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#1: Meine toxische Beziehung mit Alkohol – und wie ich aus ihr ausstieg

49m 23s

#1: Meine toxische Beziehung mit Alkohol – und wie ich aus ihr ausstieg

In dieser ersten Podcastfolge stellt sich Maria, eine Alkoholfrei-Coach aus der Schweiz, vor und teilt ihre persönliche Alkoholgeschichte, die sie mit einer toxischen Beziehung vergleicht. Sie beschreibt zehn Phasen ihres Konsums, wobei sie in dieser Folge die ersten vier detailliert darlegt. In der Verliebtheitsphase (Alter 18–19) genoss sie die positiven Wirkungen des Alkohols und übersah erste Warnsignale. In der darauffolgenden Gewohnheitsphase wurde Alkohol zu einem festen Bestandteil ihres Alltags, und sie begann, ihn zu funktionalisieren, um unangenehme Gefühle wie Stress oder Schuld zu regulieren. Diese Gewohnheit ließ ihre natürlichen Bewältigungsfähigkeiten verkümmern. Mit etwa 26 Jahren erreichte sie eine Phase der Erkenntnis, in der sie trotz fehlendem klassischen Tiefpunkt realisierte, dass ihr Leben unerfüllt war – geprägt von toxischen Beziehungen, körperlichem Unwohlsein und mangelnder Perspektive. Diese Einsicht wurde zum Wendepunkt. Heute, nach fast drei Jahren Arbeit als Coach, reflektiert Maria über ihren Weg und betont, wie wichtig es ist, diese Phasen zu durchlaufen, um letztlich ein erfülltes Leben ohne Alkohol zu finden. Sie lädt die Hörer ein, sich in den beschriebenen Phasen wiederzuerkennen und mit ihr in Kontakt zu treten.

