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#111: Crashschutz mit OTM-Optionen – So geht’s!

23m 14s

#111: Crashschutz mit OTM-Optionen – So geht’s!

In dieser Podcast-Folge von iChemCoaching erklärt Alex eine Hedging-Strategie mit Long Puts auf Aktienindizes, wobei er sich auf günstige, weit aus dem Geld liegende Optionen (sogenannte Teenies mit Delta 5 oder 10) konzentriert. Er betont, dass diese Optionen paradoxerweise sowohl von manchen als Einkommensstrategie verkauft als auch von anderen als Absicherung gekauft werden. Der Kern seiner Argumentation liegt im normalisierten Volatilitätseffekt: Out-of-the-Money-Optionen haben ein höheres Vega relativ zu ihrem Preis, sodass sie bei einem Anstieg der impliziten Volatilität prozentual viel stärker im Wert steigen als At-the-Money-Optionen. Daher sind sie ideal für Absicherungen, besonders in Niedrigvola-Phasen, da sie bei einem Marktcrash oder einer Volatilitätsexplosion enorm an Wert gewinnen können – theoretisch um mehrere tausend Prozent. Alex warnt jedoch davor, diese Optionen zu verkaufen, wenn die Volatilität niedrig ist, da ein einziger Crash zu verheerenden Verlusten führen kann. Er empfiehlt, Puts auf liquide Indizes wie den S&P 500 zu kaufen, lange Laufzeiten (90–300 Tage) zu wählen, gerade Strikes zu nutzen und die Positionen bei starken Markteinbrüchen gewinnbringend zu schließen. Die Strategie ist simpel, kostengünstig im Verhältnis zum Potenzial, aber ein Totalverlust der Prämie ist wahrscheinlich, was er als akzeptablen Preis für den Schutz in extremen Szenarien sieht. Er schließt mit dem Hinweis, dass solche Hedges nur bei echten Krisen wirken, aber genau dafür gedacht sind.

