Speaker 1Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von Archon Coaching. In dieser Podcast-Folge geht es um ein etwas theoretisches Thema. Ich werde es aber natürlich praktisch erklären für euch und wo auch die Risiken sind im praktischen Handeln, nämlich die Optionsausübung, die nämlich sehr, sehr teuer werden kann, weil viele es immer noch nicht verstanden haben, wie das funktioniert und dass es da auch wirklich große Risiken gibt, die man fast nicht auf dem Schirm hat, gerade bei Aktienoptionen. Deswegen hört euch die Folge an. Wie immer gilt hier der Risiko, das ist alles, was ich heute sage, ist meine private Meinung, stellt keine Aufforderung von Verkäufen oder Käufen irgendwelchen Finanzprodukten dar und ist keine offizielle Anlageberatung. Ja, starten wir mal mit dem Thema Optionsausübung. Erstmal grundsätzlich. Also, was natürlich schon mal klar ist, dass eine Option nur vom Käufer ausgeübt werden kann, dafür zahlt er ja die Prämie und der Stillhalter übernimmt das Risiko. Das ist ja soweit klar, denke ich den meisten. Also, immer der Optionskäufer kann ausüben, der Stillhalter hat ja dieses Recht quasi verkauft. Er muss nicht, der Käufer, dazu komme ich dann aber auch noch zu dem, er muss nicht, weil manchmal muss er ausüben, aber so mal grundsätzlich die Theorie. Der Käufer kann dann das Anderlein kaufen, Calloption, oder verkaufen, Putoption. Wie kann der Stillhalter diese Ausübung verhindern? Per se erstmal gar nicht. Aber eigentlich praktisch schon. Also, es wird jetzt einfach nicht blind ausgeübt im Normalfall. Ist mir ein-, zweimal passiert, dass ich quasi eine Ausübung hatte, die überhaupt keinen wirtschaftlichen Sinn für den Käufer gemacht hat und so gut für mich war. Also, nimm mal ein Beispiel. Der Aktienkurs steht bei 100, ihr habt einen Shortput bei 80 und der wird ausgeübt. Macht überhaupt keinen Sinn, da habt ihr die 80, also die Aktien bei 80 longen, können sie direkt bei 100 verkaufen. So ein Beispiel wird natürlich nie passieren. Aber da habt ihr dann ja Freeloading. So wie Money, also da gibt es ja gar kein Risiko. Mir war es aber schon mal so, dass es ein-, zweimal ausgeübt wird, wo es wirklich keinen Sinn gemacht hat. Bisschen recherchiert. Es ist natürlich auch so, ich mache ja auch viele dumme, nicht rationale Trades für andere wegen der Steuer. So, und das machen ja andere auch, wo ich ja die Steuer jetzt nicht aus Indien oder was weiß ich woher kenne. Dass es ja sein kann, okay, die macht wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn erstmal, aber aufgrund von irgendeinem Steuergesetz in einem Land macht es vielleicht wiederum Sinn. Und deswegen kann es halt auch mal zu komischen Ausübungen kommen. Der Stillhalter kann das aber grundsätzlich also erstmal nicht verhindern. Praktisch aber schon, wenn so eine Dividende fließt und so weiter, dann wird es ja auch angezeigt, wenn die Dividende größtenteils der Zeit wird, dann wird sie ausgeübt. Wenn es tiefe Geld ist, wird ausgeübt. Out of the Money normalerweise nicht. Und er kann es ja schon verhindern durch Glattstellung. Also das gibt schon Möglichkeiten erstmal die Ausübung zu verhindern. Das erstmal aber zu dem Grundsätzlichen. So und jetzt kommen wir erstmal zu der physischen Andienung. Grundsätzlich ist es nur bei Aktien möglich, bei Futures und bei ETFs. Also physisch wird dann ausgeübt. Auch eine Future Option wird normalerweise, es gibt zum Beispiel bei Erdgas auch noch so eine Besonderheit, da gibt es eine LNE Klasse, die ist Cash Settlement. Aber normalerweise ist auch Future physisch