Go back

#14 Suizidprävention online

30m 32s

#14 Suizidprävention online

In diesem Podcast-Interview mit dem Psychologen und Suizidpräventions-Experten Jakob Henschel wird die Rolle der Online-Beratung, speziell im Kontext von Suizidgedanken und -prävention, erörtert. Henschel, der lange für die Online-Beratung „U25“ tätig war, betont, dass die zeitversetzte E-Mail-Kommunikation besonders gut funktioniert. Der anonyme Zugang senkt die Hemmschwelle für junge Menschen, offen über ihre suizidalen Gedanken zu sprechen, ohne Angst vor sofortigen Zwangsmaßnahmen. Ein zentrales Argument ist, dass die meisten Ratsuchenden keine akute, unmittelbare Gefahr darstellen, sondern sich in einer suizidalen Krise mit Gedanken befinden, die sie reflektieren möchten. Für die Risikoeinschätzung sind direkte Nachfragen nach konkreten Plänen, Methoden und einem Zeitrahmen entscheidend. Im Akutfall ist ein vorab definierter Notfallplan der Beratungsstelle wichtig, der Handlungsschritte vorgibt und oft darauf abzielt, durch Vereinbarungen Zeit zu gewinnen und die innere Ambivalenz der Person zu nutzen. Abschließend wird Online-Beratung als vollwertige Hilfeform gewürdigt, die nicht nur ein erster Schritt, sondern auch ein Katalysator für die Inanspruchnahme weiterer Unterstützung sein kann.