Transcription

3587 Words, 22345 Characters

German
Speaker 1Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von iChemCoaching, mein Name ist Alex und in dieser Podcast-Folge geht es um das Thema Hedging und zwar im Speziellen diesmal nicht mit Volatilitätsprodukten, sondern mit Long Puts auf den Aktienmarkt und wir besprechen, welche man kaufen sollte, wann, warum man die vielleicht auch wieder verkaufen sollte und warum es genau diese Optionen sind, die manche verkaufen und warum man die kaufen sollte, das besprechen wir ausführlich in dieser Podcast-Folge. Wichtiger Risikohinweis, alles was ich heute sage ist meine private Meinung und ihr sollt deswegen das nicht kaufen oder auch verkaufen oder irgendwas machen, sollt es einfach nur als Anregung nehmen und bitte eigenständig hinterfragen, was ich hier sage und selber eure Schlüsse daraus ziehen. Noch kurz was in eigener Sache, bald ist es soweit, die Optionstage mit CapTrader zusammen kommen ja noch viele andere Coaches und Trainer am 28.02. bis 1.03., also letzter Februartag und erster Märztag. An dem Wochenende in Düsseldorf, weitere Informationen, wo ihr Karten kaufen könnt, findet ihr in der Infobox. So jetzt mal zum diesem Thema Hedging, mal kurz was Allgemeines nochmal gesagt oder was halt auch noch viele nicht verstanden haben, also wir haben es ja 4736 Mal in diesem Podcast besprochen, ich werde es diesmal nur anreißen, aber es ist ja schon paradox, dass ja immer diese Meinung da draußen herrscht, ja Delta 5 verkaufen, Delta 10, Delta 15 ist so das sichere, da ist man ganz ganz weit weg und so weiter und das sage ich immer wieder, ist eigentlich gar nicht meine Meinung, dass das auf Deutsch Schwachsinn ist, sondern finanzmathematischer Fakt, was wir hier wie gesagt schon über 4000 Mal gefühlt besprochen haben auf YouTube und im Podcast, manche sind vielleicht auch schon davon genervt, dass wir das immer wieder erwähnen, wir machen es in diesem Podcast Folge nochmal kurz, aber das ist wirklich das Paradies. Paradoxe und jetzt stelle ich quasi eine Hedging Strategie vor, dass bei manchen eine Einkommensstrategie ist, also das ist ein bisschen schizophren, Paradox, aber das, warum wir das so machen und so weiter, alles jetzt in dieser Podcast Folge ausführlich und wie gesagt, wir haben das schon ein paar Mal besprochen, ein Randthemen davon, aber hier jetzt nochmal von der Pike auf, zum Thema Hedging erstmal im Allgemeinen, die erste Frage ist, muss man überhaupt hedgen, sich absichern und diese Frage muss man sich wirklich stellen, und bevor jetzt jemand drunter kommentiert, ich brauche nicht hedgen, ja, kann ja sein, also alles gut, ich zwinge ja niemanden zum Hedgen, jetzt kann man auch Optionen auch verkaufen, ohne sich hedgen zu müssen, das ist wirklich individuell, Positionsgröße und so weiter und Hedgen kostet im Normalfall auch Geld, man macht vielleicht auch mal Geld, aber man muss ja auch mal die drei Jahre vielleicht nehmen, wo es nicht geklappt hat, aber Hedgen kostet erstmal Geld. VX Hedging, also VX Long gehen, warum? Gerade als Stillhalter ist man ja, Stillhalter ist ja immer innerer Wert, der ist ja meistens Null, bei denen die Delta 5 verkaufen, ist ganz, ganz tief Null, plus Zeitwert und Zeitwert, risikoloser Zins plus implizite Wohler, wenn die implizite Wohler halt niedrig ist und die dann ansteigt, werden die Optionen automatisch teuer, deswegen kann man natürlich auch ein ES Future Short oder sowas dagegen stellen, da spricht darüber überhaupt nichts dagegen, einziges Problem ist halt, wenn ihr auch so ein Flash Crash bekommt, sagen wir mal, minus 5% im ES in einer Minute, ja, dann haut es den VX nach oben, auch eure Short Puts auf Aktienindizes oder auf Einzelaktien werden um die Ohren fliegen, aber euer Future hat nur 5% gewonnen, also auch wenn der in zwei Wochen halt 5% verliert, ist das ja das gleiche im Ergebnis, aber als Stillhalter oder als Optionshändler halt nicht, weil wir sind ja sehr stark volatilitätsabhängig. Ausgeladen wäre jetzt auch Neues, aber man kann halt auch ganz viel oder sollte auch direkt was in der Wohler machen, aber auch mit Long Puts handelt man ja nicht direkt die Wohler, aber wie gesagt, eine Option besteht aus innerer Wert plus Zeitwert und Zeitwert wiederum aus risikoloser Zins und implizite Wohler, sprich auch mit einem Long Put auf den Aktienmarkt habt ihr ja einen indirekten und je nachdem was man dann macht, auch einen sehr großen Effekt von der impliziten Volatilität. So, das erstmal grundsätzlich, also wer sagt, ich brauche nicht Hedgen, den verabschiede ich jetzt hier in der Podcast-Folge, vielleicht kann man es ja trotzdem mal anhören, meine Gedanken, ja, aber man muss es auf jeden Fall nicht machen. Generell