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#101: Langlaufende Optionen – Chance oder Zeitfalle?

22m 20s

#101: Langlaufende Optionen – Chance oder Zeitfalle?

In dieser Podcast-Folge von Eichhorn Coaching geht es um langlaufende Optionen, auch Leaps genannt, also Optionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Der Podcaster betont, dass es keine pauschale optimale Restlaufzeit gibt und dass starre Regeln, wie das Warten auf 75 % Wertverlust, oft nicht sinnvoll sind. Stattdessen zeigt er anhand von Untersuchungen, dass ein früher Rückkauf bei 10–20 % Gewinn der Prämie und Stopps zwischen 50–200 % bei langlaufenden Optionen vorteilhaft sein können, da der Zeitwertverlust sehr langsam ist und man so mehr Trades generieren kann. Die Vorteile dieser Optionen liegen in der hohen Prämie und dem geringen Gamma, was sie weniger anfällig für kleinere Kursschwankungen macht; Nachteile sind das geringe Theta und das Risiko, bei einem Crash wie dem Corona-Crash stark getroffen zu werden. Der Podcaster empfiehlt, diese Strategie nur mit einem Teil des Depots umzusetzen und sie als Cash-Secured Put zu nutzen, um günstiger in den Markt zu kommen. Er warnt jedoch, dass es sich um eine bullische Strategie handelt und dass hohe Deltas, wie 30, entscheidend sind. Abschließend fasst er zusammen, dass langlaufende Optionen eine planbare, aber nicht risikofreie Rendite bieten und dass individuelle Anpassungen wichtiger sind als pauschale Regeln.

