Im Juli 2002 verschwindet die 15-jährige Stefanie auf Mallorca, nachdem sie mit Freundinnen feiern war. Obwohl sie zunächst als vermisst gemeldet wird, verlaufen alle Spuren ins Leere. Etwa anderthalb Monate später wird ihre Leiche auf einem verlassenen Grundstück gefunden. Die Ermittlungen richten sich schließlich auf Torsten T., einen Untermieter in Stefanis Wohnung, der kurz nach dem Fund der Leiche nach Deutschland zurückgereist ist. 2003 wird er in Solingen festgenommen, als er einen Mietwagen auffällig umbauen lassen will. In seinem Fahrzeug finden die Beamten Chloroform, Schlafmittel und andere Gegenstände, die ein "Entführer-Starterkit" bilden. Eine weitere Frau berichtet, dass Torsten sie überfallen habe. Die Obduktion von Stefanis Leiche ergibt Chloroform in ihrem Körper. Durch einen verdeckten Ermittler gesteht Torsten schließlich die Tötung, behauptet jedoch, es sei ein Unfall gewesen. 2006 wird er zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach einer Revision und einem zweiten Prozess wird das Urteil aufgrund der erdrückenden Indizien, einschließlich des Chloroformnachweises, bestätigt. Ihm wird eine dissoziale Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, doch er gilt als voll schuldfähig.
Hi, und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von "Motarm mit Wach". Ich liebe, wie geht es euch, wie wir euer Tag, was geht euch gerade durch den Kopf? Was sind eure Gedanken, eure Sorgen oder woher über Freut ihr euch gerade besonders? Schreibt's gerne in die Kommentare, lasst uns den Space wie immer als kleinen Kummerkasten und als Ort um sich gegenseitig zu unterstützen, zu beraten und aufzubauen nutzen. Ich habe euch heute einen Fall mitgebracht, der sehr, sehr nah an unser aller Realität dran ist. Es geht um Deutsche auf Mallorca, also um etwas, dass wir alle sehr, sehr gut kennen. Denn ich bin mir sicher, dass die aller meisten, die hier gerade zu sehen, schon mal auf Malle waren. Die Insel gehört auch praktisch Deutschland. So verhalten sich zumindest einige der Touristen. Leider geht es heute aber nicht um den Megapark, dem Bierkönig oder die Schinkenstraße. Es geht um einen Mord, einen Mord auf Mallorca. Bevor wir rein starten, lasst mir gerne ein Abo und ein Like da. Ich muss das sagen, ich bin YouTuber. Und jetzt geht's los. Heute erzähle ich euch von einem Fall, bei dem die enge Zusammenarbeit zwischen der Spanischen und deutschen Polizei gefragt war und die Suche nach dem Täter zunächst aussichtslos erschien. Bis ein kleiner Zufall dem Beamten in die Karten spielte und alles veränderte. Doch fangen wir erst mal ganz von vorne an. Wir befinden uns im Jahr 2002 und die 15-Jährige Stefanie, die die ersten Jahre ihres Lebens in Lüdenscheid verbracht hat, entscheidet sich dazu, zu ihrer Mutter nach Mallorca zu ziehen. Dort möchte sie dann einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Es soll alles besser werden. Ihre Mutter lebt nämlich seit ca. einem Jahr auf der Sonnenballiareninsel und hat sich im Stadtteil L-Arenal ein Leben mit ihrem neuen Partner aufgebaut. Stefanie's Tante wohnt ebenfalls auf der Insel, die in Deutschland hauptsächlich für ihr Buntes und eskalatives Party leben bekannt ist. Mallorca ist nur einmal im Jahr, nicht wahr? Doch Mallorca hat neben lebendigen Partys und Exessen auch zahlreiche, schöne Buchten, endlose Sandstrände und eine architekturnische Vielfalt zu bieten. Kleine Restaurants, schnucklige Cafés und schöne Hafen. Von den Erzählungen ihrer Schwester angesteckt, entschließt sich Stefanie's Mutter also dann dazu, auch auf die spanische Insel auszuwandern. Stefanie und ihr Buda leben währenddessen bei den Großeltern. Doch Stefanie vermisst es, ihre Mutter täglich bei sich zu haben. Außerdem ist die 15-jährige ziemlich abenteuerlustek und von einer