basiert. Da meint man, mein Gott, kriegt der irgendwelche Erdölfässer angedient oder sowas dann physisch? Nein, weil ihr kriegt erstmal ja physisch was? Also ihr habt eine Future Option, was kriegt ihr dann physisch? Den Future. Also ihr kriegt dann den Future Long oder Short eingebucht, ihr kriegt die ETF Anteile Long oder Short eingebucht oder die Aktien Long oder Short eingebucht. Das ist aber so, dass das dann natürlich physisch ist, weil ihr kriegt halt physisch das Underlying, nicht die Erdölfässer, weil das Underlying ist ja die Future oder den Future, ihr macht dann die Future Option und dann kriegt ihr den Future eingebucht. So, das erstmal zu physisch. Wenn ihr natürlich dann den Future habt, das hat aber dann nichts mehr mit Optionen zu tun, dann wird auch da nichts, kein Erdölfass eingebucht oder sowas, weil das wird halt immer vor Verfall zwangsliquidiert durch den Broker. Also dass man gut ist, weil das halt wirklich nichts physisch passiert. Also diese physische Lieferung ist bei Interactive Brokers nicht erlaubt. Das geht auch nicht immer bei Verfall, es gibt auch sowas wie Last Trading Day, gerade bei Gold ist es weit vor Verfall, passt ein bisschen auf, das hat jetzt was mit dem Future Handel zu tun, nichts mit Optionen, aber wenn ihr Futures im Depot habt, dass ihr die rechtzeitig rollt. Grundsätzlich aber wie gesagt nochmal, eine Future Option ist physisch, weil es sich um den Future handelt, der dann eingebucht wird, ausgebucht wird, was auch immer. Grundsätzlich so, dass Aktienoptionen, Future Optionen und so weiter, wie gesagt, gibt ein paar Ausnahmen, amerikanischen Ausübungstyp sind, das heißt, sie können halt auch während der Restlaufzeit ausgeübt werden. Die Ausübung macht aber meistens fast keinen Sinn während der Restlaufzeit. Es muss dann schon echt tief im Geld sein und die Dividendenzahlung muss größer sein als der Zeitwert. Das ist da so ein typischer Fall, wo es passieren könnte. Also wenn irgendeine Option tief im Geld ist, habt ihr es mal auf dem Schirm. Aber grundsätzlich spielt es erstmal steuerlich eine Riesenrolle, aber sonst keine, wenn ihr jetzt einen Short Put, 99er Short Put habt, 99er Delta, also der Aktienkurs steht bei 10 und ihr habt einen 100er Short Put, ist es erstmal vom Cashflow her, vom Kontobewegung her egal, ob ihr dann eine Delta 99 Option im Depot habt oder 100 Aktien, short oder long. Also grundsätzlich macht es keinen Sinn, steuerlich kann es aber natürlich extrem kriegsentscheidend sein. Noch ein paar praktische Details, eine Aktienoption hat normalerweise, normalerweise einen Multiplikator von 100, gilt nicht immer, es gibt auch ein paar REITs oder BDCs, Ausnahmen, wo es 125 ist. Auch in der Schweiz ist es teilweise anders, bei EMI zum Beispiel, und die Schweiz macht das eigentlich ganz gut, wenn der Aktienkurs hoch dreistellig ist, ist der Multiplikator 10 und nicht mehr 100, das ist halt einfach nicht mehr so viel im Wert ist. Noch kurz eins zu der Steuer und dann komme ich gleich zu dem Riesenproblem mit der physischen Andehnung, das viele nicht auf dem Schirm haben. Es ist natürlich aber steuerlich schon entscheidend, ob es jetzt angedient wird oder nicht, gerade im Privaten, welcher Topf ist es jetzt, Aktienverlust oder sonstiger Topf, kann man ein bisschen aussuchen. Bei einer GmbH ist es sehr kriegsentscheidend, ob so ein Cash-to-Put angedient wird oder nicht, wenn der Tief im Verlust ist, ist es sehr schlecht, wenn der angedient wird, dann lieber die Option im Verlust schließen, könnt ihr dann gegenrechnen und die Aktien günstiger