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1 Jahr Donald Trump - killt er unsere Wirtschaft?

8m 28s

1 Jahr Donald Trump - killt er unsere Wirtschaft?

Ein Jahr nach Donald Trumps Amtsantritt als US-Präsident hat seine Wirtschafts- und Zollpolitik erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Sie führte vor allem zu großer Unsicherheit, einem Rückgang der deutschen Exporte in die USA um monatlich rund eine Milliarde Euro und einer fast halbierten Investitionstätigkeit deutscher Unternehmen in den USA. Als Reaktion suchen Unternehmen alternative Märkte, verstärkt in Asien (China, Japan) und Europa (Polen, Spanien, Schweiz), um die Einbußen zu kompensieren. Neue Freihandelsabkommen, wie das kürzlich unterzeichnete mit südamerikanischen Staaten, sollen dabei helfen. Besonders betroffen ist die Automobilindustrie, die unter hohen Zusatzkosten leidet und Produktionsverlagerungen in die USA prüft, was teilweise Trumps Zielen entspricht, aber zu höheren Preisen für US-Verbraucher führt. Für die Zukunft fordern deutsche Unternehmen mehr Verlässlichkeit in den transatlantischen Handelsbeziehungen, Entlastungen im Zollkonflikt und den Abschluss weiterer Freihandelsabkommen, etwa mit Indien, sowie eine Stärkung des europäischen Binnenmarkts durch weniger Bürokratie. Der zusätzliche Grönlandkonflikt hat die Verunsicherung weiter verstärkt.

