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#103: Volatilität nicht verstanden! Wir klären auf!

22m 43s

#103: Volatilität nicht verstanden! Wir klären auf!

In dieser Podcast-Folge von Eichhorn Coaching beantwortet der Moderator mehrere Zuschauerfragen zur Volatilität und räumt dabei häufige Missverständnisse aus. Zunächst klärt er, dass VIX-Indexoptionen nie angedient werden können, da der VIX selbst nicht handelbar ist – alle Indexoptionen werden per Cash Settlement abgerechnet. Er betont, dass trotzdem Verluste möglich sind, etwa wenn eine Option tief ins Geld fällt. Ein weiteres zentrales Thema ist der Unterschied zwischen Out-of-the-Money- und At-the-Money-Optionen: Erstere steigen prozentual stärker bei Volatilitätsanstiegen, was oft missverstanden wird; dies sei reine Finanzmathematik. Auch die Annahme, At-the-Money-Optionen endeten häufiger im Verlust, weist er zurück – entscheidend sei das Gewinn-Risiko-Verhältnis, nicht die Ausübungswahrscheinlichkeit. Zum Hedging empfiehlt er VIX-Long-Positionen für Stillhalter, warnt aber vor dem SVXY wegen des täglichen Resets. Beim Verkauf von Leaps rät er von einer festen VIX-Schwelle wie 25 ab und bevorzugt extreme Spitzen. Schließlich erklärt er, dass ein VIX über 100 möglich ist, aber unter aktuellen Limit-Down-Regeln ein theoretisches Maximum von etwa 200 besteht, wobei Regeländerungen nicht ausgeschlossen sind. Die Folge dient als Selbstcheck für fortgeschrittene Optionshändler.

