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#114 - Weniger Chaos, bessere Entscheidungen: Schulter-Reha und digitales Orga-System

from Rehab and Performance Podcast

52m 12s

#114 - Weniger Chaos, bessere Entscheidungen: Schulter-Reha und digitales Orga-System

In dieser Solo-Folge des Rehab und Performance Podcasts behandelt der Sprecher zwei Themen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, am Ende aber dieselbe Grundidee verfolgen: die Reduktion von Komplexität für bessere Entscheidungen. Zunächst gibt er Einblick in seine Shoulder Master Class. Er kritisiert, dass in der Schulterreha häufig randomisierte Übungen wie Außenrotation oder Serratus-Aktivierung verordnet werden, ohne eine belastbare Arbeitshypothese zur Ursache der Beschwerden zu haben. Stattdessen plädiert er dafür, zuerst die Quelle der Probleme zu identifizieren, etwa Überlastung, Instabilität, zervikale oder neurologische Komponenten. Zudem betont er, dass ein getestetes Kraftdefizit nicht automatisch die Ursache sein muss, wie ein Fallbeispiel mit AC-Gelenk-Problematik und abgeschwächtem unteren Trapez zeigt. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Notwendigkeit von Progression in der Reha, da sonst die Belastbarkeit für Return to Sport oder Alltag nicht ausreicht. In der Shoulder Master Class vermittelt er die „Golden Six" knöcherne Landmarken, um die Anatomie zu strukturieren und Diagnostik zu erleichtern. Anschließend stellt er das PARA-System von Thiago Forte vor, das er in Apple Notes nutzt, um alle beruflichen und privaten Informationen in die Kategorien Projects, Areas, Resources und Archives zu sortieren. Dieses System reduziert mentale Reibung und schafft einen zentralen Ort für alle Informationen. Beide Ansätze – Schulterdiagnostik und Organisation – verfolgen dasselbe Ziel: Komplexität herunterzubrechen, um Energie für die wirklich wichtigen Dinge zu sparen.

