Die erste Folge des Podcasts „Sibylle Bergemann – Die Frau hinter den Bildern“ zeichnet den Werdegang der Fotografin von ihren Anfängen in den 1960er Jahren in Ost-Berlin bis zu ihrer Etablierung als Modefotografin für die Zeitschrift „Sibylle“ nach. Geboren 1941, wuchs sie in der DDR auf, machte eine kaufmännische Lehre und arbeitete als Sekretärin, bevor sie auf Anraten von Kollegen autodidaktisch das Fotografieren lernte. Entscheidend war die Begegnung mit dem Fotografen Arno Fischer, der ihr Partner wurde. Ab 1970 fotografierte sie regelmäßig für die „Sibylle“, das führende Mode- und Kulturmagazin der DDR. Ihre Arbeit war geprägt von einer poetischen, oft subversiven Ästhetik, die bewusst gegen die staatlichen Vorgaben des sozialistischen Realismus verstieß – etwa indem sie statt Neubaugebieten alte, verfallene Ecken ablichtete. Die Podcast-Folge schildert ihren Alltag im Künstlermilieu Ost-Berlins, die Zusammenarbeit mit Redakteurinnen und Models sowie die besonderen Arbeitsbedingungen in der Mangelwirtschaft der DDR. Interviews mit ihrer Tochter Frieda, der Fotografin Ute Mahler und dem Freund Grischa Meyer geben Einblicke in ihr Leben und ihre Arbeitsweise, die von persönlicher Freiheit und kreativem Widerstand gegen das System geprägt war.
Sie war ein total still und war ja auch klein und zierlich. Weiß nicht, ob ich mich vielleicht in diesem Moment irgendwie in sie verziebt habe. Jesus Präsenz war einfach perfekt, um so degratend zu sein. Die hatte schon wirklich einen schrägen Humor den vermiss ich auch. Das ist Zibille Bergemann, die Frau hinter den Bildern. Mein Name ist Anne Wark. In den vier Folgen dieses Podcasts werde ich mich dem Leben der Arbeit und der Persönlichkeit, einer der bedeutendsten deutschen Fotografinennähern. Um Zibille Bergemann kennenzulernen, besuche ich die Orte, die in ihrer Biografie eine wichtige Rolle gespielt haben und ich treffe Menschen, die ihr nahe waren. Die mit ihr gelebt, sie geliebt, mit ihr gearbeitet und gefeiert haben. Gemeinsam mit ihnen zeichne ich Zibille Bergemanns Leben nach. Von ihren beruflichen Anfängen von den 1960er Jahren in Ostberlin. Über die Zeit, als sie begann für die Wegweisende, die der Ermode und Kulturzeitschrift Zibille zu fotografieren und später, als sie mit Ende 40 den Umbruch der Maueröffnung mit erlebte, bis 2010, als sie im Alter von der 69 Jahren starb. Folge 1, Zibille. Wie aus der alleine ziehenen Mutter und Sekretärin in Ostberlin eine etablierte Fotografin wurde. Also ich wollte eigentlich immer fotografieren. Meine Eltern haben das aber irgendwie nicht für ernst genommen und dann habe ich so eine Kaufmanische Lehre gemacht. Ich habe mit verschiedenen Betriegen gearbeitet nach Herbermager ziehen. Und die Bildredakteuren, die hat mich ermutat zu fotografieren. Und hat gesehen, dass ich da ewig in der Bildredaktion saß und sie ist eine Schülerin von Arnung gewesen. Sie hat gesagt, geht aber zu Arnophischer, der unterrichtet in weißen See, geht doch mal zu dem. Was die Billeberger Mann hier in einem Dokumentarfilm von 2006 in ein paar setzen zusammenfasst, sind die ersten 25 Jahre ihres Lebens. Geboren wird Zibille, Emma, Luise, Pol, am 29. August 1941 in Berlin. Sie wächst in blanken Felde südlich der Stadt auf. Im Krieg zwischen dem deutschen Reich und der Sowjetunion tubt die Schlacht um Kierf. Drei Wochen zuvor hatte die Sowjetunion den ersten Luftangriff aus Berlin geflogen. Drei Wochen nach Zibilles geburt, wird das Tragen des Gelbensterns für alle Juden im deutschen Reich verpflichtend. Als Zibille acht Jahre alt