Transcription

3746 Words, 22706 Characters

German
Speaker 1Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von Eichhorn Coaching und in dieser Podcast-Folge gehe ich auf ein paar YouTube-Kommentare Fragen über die Volatilität ein. Ich denke, auch eine wichtige Folge, kann jeder selbst checken, ob er alles verstanden hat, weil ich habe gerade Kommentare rausgesucht, in denen es offensichtlich ist, dass jemand etwas nicht verstanden hat, was überhaupt keine Kritik ist, aber dafür konnten wir alle halt was gut lernen und auf die einzelnen Fragen gehe ich halt jetzt ausführlich genauer drauf ein. Wie immer gilt der Risiko-Inweis, alles was ich heute sage, ist meine private Meinung und stellt keine Aufforderung von Verkäufen oder Käufen irgendwelchen Finanzprodukten dar und wie immer passt auch extrem auf, wenn dir die Volatilität short handelt, aber das besprechen wir jetzt in dieser Podcast-Folge ausführlich. Vorweg etwas in eigener Sache, und zwar hat die Black Friday-Woche begonnen. Nicht nur auf Amazon könnt ihr Geld sparen, sondern es ist bei uns auch erstmals auf ein Abo im Optionsbrief, einen Optionsbrief kennt ihr die meisten, das ist unser Optionsmagazin, das alle zwei Wochen kommt, wo ihr Zugang zur Börsenampel habt, ihr habt Zugang zum Live-Webinar, Top-Aktien werden beschrieben, sowohl gut als auch schlechte, Cash-Reboot-Covered-Calls, Volatilitätsbarometer, über was wir heute sprechen, werden Trades gezeigt und auch sonstige Optionsstrategien wie Butterflies & Co. Steuern, Optionstheorie, habe ich was vergessen? Ich glaube nicht. Das war es mal mit dem Ganzen und da könnt ihr jetzt über 20% auf das Jahresabo sparen. An alle Abonnenten, wenn ihr gerade zuhört, auch ihr könnt das natürlich machen, wir haben euch ja auch eine Anleitung per E-Mail geschickt, wenn ihr Fragen habt, schickt uns einfach eine E-Mail, also auch ihr könnt dieses Angebot jetzt nutzen, was dann anschließend an euer Abo gilt. So, wir fangen einfach mal an mit dem Thema Volatilität. Es ist wichtig, dass ihr vielleicht schon andere Folgen angeschaut habt, das ist jetzt eher eine fortgeschrittene Folge, weil ich jetzt hier nicht auf alles mögliche drauf eingehe, wie der Volatilität handelbar ist, Indexoption, Futureoption, Mini-Futures & Co. Da setze ich mal ein bisschen voraus und deswegen, ja, da nochmal wichtig gesagt, das ist eher so die Q&A-Folge. Wir starten mit der ersten Frage: Wenn ich einen Shortput auf den Wix eingehe und einem Strike von beispielsweise 13 angedient werde, erhalte ich dann tatsächlich 100 Anteile des VIX-Index in mein Depot? Wie gesagt, ich kritisiere jetzt, aber das bitte nicht persönlich nehmen, weil das zeigt eindeutig die Frage, dass man nichts verstanden hat, was Thema Cash Settlement und mögliche Andienungen, ja, so möglich ist. Und zwar, erstmals fangen wir an, also VIX-Indexoptionen können nicht angedient werden. Das ist auch immer vollkommen logisch, weil der VIX-Index ja selbst nicht handelbar ist. Und wie kann euch etwas angedient werden, was ja selbst nicht handelbar ist? Und normalerweise sind alle Indexoptionen immer Cash Settlement. Also VIX-Index, SBX-Index, DAX-Index, Hang Seng und wie sie alle heißen. Die können euch ja nicht angedient werden, wenn man das ja gar nicht handeln kann. Das ist eigentlich vollkommen logisch. Das muss man nur einmal verstanden haben. Aber mal kurz den Schwenk noch rüber zum S&P 500. Natürlich können euch E-mini-Future auf den S&P 500 angedient werden, weil der dazugehörige Underlying halt nicht der SBX-Index ist, sondern die E-mini-Futures. Und die E-mini-Futures kann man handeln, also die werden euch auch eingebucht. Um das noch alles zu verkomplizieren, ist aber auch manchmal so, dass es ja Erdgas-Future gibt. Aber da gibt es mit der LNE-Klasse, Trading-Klasse halt auch eine Cash Settlement-Trading-Klasse, wo nichts angedient wird, wo ja der dazugehörige Future ja handelbar ist. Also es ist schon alles komplex, aber grundsätzlich kann ich mir merken, dass mir bei Indexoptionen nichts angedient wird. Großer