würde ich aber jedem damit an die Hand geben, je mehr man Optionen verkauft, gerade im Aktienmarkt, desto mehr sollte man vielleicht halt auch über das Thema Hedging nachdenken. So, wir machen das jetzt, machen wir eine ganz einfache Strategie mit Long Puts auf dem Aktienindex, kommen wir noch zu sprechen, auf was für Punkt? Dort Produkte, wenn man das machen kann, aber einfach mal Long Puts auf dem Aktienindex. Natürlich kann ich das auch mit tausenden Spread-Kombinationen kombinieren, aber nehmen wir jetzt mal den brachialen Hedge des Long Puts, großer Nachteil, hohe Prämienausgabe, da kommen wir gleich auch ein bisschen drauf zu sprechen, ob die so hoch oder niedrig auch sein kann, aber grundsätzlich steht ein Totalverlust, ist einfach relativ wahrscheinlich, klingt jetzt böse, Totalverlust, aber Totalverlust ist eine ausgegebene Prämie, mehr kann ich ja nicht verlieren. Riesen, riesen Vorteil ist natürlich, ich habe auch keine Short-Option dagegen, also der kann richtig im Wert explodieren und richtig meine ich auch richtig, also die kann richtig abgehen, je nach Strike-Wahl und so weiter, ich habe das alles schon live gesehen und da muss man gar nicht zurück in die Corona-Krise gehen, mehrere tausend bis sogar eine fünfstellige Zahl, eine Prozentzahl, also 10.000, 15.000 Prozent plus alles schon gesehen und wird es auch wieder geben. So, und jetzt fangen wir an mit den Teenies-Optionen. Erstmal die Definition, da gibt es zwei Definitionen, entweder ein Preis von 10 Dollar oder halt Delta von 0,10. Ist es immer das gleiche? Ne, kommt natürlich aufs Underlying an, aber wir nehmen jetzt einfach mal generell, deep, deep, deep, ganz weit links vom Preis, out of the money puts, long puts natürlich. Gucken, wenn man irgendwie 2 Dollar, 3 Dollar für einen Kauf von sowas zahlt und die Option kostet halt insgesamt absolut nur 5 Dollar, ist ja irgendwie 50 Prozent Kosten, das macht vielleicht nicht ganz so Sinn, aber einfach mal relativ günstige out of the money puts. So, und jetzt schon mal das Schizophrenie, passt Schizophrenie, Paradoxe. Ich sage jetzt etwas, was wir kaufen sollten, das erkläre ich gleich, was ja manche verkaufen. So, es gibt ganz wenig Ausnahmen, da macht das Sinn, wenn man es verstanden hat. Manche Ausnahmen, die man auch verkaufen sollte, aber generell ist es extrem sinnvoll, die zu kaufen und das erkläre ich euch jetzt, warum man das machen sollte. Also nehmen wir mal ein Beispiel, haben wir kurz was rausgesucht, einer Teenie-Option, Delta 5, Long Put auf dem S&P 500, ca. 80 Tage Restlaufzeit, maximaler Verlust ist die eingesetzte Prämie, klar soweit, das waren jetzt um die 190 Dollar, die Wahrscheinlichkeit, dass die Option wertlos verfällt, ist extrem hoch und jetzt habe ich mal kalkuliert, das kann man ja beim Riskner, wenn der Markt um die 20% Rückgang macht, hat der jetzt einfach ausgespuckt, wäre das ein Gewinn von 2700 US-Dollar, also verzehnfacht. Ist jetzt eine sehr Milchmädchenrechnung, das kann nur 10.000 sein, das kann auch nur 500 sein, es ist wirklich ein bisschen willkürlich, wie hoch steigt der VX an, wann kracht es und so weiter. Und theoretisch kann der, ja unendlich kann es nicht sein, aber extrem hoch, der Aktienindex kann bis 0 fallen. So, warum ist das jetzt so? Und das schauen wir uns jetzt mal im Detail an und das ist das Volatilität, normalisierte Volatilität, das müssen wir mal besprechen, Vega und so weiter, habe ich in dem Podcast auch schon gemacht, ich erkläre es euch aber nochmal, das Vega, also es gibt ja Griechen, Delta und so weiter und das Vega ist die Volatilitätskomponente. Dann, wie sensiv die Option reagiert, wenn um 1% die implizite Volatilität sich bewegt, ja immer aus der Optionskäufer-Sicht, die Griechen sind immer aus der Optionskäufer-Sicht, deswegen gibt es ja manche mit negativen Vorzeichen, manche mit positiven und die Add-to-Money-Optionen, so, haben das größte absolut gesehene Vega, also die verändert sich, wenn um 1%, alles andere wird gleich, um 1% steigt die implizite Volatilität. Dann, wie sensiv die Option reagiert, wenn um 1% die implizite Volatilität sich bewegt, ja immer aus der Optionskäufer-Sicht, deswegen gibt es ja manche mit negativen Vorzeichen, manche mit negativen Vorzeichen, also die verändert sich, wenn um 1% die implizite Volatilität. Dann, wie sensiv die Option reagiert, wenn um 1% die implizite Volatilität sich bewegt, ja immer aus der Optionskäufer-Sicht, deswegen gibt es ja manche mit negativen Vorzeichen, manche mit negativen Vorzeichen, also die verändert sich, wenn um 1% die implizite Volatilität. Das ist mein Beispiel, dass wir einfach rechnen können. Also Optionspreis 50 Cent, Vega 0,05. 