Transcription

7851 Words, 48195 Characters

German
0:10 Sprecher*in 1 Willkommen zurück zum Rehab. 0:12 Sprecher*in 2 Und Performance Podcast heute in dieser Folge leider ohne Felix. Es ist komisch, es fühlt sich irgendwie anders an und ich muss ganz ehrlich ganz ehrlich sagen, ich nehme mich gerne alleine Podcast auf. Es ist irgendwie komisch. Ich habe da oft nicht so den Flow. 0:28 Ich musste bis jetzt zum Glück noch nicht so viele Solo folgen machen, aber ich finde es immer unfassbar schwierig, da in den Flow zu kommen, aber es ließ sich leider nicht vermeiden. Wir haben am Wochenende unser Seminar Read My Strength in Leipzig gehalten und wie es bei uns so ist, gab es natürlich wieder ein Update vom Update. 0:46 Wir haben das Seminar in den letzten Wochen noch mal überarbeitet, Felix hat inhaltlich noch mal einiges gedreht. Und ich habe jetzt in den letzten Tagen noch mal das Layout und auch die Formatierung komplett auseinander genommen und irgendwie neu gemacht, dass es einfach alles cool aussieht, dass es so ein bisschen Wiedererkennungswert hat und einfach auch in unseren Stil passt. 1:06 Und ja, bei all den Themen haben wir dann irgendwie kein Spot mehr gefunden, an dem wir zusammen diesen Podcast für euch aufnehmen konnten und dann Felix gesagt, Macht doch einfach mal eine Solo Folge und. Und ich hab ihn gefragt, Felix, welches Thema soll ich denn machen und er sagt, Na ja guck mal, du hast doch in anderthalb Wochen deine Shoulder Master Class, dann mach doch einfach ne Folge zur Shoulder Master Class und ich hab mir gedacht, na ja das ist n bisschen platt, ich will jetzt hier nicht irgendwie Werbung ausschließlich für dieses Seminar machen, deswegen wird es heute n bisschen persönlicher, gleichzeitig aber auch ziemlich praktisch. 1:40 Ich möchte euch 2 Dinge zeigen, die auf den ersten Blick nicht wahnsinnig viel miteinander zu tun haben. Zum einen gibt es einen kleinen Einblick in meine Shoulder Master Class und die Frage, wie ich Schulterprobleme mittlerweile strukturiere und damit auch die Antwort, wie dieses Seminar entstanden ist. 1:57 Und zum anderen geht es um Organisation. Ihr habt es in den Kommentaren oft nachgefragt, vielleicht hast du es auch nachgefragt, es geht um das Parasystem, also das System. Wie ich meine Projekte, Notizen, Ideen mittlerweile sortiere. 2:15 Und ja diesen diesen Knowledge Transfer Dinge die ich praktisch auch neu aufnehme, also auch Teile meiner Rear Protokolle wie ich die dann in dieses Parasystem einpflege und dann auch darauf Zugriff habe und beide Themen klingen jetzt erstmal sehr unterschiedlich. 2:35 Show der Master Class Organisation aber am Ende des Tages geht es um das gleiche Thema, nämlich wie kann ich Komplexität so reduzieren, dass ich bessere Entscheidungen treffen kann? Lasst uns anfangen mit der Show der Master Class, ein Gedanke, der die Show der Master Class sehr, sehr gut beschreibt, ist folgender Rotter Turn Manschette kräftigen ist noch keine Schulter Reha. 3:03 Ich freue mich dann immer, wenn Kunden zu mir kommen und ich frage sie dann, hey, was hast du bisher gemacht im Rahmen von Deiner Schulterproblematik und sie sagen dann irgendwie, na ja, ich habe da Übungen von Physio bekommen, da freue ich mich immer schon mal. Also wir gehen gleich noch darauf ein, dass da vieles nicht optimal ist. 3:22 Aber ich freue mich dann immer schon mal, weil es wird was aktiv gemacht und wenn was aktiv gemacht wird, dann geht es für mich schon mal in eine sehr, sehr gute Richtung. Gerade Schulter Reha. Gerade dieses Gelenk ist aus meiner Sicht, wenn da chronische Probleme bestehen, dann verlangt das in den allermeisten Fällen aktive Arbeit, also nur mit manueller Therapie kommst du da in der Regel nicht so weit, wenn es ein akutes Problem ist. 3:48 Okay dann wird es in den allermeisten Fällen sowieso von selbst besser, aber gerade bei diesen chronischen Themen freue ich mich dann immer, wenn ich zumindest schon mal höre, hey, da wurde irgendwas aktiv gemacht und die Kunden, die ich dann sehe, die machen. Oft seit Wochen, Monaten, teilweise auch seit Jahren Physiotherapie. 4:05 Da wird mit manueller Therapie gearbeitet, da wird teilweise mit Schröpfen, mit Akupunktur, mit Whatever, also einer Menge an manuellen Tools gearbeitet, aber dann auch teilweise mit aktiven Teilen, also Übungen, die die Kunden dann mitbekommen, und da höre ich eigentlich immer wieder dieselben Übungen. 4:28 Das sind eigentlich, wenn man das mal runterbricht, meistens irgendwie ne außenrotation, teilweise mit so einem Band oder am Kabelzug. Das kommt also in sehr, sehr vielen Fällen vor, manchmal auch irgendwie so ne ne Abduktion Letter race Variante oder Scaptions, also wo dann praktisch Gewicht in der Abduktion bewegt wird, teilweise Face Puls und manchmal auch noch irgendwie ne Variante um den Seratus zu kräftigen. 4:57 Und all diese Übungen sind nicht per se schlecht. Also ich verwende diese Übungen teilweise auch. Das Problem ist an der Stelle einfach nur, weder die Therapeuten noch die Kunden wissen eigentlich genau, warum sie diese Übungen machen und das ist eigentlich das Kernthema, das Kernproblem, und das ist nicht nur im Bereich Schulternproblem, das ist auch in anderen Bereichen Problem, aber es soll jetzt jemand nur um die Schulter gehen. 5:27 Es fehlt einfach eine belastbare Arbeitshypothese und diese belastbare Arbeitshypothese brauche ich, um am Ende des Tages zu entscheiden, welche Tools sind denn für diese Therapie, sei es manuell, sei es aktiv, überhaupt wichtig, und deswegen beginnt eine Schulter Reha bei mir nie mit Übungen, also da kommt niemand bei mir rein, kein Kunde kommt bei mir rein, erzählt mir sein Problem und ich sage okay. 5:55 Wir machen jetzt erstmal außenrotation oder wir machen jetzt irgendwie eine Aktivierung für den Seratus, sondern bevor ich mir überlege, wie ich diesen rehab Prozess angehe, welche manuellen Tools ich benutze, welche Übungen ich gebe, welche Protokolle ich verwende, möchte ich eigentlich immer erstmal verstehen, was ist überhaupt die Quelle, die Ursache dieser Beschwerden und da die meisten meiner Kunden mit Schulterproblemen. 6:23 Irgendeine Art der Kräftigung der Rotatorenmanschette vorher bekommen haben von den vorherigen Therapeuten ist ja auch immer die Frage, ist es überhaupt ein Rotatorenmanschettenproblem, also hilft uns das in diesem Fall überhaupt oder kann es auch eine Art Segelenksthematik sein? Ist es vielleicht eine Überlastung, eine Teninopathie der langen Bizeps Seele, haben wir es mit Instabilität zu tun, das ist auch ein Thema, was so häufig übersehen wird, also haben wir jemand, der vielleicht ja der vielleicht. 6:53 So eine Hypermobilitätsthematik hat und dann auf diese Hypermobilitätsthematik sind dann zum Beispiel irgendwie traumapasiert so eine Luxation der Schulter und haben wir dann in der Folge Probleme mit Instabilität, haben wir vielleicht eine zervikale Komponente, also ist die Ursache gar nicht wirklich in der Schulter, sondern kommt die Ursache zum Beispiel über eine mangelhafte Innervierung aus der Halswirbelsäule und. 7:20 Oder am Ende des Tages auch immer eine Möglichkeit auch selten, aber man darf es nie ganz außer 8 lassen, ist es vielleicht sogar eine neurologische Problematik, also fällt es gar nicht in diesen direkten orthopädischen Rahmen, sondern haben wir vielleicht irgendwie eine übergeordnete Nerventhematik, die das Ganze dann einfach begünstigt und. 7:43 Was auch klar sein muss, wir können nicht jede Struktur zu 100% diagnostizieren. Es gibt nie diese absolute Sicherheit, aber ich möchte Wahrscheinlichkeiten verändern und das ist für mich der Kern eines jeden Assessment, das ist das, was wir auch in unseren Assessment Seminaren unseren Teilnehmern versuchen beizubringen. 8:06 Gibt es eine 100%, sichere Diagnose? Nein. Aber wir können Wahrscheinlichkeiten durch Anamnese, durch Clinical Prediction Rules, durch Testlaster. Dadurch können wir Wahrscheinlichkeiten so verändern, dass wir dann sagen können, Hey, höchstwahrscheinlich statistisch gesehen ist es am wahrscheinlichsten, dass diese Problematik aufgrund von zum Beispiel einer Überlastung der langen Bizepsähne entstanden ist. 8:40 Ja, also nicht welcher Test sagt mir die Diagnose, sondern welche Informationen helfen mir, meine Entscheidung oder auch mein nächstes Testlaster besser auszuwählen und damit diese Diagnose stellen zu können und auch ein anderer Punkt, der mir mittlerweile auch sehr, sehr wichtig ist und den ich auch in diesem Seminar behandeln werde. 