und wichtiger Hinweis: Trotzdem kann ich natürlich einen Haufen Geld verlieren. Also nun Cash Settlement heißt jetzt nicht, dass man deswegen kein Geld verlieren kann. Wenn die Option halt -20.000 Dollar steht, dann werden euch die 20.000 Dollar auch abgeschrieben. Also da kennt die Börse keinen Schmerz und der Broker. Also kann es was bei 13 angedient werden? Ne, also sollte jetzt, du hast ja geschrieben Short Put, sollte der jetzt bei 10 stehen, oder 10 der VWX und ihr habt einen Strike von 13, dann seid ihr ja 3 Dollar im Geld. Bei Indexoptionen mal 100 beim VWX, nicht bei allen Indexoptionen, beim VWX wären das dann quasi 300 Dollar Verlust, die erstmal abgeschrieben werden, aber du durftest ja initial irgendeine Prämieneinnahme behalten von 100 Dollar oder sowas. Ein Strikepreis noch so am Rande von 13, dass du das überhaupt mal Geld dafür kriegst, das sehe ich als fast unmöglich an. Also die Zeiten sind, denke ich, vorbei. Das gab es früher mal mit dem Fed Put, war es vielleicht mal möglich. Also ein Short Put bei 13, wenn der VWX bei 17 steht und der Future vielleicht sogar bei 19, also da wirst du kein Geld für kriegen. Also relativ unwahrscheinlich, dass man da überhaupt irgendeine Prämieneinnahme von über 5 Dollar bekommt. Also ja, Strikepreis von 13, eher unrealistisch. Da schwankt der S&P 500. Da schwankt der S&P 500 nur noch um 0,1%. Wenn wir VWX von 10 haben, dann ist es vielleicht möglich, aber davon sind wir aktuell entfernt. Genau, und sonst halt noch ein Satz, Short Put auf VWX, muss man wissen, was man macht. Sehr begrenzte Gewinnmöglichkeiten, wenn es kracht und der VWX auf 100 steht und hohe Verlustpotenzialen mit dem VWX von 13. Wie gesagt, absolut unrealistisch, da irgendwelche Prämieneinnahmen zu generieren. So und jetzt zur nächsten Frage. Ich habe auch nicht nur VWX-Fragen mitgebracht, sondern auch allgemeine Optionsthemen, das mit der Volatilität etwas zu tun hat. Und zwar war die Frage: Was genau ist der Unterschied zwischen der Delta 10 und der Adder Money Option? Du sagst, dass die Delta 10 Option "uns um die Ohren fliegt", während bei der Adder Money Option das Vega-Problem angeblich erledigt sei. Müsste nicht gerade die Adder Money Option deutlich stärker reagieren? Also ein bisschen tut er meine Halsschuhe an. Tut er meine Halsschlagader pulsieren, weil das, also was ich wirklich hasse, ist, wenn man von mir einen Satz nimmt und den größtmöglich, wie es nur geht, missversteht. Also manchmal habe ich das Gefühl, ich sag was, mach 30 Hinweise und man überlegt, wie kann ich das jetzt am größtmöglichen missverstehen. Das habe ich dir nämlich nicht gesagt, in keinem einzigen Augenblick. Ich habe gesagt, dass sie euch um die Ohren fliegt, aber ich habe niemals gesagt, dass bei einer Adder Money Option das Vega-Problem, wenn eine Adder Money Option erledigt sei, nie, niemals. Ich habe immer deutliche Hinweise gemacht, dass eine Adder Money Option natürlich auch im Wert ansteigt, aber prozentual halt nicht so stark. Und das ist dann noch nicht verstanden worden. Also und das ist immer, ich frage mich immer, was ich da machen soll. Das ist ja nicht meine Meinung, das ist Finanzmathematik. Ihr könnt es euch selber ausrechnen mit der Optionskette. Wie gesagt, das ist nicht meine private Meinung, sondern das ist halt einfach so. Und zwar nochmal, der Vega-Einfluss einer Out-of-the-Money Option ist höher auf den Optionspreis, auf den jeweiligen Optionspreis, als bei einer Adder Money Option. Also eine Out-of-the-Money Option, ich betreibe jetzt, steigt um 20% an, eine Adder Money Option um 5%, wenn das Vega, also die implizite Volatilität, um einen Prozentpunkt ansteigt. So und das ist Fakt, guckt euch einfach bitte die Optionskette an. Also da kann ich jetzt nichts drüber groß sagen. Natürlich ist es so, dass die Adder Money Option, eventuell absolut gesehen, stärker ansteigt im Dollar, als die Out-of-the-Money Option. Aber das ist ja genau das, was ich kritisier. Bevor ich 50 Out-of-the-Money Option verkaufe, nehme ich lieber eine