1% steigt jetzt die Wohle an. Dann haben wir ja 0,50 Optionspreis plus das Vega 0,05. Also ist die Option danach 55 Cent wert. Wird genau um das Vega teurer. Also ist die Veränderung 10% im Optionspreis. Eine Add-to-Money-Option kostet 4 Dollar im Gegensatz zu 0,50. Also schon mal viel, viel größer. Absolut natürlich der Optionspreis. Und hier ist das Vega das Vierfache 0,20. 1% Veränderung heißt dann 5 Dollar Optionspreis plus 1% Veränderung um die 20 Cent quasi dann. 0,20 haben wir 5 plus 0,20. Das Vega ist jetzt hier auch größer. Optionspreis aus. Ist dann aber eine Veränderung, gibt dann 5,20 von nur 4% des Optionspreises. Also wenn die implizite Volatilität um 1% ansteigt, dann ist es natürlich so, dass die Add-to-Money-Option absolut mehr im Wert ansteigt. Die Out-of-the-Money-Option steigt aber, also wir haben jetzt hier 10% versus 4%, viel, viel schneller prozentual an. Und das ist das Paradoxe, was ich hoffentlich meine Zuhörer schon verstanden. Aber wenn du jetzt hier neu bist, dass eine Out-of-the-Money-Option viel, viel schneller bei minus 100% sein kann als eine Add-to-Money-Option. Und deswegen zu sagen, ich verkaufe, es gibt noch viele andere Punkte, warum man das vielleicht nicht so machen sollte, aber ich verkaufe immer eine Delta-5-Option, also Delta 0,05. Ja, weil das so weit weg ist und deswegen sicher ist, das ist der falsche, muss ich wirklich so sagen, das ist eher der falsche Weg. Gerade diese Optionen, und das ist wirklich das Paradoxe, sind extrem anfällig in der Volatilität. Und jetzt nochmal deutlich zu sagen, ich sage nicht, dass Add-to-Money-Optionen nicht um die Ohren fliegen. Und dass die absolut natürlich vielleicht ein bisschen höher sind, das ist aber die Frage, ob ich dann vielleicht ein anderes Underlying nehme und so weiter. Das sage ich alles nicht, auch Add-to-Money-Optionen können hohe Verluste, wenn ich die verkaufe, treiben, also extrem, die können auch extreme Verluste machen. Aber gerade in einer Volatilitätsexplosion ist es so, dass die Out-of-the-Money-Optionen viel, viel, viel stärker im Wert ansteigen. Und gerade wenn ich hier dann den Ansatz sage, ich verkaufe doch dann, ich kriege eh so wenig Prämie, 50 Out-of-the-Money-Optionen im Gegensatz zu 5 Add-to-Money-Optionen, und dann haut es die Volatilität nach oben, dann habt ihr wirklich ein Problem. Und deswegen sollte man halt gerade, also aufgrund des normalisierten Volatilitätseffektes, gute und günstige Puts kaufen, wenn vor allem auch noch die Volatilität natürlich niedrig ist. Also, dass man sagt, hey, ich kaufe mir jetzt 10 SPX-Puts, die haben ja einen ordentlichen Wert, eine Option, also im Gegenwert um SPX, das ist ja schon einmal irgendwie, je nach Striking eine halbe Million wert sein kann, 10 mal 100 Dollar für 1000 Dollar, Out-of-the-Money, lange Restlaufzeit, alles schick, das hat ja auch Burry gemacht auf Palantir & Co., seine Short-Wette. Genau nach dem Ansatz, ob er jetzt richtig liegt oder nicht, ist was anderes, aber die Idee ist grundsätzlich gut. Und dann kaufe ich mir lieber 10 mal 100 Dollar statt einmal 1000 Dollar. Ja, die wirken nur in einer Volatilitätsexplosion, wenn es mit dem Preis runtergeht, dann aber richtig. Und dann genau braucht ihr die ja auch. Also ich brauche die für diese Hedges oder für diese Marktbewegung, minus 1% ES, minus brauche ich keinen Hedge persönlich. Also fassen wir mal zusammen. Wir haben Optionen, Add-to-Money-Optionen. So, und jetzt gerade wenn die Volatilität niedrig ist, sollte man eher die Out-of-the-Money-Option nach diesem Ansatz kaufen. Warum? Wenn die Volatilität ansteigt, haut es die prozentual viel, viel stärker nach oben, was dann natürlich die Gefahr ist für diejenigen, die das verkauft haben. Andersrum kann man natürlich auch sagen, diesen Effekt für sich nutzen, zu sagen, hey, ich verkaufe die Out-of-the-Money-Option, wenn ich weiß, dass die Volatilität fällt. Wenn er jetzt bei 12 ist, der VX, ist das natürlich ein bisschen schwierig, zu sagen, dass er die Gefahr hat, war nach oben größer, aber als beispielsweise der VX bei 80, da lasse ich mir auch den Ansatz gefallen. Ja, dann wähle ich die Out-of-the-Money-Option, weil die ja dann komplett im Wert zusammenbrechen, weil die ja das höchste normalisierte Volatilitätseffekt haben. Ich hoffe, ihr habt es verstanden, ne? Also, die Out-of-the-Money-Option, die bewegt sich aufgrund des Wegas einfach viel, viel stärker. So, jetzt habt ihr halt den Effekt, könnt ihr für euch nutzen, wenn die Volatilität niedrig ist und vielleicht auch niedrig bleibt, dann verfallen die natürlich wertlos, ist vollkommen klar. Aber dann könnt ihr es ja gerade nutzen, wenn ihr von 12 auf 80 geht. Aber wenn ihr von 80 auf 10 geht, dann lohnt es sich natürlich, die bei 80 zu verkaufen. Das ist alles