Transcription

3652 Words, 22160 Characters

German
Speaker 1Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von Eichhorn Coaching. In dieser Podcast-Folge geht es um langlaufende Optionen, wir besprechen Vorteile, Nachteile, Regelwerke und Co. Das alles in dieser Podcast-Folge. Wie immer gilt der Risikoinweis, alles was ich heute sage ist meine private Meinung und stellt keine Aufforderung von Verkäufen oder auch Käufen irgendwelchen Finanzprodukten dar. Wir sind hier für Aussagen, die wir tätigen, nicht haftbar. Es ist keine Anlageberatung. Vorweg erstmal, wer das jetzt als Video anschaut, den Podcast, ich sehe etwas mitgenommen aus, ein paar Kratzer im Gesicht, es gab sprichwörtlich eine kleine tierische Begegnung, aber alles gut. Nicht, dass ihr euch wundert, warum ich so gerade aktuell aussehe. Mich hat irgendwas mit ein paar Pfoten angegriffen, aber alles gut soweit. Also, fangen wir mal an mit langlaufenden Optionen. Wir haben das auch vor kurzem im Optionsbrief ausführlich besprochen und haben auch eine Untersuchung gemacht, da werde ich euch ein paar Sachen auch jetzt dazu sagen, was denn sinnvoll ist. Also Rückkauf, Take Profit, Stops und so weiter, weil da gibt es schon ein paar Erkenntnisse daraus. Oder das will ich, dass ihr auch das mitnehmt in der Podcast-Folge, dass es halt nicht immer gleich ist, der Optionshandel oder der Optionsverkauf. Wir reden heute nur über Optionsverkäufen, also eine Cashflow-Strategie. Es macht vielleicht aber auch Sinn, langlaufende Optionen zu kaufen. Die Option gibt es auch schon in der Podcast-Folge drüber als Hedging. So, und jetzt erstmal die erste Frage. Gibt es eine optimale Restlaufzeit? Und da gleich nein. Also, wer jetzt sagt, das ist perfekt und das ist perfekt, das stimmt halt einfach nicht. Man kann wunderbare Strategien mit 300, 500 Tagen Restlaufzeit aufsetzen. Die haben natürlich Vorteile und auch Nachteile gegenüber einer Strategie mit Null-DTE. Aber dieses, ich bin in der Kneipe und Stammtischparolen, Null-DTE-Handel ist ja voll gefährlich, bla bla bla. Ja, man kann auch ein Konto mit 300 Tagen Restlaufzeit zerlegen. Ich kann ein Konto auch mit Staatsanleihen zerlegen. Also, immer nur so gut wie die Strategien des Risikomanagement. Also, da gibt es wirklich keine pauschale Richtig- oder Falschaussagen. Also, da gibt es wirklich keine Pauschale Richtig- oder Falschaussagen. Und auch, was mir auch wichtig ist jetzt in der Folge, also gerade auch Thema Rückhauf. Also, wann kaufe ich denn eine Option, eine verkaufte Option zurück? Dieses bla bla bla bei 75% Wertverlust ist purer Schwachsinn. Das kann richtig sein, aber das ist halt einfach Schwachsinn. Wie wenn ich zu jemandem sage, du musst 1500 Kalorien essen. Da kann vielleicht ein zwölfjähriges Mädchen mit 40 Kilo zunehmen und Michael Phelps verbrennt es in einer Stunde. Also, das sind halt einfach immer Pauschalen. Pauschale Aussagen, die so nicht stimmen. Fangen wir mal von vorne an. Was sind denn langlaufende Optionen oder auch Leap-Optionen? Leaps, ich muss es auch immer nachschauen, bedeutet Long-Term, also langlaufende Equity-Anti-Patient-Securities. Also, das sind Leap-Optionen. Per Definition irgendwas mit einer Restlaufzeit von ein Jahr und mehr, also 360 Tage und weiter. Was ist so das Kernmerkmal von den Optionen? Die haben natürlich eine hohe Priorität. Die haben eine hohe Prämie, viel, viel höher als im Vergleich zu einer Null-DT-Option. Logisch, die haben auch eine viel längere Restlaufzeit. Also, die haben halt einfach eine hohe Prämie aufgrund der extrem langen Restlaufzeit. Dann haben die ein paar Vorteile, aber auch Nachteile. Also, die haben so, machen wir gleich alles im Detail, aber die haben ein sehr geringes Theta, was jetzt eher der Nachteil des Stillhalters ist. Also, der Zeitwertverlust verläuft echt langsam. Dazu auch später ein paar Beispiele. Es ist aber eher, mit aller