ist, wird die Sowjetische Besatzungszone zur deutschen demokratischen Republik. Zibille und ihre Eltern werden Bürgerinnen der DDR. Vater Otto Pol hatte sich nach dem Krieg zum Lehrer ausbilden lassen. Die Mutter, Herrter, bringt 1951 ein zweites Kind auf die Welt. Zibilles Kleinbruder Frank. Mit 17 Jahren beginnt Zibille eine kaufmännische Ausbildung und arbeitet anschließend als Sekretärin. Im Jahr des Mauerbaus 1961. Heirattet sie den Außenhandelskaufmann Wolfgang Bergemann. Dann wird ihre Tochter Frieda geboren. Zibille ist 20 Jahre alt. Und dann sind wir 61, dann nach Berlin gezogen. Ende 61. Das bin ich mit Kind. In einem anderen Dokumentarfilm, der kurz vor Bergemanns Tod entstand, hält sie ein schwarz-weiß Foto in die Kamera. Darauf ist sie zu sehen, wie sie mit angewinkelten Beinen unter einem Baum sitzt. Auf etwas, das wieder Holzstieg, eines Sees aussieht. Es ist Sommer. Neben ihr steht in kurzen Hosen ihre Tochter Frieda. Etwa anderthalb Jahre alt. Wo ich finde, ich sehe selber aus wie ein Kind. Nach einem Jahr bekam ich einen Krippenplatz. Dann habe ich wieder angefangen zu arbeiten. Ich habe mich über das Öl in die Ruhge zu gehen. Ich habe mich scheiden lassen. Und war dann alleine mit dem Kind. War aber immer noch besser so. Ich hatte keine konkrete Vorstellung. Ich wusste immer, irgendwas wird kommen. Was kam? Auf Anraten ihrer Kollegen bei der Zeitschrift das Magazin, wo sie bille, mittlerweile als Sekretärin arbeitet, besucht sie ab und an, ohne eingeschrieben zu sein, den Unterricht des Fotografen Arno Fischer, an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin weißen sie. Ja, wie viele anderen haben alle immer gesagt, dass das so ein toller Fotografer und so. Und dann hatte damals so eine alte Kutte immer an. Und wenn er kam, muss ich immer rausgehen, weil ich dann immer für euch die Hände gekriegt habe. Arno Fischer ist zum damaligen Zeitpunkt 38 Jahre alt, 14 Jahre älter als sie bille und vier Pfarrer Vater. Ab jetzt und für die kommenden 44 Jahre bis zu ihrem Tod ist er der Partner, sie bille Bergemanns. Er verlässt die Mutter seines jüngsten Sohnes und zieht mit sie bille in einer anderthalb Zimmerwohnung in der hernuffaschen Straße 2 in Berlin Mitte. Frieda, die kurz vor der Einschulung steht, wird zwei Jahre lang bei ihrer Oma in Blankenfelde leben. Die hat angefangen zu fotografieren und war irgendwie in Arno frisch verliebt, keine Arnung. Und war mit Sicherheit besser für mich als wenig, irgendwie jeden Abend bewartet, hätte das hier nach Hause kommen oder keine Arnung. Und mir ging es gut bei meiner Oma. Das hast du ihr später ab? Hast du ihr es vorgebracht? Ich glaube, ich habe ja das mit Sicherheit mal vorgeworfen, bestimmt. Aber im Nachhinein reflektiert, ging es mir gut da. Frieda von Wild ist heute selbst Mutter einer erwachsenen Tochter, Lilly von Wild. Seit dem Tod sie bille Bergemanns und dem Arno fischer's nur zehn Monate später, können man Tochter und Enkel in sich um ihr photographisches Erbe. Sie sind wahrscheinlich diejenigen, diese bille Bergemann als Person und Fotografen am besten kennen und gehören zu meinen wichtigsten Gesprächspartnerinnen für diese Recherche. Zwei Mal habe ich sie in Magarit-Nhof besucht, Ausschnitte aus unseren Gesprächen, werden in allen vier Folgen zu hören sein. Nachdem sie also das Fotografieren im Dialog mit Arno Fischer Autodidaktisch gelernt hat, arbeitet Bergemann frei beruflich. Zuerst für das Magazin, dann für die Zeitschrift für Kunst und Literatur-Sontag, deren Redaktion sich am Hausfuck-Teilplatz befindet. Ab 1970 