Transcription

5290 Words, 32672 Characters

Hallo und herzlich willkommen zu der Dreh der Podcast. Alles rund um Online-Beratung und die digitale Transformation der Beratung. Willkommen zu meinem Podcast, der heute eine ganz besondere Folge bereit hält. Ich habe ein Interview geführt mit Jakob Henschel und wir sprechen über das Thema Suizid, Suizid-Prevention in der Online-Beratung. Ein Thema, das ja für viele wichtig ist und sie beschäftigt und auch mit vielen ja vielleicht Sorgen und Ängsten verbunden ist. Und ich spreche mit Jakob darüber, warum Suizid-Prevention auch gerade in der E-Mail-Beratung ganz wunderbar funktioniert und man gar nicht so viel Angst davor haben muss, wie man vielleicht denkt. Viel Spaß beim Zuhören. Ich freue mich total, Jakob Henschel, dass du dir Zeit genommen hast für einen Interview. Das ist das erste Interview, was ich für mein Podcast mache. Ich habe das schon ewig geplant und jetzt kommt es endlich dazu und natürlich wirst total schwimmen. Wir würden uns gegen Übersitzende ein Raum. Aber das können wir natürlich aufgrund der aktuellen Situation immer noch nicht. Das tut der Sache aber kein Abbruch. Ich sag das nur immer ganz gerne bei so Aufnahmen, weil man manchmal ein bisschen merkt, dass die zwei Leute eben nicht zusammen in einem Raum sitzen und das vielleicht der Ton manchmal nicht so ganz perfekt ist. Aber wir gucken mal, dass wir es gut hinkriegen. Also schön, dass du da bist und heute mit mir ein kleines Interview machst. Vielleicht machst du dich erstmal ein bisschen vorstellen, damit die zuhörnende Idee davon kriegen, worum es überhaupt geht. Ich gebe schon mal den kleinen teaser. Wir sprechen das Thema Suizid-Beratung oder Suizidalität im Kontext von Online-Beratung. Was sehr für viele erst mal so ein Thema vielleicht ist. Aber für dich ein Thema, desto schon ganz lange machst und das dich schon lange begleitet. Erzähl doch mal ein bisschen kurz über dich. Sehr gerne. Mein Name ist Jaco Penschö. Ich bin von der Herkunft der Diplompsychologe und ich war ungefähr 13 Jahre in Summe für die Beratung Rufemund 20 tätig in verschiedenen Positionen und Tätigkeiten. Rufemund 20, das ist eine Online-Beratung für Suizidgefährdete. Jungen Menschen, das ist nämlich genau das worüber wir heute sprechen, Online-Beratung für Suizid gefährdete. Ich habe dort unter anderem auch Selbstberat in der ganze Zeit gegangen als Online-Berater, im gleichen Alter als Pierre Berater, als sogenannte Pierre Berater und war dann später für den bundesweiten Aufbau dieser ganzen Beratung zuständig. Ich bin da nebenan noch ein Vorstand der deutschen Gesellschaft Suizidprevention, also Suizidprevention ist schon so mein Lebensthema, würde ich sagen. Und plan aktuell den Aufbau einer Online-Beratung für Suizidgefährdete erwachsenen, einfach aus dem Grund, weil wir mit 25 gesehen haben, das so ein Konzept funktioniert. Und weil vor allen Dingen so etwas einfach fehlt, das gibt es noch nicht. Da hören wir wahrscheinlich später zu den Vorhaben noch mehr. Ja, ich frage gleich mal nach, weil du hast das so in einem Nebensatz, fast gesagt, dass du doch schon sehr lange dich mit dem Thema beschäftigst und dass du bei der U25 Beratung der Karitas damals auch als Pierre Berater tätig warst. Wie bist du überhaupt zum Thema Online-Beratung gekommen? Also das finde ich nämlich immer spannend bei Leuten, das schon lange machen und da gehörst du ja dazu, wie hat man überhaupt die Idee gekriegt? Ist gar sowas oder wie bist du darüber gesteubert? Also das war dein Weg zur Online-Beratung. Ja, der Weg war kein geplant, sondern das war eher wirklich ein Zufall. Also es war, kann man ja ganz konkret erzählen, ich hab damals Psychologie hier in Freiburg studiert. Und in meinem Seminar stand auf einmal Leute von U25, das damals ausschließlich in Freiburg betrieben wurde. Und haben halt gefragt, ob jemanden lust auch ein interessantes Ehrenamt hätte und ja, die Lust hatte ich ohne zu wissen, ob ich mir eingelassen habe und ohne zu wissen, dass dieses Jahr zu diesem Ehrenamt dann auch so mein Leben dauerhaft prägen würde. Das war mir damals absolut nicht bewusst. Und sag ich mal erst durch diese Mitarbeiter in der Online-Beratung und durch die Ausbildung zur Pierre Berater habe ich dann auch von einem Beratung kennengelernt als Konzept und vor allem aber auch sehr schnell gemerkt, dass das funktioniert. Also sowohl in der Reiswizitverbition als aber auch darüber hinaus. Das war auch für mich ein Lernprozess, weil natürlich auch in der Psychologie solche neuen Anführungszeichen Online-Methoden gerade damals, das war 2007 noch überhaupt nicht irgendwie im Blick waren und dann noch ganz anfänglich. Ja, jetzt hast du schon gesagt, ein paar mal, ja, das funktioniert und ich meine, da musste mich nicht von überzeugen, das kann ich, kann ich bestätigen. Aber tatsächlich ist ja gerade so dieses Thema ja, Menschen die echt ist sich in massiven Krisen befinden und dann natürlich immer, sobald dieses Stichwort "Suizitalität" oder "Suizitgedanken" oder irgendwas Suizipgefährdung, wenn dieses Stichwort aufkommen, ist ja häufig bei vielen ganz grundsätzlich schon in der Beratung ein Moment, wo ja, so ein bisschen der Pulzen bisschen hochgeht. Und man sagt, okay, das wird jetzt nicht ganz einfach. Jetzt ist das ja ein ganz besonderes Angebot zu sagen, das machen wir online und ich bleib jetzt mal ganz kurz noch bei U25. Es ist ja auch ein Angebot, wo die Mail-Beratung, also auch die zeitversetzte Kommunikation für diese Beratungskontext oder für diese Themen bewählt wurde. Und ich weiß nicht, wie es dir geht, du wirst