9:07 Nicht jede Schwäche ist automatisch eine Ursache, also manchmal werden diese Übungen gegeben, weil sogar getestet wurde, dass die Rotatorenmanschette vielleicht bei dem Kunden Patienten abgeschwächt ist. Die Frage ist aber immer, ist dieses Kraftdefizit auch tendenziell die Ursache? 9:27 Ich habe zum Beispiel gerade vor. Ein paar Wochen einen Kunden bekommen mit einem Schulterproblem was von 23 Therapeuten nicht gelöst werden konnte, dann ist er zu einem anderen Therapeut. Der hat eine EMG Messung gemacht und vorneweg Ich bin ein großer Freund von EMG Messungen, die können in manchen Fällen echt hilfreich sein und ja eine EMG Messung machen lassen, da kam dann raus, dass ich meine es war der untere Trapez sehr sehr stark abgeschwächt war und dann. 9:56 Wurde das praktisch in der Folge auftherapiert, also mit Übungen gestärkt? Das war aber bei ihm gar nicht die Ursache, also der hatte ein AC gelenksproblem und das Thema war einfach, dass der um das AC Gelenk zu schonen ist, der einfach in der Position in der Schonhaltung gegangen, die hat dem einfach den unteren Trapez sehr sehr stark rausgenommen und das war halt der Grund warum dieses. 10:22 Kraftdefizit überhaupt so vorhanden war, also der Patient hat eigentlich eine Struktur geschützt und aufgrund des Schützens der Struktur ist dann dieses Kraftdefizit in dem unteren Trapez im Trap 3 entstanden und klar kann ich das dann auftrainieren und das Macht auch in der Reha viel Sinn. 10:41 Wenn ich aber nur das isoliert auftrainieren und mich nicht um das AC Gelenk in dem Fall kümmere, dann wird diese Problematik wahrscheinlich nicht so schnell verschwinden. Also in dem Fall, der hat einfach eine Schonhaltung gehabt. Er hat seit Monaten bestimmte Bewegungen vermieden, nämlich gerade das Arbeiten über Kopf und das alles zusammen hat dazu geführt, dass einfach der untere Trapez sehr, sehr stark abgeschwächt war. 11:08 Also manchmal ist dieses Defizit relevant, manchmal ist es aber auch nicht relevant und bei ihm war es jetzt einfach in dem Fall nicht relevant, er hat dann auch den unteren Trapez auftrainiert, es hat aber. Teilweise den Schmerz sogar getriggert, weil er einfach in Position rein gegangen ist. Die das AC Gelenk dann wieder sehr sehr stark getriggert haben und deshalb muss man sich auch bei sowas immer fragen, selbst wenn es getestet wurde, ist das wirklich der Kern des Problems, also sind wir da jetzt wirklich an der Ursache dran? 11:36 Also manchmal wird sogar werden sogar Übungen rausgegeben aufgrund von bestimmten Testungen, aber wir sind halt immer noch nicht an diesen Kern. Des Problems? Ja, und genau darum geht es. Wir wollen einfach über unser Assessment, über das Sammeln von verschiedenen Informationen, nicht über einen Test, ja, in dem Fall wurde halt ein Tool genutzt, EMG Messungen, was halt primär den Aspekt Muskel abprüft es wurden aber einfach keine orthopädischen Tests gemacht, es wurde jetzt nicht das Gelenk untersucht und deshalb. 12:12 Waren wir da auch einfach nicht an der Ursache, an dem Kern des Problems dran? Ein anderer Punkt, der mir sehr, sehr wichtig ist. Neben diesem ja verschreiben von Random Übungen ohne eine Arbeitshypothese zu haben ist Reha braucht Progression und das ist gerade in der Schulter extrem wichtig. 12:33 Die Schulter ist ein Gelenk, was primär durch Muskulatur. Gestützt und stabilisiert wird. Wir haben jetzt hier nicht so ein ausgeprägtes Gelenk wie zum Beispiel jetzt in der Hüfte, wo wir so eine Pfanne haben und da drin sitzt dann der Femorkopf, sondern die Schulter sind im Endeffekt mehrere Gelenke, die primär durch Muskeln stabilisiert werden und natürlich durch den Bandapparat durch die Kapsel, aber in der Schulter sind einfach die Weichgiftstrukturen extrem wichtig und ich brauche in der. 13:08 Schulterreha einfach am Ende des Tages Progression. Ich habe ein Symptom, ich kann das Symptom modifizieren über bestimmte Übungen, ich baue dann Kapazität, Kapazität auf und durch diese Kapazität erzeuge ich auch wieder Belastbarkeit, aber die Frage ist halt immer, erzeuge ich so viel Belastbarkeit, dass das dann wirklich für meinen Return to Sport oder auch für den Alltag reicht, und das habe ich den letzten Jahren gerade am Ballspiel der Bizeps Szene gesehen. 13:38 Dass da Reha Prozesse einfach nicht mit genügend Progression versehen waren und es am Ende des Tages einfach zu einem Plateau kam. Grüße zum Beispiel an der Stelle gehen raus an den Marios ist ein Personal Trainer aus Frankfurt, lebt mittlerweile in München, war bei uns zum Seminar, hat mich dann da angesprochen, hat gesagt, Hey ich habe so ein Bizeps den Problem. 14:01 Könntest du mir bei der Reha helfen? Ich habe da schon mal Hilfe von einem Coach aus Amerika in Anspruch genommen, aber mir fehlt so das letzte bisschen so der letzte Reiz, der mich dann wieder zurück in diese Belastbarkeit bringt, dass ich auch zum Beispiel wieder calisthenics, Bankdrücken oder auch Overhead Stuff machen kann und bei ihm in der Reha war es genauso, da wurde einfach an einem gewissen Punkt wurde aufgehört, da wurden viele Strukturen stark gemacht, aber es gab. 14:30 Einfach am Ende des Tages nicht genug load auf die Sehne und deswegen hatte die Sehne einfach nicht diese spezifische Belastbarkeit, die er dann zum Beispiel für schwere horizontale Drückbewegungen wie zum Beispiel Bench Press oder auch dann noch krasser für Calisthenics gebraucht hätte. 14:47 Und das ist einfach ein Thema, was ich sehr, sehr häufig sehe. Bizeps Sinne ist da ein Beispiel. Ein anderes Beispiel. Ich habe jetzt wieder aktuell Volleyballer bei mir in Behandlung und da muss einfach so eine Schulter wiederholt in gewissen Overhead Speed tolerieren können, gewisse Belastungen tolerieren können und diese Belastung kommen halt in so einem Spiel nicht nur einmal vor, die kommen dutzendfach vor und darauf muss ich diese Schulter einfach in der Reha vorbereiten und. 15:20 Das passiert dann einfach nicht. Wenn ich dann am Ende des Tages halt nur irgendwie ein 2 Übungen raus gibt, diese auch nicht wirklich progressiere, da keine sinnvollen biomechanischen Gedankengänge dahinter hab also zum Beispiel ich lass jemanden ne außenrotation machen und lass den Seratus kräftigen und schickt den Kunden dann zum Beispiel wieder ins Volleyball, hab aber überhaupt nicht diese Progression in Richtung über Kopfbewegung gemacht, sondern war eigentlich in. 15:48 Ja, in 95% meiner Reha, irgendwie in dieser horizontalen Ebene oder in der Frontalebene, aber wirklich hoch in die Sagittalebene über Kopf habe ich mich nie begeben und dann wird das natürlich auch mit dem Return to Sport extrem schwierig. 16:07 Also Reha braucht Progression, das ist ganz, ganz wichtig und damit wir jetzt noch mal diese letzten 3 Punkte. Noch mal ganz, ganz kurz Revue passieren lassen. Also random irgendwelche Übungen ohne Arbeitshypothese rausgeben macht in vielen Fällen einfach nicht so viel Sinn und selbst wenn es funktioniert, dann war es halt einfach Glück. 16:28 Sprecher*in 1 Dass es in dem Fall funktioniert hat, darauf wollen wir uns aber am Ende des Tages nie verlassen. 16:34 Sprecher*in 2 Der zweite Punkt Schwäche ist nicht automatisch Ursache. Das ist auch ganz wichtig, selbst wenn dann getestet wurde, wie in dem Fall mit der EMG Messung ist es nicht automatisch immer die Ursache des Problems. In dem Fall hatten wir ein orthopädisches Problem AC Gelenks Reizung, Irritation des AC Gelenks und in der Folge war einfach der Muskel abgeschwächt und dann wird natürlich nicht das Training des Muskels automatisch das AC Gelenk wieder in Ordnung bringen. 17:00 Alle die Teilnehmer, die am Wochenende bei Read My Strength waren, alle, die generell schon bei Read My Strength waren, wissen, wir legen da sehr sehr viel wert drauf. Wenn ihr noch wisst welche Qualität braucht noch mal genau ein Gelenk, dann lasst es, lasst mich das mal in den Kommentaren wissen, also welche Qualität braucht das Gelenk, was müssen wir da in der Reha reingeben, damit dieses Gelenk. 