Sehnsucht nach neuen Erfahrungen getrieben. Und so fast die kurze Hand dienen Schluss nach den Sommerferien, die Schule auf Mallorca fortzusetzen. Drei Monate lebt sie nun schon bei ihrer Mutter und deren Lebensgefährten in einer zweistöckigen Wohnung, die nur wenige Minuten vom berüchtigten Ballaman entfernt ist. Und bevor die Schule und damit der Ernstes Lebens wieder beginnt, kostet Stefanie ihre neu gewonnene Freiheit in vollen Zügen aus. Ihr müsst euch vorstellen, sie ist 15 Jahre alt und wohnt jetzt in der Nähe vom Ballaman. Die rebellische Teenagerin streift oft bis spät in die Nacht durch die Partimeile, lernt in bas zahlreiche neue Freunde kennen und kommt manchmal tagelang nicht nach Hause. Dass sie das Zimmer im Erdgeschoss bewohnt, kommt ihr dabei zugute, da so oftmals unbemerkt bleibt, ob und wann sie nach Hause kommt. Ihr könnt euch vorstellen, das Ganze führt häufig zu Streitigkeiten mit Stefanie's Mutter, die natürlich nicht begeistert davon ist, oft tagelang nicht zu wissen, wo ihre Tochter unterwegs ist und wann sie endlich wieder nach Hause kommt. Regelmäßige Diskussionen mit ihrer Mutter führen auch dazu, dass eine Spannung zwischen Stefanie und den neuen Lebensgefährten der Mutter entsteht. Denn der hat sogar kein Verständnis für das unbedachte Verhalten der Jugendlichen und das äußert er auch. An dieser Stelle möchte ich noch mal anmerken, dass es Stefanie wie gesagt gerade erst 15 Jahre alt ist und sich in einer völlig neuen Lebenssituation befindet, die sie aufgrund der vielen neuen Reize und Eindrücke womöglich auch überfordert hat. Eine neue Umgebung, weit weg von ihrer Heimat und ihren Freunden, der neue Partner der Mutter und die Angst vielleicht keinen Anschluss oder keine Freunde zu finden, all das kann schon ziemlich viel sein. Daher wundert es sich nicht, dass eine junge Person mit gewöhnigen, aventeuerlustigen Charakter in so einer Situation mal über die Stränge schlägt. Auch wenn ich mir gut vorstellen kann, wie anstrengend und belastend das für die Mutter und die Beziehung zu ihrem Partner gewesen sein muss. Wie war dir als Teenager? Seid ehrlich, war dir frech, war dir aventeuerlustig oder war dir die von der ruhigen Sorte? Schreibt es mal in die Kommentare. Trotz der Spannungen, die teilweise aufkommen, wenn Stefanie mal wieder zu lange unterwegs war, ist die Beziehung zwischen Mutter und Tochter grundsätzlich gut und oft auch harmonisch. So kommt es dazu, dass Stefanie's Mutter ihr am 31.7.2002 erlaubt, sich abends mit ihren Freundinnen zum Feiern zu treffen. Schließlich fängt die Schule bald an und Stefanie möchte ihre letzten Monate in Freiheit noch mal so richtig genießen. An der raufweigenen Tag findet ihre Mutter Stefanie's Umhänge-Tasche im Wohnungsflur vor. Sie vermutet, dass ihre Tochter spät abends nach Hause gekommen ist und die Tasche ausgelockt vom Feiern achtlos auf dem Boden geworfen hat und jetzt vermutlich völlig verkartet in ihrem Bett liegt. Doch als sie Stefanie's Zimmer betritt, um die Tasche dort abzulegen, findet sie ein leeres Bett vor. Generell fällt ihr auf, dass sie den ganzen Tag noch keinen Muchs von Stefanie gehört hat. Das Wunder zieht zwar, doch da ist bei Stefanie wie Anfangs bereits erwähnt. Nichts Neues ist, dass sie kurzfristig mal bei anderen Freunden pänd oder irgendwo die Nacht verbringt, verfällt ihre Mutter nicht direkt im Panik. Doch es vergehen sieben Tage ohne ein Lebenszeichen von Stefanie. Und so wennet sich ihre Mutter schließlich am 1. August an die Polizei um ihre Tochter als vermisst zu melden. Die Polizisten beginnen sofort damit, Türsteher, Freunde, Bekannte, Touristen und Kälner zu befragen. Doch niemand hat eine Ahnung, was mit Stefanie passiert sein könnte. Es werden Alfred Flugblätter auf denen Stefanie's Gesicht prankt verteilt, doch