Speaker 1Was, wenn Erleuchtung in diesem Leben möglich wäre? Würdest du dann mehr darüber erfahren wollen? Begleite in diesem Podcast Mutter und Sohn auf der Reise zu angstfreier Glückseligkeit und bedingungsloser Liebe. Lasse dich berieseln von spannenden Geschichten, tiefgreifenden Erkenntnissen und kontroversen Einblicken aus dem Leben von Andrea und Enrico Fricke. Es gab noch nie so gute Chancen wie jetzt, um Erleuchtung zu erreichen. Und die Einladung des Universums, deine wahre Natur zum Ausdruck zu bringen, ist da. Herzlich willkommen bei Erleuchtung live dabei. So, liebe Andrea, was macht uns denn so sicher, dass wir bald die Erleuchtung erreichen?
Speaker 2Gar nichts. Da gibt es ja keine Beweise und keine Sicherheiten für. Also ich denke, erst mal ist es sozusagen diese Ausrichtung auf dieses Ziel ist entscheidend, aber ansonsten gibt es keine Sicherheit.
Speaker 1Ja, von Sicherheit würde ich auch nicht sprechen. Aber was schon spannend ist, also wenn einer von uns Erleuchtung erreicht, bist ja wahrscheinlich du das zuerst.
Speaker 2Ja, wurde gemunkelt, wurde erzählt.
Speaker 1Ja, der einen erleuchteter prophezeit, dass das wohl so sein könnte. Aber spannend finde ich es auch, abgesehen von dem, was er gesagt hat, was ja so in letzter Zeit passiert. Also du hast mir vor ein, zwei Wochen erzählt, du hast mal einen Tag einfach da gesessen und drei Stunden nichts gedacht, zum Beispiel. Ohne meditieren, ohne irgendwas dafür zu tun, sondern du hast einfach gesessen und drei Stunden nichts gedacht. Passiert sowas noch öfter? Ist das aktuell? Wie fühlt sich das an, wie du gerade bist?
Speaker 2Also es fühlt sich ein bisschen verpeilt an. Mir sind Sachen gerade nicht so wichtig. Also irgendwie habe ich alles auf dem Schirm, aber es ist halt nicht mehr in dieser Präsenz, wie es halt früher war. Also so das Alltägliche, was so getan werden muss und das ist alles irgendwo so da. Aber die Präsenz ist eher so eine stille, friedliche, lichtvolle Präsenz. Und die ich wahrnehme, die aber nicht so gefüllt ist mit irgendetwas. So wäre vielleicht eine gute Beschreibung.
Speaker 1Und was sind noch so Besonderheiten, die du vielleicht zu deinem Zustand früher unterscheiden würdest? Also wenn wir jetzt mal ein Jahr zurückgehen, da hättest du wahrscheinlich auch gesagt, du hast eine stille, liebevolle, lichtvolle Präsenz. Was ist jetzt anders?
Speaker 2Das stimmt, aber da war mehr Hektik drumherum. Also irgendwie waren meine Gedanken aktiver. Ich hatte auch viel mehr Ängste. Ich habe mir viel mehr Gedanken gemacht darüber, wie etwas ist, ankommt, sein könnte. Und das ist echt sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viel leiser geworden. Und das ist total schön.
Speaker 1Also wie stelle ich mir das vor? Plappert dein Kopf immer noch den Tag über durch oder plappert er jetzt nur noch, wenn du willst? Oder wie ist das?
Speaker 2Mal plappert er, mal nicht. Wenn er plappert, hat er auch oft die alten Leier drauf. Aber das ist, also kennst du das, wenn du durch ein Kaufhaus läufst und du bist meinetwegen gerade mit einem Menschen, mit dem du gerade so richtig im Gespräch bist. Ja, und dann würde. Im Hintergrund eine Durchsage laufen. Und das interessiert dich überhaupt gar nicht. Also würdest du nicht zuhören. Du wärst weiter in diesem intensiven Gespräch mit deiner Begleitung. Anders wäre es natürlich am Bahnhof und du wartest gerade auf einen Zug und dann kommt eine Durchsage. Dann würdest du natürlich sehr aufmerksam sein auf diese Durchsage. Und so ähnlich ist das bei mir jetzt auch. Vorher war es Bahnhof. Vorher war es mehr Bahnhof und ich war auf alles wie so ein bisschen gehetztes Kaninchen aufmerksam. Und jetzt ist es halt in so einer Stille und Präsenz. Und das, was wirklich wichtig ist. Ist einfach aber auch als Information da. Also ich überhöre nichts.
Speaker 1Ist ja so eine Angst, die viele haben, die dann sagen, was, wenn ich die ganze Kontrolle loslasse, wie soll ich da mein Leben noch auf die Reihe kriegen?
Speaker 2Das stimmt. Oder auch, dass das langweilig sein könnte. Aber es fühlt sich überhaupt nicht langweilig an. Im Gegenteil. Also meine Tage sind erfüllter und auch freudvoller erfüllt als früher. Also früher waren sie eher hektisch. Hektisch und gefüllt, aber nicht erfüllt und nicht erfüllend. Also da ist schon nochmal ein Unterschied in der Qualität.
Speaker 1Du hast auch erzählt, wenn du jetzt irgendwas machst, dann schaffst du irgendwie viel mehr und viel weniger Zeit. Wie kann das sein, dass du jetzt mehr schaffst?
Speaker 2Das weiß ich auch nicht. Ich glaube, Zeit ist wirklich relativ. Also ich glaube, die meiste Zeit habe ich ja mit viel drüber nachdenken, wie etwas sein kann und wie ich etwas machen soll und wie ich etwas anfange und wieso, weshalb, warum. Ich es am besten erstmal noch auf morgen schiebe, weil ich halt vorher noch irgendwie sicherer, klarer. überhaupt sein muss. Und dieses ganze Denken, das verbraucht unglaublich viel Zeit und unglaublich viel Energie. Und wenn das gar nicht mehr stattfindet, sondern einfach in dem Moment, wo es getan werden möchte, das ist wie so ein. Also weiß nicht, du bist gerade beim Sport und jetzt hast du dieses, du möchtest als nächstes das Gewicht raufheben. Dann hast du ja auch nicht eine lange Diskussion, ob du das jetzt machst oder nicht, sondern du greifst zu diesem Gewicht und du hebst es hoch und das ist halt gerade das, was du tust. Und so ist mein Leben gerade und dadurch fühlt es sich so. zeitlos an und erfüllend.
Speaker 1Also bist du sehr präsent auch im Jetzt. Ja. Und wollen wir mal so einen Ausflug machen, so zum Beispiel noch bevor du spirituell warst, wie warst du da?
Speaker 2Schneiderlehrling? Aber so weit willst du zurück.
Speaker 1Nur mal so einen Ausschnitt, dass man so eine Idee kriegt.