Adder Money Option. Da ist alles, wirklich alles auf meiner Seite. Und nochmal der Hinweis, natürlich kann auch eine Adder Money Option um hunderte bis tausende Prozent ansteigen. Im Wert. Wenn ihr eine Adder Money Option beim VX von 12 verkauft und es steht bei 80, dann fliegt ihr euch auch komplett um die Ohren. Irgendwann ist eigentlich auch fast dann die Wohler egal, wenn es irgendwann tief ins Geld rauscht, dann ist es nur noch innerer Wert, was noch mehr weh tut als die Wohler. Aber es ist nun mal so, und das ist ja das Paradoxe, dass halt gesagt wird, Out-of-the-Money Optionen sind nicht so gefährlich wie Adder Money Optionen. Was eine mögliche Andienung angeht, ja in Prozent, aber dafür werdet ihr nicht bezahlt, ihr werdet für Dollar bezahlt, für Risiko und Gewinn. Also nochmals, eine Out-of-the-Money Option fliegt euch prozentual bei einer Volatilitätsexplosion deutlich mehr um die Ohren als eine Adder Money Option. Nicht meine Meinung, sondern schaut euch die Optionskette an, das ist die normalisierte Volatilität. 5467 Mal im letzten Jahr erwähnt. Wichtig. Das habt ihr verstanden, das müsst ihr verstanden haben. Nichtsdestotrotz kann es manchmal sinnvoll sein, Out-of-the-Money Optionen zu verkaufen, um ja genau diesen Effekt zu nutzen. Also BAMF Bau X von 80 macht es ja vielleicht sogar Sinn, die Out-of-the-Money Optionen zu verkaufen, weil dann wollt ihr ja den hohen Wohler-Einfluss haben. Deswegen sind beide Vor- und Nachteile. Man muss halt zur richtigen Zeit einsetzen und zu 99% der Zeit haben wir halt nicht eine Wohler, wo ich sage, okay, da möchte ich jetzt von der Seite davon profitieren. Und ich sage halt auch deutlich, die Out-of-the-Money Optionen ganz tief, oder ganz weit aus dem Geld, ganz weit aus dem Geld, sorry, sind ja genau die, die ich dann halt kaufen möchte, nicht verkaufen möchte, weil dann kann ich ja diesen Effekt nutzen. Also bitte, ganz, ganz wichtig, dass man das verstanden hat, weil sonst wird man irgendwann mal mal teuer dafür bezahlen und das muss nicht sein. Dann die nächste Frage, was in diese Richtung geht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Add-a-Money-Optionen im Verlust enden, ist deutlich höher als bei Out-of-the-Money-Optionen. Oder liege ich mit dieser Annahme falsch? Ja, du liegst falsch. Also im Verlust enden ist es wirklich, das ist falsch. Das muss man einfach ganz klar so sagen. Also eine Add-a-Money-Option hat ja vielleicht schon mal 15, 15% Prämieneinnahme. Du meinst die Wahrscheinlichkeit einer Ausübung. Aber jetzt mal ganz ehrlich, wenn ich dafür bezahlt werde, dann nehme ich S&P 500, steht bei 6.000 und ich verkaufe ein hunderter Strike. 99% weg. Da kriege ich 0,001 Cent dafür und sage, das verkaufe ich jetzt. Das wird nicht ausgeübt. Ja, wahrscheinlich nicht, aber ich kriege halt auch 0,001 Cent dafür. Also bringt überhaupt nichts. Ihr werdet nicht für die Ausübung bezahlt, sondern für Profit und Loss. Und das ist halt bei Add-a-Money-Optionen in den meisten Fällen, bitte wieder die Frage vorher verstanden haben, so der Fall, dass das halt absolut auf meiner Seite liegt, alle Annahmen. Also das muss man wirklich sagen. Es ist falsch, dass ich herangehe und sage, im Verlust enden. Also wenn ich da, was heißt im Verlust enden? Die Wahrscheinlichkeit ist eine Höhe, dass eine Add-a-Money-Option früher im Verlust endet. Aber die Gewinn steht ja auch daneben. Also wenn das halt der Maßstab ist, dass ich überhaupt keine Verluste machen darf, dann nimmt eine Delta 0,0000001 Option. Ihr macht die ganze Zeit keine Verluste, bis irgendwann mal wieder eine 2008, 2009 ist und dann habt ihr komplette Performance über Jahrzehnte zerlegt. Also ihr müsst ein bisschen anders denken. Ihr müsst in Gewinn versus Risiko denken und nicht in irgendeiner Ausübungswahrscheinlichkeit. Also das ist halt wirklich, bitte nur, selber aufzeichnen. Das ist einfach, die Annahme ist falsch. Ihr möchtet gut was gewinnen, wenn ihr richtig liegt und nicht zu viel verlieren, wenn ihr falsch liegt. Natürlich ist nicht beides