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1 - OUBAITORI - sich lost fühlen und warum wir das als etwas Positives sehen wollen

57m 55s

1 - OUBAITORI - sich lost fühlen und warum wir das als etwas Positives sehen wollen

Der Podcast behandelt das Gefühl „lost zu sein“ als zentrales Thema der Folge. Die Co-Hosts erklären, dass dieses Gefühl kein negatives Zeichen ist, sondern ein natürlicher Zustand des Übergangs zwischen Lebensphasen – etwa zwischen Schulen, Arbeitsplätzen oder Wohnorten. Sie betonen, dass es oft mit Unsicherheit, Überforderung und Angst einhergeht, aber gleichzeitig auch mit Potenzial für Neugestaltung und persönliches Wachstum verbunden ist. Ein zentrales Konzept ist die Sichtweise, dass Gefühle wie „Lost“ nicht als fehlerhaft, sondern als Signale interpretiert werden sollten, die auf eine innere Veränderung hinweisen. Die Beteiligten teilen persönliche Erlebnisse mit: beispielsweise beim Wechsel von Schule oder beim Rückzug aus einem früheren Lebensort. Sie betonen, dass solche Zustände durch Routine, Rituale und empathische Beziehungen unterstützt werden können. Der Podcast stellt außerdem die Bedeutung der Sprache hervor: ohne spezifische Begriffe wie „lost“ wäre eine tiefgreifende Wahrnehmung solcher Emotionen schwierig. Besonders auffällig ist, dass das Gefühl „lost“ in der jüngeren Generation zunehmend diskutiert wird – etwa als „Jugendwort des Jahres 2020“ – und dass es durch die Integration von englischen Begriffen in die Deutsche Sprache neue Ausdrucksformen ermöglicht. Die Hosts schließen mit dem Grundsatz, dass es normal ist, sich verloren zu fühlen, und dass es wichtig ist, diese Erfahrungen wahrzunehmen, nicht zu verdrängen, und aus ihnen Nutzen für das eigene Leben zu ziehen. Der Abschluss wird mit einer positiven Affirmation abgeschlossen: „Es ist okay, wenn man nicht weiß, wie es weitergeht – einfach den nächsten Schritt machen.“

