Speaker 1prinzipien sind regeln für spieler die immer gelten unabhängig vom ergebnis unabhängig vom gegner das sind handlungsmuster an die sich die spieler immer halten können ohne dass sie in der jeweiligen aktion wissen in welcher grundordnung spielt der gegner hallo und herzlich willkommen zu einer neuen folge advanced football spieltrieb das zitat das ich gerade vorgelesen habe ist natürlich von keinem geringeren als unserem allseits geschätzten bundestrainer julian nagelsmann ihr habt es geahnt wahrscheinlich steht es auch schon im folgentitel wir sprechen heute über das thema spielprinzipien und wer könnte das besser als mein geschätzter kollege sakko hallo sakko schön dass du wieder da bist das sind ungewohnt liebe worte von dir wir sprechen heute über das thema spielprinzipien beziehungsweise prinzipien im fußball nicht nur in dieser folge sondern in den kommenden zwei folgen ebenfalls wir orientieren uns da so ein bisschen an unserem trainer gewinnungsspezial dass wir vor einigen wochen gemacht haben wer da noch nicht reingehört hat gerne sich das auch mal anhören und ziel ist es euch ein gefühl dafür eben was sind denn eigentlich prinzipien welche chancen und möglichkeiten stecken denn auch in spielprinzipien und das alles gibt es jetzt in den nächsten drei folgen warum machen wir das unter anderem auch weil wir uns zusammengesetzt haben und einen kurs entwickelt haben nämlich den kurs spielprinzipien oder prinzipien dieser kurs soll euch soll dir als trainer helfen egal ob du jetzt eine f-jugend trainierst egal ob du eine a-jugend verbandsliga mannschaft trainierst ob du vielleicht eine herrenmannschaft auch trainierst deinen eigenen prinzipienkatalog für deine eigene trainingsarbeit zu entwickeln und wir starten wirklich bei null und gehen dann wirklich rein bis zu ich sag mal so ein bisschen abgefahreneren sachen es gibt ganz viele arbeitsvorlagen es gibt inhalte wo du dich mit deinen trainerinnen austauschen kannst deinen spielern also wer lust drauf hat den kurs kann man in den show notes wenn er da schaut einfach kurs spielprinzipien oder bei uns auf der homepage könnt ihr euch dafür anmelden das ganze findet jetzt im ersten schritt als live kurs statt ihr könnt euch aber auch anmelden wenn ihr zu diesen terminen nicht könnt weil das ganze dann auf unserer video plattform noch am selben tag verfügbar ist sako ich hätte gesagt wir starten mal inhaltlich rein hast du lust ja immer eigentlich sehr gut okay dann nimm uns doch einfach mal mit du bist ja ausgewiesener spiel prinzipien experte nimm uns doch mal mit was sind denn spiel prinzipien und warum beschreiben wir sie irgendwie als als klar und als als greifbarer für spielerinnen und spieler auf dem platz ja also ich schiebe das gern vorweg
Speaker 2dass ich sage dieses ganze thema der spiel prinzipien das ist ja also das ruht ja auf keiner wissenschaftlichen basis also es gab noch nie irgendwie eine einheitliche definition von dem was spiel prinzipien sind also es ist dann durch naja thomas tuchel extrem durch julia nagelsmann aber auch tedesco teilweise ich glaube das sind so die also tuchel nagelsmann so die dies irgendwie groß und stark nochmal geprägt haben weil sie auch in der öffentlichkeit darüber gesprochen haben und dann aber gab es ganz viele abzweigungen darunter und verschiedenste institutionen und aber auch trainer selber haben ja dann für sich selber eigene definition entwickelt und bücher geschrieben zum teil ja auch ganze ganze kursreihen und eigentlich ein ausbildungssystem auf ihrer definition von spiel prinzipien aufgebaut am ende gibt es nicht das eine richtige wir unterteilen ja auch immer dass wir sagen okay bewertet es nach nützlich oder nicht nützlich also in diesem system und modell zu denken ist das für dich als trainer nützlich hilfreich macht es einfacher als das trainerleben oder eben nicht und wir konzentrieren uns ja oder wir kommen ja aus einem bereich in dem prinzipien gefühlt eigentlich nichts verloren hätten und das ist ja der kinderbereich also f und e-jugend und wir aber für uns sagen genau da brauchen wir sie extrem weil sie uns als trainer eine orientierung geben sonst werden wir zu wild zu nervös wissen nicht genau was wir jetzt vermitteln müssen verpassen die kinder als was und auf einmal fehlt uns der rote faden und diese diesen stress übertragen wir ja dann auch schnell in die mannschaft heißt wir sagen der neunjährige braucht wenn er dann im wettkampf ist genauso seine hilfestellungen und lösungen für situationen für die er noch keine kennt wie der 19-jährige und der 29-jährige bedeutet für uns haben wir das system so aufgebaut dass wir sagen es funktioniert wir haben jahrelang ja nur das gecoacht und egal welche alte stufe das war und der irgendwie bis bei dir wenn wir uns auch über über dein spiel irgendwie im herren bereiche