Transcription

7527 Words, 45482 Characters

German
Willkommen beim Frau Bremer trinkt nicht mehr Podcast. Ich bin Maria, die, die nicht mehr trinkt. In diesem Podcast geht es um die Themen persönliche Weiterentwicklung, Algoholfreies leben und nüchtern Alive-Style. Als Algoholfrei-Coach unterstütze ich Menschen darin, ihren zufriedenen und gesunden Alltag ohne Algohol zu erschaffen. Lasst uns diesen Weg gemeinsam gehen. [Musik] Ich würde lügen, wenn ich jetzt hier an dieser Stelle behaupte, dass ich total tief entspannt in meinem Sessel setze, vor meinem Mikrofon und diese erste Podcastfolge aufnehme. Nein, tatsächlich ist es nicht so. Ich bin etwas nervös. Ich bin nervös, weil ich mit gefühlt der ganzen Welt in dieser ersten Folge teilen werde, wie meine Beziehung mit Algohol gut 20 Jahre lang ausgesehen hat. Herzlich willkommen in dieser ersten Folge, schön, dass du hier heute zuhörst. Was soll ich sagen? Es ist immer noch so super crazy, die Vorstellung, dass ich mit 30 vor gut acht Jahren mir überhaupt nicht einmal im Traum vorstellen konnte, dass ein Leben ohne Algohol überhaupt möglich ist. Ich war eine von denen, die immer die erste an der Bar war und meistens die letzte auf der Party. Und ich war die, die immer super Stimmung gemacht hat, indem sie alle zum Trinken animiert hat. Ich stand quasi in meinem bekannten Kreis für die, die gerne feiert, für die die gerne trinkt. Aber ja, das ist nur eine Seite. Ich habe nicht nur auf Partys getrunken, ich habe auch privat alleine getrunken. Ich habe mit meinen damaligen Partnern getrunken. Ich habe sehr, sehr viel getrunken und sehr oft. Und dass ich jetzt heute hier sitze und tatsächlich einen Podcast-State, in dem es darum geht, wie ein gutes, zufriedenes, gesundes Leben ohne Algohol gelingt, heute hier zu sitzen und zurückblicke auf bald schon drei Jahre Arbeit als Algohol-Frey-Coach. Das ist für mich tatsächlich immer noch super crazy. Und vor allem, wenn ich mich dann so vorbereite, hier heute auf diese erste Folge, wo ich wieder zurückblicke, wie es mir mit 25, mit 30 ging, welchen unfassbar großen Impact auch Algohol auf meinen Leben hatte, dann kann ich mir das tatsächlich kaum mehr vorstellen. Und ich würde auch hier lügen, wenn ich sage, dass das immer super schmerzfreigeling, das gelingt mir nicht super schmerzfrei. Manchmal tut es echt auch noch weh, wenn ich mich so intensiv wie heute zurückerinnere. Aber ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen. Mal schauen, wie lange ich brauche. 40, 45 Minuten wirst du einen Einblick in meine in Klammern, Algohol, Klammer zu Geschichte hören. Ich weiß ja nicht, wo du gerade stehst. Und vielleicht erkennst du dich ja wieder, wenn ich dir sage, wie es mir, wie gesagt, etwa mit 30 ging. Ich erinnere mich an meinen 30. Geburtstag wirklich noch sehr, sehr klar. Zumindest an die ersten Stunden meiner Geburtstagsparty. Ich habe also eine Partie veranstalte, ich habe ein paar Dutzendeute eingeladen. Und ich weiß noch so gut, dass ich mich den ganzen Abend super zusammengerissen habe, dass ich mich schon vor Mitternacht total betrunken bin. Denn das ist mir immer wieder passiert, dass ich eigentlich nur zwei Gläser trinken wollte. Und am Schluss bin ich morgens um sechs irgendwo in der Bar, habe ich mich wieder gefunden und habe meinen Vorsatz, wenig zu trinken, einfach 0,0 einhalten können. Ist mir sehr, sehr aufpassiert. Und ich musste mich unfassbar anstrengen, um an meinem Geburtstag, an meiner Geburtstagsparty als ich 30 wurde, nicht total abzuschießen, schon in den ersten paar Stunden. Es ist mir gelungen. Aber natürlich habe ich mich danach als Algäste weg waren, weiß ich noch, war mein guter Freund noch bei mir geblieben. Und wir haben uns dann einfach in den Morgenstunden noch schön Papiere piffen, weil ich musste ja dann diesen Stress, den ich gespürt hatte, der das wirklich war für mich, dass ich mich so zusammenreißen musste, den musste ich ja auch irgendwie wieder los werden. Anyway, vielleicht erkennst du dich wieder, weil damals mit 30 konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass ein Leben ohne Alkohol irgendwie überhaupt möglich ist. Und vielleicht kennst du dich bei dem Gedanken, erkennst du dich bei dem Gedanken wieder, dass du dir das nicht vorstellen kannst, aber du denkst vielleicht, es klingt ja schon irgendwie verfügerdisch, dass ein Leben ohne Alkohol richtig richtig gut sein kann. So ging es mir auch. Genau da stand ich auch. Und ich habe schon mit 30 gemerkt, dass es langsam in mir anfängt zu brodeln, dass ich dachte, muss das wirklich immer sein, mit diesem Alkohol oder gäbe, ist vielleicht nicht auch eine Möglichkeit, ohne Alkohol auszukommen. Aber das das wirklich ging, diese Vorstellung war weit, weit von meiner Realität, von meiner damaligen Realität entfernt. Wie ich aber auch tatsächlich dann dort hingekommen bin, das ist für mich möglich war, das zu denken überhaupt. Und welches Städte ich gehen musste, um mir ein Leben ohne Alkohol vorstellen zu können, und dann tatsächlich auch Realität werden zu lassen, das erzähle ich dir nun anhand von 10 Phasen, durch die ich mit dem Alkohol gegangen bin. Vielleicht bist du den Weg in dein Leben ohne Alkohol, aber auch schon gegangen. Und dann würde es mich natürlich super interessieren, in welchem dieser Phasen du dich vielleicht wieder erkenntst. Schreib mir das gerne als Kommentar hier oder auf Instagram, Frau, unterst dich, Bremer. Ich würde mich riesig freuen, wenn du mit mir in Kontakt tritzst. So, die 10 Phasen meines Alkoholkonsums. Ich vergleiche sie gerne mit der toxischen Beziehung zu einem Menschen. So viel sei es schon mal vorweg genommen. Ich habe natürlich in der Phase, in der ich viel getrunken habe, auch toxische Beziehungen gehabt. Ja, toxische Beziehungen zum Alkohol, toxische Beziehungen zum Männern. Und darum vergleiche ich so gerne meine Beziehung zu Alkohol mit einer Beziehung zu einem Mann, die nicht sonnerlich erfüllend ist, sag ich mal. Aber auch diese Beziehungen, die toxischen Beziehungen zu Menschen, kennen ja verschiedene Phasen und nicht alles ist schlecht an dieser Beziehung. Und genau das macht diese Beziehungen ja so toxisch, sag ich jetzt mal. Falls du den Begriff toxische Beziehung nicht kennst, eine toxische Beziehung ist das, was oder kann man jetzt ganz abgekürzt als das definieren, was uns im Alltag nicht sonnerlich gut tut. Und wir uns trotzdem aber nicht davon lösen können. Es gibt immer wieder Dinge, die uns zu der Beziehung zurückgehen lassen oder in dieser Beziehung halten, obwohl Grenzüberschreitungen, Verletzungen, vielleicht sogar bis hin zu körperlichen Verletzungen führen können. Und das ist das toxische daran, dass das Lösen nicht gelingt oder dann nur sehr schwer gelingt. Und auch diese Beziehungen kennen höchst wahrscheinlich die Phase 1. Und das ist die sogenannte Liebteitsphase. Du kennst sie mit Sicherheit auch. Und ich hatte diese Liebteitsphase mit dem Alkohol auch. Und da würde ich sagen, sie war quasi die Initialphase, die mich dann dazu gebracht hat, dass ich so lange an dem Alkohol festgehalten habe. Denn an diese Zeit, in der mir der Alkohol so viel Leichtigkeit und Spaß und Freude und Kontaktfreudigkeit auch beschert hat, an diese Phase habe ich mich immer wieder gerne zurückerinnert, wenn es mal wieder schwierig war in der Beziehung mit Alkohol. In dieser Liebteitsphase, ich war wohl 18, 19, da habe ich Abitur gemacht, beziehungsweise Mathur in der Schweiz. Ich bin aus der Schweiz, falls du es noch nicht weißt, vielleicht hörst du es ja auch ein bisschen an meiner Sprache. Ich hatte also diese Mathur geschafft und habe mich super gut gefühlt. Die Welt stand mir offen, alles war quasi, alles hat sich so frei angefühlt und leicht angefühlt. Und