Transcription

8668 Words, 50842 Characters

German
Hallo Lea. Hallo Leute. Herzlich Willkommen bei unserer ersten richtigen Folge nach zwei Wochen und wir wollten gerne einfach noch mal kurz anfangen. Ja, ein paar Dinge zu sagen, die wir vergessen haben in der ersten, in der Folge 0, in der wir uns vorgestellt haben zu sagen. Genau, aber erst mal Leute, wie geht es dir? Warm. Definitiv warm. Ja, auch ein bisschen gestresst von der Uni, aber sonst ganz okay. Und dir? Mir ist auch warm, aber wir haben ja schon darüber gesprochen, dass ich daran gewöhnt bin, da es in Kolomien immer warm ist und ich mir vorstellen kann, dass die Hitze gerade in Deutschland als Hitzewelle sehr belastend ist. Aber umso mehr freue ich mich jetzt mit dir hier zu sein. Und genau, wir wollten gerne noch mal über den Titel sprechen. Leute, magst du noch mal kurz sagen, warum wir uns Philippon Ichello entschieden haben. Genau, ja, uns ist aufgefallen, dass wir da in der ersten Folge gar nicht so richtig was dazu gesagt haben. Also, wir können gar nicht so genau begründen, warum jetzt so heißen, dass gibt ja Podcasts, bei denen ist der Name sehr intuitiv irgendwie für so True Crime Podcasts oder so. Das ist bei uns jetzt würde ich mal sagen nicht so unbedingt der Fall, aber irgendwie war es einfach so ein Gefühl, was wir mit diesem Namen verbunden haben. Also wir haben gebrainstormt und das war irgendwie das, was für uns sich am stimmigsten angefühlt hat. Ich muss dazu sagen, wir haben nicht nur gebrainstormt, wir haben eine ganze Präsentation erstellt, mit einem wirklichen Namen und der Begründung, warum das passen könnte. Und uns ist danach aufgefallen, das habe ich glaube ich auch bei der letzten Folge gesagt, dass ich mich mit Zitronen einfach sehr verwunden fühle, auch wenn das komisch klingt. Aber die mir einfach ein so voll gutes Gefühl geben in jeglicher Hinsicht und du einfach Tschello gespielt hast und es war dann irgendwie passend und dieses Gefühl, was Limonitello vermittelt, mit dem können wir uns gut identifizieren, irgendwas schönes, umbeschwertes. Ja und direkt ein kleiner Fun-Fekt am Anfang der Folge. Ich habe tatsächlich am Sonntag, also wir leben gerade an der Mittwoch auf und letzten Sonntag, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben in Limonchello getrunken. Nein, wirklich. Und weil ich mir dachte jetzt, wenn unser Podcast so heißt, Grund Nummer eins, das mal zu probieren. Ja, mein Freund hat ihn auch probiert und er hat mal an der Barge arbeitet, deswegen weiß er, ob der gut war oder nicht oder kann es zumindest ein bisschen besser einschätzen und er meinte ja, es ist jetzt nicht der beste Limonchello, aber kann man trinken. Von daher weiß ich nicht, wie authentisch meine Einschätzen jetzt ist, aber ich fand's gut. Also, sehr lecker. Habt ihr den gekühlt getrunken? Wir hatten ihn zu gau auf einem Straßenfest. Also er war gekühlt, aber ich glaube jetzt nicht Premium. Weil ich kenne das so, dass man denen ins Tiefkühfach legt und ihn dann 10 Minuten da drin lässt und dann ist er so ein bisschen granizalo, also ein bisschen flasche. Ja, das ist ja geil. Ich glaube es kommt aber auch darauf an, welche man dann hat. Ich würde da dein Freund vertrauen, dass er Ahnung davon hat. Also ich habe schon gesagt, wir müssen uns einfach mal Limonchello für zu Hause kaufen und können wir den Seilbau machen. Ja, da wäre ich auf jeden Fall dabei. Und wir gerade bei Limonchello sind, wollten wir noch sagen, dass wir diesen Podcast versuchen, aller zwei Wochen aufzunehmen, beziehungsweise hochzuladen. Wir hatten ja schon technische Probleme, aber wir haben es gut gelöst, deswegen genau versuchen wir das aller zwei Wochen zu machen. Ja, also falls nächste Woche Montag nichts kommt, wisst ihr, ist es nicht aus Versehen, sondern geplant. Genau, genau. Das die heutige Folge hat den Titel "U bei Tori". Wir haben uns überlegt, wir wollen jedem jeder Folge ein Wort zu schreiben und das als Titel nutzen, was wir mit dem aktuellen Thema, was wir in der Folge besprechen wollen zu tun hat. Und wir haben uns dafür das japanische Wort "U bei Tori" entschieden. Ich spreche beide kein japanisch. Ich habe keine Ahnung, ob ich das gerade richtig ausgesprochen habe. Also falls jemand zuhört, der japanisch spricht, es tut mir leid. Aber die englische Definition davon ist, "U bei Tori" bedeutet der idea that people bloom in their own time and in their own ways just like flowers. Und genau, wir wollen heute dafür besprechen. Erst mal der Airport rausgefahren. Jetzt war der Airport rausgefallen. Darüber wollen wir heute sprechen. Genau. Und das heutige Thema soll "lost sein" sein. Also das Gefühl von "lost". Was bedeutet das für dich, Leute? Oder was verbindest du vielleicht auch mit dem Wort "U bei Tori"? Ja, also ich dachte wie fangen vielleicht, oder ich würde für mich direkt erst mal damit anfangen darüber zu reden, was bedeutet das überhaupt? Vielleicht für die Leute, die uns zuhören und nicht direkt wissen, "Oh, habe ich mich selber schon mal losgefühlt?" Was kann ich mir darunter vorstellen? Oder vielleicht kennt man auch Leute, die sagen, "Oh, ich fühle mich gerade so los" und man weiß gar nicht so richtig, wie soll ich jetzt einordnen, wie sich die andere Person fühlt. Und es gibt ja den Unterschied zwischen "to be" los, also dass man wirklich verloren ist oder zu viel lost. Und das worüber wir heute reden, ist halt eben dieses Gefühl davon verloren zu sein irgendwie. Aber jetzt nicht in diesem, also es muss nicht immer in diesem überdramatischen Sinne sein von "Oh mein Gott, ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht." Ja, es kann halt auf ganz unterschiedlichen Ebenen so sein. Und für mich bedeutet das eigentlich, also unterschiedliche Sachen. Zum einen bedeutet es für mich, dass man Dinge hinterfragt, die ein bisher als gegeben erschienen sind. Und das führt natürlich irgendwie dazu, dass man ja ins Schwanken kommt, weil das, also wenn ich jetzt davon ausgehe, dass wie ich die Welt sehe, okay ist. Und dann denke ich auf einmal darüber nach, ob das dann wirklich so ist, dann bringt es ja irgendwie so das Fundament, was ich habe ins Wanken. Und es kann natürlich dazu führen, dass man sich lost fühlt, weil man sich dann irgendwie selber umstrukturieren muss. Und vielleicht auch nochmal darüber nachdenken muss, wie bin ich bis her mein Weg gegangen, wie möchte ich weitermachen. Für mich hat das aber auch was damit zu tun. Vielleicht ist eine Phase zu Ende, aber die neue Phase hat noch nicht ganz angefangen. Und man ist irgendwie in so einem Schwäbezustand dazwischen. Also das kann sein zwischen einem Job und dem Nächsten oder zwischen einer Phase im Schulsystem und dem Nächsten oder zwischen Beziehungen oder auch zwischen Freundschaften, zwischen Wohnorten. Es kann irgendwie ganz unterschiedlich sein. Genau. Ich finde es bedeutet jetzt nicht unbedingt, dass etwas wegbrechen muss. Das kann natürlich sein, aber es muss nicht so sein. Du kannst sich auch losfühlen, wenn eigentlich gar nicht so viel anders ist, als zuvor. Aber vielleicht sind irgendwie so, ich weiß nicht, ich finde manchmal hilft es, wenn man sich so Dinge verbildlicht. Und wir haben dabei schon mal darüber gesprochen. Ich glaube, du hast ein ähnliches Bild am Kopf, dass man irgendwie so Seulen hat im Leben, auf denen man so gestützt ist. Und für mich ist irgendwie los sein, also vielleicht ein bisschen das Gefühl, hier ist ein Filer, der ist jetzt vielleicht nicht durchgebrochen, aber der hat vielleicht ein bisschen Renovierungsarbeit nötig. Und das bedeutet für mich irgendwie los sein. Aber wie ist es denn bei dir? Ich finde, das ist eine total schöne Metapher mit der Säule, die Renovierungsbedürftig ist oder generell Renovierungsbedarf hat, weil das ja auch wieder zeigt, dass es ein Zustand ist, der eine Veränderung impliziert irgendwo. Also für mich, also ich kann mich total damit identifizieren, was du gesagt hast, weil für mich ist das auch so ein Zwischenzustand. Genau zwischen irgendwie etwas, was die ganze Zeit für mich als gegeben war und plötzlich bericht das halt irgendwie weg und ich fühle mich in so einem gemeintes, glaube ich, Schwebezustand und ich finde es ganz witzig, weil wenn ich so darüber nachdenke, wie sich dieses Gefühl für mich anfühlt, dann ist es für mich irgendwie, es ist irgendwie so ein Adrenalin und gleichzeitig aber natürlich irgendwo auch Angst. Also Angst ist jetzt ein sehr großes Wort, aber es fühlt sich so, ich habe irgendwie Angst davor, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht und weil natürlich das, woran du gewöhnt bist, irgendwo wegbricht. Aber