Transcription

1430 Words, 9054 Characters

German
Donald Trump hat ein jähriges heute, ist der seit genau einem Jahr im Amt als amerikanischer Präsident und damals als er in das Amt eingeführt wurde, hat er mit Blick auf die Welt das hier gesagt. Er möchte als Friedensstifter in Erinnerung bleiben, ja also wenn man Menschen aus der Wirtschaft fragt, dann ist Trump nicht wirklich als Friedensstifter aufgetreten bisher. Was genau hat ein Jahr Trump wirklich mit unserer Wirtschaft angerichtet, wie haben sich unsere Wirtschaftsbeziehungen zu den USA entwickelt? Immerhin ist das Land der wichtigste Handelspartner Deutschlands. All das klären wir jetzt hier, bei zehn Minuten Wirtschaft, eurem Podcast für alle Hintergrundinfos in Sachen Wirtschaft. Und es findet ihr immer Montags bis Freitags mit einer neuen Folge in der ARD AudioTek und überall, wo ihr gerne Podcasts hört. Mein Name ist Nils Walker, schön, dass ihr dabei seid. Bei mir im Studio ist jetzt Julia Wackett aus der NDR Info Wirtschaftsreaktion Hallo Julia. Hallo nie jetzt? Julia, ein Jahr, Donald Trump. Was hatten das mit unserer deutschen Wirtschaft gemacht? Also wie stark sind denn zum Beispiel die Exporte in die USA eingebrochen? Ja, Donald Trump's Wirtschaftspolitik hat vor allem für große Unsicherheit gesagt. Das haben ja eigentlich auch alle Unternehmen bestätigt, mit denen ich gesprochen habe. Die Folgen der Zeipolitik, die sind spürbar, deutsche Exporte in die USA, die sind monatlich um rund eine Milliarde Euro zurückgegangen. Und die Ausfohren in die USA, die sind in den ersten drei Kartalen des vergangenen Jahres um rund acht Prozent gesunken. Also eine ordentliche Menge und nicht nur die Exporte. Auch die Investitionen sind ebenfalls zurückgegangen. Laut an der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln haben sich die deutschen US-Investitionen in mich seit Trumps Amtsantritt fast halbiert. Und viele Unternehmen suchen deswegen jetzt alternative Märkte. Ja, das kann ich verstehen. Wenn man in den USA quasi nur noch die Hälfte macht, da werden quasi mittelfrei. Wo geht das hin? Also was sind diese alternativen Märkte, welche Länder sind das? Ja, da werden jetzt zum Beispiel die asertischen Märkte wieder interessant. Der insofern China ist wieder auf dem Weg Deutschlands größter Handelspartner zu werden. Aber auch Japan ist für viele Maschinenbeort zum Beispiel interessant. So prüft etwa der Mittelständler Greifeelox Aquisition von Produktionsanlagen in Japan, weil die Aquisition in den USA zurzeit nur schleppen vorangehen. Und auch Europa wird für viele Unternehmen jetzt wieder interessanter. Die wegbrechenden Exporte nach USA konnten teilweise durch höhere Ausfohren in andere Staaten Europas auch ausgeglichen werden. Okay, also du hast jetzt schon Japan angesprochen. Du hast auch China angesprochen. Aber werden wir noch mal so richtig konkret. Also inwieweit können Exporte in andere Länder der Welt jetzt kompensieren, was wir nicht mehr in die USA exportieren. Also ja, was wir da ja quasi, ich weiß nicht, verloren haben oder jetzt umschiften. Also wo geht's wirklich konkret hin? Ja, also Europa konnte da schon einiges auffangen. Vor allem nach Polen, Spanien und in die Schweiz in 2025 ganz schön viele Exporte gegangen aus Deutschland. Und das besteht auch die Hoffnung, dass dieses kürzlich unterschriebene Abkommen mehr Kursur abkommen, mit den Südamerikanischen Staaten. Stimmt. Mein Stück. Mein Traktor zu leisten kann, die Folgen der US-Zollpolitik wirklich teilweise zu kompensieren. Von geht zumindest eine neue Studie des IFO-Instituts aus. Aber ohne solche neuen Handelsabkommen, da würden die US-Zelle das deutsche Bruttoinlandsprodukt dann wirklich leicht verringern. Simulation des IFO-Instituts gehen da rund von 0,13 Prozent aus. Das klingt jetzt vielleicht wenig. Ist es aber, wenn man mal darüber nachdenkt, dass die Wirtschaft im vergangenen Jahr ja nur um 0,2 Prozent gewachsen ist und Jahre zuvor sogar geschrumpft ist, wirklich schon bedenklich. Dann brauchen wir wirklich jeden kleinen Prozentpunkt auch hinterm Kommande. Wurde denn aber eigentlich jetzt auch schon Produktion aus Deutschland in die USA verlagert, weil das ist auch eine Sache, die Trump möchte, oder? Genau. Das ist Trumps große Wunsch, dass das passiert. Muss man aber sagen, lässt sich bis jetzt noch nicht bestätigen, weil das einfach auch ja jetzt noch nicht genug Zeit war seit dem Amtsantritt von Trump. Aber wie die Unternehmen sagen, dann doch sie denken darüber nach. Deswegen darüber zölle ihre Produktion teilweise