der Alkohol hat mich wirklich super geflascht. Ich war so hin und weg von der positiven Wirkung des Alkohols, dass ich eigentlich gar nicht schon von Anfang an, ziemlich von Anfang an gar nicht genug davon bekommen konnte. Ich habe in dieser Liebteitsphase die ersten Anzeichen, die ich vielleicht hätte erkennen können, wie zum Beispiel, dass ich sehr regelmäßig viel zu viel getrunken habe, während andere nach ein paar Gläsern genug hatten oder nach ein paar Bieren, die habe ich nicht erkannt. Das ist typisch für Verliebteitsphasen. Kennst du vielleicht auch aus menschlichen Beziehungen. In Verliebteitsphasen hat man die Rosa-Rote-Brille auf und in Verliebteitsphasen sieht man nur das, was gut läuft. Und genau das habe ich im Alkohol auch gesehen. Ich habe gesehen, was Er mir geschenkt hat, was Er mir beschert hat und all das, was Er mir quasi genommen hat, wie zum Beispiel meine. Selbstbestimme und Handlungsfähigkeit in vielen Situationen, in denen ich Blackouts hatte, die habe ich übersehen. Diese Phase hat, würde ich mal sagen, so 2-3 Jahre angedauert, denn dann bin ich schon quasi übergangslose in die Phase 2 abgerutscht, hineingerutscht, die ich als Gewohnheitsphase bezeichne. Und die Gewohnheitsphase, wenn du schon in längeren Beziehungen warst oder bist, dann kennst du sie. Die Gewohnheitsphase ist die, in der man nicht mehr so aufgeregt ist, wenn man einander sieht, in der man sich noch gut miteinander fühlt, aber in der man so quasi in die Normalität übergegangen ist. Die Gehirnche-Mie ist nicht mehr ganz so, durch einander, die rosa-rote Brille ist vermutlich abgelegt oder die meiste Zeit abgelegt. Und der Alkohol ja, in dieser Phase hatte er sich in mein Leben eingeschlichen und breit gemacht. Und auch wenn ich, was ich immer wieder sage, was manche Menschen auch erstaunlich finde, ich habe nicht jeden Tag getrunken, ich habe quasi zu keiner Zeit in meinem Leben jeden Tag getrunken, so habe ich doch in dieser Gewohnheitsphase gemerkt, dass der Alkohol, also nein, stopp, ich habe es nicht gemerkt, wenn dieser jetzt rückblickend merke, ich ist. Aber in dieser Gewohnheitsphase hat sich der Alkohol tief in meinen Alltag eingeschlichen. Und ich habe dann studiert und ich bin zwar regelmäßig ausgegangen, aber die Gewohnheit hat stattgefunden, wenn ich mich mit Freunden getroffen habe, wenn wir abends vielleicht noch was trinken gegangen sind, wenn ich zu Freunden nach Hause gegangen bin, ich kann mich so gut erinnern, wir haben uns vielleicht Mittags irgendwie in der WG getroffen, da haben wir vielleicht mal ich mal schon ein Bier aufgemacht, dann war es lustig, dann hat man weiter getrunken, dann habe ich an Mittags die Uni geschwänzt, Alkohol war sehr, sehr präsent. Und in der Gewohnheitsphase, wie man das auch aus menschlichen Beziehungen kennt, da erkennt man vielleicht schon so die ersten Schattenseiten, so das erste Mal gerät man sich vielleicht in die Haare und merkt, es ist vielleicht doch nicht alles so dosig. Bei mir hat sich das mit dem Alkohol so angefühlt, dass ich einfach echt üble, kata schon hatte und die vor allem dann aufgetreten sind, wenn ich mal wieder viel mehr getrunken habe, als ich mir vorgenommen habe. Und das ist oft passiert in solchen Alltag-Situationen, in denen ich eigentlich auf ein, zwei Bier mal eben kurz raus in die Kneipe wollte. Und dann am Ende habe ich mich morgens um sechs irgendwo in der auf Schweizer Deutsche würde ich sagen, eine Räunzverlochte wiedergefunden. Und das heißt so wirklich so eine Absteige, kann man das so sagen, in der ich mich dann da wiedergefunden habe und eigentlich gar nicht genau, wo ich eigentlich da hingekommen bin, völlig betrunken nach Hause gegangen bin und der nächste Tag einfach für ein einmal war, manchmal auch der nächsten zwei Tage. Das habe ich tatsächlich gemerkt und es hat sich auch nicht gut angefühlt. Und ich habe schon gemerkt, dass das so ein eventuell, ein kleines Problem sein könnte, aber und das hat sich eben zu dieser Zeit auch eingeschlichen. Ich habe mich komplett mit diesem Selbstbild identifiziert. Ich habe mich damit identifiziert, dass ich eben diejenige bin, die halt am Schluss erst nach Hause geht, dass ich diejenige bin, die besonders kontaktfreudig ist, weil sie in Bas mit irgendwelchen Fremden anfängt zu reden und dann noch mit denen um die Häuser zieht. Ich habe mich mit diesem Bild von mir selbst identifiziert, dass ich halt die bin, die spontan witzig lustig über Gott und die Welt mit allen Menschen, möglichen Menschen redet. Und ich fand ja dieses Bild auch irgendwie cool. Und das war wiederum, dass das Framen eines eigentlich negativen Zustand ist, weil ich habe mich ja oft gar nicht wohl gefühlt, dann zumindest am Tag danach, nicht aber oft auch schon tatsächlich in diesen Situationen selber. Hab ich es aber für mich irgendwie so gerechtfertigt, so geframed, dass es cool ist, dass es halt zu jemandem der Kunstgeschichte studiert gehört, dass man halt gerne diskutiert und gerne politisiert und gerne über alles mögliches Sprichs und das irgendwie so einen kulturellen Touch irgendwie verliehen. Und da bin ich sehr, sehr gut, das vor mir selbst zu rechtfertigen, auch, oder ja, trotzdem, ich die schlechten Seiten eigentlich schon gesehen habe. Und was an dieser Gewohnheitsphase, das möchte ich unbedingt auch noch erwähnen, besonders gefährlich war, jetzt aus der heutigen Sicht, wenn ich auf damals zurückblicke, ist, dass ich angefangen habe, den Alkohol zu funktionalisieren. Also in der, ich sag jetzt in der Fachsprache gesprochen, ist das funktionalisieren, wenn der Alkohol eingesetzt wird, um gewisse Zustände zu erreichen. Und ich habe mich damals schon oft nicht sehr gut gefüllt, aus welchen Gründen, das werde ich in einer anderen späteren Podcastfolge auf jeden Fall noch mal angreifen, auf, angreifen, aufgreifen. Aber es gab Momente, viele Momente, in denen ich mich innerlich sehr unruhig gefühlt habe. Ich habe mich immer wieder in Beziehungen wieder gefunden, die wie gesagt, mehr oder weniger toxisch waren, mal mehr mal weniger. Ich habe Dinge getan, die ich eigentlich gar nicht tun wollte, habe mich immer wieder in diesen Situation wieder gefunden. Und Alkohol ist ein sehr willkommenes Mittel für mich gewesen, um, wenn ich mich nicht gut gefühlt habe, wenn ich schaue oder Schuldgefühle verspült habe, wenn ich Ängstigkeit, unruhe Nervosität, Stress gefühlt habe. Die ganze Palette an unangenehm gefühlen, dann konnte ich mir eine Flasche aufmachen und alles war gut in Anführungsstrichen. Zumindest für einen kurzen Moment, zumindest für diesen Abend war es wieder gut. Ich habe dem Alkohol eine Funktion gegeben, wie ich meine Gefühlswelt regulieren konnte. Und das Gefährliche daran ist, und das beobachte ich in meiner Arbeit als Alkohol-Frey-Coach. Sehr regelmäßig ist, dass wenn wir lernen, den Alkohol zu funktionalisieren, wenn wir lernen, den Alkohol einzusetzen, wenn wir ihn brauchen, dann verlernen wir gleichzeitig die Fähigkeiten, die wir vielleicht schon hatten, die es vielleicht schon gab. Vielleicht waren sie noch nicht sonderlich ausgeprägt, aber sie sind in vielen Fällen schon da gewesen, dann verlernen wir diese Fähigkeiten, mit unangenehmen Gefühlszuständen oder Situationen, umzugehen ohne Alkohol. Weil wenn wir den Alkohol entdeckt haben, dass der uns in diesen Situationen hilft, dann ist der in vielen Fällen das viel einfacher im Mittel, weil, wie gesagt, Flasche auf, Glaseinschenken trinken, zack erledigt, als irgendeine andere Strategie anzuwenden, die uns hilft, diese Situation auszuhalten, zu verändern, darüber hinwegzukommen. Die Fähigkeiten, mit unangenehmen Situationen, umzugehen, die Fähigkeiten, die wir in uns drehen haben, die verkümmern, sie verkümmern und irgendwann