17:22 Wieder belastbarer wird, schreibt sie Kommentare und dann können wir es beim nächsten Mal auflösen. Und der dritte Punkt Reha braucht Progression, das ist einfach ultra wichtig, wenn ich keine Progression einbauen, dann bin ich irgendwann einen an einem Punkt, wo ich einfach nicht mehr Kapazität Aufbau, nicht mehr Kapazität aufbauen heißt, die Belastbarkeit wird nicht größer und damit kann es einfach sein, dass ein Return to Sport oder auch der Alltag einfach immer noch problematisch ist, weil diese Aktivitäten dann. 17:52 Über der Kapazität meines Gelenks, meiner Sehne oder meines Muskels liegen, das sind jetzt 3 wichtige Punkte, die ich in den letzten Jahren immer wieder gesehen habe, und die haben mich dann dazu bewegt, neben dem Assessment mal oex, wo wir auch schon assessment Strategien für die Schulter zeigen. 18:11 Die Shoulder Master Class zu entwerfen, einmal um dieses ganze Thema Assessment noch mal aufzurollen, aber dann natürlich auch später für. Für die Therapie und einfach um zu zeigen, welche Ansätze ich dann dort verwende. 18:28 Ich bin persönlich nicht der Überzeugung, dass ich glaube, dass Physios noch 30 weitere Schulterübungen brauchen, ich bin auch nicht der Meinung, dass es jetzt noch 5 zusätzlicher krasser Special Tests bedarf, sondern ich bin vor allem der Meinung, dass es an dem roten Faden fehlt. 18:50 Und das ist auch das, was wir in den Assessment Seminaren immer wieder hören, wenn wir unsere Vorstellungsrunde machen. Wir fragen dann immer, sag uns kurz, wer du bist, als was du arbeitest und die eine Sache, die du unbedingt wissen willst an diesem Wochenende, und dann hören wir ganz, ganz häufig, ich brauche diesen roten Faden in der Praxis und genau dieser rote Faden, das ist im Endeffekt der Kern der Shoulder Master Class, was teste, was teste ich, warum teste ich. 19:15 Wie interpretiere ich das Ergebnis und welche Konsequenz hat das dann für meine Intervention für den Aufbau von meinem Rear Prozess? Und ja, das ist das, was ich in der Shoulder Master Class mache, um mal einen Aspekt da rauszunehmen. 19:39 Wir werden am Tag 1 über funktionelle Anatomie sprechen. Das ist ja auch ein Thema, was viele Zuhörer immer wieder interessiert, viele Seminarteilnehmer immer wieder interessiert, und ich habe versucht, da Komplexität rauszunehmen. Ich werde bei der Anatomie die Golden Six der Schulter unterrichten, 6 primär knöcherne Landmarken, die mir als Basis dienen, um mich einfach an der Schulter in all ihren Gelenken zu orientieren und. 20:09 Um dann auch wiederum die einzelnen Muskeln zu finden, die einzelnen Sehnen zu finden, die ich dann auch am Ende brauche, um ein Thema, ein Problem richtig zu diagnostizieren. Und ich hab mir gedacht, Hey, jeder kennt jeder Therapeut, alle die dorthin kommen, kennen am Ende des Tages die allermeisten Strukturen der Schulter, sie finden sie vielleicht nicht direkt, aber sie kennen sie und wie kann ich jetzt, ohne dass ich da 2530 Strukturen unterrichte, wie kann ich. 20:38 Meinen Teilnehmern übernächstes Wochenende sagen, Hey, pass auf, wenn ihr diese anatomischen Basics könnt, dann wird die Schulter einfach und deswegen habe ich die Golden Six entwickelt. Das hat mich wirklich, das hat mich krass viel Energie, krass viel Schweiß gekostet, weil ich wollte es wirklich so einfach machen und diese golden Six, diese meist knöchernen Landmarken, die sind dann wiederum einfach hilfreich, um die ganzen Strukturen zu differenzieren. 21:06 Und sind dann am Ende super hilfreich für die Diagnosestellung. Und wir können mal in eine Struktur reingehen. Wir haben zum Beispiel im Assessment mal Oex obere Extremitäten lassen wir auch immer so ein Anatomie Game machen, Anatomie, Quiz und zwar müssen die Teilnehmer dann Strukturen an einem anderen Teilnehmer an einem Model einzeichnen und was mir da immer auffällt ist, dass die allerwenigsten. 21:36 Sich da an irgendwie Landmarken orientieren. Einige machen es, die Cleveren gehen sofort hin, suchen sich Landmarken oder orientieren sich an den Landmarken und manche die denen fehlt komplett die Orientierung, die kennen die Struktur, die wissen auch genau wie die aussieht, die haben sie wirklich vor ihrem inneren Auge. 21:54 Ja, also wenn wir dann sagen, Hey mal uns mal zum Beispiel Assessment, mal UX, mal uns mal so ein Infraspinatus die meisten wissen, dass der grundsätzlich so eine dreieckige Form hat. Und die meisten wissen auch, dass der irgendwie auf dem Schulterblatt sitzt und nur die allerwenigsten gehen dann hin und orientieren sich dann an Landmarken. 22:11 Und genau das ist der Hintergrund der Golden Six eine Landmarke ist da zum Beispiel die Spinas Capulé, also im Endeffekt so dieser knöcherne Kamm auf dem Schulterblatt, der den Bereich unterteilt, wo dann oberhalb der Supraspinatus verläuft und unterhalb dann. 22:33 Der Infraspinatus, also die Außenrotatoren in der Rotatorenmanschette anfangen. Der Supra Spinat ist natürlich genau genommen auch noch ein Außenrotator, aber in dem Beispiel lassen wir den jetzt mal weg, es geht einmal um den Infraspinatus und dieses Spinat scapulae ist eine Knöchel Landmarke um dann zum Beispiel zu wissen, wie Palpiere ich den Infraspinat und das ist einfach super wichtig, dass wenn ich in der Schulter gute Differentialdiagnostik machen will. 23:01 Und genau deswegen gibt es diese Golden Six, diese Landmarken und natürlich die Spinas Capulin nicht nur wichtig für den Infraspinator, sie ist generell wichtig, um sie in diesem ganzen Bereich zurechtzufinden, und genau darum wird es in der Shoulder Master Class am Ende gehen, Komplexität herunterbrechen. 23:23 Wie mache ich Dinge einfacher, nicht komplexer, nicht noch 25, neue Übungen, nicht noch 5 neue Special Tests je Pathologie, sondern wie breche ich Komplexität runter, wie mache ich Dinge einfacher, wie mache ich Dinge effizienter, wie sorge ich dafür, dass auch in einer Physiotherapie, die vielleicht unter ein bisschen zeitkritischen Bedingungen arbeiten muss, als ich vielleicht nur 2530 Minuten zur Verfügung hat, wie arbeite ich da? 23:50 Effizient und breche Komplexität so weit herunter, dass ich einfach trotzdem schnell zu meiner Diagnose komme und das ganze aber immer noch mit einer statistisch sehr, sehr hohen Wahrscheinlichkeit. Und das ja, das ist mal so ein Inhalt aus der Shoulder Master Class. Funktionierende Anatomie, die Golden Six primär knöcherne Landmarken, die dann dazu dienen, sich in und um die Schulter zurechtzufinden und einfach sicherzustellen. 24:15 Dass ich alles finde an Strukturen, was ich brauche, um eine gute Diagnose zu stellen. Und wenn wir über Komplexität sprechen, dann kommen wir von der Show der Master Class direkt zu dem nächsten Thema, und das ist das Thema, was einige von euch schon in den Kommentaren und auch auf Instagram immer wieder nachgefragt haben. 24:39 Das ist das Thema Organisation und wer mich kennt, weiß ich bin. Ein Mensch, ich bin krass durchstrukturiert, nicht weil ich morgens aufstehe und denke okay wie kann ich meine, wie kann ich noch mehr Struktur in mein Leben bringen, sondern am Ende des Tages, und das war sehr, sehr persönliches, ohne Struktur bin ich oft komplett lost. 25:00 Also wenn ich keine Struktur habe, dann gehe ich komplett lost und ich habe das relativ früh in meinem Leben erkannt, dass das bei mir so ist, dass wenn mir die Struktur verloren geht, dass ich dann das hat nicht nur dann was zu tun, mit wie arbeite ich mir geht dann generell so ein bisschen meine Motivation im Leben verloren. 25:20 Also ich muss relativ eng getaktet sein, ich brauche eine gute Struktur, ich brauche eine gute Organisation, und dann geht es generell vorwärts, wenn ich merke, dass das nicht funktioniert, dann kommt ganz schnell der Punkt, wo ich mich auf mein Sofa lege und mir denke, ja okay bringt alles nichts, scheiß drauf, ich bleibe jetzt einfach mal 2 Tage hier liegen und. 25:42 Als ich das erkannt habe, habe ich angefangen. Das ist sehr, sehr lange her schon, das war so in meinem Studium, das ist ja knappe 18 Jahre 1819 Jahre her, in meinem Studium habe ich angefangen, mich gut zu strukturieren, ich habe damals noch andere Tools genutzt, ich habe. 26:06 Ursprünglich mal angefangen, mir Notizbücher zu schreiben, habe relativ schnell gemerkt, das bringt mich nicht wirklich weiter. Dann habe ich im Studium damals onenote entdeckt, also das einfach dadurch, dass es so in diesem ja in diesem Office Paket drin war, habe dann meine meine Orga über über onenote gemacht, das habe ich doch noch später so im Arbeitsleben fortgeführt. 