dann, fotografiert sie regelmäßig Mode für die Sibille. Die übrigens nicht wegen der Fotografen so heißt, sondern nach ihrer Mitgründerin, sie bille Bodengerstler. Sie war 1940 als sogenannte Halbjüden nach Paris emigriert und vier Jahre später, nach Berlin zurückgekehrt, um sich an politischen Aktionen gegen das NS-Regime zu beteiligen. Als einzige Mode illustrierte der DDR, erscheint sie bille zu hochzeiten zwei monatlich mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren. Macht einer Ausgabe pro 42 Frauen. Wie oft im Alltag der DDR ist auch hier mangel. Jedes Exemplar findet mehrere Leserinnen und Leser. Das Sibille-Ideal ist die selbstbewusste, gebildete, arbeitende Frau. Mode versteht man nicht als etwas frivoles, sondern als Teil der Kultur. Einer von Bergemanns ersten größeren und bis heute vielleicht bekanntesten Beiträgen für die Zeitschrift sind die Mode und Portrait-Fotografien der 19-jährigen Schauspielerin Katharina Talbach. Damals aus Sommelmitglied der Berliner Volksbühne. Fast durchgängig in Schwarz-Weiß sieht man die französisch elegant wirkende Talbach mit bastem Mütze, gepunktetem Halstuch und im Samtkostüm. Sie pulsiert unter der Hochbahntrasse auf der Schönhauser-Alleh, der fast drei Kilometer lang sechs spurigen Ausfallstraße durch den Prenzleuer Berg. Oder sitzt bei Zigarette und Kuchen im Wiener Café. Als Modell ist die junge Frau nicht leeren Leinwand zur Präsentation der Kleide, sondern Persönlichkeit. Eine Frau mit eigener Geschichte. Katharina Talbach erinnert sich 2010 an einem Fernsehinterview folgender Maßen. Wie es zur Stande gekommen ist, das weiß ich gar nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich enorm stolz war, dass man mich kleins Werk für eine Modessession wollte. Sie bille war für mich vom ersten Augenblick an Toll. Erst mal fand ich sie eine wunderschöne Frau. Fand ich dachte, sie haben so eine schöne Frau. Sie steht hinter der Kamera, die müsste da vorstehen. Aber was ist das für eine Stadt dieses Ostberlinen der 1970er und 80er Jahre in dem Siebülle Bergmann lebt? Welche Arbeitsbedingungen findet sie hervor? Um das herauszufinden, treffe ich Grischer Meier in einem Café am Schiffbau oder 12. Im Erdgeschoss jenes Haus ist in das 2. Etage Bergmann mit ihrer Tochter Frieder und ihrem Partner Arno Fischer ab 1976 lebt. Meier lern Siebülle über seine damalige Freundin kennen. Er studiert Gebrauchs Grafik an der Kunsthochschule in weißen See und wird ein Freund der Familie. Seiner Vermittlung ist es zu verdanken, das Bergmann von 1987 bis 1990, am deutschen Theater 2 Inszenierung des dramatikers Heiner Müller fotografiert. Heute sitzen hier Frühstücksgeße mit Blick aufs Wasser. Der Verkehr raust über die Weiden damal Brücke, ist herstriger Esbarnbetrieb. Das schaut Bergmann von den 3 Vorderen Zimmern der geräumigen Wohnung aus auf die Spree und den Grenzübergang Bahnhof Friedrich Strasse. Auf die Boote der DDR-Grenzkontrolle, auf die kleine Ausreisehalle mit dem Flachtach, den Trinpalast. Der heißt so, weil die DDR-Bögerinnen hier die Freunde und Verwandten verabschieden, die zurückkehren in den Westen oder die DDR für immer verlassen. Frieder von Wild macht nach dem Abitur erst eine Ausbildung zur Schriftsetzerin dann zur Fotografen. 1988 stellt sie einen Ausreiseantrag und siehlt nach West Berlin über, wo sie als Modedesignerin arbeitet. Sie erinnert sich an ihre erste Zeit im anderen Teil der Stadt. Ich musste erst mal mit der Obern auch so ein paar Stationen abfahren um die Stadt, in der ich geboren bin, die ich irgendwie nur zu einem Drittel.