es wahrscheinlich ja auch schon recht häufig erklärt haben müssen, das weiß ich dich jetzt Frage. Aber warum geht das? Also warum kann man auch Zeitversetz gerade bei solchen Themen das gut als Beratungskontext nutzen? Weil viele haben ja glaube ich Sorge, wenn ich nicht jemanden direkt vor mir sitzen habe und nicht sofort eingreifen kann, irgendwie was tun kann, dann wird das ganz schnell, ganz, ganz schwierig und vielleicht auch nicht machbar. Was würdest du beschreiben? Was ist denn so, dass das besondere vielleicht daran gerade bei diesen schwierigen Themenkomplex in dieser Mail-Beratung in diesem Anonym und Zeitversetzten Kontakt miteinander zu sein? Also da muss ich glaube ich zuerst mit einem Vorurteil aufräumen, dass es meiner Sicht halt auch so eine Angst entspringt. Also wenn wir über Suizidgefährdete klient, entsprechend, dann haben glaube ich viele Menschen, so ein Bild vor Augen von jemanden, der wirklich sagt okay, ich stehe jetzt auf der Brücke und werde es gleich tun. Und man muss dazu sagen, Suizidgefährdung und Suizidialität erstreckt sich von ersten kleinen Wagen, Gedanken war, Suizid könnte vielleicht irgendwann für mich eine Option sein. Bis hin zu dieser Akut-Situation, das halt ein Termin bevorsteht oder man sogar schon beginnt, irgendwie eine Handlung in Richtung Suizid durchzuführen. Und das wird oft knappt auf so eine Akut-Situation und das ist was, was mir nicht gefällt, was aber natürlich verständlich ist, aus einer Angst heraus, dann handlungsunfähig zu sein. Man muss dazu sagen, dass diese Fälle, die sich wirklich in der Akutheit, also ich bin jetzt wirklich dabei und werde in den nächsten Minuten eine Suizidhandlung durchführen, dass die halt die absolute Minderzahl der Fälle sind sowohl in der Online auch als auch in der offlineen Beratung, die psychiatrieblich da vielleicht ein bisschen rausnehmen. Aber gerade in dem Medium der Online-Beratung, wie bei Ofen von 20 ist es eine sehr kleine Minderzahl, da kann ich auch wenn du willst gleich noch mal dazu sagen, was man dann machen würde, aber es ist ein ganz anderer Fall, aber wir haben eine riesige, hohe Zahlen, riesen Anteil und klient in die Suizid-Gedanken haben, die aber jetzt nicht in den nächsten Minuten oder nächsten Tage in eine Suizidhandlung gehen wollen, sondern die offen über ihre Suizid-Gedahruf sprechen wollen, die auch bereit sind, Tage zu warten. Auf die Antwort, wenn man ihnen vorher sagt, dass es Tage dauern wird, der Ofen von 20 ist es eine Woche gewesen, war vorgekontakten und das ist von Anfang an ganz offen kommuniziert, dass es bis zu einer Woche dauern wird, dass man eine Antwort bekommt. Wir haben damals festgestellt, dass diese Antwort frisst, sogar Suizid präventiv wird, weil die Personen am anderen enden weiß, okay, da kommt noch was und man damit auch Zeit gewinnen kann. Aber sag ich mal, diese Akutheit, die oft so hoch, wie kann man das Zeitversatz machen, die da oft vermutet wird, die gibt es eher in den wenigsten Fällen, sondern wir haben da einfach Menschen in suizidalen Krisen, die haben Suizid-Gedahruf und die wissen nicht weiter, aber die stehen nicht kurz um Suizid. Und das wird mir oft zu sehr verknabt auf diese Akutphasen, die es gibt, aber die nicht die Mehrzahl bei der Gesamtheit von Suizidalen klären in gegebenen. Das ist so ein Punkt, der mir sehr wichtig ist. Ein anderer Punkt ist, dass online Beratung gerade im Kontext U25, das komplett anonym war, also nicht mal eine IP-Adresse wird dort auch genommen, dass das Anonymen Zugang bietet, der die Schwelle sehr niedrig setzt für Betroffenen, auch wirklich ganz ehrlich zu sein, ganz offen zu sein und vor allen Dingen nicht Angst haben zu müssen, dass es halt los, weil ich einmal sage, ich habe Suizid-Gedanken, dann gleich die Einweisungen, die Psychiatrie erfolgt oder irgendwie die Behörden eingeschaltet werden. Und der einfach jemand bei mir dann auftaucht und ich in die Psychiatrie muss, das ist rechtlich, natürlich nicht so einfach, wie ich das jetzt sage, aber trotzdem ist die Angst bei den Radzupnen sehr groß, dass sowas passiert. Und deswegen gehen Sie dann, sage ich mal, um gerne eine Face-to-Face-Beratung oder eine ärztliche Angebote, therapeutische Angebote und reden dort offen über Suizid-Gedankungen, also wir haben das gerade bei den jungen Leuten häufig erlebt, dass Sie gesagt haben, okay, hier in der Anonymenität der Online-Beratung traur ich mir darüber offen zu reden waren. Ja, und jetzt hast du, finde ich, was ganz wichtiges gesagt, der vielleicht schon mal so ein bisschen Druck rausnimmt. Also das sozusagen ganz akut, wirklich sehr stark Suizid-gefährdete Menschen. Wahrscheinlich gar nicht diejenigen sind, die dann in der E-Mail-Beratung sich melden, sondern dass es eher die Menschen sind, die sich ja mit Gedanken, entweder von ersten Gedanken bis auch vielleicht schon zu konkreteren Gedanken beschäftigen, aber die man sozusagen noch gut erreichen, gut abholen und gut auch im Beratungskontakt kriegen kann. Ich glaube, diese Angst, die du da ja auch beschrieben hast, die ja viele erleben ist, so dieser Verlust eben aufgrund der Kanalreduktion von Möglichkeiten, was einschätzen zu können. Also woran lehse ich denn raus oder wie lehse ich denn raus, wie akut ist die Situation? Wie gefährdet ist jemand? Kannst du da ein bisschen was dazu sagen? Also was sind so vielleicht? Ja, ich weiß nicht, wenn man so Kriterien benennen kann, das ist vielleicht ein bisschen schwierig, weil ja auch jeder Beratungsfall da sehr individuell ist. Aber wo würdest du so Unterschiede machen, zu sagen, da kann ich eigentlich