andererseits hat es auch total viel mit Adrenalin zu tun, weil man eigentlich so viel oder so zuversichtlich ja auch ist auf das, was kommen kann. Also es ist so ein Zustand von, ich weiß gar nicht, was abgeht und das macht mir Angst, aber gleichzeitig freue ich mich auch darüber, weil es so ungewiss ist. Ich finde, ungewissheit hat immer so zwei Seiten, zumindest ist das Gefühl, was es bei mir auslöst. Wie würdest du das beschreiben bei dir? Kannst du das Gefühl einordnen? Ja, also ich würde sagen, bei mir ist es auf jeden Fall am Anfang häufig erstmal diese Überforderung. Also diese Moment, wo ich mir denke, achte meine Güte, ich habe keine Ahnung, was ich eigentlich mache, was jetzt nächstes kommt und auch irgendwie so diese damit zusammenhängende Angst. Und früher da später kommt bei mir dann aber auch immer dieser Moment, wo ich so mal gehe. Mit jeder Veränderung kommt auch die Chance, dass man was richtig, richtig gut ist daraus macht. Ja, also ich würde sagen sehr ähnlich, bei mir kommt es halt nacheinander. Ja, ja, ich glaube aber, dass es auch etwas, was man lernen kann, weil wenn ich mich daran erinnern, in den ersten Moment, an die ich mich erinnern, in den ich dieses Gefühl hatte, habe ich das super negativ gesehen und musste dann erst mit der Zeit lernen, beziehungsweise bin noch dabei in diesem Lernprozess das eben als was positives zu sehen. Also dass man das zuerst super negativ war, denn dieses Gefühl der Überforderung sich negativ anfühlt und dann sich aber darauf besinnt und es reflektiert und schaut okay, dieses Gefühl ist gerade zwar, es fühlt sich zwar super negativ an, aber wie du gerade gesagt hast, hat das super viel Potenzial und es ist auch eigentlich verwichtig dieses Gefühl auch, ja wahrzunehmen und nicht wegzuschieben, sondern zu akzeptieren und irgendwo auch zu nutzen, um diese Veränderung dann halt eben hervor herbeizuführen. Absolut, ich hätte direkt eine Frage, Leute, und zwar in welchen Situationen hast du dich denn losgefühlt oder hast du eine bestimmte Situation, die du gerne teilen wollen würdest? Also ich würde sagen, ich habe mich schon oft losgefühlt. Also ich möchte eine Person treffen, die das nach unserer Beschreibung nicht sagen würde, aber ja auf jeden Fall würde ich sagen nach. Oh Gott, ich glaube eigentlich nach jedem Wechsel von der Lebensphase, also nach dem Kindergarten, nach den Grundschulen, dann nach dem Abi. Ich glaube nach dem Abi war so ein extremer Moment, weil ja, ich glaube das ist auch so ein bisschen. Ich finde es einmal schwer, das so zu generalisieren mit Generationen, aber ich glaube, das ist ein der Probleme unserer Generation, was der den Generation vor uns manchmal schwerfällt, nachzuvollziehen, dass wir halt dieses Problem haben von, wir haben riesig viel Auswahl, wir können eigentlich alles mit unserem Leben anstellen und genau diese riesige Auswahl ist super befordern. Und genau es war das bei mir, weil ich halt ein super neugieriger Mensch bin und ich kann mich für eigentlich alles interessieren. Also, ich hatte auch so meine Fächer, die ich nicht so mache in der Schule habe ansonsten, ich konnte mir so viele Sachen vorstellen. Ohne wird es meine Liste an möglichen Studien gingen, war so lang. Ich dachte mich, ich dachte mir wirklich, also gefühlt die Art und Weise, wie ich jetzt hier entscheiden muss, was ich studiere, ich könnte so ein Rad aufbauen, so ein Glücksrad und ich drehe einmal und. Ja, das wird's dann. Und war so? Nein, tatsächlich, also ich habe mir einfach sehr viel Zeit gelassen, habe praktikal gemacht. Und ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht, hab ich im Nachhinein so zufrieden mit meiner Entscheidung bin. Also manchmal habe ich so einen Moment, wo ich mir denke, ich hätte auch was anderes machen können, was auf meiner Liste stand. Und das sind auf jeden Fall Interessen, die nicht weggegangen sind. Gleichzeitig ist es, glaube ich, auch als eine Person, die so viele Interessen hat, schwer eine in Anführungszeichen richtige Entscheidung zu treffen, weil man diesen Gedanken, oh, was anderes ist ja auch toll, wahrscheinlich immer hat. Genau, aber da habe ich mich auf jeden Fall sehr lust gefühlt. Ich glaube, also ganz kurz zum Thema Entscheidung, ich glaube aber, wenn man Entscheidungen als einfach als Teil des Prozesses sieht und nicht als richtig oder falsch einschätzt oder einordnet, dann gibt es gar nicht, also dann musst du gar nicht daran zweifeln, dass es die eventuell richtige Entscheidung war, sondern zwar die Entscheidung, die du aus dem bestimmten Grund zu der Zeit getroffen hast. Und ich erinner mich an dem Moment oder an die Zeit, wo du gesagt hast, ich interessiere mich bei so viele Sachen, wie soll ich mich entscheiden? Und irgendwas hat dir dazu geführt, dass aus bestimmten vielen Gründen du jetzt eben das studiert hast, was du studierst. Und genauso wirst du dann die nächste Entscheidung treffen, wo du arbeiten wirst oder was Neues studierst oder du wirst tätowierer und ich weiß was nicht. Event-Management, wer weiß? Und das weißt du, wenn man das nicht so einordnen, denke ich mir immer so, dann ist jede Entscheidung irgendwo die richtige gewesen, in dem Moment. Ja, ich glaube auch manchmal ist das Beste, was man machen kann, einfach erst meine Entscheidung zu treffen und abhängig davon, ob es jetzt in der Anfangszeichen richtig oder falsch ist. Ja, weil das ist so eine Sache, also ich kenne das sehr gut, weil ich mich meistens sehr schlecht entscheiden kann. Wenn man jetzt eine Hokuskurpe glaubt, dann ergibt es auch Sinn, weil ich wahrgewinne. Genau, auf jeden Fall. Und auf jeden Fall merke ich halt jedes Mal, es fühlt sich so gut an, wenn man endlich eine Entscheidung getroffen hat, weil man nicht mehr diese Last hat, das abwegen zu müssen. Ja, aber wann hast du dich denn schon Lust gefühlt? Jetzt gerade, ich kann das sehr gut nachvollziehen mit denen, ich glaube das ist ja auch so die stereotypische Definition von diesem Lustgefühl, das bei lebensverändernen Situationen oder Lebensabschnitzfasen dieses Gefühl aufkommt, was ja irgendwo auch logisch ist, weil du dadurch dich ja irgendwo weiterentwickeltst, also wenn du dieses Gefühl dann hast, das bringt dich dann dazu reflektieren und wieder einen neuen Weg einzuschlagen. Deswegen habe ich das auf jeden Fall auch bei diesen Abschnittsfasen gehabt. Ich habe auch in der Grundschule, ich erinnere mich nach der vierten Klasse. Ich weiß, dass zwei Leute zuhören, die auch in meiner Grundschule waren und wir hatten früher eine Bande, also wie die wilden Hühner und wir waren die Flying Summer Kids. Aber wir hatten auch ganz viele Namen, ja, und ich erinnere mich, dass ich hatte das Gefühl bei mir, ich war die einzige, die das so richtig doll getroffen hat. Vielleicht habe ich das auch anders wahrgenommen, ich habe wirklich, ich habe wieder darüber geschrieben, dass ich, ich wusste nicht, wie ich weiter leben kann, aber wie soll ich jetzt in eine neue Schule gehen und all diese ganzen Erinnerungen bleiben in dieser Zeit und ich bin gar nicht klar gekommen, ich bin wirklich, ich bin an die Orte gefahren, wo wir immer zusammen waren und ich bin da so lang gelaufen und habe meine Hand an diesem Zaun gelegt. So ganz, ja, ich war wirklich sehr, sehr schlimm. Oh mein Gott, ja. Und ich glaube, das war auch, ich glaube, das Gefühl von "Lost" hat sich damals anders angeführt als jetzt. Aber ich bin nur ganz kurz was dazu sagen, damit du dich nicht so allein damit fühlst, meine Mama hört den Podcast auch und sie wird jetzt wahrscheinlich nicken, wenn ich diese Sache erzähle. Und zwar nachdem ich von der Grundschule ins Gymnasium bin, ging es mit tatsächlich sehr ähnlich. Ich weiß noch, ich hatte mich auf einen Gymnasium beworben, wo ich gern hin wollte und ich wollte da nicht genommen, weil das super beliebt war und bin dann an anderes geschickt worden und wirklich eine Welt ist zusammengebrochen. Obwohl die Wahl des Gymnasiums komplett random war, ich glaube, jetzt kein Grund, warum ich unbedingt da hin wollte. Im Nachhinein kann man auch sagen, gut, dass ich anders Gymnasium bin, wo ich hingegangen bin, weil da habe ich eine meiner besten Freundinnen kennengelernt und meinen Partner auch. Also, das wäre wahrscheinlich nicht passiert ohne diese Situation, aber wirklich ich weiß noch, wie ich in der Küche saß und Rorts und Wasser geholt habe als dieser Brief kam und dann kam im Radio, als ob das nicht besser passen könnte, dieses Lied hier dieser Weg wird kein leichter sein und so was. Und ich habe so gefühlt und jetzt im Nachhinein dicke mir so du über dramatisches elfjähriges Kind ist wie nur