nur aufgrund des Wegas betrachtet, wir haben ja noch keine Laufzeiten und sowas genommen. Aber dann würde ich sagen, ja, das sind die 5 bis 10 Prozent der Fälle, wo es wirklich Sinn macht, auch diese Out-of-the-Money-Option zu verkaufen, weil die halt sehr schnell im Wert einbrechen. So, das ist aber nur die Komponente der Volatilität. Ich will es nochmal deutlich sagen, ich gebe euch gleich noch ein paar Tipps. Auch Ad-to-Money-Optionen haben hohe Verlustpotenzial, das muss man ganz klar sagen. Also nur weil ihr sagt, ich verkaufe ein Ad-to-Money-Option, heißt das nicht, dass es frei von irgendwelchen Verlusten ist. Aber ich will euch halt einfach deutlich machen, dass die Out-of-the-Money-Option eine hohe, hohe Gefahr, und es halt einfach so ist, dass sie sehr Volatilitätssensitiv ist, wir sprechen das aus, also dass sie halt sehr viel von der Volatilität abweicht. Und das ist halt eine hohe Gefahr, wenn ich die in niedriger Wohler-Umfeld verkaufe, die dann explodieren. Andersrum kann ich auch sagen, ey, da mache ich einen Hedging-Ansatz draus, gerade die kaufe ich dann, wenn ich weiß, dass die in der Volatilitätsexplosion sehr stark im Wert ansteigen. So, das mal grundsätzlich dazu. Noch eine Anmerkung, dafür gibt es sogar einen Volatilitätsindex. Und das ist der LTV, Left Tail Hedge Index, oder wie der heißt, also LTV. Das ist quasi der VIX, gleiche Berechnungsgrundlage, aber er nimmt nicht Out-of-the-Money und Add-a-Money-Optionen, sondern nur Deep, ich glaube, das ist die erste oder zweite Standabweichung, oder was das da nimmt, Deep Out-of-the-Money-Optionen. Das ist jetzt aber, da seht ihr jetzt nicht den Effekt der normalisierten Volatilität, aber ihr seht, wie stark sich die implizite Wohler verändert bei den Deep Out-of-the-Money-Optionen. Und es ist manchmal echt hochinteressant, wie unterschiedlich der VIX und der LTV läuft, also es sind ja die Black-Swan-Hedges, nenne ich es mal, beim LTV-Index. So, jetzt noch zu einem Thema, und zwar mache ich das jetzt auf welchen Produkten, oder mache ich das auf dem Index oder auf einer Einzelaktie. Ich würde persönlich immer den Index nehmen, es sei denn, man ist irgendwie von einer Einzelaktie stark abhängig. Also, was meine ich jetzt, das meine ich jetzt gar nicht schlecht, sondern manche haben jetzt irgendwie 30% NVDA im Portfolio, aber die haben vielleicht mal mit 3% angefangen. Dazu, dann kann man sich natürlich auch überlegen, vielleicht hier nur NVDA-Puts, oder dass man halt sagt, okay, NVDA ist mittlerweile auch der Index gefühlt, aber dass ich vielleicht halt Halbleiter oder sowas, ETF oder sowas, da die Puts kaufe. Also, wenn man da irgendeine einzelne Gewichtung stark in der Branche oder in einem Sektor oder in einer Einzelaktie hat, würde ich vielleicht da ein bisschen punktuell machen, nicht, dass das halt komplett anders läuft. Das ist jetzt bei den großen Tech-Werten eh nicht vollkommen uninteressant, weil die sind ja im Prinzip der S&P 500, aber da ein bisschen drauf schauen. Ansonsten kann ich das machen auf den ES, auf dem E-Mini-Future, auf den SPX. E-Mini-Future, da müssen wir auch aufpassen, dass es vielleicht zu einer Andienung kommen könnte, wenn er natürlich diese Delta A10 oder Tini-Optionen kauft. Und jetzt kommt so eine Andienung, also da muss ich schon weit gefallen sein, also richtig weit gefallen sein. Aber grundsätzlich ES, SPX, SPY, NASDAQ, DAX, Einzelaktien und, und, und. Alles, was irgendwie... halbwegs liquide handelbar ist, könnt ihr darauf ganz gut machen. Und der Ansatz ist eigentlich immer der gleiche. Wenn ihr sagt, ich möchte auf einen Crash betten oder mich dagegen hatchen, niedrige Vola, Preis ist vollkommen langweilig nach oben, natürlich könnt ihr Umkehrkerzen noch oder sowas abwarten, dann kauft ihr, was ein Haufen ist, ist euch überlassen, ein Haufen ganz, ganz weit aus dem Geld liegende Puts. Optimalerweise noch an einem geraden Strike, 100, 1000, 5.000 und nicht halt 5.325, das würde ich jetzt vielleicht nicht machen. Also schön gerade Strikes, ein Haufen günstige Out-of-the-Money-Puts, die haben mit einer längeren Restlaufzeit, vielleicht sogar ein Jahr. Und dann könnt ihr da gemütlich abwarten. Und auch wenn die minus 80% sind und dann plus 10.000% ansteigen, die wirken immer noch. Also das ist so der Ansatz. Den würde ich aber auf gar keinen Fall umdrehen und gerade die verkaufen. Man muss es ja nicht machen, aber die verkaufen in niedrigen Volaumfällen, dann einen Haufen verkaufen, weil es sonst keine Prämie kassiert. Das ist wirklich ein toxischer Cocktail, der kann richtig wehtun, hat schon so manches Konto zerlegt. Wie gesagt, das nochmal grundsätzlich dazu. Aber ich kann es natürlich auch für Einzelaktien, Indizes und alles