sagen, okay, das ist sicherlich sehr ernst zu nehmen. Aber ich muss jetzt nicht gleich im Panik geraten, dass da jemand, wie du es zu gesagt hast, dass du im wahrsten Sinne des Wortes schon an der Brücke steht, gibt es da für dich so Kennzeichen, die vielleicht da nochmal den Unterschied machen und bei der Einschätzung helfen können. Absolut, also da kann man am Anfang vor allen Dingen den Punkt voranstellen, man kann auch in der Online-Beratung, und was gilt genauso viel auf meinen Beratung, keinerlei Kaffeesatzleserei betreiben und sage ich mal, es sich zu Sport machen zu sagen, ich nehme jetzt meine Beratungs-Mail, meine Erst-Mail, meine Klientin und möchte daraus eins zu eins herauslesen können, wie akut es wirklich ist. Das heißt, im Umkehrschluss nachfragen, es erste Methode der Wahl, ganz konkret nachfragen, ganz wirklich auch das benennen und so, du hast geschrieben, dass du manchmal daran denkst, das Leben zu nehmen, wie stark sind in deiner Suizit Gedanken. Und dann kommen wir nämlich zu den Märkmalen, die man dort auch erfragen kann oder an denen man ganz gut auf den Kratmesser hat, wie man dann weiter vorgeht und zwar ist es wirklich akut, wenn jemand schon Methode und einen möglichen Termin hat. Also wenn ganz konkrete Suizitpläne auch wirklich schon im Raum stehen und ein Suizit-Entschluss auch auf Nachfrage gefasst ist, also diese Anzeichen ist ein Termin im Auge gefasst und ist eine Methode schon überlegt worden. Das kann man auch ganz konkret nachfragen, wenn man es gehört, es geht in eine gewisse akute Richtung, kann man das ganz konkret auch nachfragen und sich im Bild zu machen und man kann auch ganz konkret nachfragen. Glaubst du, dass du es innerhalb der nächsten Woche oder in der nächsten zwei Wochen oder innerhalb des nächsten Monats tun wirst, das kann man ganz konkret nachfragen, das spricht überhaupt nichts dagegen. Allerdings natürlich nur, wenn hinreichend sich dahinweise auch darauf ergeben, also wenn jemand schreibt, manchmal denke ich, ich weiß nicht mehr weiter, dann ist diese Frage natürlich ein bisschen absurd, aber das ergibt sich aus meiner Sicht auch aus beraterischen Grundtechniken. Ja und jetzt mal das worst case scenario, denn das ist ja sag ich immer immer das, wovor glaube ich alle am meisten Sorge haben. Also wenn ich jetzt wirklich zu der Einschätzung komme und vielleicht auch durch diese sehr konkreten Nachfragen, die du da jetzt gerade beschrieben hast, da ist jemand wirklich ganz akute Suizidal. Ja, was dann tun, denn das ist ja so ein bisschen die Sorge, glaube ich, die alle haben, also natürlich auch mit rechtlichen Fragestellungen. Ich meine, da muss ich auch ein bisschen vorsichtig sein, das ist ja auch ein bisschen Kontext abhängig, vielleicht noch mal. Aber was wäre so vielleicht so ein Hinweis, den du geben kannst, zum Sinne von ja, wenn ich da jetzt so eine Antwort kriege, wo jemand mir auch wirklich sehr konkret seine dann auch vielleicht wirklich Suizid absichten, schon schildert. Was ist dann der Schritt denn in dieser Mail, in diesem Mailkontakt bin ich ja wirklich auch nur begrenzt in der Möglichkeit, was zu tun vor allen Dingen dann auch der Anonymität. Und das geht vielleicht dann schon so rüber zu der nächsten Frage, die ich dann gleich nochmal stellen werde, nämlich auch so, ja was heißt das auch so für meine eigene Psycho-Gene und den Umgang auch mit solchen Themen. Aber vielleicht guck mir erst mal auf diesen ersten Part, also was tun, wenn es wirklich ganz akut ist. Genau, also da gibt es Punkte, die kann ich gleich auch mal ansprechen, aber was mir wichtiger noch ist, solche Fälle sollten von der Beratungsstelle oder vom Träger vorher vorgelegt sein. Das ist ein Notverplan, was bis dann zu tun, denn je nachdem, ob die IP-Adresse erhoben wird, ob Daten vorhanden sind, die man auch an Behörden geben kann, muss man da unterschiedlich oder kann man unterschiedlich vorgehen. Und vor allen Dingen aber auch jeder Träger muss auch für sich entscheiden, ab welchem Punkt gehen wir aus der Beratung raus und rein in eine Meldung an Behörden, die dann vielleicht auch eingreifen können. Haben wir überhaupt die Daten, da einsammeln wir die überhaupt, wie die IP-Adresse, damit es überhaupt überhaupt sinnvoll ist, was man den Behörden überhaupt übergeben kann. Deswegen da empfehle ich sehr im Vorfeld, das sollte eigentlich möglichst jede Online-Wartungsstelle und Worst Case-Papier-So-Notverplan auch trifft bereit haben und man sagt okay, bis zu diesem Punkt ist für uns, seit ich mal ein Festhalten an anderen Beratungen vertreten war und okay und ab dem Punkt werden wir zum Beispiel die Behörden einschalten. Mit denen Daten, die wir entweder in der Beratung oder halt auch Meter Daten haben, das ist erst mal für den Rahmen sehr sehr wichtig, weil das auch den Beraterinnen und Beratern die Sicherheit gibt zu sagen okay jetzt hat der hier ganz konkret gesagt innerhalb der nächsten Woche, weil er sich's Leben nehmen, meinen Notverplan sagt ich muss jetzt exempressuell tun muss mich mit dem und dem austauschen, weil dann austauschern gefordert ist laut Notverplan, was ich persönlich auf sehr empfehle, das nicht dann alleine mit sich auszumachen. Das ist erst mal für den Rahmen extrem wichtig aus meiner Sicht. Inhaltlich ist es so, da kann ich auf die Praxis von U25 auch ein bisschen zurückgehen, da ja dort gar keine großen Meter Daten, also vor allem keine IP-Adresse aufgenommen und gespeichert wurde. Doch haben wir es zumeist so gemacht, dass man in der Beratung verblieben ist und dass wir zum Beispiel vorgeschlagen haben, liebe klienten, du