alles führt ins Nichts. Die spanischen Behörden stellen schließlich die Vermutung auf, der Stefanie ertrunken sein könnte. Die Schiffspolizei wird umgehend eingeschaltet und über der Küste fliegen Helikopter, um nach dem Körper des vermisten Mädchens ausschaut zu halten. Doch sie finden nichts. Da Stefanie beim Feiern den 17-jährigen Markus aus Düsseldorf kennengelernt und sich offenbar in ihn verliebt hat, wächst die Hoffnung, dass sie ihm im Eifer des Gefechts nach Deutschland gefolgt sein könnte. War das mal wieder eine Übersprungshandlung von Stefanie? Doch der Junge, der über die Ferien in einer Disco an der Pleiere der Palma gearbeitet hat, gibt an alleine nach Hause gereist zu sein. Jede Spur verläuft also ins Lehrer und so beginnt Stefanie's Mutter in der Wohnung auf eigene Faust nach Hinweisen zu suchen. Und sie wird fündig, in Zimmer der 15-jährigen liegt eine Kamera mit einem eingelegten Film, den sie umgehend entwickeln lässt. Auf dem Kamerafilm befinden sich Aufnahmen, die am Tag ihres Verschwintens gemacht worden sind und Stefanie mit unterschiedlichen Personen zeigen. So gelingt es der Polizei zwei Mädchen zu identifizieren, die Stefanie an diesem Abend durch die Bars und Klubs begleitet haben. Die beiden Mädchen sind Schwestern und in Stefanie's Alter, deshalb die drei Vielzeit miteinander verbracht haben. So entspannten sie sich tagsüber oft zusammen am Strand, bevor es abends dann auf die Partymeile ging. Mittlerweile sind die beiden Schwestern, deren Vater eine Bar in L-Adenal betreibt, wieder in Deutschland. Dennoch können sie der Polizei dabei helfen, den Abend zu rekonstruieren. Endlich hat man sowas wie eine Spur. Sie erzähle Polizisten, dass sie gegen 21 Uhr zusammen in einem Club gegangen sind. Stefanie hat vorher angekündigt, den DJ zu kennen, deren diesem Abend auflegen sollen. Und da sich Stefanie's Aufmerksamkeit eher auf den DJ als auf ihre Begleiterinnen zur richten scheint, entschließend sich die beiden Mädchen gegen 24 Uhr dazu den Heimweg anzutreten. So verabschieden sie sich dann von Stefanie, die noch ein bisschen mit besagtem DJ weiter feiern möchte. Auf dem Kameraphim können die Ermittler außerdem noch eine Aufnahme entdecken, die Stefanie arm in arm mit einem jungen Mann zeigt. Wer, sowie Stefanie's Begleiterinnen, ebenfalls recht schnell identifiziert werden kann, es handelt sich um eine 19 Jahre alten Mitarbeiter des Clubs, der sich gut mit Stefanie verstanden hat und sie an diesem Abend nach Hause gefahren hat. Gegen 31 sollen die beiden den Club verlassen haben. Vor der Polizei gibt er an, noch gesehen zu haben, wie Stefanie das Haus betreten habe. Die Ermittler finden seine Aussage glaubwürdig und sie halten es für unwahrscheinlich, dass er Stefanie danach noch in die Wohnung gefolgt sein könnte, das halb sie ihn als nicht verdächtig einstufen. Neben der Kamera und der Umhengetasche von Stefanie weist auch ihre Kleidung, die sie an jedem Abend getragen hat, darauf hin, dass sie nach der durchzechten Party Nacht auf jeden Fall nach Hause gekommen ist. Und so geht die Polizei schließlich davon aus, dass das Verbrechen in der Wohnung stattgefunden haben muss. In Stefist Zimmer, am 20. September, ca. anderthalb Monate nach Stefanie's verschwinden, wird im Land inneren der Insel zwischen El Adenal und Humayor eine Leiche gefunden. Ein Aufseher meldet bei der Polizei auf dem Grundstück einer verlassenen Finka, einer skilletierte Frauenleiche gefunden zu haben. Die Leiche ist nur mit Unterwäsche und Wollsocken begleitet, als die Polizei auf dem verlassenen Grundstück eintrifft. Kann festgestellt werden, dass die Tote nicht am Fundort selbst gestorben ist. Wegen der Dicken Wollsocken gehen die Ermittler zunächst davon aus, dass sie bereits mummifizierte Leiche schon seit den kalten Wintermonaten