26:31 Hab dann angefangen viele Seminare zu besuchen. Für meine Trainertätigkeit. Hab das auch primär immer digital wieder versucht zu organisieren, über onenote, über über Word Dokumente wo ich dann seminarinhalte zusammengefasst hab. Ich hab seitdem eigentlich handschriftlich Notizbücher, Zettel immer nur noch als temporäre, ja als temporäres Tool genutzt um Informationen schnell aufzunehmen, hab es dann aber immer versucht irgendwie digital zu strukturieren. 27:01 Und heute ist es natürlich noch mal viel krasser. Da gibt es hier die Podcastideen, da gibt es dort irgendwelche Studien, da gibt es auf der anderen Seite irgendwelche Seminarnotizen, praxisprojekte, Website, Marketing, Fortbildung, Bücher, whatever und natürlich sind das auch nicht alles nur geschriebene. 27:22 Notizen, geschriebene Sachen da sind natürlich auch Screenshots Bilder dabei. Da sind Dinge dabei, irgendwie Dateianhänge, irgendwelche pdfs, und ich habe dann irgendwie einen Ort gesucht, an dem das alles zusammenkommt, und ich wollte auch, und das war mir wichtig und deswegen auch dieses Parasystem, was ich euch dann gleich noch vorstellen, ich wollte nicht privat und geschäftlich trennen, weil viele von Euch kennen das, du kennst das vielleicht auch. 27:50 Du hast deinen Job, da hast du deine orga dort, du hast dein Outlook, du hast deinen arbeitskalender, du hast vielleicht irgendwie so ein so ein Knowledge Tool was dir die Firma bereitstellt, dann hast du dort ein Teil, dann hast du natürlich auch private Projekte. Du hast vielleicht Dinge die dich interessieren, in denen du dich weiterbildest. 28:07 Du hast deine Family, da braucht man natürlich auch eine Art von Orga und das ist aber dann vielleicht wieder an einem ganz anderen Punkt, das hast du dann in deinem Handy in einer Notizen App, das hast du in einem anderen privaten Kalender und. Das war etwas, was ich von vorne herein immer natürlich probiert habe in der Historie, was aber für mich nie funktioniert hat. 28:30 Und deswegen bin ich dann auf das Parasystem von Thiago Forte gekommen und das Parasystem hat. 28:38 Sprecher*in 1 Dieses, Ja, diese einzigartige Möglichkeit, dass du alles zusammenbringst, also sei es jetzt. 28:44 Sprecher*in 2 Berufliche. 28:45 Sprecher*in 1 Themen sei es private Themen, sei es jetzt irgendwie Sachen, die du in der Family organisieren musst. Alles passiert an einem Ort. Jetzt fragst du dich bestimmt, für was steht dieses komische Para para also PARA steht für projects, areas, Resources und Archives. 29:05 Sprecher*in 2 Und das ist auch wieder was wie die Schulter Master Class. Ich will Komplexität rausnehmen, ich habe mir viele Tools angeschaut, ich habe viele Tools direkt wieder ad acta gelegt, weil sie mir am Ende des Tages deutlich deutlich zu kompliziert waren und dann bin ich durch Zufall über dieses Parasystem von Thiago Forte gestolpert und habe 23 youtube Videos dazu angeschaut und wusste eigentlich direkt das System ist mein System, lass uns anfangen projects. 29:34 Sprecher*in 1 Projects Projekte sind per Definition Dinge, die einmal ein konkretes Ergebnis in einem konkreten Zeitplan liefern sollen, also zum Beispiel die Shoulder Master Class war die ganze Zeit oder ist auch immer noch ein Projekt, weil noch habe ich sie nicht gehalten, wenn ich sie das erste Mal halte, wird sie mit Sicherheit wieder angepasst und so lange ist sie für mich ein Projekt. 29:59 Wir haben einen Anfang und ein Enddatum. Und am Ende soll ein konkretes Ergebnis stehen. Und damit ist sie per Definition ein Projekt. Ein anderes Projekt ist zum Beispiel, das Macht jetzt gerade meine Frau, das ist die Überarbeitung der Website, das ist auch ein Projekt. 30:18 Wir haben ein definiertes Ziel, nämlich die Website besser, moderner, schneller und auch für den Kunden, für Seminarteilnehmer greifbarer zu machen. Es gibt ein Anfangsdatum, das war der Kick Off und es gibt ein Enddatum, wann das Ganze fertig sein soll und damit auch das ist per Definition ein Projekt. 30:43 Einige haben es in meinen Stories in den letzten ein 2 Jahren gesehen. Ich hab mit meiner Frau zusammen hier unser Haus umgebaut, auch das ist ein Projekt gewesen, was ich zum Beispiel in diesem Parasystem organisiert hab. Wir haben dann to do Listen dort gehabt, wir haben Materiallisten gehabt, wir haben Anleitungen, Videos gehabt, die wir vielleicht auf Youtube gefunden haben, die uns irgendwo hilfreich waren und die wir speichern wollten. 31:09 All das war für uns auch ein Projekt, das heißt, Wir haben einmal die beruflichen Themen, Wir haben auch private Themen, und wenn es per Definition ein Projekt ist, also ein Anfang oder ein Nenndatum hat und ein konkretes Ergebnis liefern soll, dann ist es definitiv etwas, was wir in diesem ja in diesem Paratool unter Projekte managen. 31:30 Wenn wir dann irgendwann fertig sind mit so einem Projekt, dann wird es verschoben, dann manchmal geht es direkt ins Archive, weil das Thema einfach erledigt ist. Oder es geht zum Beispiel dann in die Areas, Areas sind Verantwortungsbereiche, das ist also derzweite.in diesem Parasystem, um da eine Struktur rein zu bekommen, Areas sind Verantwortungsbereiche, bei mir ist es zum Beispiel Praxis, Podcast, Seminare. 31:57 Aber auch zum Beispiel private Dinge wie Finanzen oder auch mein Training oder auch zum Beispiel Familie. Schrägstrich Haus ist jetzt mittlerweile auch eine Area, weil es natürlich ein Verantwortungsbereich ist. Es war mal ein Projekt, es ist mittlerweile ein Verantwortungsbereich, weil wir weitestgehend mit den mit den allermeisten Dingen fertig sind, also wird es dann verschoben in areas, Areas sind Dinge, die ich dauerhaft Manager, also. 32:25 Die haben kein klares Anfangs und Enddatum, wie das bei einem Projekt ist und auch manchmal gar kein definiertes Ziel. Aber es sind Dinge, um die ich mich dauerhaft kümmern muss, also zum Beispiel der Podcast ist kein Projekt, weil wir haben kein Enddatum, also. 32:41 Sprecher*in 2 Ich glaube, ich suche. 32:42 Sprecher*in 1 Gerade was, was aus Holz ist. Ich würde gerne mit dem Felix zusammen für euch noch viele Dutzende folgen machen, deswegen hat dieser Podcast kein Enddatum und damit ist es kein Projekt. Er hat zwar ein definiertes Ziel. Das Ziel ist, euch einfach in jeder Folge maximalen Mehrwert zu liefern, einfach Themen zu besprechen, die auch oft einfach noch nicht so eine Plattform bekommen haben wie Hypermobilität, zervikale, Instabilität oder auch sehr, sehr spezifische Rehab Geschichten. 33:07 Aber der Podcast hat kein Enddatum und damit ist er kein Projekt und deswegen muss ich ihn dauerhaft managen, zusammen mit dem Felix und deswegen geht er in diese Areas. Thema Finanzen wie sorge ich privat vor? Was mache ich für meine Altersvorsorge, welche etfs bespar ich, wie ist mein Portfolio aufgebaut? 33:24 Auch das ist ein Verantwortungsbereich, den ich dauerhaft Manager, der hat kein Enddatum, weil solange ich Geld verdiene, werde ich das machen und damit ist es ein Bereich, der in diese Areas reinkommt und dann dort bearbeitet wird. 33:44 Dann haben wir einen weiteren Bereich. Das sind Resources Resources, das ist ein Bereich, den ich persönlich sehr, sehr wichtig finde. Das sind jetzt im Gegensatz zu den Areas keine Bereiche, die ich dauerhaft managen muss, das sind, das ist ein Bereich hier landet wissen, also Resources ist ein Bereich, da kommt wissen rein, ich habe was gelesen, ich finde es interessant, dann kommt es da rein. 34:10 Egal, ob es jetzt eine Studie war, ein Artikel, ob ich auf der Autofahrt zum Beispiel irgendwie Ideen hatte, dann an der Praxis ankommen, dann setze ich mich ganz kurz noch im Bleibe ich im Auto sitzen, mache auf dem Handy mein Apple Notes auf, gehe dann unter Resources und gebe dann zum Beispiel diese Idee in einen vorhandenen Ordner zum Beispiel, ich sage jetzt einfach mal Reha. 34:32 Von Nervenbeschwerden ja, ich habe jetzt gerade im Auto eine Idee bekommen, was ich irgendwie da noch machen könnte, wie ich zum Beispiel ein Protokoll noch verbessern könnte. Dann landet das erst mal in den Resources und in so einem ja in so einem Auffangbecken. Ja, mein Auffangbecken ist dann zum Beispiel. 