Vorsicht jetzt zu sagen, eine eher ruhigere Position. Warum? Weil das Gamma halt einfach auch extrem niedrig ist. Das Delta ist natürlich immer das Delta, aber es ist halt sehr weit weg aufgrund des hohen Zeitwerts. Also, dass da so eine Option sich mit Delta 30 halt einfach verdoppelt, da muss schon etwas passieren im S&P 500. Kann das passieren? Auf jeden Fall. Die können wir ja 100% auch ansteigen. Das ist kein Problem. Aber eher... Eher ruhiger als natürlich eine Null-DTE-Option. Also, wenn es bei der 300-Tage-Option jetzt der Aktienmarkt minus 2% macht, da würde ich die Option nicht um die Ohren fliegen. Beim Null-DTE natürlich. Das ist vollkommen klar. Übrigens, nur so als Rand-Fact, ihr könnt auch den VIX quasi für die 300-Tage-Option anschauen. Der heißt VIX und dann die Zahl 1 und dann Y für ein Jahr, ein Year. Und da könnt ihr einfach den VIX für die 360-Tage-Option auch anschauen. Da seht ihr halt auch, dass der gerade im Corona-Crash viel, viel weniger angestiegen ist als der VIX mit 30 Tagen. Also, den könnt ihr auch einfach ganz gut anschauen für die langlaufenden Optionen. Sonst müssen wir noch ein bisschen kurz Theorie machen. Und zwar gibt es ein sogenanntes Square Root Rule, also Wurzel quasi. Das ist eine theoretische Herangehensweise zwischen Preis und Laufzeit. Und die Regel sagt, es benötigt ungefähr die vierfache Laufzeit, bis sich der Optionspreis verdoppelt. Wichtig, Theorie. Also, vierfache Laufzeit, Optionen verdoppeln sich. Beispiel, P500 Put, egal welcher Strike. Mit 90 Tagen kostet die Option 16 Dollar. So, was ist die vierfache Laufzeit? 90 mal 4, 180 und so weiter, 360, ein Jahr. So, und jetzt heißt es in der Theorie, die Vierfache Laufzeit. Die Vierfache Laufzeit, also 90 auf 360, müsste sich der Optionspreis verdoppelt haben. Also, von 16 verdoppelt auf 32. Also, 90 Tage hat 16, die Vierfache Laufzeit, 360 Tage, hat dann 32. So die Theorie. Und die Praxis, ich habe es mir rausgesucht, 36,7. Also, passt fast. Faktor 2,17. Passt wirklich gut, weil es gibt ja... SKU-Index, Terminstrukturkurven und, und, und. Das ist jetzt beim S&P 500 nicht ganz so entscheidend, von beim Index schon gar nicht. Aber das passiert, oder passt schon halbwegs. Ungefähr könnt ihr euch merken, die Option ist doppelt so teuer, wenn es die vierfache Laufzeit ist. Das gibt es auch, könnt ihr googeln, Square Root Formelregel. Und dann könnt ihr das auch selber berechnen. Ist jetzt nicht allzu spannend, wichtig, dass ihr das mal mitnehmt. Sonst machen wir mal weiter mit dem Zeitwertverlust. Der Fall mit dem Theta. Da auch ein paar Beispiele, wie... Oder das ist Theta halt einfach sehr, sehr... Das weiß, glaube ich, jeder von 360 Tagen einfach, wie viel weniger ist, als eine Option mit 50 Tagen. So, auch hier ein Beispiel. Eine 90 DTE, Out-of-the-Money-Option, hat den Preis von 16. So, wenn es jetzt noch 0 Tage sind, dann hat das einen Preis von was? 0, wenn es Out-of-the-Money ist. Logisch, also sind quasi 16 Dollar im 90 Tagen runtergegangen. So, bei der 360 DTE-Option hat es einen Preis von 36, also ungefähr das Doppelte, hat man gerade. Und nach 90 Tagen, also ihr habt eine Tag 1 quasi, und jetzt gucken wir 90 Tage. Dann habt ihr einmal die 90-Tage-Option, die ist natürlich wertlos verfallen. Optionspreis, oder der Preis wird um 16 Dollar weniger. Und in der Zeit ist ja diese 360-Tage-Option auch 90 Tage verfallen. Hat ja natürlich dann noch eine Restlaufzeit von 270 Tagen. So, in Wi-Fi ist dann diese Option günstiger geworden. Und die ist nur um 5 Dollar günstiger geworden. Das ist alles keine Überraschung. Aber, ja, der Zeitwertverlust ist halt einfach vorhanden. Je stärker das Theta ist, immer halt auch stärker, je kürzer die Restlaufzeit ist. Da gibt es noch ein bisschen Unterschiede zwischen Out-of-the-Money- und At-the-Money-Optionen. Sogenannte normalisierte Theta, aber das lassen wir jetzt mal