Speaker 2Also ich gehe mal mit dir wirklich so ganz weit zurück. Schneiderlehre, da war ich Anfang 20 und das, was irgendwie total verrückt ist, als ich Anfang 20 war, habe ich geglaubt, ich bin ein Sonnenscheinchen und. mir gehört die Welt und die Welt dient mir und alles ist easy peasy und paletti und ich wusste genau, ich will irgendwie heiraten, zwei Kinder, ein Haus bauen, einen Hund. Ja. Und da wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dass es außerdem was anderes geben könnte. Also ich war völlig zufrieden mit dem, wie das war. Nur wenn du mich fragen würdest, wie ist das rückblickend, dann würde ich denken, oh mein Gott, was fahre ich verpeilt. Wie viele Ängste hatte ich, wie viele. Ja, auch so, ich habe ganz, ganz viele Dinge gemacht, um nicht aufzufallen, um angepasst zu sein und.
Speaker 1Hast du Beispiele?
Speaker 2Zum Beispiel, ich bin in der DDR groß geworden und bin ja dann gleich mit der Grenzöffnung in den Westen gezogen. Das sind zwar nur 30 Kilometer Luftlinie, aber das sind halt zwei verschiedene Länder gewesen. Und als ich dann in einem Geschäft, Modegeschäft gearbeitet habe, war es halt so, dass man einen Dialekt bei mir hören konnte, woran jeder erkennen konnte, ich bin ein Ossi. Das war zu der Zeit irgendwie so, die Menschen waren so zweigespalten. Also die einen fanden das niedlich und wollten mir helfen und die anderen waren irgendwie gerade total genervt von dieser ganzen Ossi-Schwemme und wollten da eher sowas wie mich da nicht zwischenhaben. Und dann hatte ich, habe ich meine Arbeitskollegin immer gebeten, mir genau zu sagen, woran man das hört und habe mir das abtrainiert zum Beispiel. Ich habe auch meinen Kleidungsstil direkt verändert, habe meinen Dialekt sozusagen korrigiert. Und noch heute ist es so, dass. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Wenn ich sehr aufgeregt bin, dann hört man es durch, aber ansonsten hören es die Leute eher nicht mehr. Und da war ich eine Weile total stolz drauf. Also so zehn Jahre lang.
Speaker 1Wahnsinn, ja. Ja.
Speaker 2Habe ich das so wie weggedrückt, als wenn das gar nicht zu meinem Leben gehört.
Speaker 1Und jetzt einen Sprung in die Zukunft. Du hast also dann einen Mann gefunden, du hast Kinder gekriegt offensichtlich.
Speaker 2Haus gebaut, zwei Kinder gekriegt, genau. Du bist das kleinere Kind davon.
Speaker 1Und du warst ja noch sehr konservativ. Wie bist du spirituell geworden? Ja, das frage ich mich auch manchmal.
Speaker 2Ach Gott, ich glaube, das ist so der Weg, den so viele nehmen. Also es gibt erst eine Krise und dann gibt es in dieser Krise etwas, was plötzlich wie so ein Licht am Ende des Tunnels ist. Und das war bei mir halt, ich war halt in so einer echt krassen, tiefen Depression nach der Geburt des ersten Kindes. Heißt ja immer Wochenbett-Depression vergeht wieder, aber bei mir blieb das ein ganzes Jahr. Und ja, ich war vorher das Sonnenscheinchen, ja, sowas kostet die Welt. Und ich war fröhlich. Und ich habe alle aufgemuntert. Und dann lag ich da irgendwie im Zimmer und konnte nicht mal aus dem Haus gehen oder ja irgendwie mich unbeschwert um mein Kind kümmern. So dieses wundervolle, gesunde Baby, was da irgendwie war, war für mich sowas wie noch was, worum ich mich kümmern muss. Und ich kam mit mir schon nicht klar. Und da war so dann der erste Ausblick in, also nachdem ich sozusagen die Schulmedizin abgegrast hatte und überall nur Antidepressiva irgendwie als Empfehlung bekommen habe oder so dieses, das wird schon, bin ich halt in einer alternativen Heilszene gelandet. Und da war ich erst mal nur überfordert und auch sehr überheblich. So mit alternative Brotbeutel und was wollen die schon und wieso soll ich jetzt hier irgendwas und was soll mit mir nicht stimmen. Ich bin völlig in Ordnung. Das sind nur die Hormone und bla bla bla. Also dieses ganze Gedöns, was dann so der Verstand herzaubert, um alles abzuwiegeln und abzuwehren. Aber der Moment war dann einfach da, dass ich gesagt habe, ja so jetzt probiere ich das. Auch wenn ich es nicht verstehe, auch wenn ich es nicht glaube, auch wenn es keinen Sinn ergibt, also mein Bild von damals. Und dann hat sich bei mir schlagartig was verändert, von jetzt auf gleich sozusagen, also mit einem Termin. Und das war schon so faszinierend und erschreckend zugleich. Und das war so der Beginn, dass ich gemerkt habe, ich kann mich aus diesem Sumpf selber rausbewegen, wenn ich mich mit mir auseinandersetze und um mich kümmere.
Speaker 1Und dann hast du angefangen, selber solche Sachen zu lernen.
Speaker 2Genau. Ja, eigentlich doch auch, nur weil ich es verstehen wollte. Also dieser Zweifel und dieses Misstrauen, was so in mir so stark ausgeprägt war, das hat halt einfach immer alles hinterfragen wollen und verstehen wollen. Und mit so einem gewissen Geiz gepaart. Und ich habe ja gemerkt, da sind scheinbar bei mir sehr viele Baustellen, dachte ich mir, es ist billiger, ich mache die Kurse und die Ausbildung, als dass ich jetzt quasi die ganzen Therapeuten bezahle, bis ich da an dem Punkt bin, dass es bei mir gut ist.
Speaker 1War eine gute Entscheidung, das hättest du nicht bezahlen können.
Speaker 2Das war auf alle Fälle eine sehr gute Entscheidung, weil 30 Jahre später, Ich finde immer noch Sachen, immer noch was, was verändert werden kann. Nee, war eine super Entscheidung. Und das hat halt dazu geführt, dass ich tatsächlich wie eine neue Welt kennengelernt habe. Und das ist ja auch mega faszinierend. Also man muss ja schon sagen, dass wenn man so, das ist wie, weiß nicht, ich hatte mal eine Theaterführung. Ich habe ja eine Schneiderlehre und mich hat halt Theater mal interessiert. Und dann hast du ja so dieses, du bist als Zuschauer normalerweise in diesem Zuschauerraum und dann wird was aufgeführt auf der Bühne und das ist irgendwie das, was du zu sehen kriegst. Also diesen ganzen Klemmer und schön, ja. Aber wenn du als Schneider dich bewirbst und kommst hinter die Bühne und hinter die Kulissen und in den Fundus, wo diese ganzen Garderobe und Kostüme sind und dann siehst du hinter der Bühne diese ganzen Seile und Balken und Bilder. Das ist ganz Chaos im Prinzip. Das ist eigentlich, hinter der Bühne ist es einfach sowas von unsexy. Das ist eigentlich eher staubig und Arbeit und Werkstatt so im Hintergrund. Und so ähnlich ist das eben auch, wenn man plötzlich mit der alternativen Szene sozusagen in Berührung kommt oder mit der Spiritualität, dass dann sich etwas auftut. Es ist wie eine neue Welt. Es ist wie bei Harry Potter, als er dann endlich nach Hogwarts kommt und dann so, boah, boah, boah, man kommt ja aus dem Staunen nicht mehr raus. Und so ist es mir halt auch gegangen und das ist völlig großartig und faszinierend. Und dann funktioniert was und dann fängst du an und willst dann noch mehr rein und ja.