kaufen, ab dem höheren möglichen, fast steuerfreien Aktienkursgewinn. Also da ein bisschen drauf achten, steuerlich kann es halt wirklich Riesenunterschiede haben, teilweise vierstellig sein, was ihr da dann Steuern sparen könnt oder Steuereffekt. So und jetzt kommen wir zu dem Riesenproblem mit den Aktienoptionen, das leider viele nicht wissen. Wenn ich eine Aktienoption habe, Verfall Freitag 22 Uhr, ich habe einen 100er Aktienkurs, einen 110er Short Call, denke ich geil, out of the money, alles ist big. So und jetzt kommt um 22:15 Uhr eine Meldung, der Aktienkurs steigt nachwürdig auf 200, ich denke, alles kein Problem, meine Option ist ja wertlos verfallen. Am Montag mache ich mein Depot auf und habe 100 Aktien Short mit einem Kurs von 110 und der Aktienkurs steht vielleicht bei 200 und habe ein Riesenproblem. Kann das passieren? Jawohl. Und zwar ist es so, dass bei IB, kann aber auch bei anderen Brokern anders sein, bis 23:25 Uhr möglich ist, diese Longoption auszuüben. Achtung, wir haben jetzt die Short. Das heißt, wenn jetzt jemand sieht, ey, es ist 22:30 Uhr, geil, der Aktienkurs explodiert, nachwürdig, jetzt übe ich noch schnell aus, dann habe ich die Scheiße im Depot, das muss ich wirklich kurz so sagen und es ist dann ein Riesenproblem. Da gibt es auch wirklich echt tragische Fälle, wo es gerade so ein Spread war, wo ich sage, 110er Short Call, 115er Long Call, alles schick, Risiko ist auf 5 definiert, dann steigt es nachwürdig auf 114, der Short Call wird ausgeübt, mein Long Call verfällt aber wertlos, es ist Wochenende, ich habe dann vielleicht 100 Spreads gehandelt, weil ich dachte, 100 mal 5 ist nicht so viel im Risiko und habe dann schnell einen Kontraktwert von irgendwie einer Million Short. Also diese Fälle gibt es und sind wirklich auch nicht zu vernachlässigen. Zum praktischen Doing komme ich gleich. Achtung, das ist wichtig, dass ihr das auf dem Schirm habt, also wichtig. Aktienoptionen nach 22:00 Uhr können noch ausgeübt werden, ganz, ganz wichtig. So, jetzt kommen wir mal zum praktischen Handel. Also was macht man dann, wenn man Bergholz Spreads zum Beispiel hat, Short Puts, irgendwas? Da muss ich mir überlegen, ja, möchte ich das vielleicht, gibt es da noch ein Risiko, ja oder nein? Also wenn ihr so Butterfly Strades, Bergholz Spreads, aktive Optionsstrades habt, dann würde ich das halt wirklich auf jeden Fall vorher zumachen, dann habt ihr da einfach keinen Stress, weil es kann ja immer alles mögliche nachbürstlich noch passieren. Wenn ihr vielleicht einen Cash-Sicker Put habt, dann ist es so halt, so what? Lasst es wertlos verfallen und ihr wolltet das ja eh haben, wenn es nachbürstlich halt noch angedient wird, dann wird es halt angedient, auch nicht so schlimm. Achtung, auch wichtig, es können auch Longoptionen automatisch ausgeübt werden, da könnt ihr bei Intellectual Brokers nachschauen, meistens so einen Cent im Geld werden die ausgeübt. Nehmen wir mal so ein Beispiel, ihr habt 105 steht die Aktie und ihr habt einen 70er Long Put. So, und ihr seid jetzt dann Freitagabend unterwegs, was ja nicht unwahrscheinlich ist, und das Ding rauscht jetzt noch unter 70 kurz vor Verfall. So, dann wird euer Long Put automatisch ausgeübt, was ja erstmal, denke ich, ganz gut ist, aber dann ist vielleicht Wochenende und dann kommt wieder eine Meldung, dass es halt vielleicht wieder doch kein Problem ist, Donald Trump hat was gesagt, Das heißt, ihr habt ja Long Put, ihr habt das Ding automatisch ausgeübt bekommen. Bei 70 habt ihr dann das Ding Short. Kurz am Freitag reingeditscht. Dann