beiseite. Also, wie stark das Theta von dem absoluten Optionspreis, abhängig ist, oder wie viel, ja, Prozente, das da einfach Gewichtung hat. Das unterscheidet sich dann noch ein bisschen. Aber ich denke, das weiß jeder, dass es mal grundsätzlich so ist. Eine 300-Tage-Option, da ist die Restwert, oder das nagt halt sehr, sehr langsam, dieser Zeitwert. Das dauert einfach, bis die an Wert verliert. Hat aber natürlich auch, wie gesagt, einige Vorteile. Dann das nächste, bevor wir ein paar Strategieansätze machen, ist das Gamma. So, das ist auch eher ein Vorteil. Vorteil oder Nachteil, das ist beides Seite der Medaille. Also, wenn man richtig liegt, ist es ein Nachteil. Wenn man falsch liegt, ist es natürlich ein Riesenvorteil, dass die sich dann nicht so schnell verdoppeln. Das Gamma, das denke ich, wissen auch die meisten, ist ja, gibt an, wie schnell sich das Delta verändert. Also, wie schnell kann das Delta von 10 auf 20 steigen, was ein Problem ist auf der falschen Seite. Weil ja, dann wird das, die Option ja nicht mehr um 10 Cent, wie das 0,1 Delta teuer, sondern auf einmal auf 20 Cent. Und das ist ja auch ein Grund, warum gerade so, bloß die Wohler-Out-of-the-Money-Optionen schnell mal At-the-Money gehen können und dann richtig in Wert ansteigen können. Und dann halt auf einmal 1 Dollar im Underlying nicht mehr 10 Cent sind, sondern auf einmal 2 Dollar in der Option. Das 20-fache, obwohl die Preisveränderung gleich ist. Also, das ist halt das Problem an Optionen oder auch die Chance. Also, das Gamma gibt halt an, wie schnell sich das Delta verändert. Und das ist, je länger die Restlaufzeit ist, da gibt es auch nochmal Unterschiede zwischen At-the-Money und Out-of-the-Money, ist es halt einfach geringer, je länger die Restlaufzeit ist. Auch hier ein Beispiel, das ist jetzt keine kurzlaufende Option, ein 90 DTE hat ungefähr 1 Dollar. Ein Gamma von 0,90 und eine 360-Tage-Option von 0,40. Also weniger als die Hälfte. Wenn es dann halt mal minus 5% macht im S&P 500, jetzt müssen wir jetzt nochmal nachschauen, was die Wohlanze weiter macht, dann kann es schon sein, dass die 90-Tage-Option schnell mal 50% angestiegen ist und die 300-Tage-Option vielleicht nur 10-15% angestiegen ist. Also da hat man schon einen Vorteil in einem Crash. Also dass die halt einfach nicht so schnell um die Ohren fliegen können es aber natürlich auch und machen sie auch, muss ich auch nochmal an dieser Stelle ganz, ganz deutlich sagen. So, jetzt kommen wir mal zu ein paar Strategieansätzen, die ich euch so mitgeben möchte. Und ich kaue euch jetzt nicht die verschiedenen Backtests vor, die haben wir alle in dem Optionsbrief auch ausführlich veröffentlicht. Ich gebe euch mal ein paar Key Facts mit. Könnt ihr jetzt glauben oder nicht, wie gesagt, das sind einfach unsere Untersuchungen, die sich auf jeden Fall bestätigt haben. Also auf was macht man denn das alles erst mal? Grundsätzlich kann ich ja langlaufende Optionen auf alles verkaufen. Ich würde halt mit irgendwas davon ausgehen, wenn ich das mit Short Puts mache, dass es halt irgendwas im Aktienmarkt ist, auf meinem SQ-Index und dass es vielleicht halt auch langfristig ansteigt. Also jetzt auf eine sehr schlechte Aktie ist es eher ein bisschen blöd, aber grundsätzlich kann ich das auf dem SPX machen, auf dem DAX, auf dem ES, auf dem Hang Seng, auf dem Nikkei und, und, und. Jetzt müsst ihr halt noch schauen wegen Kontogröße. Also SPX, das ist natürlich gleich mal irgendwie so über eine halbe Million, was man da bewegt. Und man hat halt nicht die Möglichkeit von Indexoptionen einer möglichen Andienung, weil das könnte da vielleicht eventuell sinnvoll sein bei der Strategie oder zugleich mehr. Also die meisten setzen das wirklich auf ETFs, QQQ, SPY um. Da hat man auch die Möglichkeit der Andienung und der Kontraktwert, wobei das auch nicht so wenig ist, aber es nicht ganz so hoch wie bei den