Speaker 1Klopfst ein paar Punkte und die Allergie ist weg.
Speaker 2Genau, genau. Und dann klappt es zweimal und dann fünfmal nicht. Ja, nee, es klappt schon übermäßig häufig, aber es gibt dann eben auch die Fälle, wo es nicht klappt. Und dann ging halt die Suche weiter. Was kann ich eben noch machen? Wie kann man zum Beispiel eine Allergie eben noch lösen oder eine Depression?
Speaker 1So, und das hast du jetzt quasi viele, viele Jahre gemacht. Dann warst du Heilpraktikerin, auch sehr erfolgreich. Brauchtest kein Marketing, trotzdem immer ausgebucht. Und dann hast du jetzt irgendwann entschieden, Heilpraxis machst du zu und irgendwie ist auch Erleuchtung dran. Wie kam es jetzt dazu?
Speaker 2Ja, das, wieso es dazu kam, sitzt mir gegenüber. Also sozusagen in dieser spirituellen Herausforderung, dass mich überhaupt da dem ganzen Bereich zu stellen, da bist du ja quasi grundlegend zuständig für. Während ich so mit Vanessa, also meinem ersten Kind, ja vielmehr erstmal so diese ganze gesundheitliche und körperliche Schiene so mir angeschaut habe, weil es da erstmal so auffällig war mit der Depression und Allergien, war ja dann, warst du ja dann dieses Kind. Total feinfühlig und du hast damals, als du klein warst, Auren gesehen und beschrieben. Und ich dachte einfach nur so, ich habe schon mal jemanden kennengelernt, der hat mir auch von Aura-Sehen erzählt und habe den kontaktiert, habe mir Bücher besorgt, um das mit meinem drei-, vierjährigen Kind anzugucken, also dir. Und habe dir diese Bücher gezeigt und das Einzige war dann, dass du gesagt hast, ich sehe es anders. Und damit war dieser Moment fertig und ich saß da mit meinen Büchern. Und ich bin in Ausbildung gegangen, einfach um dir ein gutes Gegenüber zu sein, weil du mir Sachen erzählt hast, wo ich nicht so gut war. Wo ich einfach keinen Plan von hatte. Soll ich die krasseste erzählen? Also die hat mich wirklich viele, viele, viele schlaflose Nächte gekostet. Weil du hast mir erzählt, dass in unserem Haus, also das Bild hatte sich ja vervollständigt, also es gab ja auch Mann, Haus, zwei Kinder, nur den Hund gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht. Und in diesem Haus, hast du mir erzählt, läuft immer eine Gestalt rum mit einem roten Umhang, wie so ein Soldat und der hat seinen Kopf unterm Arm und der sucht seine Leute. Und du fürchtest dich vor dem. Und wenn du nicht. Wenn du nachts aufs Klo musst, möchtest du gerne mich wecken? Also man muss überlegen, du musstest dafür ja auch schon mal über den Flur laufen, ja? Dann hast du mich aufgeweckt, damit ich mit dir aufs Klo gehe, weil du auch nicht alleine dem begegnen wolltest. Das hat bei mir quasi eine kleine Panikschübe ausgelöst, weil ich zu der Zeit vor Geistern panische Angst hatte. Also ich konnte ja nicht mal in eine Geisterbahn gehen, die für Kinder zum Durchlaufen war, ohne dass ich schreiend rausgelaufen bin. Und jetzt hatten wir quasi einen echten Geist bei uns im Haus.
Speaker 1Und ja. Und dann standst du vor der Tür, wo ich auf dem Klo war und musstest quasi im Flur warten und so tun, als wärst du noch cool, damit ich keine Angst habe, weil ich hast du die größte Schiss überhaupt gehabt.
Speaker 2Genau, und hab dich immer gefragt, war er da, war er da? Und du hast mir dann, manchmal war er da, manchmal nicht. Und du hast immer gesagt, ja, aber der ist halt nicht böse und der will uns noch nichts tun, der sucht seine Leute. Ich hab dann dafür extra jemanden kommen lassen, der sich damit auskannte und mit dessen Hilfe wir das auch geschafft haben, dass dieser Geist gehen konnte. Und der hat auch ganz viel dazu erzählt. Und ich hab dann auch Ausbildung gemacht und die erste Ausbildung hab ich vor lauter Angst abgebrochen, weil vier Tage mich nur mit diesem Thema beschäftigen. Ich hatte nur Gänsehaut, ich hatte nur Angst, ich hab abgebrochen. Am ersten oder zweiten Tag hab ich abgebrochen. Ja. Und dann noch zwei Jahre gebraucht, bevor ich mich mit dem Thema nochmal mir das Neue angucken konnte. Also es ist schon echt eine ganz schöne Herausforderung für so einen Verstand, mit all diesen Themen in Kontakt zu kommen. Und heute ist das so normal, dass ich mich wundere, wie Menschen irgendwie sagen können, das könnte es nicht geben. Und diese Welt ist so existent und so normal für mich und real für mich. Das ist halt jetzt das Theater als Ganzes. Ich kenne jetzt alle Bereiche des Theaters und den Raum drumherum und die Geschäftsführung und den Marketingplan. Weißt du, was ich meine? Das sind so andere Dimensionen.
Speaker 1Wo man aber auch sagen muss, du hast ja auch Sachen erlebt, die gehen über das Bücherwissen hinaus. Zum Beispiel, dass du ja dann auch, nachdem du mit Geistern in Kontakt treten konntest und die wahrnehmen konntest und so, hast du ja dann auch einmal die Woche für eine Stunde, glaube ich, eine Sitzung für Verstorbene angeboten.
Speaker 2Genau. Ich habe eine Heilpraxis sozusagen, also eine Stunde, offene Sprechstunde für Geister angeboten. Da bist du auch sozusagen eigentlich für verantwortlich, weil du immer nach deinem Schulweg über den Friedhof nach Hause gelaufen bist und hattest dann immer so 20, 30 Verstorbene mit im Schlepptau, die alle irgendwie Hilfe brauchten, damit sie ins Licht gehen konnten. Und du hast die immer eingesammelt und mit nach Hause gebracht. Und ob ich dann Zeit hatte oder nicht, die standen dann bei uns in der Bude rum. Und das war also quasi nicht zum Ausdruck. Das war quasi nicht zum Aushalten oder war ein Vorgarten. Und dann habe ich halt für mich entschieden, ich kann das nicht und will das nicht, dass das immer so passiert. Das war halt schon immer noch so was, man möchte auch nicht in jedem Moment echten Besuch haben. Und genau so wollte ich halt auch keinen geistigen Besuch ständig und überall haben. Und so habe ich das dann eben geregelt, dass ich gesagt habe, also immer Donnerstagabend habe ich eine Stunde Zeit, wenn die Kinder im Bett sind, so was weiß ich, von 21 bis 22 Uhr setze ich mich in meine Praxis und bin bereit. Und die kamen wirklich dann auch sehr geordnet einer nach dem anderen. Und ich habe mir die Themen erzählen lassen, die noch geheilt werden wollten.