kommt aber am Sonntag eine schöne Meldung. Am Montag macht es wieder bei 100 auf. Und ihr seid jetzt ja bei 70 Short und steht dann bei 100. Und ihr dachtet, das ist eine Long Option, wo ihr nur ein definiertes Risiko habt. Also auch da, die werden automatisch ausgeübt. Wenn ihr noch so klinisch tote Long Puts im Depot habt, stellt halt einfach kurz ein Limit rein. Auf 10 Cent oder sowas beim Verfallstermin. Und wenn es dann ja irgendwie kurz runterrauscht, kurz vor möglichem Verfall, dann werden die halt dann im Gewinn geschlossen. Also da habe ich jetzt noch nichts richtig Tragisches gehört. Aber ja, muss man auf dem Schirm haben. Es könnte ja auch übrigens ausstellen, dass die Long Option automatisch ausgeübt werden. Dafür gibt es eine Einstellung. Also nochmal zu der ganzen physischen Andienung. Euch wird halt physisch das Underlying. Bei der Option ist halt der Future. Oder die Aktie, oder die ETF-Anteile, das Underlying eingebucht. Es kann bis 23.25 Uhr passieren. Achtung, es gibt auch von Long und Shorts teilweise unterschiedliche Zeiten. Auch bei anderen Brokern ist es unterschiedlich. Aber müsst es auf dem Schirm haben, dass es noch nachbürstlich passieren könnte und nicht safe um 22 Uhr seid. Das kann man ganz praktisch umgehen, indem man einfach vorher steht. Zum 0 DTE komme ich gleich. Das ist nämlich ein bisschen was anderes. Long Optionen können auch automatisch ausgeübt werden im Standardfall. Außer ihr habt es eingestellt. Ansonsten kann es euch ausgeübt werden. Das müsst ihr halt wissen, ob ihr das wollt oder nicht. Jetzt kommen wir mal zu dem anderen großen Ding. Und zwar dem Cash Settlement. Und da wird häufig wirklich echt viel Schwachsinn erzählt. Leider auch öffentlich, dass alles in einen Topf genommen wird. Und irgendwelche nachbürstlichen Risiko von 0 DTE faszinieren. Wie man seine Ahnungslosigkeit so offensichtlich rausstrahlen kann. Aber ich räume da gerne auf. Und zwar Cash Settlement. Also ist Bar-Ausgleich und europäisches Ausübungstyp. Das heißt, es kann eh nur bei Verfall ausgeübt werden. Cash Settlement bedeutet, es wird nichts physisch angedient. Ganz, ganz klarer Hinweis. Ihr könnt trotzdem einen Haufen Geld verlieren. Also wenn die Option minus 20.000 Dollar ist, wird das für euch halt abgeschrieben. Aber es wird nichts physisch angedient. Das ist meistens bei Indizes der Fall. Wie gesagt, es gibt auch so LNE-Klasse bei Erdgas. Aber normalerweise ist es bei Indizes der Fall. Warum? Indizes kann man selbst nicht handeln. Und deswegen ist es auch Cash Settlement. Weil ich kann ja nichts angedient werden, was man nicht handeln kann. Das macht ja keinen Sinn. Also VX-Index, SPX-Option und so weiter. DAX-Optionen sind immer Cash Settlement. Achtung, aber keine S&P 500 ETFs oder S&P 500 Futures. Das ist wieder physisch, weil ich kann ja auch den Future oder die ETF-Anteile danach handeln. Bloß bei Indizes halt nicht. Deswegen ist da Cash Settlement. So und dann wird halt häufig dann gesagt: "Achtung bei 0DTE-Handel, das ist riskant. Da kann euch nachbörslich was angedient werden, was ein Schwachsinn. Also erstens kann euch nichts angedient werden. Aber Achtung, ihr kann natürlich trotzdem einen Haufen Geld verlieren." Da sage ich nicht, dass das nicht funktioniert. Aber ich kann nicht nachbörslich angedient werden bei SPX-Optionen, weil das sind Cash Settlement. Das muss man wissen. So und wenn man jetzt 0DTE-Option handelt, kommt es ein bisschen darauf an. Da steckt wieder der Teufel im Detail. Bei den SPX-Quartalsweisen-Optionen ist es so, dass sie um 22:00 Uhr