Indizes. So, und jetzt grundsätzlich ist es so, dass man mit Taxes, Take Profits einhergeht, die viel, viel geringer sind als die herkömmliche Meinung. Also ich zeige euch gleich auch das, in Anführungszeichen, Beste. Das heißt nicht, dass man das jetzt auch unbedingt umsetzen muss, aber die Faustformel ist auf jeden Fall so, dass es sich vielleicht sogar schon lohnt, bei 10 bis 20% Achtung nicht Restwert, sondern Take Profit die Option zuzumachen, eine neue zu verkaufen. Was heißt das jetzt auf Deutsch? Ihr habt 100 Dollar. Eingenommen. Und die Option steht jetzt noch bei, ich übertreibe, 90 Dollar. Und ihr kauft die Option zurück mit 10 Dollar Gewinn. Nicht mit 90% Wertverlust, sondern nur mit 10% Wertgewinn und macht dann eine neue Option. So, da werden jetzt viele denken, so ein Schwachsinn, das kann sich doch niemals lohnen. Doch, die Tabelle hat ganz klar gezeigt, wir haben jetzt nicht 10 getestet und dann 50, sondern 10, 15, 20, 22 und so weiter. Alles getestet und es ging ganz klar dahin her, dass es sinnvoll ist, gerade bei langlaufenden Optionen, einfach frühzeitig zurückzukaufen bei 10, 15, 20, vielleicht auch 30%, Take Profit, nur 30% der Stillhalterprämie einnehmen und dann wieder eine neue machen. Das führt natürlich zu ein paar Ergebnissen. Zum einen, dass natürlich der Erwartungswert pro Trade geringer ist, als wenn ich das jetzt sehr langlaufen lasse. Ja, aber ich habe natürlich auch viel, viel mehr Trades. Also man ist vielleicht nur durchschnittlich von 360 Tagen 10 bis 20 Tage im Markt. Also wichtig, ihr habt eine Option mit 300 Tagen Restlaufzeit und ihr habt vielleicht schon 10, 15, 20% mitgenommen, obwohl vielleicht nur 5% der Laufzeit vorbei ist. Und dann macht ihr das quasi zu und könnt eine neue verkaufen. Und dann ist es wirklich so, ich kann auch mal sagen, so handeln wir das auch nicht, deutlich gesagt, nur dass der Optimalwert, aber bei 15% Take Profit und 50, 50, auch ein geringer Stopp, 50% Stopp bei 300 Tagen Restlaufzeit. Und das muss man nicht so handeln. Ich möchte nur, dass ihr euch die Message ist da wichtig dahinter. Nicht, dass ihr sagt, ja, ich verkaufe jetzt 300 Tage Restlaufzeit Option und ich warte jetzt auf 75% Wertverlust. Das dauert einfach ewig. In der Zeit hätten wir halt vielleicht noch 10 andere schreiben können. Und Stopp größer als 200% würde ich nicht wählen. Und werden die auch mal ausgestoppt? Ja, Zollcrash und so weiter, da wird man auch mal ausgestoppt. Je nachdem, wo da der Stopp ist, kann das auch ein bisschen an so einem Black Monday wehtun. Und da könnte man eine Herangehensweise machen. Die muss einem aber wirklich klar sein, was man da macht. Und zwar macht man dann folgendes, man nimmt den Stopp raus. So, jetzt müssen wir natürlich aufpassen mit dieser Aussage. Aber wenn ihr sagt, okay, ich verkaufe jetzt quasi immer 300 Tage Restlaufzeit. Das ist vielleicht je nach Wohler 15, 20. 30% weit weg, 30% weit weg. Und dann verkaufe ich immer einen Spy-Put und ich sehe den als Cash-Secured-Put. Quasi, ich kaufe das immer zurück nach 20% Wertgewinn. Und irgendwann wird er halt angedient. Oder auch nicht, es kann ja sein, es geht kurz tiefrot und danach rennt der Markt wieder hoch. Und irgendwann lasse ich mir den eventuell andienen. Aber dafür muss ich natürlich auch das entsprechende Geld dahinter haben, weil sonst wird das gleich mal ein Riesenproblem. Das ist auch klar. Grundsätzlich handelt man... Man kann das halt auch eher durch. Da würde ich jetzt nicht auch irgendwie VX-Divergenz oder sowas anschauen, dass jetzt vielleicht ein Crash kommt oder sowas. Das macht man natürlich auch nicht mit dem ganzen Konto. Aber grundsätzlich sind halt so die wichtigen Regeln und Faustformel und nicht dieses ganze Zeit 75% ist der King. Denn beim 0 DTE ist auf jeden Fall das Klügste gar nichts zu machen und die Option wertlos verfallen lassen. Und jetzt haben wir