv zu steuern und Wege zu wählen, um Ziele zu erreichen. Dies wird durch Empowerment und schrittweise Rücknahme von Unterstützung (Scaffolding) gefördert.

UDL fördert Inklusion, indem es von vornherein vielfältige Zugänge und flexible Strukturen schafft, statt nachträglich Anpassungen für bestimmte Gruppen vorzunehmen. Es reduziert Vorurteile und ermöglicht Teilhabe für alle Lernenden.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.