verfallen, aber erst am nächsten Handelstag um 15:30 Uhr abgerechnet werden. Das ist natürlich dann ein Risiko, wenn ich die als 0DTE nehme, weil einmal pro Quartal ist ja die Quartalsweise-Option auch eine 0DTE-Option. Die darf ich nicht nehmen, weil es wird am nächsten Handelstag erst um 15:30 Uhr mit dem ersten Kurs, da gibt es auch eine Berechnungslogik, gibt es dann den Abrechnungskurs und zwar zwischen 22:00 Uhr bis 15:30 Uhr. Keine Ahnung, was passiert. Die kann tief ins Geld rauschen. Nicht gut, nicht handeln als 0DTE-Option. Man macht es ja aber klassisch auf die SPXW-Weekly-Option und wenn die SPXW-Option, die kann ja auch ein paar Tage laufen, aber eine 0DTE-Option ist, die SPXW-Option, dann ist es um 22:00 Uhr Schluss, nicht am nächsten Handelstag um 15:30 Uhr und Andienung kann euch eh nicht passieren, aber bei der SPX-Quartalsweise-Option kann das euch passieren. Wenn die SPXW-Option aber noch ein, zwei Tage Restlaufzeit hat, also was noch handelbar ist, ist es so, dass die bis um 22:15 Uhr handelbar ist, aber nicht die SPXW-Option mit 0 Tagen Restlaufzeit. So, es gibt aber beim VX und VXW auch Weekly-Optionen. Also beim Index, da ist es natürlich so, um alles kompliziert zu machen, dass auch die VXW-Option auch am nächsten Handelstag verrechnet werden wie beim SPX. Alles ein bisschen kompliziert. Ich denke, für die 0DTE-Händler ist einfach das Wichtige, mitzunehmen. SPXW-Option, kein Problem, wenn die 0 Tage Restlaufzeit haben. Kein Problem der nachbörslichen. Ausübung, Problem aber, dass ich natürlich trotzdem einen Haufen Geld verlieren kann. Das ist klar, wenn die tief ins Geld rauschen. Aber ich habe nicht das Problem der Ausübung, dass ich dann irgendwelche SPX oder Short drin habe. Denn Index kann ich ja selbst nicht handeln, sollte man wissen. Ich habe gleich noch ein paar Fragen gestellt. Ich fasse aber erst noch mal zusammen. Aktienoption, aufpassen, 22:00 Uhr, kann bis aber bis um 20:30 Uhr ausüben, kann ein Riesenproblem werden, auf dem Schirm haben. Ich habe so ein schönes Beispiel mit Tesla, das dann nachbörslich noch explodiert ist. Und gerade übers Wochenende habt ihr es wirklich auf dem Schirm, dass da nichts passiert. Und für die 0DTE-Händler keine Gefahr, aber große Gefahr, Geld zu verlieren, gibt es immer. Aber keine Gefahr der Ausübung und die richtigen Optionen nehmen mit SPXW. Also nicht immer irgendwelche pauschalen Argumente groß rausbrüllen, sondern das einfach mal sachlich betrachten. Es gibt riesengroße Risiken, aber nicht übereinstimmend. Nicht überall, sondern pro Produkt halt unterschiedlich. Ich muss einfach wissen, was ich da handel. So, jetzt zu euren Fragen. Cash-Secured Puts tief im Minus andienen lassen oder rollen? Also grundsätzlich, wenn die tief im Minus sind, ist es ja eh egal, weil die Option sich dann um einen Dollar bewegt wie der Kurs. Und das sind 100 Dollar mit der Option, wäre aber 100 Dollar auch mit dem Underlying beim 99er Delta. Es ist wirklich ein steuerliches Thema. Im Normalfall ist es eigentlich so, dass es nicht lohnt, sie andienen zu lassen. Lieber die Option im Verlust schließen und dann gegebenenfalls halt am Markt günstiger dazukaufen. Gegenwärts macht das immer Sinn. Im Privat kenne ich eure Töpfe nicht. Da kommt es ein bisschen darauf an, was ich in welchem Topf habe. Ich hoffe, die meisten haben halt Optionsgewinne und ihre Aktienkursverluste. Weil ich halt die ganze, den ganzen Mistbein holt, lasse ich die Gewinne laufen. Schön mal irgendwelche Aktienkursverluste realisieren. Deswegen macht es meistens Sinn, noch einen Optionsverlust