hier komplett was anderes. Nach 10% Wertgewinn zurückkaufen. Also das sind einfach die Unterschiede, warum es uns so wichtig ist, dass man nicht alles pauschal in einen Topf schmeißt, weil das einfach Schwachsinn ist. Also langlaufende Option, ja. Auf jeden Fall ein früheres Take Profit und Stops irgendwo so der... Das Ding zwischen 50 bis 200% auf die Prämie ist jetzt natürlich eine große Spannweite. Aber das unterscheidet sich dann nur noch relativ geringfügig. Da gibt es ein paar Sweetspot, ob ich auch einen niedrigeren Drawdown haben möchte oder ein bisschen mehr Erwartungswert usw. Ja, da kann man einiges noch rumspielen. Wie gesagt, wenn man es auf dem ETF umsetzt, könnte man sich das überlegen, einfach noch den Stop rauszunehmen. So, was sind jetzt hier überhaupt so Renditen möglich? Man macht das nur mit einem Teil des Depots. Und wie gesagt, auch so eine Option, ich sage es ganz deutlich, ist in einem Zollcrash die Böse ausgestoppt worden an dem Black Monday. Und deswegen kann man sich da überlegen zu sagen, okay, ich würde mir die Option andienen lassen. Ansonsten kann es halt sein, dass man die dann ausgestoppt hat. Und dann ist auch, jetzt sieht natürlich die Statistik wieder super aus, nachdem es ewig nach oben läuft. Aber dann, das sage ich auch die ganze Zeit, bei einem Short Put Verkäufe ist es halt häufig so, dass man da ein paar Monate Performance dann auch mal kurz ausradiert, weil man der Option vielleicht mit 300% Verlust fließt. Das ist aber immer das Problem, wenn man dauerhafte Puts verkauft. Deswegen würde ich das, wie gesagt, eher gering machen und dann vielleicht sogar als Cash Secured Put nehmen. Aber irgendwo so Renditen, auf das Gesamtdepot, ich meine natürlich nicht mit allem, 5, 10% vielleicht, mehr ist da nicht drin. Da muss man wirklich schon sehr viele Puts verkaufen. Und das tut dann einfach zu sehr weh. Ich erwähne es an dieser Stelle nochmal, aber das ist natürlich eine komplett bullische Strategie. Und das muss man wissen, ob man das handelt oder nicht. Mir geht es jetzt erstmal darum, dass ihr das gecheckt habt, dass es nicht immer sinnvoll ist, 75% Wertgewinn abzuwarten, weil das halt teilweise ewig dauert. Es ist aber auch nicht immer sinnvoll, eine Option wertlos zu machen. Oder bei 15% zurückkaufen, immer individuell pro Strategie. Aber das heißt nicht, dass man sowas handeln muss, weil wenn der VOX halt auf 80 geht, dann hat man da auch ein Problem. Und wenn der noch tausend andere Cash Secured Puts hat und Long Aktien, ist es eine komplette Strategie, die halt alles in eine Richtung geht. Das ist wirklich wichtig. Man kann das natürlich jetzt auch noch kombinieren mit Teenies Long, lange Restlaufzeit. Also kann man jetzt ja verschiedene Sachen auch noch machen. So mal grundsätzlich dazu. Dann mit dem VX. Möchte ich am Ende nochmal kurz zusammenfassen. Vor- und Nachteil. Also Vorteil von langlaufenden Optionen. Kommt weit weg vom Preis. Übrigens zum Delta. Wie immer, nicht Delta 5 oder sowas nehmen. Also Delta 30 oder sowas ist meistens eher das Bessere. Wie bei allen Restlaufzeiten übrigens. Wer was anderes behauptet, hat die Optionstheorie noch nicht verstanden. Dann, also bei Verkäufen. Bei Käufen ist gerade das gut, was andere verkaufen. Aber das haben wir schon tausendmal besprochen. Es ist ganz wichtig. Das wird normalerweise langweilig. Das habe ich auch schon fünfmal gesagt. Das kann wirklich dazu führen, dass man einige Wochen oder Monate Performance, wenn man so in einem Crash ausradiert. Wichtig. Es ist eine relativ planbare Rendite. Es wird halt nur alle paar Jahre mal ausgestoppt. Dann tut es aber weh. Und es ist halt wirklich nicht anfällig für kleinere Kursschwankungen. Das ist auf jeden Fall klar. Ja, und wenn ich halt das Cash vorhalte und sage, ich möchte ja einfach jetzt nicht in den Aktienmarkt investiert sein, sondern sage, 120% günstiger reinkommen, kann