gleichzeitig möglich, aber da gibt es halt den Sweet Spot und ich sage nicht, dass es bei einer Delta 50 Option ist, häufig auch bei Delta 30, aber sie ist halt sicher nicht beim Verkauf von Delta 5 Optionen den Schwachsinn, müsst ihr wirklich aufhören. Dann die nächste Frage. Sind Long VX Strategien fürs Hedging ungeeignet? Schwierig zu beantworten. Jetzt kommt drauf an. Also erstmal muss ich kurz ausholen. Muss man überhaupt hedgen? Das ist schon mal die erste Frage und die stelle ich wirklich, weil die kostet im Normalfall Geld. Das kostet wirklich Geld und selbst wenn es mal Geld bringt, dann muss ich halt beim VX von 40 das auch noch offen halten, weil ich möchte halt den richtigen Zahltag haben. Also ist ungeeignet, kommt drauf an. Also wenn ich bei ein Hold Investor bin, mache ich gar nichts. So, wenn ich ein bisschen Optionen, vielleicht sogar ein bisschen Aktiendirektion, Handel, muss ich jetzt im VX hedgen? Nee. Wenn ich jetzt aber Hardcore-Stillhalter bin, dann würde ich im VX hedgen und nicht im SBX, weil ihr wollt ja oder euer Gefahr ist ja eine VX-Explosion. Und dann bringt euch ein ES-Future-Short dagegen halt nichts, wenn der minus 5% korrigiert, ist es euch egal, ob der das in einer Minute macht oder in 10 Tagen, also über 10 Tage hinweg. Dann habt ihr 5% verdient, aber als Stillhalter ist es halt richtig entscheidend, ob der S&P 500 das vielleicht nicht in einer Minute macht und der VX bei 80 steht. Deswegen solltet ihr als Stillhalter, je mehr Optionen ihr verkauft, gerade Putz, eher im VX Long hedgen. Da gibt es 1000 Möglichkeiten, haben schon Podcast-Folgen darüber gemacht, da vielleicht auch wieder, 2, 3 Fragen davor. Out-of-the-Money-Option nutzen, die man nicht gerade sagt, warum ich verkaufe einen 80er Short Call auf den VX. Es wird schon gut gehen, wenn der VX bei 20 ist ja meistens schon bis zum Tag X, sondern dann halt auch vielleicht sagt, okay, die nehme ich jetzt Long. Gerade diese Out-of-the-Money-Option, da kann ich auch den Effekt der normalisierten Volatilität nutzen auf den VX. Übrigens für alle Cracks jetzt, die normalisierte Volatilität, das Vega von VX Option heißt was? Kurz überlegen. Richtig, VVX und der steigt ja dann auch an in einer Krise. Wenn ihr das jetzt verstanden habt, die letzten drei Sätze, dann habt ihr auch die Volatilität verstanden. Normalisierte Volatilität auf VX Option und der Einfluss von VVX. Bitte kommentieren, ob ihr es versteht. Verstanden habt, aber es geht jetzt schon sehr weit. Dann die nächste Frage: Ist es sinnvoll beziehungsweise als relativ sichere Strategie zu betrachten, Leaps erst ab einem VX Niveau von 25 zu verkaufen? Also ich formuliere die Frage noch mal anders. Ist es eine sichere Strategie, Leaps bei einem VX von 25 zu verkaufen? Also was sind Leaps? Sehr lang laufende Option, ein Jahr Restlaufzeit und weiter. So, kleine Anmerkung, was mir schon ein bisschen weh tut, ist nicht den VX. Ich verstehe natürlich die Herangehensweise, aber ich nehme lieber den VIX 1, arabische Zahl, 1 Y für ein Jahr, weil er handelt ja auch Option mit einem Jahr Restlaufzeit und nicht mit 30 Tagen. Natürlich ist, wenn der VX ansteigt, auch der VIX 1 Y, der ansteigt, aber im Normalfall nicht so stark. So, ist es sinnvoll oder eine sichere, also wenn ihr mich fragt, ist es eine sichere Strategie? Natürlich nicht. Ist es besser, eine Option zu verkaufen beim VX von 25 als bei 15? Ja, da gibt es natürlich mehr Prämie, also schon eher sicher. Sicherer ist halt die Frage, was deine Herangehensweise ist, aber er kann halt auch bis 80 gehen. Das muss man immer wissen. Also nur bei 25 jetzt zu sagen, ich verkaufe da, finde ich jetzt ehrlicherweise nicht so sinnvoll. Dann würde ich es wirklich nur machen an richtigen Black Swans, also halt Black Mondays, minus 5%, VVX ist hoch, VX irgendwo bei 50. Dann Optionen zu verkaufen, da würde ich aber nicht auf ein Jahr Restlaufzeit gehen. Das finde ich dann nicht so gut, weil da habt ihr nicht so einen riesen Wohler-Einfluss. Dann würde ich generell Liebs verkaufen. Da