im die Wahl des Gymnasiums kaum da und aber wirklich ich kann so nachvollziehen. Es ist wirklich, es fühlt sich einfach so schlimm an. Ich habe mich gerne in den Armen genommen, wir hätten uns bald umarmen können, auch wenn ich dann in der sechsten Klasse war, aber ich hatte das sehr gefühlt und ich erinnere mich, ich habe auch immer, wir hatten ein Lied von unserer Bande und das habe ich dann immer gehört. Das ist mir ein bisschen unangenehm, aber nein, das war ein Demo. Moment war das irgendwie meine Art damit umzugehen und glaube, dass sich das auch mit dem Alter dieses Gefühl auch verändert. Also wahrscheinlich, wenn wir in zwei Jahren darüber sprechen, fühlt sich das wieder anders an oder wir gehen damit ganz anders um. Ja, absolut. Und ich glaube also, wenn ich jetzt eine spezifische Situation nochmal schildern könnte, dann wäre es auf jeden Fall jedes Mal, wenn ich den Ort wechseln und bei mir ist das ja so, dass ich immer für eine längere Zeit an einem Ort lebe, mit dort Leben aufbauen und dann aus bestimmten Gründen dieses Leben sozusagen dort beende und dann immer mal wieder zurück nach Deutschland gehen und dieses Gefühl an ein Ort zurück zu kehren, der eigentlich genau gleiche ist, die Brüsse sind gleich, da ist vielleicht mal neuer Baum gewachsen, aber sonst hat sich eigentlich nichts verändert, alle Menschen an das gleiche Leben weitergelebt und ich komme da zurück und eigentlich ist alles gleich und irgendwie auch gar nichts und das ist glaube ich so das letzte Mal jedes Mal ist es super intensiv dieses Gefühl und das würde ich für mich auch als Losgefühl beschreiben und ich meine jetzt gerade bin ich auch los, aber das habe ich in der Folge null auch schon angesprochen, dass wenn so ein altes Muster wegbricht oder man ganz lange für etwas gearbeitet hat, z.B. ich war 5 Jahre leer am studiert, habe dann als Lehrerin gearbeitet und habe jetzt erstmal diesen Job an den Nagel gehangen sozusagen und es ist so komplett diese Säule, die du vollen beschrieben hast, bericht gerade komplett weg, also dies ist nicht nur renovierungsbedürftig, sondern gefühlt ist gar eingebrochen und dadurch ist es auch gerade ein Gefühl, was sehr präsent ist bei mir. Verstehe ich total, vielleicht ist es sehr ein guter Übergang zu so ein bisschen auch der Frage, warum konnotieren wir, los sein eigentlich negativ, beziehungsweise haben wir auch schon mal Situation erlebt und den wir uns losgefühlt haben, die wir aber positiv waren im Konten. Genau, wie ist das dabei dir? Also ich glaube ein Grund und ich möchte jetzt nicht über das Schulsystem Renten, weil dafür können wir gerne einen neuen Podcast starten, der nur heißt, wir renten lieber das Schulsystem, aber ich glaube schon oder ich bin davon überzeugt oder ich spreche dafür mich, dass wir so defizit orientiert aufwachsen, dieses Schulsystem, also Fehler, einfach als, ja, als es in das Zentrum stellen und dadurch einfach defizitorientierung, ein aktiver Teil von unserem Lernprozess ist, dass wir dieses Gefühle, die sich vielleicht für uns negativ anfühlen, immer als negativ wahrnehmen und als schwächer sehen und nicht als stärker, sondern dass du diese Gefühle hast und dass du diesen Zustand des Lost Science überhaupt erfährst, ist ja was total positives. Also das ist ja eigentlich auch was total cooles, auch wenn du natürlich aufgesagt hasten ist, eine Überforderung und das fütze ich erst mal unangenehm an, aber trotzdem ist es eigentlich auch was total cooles, weil es dir auf voll viele neue Möglichkeiten gibt und dein Kopf ja auch frei denken kann. Also ich glaube es hat unglaublich viel mit dem Umgang mit Fehlern, aber auch mit Emotionen zu tun, nicht nur im Schulsystem, auch generell in der Gesellschaft, wie wir sozialisiert worden sind. Genau, wie siehst du das? Ja, ich würde dir da auf jeden Fall zustimmen. Ich meine alles, was wir jetzt hier sagen sind nur unsere Theorien, wir sind da nicht, Profis, wir haben das nicht erforscht oder irgendwas. Ich glaube auch, dass ganz, ganz lange nicht in der Art und Weise über dieses Gefühle gesprochen wurde, wie wir das jetzt mittlerweile tun. Also ich habe ja Ger-Manistik studiert und mach ja gerade, es studiert gerade Literaturwissenschaften und ich setze mich schon auch viel mit zur Sprache auseinander, wie dir auch unseren Alltag prägt, weil mir das echt sehr wichtig ist, dass wir damit bewusst umgehen, weil Sprachen in sehr großen Einfluss auf unser Leben hat und auf unsere Wahrnehmung und ja, das ist halt einer der Vorteile zum Beispiel daran, auch wenn jetzt vielleicht ältere Leute nicht so die Fans davon sind, wenn wir immer mehr Anglizismen in unsere Sprache integrieren, aber der Vorteil daran ist, dass wir halt Worte gewinnen, mit denen wir über unsere Gefühle sprechen können, die es vielleicht im Deutsch gar nicht gibt. Ich will damit nicht sagen, dass es kein gutes Wort gibt oder keine guten Worte um zu beschreiben, was lust, also was sich lust fühlen bedeutet. Aber ich finde, also ich habe lange, bevor wir jetzt diese Folge aufgenommen haben, darüber nachgedacht, wie kann man das im Deutschen sagen? Und ich finde, es ist super schwer und es ist ja also kein Wunder, dass vielleicht auch die Generation vor uns nicht so sehr über dieses Gefühle reden konnten und es vielleicht nicht mal so richtig wahrnehmen konnten, weil das ist auch tatsächlich sprachwissenschaftlich erwiesen, dass wenn man keinen Wort für einen Gefühl hat, kannst du es zwar wahrnehmen, aber es ist so viel abstrakter, weil du sie ja nicht benennen kannst und mit Worten verknüpfen wäre auch bestimmte Konzepte, wir verknüpfen damit Lösungen, wir verknüpfen damit auch, wir reagieren andere Menschen oder wie kann ich reagieren, wenn sich jemand so fühlt und das ist natürlich viel kompliziert, wenn du gar kein Wort für die Situation hast. Und ich würde meinen, das kommt bestimmt auch ein bisschen daher, dass sich das jetzt erst in einem Wort wiederfindet, das wieder überreden kann. Und was vielleicht auch global ist, also in unserer Generation, aber auch in der Generation nach uns ist ja einfach englisch, viel größerer oder viel präsentere Teil, auch durch TikTok und Instagram. Und dadurch wird es auch einfach global, glaube ich, ganz anders gesehen und da nicht mehr auch Fanfekt dazu, das hab ich schon auch schon gesagt, aber lost war tatsächlich das Jugendwort des Jahres 2020. Und ich meine, das zeigt ja auch, also das ist ja, zeigt ja auch irgendwo, wie präsent dieses Thema jetzt in der heutigen Generation wird und ich finde es total spannend, was du gesagt hast. Ja, das Sprache und Kommunikation da eben auch ein großer, eigentlich mit der größte Anteil, ist wieder mit umgegangen, umgegangen wird, weil z.B. in der Schule, so woran ich mich erinnere, haben wir nie immer Emotionen geredet, wie ich mich fühle. Keine Hand, es ging nicht darum, wie ich mich fühle. Das war nicht wichtig, sondern nur, dass ich bestimmte Leistungen erreiche aufgrund von, ja, einem normierten System. Ja, absolut. Voll, genau, aber hattest du denn schon meine Situationen, in der du dich lost gefühlt hast und das positiv wahrgenommen hast? Also ich glaube, ich bin schon relativ erfahren jetzt mit Situationen, in denen ich mich lost gefühlt habe, dadurch, dass ich mich oft auch einfach in diese Situation begehe, dadurch, dass ich eben sehr oft den Ort wechseln, manchmal unfreiwillig, manchmal freiwillig, aber ich hatte letztens ein Moment mit meiner Mitbewohnerin, ich wohne mit einer 64-jährigen Colombianerin zusammen und ich weiß, ich glaube an Schicksal und ich glaube, es war eine schicksalhafte Begegnung, ich lebe jetzt schon ein Jahr mit ihr zusammen und es ist jetzt unser Letzter Monat, das heißt, wir haben genau 12 Monate miteinander verbracht und wir haben 40 Jahre, 35 Jahre, ich weiß nicht, unter Altersunterschied und ich habe trotzdem das Gefühl, wir durchleben immer die gleichen Phasen, also wir hatten die gleichen Breakup mit unserem Boyfriend, dann haben wir jemand anderen gefunden, dann ging das nicht, dann hat sie wieder irgendwie andere Jobs gehabt, ich habe mein Job gekündigt, dann ist sie wieder zurück, also wir haben unglaublich viele Parallelen und was ich so schön finde und das liegt aber auch ein bisschen auf dem spanischen, im spanischen, dass wir sozusagen sehr viel darüber sprechen, wie wir uns fühlen und da sehr, also sehr viel Werte darauf gelegt wird, das Auszudrücken, also das spanische Super, Ausdrucksstark in den Emotion, also man sagt dann ganz oft euch, du bist so herzlich und die Wörter sind auch so emotional geladen, irgendwie habe ich das Gefühl zumindest und sie meinte, wir