ich das wunderbar als Cash-Segured-Put kombinieren. Achtung, hier auch nochmal der Hinweis, weil das ich auch immer kritisiere. Ich sage nicht, dass das jetzt das Beste wäre, ob ich jetzt ein Cash-Segured-Put verkaufe mit 300 Tagen Restlaufzeit die ganze Zeit und da Rendite erziele. Was ja, auch wenn hier das Profit-Loss-Diagramm sehr später losgeht im Verlust, weil es ja mit der Grunde einen hohen Zeitwert sehr spät losgeht. Aber trotzdem sind es ja 100 ETF-Anteile. Oder, ob es nicht sinnvoll ist, 100 ETH. die Elfanteile direkt zu kaufen und von einem möglichen 100%igen Bullenmarkt mehr zu profitieren. Das lasse ich frei, das kritisiere ich auch immer und das gilt natürlich auch für diese Strategie. Nachteile, es wirkt wirklich verführerisch, weil es zwei, drei Jahre mega läuft und dann kommt halt Tag X und dann hat man so ganz schnell so einen Hebel erhöht und man sagt ja, das ist ja so weit weg, da passiert ja nichts. Die müssen ja nicht ins Geld laufen, die können ja auch sich so auch mal verdoppeln, verdreifachen, verzehnfachen. Klar, mit langlaufenden Optionen nicht so schnell wie mit irgendwas mit 40 Tagen, aber das kann auch passieren. Risiko ist vollkommen klar in einem Crash. Also da könnt ihr euch den VIX1Y anschauen, wann das da immer so wehgetan hätte. Das letzte Mal auf jeden Fall im Corona-Crash. Auch noch ein Nachteil, das ist beim Spy nicht ganz so entscheidend, aber die sind natürlich nachhaltig. Nicht ganz so liquide wie irgendwas Kurzlaufendes, weil es halt eine relativ lange Restlaufzeit hat. Und philosophische Frage, macht man mit einem ETF nicht mehr Rendite? Ich sag ja, ehrlicherweise, aber die Strategie stelle ich euch trotzdem mal vor, das ist auch so ein bisschen typabhängig. Mir ist wichtig, dass ihr aus der Podcast-Folge mitgenommen habt, dass es wirklich sinnvoll ist, Optionen leicht auch sehr frühzeitig zu schließen und wieder neu zu machen. Gerade bei langen Restlaufzeiten und nicht dieses pauschale Regeln aufsetzen, dass irgendwas immer besser ist. Das ist halt einfach falsch. Und hohe Data sind immer nach wie vor the way to go. Beim 0 DTE und auch beim 300er oder 350 DTE ist es immer das Sinnvollste. Nicht die Wahrscheinlichkeit der Andienung, sondern Dollar. Und ich will nach Dollar bezahlt werden. Also das nochmal so am Rande. Ich hoffe, euch hat die Podcast-Folge gefallen. Schreibt mir gerne in die Kommentare, ob ihr Leap-Optionen gehandelt habt. Ich habe auch wirklich jetzt hier bewusst das Risiko, dass sie auch mal um die Ohren fliegen und Monate Performance weg ist. Nicht, dass man das handeln muss. Also gerne auch eure Kritik an den langlaufenden Optionen reinschreiben. Oder ob ihr da ganz gute Erfahrungen gemacht habt. Gerne in die Kommentare. Ansonsten würde es mich freuen, wenn ihr einen Daumen nach oben ladet oder auch ein Abo. In diesem Sinne, passt auf euer Geld auf. Bis dahin. Ciao, ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Langlaufende Optionen (Leaps) haben eine Restlaufzeit von über 360 Tagen und zeichnen sich durch hohe Prämien, geringes Theta und niedriges Gamma aus.
  2. Es gibt keine optimale Restlaufzeit; pauschale Regeln wie „bei 75 % Wertverlust zurückkaufen“ sind laut Podcaster unsinnig und strategieabhängig.
  3. Die „Square Root Rule“ besagt theoretisch, dass sich der Optionspreis bei vierfacher Laufzeit verdoppelt; in der Praxis bestätigt sich dies annähernd.
  4. Bei langlaufenden Optionen empfiehlt sich ein früher Take Profit von 10–20 % der Prämie sowie ein Stopp zwischen 50–200 %, statt auf hohe Wertverluste zu warten.
  5. Die Strategie eignet sich als Cash-Secured Put, um günstiger in den Markt einzusteigen, birgt aber bei Crashes (z. B. Corona) das Risiko, Monate an Performance zu verlieren.
  6. Hohe Deltas (z. B. 30) sind auch bei langlaufenden Optionen sinnvoll; Renditen auf das Gesamtdepot liegen realistisch bei 5–10 %.