auf dem verlassenen Grundstück liegt. Die Polizei bezweifelt zunächst also stark, dass es sich dabei um Stefanie's Leiche handelt. Zur Sicherheit ordnen sie dennoch einen DNA-Abgleich mit Stefanie's Mutter an. Kurz darauf folgt das unerwartete Ergebnis. Bei der Leiche handelt es sich tatsächlich um die 15-jährige Schülerin aus Deutschland. So fortgerät der engere Familien- und bekannten Kreis von Stefanie in Verdacht. Irgendwie eine Tat beteiligt gewesen zu sein. Dabei fokussieren sich die Ermittler vor allem auf Stefanie's Stiefvater. Da bekannt ist, dass die beiden kein sonderlich gutes Verhältnis miteinander hatten. So wollen die Polizisten sein Telefon überwachen, vernehmen ihn auf dem Präsidium und teilen der Familie auch ganz deutlich mit, dass er gerade im Fokus der Ermittlungen steht. Doch wenige Zeit später, wendet sich plötzlich Stefanie's Tante an die Polizei und erzählt, dass sie ihnen bislang eine Information vorenthalten hat, die vielleicht doch von größerer Bedeutung sein könnte. Es gibt einen weiteren Mitbewohner in der zweistöckigen Wohnung, über den bislang kein Sterbenswürtchen verloren wurde und der direkt neben Stefanie wohnt. Torsten Tee wohnt bereits seit einiger Zeit in offiziell zur Untermiete bei der Familie und ist zwei Tage nach dem Fund von Stefanie's Leiche plötzlich zurück nach Deutschland gereist. Davor hat er Stefanie's Angehörige noch Tatkräftig bei der Suche nach der 15-Jährigen unterstützt, so halb er bei Such-Aktionen, hängte Plakate mit Stefanie's Voto auf oder verteilt die Zettel, die auf ihr Verschwinden aufmerksam machen sollten. Stefanie's Mutter spendete er trost und emotionalen Halt, wenn das Verschwinden ihrer Tochter und die damit ein hergehende Ungewissheitssee nicht zur Ruhe kommen ließ. So beschreit Stefanie's Mutter Torsten als einen hilfsbereiten Menschen, der ihr zuvor auch schon mal bei Reparatur arbeiten oder Kleinigkeiten im Haus geholfen hat, weil er Vorgab tot krank zu sein und wenig Geld zu haben, entschied sie sich dazu, ihn in das freistehende Zimmer einziehen zu lassen. Für sie ist Torsten ein Freund, ein Vertrauter, weshalb sie nie auf die Idee gekommen ist, er könnte etwas mit dem Tod ihrer Tochter zu tun haben. Anfang 2003, kurz nachdem die Polizei von der Existenz dieses Geheimen mitbewohners erfahren hat, wird ein internationaler Haftbefehl gegen Torsten Tee erlassen. Der mutmaßliche Täter ist zu diesem Zeitpunkt 38 Jahre alt, kommt eigentlich aus Wuppertal und ist wegen mehrfachen, betrugs und diebstahls vorbestraft. Außerdem wird er bereits in Deutschland gesucht, weil er nach einem Haftausgang nicht mehr zurückgekehrt ist. Die majokinische Polizei setzt sich mit der Polizei in Wuppertalen Verbindung, die Torsten bei seiner gemeldeten Adresse jedoch nicht antreffen kann. Auch sämtliche weitere Ermittlungen verlaufen erst mal ins Lehrer. Die Suche nach Torsten scheint aussichtslos, bis ein Anruf aus einer Autowerkstatt die Polizei eines Tages hellhörig werden lässt. Als Torsten in besagter Autowerkstatt in Solingen darum bittet, seinen Transporter umbauen zu lassen, werden die Mitarbeiter sofort misstrauisch, als sie von seinen außergewöhnlichen Wünschen erfahren. Torsten möchte nämlich die Liegefläche des Transporters ausstatten und die Scheiben verdunkeln lassen. Als wäre das noch nicht seltsam genug, finden die Mitarbeiter im Handschuhfach des Transporters Papiere, die den Transporter ganz klar als Mietwagen ausweisen. Da möchte also jemand einen Mietwagen zu etwas sehr seltsamen umbauen lassen. Sie melden ihre poselige Entdeckung sofort bei der Polizei, die Torsten umgehend festnimmt. Diese Festnahme ist in erster Linie nur möglich, weil er ohnehin in Deutschland gesucht wird. Für eine Mordanklage im Fall Stefanie ist die Indizienlage noch zu gering. Dafür