unterhalten wo du auch sagst ganz ehrlich ich coach die gleichen sachen wie vor zehn jahren mit einer mit einer u8 also das verändert sich nicht und ich glaube deswegen sind wir mit unserem modell happy und die idee ist trainer eine handreichung etwas an die hand zu geben dass ihnen hilft inhalte zu strukturieren und klar zu sein in dem was ich mit meinen spielern eigentlich bespreche das möchte ich nur noch mal sagen weil ich weiß dass da draußen super viele themen rumschwirren ich habe mir jetzt erst zuletzt als ich einige stunden im auto saß um zu einem workshop zu gelangen zwei podcast noch mal zu diesem thema angehört und ich glaube die podcast oder von anderen zum thema spiel prinzipien und das verliert halt da seine nützlichkeit wo es einfach wahnsinnig komplex wird es wird argumentiert als ob es einfach und klar ist aber es hat so viele ebenen und so viele bausteine also ich bräuchte eine einjährige ausbildung um in der lage zu sein dass auf dem platz dann irgendwann auch gut zu coachen und da sagen wir das ist also das kann für den breiten sport nicht funktionieren das ist absolut ein gutes und berechtigtes system wo trainer zeit vielleicht auch geld verdienen das klassischerweise ein leistungszentrum oder dann in älteren jugendmannschaften oder im erwachsenenbereich so aber wenn ich jetzt einfach nur die jugend jugend jugend trainer einem basis ich fange auch schon so eine breite sportverein bin dann möchte diesen wenigen worten verstehen und da hatte ich das habe ich glaube ich habe noch gar nicht davon erzählt gestern vorgestern ein gespräch mit einem rentner wahnsinnig sympathisch hat vor ein paar jahren wieder das trainer sein für sich entdeckt nachdem er 40 jahre lang kein trainer war und er hat bei uns zwei webinare auch gekauft das war ein spiel prinzipien webinar von uns und dann von marcel lucasen ist ja auch bei uns zur verfügung steht und konnte dadurch so ein bisschen vergleichen und hat er gesagt ja ich kann mit lucas nicht so viel anfangen weil ich dieses hochtrabende dieses komplexe das eignet sich gar nicht für ihn er sagt er trainiert eine ältere f-jugend und da haben ihm unsere klaren einfachen worte irgendwie geholfen zu sagen okay ich bekomme das halt einfach mit einer besseren klarheit auf dem platz okay also jetzt weit ausgeholt deine frage war irgendwie was ja auch der mehrwert ist und für uns ist es halt ein bisschen schwierig das zu sagen okay ich bekomme das halt einfach mit einer besseren Klarheit auf dem platz okay also jetzt weit ausgeholt deine frage war irgendwie was ja auch der mehrwert ist und für uns ist es einfach ein bisschen schwierig das zu sagen okay ich bekomme das halt einfach mit einer besseren Klarheit auf dem platz Deine Frage war, was ja auch der Mehrwert ist. Und für uns ist es schon immer gewesen, ich bekomme ein Gefühl von Sicherheit auf dem Platz für worauf muss ich eigentlich achten und worauf muss ich auch in welcher Altersstufe achten. Und deswegen baut sich unser Prinzipien- und Methodenkatalog so auf, dass wir sagen, in den jüngeren Altersstufen ganz, ganz wenig. Da habe ich vielleicht ein Prinzip pro Spielphase. Und das ist aber dann der rote Faden, wo ich sage, okay, in der E-Jugend kommt noch ein zweites Prinzip dazu und eine zweite Methode. In der C-Jugend kommt, in der B-Jugend. Und dann habe ich Spieler ausgebildet, die anders als in herkömmlich gedachten Lernzielkatalogen, die finde ich echt beschissen. Da steht dann drin, ein Spieler am Ende der E-Jugend muss Folgendes können. Wettkampfstabile Passtechnik über Distanzen von 4 bis 8 Minuten. Gesundheit.
Speaker 1Hoppala, das haben wir auch noch nie.
Speaker 2Wettkampfstabile Passtechnik über 4 bis 8 Meter. Erste Möglichkeiten, irgendwie Flugbälle zu spielen. Kennt Lösungen im 1 gegen 1. Sowas steht dann da drin. Was soll das jetzt bedeuten? Wie kann ich mich jetzt überhaupt daran orientieren? Und wir denken ja, nee, wir definieren Spielsituationen, die ein Spieler in dieser Altersstufe lösen können sollte. Und die Lösungen sind die Prinzipien. Und dieses System und diese Denkweise, ich denke, das soll diese Klarheit schaffen, die, wie wir merken, ganz, ganz vielen fehlt. Und ich dann gar nicht mehr weiß, um was das geht. Weil auch zu bewerten, ob eine Technik gut oder schlecht ist, das kann ich ja erst, wenn ich weiß, was der Zweck der Technikanwendung ist. Und das ist ja immer das Lösen einer Situation.
Speaker 1Lass uns da gerne mal für den Einstieg konkret werden. Was ist denn so eine typische Spielsituation, die vielleicht der ein oder andere Trainer, und jetzt nicht nur im Kinderbereich, sondern generell kennt, wo das Verhalten irgendwie unklar bleibt und wo ein Prinzip gefehlt hat, beziehungsweise wie ein Prinzip anwenden können? Hast du da irgendwas, das du mitgeben kannst, damit es jeder mal greifbar versteht?