hast besagt, dass du dir das Leben nehmen willst in der nächsten Woche. Wir merken, dass die Not sehr groß ist, du hast aber trotzdem uns als Zielpreventionsstelle diese Gedanken geschrieben und diesen Entschluss zukommen lassen kannst du dir vorstellen diesen Zieltermin noch mal um mindestens 2 Wochen zu verschieben und diese 2 Wochen nutzen wir gemeinsam noch einmal zu schauen, ob es irgendwie doch noch einen anderen Weg geben könnte. Und man denkt, das ist jetzt ein sehr simpler Trick in Anführungszeichen und trotzdem hat es erstaunlich häufig funktioniert, dass die Person gesagt hat, okay, lass es uns probieren. Das, da doch offenbar noch eine Ambivalenz irgendwo war, denn ich meine, jemand, der seinen Suizip plant und ihn durchführen möchte, der schreibt halt das auch nicht an eine Suizip-Permissionsstelle in Fall U25 oder überhaupt an eine Beratungsstelle, die ja sichtlich immer dafür kämpfen wird, dass jemand weiter am Leben bleibt und diese Ambivalenz, die dann selbst in der Übermittlung der Nachricht, die ich habe, mich entschieden, ja noch drinsteckt, weil man es einfach schreibt, die kann man sich da ein bisschen noch inhaltlich zu nutzen machen. Ja, und dann geht es wahrscheinlich ja auch, wenn es um solche Vereinbarungen und das sozusagen ausloten von Alternativen zum Suizip geht, ja auch stark drum zu gucken, okay, was kann jetzt auch ein Übergang von der Online-Beratung in die Präsenz nicht unbedingt Beratung, aber vielleicht im Präsenzangebot auch sein. Also was gibt es für Möglichkeiten, dann war es dem Online-Kontakt auch in andere Kontakt und dann vor allem auch Hilfevarianten sozusagen zu wechseln. Wie würdest du das einschätzen oder was ist da so deine Erfahrung? Also ist das, was gut funktioniert, das sozusagen über diesen Online-Kontakt, über dieses ja auch sehr offen und sehr geschützt, über alles erst mal sprechen zu können? Auch eine höhere Akzeptanz dann herrscht sich auch vor Ort, sage ich jetzt mal, ja, in Hilfsangebote zu begeben. Also ich weiß, dass du überhaupt keine Vertreterin davon bist, deswegen muss ich das quasi dir nicht entgegnen, aber ich möchte es trotzdem gesagt wissen, als Einführung zu der Frage, dass es, sage ich mal, die Online-Beratung ist nicht der Steigt-Bügel dazu, dass man dann später in die Richtigen einfach zeichnen offline-Beratungen geht, das muss ich dir überhaupt nicht erzählen. Aber ich erlebe das leider noch sehr, sehr häufig, dass man eigentlich gut die Online-Beratung, die ist halt so der erste Aufwandpunkt und dann muss es das Ziel sein, die so bald so wie möglich vor Ort in Hilfe zu bringen, denn das ist dann die richtige Hilfe. Das will ich dir einfach sagen, weil mir das oft begegnet, und einfach sagen, nein, Online-Beratung ist an sich auch schon eine richtige Hilfe und steht für sich alleine. Aber zu deiner Frage, das ist auf jeden Fall ein sehr hilfreicher Punkt, denn zum Beispiel, wenn man sagt, Online-Beratung kann bestimmte Sachen abdecken, und da kann man eine Anonyme beziehung aufbauen, aber vielleicht braucht es dann auch schwerter, dass es natürlich eine professionelle Therapie, in der Verlugung uns 20 waren, ist er ehrenamtlich Beraterinnen und Berater. Es ersetzt dann einfach auch eine professionelle Hilfe, natürlich keine Behandlung, kann keine Diagnose erstellen, keine wirklich Intervention im medizinischen Sinne leisten. Und da ist dieser Übergang dann doch sehr wichtig, und das ist nicht immer sehr leicht gewesen, gerade bei den Jugendlichen, weil die Schwelle dann nochmal wirklich sich offline vor Ort Hilfe zu suchen, dann doch sehr hoch ist. Und trotzdem konnte man da die Begegenstückheit ebnen, indem man zum Beispiel ermutigt, indem man auch vielleicht, was gibt es denn bei der Person vor Ort? Kann man da vielleicht auch, ja, auch mal selber auf die Homepage gehen als Berater und schauen so, ja, hey, die sehen echt nett aus und vor allem, da musst du gar nicht dein Namen angeben oder so, da kannst du einfach auch einen Termin machen, einfach vorbeigehen, da musst du keine Angst haben. So und so einfach über gewisse Schritte, dann die Klienten, den Klienten ermutigen, das einfach mal auszuprobieren und dann vielleicht auch, wenn so eine erste provaturische Sitzung meint, wegen bei einer Therapie absolviert wurde, dass man hinterher das auch feiert und sagt, oh, super, dass du den Mut hattest, dass du da mal hingegangen bist und so schlimm war es ja gar nicht. Das kann, das ist eine riesen Ressource und ich bin sehr großer Fan davon, hat Onlineberatung und offline Angebote diekliche Art auch, wenn wir ineinander greifen zu lassen und zu schauen, wo kann man das Beste von allen Welten irgendwie auch nutzen, damit es am Ende der Klienten halt besser geht und vielleicht die soziale Krise überwunden werden kann und da sprich zum guten Punkt an die Onlineberatung kann den Weg geben können, ja. Aber gut, dass du es auch noch mal so klar gesagt hast, dass eben auch das Onlineberatungsangebot nicht weniger wert ist oder nicht weniger wert ist. Der Türöffner ist, also das ist nicht höre, das ist einfach zu oft. Ja und genau, dass es nicht darum geht, sondern nach dem Motto jeder, der sich mit einer suizidalen Thematik in der Onlineberatung meldet, der muss dann auch in die Präsenz. Sondern es kann auch reichen sozusagen, in dem Onlinekontakt zu bleiben, es klingt wieder so ein bisschen abwerten, das kann reichen. Also der ist einfach gut und der kann auch schon sozusagen die Lösung sein, es braucht vielleicht nicht unbedingt immer mehr und ich finde das ist ja auch noch mal ein ganz wichtiger Aspekt. Ja, jetzt würde