hätte man ihn noch nicht packen können. Auf dem Polizeipräsidium angekommen wird Torsten zu dem Tod der 15-Jährigen befragt. Gibt jedoch an, nichts damit zu tun zu haben. Allerdings kann die Polizei in dem Auto ein entscheidendes Indiz-Sicherstellen. Eine Tasche gefüllt mit Frauenunterwäsche, einem Vibrator, Kabelbinder und zwei Flaschen Chloroform, von denen einer bereits angebrochen ist. Außerdem befindet sich in der Tasche noch ein Penestring, Viagra, Wattebäusche, ein Wekanschur, Glidegel, das Schlafmittel Rohivohl und eine Schreckschussbistole. Also wirklich ein Entführer-Staterkit. In seinem Hotelzimmer finden die Polizisten zu dem zwei Elektroschocker. An dieser Stelle noch ein kurzer Exkurs zu der Wirkung von Chloroform und Rohifnull. Ihr wisst, ich hab's nicht so mit Fremdwörtern, wie ich immer ganz schlecht drin. Aber Chloroform ist eine farblose Flüssigkeit mit süßlichem Geruch, die wegen ihrer betäubenden Wirkung früher oft als Nackose eingesetzt wurde. Chloroform kann über die Atemwege vom Körper aufgenommen werden und wird heute oft illegal als Betäubungsmittel missbraucht, zum Beispiel um Menschen gegen ihren Willen gefügig zu machen. Bei Rohivnull handelt es sich um ein starkes, verschreibungspflichtiges Schlaf- und Beruhigungsmittel, das oft verwendet wird, um Personen sexuell gefügig zu machen. Im Blut und im Orin ist der Bestand von Rohivnull nur für kurze Zeit nachweisbar. Aber nun zurück zum Transporter, dort wird nämlich noch einer Damenhandtasche gefunden, was die Ermittler sofort befürchten lässt, das Torsten einer weiteren Frau etwas angetan haben könnte. Er stellt sich allerdings glücklicherweise heraus, dass die Besitzerin der Handtasche am Leben ist und Torsten Tee knapp entkommen konnte. Die 18-Jährige erzählt, dass Torsten sich ihr Vertrauen erschlichen und sie anschließend auf einem Parkplatz überwältigt habe. Da in selben Moment jedoch glücklicherweise ein LKW-Einbog gelang es ihr ihm zu entkommen. Nach dem erschreckenden und doch sehr eindeutigen Fund wird Stefanis Leiche erneut untersucht. Dabei kann festgestellt werden, dass sich tatsächlich Chloroform in Stefanis Organismus befand. Den medizinischen Ergebnissen zur Folge hat sie so viel von der betäubenden Gas eingeatmet, dass sie bewusstlos wurde und sogar daran starb. Weil es sehr schwierig ist, Chloroform im Körper nachzuweisen, nimmt diese Untersuchung Monate in Anspruch. Das Ergebnis liefert jedoch ein Indiz, welches ausschlaggebend genug ist, um Anklage gegen den verdächtigen Torsten Tee einzureichen. Während der Ermittlungen arbeiten die Polizei-Einheiten aus Wuppertal und Mallorca miteinander zusammen. So wird das Zimmer, in dem Torsten bis zum Fund von Stefanis Leiche gewohnt hat, Monate nach ihrem Verschwinden endlich auf Spuren untersucht, wobei Leichenspürhunde anschlagen. Durch den Einsatz eines verdeckten Ermittlers gelingt es der Polizei schließlich, Torsten ein Teil Geständnis zu entlocken. In diesem Gespräch, welches natürlich aufgenommen wurde, gibt der verdächtige endlich zu Stefanie getötet zu haben. Beteuert allerdings, dass es sich dabei um einen Unfall gehandelt habe. Zwischen den beiden sei nach Stefanis Leiche Rückkehr ein Streit ausgebrochen, woraufhin er ihr eine Orphage gegeben habe. Dabei sei sie so heftig gegen den Türfosten geknallt, dass sie an der Folge des Zusammenstoß sofort tot zusammengesagt sei. In seiner Panik und um nicht des Mordes verdächtig zu werden, habe er die Leiche dann am nächsten Morgen auf dem Grundstück der verlassenen Finka entsorgt. Im August 2006, vier Jahre nach der Tat, wird schließlich das Urteil gesprochen. Torsten T. wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge unter Einbeziehung seiner Einzelstrafen zu neunen halb Jahren Haft verurteilt. Doch er legt kurz darauf Revision