Speaker 2Ja, tatsächlich habe ich das. Das war ganz interessant. Über unsere App hat mir einer der Video-Plattform-Nutzer von uns geschrieben, was ich ganz cool fand, weil ich glaube, das ist nicht der typischste Weg, dass man dann bei uns in der App nach dem Namen sucht und dann halt direkt die Nachrichtenfunktion nutzt, aber ich fand es mega geil. Ich habe es nämlich sofort gesehen. Ich konnte ihm innerhalb von 60 Sekunden antworten. Da war so ein bisschen die Frage nach Formation, weil er aus F-Jugend in die EU wechselt, jetzt in 6 plus 1 spielen muss, ob er es will oder nicht. Und nach Formation hat er mich dann gefragt. Und natürlich neige ich dazu, dann zu sagen, Formation im Kinderbereich, scheiß drauf, Taktik, scheiß drauf, lass sie halt kicken, wie sie einen Bock haben und so weiter. Aber ich verstehe auch den Zwang, den man so ein bisschen unterliegt, zu sagen, okay, ich muss diesem Ding ja irgendeine Form geben. Also ich kann nicht einfach nur sagen, so jetzt alle drauf, auf den Platz und losrennen, weil ich auch der Meinung bin, dass die Kinder damit nicht glücklich wären und ab dem Zeitpunkt nicht mehr glücklich wären, nachdem wir jedes Spiel vollgeheiß auf die Fresse bekommen. Bedeutet, ich gebe dem einen Rahmen, der für 9- oder 10-Jährige passt und habe ihm gesagt, hey, was ich früher gern gespielt habe, ist das 3-2-1, also so ein Tannenbaum mit nur einer Spitze und was aussieht wie eine sehr defensive Aufstellung, haben wir wahnsinnig offensiv interpretiert, weil das einfach unsere Spielphilosophie war, zu sagen, nein, wir wollen immer agieren, egal, ob wir den Ball haben oder nicht. Und jetzt speziell in der Situation, wenn wir nicht den Ball haben, ist ja die Frage, vorne ist es eigentlich recht klar, also wenn der Gegner dann irgendwie Abstoß hat und irgendwo anspielt, dann läuft unser einer Stürmer, läuft in Richtung Ball. Da haben wir Bock drauf, wir wollen den Ball gewinnen, wir wollen aktiv sein, heißt, lieber Stürmer, und das ist auch wieder was, das ist sehr klar für ein Kind, der bei uns vorne drin spielt, der hat die Aufgabe, dass sobald der erste Pass angespielt ist, einfach Vollgas hinzurennen, weil wir Lust haben, den Ball zu bekommen und dem Gegner Stress machen wollen. So, und jetzt ist die Frage, was machen die anderen? Weil in diesem System, wo nur einer vorne drin ist, passen die sich zweimal den Ball quer und er hat keine Luft mehr vorne drin. Heißt, wir haben für uns dann das Prinzip der Mannschaft vermittelt, ich unterstütze meinen Mitspieler beim Ballgewinn. Das ist ein Prinzip, das gilt eigentlich in jeder Spielsituation. Heißt, der läuft vorne an und ich habe jetzt eine Aufgabe. Dieses Prinzip ist aber ja noch relativ breit gefächert. Heißt, als Kind, wenn ich dir sage, hey, du musst den Ballgewinn unterstützen, dann wäre die Frage, wie mache ich das denn konkret? Und dieses Wie, das beantworten wir in unserem Modell ja mit etwas, das wir Methode nennen. Dazu kommen wir aber gleich, warte. Also auf jeden Fall, dann kurz nochmal zusammengefasst, einer rennt vorne an und jetzt ist die Aufgabe für die anderen, diesen Spieler ja zu unterstützen. Und das ist das Prinzip, ich unterstütze meinen Mitspieler beim Ballgewinn. Genau.
Speaker 1In der konkreten Situation, die du jetzt beschrieben hast, und da gibt es ja viele weitere, ist dann ganz klar, dass das Prinzip, das gibt die Orientierung, das Prinzip gibt mir als Trainer auch einen roten Faden in meinem Coaching. Also was gebe ich meinen Spielern mit? Es gibt mir auch einen roten Faden in meiner Bewertung, so wie du sagst, wenn der halt vorne nicht anläuft, mit höchster Intensität den ersten Pass, dann ist ganz klar, okay, das ist was, das müssen wir ändern, weil sonst funktioniert unser Spiel, so wie du es gesagt hast, wir haben es sehr offensiv interpretiert, dann kann ich mich daran orientieren und, so wie du es auch gesagt hast, ob das jetzt ein 3-2-1 oder ein 3-1-2 oder ein 2-3-1, was auch immer das System ist, das ist auch irgendwie unabhängig davon. Also genau so, wie wenn ich jetzt ein 4-2-3-1 spiele oder ein 4-4-2, was auch immer, ist dieses Prinzip mit maximaler Intensität den ersten Pass verteidigen, ist schon mal gegeben und es war ja auch, ich kann mich noch an den Bundesliga-Verein erinnern, zu einer Zeit, als wir ein Projekt bei denen hatten, haben wir auch gefragt, was ist denn die Profimannschaft, was ist denn das Geheimrezept eures Pressing, das ist so wahnsinnig intensiv und dann hat der Cheftrainer, ich glaube der Co-Trainer war es, hat uns gesagt, es gibt kein Geheimrezept, es gibt nämlich nur ein Prinzip bei uns und zwar ist es, jeder läuft im maximalen Tempo auf seinen nächsten Gegenspieler, der am nächsten Ball ist, zu. Und selbst in der Bundesliga reicht das dann, wenn das alle machen, wenn da alle gewillt sind, das zu tun, reicht es, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Und das war mal die Grundvoraussetzung und das Grundprinzip. Also Prinzip bedeutet ja, eine übergeordnete Regel, so wie ich es gerade eben schon im Zitat von Julian Nagelsmann gesagt hatte, eine übergeordnete, klare Regel, überall gilt auf dem Feld, egal ob das jetzt der Stürmer, der Außenverteidiger, der Sechser, der Achter ist und genau das ist es eben.