und wie kannte Versuchen zu begreifen. Das sind auch so Sachen, die ich übernehme, dass ich das Meinen Geburtstatt zu uns verdritten vorenthalten wurde. Der Alltag der Familie Fischerberg im Austeil der Stadt spielt sich auf wenigen Quadratkilometern im Bränzler Berg- und Mitte ab. Gemeinsam mit Grischer Meier mache ich einen gedanklichen Spaziergang durch dieses überschaubare Berlin. Hinter uns ist das Berlin aus Sombel. Das deutsche Theater ist. Stückchen weiter hier in der Straße runter. Wie in der Straße runter. Aber ich trase runter. Da drüben Atmieralspalast war das Presse-Kaffee. Die Straße, die Friedrich-Straße, weiter runter. War denn diese Wille redaktiv? Ich glaube, es war Bärenstraße. Er war ein Sternstraße. Nur etwa 800 Meter Fußweg waren das von der Wohnung am Schiffdarm. Wie die Berge man es den Namen der schmalen Einbahnstraße abkürzen. Über die Friedrich-Straße zur Redaktion der Sibille. Hier in der ersten Etage des Eckgebäudes in dessen Erdgeschoss heute einen Juvelier in der Marke Rolex verkauft. Arbeiten damals eine Chefredakteuren, meist drei Modegestalterinnen, eine Kulturredakteuren oder eine Kulturredakteur, zwei technische Herstellerinnen, eine Schneiderin, eine Sekretärin und ein fest angestellter Kraftfahrer. Eine der Modegestalterinnen ist Claudia Engelbrecht. Als Redaktören sind die Modegeschichten, kasset Leinmodelle, entwirft und näht auch mal Kleide. Übernimmt das Styling und manche auch das Schminken der Models. Fotografiert mit unter, schreibt Texte, sucht Fotos aus und baut das Layout vor. Mit Werbung und Anzeigenkunden hat sie nichts zu tun. Die gibt es in der Sibille schlecht weg nicht. Die Mode strecken hingegen, zeigen Dinge, die es in der DDR-Mangelwirtschaft nicht zu kaufen gibt. 23 Jahre lang arbeitet Engelbrecht mit Sibillebergemann zusammen. Gemeinsam realisieren sie unzählige Mode-Serie. Engelbrecht ist ein Erdleben des Archiv für Sibille, die Zeitschrift und Sibille die Fotografen. Das war mir ein Freude, sie zu treffen. Nur ihre Stimme macht nicht immer was sie gern hätte, da lassen wir ihre Passagen auf ihren Wunschern von einer Sprecherin vertonnen. Am besten war mit Sibille unterwegs zu sein. Zum Beispiel an der Ostsee, jedenfalls weg von Berlin und allem. Zu viel dem übervollen Wartburg-Kombi. Sibille war Fotografen, Schuffören, Assistentin. Die Fotografen Ute Mala, eine jahrzehnte lange Freundin Bergemanns, hat genau wie er man Werner Mala und Arno Fischer ebenfalls für die Zeitschrift fotografiert. Ich treffe Mala in ihrem Haus in Lehne, nördlich von Berlin, wo sie seit fünf Jahrzehnten zusammen mit Werner Mala lebt. Jede Fotografen, die für diese Bille gearbeitet hat und jeder Fotograf hatte, so sein eigene Sicht auf das Frauenbild. Und das war ja das interessante die Unterschiedlichkeit. Und das war wiederum diese ganze Mischung. Das hat dann eine Selbstausgermacht. Das ist also nicht nur in einer Richtung ging, sondern das ist wirklich von Serie zu Serie auch unterschiedlich war. Geschminkt haben die Modell sich selber. Also das alt war in die Bangerziehung und konnten das noch nicht. Dann hat es die Rettöhrn gemacht. Bevor wir in die Wursgezungen sind, haben wir ja uns getroffen in der Redaktion. Also die Rettöhrn und Fotografen. Und dann hat man über die Mode sehr gesprochen. Also erstmal was ist es für Mode? Und was hat die Redaktion für eine Vorstellung? Oder was fällt denn der Fotografen ein? Die Modestrecken, die mit sechs bis neun Monaten Vorlauf in Stadtparks, an Badesehen