Mögliche machen. Der Ansatz ist eigentlich relativ simpel. Kaufe sehr günstige Out-of-the-Money-Optionen, ganz weit aus der Out-of-the-Money. Ganz viele davon, wenn es explodiert, die Volatilität, explodieren gerade diese im Wert. Und dafür brauche ich sie zumindest persönlich und nicht für minus 5% im Aktienmarkt. ganz kurz zum Fazit. Sie sind relativ, ja, muss man aufpassen, kostengünstig, also absolut gesehen, aber ich brauche vielleicht halt eine höhere Stückzahl, dadurch habe ich halt einfach einen höheren Hebel auch. Ich würde es halt immer in einer niedrigen Volatilität machen, ich würde es vielleicht jetzt auch nicht so in einer Jahresendrallye aufsetzen, wenn man weiß, wir steigen noch eher auf vier Wochen, sondern saisonal ein bisschen timen, man muss ja alle nicht auf einmal kaufen, aber wenn der VX wirklich niedrig ist und dann vielleicht eine Divergenz bildet, dann vielleicht erst machen, eher punktuell. Und ich würde es ja auch wirklich verkaufen, wenn das ein richtig schlimmer Tag ist. Ihr wisst, VVX ist hoch, Black Monday und so weiter, dann muss man die natürlich dann im Gewinn mitnehmen. Häufig verfallen die aber wertlos, das muss man einfach sagen. Das Schöne ist, 0,51% vom Konto, vielleicht investiert, ein Jahr abgesichert, also mehr könnt ihr da nicht verlieren, eigentlich relativ, ja, human. Laufzeit, ich würde eher über 90 Tage nehmen, eher sogar Richtung 300, um das Theta zu minimieren. Da übrigens auch noch ein Effekt oder ein negativer Punkt bei den Out-of-the-Money-Optionen zum Kaufen, die haben auch ein normalisiertes Theta und da haut das Theta bei Out-of-the-Money-Optionen mehr rein. Da kann ich aber gleich wieder ein Gegenargument sagen, ja, aber das Theta kann sich nicht um 100% ansteigen. Also es können nicht an einem Tag 100 Tage vergehen. Wisst ihr, wie ich meine, bei der Volatilität, ist es aber so, dass das halt wirklich passieren könnte, dass man halt um 100% ansteigen und dann haut es dir, wie gesagt, richtig nach oben. Theta ist jeden Tag nicht gleich. Es verändert sich natürlich auch, aber ein Tag ist ein Tag und es kann nicht passieren, dass auf einmal 100 Tage in einem Tag vergehen. Deswegen ist es nicht ganz so schlimm, dieser normalisierte Theta-Effekt, aber den gibt es eben, muss man natürlich auch noch mal deutlich sagen. So, haben wir jetzt heute nur Kauf besprochen. Ihr wisst, dass wir auch at the money, ähm, ja, Fans sind beim Verkauf auch nochmal deutlich, ähm, ich möchte nicht betonen, dass man damit kein Geld verlieren kann. Damit kann man einen Haufen Geld verlieren. Nochmal wirklich, wichtig, deutlich, aber man muss die verschiedenen, verschiedenen Herangehensweisen, ähm, wirklich halt verstanden haben, warum ich immer sage, ey, verkauft doch mal ein Cash-to-Good-at-the-Money, wenn die Vola hoch ist für 15% und nicht immer diese blöden Out-of-the-Money-Optionen, wo es 17 Mal gut geht und der 18er-Trade zerlegt euch alles und das ist halt häufig bei den Out-of-the-Money- Optionen so, dass man halt mal eine mit minus 10.000% schließen müsste. Das kann aber auch nochmal deutlich zum 17 Mal bei einer At-the-Money-Option passieren, aber volatilitätsanfälliger sind die Out-of-the-Money-Optionen. So, das soweit von mir. Lasst gerne einen Kommentar da, ob ihr das auch nutzt. Man kann es auch nochmal mit Spread-Kombinationen machen und und und. Es ist ein simpler Hedge. Er funktioniert, wenn es wirklich stark nach unten geht, aber es ist ein relativ unwahrscheinlicher Hedge, dass der funktioniert, aber er funktioniert, wenn halt die Welt untergeht und dafür brauchen wir ihn. Genau. Das soweit von mir. Wie gesagt, lasst gerne einen Kommentar da und einen Daumen nach oben. Ansonsten sehen wir uns in einer nächsten Podcast-Folge oder Video. Bis dahin, passt auf euer Geld auf. Ciao, ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Hedging mit Long Puts auf Aktienindizes wird als Strategie vorgestellt, insbesondere mit günstigen Out-of-the-Money-Optionen (Teenies, Delta 5 oder 10).
  2. Out-of-the-Money-Optionen haben einen höheren normalisierten Volatilitätseffekt (Vega) als At-the-Money-Optionen: Sie steigen prozentual viel stärker bei einem Anstieg der impliziten Volatilität.
  3. Der Kauf solcher Puts ist besonders sinnvoll bei niedriger Volatilität (z. B. VIX niedrig), da sie bei einem Crash oder Volatilitätsexplosion enorm im Wert steigen können.
  4. Der Verkauf von Out-of-the-Money-Optionen in Niedrigvola-Phasen wird als riskant beschrieben, da ein einziger Marktcrash zu extremen Verlusten führen kann.
  5. Empfehlungen
  6. Hedging ist optional und kostenintensiv; Totalverlust der Prämie ist möglich, aber begrenzt, während das Gewinnpotenzial bei einem Crash sehr hoch sein kann.