gibt es auch übrigens eine Podcast-Folge darüber. Aber natürlich ist es tendenziell sinnvoller als bei einem niedrigen Wohler, aber es ist keine sichere Strategie, weil wenn er halt auf VX auf 25 ist, könnte er auch relativ zügig auf 50 gehen. Also sicher, nö, der kann auch wirklich ja trotzdem dann angedient werden. Dann zur Frage: Wer S-V-I-X impft, vergleicht zum VXX die bessere Wahl, da das Risiko beim S-V-I-X strukturell begrenzt ist? Also, ich erkläre es jetzt nicht ausführlich. S-V-I-X geht die ersten beiden VX Futures Long der Theorie nach deutlich. Steigt er immer, bei einem Wohler-Explosion kracht es ein und steigt dann wieder. Der VXX genau andersherum, der fällt, fällt, fällt, fällt. Wenn alles normal bleibt, dann steigt die Volatilität und explodiert der VXX. Das muss ich jetzt in einer Alltagssprache deutlich so sagen. Der S-V-I-X ist das größte Trex-Produkt, was es auf dem Markt gibt. Also wer den Long handelt, der hat das System des Daily Reset nicht verstanden. Darüber gibt es auch eine Podcast-Folge. Einfach S-V-I-X eingeben, habe ich es ganz genau erklärt. Das ist das größte Trex-Produkt, was es gibt. Also, wenn ihr das Long handelt, müsst ihr ewig drinbleiben und dann kommt einmal eine Wohler-Explosion, das Ding steht 90% tiefer und erholt sich nicht. Also da ist der VXX der viel, viel bessere Alternative, den zu shorten, wo man auch höllisch aufpassen muss. Aber den Long zu handeln, ich würde es niemals machen. Da kommt ein kleiner Mini-Crash, das Ding kracht ein. Guckt euch einfach nur den Chart von dem Produkt an. Also, finde ich nicht gut. Klar, ihr habt jetzt so das Gedankenspiel, bei Null ist ja der letzte Widerstand. Ja, das wird wahrscheinlich auch mal kommen. Und beim VXX geht es theoretisch bis unendlich, wenn ich es shorte. Aber dann keine Angst vor dem unendlich haben, wenn ihr natürlich eine Long-Option habt, um euch abgesichert zu haben. Aber ich warne deutlich davon, den S-V-X Long zu handeln. Eher noch ein Long-Put als Absicherung, aber die sind total illiquide. Also, tut euch das Produkt nicht an. Einfach, wenn ihr sagt, was labert der Alex so ein Schwachsinn, schaut euch einmal das Daily Reset-Podcast an. Und wenn ihr es verstanden habt und möchtet es trotzdem noch handeln, dann habt ihr ehrlicherweise die Podcast-Folge nicht verstanden, weil es gibt wirklich keinen Grund, das zu machen. Dann die nächste Frage schließt ähnlich daran an. Ist es unter einer VX-Explosion eine zuverlässige Strategie, den VXX zu shorten? Da muss man auch wieder aufpassen. Langfristig ja, aufgrund der Rollverluste. Das ist sicher. Also, wenn der VX auf 80 steht, ich tue den VXX shorten und ich verändere nichts an dem Produkt, dann ist es... 100% sicher, dass zwei Jahre später der VXX tiefer steht. Jetzt ist aber natürlich die goldene Frage, was vielleicht in den nächsten zwei Wochen danach passiert, wenn ich den shorte. Beim VX-Umfeld von 50, 60 ist es ja die perfekte Marktlage noch für weitere VX-Explosionen. Das heißt, wenn ihr den, kommt ja auf dem Resplit und so weiter an, wo der VXX dann steht, der VXX halt bei 50 steht, weil er von 10 auf 50 angestiegen ist, ist ja schon vervielfacht, dann kann er trotzdem noch bis 100 oder 150 gehen. Haltet ihr das aus? Das ist die goldene Frage. Also kann der Markt noch eine weitere VX-Explosion machen, dass ihr dann noch weiter liquide seid und keinen Margin Call vermutlich dann an der dümmsten Stelle bekommt. Stichwort Long Option, Long Call hilft dann ungemein. Aber natürlich ist es eine zuverlässige Strategie, wenn ihr das Risikomanagement im Griff habt. Und das würde ich niemals nackt machen. Und dann auch die letzte Frage, die auch dazu ganz gut passt. Also sagen wir, dass der VX nicht höher als 100 steigen kann. Also wäre es mir die Frage, Und ich habe dazu ein Video gemacht und ich sage nicht, dass er höher als 100 steigen kann. Ich habe ausgerechnet 200 und da gibt es auch ein paar Kommentare, die gesagt haben, dass es auch höher steigen kann. Auch das habe ich im Video, das meine ich bitte