Speaker 2Okay, jetzt haben wir... Du sagst ja, im Spiel und auf dem Platz quasi in jeder Situation gilt und wir haben aber genau das gleiche fürs Training. Heißt, wir sagen ja auch, das Prinzip gilt genauso in der Trainingsform oder in meiner Spielform im Trainingskontext. Also es ist ja dann nicht mehr nützlich, wenn ich im Training die Sachen anders anspreche oder andere Dinge passieren als dann im Wettkampf. Bedeutet, auch in der 2 gegen 2 Form habe ich genau das gleiche Prinzip. Und wenn wir jetzt auch an mein Beispiel denken, ich unterstütze meinen Mitspieler beim Ballgewinn, dann haben wir das beim 2 gegen 2 eben auch. Also wir spielen ja dieses 4 Tore 2 gegen 2 auf der Videoplattform und da geht es darum, wenn einer Druck macht auf den Ballführenden, dann hat der andere eine Aufgabe, wie er am besten seinen Mitspieler dabei unterstützt, diesen Ball dann auch zu gewinnen. Also diese Konsistenz, die brauche ich ja. Also von Spielform zu Spielform. Da gab es ein 2 gegen 2, ein 3 gegen 3, ein 4 gegen 4 oder dann eben am Wochenende das 7 gegen 7. Der Vorteil ist, ich mache mich frei von den Zahlenverhältnissen. Wenn mein Landesverband auf die Idee kommt, wir spielen nächstes Jahr in der EU 12 gegen 12, dann wäre mir das eigentlich relativ egal, weil ich sage, der Kern des Spiels und die Prinzipien des Spiels bleiben gleich und die Prinzipien unseres Spiels bleiben gleich und mein Training bleibt gleich. Heißt, ihr könnt mir am Wochenende geben, was ihr wollt, meine Kids werden klarkommen. Ich glaube, dann hast du was gefunden, das wirklich einen nachhaltigen Mehrwert liefert, die und der Entwicklung deiner Spieler.
Speaker 1Jetzt haben wir geklärt, was quasi ein Prinzip sein kann und jetzt hast du ja schon angefangen auszuholen, das reicht ja oftmals nicht. Also irgendwann das Sportspiel Fußball in dem Fall ist ja dann doch ein Stück weit zu komplex und ich muss es ja versuchen, möglichst einfach und vor allem möglichst auf klare Handlungsanweisungen für meinen Spieler, sei es ein Kind, sei es ein Profispieler, runterzubrechen. Wie machen wir das denn und warum machen wir das denn?
Speaker 2Ja, ich habe es kurz angerissen, dass wir auf der also dass wir von der Spielphilosophie kommen, bedeutet, wir definieren, wie sieht unser Spiel eigentlich in den vier Spielphasen aus. Da haben wir ja für uns dieses alternative Spielphasenmodell, wo wir die Spielphasen aus den Augen der Kinder denken. Bedeutet, ich habe den Ball, mein Gegenspieler hat den Ball, meine Mannschaft hat den Ball und die gegnerische Mannschaft hat den Ball. Weil das herkömmliche Spielphasenmodell nach Louis van Haal, eigener Ballbesitz, gegnerischer Ballbesitz, umschalten nach Ballgewinn, umschalten nach Ballverlust, ist ja extrem aus Trainerperspektive gedacht. Das ist ja nicht für den Spieler entwickelt worden, sondern für den Trainer. Und da sagen wir, im Kinder- und Jugendbereich ist das schon ein Problem, weil sobald ich ja so eine Abstraktionsebene mehr drin habe, muss irgendjemand das übersetzen. Entweder ich als Trainer muss nonstop überlegen, was bedeutet das für den Spieler, oder wenn ich das so direkt an den Spieler weitergebe, muss er überlegen, was bedeutet das jetzt für ihn. Und deswegen haben wir uns da umorientiert, und an einem Modell, was wir aus dem Eishockey ja kennengelernt haben, die diese individuellen Phasen extrem in den Vordergrund stellen, was ich viel gesünder finde auch. Also, ich habe den Ball. Das ist für das Kind die wichtigste Phase im Spiel. Es ist ja nicht eigener Ballbesitz. Es ist mir doch scheißegal, ob mein Mitspieler da vorne den Ball hat und ich da hinten stehe und nichts zu tun habe. Aber wenn ich den Ball habe, dann geht's ab. Und dann habe ich auch den größten Anspruch, die größte Beanspruchung im Spiel habe ich ja dann, wenn ich im Ballbesitz bin. Dann habe ich Druck, dann habe ich Stress, dann habe ich einen Gegner, dann muss ich entscheiden. Und deswegen haben wir diese Spielphasen eben aus der Sicht und aus den Augen des Kindes formuliert.