haben dann eben diesen Losszustand erreicht in der Arbeit, aber auch irgendwo auf der Ebene der Beziehung und wir haben dann darüber gesprochen und ich habe mich eigentlich total, ich habe mich super überfordert gefühlt und ich habe auch super viel gewarnt und sie auch und wir saßen dann am Tisch und da meinte sie so "Ne, wir will you with the flow" ist jetzt auf spanisch gesagt und dann haben wir plötzlich angefangen, hat sie Musik angemacht und wir haben einfach angefangen zu tanzen in der Küche bei every 5-30 Grad, wir haben angefangen zu singen und dann hat sie plötzlich meine mit Bewohnerin ist Künstlerin, hat sie wirklich alle Bilder runtergerissen und hat plötzlich angefangen mit Farben herum zu schmeißen und hat neue Bilder produziert und dann haben wir halt wirklich diesen Zustand, der sich für mich so panägativ angefühlt hat, in was absolut es klingt auch ein bisschen wild, ich weiß, aber ein was absolut positiv ist verbandet, weil es für mich wie so ein Ausbrechen aus diesem sich negativ anführenden Moment angefühlt hat und es war für mich voll Symbolisch irgendwie. Auch wenn es ein bisschen quasi klingt, meine Bewohnerin wird auch wahrscheinlich öfter in diesem Podcast erwähnt, weil die Glück hat mein Spirit Animal ist, muss ich sagen. Ich finde das klingt gar nicht so crazy. Ich finde das klingt eigentlich voll schön, weil das ja einfach nur zeigt, dass ihr es ja vielleicht auch ein bisschen der Vorteile davon, wenn man eine Person hat, die in dem gleichen Moment das gleiche fühlt, dass man sich irgendwie so zusammen aufwaffen kann und sagen kann, hey, wir machen jetzt das Beste draus und let's go. Und ich finde dazu passt voll gut ein Zitat, was ich mir auch zu dem Thema aufgeschrieben habe und zwar ist das von Max Frisch und zwar ist das Zitat. Krise ist ein produktiver Zustand, man muss ihn nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen und ich finde das passt so gut zu dem Gefühl von los sein, weil man denkt dann ja in dem Moment oft, oh mein Gott, meine Welt geht unter. Was mache ich jetzt nur, selbst wenn es irgendwie gar nicht so ein dramatisches Ding ist oder eben doch? Ja und wenn man sich dann eigentlich bewusst macht, so hey, das kommt immer wieder dieses Gefühl und ich hatte das auch schon. Ich habe das schon mal überstanden und wir können aus dieser Situation, ich und vielleicht auch mit der Hilfe von anderen etwas Gutes machen. Ja, ich glaube dann kann man eigentlich nur das Gefühl sogar appräscht jeden. Ja und es passt, glaube ich, ganz gut zu dem Zitat, den wir gewählt haben, weil da ging es ja darum, dass Menschen sozusagen in ihrer Zeit oder in ihrer Eigen mit ihrer eigenen Zeit und in ihrem eigenen Spektrum sozusagen wachsen und ja, die Blumen in der Own Time und es bedeutet ja genau, dass du es gerade gesagt hast, dass man das als was positive sieht und es kommt halt in bestimmten Situationen aus einem bestimmten Grund und es ist einfach nur ein Teil des Prozesses, in dem man sich halt weiterentwickelt. Aber für mich zum Beispiel hat es auch total lange gedauert, das zu akzeptieren. Und ich glaube, das passt ganz gut auch zu dem, ja zu der Frage, wie gehen wir damit um oder Leute, was würdest du sagen, was würdet ihr da einfallen, was machst du uns so bestimmten Situationen, wo du dieses Gefühl vielleicht auch in einem Moment hast, aber vielleicht ja auch irgendwie als Zustand empfindest, weil ich glaube, so ein erster Schritt ist auf jeden Fall, dieses Gefühl nicht wegzuschieben, sondern zu akzeptieren erst mal und es anzunehmen und eben nicht als negativ zu werden, sondern erst mal, okay, erst mal kurz durchatmen, alles ist gut. Ja, also eine Sache, die ich für mich auf jeden Fall in den. Ich würde sagen, das kam schon so, als ich angefangen habe zu studieren, irgendwie mein Kapselt sicher dann doch nochmal von dem ab, was bisher bekannt war und durch so neue Lebensrealitäten, also ich habe dann einfach super viel angefangen zu reflektieren und eine Sache, die mir so klar geworden ist, es gibt keine negativen Gefühle und keine schlechten Situationen. Und ich finde es zum Beispiel, ich weiß jeder geht damit anders um, aber ich finde es zum Beispiel voll wichtig, nicht jedes negative Gefühl oder negative Situationen lösen zu wollen, sondern auch einfach zu akzeptieren, hey, ich bin gerade traurig oder, ich bin gerade wütend, ich bin gerade lost wie auch immer und nicht, dass man immer sagt ja, wir machen jetzt das und das und dann geht sie sofort besser, sondern ich glaube nämlich, wenn man sich immer ablenkt oder immer diese Gefühle von sich weg schiebt, dann kommt es einfach um so stärker wieder und man lernt ja auch keine Mechanismen, wie man eben mit diesem Gefühl umgeht und wie man, also im Englischen sagt man ja "To sit with something", ich weiß nicht, ob es im Deutschen was gut ist dafür gibt, es fährt mir auf jeden Fall gerade nichts ein, aber das heißt sozusagen einfach mit einem Gefühl zu sitzen und es in dem Moment einfach zu halten sozusagen und das ist eigentlich so eine Sache die ich immer mache, wenn ich mich lost fühle, dass ich das einfach akzeptiere und dann schaue ich natürlich aber aus. Also da haben wir auch vorhin schon drüber gesprochen, es ist irgendwie so ein Gefühl auch von Unsicherheit, von ja, nicht so die stabilste Situation, verbildlich ja auch ganz gut durch diese Säulen, ich schaue dann immer was kann ich denn machen, um hier im Gegenzug aber ein bisschen Sicherheit zu geben, also sowas wie Rituale, Routinen oder regelmäßig mit Personen sprechen, die einfach empathisch sind und mir gut tun, genau das sind so die Sachen, die ich auf jeden Fall mache, aber wie ist das bei dir? Ich wollte noch mal ganz kurz etwas sagen, zu dem "tusset with something", weil ich hatte gerade überlegt, ich glaube das Equivalent ist irgendwie aussitzen vielleicht, aber ich finde das passt genauso dem, was du gesagt hast und man merkt, wir haben beide Germanistik studiert, ich finde das total spannend, was Sprache halt einfach für eine Wirkung hat und Sprache auch einfach, ja, den Machtaspekt entsprache, aber aussitzen klingt total negativ, also das ist toll, oder aussitzen klingt für mich, oder du musst jetzt erstmal leiden, und klar, ich weiß was du meinst und ich gehe da auf jeden Fall mit dir mit, so diese Gefühle wahrnehmen und akzeptieren, aber ich würde es ja auf Deutsch klingt das einfach so leidvoll, absolut, ich habe ein sehr gutes Buch belesen, das hieß "Emotionale ischemi", die Buchumfehlung hier, es ist super kurz, ich glaube, das hat irgendwie 200 Seiten, ich war nämlich voll überrascht, dass ich das zu Ende gelesen habe, ich habe nämlich das Problem, Bücher nie zu Ende zu lesen, wenn sie zu lang sind und da ging es ganz banal darum, dass jedes Gefühl und jede Emotion berechtigt ist und das vor allem die, genau, wie du gesagt hast, es gibt keine negativen Gefühle, sondern es gibt einfach Gefühle, die sind vielleicht lauter und unangenehmer als andere und den ging es eben auch darum um Wut, um Angst, um Unsicherheit, um Neid und das jedes Gefühl oder der Autor, der das beschrieben hat, meinte halt, dass jedes Gefühl auch irgendwo einer jahren Signal sendet, also dieses Gefühl von Lossein oder jetzt ganz banal, sag ich jetzt mal Angstgefühl, kommt aus einem bestimmten Grund und wenn man diese Gefühle weggegenurriert, dann verliert man ja auch irgendwo den Zugang zu sich selbst, also dann schiebt man diese Gefühle weg, aber nutzt gar nicht die Möglichkeit zu schauen, okay, wo lokalisiert sich gerade dieses Gefühl und woher kommt das, warum empfinde ich gerade Angst und dadurch, ich finde, wenn man das so sieht, es gar kein Gefühl negativ, ich meine davon sind mir auch schon weg, es gibt keine negativen Gefühle, aber dadurch gibt man diesen Gefühlenraum, aber irgendwo auch das Potenzial eben genau diese Gefühle wahrzunehmen und mit diesen Gefühlen zu arbeiten, diese Gefühle eben als das wahrzunehmen, was sie sind, nämlich auch irgendwo Signale, darüber zu reflektieren, okay, ich fühle mich gerade so und was tu ich jetzt damit und was, was möchte mir das sagen und warum fühle ich mich so? Ja, absolut, also ich glaube, dass es so, das was mir am meisten geholfen hat, dieses Gefühl einfach zu akzeptieren, einfach ist gut gesagt, aber dieses Gefühl zu akzeptieren und ja dann zu schauen, wie du gesagt hast, was gibt mir Sicherheit und du meintest ja auch schon Routine, fällt dir da gerade, oder hast du eine aktuelle Routine, die dir Sicherheit gibt? Also ich würde sagen mehrere Sachen, ich versuche natürlich bei diesen extrem temperaturen gerade ein bisschen weniger, aber normalerweise versuche