zu realisieren. Dass ich mit Optionsgewinnen verrechnen kann und dann eher günstiger in eine Aktie reinzugehen, weil ich da eh schon Aktienkursverluste habe. Also das ist wirklich ein großes steuerliches Thema. Dann die Frage: Werden 0DTE-Optionen angedient? Habe ich, glaube ich, gerade ausführlich erklärt. Ist halt die Frage: Ja, eine Apple 0DTE-Option schon, ne? Also da gibt es ja das Risiko. Ich sage nicht, dass 0DTE-Optionen immer safe sind. Aber 0DTE-Optionen auf SBXW sind etwas andingungstechnisch. Ich habe es siebenmal erklärt. Safe, also da kommt es halt darauf an. Beim klassischen 0DTE-Handel mit SBXW-Option nicht. Auch eine schöne Frage: Kostet eine Optionsausübung Gebühren? Bei Interactive Brokers, CapTrader und Co. nicht. Bei anderen Brokern teilweise 10, 15 Euro. Habe ich schon gesehen. Also kostet kein Geld. Werden Optionen automatisch ausgeübt? Wenn ihr eine Long-Option habt, ja. Wichtig, wenn die im Geld sind, automatisch ja. Ihr könnt es einstellen, dass es nicht so ist. Es gibt verschiedene Regeln, aber meistens einen Cent im Geld. Und aufpassen, wenn es dann kurz vor Verfall ist und dann noch ins Geld rauscht, möchtet ihr das Underline wirklich haben. Gegebenenfalls halt einfach dann die Long-Option teurer am Markt leasen. Wirklich da aufpassen. So, und dann die letzte Frage, die fand ich auch witzig: Kann man auch eine Option aus dem Geld ausüben? Ja, aber es ist halt dumm. Also, wenn der Aktienkurs bei 100 ist und ihr kauft euch in Long Put bei 50 und übt den aus, dann habt ihr halt die Aktien bei 50 verkauft, obwohl der halt bei 100 steht. Also, könnt ihr machen. Das funktioniert wirklich. Ich habe es auch mal im Demo, wirklich im Demo getestet, aber es macht halt überhaupt keinen Sinn. Es ist auch so, also, er ist ja gefragt aus dem Geld. Es macht einfach keinen Sinn. Auch eigentlicherweise steuerlich nicht. Wenn es ins Geld rauscht, dann macht es steuerlich Sinn. Aber so nicht, weil ihr habt ja nicht den Kursgewinn von 100 auf 50 oder irgendeinen Verlust. Aber ihr könnt ja auch sagen, ich bin ja schlau, und kaufe mir jetzt einen Long Put bei 200. Der Aktienkurs steht bei 100 und macht dann einen Aktienkursgewinn in der GmbH. Das funktioniert nicht, weil die Kosten dieser Long Option, was ja auch 100 beträgt, was ja genau dieser Aktienkursgewinn ist, wird dann vom Aktienkursverlust abgeschrieben. Also, der Trick funktioniert nicht. Also, du kannst eine Option aus dem Geld ausüben, aber ich wüsste gerade keinen Fall, wo es sinnvoll ist. Wenn sie ins Geld laufen, eventuell steuerlich. Gerade so eine Aktienoption wahrscheinlich in der GmbH vermutlich sehr sinnvoll. Aber aus dem Geld wüsste ich keinen Fall, wo es sinnvoll ist. Aber du darfst das natürlich machen, weil irgendjemand wird sich dann freuen. Ist übrigens Zufall, wer dann ausgibt wird. Also, ich kann mich da jetzt nicht reinstellen oder so. Das war es mal von mir zu der Optionsausübung. Ich denke, ich habe es relativ praktisch euch beigebracht in Kürze. Es gibt große Risiken. Aber nicht alles, was draußen erzählt wird, ist ein Risiko. Aber, wie gesagt, 0DTE-Optionen haben ein anderes großes Risiko, nachbürstlichen Ausübung, aber bei Aktienoptionen müsste ihr wirklich wissen, was ihr da macht. Und bei Future und ETFs, da kann wirklich einiges passieren. Das müsst ihr wissen. Nicht um 22 Uhr. Seid ja safe. Da steckt wirklich der Teufel im Detail. Dann lasst mir gerne ein Abo, Daumen nach oben oder 5 Sterne da. Gerne auch einen Kommentar. Ansonsten passt auf euer Geld auf, gerade bei Verfall. Bis dahin. Ciao, ciao.