Summary:

In dieser Podcast-Folge von iChemCoaching erklärt Alex eine Hedging-Strategie mit Long Puts auf Aktienindizes, wobei er sich auf günstige, weit aus dem Geld liegende Optionen (sogenannte Teenies mit Delta 5 oder 10) konzentriert. Er betont, dass diese Optionen paradoxerweise sowohl von manchen als Einkommensstrategie verkauft als auch von anderen als Absicherung gekauft werden. Der Kern seiner Argumentation liegt im normalisierten Volatilitätseffekt: Out-of-the-Money-Optionen haben ein höheres Vega relativ zu ihrem Preis, sodass sie bei einem Anstieg der impliziten Volatilität prozentual viel stärker im Wert steigen als At-the-Money-Optionen.

Daher sind sie ideal für Absicherungen, besonders in Niedrigvola-Phasen, da sie bei einem Marktcrash oder einer Volatilitätsexplosion enorm an Wert gewinnen können – theoretisch um mehrere tausend Prozent. Alex warnt jedoch davor, diese Optionen zu verkaufen, wenn die Volatilität niedrig ist, da ein einziger Crash zu verheerenden Verlusten führen kann. Er empfiehlt, Puts auf liquide Indizes wie den S&P 500 zu kaufen, lange Laufzeiten (90–300 Tage) zu wählen, gerade Strikes zu nutzen und die Positionen bei starken Markteinbrüchen gewinnbringend zu schließen.