verschwinken sie fast gänzlich, wenn wir regelmäßig Alkohol funktionalisieren, wenn wir regelmäßig Alkohol einsetzen. Bei mir war das zu 100% so. Und das Problem ist, wenn wir dann aufhören Alkohol zu trinken, dann sinkt diese Fähigkeiten nicht da, und dann wird das Leben ohne Alkohol super anstrengt unter Umständen, weil wir diese Fähigkeiten neu erlernen müssen, weil sobald wir in einer unangenehmen Situation sehen, sobald wir ein unangenehmes Gefühl fühlen, und die fühlen wir, weil das Leben ist das Leben mit oder ohne Alkohol, es ist nicht nur alles Rosarot, wir kennen aus den Phasen mit Beziehungen, es ist nicht immer nur Rosarot-Sybrille, es gibt ab und Downs im Leben, und die gibt es auch, wenn wir nicht mehr trinken, und wenn wir dann absolut verkümerte Fähigkeiten haben, wie mit unangenehmen Gefühlen, Gefühlszustellen umzugehen, dann wird es schwierig. Und dann ist der Weg, oder die Handlung, wieder zurück zum Alkohol zu gehen, sehr, sehr nah, sehr kurz, sehr schnell wieder gemacht. Aber ich greife schon ein bisschen vorweg, aber ich finde es wichtig, das hier das anzumärken, dass man, oder ich jetzt in diesem Fall, heute von mir, in dieser Gewohnheitsphase lernt den Alkohol dann einzusetzen, wann ich ihn, wann man ihn braucht, wann ich ihn gebraucht habe. Das war mir natürlich zu der Zeit nicht bewusst, das kann ich heute aus der Retrospektive, in der Retrospektive erkennen. So, hier habe ich mich etwas länger aufgehalten in der Phase 3. Die Phase 4 ist nämlich schon eine kleine Erduktion, sage ich mal. In der Phase 4 habe ich nämlich realisiert, dass es mir nicht gut geht. In der Phase 4 habe ich realisiert, dass ziemlich vieles in meinem Leben tatsächlich im Augen liegt. Ich habe mein Studium nicht richtig auf die Reihe bekommen, obwohl ich eigentlich immer eine gute Schülerin war. Also wenn ich mich an die Phase zurück erinnere, im Gymnasium, in dem ich in der ich nicht getrunken habe, lerne ich es mir super leicht, gefallen ich hatte nie Schwierigkeiten mitzukommen, ich hatte auch keine Schwierigkeiten, mich zu motivieren und hat ein gutes Abitur gemacht und dann im Studium war das ganz anders. Der Algohol hat sehr viel Raum in meinem Leben eingenommen. Ich habe das Studium vernachlässigt, wenn ich heute zurück denke, das bereucht hat, sächlich, weil ich habe viel weniger gelernt, als ich hätte lernen können. Ich wusste auch nicht, wo ich hinwillig, was ich arbeiten möchte mit diesem Kunstgeschichtsstudium, obwohl ich mich super interessiert habe für Kunst, auch immer noch interessiere. Ich habe wie gesagt, unschöne Beziehungen geführt, ich hatte viel Drama in meinem Leben und ich habe mich körperlich oft sehr schlecht gefühlt. Ich habe keinen Sport gemacht, ich habe mich schlecht ernährt, ich habe schlecht geschlafen und es war eigentlich sehr wenig positiv in meinem Leben außer, da war ich jetzt gedacht, die paar Momente, in denen ich mir schön ein hinter die Binde kippen konnte und mich mit. guten Freundinnen und Freunden treffen konnte. Ich habe aber in dieser Phase, sie ist sehr wichtig. Gemerkt, wie gesagt, ein kleines Erdbeben so in der Geschichte mit meinem Alkohol, gemerkt, irgendwie muss ich was verändern. Und es war ein sehr, sehr wichtiger Moment. Das heißt, ich musste erst in diese Phase kommen. Deswegen bin ich heute auch dankbar für diese Phase. Das kann ich aus heutiger Perspektive für mich anerkennen, dass ich dankbar sein kann für diese Phase, die mir dabei geholfen hat zu erkennen, dass das Leben eigentlich noch ein bisschen mehr zu bieten hätte oder haben sollte als das, was ich mir damals quasi aufgebaut habe. Weil das war nicht das, wie ich alt werden wollte. Und das habe ich in dem Moment realisiert. Da war ich vermutlich so 26, würde ich mal sagen. Und ich habe mich damals in einer unglücklichen Beziehung befunden. Ich habe mich körperlich nicht wohl gefühlt und ich habe keine Perspektive gehabt, was ich aus meinem Leben machen soll. Und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was es war, das mich, was genau es war, wahrscheinlich war es das Konglomerat an all diesen unschönen Zuständen. Weil ich hatte keinen klassischen Rock-Bottom-Moment, indem ich irgendwo in der Gosse aufgewacht bin und es mir quasi alles genommen worden war und ich nichts hatte. Ich hatte immer alles, ich hatte immer einen guten Job, ich hatte immer einen Lohn, ich habe mich irgendwie im Spiegel anschauen können und sahr in Ordnung aus, ja. Aber es war dieses ganze Gefühl von meinem Leben, dass zusammengenommen einfach zu wenig war, nicht erfüllend, bis hin zu unglücklich machen. Und ich glaube, in dem Moment, als ich es realisiert hatte, konnte ich irgendwoher die Energie nehmen, um jetzt zu sagen, da ist noch mehr, ich möchte anders leben. Und tatsächlich habe ich angefangen, Sport zu machen, hier vielleicht eine kleine Geschichte am Rande, die möchte ich unbedingt erzählen. Ich habe, ich war in einer Beziehung mit einem Mann, die wirklich, die Beziehung war grausam. Das ist eine der Beziehungen, die ich heute irgendwie nicht, mir noch nicht ganz verzeihen kann. Wieder anderes Thema komme ich vielleicht in der anderen Folge zurück. Noch mal auf das Thema toxische Beziehungen im speziellen und was das mit Algo holt zu tun hat, also nicht nur als Bild, sondern auch tatsächlich als toxische Beziehung. Und dieser Mann hat mir zu Weihnachten ein Fitnessstudio "Abo Geschenkt", ein Jahresabo, weil er gesagt hat, da hat ich seit ihm zu dick. Und er hat mir dieses Abo Geschenkt, ich soll doch bitte Sport machen gehen. So und ich war total empört, weil ich dachte, geht doch wohl gar nicht, das ein Mann, mir sagt, ich soll gefälligst abnehmen und sportlicher werden, finde ich auch aus heutiger Perspektive überhaupt nicht, dass das geht. Auf jeden Fall habe ich, wie haben wir uns kurz darauf getrennt und das interessante war, dass ich dieses Abo wirklich genutzt habe. Ich bin ab dem Moment ins Fitnessstudio gegangen und habe total gefallen am Sport gefunden. Wir haben uns getrennt, ich habe den Typen nie wieder gesehen, Gott sei Dank, aber er hat mir dieses, das ist ein Vermächtnis, das ist das Vermächtnis aus dieser Schlemmenbeziehung, dass ich angefangen habe mit Sport. Ich finde das eigentlich total geil, weil es so ein Panadox ist, dass aus etwas sehr unschönem, etwas sehr gutes entstanden ist. Ich habe also angefangen, Sport zu machen, ich habe meine Ernährung umgestellt, das heißt nicht, dass ich super gesunden und noch gelebt habe, aber die meiste Zeit habe ich mich gesund ernährt und das hat mir ein sehr, sehr viel besseres Körpergefühl gegeben. Und wenn ich heute daran zurückdenke, wie ich das heute einschätze, dann ist es, darüber werde ich in anderen Folben auch noch reden, weil das ist so zentral, das ist das Gefühl von Kontrolle über mein Leben, dass ich mir durch diese zwei Dinge, bessere Ernährung, Sport machen und Trennung, gut drei Dinge von Menschen, die mir nicht gut tun, habe ich mir die Kontrolle über mein Leben zurückgeholt. Und zwar ist das Ausschlaggebende daran, dass Gefühl der Kontrolle, dass ich habe. Die tatsächliche Kontrolle spielt in dem Moment gar nicht so eine große Rolle, aber das Gefühl von Kontrolle, ich kann etwas tun. Ich bin zu einem gewissen Grad zumindest selbstbestimmt und kann etwas tun. Das war der entscheidende Moment, das war das, was entscheidend war, dass ich gemerkt habe, okay, wow, ich kann etwas verändern. Und das habe ich getan, ich habe etwas verändert, ich habe Sport gemacht, ich habe neue Menschen getroffen und ich habe mich körperlich besser gefühlt, weil ich mich besser ernährt habe. Man kann es als Selbstfösorge bezeichnen, was auch immer, auf jeden Fall habe ich angefangen zu handeln. Ich habe angefangen etwas gutes für mich selbst zu tun. Das war der ganz entscheidende Punkt in meiner Beziehung zum Alkohol, überhaupt in meinem Leben. Ich will dem Alkohol gar nicht so eine große Bedeutung geben, dass er irgendwie mein ganzes Leben geprägt hat, denn auch wenn ich den Alkohol, wenn ich nicht so viel getrunken hätte, wäre dieser Moment sehr entscheidend gewesen, um quasi mich für ein gutes Leben entscheiden zu können, ein gutes Leben, wie ich es leben möchte, entscheiden zu können. Das heißt noch lange nicht, das alles gut war, denn natürlich habe ich den Alkohol nicht verabschiedet in dem Moment. Ich war ja noch keine 30, ich habe auch nach 30 mehr das noch nicht vorstellen können, aber nur innast dich an meinen 30. Geburtstag, wo ich mir noch überhaupt nicht vorstellen konnte, wie es ohne Alkohol gehen könnte und auch damals ich habe mir nicht vorstellen können, obwohl ich so viele Dinge zum positiven verändert habe in meinem Leben. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es denn ohne Alkohol möglich sein könnte. Ich merke gerade, ich bin eigentlich schon in der Phase 5, denn die Phase 4 war das realisieren, dass ich etwas ändern möchte und die Phase 5 war, die tatsächliche Verbesserung in meinem Leben. Interessanterweise, wie gesagt, der Alkohol hat immer noch eine sehr wichtige Rolle gespielt. Nicht etwa weniger, er hat nicht weniger Bedeutung gekommen, weil ich andere Dinge in meinem Leben verbessert habe. Nee, ich habe ihn immer noch sehr, sehr regelmäßig konsumiert, aber ich habe angefangen, mir auch Skills und Fähigkeiten anzuayknünnen, um mein Leben zu meinen Gunsten besser zu gestalten. Die toxische Beziehung zum Alkohol war immer noch da. Und wenn ich es mit der toxischen Beziehung zu einem Menschen vergleiche, denn das tu ich ja hier in dieser Podcastfolge, dann ist es die Phase, wo sich ein Mensch, maler merkt, dass die Beziehung nicht das Gelbe vom Ei ist, aber sich die Person ja noch nicht lösen kann, nicht bereit ist, sich zu lösen, aus welchen Gründen das auch immer ist. Es ist eine verschiedene Gründe, die die dazu führen können, fängt sich diese Person vielleicht an, so ein bisschen außerhalb der Beziehung zu orientieren und neue Freundschaften zu knüpfen, vielleicht wirft die Person auch mal einen Auge auf eine Dating App. Einfach um zu merken, hey, da ist eigentlich noch mehr. Ich bin zwar noch in dieser Beziehung und sie tut mir nicht gut, aber da gibt es noch mehr. Und ich realisiere, dass es noch mehr gibt und das ist die Phase 4. Nein, das ist die Phase 5. Entschuldigung, wenn ich hier ein Durcheinander mache. Die Phase 5 ist, wenn die tatsächliche Lebensqualitätsverbesserung anfängt mit dem Alkohol, immer noch mit dem Alkohol. Meine Phase 6 war dann die Müdigkeit, die bezeichne ich als Müdigkeit. Denn jetzt war schon ziemlich viel gleichzeitig. Ich habe eine neue Sport- und Ernährungsroutine angefangen. Ich habe angefangen, mich mit Psychologie auseinanderzusetzen. Ich hatte keine Bister hin, mittlerweile habe ich sie. Bister hin hatte ich keine psychologische Bildung, schreckst dich Ausbildung. Ich habe angefangen, mich diesbezüglich stark zu informieren, Bücher zu lesen. Ich habe auch angefangen in Therapie zu gehen und gewisse Dinge aufzuarbeiten. Ich hatte einen guten Job. Ich habe als Journalistin angefangen zu arbeiten als Redaktorin. Ich habe eine eigene Kolumne angefangen zu schreiben, die in der größten Schweizer Zeitung erschienen ist. Ich habe viele gute Dinge gehabt in meinem Leben. Aber zusammen mit dem Alkohol war das verdammt anstrengend. Ich hatte immer wieder abstürze. Ich habe mich immer wieder mies gefühlt mit dem Alkohol und man kann das vielleicht so bezeichnet, auch in Bezug auf eine menschliche Beziehung, dass irgendwann so dieses "Ich will eigentlich nicht mehr". Ich bin noch hier, aber ich will nicht mehr. Und das war für mich die Phase. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Da war ich wahrscheinlich irgendwann so 33, 34. Da sah sich total verkartet auf dem Sofa und ich habe meinem damaligen Freund, der immer noch mein Freund ist. Ich will nicht mehr wollen. Ich will nicht mehr trinken wollen. Und das ist diese Phase, in der ich wirklich stark mich hingezogen gefühlt habe zum Alkoholfreien Lebensstil, ohne dass ich wusste, wie man dahin kommt. Ohne dass ich gedacht habe, dass es für mich wirklich möglich wäre. Weil der Alkohol war so stark verankert in meinem Leben. Auch hier, obwohl ich mich jeden Tag getrunken habe. Vielleicht so zwei bis dreimal in der Woche habe ich getrunken. Die Mengen waren sehr unterschiedlich. Manchmal waren es einen halb flaschen, manchmal waren es drei Gläsern. manchmal waren es zehn Bier, manchmal waren es zwei Bier. Sehr oft hatte ich aber noch diese Abstürze, wo es definitiv viel viel mehr war, als ich mir vorgenommen habe. Der Alkohol hat eine super wichtige Rolle gespielt. Der Alkohol war immer noch meine Möglichkeit, um aus dem Alltag zu fliehen. Der Alkohol war immer noch meine Wahl, mein Mittel der Wahl, um mich in einen Angenehmerin zustand, hinein zu versetzen. Der Alltag war immer noch sehr, sehr, sehr schwer für mich und kein Wunder. Ich habe ja da auch total viel gemacht in dieser Phase. Das eigentlich alles an und für sich gar nicht so schlecht war, aber in der Kombination einfach zu viel und mit dem Alkohol auch zu viel und weil ich ja auch, weil ich gemerkt habe, ich will ein gutes Leben, ich möchte ein gesundes zufriedenes Leben und ich angefangen habe, den Alkohol zu regulieren. Ich habe mir sehr viele Trinkregeln aufgestellt, die kennst du vielleicht auch und die habe ich auch immer wieder gebrochen, war das natürlich super anstrengend. Es ist super anstrengend, sich an all die Regeln zu halten, an all die Trinkregeln zu halten und es ist super anstrengend, auch die immer wieder zu brechen und sich von diesen Abstützen dann auch zu erholen. Und wie gesagt, wie ich das vorher schon gesagt habe, in Phasen, in denen ich nicht getrunken habe, habe ich mich, obwohl ich es geschafft habe, nicht zu trinken, oft nicht gut gefühlt. Weil ich den Alkohol gebraucht habe, weil ich die Funktion des Alkohols brauchte, die Funktion, die ich dem Alkohol auch gegeben habe durch meine Gewohnheit, ich habe die gebraucht, um mich grundsätzlich besser zu fühlen und auch hier wieder, es war oft ein Warten. Auch wenn ich Phasen hatte, in denen hatte ich, in denen ich vielleicht mal zehn Tage nichts getrunken habe, am Ende des Tages, was ein Warten auf den nächsten Drink auch in dieser Phase noch, aber ich war müde, ich wollte nicht mehr. Und ich glaube spätestens, spätestens wenn man in dieser Phase ist, gibt es eigentlich kein Zurück mehr, denn die Realisierung, das Alkohol einfach nicht mehr, dass man durch ist damit, ja, auch wenn man mit einer Beziehung vergleicht. Ich bin durch mit diesen Menschen, es geht nicht mehr, kennst du vielleicht, es geht einfach nicht mehr. Man ist zwar noch, man hält zwar noch an irgendwas fest, man hält vielleicht noch an diesen guten Zeiten aus der Verliebtheitsphase oder der frühen Gewohnheitsphase fest, aber eigentlich ist es durch und irgendwo tief in dir drehen, weißt du auch, dass es durch ist. Du weißt, dass es durch ist und es ist eine Frage der Zeit, wann jemand dann wirklich geht. Für mich war es zwar noch unvorstellbar ein Leben ohne Alkohol zu führen, aber wenn ich jetzt zurückbleke, weiß ich tief in mir, den in den war, der Entschluss schon gereift, ich wusste bloß noch nicht genau, wann dieser Entschluss dann wirklich an die Oberfläche kommen würde und wann ich ihn wirklich umsetzen konnte in die Realität tatsächlich. Phase sieben, der Entschluss ist gereift zu gehen. Und wenn ich es mit einer Beziehung mit einem Menschenvergleiche dann ist es, dieser unumstoßbare Entschluss, dass diese