oder auf der Straße fotografiert werden, sollen wie die ganze Zeit schrift, dass sozialistische Bewusstsein, bilden und fördern. Nicht gern gesehen ist, unfärtiges, schmutziges, verfallenes, bereits verfallenes Mobidität. Alles, indem siebe Lebergemann, die für ihre bildertübliche Schönheit, Poesie und oft auch einen leisenden Witz und das Gorile findet. Sie selbst beschrieb das später einmal so. Wir haben natürlich immer versucht, das doch so zu machen, wie wir das gut finden und mit unter ihnen was unter zu jubeln und in der Rufen, dass das nicht merken. Und mit unterhalts auch keiner gemacht oder war nicht so schlimm. Und manchmal gab es dann eben doch Ärger, aber wenn es gut rupf war, was gedruckt, dann gab es sich Ärger an der Unruhe. In ihrem 2009 erschienen Essayband, bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin. Beim Versuch über ostdeutsche Identitäten schreibt die Psychoanalytikerin und DDR-Bürgerechtlerin Anette Simon. Eine der am meisten verbreiteten Verhaltensweisen sei es gewesen. Sie tat die Gesetze des Staates mit klamheimlicher Freude, hinten rum außerkraft zu setzen oder zu umgehen. Also nicht die offene Auseinandersetzung und den offenen Konflikt zu suchen. Dies war oft so gefährlich. Utamaler erinnert sich. Also am besten, was immer, wenn die klare Ansage von der Redaktion kam, ich meine jetzt, eine schwere Redaktion, ja. Ähm, geht doch bitte mal in die Neubaugebiete. Lasst doch endlich diese alten Mauern, diese Kauen, Ecken, ja. Also wenn diese Ansage kam, geht doch mal dahin. Das war immer gut, weil man dann genau das andere gemacht hat. Ach so, einen Film hat nicht veröffentlicht. Und da hat die zu mir gesagt, "Ziebissen, warum wär's nicht veröffentlicht?" Und wir wissen es auch. Etwas ähnliches passiert sie, die Bille Bergemann nach einem berühmt gewohnten Vorfall. In der gedrückten Ausgabe war das schlecht gelaunte Gesicht und das war verbessert worden. In dem die Rettusche nachdrücklich die Mundwinke nach oben gezogen hat. Klau, der Engel breicht? Jede neue Zibille Ausgabe landete aus der Leipziger Druckerei kommend zuerst in der Redaktion. Der folgende Disput fand zwischen der Chefredaktörin und mir statt. Und den habe ich Zibille Bergemann umgehend mitgeteilt. Wer war das? Das werden wohl die Hersteller in der Leipziger Druckerei gewesen sein. Denen wird das nicht gefallen haben. Die Chefredaktörin Lapida. Zibille wollte nie wieder für die Zibille arbeiten. Hat sie doch? Dass die Zibille das gewünschte Bild des Sozialismus und seiner Frauen transportiert, darüber wach das höchste Organ in der sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, das Zentralkommitie. Genau, das ist ein Frauenabteilung. Wenn uns die Abteilung Frauen der SED reinredete, gelang es uns, modere Daktörinnen und freundlich abzuschotten, da war das alle zwei Monate herausgebracht, erheft bereits gedruckt, erschienen und die Kritik nebenher, altes Mauerwerk, an altzurachen, da schauen Steintraurige Mundwinkel. Die Bemerkung, Zibille Bergemann sei eine Friedhofphotografin, kam allerdings vom Ehemann an der Kollegin. Das fand ich besonders bescheuert und sehr ärgerlich. Zur Beruhigung, zur Mittagessen, zur Verabredung mit auf der Straße gekasteten Leinmodellen, gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Zibille, 200 Meter die Friedrichstraße hinunter, ecke unter den Linden. Da befindet sich das Espresso. Noch einmal Ute Mahler. Und da kam immer, wer das deswegs, manchmal da, so eine Besprechung, dann halben