Summary:

In dieser Podcast-Folge von Eichhorn Coaching geht es um langlaufende Optionen, auch Leaps genannt, also Optionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Der Podcaster betont, dass es keine pauschale optimale Restlaufzeit gibt und dass starre Regeln, wie das Warten auf 75 % Wertverlust, oft nicht sinnvoll sind. Stattdessen zeigt er anhand von Untersuchungen, dass ein früher Rückkauf bei 10–20 % Gewinn der Prämie und Stopps zwischen 50–200 % bei langlaufenden Optionen vorteilhaft sein können, da der Zeitwertverlust sehr langsam ist und man so mehr Trades generieren kann.

Die Vorteile dieser Optionen liegen in der hohen Prämie und dem geringen Gamma, was sie weniger anfällig für kleinere Kursschwankungen macht; Nachteile sind das geringe Theta und das Risiko, bei einem Crash wie dem Corona-Crash stark getroffen zu werden. Der Podcaster empfiehlt, diese Strategie nur mit einem Teil des Depots umzusetzen und sie als Cash-Secured Put zu nutzen, um günstiger in den Markt zu kommen. Er warnt jedoch, dass es sich um eine bullische Strategie handelt und dass hohe Deltas, wie 30, entscheidend sind.

Abschließend fasst er zusammen, dass langlaufende Optionen eine planbare, aber nicht risikofreie Rendite bieten und dass individuelle Anpassungen wichtiger sind als pauschale Regeln.

FAQs

LEAPS steht für Long-Term Equity Anticipation Securities und bezeichnet Optionen mit einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr, also etwa 360 Tagen oder mehr.

Nein, es gibt keine pauschale optimale Restlaufzeit. Strategien mit 300 bis 500 Tagen können sinnvoll sein, aber der Erfolg hängt vom Risikomanagement ab, nicht von der Laufzeit allein.

Der Zeitwertverlust ist bei langlaufenden Optionen sehr gering. Eine 360-Tage-Option verliert in den ersten 90 Tagen nur etwa 5 Dollar, während eine 90-Tage-Option in derselben Zeit komplett wertlos werden kann.

Es ist oft sinnvoll, bereits bei einem Gewinn von 10 bis 20 Prozent der Prämie zurückzukaufen und eine neue Option zu verkaufen, statt auf 75 Prozent Wertverlust zu warten, da dies bei langen Laufzeiten zu lange dauert.

Sie haben ein niedriges Gamma, sind weniger anfällig für kleinere Kursschwankungen und bieten eine planbare Rendite. Zudem kann man sie als Cash-Secured-Put nutzen, um günstiger in einen ETF einzusteigen.

Sie können bei einem Crash wie dem Corona-Crash stark an Wert verlieren und Monate an Performance ausradieren. Zudem sind sie weniger liquide als kurzlaufende Optionen.

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