oder ganz in die USA zu verlagern. Man will sich wahrscheinlich auch mit Trump nicht verschärzen und sagt das, dann halt mal so, wir prüfen das. Aber stand jetzt, muss man wirklich sagen, konkret passiert, ist das noch nicht. Aber klar, Unternehmen, die da vor Ort sind, die haben die Produktion natürlich schon ausgeweitet. Aber dann war man halt auch schon vorher da und darin rechnen auch manche Institute damit, dass sich das auch noch verstärken könnte, also das Center für Automate Research, das K-Anbuchum, rechnet zum Beispiel damit, dass die Autoindustrie wirklich Produktion in die USA verlagert und die Zahl der Beschäftigten, die das ja in der deutschen Auto verbriken, auch zurückgeht. Das Thema hat mal ja häufiger schon im vergangenen Jahr, dass die deutschen Autohersteller Probleme haben wegen der Trumpschenpolitik oder ja vor allem wegen der Zölle. Kann man das wirklich so sagen, dass speziell die Autoindustrie bei uns da unterleidet? Ja, das kann man wirklich so sagen, also vor allem die Autoindustrie will jetzt auch mehr im Markt für den Markt produzieren, die Zwei-Politik der USA hat da wirklich das US-Geschäft von Volkswagen zum Beispiel stark belastet. Der Absatz da in USA ging 2025 um rund 8 Prozent zurück, da die Zölle eben die dort verkauften Autos verteuern, wenn sie dann eingeführt werden und ja auch Automobilzulieferer wie kontinental, die leiden ebenfalls unter hohen Zusatzkosten, die Rede ist da von mehr als 100 Millionen Euro für das Jahr 2025 und auch kontinental will dann wirklich prüfen, ob man deshalb mehr vor Ort produzieren kann. Zum Beispiel in den drei Reifenwerken in den USA, die man da besitzt, es scheint also schon so das Trumpspolitik, diese Mehrarbeitsplätze und mehr Produktionen in die USA holen teilweise aufzugehen, scheint zumindest für die Automobilindustrie, aber ja, muss man auch sagen eben zu einem hohen Preis, weil die hohen Zölle werden dann eben auch in den USA oft weitergegeben an die US-Verbraucher in Form von höheren Preisen, also hat halt auch ein Preis, die so hohe Verlagerung nach USA. Weil irgendwas dann doch immer noch importiert werden muss, ne, so mal eben alles rüber schieben ist nicht ganz so leicht, kann ich mir gut vorstellen. Sag mal, wie sieht es denn jetzt aus mit den nächsten Jahren, das war jetzt nur ein Jahr Trump, also da sind ja noch mehrere Jahre vor und es wenn er seine Amtszeit voll ausschöpft, wie schauen denn die deutschen Unternehmen in die Zukunft, sagen wir jetzt mal ganz konkret wirklich nur für das Jahr, das ja jetzt frisch angebrochen ist, nämlich für 2026. Ja, da fordern sie jetzt wirklich mehr Verlässlichkeit in den Handelsbeziehung und auch spürbare Entlastungen im Zeugkonflikt, jetzt sind da eben ganz stark auf die U-Kommission, dass sie jetzt hart verhandelt mit den USA und die Gespräche weiterführt, allerdings muss man ja sagen, es hat der Grünlandkonflikt noch dazu gekommen, hat jetzt ja noch mal für noch mehr Verunsicherung gesorgt und die transatlantischen Handelsbeziehungen wirklich noch mal sehr stark belastet, also ganz so hoffnungsvoll wie man da vielleicht noch in der letzten Jahres war, ist man jetzt nicht mehr, dass das noch mal hinzukam und sie fordern deswegen die U-Auch ganz klar dazu auf, mehr Freihandelsabkommen mit anderen Staaten zu schließen, z.B. Indien, Indonesien einfach nicht nur den Fokus auf die USA zu legen und auch die Wettbewerbsfähigkeit eben das eigenen Binmarkt von Europa zu stärken, also wirklich weniger Regulierung, weniger Bürokratie, damit man auch innerhalb des Binmarkt eben mehr handeln kann. Weil es einfach mit den USA unter Donald Trump nicht mehr so richtig einfach ist und läuft, und zuverlässig er schon mal gar nicht. Vielen Dank für diese ganzen Informationen, das war Julia Wackelt aus der NDR Info Wirtschaftsredaktion. Julia hat eben das Mekozu-Abkommen angesprochen, dazu haben wir hier bei 10 Minuten Wirtschaft ja auch schon gesprochen, die Folge verlink ich euch in den Show Notes und das Mekozu-Abkommen, das ist der größte Handelsvertrag, den die EU jemals ausgehandelt hat, aber das hat auch stolze 26 Jahre gedauert, auf der Verhandlungsliste steht ja jetzt noch ein frei Handelsabkommen und zwar mit Indien. Das soll bald kommen, hat Ursula von alleine gesagt, hätte dann immerhin nur 15 Jahre gedauert. Das war es erstmal von uns heute, wenn euch unser Podcast gefällt, lasst gerne ein Abo da oder empfehlt uns gerne weiter einfach den Link verschicken. Mein Name ist Nils Walker, wir hören uns morgen wieder, macht es gut, tschüss! Copyright WDR 2020