Speaker 1Bevor sie ins Licht gehen konnten typischerweise.
Speaker 2Genau, ich habe mit denen dann das gemacht, was es brauchte.
Speaker 1Versöhnung, Vergebung. Bis hin, dass du zu Leuten in derselben Stadt gegangen bist, die du nicht kanntest, bei Adressen, von denen du nicht wusstest, dass es die gibt.
Speaker 2Ja, aber das habe ich dann zweimal gemacht und das ist einfach was. Ja, nee, das ist echt so spooky, weil du stehst ja dann bei völlig fremden Leuten und klingelst und sagst, du hast eine Botschaft von. In dem Fall war das eine mein Sohn, der verstorben war, der war vor Unglück, der da auch eine Botschaft hatte. Und ich meine, davon mal abgesehen, dass dich die Leute ja angucken, als wenn du sie nicht alle der Reihe nach hast, ist da auch großer Schmerz, der dann sofort da ist. Plus, dass natürlich aber auch sowas da ist von Hoffnung, dass sie dann noch was hören wollen. Und ja, aber ich habe das dann später echt abgelehnt, weil mich das emotional so fertig gemacht hat.
Speaker 1Aber das heißt, du bist dann wirklich bei Adressen gelandet, wo wirklich jemand, ein Sohn, verstorben ist. Ja, genau. Dann hast du denen eine Botschaft gesagt und die haben feststellen können, dass das tatsächlich vom Sohn kommen muss. Dann gab es wahrscheinlich große Tränen.
Speaker 2Ja, die wollten dann halt Beweise. Da musste ich halt dann zum Beispiel ein besonderes Merkmal von dem Menschen dann eben auch erzählen. Oder in dem einen Fall war es halt der Großvater da. Der hatte immer so einen bestimmten Spruch, den er immer gemacht hat, wenn es Essen gab. Und dann habe ich denen halt gesagt, aber frag mich jetzt nicht, ich habe ihn jetzt nicht gemerkt. Aber dann habe ich den halt rausgehauen und dann haben alle dann irgendwie nur noch genickt, so nach dem Motto, ja, ja, das ist er.
Speaker 1Ja, krass. Und dann ist ja klar, dass das für dich, sage ich mal, schon normal heutzutage ist, dass das so eine Welt gibt. Ich meine, sowas passiert ja nicht aus Versehen, vor allem nicht zwei, drei Mal, dass du irgendwo klingelst und stehst und dann die feststellen können, dass das, was du gehört hast, echt sein muss, obwohl ihr euch persönlich überhaupt nicht kennt.
Speaker 2Ja, das stimmt. Aber ich habe, also ich habe dann die Seelen immer gebeten, dass es eben ohne, dass ich dafür physisch sozusagen irgendwo rumfahren muss, auch geschehen mag. Weil ich hatte dann irgendwie auch ein bisschen Angst, ja, um den Ruf, also so ganz, ganz menschlich. Ich hatte Angst um unseren Ruf, um, dass irgendwie vielleicht bei euch Kindern was ankommt, was dann irgendwie in der Schule komisch ist. Also irgendwie wollte ich da einfach nicht, dass das so einen Öffentlichkeitsgrad habe. Ich habe da jahrelang mit niemandem drüber gesprochen. Ja. Dass ich das jetzt hier erzähle, ist schon.
Speaker 1Ja, die ersten Flyer, die du gedruckt hast für die Heilpraxis, da hast du Schweißgeballen nachtmacht gelegen, bevor du die verteilt hast.
Speaker 2Ja, aber da stand nichts davon drauf. Genau. Das war nur überhaupt sichtbar werden mit, ich mache irgendwie alternative Medizin, als es hat mir schon schlaflose Nächte gekostet.
Speaker 1Ja, da war das natürlich ein anderes Kaliber.
Speaker 2Ja, und jetzt sitze ich hier und erzähle irgendwie die krassesten Momente. Wobei eine Geschichte hätte ich noch, die mag ich noch erzählen, weil die wirklich so beeindruckend auch war. Weil es auch mich selbst in einem Moment erreicht hat. Also wie gesagt, das ist ja schon über 20 Jahre her, wo ich auch noch nicht so ganz sicher war, existiert jetzt diese andere Seite tatsächlich? Oder ist das sowas wie so etwas Eingebildetes, wohin ich flüchten kann, wenn es mir in meinem Alltag zu viel wird? Da war ich mir also lange nicht sicher, ne? Weil. Ja. Ja. Ja, ist ja irgendwie auch möglich, dass man sich so eine Fantasiewelt baut.
Speaker 1Das ist auch eine Frage, die ich oft höre.