ich gerne mit dir so ein bisschen weiter schauen. Jetzt haben wir ganz viel so allgemein gesprochen und du hast natürlich jetzt aus deiner Erfahrung bei U20 ganz viel erzählt. Ja und du hattest vorhin schon ein Einleiten, der gesagt, jetzt gibt es ein neues Projekt und vielleicht magst du da einfach mal ein bisschen drüber erzielen, denn tatsächlich ist das so ein bisschen die Krucks bei dem Projekt U20. U20 ist steckt schon in Namen, ab 26 ist sozusagen Schluss, also sprich für erwachsene junge erwachsene oder eben auch ältere erwachsene gibt es eigentlich kein vergleichbares Angebot, die melden sich wahrscheinlich bei einfach anderen Onlineberatungen stellt, aber es gibt nicht wirklich in suizidpräventionsangebot in der Form online. Erzähl doch mal ein bisschen was über euer neues Projekt, das ja auch mit einer Kollegin zusammen gerade aufbaust. Genau, also mit dieser Kollegin, mit der Kassine Schweizer, habe ich halt wirklich sehr, sehr viele Jahre bei U20 gearbeitet und was uns halt wirklich konstant über die vielen Jahre begegnet ist, ist halt die Frage, so wie du es auch hat gesagt hast. Ich bin 26, ich bin 35, ich bin 45, ich bin 65, ich möchte gerne eine Beratung wie bei U25, also eine niedrige, anonyme Beratung, speziell wirklich zum Thema Suizidprävention, wo finde ich die. Und wir waren damals in der Zeit einfach häufig mit diesen Anfragen konfrontierten, mussten immer sagen, ja, die gibt es nicht. Und es gibt auch kein, sage ich mal, soweit benachbart ist, Angebot, wo man sagen kann, okay, das ist jetzt, ja, das können wir eigentlich mal empfehlen, weil das ein Prinzip das abdeckt. Sondern sag ich mal, das nächste Liegende ist dann die melberatung der Telefonsehsorge, zum Beispiel die aber halt nicht spezifisch auf das Thema Suizidprävention vorbereitet ist und wo wir unter uns gesagt, auch immer wieder auch mal mitbekommen, dass die Telefonsehsorge mit suizidalen Anfragen auch sehr zu kämpfen hat und zu klappern hat und das halt nicht deren Spezialgebiet ist. Und schon damals war so die Idee, eigentlich müsste man das Angebot U25 auch auf ältere Altersoppen ausweiten. Also man muss wissen, U25 wurde um das Jahr 2000 gegründet in der Zeit, wo sei ich mal diese, dieses Onlinezeug noch ganz neu war und wo man gesagt hat, na gut, eine melberatung, das ist was für junge Leute, ältere, die haben das ja noch nicht. Wir leben aber heute in der Zeit, wo sei ich mal mel eher, was ist, wo man sich wundert, dass das mit Jugendlichen halt immer noch funktioniert, also ich wundere mich dafür über seit Jahren, dass das noch funktioniert. Aber wo selbst die Oma-Opa-Generation mühlos per melen online kommuniziert, das heißt in dieser ursprüngliche Gedanke, wir machen das für Jugendliche, weil das Online-Medium halt deren Medium ist greift heute nicht mehr. Und deswegen haben wir schon seit Jahren gedacht, dass wir eigentlich diese U25-Eidee auch verältere zur Verfügung stellen müssten. Es gab aber innerhalb von U25 nie die Möglichkeit, das zu tun, weil selbst das U25 angebot noch nicht genügend Kapazitäten hat, um allein schon die Altersprobe bis 25 abzubilden, da bedarf es viel zu groß. Und nun haben halt Christiane Schweizer, meine Kolleginnen und ich, zu Jahresbeginn entschlossen, dass wir U25 hinter uns lassen und uns auf dem Weg machen, dieses Projekt aufzubauen. Also also in Online-Beratungen, in niedrigstwellige, anonymen Online-Beratungen für Suizip gefährdete Erwachsener, das genau dieses Land, das sich erbobte und mittlerweile auch bissenschaftlich evaluierte Konzept von U25 nutzt und für Erwachsener zur Verfügung stellt. Also in Prinzip ist es nicht viel Zaubereis, eigentlich jetzt mal so sah, sondern wir nutzen einfach das, was jahrelang erpropbt ist und bauen das ohne so, dass das auch verältener da ist. Haben jetzt die Konzeption abgeschlossen und beginnen nun gerade damit Mittel zu akquirieren um meinen ersten Piloten zu starten. Und die Idee ist ähnlich wie bei U25, ja, bei U25 sie auch das ist, U25, das auch das Beratungsteam, das dann da die Anfragen bearbeitet, wer wird das sein, sind das Ehrenamtliche, sind das Fachkräfte oder sind das Leute, die einfach für die Online-Beratung und das Thema qualifiziert werden, aber jetzt nicht unbedingt ganz spezifisch-fachlichen Hintergrund da mitbringen, was ist da euer Plan? Genau, der Plan ist tatsächlich auch deshalb, wie bei U25, dass wir freiwillige Ehrenamtliche in einer längeren Ausbildung fortbilden, sodass die in der Lage sind, Online zum Thema Soziplaman zu beraten, die werden natürlich eng begleitet, monitor durchgehen durch die ganze Beratung von hauptamtlichen Fachkräften. Das ist wichtig, man kann jetzt nicht einfach allein stehen lassen, das geht so weit, dass halt auch die Beratungsmaels alle gegengelesen werden bevor sie rausgeschickt werden. Das ist einfach ein wichtiges Qualitätsmerkmal gerade auch beim Thema Soziplarvention. Aber grundsätzlich hat sich halt dieses Konzept das Ehrenamtliche, das machen, dass das auch ungefähr gleichalte machen, das ist auch das Konzept, was wir so übernehmen werden, dass man sagt, wir machen einen Piereinsatz, das heißt, wir schauen, dass jetzt die Altersstrukturen sag ich mal in groben, einigermaßen über einstimmen. Ja, und ich meine, der Hintergrund, ich habe gar nicht so direkt gesagt, aber der Hintergrund von so einem Piatupierberatungsansatz ist ja auch einfach, dass es einen enorm hoher Akzeptanz hat. Gerade gerade auch bei dem Thema, da will ich vielleicht gar nicht gleich schon von der Fachkraft beraten werden. Ich glaube auch mit all den Ängsten, die da dran hängen, so nach dem