Beziehung keine Zukunft hat und dass man sich trennen muss. Das heißt noch nicht, dass man sich wirklich trennt. Man hat vielleicht so Anflüge von Trennungen. Es sind diese schwierigen und offasen. Und die Offphasen beim Alkohol, die Offphasen sind die Trinkpausen, die etwas länger dauern. Vielleicht mal zwei Wochen, vielleicht mal zwei Monate bei mir war das so. Aber ich wusste, das sind nur das sind Phasen und ich habe mir eigentlich von diesen Phasen erhofft, dass es nach den Phasen besser sein würde, dass ich nach den Phasen, in denen ich ein länger nicht getrunken habe, nichts mehr trenken würde oder nein, nichts stimmt eben gar nicht weniger, dass ich mein Verhältnis zum Alkohol von Zauber an total entspannen würde. Spoiler, es ist nicht so. Das war mein Wunsch, das war mein Ziel in diesen Trinkphasen. Und wenn ich es mit der Beziehung vergleiche, dann ist es diese Offphase in der man sagt, aber jetzt ist Schluss und jetzt gehe ich und dann verlässt man einander und dann wartet man doch zuhause auf die SMS, ob nicht doch eine kommt. Oder man schreibt in einem schwachen Moment, hey, weil man waren Café trinken zusammen, mal wieder so quatschen ein bisschen und eigentlich weiß man ganz genau, es wird wieder irgendwas laufen, der ganze Kreislauf, der ganze Shit fängt wieder von vorne an und genau so war es bei mir beim Alkohol auch. Ich wollte nicht mehr und gleichzeitig wollte ich eben doch. Und dieser Bond, den man da hat, diese Verstrickung, die noch irgendwo da ist, die gilt es auch erst mal noch aufzulösen. Aber sehr, sehr wichtige Phase. Wenn ich jetzt zurückdenke, diese Phase ist super wichtig. Also, sie ist super wichtig. Sie muss sein. Ich behaupte, diese Phase muss sein. In der ist auch, das ist auch super schwierig. Es ist so anstrengend hin und zurück und hin und zurück. In der Beziehung ist es super anstrengend, aber auch mit dem Alkohol ist es super anstrengend. Man ist so in so einer Zwischenphase, in der man eigentlich weiß, wo es hingehen soll, aber man noch nicht genau weiß, wie man denn dahin kommt und immer wieder diese Blips hat, immer wieder diese Ausruchscher hat, in denen man doch wieder in diese alten Muster zurückfällt. Mir ging das so. Ich habe so oft, halt immer wieder doch etwas getrunken, doch mehr getrunken, obwohl ich mir doch so, so, so fest vorgenommen habe und obwohl ich doch dachte, ich bin eigentlich schon über ein Berg. Aber ich weiß noch nicht. Aber ich weiß auch noch nicht, weil ich eben noch nicht definitiv sagen konnte. Jetzt ist Schluss. Und das ist nämlich dann auch die Phase 8. Die Phase 8 ist, dass wissen, jetzt ist Schluss. Jetzt will ich nicht mehr. Und diese Phase, ja das ist vielleicht ist es gar keine Phase. Vielleicht ist es ein Moment. Diesen Moment, den hatte ich ziemlich plötzlich, nachdem ich in dieser Phase 7, in der ich diese On-Off-Beziehung mit dem Alkohol hatte, wahrscheinlich etwa 1-2 Jahre drin war, hatte ich dann die Phase 8, in der ich wusste, das jetzt fertig ist. Die hatte ich sehr kurz. Das waren vielleicht 1-2 Wochen. Das war vor knapp drei Jahren. Ich hatte einige Abstürze davor. Ich habe wie wenn mir das noch jemand beweisen musste, was völlig er blödsinn ist, weil ich habe es mir selber schon über Jahre bewiesen, dass ich nicht kontrolliert trinken kann und eigentlich auch gar nicht will, denn ich wollte ja gar nie nur ein Glas trinken. Ich wollte ja den Rausch. Ich wollte ja die volle Funktionstüchtigkeit vom Alkohol spüren. Aber wie wenn ich mir das noch mal x mal beweisen musste, das es nicht geht, das ich immer wieder abstürze, habe ich mir das bewiesen in diesem November, der Zemper, das war glaube ich 19, ja. Dass ich das nicht so handhaben kann, wie ich mir das wünsche, dass ich wusste, okay, jetzt ist Schluss. Und wenn ich das mit einer menschlichen Beziehung vergleiche, dann ist es der Tropfen auf den heißen Stein, der irgendeinen Schalter in dir umlegt, der sagt, jetzt ist genug. Jetzt ist es passiert, jetzt löse ich mich, jetzt gehe ich. Und wenn man es mit einer Beziehung vergleiche, dann ist es der Moment, wo du gehst und wo du weißt, das war es. Jede Phase deines Körpers weiß das war es. Jede Phase meines Körpers wusste das war es. Und ich kenne das aus Beziehungen. In dieser Phase habe ich keine SMS erwartet. In dieser Phase habe ich selber keine SMS geschrieben. In dieser Phase wollte ich auch nicht noch mal vorbeikommen, um ein paar Sachen zu holen. Es war einfach vorbei. Ich muss nicht mal die Nummerlöschen oder Spären, weil ich wusste, ich werde mich nicht mehr melden. Es ist vorbei. Tiefe, tiefe, innere Sicherheit. Sehr, sehr gutes Gefühl. Und das bedeutet nicht, dass ich das nur gut anfühlt. Es ist ein gutes Gefühl, loslassen zu können. Und gleichzeitig lässt man eben auch was los. Und für mich war diese Phase auch, obwohl sie sehr schön war, weil ich merkte, dass dieser Entschluss wirklich aus dem Herzen, aus dem Bauch, aus dem Herzen und mit dem Verstand getroffen wird, war es doch ein Wargras. 20, fast 20 Jahre getrunken und jetzt vorbei. Und jetzt fühle ich mich irgendwie nackt, weil der Alkohol ist weg. Und ich habe so was abgestreift, so wie so eine Schlange, die ihre alte Haut abstreift. Und die neue Haut ist noch ganz frisch und verletzlich. Und ein bisschen heller als die alte Haut, ein bisschen Berührungsempfindlicher. Und genau so habe ich mich gefühlt. Und gleichzeitig ist dieses Gefühl, jetzt habe ich eine neue Haut und die darf auch noch neu beschrieben werden. Das habe ich ganz, ganz stark in dieser Phase gefühlt. War eine sehr emotionale Phase, weil ich gemerkt habe, wo es passiert gerade etwas sehr, sehr krass ist hier bei mir. Ich hätte niemals gedacht, dass so etwas klatscht. dass es daraus entsteht, dass ich heute eine Firma habe, die sich nur damit beschäftigt, Menschen auf ihrem Weg in die Alkoholfreiheit zu begleiten. Das war mir in dem Moment absolut unfassbar. Ich habe nicht im Traumgang gedacht und heute habe ich diesen Weg, diesen meinen Weg, diese verschiedenen Phasen so positiv nutzen können und kann andere Menschen, inklusive der entsprechenden Ausbildungen, die ich inzwischen gemacht habe, Menschen dabei begleiten, diesen Weg auch zu gehen. Diese Phasen, mehr oder weniger diese Phasen, bei manchen Menschen sehen, das selbstverständlich andere Phasen, es müssen nicht alle Phasen, die gleichen sein, wie ich sie durchlaufen habe, Menschen in diesen Phasen zu begleiten. Und das kann ich vielleicht in dieser Zeit auch noch sagen, in der Phase sieben, indem ich wusste, irgendwas verändert sich da gerade in mir drinnen. Ich habe den entschluss gefasst zu gehen, aber ich weiß noch nicht genau, wie dieser steht aussehen wird, wie dieser Weg aussehen wird, habe ich eine Ausbildung als psychologische Beratere in angefangen, eine sehr intensive Ausbildung, die ich neben meinem Job als Journalistin angefangen habe. Das war oft sehr tough, weil es eine intensive Ausbildung ist und ich habe 90 Prozentstelle gearbeitet und weißt du, was ich wusste noch gar nicht, wozu ich diese Ausbildung mache. Ich wusste einfach, es interessiert mich unfassbar, wie man sich selbst, selbst bestimmter verhalten kann, wie man sich selbst ein Leben kreieren kann, das mehr nach den eigenen Vorstellungen, nach den eigenen Bedürfnissen gestaltet ist. Ich wusste, dass interessiert mich so, so stark, es hat mich so stark dahin gezogen. Ich muss dazu sagen, meine Kolomner hat sich auch immer schon mit psychologischen Themen auseinandergesetzt. Da habe ich mich immer mit in Themen stark eingearbeitet, die ich so massentauklich aufbereitet habe, ein Thema, das mich sehr interessiert. Wie kann ich komplexe Inhalte an viele Menschen bringen und die Coaching, die psychologische Beratere in Ausbildung habe, ich gemacht