Die Strategie ist simpel, kostengünstig im Verhältnis zum Potenzial, aber ein Totalverlust der Prämie ist wahrscheinlich, was er als akzeptablen Preis für den Schutz in extremen Szenarien sieht. Er schließt mit dem Hinweis, dass solche Hedges nur bei echten Krisen wirken, aber genau dafür gedacht sind.

FAQs

Der Hauptvorteil ist, dass Long Puts bei einem starken Marktrückgang und einer Volatilitätsexplosion enorm im Wert steigen können, während der maximale Verlust auf die gezahlte Prämie begrenzt ist.

Weit aus dem Geld liegende Puts haben ein höheres normalisiertes Vega, das heißt, ihr Preis steigt prozentual viel stärker, wenn die implizite Volatilität zunimmt. Beispiel: Ein 0,50-Dollar-Put mit Vega 0,05 steigt bei 1% Volatilitätsanstieg um 10%, während ein 5-Dollar-Put nur um 4% steigt.

Generell nein, da diese Optionen bei einer Volatilitätsexplosion extrem stark im Wert ansteigen können und zu Verlusten von mehreren tausend Prozent führen können. Nur in seltenen Fällen, wie bei sehr hoher Volatilität (z.B. VIX bei 80), kann ein Verkauf sinnvoll sein.

Am besten eignen sich Indizes wie der S&P 500 (SPX, ES-Future, SPY), NASDAQ oder DAX. Einzelaktien oder Sektoren können punktuell genutzt werden, wenn man stark in ihnen gewichtet ist, aber Indizes sind die bevorzugte Wahl.

Man sollte sie kaufen, wenn die implizite Volatilität niedrig ist (z.B. VIX bei 12), idealerweise mit einer längeren Restlaufzeit von 90 bis 300 Tagen, um das Theta zu minimieren. Saisonal kann man auch günstige Zeitpunkte abwarten.

Der maximale Verlust ist die gezahlte Optionsprämie, da man nur Long-Puts kauft. Beispiel: Bei einer Investition von 0,51% des Kontos ist das der maximale Verlust, was relativ human ist.

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