Podcast Summary

Key Points:

  1. Donald Trumps Wirtschaftspolitik hat zu großer Unsicherheit geführt, was deutsche Exporte in die USA um monatlich etwa eine Milliarde Euro reduzierte und die US-Investitionen deutscher Unternehmen fast halbierte.
  2. Deutsche Unternehmen weichen auf alternative Märkte wie China, Japan und europäische Länder (z.B. Polen, Spanien, Schweiz) aus, um die wegbrechenden US-Exporte zu kompensieren; neue Handelsabkommen (z.B. mit Südamerika) sollen helfen.
  3. Die Automobilindustrie ist besonders betroffen, erwägt Produktionsverlagerungen in die USA und leidet unter hohen Zusatzkosten, während allgemein mehr Verlässlichkeit in den Handelsbeziehungen und Entlastungen im Zollkonflikt gefordert werden.

Summary:

Ein Jahr nach Donald Trumps Amtsantritt als US-Präsident hat seine Wirtschafts- und Zollpolitik erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Sie führte vor allem zu großer Unsicherheit, einem Rückgang der deutschen Exporte in die USA um monatlich rund eine Milliarde Euro und einer fast halbierten Investitionstätigkeit deutscher Unternehmen in den USA. Als Reaktion suchen Unternehmen alternative Märkte, verstärkt in Asien (China, Japan) und Europa (Polen, Spanien, Schweiz), um die Einbußen zu kompensieren.

Neue Freihandelsabkommen, wie das kürzlich unterzeichnete mit südamerikanischen Staaten, sollen dabei helfen. Besonders betroffen ist die Automobilindustrie, die unter hohen Zusatzkosten leidet und Produktionsverlagerungen in die USA prüft, was teilweise Trumps Zielen entspricht, aber zu höheren Preisen für US-Verbraucher führt. Für die Zukunft fordern deutsche Unternehmen mehr Verlässlichkeit in den transatlantischen Handelsbeziehungen, Entlastungen im Zollkonflikt und den Abschluss weiterer Freihandelsabkommen, etwa mit Indien, sowie eine Stärkung des europäischen Binnenmarkts durch weniger Bürokratie.

Der zusätzliche Grönlandkonflikt hat die Verunsicherung weiter verstärkt.

FAQs

Die deutschen Exporte in die USA sind monatlich um rund eine Milliarde Euro zurückgegangen und in den ersten drei Quartalen 2025 um etwa 8 Prozent gesunken.

Unternehmen wenden sich verstärkt asiatischen Märkten wie China und Japan sowie europäischen Ländern wie Polen, Spanien und der Schweiz zu, um Exportverluste auszugleichen.

Ja, die Autoindustrie leidet stark, da Zölle die Preise erhöhen; beispielsweise sank der Absatz von Volkswagen in den USA 2025 um rund 8 Prozent, und Zulieferer wie Continental verzeichnen hohe Zusatzkosten.

Konkret ist dies noch nicht geschehen, aber Unternehmen prüfen solche Verlagerungen; bestehende Standorte in den USA haben ihre Produktion jedoch ausgeweitet.

Laut IFO-Institut könnten die US-Zölle das deutsche BIP um etwa 0,13 Prozent verringern, was angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums bedenklich ist.

Sie fordern mehr Verlässlichkeit, Entlastungen im Zollkonflikt und dass die EU-Kommission hart verhandelt, während sie auch auf neue Freihandelsabkommen mit Ländern wie Indien setzen.

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