ich alle zwei Tage Sport zu machen, ich versuche jeden Tag an die frische Luft zu gehen, das habe ich an vollgenutlich und erzählt, ich schreib jeden Morgen meine drei Seiten, genau das sind so auf jeden Fall Houtinen oder Rituale, die ich habe und ich habe halt zum Beispiel gemerkt, für mich ist es voll wichtig, dass ich da Sachen plane, die ich für mich alleine mache. Also jemand jemand anderen nur für mich, um Zeit zu haben mit meinen Gedanken und Gefühlen zu sein, aber auch eben, also mir fällt es sehr schwer, Raum für mich einzunehmen in Beziehung zu anderen Personen und deswegen muss ich mir halt auch einfach aktiv diese Zeitplanen, die ich für mich habe, damit das nicht zu kurz kommt und genau, mir ist auch sehr wichtig, dass ich dem aber nicht so ein Zeitstempel aufdrücke, also dass ich jetzt nicht sage, jeden Tag um 17 Uhr gehe ich eine Runde spazieren und es muss immer eine Stunde sein, weil ich finde sowas halt total blöd, jeder Tag ist anders, manchmal geht es nicht, manchmal kann man länger laufen, manchmal weniger, genau, aber dass man einfach so feste Aktivität auch hat, auf die man zurückgreifen kann. Das wäre man merkt, oh, ich fühle mich gerade komisch. Was kann ich jetzt machen? Ah, das. Ja, voll. Wie ist das bei dir hast du auch so Routine oder Rituale? Ich glaube, die stimmen eigentlich mit deinen Übereinen. Also auch, ich finde es klingt immer so banal, aber Sport und Journal. Darüber hatten wir schon gesprochen, Slow Mornings. Ich glaube, aber viele Menschen haben diese Routine und ich hatte diese Routine auch. Aber was ich bei mir noch mal verändert hat jetzt in der letzten Zeit auch, weil ich Zeit hatte, weil ich bin immer noch arbeitslos. Was eigentlich voll schade ist, dass man erst, wenn man arbeitslos ist, diese Routine anscheinend wieder ja, aufgreifen kann, aber dass ich die Bewusst mache. Also, dass ich Sport nicht mache, um eine bestimmten Körperideale zu entsprechen, sondern ich mache das, weil ich das gerade machen möchte. Ich jöne nicht, weil mir ein Podcast gesagt hat, dass das gut ist, sondern ich jöne, weil es mir in dem Moment Sicherheit gibt, oder weil es mir in dem Moment eben hilft, bewusst bei mir zu sein und wirklich bei mir zu sein. Und das hat sich so ein bisschen bei mir geändert, dass ich zwar die Routine hatte, aber die irgendwie einfach gemacht habe, ohne sie wirklich bewusst zu tun. Ja, bei Lotte wird das gerade dunkel. Ja, ich müsste gut zu klassen einfach. Ich dachte, okay, wir machen immer, wenn jemanden streichholz rausholt, dann wird immer der Herd angemacht. Deswegen war ich gerade zur Helm, hast du gerade den Herd an. Ich war so heil, aber nein, es wurde licht. Genau. Genau, das passt vielleicht auch zu dem Thema und vielleicht auch zu dem Thema los, dass wir verlernt haben oder vielleicht auch nie gelernt haben, einfach mal zu sein. Also einfach mal nur zu sein, Dinge zu machen, die ich gerade einfach machen möchte, weil ich sie fühle, um nicht, weil am Ende ein Produkt raus kommen soll und herstags schönes Thema. Es muss immer irgendwie eine bestimmte Leistung erbracht werden, die irgendwie vorher normiert wurde und du musst ein Produkt, was am besten einer bestimmten Norm entspricht, irgendwie generieren. Und ich finde es gerade bei diesem Gefühl von Lotte sein, so wichtig, dass man wieder lernt oder überhaupt lernt, einfach zu sein und Dinge zu machen, weil man sie gerade fühlt und man achten möchte und nicht, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Ja, absolut. Also ich finde der einzige Zweck, den die meisten Sachen erfüllen sollten, ist, dass es einem dadurch gut geht. Ansonsten ist es erstmal zweit reinig. Also ich muss auch sagen, ich da haben wir auch außerhalb des Podcasts ja drüber gesprochen. Ich schätze das sehr wert, das merke jetzt schon eben an dem Projekt dieses Podcasts hier, dass wir damit uns in Raum geschaffen haben und ein Projekt dem wir selber eben wertzuschreiben und selber entscheiden können, wie viel Wert hat das für uns und irgendwie sehe ich das zum Beispiel gar nicht in diesem Kontext von Produktivität, obwohl wir hier natürlich auch ein Produkt erschaffen. Aber für mich ist es vielmehr einfach austausch und Spaß und Kreativität und auch diese Neue hier zu stillen über Themen weiter nachzudenken und sich austauschen. Und vor allem das eben bewusst zu machen, nicht, weil das irgendwie von uns erwartet wird oder in eine Erwartungshaltung auch uns projiziert wird, sondern weil wir wirklich bewusst entschieden haben, hey, wir probieren das einfach und vielleicht merken wir in vier Wochen, okay, wir lassen das einfach sein oder eben halt auch nicht, aber wir entscheiden selber darüber, wie wir damit umgehen, ohne an ein größeres Ziel zu denken, sondern einfach in dem Moment zu sein, dass es vielleicht auch ein gutes Stichwort einfach im Moment zu leben und einfach ist immer einfach gesagt. Aber dass man sich immer mal wieder besinnt, okay, es ist in Ordnung, sich gerade so zu fühlen. Ich hatte noch eine andere Frage, ob ich glaub, du würdest gerade noch was sagen? Nein, ich bin bereit für deine Frage. Okay, genanzt war meine Frage, woran hältst du immer noch fest, obwohl du dem eigentlich entwachsen bist? Also diese Frage, wie ich mir überlegt, im Zusammenhang eben auch mit diesem Gefühl von Lost sein. Es ist ja manchmal so, dass wenn wir jetzt Lost sind in einer, in einer Situation, wo eine Phase geendet hat, aber die nächste noch nicht angefangen hat, dann gerade dann glaube ich tendieren wir total dazu, uns an Alltem festzuhalten, weil es uns eben noch so ein bisschen dieses Gefühl oder vielleicht, dass es auch nur noch die Illusion von Sicherheit gibt. Und bei manchen Dingen spürt man ja sogar, oh, die Sache ist eigentlich vorbei, ich muss es eigentlich loslassen, aber irgendwie kann man noch nicht so ganz. Und in dem Zusammenhang habe ich mir halt auch ein bisschen die Frage gestellt, was, also natürlich ist es auch einfach okay, wir dürfen auch an den Festhalten, wenn wir noch nicht bereit sind, loszulassen. Aber gleichzeitig habe ich mir die Frage gestellt, ja, gibt es so was vielleicht bei dir gerade und hast du das schon mal erlebt und was hat ihr dabei geholfen, dann loszulassen? Ich erinnere mich, dass wir vorhin darüber gesprochen haben und die ist da eher, was bei mir eingefallen als mir selber. Aber wenn ich darüber nachdenke, kann ich mich auch gut daran erinnern, als ich die Schule verlassen habe hier in Kolumbien eine dritte Smahl, ich habe nämlich das praktikante in die Schule verlassen und dann habe ich zweimal gekündigt und das zweite Mal dann endgültig und ich habe dir von dem Moment erzählt, dass ich zur Zeugnisverleihen gegangen bin von meiner ehemaligen Zweilfenklasse und ich einfach dieses Gefühl, als ich hier die Schule gekommen bin, es war super neutral, also ich habe absolut damit abgeschlossen, zumindest war das Gefühl in dem Moment da und trotzdem, wenn ich jetzt hier immer noch in Kolumbien bin, hängt mir das immer noch nach, weil ich das auch noch nicht ganz verarbeitet habe, was da alles passiert ist, aber irgendwo auch, weil ich nicht mal dieser Ort so präsent ist, also ich sehe immer wieder Schüler, ich sehe immer wieder Eltern, die schreiben mir, rufen mich an oder irgendwie ich laufe irgendwo durch und bin, okay, da habe ich das gemacht mit Schülern, hatte ich die Aktivität und ich glaube deswegen habe ich in bestimmten Bereichen schon damit abgeschlossen, aber es wird glaube ich Zeit, den Ort zu verlassen, um wirklich damit abzuschließen und vielleicht von diesem Lossgefühl, das irgendwo noch an diesen Sicherheitsaspekt hängt, weiterzugehen in die nächste Phase, ich fühle mich wie so ein Pokémon, der ist, was so level-up in den nächsten Phase übergeht, aber ich glaube das noch wichtig zu sagen, dass es gerade ein Baustein, der sich los anfühlt, also dieser Baustein-Drop zum Beispiel oder diese Säule, haben wir es glaube ich genannt, Säule vielleicht Ort und Arbeit, die gerade sich los anfühlen, an denen ich irgendwo immer noch gebunden bin aufgrund des Ortes. Wie ist das bei dir? Ja, schwierig, also ich glaube, ich bin selten eine Person, die so sehr an Orten hängt, ich kann da eigentlich relativ schnell mit abschließen, also sie ist jetzt nicht so, dass ich dann vergessen, wie das da war, aber für mich hat das nicht mehr so die emotionale Auswirkung, aber ich habe das schon manchmal dann auch mit Liedern zum Beispiel, die ich mit Situation verbinde oder eben, ja, es gibt ja auch Leute, die verbindet man eben mit einer Phase und dann, also ja ich weiß nicht, z.B. in dem Praktikum, was ich gemacht habe zwischen Abi