34:48 Sprecher*in 2 Rehab. 34:50 Sprecher*in 1 Also alles, was im Endeffekt an wissen auf bei mir aufschlägt, was ich irgendwie in künftige Reap Protokolle oder in bestehende Reap Protokolle einfließen lassen könnte. Es gibt aber auch ein Sammelbecken Marketing. Also wenn ich zum Beispiel mal irgendwas lese, sehe irgendwie die Idee bekommen habe im Bereich Marketing, dann geht das erstmal in die Resources und das ist dann erstmal das Auffangbecken und dann wird diese Idee reviewed und wird praktisch geschaut. 35:17 Okay macht diese Idee Sinn im Fall von Marketing, wenn die dann Sinn macht, dann wird diese Idee wieder zurückgehen in den Bereich Areas, weil Areas sind die Verantwortungsbereiche die ich dauerhaft managen muss, da gehört auch Marketing dazu. Aber dort sind dann fertige Abläufe drin und eine Idee landet immer erst mal in Resources. 35:36 Ist das eine Idee, die meine Arbeit, also wirklich meine, meine Praxisarbeit angeht, also irgendwie was, was mit Rehabilitation zu tun hat, dann landet das in dem einen Auffangbecken, ist es was, was mit Marketing zu tun hat, landet es in einem anderen Auffangbecken, ist es eine Podcast Idee, landet es wiederum in einem anderen Auffangbecken. 35:56 Sprecher*in 2 Und. 35:57 Sprecher*in 1 Und wenn ich mir dann überlege, dass diese Podcast Idee eine geile Sache ist, dann bespreche ich das mit dem Felix und dann geht es zurück in den Bereich Areas und dort in den Bereich Podcast. Also Resources, ein großes Sammelbecken, ein extrem wichtiges Sammelbecken, ein Sammelbecken, was dann wieder etwas feiner strukturiert ist, aber nicht zu fein, ich will es hier nicht, nicht nicht zu fein machen. 36:24 Weil ich da erstmal einfach Ideen sammel, Themen sammel, die mich interessieren, ja, zum Beispiel Sachen zur Schulter, Reha zu teninopathien, zu assessment oder halt das, was wir eben schon besprochen haben, Marketing, Podcast, Ideen, ja, aber auch vielleicht komplett andere Sachen, die ich irgendwann mal gebrauchen kann, also auch wenn es irgendwie ein privates Thema ist. 36:45 Zum Beispiel, ich hör in einem Podcast, ich hör relativ viel Finanz Podcasts. Und wenn ich einen Podcast was höre, was mich interessiert, wo ich mir denke, hey, das kannst du dir vielleicht irgendwann noch mal anschauen, ist jetzt nicht so zeitkritisch, aber ist zum Beispiel eine Idee, wie man ein bisschen Steuern sparen kann oder ist eine Idee, wie man irgendwie Geld noch mal diversifizierter anlegen kann, dann kommt das in dieses Sammelbecken in einen persönlichen Ordner, dann und dann schaue ich mir das einfach bei Gelegenheit noch mal an und gucke, macht das für mich 37:13 Sinn und kann ich das dann vielleicht wieder in den Bereich Areas verschieben und da dann wirklich. Bestehendes Thema dadurch einfach ergänzend bearbeiten und meine zum Beispiel in dem Fall Anlagestrategie verändern. 37:30 Also Resources haben wir besprochen, wir haben Areas besprochen, wir haben projects besprochen, das sind die 3 wichtigeren Bereiche und dann gibt es noch ganz, ganz kurz zum Thema Resources, was auch ganz uns oft passiert ist. 37:48 Ich sehe, was ich bin. In dem Moment ultraoft dann von dem, was ich ja gerade sehe, gehypt oder mir erzählt irgendwie jemand was und ich bin da krass gehypt von und dann speichere ich das erstmal. Und manchmal gucke ich mir das ein paar Wochen später dann an, Refue dann diesen Ordner Resources und gucke OK was habe ich da so in den letzten Wochen gespeichert und dann denke ich mir, OK das. 38:08 Sprecher*in 2 Ist voll der. 38:09 Sprecher*in 1 Schrott und lösche es einfach wieder raus. In dem Moment war ich vielleicht irgendwie gehypt, vielleicht hat das in dem Moment dann. Zu meinen Gedanken gepasst, die ich zu einem bestimmten Thema hatte. Aber wenn ich mir es dann ein paar Wochen später wieder anschaue und dann auch ehrlich mich frage, OK, macht das irgendwie Sinn da jetzt Arbeit zu investieren, ein bestehendes Rehaprotokoll upzudaten oder irgendwie privat dann zum Beispiel wirklich in in meine ETFS reinzugehen, das neu zu strukturieren oder erstmal zu analysieren und manchmal sag ich mir da einfach, nee, das war eine nette Idee, aber ich brauch es am Ende Anfang des Tages nicht, deswegen darf es auch wieder gehen. 38:42 Und dann wird es entweder gelöscht oder es wird dann in die Archis verschoben. Wenn ich denke, ich bräuchte es vielleicht noch mal irgendwann und dann sind wir auch beim letzten, also P projects Areas r Resources und das letzte Para das letzte A steht für Archis und das ist im Endeffekt alles was nicht mehr aktuell ist. 39:05 Das sind abgeschlossene Projekte die dann nicht weiter in. Den Areas gemanagt werden müssen. Ich habe jetzt gesagt, Areas, zum Beispiel der Podcast ist da drin, aber auch zum Beispiel das ganze Thema Haus ist da drin, was ursprünglich mal ein Projekt war, ist dann die Areas gegangen, weil ich natürlich mich dauerhaft um dieses Haus kümmern muss, ich muss es managen, genauso sind dort wie gesagt Dinge zu meinem Training zum Beispiel drin. 39:37 Aber es gibt natürlich auch abgeschlossene Projekte, die wandern direkt ins Archiv, weil die vielleicht gar nicht so wichtig sind. Ja, also die sind vielleicht nicht so wichtig, zum Beispiel bin ich auf der Suche nach einem neuen Praxis, also nach einer neuen Praxis, nach neuen Praxisräumlichkeiten, und da gab es dann auch schon mal Überlegungen, es gab Objekte, die Waren interessant, da haben wir dann erstmal ein Projekt draus gemacht, ja, weil es hat ja ein ein, es soll ja ein spezielles Ergebnis haben, nämlich. 40:05 Das Ding im besten Falle anzumieten. Es hat ein Anfangsdatum und es hat auch Positiverweise ein Enddatum, nämlich am besten oder im besten Falle die Unterzeichnung des Mietvertrages und dann waren das erst mal Projekte, dann haben wir aber dann in diesem Projekt in der Besichtigung, in der Sichtung der Unterlagen und so weiter dann zum Beispiel festgestellt, OK, das passt nicht, die Umbaukosten sind einfach zu hoch, das Hausgeld ist zu hoch, das Objekt passt nicht, weil. 40:35 Zum Beispiel die andere Mieterstruktur einfach nicht zu meinem Business passt und es dann gegebenenfalls einfach zugeräusch Belästigungen käme. Wenn ich dann zum Beispiel spätabend dann noch arbeite und damit Kunden irgendwelche Übungen mache und so weiter also da gibt es dann einfach diverse Sachen, die haben dann dagegen gesprochen und dann haben wir dieses Objekt, was dann in dem Moment ein Projekt war, haben wir dann direkt ins ins Archiv verschoben. 40:59 Weil das natürlich jetzt nichts mehr war, was wir irgendwie dann noch managen mussten. Also keine Notwendigkeit, das in diese Areas zu verschieben. Auch alte seminarversionen Konzepte und Material, was ich einfach nicht mehr brauche kommt da rein. 41:14 Der Punkt ist am Ende des Tages, es verschwindet aus meinem aktiven System, aber ich verlier es nicht. Ich mache dieses Para System. Ich bilde das in meinen Apple Notes ab. Ich bin da so ein Apple Kind, man kann es auch in anderen Tools abbilden, also das Para System an sich ist einfach ein System was in vielen Tools funktioniert. 41:33 Ich habe es in Apple Notes aufgebaut und arbeite da mit Hunderten von Ordnern die dann in diese 4 Kategorien untergliedert sind und der Punkt ist wenn ich etwas in Archive in Archives verschiebe, dann ist es erstmal weg. 41:49 Aus dem, was ich aktiv brauche, wo ich aktiv drin arbeite. Aber ich verliere es nicht. Also wenn ich irgendwann noch mal danach gucken will, dann ist es immer noch da. Ein ganz kurzes Beispiel dazu, dass meine Praxis jetzt in Mainz Hechtsheim, die war zum Beispiel ein Projekt damals, also als wir das gemacht haben, war das ein Projekt, Wir haben zum Beispiel im Umzug dann darüber geplant, wir haben die Räume ausgemessen und haben dann jeden Raum im Endeffekt mit so einem Foto im Grundriss dann. 42:20 Haben also praktisch den Grundriss Gescreenshotet, haben noch mal alles neu vermessen und haben das dann zum Beispiel in dieses Projekt reingepackt. Und da schaue ich heute noch rein, zum Beispiel, wenn ich mir jetzt ein neues Gerät bestelle, dann, und ich brauche die Maße von den Räumen, dann gehe ich ins Archiv, suche mir da dieses Projekt damals praxisumzug Mainz raus und gehe dann da rein und gucke, hey, wie war noch mal die Wandlänge an in dem und dem Raum an der und der Seite und. 42:46 Und dann hab ich im Endeffekt wieder genau die Wandlänge und kann dann entscheiden. OK, kann ich mir das Gerät zum Beispiel jetzt bestellen? Ja, ich muss also nicht irgendwie in die Praxis fahren, ich muss es nicht ausmessen, sondern ich kann von zu Hause schnell gucken, OK, wie war noch mal die Wandlänge von meinem Trainingsraum von der linken Wand Richtung Balkon ne so ganz ganz einfach. 