nicht immer alles genau versuchen, so möglich falsch zu verstehen, wie es nur geht. Denn ich habe auch in dem Video gesagt, unter der Berücksichtigung, dass das Limit Down von minus 20% greift, habe ich ausgerechnet, dass wir ungefähr beim VX von 200 landen. Also auf Deutsch, wenn der Markt minus 20% macht, gibt es ein Limit Down an dem Tag. Es gibt ja schon frühere welche, aber bei minus 20% ist der Handelstag beendet. In diese Richtung nach unten zumindest. So, und wenn jetzt der Markt einen Preis macht, wir machen jeden Tag minus 20% für die nächsten 30 Tage, dann haben wir ungefähr ein VX von 200. Ich lege aber meine Hand dafür nicht ins Feuer, also wenn das natürlich passiert, haben wir schon mal andere Probleme, aber da könnte natürlich die Börse sagen, wenn das montags passiert, morgen haben wir ein Limit Down von minus 30%. So, und dann kann natürlich der VIX noch höher ansteigen, natürlich auch, ich will nicht sagen unendlich, weil es kann nur 90% oder 99% irgendwann mal fallen, aber so 200 nach den aktuellen Regeln ist ungefähr der Deckel drauf. Und dann muss das halt auch wirklich jeden Tag eingepreist werden. Eher unwahrscheinlich, dass wir mal VIX von 100 über 100 kriegen, übrigens auch der Eintages VIX war schon auf über 100 unter 9 Tage. Also, ist möglich, wie drüber hinaus, da muss schon richtig was los sein, aber das habe ich niemals so gesagt, dass da unbedingt der Deckel drauf ist. Rein finanzmathematisch unter den Berücksichtigungen des Limit Downs ist es so, ich habe aber auch deutlich gesagt, ich habe es extra nochmal angehört, dass es aber nicht so sein muss, sondern dass die auch die Regeln ändern können, was sie auch in der Corona-Krise gemacht haben, also es wirklich nicht komplett ausgeschlossen ist, dass da was verändert wird. So, das war's. Das war's jetzt mit den Fragen, die ich mir mal so rausgeschrieben habe in den letzten Wochen und habt ihr alles genauso beantwortet wie ich. So konntet ihr das alles so beantworten, war, denke ich, auch ein guter Selbstcheck, ob ihr das alles so verstanden habt. Waren aber auch Fragen dabei und Erklärungen von mir, die echt tiefer reingingen mit normalisierter VOLA und VVX auf die VX-Option. Aber wenn ihr das verstanden habt, dann habt ihr wirklich auch das Thema Volatilität, denke ich, ausführlich verstanden und habt euch wahrscheinlich dann gut beschäftigt. Auf so eine Folge hat euch dann weitergebracht, um einfach ein paar Fragen zu klären. Wie gesagt, denkt diese Woche dran an den Black Friday, wird es erst nächstes in einem Jahr wieder höchstens geben. Also nutzt es und bis dahin passt auf euer Geld auf. Ciao, ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Podcast beantwortet Zuschauerfragen zur Volatilität, insbesondere zu VIX-Optionen, und betont, dass es sich um private Meinungen handelt.
  2. Indexoptionen (wie VIX, DAX) werden nie angedient, da sie per Cash Settlement abgerechnet werden – eine Andienung ist nur bei handelbaren Basiswerten wie E-mini-Futures möglich.
  3. Out-of-the-Money-Optionen reagieren prozentual stärker auf Volatilitätsanstiege (Vega) als At-the-Money-Optionen; dies ist Finanzmathematik, keine Meinung.
  4. Die Annahme, dass At-the-Money-Optionen öfter im Verlust enden, ist falsch; entscheidend ist das Verhältnis von Gewinn zu Risiko, nicht die Ausübungswahrscheinlichkeit.
  5. Long-VIX-Strategien zum Hedging sind nicht generell ungeeignet, aber nur für Stillhalter sinnvoll; der VIX ist besser als der S&P 500, um Volatilitätsrisiken abzusichern.
  6. Der Verkauf von Leaps (langlaufenden Optionen) bei VIX 25 ist keine sichere Strategie; besser ist es, bei extremen Volatilitätsspitzen (z. B. VIX 50) zu handeln.
  7. Der SVXY ist ein gefährliches Produkt mit täglichem Reset; Long-Positionen führen bei Volatilitätsexplosionen zu massiven Verlusten, der VXX ist zum Shorten besser geeignet.
  8. Ein VIX-Anstieg über 100 ist möglich, aber unter Berücksichtigung des Limit-Down (minus 20 %) liegt das theoretische Maximum bei etwa 200; Regeln können sich aber ändern.