Speaker 1Wichtig, das ist mir wichtig zu sagen, du sprichst immer von Kind. Es ist bei Jugendlichen, bei Erwachsenen eins zu eins das Gleiche. Auch da ist das Allerwichtigste, man sieht es vielleicht nicht in der Klarheit, wie ein Kind es mit dem Ball vor dem Training auf dem Ball rumturnt, aber es ist im Erwachsenenbereich eins zu eins das Gleiche. Und jeder, der schon mal in der Kabine saß, als der Trainer in der Herrenmannschaft eine Ansprache gemacht hat, wird sie selber oder andere erwischt haben dabei, dass wenn der Trainer vorne die Taktik erklärt und wenn nicht nach zehn Sekunden mein eigener Name fällt, mir das scheißegal ist, was der Trainer mir erzählt. Und ich erst wieder hinhöre, wenn es heißt, Sakko, du machst heute das und das. Und sobald es dann weitergeht mit, Joscha, du machst das und das, guckst du irgendwo hin und machst irgendwas mit deinen Stutzen. Das Prinzip sozusagen, die Herangehensweise ist genau die gleiche im Erwachsenenfußball. Eins zu eins.
Speaker 2Ja, du hast recht. Ich neige dazu, von Kind zu sprechen, weil ich dieses Modell auf den Kinderfußball dann so stark beziehe. Aber du hast natürlich völlig recht, dass wir sagen, okay, auch einem 17-Jährigen hilft es, wenn ich die Situation aus seinen Augen formuliere. Es geht ja am Ende darum, dass ihnen auf dem Platz geholfen wird, in einer Situation, in der sie massiv unter Druck stehen. Und das ist eben im Wettkampf. Und wenn es da nicht super klar ist für die, was zu tun ist, dann entsteht Stress. Und aus dem Stress kann nie was Gutes entstehen. Und deswegen diese Spielphasenformulierung aus den Augen der Spielerinnen und Spieler. Und da ist ja immer das Ziel für uns, dass wir sagen, die Spielphasen sind so formuliert, dass es ein Elternteil ist, das noch nie ein Fußballspiel gesehen hat, versteht, ob ich mit dem Spiel zufrieden sein müsste oder nicht. Bedeutet, kann sich das Spiel angucken und denkt sich so, okay, diesen Zettel hat er mir mitgegeben, da ist beschrieben, wie die spielen wollen, wenn ein Spieler den Ball hat. Ich gucke mir so ein paar Szenen an und sage, eigentlich müssten die zufrieden sein, weil ich glaube, genau das haben die gemacht. Also diese extreme Klarheit braucht es nicht, dass es ein A-Lizenz-Trainer mit zwölf Jahren Trainererfahrung versteht, sondern dass es der Papa oder die Mama mit null Jahren Trainererfahrung versteht. Dann habe ich erst was geschaffen, was wirklich Substanz hat und auch dann meine Spieler in Drucksituationen umsetzen können. So, heißt übergeordnet eben die Spielphasendefinition, dann haben wir die Prinzipien, zum Beispiel, ich unterstütze meine Mitspieler beim Ballgewinnen, da ist ja auch diese Ich-Formulierung dann drin, also weil die Spieler spielen das Spiel, nicht ich als Trainer. Und dann haben wir ja die Ebene darunter, die wir Methode nennen. Also, du hast es beschrieben ja, mit konkreter Handlungsanweisung. Also wir benennen ganz klar, wie setze ich dieses Prinzip jetzt in verschiedenen Spielsituationen um. Und wenn wir jetzt wieder an die Situation denken, dass wir im 7-gegen-7 sind, also der Spieler befindet sich ja in der Spielphase, die gegnerische Mannschaft hat den Ball, weil ich vielleicht der linke Verteidiger bin in diesem 3-2-1-System und mein Stürmer läuft vorne auf die linke Seite. Jetzt ist es nicht mal ein direkter Gegenspieler, der den Ball hat, sondern die gegnerische Mannschaft. Und ich weiß jetzt, hey, wir haben gelernt, in jeder Trainingsform, in jedem 2-gegen-2, in jedem 3-gegen-3, ich muss meinen Mitspieler beim Ballgewinnen unterstützen. Und mein Trainer hat mir auch schon oft erklärt, wie das funktionieren kann. Und eine Methode wäre zum Beispiel Anschluss halten. Bedeutet, ich bleibe nicht hinten stehen, also, das ist ja so eine klassische so ein Kinderding, die gehen dann nicht über die Mittellinie oder bleiben am eigenen Strafraum stehen. Dann fragt man, was macht ihr da? Hey, wir sind Verteidiger. Genau das soll nicht passieren, sondern ihr habt die Aufgabe jetzt, was zu tun? Das Tor zu verteidigen? Nee. Wir versuchen den Ball zu gewinnen. Also ihr müsst eure Mitspieler beim Ballgewinnen unterstützen. Ah, okay. Wie machen wir das? Wenn ihr jetzt hier hinten steht, mit 30 Meter Abstand, helft ihr jetzt eurem Spieler da vorne? Seid ihr irgendwie eine Hilfe für den? Ja, nee. Okay, wie könnte man zu einer Hilfe werden? Vielleicht müssen wir näher ran. Aha, okay. Finde ich eine super Idee, weil wenn wir näher dran sind, dann hat der Gegner noch mehr Schiss vor euch. Und jetzt bewegen die sich quasi auf dem Spielfeld nach vorne in Richtung Ball. Jetzt haben wir eigentlich ein ballorientiertes Verschieben. Für das Kind ist es aber einfach nur, wenn ich jemandem helfen will, dann muss ich dazugehen. Wir formulieren das ja als Methode mit Anschluss halten. So, jetzt haben wir das schon mal geschaffen, dass er näher dran ist. Eine zweite Methode, die vielleicht