Speaker 2Ja. Und das war zum Beispiel, also die Frau, die bei mir da als Kundin war, die war Direktorin in einer Bank. Also total konservativ, super verstandesgetaktet unterwegs und überhaupt nicht einsprechbar für irgend so ein Thema. Und die war bei mir mit dem Wunsch, also mit dem Babywunsch, sie wollte gerne ein Baby haben. Und das hat halt. nicht geklappt. Und Eine Freundin hatte ihr gesagt, geh mal zu Andrea, weil im Zweifelsfall findet die raus, was da ist. Und manchmal sind das auch ganz merkwürdige Sachen, aber da kommst du sonst nicht drauf, geh zu Andrea. Und dann war die da und dann habe ich sie gefragt, ob es sein kann, ob sie schon mal eine Fehlgeburt hatte. Und das war so ein Moment, wo sie sofort in Tränen ausbrach. Sie hatte mir nichts davon erzählt. Und ja, es gab eine Fehlgeburt im vierten Monat, wo sie also auch wirklich richtig ein Baby zur Welt gebracht hat. Also natürlich winzig noch, aber eben schon auch eine richtige Geburt, die sie miterlebt hat und ganz schlimm und traumatisch. Und dann war es wirklich so dieser Moment, dass sie wirklich selber da gesessen hat und hat dieses Baby gehalten jetzt, was sie da im Krankenhaus aber irgendwie nicht durfte. Also das wurde dann gleich weggenommen. Das wird heute alles anders gemacht, Gott sei Dank. Aber damals wurde es einfach weggenommen und war tot. Und vierter Monat, wie gesagt, die sehen dann ja auch noch nicht schön aus und sind noch nicht wirklich fertig. So jedenfalls hat sie dann so dagelingen und hat geweint. Das ist so eine Hand. Und dann habe ich zu ihr gesagt, ob sie sich vorstellen kann, dass dieses Baby eben noch so bei ihr ist, also die Seele des Babys, dass gar kein Neues kommen kann, weil das eigentlich noch da ist, so wie noch schwanger sein. Und dann hat sie gesagt, ja, irgendwie ist das so. Und dann haben wir überlegt, was jetzt irgendwie gut sein könnte. Ob sie das wie behält, so bis sich wieder so eine Eizelle und Samenzelle vereinen, dass dann das Baby dieses neue Zuhause haben kann. Und dann hat sie selber gesagt, nee, das wäre irgendwie nicht. Richtig, das fühlt sich nicht so an, wie das könnte gut werden. Sie würde es gern einem Engel geben. Und in dem Moment ist in diesem Raum, also wir hatten beide wirklich Gänsehaut. Und in diesem Raum ist eine drei Meter große Lichtgestalt erschienen, die vor ihr gestanden hat in Liebe und Güte und Geduld und hat wirklich bestimmt 20 Minuten gewartet, bis sie bereit war, dieses Baby abzugeben. Aber diese Erscheinung im Raum zu haben. Zu wissen, dass die nicht drängelt, dass die nicht will, du musst nichts erklären. Und wenn das fünf Tage oder fünf Jahre dauert, bleibt die auch so lange da. So eine Präsenz hat sie ausgestrahlt. Also wirklich so, boah, das war für mich wirklich einer von den Momenten, wo ich danach nicht mehr sagen konnte, das ist jetzt irgendwie eingebildet oder Illusion. Und die Freude hinterher, als das dann sozusagen alles, die Sitzung fertig war, das Baby übergeben, das sich irgendwie wirklich verabschiedet hatte, der Engel hat es genommen. Und ist mit diesem Baby weggeflogen, sage ich jetzt mal, also verschwunden. Und dann, als sie sich dann beruhigt hat und ich mich beruhigt hatte, das war ja für mich auch nicht normal, dann hat sie mich angeguckt und hat gesagt, boah, das wird sie ihr ganzes Leben lang nicht mehr vergessen. Also wenn irgendjemand jetzt ihr sagen würde, es gibt Engel, dann würde sie sagen, auf jeden Fall, das hätte sie vorher nicht gesagt. Solche Momente, ja. Und wenn sowas passiert, das ist einfach so beeindruckend und so real. Das ist genauso real. Und wenn man sich jetzt gegenüber sitzt, nur dass das eben nicht eine, also dich könnte ich jetzt anfassen, da hätte ich vielleicht durchgefasst, weil es nur Licht war. Mein Raum war auch keine drei Meter hoch und trotzdem war diese Person, also dieser Engel so groß. Das war auch sowas, wo wir uns hinterher noch ein paar Mal drüber unterhalten haben, so dieses, wie wir beide auf so eine Beschreibung kommen, dass er so drei Meter groß war, wo der Raum 240 hat, weißt du? Der hätte ja oben Kopf ab sein müssen, aber das ist dann einfach nicht. Da verändert sich alles. Da verändert sich wirklich. Raum und Zeit ist quasi. Ja, da verändert sich alles, die ganze Wahrnehmung.
Speaker 1Und hat das später bei ihr dann noch geklappt mit dem Kinderwunsch?
Speaker 2Ja, die haben zwei Babys und sie musste mir versprechen, dass sie deswegen aber ihr Baby nicht nach mir benennt, weil ich jetzt meinen Vornamen jetzt nicht so aufregend finde. Und nein, zwei Kinder bekommen und das heißt Gott sei Dank kein Sandria.
Speaker 1Ich finde auch eine Story aus der Praxis witzig, da musste ich dran denken, da hast du eine Frau gehabt und dann hast du, es gibt ja, dass man sozusagen Heilkreise macht. Ja. Und du hast ja dann irgendwann angefangen, so einen Heilkreis oder so eine Aufstellung, einfach im geistigen Raum zu machen. So nach dem Motto, du brauchst ja nicht echte Menschen da, das geht ja auch mit geistigen Präsenzen. Und dann hattest du mal eine Frau da, die hatte irgendwie ein Pferd und dann war das Pferd mit dem Heilkreis und dann hast du der Frau danach gesagt, dass das Pferd immer probiert hat, an deinen Haaren zu kauen. Ja. Und dann hat die Frau gelacht und hat gesagt, ja, das hat er geliebt.
Speaker 2Das war toll, war das so, genau.
Speaker 1Oder sowas, ja. Das fand ich auch witzig.
Speaker 2Ja, für sie war das auch völlig normal, dass der erschienen ist, also dass das Pferd immer Heilkreis war. Für mich war es das erste Mal, dass sich da so ein Pferd mit reinstellt. Aber ja. Schon witzig.
Speaker 1Total. Ja. Ja, cool.
Speaker 2Ja, und wie kommst du eigentlich dazu, dass du jetzt sagst, ich will auch Erleuchtung? Also bei mir ist es passiert, ja, können wir uns da drauf einigen. Ich bin da irgendwie so hingekommen durch dich, aber wie bist du da drauf gekommen?
Speaker 1Boah, also eigentlich, es gibt bei mir schon immer ein großes Fable für Mysterien. Es hat eigentlich schon früh auch mit sowas angefangen. Ich habe zum Beispiel das Manga Dragon Ball gelesen, wo quasi ein junger Junge, der eigentlich normal ist, bis darauf, dass er ein Affenschwanz hat. Und das hinten dran noch hat, irgendwie quasi in verschiedene Situationen verwickelt wird und dann irgendwann ein krasser Kämpfer wird, der fliegen kann, teleportieren und im Weltraum reisen und was weiß ich und halt alle böse Richter fertig macht mit seinen übermächtigen Fähigkeiten.
Speaker 2Ja, ich erinnere mich dran an die Serie.