Tag. Weil immer tolle Leute kamen, die man kannte, oder? Und ja, also die Zeit haben wir uns schon genommen, auf die zufälligen Begegenungen. Grischer Mayer. Das Espresso ist natürlich eine sonnabbare Aniliegenheit, das war dann ein Glücksumstand für Freiberufler. Man kam da irgendwie um 11 zum Frühstück. So. Und da sammelt es sich sozusagen eine merkwürdige Mischung von Leuten. Einerseits die Leute fand er sie billere Reaktion. Das war ja diese Schwaffmischläufe. Ansonsten gab es viele Kaliner, Künstler, Designers, also Leute, also in Lebensweise hatten die eben den Form mit der Freie gegeben hat. Studenten? Studenten kann ich nicht vorstellen, von der Humboldt? Von der Humboldt und die Klaf, vor allem die Kultur- und Schaffstudenten. Und zwar eine Brunte Mischung. Und dann gab es natürlich Leute von der komischen Opa, die Straße gegenüber die Straße, über die Straße. Und dann lebten, währendstraße eben auch. Und da kam dann also Leute aus der Technik bühnen, Leute, Zonsfheit, also alle Möglichen. Das war eine sehr bunte Mischung. Es ging so um 11, um 12 Uhr mittags los und ging den ganzen Schaffstudenten. Mockerweil, die der Erbe, Grüßte, Essen, Watt. Also man kriegte ein Kennchen Mocker. Und alles war auch nicht teuer. Einige fingen mit dem Weißwein an, andere machten das so gründig, dass sie dann gar nicht, also ihre Mittagspause, die dann endete im Erstprasse und die Gegend gar nicht mehr zurück. Krischer Mayer erinnert daran, dass die meisten Privatwohnungen kein Telefonanschluss hatten. Damit waren die einzigen Möglichkeiten, verfreundenden und gleichgesinnte, sich zu begegnen und auszutauschen, langfristige Verabredungen oder unangekündigte Besuche. Oder man traf sich an Orten wie Cafés oder Kneipen. Im Gegenteil, es war eher eine installelle Struktur, in der Leute sich auch ausgetauscht haben. Und man ganz ehrlich gesagt, in der Leute sich auch ihre gewissen Systemdistanz gegenseitig versichert haben. Es ist sehr schwierig, wenn man so was alleine machen muss. Mit dieser Systemdistanz begeben wir uns von den öffentlichen Orten und den Straßenberlins gewissermaßen hinein in die Privatwohnungen, die in der DDR-Gesellschaft versuchten, ihre eigenen künstlerischen Freiräume zu gestalten. Jetzt darf er eine Vorstellung vom Arbeitsalltag sieben.
Bergemanns in den letzten zwei Jahrzehnten der DDR gewonnen haben, lernen, wie sie in der zweiten Folge als Gastgeberin kennen, als begnadete Köchen und veranstalteren Rauschen da feste. Die Bille Bergemann, die Frau hinter den Bildern, wird konzipiert, recherchiert und moderiert von mir an der Wack. Ich bedanke mich bei meinen Gesprächspartnerin für diese Folge, wieder von Wild, Risha Meier, Ute Maler, Claudia Engelbrecht sowie als Sprecherin, Barbara Freier, Aufnahmeleitung August Simon's, Produktion Artits. Dieser Podcast wird ermöglicht durch den Förderverein der Berlinischen Galerie, Landesmuseum für moderne Kunst, Fotografien und Architektur. Die Ausstellung "Sibille Bergemann" statt Landhunt, Fotografien 1966 bis 2010, in der ein Rahmen dieser Podcast entsteht, ist noch bis zum 10. Oktober in der Berlinischen Galerie zu sein. Auf der Website des Museums ist bisher unveröffentlich das Archivmaterial aus dem Umfeld "Sibille Bergemanns" zu finden. Eine Playlist, Videos und natürlich jede Menge Fotografien zu allen Fallen. [TYK Leo] [TYK Leo] [TYK Leo]
Podcast Summary
Key Points:
Der Podcast beschäftigt sich mit dem Leben und Werk der bedeutenden deutschen Fotografin Sibylle Bergemann.