43:07 Das heißt, ich kann von überall aus darauf zugreifen. Ich habe es nicht verloren, aber da es jetzt kein aktives Projekt mehr ist, ist es erstmal raus aus dem, was ich halt oder aus den Ordnern, denen ich einfach relativ oft arbeite. Es vermüllt da nicht das System, aber es ist immer noch da. 43:23 Das waren die 4 Strukturen in dem Parasystem Projects, Areas Resources und Archive Project Projekte Areas. 43:34 Sprecher*in 2 Bereiche, die dauerhaft. 43:35 Sprecher*in 1 Gemanagt werden müssen und Resources im Endeffekt der ganze Bereich Wissen und Archives das Archiv warum ich glaube, dass Para für mich funktioniert und warum es vielleicht auch für dich funktionieren kann. 43:51 Der größte Vorteil von diesem System ist noch nicht mal, dass ich produktiver bin dadurch, sondern ich habe weniger mentale Reibung, ich muss einfach nicht so viel Energie verschenken, um mir Gedanken zu machen, einmal wo finde ich Sachen? Ist das jetzt in meinem Arbeitskalender habe ich das auf meinem Handykalender eingetragen, der aber nicht synchronisiert ist mit dem Handy oder mit den Geräten, die meine Frau benutzt, habe ich irgendwie einen Screenshot dann doch nur in den lokalen Fotos gespeichert und kann jetzt, wenn ich gerade an meinem Laptop sitze und mit dem Felix spreche zum Beispiel und genau eine Info von diesem Screenshot brauche, kann ich vielleicht gar nicht drauf zugreifen, weil ich gerade mein Handy im anderen 44:30 Raum liegen habe. Ich weiß, ich habe alles auf. An einem Ort. Ich muss mir nicht jedes Mal überlegen, wo speichere ich was, was mache ich mit der Info, brauche ich das jetzt gerade, sondern das System beantwortet einfach diese Fragen schon vorher und dadurch bleibt einfach mehr Energie für Dinge übrig, die entweder mir Spaß machen, Geld bringen, mir einfach Zeit verschaffen, die ich dann zum Beispiel mit meinen Freunden, mit meiner Frau. 45:02 Verbringen kann. Also dieses Thema hat einfach super super viele Vorteile, weil es alles, wirklich alles, Arbeit, Privatleben, alles an einem Ort bündelt und ich dadurch, dass das bei mir dann auch in Apple Notes dargestellt ist, ich das einfach auf jedem Gerät synchronisiert habe. 45:23 Also wir haben bei uns im Haus mehrere macbooks, die. 1 hat meine Frau, 1 hat ich 1 habe ich zum Beispiel jetzt gerade hier zum Aufnehmen der Podcasts und egal an welchem Gerät ich bin, ich weiß, ich kann auf all diesen Kram, auf all diese Informationen zugreifen und das gibt mir ein gutes Gefühl, das hat mir schon einige Male wirklich mein Arsch gerettet, wo ich mich dann hätte ins Auto setzen müssen und irgendwo hinfahren müssen und so. 45:51 Hat es mich im Endeffekt 2 Klicks gekostet? Ich weiß genau, es ist in dem und dem Bereich, weil es ist etwas was entweder wissen ist, dann ist es in Resources, es ist etwas, was ich dauerhaft managen muss, dann ist es im Bereich Areas und dann weiß ich auch relativ schnell, wo ich diese Sache abgelegt hab und ja, das hat mir wirklich schon n paar mal den Hintern gerettet und der wirklich absolut aller allergrößte Vorteil um es noch mal zu sagen ist es spart mir einfach Energie, diese mentale Reibung, dieses. 46:20 Dauernde überlegen dieses Organisieren von diesen ganzen Infos und wir leben einfach in der Zeit, wo wir einfach so viele Informationen bekommen und wir müssen einfach schnell entscheiden. Ist diese Information relevant und wenn sie relevant ist, wo sammel ich sie, dass ich nachher nicht irgendwie einfach ein heilloses Chaos habe, in dem keiner mehr jemals zurecht kommt, und damit sind wir eigentlich wieder bei der Schulter, weil Para. 46:50 Das para System von Thiago Forte reduziert Komplexität. Es macht Dinge einfacher. Es hilft mir, diese mentale Reibung zu reduzieren und genau das ist die Intention der Shoulder Master Class. Ich will mentale Reibung reduzieren, ich möchte, dass unsere Seminarteilnehmer und. 47:15 Ja, alle, die zu diesem Seminar kommen. Am Ende des Tages auch wieder Komplexität reduzieren können, dass sie sicher in der Diagnostik sind, dass sie sicher in der Rehabilitation von Schulterproblemen sind, aber dass wir dabei einfach mentale Reibung reduzieren und Dinge greifbar machen, diese Komplexität Runterbrechen mit nicht noch 5 neuen Special Tests arbeiten, sondern wir arbeiten mit testclustern, Wir arbeiten mit Clinical Prediction Rules, Wir arbeiten mit Reha Protokollen. 47:45 Kann ich all das anpassen? Ja, das kann ich natürlich, aber wir wollen erstmal Komplexität runterbrechen und das ist für mich das Sinnbild eines guten Systems, gute Systeme, die haben meiner Meinung nach nicht die Aufgabe, Entscheidungen für mich oder für dich oder für uns zu treffen, sondern sie sollen dafür sorgen, gute Systeme sollen dafür sorgen, dass wir unsere Energie im Alltag, in der Arbeit und. 48:15 Für die wichtigen Sachen aufheben für die wirklich wichtigen Sachen, und das ist im Assessment genauso wie im Alltag, weniger Chaos, mehr Struktur, bessere Entscheidungen und das ist der Ansatz. 48:31 Mit dem ich die Shoulder Master Class oder das ist der Anspruch, mit dem ich die Shoulder Master Class entworfen hab. Das ist der Ansatz, den ich verfolge und ja, das ist im Endeffekt das wo drum es geht und jetzt haben wir in dieser Folge 2 Dinge zusammen gepackt, die eigentlich unterschiedlich sein können. 48:47 Organisation ja, wie organisiere ich mich, wir haben über das Parasystem zusammen beziehungsweise ich hab da drüber gesprochen, du hast mir zugehört und ich hoffe du konntest da einiges mitnehmen. Wir haben über die Shoulder Master Class gesprochen und ja 2 sehr, sehr unterschiedliche Dinge, die aber am Ende einige Parallelen haben. 49:05 Ich hoffe diese Folge hat dir weitergeholfen und wenn du Fragen zu diesem Tool hast, wenn du Fragen zu der Shoulder Master Class hast, wenn du generell einfach mal irgendwas zu unserem Podcast loswerden willst, dann hau es bitte in die Kommentare und ansonsten wünsche ich euch eine tolle Zeit. 49:25 Ich freue mich extrem drauf. In n paar Tagen wieder mit Felix die nächste Folge für euch aufzunehmen. Irgendwie ist es das war jetzt ne coole Folge, auch der Flow war ganz gut, ich hab echt vorher mir Gedanken gemacht wie krieg ich deinen geilen Flow hin, der Flow war jetzt doch ganz gut aber ich freu mich wieder extrem das Ganze mit Felix zu machen und ja bis dahin ich wünsch euch allen eine tolle Zeit ich wünsch dir ne tolle Zeit passt gut auf euch auf und bis bald macht es gut tschau tschau.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Sprecher hält eine Solo-Folge, weil Felix keine Zeit hatte, und behandelt die Themen Shoulder Master Class und Organisation.
  2. In der Schulterreha ist es zentral, zuerst eine belastbare Arbeitshypothese zur Ursache der Beschwerden zu entwickeln, bevor Übungen verordnet werden.
  3. Ein Kraftdefizit ist nicht automatisch die Ursache von Schulterschmerzen, wie das Beispiel einer AC-Gelenk-Problematik mit abgeschwächtem unteren Trapez zeigt.
  4. Reha braucht Progression, da sonst die Belastbarkeit für Return to Sport oder Alltag nicht ausreicht, etwa bei Bizepssehnen- oder Volleyball-Overhead-Belastungen.
  5. Die Shoulder Master Class vermittelt die „Golden Six" knöcherne Landmarken, um Komplexität in der Diagnostik zu reduzieren und Strukturen sicher zu finden.
  6. Das PARA-System von Thiago Forte strukturiert alle Informationen in die vier Kategorien Projects, Areas, Resources und Archives an einem zentralen Ort.
  7. Der Sprecher nutzt das PARA-System in Apple Notes, um berufliche und private Themen zusammenzuführen und mentale Reibung zu reduzieren.
  8. Beide Themen – Schulterdiagnostik und Organisation – verfolgen dasselbe Ziel