Speaker 1Und dann kam Harry Potter dazu, wo ja auch so eine magische Welt, sowas wie Herr der Ringe fand ich auch immer gut, aber sowas wie Harry Potter war es immer mehr. Und diese ganze Idee oder Star Wars, wo sozusagen die mit der Meditation und mit der Ruhe sozusagen auch in diesen Gewändern dann sozusagen die Macht beherrschen. Also das, was sowieso da ist, in Bewegung setzen können und sozusagen dort vor einem Pöse kriegen und so. Und das hat schon immer was in mir angesprochen, wo ich gespürt habe, das berührt was, was tiefer da ist. Auch wenn ich in meiner Jugend nicht hätte glauben können, dass es so etwas wie möglich echt gibt. Aber da gab es sowas von. Ich habe es immer gehofft, dass es das gibt. Ich wusste ja meine Kinderjahre nicht mehr, wo ich Aura sehen konnte und sowas. Das erinnere ich ja bis heute nicht. Aber mir wurde auch gesagt, das kommt irgendwann wieder. Also mal schauen. Spätestens mit Erleuchtung soll man ja vollkommen klar über alles sein. Und dann gab es aber die Zeit, wo ich in der Schule gemobbt wurde. Und dann, das hast du ja gemerkt. Und du hast dich ja jeden Tag für eine halbe Stunde in mein Zimmer gesetzt und warst einfach da. Hast quasi nichts getan. So nach dem Motto, ich kann jederzeit mit dir sprechen. Weil du wusstest ja, wer dich nach Hilfe fragt, will auch keine Hilfe. Und dem die anzubieten, bringt ja einen nur noch weiter auseinander. Also hast du dich hingesetzt, anderthalb Jahre lang gemerkt, mir geht es nicht gut. Und gewartet, dass ich dich anspreche. Um zu sagen, hey, mir geht es nicht gut. Kannst du mir helfen? Nach anderthalb Jahren habe ich das ja dann unter Tränen gemacht. Kam nach der Schule nach Hause, habe geheult, habe gesagt, dass ich nicht mehr leben will. Dass ich gemobbt werde, dass ich keine Freunde habe, irgendwie sowas. Und da fing es ja an, dass du mich unterstützt hast mit dem, was du dann als Heilpraktikerin schon gelernt hast. Was ja cool war und was du ja wiederum geworden bist, mehr oder weniger, weil wir Kinder da waren. Also habe ich dich auf den Weg geschickt und Vanessa. Und jetzt kannst du mich auf den Weg schicken, indem du mir geholfen hast, mich selbst. Wieder zu lieben. Und in diesem halben bis einem Jahr, wo wir diese Balance gemacht haben und aufgearbeitet haben, was dort sozusagen in mir, ich sage mal, nicht in Harmonie war, nicht in Liebe war, da hat sich so viel in meinem Leben verändert. Also einfach alles hat sich in meinem Leben verändert. Vor allem hatte ich Freunde, ich habe angefangen zu tanzen, obwohl ich eigentlich eher dick und unsportlich war, war ich dann irgendwie ein Jahr später schon bei den Kirmessen in unserem kleinen Ort der Star auf der Tanzfläche, wo 40 bis 60 Leute einen Kreis gebildet haben, um mich anzufeuern. Solche Sachen. Du
Speaker 2hattest plötzlich Freunde, eine Clique, die dich gefeiert haben. Da war gar niemand, der dich besucht hat oder wo du hin wolltest.
Speaker 1Also quasi vollkommener Switch. Und das hat so viel verändert, dass mir klar wurde, anderen ist das genauso unklar wie mir, wie viel möglich ist dadurch, dass wir uns im Innen verändern. Und da wurde. Da wurde mir eigentlich klar, dass ich erstens alles lernen und ausprobieren will, worauf ich Bock habe. Das heißt, ich habe ja dann schon früh angefangen, Bücher zu lesen. Auch Sexualität wurde zu der Zeit ein Thema. Also habe ich über Sexualität Bücher gelesen, Frauenwort ein Thema. Also habe ich über Dating Bücher gelesen und Tanzen war ein Thema. Dann habe ich mir Tanzensachen reingezogen und, und, und. Alles, was ich interessant fand, habe ich angefangen zu lernen. Und habe gemerkt, so viel Energie, wie ich reingebe, kann ich auch was rausziehen. Also da habe ich ja sozusagen diese Idee festgestellt und überprüft, dass man etwas lernen kann. Und dann kann es auch wirklich was werden. Egal, wo du vorher stehst. Also so eine Grenzenlosigkeit kam in meinen Kopf. Und nach dem Abi habe ich dann, das war ja schon dann wieder viele Jahre später, vier, fünf Jahre später bestimmt oder sechs sogar, habe ich dann keinen Bock auf irgendein Studium oder so gehabt, sondern mir war ja ziemlich klar, ich will irgendwas lernen, wo ich Menschen helfen kann, auch solche Prozesse zu machen wie du. Und dann habe ich angefangen, ja, eine Coaching-Ausbildung zu machen. Und ich war ein sehr verkopft und sehr logischer Mensch. Das heißt, so dieser Ansatz über Psychologie, Hypnose und allem war ja genau das Richtige für mich, weil ich hatte noch keine.
Speaker 2Habe ich gut rausgesucht für dich, ne?
Speaker 1Ja, ich hatte noch keine hellsinnenden Wahrnehmungen oder so wie du, wo du dann einfach wusstest, was mit der Person los ist. Ich musste das ja irgendwie rausfinden. Und ja, mit 18, 19 Jahren habe ich dann schon meine ersten Seminare gehalten, dass du ja quasi deine Kunden angesprochen und gesagt hast, der hat da was Gutes, nimm mal teil. Die waren dann ja auch alle happy und begeistert. Und dann hat es ein paar Jahre gedauert, wo ich so gemerkt habe, niemand kauft bei mir, außer du empfiehlst. Wahrscheinlich auch, weil ich so jung war. Meine Marketingversprechen klangen so gut, dass viele gesagt haben, der ist so jung, ich bin 40, was will der mir mit 18 Jahren erzählen? Was weiß der schon vom Leben, so nach dem Motto. Und dann hat das ja dazu geführt, dass ich irgendwann gesagt habe, ich mache noch meine Ausbildung. Und in dieser Ausbildung bin ich ja quasi so, obwohl die Ausbildung die besten Bedingungen hatte, die möglich sind. Ja, absolut. Soll ich die Story erzählen, wie ich die Ausbildung gekriegt habe?
Speaker 2Oh mein Gott, ja.
Speaker 1Also ich war auf einem Seminar, ich hatte schon entschieden, ich höre auf mit der Selbstständigkeit, weil wird ja irgendwie nichts. Aber das Seminar hatte ich schon vorher gebucht. Also war ich jetzt nochmal in der Schweiz bei Facebook-Marketing eine Woche alleine. Und Facebook-Marketing. Genau, Event. Und da wäre ich eigentlich nicht mehr hingegangen, aber es war bezahlt, also wollte ich es einfach noch wahrnehmen. Und ich hatte in der Zwischenzeit entschieden, ich versuche mir eine Ausbildung, Studium hatte ich keine Lust drauf und zehn Studiumsplätze angeschrieben, zehnmal abgelehnt worden. Wahrscheinlich, weil die halt auch zu gut waren, die Bewerbungen. Also ich habe halt vorher Verkaufstrainings gemacht und die Leute haben wahrscheinlich bei den Texten gedacht, das kann ja nicht wahr sein, was der schreibt, so jung wie der ist.
Speaker 2Ja, du wolltest ja auch eigentlich nicht wirklich angenommen werden. Ja, das stimmt schon. Wenn du ganz ehrlich bist, wolltest du auch gar nicht angenommen werden.