ein, woraufhin der Bundesgerichtshof das Urteil mit der Begründung, das der verdeckte Ermittler auf sein geständnis gedrängt habe, aufhebt. Seine Freiheit, sich vor Gericht nicht belasten zu müssen, sei durch diese Vorgehensweise verletzt worden. Der Senatvorsitzende bezeichnet die Entscheidung des BGH in seiner Urteilsbegründung als nicht zufrieden stellen, dann nun ein Urteil gegen einen angeklagten aufgehoben werden muss, obwohl alle Beteiligten nach wie vor der festen Überzeugung sind, dass es sich bei ihm um den Täter handelt und so muss der Prozess erneut stattfinden. Der Mittler haben nun Angst, dass bei dem erneuten Prozess angemerkt werden könnte, dass Stefaniskörper während der Aufbewahrung in der Gerichtsmedizin mit Chloroform kontaminiert worden sein könnte. Daraufhin wird verordnet, sämtliche Putsmittel in der Gerichtsmedizin zu untersuchen, doch kein einziges enthält Chloroform. Außerdem konnte in einem der gesicherten Gläser, in denen Stefanisk innere Organe aufbewahrt waren, Chloroform nachgewiesen werden, obwohl es nie geöffnet wurde. Die Indizien reichen demnach also aus, um Thorsten Tee auch im zweiten Prozess schuldig zu sprechen und wieder zu neunem Halbjahrenhaft zu verurteilen. Eine psychologische Gutacht darin diagnostiziert ihm eine dissoziale Persönlichkeitsstörung mit nazistischen Zügen. Dennoch wird er für voll Schuldfähig befunden, ein paar Worte zu Thorsten. Seine Eltern trennten sich bereits kurz nach seiner Geburt, von da an war seine Kindheit von Instabilität geprägt. So wurde er zwischen seinen Eltern und zahlreichen Pflegefamilien hin und hergereicht, wodurch er als kleiner Junge keine Konstante in seinem Leben erfahren hat, die damit verbundenen Schul- und Ortswechsel führten dazu, dass er keine nachhaltigen und beständigen Beziehungen aufbauen konnte, und nie eine wirkliche Bezugsperson an seiner Seite hatte. Auch die Aufmerksamkeit seiner Mutter galt immer eher ihren temporären Liebhabern als ihrem Sonn. Die Verlässlichkeit sozialer Beziehungen und die Bedingungslosigkeit älterlicher Liebe durfte Thorsten nie erfahren, was womöglich zur Entstehung seiner Dissozial- und Persönlichkeitsstruktur geführt hat. Zudem nahm er aufgrund einer Essucht stark zu, was in der Schule zum Mobbing und Ausgrenzung führte. Kinder sind so gemein. Die Kontrolle über die bewusstlose Stephanie habe ihm laut der Gutachterin wohl das Gefühl von Macht und Kontrolle gegeben, etwas nachdem er sich so lange gesehen hat. Mittlerweile hat Thorsten seine Haftstrafe abgesessen und befindet sich wieder auf Reimfuß. Angesichts besagter Tasche und seiner Umbaupläne für den Transporter, die stark darauf hinweisen, dass seine Lust solche Taten zu begehen, nach dem Tod von Stephanie vielleicht noch kein Ende genommen hat. Halt ich das für ziemlich problematisch und frag mich an der Stelle, ob eine Sicherheitsverwahrung in diesem Fall nicht Sinn machen würde. Aber dafür gibt es natürlich Gutachter und die können das sehr viel besser bewerten als ich. Aber auch der leitende Ermittler der maiokinischen Polizei-Einheit, Juan Kanedo, äußert seine Bedenken. Ich denke und meine spanischen und deutschen Kollegen denken das auch, dass Thorsten eine tickende Zeitbombe ist. Er hat Stephanie umgebracht und wir gehen davon aus, dass es ein sexuelles Motiv war und den ganzen Koffer mit dem Vibrator und allem, das zeigt, dass er sehr wahrscheinlich nicht damit aufhören wird. Was denkt ihr zu diesem Fall? Denkt ihr, dass eine Sicherheitsverwahrung nach Absitzen der Haftstrafe bei Thorsten angebracht wäre? Oder meint ihr, dass das seine Chance auf Risozialisierung im Weg stehen würde? Schreibt mir alle eure Gedanken gerne mal in die Kommentare. Ich wünsche euch jetzt einen schönen Tag. Macht's gut, fühlt euch gedrückt und bis zum nächsten Mal.