Summary:

In dieser Solo-Folge des Rehab und Performance Podcasts behandelt der Sprecher zwei Themen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, am Ende aber dieselbe Grundidee verfolgen: die Reduktion von Komplexität für bessere Entscheidungen. Zunächst gibt er Einblick in seine Shoulder Master Class. Er kritisiert, dass in der Schulterreha häufig randomisierte Übungen wie Außenrotation oder Serratus-Aktivierung verordnet werden, ohne eine belastbare Arbeitshypothese zur Ursache der Beschwerden zu haben.

Stattdessen plädiert er dafür, zuerst die Quelle der Probleme zu identifizieren, etwa Überlastung, Instabilität, zervikale oder neurologische Komponenten. Zudem betont er, dass ein getestetes Kraftdefizit nicht automatisch die Ursache sein muss, wie ein Fallbeispiel mit AC-Gelenk-Problematik und abgeschwächtem unteren Trapez zeigt. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Notwendigkeit von Progression in der Reha, da sonst die Belastbarkeit für Return to Sport oder Alltag nicht ausreicht.

In der Shoulder Master Class vermittelt er die „Golden Six" knöcherne Landmarken, um die Anatomie zu strukturieren und Diagnostik zu erleichtern. Anschließend stellt er das PARA-System von Thiago Forte vor, das er in Apple Notes nutzt, um alle beruflichen und privaten Informationen in die Kategorien Projects, Areas, Resources und Archives zu sortieren. Dieses System reduziert mentale Reibung und schafft einen zentralen Ort für alle Informationen.

Beide Ansätze – Schulterdiagnostik und Organisation – verfolgen dasselbe Ziel: Komplexität herunterzubrechen, um Energie für die wirklich wichtigen Dinge zu sparen.

FAQs

Die Golden Six sind sechs primär knöcherne Landmarken, die als Orientierung im und um das Schultergelenk dienen. Ein Beispiel ist die Spina scapulae, an der man sich entlangtastet, um den Infraspinatus zu palpieren und Strukturen sicher zu differenzieren.

Eine 100% sichere Diagnose gibt es nicht, aber durch Anamnese, Clinical Prediction Rules und Testcluster lassen sich Wahrscheinlichkeiten so verändern, dass man die wahrscheinlichste Ursache bestimmen kann. So trifft man Entscheidungen auf statistisch hoher Basis statt auf einem einzelnen Testergebnis.

Indem man Komplexität reduziert und mit einem klaren roten Faden arbeitet: zuerst Assessment, dann gezielte Intervention. Statt viele Übungen und Special Tests zu nutzen, konzentriert man sich auf wenige, aber relevante Tests und Übungen, die auf einer Arbeitshypothese basieren.

PARA steht für Projects, Areas, Resources und Archives. Projects sind einmalige Vorhaben mit Enddatum, Areas sind dauerhafte Verantwortungsbereiche, Resources ist ein Wissensspeicher und Archives enthält abgeschlossene oder inaktive Inhalte.

Ein Projekt hat ein klares Anfangs- und Enddatum sowie ein konkretes Ergebnis, wie die Shoulder Master Class oder ein Hausumbau. Eine Area hat kein Enddatum und wird dauerhaft gemanagt, wie der Podcast, Finanzen oder die Familie.

Abgeschlossene Projekte wandern entweder in die Areas, wenn sie weiterhin dauerhaft gemanagt werden müssen, oder direkt ins Archiv, wenn sie erledigt sind. So bleiben sie erhalten, stören aber nicht das aktive System.

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