und dann Studium, da habe ich mit Leuten zusammengearbeitet, die ich tatsächlich schon aus meiner Kindheit kannte, das waren Eltern von Personen, die mit mir im Kindergarten waren. Also ich kannte nie halt so, wie man halt so Eltern von anderen Leuten kennt, aber logischerweise jetzt nicht gut. Und dadurch habe ich dir aber logischer weise auf einem ganz anderen Level kennengelernt, das waren für mich auf einmal halt Menschen, mit denen man irgendwie redet und sich austauscht und das war ja da vor logischerweise nicht der Fall. Und das war schon irgendwie für mich dann so ein bisschen komisch, als ich diese Praktikum aufgehört habe, das war halt direkt im Zusammenhang mit Corona und dann hat man sich logischerweise erst mal überhaupt nicht sehen können und selbst als es dann ging, war das für mich irgendwie so eine ganz komische Vorstellung, diese Leute wieder zu sehen, weil die das habe ich so gemerkt, ich glaube viele Menschen tun sich schwer damit ein Bild von der Person zu actualisieren. Also. Und ich glaube, das hängt auch ein bisschen zusammen mit dem, was du für ein meines, wenn du zurück kommst nach Deutschland, alles ist eigentlich gleich, aber es fühlt sich für dich anders an, weil du dich halt verändert hast. Und wenn du aber immer noch als die Lea wahrgenommen wirst, die zum Beispiel da Abitur gemacht hat oder so, das ist ja so lange her, seitdem hat sich so viel in deinem Leben getan und du bist ja nicht mehr diese Lea. Und ich finde es fühlt sich manchmal auch echt schlecht auf eine Art und Weise an, wenn man auf Leute trifft, die man von früher kennt und die haben noch so ein anderes Bild von einem und man merkt so beim Beim reden, du denkst, ich bin jemand ganz anderes als ich eigentlich mit dabei bin. Und ja, das fällt mir halt manchmal schwer, so diese Leute loszulassen. Ich habe dann irgendwie häufig so ein Gefühl von, ja, eigentlich müsste man jetzt noch mal hallo sagen, keine Ahnung, obwohl ich mich eigentlich unwohl damit fühle. Aber bisher habe ich dann einfach dazu entschieden, wenn ich mich unwohl damit fühle, dann mache ich es nicht, weil Rio im Leben sollte sein, dass man sich selber gut fühlt. Genau, aber ja, ich glaube, es ist bei mir bei Personen der Fall und ich glaube, es wird immer besser, dass ich lerne damit umzugehen. Ja, und das ist sehr das Wichtigste, das meint mir auch am Anfang, wir sind keine Psychologen und keine Experten, also wir sind auch mit einem Lernprozess, ja, wie man mit diesem Gefühl umgeht und ich finde, kann es ja sehr stolz auf dich sein, ich finde, du machst das sehr gut. Danke, aber du auf jeden Fall auch hofft dich, ich finde, du bist gerade was, das dann geht eine sehr große Inspiration, dass du da so, ja, einfach, also durch dich habe ich noch mehr so dieses Gefühl von, "Hey, es ist okay, einfach diese Situation zu akzeptieren." Das freut mich, dass wir beide darunter oder beide voneinander profitieren können, immer noch. Und das passt vielleicht ganz gut zu unseren positiven Affirmationen, weil ich war, wie immer bei dem Pilates, um mein Pilates-Marm-Life weiter zu leben. Und ich lagt, ob mein Pilatus, man sagt, auf Spanisch-Kamer, ich weiß nicht, wie das heißt, also wie man das nennt, aber auf jeden Fall auf diesen Betten, auf diesen Geräden, und jede Woche wird ein neuer Spruch an die an den Spiegel geklebt. Und, das ist diese Woche, ja, diese Woche war es, "There are so many things that could go right." Und es ist so, wir haben da schon drüber gesprochen, es ist so banal eigentlich, und eigentlich auch nicht, weil, wenn man sich mal überlegt, eigentlich kann alles positiv sein, wenn man sich es einfach nur positiv hat, also warum geht man immer davon aus, dass es nicht klappt. Was ist denn, wenn es einfach klappt oder selbst, wenn es nicht klappen sollte, wie man sich es vorgestellt hat, ist es ja kein Passagen, sondern es ist etwas positives, weil du hast es probiert. Also dann kann dir eigentlich gar nichts Schlimmes passieren, du kannst gar keine falsche, wie wir vorhin gesagt haben, Entscheidungen treffen. Weil, what if it's going right, so it's wisdom, oder was fällt dir dazu ein, was, wie würdest du das für dich interpretieren? Ja, ich sehe das auch so, also ich finde, das Zitat zeigt einfach wieder so, man sollte sich mehr auf das positive Fokussieren, also natürlich kann alles im Leben schieflaufen, und ich verstehe auch, dass es in manchen Situationen schwer ist, irgendwie das positiv zu sehen. Also es gibt ja wirklich auch echt schlimme und schwierige Situationen, wo man sich einfach hilflos fühlt und ja, da kann man nicht leugnen, dass die Situation gerade scheiße ist, aber es gibt auch so viele Situationen, gerade wenn man so overthinker ist, wie wir beide. Dass man sich vorher einfach einen Riesenplatte macht und denkt, oh nein, was ist, wenn das passiert und das und das und das. Und eigentlich könnte man sich genau so denken, ja, und was ist, wenn das Geilste der Welt passiert? Was ist, wenn du einfach den besten Job ever bekommst und super viel Geld verdienst und glücklich bist und keine Sorgen mehr hast? Und nie wieder krank bist, ich meine das natürlich komplett übertrieben, aber also warum dann nicht von dem Guten aus gehen, ich sehe das absolut genauso. Ja, ich hätte auch noch so ansonsten die positive Affirmation gerade im Bezug auf dieses Gefühl von Lost sein auch. Es ist auch okay, wenn man nicht weiß, wie es weitergeht, einfach erst mal den nächsten Schritt machen, einfach erst mal loslegen. Und ich musste da so an dieses, diese mit Hafer von dem Weg denken. Ich bin auch nicht die erste Person, die sich das hier ausdenklicherweise, aber so wie ich das für mich formuliert habe, es ist einfach, du musst am Anfang deines Weges noch nicht das Ziel sehen, um zu fühlen, dass der Weg dein Weg ist. Also man muss nicht immer wissen, wohin es geht, aber so lange du fühlst, dass was du gerade tust, das Richtige ist, let's go. Ich bin, dass du sehr schön gesagt, ich fühl das voll und obwohl ich nachher in diesem Prozess bin, ich bin, ich bin Lost und es macht mir natürlich gleichzeitig Angst, dass ich nicht weiß, wie es weitergeht. Aber so wie du das gerade gesagt hast, wenn man das eben als Teil des Weges sieht, kriegt das eine ganz andere Bedeutung und nimmt so ein bisschen dieses Gefühl der Überforderung. Ja, deswegen fand ich es uns schöner, schöner Abschluss für diese Folge. Ja, ich dachte, wir machen noch kurz eine kleine Zusammenfassung, so eine Take-Home-Message. Genau, weil wir haben jetzt fast eine Stunde darüber gerätet und ich glaube wir haben sehr viel gesagt, aber grundsätzlich würde ich sagen, es ist normal, sich Lost zu fühlen und es ist gut, wenn wir versuchen, wenn das möglich ist, daraus etwas Positives zu machen. Und diese Gefühle und die Situation für unser eigenes Leben sozusagen zu nutzen und einfach den Moment auch wahrzunehmen und zu akzeptieren. Nicht alles muss produktiv sein, wir können immer versuchen, das Positiv zu sehen und genau, macht euch aber die Situation nicht schwer, als hier ist. Also, holt euch Unterstützung, schafft euch Routine, mit denen ihr euch wohlfühlt und genau, jede Anführungszeichen von der Gesellschaft schlecht konnotierte Gefühl ist ein gutes, weil es zeigt uns, hey, hier ist was, was du wahrnehmen solltest. Ich würde gerne was hinzufügen, aber ich kann es nicht und weil du das alles perfekt zusammengefasst hast und ich fühle mich wieder in der Schule. Wenn du eine Präsentation in der Gruppe gehalten hast und dann hat einer was gesagt und dann und will jemanden noch was hinzufügen und alles so, wie näher war perfekt, aber ich sage es dir ganz ehrlich ist, war perfekt, ich habe nichts hinzufügen. Ja, es hat wieder sehr viel Spaß mit dir gemacht und ich hoffe natürlich auch euch hat die Folge gefallen. Genau, kommentiert gern was, wenn dir dazu Gedanken habt und 20 Jahren zu sagen. In zwei Wochen. Genau, bis in zwei Wochen. Bis in zwei Wochen. Ciao. Ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Podcast wurde mit dem Namen „Limonchello“ namensgegeben, weil es ein Gefühl von Freude und Wärme vermittelt, das den Ersteller und den Zuhörer identifiziert und emotional verbindet.
  2. Die beiden Co-Hosts berichten über persönliche Erfahrungen mit dem Gefühl „lost zu sein“, das nicht notwendigerweise negativ ist, sondern ein Zustand des Übergangs zwischen Phasen im Leben ist.
  3. Sie betonen, dass solche Gefühle nicht zu verdrängen, sondern wahrzunehmen, zu akzeptieren und als Signal für Wachstum und Veränderung zu verstehen sind – und dass Sprache eine entscheidende Rolle bei der Beschreibung solcher Emotionen spielt.