aus diesem Grund, ich wollte dieses komplexe psychologische Material an Menschen ranbringen, damit sie etwas für sich daraus mitnehmen können. Aber ich wusste gar nicht, in welchem Kontext ich das machen werde und als ich diese Haut angestreift habe, als ich den Schritt gegangen bin und mein Leben ohne Alkohol angefangen habe, da wusste ich eigentlich schon so schnell, ja, das will ich tun. Ich will Menschen ebenfalls damit begleiten, darin begleiten, aber das konnte ich natürlich noch nicht von Anfang an, denn ich war ja selber noch sehr empfindlich und sehr neu und Baby sober, wie man so schön sagt, aber wie es dann dazu gekommen ist, dass ich jetzt diese Arbeit mache, diese Arbeit, ich so sehr liebe, darum geht es in einer anderen Folge. Ich bin nämlich jetzt in Phase 9 und das ist die gesogenen Pink-Cloud, von der du vielleicht auch schon mal gehört hast, diese Phase, in der man frisch nüchtern ist, in der man frisch ohne Alkohol lebt und einfach, das erleben nicht alle gleich, aber viele können das erleben, indem einfach alles so total wow ist. Alles ist intensiver, es ist, du nehmst ich habe, alles so intensiv wahrgenommen, mit allen Sinn war ich so präsent, all das, was ich in den Jahren vorher mir angeeignet habe, was gut ist für mich, all die selbst für Sorge, all die Arbeit, die ich mit mir selbst geleistet habe, die kam da plötzlich so zum Vorschain, ich konnte sie plötzlich ausleben, ich habe plötzlich Sport richtig genießen können, ich habe übrigens sehr viel weniger Sport gemacht, als ich aufgehört habe zu trinken, weil ich ja nichts mehr gebraucht habe, mit dem ich meinen destruktiven Alkoholkonsum ausgleichen musste, aber all das, was mir eigentlich so gut tut im Leben, habe ich jetzt so viel besser gespürt, es hat mir wirklich gut getan, ich war so neugierig auf das Leben, ich habe den Alltag so sehr genießen können, es gab so wenig nur noch, dass mich runtergezogen hat und wenn mich etwas runtergezogen hat, konnte ich irgendwie damit umgehen, ich habe irgendwie Verächkeiten entwickeln können, um mit unangenehmen Situation umgehen zu können, die unangenehmen Situation waren, aber viel, viel weniger, viel seltener, auf jeden Fall hat sich alles irgendwie so erblüht und schön und frisch und sauber und hell angefühlt, als ich nicht mehr getrunken habe und dieser Kontrast zu den Phasen vorher war einfach so stark, dass ich total aufgegangen bin, da den uns es für mich absolut schon nach sehr, sehr kurzer Zeit absolut kein Grund mehr gab, wieder mit dem Trinken anzufangen. Es gab keinen Moment mehr seither, in dem ich keine Situation in der ich etwas getrunken habe, ich habe seither nichts mehr getrunken, das heißt nicht, dass ich nicht ab und zu mal noch das verlangen hatte etwas zu trinken, dass dieser Gedanke aufgeblobbt ist, hey jetzt können wir sie doch mal in Glas weintrinken, weil die Funktion, die ich dem Algol gegeben habe, mich locker leicht, flockig Kontaktfreudig zu fühlen, die ist nicht einfach von jetzt auch plötzlich verschwunden, ja, die ist immer noch irgendwo in meinem Gehirn abgespeichert, aber es gibt auch mittlerweile, ich, es gibt so viele andere Fähigkeiten, die ich entwickeln konnte, das ist jetzt keine große Sache, es klingt jetzt so, als hätte ich da das irgendwie studieren müssen, nein, das passiert automatisch, wenn du nicht mehr trinkst, wenn die Funktion ist, Algol's weg ist, dann entwickelst du oder aktivierst du, reaktivierst du deine Fähigkeiten, wie du mit Challenging, ich sollte vielleicht nicht versuchen, Englisch zu reden, wenn ich es gar nicht so in den deutschen Satz einen Fließen lassen kann, mit herausfordernden Situationen wirst du umgehen können, wenn du keinen Algohol mehr trinkst, weil du musst, ja, mein Algohol, dir nicht mehr als Option, als Funktion zur Verfügung steht, wirst du lernen die Situation ohne Algohol zu meistern und genau das habe ich auch getan in dieser Phase und das wiederum lässt mich stark und selbst sich und selbst bestimmt fühlen, dass ich Dinge meistern kann, weiß Gott nicht immer perfekt, weiß Gott nicht immer genau richtig, aber irgendwo war immer ein kleines, kleines bisschen Handlungsfähigkeit, die ich gespürt habe und die mein Leben so viel besser gemacht hat, so viel leichter auch in der Empfindung gemacht hat und das heißt nicht, dass in der Pink Cloud alles nur noch toll ist, erst recht nicht, wenn die Pink Cloud dann auch mal vorbei ist, denn das passiert bei manchen, bei mir ist es passiert nach so zwei Jahren, habe ich gemerkt, oh ja, es gibt immer noch Dinge im Leben, die sind nicht so einfach so meistern, aber hey, wenn man gelernt hat, Dinge ohne Algohol zu regeln, dann ist es irgendwann mal, dann ist das die neue Gewohnheit, dann ist es der neue Default-Modus, dass du Dinge tunst, tust ohne die Hintertür-Alkohol, ohne quasi des Backup, ich kann ja immer noch was trinken, wenn es zu unangenehm wird. Und genau in dieser Phase befinde ich mich jetzt, ich merke, wo ich quasi wirklich noch Dinge habe, die wirklich sehr Herausforderern sind im Leben, die werden vielleicht auch immer herausfordernd bleiben in meinem Leben, aber ich bin so dankbar, dass ich die nicht mehr mit Algohol regulieren muss. Ich gehe hindurch, ich akzeptiere sie, ich anerkenne sie und entweder kann ich sie vielleicht verändern oder vielleicht auch nicht, es spielt nicht so eine große Rolle. Wie ich vorher schon gesagt habe, das Leben geht auf und ab und du kannst es mit Algohol meistern oder ohne, ohne ist gesünder, ohne ist in den vielen Fällen zufriedenstellender. Es wird an der Tatsache, dass das Leben auf und ab geht nichts ändern und über die Pink-Cloud hinaus will einem das vielleicht noch mal ein bisschen mehr bewusst. Die Phase 10, was passiert nach der Pink-Cloud? Der werde ich eine eigene Podcast voll gewidmen, denn jetzt würde ich sagen, nach bald 50 Minuten habe ich genug über meine Beziehung zu Algohol erzählt. Ich hoffe, du konntest etwas für dich daraus mitnehmen und wenn es ist, dass du mich jetzt ein bisschen besser kennst und ich vielleicht ja schon auf die nächste Folge freust, ich würde mich sehr sehr freuen, wenn ich ein Feedback von dir bekomme auf diese erste Folge. Wenn du magst, schreib mir eine E-Mail an Hallo@FrauBremar. Dringt nicht mehr.com. Ich lese und beantworte alles, was ich bekomme. Vielleicht magst du mir auf Instagram folgen @frau_Bremar und auch da kannst du mir gerne eine Nachricht schreiben oder unter dem aktuellen Post zu diesem Podcast einen Kommentar hinterlassen. Ich freue mich auf Feedback. Ich freue mich über Kritik. Ich wünsche mir, dass du weißt, dass du nicht alleine bist. Ich wünsche mir, dass du in diesem Podcast etwas lernen kannst für deinen weiteren Prozess und natürlich wünsche ich mir auch, dass dich dieser Podcast ein bisschen unterhält. So schön, dass du bis hier hin zugehört hast und ich freue mich aufs nächste Mal. Bis dahin. Tschüss!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Gastgeberin Maria teilt ihre persönliche 20-jährige Beziehung mit Alkohol, die sie mit einer toxischen Beziehung vergleicht.
  2. Sie beschreibt zehn Phasen ihres Alkoholkonsums, beginnend mit der Verliebtheitsphase (Alter 18–19), in der sie die positiven Wirkungen des Alkohols betonte.
  3. In der Gewohnheitsphase (Studienzeit) wurde Alkohol tief im Alltag verankert, und sie begann, ihn zur Emotionsregulation zu funktionalisieren, was ihre Fähigkeit, mit unangenehmen Gefühlen umzugehen, verkümmern ließ.
  4. Die Phase der Erkenntnis (Alter 26) markierte einen Wendepunkt, in dem sie realisierte, dass ihr Leben unerfüllt war, obwohl sie keinen klassischen Tiefpunkt erlebte.
  5. Maria arbeitet heute als Alkoholfrei-Coach und unterstützt andere dabei, ein zufriedenes Leben ohne Alkohol zu führen.