Motto, wenn es der Fachkraft sage, dann werde ich morgen eingewiesen, das sind ja vielleicht so Bilder, die man dann im Kopf hat. Und wenn ich mich erstmal mit jemandem anderen austauschen kann, dann ja, vielleicht auch leichter erst mal über die Themen zu sprechen, ohne gleich die Sorge haben zu müssen, da kommt jetzt eine Diagnostik um die Ecke und dann habe ich Konsequenzen zu befürchten. Ich glaube, das sind ja Gedanken und Bilder, die vielleicht Radsuchene da schnell in Kopf auch haben, was uns auch zu denken geben sollte, ganz grundsätzlich vielleicht. Ja, vielleicht sagt doch einmal ein bisschen, dass dazu das Mittelakvise und dann starteten Pilot gibt's da schon eine Zeitplanung und vor allem, wie kann man euer Projekt unterstützen? Denn ich werde natürlich, es gibt ja eine Webseite, niedrischfällige Suizidprävention.de, das werde ich alles noch verlinken, hier, dass man sich das auch auch mal angucken kann. Aber wie kann man euch ganz konkret vielleicht unterstützen in dieser spannenden Phase der Projekt, das Projekt aufbaus in der Eekratzeit? Genau, also ganz nun kreden kann man uns gerade mit, ich lends mal spread the word, unterstützen, erzählt es um, stellt den Kontakt her. Also wir sind bereit, die Projektidee vorzustellen, die einfach auch sehr nahe liegen ist aus der U25 Herkunft und einfach, dass wir in den Fachkreisen auch bekannter werden und wir auch keinerlei Geheimnisse haben mit dem Aufbaus. Es ist, wir machen das nie in Hinterzimmer, sondern wir möchten uns ganz breit, fachlich vernetzt, wir möchten einfach gucken, hey, wer sieht das Thema, das wir dort angehen, nämlich Suizidprävention und niedrischfällige Versorgung von Suizid gefährdeten? Wer sieht das auch als sein Thema und sagt, okay, das finde ich unterstützenswert, da möchte ich einfach gucken, was ich als Person dabei tragen kann. Einfach höherer an die Hand oder E-Mail schreiben, einfach sich an uns wenden, dann reden wir mal, dann können wir gucken. Also wir können auch weiter auf der Suche nach Multiplierplator erinnern, die sagen, okay, die Idee finde ich irgendwie gut und ich guck mal, was ich beitragen kann und was am Ende dann beigetragen werden kann. Das muss man schauen, wir sind im Moment viel gesagt auf dem Weg, dann irgendwann hoffentlich, du hast einen Zeitplan gefragt, gegen Ende des Jahres mit einem kleinen Pliegeloten vielleicht auch starten zu können, dass man so vielleicht eine erste Gruppe ernanntliche ausbilden könnte, ob das mit dem Zeitplan so funktioniert, steht in den Sternen, denn das muss ich ganz offen sagen. So ist das Thema Mittelakrise ansprichst, das Thema Suizidprävention, plus das Thema Altersgruppe erwachsene ist in Kombination, ich sag's deutlich sehr unshexi. Das war bei U20 mit der Zyko-Biugendlicher noch ein bisschen einfacher damit auch wirklich Vorderinnen und Geldgeber heranzutreten und trotzdem, also das ist, wenn man weiß, dass die Suizidzahlen mit steigenden Alter halt auch immer weiter ansteigen. Ja, also es ist so wichtig, dass so ein Angebot halt auch entsteht und deswegen unterstützen kann man uns am nächsten, indem man einfach mit uns spricht und wir einfach schauen, wie gibt es irgendwas, was die Person, die sich an uns wende, dazu beitragen kann, dass wir bald in ersten Piloten an Bord bringen können und für Suizidgefälle der Erwachsene halt so was in kleinen Rahmen, erstmal entwickeln können. Ja, super, ich drück dafür ganz fest die Daumen, denn ich finde dieses ein ganz tolles Projekt und insofern, Flatt haben wir ja jetzt schon ein paar Multiplikatoren oder interessierte erreicht, wenn die das hören. Ich werde viel gesagt, die Informationen zu euren Projekt zu euch als Projektleitung auch entsprechend nochmal mit an die Folge ranhängen so, dass der Lust und Interesse hat sich das ein bisschen genauer anzuschauen, da einfach vorbeischauen und euch ansprechen kann. Die Webseite, wo man sich schon mal informieren kann, einfach ist WWW niedrigschwellige minus Suizidprävention.de und da findet man eine ganze Menge an Informationen über das Projekt, auch viele Fürsprecher*innen, die da sehen, das ist ein wichtiges und fachlich zu unterstützen, das Projekt ist und insofern drücke ich die Daumen, dass das bei euch gut weitergeht, gut klappt. Und danke dir ganz herzlich für diese vielen wichtigen spannenden Themen, wir hätten wahrscheinlich so eine Stunde weiterringen können, es gibt noch so viel zu den Thema zu sagen. Aber vielleicht machen wir das dann einfach zu einer späteren Gelegenheit nochmal, wenn ihr mit dem Projekt am Start seid, habt ganz herzlichen Dank, die bei ihr kommt. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal bei "Der Drehe der Podcast", alles rund um Online-Bratung und digitale Transformation der Beratung. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Online-Beratung, insbesondere per E-Mail, ist ein wirksames Mittel zur Suizidprävention, da sie einen niedrigschwelligen, anonymen Zugang bietet.
  2. Die Mehrheit der Ratsuchenden befindet sich nicht in einer akuten Suizidsituation, sondern hat suizidale Gedanken, über die sie im geschützten Raum offen sprechen können.
  3. Konkrete Nachfragen zu Plänen, Methoden und Zeitrahmen sind entscheidend, um den Gefährdungsgrad einzuschätzen.
  4. Für akute Fälle ist ein klarer Notfallplan der Beratungsstelle essenziell, der Handlungssicherheit gibt und oft auf die noch vorhandene Ambivalenz der Person setzt.
  5. Online-Beratung ist keine bloße Überbrückung, sondern eine eigenständige und legitime Form der Hilfe, die jedoch auch den Übergang in andere Hilfsangebote erleichtern kann.