Speaker 1Naja, auf jeden Fall war ich ja dann bei diesem Event und ich habe abends bei so Events dann immer, weil ich alleine da war, immer am Ausgang gestanden und geguckt, welche Leute sehen cool und nett aus und wen kann ich ansprechen, dass wir quasi mal gemeinsam abends essen, was trinken, noch ein bisschen Spaß haben. Ich war ja auch voll im Party-Alter. Und dann die erste Frau, die so aussah, als wäre die interessant, die habe ich halt angesprochen, habe gesagt, hey, hast du Lust, heute Abend mit irgendwie essen gehen, ein bisschen was trinken oder so? Und dann hat sie gesagt, oh nee, tut mir leid, tut mir leid, ich bin heute Abend schon mit einem Mann verabredet, tut mir echt leid, aber es wird leider nichts. Du findest bestimmt noch Leute, so nach dem Motto. Dann ist die weitergegangen und dann war für mich überhaupt kein Problem, weil ich wusste, da kommen noch, es waren 300 Leute auf dem Seminar, da kommen noch mindestens 200 aus der Tür, ich finde noch coole Leute. Und es waren auch echt noch super coole Leute. Wir sind, glaube ich, eine Truppe von neun Leuten oder sowas geworden, die sich die ganze Woche auch jeden Abend getroffen hat. Irgendwie so. Aber an diesem Abend war es so, dass auf dem Weg mit dieser Gruppe bis zu dann dem Restaurant, wo die noch Platz hatten oder bis wir eins gefunden hatten, was noch Platz hatte, wo Platz hat, irgendwie die Gruppe wie magisch verschwunden ist. Sich aufgelöst hat. Ja, irgendwie sich aufgelöst hat, bis ich dann bei einem Restaurant in der Tür stand und mir der Mann sagte, leider alle Plätze belegt. Und durch den halben Raum, durch die Frau, die ich als erstes angesprochen hatte, durch den Raum rief, hey du, junger Mann, komm mal rüber. Und dann komme ich näher und da sitzt sie mit diesem Mann, mit dem sie verabredet war und ich höre schon beim Näherkommen, oh du ey, der ist total tough und cool, der hat mich angesprochen, ob wir essen gehen wollen. Ich glaube, sie hat gedacht, wie ein Date oder so, aber wie auch immer, auf jeden Fall hat sie es total, mit meinen Drucken gefunden. Und dann habe ich mich damit an den Tisch gesetzt, habe einen Wein hingestellt bekommen, ein Abendessen und dann haben die mich quasi ausgefragt. Besonders der Mann war interessiert, so nach dem Motto, was machst du hier? Ich war im Schnitt 20 Jahre jünger als die anderen Teilnehmer, also wie kommt es? Und dann habe ich ihm erzählt, ich habe das Seminar, das Seminar, das Seminar gemacht, ich wollte das und das lernen, hat nicht geklappt, jetzt suche ich eine Ausbildung. Dann hat er gesagt, ach ist ja krass, ich war genau auf den gleichen Seminaren, vom selben Anbieter wie du und ich brauche Marketing und Vertriebe meiner Firma für den neuen Geschäftsbereich, den ich auswähle. Und da wollte er eigentlich einen Angestellten ausbilden. Jetzt sitze ich da mit genau den gleichen Ausbildungen, brauchte also nicht mehr ausgebildet werden. Dann hat er gesagt, ja weißt du was, Ausbildungsplatz kein Problem, also du kommst einfach vorbei, 30 Stunden Woche, dann kriegst du einen Ausbildungsplatz, mach drei Jahre, wir verkürzen auf zwei, dann bist du schneller fertig und dann kriegst du einen Laptop gestellt und wir stellen dir die Wohnung und, ah ne warte, du kommst erstmal zur Weihnachtsfeier vorbei und wenn du dich mit meinen Leuten verstehst, dann stelle ich dich ein. Also wenn es dir bei uns gefällt, dann stelle ich dich ein. Hab ich gesagt, ja cool. Hab ich mal an der SMS geschrieben, ich hab einen Ausbildungsplatz.
Speaker 2Genau. Das war irgendwie im Oktober, ne?
Speaker 1Ja, irgendwie sowas, ja, oder November schon.
Speaker 2Und dann bist du nach Hause gekommen und ich hab gefragt, hast du irgendwas schriftlich? Nein, da ist nichts schriftlich. Und dann passierte gar nichts mehr. Und dann gab es irgendwann dieses Weihnachtsessen. Ja, und du dachtest die ganze Zeit,
Speaker 1oh Gott, dieses Kind, wie soll ich, das glaubst du wirklich, aber da ist ja überhaupt nichts schriftlich, nichts hinterlegt. Wie kann das sein? Der alte Zweifel und
Speaker 2Skeptiker und überhaupt. Voll zugeschlagen. Ja. Und dann gab es, diese Weihnachtsfeier wurde nach.
Speaker 1Genau, da bin ich wieder nach Wolfsburg eingeladen worden. Die haben mir ECE bezahlt, die haben mir das Hotel bezahlt und es war ja nicht irgendeine Weihnachtsfeier. Wir waren im Ritz-Carlton, fünf Sterne Superior. Nein, nein, nein. Da gab es dann fünf oder sieben Gänge Menü von dem besten Essen, was es gibt. Und die Frau vom Chef hat mich dann später noch an die Seite genommen und mir gequatscht, die ist auch total cool. Und die kannte den Barkeeper, der der Weltmeister vom letzten Jahr im Barkeepen war. Und dann haben wir die ganzen Weltmeister-Cocktails der letzten fünf Jahre durchprobiert. Und bis drei Uhr morgens haben wir getrunken, weil in seinem Unternehmen ich eingeschlossen war und gut betrunken und hatten einen witzigen Abend. Und um drei Uhr morgens hat er mich dann letztendlich nach Hause gefahren ins Hotel. Am nächsten Morgen wurde ich von einem Taxi abgeholt, in die Firma gebracht und er fragt, und, hat es dir gefallen? Ich hatte den Abend meines Lebens und habe gesagt, natürlich, war mega. Und dann hat er gesagt, ja cool, dann kannst du in zwei Wochen anfangen. So, und dann hat er gesagt, wir treffen uns in zwei Wochen wieder. Und dann kam ich nach Hause und habe gesagt, ich habe den Platz. Und dann hast du gesagt, und, hast du was schriftlich? Genau. Und ich habe gesagt, nö, aber in zwei Wochen geht es los. Ich ziehe aus.
Speaker 2Bis wir dich hingebracht haben mit dem Koffer, hast du ja nichts schriftlich gehabt. Du wusstest auch nicht, wie deine Wohnung aussieht, was du dabei haben musst, gar nichts.
Speaker 1Ne, genau. Und ich bin dann einfach nach zwei Wochen mit euch zu dieser Firma. Mit dem Koffer. Mit dem Koffer, genau. Ich brauchte keine Möbel.
Speaker 2Genau. Das haben wir dann herausgefunden, ein möbliertes Zimmer, direkt in der Nähe der Firma.
Speaker 1Genau. Und dann kam ich da an und im Prinzip waren meine ersten zwei Wochen vor Ort quasi einziehen in die Wohnung. Eine Etage tiefer in einem Gebäude nebenan war dann die Arbeit.