für diese Situation auch relevant wäre, ist sowas wie ballnahe Gegenspieler zustellen. Heißt, wenn wir wissen, mein Mitspieler macht jetzt Druck, ich muss ihm helfen, dafür muss ich näher ran und ich stehe jetzt drei Meter neben dem Mitspieler, also neben dem Gegenspieler, der frei ist, sage ich, okay. Kann der den jetzt anspielen? Ja, könnte er. Hättest du dann geholfen, wenn der jetzt an dem vorbeispielt einfach? Ja, nee, hätte ich nicht. Okay, was könntest du also machen, um in dieser Situation deinem Mitspieler noch besser zu helfen? Ja, ich könnte den decken, sagen ja dann Kinder. Ich könnte den decken. So, genau. Geh mal näher ran. Kann der jetzt noch passen? Nee, kann der nicht. Perfekt. Super. Richtig gut gemacht. Der Gegenspieler hat keine Möglichkeit mehr, was zu tun. Dein Mitspieler kann jetzt den Ball gewinnen und du bist ganz nah dran, dass wenn er da hinpasst, kannst du den Ball gewinnen. Und dann haben wir einen, wenn man sich das jetzt mal überlegt, was das bedeutet, spieltaktisch, also für diese sieben gegen sieben, da haben wir so viel komplexe taktische Verhaltensweisen eigentlich vermittelt, auf eine Art und Weise, dass der Zehnjährige das sofort versteht. Wenn vorne Druck gemacht wird, dann müssen wir helfen. Wie helfen wir? Indem wir näher rangehen, Anschluss halten. Also wir verpassen den Sachen ja diese Begrifflichkeiten, damit die super konsistent benutzt werden, auch von uns. In jeder Situation, im Training, im Spiel, nennen wir dieses Verhalten Anschluss halten. Und dann haben wir, hey, Ball nahe Gegenspieler, zu stellen. Und das macht natürlich nicht nur einer, weil wir haben ja nicht nur diesen linken Verteidiger in der Situation, sondern wir haben auch den linken Mittelfeldspieler. Dann fragen wir den, was ist deine Aufgabe? Ja, ich muss auch hingehen. Ah, okay, super, warum? Ja, weil ich meinem Mitspieler helfen will. Ah, okay, was kannst du jetzt noch machen? Ja, Gegenspieler zu stellen. Okay, und auf einmal haben wir so eine Verschiebebewegung hin in Richtung eigentlich unserer Pressingsituation, wo aber für den einzelnen Spieler einfach nur klar ist, ich möchte dem helfen. Ich möchte meinem Mitspieler helfen, den Ball zu gewinnen. Und auf einmal geht quasi der Prozess los bei sieben Mannschaftsteilen, dass die etwas zu tun haben, das wir schon super oft in verschiedensten Situationen irgendwie als Schwerpunkt hatten. Und jetzt verschiebt sich diese Mannschaft dahin und hat dieses Pressing. Weil wenn der Ball auf die andere Seite gespielt wird, dann ist die Frage für den Stürmer wieder, was machst du? Weil wir haben ja eine Spielphilosophie, definiert. Ja, wir wollen den Ball so früh wie möglich gewinnen. Okay, also was müsstest du machen? Jetzt halt bei dem Druck machen. Super, dann lauf mal rüber. Und jetzt kann ich wieder einzelne Mannschaftsteile quasi einzeln fragen, was ist deine Aufgabe? Ja, meinem Mitspieler helfen. Wie machst du das? Anschluss halten. Und was machst du dann? Gegenspieler zustellen. Perfekt. Und diese Klarheit und diese universelle Anwendungsmöglichkeit, das ist das, glaube ich, was in unserem System so gut funktioniert und so schnell Anwendung findet in der Praxis. Weil das eben immer funktioniert. Weil es auch in 2 gegen 2 funktioniert. Und ich genau die gleichen Fragen stelle, genau die gleichen Antworten kommen und die Situationen genau gleich gelöst werden können. Und wir nicht auf einmal vor einem Problem stehen, das wir noch nie gesehen haben. Und das Gute ist, die Kids lernen dann schon in der, und das wäre jetzt was als Prinzip schon in der F-Jugend, dass ich sage, hey, wir müssen uns helfen, wenn unser Mitspieler dahin rennt. Und wie helfen wir? Indem wir auch mit dazugehen. Das wäre für die F-Jugend schon alles, was sie bräuchte. Ein Prinzip, wir verteidigen quasi gemeinsam, also ich unterstütze meine Mitspieler beim Ballgewinn und eine Methode Anschluss halten. Völlig ausreichend. In der E-Jugend würde ich dann noch dazu packen, quasi ballnahe Gegenspieler zu stellen. In der D-Jugend würde ich dann noch dazu packen, Passwege schließen. Weil die mit der Reife, die sie ja haben und entwickeln, in der Lage sind, auch hinter sich vielleicht Gegenspieler zu erkennen. Jetzt habe ich zwei Jahre lang ganz klar trainiert, dass wir alle zusammen hinlaufen müssen. Dann habe ich nochmal zwei Jahre trainiert, dass sie hinlaufen müssen und dass die Gegenspieler zustellen. Und dann habe ich zwei Jahre trainiert, dass sie hinlaufen müssen, Gegenspieler zu stellen und vielleicht noch nach Passwegen gucken. Und so hätten wir noch eben so Pressing-Aktionen, Pressing-Auslöser erkennen und so weiter. Was dann in der C-Jugend kommt, was dann in der B-Jugend kommt. Und dann habe ich eine Systematik bei mir im Verein im besten Fall entwickelt oder zumindest für mich individuell als Trainer, wo ich ganz klar weiß, was wann drankommt. Dass es mir so eine Orientierung gibt.