Summary:

In diesem Podcast-Interview mit dem Psychologen und Suizidpräventions-Experten Jakob Henschel wird die Rolle der Online-Beratung, speziell im Kontext von Suizidgedanken und -prävention, erörtert. Henschel, der lange für die Online-Beratung „U25“ tätig war, betont, dass die zeitversetzte E-Mail-Kommunikation besonders gut funktioniert. Der anonyme Zugang senkt die Hemmschwelle für junge Menschen, offen über ihre suizidalen Gedanken zu sprechen, ohne Angst vor sofortigen Zwangsmaßnahmen.

Ein zentrales Argument ist, dass die meisten Ratsuchenden keine akute, unmittelbare Gefahr darstellen, sondern sich in einer suizidalen Krise mit Gedanken befinden, die sie reflektieren möchten. Für die Risikoeinschätzung sind direkte Nachfragen nach konkreten Plänen, Methoden und einem Zeitrahmen entscheidend. Im Akutfall ist ein vorab definierter Notfallplan der Beratungsstelle wichtig, der Handlungsschritte vorgibt und oft darauf abzielt, durch Vereinbarungen Zeit zu gewinnen und die innere Ambivalenz der Person zu nutzen.

Abschließend wird Online-Beratung als vollwertige Hilfeform gewürdigt, die nicht nur ein erster Schritt, sondern auch ein Katalysator für die Inanspruchnahme weiterer Unterstützung sein kann.

FAQs

Weil die meisten suizidgefährdeten Personen nicht in akuter Lebensgefahr sind, sondern offen über ihre Gedanken sprechen möchten. Die Anonymität senkt die Hemmschwelle, und die zeitversetzte Antwort kann präventiv wirken, da die Klient:innen wissen, dass noch eine Rückmeldung kommt.

Akute Suizidalität liegt vor, wenn konkrete Pläne, eine Methode und ein Termin bestehen. Die Mehrheit der Ratsuchenden hat jedoch Gedanken, die von ersten Erwägungen bis zu konkreteren Vorstellungen reichen, ohne unmittelbar handeln zu wollen.

Durch gezieltes Nachfragen, z.B. nach der Stärke der Gedanken, konkreten Plänen, einer Methode oder einem Zeitrahmen. Direkte Fragen wie 'Glaubst du, du wirst es in der nächsten Woche tun?' sind möglich, wenn der Kontext es nahelegt.

Jede Beratungsstelle sollte einen Notfallplan haben, der je nach Datenlage (z.B. IP-Adresse) das Vorgehen definiert. Inhaltlich kann man versuchen, die Ambivalenz zu nutzen und z.B. eine Verschiebung des Vorhabens vereinbaren, um gemeinsam nach Alternativen zu suchen.

Nein, Online-Beratung ist eine eigenständige und wirksame Hilfeform. Sie kann bestimmte Bedürfnisse abdecken, ersetzt aber keine professionelle Therapie, wenn diese nötig ist. Der Übergang zu weiteren Angeboten kann jedoch erleichtert werden.

Anonymität ermöglicht es Betroffenen, offen und ehrlich über Suizidgedanken zu sprechen, ohne Angst vor sofortigen Konsequenzen wie Zwangseinweisungen. Das senkt die Schwelle, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.