Summary:

Der Podcast behandelt das Gefühl „lost zu sein“ als zentrales Thema der Folge. Die Co-Hosts erklären, dass dieses Gefühl kein negatives Zeichen ist, sondern ein natürlicher Zustand des Übergangs zwischen Lebensphasen – etwa zwischen Schulen, Arbeitsplätzen oder Wohnorten. Sie betonen, dass es oft mit Unsicherheit, Überforderung und Angst einhergeht, aber gleichzeitig auch mit Potenzial für Neugestaltung und persönliches Wachstum verbunden ist.

Ein zentrales Konzept ist die Sichtweise, dass Gefühle wie „Lost“ nicht als fehlerhaft, sondern als Signale interpretiert werden sollten, die auf eine innere Veränderung hinweisen. Die Beteiligten teilen persönliche Erlebnisse mit: beispielsweise beim Wechsel von Schule oder beim Rückzug aus einem früheren Lebensort. Sie betonen, dass solche Zustände durch Routine, Rituale und empathische Beziehungen unterstützt werden können.

Der Podcast stellt außerdem die Bedeutung der Sprache hervor: ohne spezifische Begriffe wie „lost“ wäre eine tiefgreifende Wahrnehmung solcher Emotionen schwierig. Besonders auffällig ist, dass das Gefühl „lost“ in der jüngeren Generation zunehmend diskutiert wird – etwa als „Jugendwort des Jahres 2020“ – und dass es durch die Integration von englischen Begriffen in die Deutsche Sprache neue Ausdrucksformen ermöglicht. Die Hosts schließen mit dem Grundsatz, dass es normal ist, sich verloren zu fühlen, und dass es wichtig ist, diese Erfahrungen wahrzunehmen, nicht zu verdrängen, und aus ihnen Nutzen für das eigene Leben zu ziehen.

FAQs

Das Gefühl von 'lost' beschreibt einen Zustand des Unsicherheits- oder Zwischenzustands, bei dem sich Dinge hinterfragt und sich der bisherige Lebensweg neu überdenkt. Es ist kein Zeichen der Schwäche, sondern ein natürlicher Teil des Wachstumsprozesses.

Die Namen haben sich aus einem Brainstorm ergibt und vermitteln ein Gefühl von Leichtigkeit und Frische. Besonders 'Limonchello' hat ein positives, leichtes Klang, das sich mit dem Thema des Podcasts verbindet und ein persönliches, wahrnehmbares Erlebnis darstellt.

Der Podcast wird versuchen, alle zwei Wochen aufzunehmen oder hochzuladen. Bei einem Verspätung ist es nicht aus Versehen, sondern geplant – das ist ein bewusster Rhythmus, der dem Format und der gesellschaftlichen Abläufe Rechnung trägt.

U bei Tori bedeutet, dass Menschen in ihrem eigenen Tempo und auf ihre eigene Weise blühen – wie Blumen. Es steht für die Akzeptanz, dass jeder Mensch seine eigene Entwicklungsgeschichte hat und sich nicht mit anderen vergleichen muss.

Ja, es gibt viele Situationen, wie ein Lebensabschnittswechsel oder eine große Entscheidung. Das Gefühl ist nicht negativ, sondern zeigt eine Phase der Transformation, in der neue Wege erarbeitet und die bisherige Struktur hinterfragt werden.

Weil es ein Zeichen für Wachstum ist. Wenn man es akzeptiert, kann man es als Signal nutzen, um zu reflektieren, was man fühlt und warum, und so die persönliche Entwicklung voranbringen.

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