Speaker 2Ja, was ich aber so cool fand, ist so dieses, wir kommen rein und alle, und du so hi an alle oder so und dann alle hi Enrico und dann übrigens das ist meine Mom und alle so hi Mom. Das war so, damit war das irgendwie dieses Ankommen fertig. Und das war auch alles so. Skurril, ne? Ja, ja. So ungewöhnlich. Also nichts irgendwie wie Hierarchie. Und formell und so, ne? Formell, genau. Ja. Ne, das hat das ja echt extrem gut getroffen, ja.
Speaker 1Und dann hab ich ja meinen eigenen Ausbildungsvertrag schreiben müssen, weil die noch nie einen Azubi hatten und dann war ich offiziell auch eingestellt. Bin ins Schuljahr, rein, hat alles super geklappt und ich hatte einen guten Schnitt und alles. Und ich hatte auch
Speaker 2Freiheiten unendlich. Den Job deines Lebens eigentlich.
Speaker 1Ich war ja auch nicht Azubi, ich war ja quasi Projektleiter. Ich hab ja von Anfang an eigene Projekte gemanagt, geleitet, Budgets bekommen und sonst was. Das war ja total cool. Geschäftsleitung und alles. Also das war schon, ich sag mal, für den Umständen mega. Und ich habe in dieser Zeit gelernt, dass ich als angestellter Mensch eingehe.
Speaker 2Okay, aber wir sind jetzt echt weit weg von Erleuchtung.
Speaker 1Mhm, genau. So mit dieser
Speaker 2klassischen Ausbildung. Ja, ja. Nachdem eigentlich dein Leben schon so super war als Coach.
Speaker 1Ja, und das ist ja dann der Punkt gewesen, wo ich gemerkt habe, ich muss diesen Weg gehen, selber. Und dann war ja nur noch die Frage, wie klappt es? Ich hatte herausgefunden, Marketing und Vertrieb klappt für mich nicht. Und jetzt kam Spiritualität ins Spiel. Ich habe jetzt also gesetzte Anziehung, Manifestation und solche Sachen spannend gefunden und damit probiert halt, Geld zu verdienen. Weil ich wollte ja Geld verdienen, damit ich dann endlich mal meine Ruhe habe und quasi mich zurücklegen kann. Und auch, um es allen zu beweisen und so. Da war also noch sehr viel Ego mit dem Spiel. Und in den nächsten Jahren, wo wir dann ja auch gemeinsam angefangen haben zu arbeiten, aber einfach aus einem guten Nutzfindungsgrund auch, du hattest die Erfahrung, dass man uns glaubt, dass wir was können. Ich war ja so neu, die haben gesagt, du hast keine Erfahrung. Ich hatte dieses technische Wissen, dass du keinen Bock hattest und nicht gut konntest. Und dann haben wir zusammen angefangen, eine Akademie zu machen und Sachen unterrichtet und, und, und. In der Zeit habe ich ja viel mit diesen ganzen, ich sage mal, typischen Einsteiger- spirituellen Sachen gearbeitet, wie Manifestationen. Also quasi Persönlichkeit und Entwicklung mit spirituellen Begriffen. Weiter kommen, besser werden, schneller, höher, weiter, toller. Also im Prinzip quasi Ego-Befriedigung mit spirituellen Begriffen und Tools. Und du hast dich ja ja kleinreden lassen und quasi mitgemacht, auch wenn du eigentlich schon an einem ganz anderen Punkt warst.
Speaker 2Ja, weil du das immer so logisch hergeleitet hast. Und wenn du was gut kannst, dann ist das gut reden und gut erklären. Und dann habe ich halt immer gedacht, ja, okay. Und er hat das ja auch gelernt mit diesem ganzen Marketing. Und wenn man die Leute halt erstmal irgendwo abholen muss, um sie irgendwo hinzubringen, dann müssen wir halt 50 Schritte zurückgehen, damit wir sie halt erstmal abholen können. Aber letztendlich war es ja auch total gut, weil ich bin ja eher so der Mensch, der sagt, was funktioniert, wird benutzt, egal ob ich weiß, wieso das funktioniert oder nicht. Und ich konnte dann dem Kunden gegenüber auch oft nicht erklären, wieso, weshalb, warum etwas funktioniert. Und bin halt eher so dieser, ich mache praktische Erfahrungen und wenn es klappt, dann wiederhole ich das. Und wenn es nochmal klappt, wiederhole ich das und verfeinere das. Ja, und wenn es nicht klappt, sortiere ich das aus und du bist der, der sich hinsetzt und sagt, ich gucke mir das alles an und dann finde ich raus, was ist der gemeinsame Nenner, wieso es klappt.
Speaker 1Das können wir weglassen, wo kommt es drauf an.
Speaker 2Und dadurch wurde es halt nochmal sehr, sehr viel klarer, auch ich in meiner Arbeit, sehr viel klarer mit dem, was ich dann getan habe. Und das hat ja auch dazu geführt, dass ich viele Sachen in der Praxis dann doch deutlich anders gemacht habe.
Speaker 1Ja, also dann gab es quasi vier Jahre, die wir gemeinsam gearbeitet haben, um Menschen all das beizubringen, was wir für wesentlich halt hielten, um ein glückliches Leben zu führen.
Speaker 2Ja, und da haben wir 24 Module für in unserer Online-Akademie für erstellt, richtig, richtig viel. Also wir haben es nicht gerade vereinfacht erst mal.
Speaker 1Also es war im Verhältnis zu dem, was auf dem Markt war, schon vereinfacht. Aber ich meine, im Verhältnis zu dem, was wir heute unterrichten, ist das natürlich sehr umfangreich gewesen.
Speaker 2Ja, weil es halt einfach auch, wir haben halt versucht, alles abzudecken, von der Psyche, Persönlichkeitsentwicklung, Beziehungen, wie komme ich in eine.
Speaker 1Kommunikation, Flow und was weiß ich und das braucht man ja gar nicht alles, wenn man dann richtige Stellschrauben dreht, wie wir heute wissen, dann ergibt sich der Rest ja von selber. Aber damals haben wir halt probiert, einfach an allen Stellschrauben zu drehen, damit es überall gut ist. Das ist halt noch eine andere Idee gewesen. Auf jeden Fall haben wir nach diesen vier Jahren sich herausgestellt, wir haben viel gearbeitet, wir haben alle Marketingkonzepte hoch und runter ausprobiert und wir haben alles möglich gemacht. Wir haben dann letztendlich trotzdem nicht ansatzweise ausreichend Geld verdient, um davon überhaupt selber leben zu können. Und ich hatte so die Idee, bis 25 bin ich Millionär und mit 24 war ich dann also quasi so frustriert, dass ich ein paar Tage oder eine Woche oder so so richtig depressiv war und dann letztendlich selber da nicht rauskam, weshalb ich zu dir gekommen bin und gesagt habe, was ist denn da los?
Speaker 2Aber da machen wir jetzt heute einen Cut und die Geschichte, die gibt es dann im nächsten Teil.
Speaker 1Machen wir so.