Podcast Summary
Key Points:
Die 15-jährige Stefanie verschwindet 2002 auf Mallorca, nachdem sie abends feiern war.
Nach Monaten wird ihre Leiche gefunden; Ermittlungen konzentrieren sich auf den Untermieter Torsten T.
Torsten wird in Deutschland festgenommen, nachdem er einen Mietwagen verdächtig umbauen lassen wollte.
In seinem Besitz finden sich Betäubungsmittel und Gegenstände, die auf geplante Entführungen hindeuten.
Chloroform in Stefanis Körper und ein teilweise Geständnis führen zu seiner Verurteilung, die nach Revision bestätigt wird.
Summary:
Im Juli 2002 verschwindet die 15-jährige Stefanie auf Mallorca, nachdem sie mit Freundinnen feiern war. Obwohl sie zunächst als vermisst gemeldet wird, verlaufen alle Spuren ins Leere. Etwa anderthalb Monate später wird ihre Leiche auf einem verlassenen Grundstück gefunden.
, einen Untermieter in Stefanis Wohnung, der kurz nach dem Fund der Leiche nach Deutschland zurückgereist ist. 2003 wird er in Solingen festgenommen, als er einen Mietwagen auffällig umbauen lassen will. In seinem Fahrzeug finden die Beamten Chloroform, Schlafmittel und andere Gegenstände, die ein "Entführer-Starterkit" bilden.
Eine weitere Frau berichtet, dass Torsten sie überfallen habe. Die Obduktion von Stefanis Leiche ergibt Chloroform in ihrem Körper. Durch einen verdeckten Ermittler gesteht Torsten schließlich die Tötung, behauptet jedoch, es sei ein Unfall gewesen.
2006 wird er zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach einer Revision und einem zweiten Prozess wird das Urteil aufgrund der erdrückenden Indizien, einschließlich des Chloroformnachweises, bestätigt. Ihm wird eine dissoziale Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, doch er gilt als voll schuldfähig.
FAQs
Stefanie war eine 15-jährige Schülerin aus Deutschland, die zu ihrer Mutter nach Mallorca gezogen ist. Sie wurde 2002 ermordet, nachdem sie nach einer Partyabwesenheit vermisst gemeldet wurde, und ihre Leiche wurde später auf der Insel gefunden.
Der Täter, Torsten T., wurde gefasst, nachdem Mitarbeiter einer Autowerkstatt in Solingen misstrauisch wurden, als er seinen Mietwagen umbauen lassen wollte. Die Polizei nahm ihn fest, da er ohnehin in Deutschland gesucht wurde.
Entscheidende Beweise waren Chloroform in Stefanis Körper, ein 'Entführer-Starterkit' in seinem Auto (mit Frauenunterwäsche, Kabelbindern und Betäubungsmitteln) sowie ein teilweises Geständnis, das durch einen verdeckten Ermittler erlangt wurde.
Der Bundesgerichtshof hob das erste Urteil auf, weil der verdeckte Ermittler das Geständnis erzwungen habe und damit Torstens Recht, sich nicht selbst zu belasten, verletzt wurde. Dies führte zu einem neuen Prozess.
Torsten T. wurde in einem zweiten Prozess erneut schuldig gesprochen und zu neuneinhalb Jahren Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt, basierend auf den erhärteten Indizien wie dem Chloroformnachweis.
Die Polizei aus Wuppertal und Mallorca kooperierten eng, tauschten Informationen aus und untersuchten gemeinsam Spuren, was zur Identifizierung und Festnahme des Verdächtigen beitrug.
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