Summary:

In dieser ersten Podcastfolge stellt sich Maria, eine Alkoholfrei-Coach aus der Schweiz, vor und teilt ihre persönliche Alkoholgeschichte, die sie mit einer toxischen Beziehung vergleicht. Sie beschreibt zehn Phasen ihres Konsums, wobei sie in dieser Folge die ersten vier detailliert darlegt. In der Verliebtheitsphase (Alter 18–19) genoss sie die positiven Wirkungen des Alkohols und übersah erste Warnsignale.

In der darauffolgenden Gewohnheitsphase wurde Alkohol zu einem festen Bestandteil ihres Alltags, und sie begann, ihn zu funktionalisieren, um unangenehme Gefühle wie Stress oder Schuld zu regulieren. Diese Gewohnheit ließ ihre natürlichen Bewältigungsfähigkeiten verkümmern. Mit etwa 26 Jahren erreichte sie eine Phase der Erkenntnis, in der sie trotz fehlendem klassischen Tiefpunkt realisierte, dass ihr Leben unerfüllt war – geprägt von toxischen Beziehungen, körperlichem Unwohlsein und mangelnder Perspektive.

Diese Einsicht wurde zum Wendepunkt. Heute, nach fast drei Jahren Arbeit als Coach, reflektiert Maria über ihren Weg und betont, wie wichtig es ist, diese Phasen zu durchlaufen, um letztlich ein erfülltes Leben ohne Alkohol zu finden. Sie lädt die Hörer ein, sich in den beschriebenen Phasen wiederzuerkennen und mit ihr in Kontakt zu treten.

FAQs

Der Podcast behandelt persönliche Weiterentwicklung, alkoholfreies Leben und nüchternen Lifestyle. Maria, die Moderatorin, unterstützt als Alkoholfrei-Coach Menschen dabei, einen zufriedenen und gesunden Alltag ohne Alkohol zu gestalten.

Maria beschreibt eine 20-jährige toxische Beziehung zu Alkohol, die mit einer Verliebtheitsphase begann, in der sie die positiven Wirkungen wie Leichtigkeit und Spaß sah, während sie negative Aspekte wie Blackouts übersah.

In der Gewohnheitsphase hat sich der Alkohol tief in den Alltag eingeschlichen, ohne dass Maria täglich trank. Sie begann, Alkohol zu funktionalisieren, um unangenehme Gefühle zu regulieren, was dazu führte, dass sie Fähigkeiten zum Umgang mit solchen Gefühlen verlernte.

Maria vernachlässigte ihr Studium, hatte unschöne Beziehungen, fühlte sich körperlich schlecht, trieb keinen Sport, ernährte sich schlecht und hatte wenig Positives im Leben außer den Trinkmomenten.

Mit etwa 26 Jahren realisierte Maria, dass ihr Leben nicht erfüllend war, obwohl sie keinen klassischen Tiefpunkt erlebte. Sie war in einer unglücklichen Beziehung, hatte keine Perspektive und fühlte sich körperlich unwohl.

Maria vergleicht die toxische Beziehung zu Alkohol mit einer toxischen Beziehung zu einem Menschen, die verschiedene Phasen wie Verliebtheit und Gewohnheit durchläuft, aber trotz Verletzungen schwer zu lösen ist.

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