Speaker 1Das ist ja auch der wahnsinnig wichtige Faktor. Wir kriegen es ja auch immer mit, wenn wir mit Trainern unterschiedlichen Leistungsniveaus sprechen. Was uns als Trainer ja am meisten fehlt, ist eine klare Orientierung und für sich selber ein klarer Handlungsplan an was soll ich mich denn eigentlich orientieren. Und die Lösung, oder die bisherige Lösung bei den besten ist halt, ich mache alles so ein bisschen und bin dann irgendwann gefrustet, weil in der einen Situation coache ich das, in der anderen Situation coache ich das und dann mache ich dies und dann mache ich jenes. Und wenn wir eins gelernt haben und es ist ja nicht nur im Fußball so, sondern es ist auch beim Abnehmen so oder das ist eigentlich in jeder Situation im Leben so, wenn man auf ein Ziel hinarbeitet, besser ich habe einen Plan, an dem ich mich orientiere und den halte ich fest, wie an ich habe gar keinen Plan und hoffe dann durch ein Wunder, dass alles irgendwie funktioniert. Wenn ich für mich als Trainer den Anspruch wirklich habe und sage, sag, hey, ich möchte mich weiterentwickeln, ich möchte meine Spieler weiterentwickeln, ich möchte mein Training klarer machen, ich möchte es strukturierter machen, ich möchte auch im Spiel, da kommen wir jetzt gleich noch dazu, ich möchte im Spiel auch klarer sein in dem, was ich kommuniziere, einfach auch ein Stück weit für meinen Seelenfrieden. Dann ist dieses Thema Prinzipien, Methode oder Spielidee, Prinzipien, Methode einfach wahnsinnig hilfreich, weil es sehr, sehr klar vereinfacht in den meisten Situationen.
Speaker 2Und da haben wir jetzt für uns auch für den Kurs gesagt, dadurch, dass wir klar sein wollen und helfen wollen, bieten wir diese Vorlagen auch. Also wir geben ja unseren Prinzipienkatalog mit den ganzen beschriebenen Sachen jetzt einfach einmal vollständig raus, dass wir sagen, hier hast du alle Prinzipien, die wir aktuell kennen und gut finden, hier hast du alle Methoden, die wir aktuell kennen und gut finden und haben ja für uns gemerkt, dass es super hilfreich ist, quasi aus Prinzip und Methode anzufangen, das in der Spielsituation zu zeigen. So, guck mal, hier sieht es aus, wenn es im Spiel, im Wettkampf umgesetzt wird, auf verschiedenen Leistungsniveaus und dann auch noch zu sagen, und hier ist eine Trainingsform und hier siehst du auch nochmal, dass es vorkommt. Und diese Trainingsform könntest du nutzen, um das zu coachen. Und dann hast du so eigentlich die ganze Kette als Trainer verstanden. Und das ist ja das, wo wir momentan einfach so dran festhalten, weil das Feedback der Teilnehmer dann ist, hey, mit dem Aufbau, dass ich halt sehe, wie es im Spiel ist, dass ich sehe, wie es im Training ist, habe ich viel besser verstanden, um was es eigentlich geht. Und wenn wir halt schon, ich weiß gar nicht, wie viel wir dann haben, haben wir 40 Methoden oder sowas und 15 Prinzipien, die wir dann raushauen, irgendwas um den Dreh, das ist ja auch kein fixes System. Wir sagen ja, hey, ganz ehrlich, also im Vergleich zu letztem Jahr haben wir hier neue Sachen drin. Im Vergleich zu vor fünf Jahren sieht es komplett anders aus. Das Ding wächst ja auch und die Trainer können das dann an ihre Bedürfnisse, anpassen, ich glaube, wenn das System erstmal verstanden wurde. Aber wir sagen, wir bieten dir die Grundlage, indem wir alle Vorlagen bereitstellen, die wir nur bereitstellen können, damit es für die Umsetzung als Trainer so einfach wie möglich wird.