Sie begann ihre Karriere als Sekretärin und wurde Autodidaktin, inspiriert durch den Fotografen Arno Fischer, mit dem sie später zusammenlebte.
Bergemann fotografierte ab 1970 regelmäßig Mode für die DDR-Zeitschrift „Sibylle“, die sich an die selbstbewusste, berufstätige Frau richtete.
Ihre Arbeit zeichnete sich durch poetische Bildsprache und einen subversiven Humor aus, der die offiziellen Vorgaben des sozialistischen Realismus oft unterlief.
Die Fotografin umging behördliche Vorgaben, indem sie statt Neubaugebieten lieber alte, verfallene Mauern und Ecken ablichtete und damit die gewünschte Ästhetik hinterfragte.
Ihr Privatleben war eng mit ihrer Arbeit verknüpft; sie lebte mit Arno Fischer und ihrer Tochter Frieda in Ost-Berlin und pflegte ein reges Künstlerleben in Cafés und Wohnungen.
Der Podcast zeichnet ihren Werdegang von den 1960er Jahren bis zu ihrem Tod 2010 nach und beleuchtet die besonderen Bedingungen des Fotografierens in der DDR.
Summary:
Die erste Folge des Podcasts „Sibylle Bergemann – Die Frau hinter den Bildern“ zeichnet den Werdegang der Fotografin von ihren Anfängen in den 1960er Jahren in Ost-Berlin bis zu ihrer Etablierung als Modefotografin für die Zeitschrift „Sibylle“ nach. Geboren 1941, wuchs sie in der DDR auf, machte eine kaufmännische Lehre und arbeitete als Sekretärin, bevor sie auf Anraten von Kollegen autodidaktisch das Fotografieren lernte. Entscheidend war die Begegnung mit dem Fotografen Arno Fischer, der ihr Partner wurde.
Ab 1970 fotografierte sie regelmäßig für die „Sibylle“, das führende Mode- und Kulturmagazin der DDR. Ihre Arbeit war geprägt von einer poetischen, oft subversiven Ästhetik, die bewusst gegen die staatlichen Vorgaben des sozialistischen Realismus verstieß – etwa indem sie statt Neubaugebieten alte, verfallene Ecken ablichtete. Die Podcast-Folge schildert ihren Alltag im Künstlermilieu Ost-Berlins, die Zusammenarbeit mit Redakteurinnen und Models sowie die besonderen Arbeitsbedingungen in der Mangelwirtschaft der DDR.
Interviews mit ihrer Tochter Frieda, der Fotografin Ute Mahler und dem Freund Grischa Meyer geben Einblicke in ihr Leben und ihre Arbeitsweise, die von persönlicher Freiheit und kreativem Widerstand gegen das System geprägt war.
FAQs
Sibylle Bergemann war eine bedeutende deutsche Fotografin, die in Ostberlin lebte und arbeitete. Sie wurde am 29. August 1941 geboren und starb 2010.
Sie begann als Sekretärin bei der Zeitschrift 'Das Magazin' und wurde von einer Bildredakteurin ermutigt, zu fotografieren. Autodidaktisch lernte sie bei Arno Fischer an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee.
Sie fotografierte für 'Das Magazin', die 'Sonntag' und vor allem für die Mode- und Kulturzeitschrift 'Sibylle', wo sie ab 1970 regelmäßig Mode- und Porträtaufnahmen machte.
Ihre Bilder zeigten oft Poesie, Schönheit und einen leisen Humor, manchmal auch morbide Elemente, was nicht immer den sozialistischen Idealen entsprach. Sie umging geschickt die Zensur, indem sie unliebsame Motive wie alte Mauern oder traurige Gesichter einbrachte.
Arno Fischer war ein Fotograf und ihr Partner ab den 1960er Jahren bis zu ihrem Tod. Er unterrichtete sie autodidaktisch im Fotografieren und sie lebten und arbeiteten gemeinsam.
Es gab Zensur durch das Zentralkomitee der SED, das ein bestimmtes Bild des Sozialismus und der Frauen fördern wollte. Bergemann umging dies, indem sie ihre eigenen ästhetischen Vorstellungen einbrachte, was manchmal zu Konflikten führte.
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