Summary:

In dieser Podcast-Folge von Eichhorn Coaching beantwortet der Moderator mehrere Zuschauerfragen zur Volatilität und räumt dabei häufige Missverständnisse aus. Zunächst klärt er, dass VIX-Indexoptionen nie angedient werden können, da der VIX selbst nicht handelbar ist – alle Indexoptionen werden per Cash Settlement abgerechnet. Er betont, dass trotzdem Verluste möglich sind, etwa wenn eine Option tief ins Geld fällt.

Ein weiteres zentrales Thema ist der Unterschied zwischen Out-of-the-Money- und At-the-Money-Optionen: Erstere steigen prozentual stärker bei Volatilitätsanstiegen, was oft missverstanden wird; dies sei reine Finanzmathematik. Auch die Annahme, At-the-Money-Optionen endeten häufiger im Verlust, weist er zurück – entscheidend sei das Gewinn-Risiko-Verhältnis, nicht die Ausübungswahrscheinlichkeit. Zum Hedging empfiehlt er VIX-Long-Positionen für Stillhalter, warnt aber vor dem SVXY wegen des täglichen Resets.

Beim Verkauf von Leaps rät er von einer festen VIX-Schwelle wie 25 ab und bevorzugt extreme Spitzen. Schließlich erklärt er, dass ein VIX über 100 möglich ist, aber unter aktuellen Limit-Down-Regeln ein theoretisches Maximum von etwa 200 besteht, wobei Regeländerungen nicht ausgeschlossen sind. Die Folge dient als Selbstcheck für fortgeschrittene Optionshändler.

FAQs

Bei VIX-Indexoptionen erfolgt keine Andienung, da der VIX-Index selbst nicht handelbar ist. Alle Indexoptionen werden bar abgerechnet (Cash Settlement), was bedeutet, dass der Verlust direkt von Ihrem Konto abgebucht wird.

Eine Out-of-the-Money-Option steigt prozentual stärker im Wert bei einem Anstieg der impliziten Volatilität als eine At-the-Money-Option. Allerdings kann die At-the-Money-Option absolut gesehen stärker im Dollarwert ansteigen.

Diese Annahme ist falsch. Sie werden nicht für die Ausübungswahrscheinlichkeit bezahlt, sondern für Gewinn und Verlust. At-the-Money-Optionen bieten in den meisten Fällen ein besseres Verhältnis von Risiko zu Ertrag.

Das hängt von Ihrer Strategie ab. Für Buy-and-Hold-Investoren ist Hedging meist unnötig. Für Stillhalter kann ein Long im VIX sinnvoll sein, da sie vor Volatilitätsexplosionen geschützt sind, die bei Short-Positionen Verluste verursachen.

Es ist keine sichere Strategie, da der VIX auch bei 25 weiter auf 80 steigen kann. Besser ist es, Leaps bei extremen Volatilitätsspitzen zu verkaufen, aber auch dann ist das Risiko nicht ausgeschlossen.

Nein, der SVXY ist das größte Daily-Reset-Produkt und verliert bei Volatilitätsexplosionen massiv an Wert, ohne sich zu erholen. Der VXX ist besser für Short-Positionen geeignet, aber auch hier ist Vorsicht geboten.

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