Speaker 1Nicht nur Vorlagen, sondern wir arbeiten jetzt auch hier ja wieder mit den Live-Arbeitsphasen, in Anführungszeichen, wo du quasi, wenn du bei der Live-Veranstaltung bist, deine x Minuten Zeit hast, um Sachen auszufüllen, wenn du das Ganze natürlich on demand anguckst, also im Nachgang als Aufzeichnung, du einfach kurz, stopp drückst, du die Aufgabe, die wir dir stellen, also überlege dir, wie möchtest du spielen, überlege dir eine konkrete Situation, wo dir das immer mal wieder aufgefallen ist, wir das Stück für Stück erarbeiten und es nicht ist, er arbeite dir jetzt deinen eigenen Prinzipienkatalog und nächste Woche machen wir weiter. Wir nehmen wirklich an die Hand, egal was das Vorniveau ist oder das vorherige Erkenntnisniveau.
Speaker 2Ja, das ist, glaube ich, auch für uns wieder eine sehr wichtige Erkenntnis gewesen, so wie es dann oft ist. Wenn man sich irgendwelche Inhalte anschaut und sich denkt, boah, ja, finde ich richtig geil und dann erwischt man sich drei Wochen später, dass man nichts davon in die Umsetzung gebracht hat und hier auch, also ich will mich nicht berieseln lassen von Prinzipien und denken, hey, ich fange da mal damit an und dann geht es halt einfach unter, sondern genau das, diesen Arbeitsphasen, du nimmst dir ja sowieso schon die 90 bis 120 Minuten für die Live-Veranstaltung Zeit oder um das on demand zu gucken und dann weißt du aber auch, wenn ich das halt jetzt einfach, diesen Zeitblock habe von den 90 Minuten, dann habe ich danach auch auf jeden Fall etwas aufgeschrieben, meine eigenen Gedanken gemacht und die Hausaufgabe, die ich sonst nie machen würde, habe ich direkt im Kurs schon erledigt. Und ich glaube, mir hätte es stark geholfen, wenn das öfter so gewesen wäre, also auch in der Schule ja, also wie gern macht man Hausaufgaben, ich habe sie irgendwann gehasst, aber Aufgaben in der Stunde, wo du weißt, ich verliere nicht noch meine Freizeit, das wäre dann okay. Ja, bin ich sehr happy drum, dass wir diesen Twist für uns irgendwie erkannt hatten, dass es ganz wichtig ist, dass die Leute nach jedem Kapitel, nach jedem Modul mit ihren eigenen Ideen dann auch wirklich rausgehen.
Speaker 1Okay, Sacco, wir machen in der zweiten Folge weiter mit dem Begriff Key Events und was genau die bedeuten. Also Key Events sind wiederkehrende, Situationen im Spiel, die ich sehen möchte, die ein externer Dritter sogar bewerten könnte, die unserem Spiel zuträglich sind. Und wir sprechen darüber, was wir oder wie wir, besser gesagt, Prinzipien und auch Methoden und auch Key Events besser ins Training einbauen können. Also wie sieht da eine strukturierte Herangehensweise aus. Wenn du jetzt zugehört hast und du sagst, hey, Spielprinzipien, egal ob wirklich, ich habe es jetzt auch nochmal ausgeführt, egal ob jetzt F-Jugend-Trainer, einfach nur interessiert ist an dieser Thematik oder B-A-Herrentrainer in diesem Bereich. Es ist für jeden was. Der Kurs ist so konzipiert, dass es um die Methode geht und nicht irgendwie um den bisherigen Wissensstand. Also selbst wenn ich jetzt Sorge hätte, ich weiß nicht mal, was Formationen sind, sonst irgendwas, vielleicht ist es auch da eine gute Idee, das mal zu starten. Dann startet man nämlich nicht mit acht Jahren Fehlerschleifen, die man als Trainer normalerweise hat und irgendwann kommt man zu einer Erkenntnis, ich muss das irgendwie strukturieren. Sondern man macht es von Anfang an richtig. Also gerne den Kurs in den Shownotes oder bei uns auf der Homepage. Ist wie gesagt als Live-Veranstaltung mit vier Terminen geplant, ist aber auch im Nachgang dann noch verfügbar, nämlich am nächsten Tag oder am gleichen Tag wahrscheinlich meistens noch auf der Videoplattform und dann könnt ihr es euch lebenslang anschauen. Es gibt zig Arbeitsvorlagen, wir haben Inhalte vorbereitet, die ihr auch streuen könnt bei euch im Verein, die ihr streuen könnt an eure Spieler. Also das ist ein Rundum-Sorglos-Paket, was das Thema Spielprinzipien angeht. Sakko, dir vielen Dank für deine Zeit und ich hätte gesagt, du gibst mir bestimmt recht, Prinzipien sind der erste Schritt zur Klarheit im Coaching. 100%. Mehr kann ich dazu nicht mehr sagen. Wunderbar, wir sehen uns nächste Woche und bis dahin. Ciao, ciao. Bis dann. Ciao.